Weihnachtlich beleuchteter Champs Elysees in Paris | AFP
Liveblog

Liveblog zum Coronavirus ++ Nur 4450 Neuinfektionen in Frankreich ++

Stand: 23.11.2020 23:45 Uhr

In Frankreich sind 4450 Corona-Neuinfektionen registriert worden - ein niedriger Wert. Im Thüringer Landkreis Hildburghausen werden ab Mittwoch Kitas und Schulen geschlossen. Der Liveblog zum Nachlesen.

  • Landkreis Hildburghausen schließt Schulen und Kitas
  • EU-Behörde: Deutsche Auflagen reichen womöglich nicht
  • Deutschland sichert sich 23 Millionen Schnelltests
  • Lehrerverband plädiert für Unterrichts-Hybridmodell
  • 4450 Neuinfektionen in Frankreich registriert
  • Russland meldet Höchstwert bei Neuinfektionen
  • Neue Corona-Fälle in China
2.12.2020 • 10:14 Uhr

Ende des Liveblogs

Wir beenden den Liveblog für heute und bedanken uns für Ihr Interesse.

23.11.2020 • 23:16 Uhr

Länder wollen Teil-Lockdown bis kurz vor Weihnachten verlängern

Angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen wollen die Länder den Teil-Lockdown bis zum 20. Dezember verlängern. Darauf verständigten sich die Ministerpräsidenten in einer Schaltkonferenz, wie Nachrichtenagentur dpa von Teilnehmern erfuhr. Eine endgültige Entscheidung soll es bei den Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch geben.

Die Beratungen der Ministerpräsidenten dauerten 4,5 Stunden. Teilnehmer sprachen von guten Beratungen. Am Dienstag soll es erneute Beratungen der Chefs der Staatskanzleien mit Kanzleramtschef Helge Braun geben.

23.11.2020 • 21:32 Uhr

Weniger als 5000 Neuinfektionen in Frankreich

In Frankreich sind innerhalb eines Tages 4450 Corona-Neuinfektionen registriert worden. Zu Beginn der Woche sind die Zahlen in der Vergangenheit zwar immer niedriger gewesen. Dennoch ist das der niedrigste Wert seit Ende September.

Auch die Quote positiver Tests geht in Frankreich mit rund 67 Millionen Einwohnern weiter zurück und liegt bei gut 13 Prozent. Die Corona-Lage verbessert sich seit einiger Zeit in Frankreich - die Behörden gehen davon aus, dass der Höhepunkt der zweiten Welle überschritten ist. Zeitweise wurden im Herbst um die 60.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Vor einigen Wochen hatte es allerdings eine Datenpanne gegeben, weswegen möglicherweise nicht alle gemeldeten Werte immer korrekt waren.

Innerhalb eines Tages starben 500 Menschen mit einer Covid19-Erkrankung. Dies ist ein vergleichsweise hoher Wert.

23.11.2020 • 21:04 Uhr

Keine Corona-Impfpflicht in Großbritannien geplant

In Großbritannien wird es nach Angaben von Premierminister Boris Johnson keine Pflichtimpfungen geben. Bei einer Pressekonferenz betonte er aber, dass er Impfungen gegen das Coronavirus für eine gute Sache halte. "Jeder sollte sich impfen lassen, sobald eine Impfung verfügbar ist." Die "Propaganda der Impfgegner" lehne er "total ab".

23.11.2020 • 20:51 Uhr

CDU-Politiker: Zugang nur geimpft

Der CDU-Gesundheitspolitiker und Europaabgeordnete Peter Liese hat sich für eine Corona-Schutzimpfung als Voraussetzung für Besuche von Großveranstaltungen ausgesprochen. Die Veranstalter sollten nur Besucher mit Impfausweis einlassen, sobald im kommenden Jahr jeder die Möglichkeit habe, sich impfen zu lassen, sagte Liese laut "Westfalenpost".

Liese sprach sich ab sofort für weitere Maßnahmen aus, um die Zahl der Neuinfektionen zu senken. So sollten Schüler ab 14 Jahren in geteilten Klassen unterrichtet werden.

23.11.2020 • 19:11 Uhr

Gaststättenverband lehnt Öffnung nur über Weihnachten ab

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hat sich gegen Überlegungen gewandt, eine Öffnung von Restaurants und Hotels nur für wenige Tage über Weihnachten zu erlauben. "Unsere Unternehmen sind keine Garagen, die man nach Belieben auf- und zusperren kann", sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) zu Erwägungen, einen Betrieb vom 21. bis 27. Dezember zu ermöglichen. Nach den Wochen der Schließung müssten Restaurants und Hotels aufwändig gereinigt und dekoriert werden sowie der Einkauf- und die Personalplanung organisiert werden.

Wenn schon, dann müssten die Betriebe bis mindestens Mitte Januar offen bleiben können, so Hartges. Auch solle darüber nicht bereits bei dem Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder an diesem Mittwoch entschieden werden, sondern erst Mitte Dezember. Für den Fall eines weiteren Lockdowns pochte Hartges auch auf weitere staatliche Hilfen.

23.11.2020 • 18:58 Uhr

WHO: Weitere 4,3 Milliarden Dollar für Impfkampagne nötig

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) benötigt weitere 4,3 Milliarden Dollar für ihre weltweite Impfkampagne. Es bestehe das Risiko, dass die Armen und besonders Gefährdeten im weltweiten Rennen um einen Corona-Impfstoff unter die Räder kämen, sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Über die Initiative Covax werden Impfstoffdosen für Länder bereitgestellt, die sich die Medikamente auf anderem Weg nicht beschaffen können. Bislang haben die Geberländer fünf Milliarden Dollar zugesagt, davon umgerechnet rund 600 Millionen Dollar aus Deutschland.

23.11.2020 • 18:47 Uhr

Kretschmann für früheren Ferienbeginn

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann ist für einen früheren Start der Schüler in die Weihnachtsferien als bisher geplant. Er wolle sich auch bei der anstehenden Bund-Länder-Schalte für längere Weihnachtsferien stark machen, sagte ein Regierungssprecher. In Baden-Württemberg wie in einigen anderen Ländern sei bislang der letzte Schultag der 22. Dezember (Dienstag). Wenn die Schüler bereits am 18. Dezember (Freitag) in die Ferien entlassen würden, habe man bis Heiligabend eine Strecke von fünf bis sechs Tagen, die man nutzen könne, um Kontakte zu minimieren. "Dann wird man an den Feiertagen mit einem entspannteren Gefühl zu den Großeltern fahren und im Kreise der Familie das Weihnachtsfest begehen können", hieß es aus dem Staatsministerium.

23.11.2020 • 18:28 Uhr

Walter-Borjans plädiert für Verlängerung der November-Hilfen

SPD-Chef Norbert Walter-Borjans plädiert für eine Verlängerung der November-Hilfen für Gaststätten, Hotels, Kultureinrichtungen und Freizeitbetriebe, falls der Teil-Lockdown ausgedehnt wird. "Wenn wir die Corona-Maßnahmen verlängern, müssen auch die Hilfen verlängert werden", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland laut Vorabbericht. "Niemand kann ein Interesse daran haben, nach der Pandemie in einem Land zu leben, in dem es keine Bühnen und Hotels, keine Cafés und Restaurants mehr gibt."

23.11.2020 • 17:59 Uhr

Zahl der Todesfälle in Italien übersteigt 50.000

In Italien hat die Zahl der Todesfälle die Marke von 50.000 überstiegen. Das Gesundheitsministerium meldete 630 Todesfälle in den vergangenen 24 Stunden, womit seit Ausbruch der Krankheit insgesamt 50.453 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 verstarben. Die Zahl der bekannten Infektionen stieg um 22.930 auf insgesamt rund 1,43 Millionen.

23.11.2020 • 17:53 Uhr

Englands Lockdown endet wie geplant kommende Woche

Der in England geltende Lockdown wird der britischen Regierung zufolge wie geplant in der kommenden Woche enden. Die Gastronomie darf unter bestimmten Auflagen ab dem 2. Dezember in Regionen mit niedrigeren Stufen wieder öffnen. Gleiches gilt für nicht-essenzielle Geschäfte, Fitnessstudios und Friseure. Die Anordnung, zu Hause zu bleiben, war Anfang November in Kraft getreten, um einen Anstieg bei den Coronavirus-Fällen aufzuhalten. Auf den vierwöchigen Lockdown werden nach dem Willen der Regierung lokale Beschränkungen nach einem Drei-Stufen-System folgen. Die Stufen sind abhängig vom Ausmaß der Corona-Ausbrüche in den jeweiligen Regionen.

23.11.2020 • 17:48 Uhr

Schulen und Kitas im Landkreis Hildburghausen schließen

Nach besonders hohen Corona-Infektionszahlen binnen einer Woche werden ab Mittwoch im thüringischen Landkreis Hildburghausen alle Schulen und Kitas geschlossen. Darauf verständigte sich der Kreis mit der Thüringer Landesregierung. Die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage je 100.000 Einwohner hatte heute den Stand von 396 erreicht. In keinem anderen Landkreis in Deutschland war die Sieben-Tagen-Inzidenz laut Robert Koch-Institut (RKI) höher.

Wie der Sprecher des Thüringer Gesundheitsministeriums der dpa sagte, sei geplant, dass alle Kinder und Schüler sowie das pädagogische Personal nach fünf Tagen bei Schnelltests auf eine Infektion getestet werden. Dafür habe das Ministerium bereits 11.000 Antigen-Schnelltests organisiert. Für die Testungen habe die Bundeswehr Unterstützung zugesagt. Für den gesamten Landkreis sind zudem strengere Kontakt- sowie Ausgangsbeschränkungen geplant.

23.11.2020 • 17:41 Uhr

Corona-Demos: Kritik vom Zentralrat der Juden

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat kritisiert, dass es bei Demonstrationen der Organisation "Querdenken" mehrfach zu einer Relativierung des Holocausts gekommen sei. Seit Monaten müsse man mitansehen, wie bei den "Demonstrationen der Corona-Leugner die Schoa relativiert und deren Opfer sowie Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus hemmungslos instrumentalisiert werden", sagte Präsident Josef Schuster der Zeitung "Main-Post". "So wie die Demonstranten keine Rücksicht auf die Gesundheit anderer Bürger nehmen, so haben sie auch keinen Respekt vor NS-Opfern. Das ist ein widerliches Schauspiel."

Am Samstag hatte sich eine Rednerin einer "Querdenken"-Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Hannover mit der Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus, Sophie Scholl, verglichen. Scholl war im Jahr 1943 vom NS-Regime zum Tode verurteilt und im Alter von 21 Jahren hingerichtet worden.

23.11.2020 • 17:30 Uhr

Sachsen-Anhalt erwägt verlängerte Ferien

In Sachsen-Anhalt könnten die Weihnachtsferien um wenige Tage verlängert werden, um das Ansteckungsrisiko nach den Feiertagen zu senken. Derzeit werde die Option geprüft, erst am 11. statt am 7. Januar wieder mit der Schule zu starten, sagte der Sprecher des Bildungsministeriums, Stefan Thurmann, der dpa. In diesem Fall blieben zwischen den Silvesterfeiern und dem Unterrichtsbeginn zehn Tage Pause. "Damit würden Infektionen aus den Feiertagen nicht in die Schule getragen werden", so Thurmann. Wegen des dazwischen liegenden Wochenendes würden durch die verlängerten Ferien nur zwei geplante Schultage wegfallen.

23.11.2020 • 17:29 Uhr

Polizei ermittelt wegen Attestfälschung gegen AfD-Abgeordneten

Wegen des Verdachts der Fälschung von Gesundheitszeugnissen und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt die Berliner Polizei gegen den AfD-Bundestagsabgeordneten Karsten Hilse. Der 54-Jährige soll bei der Demonstration gegen die Coronamaßnahmen am vergangenen Mittwoch in Berlin ein gefälschtes Attest vorgezeigt haben, als er von Beamten auf die Maskenpflicht hingewiesen wurde.

23.11.2020 • 17:20 Uhr

Lauterbach: Feuerwerke wären der "perfekte Corona-Cocktail"

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach setzt auf ein Böllerverbot für den Jahreswechsel. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass am Mittwoch ein Böllerverbot beschlossen wird", sagte der Politiker der "Rheinischen Post". Appelle reichten nicht aus. "Wo Feuerwerk erlaubt ist, kommen Menschen zusammen, trinken und umarmen sich. Es ist der perfekte Corona-Cocktail", sagte Lauterbach. "Und zwei Wochen später hätte das Bundesland die nächste Infektionswelle als Beweis für das Versagen der Regierung zu beklagen. Das kann niemand wollen."

23.11.2020 • 17:19 Uhr

Busbranche bietet freie Busse zur Entzerrung des Schulverkehrs an

Viele Busunternehmen haben noch freie Kapazitäten, um den Transport von Schülerinnen und Schülern in Corona-Zeiten zu entzerren. Das geht aus einer Mitteilung des Bundesverbands Deutscher Omnibusunternehmer hervor. "Viele mittelständische Busunternehmen können und wollen zusätzliche Fahrten im Schulbusverkehr anbieten", teilte die Hauptgeschäftsführerin des Verbands, Christiane Leonard, mit. Die vorhandenen Kapazitäten werden bislang nach Angaben der Verbandsgeschäftsführung nicht in vollem Umfang genutzt, weil Bestellungen ausgeblieben oder nicht ausreichend finanziert worden seien. Die Reisebusbranche gehöre zu den am schwersten von der Corona-Krise betroffenen Wirtschaftszweigen überhaupt, sagte Leonard. Tausende Busse seien bereits abgemeldet worden. Sie rief Städte und Gemeinden dazu auf, die vorhandenen Kapazitäten zu nutzen.

23.11.2020 • 17:15 Uhr

Schwesig für frühere Lockerungen bei Inzidenz von unter 35

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat sich für frühere Corona-Lockerungen in Bundesländern ausgesprochen, die einen Inzidenzwert von unter 35 haben. "Mecklenburg-Vorpommern erfüllt diese Voraussetzungen im Moment noch nicht. Wir liegen immer noch knapp unterhalb der Schwelle zum Risikogebiet. Aber wenn die Zahlen weiter absinken und dann stabil bleiben, könnten wir bei uns erste Lockerungen vornehmen", sagte Schwesig der Nachrichtenagentur dpa. An diesem Montag wollen die Landesregierungschefs ihre Position festlegen für die Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch.

Schwesig betonte erneut, dass es für Corona-Hotspots verschärfte Regeln geben müsse. "Wir haben in Deutschland Regionen mit mehr als 200 Fällen pro 100.000 Einwohner. Wir müssen verhindern, dass die Welle aus den Hochrisikogebieten in andere Regionen hineinschwappt." Der Inzidenzwert steht für die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen der vergangenen sieben Tage. Absolute Priorität habe für sie, dass die Schulen und Kitas offen bleiben, sagte Schwesig.

23.11.2020 • 17:11 Uhr

Habeck schlägt Ladenschließungen in Corona-Hotspots vor

Grünen-Chef Robert Habeck hat einen ausgeweiteten Teil-Lockdown für Corona-Hotspots vorgeschlagen. Man könne sich vorstellen, dass in den "dunkelroten Regionen" Läden, die nicht dem täglichen Bedarf dienen, geschlossen werden, sagte er während einer digitalen Pressekonferenz. In Regionen, in denen die Lage mit Blick auf das Coronavirus gut sei, könnten hingegen möglicherweise Lockerungen erfolgen. Er forderte eine "regionale Differenzierung" auf der Basis einheitlicher Maßstäbe. "Es wäre falsch, die Maßnahmen jetzt flächendeckend zu lockern und aufzuheben", sagte Habeck. Man müsse feststellen, "dass der Wellenbrecher die Welle nicht so gebrochen hat, wie es erhofft oder versprochen wurde".

23.11.2020 • 17:08 Uhr

Ungarn testet russischen Impfstoff

Der ungarische Außenminister Peter Szijjarto hat Tests mit dem russischen Corona-Impfstoff Sputnik-V angekündigt. Ungarn habe vergangene Woche Proben des Impfstoffs erhalten und werde die ersten zehn Dosen auf Verträglichkeit und Wirksamkeit prüfen, so Szijjarto.

Die klinischen Studien mit Sputnik-V sind noch nicht abgeschlossen und die Europäische Arzneimittelagentur hat den Impfstoff noch nicht bewertet. In Russland wird er allerdings schon Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gesundheitswesens sowie Risikopersonen verabreicht. Szijjarto sagte, Ungarn verhandele auch mit drei chinesischen Impfstoffherstellern und habe 2,8 Millionen Dosen eines chinesischen antiviralen Medikaments erworben. Das Land hat für sich auch zwölf Millionen Impfstoffdosen westeuropäischer und US-amerikanischer Hersteller reserviert.

23.11.2020 • 17:06 Uhr

Litauens Parlament schränkt Arbeit wegen Corona-Ausbruch ein

In Litauen schränkt das Parlament seine Arbeit wegen eines Corona-Ausbruchs unter Abgeordneten für knapp zwei Wochen stark ein. Das Präsidium der Volksvertretung Seimas beschloss in Vilnius, die anstehenden Parlamentssitzungen bis zum 3. Dezember zu vertagen und weitere Corona-Schutzmaßnahmen einzuführen. Zunächst sollen sich die Abgeordneten aber noch einmal am Dienstag versammeln, um über die Kandidatur von Ingrida Simonyte als neue Regierungschefin des baltischen EU- und Nato-Landes abzustimmen. Dies teilte Parlamentspräsidentin Viktorija Cmilyte-Nielsen mit.

Litauen mit seinen knapp drei Millionen Einwohnern ist gegenwärtig stark von der Corona-Pandemie betroffen - die Entwicklung ist nach Angaben der EU-Behörde ECDC aktuell deutlich schlechter als in Deutschland. Erst am Sonntag wurde mit 2304 Neuinfektionen binnen 24 Stunden ein neuer Höchststand erreicht.

23.11.2020 • 17:03 Uhr

Arnheims Bürgermeister verteidigt Böllerverbot in Corona-Krise

Mit einem emotionalen Appell hat der Bürgermeister der Grenzstadt Arnheim das Böllerverbot in den Niederlanden angesichts der Corona-Krise verteidigt. Das Krankenhaus sei voll mit Corona-Patienten und selbst für Herzinfarkte, Beinbrüche und Unfallopfer gebe es kaum Betten, schrieb Ahmed Marcouch auf Facebook. Dieses Jahr gebe es deshalb keinen Platz für Hunderte durch Silvesterfeuerwerk Verletzte, "für abgerissene Finger und verbrannte Augenlider".

Es sei wirklich nicht der Moment, um über das Verbot von Böllern und Raketen zu jammern. Die fatale Kombination von Alkohol, Drogen und Böllern müsse in diesem Jahr vermieden werden. Arnheim liegt unweit von Nordrhein-Westfalen. Der Bürgermeister rief die Bevölkerung auf, den illegalen Handel mit Böllern, ein wiederkehrendes Problem vor dem Jahreswechsel in den Niederlanden, den Behörden zu melden. "Ich hoffe dass Sie begreifen, dass Sie Menschenleben retten, wenn Sie Kauf und Lagerung von illegalen Böllern bei uns melden."

23.11.2020 • 17:00 Uhr

Klinikdaten: Wenig Corona bei Kindern in Kitas und Schulen

Das Corona-Infektionsrisiko von Kindern in Kita und Schule ist nach einer Datenerhebung an bundesweit mehr als 100 Kinderkliniken wohl vergleichsweise gering. Bis Mitte November wurden rund 116.000 Kinder und Jugendliche in den Krankenhäusern teils routinemäßig auf Sars-CoV-2 getestet, bei 0,53 Prozent fiel der Test positiv aus, wie Kinder- und Jugendmediziner bei einer Online-Pressekonferenz berichteten. Sie sprachen sich dafür aus, die Schulen möglichst offen zu halten.

Nur 8 von mehr als 600 infizierten Kindern und Jugendlichen hätten sich in der Schule angesteckt, sagte Michael Kabesch von der Universitätskinderklinik Regensburg. In der Schule würden Corona-Maßnahmen eingehalten - während dies im privaten Umfeld nicht unbedingt der Fall sei.

23.11.2020 • 16:46 Uhr

Slowakei streitet über Fortsetzung von Massentests

In der Slowakei hat sich der regierungsinterne Streit über die Corona-Massentests verschärft. Es blieb offen, ob die von Ministerpräsident Igor Matovic für Anfang Dezember angekündigte nächste Test-Welle landesweit stattfinden wird. Nachdem der konservative Regierungschef am Sonntag erneut Sanktionen gegen Test-Verweigerer angedroht hatte, stellte der liberale Wirtschaftsminister Richard Sulik am Montag das gesamte bisherige Pandemiekonzept der Regierung in Frage: "Der Kampf gegen das Coronavirus verläuft chaotisch und ignoriert die Meinungen von Experten", sagte er.

Als überhaupt erster Staat hatte die Slowakei am Allerheiligen-Wochenende (31. Oktober und 1. November) Corona-Massentests im ganzen Land durchgeführt. Slowakische Mediziner kritisierten die zu improvisierte Durchführung aber. So seien die ohnehin im Vergleich zu PCR-Tests ungenaueren Schnelltests etwa wegen Personalmangels oft unsachgemäß eingesetzt worden. Eine Antikorruptionsinitiative verlangte eine Untersuchung der nach ihren Annahmen gesetzeswidrigen Bestellung von Millionen Tests ohne öffentliche Ausschreibung.

23.11.2020 • 16:24 Uhr

Zwei Partys in Berlin aufgelöst

Die Polizei hat am Wochenende in Berlin zwei illegale Partys mit insgesamt fast 130 feiernden Menschen aufgelöst. 76 Menschen seien am Samstag in den Keller eines früheren Fabrikgebäudes im Stadtteil Johannisthal in Berlin-Treptow eingedrungen, um dort zu feiern, twitterte die Polizei. Nur wenige hätten eine Mund-Nasen-Maske getragen, auch der Abstand sei nicht eingehalten worden. In einem Hostel in Friedrichshain feierten dann am Sonntag 52 Menschen eine Party mit zahlreichen Drogen. Auch diese Feier endete durch einen Polizeieinsatz.

23.11.2020 • 16:21 Uhr

FAQ: Die aussichtsreichsten Impfstoff-Kandidaten

Mehrere Hersteller potenzieller Impfstoffe haben in den vergangenen Tagen und Wochen Erfolge vermeldet. Wie unterscheiden sich die Präparate - und wann können sie verfügbar sein? Ein Überblick.

23.11.2020 • 16:17 Uhr

Staatliche Nothilfen für Einzelhandel gefordert

Wegen hoher Umsatzeinbußen im November fordert der Einzelhandel Zugang zu den staatlichen Corona-Nothilfen. "Der innerstädtische Handel leidet massiv unter dem aktuellen Teil-Lockdown", teilte der Handelsverband Nord mit. Im Vergleich zum Vorjahr verlören die Händler in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern knapp ein Drittel ihres Umsatzes, der Bekleidungshandel sogar bis zu 40 Prozent. Bei Geschäften in besonders betroffenen Tourismus-Gebieten liegen die Einbrüche laut Verband teilweise bei bis zu 80 Prozent. "Die Zahlen verdeutlichen, dass der Einzelhandel, obwohl er weiterhin öffnen darf, vielerorts in einer bedrohlichen Lage ist", sagte Dierk Böckenholt, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Nord.

23.11.2020 • 16:13 Uhr

Braun: Corona wird Schrecken verlieren

Kanzleramtsminister Helge Braun rechnet vom Frühjahr an mit einer deutlichen Verbesserung der Corona-Lage in Deutschland. "Ich gehe davon aus, dass diese Corona-Krise uns auch noch in den nächsten vier, fünf Monaten ganz massiv beschäftigten wird", sagte er in einer Videobotschaft zum Tag der Wohnungswirtschaft. Aber alle könnten die Hoffnung haben, dass die Pandemie im nächsten Jahr schrittweise ihren Schrecken verliere. Der Frühling und die neuen Impfstoffe werden aus Brauns Sicht helfen, die Zahl der Infektionen leichter zu beherrschen.

23.11.2020 • 16:09 Uhr

Teil-Lockdown in Luxemburg

Luxemburg verschärft die Maßnahmen: Voraussichtlich ab diesem Donnerstag müssen Gastronomie sowie wie Kultur- und Freizeiteinrichtungen bis zum 15. Dezember schließen. Ein entsprechendes Gesetz hat die Regierung auf den Weg gebracht. Das Parlament soll am Mittwoch darüber abstimmen, so dass die neuen Regeln in der Nacht zum Donnerstag in Kraft treten könnten.

"Wir ziehen heute die Notbremse", sagte Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel. Die sozialen Kontakte müssten für drei Wochen "auf ein Minimum" reduziert werden. Künftig dürften nur noch maximal zwei Personen, die nicht zum Haushalt gehören, eingeladen werden. Laut Gesetz müssen Kinos, Theater und Fitnessstudios dicht machen, Museen und Bibliotheken bleiben offen. Der Schulbetrieb soll weiterlaufen, für obere Klassen soll es Wechselunterricht geben. Luxemburg kämpft seit Wochen gegen hohe Corona-Infektionszahlen.

23.11.2020 • 16:04 Uhr

MDR vergibt Sendezeiten an Künstlerinnen und Künstler

Zur Unterstützung von Kunst- und Kulturschaffenden in der Corona-Krise hatte der MDR den Wettbewerb "Freie Sendezeit für freie Künstlerinnen und Künstler" ausgeschrieben. 15 Gewinner gingen daraus hervor - sie bekommen nun jeweils fünf Minuten Sendezeit im Fernsehen.

23.11.2020 • 15:52 Uhr

NRW: Tausende Klinik-Mitarbeiter aus Quarantäne geholt

Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen haben von April bis Ende Oktober in rund 3560 Fällen Mitarbeiter wieder eingesetzt, für die nach einem Corona-Kontakt noch Quarantänepflicht bestand. Arztpraxen und Krankenhäusern können dies einer Empfehlung des Robert Koch-Institutes zufolge "bei relevantem Personalmangel" unter bestimmten Umständen wie Symptomfreiheit machen. Die Zahlen nannte das NRW-Gesundheitsministerium in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion im NRW-Landtag. Da nicht alle Kliniken entsprechende Angaben gemacht hatten, könnte es mehr Fälle gegeben haben.

23.11.2020 • 15:48 Uhr

Landkreis Hildburghausen als Hotspot - weiterer Anstieg erwartet

Der Landrat des von Corona derzeit besonders stark betroffenen Landkreises Hildburghausen (Thüringen) geht von einem weiteren dramatischen Anstieg der Infektionszahlen dort aus. Aus den jüngsten Zahlen des Robert Koch-Instituts ging hervor, dass die Inzidenz in dem Landkreis mit 396 deutschlandweit am höchsten war. "Wir werden jetzt Richtung 500 marschieren", sagte der CDU-Politiker Thomas Müller. Nach seinen Plänen sollen ab Donnerstag weitere Verschärfungen der Anti-Corona-Maßnahmen in dem Landkreis greifen. Er halte nach wie vor an der Forderung fest, Kitas und Schulen für eine gewisse Zeit zu schließen. Auch weitere Kontaktbeschränkungen seien nötig. "Wir müssen vor die Welle kommen und diese brechen", sagte Müller. Klare Infektionsherde seien kaum mehr auszumachen.

23.11.2020 • 15:34 Uhr

"Charlie-Hebdo"-Prozess erneut unterbrochen

Der Prozess um den islamistischen Terroranschlag auf das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" ist Medienberichten zufolge wieder unterbrochen worden: Bis kommenden Montag sei der Prozess erneut ausgesetzt. Grund dafür ist, dass ein vor einiger Zeit an Covid-19 erkrankter Hauptbeschuldigter nur per Videokonferenz zugeschaltet werden sollte, weil er aus Gesundheitsgründen weiterhin nicht im Gerichtssaal erscheinen könne. Der Prozess in Paris war am Montagmorgen wieder aufgenommen worden, Verteidigung und Nebenkläger plädierten aber für eine Unterbrechung.

Der Prozess war wegen mehrerer Corona-Infektionen seit Anfang des Monats schon mehrfach ausgesetzt worden. Eigentlich sollte er seit mehr als einer Woche vorbei sein. Nun wird eine Entscheidung des obersten französischen Verwaltungsgerichts zu der Frage erwartet, ob Videovernehmungen während des Prozesses zugelassen sind - fast alle Verteidiger und Nebenkläger sträuben sich dagegen.

23.11.2020 • 15:25 Uhr

Hersteller von OP-Handschuhen muss Werke schließen

Der nach eigenen Angaben weltgrößte Hersteller von OP-Handschuhen aus Kunststoff, Top Glove aus Malaysia, muss nach der Infektion Hunderter Beschäftigter mit dem Coronavirus mehr als die Hälfte seiner Werke schließen. "Aufgrund der Ratschläge des Gesundheitsministeriums wurde bei einem Sondertreffen heute vereinbart, 28 Top-Glove-Fabriken zu schließen", teilte Verteidigungsminister Ismail Sabri Yaakob mit. Top Glove hat 47 Fabriken, 41 davon in Malaysia. 

Viele Arbeiter in Malaysia kommen aus Nepal und leben in überfüllten Wohnheimen. Es gibt Vorwürfe der Ausbeutung: Die USA hatten den Kauf von Handschuhen der Firma im Juli wegen des Vorwurfs der Zwangsarbeit verboten. Am Montag wurden mehr als 1000 Arbeiter von Top Glove positiv auf das Coronavirus getestet - von rund 5700 insgesamt Getesteten.

23.11.2020 • 15:06 Uhr

EU-Behörde: Deutsche Maßnahmen reichen womöglich nicht

Die derzeit in Deutschland geltenden Maßnahmen könnten nach Einschätzung der EU-Gesundheitsbehörde ECDC möglicherweise nicht genügen, um die Infektionszahlen bis Weihnachten zu verringern. "Es gibt neun Länder, in denen wir prognostizieren, dass die momentanen Maßnahmen nicht ausreichend sein werden, um zu einem Abwärtstrend bei der Inzidenz der bestätigen Fälle zu führen", hieß es in einem ECDC-Bericht. Dazu zählt demnach auch Deutschland. In einem alternativen Szenario, in dem die Bevölkerungen dieser Staaten zu ihrem Verhalten von Anfang April zurückkehren, rechnet das ECDC mit rückläufigen Corona-Zahlen.

Bei zehn Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR), die Ende Oktober oder Anfang November Lockdowns und andere strikte Maßnahmen umgesetzt haben, schätzt die Behörde dagegen, dass dieses Vorgehen ähnlich starke Effekte haben dürfte wie während der ersten Hochphase der Pandemie im Frühjahr. Für zwölf weitere Staaten geht das ECDC bei den derzeitigen Maßnahmen ebenfalls von einer Verringerung der Fallzahlen, Krankenhaus- und Todesfälle auf ein niedriges Niveau aus, allerdings einer langsameren als im April.

23.11.2020 • 15:00 Uhr

Studierende fordern Nachbesserungen bei Überbrückungshilfe

Studentenvertretungen aus fünf Bundesländern fordern von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek weitere Nachbesserungen bei der Überbrückungshilfe für Studierende. Begrüßenswert sei die Verlängerung des Programms über den Monat November hinaus bis Ende März 2021, erklärten die Vertretungen aus Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und Rheinland-Pfalz. Allerdings kritisierten sie das in der Praxis erfolgte Festhalten an der Zuschusshöhe von 500 Euro im Monat als zu niedrig und realitätsfern. Die durchschnittlichen monatlichen Ausgaben von Studierenden lägen bei 819 Euro.

23.11.2020 • 14:34 Uhr

Höchststand bei Neuinfektionen in Russland

Die Zahl der Neuinfektionen in Russland ist auf einen neuen Höchstwert gestiegen. Die zuständige Arbeitsgruppe des Staats vermeldete 25.173 neue Fälle. Dennoch gibt es keine Pläne für einen zweiten Lockdown oder eine landesweite Schließung von Betrieben. Die sibirische Teilrepublik Burjatien hatte Anfang vergangener Woche viele nicht essenzielle Betriebe geschlossen, sie ist aber die einzige. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte, dass die Entscheidung über Beschränkungen bei den Regionalregierungen liege und von der Lage vor Ort abhänge.

23.11.2020 • 14:22 Uhr

Nach Infektion: Selenskyj meldet negativen Test

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seine Corona-Infektion nach eigenen Angaben überstanden. Sein letzter Test sei negativ gewesen, schrieb der 42-Jährige auf Facebook. Er freue sich, wieder normal arbeiten zu können. Selenskyj war am 9. November positiv auf das Virus getestet worden. Wenige Tage später wurde er stationär in einem Krankenhaus in Kiew aufgenommen. Seine Sprecherin betonte damals, er habe nur milde Symptome, in der Klinik könne er sich aber besser isolieren und habe Zugang zu medizinischer Behandlung.

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine. | dpa

Vor zwei Wochen gab der ukrainische Präsident Selenskyj seine Corona-Infektion bekannt - nun wurde er eigenen Angaben zufolge negativ getestet. Bild: dpa

23.11.2020 • 14:18 Uhr

Fall im Eishockey: Herzmuskelentzündung wegen Corona?

Eine Herzmuskelentzündung bei dem deutschen Eishockey-Profi Janik Möser geht nach Einschätzung der behandelnden Ärzte und seines Vereins Grizzlys Wolfsburg auf eine Infektion mit dem Coronavirus zurück. "Wir können das nicht mit 100-prozentiger Sicherheit, aber mit einer sehr großen Wahrscheinlichkeit sagen", erklärte der Wolfsburger Manager Karl-Heinz Fliegauf. Der Verein und sein 25-jähriger Abwehrspieler hätten sich gezielt dazu entschieden, diesen Krankheitsverlauf öffentlich zu machen, um für das Thema zu sensibilisieren. "Der Spieler fühlt sich topfit, aber die Untersuchungen sagen etwas anderes."

Möser wurde bereits im Oktober positiv auf das Coronavirus getestet und in eine zweiwöchige Quarantäne geschickt. Vor seiner Rückkehr ins Training führten die Wolfsburger unter anderem ein Belastungs-EKG bei ihrem Verteidiger durch, das deutlich andere Ergebnisse hervorbrachte als die vorangegangenen Untersuchungen im Sommer. Möser wurde daraufhin von einem Spezialisten der Berliner Charité untersucht, der die Herzmuskelentzündung diagnostizierte und den Zusammenhang mit der Covid-19-Erkrankung herstellte. "Außer Corona war bei Janik nichts festzustellen, was der Auslöser hätte sein können", sagte Teamarzt Axel Gänsslen den "Wolfsburger Nachrichten". Mediziner gehen schon länger davon aus, dass eine Coronainfektion selbst bei Leistungssportlern zu Herz-Kreislauf-Komplikationen führen kann.

23.11.2020 • 13:53 Uhr

Roboter sollen beim Desinfizieren von Klinikzimmern helfen

Roboter sollen Europas Kliniken in der Corona-Krise beim Desinfizieren von Patientenzimmern helfen. 200 der Geräte sollen mit EU-Mitteln angeschafft und an Krankenhäuser verteilt werden, wie EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen auf Twitter mitteilte. Die Roboter brauchten nur rund 15 Minuten, um ein Patientenzimmer mit Hilfe ultravioletten Lichts zu desinfizieren, ergänzte ein Kommissionssprecher. Sie sollen in den nächsten Wochen geliefert werden - welche Kliniken sie bekommen, werde rasch geklärt. Zur Anschaffung stünden zwölf Millionen Euro zur Verfügung.

23.11.2020 • 13:45 Uhr

Gaststätten, Kinos und Theater in Barcelona öffnen wieder

Nach fünfwöchiger Zwangsschließung zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist das öffentliche Leben in Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona heute vorsichtig wieder hochgefahren worden. Cafés, Restaurants, Kinos und Theater sowie andere Einrichtungen durften wieder öffnen. Das hatte die Regionalregierung der im Nordosten Spaniens gelegenen Region angesichts sinkender Infektionszahlen beschlossen.

Allerdings bleiben eine nächtliche Ausgangssperre sowie das Verbot bestehen, an Wochenenden die Heimatgemeinde zu verlassen. Gastronomiebetriebe müssen um 21.30 Uhr schließen und dürfen im Innenbereich nur 30 Prozent ihrer Plätze besetzen. Bei Kinos, Theatern, Museen und Konzerthallen liegt die Auslastungsgrenze bei 50 Prozent. Die Konzerthallen waren sogar acht Monate geschlossen. Auch die meisten Sportstätten durften wieder öffnen.

Die Behörden Kataloniens hatten mit den für spanische Verhältnisse strengen Einschränkungen auf einen starken Anstieg der Zahlen reagiert. Die Maßnahmen zahlen sich für die rund 7,6 Millionen Einwohner nun langsam aus: Die Zahl der Infektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen fiel von 256 auf 150. Auch das sogenannte Sieben-Tage-R fiel auf 0,8. Das heißt, dass 10 Infizierte rechnerisch 8 weitere Menschen anstecken. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Ein Kellner spannt in Barcelona einen Schirm in einem Café auf | REUTERS

Bild: REUTERS

23.11.2020 • 13:19 Uhr

Lehrer fordern Dreisäulen-Hybridmodell für Unterricht

Der Deutsche Lehrerverband bevorzugt wegen der hohen Corona-Zahlen für den Schulbetrieb eine Lösung aus drei Elementen in besonders betroffenen Regionen. "Mit einem Dreisäulen-Hybridmodell aus täglich oder wöchentlich wechselndem Präsenzunterricht, aus Online-Unterricht und Freiarbeit zu Hause erreicht man sogar Schüler, die in Quarantäne sind", sagte Jürgen Böhm, Vizevorsitzender des Deutschen Lehrerverbandes, dem Online-Portal der ZEIT. "Wenn man dieses Modell seit Anfang November umgesetzt hätte, wären die Corona-Infektionen weit stärker eingedämmt." Bund und Länder sollten sich auf einen einheitlichen Inzidenzwert einigen, ab dem dieser Hybridunterricht Pflicht sein soll. Für Lehrer müsse das keine Mehrarbeit bedeuten.

23.11.2020 • 13:11 Uhr

Hilfen für den Profisport: 55 Millionen Euro bewilligt

Etwas mehr als ein Viertel des 200 Millionen Euro schweren Corona-Soforthilfeprogramms des Bundes sind in den Profisport geflossen. Wie das für die Corona-Sportförderung zuständige Bundesministerium des Innern auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mitteilte, lagen bis zum geplanten Fristablauf am 22. November insgesamt 339 Anträge vor. Dabei handelt es sich um eine Summe von knapp 69 Millionen Euro. 259 Anträge mit einem Volumen von 55.389 636,53 Millionen Euro wurden bewilligt. Sechs Anträge wurden abgelehnt, 74 sind noch in Bearbeitung. Pro Club können bis zu 800.000 Euro beantragt werden.

Anfang Juli hatte der Bundestag ein Hilfspaket verabschiedet, um die Folgen der Corona-Krise für den Profisport zu mildern. Angesprochen sind Sportvereine und Unternehmen im professionellen und semiprofessionellen Wettbewerb. Die "Coronahilfen Profisport" haben ein Volumen von insgesamt 200 Millionen Euro. Die Antragsfrist galt zunächst bis zum 31. Oktober und wurde zuletzt bis zum 22. November verlängert. Das Programm könnte nun sogar bis ins kommende Jahr ausgedehnt werden.

23.11.2020 • 13:04 Uhr

Bundesweite Daten zur Corona-Lage an Schulen geplant

Die Kultusminister der Länder wollen künftig einmal in der Woche bundesweite Daten zur Corona-Lage an den Schulen bereitstellen. Das kündigte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) und rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig in einem Gespräch mit Journalisten an. Bisher war es schwierig, ein genaues Gesamtlagebild über die Anzahl der geschlossenen Schulen, Corona-Infektionen bei Lehrern und Schülern und Betroffenen in Quarantäne zu bekommen, weil die Daten in den Bundesländern unterschiedlich erhoben und nicht zentral erfasst wurden. Künftig werde eine regelmäßige wöchentliche Zusammenstellung veröffentlicht, sagte Hubig.

Zum ersten Mal soll das ihren Angaben zufolge "in den nächsten Tagen" passieren. Der genaue Zeitpunkt war zunächst noch offen. Die letzten bekannten Zahlen der KMK stammen vom 12. November. Zu dem Zeitpunkt befanden sich knapp 200.000 der rund elf Millionen Schülerinnen und Schüler und 13.000 der rund 800.000 Lehrkräfte in Quarantäne. 106 der mehr als 30.000 Schulen waren komplett geschlossenen.

23.11.2020 • 12:49 Uhr

Neue Corona-Fälle in China

Nach neuen Corona-Fällen in drei Städten suchen die Behörden in China mit Massentests nach möglichen weiteren Infizierten. In der Metropole Shanghai wurden am Montag zwei Neuinfektionen gemeldet, damit stieg deren Zahl dort auf sieben seit Freitag. Videos im Internet, die offenbar von Angestellten stammten, zeigten chaotische Szenen am Flughafen, wo der neue Corona-Ausbruch seinen Ausgang genommen hatte. Es kam zu Gerangel zwischen größeren Menschengruppen und Gesundheitsbeamten in Schutzanzügen, die sie testen wollten.

Der Flughafen von Shanghai ist einer von mehreren Orten in China, wo die Behörden mit Massentests neue Corona-Ausbrüche rasch eindämmen wollen. Dabei wird dort noch wesentlich selektiver vorgegangen als etwa in Tianjin, wo nach fünf Neuinfektionen in der vergangenen Woche mehr als 2,2 Millionen Proben von Bewohnern des Bezirks Binhai genommen wurden. Ein Kindergarten wurde geschlossen, alle Erzieher und Erzieherinnen sowie die Kinder und deren Angehörige wurden an einem zentralen Ort unter Quarantäne gestellt.

In Manzhouli in der Inneren Mongolei werden nach zwei lokalen Ansteckungen alle der mehr als 200.000 Einwohner getestet. Außerdem wurden Schulen geschlossen und öffentliche Veranstaltungen untersagt. China wird für solche drakonischen Maßnahmen immer wieder vor allem aus dem Ausland kritisiert. Wuhan, wo die Pandemie ihren Ausgang nahm, war mehr als zwei Monate lang von der Außenwelt abgeriegelt. Gleichzeitig hat China mit der Strategie Erfolg und konnte so im Gegensatz zu vielen westlichen Ländern mittlerweile zu einem weitgehend normalen Leben zurückkehren.

23.11.2020 • 12:22 Uhr

Feuerwerkshersteller fürchten Aus bei Böllerverbot

Der Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) hat angesichts des diskutierten Feuerwerksverbots zu Silvester vor einer Insolvenz der gesamten Branche und damit dem Verlust von bis zu 3000 Jobs gewarnt. "Wir machen mehr als 90 Prozent des Jahresumsatzes an den letzten drei Tagen rund um Silvester. Ohne das Silvestergeschäft droht der Feuerwerksindustrie das Aus", sagte VPI-Geschäftsführer Klaus Gotzen dem Portal "t-online". Womöglich gebe es dann "nie wieder Feuerwerk in Deutschland".

Als Grund nannte er Warenbestände, die im Fall eines Verbots nicht verkauft würden. "Es müsste keine Pyrotechnik mehr produziert oder importiert werden, weil die Lager voll blieben", sagte Gotzen. "Im Gegensatz zu anderen Branchen hätten wir also ein Jahr lang nichts zu tun - das kann sich keiner leisten." 

23.11.2020 • 12:20 Uhr

Baumärkte boomen in der Corona-Krise

Die Corona-Krise beschert den Bau- und Gartenfachmärkten in Deutschland einen anhaltenden Nachfrageboom. Insgesamt setzte die Do-it-Yourself-Branche in den ersten neun Monaten gut 17,3 Milliarden Euro um. Das entspreche einer Steigerung von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr, berichtete der Handelsverband Heimwerken, Bau und Garten (BHB).

Auch im dritten Quartal, das normalerweise eher durch Kaufzurückhaltung in der Hauptreisezeit und das nahende Ende der Gartensaison gekennzeichnet sei, habe die Branche weiterhin zweistellige Zuwächse verzeichnet. "Das ist sicherlich in der Hauptsache fehlenden Reisemöglichkeiten geschuldet", urteilte der Branchenverband. Außerdem habe die wachsende Bedeutung der eigenen vier Wände in der Pandemie dazu geführt, dass viele Sanierungs-, Renovierungs- und Verschönerungsprojekte angegangen worden seien. Besonders gefragt waren demnach in den vergangenen Monaten Farben und Malerzubehör, Gartenausstattung, Holz, Gartenmöbel und Werkzeuge.

23.11.2020 • 12:11 Uhr

Merkel gibt am Donnerstag Regierungserklärung ab

Bundeskanzlerin Angela Merkel will im Bundestag am Donnerstag erneut eine Regierungserklärung zur Corona-Pandemie abgeben. Das sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Die Infektionszahlen in Deutschland seien noch immer viel zu hoch und müssten stark sinken, betonte er.

23.11.2020 • 12:08 Uhr

Gewerkschaft der Polizei: Böllerverbot in Berlin kaum durchsetzbar

Ein generelles Böllerverbot für Silvester in der Hauptstadt wäre nach Einschätzung der Gewerkschaft der Polizei Berlin (GdP) kaum umzusetzen. Mit einem Verbot sei es nicht getan, sagte GdP-Landeschef Norbert Cioma. "Man müsste verhindern, dass Leute Pyrotechnik kaufen können und die Sicherheitsbehörden so ausstatten, dass sie Verstöße ahnden können." Beides sei derzeit nicht gegeben. "Viele haben noch Vorräte aus den letzten Jahren und zur Wahrheit gehört, dass wir mangels Fahrzeugen gar nicht noch mehr Funkwagen in der Silvesternacht auf die Straße bringen könnten."

Auch bei den Beratungen von Bund und Ländern soll es um ein Verbot für Silvesterböller gehen. In einem Papier Berlins als Vorsitzland der Ministerpräsidentenkonferenz heißt es, zum Jahreswechsel solle der Verkauf, der Kauf und das Zünden von Feuerwerk verboten werden. Die unionsgeführten Bundesländer wollen Feuerwerk auf belebten Plätzen zwar verbieten, der Verkauf und das Mitführen von Pyrotechnik solle aber nicht untersagt werden.

23.11.2020 • 12:00 Uhr

Schwerpunkt: Geplante Verlängerung der Auflagen

Vor dem Corona-Gipfel mit Kanzlerin Merkel haben die Länder Vorschläge erarbeitet. Demnach soll der Teillockdown verlängert werden - für die Festtage soll es eine Sonderregel geben. Tagesschau24 mit einem Überblick:

23.11.2020 • 11:58 Uhr

Haseloff plädiert für längeren Teil-Lockdown

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff trägt mit, dass die derzeit geltenden Einschränkungen weitergehen. Das Infektionsgeschehen bewege sich weiterhin auf einem hohen Niveau, sagte der CDU-Politiker. Die Regierungschefs der Länder seien sich einig, dass jetzt keine Zeit für Lockerungen sei. "Wir plädieren daher für eine Verlängerung des Teil-Lockdowns."

23.11.2020 • 11:52 Uhr

Impfzentren in Hessen ab Mitte Dezember bereit

In Hessen sollen die Impfzentren ab Mitte Dezember bereitstehen. "Wir bereiten uns so vor, dass wir ab dem 15. Dezember handeln können", sagte Ministerpräsident Volker Bouffier. Er wisse aber noch nicht, wann genau das Vakzin zur Verfügung stehen werde. Neben rund 30 Impfzentren, die täglich von 7.00 Uhr bis 22.00 Uhr in Betrieb sein sollen, werde es mobile Impfteams geben. Diese sollen Personen etwa in Betreuungseinrichtung impfen, die nicht in die Zentren kommen könnten. Es werde acht bis neun Monate dauern, bis alle Impfwilligen das Vakzin erhalten haben.

23.11.2020 • 11:48 Uhr

Deutschland hat sich 23 Millionen Schnelltests gesichert

Deutschland hat sich dem Bundesgesundheitsministerium zufolge rund 23 Millionen Schnelltests auf das Virus gesichert. Die Verfügbarkeit dieser Tests steige aber schnell, sagt eine Sprecherin. Schnelltests hätten den Vorteil, dass kein Labor dafür nötig sei. Allerdings brauche es dennoch geschultes Personal.

23.11.2020 • 11:31 Uhr

Kompletter Lockdown im Westjordanland an Wochenenden

Zur Bekämpfung der hohen Corona-Zahlen im Westjordanland verschärft die Palästinensische Autonomiebehörde ihren Kurs. Ministerpräsident Mohammed Schtaje kündigte zu Beginn einer Kabinettssitzung in Ramallah an, dass für die kommenden zwei Wochen an Wochenenden ein kompletter Lockdown und an Wochentagen eine nächtliche Ausgangssperre gelten sollen.

Im Westjordanland mit seinen rund vier Millionen Bewohnern meldeten die Behörden am Montag 869 neue Fälle binnen 24 Stunden. Dort starben bislang 576 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Nachgewiesen wurden bislang insgesamt 57 739 Infektionen. Auch im Gazastreifen lagen die Zahlen zuletzt sehr hoch. Die Rekordzahl täglicher Neuinfektionen war am Samstag mit 891 Fällen verzeichnet worden. In dem abgeriegelten Gebiet leben etwa zwei Millionen Menschen auf sehr engem Raum.

23.11.2020 • 11:30 Uhr

UNICEF will zwei Milliarden Impfdosen in arme Länder schicken

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will das UN-Kinderhilfswerk Unicef zwei Milliarden Impfdosen in insgesamt 92 einkommensschwächere Länder liefern. Die logistischen Vorbereitungen liefen bereits, teilte UNICEF mit. Auch eine Milliarde Spritzen sollen verschickt werden. "Während die Arbeit an der Entwicklung von COVID-19-Impfstoffen weitergeht, verstärkt Unicef die Anstrengungen mit Fluggesellschaften, Frachtunternehmen, Schifffahrtslinien und anderen logistischen Vereinigungen, lebensrettende Impfstoffe so schnell und sicher wie möglich zu liefern", sagte die Direktorin der UNICEF-Versorgungsabteilung, Etleva Kadilli.

Damit solle ausreichende Transportkapazität für diese "historische Mammutaufgabe" gesichert werden. "Es wird erwartet, dass die Beschaffung, Lieferung und Verteilung von Covid-19-Impfstoffen die größte und schnellste jemals unternommene Operation sein wird", erklärte UNICEF. Vorige Woche habe Unicef gemeinsam mit der Panamerikanischen Gesundheitsorganisationund der Internationalen Luftverkehrs-Vereinigung bereits mit großen Fluggesellschaften über die Kapazitätsanforderungen gesprochen.

23.11.2020 • 11:05 Uhr

Strenge Kontaktbeschränkungen wohl bis Mitte Januar

Vor dem nächsten Corona-Gipfel mit Bundeskanzlerin Merkel haben die Länder ihre weitere Linie skizziert. Lockerungen sind derzeit nicht absehbar - im Gegenteil sollen ab Dezember verschärfte Regeln gelten, wie aus der Beschlussvorlage der Länder für die Beratungen am Mittwoch hervorgeht. Weihnachten soll im kleinen Kreis zwar gefeiert werden können, für Silvester könnte es allerdings schlecht aussehen.

Grundsätzlich sollen die derzeit geltenden Maßnahmen bis zum 20. Dezember beibehalten werden. Dies betrifft etwa die Schließung von Restaurants, Kinos oder Fitnessstudios. Vom 1. Dezember bis zum 17. Januar - mit Zwischenregeln für Weihnachten und eventuell den Jahreswechsel - sollen private Treffen auf zwei Hausstände und höchstens fünf Menschen begrenzt werden, wobei Kinder unter 14 Jahren ausgenommen sind.

Vom 21. bis mindestens zum 27. Dezember sollen auch Menschen aus mehr als zwei Haushalten zusammenkommen können - unklar ist noch, ob es jeweils fünf oder zehn sein dürfen. Für die Zeit nach den Feiertagen soll eine mehrtägige Selbstquarantäne empfohlen werden.

23.11.2020 • 11:00 Uhr

Dessauer Firma peilt Corona-Impfstoff-Zulassung Ende 2021 an

Mit IDT Biologika kommt ein weiteres Pharma-Unternehmen aus Deutschland einem Corona-Impfstoff näher. 2021 solle ein beschleunigtes Zulassungsverfahren beantragt werden, sagte Firmenchef Jürgen Betzing in Dessau. Eine zweite Phase der klinischen Prüfung sei für Ende des Jahres und eine dritte Phase für Mitte 2021 vorgesehen. Wenn diese Tests erfolgreich verliefen, könne es den Zulassungsantrag Ende kommenden Jahres geben.

Das Mainzer Biotech-Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer sind derzeit am weitesten. Sie hatten bereits am Freitag eine Zulassung in den USA beantragt. Die Tübinger Biotechfirma CureVac will bis Jahresende die für eine Zulassung entscheidende Studie starten. Gesundheitsminister Jens Spahn sagte bei einem Besuch in Dessau, dass die Bundesregierung einen Vertrag über die Abnahme von fünf Millionen Impfdosen von IDT Biologika geschlossen habe und 30 Millionen Euro für den Aufbau von Produktionskapazitäten gebe. Das Unternehmen und seine wissenschaftlichen Partner erhielten zudem 113 Millionen Euro Forschungsförderung durch den Bund.

23.11.2020 • 10:55 Uhr

Spahn rechnet mit wachsender Impfbereitschaft

Nach der Zulassung eines ersten Corona-Impfstoffs in Europa möglicherweise schon Ende dieses Jahres rechnet Bundesgesundheitsminister Spahn mit einer steigenden Impfbereitschaft in Deutschland. "Ich bin überzeugt, wenn wir gemeinsam diesen harten schwierigen Corona-Winter hinter uns gebracht haben, wird auch die Bereitschaft steigen, sich impfen zu lassen", sagte der CDU-Politiker bei einem Besuch des Impfstoffherstellers IDT Biologika in Dessau. 

23.11.2020 • 10:51 Uhr

Impfzentren in NRW wohl Mitte Dezember bereit

In Nordrhein-Westfalen können Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann zufolge voraussichtlich Mitte Dezember Impfzentren für die Impfungen gegen das Corona-Virus bereitstehen. "Ich denke schon, dass wir das hinkriegen werden", sagt Laumann. Zuerst sollen pflegebedürftige und vorerkrankte Menschen geimpft werden, sagt er. "Das Tempo bestimmt die Menge des verfügbaren Impfstoffs" fügt Laumann hinzu. Nordrhein-Westfalen plant die Einrichtung von mindestens 53 Impfzentren.

23.11.2020 • 10:25 Uhr

Mehrheit lehnt Pflicht für Corona-Warn-App ab

55 Prozent der Bundesbürger lehnen eine Pflicht zur Installation der Corona-Warn-App ab, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL Deutschland zeigt. Dagegen würden demnach 39 Prozent eine solche Pflicht grundsätzlich befürworten.

23.11.2020 • 10:11 Uhr

Mehr als 142.000 neue Corona-Fälle an einem Tag in den USA

In den USA erhöht sich die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter rapide. Gestern meldeten die Behörden binnen 24 Stunden 142.732 neue Fälle, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore hervorgeht. Am gleichen Tag der Vorwoche waren es noch rund 133.000 gewesen. Der bislang höchste Wert war am Freitag registriert worden, als rund 196.000 Neuinfektionen gemeldet wurden.

Die Zahl der Toten mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion belief sich am Sonntag demnach auf 921. In der Woche zuvor waren es am gleichen Tag 616. Erstmals seit Anfang Mai war am Donnerstag mit 2015 neuen Todesfällen wieder die 2000er-Marke überschritten worden. Der höchste Wert an einem Tag wurde am 15. April mit 2609 Toten erreicht. Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 12,2 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 256.000 Menschen mit dem Erreger - mehr als in jedem anderen Land der Welt.

23.11.2020 • 10:03 Uhr

Seoul verhängt neue Corona-Beschränkungen

Nach zahlreichen Neuinfektionen werden auch in Südkorea die Corona-Beschränkungen wieder strenger. In der Hauptstadt Seoul sollen ab Dienstag unter anderem Nachtclubs geschlossen und große Menschenansammlungen verboten werden, wie die Behörden mitteilten. Am Abend soll das öffentliche Leben heruntergefahren werden, Restaurants etwa dürfen ab 21 Uhr nur noch liefern oder Essen zum Abholen anbieten, der öffentliche Verkehr wird ab 22 Uhr reduziert.

Der amtierende Bürgermeister von Seoul, Seo Jung Hyup, sagte, ein Drittel der Angestellten der Stadt werde von zu Hause aus arbeiten. Er empfahl außerdem, Gottesdienste online abzuhalten. Am Montag meldeten die Gesundheitsbehörden in Südkorea 271 bestätigte Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Südkorea, das bisher vergleichsweise gut durch die Krise gekommen ist, hatte aus Sorge um seine Wirtschaft die Beschränkungen im Oktober weitgehend zurückgefahren. Seitdem steigen die Zahlen wieder an. Es sei sehr wichtig, jetzt die persönlichen Kontakte einzuschränken, sagte die Leiterin der koreanischen Gesundheitsbehörde, Jeong Eun Kyeong. Tue man das nicht, könnte der "Damm brechen" und das Gesundheitssystem überlastet werden.

23.11.2020 • 09:15 Uhr

Staatsrechtler: Grundrechte von Heimbewohnern gefährdet

Der Mainzer Staatsrechtler Friedhelm Hufen sieht die Grundrechte von Heimbewohnern verletzt, wenn Betreiber während der Corona-Pandemie Ausgangssperren verhängen oder keine Besucher mehr zulassen. Solche Maßnahmen seien "völlig unverhältnismäßig", sagte Hufen.

Die Heime hätten heute ganz andere Schutzmöglichkeiten als im Frühjahr, es gebe genug Schutzkleidung, Masken und Tests. Die Einrichtungen befänden sich daher nicht mehr in einer Notsituation, erklärte der Verfassungsrechtler der Universität Mainz. Der Beschluss von Bund und Ländern, Pflegeheime nicht mehr abzuriegeln, sei leider noch nicht in Rechtsverordnungen umgesetzt und daher rechtlich nicht bindend, sagte Hufen. Deshalb bleibe es momentan an den Gerichten hängen, Totalschließungen aufzuheben. "Das Problem: Die meisten Bewohner und Angehörigen trauen sich jedoch nicht, gegen ihre Heime zu klagen", sagte er.

23.11.2020 • 09:10 Uhr

Schwesig fordert strenge Kontaktbeschränkungen für Hotspots

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig pocht vor den Corona-Beratungen mit den anderen Ländern und dem Bund auf strenge Regeln für Corona-Hotspots. Zugleich müssten Lockerungen möglich sein für Gebiete, die deutlich und dauerhaft weniger als 50 Neuinfektionen binnen einer Woche pro 100.000 Einwohner haben, sagte die SPD-Politikerin im Deutschlandfunk. Unter diesem sogenannten Inzidenzwert liegen laut Robert Koch-Institut derzeit nur Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein (beide 46,5). An diesem Montag wollen die Landesregierungschefs ihre Position festlegen für die Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch.

Schwesig plant Gesetzesinitiative zur Strafverschärfung von Kindesmissbrauch. | dpa

Bild: dpa

23.11.2020 • 08:48 Uhr

Knapp zwei Drittel für Verbot von Feuerwerk in diesem Jahr

Knapp zwei Drittel der Bundesbürger sind laut einer aktuellen Umfrage dafür, das Silvesterfeuerwerk in diesem Winter wegen der Corona-Krise zu verbieten. Dies sagten 64 Prozent in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov. 25 Prozent lehnen ein solches Verbot derzeit ab, zehn Prozent machten keine Angabe. Gefragt wurden die Teilnehmer konkret, ob sie ein Feuerwerksverbot "in diesem Jahr aufgrund der coronabedingten Überlastung von Gesundheitssystem und Krankenhäusern" befürworten oder ablehnen. Befragte ab 55 Jahren würden ein Verbot am häufigsten befürworten (70 Prozent), bei den 35- bis 44-Jährigen sind 58 Prozent für ein Verbot.

23.11.2020 • 08:27 Uhr

AstraZeneca meldet 70-prozentige Impfstoff-Wirksamkeit

Mit dem britisch-schwedischen Pharmakonzern Astrazeneca hat ein weiteres Unternehmen positive Daten zu einem für Europa relevanten Corona-Impfstoff vorgelegt. Das Vakzin vermeide mit rund 70-prozentiger Wahrscheinlichkeit, an Covid-19 zu erkranken, teilte das Unternehmen am Montag mit. Damit liegt die Wirksamkeit des mit der Universität Oxford entwickelten Vakzins hinter der der Präparate von Pfizer/Biontech und Moderna.

23.11.2020 • 07:52 Uhr

Biontech-Impfstoff könnte in Kürze britische Zulassung bekommen

Der Corona-Impfstoff des Mainzer Biotechunternehmens Biontech und des US-Pharmakonzerns Pfizer könnte einem Medienbericht zufolge bereits in den kommenden Tagen eine Zulassung in Großbritannien erhalten. Die britischen Aufsichtsbehörden seien kurz davor, mit einer offiziellen Bewertung des Mittels zu beginnen, berichtete der "Telegraph" am Sonntag unter Berufung auf Regierungskreise. Der Nationale Gesundheitsdienst NHS sei angewiesen worden, sich für eine Verabreichung ab dem 1. Dezember bereitzuhalten. Das Gesundheitsministerium in London äußerte sich nicht dazu, ab wann mit ersten Impfungen begonnen werden könne.

23.11.2020 • 09:05 Uhr

Mehr als 44.000 Neuinfektionen in Indien

Indien meldet 44.059 bestätige Coronavirus-Fälle binnen 24 Stunden. Die Gesamtzahl der Ansteckungen beläuft sich damit auf über 9,14 Millionen, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Die Zahl der Todesfälle steigt um 511 auf 133.738. Indien weist nach den USA weltweit die zweitmeisten bestätigten Ansteckungen auf, verzeichnet aber seit September einen Abwärtstrend bei den Neuinfektionen.

23.11.2020 • 06:52 Uhr

Rekord bei Krankenhauseinlieferungen im Staat Washington

Die Zahl der Covid-19-Patienten im Krankenhaus hat im US-Staat Washington ein Rekordhoch erreicht. Am Samstag seien 762 Menschen wegen einer Erkrankung nach einer Coronavirus-Infektion im Krankenhaus gewesen, berichtete der Sender KOMO-TV. Die Leitungen der Krankenhäuser des Staates hatten sich vergangene Woche getroffen, um sich angesichts zunehmender Einlieferungen ins Krankenhaus Strategien zu überlegen, genügend Platz für Covid-19-Patienten zu schaffen. Die Chefin der Krankenhausvereinigung Cassie Sauer sagte, es werde erwägt, einige Behandlungen zu verschieben. Dazu gehörten Operationen an der Hüfte, den Herzklappen und einige chirurgischen Eingriffe wegen Krebs.

23.11.2020 • 06:43 Uhr

Gastgewerbe fordert weitere Finanzhilfen in Corona-Krise

Das Gastgewerbe fordert mehr finanzielle Unterstützung des Bundes im Falle einer Verlängerung des Corona-Lockdowns. "Wenn die Politik am Mittwoch eine weitere Schließung von Hotels und Restaurants beschließt, muss es zeitgleich auch eine Zusage zur Fortführung dieser Hilfen geben. Aus der Novemberhilfe muss eine Winterhilfe werden", sagte die Hauptgeschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Ingrid Hartges, der "Rheinischen Post".

Bereits von März bis Ende November habe der Umsatzverlust für die Branche 32 Milliarden Euro betragen. "Bei einer Fortsetzung der Schließung im Dezember drohen weitere hohe Verluste, da für die meisten Betriebe das Weihnachtsgeschäft eine hohe Relevanz hat", sagte Hartges. "Wenn nicht geholfen wird,  ist der Verlust von hunderttausenden Arbeitsplätzen zu befürchten."

23.11.2020 • 06:31 Uhr

Intensivmediziner warnen erneut vor Überlastung

Angesichts steigender Zahlen von schwer erkrankten Corona-Patienten haben Intensivmediziner vor einer Überlastung der Krankenhäuser gewarnt. "Die Lage auf den Intensivstationen spitzt sich zu", sagte der Präsident der Deutschen interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Uwe Janssens, der "Rheinischen Post". Die Politik habe seit September zu viel Zeit verschenkt.

"Noch immer gibt es keine klaren Anweisungen an die Krankenhäuser, dass sie planbare Eingriffe und medizinisch unkritische Operationen verschieben sollen." Diese Anweisung sei jetzt zwingend notwendig, damit die Krankenhäuser handlungsfähig blieben und gleichzeitig unbürokratisch und schnellstmöglich finanzielle Kompensationen für Einnahmeverluste bereit gestellt werde. "Es darf nicht dazu kommen, dass wir Notfälle wegen überlasteter Corona-Stationen abweisen müssen", sagte Janssens.

Nach Divi-Daten stieg die Zahl der Patienten auf 3709 (Stand 22.11.) - das waren 79 mehr als am Vortag. 2132 von ihnen wurden invasiv beatmet. Derzeit sind rund 6650 Betten frei. Vor einem Monat wurden etwas mehr als 1100 Patienten mit Covid-19 intensivmedizinisch behandelt, vor zwei Monaten rund 290.

23.11.2020 • 06:25 Uhr

Experten: Home-Schooling verändert Schüler mental

Angesichts der Regelung, den Unterricht für ältere Schüler nur digital anzubieten, sehen Experten in Italien Auswirkungen dadurch auf die Entwicklung der Kinder. Die Situation, zu Hause zu lernen, habe Auswirkungen auf die mentale Verfassung und persönliche Entwicklung der Schüler, erklärte der Psychiater Massimo Di Giannantonio.

Die Verwirrung zwischen Realem und Virtuellem nehme für die ohnehin schon von Technik und Medien geprägten Jugendlichen zu. Es werde angenommen, dass sich die Zeit der Reifung, des Selbstständigwerdens und der Entwicklung des Verantwortungsbewusstseins dadurch verlangsamen könnte. Wegen der andauernden Lernsituation regt sich in vielen italienischen Städten Widerstand seitens der Schüler gegen das sogenannte Home-Schooling. In Rom und Turin setzten sich Dutzende Jugendliche in den vergangenen 14 Tagen vor ihre Schulen, um dafür zu protestieren, wieder Präsenzunterricht in der Schule haben zu dürfen.

23.11.2020 • 06:14 Uhr

Fitnessstudios warnen vor Kahlschlag

Die Fitnessbranche warnt vor Insolvenzen, sollten die Studios in der Corona-Krise nicht bald wieder öffnen dürfen. "Die Unsicherheit in der Branche ist groß", sagt Ralph Scholz, Vorsitzender des Deutschen Industrieverbands für Fitness und Gesundheit. Es fehle eine verlässliche Perspektive der Politik für die Corona-Pandemie, klagt er. "Die Studios können nicht im 14-Tages-Rhythmus planen, ob sie wieder öffnen dürfen oder nicht."

Die Umsatzeinbußen beziffert Scholz bei 5,5 Milliarden Euro jährlichen Beitragseinnahmen auf 460 Millionen Euro im Monat. Der Shutdown wirkt sich auch auf die Anmeldungen aus. Fitnessstudios dürften bis Jahresende 10 bis 15 Prozent weniger Mitglieder haben als Ende 2019, fürchtet Scholz. Das wären rund 1,6 Millionen Menschen. "Wenn der Lockdown noch lange dauert, werden viele das nicht überleben."

Auch der Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen warnt vor den Folgen des Shutdowns. Den Schaden durch Kündigungen und ausbleibende Neumitgliedschaften beziffert er im laufenden Jahr auf mindestens 865 Millionen Euro. In der Fitness- und Gesundheitsbranche seien gut 217 000 Arbeitsplätze betroffen.

23.11.2020 • 05:26 Uhr

10.864 Fälle: Corona-Neuinfektionen auf Vorwochenniveau

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. So seien binnen 24 Stunden 10 864 neue Fälle übermittelt worden, wie das RKI bekanntgab. Am Freitag war mit 23.648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden. Am vergangenen Montag hatte die Zahl bei 10.824 gelegen.

An Sonntagen und Montagen sind die Zahlen vergleichsweise gering, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird. Im Oktober und Anfang November war die Zahl der gemeldeten Corona-Neuansteckungen in Deutschland rasant gestiegen. Nun hat sich der Wert seit etwa zwei Wochen auf hohem Niveau eingependelt. Der nach Inkrafttreten des Teil-Lockdowns erhoffte Rückgang ist bislang nicht klar zu erkennen.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 929 133 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 90 auf insgesamt 14.112. Das RKI schätzt, dass rund 618.800 Menschen inzwischen genesen sind.

23.11.2020 • 02:14 Uhr

Australien: New South Wales und Victoria öffnen Grenzen

Die beiden bevölkerungsreichsten Staaten Australiens öffnen am Montag nach vier Monaten wieder ihre Grenzen. "Heute werden einige Leute, die seit März nicht mehr gearbeitet haben, zum ersten Mal wieder ein Flugzeug besteigen", sagt Alan Joyce, Chef der australischen Fluglinie Qantas dem lokalen Fernsehsender Seven News. New South Wales und Victoria hatten Anfang Juli - zum ersten Mal seit dem Ausbruch der Spanischen Grippe 1919 - ihre Grenzen zur Eindämmung der zweiten Welle in Melbourne geschlossen. Victoria verzeichnet den 24. Tag in Folge ohne Ansteckungen.

23.11.2020 • 01:27 Uhr

Großbritannien lockert zu Weihnachten Quarantänebestimmungen

Die britische Regierung will einem Medienbericht zufolge rechtzeitig zum Weihnachtsfest die allgemeinen Quarantänebeschränkungen lockern. Reiserückkehrer aus Hochrisikoländern müssten anstatt den bislang 14 Tagen nur fünf Tage in Selbstisolation und ein negatives Testergebnis vorweisen, berichtet die Zeitung Telegraph. Die Regelung trete voraussichtlich am 15. oder 16. Dezember in Kraft.

23.11.2020 • 01:07 Uhr

Karliczek für Wechselunterricht in höheren Klassen

Vor der Bund-Länder-Schalte zur Eindämmung der Corona-Pandemie spricht sich Bundesbildungsministerin Anja Karliczek für eine teilweise Rückkehr zum Homeschooling aus. "Wechselunterricht sollte insbesondere in den höheren Klassen ins Auge gefasst werden, wenn in der jeweiligen Region die Infektionsbelastung sehr hoch ist", sagt die CDU-Politikerin den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Dabei sollten Schülerinnen und Schüler, die generell eine höhere Betreuung benötigten, vorwiegend in der Schule unterrichtet werden.

23.11.2020 • 00:59 Uhr

Lauterbach - Reisebusse sollen Schulverkehr entlasten

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert vor den Beratungen von Bund und Ländern in dieser Woche umfangreiche Maßnahmen an Schulen zur Verringerung der Corona-Infektionszahlen. Neben eine Aufteilung in Präsenz- und Digitalunterricht müsse auch die Ansteckungsgefahr auf dem Schulweg vermindert werden, sagt Lauterbach der "Rheinische Post". "Es ist paradox, dass überfüllte Schulbusse und Straßenbahnen die Infektionszahlen anheizen und gleichzeitig viele Reisebusunternehmen um ihre Existenz fürchten. Sie sollten jetzt sofort einspringen und mit Reisebussen den öffentlichen Nahverkehr zu den Schulen und zurück entlasten", so Lauterbach.

23.11.2020 • 00:00 Uhr

Spahn rechnet mit ersten Corona-Impfungen noch im Dezember

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, dass noch in diesem Jahr die ersten Bundesbürger in Impfzentren gegen das Corona-Virus immunisiert werden können. "Es gibt Anlass zum Optimismus, dass es noch in diesem Jahr eine Zulassung für einen Impfstoff in Europa geben wird. Und dann können wir mit den Impfungen sofort loslegen", sagte Spahn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er habe die Länder gebeten, dass die Impfzentren bereits Mitte Dezember einsatzbereit seien, sagte der Minister. Dies scheine zu klappen. Spahn zeigte sich zudem optimistisch, dass es nicht bis Ende 2021 dauern werde, bis alle Bevölkerungsgruppen durchgeimpft seien. Er kündigte den Aufbau einer Online-Plattform an, die Auskunft gibt über die erreichten Impfquoten, differenziert nach Alter und Regionen.

Auch Finanzminister Olaf Scholz machte Hoffnungen auf Impfungen noch in diesem Jahr. "Wir haben die Vorbereitungen dafür getroffen, dass es noch im Dezember losgehen könnte", sagte Scholz auf "Bild live". Er glaube, es gehe "mit der Impfung schneller los, als wir vor einiger Zeit gedacht haben", betonte der Vizekanzler.

Nach Angaben von Spahn hat sich Deutschland über die EU-Kommission oder bilaterale Verträge und Optionen inzwischen mehr als 300 Millionen Impfdosen für Deutschland gesichert. "Auch bei zwei Dosen pro Impfung hätten wir dann genug für die eigene Bevölkerung und könnten mit anderen Ländern teilen", sagte Spahn. 

22.11.2020 • 23:52 Uhr

Brasilien meldet mehr als 18.600 Neuinfektionen und fast 200 weitere Tote

Brasiliens Gesundheitsministerium meldet 18.615 Neuinfektionen und 194 weitere Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden. Insgesamt hat das Land somit bislang 6.071.401 Infektionen und 169.183 Todesfälle im Zusammenhang mit der Pandemie verzeichnet. Die Zahlen am Sonntag sind etwas niedriger als die der vergangenen Tage. Das Ministerium warnt jedoch, dass es wegen technischer Probleme zu Verzögerungen bei den Aktualisierungen der Daten kommen könne.

22.11.2020 • 23:30 Uhr

Gesundheitswesen im Gazastreifen gerät an seine Grenzen

Gesundheitsexperten warnen angesichts stark ansteigender Corona-Infektionszahlen Fälle vor einer Überlastung der Krankenversorgung im Gazastreifen. "In zehn Tagen wird das Gesundheitswesen nicht mehr in der Lage sein, einen solchen Anstieg bei den Fällen aufzufangen", sagt Abdelraouf Elmanama von der Gaza-Pandemie-Taskforce. Es könne sein, dass der Platz auf Intensivstationen ausgehe und es mehr Tote geben werde. In dem von Armut geplagten und dichtbesiedelten Küstenstreifen leben zwei Millionen Menschen. Bislang wurden 14.000 Corona-Infektionen und 65 Todesfälle registriert.

22.11.2020 • 23:25 Uhr

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