Drei Polizisten gehen durch das Terminal 1 am Flughafen.  | dpa
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Liveblog zum Coronavirus ++ Ab Sonntag schärfere Kontrollen am Frankfurter Flughafen ++

Stand: 23.01.2021 22:59 Uhr

Die Bundespolizei am Flughafen Frankfurt intensiviert ab morgen die Kontrollen bei Flügen aus Hochrisikogebieten. In Tschechien haben Hunderte Kneipen aus Protest gegen die Lockdown-Auflagen der Regierung geöffnet. Der Liveblog zum Nachlesen.

  • Berlin: Klinik wegen Virus-Mutante komplett unter Quarantäne
  • Mediziner kritisieren britische Impfstrategie
  • Israel beginnt mit Impfung von Jugendlichen
  • Robert Koch-Institut meldet 16.417 Neuinfektionen
  • Belgien verbietet Urlaubsreisen und Ausflüge
23.1.2021 • 22:59 Uhr

Ende des Liveblogs

Hiermit schließen wir den Liveblog für heute und bedanken uns für Ihr Interesse.

23.1.2021 • 22:14 Uhr

Italien droht Impfstoff-Herstellern mit Klagen

Der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte hat Klagen gegen jeden Pharmahersteller angekündigt, der Corona-Impfstoffe nicht pünktlich liefert. Nach dem Duo aus Biontech und Pfizer hatte auch AstraZeneca mitgeteilt, dass zunächst weniger Dosen übergeben würden als angekündigt.

Conte bezeichnete die von dem britischen Pharmakonzern bekannt gegebenen Verspätungen als besorgniserregend und sagte, wenn sie zuträfen, werde die erste Lieferung an Italien 3,4 Millionen statt einer vereinbarten Zahl von acht Millionen Dosen umfassen. Italien werde alle rechtlichen Schritte unternehmen, "wie wir es bereits mit Pfizer-Biontech tun", kündigte Conte an. "Die Verlangsamung bei Belieferungen stellt ernste Vertragsverstöße dar, die für Italien und andere europäische Länder enorme Schäden verursachen, mit direkten Auswirkungen auf die Leben und Gesundheit der Bürger."

23.1.2021 • 21:39 Uhr

Ab morgen: Schärfere Corona-Kontrollen am Frankfurter Flughafen

Am größten deutschen Flughafen Frankfurt intensiviert die Bundespolizei ab Sonntag die Kontrollen bei Flügen aus Hochrisikogebieten. Kontrolliert werden sollen vor allem die Einreiseanmeldungen und der Nachweis über einen aktuellen, negativen Corona-Test. Auch am Flughafen München mobilisiert die Bundespolizei nach Informationen des "Spiegels" deutlich mehr Beamte, um alle landenden Passagiere überprüfen zu können. Die Überprüfungen finden nach Angaben der Bundespolizei in Frankfurt noch vor der eigentlichen Grenzkontrolle statt - und zwar direkt an den Flugzeugen.

Am Sonntag sollen davon voraussichtlich 17 Flüge aus fünf Ländern betroffen sein. Alle Maßnahmen werden demnach in enger Abstimmung mit den Gesundheitsämtern, der Landespolizei Hessen sowie dem Flughafenbetreiber und den betreffenden Airlines vorgenommen. Sogenannte Hochinzidenzgebiete sind Länder mit deutlich höheren Infektionszahlen als Deutschland. Darunter fallen neben anderen Ländern auch Spanien, Portugal, die USA, Tschechien, Slowenien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Montenegro, Kosovo, Nordmazedonien und Ägypten.

23.1.2021 • 20:16 Uhr

Spaniens Militärchef: Rücktritt nach Vordrängeln beim Impfen

Der Oberbefehlshaber des spanischen Militärs hat sich unter Missachtung der Reihenfolge der Berechtigten gegen das Coronavirus impfen lassen und ist daraufhin zum Rücktritt gezwungen worden. Das Verteidigungsministerium bestätigte der Nachrichtenagentur AP, dass die Ministerin Margarita Robles den Rücktritt von Miguel Ángel Villarroya akzeptiert habe.

Zuvor hatte die Nachrichtenseite El Confidencial Digital berichtet, dass er und andere Personen in Schlüsselpositionen gegen die Reihenfolge der Bevölkerungsgruppen verstoßen hätten, die für die Verteilung der Impfstoffe gilt. Derzeit dürfen sich in Spanien nur die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen und medizinisches Personal impfen lassen.

23.1.2021 • 19:14 Uhr

Israel impft Jugendliche

Israel hat mit der Corona-Impfung von Jugendlichen begonnen. Die größte Gesundheitspflegeorganisation des Landes, Clalit, ließ den ersten Teenagern am Samstagmorgen eine Spritze verabreichen, wie es auf der Website der Organisation hieß.

Das Gesundheitsministerium hatte am Donnerstag angekündigt, bei Zustimmung der Eltern die Impfung von Oberschülern zwischen 16 und 18 Jahren zu genehmigen. Die drei weiteren Gesundheitsorganisationen wollten zu einem späteren Zeitpunkt mit der Impfung von Jugendlichen beginnen.

Seit Beginn der Impfkampagne vor einem Monat erhielten mehr als 2,5 Millionen der insgesamt rund neun Millionen Einwohner die erste Impfdosis, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. 900.000 Menschen erhielten bereits die zweite Spritze. Israel hatte am 20. Dezember mit den Corona-Impfungen begonnen.

23.1.2021 • 18:36 Uhr

Tschechische Kneipen öffnen aus Protest

In Tschechien haben landesweit Hunderte Kneipen und Restaurants aus Protest gegen die Lockdown-Bestimmungen der Regierung geöffnet. Die Besitzer folgten einem Aufruf der Bewegung "Hund ist tot" (Chcipl pes), deren Name eine Verballhornung der amtlichen Anweisungen zum Schutz gegen das Coronavirus ist.

"Chcipl pes" machte bereits mehrfach von sich reden, etwa mit einer kilometerlangen Schlange von Biergläsern in der Altstadt von Prag. Inzwischen versteht sich die Organisation als politische Bewegung und stellt die Kneipen für Debattierstunden zur Verfügung.

Seit Oktober sind Kneipen, Kinos, Theater, Zoos, Sporthallen und die meisten Geschäfte geschlossen. Nur um die Weihnachtstage gab es leichte Lockerungen. Bislang wurden mehr als 15.000 Corona-Todesfälle verzeichnet.

23.1.2021 • 18:32 Uhr

EU-Politiker verärgert über AstraZeneca

Nach der Ankündigung des britisch-schwedischen Konzerns AstraZeneca, seine Impfstoff-Lieferungen an die EU um 60 Prozent zu kürzen, reagieren die EU-Kommission und EVP-Politiker verärgert. Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides schrieb auf Twitter, die EU habe auf präzise Liefertermine bestanden. Besonders heikel an der Ankündigung der Firma ist, dass offenbar die Mengen für Großbritannien nicht gekürzt werden.

Als Grund nannte der Konzern unterschiedliche Lieferketten. Peter Liese von der EVP-Fraktion hat dafür wenig Verständnis. Es sei kein Problem, den Impfstoff von Großbritannien in die EU zu bringen, sagte er der tagesschau. AstraZeneca könnten unter solchen Vorzeichen echte Probleme drohen.

23.1.2021 • 17:41 Uhr

Laschet gegen "Öffnungsdiskussion"

Der neue CDU-Vorsitzende Armin Laschet hält ein langfristiges Öffnungskonzept für die Zeit nach dem Corona-Lockdown für unrealistisch. "Es wird keine Strategie bis zum Sommer geben können, weil immer neue Fakten hinzukommen, auf die wir reagieren müssen", sagte Laschet am Rande des Parteitags der Südwest-CDU in Stuttgart.

Die neuen Virusvarianten aus Großbritannien und Südafrika könnten nochmal weiter mutieren. "Wir wissen nicht, welche Arten wir in den nächsten Wochen und Monaten noch erleben. Deshalb ist Auf-Sicht-fahren das einzig Richtige", sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident. Es sei nicht die Zeit für eine "Öffnungsdiskussion".

23.1.2021 • 17:01 Uhr

Wegen Corona: Tunesien verbietet Demonstrationen

Nach tagelangen Protesten junger Menschen gegen ihre wirtschaftliche Misere hat Tunesien Demonstrationen verboten und dies mit der gestiegenen Zahl von Corona-Infektionen begründet.

Unter den vom Gesundheitsministerium bekannt gegebenen Maßnahmen ist es auch ab Montag verboten, zwischen Regionen zu reisen. Personen, die über 65 Jahre alt sind, müssen zuhause bleiben. Am Donnerstag hatte Tunesien 103 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus vermeldet, die bislang höchste Zahl in dem Land mit elf Millionen Einwohnern.

In den vergangenen Tagen hat es wiederholt Krawalle gegeben, als junge Menschen gegen Arbeitslosigkeit und Armut auf die Straße gingen. Am Samstag versammelten sich Hunderte Protestierende im Zentrum von Tunis und forderten die Freilassung derer, die bei den Zusammenstößen mit der Polizei im Laufe der Woche festgenommen worden waren. Menschenrechtsgruppen zufolge hat es etwa 1000 Festnahmen gegeben.

23.1.2021 • 16:42 Uhr

Spahn: Im Februar kommen drei Millionen AstraZeneca-Dosen

Nachdem der Pharmakonzern AstraZeneca der EU eine drastische Kürzung seiner Corona-Impfstoff-Lieferungen angekündigt hat, erwartet die Bundesregierung im Februar drei Millionen Dosen des Präparats. "Wenn der Impfstoff von AstraZeneca Ende Januar zugelassen wird, rechnen wir für Deutschland bereits im Februar mit mindestens drei Millionen Impfdosen", sagte Gesundheitsminister Jens Spahn der "Bild am Sonntag".

Das sei weniger als erwartet. Aufgrund von Produktionsproblemen liefert AstraZeneca den EU-Ländern im ersten Quartal mit 31 Millionen Impfdosen rund 60 Prozent weniger als geplant.

23.1.2021 • 16:00 Uhr

Berlin: Klinik wegen Virus-Mutante komplett unter Quarantäne

Wegen zahlreicher Fälle der britischen Coronavirus-Mutante B.1.1.7. ist das Humboldt-Klinikum in Berlin komplett unter Quarantäne gestellt worden. Bis Samstagmittag sind 14 bestätigte Fälle bei Klinikpersonal und Patienten gezählt worden, berichtet der "Tagesspiegel".

Experten gehen laut dem Bericht davon aus, dass eine mittlere zweistellige Zahl von Klinik-Mitarbeitern und Patienten bereits mit der Mutante infiziert sein könnte. Auch Angehörige des Klinikpersonals könnten bereits betroffen sein, festgestellte Symptome sprechen nach internen Einschätzungen dafür.

Dem Bericht zufolge wurde das Klinikum seit Freitag vom Rettungsdienst abgemeldet und hat einen Aufnahmestopp verhängt. Für das Klinikpersonal gilt eine sogenannte Pendel-Quarantäne: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dürfen nur zwischen Arbeit und Wohnung pendeln und müssen sich ansonsten an Quarantäne-Regeln halten. Busse und Bahnen dürfen sie demnach nicht benutzen.

Die in Großbritannien aufgetretene Variante B.1.1.7. ist nach Ansicht britischer Experten 30 bis 70 Prozent leichter übertragbar als die bislang vorherrschende. Der Virologe Christian Drosten hatte zuletzt davon gesprochen, dass die Mutante neuesten Studien zufolge wohl 22 bis 35 Prozent ansteckender ist.

23.1.2021 • 15:09 Uhr

Sonderregelung für tschechische Grenzpendler in Kraft

Nach Einstufung Tschechiens als Corona-Hochrisikogebiet hat Sachsen für Grenzpendler Ausnahmen von der verschärften Testpflicht verfügt. Laut einer heute in Kraft getretenen Allgemeinverfügung müssen sich Menschen, die zur Arbeit nach Sachsen einreisen, wöchentlich nur zweimal auf das Coronavirus testen lassen. Der Test ist auch erst nach der Einreise möglich, muss aber vor Arbeitsbeginn erfolgen. Für die Ausnahme müssen Betroffene bei der Einreise einen gültigen Arbeitsvertrag vorweisen können.

Begründet wurde der Schritt damit, dass viele Menschen aus Tschechien in Sachsen arbeiten - laut Staatskanzlei mehr als 10 000. Damit soll die "Funktionsfähigkeit" der Betriebe in der Grenzregion sichergestellt werden. Für Grenzpendler aus Polen ändert sich nichts - das Land gilt nicht als Hochinzidenzland.

"Hochinzidenzgebiete" sind Länder mit deutlich höheren Infektionszahlen als in Deutschland. Der Grenzwert ist in der Regel eine Inzidenz von 200. Darunter fallen neben Tschechien unter anderem Spanien, Portugal, Ägypten, Israel und die USA. Für Einreisende aus diesen Ländern gilt ab Sonntag eine strengere Testpflicht.

23.1.2021 • 14:33 Uhr

Frankreich: Mediziner fordern Handy-Verbot im Nahverkehr

Französische Mediziner fordern die Bürger zur Schweigsamkeit im öffentlichen Nahverkehr auf. Die Menschen sollten in U-Bahnen, Bussen und an anderen Orten, an denen die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können, unter anderem auf Mobiltelefonate verzichten, hieß in einer veröffentlichten Richtlinie der Ärzteakademie.

Im Nahverkehr sind zwar seit Mai Gesichtsmasken vorgeschrieben, doch viele Fahrgäste lockern sie oder setzen sie ganz ab, um besser telefonieren zu können.

In Frankreich sind bislang mehr als 72.500 Menschen am oder mit dem Coronavirus gestorben. Die Zahl der Neuinfektionen ist wieder leicht auf mittlerweile mehr als 20.000 pro Tag gestiegen. Einige Experten empfehlen deshalb bereits einen dritten Lockdown.

23.1.2021 • 14:08 Uhr

Russland impft Bürger in der Oper oder beim Einkauf

Impfen beim Opernbesuch oder Einkaufen - um möglichst viele Bürger dazu zu bewegen, sich impfen zu lassen, setzt die russische Regierung auch auf ungewöhnliche Methoden. Die Impfbereitschaft ist allerdings nicht allzu hoch, der Impfstoff Sputnik V nach wie vor umstritten.

23.1.2021 • 13:56 Uhr

Medienbericht: IOC will mit WHO-Hilfe Olympioniken impfen

Mithilfe einer Impf-Initiative für ärmere Länder wollen die Olympia-Macher von Tokio einem Medienbericht zufolge Corona-Impfungen für Teilnehmer der Sommerspiele sicherstellen. Wie der britische "Telegraph" berichtet, berät das Internationale Olympische Komitee (IOC) mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) darüber, ob im Rahmen des Covax-Projekts für Entwicklungsländer auch Sportler geimpft werden.

Die WHO will im Februar im Rahmen der Impf-Initiative Covax mit der Verteilung von Impfstoffen auch an die ärmeren Länder der Welt beginnen. Bis Ende des Jahres sollen 1,8 Milliarden Dosen für diese Zielgruppe verfügbar sein. Dem "Telegraph"-Bericht zufolge setzt das IOC einiges daran, auch Sportlern aus Entwicklungsländern Zugang zu diesen Impfungen zu verschaffen

Es sei bei den Verhandlungen nicht geplant, Athletinnen und Athleten bevorzugt zu behandeln. Dies hatte auch das Internationale Olympische Komitee bereits ausgeschlossen. Auch eine Impfpflicht soll es laut IOC-Präsident Thomas Bach für Olympioniken nicht geben.

23.1.2021 • 13:47 Uhr

Politiker fordern Hilfe für Bedürftige bei FFP2-Masken

Die Grünen-Gesundheitspolitikerin Maria Klein-Schmeink hat sich mit Blick auf die FFP2-Maskenpflicht für eine zusätzliche Unterstützung von Bedürftigen ausgesprochen. "Zumindest für Sozialleistungsempfängerinnen und -empfänger muss jetzt schnell und unbürokratisch Hilfe organisiert werden, indem der für Gesundheitssorge vorgesehene Regelsatz mindestens für die Dauer der Pandemie angehoben wird", sagte Klein-Schmeink dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

"Außerdem darf die Bundesregierung nicht weiter davor zurückschrecken, in einem überhitzten Markt die Preisaufschläge, die die Händler auf den Maskenpreis aufschlagen, auf ein vernünftiges Maß zu begrenzen."

Auch Bundessozialminister Hubertus Heil (SPD) sprach sich in der "Rheinischen Post" für Unterstützung aus: "Auch die Versorgung von Grundsicherungsempfängern mit FFP2- und OP-Masken muss gesichert werden." Heil verwies darauf, dass bereits Maskengutscheine für ältere und vorerkrankte Menschen zur Verfügung gestellt worden seien. "Diesen Weg sollten wir auch für Grundsicherungsempfänger gehen." Sein Ministerium arbeite bereits mit Hochdruck an entsprechenden Konzepten.

23.1.2021 • 13:28 Uhr

Linkspartei hält nächsten Bundesparteitag komplett digital ab

Wegen der Corona-Pandemie hält die Linke ihren bevorstehenden Parteitag zur Wahl der neuen Führung komplett digital ab. Der Parteivorstand verwarf damit einstimmig den bisherigen Plan für einen hybriden Parteitag, der einen Tag lang im Internet und an einem zweiten Tag als dezentraler Präsenzparteitag an mehreren Orten gleichzeitig hätte stattfinden sollen. 

Ein Präsenztreffen wäre angesichts der aktuell hohen Ansteckungszahlen "nicht zu verantworten", erklärte Linken-Bundesgeschäftsführer Jörg Schindler. Der Online-Parteitag sei "keine Lösung, mit der wir glücklich sind, aber in der aktuellen Lage die bestmögliche". Schindler sagte zu, dass auch auf dem digitalen Parteitag politische Debatten geführt werden sollen. "Was bleibt ist, dass wir keine reine Show-Veranstaltung machen, sondern dass bei uns die Delegierten wie auf einem regulären Parteitag zu Wort kommen", erklärte er. "Das sind wir der Diskussionskultur in unserer Partei schuldig."

Wichtigster Programmpunkt des Parteitags Ende Februar wird die Wahl der neuen Parteispitze sein. Das bisherige Vorsitzendenden-Duo aus Katja Kipping und Bernd Riexinger tritt nach acht Jahren im Amt nicht erneut an. Um die Nachfolge bewerben sich die hessische Fraktionsvorsitzende Janine Wissler und die Thüringer Landeschefin Susanne Henning-Wellsow. Auch die restlichen Mitglieder des Parteivorstandes müssen neu gewählt werden. Bei der Wahl wird die Linke nun ähnlich wie in den vergangenen Tagen die CDU vorgehen: Die Abstimmungen sollen beim Parteitag zunächst digital erfolgen, die Ergebnisse sollen dann per Briefwahl bestätigt werden, kündigte Schindler an.

23.1.2021 • 13:24 Uhr

Britische Mediziner kritisieren großen Abstand zwischen Impfungen

Britische Mediziner haben dringend eine Überprüfung der Impfstrategie gegen das Coronavirus gefordert. Unter Ärzten wachse die Sorge, weil die zweite Dosis des Impfmittels der Hersteller Biotech und Pfizer sehr spät verabreicht werde, erklärte die British Medical Association. Großbritannien isoliere sich zunehmend von anderen Ländern, weil es die zweite Dosis erst nach zwölf Wochen spritze.

BioNTech und Pfizer empfehlen, den zweiten Teil der Impfung nach drei Wochen zu verabreichen. Die Weltgesundheitsorganisation hält einen Abstand von bis zu sechs Wochen für möglich. Großbritannien versucht dagegen angesichts knapper Impfstoffe, möglichst vielen Menschen die Erstimpfung zu verabreichen und lässt sich deshalb mit der zweiten Spritze mehr Zeit. Die erste Dosis haben mittlerweile fast 5,5 Millionen Menschen erhalten.

Neben dem Mittel von BioNTech und Pfizer wird im Vereinigten Königreich auch ein von AstraZeneca und der Universität Oxford entwickelter Impfstoff eingesetzt. AstraZeneca hält für sein Mittel einen Abstand von zwölf Wochen zwischen der ersten und der zweiten Impfung noch für ausreichend.

23.1.2021 • 13:01 Uhr

Indien: Bereits 50 Millionen AstraZeneca-Impfdosen produziert

Vor Kurzem brannte es beim weltweit größten Impfstoffhersteller in Indien. Die Produktion von Corona-Vakzinen sei aber nicht betroffen, so das Unternehmen. Sie läuft auf Hochtouren - nicht nur für den indischen Markt.

23.1.2021 • 12:39 Uhr

Medienbericht: Spahn-Ministerium zahlt Millionen für Anwälte

Wegen Problemen im Zusammenhang mit der Beschaffung von Schutzmasken im Frühjahr setzt das Bundesgesundheitsministerium Dutzende Anwälte ein. Zeitweise seien rund 50 Rechtsanwälte des Beratungsunternehmens Ernst&Young (EY) damit befasst gewesen, heißt es in einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Linken-Fraktion, die der Nachrichtenagentur AFP vorlag.

Allein für die Anwälte von EY habe das Ministerium im vergangenen Jahr neun Millionen Euro ausgegeben, berichtete der "Spiegel". Beim Landgericht Bonn seien mit Stand 5. Januar 58 Klagen in der Angelegenheit mit einem Streitwert von insgesamt 142 Millionen Euro anhängig gewesen.

Insgesamt habe das Ministerium bislang 30 Millionen Euro für Berater ausgegeben, die bei der Beschaffung von Schutzausrüstung helfen sollten. Weitere 33 Millionen Euro sind für dieses Jahr eingeplant. 

23.1.2021 • 12:32 Uhr

Belgien verbietet Urlaubsreisen und Ausflüge

Von nächstem Mittwoch an will Belgien "nicht wesentliche" Auslandsreisen verbieten. In diesem Zeitraum sind Ausflüge und Fahrten in den Urlaub verboten. Der Waren- und Pendlerverkehr ist von den Einschränkungen nicht betroffen.

23.1.2021 • 12:25 Uhr

Kein Impfstoffmangel in Israel

Während die EU wegen Lieferschwierigkeiten beim Impfen gegen das Coronavirus im Zeitplan hinterherhinkt, hat Israel keine Probleme. Dabei wird das Land auch mit Impfstoff aus der EU versorgt.

23.1.2021 • 12:15 Uhr

Startups profitieren von der Corona-Krise

Viele Unternehmen leiden unter den den Folgen der Corona-Pandemie - nicht so die Startups. Deren Gründungen stiegen in Deutschland deutlich an. Allein 2020 gab es 2732 neue Startup-Unternehmen.

23.1.2021 • 11:50 Uhr

Werden freie Pflegekräfte beim Impfen vergessen?

Sie springen in der Corona-Pandemie immer häufiger in Pflegeheimen und Krankenhäusern ein. Doch ausgerechnet die Zeitarbeitskräfte werden in einigen Bundesländern nicht geimpft.

23.1.2021 • 11:37 Uhr

Madrid verschärft Beschränkungen

Die spanische Hauptstadt Madrid hat angesichts der drastisch steigenden Zahl von Corona-Infektionen die Gegenmaßnahmen weiter verschärft. So beginnt die nächtliche Ausgangssperre in der Metropole ab Montag schon eine Stunde früher um 22 Uhr, so wie das in anderen spanischen Regionen schon seit längerem gilt.

Die konservative Regionalregierung hatte sich lange gegen einschneidendere Maßnahmen gesträubt. Die hohe Zahl der Neuinfektionen und die Überlastung der Intensivstationen mit Corona-Patienten zwangen die Verantwortlichen nun aber zur Kehrtwende, wie die Zeitung "El País" berichtet.

Passanten in einer Einkaufsstraße in Madrid | AP

Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen lag in Madrid zuletzt bei 495. Das ist höher als der spanische Durchschnitt, der bei 410 lag. Bild: AP

Allerdings sind auch die neuen Maßnahmen Madrids nicht ganz so streng wie in manchen anderen Teilen des Landes, vor allem die für Gaststätten. So dürfen an Treffen in Restaurants, die spätestens um 21 Uhr schließen müssen, zwar künftig nur noch maximal vier Personen teilnehmen, sie müssen jedoch nicht aus demselben Haushalt stammen. Zudem dürfen Gaststätten auch weiter in Innenräumen bedienen. Anders sieht es bei privaten Treffen zuhause aus. Dorthin darf dann in Madrid niemand mehr Gäste aus anderen Haushalten einladen.

23.1.2021 • 11:27 Uhr

Ein Jahr nach dem Lockdown: Die Angst in Wuhan bleibt

Als weltweit erster Corona-Hotspot wurde die chinesische Metropole Wuhan vor einem Jahr abgeriegelt. Inzwischen läuft das Leben dort wieder weitgehend normal. Die Sorge vor einer Rückkehr des Virus aber bleibt.

23.1.2021 • 11:22 Uhr

USA: Weiterhin täglich über 3000 Corona-Todesfälle

In den USA sind 3655 Todesfälle binnen eines Tages im Zusammenhang mit dem Corona-Virus registriert worden. Diese Zahl für Freitag meldete die Johns-Hopkins-Universität (JHU). Der bisherige Höchstwert an Corona-Toten war am 12. Januar mit 4462 verzeichnet worden. Die Anzahl der registrierten Neuinfektionen binnen 24 Stunden erreichte am Freitag 186.891. Der bisherige Tagesrekord wurde am 2. Januar mit 298.031 neuen Fällen verzeichnet.

In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern haben sich bislang rund 24,8 Millionen Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, mehr als 414.000 Menschen starben. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

23.1.2021 • 11:11 Uhr

Grüne-Abgeordnete fürchtet "versteckte Triage"

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Corinna Rüffer hegt den Verdacht, dass es in Deutschland bei der Behandlung von Corona-Erkrankten täglich massenhaft zu einer versteckten Triage-Situation kommt. "Wir müssen befürchten, dass insbesondere erkrankte Hochbetagte in Pflegeheimen nicht die medizinische Versorgung bekommen, die sie eigentlich bräuchten", sagte Rüffer dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Triage bezeichnet eine Entscheidung, wer eine intensivmedizinische Behandlung oder ein Beatmungsgerät erhält, wenn nicht hinreichend Ressourcen vorhanden sind. Nach den aktuellen Statistiken des Robert Koch-Instituts (RKI) seien rund zwei Drittel der Corona-Verstorbenen nicht auf einer Intensivstation gestorben, sondern zum Beispiel in einem Pflegeheim.

"Für mich besteht daher der Verdacht, dass Menschen aus Pflegeheimen keine Chance auf eine intensivmedizinische Behandlung bekommen, weil sie von vorne herein aussortiert werden." Wenn dies zutreffe, handle es sich um eine "Vor-Triage".

"Das muss untersucht werden." Rüffer sagte, denkbar sei zum Beispiel, dass die Krankheit so schnell verlaufe, dass es gar nicht mehr zu schaffen sei, die Patienten ins Krankenhaus zu bringen. Ärzte hätten ihr aber berichtet, dass das eher die Ausnahme sei. Auch hätten Bewohner von Pflegeheimen zum Teil eine Patientenverfügung. Das erkläre aber nicht die hohe Zahl derjenigen, die nicht auf Intensivstationen versterben, sagte die Bundestagsabgeordnete.

23.1.2021 • 10:55 Uhr

Oslo verschärft Corona-Maßnahmen

Norwegen hat die Corona-Beschränkungen in der Hauptstadt Oslo und neun angrenzenden Gemeinden verschärft. Grund sei der Ausbruch der in Großbritannien entdeckten, möglicherweise besonders ansteckenden Covid-Variante, erklärte die Regierung.

Einkaufszentren und andere nicht dringend notwendige Läden müssten ab Samstagmittag bis mindestens 1. Februar schließen. Auch Restaurants dürfen nicht öffnen, organisierte Sportveranstaltungen fallen aus, private Haushalte sollen keine Besucher empfangen.

23.1.2021 • 10:28 Uhr

Nüßlein fordert Ende des Lockdowns

Der stellvertretende Unionsfraktionsvorsitzende Georg Nüßlein fordert ein Ende des Lockdowns Mitte Februar. "Es ist wegen der massiven Auswirkungen nicht verantwortbar, solange einen flächendeckenden Lockdown zu verordnen, bis die Inzidenz-Zahl unter 50 oder unter 35 sinkt", sagt der CSU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen".

Wenn in den nächsten Wochen nicht noch etwas passiere, "dann müssen wir spätestens ab Mitte Februar einen anderen Weg gehen als den bisherigen", so Nüßlein. Es müssten dann andere Maßnahmen ergriffen werden als eine Verlängerung des Lockdowns.

Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer zieht nach dem 14. Februar Lockerungen in Betracht, wenn es verantwortbar ist, sagte er der Zeitung "Welt".

23.1.2021 • 10:18 Uhr

Britische Mutation: Höhere Sterblichkeit "nicht vollständig klar"

Britische Experten haben sich verwundert gezeigt über die Aussagen von Premierminister Boris Johnson zu einer womöglich höheren Sterblichkeit bei der in Großbritannien nachgewiesenen Virus-Variante. Derzeit liefen mehrere Untersuchungen. Es sei "nicht vollständig klar", dass die Mutante tödlicher sei, sagte die medizinische Direktorin der Gesundheitsbehörde Public Health England, Yvonne Doyle, dem Sender BBC Radio 4. Es gebe zwar Hinweise. Aber: "Es handelt sich nur um eine kleine Zahl von Fällen, und es ist viel zu früh, um zu sagen, was tatsächlich herauskommen wird", sagte Doyle.

Der Wissenschaftler Mike Tildesley, Mitglied des Expertengremiums Sage, sagte der BBC, es sei zu früh für klare Aussagen. "Ich würde gerne noch ein oder zwei Wochen warten und ein bisschen analysieren, bevor wir wirklich starke Schlussfolgerungen ziehen." Die Zahl der Todesfälle sei zwar leicht gestiegen, von 10 auf 13 je 1000 Patienten. "Aber das basiert auf einer ziemlich kleinen Datenmenge", sagte Tildesley. Er sei sehr überrascht gewesen, dass Johnson die Information auf einer Pressekonferenz verkündet habe.

Regierungschef Johnson hatte am Vorabend gesagt, es gebe "einige Hinweise", dass die Variante tödlicher ist als die bislang vorherrschende.

23.1.2021 • 10:10 Uhr

Sri Lanka: Ministerin nach Werbung für Wundermittel infiziert

Zum Schutz vor einer Corona-Infektion hatte Sri Lankas Gesundheitsministerin Pavithra Wanniarachchi zur Einnahme umstrittener Wundermittel aufgerufen - nun hat sie sich selbst mit dem Virus infiziert. Ein Antigen-Test bei Wanniarachchi sei positiv ausgefallen, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Wanniarachchi hatte für die Einnahme eines von einem angeblichen Wunderheiler hergestellten Zaubertranks geworben und diesen auch öffentlich zu sich genommen. Später stellte sich heraus, dass das Getränk vor allem aus Honig und Muskatnuss bestand. Der Hersteller Dhammika Bandara, der das Rezept für sein Wundermittel von der hinduistischen Göttin Kali erhalten haben will, hatte behauptet, die Flüssigkeit sorge für einen lebenslangen Schutz vor einer Corona-Infektion. 

Ärzte in Sri Lanka hatten darauf hingewiesen, dass es keinerlei wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit des sirupartigen Getränks gebe. Trotzdem waren Tausende Menschen unter Missachtung der geltenden Corona-Maßnahmen im Dezember in Bandaras Dorf im Zentrum des Landes gereist, um das Elixir zu erwerben. 

In Sri Lanka breitet sich das Coronavirus derzeit stark aus. Hatten sich bis Oktober rund 3300 Menschen in dem südasiatischen Inselstaat mit dem Erreger infiziert, stieg die Zahl auf zuletzt fast 57.000. 278 Menschen starben in dem Land seit Pandemie-Beginn im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

23.1.2021 • 09:59 Uhr

China meldet mehr als 200 Neuinfektionen

China meldet am Jahrestag des ersten Lockdowns in Wuhan - der Stadt, in der sich das Virus weltweit zum ersten Mal verbreitete - landesweit 206 Neuinfektionen (Vortag: 107). 69 davon gab es in den nordöstlichen Provinzen Heilongjiang und Jilin, wie die Behörden am Samstag mitteilten.

Betroffen waren demnach zudem auch die Provinz Hebei mit 15 Fällen. Aus der Hauptstadt Peking und der Millionenmetropole Shanghai wurden je drei Fälle gemeldet. 107 der Infizierten zeigten Symptome, wobei in 17 Fällen das Virus aus dem Ausland nach China gebracht worden sei, wie es weiter hieß.

Insgesamt haben sich in dem bevölkerungsreichsten Land der Welt nach offiziellen Angaben bislang 88.911 Menschen mit dem Virus angesteckt.

23.1.2021 • 09:40 Uhr

Weniger Impfstoff: AstraZeneca meldet geringere Erträge

Nach dem Pharmariesen Pfizer hat auch der Hersteller AstraZeneca angekündigt, weniger Impfstoff als geplant in die EU liefern zu können. In den Mitgliedsstaaten wächst der Unmut - Italien droht Pfizer sogar mit juristischen Schritten.

23.1.2021 • 09:24 Uhr

Russland meldet 20.921 neue Corona-Fälle

In Russland haben sich nach offiziellen Angaben 20.921 Menschen neu mit Corona angesteckt. Die Zahl der Infektionsfälle stieg damit auf 3,698 Millionen. Die Behörden meldeten 559 zusätzliche Todesfälle, insgesamt steigt die Opferzahl damit auf 68.971.

23.1.2021 • 08:51 Uhr

Zwei Minister in Simbabwe gestorben

Im südafrikanischen Krisenstaat Simbabwe hat die Regierung innerhalb kurzer Zeit zwei Kabinettsmitglieder durch das Coronavirus verloren. Verkehrsminister Joel Matizas Tod wurde am späten Freitagabend von der Regierung bekanntgegeben - Außenminister Sibusiso Moyo starb weniger als zwei Tage zuvor ebenfalls an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung. Seit Beginn der Pandemie sind insgesamt vier Minister an Covid-19-Komplikationen gestorben. Nach offiziell unbestätigten Medienberichten sollen mehrere weitere Kabinettsmitglieder in einer Privatklinik mit dem Tode ringen.

Der stellvertretende Gesundheitsminister John Mangwiro stellte eine Verschärfung des Anfang Januar verhängten Lockdowns mit seiner strengen Ausgangssperre in Aussicht. Nach den bisherigen Bestimmungen dürfen die Menschen zwischen 18 Uhr und 6 Uhr nicht das Haus verlassen. Nicht mehr als 30 Teilnehmer sind bei Versammlungen erlaubt. Unter anderem müssen Restaurants, Bars und Sporthallen schließen.

23.1.2021 • 08:43 Uhr

Vodafone-Vorschlag: Handydaten zur Pandemiebekämpfung nutzen

Der Deutschland-Chef des Telefonkonzerns Vodafone schlägt vor, Mobilfunkdaten stärker zur Pandemiebekämpfung einzusetzen. "Mobilitätsdaten können helfen, die Krise schneller und besser zu bewältigen - man sollte also überlegen, ob man sie nicht besser nutzen könnte", sagte Hannes Ametsreiter dem "Spiegel". Aktuell gestatte das der Datenschutz nicht, sagte der Manager. Er frage sich angesichts der aktuellen Fallzahlen aber, "ob wir jetzt nicht mal über unseren Schatten springen sollten"

23.1.2021 • 07:49 Uhr

US-Gesundheitsbehörde: Schwere allergische Reaktion auf Moderna-Impfstoff "selten"

Schwere allergische Reaktionen auf den Corona-Impfstoff des US-Unternehmens Moderna sind nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC "selten". Nach Verabreichung von mehr als vier Millionen Dosen des Vakzins seien nur bei zehn der Impfstoff-Empfänger sogenannte anaphylaktische Schocks aufgetreten, teilte die CDC mit. Keine der allergischen Reaktionen habe zum Tod geführt.

Die CDC stützte sich bei ihrer Einschätzung auf die Dokumentation von insgesamt 4.041.396 Impfstoff-Dosen, die zwischen dem 21. Dezember 2020 und dem 10. Januar dieses Jahres verabreicht worden waren. Insgesamt wurden dabei 108 allergische Reaktionen festgestellt. Bei zehn Impfstoff-Empfängern, alle von ihnen Frauen zwischen 31 und 63 Jahren, waren diese Reaktionen demnach schwerwiegend. Sechs der Frauen mussten den Angaben zufolge im Krankenhaus behandelt werden.

"Die klinischen und epidemiolgischen Charakteristika der Berichte über anaphylaktische Schocks nach der Verabreichung des Covid-19-Impfstoffs von Moderna ähneln jenen infolge der Verabreichung des Covid-19-Vakzins von BioNTech-Pfizer", hieß es in der CDC-Mitteilung. Auch auf den BioNTech-Pfizer-Impfstoff reagierten nach ersten Erkenntnissen mehr Frauen als Männer allergisch. Experten zufolge könnte dies jedoch auch daran liegen, dass bisher deutlich mehr Frauen als Männer gegen das Coronavirus geimpft wurden. 

23.1.2021 • 07:21 Uhr

Laschet: Wirtschaftliche Folgen werden erst noch zum Vorschein kommen

Die Pandemie wird Deutschland nach Einschätzung des neuen CDU-Vorsitzenden und nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet noch lange beschäftigen. "Auch wenn die Pandemie überwunden ist, wird nicht alles gut sein. Denn dann kommen die finanziellen, die wirtschaftlichen und alle anderen Folgen von Corona richtig zum Vorschein", sagte Laschet der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Laschet warnte auch vor der Unberechenbarkeit von Virus-Mutanten.  Der neue CDU-Chef unterstrich die Notwendigkeit, die Schäden durch die Corona-Maßnahmen vor allem für Kinder und ihre Bildungschancen mit dem Gesundheitsschutz abzuwägen. In der Phase der Ungewissheit müsse letzterer jedoch absolute Priorität haben. "Die Entwicklungen in Irland und Großbritannien müssen uns eine Warnung sein", sagte Laschet. Die konkrete Entwicklung der Pandemie lasse sich "gerade mit der hochansteckenden neuen Mutation nur schwer vorhersagen". 

Zwar sinke die Inzidenz in Deutschland derzeit, doch das neue mutierte Virus sei unberechenbar. "Wie es wirkt, wie schnell es wirkt und in welchen Gruppen es wirkt, das kann abschließend heute niemand fundiert vorhersagen. Deshalb ist äußerste Vorsicht geboten", betonte Laschet.

23.1.2021 • 06:59 Uhr

DGB warnt vor "Lohndiebstahl" im Homeoffice

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat vor "Lohndiebstahl" im Homeoffice gewarnt und auf klare Regeln für das Arbeiten von zu Hause aus gedrängt. "Wir erleben aktuell, dass Arbeitszeiten im Homeoffice in der Regel überhaupt nicht erfasst werden. Dabei leisten die Beschäftigten in Deutschland heute schon jährlich eine Milliarde Überstunden, die nicht bezahlt werden", sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann der "Neuen Osnabrücker Zeitung". 

"Das ist Lohndiebstahl. Und der wird verstärkt, wenn es keine vernünftigen Regeln für die digitale Arbeitswelt gibt", erläuterte Hoffmann. Er forderte erneut ein Recht auf Homeoffice. Die Gestaltung der digitalen Arbeitswelt werde eine der großen Aufgaben nach der Corona-Pandemie sein, sagte Hoffmann weiter. Das Recht auf Homeoffice sei ein ganz wichtiges Element, "wenn wir die Chancen der Digitalisierung nutzen wollen".

23.1.2021 • 05:43 Uhr

Robert Koch-Institut meldet 16.417 Neuinfektionen

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 16.417 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 879 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI bekanntgab. Seit Beginn der Pandemie haben sich damit 2.122.679 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus infiziert.

Vor genau einer Woche hatte das RKI 18.678 Neuinfektionen und 980 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100-000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Morgen bei 112,6.

23.1.2021 • 04:31 Uhr

Heil schließt Verlängerung der Homeoffice-Pflicht nicht aus

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) schließt eine Verlängerung der Homeoffice-Pflicht in der Corona-Pandemie nicht aus. "Wir gucken rechtzeitig, ob eine Verlängerung über den 15. März hinaus nötig wird. Das große Ziel ist zu verhindern, dass wir in einen vollständigen Lockdown unserer Volkswirtschaft kommen", sagte Heil der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Die Infektionszahlen gingen im Moment zwar zurück, aber durch die Coronavirus-Mutanten bestehe ein zusätzliches Gesundheitsrisiko. "Ich will, dass wir unsere Volkswirtschaft am Laufen halten, und dazu leistet mehr Homeoffice einen wichtigen Beitrag", sagte der SPD-Politiker. 

23.1.2021 • 04:10 Uhr

Nächtliche Ausgangssperre in den Niederlanden tritt in Kraft

Wegen anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen gilt in den Niederlanden ab heute erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder eine nächtliche Ausgangssperre. Wer gegen das zwischen 21.00 Uhr und 04.30 Uhr geltende Ausgangsverbot verstößt, muss mit einer Geldbuße in Höhe von 95 Euro rechnen. Nach Regierungsangaben bleibt das Verbot zunächst bis 9. Februar in Kraft. Es soll helfen, die Ausbreitung der ansteckenderen Variante des Virus einzudämmen. Mitte Januar hatte die Regierung bereits den Lockdown bis 9. Februar verlängert. Schulen, Restaurants und alle nicht notwendigen Geschäfte sind geschlossen. Zudem darf sich nicht mehr als ein Gast in einem Haushalt aufhalten.

23.1.2021 • 04:07 Uhr

Hongkong riegelt Stadtteil ab: Alle Bewohner müssen getestet werden

Aus Furcht vor einer sprunghaften Verbreitung des Coronavirus ist ein besonders dicht besiedelter Stadtteil der Millionenmetropole Hongkong im Morgengrauen abgeriegelt worden. Tausende Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Einwanderungsbehörden sind damit beschäftigt, die rund 10.000 Bewohner des Jordan-Viertels nach und nach auf den Erreger zu testen.

Polizeibeamten sperren einen Bezirk in Hongkong ab. | REUTERS

10.000 Bewohner des Jordan-Viertels in Hongkong werden von der Außenwelt abgeriegelt und auf das Corona-Virus getestet. Bild: REUTERS

Das betroffene Gebiet mit 150 Wohnblöcken werde zu diesem Zweck für zwei Tage bis voraussichtlich Montagmorgen hermetisch abgeschottet, teilte die Regierung mit. Bis dahin, so die Hoffnung der Behörden, sollen alle Testergebnisse vorliegen. Es handelt sich um den ersten derartigen Lockdown in Hongkong seit Beginn der Corona-Pandemie vor etwa einem Jahr. Grund für die Abschottung ist die jüngste Häufung von Corona-Infektionen in dem Stadtteil. Von den 55 am Freitag in ganz Hongkong gemeldeten Neuansteckungen machten sie fast die Hälfte aus.

23.1.2021 • 04:07 Uhr

In NRW öffnen Impfzentren wegen fehlenden Impfstoffs nur nachmittags

In NRW werden die Impfzentren mangels Impfstoff zunächst nur nachmittags impfen können. Das kündigte der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, Frank Bergmann, in der "Rheinischen Post" an. "Erst wenn genug Impfstoff da ist, kann ab 08.00 Uhr geimpft werden." Er fordert mehr Einsatz der Politik im Kampf gegen Impfstoff-Lieferprobleme.