Medizinisches Personal vom Maimonides Medical Center transportiert einen Patienten.  | AFP
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Liveblog zum Coronavirus ++ Corona-Mutation in New York nachgewiesen ++

Stand: 05.01.2021 00:04 Uhr

In New York wurde erstmals die hochansteckende Coronavirus-Mutation nachgewiesen, die in Großbritannien entdeckt worden war. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA pocht auf die Einhaltung der vorgesehenen Impffristen. Der Liveblog vom Montag zum Nachlesen.

  • Erneut harter Lockdown in ganz England
  • Niederlande ändern Impfstrategie
  • RKI meldet 9847 Neuinfektionen
  • Mögliche Lockdown-Verlängerung bis Ende Januar
  • EU prüft Bestellung weiterer Biontech-Impfungen
  • Thüringen will Winterferien vorziehen
  • Erster Brite erhält AstraZeneca-Impfstoff
  • Klingbeil beklagt Impf-Chaos - Merkel soll übernehmen
5.1.2021 • 00:04 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

4.1.2021 • 22:28 Uhr

Virus-Mutation erstmals in New York identifiziert

In New York wurde zum ersten Mal die hochansteckende Mutation des Coronavirus nachgewiesen. Diese war zuerst in Großbritannien entdeckt worden. Der Erreger sei bei einem älteren Mann identifiziert worden, erklärt Gouverneur Andrew Cuomo. Die Mutation könne sich zu einem Wendepunkt des Infektionsgeschehens entwickeln, falls die Krankenhauseinweisungen zunähmen und ganze Regionen in den Lockdown gehen müssten.

4.1.2021 • 22:06 Uhr

Auch bei den Frauen von Manchester City mehrere Corona-Fälle

Beim englischen Fußball-Klub Manchester City hat es nun auch im Frauen-Team mehrere Corona-Infektionen gegeben. Wie der Verein mitteilte, sind insgesamt vier Spielerinnen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Alle haben sich gemäß den Bestimmungen in Quarantäne begeben.

Am Wochenende war bereits das Männer-Team von Trainer Pep Guardiola wegen diverser Corona-Fälle ersatzgeschwächt beim FC Chelsea angetreten.

4.1.2021 • 21:50 Uhr

Grünen-Fraktion fordert Antigen-Schnelltests für Heimgebrauch

Die Grünen im Bundestag wollen einem Medienbericht zufolge, dass die Bürgerinnen und Bürger sich künftig selbst auf das Coronavirus testen können. Apotheken sollen dazu Antigen-Schnelltests abgeben dürfen, berichtete das Nachrichtenportal "t-online" unter Berufung auf einen entsprechenden Antrag. Hierfür solle die Bundesregierung "unverzüglich" die Abgabeverordnung für Medizinprodukte ändern. Bisher darf nur medizinisches oder geschultes Personal Antigen-Tests erwerben und vornehmen.

Antigen-Tests suchen in Abstrich-Proben nicht aufwendig nach dem Erbgut des Virus, sondern nach Molekülen, die charakteristisch für die Viren sind. Antigen-Tests reagieren weniger empfindlich als die bisher üblichen PCR-Tests, liefern aber schneller ein Ergebnis. Sie gelten jedoch auch als ungenauer. Das Bundesgesundheitsministerium lehnt Selbsttests bisher ab: Man wolle den Fokus beim Testen wie bisher auf den medizinischen Bereich legen, zitierte "t-online" einen Sprecher.

4.1.2021 • 21:38 Uhr

Müller geht von Verlängerung des Lockdowns bis 31. Januar aus

Berlins Regierender Bürgermeister und Chef der Ministerpräsidentenkonferenz, Michael Müller, rechnet nach eigenen Angaben damit, dass die Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie bis Ende des Monats verlängert werden. Es gebe zwar eine positive Entwicklung bei den Inzidenzahlen, aber leider noch gar keine Entlastung im Klinikbereich, sagte er dem rbb.

Zuvor hatten verschieden Medien berichtet, dass Bund und Länder den Lockdown wohl bis zum 31. Januar verlängern werden. Endgültig entschieden wird voraussichtlich morgen bei einem Treffen von Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten.

4.1.2021 • 21:24 Uhr

Spahn verknüpft Lockerungen wohl mit Impfungen bei älteren Risikogruppen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält eine Lockerungspolitik in der Pandemie für möglich, wenn die gefährdete Altersgruppe der Über-70-Jährigen geimpft ist. Nach diesem "entscheidenden Zwischenetappenziel" werde die Belastung im Gesundheitssystem eine andere sein, sagte Spahn nach Informationen des "Handelsblatts" bei einer nicht-öffentlichen Sitzung des Gesundheitsausschusses im Bundestag. Dieser Punkt werde "deutlich vor dem Sommer" erreicht sein.

4.1.2021 • 21:24 Uhr

Premier Johnson verkündet neuen landesweiten Lockdown

Wegen der deutlich steigenden Zahl an Corona-Infektionen hat die britische Regierung die Maßnahmen erneut stark verschärft. "Wir müssen in England einen Lockdown verhängen, um die neue Corona-Variante in den Griff zu bekommen", sagte Premierminister Boris Johnson in einer Fernsehansprache. "Das bedeutet, dass Sie zu Hause bleiben müssen." Das Haus dürfe nur noch für notwendige Aktivitäten wie Arztbesuche oder die Arbeit verlassen werden. Schulen müssen schließen. Johnson sagte, die Maßnahmen würden vermutlich bis Mitte Februar in Kraft bleiben.

Zuletzt hatte Großbritannien immer neue Rekorde bei Neuinfektionen und Patienten verkündet. Zuletzt habe es 20 Prozent mehr Todesfälle gegeben, sagte Johnson. Er machte vor allem die in Großbritannien entdeckte Mutante des Coronavirus verantwortlich. Sie sei 50 bis 70 Prozent ansteckender als die bisher bekannte Form. "Bleiben Sie zu Hause, schützen Sie den (Gesundheitsdienst) NHS, retten Sie Leben", sagte Johnson.

Zuvor hatte bereits die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon einen harten Lockdown von morgen an ausgerufen. Sie sei über die gegenwärtige Situation beunruhigter als zu jedem anderen Zeitpunkt seit März 2020, erklärte Sturgeon.

Heute wurde in Großbritannien erstmals auch der Corona-Impfstoff der Universität Oxford und des Pharmakonzerns AstraZeneca verabreicht - bislang hat noch kein weiterer Staat den Impfstoff angewendet. Seit dem 8. Dezember läuft das Impfprogramm in Großbritannien, zunächst beginnend mit dem von Biontech und Pfizer entwickelten Impfstoff.

4.1.2021 • 20:59 Uhr

Wisconsin: US-Pharmazeut zerstört Impfstoff

Zweifel an der Sicherheit eines Corona-Impfstoffs sollen einen Pharmazeuten aus dem US-Staat Wisconsin nach Angaben der Strafverfolger zu dessen absichtlicher Zerstörung bewogen haben. Der Mitarbeiter eines Impfzentrums in den USA soll im Dezember absichtlich 500 Dosen des Corona-Vakzins unbrauchbar gemacht haben, indem er die Ampullen abends aus dem Kühlschrank nahm und auftauen ließ, wie das Aurora Medical Center mitgeteilt hatte. Da die Impfdosen zu lange ungekühlt waren, konnten sie demnach nicht mehr verwendet werden. Zunächst war die Klinik von einem Versehen ausgegangen. Doch der Pharmazeut soll eingeräumt haben, die Ampullen absichtlich aus der Kühlung gestellt zu haben. Ein Motiv hatte zunächst nicht vorgelegen.

4.1.2021 • 20:38 Uhr

US-Seuchenbehörde meldet mehr als 4,5 Millionen Impfungen

Die oberste Seuchenbehörde der USA, die Centers for Disease Control (CDC), hat nach eigenen Angaben bislang mehr 4,5 Millionen Corona-Impfdosen verabreicht. Insgesamt seien 15,4 Millionen Dosen ausgeliefert worden.

Die CDC meldete zudem 212.117 Neuinfektionen und damit insgesamt mehr als 20,55 Millionen bekannte Fälle in den USA. Zudem wurden 1418 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet, damit sind es in der Summe 350.664. Die Zahlen der CDC können von den aus den einzelnen Bundesstaaten gemeldeten Fällen abweichen.

4.1.2021 • 20:05 Uhr

Kritik an deutscher Impfkampagne

Es hagelt Kritik an der Bundesregierung, weil die Impfungen gegen das Coronavirus in Deutschland nur langsam vorankommen. Sind die Vorwürfe berechtigt? Und wie könnte sich das ändern? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

4.1.2021 • 19:58 Uhr

Gewerkschaften fordern bei Lockdown-Verlängerung mehr Hilfen

Gewerkschaften haben mit Blick auf eine mögliche Verlängerung der Corona-Maßnahmen bis Ende Januar zusätzliche Hilfen für Arbeitnehmer gefordert. Hunderttausende Beschäftigte im Einzelhandel und die Unternehmen der Branche dürften mit den Folgen einer Fortführung der Schließungen nicht alleingelassen werden, warnte ver.di-Chef Frank Werneke im "Handelsblatt".

Der Chef der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Guido Zeitler, forderte eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes für Beschäftigte des Gastgewerbes, für den Fall dass die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel morgen wie erwartet eine Verlängerung der Maßnahmen beschließen sollten. "Ihre Löhne sind ohnehin oft viel zu niedrig", sagte Zeitler der Zeitung über die Angestellten in der Branche. "Das noch geringere Kurzarbeitergeld reicht also hinten und vorne nicht."

4.1.2021 • 19:49 Uhr

EMA verschiebt Entscheidung zu Moderna-Impfstoff

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat die Entscheidung über die Empfehlung eines weiteren Corona-Impfstoffes für die EU auf Mittwoch verschoben. Das teilte die EMA mit. Der Expertenausschuss der Behörde hatte heute - und damit zwei Tage früher als geplant - über die Zulassung des Impfstoffes des US-Herstellers Moderna beraten. Dabei seien einige Fragen offen geblieben, sagte der niederländische Vertreter in dem Ausschuss. Die EMA hatte bereits zuvor nicht ausgeschlossen, dass eine Entscheidung erst bei der planmäßigen Sitzung des Ausschusses am kommenden Mittwoch fallen könnte.

Der Impfstoff von Moderna ist bereits in den USA und Kanada zugelassen. Bei einer positiven Empfehlung der EMA muss noch die EU-Kommission zustimmen. Das gilt als Formsache und könnte in kürzester Zeit geschehen. Es wäre nach dem Präparat der Hersteller Pfizer und Biontech der zweite Impfstoff gegen Covid-19, der in den EU-Mitgliedsstaaten zugelassen würde. Die EU hat bei Moderna bereits 160 Millionen Dosen des Impfstoffes bestellt.

4.1.2021 • 19:46 Uhr

Impfkampagne in Frankreich: Wie will das Land aufholen?

Frankreich hatte die zweite Corona-Welle gut in den Griff bekommen. Doch nun stockt die Impfkampagne - erst ein paar Hundert Menschen sind immunisiert worden und es hagelt Kritik.

4.1.2021 • 19:25 Uhr

Ermittlungsverfahren gegen Party-Organisator

Gegen einen mutmaßlichen Organisator der illegalen Silvester-Massenparty in der Bretagne ist ein Ermittlungsverfahren eröffnet worden. Der Mann sei Anfang 20, gegen ihn werde unter anderem wegen Gefährdung des Lebens anderer ermittelt, sagte der Staatsanwalt von Rennes, Philippe Astruc, dem Sender France 3. Der Mann habe zugegeben, an der Organisation der Party beteiligt gewesen zu sein. Es sei aber klar, dass nicht nur eine einzige Person eine solche Feier organisiert habe. Deshalb müssten die anderen Organisatoren zur Rechenschaft gezogen werden, so Astruc.

Trotz der Corona-Pandemie hatten in Frankreichs Nordwesten etwa 2500 Menschen illegal Silvester gefeiert und die Ordnungskräfte gut anderthalb Tage beschäftigt. Diese versuchten die Feier in dem stillgelegten Hangar in Lieuron zu stoppen - erfolglos. Erst am Samstagmorgen fand die illegale Party ein Ende.

4.1.2021 • 19:18 Uhr

EU genehmigt Hilfen für TUI

Die EU-Wettbewerbshüter haben deutsche Staatshilfen bis zu 1,25 Milliarden Euro für den schwer von der Corona-Krise getroffenen Reisekonzern TUI genehmigt. Das teilte die EU-Kommission in Brüssel mit. "TUI wurde wie viele andere Tourismusunternehmen von der Coronakrise schwer getroffen", sagte die zuständige EU-Kommissionsvizepräsidentin Margrethe Vestager. Die deutsche Staatshilfe ist nach Auffassung der EU-Kommission "erforderlich, geeignet und angemessen", um eine beträchtliche Störung im Wirtschaftsleben eines Mitgliedstaats zu beheben.

Der Staat werde "für das von den Steuerzahlern getragene Risiko eine hinreichende Vergütung erhalten und die Unterstützung mit Auflagen verbinden, um mögliche Wettbewerbsverzerrungen zu begrenzen", betonte Vestager.

4.1.2021 • 18:25 Uhr

EMA pocht auf Anwendungsregeln bei Biontech-Impfstoff

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat auf die Einhaltung der maximalen Frist von 42 Tagen zwischen den beiden Gaben beim Pfizer/Biontech-Impfstoff gepocht. Nur dann könne der volle Schutz garantiert werden. Sollten die Vorschriften nicht beachtet werden, schränke dies die Haftung des Impfstoffherstellers ein. Eine Änderung der Anwendung könne nur nach entsprechenden medizinischen Studien erfolgen.

Auch Pfizer und Biontech bremsen in der Debatte, ob auf eine zweite Corona-Impfung zunächst verzichtet werden kann, um mehr Menschen zu impfen. Es gebe keine Daten, dass die Impfwirkung nach 21 Tagen anhalte, heißt es in einer Erklärung beider Firmen. Der Impfstoff soll ein zweites Mal verabreicht werden, um einen vollen Schutz zu erreichen.

Weil der Impfstoff zunächst knapp ist, hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Ständige Impfkommission (STIKO) um eine Einschätzung gebeten, ob dennoch zunächst auf eine zweite Impfung verzichtet werden kann. Biontech und Pfizer führen derzeit Nachverhandlungen etwa mit der EU über weitere Lieferungen, bekommen aber zunehmend Konkurrenz durch andere zugelassene Impfstoffe.

4.1.2021 • 18:16 Uhr

Kritik an Corona-Demo in Nürnberg: Polizei verteidigt Einsatz

Nach teils starker Kritik hat die Nürnberger Polizei ihr Vorgehen bei einer Demonstration von Corona-Gegnern zurückgewiesen. Es habe zwar Ordnungswidrigkeiten gegeben, eine Auflösung der Versammlung sei dennoch nicht gerechtfertigt gewesen, sagte Polizeisprecherin Elke Schönwald. Dies sei nur bei schweren Straftaten und erheblichen Sicherheitsstörungen möglich. "Die Versammlungsfreiheit hat Verfassungsrang", so Schönwald.

Gestern hatten nach Polizeiangaben etwa 300 und später etwa 200 Demonstranten in der Innenstadt gegen die Corona-Beschränkungen protestiert. Es gab zudem zwei Gegendemonstrationen. Nach Polizeiangaben gab es 117 Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz, 50 Platzverweise und zehn Anzeigen wegen Widerstands oder gefälschter Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht. In den sozialen Medien machten Aufnahmen die Runde, auf denen Demonstranten dicht gedrängt auf dem Hauptmarkt standen und zum Teil keine Maske trugen. Daraufhin gab es heftige Kritik auf Twitter und Facebook, unter anderem vom Fußball-Bundesligisten 1. FC Nürnberg und dem Basketballclub Nürnberg Falcons.

Ob eine Versammlung aufgelöst werde, müsse der Polizeiführer vor Ort entscheiden, sagte Stadtrechtsdirektor Olaf Kuch. Der Handlungsspielraum sei dabei aber gering: "Die Hürden, die das Bundesverfassungsgericht für die Auflösung setzt, sind sehr hoch." Die Grünen-Fraktion im Landtag ist anderer Meinung. "Die Bilder aus Nürnberg sind ein Schlag ins Gesicht für alle Menschen, die sich seit Wochen an die Corona-Maßnahmen halten", teilte Fraktionschefin Katharina Schulze mit.

4.1.2021 • 18:06 Uhr

Bericht: Impfungen für alle schon im zweiten Quartal möglich?

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat einem Medienbericht zufolge in einer digitalen Fraktionssitzung der Union ein Impfangebot für alle Interessierten "wohl im zweiten Quartal 2021" in Aussicht gestellt. Das berichtete die Tageszeitung "Welt" unter Berufung auf mehrere Teilnehmer der Sitzung. Darüber habe es durchaus Erstaunen gegeben, da bisher eher von einem Impfstart für alle ab dem Sommer die Rede gewesen sei. Kritik an Spahn gab es laut dem Bericht in der Sitzung nicht. Vielmehr sei der Minister für seinen Einsatz gelobt worden.

Kritik, wonach zu wenig Impfungen stattfänden, reichte der Minister den Angaben zufolge an die Bundesländer weiter: Die "inständige Bitte, einheitlich zu handeln", sei vergeblich gewesen. 

4.1.2021 • 17:56 Uhr

Verkehrsunternehmen: "Shutdown kam zu spät"

Der Verband deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat die Bundesregierung für das seiner Ansicht nach zu späte Eingreifen in der Corona-Pandemie kritisiert. "Der neue Shutdown kam zu spät. Anfang November war schon absehbar, wie die Zahlen gestiegen sind. Wenn man damals entsprechend gehandelt hätte, wären wir hetzt schon deutlich weiter", sagte VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff dem "Spiegel". Er glaube kaum, dass das Thema Mitte Januar erledigt sei. Das sei für den öffentlichen Nahverkehr eine unschöne Situation, sagte Wolff weiter. Die Unternehmen würden auf Ferienverkehr umstellen, den ein oder anderen Nachtbus streichen, Takte reduzieren. "Aber es wird kommen wie im Frühjahr: mehr als 90 Prozent Angebot bei 20 bis 30 Prozent Fahrgästen." 

Der VDV vertritt knapp 600 Unternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie leiden sie unter massiven Fahrgastrückgängen und mussten mit Milliarden aus dem Bundeshaushalt gestützt werden.

4.1.2021 • 17:23 Uhr

Polen will bis Ende März 2,9 Millionen Menschen impfen

In Polen sollen nach Plänen der Regierung bis Ende März etwa 2,9 Millionen Menschen aus Risikogruppen eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Das genaue Tempo werde von der Zahl der verfügbaren Impfdosen abhängig sein, sagte der Chef der Regierungskanzlei, Michal Dworczyk. Im ersten Quartal dieses Jahres könne Polen die Lieferung von knapp 5,9 Millionen Dosen erwarten, hauptsächlich von den Herstellern Pfizer und Moderna.

Das Land impft derzeit im Rahmen seines Impfplans medizinisches Personal und Rettungssanitäter sowie die Angestellten in Pflegeheimen. Laut Dworczyk haben Stand gestern etwa 50.000 Menschen aus dieser Gruppe ihre erste Impfdosis erhalten. Nach dem medizinischen Personal sollen Menschen im Alter über 60 Jahren, Soldaten, Polizisten und Feuerwehrleute sowie Lehrer an die Reihe kommen.

4.1.2021 • 17:13 Uhr

Berlin: Justizsenator will Ausgangssperre kippen

Der Berliner Justizsenator Dirk Behrendt will die Ausgangssperre in der Hauptstadt offenbar kippen. Die Beschränkung sei "juristisch fragwürdig, weil man die Berliner Bevölkerung zwingt, sich gegenüber dem Staat rechtfertigen zu müssen", sagte der Sprecher der Berliner Senatsverwaltung für Justiz, Sebastian Brux. Laut der derzeitigen Corona-Schutzverordnung dürfen Berliner ihre Wohnungen nur "aus triftigen Gründen" verlassen. Justizsenator Behrendt unterstütze zwar eine Verlängerung der derzeit gültigen Corona-Maßnahmen, nicht aber der Ausgangssperre. "Unstrittig ist, dass man die Maßnahmen verlängern muss", sagte Brux. Die Ausgangssperre sei aber "erstens juristisch heikel und zweitens für die Pandemiebekämpfung nicht notwendig". Bei der Ausgangssperre müsse es sich um eine "Ultima Ratio" handeln, sagte der Sprecher weiter. Solange Profifußball stattfinden und Läden teilweise geöffnet bleiben könnten, sei eine Ausgangssperre nicht zu rechtfertigen. Diese "kann man aus unserer Sicht ersatzlos streichen", sagte Brux.

Der Berliner Senat berät am kommenden Mittwoch über eine Verlängerung der Corona-Maßnahmen. Etwaige Änderungen wie auch eine Abschaffung der Ausgangssperre könnten frühestens am 10. Januar in Kraft treten.

4.1.2021 • 16:52 Uhr

Wintersportorte am Limit

Überfüllte Parkplätze und dichtes Gedränge auf den Pisten - der Schnee zog bundesweit Tausende Menschen in die Wintersportgebiete. Der Spaß hat nun vielerorts ein Ende.

4.1.2021 • 16:49 Uhr

Huml will Schwerpunkt auf Kindergesundheit legen

Die neue Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchefin Melanie Huml, will in diesem Jahr einen besonderen Fokus auf die Gesundheit von Kindern legen. "Die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie haben dem Thema Kindeswohl zusätzliche Bedeutung verliehen", erklärte Huml. Es sei ihr ein persönliches Anliegen, gemeinsam mit den anderen Bundesländern Maßnahmen zu entwickeln, die sowohl das körperliche als auch das seelische Wohl der Kinder fördern und verbessern. Huml erklärte, eine verstärkte Zusammenarbeit der Bundesländer anzustreben. In der Corona-Krise könnten die Länder nur bestehen, wenn sie an einem Strang zögen.

Ihrer Vorgängerin, der Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD), bescheinigte Huml "herausragende Arbeit" im vergangenen Jahr.

4.1.2021 • 16:43 Uhr

EU weist Vorwurf des zu langsamen Impfstarts zurück

Die EU-Kommission hat ihre Impfstrategie gegen das Coronavirus gegen Kritik verteidigt. Das Hauptproblem sei derzeit das der Produktionskapazität, sagte EU-Kommissionssprecher Eric Mamer. Vor diesem Problemen stehe laut Mamer derzeit jeder.

Es seien Verträge unterzeichnet worden, die den Mitgliedsländern Zugang zu zwei Milliarden (Impfstoff-)Dosen verschaffen - das sei genug, um die gesamte EU-Bevölkerung zu impfen. Zudem stellte Mamer die Rolle der Kommission im Umgang mit den Impfstoffherstellern klar: Sie habe die Impfdosen nicht direkt gekauft, sondern als "Investor" gehandelt, um die Finanzierung der Impfstoffentwicklung zu ermöglichen. Ziel sei gewesen, die Produktionskapazitäten auszubauen und allen EU-Ländern die freie Entscheidung zu überlassen, wie viele Dosen sie vom Hersteller ihrer Wahl wollten. Am Ende müssten die Impfstoffe produziert und verteilt werden, unter teils komplexen Lieferketten, sagte Mamer. Die Impfprogramme seien jetzt erst gestartet; Großlieferungen solle es im April geben.

Auf die Frage, warum die EU-Kommission nicht mehr Impfstoff aus der Partnerschaft von Biontech und Pfizer bestellt habe, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der EU-Kommission, Stefan de Keersmaecker, die wesentliche Philosophie dahinter sei gewesen, das Portfolio divers aufzustellen.

4.1.2021 • 16:34 Uhr

Impfstart in Niederlande auf Mittwoch vorgezogen

Nach heftiger Kritik der Öffentlichkeit und Opposition werden die Niederlande den Impfstart auf Mittwoch vorziehen. Zwei Tage eher als geplant sollen zunächst Pfleger und Ärzte von Corona-Patienten geimpft werden, teilte Gesundheitsminister Hugo de Jonge in Den Haag mit. Die Niederlande sind das letzte Land der EU, das mit dem Impfen beginnt. Der Gesundheitsminister war wegen des späten Starts und der unklaren Impfstrategie in den vergangenen Tagen heftig unter Beschuss geraten. Er muss sich morgen im Parlament verantworten.

Bei einem Gesundheitsamt in Veghel im Südosten des Landes sollen ebenfalls am Mittwoch bereits einige Mitarbeiter von Pflegeheimen geimpft werden. Erst in der darauffolgenden Woche werden die Impfzentren im Rest des Landes öffnen.

Seit Tagen lagern mehr als 175.000 Impfdosen ungenutzt in einer Lagerhalle im Osten des Landes. Krankenhäuser und Notfallmediziner hatten in der vergangenen Woche massiv gefordert, dass ihre Mitarbeiter als erste geimpft werden sollten. Wegen des großen Zustroms an Covid-19-Patienten und erheblichen Personalausfällen können die Kliniken dem Druck kaum noch standhalten. Der Gesundheitsminister sagte zu, dass zunächst 30.000 Pfleger und Ärzte in den Krankenhäusern geimpft würden. Unklar ist weiterhin, wann die größten Risikogruppen wie Menschen über 80 Jahre und solche mit Vorerkrankungen an die Reihe kommen.

4.1.2021 • 16:22 Uhr

Kanzleramtsminister Braun warnt vor Schulöffnungen

Kanzleramtschef Helge Braun hat vor einer schnellen Wiederöffnung der Schulen gewarnt. Auch in Schulen sei das Coronavirus verbreitet worden, sagte er nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters aus Teilnehmerkreisen in der Sondersitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Man müsse sich fragen, ob es nicht vor allem durch die Schulen eine unkontrollierte Ausbreitung des Virus gegeben habe.

Braun kündigte demnach zudem an, dass der Einsatz von Schnelltests in Alten- und Pflegeheimen deutlich ausgebaut werden soll.

4.1.2021 • 16:20 Uhr

Giffey sieht keinen Raum für Lockerungen im Kita-Bereich

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey sieht angesichts der hohen Infektionszahlen keinen Spielraum für Lockerungen der Einschränkungen in Kinder-Betreuungseinrichtungen. Man sei "im Moment noch in einer Situation, in der nicht über weitere Lockerungen gesprochen werden kann", sagt die SPD-Politikerin nach Beratungen mit Vertretern von Ländern, Kommunen, Kita-Trägern, Gewerkschaften und Eltern. Wenn das Infektionsgeschehen es wieder zulasse, müssten die Kita-Einrichtungen aber zu den ersten gehören, in denen dies geschehe.

In sieben von 16 Ländern sind Kitas laut Giffey grundsätzlich geschlossen, dort werde eine Notbetreuung angeboten. In den neun anderen Ländern würden Kitas offen gehalten, verbunden allerdings mit dem Appell an die Eltern, ihre Kinder nach Möglichkeit zu Hause zu behalten.

4.1.2021 • 16:15 Uhr

Katalonien will alle Gemeinden zehn Tage lang abriegeln

Wegen der erhöhten Zahl an Corona-Neuinfektionen haben mehrere Regionen in Spanien eine Verschärfung der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie beschlossen. Besonders strenge Einschränkungen kündigte Katalonien mit der Metropole Barcelona an. In dieser Comunidad Autónoma (Autonomen Gemeinschaft) werden alle Gemeinden ab Donnerstag abgeriegelt, wie die regionale Gesundheitsministerin Alba Vergés in Barcelona mitteilte. Die knapp 7,6 Millionen Einwohner der Region im Nordosten Spaniens werden ihre jeweilige Gemeinde zehn Tage lang nur mit triftigem Grund verlassen dürfen - etwa, um zur Arbeit oder zum Arzt zu fahren. Während dieses Zeitraumes müssen alle Einkaufs- und Fitnesszentren sowie alle Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 400 Quadratmetern geschlossen bleiben. An beiden Wochenenden werden zudem nur diejenigen Läden öffnen dürfen, die den Grundbedarf decken.

Der Leiter der Abteilung für Infektionskrankheiten des Hospital del Mar in Barcelona, Robert Güerri, sprach von einer "Besorgnis erregenden Lage" in den Krankenhäusern der Metropole. Katalonien hatte gestern mit 1483 Neuinfektionen binnen 24 Stunden den mit Abstand höchsten absoluten Wert aller spanischen Regionen gemeldet. Die Region um die Hauptstadt Madrid mit ihren knapp 6,7 Millionen Einwohnern verzeichnete zuletzt binnen 24 Stunden 954 Neuinfektionen.

Hinter den Balearen und der Extremadura sind Madrid und Barcelona zusammen mit Valencia mit jeweils etwa 400 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 14 Tagen die von der Pandemie am härtesten getroffenen Regionen des Landes.

4.1.2021 • 16:01 Uhr

EMA offenbar kurz vor Entscheidung zu Moderna-Impfstoff

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA steht offenbar kurz vor der Entscheidung über die Empfehlung eines zweiten Corona-Impfstoffes. Der Expertenausschuss der EMA berate bereits über die Empfehlung für den Impfstoff des US-Herstellers Moderna, bestätigte eine Sprecherin der EMA der Nachrichtenagentur dpa. Zunächst war eine Entscheidung für kommenden Mittwoch angekündigt worden. In den USA ist der Moderna-Impfstoff bereits zugelassen. Bei einer positiven Empfehlung der EMA muss noch die EU-Kommission zustimmen. Das gilt als Formsache und könnte in kürzester Zeit geschehen.

Es wäre nach dem Präparat der Hersteller Pfizer und Biontech der zweite Impfstoff gegen Covid-19, der in den EU-Mitgliedsstaaten zugelassen würde. Die EU hatte bereits bei Moderna 160 Millionen Dosen des Impfstoffes bestellt.

4.1.2021 • 16:01 Uhr

Dänen wollen Ausweitung der Zeit zwischen Impfungen ermöglichen

In Dänemark soll eine Ausweitung der Zeitspanne zwischen der ersten und der zweiten Impfung auf bis zu sechs Wochen möglich sein. Das sagte der Chef der nationalen Gesundheitsbehörden, Sören Bröström, der Nachrichtenagentur Ritzau zufolge.

4.1.2021 • 15:56 Uhr

SPD-Politiker Schneider fordert Lockdown-Sonderurlaub für Eltern

Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider, fordert einen Corona-Sonderurlaub zur Kinderbetreuung. "Es ist Eltern nicht zuzumuten, jetzt schon ihren Jahresurlaub zur Betreuung der Kinder zu nehmen, der dann in den Ferien fehlt", sagt Schneider dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". "Wenn Arbeitgeber die Möglichkeiten zu Homeoffice nicht bieten oder dies in Unternehmen nicht möglich ist, schauen Eltern in die Röhre." Für diese Familien müsse die Politik nun etwas tun.

4.1.2021 • 15:54 Uhr

Britische Coronavirus-Variante auch in Österreich entdeckt

Die britische Variante des Coronavirus ist nun auch in Österreich nachgewiesen worden. Vier Menschen seien damit infiziert gewesen, teilte Gesundheitsminister Rudolf Anschober mit. Alle seien bei der Einreise über den Flughafen Wien-Schwechat bei einem freiwilligen Test aufgefallen. Die Variante sei unter anderem bei einem am 18. Dezember eingereisten zwölfjährigen Mädchen festgestellt worden, hieß es. Alle Betroffenen hätten nur milde Symptome gezeigt und seien in Quarantäne gegangen. Außerdem sei bei einer 30-jährigen Österreicherin, die am 6. Dezember aus Südafrika angekommen war, die dortige Variante nachträglich diagnostiziert worden.

An Heiligabend war die Virusvariante erstmals in Deutschland nachgewiesen worden. Sie verbreitet sich auch in anderen Staaten Europas. In Georgien im Südkaukasus wurde nach Angaben der Behörden die Mutation bei einem 50 Jahre alten Mann nachgewiesen. Noch sei aber nicht klar, wo er sich infiziert habe. In Großbritannien sei er nicht gewesen.

4.1.2021 • 15:50 Uhr

Schottland: Lockdown ab Mitternacht

Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon hat einen erneuten Lockdown angekündigt. Die Situation sei äußert ernst, sagte sie vor dem schottischen Parlament. Die aktuelle Situation sei besorgniserregender als je zuvor. "Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass ich mir über die Situation, mit der wir jetzt konfrontiert sind, mehr Sorgen mache als im März", sagte Sturgeon.

Von Mitternacht gelten in dem Land umfangreiche Ausgangsbeschränkungen. Wohnungen und Häuser dürften nur mit triftigem Grund verlassen werden.

Mit dem neuen Lockdown reagiert Schottland auf die rasche Ausbreitung der neuen Virus-Variante. Diese macht fast die Hälfte aller Neuerkrankungen in Schottland aus und ist um 70 Prozent ansteckender. Inforge dieser Variante habe das Virus "in den letzten Wochen definitiv an Tempo gewonnen", sagte Sturgeon.

Wenige Passanten gehen an der Princes Street in Edinburgh entlang | dpa

Mit den umfangreichen Ausgangsbeschränkungen reagiert Schottland auf die rasche Ausbreitung der neuen Virus-Variante. Bild: dpa

4.1.2021 • 15:21 Uhr

Intensivmediziner lehnen Lockerung von Corona-Einschränkungen ab

Angesichts weiter steigender Patientenzahlen auf deutschen Intensivstationen hat die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) vor Lockerungen der geltenden Corona-Einschränkungen gewarnt. Ein Effekt des geltenden Lockdowns sei normalerweise mit einer Verzögerung von zwei bis drei Wochen festzustellen, "aber derzeit ist noch gar nichts zu spüren", erklärte Divi-Präsident Gernot Marx. Eine Lockerung der Maßnahmen, mehr Begegnungen und Öffnungen von Geschäften seien deshalb aus medizinischer Sicht undenkbar.

Jeder Patient könne und müsse behandelt werden, erklärte Marx weiter. Dies sei jedoch nicht mehr in allen Fällen in Wohnortnähe möglich. "Auch deshalb ist eine Fortsetzung des Lockdowns unumgänglich: Die Stationen sind voll." Angesichts dieser Entwicklungen gebe es aus medizinischer Sicht "absolut keinen Spielraum für Diskussionen über mögliche Lockerungen".

4.1.2021 • 15:18 Uhr

Schulen sollen voraussichtlich geschlossen bleiben

Deutschlands Schulen sollen zur Eindämmung der Corona-Pandemie voraussichtlich länger als bislang geplant geschlossen bleiben. Das beschlossen die Kultusministerinnen und -minister der Länder in einer Schaltkonferenz, wie die Kultusministerkonferenz (KMK) mitteilte. Aufgrund des Infektionsgeschehens müssten unter Umständen die im Dezember beschlossenen Maßnahmen in Deutschland oder in einzelnen Ländern fortgeführt werden.

4.1.2021 • 14:57 Uhr

Indien startet mit Corona-Impfungen

Indiens Premierminister Narendra Modi hat den Start der "weltweit größten Corona-Impfkampagne" angekündigt. Mittelfristig solle sie alle 1,3 Milliarden Menschen in Indien erreichen. "Das Land kann stolz sein auf den Beitrag, den seine Wissenschaftler und Techniker geleistet haben", sagte Modi. Kurz vorhor hatten die indischen Behörden das von dem britisch-schwedischen Pharmaunternehmen AstraZeneca entwickelte Vakzin sowie den Impfstoff der indischen Firma Bharat Biotech zugelassen. Die Massenproduktion beider Impfstoffe wird das indische Serum Institute übernehmen.

Impf- und Gesundheitsexperten zeigten sich in indischen Medien jedoch schockiert über die Zulassung der indischen Vakzine. Die Daten der klinischen Phase-1- und Phase-2-Studien seien von der Regierung nicht für die Begutachtung durch Experten freigegeben und die Phase-3-Studie noch nicht beendet worden, kritisierten Mediziner. "So etwas habe ich noch nie erlebt", sagte Gagandeep Kang, eine der angesehensten indischen Epidemiologinnen und Impfstoffexpertinnen, dem Portal "Times of India".

4.1.2021 • 14:38 Uhr

Bundesregierung verteidigt europäische Impfstoff-Beschaffung

Regierungssprecher Steffen Seibert hat die Entscheidung der Bundesregierung für eine Beschaffung des Corona-Impfstoffs durch die EU verteidigt. Die Bundesregierung stehe hinter dieser Grundsatzentscheidung, sagte Seibert. "Wir sind überzeugt, dass das der richtige Weg war und ist", sagte er. Seibert ergänzte: "Ja, die Ungeduld, die vielen Fragen, die Bürger jetzt stellen, sind verständlich."

Seibert sagte, der europäische Zusammenhalt habe sich gerade in der Pandemie als wichtig erwiesen. Berichte aus den Krankenhäusern in Deutschland zeigten die schwierige Lage. "Es bleibt also entscheidend, Neuinfektionen, wie immer möglich, zu vermeiden", sagte er.

4.1.2021 • 14:35 Uhr

EU-Kommission: Zahl der Corona-Impfstoffe reicht aus

Nach heftiger Kritik an fehlenden Corona-Impfstoffen hat die EU-Kommission ihre Strategie zur Beschaffung der Mittel erneut verteidigt. "Die Zahl der Impfstoffe, die wir haben, reicht aus", sagte Kommissionssprecher Eric Mamer. Die Mittel müssten nun aber erst produziert und verteilt werden. "Wir beurteilen diese Kampagne, als wäre sie schon vorbei, doch die Kampagne beginnt erst", sagte Mamer.

Schon im Herbst habe man gesagt, dass die Auslieferung der Impfstoffe ab Jahresende 2020 schrittweise ausgebaut werde und große Lieferungen im April zu erwarten seien. "Deshalb ist es ziemlich erstaunlich zu sehen, dass wir uns jetzt umdrehen und sagen: 'Warum sind noch nicht alle Impfstoffdosen auf dem Markt?'"

Die Kommission bekräftigte noch einmal, dass mit den Herstellern Biontech und Pfizer über zusätzliche Lieferungen verhandelt werde - über die von ihnen bereits bestellten 300 Millionen Dosen hinaus.

4.1.2021 • 14:32 Uhr

Österreich verlängert Lockdown ohne Freitesten

In Österreich wird der bis zum 18. Januar geplante Lockdown nach Angaben der Regierung um eine Woche verlängert. Da das ursprünglich geplante Freitesten wegen Widerstands der Opposition nicht möglich sei, werde die Schließung fast aller Geschäfte nun für alle bis zum 24. Januar dauern, wie Gesundheitsminister Rudolf Anschober erklärte.

Die zur Bekämpfung der Corona-Pandemie getroffene Maßnahme bedeutet, dass Handel, viele Dienstleister und Gastronomie bis dahin geschlossen bleiben. Auch die Einreisebeschränkungen aus weltweit fast allen Staaten bleiben in Kraft. Fast jeder, der aus einem Corona-Risikogebiet wie Deutschland einreist, muss in eine bis zu zehntägige Quarantäne.

Ursprünglich war geplant, dass alle, die sich einem Corona-Test unterziehen, ab 18. Januar in die ab dann wieder geöffneten Geschäfte können. Die Opposition hatte aus unterschiedlichen Gründen jedoch angekündigt, dem entsprechenden Gesetz die Zustimmung zu verweigern. "Lockerungen mit indirekten Testverpflichtungen sind kein probates Mittel, um die Zahlen zu senken", sagte Oppositionschefin Pamela Rendi-Wagner (SPÖ).

4.1.2021 • 14:23 Uhr

NRW: Polizei warnt vor Betrug mit angeblichen Corona-Impfungen

In Nordrhein-Westfalen warnt die Polizei vor Betrugsversuchen im Zusammenhang mit angeblichen Corona-Impfungen. Kriminelle böten bundesweit vermeintliche Hausbesuche mit einem bekannten Wirkstoff am Telefon an, berichteten die Beamten in Gelsenkirchen und Siegen. Auf diese Weise wollten Kriminelle entweder direkt Geld ergaunern oder sich Zugang zu Wohnungen verschaffen, um unbeobachtet Wertgegenstände zu stehlen.

Bereits zuvor hatte die Polizei in NRW von Fällen berichtet, in denen Senioren von angeblichen Mitarbeitern des Gesundheitsamts kontaktiert wurden, die Impfungen anboten. Es handle sich nur um aktuelle Varianten der bekannten Betrugsmaschen, bei denen sich Täter als Verwandte oder falsche Polizisten ausgäben. Weder seien Impfungen über den freien Markt erhältlich, noch würden Wirkstoffe in Nordrhein-Westfalen individuell zu Hause verabreicht, betonten die Beamten.

4.1.2021 • 14:17 Uhr

Irland: Kliniken verschieben nicht dringende Eingriffe

In den Krankenhäusern in Irland werden angesichts der stark wachsenden Zahl an Covid-19-Patienten die meisten nicht dringend erforderlichen Eingriffe abgesagt. So sollten möglichst viele Betten auf den Intensivstationen für schwere Corona-Verläufe bereitgestellt werden, sagte der Chef des irischen Gesundheitsdienstes, Paul Reid, dem Radiosender "Newstalk". Anders sei die Lage nicht zu bewältigen. "Ich denke, uns sind die Adjektive ausgegangen, um zu beschreiben, wie ernst die Lage ist", sagte er. "Wir gehen buchstäblich dahin zurück, wo wir im März und April waren." Bis vor kurzem hatte Irland eine der niedrigsten Infektionsraten in Europa, was die Regierung zu Lockerungen veranlasste. In den vergangenen zwei Wochen hat sie sich nun aber mehr als vervierfacht.

4.1.2021 • 13:50 Uhr

Kultusminister wollen einen Stufenplan für Schulöffnungen

Die 16 Kultusministerinnen und -minister wollen übereinstimmenden Berichten zufolge einen Stufenplan für die Öffnung der Schulen. Das geht aus einem entsprechenden Beschlussentwurf der Kultusministerkonferenz hervor. Danach sollen in der ersten Stufe die Schüler der Klassen eins bis sechs wieder in die Schulen gehen, "sollte es die Situationen in den einzelnen Ländern zulassen". Alle anderen bleiben im Distanzunterricht. In Stufe zwei soll es dann ergänzenden Wechselunterricht für Schülerinnen und Schüler der allgemeinbildenden und beruflichen weiterführenden Schulen ab Jahrgangsstufe sieben geben geben. Erst eine dritte Stufe sieht die vollständige Rückkehr eines Präsenzunterrichts für alle Schüler vor.

4.1.2021 • 13:45 Uhr

NRW plant Impfungen für Krankenhaus-Beschäftigte

In Nordrhein-Westfalen werden von 18. Januar an Corona-Schutzimpfungen für alle Beschäftigten in Krankenhäusern angeboten, die nah an Covid-Patienten arbeiten. Das kündigte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) an. Bis zum 24. Januar werde es für alle rund 90.000 Beschäftigten dieser Gruppe in den Krankenhäusern ein Angebot geben. Bislang seien in NRW bereits 81.300 Menschen geimpft worden - fast alle in Pflege-Einrichtungen, sagte Laumann.

Ab Februar würden die Impfzentren in NRW in Betrieb genommen, um unter anderem den über 80-Jährigen im Land eine Impfung anzubieten, kündigte Laumann an. Er rechne damit, dass die Impfungen der über 80-Jährigen die Monate Februar und März in Anspruch nehmen würden.

4.1.2021 • 13:39 Uhr

Hessen: Gemeinde Willingen plant Betretungsverbot für Skipisten

Nach dem großen Andrang von Ausflüglern am Wochenende wird ein Betretungsverbot für Skipisten und Rodelhänge im nordhessischen Wintersportort Willingen vorbereitet. "Wir sehen aufgrund der Erfahrungen keine andere Lösung", sagte Bürgermeister Thomas Trachte (parteilos). Der Landkreis arbeite an einer Verfügung auf Grundlage des Infektionsschutzrechts wegen der Corona-Pandemie. Ordnungsamt und Polizei würden das Verbot dann durchsetzen.

4.1.2021 • 13:32 Uhr

Thüringen: Wintersportort Oberhof soll abgeriegelt werden

Auch in Thüringen bereitet der riesige Ansturm von Ausflüglern Probleme: Oberhofs Bürgermeister Thomas Schulz will die für Wintersport bekannte Stadt weitgehend abriegeln. "Es sollen nur noch Leute Zugang haben, die hier wohnen oder arbeiten oder ein berechtigtes Interesse daran haben, hierher zu kommen", sagte Schulz der Nachrichtenagentur dpa. Er habe dies dem Thüringer Innenminister Georg Meier (SPD) bereits unterbreitet.

Am Wochenende waren in Oberhof Straßen zugeparkt, Feuerwehrzufahrten versperrt und Rettungswege blockiert. Oberhof bereitet sich zudem gerade auf zwei Biathlonweltcups vor, von denen der erste Ende der Woche beginnt. Er sehe die Sperrung der Stadt als alternativlos an, sagte Schulz. "Ich habe Verständnis dafür, dass es die Menschen, die Familien mit Kindern in der Pandemie nach draußen drängt. Doch wir wurden überrannt, für den Ort ist die Menschenmasse nicht zu bewältigen." Es habe sich gezeigt, dass es nicht ausreiche, auf die Vernunft der Menschen zu setzen.

Zwei Touristen gehen im thüringischen Oberhof mit Plastikrutschen in der Hand über einen überfüllten Parkplatz. | dpa

Bereits vor dem Jahreswechsel kamen viele Ausflügler und Tagestouristen zum Skifahren und Rodeln nach Oberhof. Nun soll der thüringische Wintersportort abgeriegelt werden. Bild: dpa

4.1.2021 • 13:14 Uhr

Großbritannien: Johnson erwägt harte Corona-Maßnahmen

In Großbritannien sind schärfere Corona-Maßnahmen im Kampf gegen die rasch steigenden Infektionszahlen laut Premierminister Boris Johnson unvermeidlich. "Wenn man sich die Zahlen ansieht, dann ist es keine Frage, dass wir härtere Maßnahmen ergreifen müssen, und wir werden diese zu gegebener Zeit bekanntgeben", sagte Johnson. Die Regierung werde alles unternehmen, um das Virus unter Kontrolle zu halten. "Vor uns liegen harte Wochen", so der britische Premierminister.

Der Nachrichtenagentur PA berichtete unter Berufung auf Regierungskreise, dass demnächst in Großbritannien die höchste Alarmstufe in der Pandemie ausgerufen werde. Auch die BBC sprach davon, dass sich Johnson am Abend an die Bevölkerung wenden und weitere Maßnahmen bekannt geben will. Erwartet wird ein landesweiter Lockdown mit Schulschließungen für fast alle Schülerinnen und Schüler.

Das Land verzeichnet seit Tagen ein sehr hohes Niveau an Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Zuletzt waren es knapp 59.000 Fälle. Gleichzeitig wurden 407 neue Todesfälle in dem Land gemeldet. Die Regierung führt die starke Ausbreitung auf eine neue Coronavirus-Variante zurück, die möglicherweise ansteckender ist als die bislang verbreitete Form.

4.1.2021 • 13:08 Uhr

Fast 265.000 Menschen geimpft

Die Gesamtzahl der in Deutschland geimpften Menschen ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) auf knapp 265.000 gestiegen. Mit Datenstand von Montag 12.00 Uhr wurden 264.952 Menschen als geimpft gemeldet, 22.234 mehr als am Vortag, teilte das RKI mit. Das Bundesland Brandenburg habe seine Zahlen vom Sonntag allerdings noch nicht gemeldet. Die Zahlen verändern sich zudem durch Nachmeldungen der Länder.

4.1.2021 • 13:00 Uhr

Schweiz: Zu wenig Impfstoff für großen Impfstart

Nach den ersten Corona-Schutzimpfungen am 23. Dezember wollten die meisten Schweizer Kantone nun mit großen Impfkampagnen beginnen. Allerdings fehlten vielerorts Impfdosen. Die wenigen angebotenen Impftermine waren innerhalb von Minuten ausgebucht. Die Regierung hatte sich zwar 15,8 Millionen Impfdosen für die 8,5 Millionen Einwohner gesichert, die Hälfte davon aber bei dem US-Hersteller Moderna, dessen Impfstoff noch nicht zugelassen ist. Mit der Mainzer Firma Biontech und dessen US-Partner Pfizer wurde erst im Dezember ein Vertrag geschlossen.

Die Behörden seien von der schnellen Zulassung des Biontech-Impfstoffs noch vor Weihnachten überrascht worden, sagte Christoph Berger, Präsident der Kommission für Impffragen, der Zeitung "Blick". Die Behörden hätten mit einem Impfstart im Februar oder März gerechnet. Manche eigens eingerichteten Impfzentren blieben mangels Impfstoff zunächst weitgehend leer, manche Ärzte bekamen nur vereinzelt Dosen, um Patienten zu impfen. "In den nächsten Monaten werden wir auf die ausreichende Menge kommen", sagte Berger. "Bis im Sommer sind alle Impfstoffe geliefert und hoffentlich auch gebraucht."

4.1.2021 • 12:46 Uhr

EU prüft Bestellung weiterer Biontech-Impfungen

Die EU-Kommission erwägt die Bestellung weiterer Dosen des Corona-Impfstoffs des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer. "Die Kommission überprüft, ob es einen Weg gibt, weitere Impfdosen zu den bislang vereinbarten Mengen hinzuzufügen", sagte ein Sprecher der Brüsseler Behörde. Der bisherige Vertrag mit Biontech/Pfizer sieht zunächst 300 Millionen Impfdosen zur Abnahme durch die EU vor.

4.1.2021 • 12:36 Uhr

Kinderärzte und Lehrer gegen längere Weihnachtsferien

Vor den Beratungen von Bund und Ländern zur weiteren Vorgehensweise in der Corona-Pandemie haben Kinderärzte und Lehrer an die Politik appelliert, den Schulunterricht zu ermöglichen. In einer gemeinsamen Erklärung lehnten die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin und der Deutsche Lehrerverband den Vorschlag ab, die Weihnachtsferien bis Ende Januar zu verlängern und dafür die Sommerferien zu verkürzen. Beide Organisationen betonten, dass Präsenzunterricht sowohl zur Erfüllung des Bildungsauftrages als auch unter psychosozialen Gesichtspunkten das Beste für Kinder und Jugendliche sei.

4.1.2021 • 12:08 Uhr

DIW-Chef: Lockdown-Verlängerung auch wirtschaftspolitisch geboten

Eine Verlängerung des harten Lockdown ist laut dem Berliner Ökonomen Marcel Fratzscher auch aus wirtschaftlichen Gründen geboten. Oberste Priorität müsse eine möglichst schnelle Kontrolle und Eindämmung der zweiten Infektionswelle haben, sagte der Chef des Forschungsinstituts DIW. Die Restriktionen seien für die betroffenen Branchen zwar schmerzhaft und mit hohen Kosten verbunden: "Ohne Lockdown-Verlängerung wären die wirtschaftlichen Kosten einer lang anhaltenden zweiten Infektionswelle jedoch deutlich höher."

DIW-Präsident Marcel Fratzscher | dpa

DIW-Chef Marcel Fratzscher plädiert für eine Verlägerung des Corona-Lockdowns. Bild: dpa

4.1.2021 • 12:04 Uhr

Lockdown soll offenbar bis Ende Januar verlängert werden

Nach übereinstimmenden Medienberichten werden Bund und Länder den Corona-Lockdown wohl bis zum 31. Januar verlängern. "Bis auf zwei Länder sind alle für Ende Januar", zitierte die Nachrichtenagentur Reuters aus Verhandlungskreisen. Zuvor hatte bereits die "Bild"-Zeitung über eine anstehende Verlängerung des Lockdowns berichtet. Endgültig entschieden werde am Dienstag von Kanzlerin Angela Merkel und den 16 Ministerpräsidenten und -präsidentinnen.

4.1.2021 • 11:57 Uhr

Frankreich: Ärger über schleppenden Impfstart

In Frankreich wächst der Ärger über den extrem langsamen Impfstart im Kampf gegen das Coronavirus. Es handle sich um einen "Staatsskandal", sagte der Präsident der an Deutschland grenzenden Region Grand Est, Jean Rottner, dem Sender France 2. "Alles wird von Paris aus entschieden", monierte er. Die Regionen würden nicht richtig eingebunden. Der grüne Europa-Abgeordnete Yannick Jadot bezeichnete den Impfstart als Fiasko. "Frankreich hat die gleiche Anzahl von Dosen pro Million Einwohner wie Deutschland", schrieb er auf Twitter. Wenn man sie verspätet einsetze, sei das die Schuld von Präsident Emmanuel Macron.

4.1.2021 • 11:51 Uhr

Dreyer für Lockdown-Verlängerung bis Ende Januar

Vor den Bund-Länder-Beratungen über die Corona-Lage hat sich die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer für eine Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar ausgesprochen. Dieser Meinung sei nach ihrer Ansicht auch die Mehrheit der anderen Länderchefs, sagte die SPD-Politikerin im dem SWR. "Wir haben leider noch nicht die Zahlen, die wir brauchen - und vor allem zu wenig Klarheit aufgrund der Feiertage zum Jahresende hin", sagte sie mit Blick auf das Infektionsgeschehen. "Wir können im Moment nicht richtig abschätzen, wie die Situation ist, auch weil weniger getestet worden ist." Deshalb sei es gut bis Ende Januar im Shutdown zu bleiben.

4.1.2021 • 11:40 Uhr

Experten: Neue Variante könnte Eindämmung schwieriger machen

Die neue Corona-Variante B.1.1.7 könnte die Eindämmung der Pandemie schwieriger machen. Es erscheine anhand der verfügbaren Daten wahrscheinlich, dass die Variante bald auch in Deutschland dominierend sein werde, erklärte der Virologe Jörg Timm von der Uniklinik Düsseldorf der Nachrichtenagentur dpa. "Ich halte eine Senkung der Fallzahlen grundsätzlich für eine nachhaltige Infektionskontrolle für notwendig. Wenn die Daten zur erhöhten Ansteckungsfähigkeit der neuen Variante stimmen - und davon gehe ich aus - dann wird die Aufgabe sicherlich schwieriger."

Adam Lauring, ein Experte für Evolution von RNA-Viren an der US-amerikanischen Universität Michigan, sagte in einem Podcast: "Entscheidungsträger werden darüber nachdenken, was sie mit Blick auf Corona-Regeln tun müssen." Weil sich Varianten schneller ausbreiteten, müssten solche Maßnahmen strenger sein, um den gleichen Effekt bei der Eindämmung zu erzielen. "Wir müssen besser bei den Maßnahmen werden, um das Virus zu kontrollieren. Falls nicht, werden wir mehr Corona-Fälle sehen." Das bedeute dann auch mehr schwere Erkrankungen und mehr Tote.

B.1.1.7 war zuerst in Großbritannien nachgewiesen worden. Mittlerweile wurde die Variante auch in anderen Ländern bestätigt. In Deutschland sind bislang nur vereinzelt Fälle bekannt, etwa in Baden-Württemberg und in Nordrhein-Westfalen. Das Robert Koch-Institut erwartet aber, dass weitere Fälle hinzukommen.

4.1.2021 • 11:30 Uhr

Schulze: Klimaschutz-Fortschritt nicht nur wegen Corona

Bundesumweltministerin Svenja Schulze sieht in den Fortschritten Deutschlands beim Klimaschutz auch eine Leistung der Politik - und nicht nur eine Folge der Corona-Krise. "Die CO2-Emissionen gehen nun schon im dritten Jahr in Folge deutlich runter", sagte die SPD-Politikerin der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. "Das ist ein klar positiver Trend, der neben einem Corona-Effekt auch die Ergebnisse der Politik der letzten Jahre zeigt. Diese positive Entwicklung beim Klimaschutz ist nicht vom Himmel gefallen." Deutschland und Europa hätten 2020 trotz der Krise den Klimaschutz "nicht vergessen, sondern ihn sogar verstärkt."

Einer Analyse der Denkfabrik Agora Energiewende zufolge sind die Treibhausgas-Emissionen in Deutschland 2020 um etwa 80 Millionen Tonnen auf 722 Millionen Tonnen zurückgegangen.

4.1.2021 • 11:17 Uhr

Spahn prüft Beschleunigung der Impfungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) lässt die Möglichkeit prüfen, die beim Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer vorgesehene zweite Impfung zeitlich zu strecken, um  mit der Impfung von mehr Menschen starten zu können. Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Institut solle nach Sichtung entsprechender Daten dazu eine Empfehlung abgeben, heißt es in einem der Nachrichtenagentur AFP vorliegenden Schreiben des Gesundheitsministeriums. 

In dem Schreiben, über das zunächst der "Spiegel" berichtet hatte, wird auf die in Großbritannien geübte Praxis verwiesen, den zeitlichen Abstand zwischen der ersten und der zweiten Impfung weit über die in der Zulassung maximal vorgesehenen 42 Tage hinaus zu verlängern.

Zudem erwägt Spahn, die Überfüllung der Impffläschchen auszunutzen. So könnte aus ihnen bis zu sechs statt fünf Dosen gewonnen werden. Dies ermögliche bis zu 20 Prozent mehr Impfungen.

4.1.2021 • 11:15 Uhr

Impfstoff-Lieferung von Moderna bald in Frankreich

Frankreich erwartet noch in dieser Woche die ersten Lieferungen des Impfstoffs von Moderna. Er gehe davon aus, dass das Vakzin des US-Biotechunternehmens in den nächsten Tagen eintreffe, sagt der Chef der Medizinaufsichtsbehörde HAS, Dominique Le Guludec, dem Sender BFM TV. Über den Impfstoff des britischen Pharmakonzerns Astrazeneca und der Universität Oxford brauche Frankreich noch mehr Informationen. Der Epidemiologe und Regierungsberater Arnaud Fontanet fordert, dass Frankreich die Impfstoff-Einführung beschleunigen müsse. Das Infektionsgeschehen lasse noch keine Lockerungen zu, sagt er dem Radiosender France Info. Die USA und Kanada haben den Moderna-Impfstoff bereits Mitte Dezember zugelassen, eine Genehmigung in der EU wird in dieser Woche erwartet.

4.1.2021 • 11:12 Uhr

Großbritannien warnt vor südafrikanischer Virus-Variante

Die britische Regierung warnt vor einem großen Risiko durch die in Südafrika aufgetretene Virus-Variante. Diese Mutation sei ein "sehr signifikantes Problem" und sogar ein noch größeres Problem als die hochinfektiöse britische Variante, sagt Gesundheitsminister Matt Hancock im BBC Hörfunk. Er sei "unglaublich besorgt" deswegen. Daher habe Großbritannien die Maßnahmen ergriffen, um die Flüge aus Südafrika zu beschränken.

4.1.2021 • 11:08 Uhr

Lettland: 3500 Verstöße gegen Ausgangssperre über Neujahr

In Lettland hat die Polizei rund 3500 Verstöße gegen die nächtliche Ausgangssperre registriert, die wegen der Pandemie über den Jahreswechsel verhängt worden war. In fast weiteren 1000 Fällen laufen noch die Untersuchungen, wie ein Polizeisprecher im lettischen Rundfunk sagte. Zudem seien mehrere Strafverfahren wegen Übergriffen auf Beamte eingeleitet worden. 

Lettlands Regierung hatte angesichts steigender Corona-Zahlen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie über Silvester und Neujahr verschärft: Die Bürger des baltischen EU-Landes durften ihre Wohnung von 30. Dezember bis zum 4. Januar von 22 Uhr abends bis 5 Uhr nur mit triftigem Grund verlassen. Die gleiche Regelung gilt nochmals vom 8. bis 10. Januar. Wer aus dem Haus geht, muss eine Bescheinigung mit sich führen. Die Polizei kontrolliert die Einhaltung der Regeln - bei Verstößen drohen Geldbußen.

Insgesamt seien während der Ausgangssperre mehr als 20.000 Menschen auf der Straße angetroffen und überprüft worden, sagte der Polizeisprecher. Lettland kämpft seit dem Herbst mit einer zunehmenden Zahl an Neuinfektionen - die Entwicklung ist gegenwärtig schlechter als in Deutschland. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie mehr als 42.000 Fälle in dem Baltenstaat erfasst, 680 Menschen starben.

4.1.2021 • 10:42 Uhr

Corona stoppt Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt

Der mehr als ein Jahrzehnt dauernde Aufwärtstrend am deutschen Arbeitsmarkt ist durch die Corona-Pandemie abrupt beendet worden: Die Zahl der Erwerbstätigen ist 2020 zum ersten Mal seit 14 Jahren gesunken.

4.1.2021 • 10:35 Uhr

Thüringen will Winterferien vorziehen

Thüringen will wegen der Coronakrise die Winterferien vorziehen. Das kündigte Bildungsminister Helmut Holter (Linke) im Mitteldeutschen Rundfunk an. Die Ferienwoche soll nach seinen Angaben auf die letzte Januarwoche vorverlegt werden. Bis dahin gebe es Unterricht zu Hause. Eine Ausnahme solle es nur für Abschlussklassen geben, sofern sich die Schüler vorher einem Schnelltest unterziehen. Eigentlich sind in Thüringen in der zweiten Februarwoche Ferien. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hatte zuvor erklärt, eine Rückkehr zum vollständigen Präsenzunterricht in allen Jahrgängen sei derzeit "nicht vorstellbar". Die Kultusminister der Länder beraten heute über das weitere Vorgehen.

4.1.2021 • 10:29 Uhr

Erholung der chinesischen Industrie schwächt sich ab

Das Wachstumstempo des verarbeitenden Gewerbes in China hat sich im Dezember verlangsamt. Das ging aus zwei Umfragen hervor: Der von dem Wirtschaftsmagazin "Caixin" veröffentlichte Einkaufsmanagerindex sank auf 53 Punkte, von 54,9 Punkten im November. Werte über 50 deuten auf Wachstum hin. Ein separater Index des Verbandes für Logistik und Einkauf sank von 52,1 auf 51,9 Punkte. China ist die einzige große Volkswirtschaft, bei der sich ein Wachstum im vergangenen Jahr abzeichnet. Europa und die USA leiden unter steigenden Corona-Infektionszahlen und Einschränkungen zur Bekämpfung der Pandemie.

4.1.2021 • 10:14 Uhr

Österreich will Lockdown offenbar bis 24. Januar verlängern

In Österreich wird nach Angaben aus Regierungskreisen der bis zum 18. Januar geplante Lockdown verlängert. Da das ursprünglich geplante Freitesten wegen Widerstands der Opposition nicht möglich scheine, werde die Schließung fast aller Geschäfte nun für alle bis zum 24. Januar dauern, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA erfuhr. Die Maßnahme betrifft auch die Gastronomie, viele Dienstleistungen und den Tourismus.

Ursprünglich war geplant, dass alle, die sich einem Corona-Test unterziehen, ab 18. Januar in die ab dann wieder geöffneten Geschäfte können. Für alle ohne Test sollte ein verlängerter Lockdown bis zum 24. Januar gelten. 

Am Sonntag hatte die Opposition aus unterschiedlichen Gründen angekündigt, dem entsprechenden Gesetz die Zustimmung zu verweigern. Die Opposition könnte durch ihre Mehrheit in der Länderkammer die Novelle für zwei Monate auf Eis legen.

4.1.2021 • 09:50 Uhr

Klimaziele für 2020 wegen Corona erreicht

Im Pandemie-Jahr 2020 konnte Deutschland seine CO2-Emissionen um 80 Millionen Tonnen verringern - und übertrifft damit seine Klimaziele. Experten rechnen aber wieder mit mehr Treibhausgasen, sobald die Wirtschaft wieder anzieht.

4.1.2021 • 09:33 Uhr

Erster Brite erhält heimischen AstraZeneca-Impfstoff

In England ist der erste Brite mit dem heimischem Impfstoff der Uni Oxford und des Pharmakonzerns AstraZeneca geimpft worden. Der 82 Jahre alte Dialyse-Patient Brian Pinker aus Oxford habe den schützenden ersten Piks in der dortigen Uniklinik erhalten, teilte der britische Gesundheitsdienst NHS mit.

"Ich freue mich so, heute die Covid-19-Impfung zu bekommen und ich bin wirklich stolz, dass sie in Oxford erfunden wurde", sagte Pinker der Mitteilung zufolge. Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock bezeichnete den Impfstart mit dem Mittel als "unverzichtbaren Schritt" im Kampf gegen die Pandemie. Großbritannien hatte dem Präparat in der vergangenen Woche eine Notfallzulassung erteilt. Nach dem Biontech/Pfizer-Impfstoff ist es das zweite Corona-Vakzin, das im Land zum Einsatz kommt.

Der große Vorteil: Das Mittel aus Oxford kann bei Kühlschranktemperaturen gelagert werden, was die Logistik deutlich vereinfacht. Zu Beginn stehen dem Land gut eine halbe Million Dosen zur Verfügung, die in Hunderten von Krankenhäusern und Arztpraxen ab dieser Woche gespritzt werden sollen. In der EU ist der Impfstoff noch nicht zugelassen.

4.1.2021 • 09:19 Uhr

Mehr als 23.000 Neuinfektionen in Russland

Russland verzeichnet 23.351 Corona-Neuinfektionen. Allein in der Hauptstadt Moskau seien 3591 neue Ansteckungen binnen 24 Stunden registriert worden, teilen die Behörden mit. Damit steigt die Zahl der bestätigten Infektionen auf über 3,260 Millionen. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus erhöhte sich um 482 auf 58.988. Russland weist nach den USA, Indien und Brasilien weltweit die meisten Infektionen auf.

4.1.2021 • 08:50 Uhr

Kretschmer warnt vor Jo-Jo-Effekt

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer spricht sich für eine Verlängerung des Lockdowns aus. Ein Jo-Jo-Effekt mit dem Rückfall in einen Lockdown sei viel schlimmer, als wenn man jetzt eine gewisse Zeit lang Nerven behalte, konsequent bleibe und versuche, die Zahlen weiter zu reduzieren, sagt der CDU-Politiker im ARD-Morgenmagazin. Voraussetzung für Lockerungen sei, dass es wieder weniger Patienten in den Krankenhäusern gebe und die Gesundheitsämter es wieder schafften, verlässlich Kontakte nachzuverfolgen, um die Infektionsketten zu unterbreche

4.1.2021 • 08:48 Uhr

Vietnam kauft 30 Millionen Dosen AstraZeneca-Impfstoff

Vietnam kauft nach Angaben der Regierung 30 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs des britischen Pharmakonzerns AstraZeneca. Der südostasiatische Staat wolle zudem weitere Impfstoffe von anderen Herstellern wie etwa des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer beschaffen, teilt die Regierung weiter mit. Gespräche darüber liefen bereits. Vietnam hat bereits den Kauf eines russischen Impfstoffs vereinbart. Das Land ist bislang glimpflich durch die Pandemie gekommen und weist lediglich 1494 bestätigte Infektionen und 35 Todesfällen in Verbindung mit dem Virus auf.

4.1.2021 • 08:19 Uhr

Kinderschutzbund: Fehlendes Gesamtkonzept für Schulen

Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, hat ein fehlendes Gesamtkonzept für Schulen und Kitas in der Corona-Pandemie beklagt. Das Treffen der Kultusminister an diesem Montag sei "die letztmalige Chance, für mehr Klarheit zu sorgen", sagte Hilgers dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Vor allem die Schulen bräuchten ein Gesamtkonzept, "das über das Hangeln von Feiertag zu Feiertag hinausgeht". Die Diskussion um gesicherten Schulunterricht und zum Betreiben von Kitas in der Corona-Pandemie sei "seit dem Sommer kein Stück weitergekommen", kritisierte Hilgers. "Wenn wir das Vertrauen in die Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung nicht zerstören wollen, brauchen wir einen Plan." 

Er sei sich der Probleme, vor denen die Politik stehe, bewusst, betonte der Kinderschutzbund-Präsident. Vorschläge lägen "dennoch zur Genüge auf dem Tisch". Es mangele an "Entschlossenheit zur Umsetzung". Hilgers sagte, er empfinde es als "Bankrotterklärung", wenn Eltern in der Pandemie zum Teil an einem Sonntagabend erfahren hätten, dass die Kinder am nächsten Tag zu Hause bleiben sollten. Das verunsichere sowohl Kinder als auch Eltern.

4.1.2021 • 07:53 Uhr

Klingbeil beklagt Impf-Chaos - Merkel soll übernehmen

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat die aktuelle Corona-Impfstrategie der Bundesregierung kritisiert und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefordert, sich einzuschalten. Deutschland stehe im Vergleich mit anderen Ländern schlechter da, sagte er im ARD-Morgenmagazin. Die Schuld hierfür gibt Klingbeil Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Länder außerhalb der EU wie die USA und Großbritannien hatten Impfstoffe nach weniger umfangreichen Prüfungen Notfallzulassungen erteilt und begannen früher mit dem Impfen. Die Umsetzung läuft in Deutschland über die Länder, die jeweils eigene Regelungen haben. "Wir sehen in diesen Tagen, dass es chaotische Zustände gibt", sagte Klingbeil.

Klingbeil forderte "eine nationale Kraftanstrengung" unter der Leitung Merkels. "Es kann nicht sein, dass ein Land, in dem der Impfstoff sogar erforscht wurde, dass wir am Ende zu wenig Dosen davon haben." Die Lockdown-Kosten sollten besser in die Impfstoff-Produktion gesteckt werden.

Ähnlich sagte er das auch der "Bild"-Zeitung. Er wiederholte die Forderung, alle Pharmaunternehmen an einen Tisch zu rufen, um auszuloten, wie Kooperationsverträge aussehen könnten. Die Suche nach weiteren Produktionsmöglichkeiten für den einzigen in der EU bisher zugelassenen Impfstoff von Biontech läuft allerdings bereits.

4.1.2021 • 07:41 Uhr

Polen hofft in der Pandemie auf Ärzte aus dem Osten

In der Corona-Pandemie wirbt Polen massiv um Ärzte aus seinen östlichen Nachbarländern. Eine vom Parlament verabschiedete Gesetzesänderung soll die Zulassung von Medizinern aus Ländern außerhalb der EU vereinfachen. "Momentan haben wir schon mehr als 500 Anträge von Ärzten", sagt Kacper Gasienica-Byrcyn, Chef der Personalagentur Optimus Work. Etwa 80 Prozent kämen aus der Ukraine, weitere 20 Prozent aus Belarus (Weißrussland). Ähnliche Erfahrungen hat auch Krzysztof Inglot von der Firma Personnel Service gemacht. Mehr als 1500 Ärzte seien an Stellen in Polen interessiert. "Hauptsächlich suchen wir Kardiologen, Lungenärzte, Virologen, Anästhesisten und Internisten."

Seit Polens Beitritt zur EU 2004 sind Tausende Ärzte Richtung Westen abgewandert. Diese Entwicklung und der Sparkurs der Regierung haben das polnische Gesundheitssystem ausgeblutet. Laut dem OECD-Report "Health at a Glance 2020" kamen in Polen im Jahr 2017 auf 100.000 Einwohner 238 Ärzte - so wenig wie in keinem anderen EU-Land.

4.1.2021 • 07:33 Uhr

Prien will Schleswig-Holsteins Schulen zunächst nicht öffnen

Bildungsministerin Karin Prien (CDU) will Schleswig-Holsteins Schulen bei einer Verlängerung des Lockdowns zunächst weiter geschlossen lassen. "Angesichts des Infektionsgeschehens und der unsicheren Datenlage bin ich Schulöffnungen im Präsenzunterricht zum 11. Januar gegenüber sehr skeptisch", sagte sie der "Bild"-Zeitung. "Jetzt kommt es darauf an, die Fortschritte des digitalen Lernens auszuschöpfen." Es sei richtig, dass auch Schulen einen Beitrag leisten müssen, wenn der Lockdown verlängert werde. Dies eröffne die Möglichkeit, "dass unsere Schulen bald wieder Präsenzunterricht anbieten".

Am Montag wollen die Länder in der Kultusministerkonferenz über die Situation der Schulen beraten. Am Dienstag beraten die Regierungschefs aus Bund und Ländern, wie es ab dem 11. Januar im Umgang mit der Pandemie weitergehen soll. An den Schulen in Schleswig-Holstein soll es zum Start am Donnerstag und Freitag Distanzlerntage geben. Offen ist noch, in welchem Umfang und ab wann es nach den Ferien Präsenzunterricht geben wird.

Prien sprach sich zudem gegen eine Verkürzung der Sommerferien aus, um im Gegenzug Ferienzeiten im Winter zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus zu verlängern. "Ich halte von einer Verkürzung der Ferien überhaupt nichts", sagte sie im Deutschlandfunk. Nach diesem "extrem anstregenden Schuljahr" bräuchten die Familien und Lehrkräfte die unterrichtsfreie Zeit.

4.1.2021 • 08:02 Uhr

Südafrika will im Februar mit Impfungen beginnen

Das schwer von der Covid-19-Krise betroffene Südafrika will im kommenden Monat mit den Impfungen gegen das Coronavirus beginnen. "Unser Ziel ist der Februar", sagte Gesundheitsminister Zweli Mkhize mit Blick auf die geplante erste Impfstoffdosen-Lieferung. Zunächst müssten jedoch die Verhandlungen mit den Impfstoff-Herstellern abgeschlossen werden.

Gesundheitsexperten hatten die südafrikanische Regierung zuvor dafür kritisiert, noch nicht mit der Impfkampagne begonnen zu haben. Um die Impfkampagne zu finanzieren, setzt Südafrika auf die Unterstützung der Privatwirtschaft sowie der Krankenkassen. Das Land nimmt zudem an der Covax-Initiative der Weltgesundheitsorganisation (WHO) teil, die eine gerechte globale Verteilung von Corona-Vakzinen gewährleisten soll. Die erste Impfstoff-Lieferung über das Covax-Programm würde voraussichtlich aber frühestens im zweiten Quartal dieses Jahres in Südafrika eintreffen.

Mkhize räumte ein, dass die zweite Infektionswelle Südafrika deutlich heftiger getroffen habe als die erste Welle. Mehr als eine Million der rund 59 Millionen Einwohner Südafrikas hat sich nach Angaben der Behörden seit Pandemie-Beginn mit dem Coronavirus infiziert. Es ist damit das am schwersten von der Krise betroffene Land Afrikas.

4.1.2021 • 07:16 Uhr

Kretschmer: Künftige Generationen nicht belasten

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sieht bei der Bewältigung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen die heutige Generation in der Pflicht. Künftige Generationen dürften damit nicht belastet werden, sagte er der Nachrichtenagentur dpa in Dresden: "Das müssen wir selber schaffen."

"Wir brauchen einen Kassensturz, wenn das Gröbste überwunden ist. Dann sieht man, wer welche Kosten hatte. Dann haben wir zu schauen, wie Bund und Länder das am Ende gemeinsam tragen", erklärte der Regierungschef. Sachsen will zur Bewältigung der Krisenfolgen bis zu sechs Milliarden Euro Schulden aufnehmen. Nach derzeitiger Verfassungslage müssten sie in einem Zeitraum von acht Jahren beglichen werden. Zuletzt waren Zweifel daran laut geworden, ob das in der Kürze der Zeit gelingt.

Michael Kretschmer

"Das müssen wir selber schaffen", sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU)

4.1.2021 • 07:11 Uhr

Weil regt Überarbeitung von Schuldenbremse an

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) befürchtet, dass die Schuldenbremse öffentliche Investitionen auf dem Weg der wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Krise abwürgt. "Meine Sorge ist die folgende: Wir werden infolge von Corona und der Wirtschaftskrise in den nächsten Jahren deutliche Lücken in den öffentlichen Haushalten haben", sagte Weil der Nachrichtenagentur dpa in Hannover. "Und wir wissen ganz genau, dass wir in weiten Teilen des Landeshaushalts keine nennenswerten Spielräume für Konsolidierungsmaßnahmen haben." Das gelte etwa für Polizei, Schulen und Hochschulen.

4.1.2021 • 07:05 Uhr

Habeck fordert Digitalsteuer für Online-Handel

Der Einzelhandel dicht, und der Onlinehandel boomt: Die Corona-Krise zeigt aus Sicht von Grünen-Chef Robert Habeck die Dringlichkeit einer Digitalsteuer. "Die lokalen Geschäfte schließen zum Pandemieschutz, Innenstädte drohen auszusterben", sagte Habeck der Nachrichtenagentur dpa. "Die großen Online-Händler dagegen machen das Geschäft des Jahrhunderts." Aber sie zahlten im Vergleich zum "Buchladen um die Ecke" viel weniger Steuern. Sie nutzten Infrastruktur wie Breitband-Internet und Straßen, beteiligten sich aber kaum an der Finanzierung.

"Amazon, Google und Co. müssen sich wirklich an der Finanzierung der Infrastruktur der öffentlichen Strukturen beteiligen", forderte Habeck. Der Bundesregierung sowie namentlich Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz warf der Grünen-Chef vor, nicht konsequent gehandelt zu haben.

"Am besten wäre natürlich eine globale Besteuerung von Digitalkonzernen, am zweitbesten eine europäische", sagte er. "Aber wenn selbst das nicht geht, dann muss man mit den Partnern, die wollen, gemeinsam vorangehen." Einige Länder in der EU hätten das schon getan, Deutschland habe aber nicht mitgezogen. Aus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion war kürzlich die Idee einer "Paketabgabe" für Onlinehändler gekommen, die nach dem Shutdown ein "Innenstadtfonds" finanziert soll.

4.1.2021 • 06:46 Uhr

Spahn fordert Impfungen im Gesundheitswesen

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Mediziner und Pflegekräfte im Gesundheitswesen dazu aufgerufen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. "Es ist ein Gebot der Vernunft und der Solidarität, dass diejenigen, die im Gesundheitswesen arbeiten, sich ebenfalls impfen lassen, zu ihrem eigenen Schutz und dem Schutz der ihnen anvertrauten Patienten", sagte Spahn der "Rheinischen Post".

Er selbst werde sich sofort impfen lassen, wenn er an der Reihe sei. "Und ich möchte auch mit meiner Impfung davon überzeugen, dass es ein sicherer Impfstoff ist." Zahlreiche Mitarbeiter im Gesundheitswesen hatten erklärt, sich nicht impfen lassen zu wollen.

Jens Spahn

Gesundheitsminister Jens Spahn sagte, er selbst werde sich sofort impfen lassen, wenn er an der Reihe sei

4.1.2021 • 06:33 Uhr

Japan erwägt neuen Ausnahmezustand für Tokio

Japan erwägt erneut die Ausrufung des Ausnahmezustands für den Großraum Tokio - die Vorbereitung für die Olympischen Spiele im Sommer soll aber fortgesetzt werden. Das erklärte der japanische Ministerpräsident Yoshihide Suga. Die Gouverneure von Tokio und umliegenden Präfekturen hatten seine Regierung zuvor aufgefordert, erneut den Ausnahmezustand für den Großraum Tokio auszurufen, nachdem die Hauptstadt des Landes zu Neujahr einen neuen Rekord von 1337 Neuinfektionen vermeldet hatte.

In Japan galt zuletzt von April bis Ende Mai vergangenen Jahres ein landesweiter Ausnahmezustand, wobei dies keine harten Ausgangsbeschränkungen wie in Europa bedeutete. Vielmehr wurden Firmen wie Restaurants gebeten, früher zu schließen, und die Bürger aufgerufen, möglichst von zu Hause aus zu arbeiten. Der mögliche erneute Ausnahmezustand für Tokio wird noch diese Woche erwartet.

4.1.2021 • 05:43 Uhr

RKI meldet 9847 Neuinfektionen

In Deutschland steigt die Zahl der bekannten Infektionen um 9847 auf knapp 1,78 Millionen, wie aus Daten auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle legt demnach um 302 auf 34.574 zu.

Eine Interpretation der Daten bleibt weiter schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am Mittwoch (30. Dezember) erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Montagmorgen bei 139,4. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten am Montag Sachsen mit 323,0 und Thüringen mit 251,4. Den niedrigsten Wert hatte Schleswig-Holstein mit 78,2.

4.1.2021 • 05:04 Uhr

Lauterbach für "konsequenten" und nicht befristeten Lockdown

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat einen "konsequenten" und zeitlich nicht befristeten Lockdown gefordert. Er verwies dabei auch auf die Mutation des Coronavirus. "Wir müssen die Neuinfektionen deutlicher reduzieren als bisher geplant", sagte er der "Passauer Neuen Presse". "Ein Inzidenzwert von 50 reicht nicht aus, weil wir es in Zukunft wahrscheinlich mit einer Virus-Variante zu tun haben werden, die wesentlich ansteckender ist als die bisher in Deutschland verbreitete." Die Rate der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen müsse auf 25 gesenkt werden. Am Sonntag lag sie in Deutschland bei 139,6.

4.1.2021 • 04:40 Uhr

USA erwägen halbe Dosis von Moderna-Impfstoff zu verabreichen

Die US-Behörden überlegen, einigen Bürgern die halbe Dosis des Moderna-Impfstoffs zu verabreichen. "Wir wissen, dass das die gleiche Immunantwort hervorruft", sagt der Chef des Bundesimpfprogramms, Moncef Slaoui, dem Sender CBS. Dabei peile man die Altersgruppen von 18 bis 55 an. Es würden Gespräche mit Moderna und der Zulassungsbehörde FDA geführt, ob man so die Zahl der Impfungen verdoppeln könne.

4.1.2021 • 04:12 Uhr

In Großbritannien läuft die Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff an

In Großbritannien kommt ab heute auch der von dem Konzern AstraZeneca und der Universität Oxford entwickelte Impfstoff zum Einsatz. Zunächst stehen nach Regierungsangaben 530.000 Dosen dieses Vakzins zur Verfügung. Insgesamt hat Großbritannien 100 Millionen Dosen bei AstraZeneca bestellt. Bislang wurden im Vereinigten Königreich bereits mehr als eine Million Dosen des Impfstoffs des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer verabreicht. Großbritannien ist eines der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder in Europa. Im Kampf gegen das Virus setzt die Regierung auf eine schnelle Impfkampagne.

4.1.2021 • 04:12 Uhr

Karliczek: Kompletter Präsenzunterricht "nicht vorstellbar"

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek sagt der Funke Mediengruppe, eine vollständige Rückkehr zum Präsenzunterricht in allen Jahrgängen sei "in diesen Tagen nicht vorstellbar". Die Infektionszahlen seien weiter "besorgniserregend hoch" und die Auswirkungen der Feiertage unklar, heißt es in einem Vorabbericht.

Für die älteren Jahrgänge sei Wechselunterricht angezeigt, sagte sie laut Bericht. Bei Kitas und Grundschulen dürfe dagegen nicht rein nach Infektionsschutzgesichtspunkten entschieden werden. Hier sei eine umsichtige politische Abwägung nötig. Wenn Präsenzunterricht stattfinden solle, dürfe dies aber "allenfalls nur unter strengster Einhaltung der Hygienevorschriften einschließlich des Tragens von Masken geschehen", forderte die Ministerin.

4.1.2021 • 04:12 Uhr

Blatt: Schottland ruft neuen Lockdown aus

Schottland wird einer Zeitung zufolge heute einen neuen Lockdown ausrufen. Dabei solle die Eröffnung der Schulen nicht vor dem 18. Januar erfolgen, berichtet "The Times". Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon hat für heute eine Kabinettssitzung angesetzt und das Parlament wieder einberufen.