Schichtarbeiter des Autobauers Fiat Chrysler vor einem Werk in in Warren, Michigan
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Liveblog zum Nachlesen ++ US-Konzernchefs fordern Hilfen ++

Stand: 03.08.2020 22:56 Uhr

US-Konzernchefs drängen in einem offenen Brief an den US-Kongress auf neue Hilfen für Firmen. In Brasilien ist ein weiteres Mitglied der Regierung infiziert. Großbritannien setzt neue Schnelltest-Systeme ein. Der Liveblog vom Montag zum Nachlesen.

  • US-Wirtschaftsführer rufen zu neuen Corona-Hilfen für Kleinbetriebe auf
  • London befürchtet Engpässe bei Medizinprodukten durch Brexit
  • Fed-Notenbanker Barkin warnt vor Stopp der Hilfen für Arbeitslose
  • Weiteres Mitglied der brasilianischen Regierung erkrankt
  • Betrugs-Versuch mit Corona-Hilfen aufgedeckt
3.8.2020 • 22:56 Uhr

Ende des Liveblogs

Wir schließen an dieser Stelle für heute den Liveblog und bedanken uns für Ihr Interesse.

3.8.2020 • 22:51 Uhr

Virologin Protzer rät Rückkehrern zu mehreren Test

Die Virologin Ulrike Protzer von der TU München rät Rückkehrern aus Risikogebieten, sich nach ihrer Ankunft mindestens zweimal testen zu lassen. Auch eine Quarantäne nach der Reise sei erforderlich, um Mitmenschen vor einer möglichen Ansteckung zu schützen, sagte sie den tagesthemen. Trotz der steigenden Infektionszahlen möchte sie noch nicht von einer zweiten Corona-Welle in Deutschland sprechen.

3.8.2020 • 21:44 Uhr

US-Wirtschaftsführer rufen zu neuen Corona-Hilfen für Kleinbetriebe auf

In den USA haben rund 100 Konzernchefs und weitere Wirtschaftsführer auf neue Corona-Hilfen für kleine und mittlere Unternehmen gedrängt. In einem offenen Brief an die Spitzen des US-Kongresses warnten sie am Montag vor "katastrophalen" Folgen, sollten Kleinunternehmen massenhaft Pleite gehen. Dies würde die derzeitige Wirtschaftskrise "um Jahre" verlängern. Die politischen Parteien müssten ihrer Streitereien deswegen beiseite legen und neue Hilfskredite beschließen, heißt es in dem Schreiben.

3.8.2020 • 21:23 Uhr

Mexiko kündigt Unterricht per TV an

Schüler in Mexiko sollen im kommenden Schuljahr per Fernsehen und Radio unterrichtet werden. Eine entsprechende Vereinbarung der Regierung mit vier privaten Sendergruppen wurde in der täglichen Pressekonferenz von Staatspräsident Andrés Manuel López Obrador in Mexiko-Stadt unterschrieben. Für die rund 30 Millionen Schüler des Landes sei es wegen der Coronavirus-Pandemie nicht sicher, zu Beginn des neuen Schuljahres ab dem 24. August in die Klassenzimmer zurückzukehren, sagte Bildungsminister Esteban Moctezuma. Das nordamerikanische Land hat weltweit die drittmeisten Todesfälle nach einer Covid-19-Erkrankung registriert.

3.8.2020 • 20:54 Uhr

London befürchtet Engpässe bei Medizinprodukten durch Brexit

Die Regierung in London hat Lieferanten von Medizinprodukten im Land wegen des bevorstehenden Auslaufens der Brexit-Übergangsphase dazu aufgerufen, Vorräte anzulegen. Ziel sei es, auf britischem Boden Medikamente und andere Medizinprodukte für sechs Wochen vorzuhalten, hieß es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums. Das sei umso wichtiger, weil durch die Coronavirus-Pandemie die Versorgung mit vielen Gütern bereits jetzt schon schwierig sei.

3.8.2020 • 20:28 Uhr

Fed-Notenbanker Barkin warnt vor Stopp der Hilfen für Arbeitslose

Der Fed-Notenbanker Thomas Barkin warnt vor den Folgen für die US-Wirtschaft, sollte sich der Kongress nicht auf weitere Hilfen für Arbeitslose verständigen. Sollten die Abgeordneten diese zu schnell entziehen, würden die Arbeitslosen, ihre Vermieter und die Geschäfte wo sie einkaufen "die volle Wucht" zu spüren bekommen, sagt Barkin der Handelskammer von Northern Virginia per Videoübertragung.

3.8.2020 • 20:24 Uhr

Anstieg der Corona-Fälle: Grillverbot und Kontrollen in Offenbach

Nach einem starken Anstieg der Corona-Fälle in Offenbach hat die Stadt mit stärkeren Einschränkungen reagiert. Auf der Sitzung des Krisenstabes sei ein Grill- und Picknickverbot auf öffentlichen Flächen beschlossen worden, teilte die Stadt mit. Gemeinsamer Sport ist nur kontaktlos für maximal zehn Menschen oder Mitglieder eines gemeinsamen Haushaltes und mit anderthalb Metern Abstand erlaubt. Es solle mehr Kontrollen geben, um "Maskenverweigerer" zu erreichen, sagte Gesundheitsdezernentin Sabine Groß nach der Sitzung des Krisenstabes.

3.8.2020 • 20:05 Uhr

Trump bezeichnet US-Virenexpertin Birx als "jämmerlich"

US-Präsident Donald Trump hat jetzt auch die Koordinatorin des Coronavirus-Krisenstabs des Weißen Hauses, Deborah Birx, offen attackiert. Trump bezeichnete Birx im Kurzbotschaftendienst Twitter als "jämmerlich", nachdem die Virenexpertin vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus gewarnt hatte. Der Präsident warf der Medizinerin vor, sie habe sich von Oppositionsführerin Nancy Pelosi zu ihren Aussagen verleiten lassen.

Am Sonntag sprach Birx aber im Sender CNN von einer "neuen Phase" der Pandemie in den USA. Die ländlichen Regionen seien inzwischen von dem Virus genauso bedroht wie die Großstädte. 

Die Beraterin von US-Präsident Donald Trump in der Corona-Krise, die Ärztin Deborah Birx, bei einer Pressekonferenz. | AP

Die Beraterin von Donald Trump in der Corona-Krise, die Ärztin Deborah Birx, hat sich den Zorn des Präsidenten zugezogen. Bild: AP

3.8.2020 • 20:01 Uhr

Weiteres Mitglied der brasilianischen Regierung erkrankt

In Brasilien hat sich nach Präsident Jair Bolsonaro und verschiedenen Ministern auch General Walter Braga Netto, als "Chefe da Casa Civil" vergleichbar mit dem Kanzleramtschef, mit dem Coronavirus infiziert. Braga Netto habe die Bestätigung bekommen, dass ein Test auf Covid-19 positiv ausgefallen sei, berichtete die Nachrichtenagentur "Agência Brasil" unter Berufung auf seine Pressestelle. Er werde bis zu weiteren Tests in Isolation bleiben und seine Termine aus der Quarantäne wahrnehmen.

3.8.2020 • 19:47 Uhr

Großbritannien setzt neue Schnelltest-Systeme ein

Um das Coronavirus einzudämmen will Großbritannien zwei neue Schnelltest-Systeme nutzen. Gesundheitsminister Matt Hancock zeigte sich zuversichtlich. Millionen neuer Tests würden vor Ort in weniger als 90 Minuten Ergebnisse liefern und so helfen, Übertragungsketten schnell zu unterbrechen. Von nächster Woche an sollen die neuen Testsysteme Krankenhäusern, Pflegeheimen und Labors zur Verfügung gestellt werden. Das bedeute mehr als sechs Millionen zusätzliche Tests in den kommenden Monaten, so Hancock.

3.8.2020 • 19:39 Uhr

Frankreich meldet mehr Intensivfälle

Wie das französische Gesundheitsministerium mitteilte, ist die Zahl der Corona-Infizierten, die intensivmedizinisch betreut werden müssen weiter angestiegen. Derzeit befänden sich 384 Erkrankte in Frankreich auf einer Intensivstation, am Freitag seien es noch 371 gewesen.

Mit 556 Neuinfektionen schwächte sich der Aufwärtstrend etwas ab. 29 weitere Menschen seien an den Folgen einer Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich damit auf 30.294.

3.8.2020 • 19:13 Uhr

Betrugs-Versuch mit Corona-Hilfen aufgedeckt

In Schleswig-Holstein haben Ermittler einen mutmaßlichen Betrug mit staatlichen Corona-Hilfen in Millionenhöhe aufgedeckt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Lübeck richtet sich der Tatverdacht gegen einen 36-jährigen Unternehmensberater aus dem Kreis Pinneberg. Der Mann soll unrechtmäßig Sozialversicherungsdaten erworben und damit in mindestens 50 Fällen Kurzarbeitergeld und Corona-Soforthilfen beantragt haben. Insgesamt belaufe sich die Betrugssumme auf rund 15 Millionen Euro, davon seien 7,4 Millionen bereits ausgezahlt worden. Der Mann befinde sich derzeit in Untersuchungshaft.

3.8.2020 • 19:00 Uhr

Urlaubsorte verschärfen Maskenpflicht

Immer mehr bei Touristen beliebte Orte in Europa weiten die Maskenpflicht auch auf öffentliche Straßen und Plätze aus. Im französischen Nizza muss in Strandnähe bis auf weiteres zwischen zehn Uhr vormittags und ein Uhr nachts ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Bei Verstößen droht nach Angaben der Behörden ein Bußgeld. Wegen eines starken Wiederanstiegs der Corona-Infektionen haben zahlreiche französische Städte solche Verschärfungen erlassen. Frankreich Premierminister Jean Castex rief die Bevölkerung zu anhaltender Wachsamkeit in der Corona-Pandemie auf.

Ein Polizist und ein Radfahrer in Badehose und Gesichtsmaske am Strand von Nizza. | AFP

Die Maskenpflicht gilt in Nizza auch auf der beliebten Strandpromenade. Die Polizei kontrolliert, ob sie eingehalten wird. Bild: AFP

In Deutschland hat die Insel Helgoland ebenfalls entsprechende Maßnahmen getroffen. Dort gilt ab Mittwoch eine Maskenpflicht in mehreren öffentlich zugänglichen Bereichen zwischen elf Uhr am Vormittag und halb fünf am Nachmittag - unter anderem auf den Wegen von den Schiffen bis zur Hafenstraße. Auch Gaststätten seien betroffen, so die zuständige Kreisverwaltung Pinneberg. Der Bürgermeister von Helgoland, Jörg Singer, sprach von einer Vorsichtsmaßnahme, um die Wirtschaft der Insel zu schützen. Die Maskenpflicht gelte zunächst bis zum 17. August.

3.8.2020 • 17:11 Uhr

Weiteres Kreuzfahrtschiff meldet Corona-Infektion

In Tahiti sitzen rund 340 Passagiere und Besatzungsmitglieder eines Kreuzfahrtschiffs fest, nachdem ein Mitreisender positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Jeder, der sich auf der "Paul Gaugin" befinde, so das Kommissariat für Französich-Polynesien, werde nun getestet. Die Passagiere dürften ihre Kabinen nicht verlassen. Die Person, die positiv getestet wurde, sei von Bord gebracht worden.

3.8.2020 • 17:05 Uhr

Thüringens Gesundheitsministerin gegen strengere Versammlungsregeln

Die Gesundheitsministerin von Thüringen, Heike Werner (Die Linke), hat sich gegen erneute Beschränkungen des Versammlungsrechts wegen der Corona-Pandemie ausgesprochen. Werner sagte der Nachrichtenagentur dpa, es handele sich um ein "wirklich wichtiges Grundrecht". Vielmehr müsse man Auflagen erteilen und sicherstellen, dass diese auch eingehalten würden.

3.8.2020 • 16:54 Uhr

Norwegen begrenzt Landgang von Kreuzfahrtpassagieren

Norwegen hat angekündigt, dass nicht mehr alle Passagiere von Kreuzfahrtschiffen an Land gehen dürfen. Landgänge von Schiffen mit mehr als einhundert Menschen an Bord seien in norwegischen Häfen wegen der Corona-Pandemie zunächst nicht mehr erlaubt. Die Auflage gelte vorerst für 14 Tage. Fähren seien von der Regelung ausgenommen. Zuvor war es zu einem Corona-Ausbruch auf einem Hurtigruten-Schiff gekommen.

3.8.2020 • 15:32 Uhr

Corona-Infektionen in dänischem Schlachtbetrieb

Nach einem Corona-Ausbruch in einem Schlachtbetrieb in Dänemark sind inzwischen 79 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden. Wie der Fleischverarbeiter Danish Crown mitteilte, beginne man nun damit, die Körpertemperatur aller Mitarbeiter zu messen, um das Risko einer weiteren Verbreitung zu begrenzen. 300 Mitarbeiter sollen noch heute auf das Coronavirus getestet werden. Der erste Fall in dem dänischen Betrieb war vor knapp einer Woche bekannt geworden.

3.8.2020 • 14:53 Uhr

Berliner Innensenat verteidigt Polizei-Vorgehen bei Demo in Berlin

Die Berliner Senatsinnenverwaltung hat die Kritik am defensiven Verhalten der Polizei bei der Demonstration von Gegnern der Corona-Maßnahmen am vergangenen Samstag zurückgewiesen. Ein Sprecher sagte, die Beamten hätten nicht zu spät eingegriffen. Von Anfang an habe die Polizei auf die Einhaltung der Hygienevorschriften hingewiesen und die Kundgebung schließlich beendet. Der Weg der Deeskalation sei richtig gewesen, um polizeiliche Gewalt zu verhindern. Das dauere eben seine Zeit.

Forderungen, Demonstrationen im Vorfeld schon zu verbieten, erteilte der Sprecher eine Absage. Das sei nicht möglich, wenn es keine Hinweise auf strafbare Aktionen gebe.

3.8.2020 • 14:31 Uhr

WHO dämpft Erwartungen an Corona-Impfstoffe

Trotz der weltweiten Bemühungen um einen Impfstoff gegen das Coronavirus könnte es nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) womöglich niemals ein "Wundermittel" geben. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus und Notfallkoordinator Mike Ryan sagten, der Weg zurück zur Normalität werde lang. Sie riefen alle Staaten dazu auf, Maßnahmen wie das Tragen von Masken, Abstands- und Hygieneregeln sowie Tests rigoros durchzusetzen. Masken, so die WHO-Gesundheitsexperten, sollten zu einem Symbol der Solidarität auf der ganzen Welt werden.

3.8.2020 • 14:09 Uhr

Bund fordert Bahn zur Durchsetzung der Maskenpflicht auf

Die Bundesregierung sieht die Bahn beim Durchsetzen der Maskenpflicht in Fernzügen in der Verantwortung. "Die DB muss sicherstellen, dass die Maßnahmen greifen und konsequent umgesetzt werden", teilte das Bundesverkehrsministerium mit. Das Ministerium von Andreas Scheuer (CSU) habe in einem Schreiben an das Unternehmen gefordert, "dass die DB strikt auf die Einhaltung der Maskenpflicht achtet".

Die Bahn habe zugesagt, dass Reisende, die auf Aufforderung keinen Mund-Nase-Schutz anlegen, von der Beförderung ausgeschlossen werden - also den Zug verlassen müssen. Das sei nach der geltenden Eisenbahn-Verkehrsordnung möglich. Diese Verordnung legt fest, dass "Personen, die eine Gefahr für die Sicherheit und Ordnung des Betriebes oder für die Sicherheit der Mitreisenden darstellen oder den Anordnungen des Eisenbahnpersonals nicht folgen", von der Beförderung ausgeschlossen werden können. Das könne mit Hilfe der Bundespolizei durchgesetzt werden, teilte das Verkehrsministerium weiter mit. "Dazu gibt es bereits eine Vereinbarung der DB und der Bundespolizei."

Man sei mit der Bahn zum Thema Maskenpflicht "fortlaufend in engem Austausch". Zur Frage von Bußgeldern verwies das Verkehrsministerium auf die Länderverordnungen, die das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in Zügen verpflichtend machen: "Für die Durchführung von Ordnungswidrigkeitsverfahren sind die Landesbehörden zuständig."

3.8.2020 • 13:57 Uhr

Tönnies fährt Schlachtbetrieb weiter hoch

Der Fleischkonzern Tönnies schlachtet wieder mehr Schweine. Am Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück wurde eine zweite Schicht eingebunden. Die Schlachtung und Zerlegung von Schweinen sei seit Freitag in Absprache mit den Behörden weiter hochgefahren worden, teilte ein Konzernsprecher mit. Knapp mehr als 4000 Mitarbeiter seien in dem Betrieb wieder aktiv.

Nach dem Corona-Ausbruch beim größten deutschen Schlachtbetrieb hatte die zuständige Aufsicht zuletzt nur der Einsatz einer Schicht erlaubt. Ziel sei es nun, im nächsten Schritt 15.000 Schweine pro Tag zu schlachten, sagte der Sprecher. Der Betrieb musste wegen hoher Corona-Infektionszahlen in der Belegschaft von Mitte Juni bis Mitte Juli pausieren. Nach der Umsetzung eines verschärften Hygienekonzepts, dem Einbau neuer Filtertechnik und trennenden Plexiglasscheiben zwischen den Arbeitern durfte Tönnies mit einer Schicht beginnen und bis zu 8000 Schweine schlachten.

3.8.2020 • 13:54 Uhr

WHO sieht noch viele offene Fragen zur Herkunft von Sars-CoV-2

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht noch erheblichen Aufklärungsbedarf bei den Fragen nach Herkunft und erster Verbreitung des Virus Sars-CoV-2. Es komme in China nicht nur Wuhan als erster Verbreitungsort infrage, sagte WHO-Experte Michael Ryan. "Es gibt Lücken in der epidemiologischen Landschaft."

Es seien noch viel umfassendere Untersuchungen nötig, um festzustellen, wo das Virus - in Wuhan oder anderswo - vom Tier auf den Menschen übergesprungen sei. Zwar sei in der chinesischen Stadt wegen der neuartigen Lungenentzündung zuerst Alarm geschlagen worden, das bedeute aber nicht notwendigerweise auch, dass es auch der Ort der ursprünglichen Verbreitung gewesen sei. Erst wenn die ersten Patienten ausfindig gemacht worden seien, könne man daran gehen, nach der tierischen Quelle zu suchen. "Sonst ist es die Suche im Heuhaufen", sagte Ryan.

Entsprechende Studien seien von einem Zwei-Mann-Team der WHO zusammen mit chinesischen Experten nun vorbereitet worden. Sie dienten als Grundlage für das von der WHO angeführte internationale Team, das dann in China alle Fragen gründlich untersuchen solle.

3.8.2020 • 13:52 Uhr

Spanien will von EU 20-Milliarden-Kredit für Kurzarbeitprogramme

Spanien hat bei der EU-Kommission einen Kredit in Höhe von mehr als 20 Milliarden Euro zur Finanzierung von Kurzarbeit in der Corona-Krise beantragt. Die genaue Summe, die das Land bekommen werde, hänge auch davon ab, wieviel Geld andere EU-Länder beantragen, teilte das Wirtschaftsministerium in Madrid mit.

Im Rahmen des Kurzarbeiterprogramms "Sure" stellt die EU den Mitgliedsstaaten insgesamt 100 Milliarden Euro zur Verfügung, um Kurzarbeit zu finanzieren. "Sure" gehört zum ersten Corona-Hilfspaket im Umfang von insgesamt 540 Milliarden Euro, das die EU-Staaten im April vereinbart hatten. Es sind ausschließlich Kredite. Für die Verteilung der Mittel wurde in Brüssel kein Schlüssel festgelegt.

3.8.2020 • 13:36 Uhr

Regierungschef des Kosovo infiziert

Der kosovarische Ministerpräsident Avdullah Hoti hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Er sei positiv getestet worden und werde sich nun für zwei Wochen isolieren, teilte der 44-Jährige bei Facebook mit. In dieser Zeit werde er von zu Hause aus arbeiten. Bis auf einen "sehr leichten Husten" habe er keine Symptome, erklärte Hoti, der erst seit Anfang Juni im Amt ist.

3.8.2020 • 13:25 Uhr

Nordrhein-Westfalen führt Maskenpflicht auch im Unterricht ein

Nordrhein-Westfalen führt an allen weiterführenden und berufsbildendenden Schulen eine Maskenpflicht inklusive Unterricht ein. An Grundschulen soll die Maskenpflicht nicht gelten, wenn die Schüler auf ihren festen Plätzen im Unterricht sitzen. Das kündigte das Schulministerium an.

3.8.2020 • 12:45 Uhr

Steinmeier warnt vor Leichtsinn

Vor dem Hintergrund einer steigenden Zahl von Corona-Infektionen hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vor Leichtsinn gewarnt und die bewusste Missachtung von Verhaltensregeln verurteilt. Die Sommerlaune dürfe nicht dazu führen, "dass wir nachlässig werden im Kampf gegen die Pandemie", mahnte Steinmeier in einer Videobotschaft. Die Lage sei "unsicher und wackelig", die Pandemie nicht vorbei.

Der Bundespräsident betonte, viele Menschen im Land ließen sich von Vernunft, Verantwortungsgefühl und Solidarität leiten. Die Verantwortungslosigkeit einiger weniger sei dagegen "ein Risiko für uns alle". "Wenn wir jetzt nicht besonders vorsichtig sind, dann gefährden wir die Gesundheit vieler", sagte Steinmeier. Zudem würde darüber hinaus auch die Erholung der Gesellschaft, der Wirtschaft und des Kulturlebens gefährdet. Jeder stehe in der Verantwortung, "einen zweiten Lockdown zu verhindern".

3.8.2020 • 12:40 Uhr

Bundesregierung verurteilt Verhalten auf Demos gegen Corona-Regeln

Die Bundesregierung hat das Verhalten der Teilnehmer der gegen die Corona-Regeln gerichteten Demonstrationen am Wochenende in Berlin scharf verurteilt. Friedliche Demonstrationen seien auch in dieser schwierigen Zeit wichtig, um Meinungen öffentlich vertreten zu können, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer. Dass dabei Hygiene- und andere Verhaltensregeln missachtet wurden, sei aber "inakzeptabel". "Das Verhalten von vielen Demonstrierenden ist in keinster Weise gerechtfertigt und nutzt das hohe Gut der Demonstrationsfreiheit aus", sagte Demmer. Zudem verurteilte sie menschenverachtende Äußerungen und eine Behinderung der Arbeit der Medien auf den Demonstrationen.

3.8.2020 • 12:30 Uhr

Gesundheitsminister beraten am 10. August über Fan-Rückkehr in die Stadien

Die Gesundheitsminister der Länder wollen sich in der kommenden Woche mit einer möglichen Rückkehr der Zuschauer in die deutschen Fußballstadien beschäftigen. "Die Gesundheitsministerkonferenz berät dazu am 10. August", teilte die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit auf Anfrage mit.

Berlins Ressortchefin Dilek Kalayci (SPD) ist derzeit Vorsitzende der GMK. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hofft auf eine Rückkehr von Zuschauern in die Stadien. Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der 36 Proficlubs am Dienstag soll es auch um das Konzept für die Teilzulassung der Fans in der 1. und 2. Bundesliga während der Corona-Krise gehen. Nach den Vorstellungen der DFL soll es bis Ende Oktober ein Stehplatz- und Alkoholverbot und keine Gästefans in den Stadien bis Jahresende geben, wenn zur neuen Saison wieder Zuschauer in eingeschränkter Zahl zugelassen werden. Entsprechende Anträge des DFL-Präsidiums stehen bei der anstehenden Mitgliederversammlung zur Abstimmung.

3.8.2020 • 12:28 Uhr

Flüchtlingsrat kritisiert Bayerns Teststrategie

Der Bayerische Flüchtlingsrat kritisiert die ausgeweitete Corona-Textpraxis für Asylbewerber in Bayern. "Eine Respektlosigkeit sondergleichen ist das", sagte der Sprecher des Flüchtlingsrates, Stephan Dünnwald, der "Süddeutschen Zeitung". Mehr zu testen sei "grundsätzlich gut", aber jeden zu einem Test zu verpflichten, der mit Knieschmerzen zum Arzt gehe, "ist eine Frechheit".

Hintergrund ist ein Beschluss der Staatsregierung, in bayerischen Asylunterkünften mehr verdachtsunabhänig auf das Coronavirus zu testen. Jeder Asylbewerber, der in einem der Ankerzentren im Freistaat das dortige Ärztezentrum aufsucht, soll demnach beispielsweise künftig routinemäßig auf Sars-CoV-2 getestet werden - unabhängig vom Verdacht auf das Virus und dem Grund des Arztbesuches. Wichtiger als diese Tests sei die Verbesserung der Lebensumstände in den Unterkünften, betonte Dünnwald. "Teilweise benutzen 30 Menschen eine Toilette", sagte er. "Die Staatsregierung muss die Bewohner besser auf die Unterkünfte verteilen."

3.8.2020 • 12:26 Uhr

36 Tatverdächtige nach Ausschreitungen in Wohnkomplex in Göttingen

Nach den Ausschreitungen Ende Juni an einem Wohnkomplex in Göttingen, der wegen vieler Corona-Fälle unter Quarantäne stand, wird gegen 36 Tatverdächtige ermittelt. Das sei die vorläufige Bilanz der Sonderkommission, teilte die Polizei mit. Bei den Ausschreitungen am 20. und 21. Juni wurden Polizisten unter anderem mit Flaschen, Steinen, Stangen, Haushaltsgegenständen und Pyrotechnik beworfen. Elf Beamte wurden den Angaben zufolge verletzt. Drei von ihnen seien dadurch vorerst nicht mehr dienstfähig gewesen, hieß es.

Die Stadt hatte den Gebäudekomplex wegen einer Häufung von Corona-Infektionen für acht Tage unter Quarantäne gestellt. Rund 120 der mehr als 600 Bewohner hatten sich in der Zeit nachweislich mit dem Virus infiziert.  Der Präsident der Polizeidirektion Göttingen, Uwe Lührig, betonte jedoch, dass die Gewalt nur von einem kleinen Teil der Bewohner ausging. "Die überwiegende Mehrheit folgte der durch die Stadt und das Gesundheitsamt Göttingen verhängten häuslichen Quarantäne", sagte Lührig.

3.8.2020 • 12:24 Uhr

Bundeselternrat sieht Schulen nicht optimal vorbereitet

Der Bundeselternrat sieht die Schulen nicht optimal auf den beginnenden Präsenzunterricht vorbereitet. Der Vorsitzende Stephan Wassmuth sagte im Deutschlandfunk, bei aller Freude der Eltern über den Schulstart habe man auch großes Bauchweh. Nach Ansicht des Elternrats hätten Lehrpläne entschlackt und mehr Ausweichräume gesucht werden müssen. Auch fehlten vielerorts noch digitale Endgeräte.

In vielen Klassenzimmern ließen sich die Fenster aus Sicherheitsgründen zudem nur einen Spalt breit öffnen, wodurch nicht gut gelüftet werden könne. Eine Studie der TU Berlin habe recht deutlich ausgesagt, "dass mit fünfminütigem Lüften die Aerosole aus dem Klassenraum nicht raus können." Wassmuth rechnet mit regionalen Schulschließung bei steigenden Infektionszahlen. Um Schulschließungen zu vermeiden, forderte der Bundeselternrat eine Mischung aus Präsenzunterricht und "qualifiziertem Fernunterricht": "Wir hoffen, das ist etwas, worauf sich die Länder vorbereitet haben".

3.8.2020 • 12:02 Uhr

Mehr Kontrollen bei Maskenpflicht in Fernzügen gefordert

Die Grünen haben die Deutsche Bahn und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer aufgefordert, die Maskenpflicht in Fernzügen strenger durchzusetzen. Der Grünen-Abgeordnete Matthias Gastel legte dazu einen Fünf-Punkte-Plan vor. Die Bundespolizei solle das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Fernverkehrszügen kontrollieren und durchsetzen. Diese habe dann auch die Befugnis, Passagiere, die sich dem verweigerten, des Zuges zu verweisen. Die Bundesregierung müsse zudem, so Gastel, die Rechtsgrundlage zur Verhängung von Bußgeldern durch die Bundespolizei schaffen.

Von der Bahn forderte der Grünen-Politiker, schon bei der Sitzplatzreservierung sicherzustellen, dass genügend Abstand zwischen den Passagieren gewährleistet sei.

3.8.2020 • 11:24 Uhr

Aerosole - Hindernisse für den Schulstart?

Was sind Aerosole, wie tragen sie zur Verbreitung des Coronavirus bei und wie kann man ihnen aus dem Weg gehen? Uwe Gradwohl hat sich mit den Mini-Tröpfchen beschäftigt.

3.8.2020 • 11:02 Uhr

Maskenpflicht im Freien in mehreren Gemeinden in Frankreich

Im Kampf gegen das Coronavirus gilt in weiteren französischen Gemeinden jetzt eine Maskenpflicht im Freien. In 69 zusätzlichen Gemeinden des Départements Mayenne müssen die Schutzmasken auch auf der Straße getragen werden. Zuvor galt die Maskenpflicht dort beispielsweise bereits in der Département-Hauptstadt Laval. In der Küstenmetropole Nizza muss Medienberichten zufolge jetzt auf bei Touristen beliebten Plätzen eine Maske im Freien getragen werden. Bei Nichteinhaltung drohe ein Bußgeld von 35 Euro, berichtete France 3.

Wegen steigender Infektionszahlen hatte Frankreichs Regierung den örtlichen Behörden vergangenen Freitag mehr Spielraum bei der Maskenpflicht gegeben. Die Präfektur von Lille reagierte sofort und kündigte für die Stadt eine Maskenpflicht etwa in der Fußgängerzone an. Auch auf Parkplätzen an Einkaufszentren oder in Parks ist die Maske verpflichtend.

Eigentlich sind in Frankreich Masken nur in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr Pflicht. Auch in öffentlichen Verkehrsmitteln müssen die Menschen eine Corona-Schutzmaske tragen.

3.8.2020 • 10:50 Uhr

Hurtigruten stoppt Kreuzfahrten

Der norwegische Kreuzfahrtbetreiber Hurtigruten zieht nach dem Ausbruch des Coronavirus auf einem seiner Schiffe Konsequenzen. Wie das Unternehmen mitteilte, werden die Expeditionskreuzfahrten auf den Schiffen "MS Roald Amundsen", "MS Fridtjof Nansen" und "MS Spitsbergen" sowohl in und außerhalb norwegischer Gewässer eingestellt. Andauernde Kreuzfahrten würden aber noch beendet.

Der Linienverkehr zwischen Bergen und Kirkenes sei davon nicht betroffen. Von den Stornierungen betroffene Passagiere würden vom Unternehmen kontaktiert.

Mindestens 40 Passagiere und Crewmitglieder der "Roald Amundsen" waren zuvor positiv auf das Virus getestet worden. Eine vorläufige Evaluierung habe Verstöße gegen interne Prozeduren aufgezeigt, teilte Konzernchef Daniel Skjeldam mit. Empfehlungen der Gesundheitsbehörden seien nicht sofort umgesetzt worden.

Die "MS Roald Amundsen" läuft aus dem Hafen von Tromsö aus | TERJE PEDERSEN/EPA-EFE/Shutterst

Nach zwei aufeinanderfolgenden Fahrten der "Roald Amundsen" zwischen Spitzbergen und dem norwegischen Festland waren zuvor mindestens 36 Besatzungsmitglieder und vier Passagiere positiv getestet worden. Bild: TERJE PEDERSEN/EPA-EFE/Shutterst

3.8.2020 • 10:09 Uhr

Spanien: Kaum ausländische Touristen im Juni

In Spanien ist der internationale Tourismus im Juni nahezu komplett zum Erliegen gekommen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat kamen 98 Prozent weniger Reisende in das Land, wie die Nationale Statistikbehörde mitteilte. Im ersten Halbjahr zählte Spanien demnach etwa 10,8 Millionen Besucher aus dem Ausland. Das seien rund 72 Prozent weniger gewesen als im gleichen Zeitraum 2019.

3.8.2020 • 10:06 Uhr

Aida verschiebt Start der Kreuzfahrtsaison

Aida stoppt den Neustart von Kreuzfahrten. Wie die Muttergesellschaft Carnival mitteilte, wurden die geplanten Kurzreisen zwischen dem 5. und 12. August abgesagt. Notwendige Genehmigungen stünden noch aus.

3.8.2020 • 09:37 Uhr

Städtetag fordert härteres Vorgehen gegen Auflagenverstöße

Nach den Corona-Protesten in Berlin hat der Deutsche Städtetag ein hartes Vorgehen gegen Regelbrecher gefordert. Zwar sei das Demonstrationsrecht ein hohes Gut, sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy (SPD) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Aber aus Demonstrationen heraus dürfen sich nicht neue Corona-Hotspots entwickeln."

Dedy nannte es unverantwortlich, auf engem Raum die Regeln und Auflagen nicht einzuhalten. Deshalb müssten Bußgelder verhängt werden. "Und es muss darüber nachgedacht werden, wie sich erreichen lässt, dass sich Fehlverhalten von Demonstranten in solchem Ausmaß wie am Wochenende nicht wiederholt."

3.8.2020 • 09:02 Uhr

Scholz gegen Verlängerung von Mehrwertsteuersenkung

Bundesfinanzminister Olaf Scholz spricht sich gegen eine Verlängerung der Mehrwertsteuersenkung aus. "Wichtig ist, dass man am Anfang sagt, wann Schluss ist", zitiert der SWR den SPD-Politiker. Man habe lange darüber diskutiert. Die positiven Konjunktur-Effekte, die die befristete Mehrwertsteuersenkung ausgelöst habe, brauche die Wirtschaft jetzt. Die Menschen sollten jetzt kaufen und Investitionen nicht auf die lange Bank schieben. Deutschland spüre bereits eine leichte wirtschaftliche Erholung - dies müsse verstärkt werden. Würde die Mehrwertsteuersenkung noch einmal verlängert, würde dieser Effekt "konterkariert".

3.8.2020 • 08:53 Uhr

Nicht-lebensnotwendige Geschäfte in Melbourne müssen schließen

Wegen stark steigender Infektionsfälle haben die Behörden im australischen Bundesstaat Victoria die Schließung aller nicht-lebensnotwendigen Geschäfte in der Metropole Melbourne beschlossen. Der Regierungschef von Victoria, Daniel Andrews, ordnete die Schließung fast aller Einzelhandelsgeschäfte ab der Nacht zum Donnerstag an.

Andrews gab zugleich Einschränkungen für weitere Sektoren bekannt: So müssen etwa die Fleischproduktions- und die Bauindustrie ihren Betrieb ab Freitag herunterfahren. Am Montag wurden im Bundesstaat Victoria 429 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert, 13 Menschen starben. Am schwersten betroffen ist die Millionenmetropole Melbourne. 

Bereits am Wochenende hatte Andrews eine Verschärfung der für Melbourne geltenden Ausgangsbeschränkungen verkündet. Seit Sonntagabend gilt für sechs Wochen eine strikte nächtliche Ausgangssperre von 20.00 bis 05.00 Uhr. Zudem dürfen die Bewohner der zweitgrößten Stadt Australiens nur noch eine Stunde pro Tag Sport im Freien treiben. Schulen, Kitas und Universitäten bleiben ab Ende der Woche wieder geschlossen.

3.8.2020 • 08:38 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern: Bildungsministerin für Maskenpflicht zum Schulstart

Nach Berlin könnte nun auch Mecklenburg-Vorpommern eine Maskenpflicht in Schulen einführen. Dafür hat sich Landesbildungsministerin Bettina Martin im rbb ausgesprochen. Sie werde dem Kabinett am Dienstag einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten, sagte Martin. Mecklenburg-Vorpommern habe immer noch die geringsten Infektionszahlen und so solle es auch bleiben, sagte die SPD-Politikerin. "Ich halte es für gut, wenn wir da auf Nummer sichergehen".

Als erstes Bundesland startet Mecklenburg-Vorpommern heute ins neue Schuljahr. Darauf seien die Schulen insgesamt gut vorbereitet, betonte Martin. Der Hygieneplan sehe unter anderem vor, dass Lehrkräfte sich regelmäßig testen lassen können. Außerdem teile man die Schülerinnen und Schüler in verschiedene Gruppen auf, die ständig zusammen lernen. "Ziel ist, dass nicht alle Kinder zusammen durch die Gänge rennen und untereinander Kontakt haben", sagte Martin.

Auch die Kinder an Hamburgs Schulen sollen künftig Mund-Nasen-Schutz tragen. Eine entsprechende Pflicht außerhalb des Unterrichts soll in Hamburg eingeführt werden, sagte Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) im ARD-Morgenmagazin. Die Pflicht sowie das Einhalten der Abstands- und Hygieneregeln sollen dazu beitragen, dass der Schulbetrieb zunächst wieder normal laufen kann.

Mehrere Bundesländer wie Berlin, Bayern und Baden-Württemberg haben bereits angekündigt, im Kampf gegen das Coronavirus eine Maskenpflicht in Schulgebäuden einzuführen. Sie soll jedoch nicht im Unterricht gelten. In anderen Ländern wie Nordrhein-Westfalen ist von freiwilligen Maskengeboten die Rede, oder es liegt - wie in Hessen oder Sachsen - im Ermessen der Schulen.

3.8.2020 • 08:27 Uhr

Spahn: Testpflicht für Reiserückkehrer startet diese Woche

Die Pflicht zum Coronatest für Einreisende aus Risikogebieten kommt nach den Worten von Gesundheitsminister Jens Spahn noch im Laufe dieser Woche. Es gebe erste Entwürfe, sagte er im ARD-Morgenmagazin. "Wir wollen das gut abstimmen mit den Ländern." Bis zur Testpflicht gelte die Pflicht zu einer zweiwöchigen Quarantäne für Einreisende aus Risikogebieten.

3.8.2020 • 08:15 Uhr

Corona in Mamming: Landrat ruft zu Besonnenheit auf

Angesichts des Corona-Ausbruchs in Mamming ruft Landrat Werner Bumeder dazu auf, besonnen und sachlich zu bleiben. Statt zu verurteilen, sollte lieber zusammengehalten werden, mahnt der CSU-Politiker. Der Landkreis Dingolfing-Landau wurde innerhalb von einer Woche zu einem Corona-Hotspot in Deutschland. Insgesamt sind bisher 275 Infektionen in zwei Betrieben bekannt.

3.8.2020 • 07:57 Uhr

Polen kündigt Inspektionen in Geschäften an

Die polnischen Behörden wollen ab dieser Woche in Geschäften kontrollieren, ob sich Kunden und Mitarbeiter an die Maskenvorschriften halten. Das kündigte Gesundheitsminister Lukasz Szumowski im öffentlichen Rundfunk an.

3.8.2020 • 06:41 Uhr

53.000 neue Fälle in Indien

Indien meldet 52.972 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Insgesamt sind in dem Land mit der weltweit zweithöchsten Bevölkerungszahl damit bislang 1,8 Millionen Corona-Fälle bestätigt, wie Daten des Gesundheitsministeriums zeigen. Die Zahl der Toten stieg demnach um 771 auf 38.135.

3.8.2020 • 06:28 Uhr

Schulbeginn in Mecklenburg-Vorpommern

Im März wurden die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern wegen Corona geschlossen, seit Mai öffneten sie für wenige Unterrichtsstunden. Jetzt beginnt das neue Schuljahr - mit wieder täglichem Unterricht in der Schule.

3.8.2020 • 06:02 Uhr

Corona-Studie: Menschen können Hunde und Katzen anstecken

Haustiere wie Hunde und Katzen können von Menschen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert werden. Diese Annahme von Wissenschaftlern hat jetzt eine Studie italienischer Forscher bestätigt. Sie untersuchten in Norditalien, vor allem in der Lombardei, 540 Hunde und 277 Katzen. Die Tiere lebten in Haushalten mit Corona-Patienten oder in besonders stark von Corona betroffenen Gebieten. 3,4 Prozent der Hunde und 3,9 Prozent der Katzen hatten Antikörper gegen das Virus gebildet.

Die Ergebnisse sind nach den Worten des Präsidenten des Friedrich-Loeffler-Instituts Greifswald, Thomas Mettenleiter, nicht überraschend. "Sie bestätigen, was wir schon wissen", äußerte er. "Wir gehen davon aus, dass im Regelfall die Übertragung des Virus vom Menschen auf das Tier erfolgt."

Die Studie bestätige die bisherige Einschätzung des FLI, dass Hunde oder Katzen bisher keine Rolle bei der Verbreitung des Sars-CoV-2-Virus spielen. Ausschlaggebend sei die Übertragung von Mensch zu Mensch.

3.8.2020 • 05:25 Uhr

509 Neuinfektionen in Deutschland gemeldet

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 509 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 210.402 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle stieg den Daten zufolge um sieben auf 9148.

Bis Montagmorgen hatten 193.500 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

3.8.2020 • 05:18 Uhr

Handwerkspräsident Wollseifer fordert geringere Sozialabgaben

Das Handwerk fordert auch wegen der Corona-Krise eine Entlastung der Betriebe von Sozialabgaben. Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer fordert eine Strukturreform in den Sozialversicherungen. "Es kann nicht sein, dass vor allem die personal- und lohnintensiven kleinen Betriebe des Mittelstandes und des Handwerks das Sozialsystem finanzieren: Wir tragen die Hauptsoziallast", sagte Wollseifer der Nachrichtenagentur dpa.

3.8.2020 • 04:38 Uhr

DAK: Fehlzeiten im ersten Halbjahr trotz Corona stabil

Die Corona-Krise hat die Fehlzeiten nach einer Auswertung der Krankenkasse DAK-Gesundheit für ihre Versicherten im ersten Halbjahr 2020 nicht in die Höhe getrieben. Im Schnitt hatte demnach jeder Beschäftigte 7,6 Fehltage und damit genauso viele wie im Vorjahreszeitraum.

Der Krankenstand blieb ebenfalls stabil bei 4,2 Prozent - so viele bei der Kasse versicherte Arbeitnehmer waren rechnerisch an jedem Kalendertag im ersten Halbjahr arbeitsunfähig geschrieben. Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) hatten der Analyse zufolge zwischen Januar und März keine einzige Krankmeldung.

DAK-Chef Andreas Storm sagte der Nachrichtenagentur dpa, entgegen den Erwartungen sei ein nachhaltiger Anstieg der Arbeitsunfähigkeit ausgeblieben. Dabei gab es wegen der Pandemie noch bis Ende Mai die Möglichkeit zu telefonischen Krankschreibungen ohne Praxisbesuch. Ausgewertet wurden Daten von 2,2 Millionen bei der Kasse versicherten Beschäftigten.

3.8.2020 • 04:00 Uhr

Brasilien: 25.000 Neuinfektionen

Brasilien verzeichnet nach Angaben des Gesundheitsministeriums 25.800 bestätigte Coronavirus-Infektionen sowie weitere 541 Todesfälle in den vergangenen 24 Stunden. Das lateinamerikanische Land registriert seit Beginn der Pandemie mehr als 2,73 Millionen Fälle des Virus und die offizielle Zahl der Todesopfer steigt offiziellen Angaben zufolge auf 94.104.

3.8.2020 • 03:57 Uhr

Der Reisebüro-Verband fordert Testpflicht für Kreuzfahrtgäste

Der Reisebüro-Verband VUSR spricht sich angesichts der Corona-Infektionen auf Kreuzfahrtschiffen für eine allgemeine Testpflicht aus. "Es sollte für den Kreuzfahrtgast eine Testpflicht vor dem Antritt der Reise geben", sagt Marija Linnhoff, Vorsitzende des Verbands unabhängiger selbstständiger Reisebüros, der "Rheinischen Post".

Die Kosten sollten von den Gästen selbst getragen werden: Wer sich eine Kreuzfahrt leisten könne, könne sich auch einen Test leisten, erklärt Linnhoff. Der Verband fordert zudem einen verpflichtenden Corona-Test für Urlaubsrückkehrer, "egal in welcher Region sie waren", so die Vorsitzende des Verbandes.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 03. August 2020 um 22:15 Uhr.