Tönnies in Weißenfels
Liveblog

Liveblog zum Coronavirus ++ 172 Infizierte bei Tönnies ++

Stand: 02.12.2020 21:56 Uhr

In Sachsen-Anhalt haben sich 172 Mitarbeiter eines Schlachtbetriebs der Firma Tönnies mit dem Coronavirus infiziert. Russlands Präsident Putin hat für die kommende Woche umfassende Corona-Impfungen angeordnet. Der Liveblog vom Mittwoch zum Nachlesen.

  • Teil-Lockdown in Deutschland wird bis 10. Januar verlängert
  • Russlands Präsident Putin ordnet Massenimpfung an
  • TUI erhält milliardenschweres Rettungspaket
  • Großbritannien lässt Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer zu
  • Interpol warnt vor Fälschung von Corona-Impfstoffen
  • RKI meldet 17.270 Neuinfektionen und 487 Corona-Todesfälle
2.12.2020 • 21:54 Uhr

Ende des Liveblogs

Für heute endet der Liveblog zum Coronavirus. Vielen Dank für Ihr Interesse!

2.12.2020 • 21:29 Uhr

EU-Staaten besorgt über wachsenden Antisemitismus

Die EU-Staaten haben zunehmenden Antisemitismus während der Corona-Pandemie angeprangert. Verschwörungsmythen lebten wieder auf, besonders vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie werde öffentlich Antisemitismus gezeigt, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

"Antisemitische Verschwörungsmythen sind oft der erste Schritt, der zu Hass, Hassrede, Aufstachelung zu Gewalttaten und Hasskriminalität führen kann", heißt es in der Erklärung weiter. Die Sicherheit jüdischer Gemeinden und Einrichtungen zu gewährleisten, müsse in den Mitgliedstaaten höchste Priorität haben.

Maßnahmen im Kampf gegen Antisemitismus könnten die konsequente Ahndung von Hassrede auch im Internet, die Arbeit spezialisierter Strafverfolger und Ermittler, aber auch die systematische Erfassung antisemitischer Vorfälle sein.

Der Jüdische Weltkongress (WJC) lobte die Erklärung. Dieser "wichtige Schritt" komme unter Führung der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. "Europa hat ein ernstes und erschreckendes Antisemitismus-Problem", wird WJC-Präsident Ronald Lauder zitiert.

2.12.2020 • 20:45 Uhr

Wieder mehr Infektionen in Frankreich

Das Coronavirus breitet sich in Frankreich wieder schneller aus. Den Behörden zufolge infizierten sich in den vergangenen 24 Stunden rund 14.000 Personen mit dem Coronavirus. Am Dienstag waren es nur etwa 8000. Unterdessen stieg die Zahl der Toten um 313 auf 37.002.

2.12.2020 • 20:41 Uhr

Bremen: Gericht bestätigt Verbot von "Querdenken"-Demo

Das Verwaltungsgericht Bremen hat das Verbot einer für das Wochenende geplanten Großdemonstration der so genannten "Querdenker" bestätigt. Das Gericht wies den Eilantrag der Organisatoren gegen das Verbot zurück und begründete die Entscheidung mit einer "unmittelbaren Gefährdung der öffentlichen Sicherheit" wegen der Corona-Pandemie. 

Das vom Ordnungsamt ausgesprochene Verbot sei "zur Verhinderung der Verbreitung der Coronavirus-Krankheit erforderlich und im Übrigen verhältnismäßig", heißt es in dem Beschluss weiter. "Die Dimension der Versammlung mit 20.000 Teilnehmern und der zu erwartende Geschehensablauf stellten ein unkalkulierbares Risiko für den Gesundheitsschutz dar." Gegen das Urteil kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Bremen eingelegt werden. 

In Bremen ist für das Wochenende noch eine zweite "Querdenken"-Kundgebung angemeldet, die nicht Gegenstand des Urteils vom Mittwoch war.

2.12.2020 • 20:36 Uhr

Coronavirus breitet sich in Baltenstaaten weiter aus

In den baltischen Staaten breitet sich das Coronavirus weiter aus: In Litauen und Lettland erreichte die Zahl an neuen Corona-Todesfällen in den vergangenen 24 Stunden den höchsten Wert seit Beginn der Pandemie. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde starben in Litauen 28 Menschen an oder mit einer Corona-Infektion, in Lettland waren es 14. In Estland dagegen erreichte die Zahl an Neuinfektionen mit 524 Fällen binnen eines Tages neuen Höchststand. 

Die drei kleinen Staaten im Nordosten Europas standen anfangs in der Coronakrise durchaus gut da. Die Infektionszahlen waren zunächst im internationalen Vergleich eher gering. Im Herbst haben sie aber teils rapide zugenommen. Nach Angaben der EU-Behörde ECDC ist in allen drei Ostseerepubliken die Entwicklung aktuell schlechter als in Deutschland - dies gilt besonders für Litauen. 

2.12.2020 • 20:18 Uhr

Teil-Lockdown wird bis 10. Januar verlängert

Bund und Länder wollen die gegenwärtigen Corona-Auflagen bis zum 10. Januar verlängern. Darauf verständigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihrer heutigen Videoschalte, wie Merkel mitteilte. Am 4. Januar will die Runde über das weitere Vorgehen beraten - ursprünglich waren die gegenwärtigen Auflagen bis zum 20. Dezember befristet.

Ziel der Maßnahmen müsse nach wie vor sein, den sogenannten Inzidenzwert auf unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche zu senken, sagte Merkel. "Davon sind wir sehr weit entfernt im Durchschnitt." Es sei derzeit eine "sehr hohe Zahl von Todesopfern zu beklagen jeden Tag". 

2.12.2020 • 19:51 Uhr

Auch Diplomat aus Estland bei illegaler Party in Brüssel

An einer von der Polizei beendeten illegalen Party in Belgiens Hauptstadt Brüssel hat auch ein Diplomat aus Estland teilgenommen. Das Außenamt in Tallinn bestätigte estnischen Medien, dass der Staatsvertreter nach eigenen Angaben bei der Feier am vergangenen Freitagabend gewesen war und wegen eines Verstoßes gegen Corona-Auflagen festgenommen worden sei.

In Brüssel hatte die Polizei am Freitagabend eine Party wegen Verstoßes gegen die Corona-Vorschriften aufgelöst. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatten die Beamten in einer Wohnung in der Innenstadt rund 20 Menschen angetroffen. Belgischen Medien zufolge handelte es sich um eine Sex-Party. Der Staatsanwaltschaft zufolge wiesen sich zwei Angetroffene als Diplomaten aus. Anwesend war auch der ungarische Europaabgeordnete Jozsef Szajer, der nun auf sein EU-Mandat verzichtet.

2.12.2020 • 19:42 Uhr

Johnson will nicht unter den Ersten bei Corona-Impfung sein

Der britische Premierminister Boris Johnson möchte nicht unter den Ersten sein, die ab nächster Woche in seinem Land gegen Corona geimpft werden. Johnson wolle denjenigen den Vortritt lassen, die "ein hohes Risiko für ernsthafte Komplikationen" haben, teilte seine Sprecherin mit. Der 56-Jährige "würde keinen Impfstoff nehmen wollen, der für jemanden bestimmt ist, der extrem anfällig ist". Großbritannien hat als erstes westeuropäisches Land eine Notfallzulassung für einen Corona-Impfstoff erteilt. Als Regierungschef dürfte Johnson eigentlich mit hoher Priorität geimpft werden. Der Premier war im Frühjahr selbst schwer an der Virusinfektion erkrankt und verbrachte drei Tage auf der Intensivstation.

2.12.2020 • 19:38 Uhr

Laschet für europaweites Skilift-Betriebsverbot im Dezember

Ministerpräsident Armin Laschet hat nach dem Verbot des Skilift-Betriebs in Nordrhein-Westfalen zum Schutz vor Corona entsprechende Regelungen für alle große Skigebiete europaweit gefordert. "Zu diesem Weihnachten und zum Jahreswechsel passen keine Skiferien. Die Sorge, dass das Virus einen weiteren Schub bekommen könnte, ist berechtigt", sagte Laschet. Der Regierungschef des bevölkerungsreichsten Bundeslandes in Deutschland appellierte zugleich an die Bürger: "Bitte verzichten Sie in diesem Jahr auf unnötiges Reisen!" Die Ankündigung Österreichs, den Skitourismus nicht hochzufahren, begrüße er ausdrücklich, so Laschet. Die Regierungen in Europa mit ihren vielfältigen Ski-Gebieten seien gemeinsam gefordert.

2.12.2020 • 19:15 Uhr

Spanien verbietet Reisen zwischen den Regionen

Spanien verbietet vom 23. Dezember bis zum 6. Januar Reisen zwischen den Regionen. Es werde einige Ausnahmen geben, kündigt Gesundheitsminister Salvador Illa an. An den Feiertagen seien Versammlungen von bis zu zehn Personen in einem Haushalt zugelassen, eine Lockerung gegenüber der bisherigen Grenze von sechs Personen.

2.12.2020 • 19:00 Uhr

US-Gesundheitsbehörde rät von Reisen zu Weihnachten ab

Angesichts weiter steigender Corona-Zahlen hat die US-Gesundheitsbehörde CDC nach dem Erntedankfest Thanksgiving auch von Reisen und Familienbesuchen rund um alle Feiertage im Dezember dringend abgeraten. "Der beste Weg, sich selbst und andere zu schützen, ist, Reisen zu verschieben und zu Hause zu bleiben", sagte Henry Walke von der CDC bei einer telefonischen Pressekonferenz.

"Wir müssen dieses exponentielle Wachstum stoppen und deswegen bitten wir die amerikanische Bevölkerung, Infektionen vorzubeugen und Reisen zu verschieben." Bereits zu Thanksgiving in der vergangenen Woche hatte die CDC von Familienbesuchen und Reisen dringend abgeraten. Viele Menschen hatten sich daran jedoch nicht gehalten.

2.12.2020 • 18:43 Uhr

US-Notenbankchef dringt auf neues Corona-Hilfspaket

Der Präsident der amerikanischen Notenbank Fed, Jerome Powell, hat US-Parlamentarier zur Zustimmung für ein weiteres staatliches Hilfspaket im Kampf gegen die Folgen der Corona-Krise aufgerufen. Es gebe viele Bereiche der Wirtschaft, die weitere Hilfe gebrauchen könnten, sagte Powell bei einer Anhörung vor dem Finanzausschuss des US-Kongresses.

Auch andere US-Notenbanker hatten immer wieder neue staatliche Hilfen angemahnt. Der künftige US-Präsident Joe Biden und die Führung der Demokraten im Kongress haben sich für die Verabschiedung eines weiteren Corona-Konjunkturpakets bis zum Jahresende ausgesprochen. Das Paket solle mit Unterstützung beider Parteien noch vom aktuellen Kongress beschlossen werden. Es ist jedoch unklar, ob sich Demokraten und Republikaner auf ein Programm einigen können. Beide Parteien hatten schon vor den Präsidentschaftswahlen über ein Programm gestritten.

US-Notenbankchef Jerome Powell | REUTERS

US-Notenbankchef Jerome Powell sieht akuten Handlungsbedarf des Staates. Es sei die schwerste Rezession seit langer Zeit, und Programme zur Arbeitslosenversicherung liefen zum Jahresende aus, mahnte er vor dem Finanzausschuss des US-Kongresses. Bild: REUTERS

2.12.2020 • 18:35 Uhr

"Notlagentarifvertrag" für Flughafen-Mitarbeiter

Die 23.000 Beschäftigten an den großen deutschen Flughäfen sind trotz des Einbruchs der Passagierzahlen vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt. Das sieht ein "Notlagentarifvertrag" vor, den die Gewerkschaft ver.di und die Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeberverbände geschlossen haben. Die Beschäftigung ist demnach bis Ende 2023 gesichert.

Die Mitarbeiter sollen noch im Dezember eine Corona-Sonderzahlung von bis zu 800 Euro erhalten. "Wir wollen unser Personal halten und niemanden in die Arbeitslosigkeit schicken, auch um wieder mit dem Luftverkehr wachsen zu können", sagte der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Michael Müller. ver.di-Vizechefin Christine Behle sagte, das wichtigste Verhandlungsziel sei mit der Beschäftigungssicherung erreicht worden.

2.12.2020 • 17:54 Uhr

Türkei meldet neuen Höchststand an Todesfällen

Die Türkei meldet mit 193 neuen Todesfällen den zehnten Tag in Folge einen Rekord. Die Zahl der Neuinfektionen steigt nach Angaben des Gesundheitsministeriums um 31.923.

2.12.2020 • 17:47 Uhr

Italien verschärft Maßnahmen über Weihnachten und Neujahr

Italien wird die Corona-Beschränkungen für die Zeit von Weihnachten und Silvester verschärfen. Das kündigte Gesundheitsminister Roberto Speranza im Parlament an. An den Weihnachtsfeiertagen und an Neujahr sollten Reisen zwischen den Regionen möglichst unterbleiben, sagte der Minister vor dem Senat. Auch Fahrten zwischen Kommunen sollten begrenzt werden.

"Wir müssen den Kontakt zwischen den Menschen so weit wie möglich einschränken." Ohne solche Einschränkungen stehe im Januar und Februar "eine dritte Welle vor der Tür", warnte er. Zu Reisen ins Ausland kündigte der Minister an, dass "abschreckende" Vorschriften geplant seien. Einzelheiten nannte er nicht.

2.12.2020 • 17:35 Uhr

In Tschechien öffnen Restaurants und Geschäfte wieder

In Tschechien treten am Donnerstag weitreichende Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen in Kraft. Restaurants, Kneipen und der gesamte Einzelhandel dürfen wieder öffnen. Alle nichtlebensnotwendigen Geschäfte waren seit sechs Wochen geschlossen. Die Zahl der Kunden bleibt auf eine Person pro 15 Quadratmeter Ladenfläche begrenzt. Die nächtliche Ausgangssperre entfällt. Museen und Galerien dürfen mit Einschränkungen öffnen, Theater und Kinos bleiben geschlossen.

Ministerpräsident Andrej Babis ermahnte die Menschen in der Vorweihnachtszeit zur Selbstdisziplin. Er sei angesichts der Lockerungen "leicht nervös", räumte er im Fernsehsender "Nova" ein. "Drücken wir die Daumen und seien wir wirklich diszipliniert." Manche Experten wie der Biologe Jaroslav Flegr hielten die Lockerungen für verfrüht und warnten vor einer dritten Infektionswelle. Tschechien mit seinen 10,7 Millionen Einwohnern hatte noch vor kurzem eine der höchsten Infektionsraten in Europa.

2.12.2020 • 17:22 Uhr

172 Corona-Infizierte in Schlachtbetrieb in Sachsen-Anhalt

Beim Schlachtbetrieb Tönnies in Weißenfels in Sachsen-Anhalt sind derzeit 172 Mitarbeiter mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Zuvor habe es einen großangelegten Reihentest bei den Beschäftigten des Unternehmens gegeben, erklärte Ariane Körner vom Burgenlandkreis. Der Landkreis habe daher Gespräche mit der Firma aufgenommen.

Das Unternehmen wolle die Betroffenen nun in einer gesonderten Quarantäneeinrichtung unterbringen. Zudem soll es Ende der Woche erneute Tests geben. Der Landkreis hoffe, dass so das Infektionsgeschehen eingedämmt werden könne. Das Werk soll jedoch weiter geöffnet bleiben. Am Tönnies-Standort in Weißenfels arbeiten nach Unternehmensangaben rund 2200 Mitarbeiter.

2.12.2020 • 17:17 Uhr

Neuinfektionen und Todesfälle nehmen in Großbritannien zu

Großbritannien meldet eine Zunahme bei der Zahl der Neuinfektionen und der neuen Todesfälle. Letztere steigen nach Daten der Regierung um 648 nach 603 am Vortag. Die Zahl der Neuinfektionen legt um 16.170 zu, das sind rund 3000 mehr.

2.12.2020 • 17:09 Uhr

EU-Corona-Hilfen könnten auch ohne Polen und Ungarn fließen

Die von der EU geplanten Corona-Hilfen könnten nach Einschätzung der zuständigen Experten auch dann fließen, wenn Ungarn und Polen an der Blockade von EU-Haushaltsentscheidungen festhalten. Wie ein ranghoher EU-Beamter erklärte, wäre es möglich, die für die Hilfen veranschlagten 750 Milliarden Euro ohne Beteiligung der beiden Länder an den Finanzmärkten aufzunehmen. Eine solche Lösung könnte zum Beispiel über das in den EU-Verträgen vorgesehene Verfahren der "Verstärkten Zusammenarbeit" organisiert werden. Mit ihm kann eine Gruppe von mindestens neun EU-Staaten eine erweiterte Zusammenarbeit vereinbaren, ohne dass sich die anderen EU-Staaten daran beteiligen müssen.

Selbst die Rückzahlung der 750 Milliarden Euro über den Gemeinschaftshaushalt wäre möglich, hieß es. Für nicht an dem Hilfsprogramm teilnehmende Staaten müsste es dann nur entsprechende Korrekturen ihrer Beitragszahlungen geben.

Ungarn und Polen blockieren derzeit aus Protest gegen ein neues Verfahren zur Ahndung von Rechtsstaatsverstößen notwendige Entscheidungen für die milliardenschwere Corona-Konjunkturhilfen und den nächsten langfristigen Haushalt der EU.

2.12.2020 • 16:55 Uhr

Frankreich plant Quarantäne bei Skiurlaub im Ausland

Frankreich plant eine siebentägige Quarantäne für Franzosen, die vom Skiurlaub im Ausland zurückkehren. Es werde rund um die Feiertage stichprobenartige Kontrollen an den Grenzen zu den betroffenen Nachbarländern geben, kündigte Premierminister Jean Castex an. "Die Schlussfolgerung ist, dass ich nicht in die Schweiz fahre", sagte Castex. Er wolle die Menschen im Land davor schützen, sich in geöffneten Skigebieten anderer Länder mit dem Coronavirus zu infizieren. Außerdem ginge es darum, die Betreiber französischer Skigebiete zu verteidigen und eine Gleichheit herzustellen. Frankreich will die Skigebiete an sich über die Weihnachtsferien offen lassen, Skilifte sollen aber geschlossen bleiben.

2.12.2020 • 16:39 Uhr

Russland beginnt nächste Woche mit Massenimpfungen

Russland will Ende nächster Woche mit Massenimpfungen gegen das Coronavirus beginnen. Dafür sollten zwei Millionen Dosen des russischen Vakzins "Sputnik V" eingesetzt werden, sagte Kremlchef Wladimir Putin der Staatsagentur Tass zufolge. Das reiche für eine Million Menschen, weil jeweils zwei Impfungen nötig sind. Zunächst sollen demnach wie bislang bereits Ärzte und Lehrer freiwillig geimpft werden - danach schrittweise der Rest der Bevölkerung.

"Sputnik V" war Mitte August trotz Bedenken internationaler Forscher als weltweit erster Impfstoff für eine breite Anwendung in der Bevölkerung freigegeben worden. Die Freigabe erfolgte vor der wichtigen Testphase III, bei der an vielen Freiwilligen Wirksamkeit und Nebenwirkungen getestet werden. Diese Testreihe läuft seit gut dreieinhalb Monaten. Russland hat bereits einen zweiten Impfstoff registriert, ein dritter ist in der Entwicklung.

2.12.2020 • 16:23 Uhr

Keine Lockerungen für Juden und Orthodoxe im Südwesten

Während die Corona-Beschränkungen in Baden-Württemberg über Weihnachten gelockert werden, bleiben sie für jüdische und christlich-orthodoxe Feste unverändert in Kraft. Ausnahmen etwa für das jüdische Chanukkafest (10. bis 17. Dezember) oder das orthodoxe Weihnachtsfest (6. Januar) seien bislang nicht vorgesehen, sagte Regierungssprecher Rudi Hoogvliet. Die Landesregierung hat entschieden, vom 23. bis 27. Dezember die Einschränkung gemeinsamer Feiern zu lockern. In dieser Zeit dürfen bis zu zehn Personen aus dem engsten Familien- und Freundeskreis zusammenkommen, Kinder unter 14 Jahren nicht eingerechnet. Derzeit dürfen sich in Baden-Württemberg nur zwei Haushalte und maximal fünf Personen treffen.

2.12.2020 • 16:06 Uhr

Milliardenschweres Rettungspaket für TUI-Konzern

Der TUI-Konzern erhält ein drittes Rettungspaket mit milliardenschweren Finanzhilfen auch vom Staat. Man habe sich mit privaten Investoren, Banken und dem Bund auf ein Finanzierungspaket von insgesamt 1,8 Milliarden Euro geeinigt, teilte der Tourismuskonzern mit. Dazu gehörten neben einer Bezugsrechtskapitalerhöhung über rund 500 Millionen Euro eine wandelbare stille Einlage des Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes über 420 Millionen Euro und zusätzliche Kreditlinien der staatlichen Bankengruppe KfW über 200 Millionen Euro. Die Corona-Pandemie mit ihren Einschränkungen und Reisewarnungen trifft den Konzern hart. Der Staat stützt TUI bereits mit drei Milliarden Euro.

2.12.2020 • 15:51 Uhr

Marburger Bund: Bürger sollen sich impfen lassen

Der Ärzteverband Marburger Bund Niedersachsen hat die Bevölkerung und insbesondere die im Gesundheitsbereich Beschäftigten aufgerufen, die geplanten Impfungen gegen das Coronavirus zu unterstützen. "Die Impfaktionen in den Impfzentren werden nur dann erfolgreich sein, wenn diejenigen, die dazu berechtigt sind, sich auch impfen lassen", sagte der Landesvorsitzende des Marburger Bundes, Hans Martin Wollenberg. Zudem müssten Infektionen weiterhin auch durch konsequentes Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung, durch Abstandhalten, Lüften und durch Einhalten der Hygieneregeln vermieden werden.

Gleichzeitig rief Wollenberg die niedersächsischen Ärzte auf, sich als Impfärztinnen und -ärzte zur Verfügung zu stellen und ihre Kolleginnen und Kollegen dabei zu unterstützen. "Es ist eine moralische Verpflichtung für die Ärzteschaft, sich hier zu engagieren", sagte er.

2.12.2020 • 15:40 Uhr

Heiligabend-Gottesdienst im Nürnberger Stadion abgesagt

Kein Stadion-Gottesdienst am Heiligen Abend in Nürnberg: Die Kirchen in der Stadt haben die geplante Veranstaltung abgesagt. Grund ist die hohe Corona-Inzidenzzahl in Nürnberg, teilten katholische und evangelische Kirche mit. "Die Absage fällt uns nicht leicht", sagte Stadtdekan Jürgen Körnlein. "Es ist viel Herzblut in die Vorbereitungen geflossen." Trotzdem halte man es für vernünftig, den Gottesdienst bereits jetzt abzusagen. So könnten Interessierte sich noch nach alternativen kirchlichen Angeboten umschauen.

Das Max-Morlock-Stadion hätte am 24. Dezember zu einer großen Freiluftkirche für 3000 bis 4000 Teilnehmer werden sollen. Ziel war es, die Gemeinden zu entlasten, in deren Kirchen wegen der Corona-Beschränkungen die Zahl der Plätze stark beschränkt ist.

2.12.2020 • 15:22 Uhr

Bisher rund 3000 Freiwillige für Corona-Tests in Hildburghausen

Im Thüringer Corona-Hotspot Hildburghausen wollen sich bisher rund 3000 Kinder, Lehrer und Erzieher an freiwilligen Corona-Schnelltests beteiligen. Das seien etwa ein Drittel der Anspruchsberechtigten, sagte Landrat Thomas Müller (CDU). Die Bereitschaft, das Testangebot zu nutzen, steige spürbar nach anfänglicher Zurückhaltung.

Der Kreis im Süden Thüringens will damit erreichen, dass die seit 25. November wegen stark gestiegener Infektionszahlen geschlossenen Kitas und Schulen schrittweise wieder geöffnet werden können. Nach Angaben von Müller wurden am Dienstag beim Start der laut Gesundheitsministerium bundesweit einmaligen Testaktion von Kindergarten- und Schulkindern und ihren Betreuern rund 900 Untersuchungen vorgenommen. Es habe insgesamt acht positive Ergebnisse unter Kinder, Jugendlichen und Pädagogen gegeben.

Wer negativ getestet sei, könne in Kita oder Schule zurückkehren - noch vor der geplanten generellen Wiedereröffnung am 14. Dezember. Die Aktion laufe noch bis Freitag und würde bei Bedarf bis Montag verlängert.

Corona-Schnelltest-Station in einer Sporthalle in Hildburghausen | AFP

Corona-Schnelltest-Station in einer Sporthalle in Hildburghausen. Bild: AFP

2.12.2020 • 14:51 Uhr

Polen will Corona-Impfung im Februar starten

In Polen sollen die Menschen nach Angaben von Regierungschef Mateusz Morawiecki voraussichtlich ab Februar gegen das Coronavirus geimpft werden. Das Land habe bei mehreren Herstellern insgesamt 45 Millionen Impfstoff-Dosen geordert, sagte Morawiecki. "Die Impfungen werden kostenlos, freiwillig und in zwei Durchgängen sein."

Als erstes werde man die Impfung dem medizinischen Personal zu Verfügung stellen, dann älteren Menschen ab 65 Jahren sowie Patienten in Pflegeheimen und danach Soldaten, Polizisten und Feuerwehrleuten. Die Impfungen soll es in den Hausarztpraxen geben, aber auch in besonderen Impfzentren und in Behelfs-Krankenhäusern, die man zur Behandlung von Covid-19-Patienten eingerichtet habe. Die Regierung plant im Dezember eine Informationskampagne, um die Bereitschaft der Bürger zu erhöhen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

2.12.2020 • 14:46 Uhr

Italien will mehr als 200 Millionen Impfstoff-Dosen verteilen

Italien will nach Angaben seines Gesundheitsministers Roberto Speranza 2021 mehr als 202 Millionen Dosen von Coronavirus-Impfstoffen verteilen. Die Dosen, die Italien über ein EU-Abkommen zugeteilt würden, reichten aus, "um potenziell die gesamte Bevölkerung zu impfen", sagte Speranza. Die Verteilung hänge von einer Zulassung durch die Europäische Arzneimittelbehörde ab.

Es wird erwartet, dass der Impfstoff von Pfizer bis 29. Dezember von der Behörde zugelassen wird, der Impfstoff von Moderna bis 12. Januar. Speranza sagte, die Impfstoffe seien "eine Botschaft der Hoffnung" in der Coronavirus-Pandemie. Mehr als 55.000 Italiener sind mit dem Virus gestorben.

2.12.2020 • 14:43 Uhr

EU-Abgeordneter kritisiert britisches Vorpreschen

Der deutsche EU-Abgeordnete und gesundheitspolitische Sprecher der EVP-Fraktion, Peter Liese, hat das Vorpreschen Großbritanniens bei der Impfstoffzulassung kritisiert. "Ich halte diese Entscheidung für problematisch und empfehle den EU-Mitgliedstaaten, diesem Beispiel nicht zu folgen", sagte der CDU-Politiker. Einige Wochen gründlicher Prüfung durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) seien besser als eine überhastete Notfallzulassung.

2.12.2020 • 14:35 Uhr

Karliczek: In Deutschland wird es keine Abkürzung geben

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek nennt die britische Zulassung für den Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech eine wichtige Nachricht. "Die heutige Entscheidung ist keine Entscheidung für Europa. Aber die Genehmigungsbehörde in Großbritannien hat ebenfalls strenge Maßstäbe, wie wir wissen", sagte die CDU-Politikerin.

"Diese Notfallzulassung ist sicher ein weiteres positives Zeichen für die Entwicklung eines Impfstoffs, der in absehbarer Zeit auch in Deutschland eingesetzt werden könnte." In Deutschland werde das übliche Verfahren bei der Prüfung von Impfstoffen angewendet, Abkürzungen werde es nicht geben. "An den üblichen Anforderungen an einen Impfstoff werden keine Abstriche gemacht."

2.12.2020 • 14:29 Uhr

Spahn begrüßt Quarantänepflicht in Österreich

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die von Österreich angekündigte Quarantänepflicht für Einreisende begrüßt, die den Tourismus weitgehend eindämmen soll. Alle hätten die Erfahrungen aus Februar und März noch in den Knochen, dass durch den Rückreiseverkehr aus dem Skiurlaub das Virus teils unbemerkt in fast alle EU-Staaten mitgebracht worden sei, sagte Spahn nach einer Videokonferenz mit seinen EU-Amtskollegen.

Jens Spahn | ANDREAS GORA/POOL/EPA-EFE/Shutte

Gesundheitsminister Jens Spahn begrüßt die geplante Quarantäne in Österreich. Skifahren sei für sich allein nicht das Problem, sagte er, es gehe um die Aktivitäten rundherum. Bild: ANDREAS GORA/POOL/EPA-EFE/Shutte

2.12.2020 • 14:26 Uhr

Keine flächendeckende Corona-Impfung im Winter

Corona-Impfungen in Deutschland werden nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums dauern. "Das ist eine Mammutaufgabe", sagte ein Sprecher des Ministeriums. Im Winter werde sicherlich noch nicht in "breiter Fläche" geimpft. Ende des Jahres sei in der EU mit einer Entscheidung zur Zulassung erster Corona-Impfstoffe zu rechnen. Eine Impfpflicht werde es nicht geben, bekräftigt eine Sprecherin der Bundesregierung.

2.12.2020 • 13:40 Uhr

Österreich verhängt Quarantänepflicht über Weihnachten und Neujahr

Österreich verhängt eine zehntägige Quarantänepflicht für alle Einreisenden aus Corona-Risikogebieten noch vor Weihnachten. Ziel sei es, den Tourismus weitgehend einzudämmen, teilte die Regierung mit. Man setze auf ein konsequentes Grenzregime, damit das Virus nicht durch Rückkehrer oder Touristen ins Land getragen werde, sagte Kanzler Sebastian Kurz. Der Schwellenwert für die Quarantäneregelung seien mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen. Das gelte praktisch für alle Nachbarstaaten und speziell auch für den Westbalkan, hieß es.

2.12.2020 • 13:30 Uhr

Österreich öffnet Schulen und Handel wieder

In Österreich wird das öffentliche Leben nach einem dreiwöchigen Lockdown teilweise wieder hochgefahren. Die Schulen sollen wieder öffnen, ebenso der Handel und körpernahe Dienstleistungen, wie etwa Friseure, sagte Kanzler Sebastian Kurz. Gastronomie und Hotels bleiben noch bis zum 7. Januar geschlossen. Ebenfalls geschlossen bleiben Sport-, Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Outdoor-Sport wird von 24. Dezember an wieder erlaubt sein. Die Ausgangsbeschränkungen gelten künftig nur noch in der Nacht. Darüber hinaus wird es für die Weihnachtsfeiertage strenge Einreisebestimmungen geben.

2.12.2020 • 13:30 Uhr

Coronavirus in der Schweiz wieder auf dem Vormarsch

Nach einer über Wochen rückläufigen Tendenz zieht die Zahl der täglichen Positiv-Tests in der Schweiz wieder an. Das Gesundheitsamt meldete 4786 Neuinfektionen. Gemessen an der Bevölkerungszahl ist das weit mehr als etwa in Deutschland. Weitere 115 Personen starben in der Schweiz, die positiv getestet worden waren.

2.12.2020 • 13:16 Uhr

Insolvente Reisebüro-Kette "STA Travel" verkauft Filialen

Die insolvente Reisebüro-Kette "STA Travel" hat einen Teil ihres bundesweiten Filialnetzes verkauft. 26 Filialen mit rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden von der "Cockpit-Flug & Touristik GmbH" übernommen, wie das Unternehmen mitteilte. "Wir sind erleichtert und froh, dass es uns trotz der Krise der Reisebranche gelungen ist, einen Großteil unserer Filialen und Arbeitsplätze zu erhalten", sagte Reinhard Kotzaurek, Geschäftsführer von "STA Travel". Die auf Studentenreisen spezialisierte Reisebürokette, die ursprünglich 42 Filialen in Deutschland hatte, hatte in der Corona-Krise im August Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt.

2.12.2020 • 12:35 Uhr

Bundespräsident wünscht sich öffentliches Gedenken für Corona-Tote

Die Folgen der Corona-Pandemie werden die Gesellschaft nach den Worten von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier noch länger beschäftigen. Viele Menschen beispielsweise seien "einen bitteren, einsamen Tod gestorben", sagte Steinmeier in einem Interview mit der "Zeit". Deswegen wünsche er sich zu gegebener Zeit "ein öffentliches Trauergedenken für die vielen Toten der Corona-Pandemie und ihre Angehörigen, die häufig noch nicht einmal Beistand leisten konnten". Vor lauter medizinischen und hygienischen Fragen, finanziellen und wirtschaftlichen Herausforderungen sei ein zentraler Aspekt der Pandemie bislang nicht hinreichend besprochen worden: "Wir alle sind jetzt seit langer Zeit wieder ernsthaft mit der Verletzlichkeit unseres Lebens konfrontiert. Wir hatten uns angewöhnt, die Autonomie unseres Daseins zu betonen, unsere Körper zu optimieren, zu kontrollieren. Nun erleben wir, dass der Kern des Daseins das Angewiesensein auf andere ist", sagte Steinmeier.

2.12.2020 • 12:28 Uhr

Generelle Maskenpflicht bei Olympischen Spielen

Japan will für die wegen der Corona-Pandemie aufs kommende Jahr verschobenen Olympischen Spiele möglichst viele ausländische Zuschauer ins Land lassen. Für alle Besucher und Athleten soll dabei generell eine Maskenpflicht gelten, wie aus einem vorgelegten Zwischenbericht der japanischen Olympia-Macher hervorgeht. Wie viele ausländische Zuschauer letztlich ins Land und in die Arenen gelassen werden, solle im Frühjahr entschieden werden, sagte der Geschäftsführer des Organisationskomitees, Toshiro Muto.

2.12.2020 • 12:28 Uhr

Bundesweite Maskenkontrollen geplant

Die Einhaltung der Maskenpflicht wird nach Angaben des bayerischen Innenministeriums bei einem ersten bundesweiten Aktionstag am kommenden Montag gezielt kontrolliert. Für Bayern kündigten Innenminister Joachim Herrmann und Verkehrsministerin Kerstin Schreyer Kontrollen durch die Polizei und Betreiber öffentlicher Verkehrsmittel an. Bei bayernweiten Schwerpunktkontrollen am 23. Oktober wurden 1820 Verstöße geahndet.

2.12.2020 • 12:21 Uhr

Corona treibt Digitalisierung in deutschen Städten und Gemeinden voran

Neun von zehn Kommunen erwarten einen Digitalisierungsschub infolge der Corona-Pandemie. 54 Prozent der Städte und Kommunen wollen künftig mehr Geld für die Digitalisierung bereitstellen, wie aus einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom sowie des Deutschen Städte- und Gemeindebunds hervorgeht. Demnach finden 77 Prozent der Befragten, dass digitale Technologien in der Pandemie "stark zur Aufrechterhaltung des Amtsbetriebs" beigetrugen.

Gleichzeitig zeigte die Umfrage, dass sich 61 Prozent der Kommunen selbst als Nachzügler sehen. Sieben Prozent hätten sogar angegeben, den Anschluss an die Digitalisierung verpasst zu haben. An der repräsentativen Umfrage beteiligten sich Bürgermeister und Digitalisierungsbeauftragte aus mehr als 600 Kommunen.

2.12.2020 • 12:18 Uhr

EU warnt vor Lockerung der Corona-Maßnahmen vor Weihnachten

Die EU hat eindringlich vor Lockerungen der Corona-Einschränkungen vor und in den Weihnachtsferien gewarnt. "Es ist nicht die Zeit, um die Maßnahmen zu lockern", sagte die Chefin der EU-Krankheitsbekämpfungsbehörde ECDC, Andrea Ammon, bei einer Videokonferenz der EU-Gesundheitsminister. Das Ansteckungsniveau mit dem Coronavirus sei weiterhin hoch, "und es könnte wieder schlimmer werden".

Ammon gab den Gesundheitsministern einen Überblick über die Pandemie-Lage in Europa. Demnach gehen die Ansteckungsraten insgesamt zurück, die Todeszahlen und die Auslastung der Intensivbetten sei aber weiterhin steigend. "Eine Reihe von Ländern scheint den Höhepunkt (der zweiten Corona-Welle) erreicht zu haben, aber nicht alle."

2.12.2020 • 12:15 Uhr

Chef der Impfkommission warnt vor Impf-Euphorie

Der Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, warnt vor einer Impf-Euphorie. Die Impfung der gesamten Bevölkerung werde sich bis 2022 hinziehen, sagt Mertens der "Rheinischen Post". Die Impfkommission könne ihre Empfehlungen erst nach der Zulassung der Impfstoffe abgeben. "Es wird etwas Zeit für die genaue Prüfung der Daten aus den Zulassungsstudien brauchen", sagt er. "Danach kann vorhandener Impfstoff ausgeliefert werden."

2.12.2020 • 12:13 Uhr

Coronakrise zerstört Zuversicht in mittlerer Generation

Die Pandemie hat den Zukunftsoptimismus der sogenannten Generation Mitte erdrutschartig verschwinden lassen. Unter den 30- bis 59-Jährigen fühlt sich jeder Zweite schlechter als vor der Krise, das ergibt eine Allensbach-Umfrage im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft. "Corona wirkt zudem wie ein Spaltpilz - die große Mehrheit sieht mehr Aggressionen und Egoismus als wachsende Solidarität", erklärte Allensbach-Chefin Renate Köcher.

Der Befragung zufolge geht mit 22 Prozent nur noch gut jeder Fünfte mit Optimismus in das Jahr 2021 - vor einem Jahr war noch fast die Hälfte der 30- bis 59-Jährigen optimistisch. Am schlimmsten sei für die Befragten die Unsicherheit. 70 Prozent finden es unerträglich, dass das Ende der Pandemie nicht absehbar ist. Dies wiegt damit schwerer als konkrete Einschränkungen - 50 Prozent finden Einschränkungen wie Besuchsverbote unerträglich, nur 16 Prozent faktische Verbote von Auslandsreisen.

Die mittlere Generation sieht als Folge der Coronakrise der Befragung zufolge auch eine Verschiebung in der Gesellschaft zum Schlechteren. Rund 70 Prozent klagen über zunehmende Aggressivität und Ungeduld, gut die Hälfte beklagt wachsenden Egoismus. Lediglich 13 Prozent erkennen eine zunehmende Hilfsbereitschaft.

2.12.2020 • 12:09 Uhr

Italiener sollen über Weihnachten und Neujahr zu Hause bleiben

Italien wird die Corona-Beschränkungen für die Zeit von Weihnachten und Silvester verschärfen. Das kündigte Gesundheitsminister Roberto Speranza im Parlament in Rom an. An den Weihnachtsfeiertagen und an Neujahr sollten Reisen zwischen den Regionen möglichst unterbleiben, sagte der Minister. Auch Fahrten zwischen Kommunen sollten begrenzt werden. "Wir müssen den Kontakt zwischen den Menschen so weit wie möglich einschränken." Ohne solche Einschränkungen stehe im Januar und Februar "eine dritte Welle vor der Tür", warnte er.

An den Details des Dekrets mit den neuen Corona-Vorschriften feilte die Mitte-Links-Regierung noch. Vieles war zwischen der Regierung und den Regionen umstritten, darunter die weitere Schließung der Skigebiete bis ins neue Jahr. Das Dekret soll Ende dieser Woche in Kraft treten.

2.12.2020 • 12:05 Uhr

Pflege-Studie: Personalmangel größtes Hindernis in Pandemie

Pflegekräfte empfinden den Personalmangel als größtes Hindernis bei der Bewältigung der Covid-19-Pandemie. Dies ist ein Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Diakonie und midi, der Zukunftswerkstatt von Diakonie und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), unter Diakonie-Mitarbeitenden in der Altenhilfe.

Zwei Drittel der Befragten gaben an, dass der durch Covid-19 bedingte Personalausfall nur durch Mehrarbeit und eine Umverteilung von Personal innerhalb ihrer Einrichtung kompensiert werden kann.

Die Arbeitsbedingungen hätten sich in der Pandemie weiter verschlechtert, beklagte Diakonie-Präsident Ulrich Lilie. "Die Menschen sind müde, zum Teil richtig sauer", viele fühlten sich überfordert. Lilie forderte verstärkte Anstrengungen bei der Testung von Pflegebedürftigen und Pflegepersonal. Es brauche eine Pflegereform, gute Arbeitsbedingungen und verlässliche Personalschlüssel, so Lilie. Das Anwerben von Pflegekräften im Ausland sei ein Element, aber keine Lösung des Problem. Rund zwei Drittel der Befragten fordern strukturelle Verbesserungen der Arbeitsbedingungen und Bezahlung.

2.12.2020 • 11:16 Uhr

Bahn verspricht doppelt so viele Sonderzüge zu Weihnachten

Die Deutsche Bahn will zu Weihnachen doppelt so viele Extra-Züge einsetzen wie in den vergangenen Jahren. Um die Corona-Abstandsregeln einzuhalten, sollen rund 100 Sonderzüge zwischen dem 18. und 27. Dezember eingesetzt werden, teilte der Konzern mit. "Deshalb fahren wir dieses Weihnachten soviel Kapazität wie noch nie", sagte Bahn-Personenverkehrsvorstand Berthold Huber. Bis Jahresende stünden so rund 13.000 Sitzplätze zusätzlich zur Verfügung. In bis zu 50 Prozent der Fernverkehrszüge kontrollieren zudem sogenannte "Sicherheitsteams" an Bord die Einhaltung der Maskenpflicht.

Gedränge in der Vorweihnachtszeit 2018 auf dem Hauptbahnhof in München | imago 87884576

Gedrängte Vorweihnachtszeit vor zwei Jahren: Wegen der Corona-Pandemie rechnet die Bahn in diesem Jahr mit bis zu 60 Prozent weniger Passagieren als in den Vorjahren. Bild: imago 87884576

2.12.2020 • 11:10 Uhr

Mehr als eine Million Corona-Infektionen in Polen

In Polen sind mittlerweile mehr als einer Million Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach Daten des polnischen Gesundheitsministeriums wurden 1.013.747 Virusinfektionen registriert; insgesamt starben bislang 18.208 Menschen, die positiv getestet wurden.

2.12.2020 • 11:10 Uhr

Interpol warnt vor Fälschung von Corona-Impfstoffen

Interpol hat weltweit vor Kriminalität im Zusammenhang mit Corona-Impfstoffen gewarnt. "Während Regierungen die Markteinführung von Impfungen vorbereiten, planen kriminelle Organisationen, Lieferketten zu unterwandern oder zu stören", sagte Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock. Wie die Organisation mitteilte, gehe es etwa um Diebstahl, Fälschung und das illegale Bewerben von Impfstoffen. Alle Behörden müssten auf die Bekämpfung dieser kriminellen Aktivitäten vorbereitet sein. Mit einer Wiederaufnahme des internationalen Reiseverkehrs sei es zudem wahrscheinlich, dass nicht genehmigte und gefälschte Corona-Tests in Umlauf gebracht würden.

2.12.2020 • 10:56 Uhr

Erste Coronafälle bei zwei Haustieren gemeldet

Erstmals seit der Einführung der bundesweiten Meldepflicht sind zwei Corona-Erkrankungen bei Haustieren gemeldet worden. Es handelt sich dabei um eine Katze aus Frankfurt und einen Hund aus München, sagte Thomas Mettenleiter, Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Grund zur Sorge seien die tierischen Corona-Fälle aber nicht. "Die Pandemie spielt sich zwischen Menschen ab", sagte Mettenleiter. Im Vergleich zu den Infektionen bei Menschen seien die Fallzahlen bei Tieren verschwindend gering. Weltweit wurden laut der Weltorganisation für Tiergesundheit nur etwa 70 Infektionen bei Haustieren nachgewiesen. Vor dem Hintergrund der Corona-Ausbrüche auf Nerzfarmen in Dänemark warnte Mettenleiter jedoch vor der Übertragung des Virus vom Menschen auf frei lebende Wildtiere.

2.12.2020 • 10:41 Uhr

Japan verspricht allen Einwohnern kostenlose Impfungen

Die japanische Regierung hat allen Einwohnern kostenlose Impfungen gegen das Coronavirus zugesichert. Das Oberhaus in Tokio verabschiedete ein entsprechendes Gesetz, das vorsieht, die Impfkosten für die rund 126 Millionen Bürgerinnen und Bürger zu tragen. Japan hat sich nach eigenen Angaben Impfstoffe für 60 Millionen Menschen beim Mainzer Pharmaunternehmens Biontech und dessen US-Partner Pfizer sowie für weitere 25 Millionen Menschen bei der Firma Moderna gesichert. Der britisch-schwedische Hersteller Astra Zeneca habe 120 Millionen Dosen Impfstoff zugesagt.

2.12.2020 • 10:21 Uhr

Verband der Intensivärzte warnt vor dritter Welle im Januar

Der Verband der deutschen Intensivärzte hält die derzeitige Belastung der Krankenhäuser in der Corona-Pandemie für noch beherrschbar. Es sei eine "hohe Stabilisierungsphase auf deutschen Intensivstationen" zu beobachten, sagte der Präsident der Deutschen interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Uwe Janssens, im ZDF-Morgenmagazin. Aufgrund des Teil-Lockdowns sei der Anstieg der Infektionszahlen gebremst worden. "Wir kommen auf ein Plateau", sagte Janssens. Kritisch sehe er die Lockerung der Corona-Beschränkungen über Weihnachten und Neujahr. Er habe Sorge, dass im Januar eine dritte Welle über die Intensivmedizin hereinbrechen könnte, sagte Janssen.

2.12.2020 • 10:08 Uhr

Australian Open auf Februar 2021 verschoben

Die Australian Open der Tennisprofis sollen erst im Februar 2021 und damit drei Wochen später als ursprünglich geplant beginnen. Das geht aus einem Brief von Turnierdirektor Craig Tiley an die Spielerinnen und Spieler hervor, wie mehrere Medien übereinstimmend berichteten. "Es hat eine Weile gedauert. Aber die großartige Nachricht ist, dass es so aussieht, dass wir in der Lage sind, die Australian Open vom 8. Februar an stattfinden zu lassen", heißt es in dem Brief. Demnach sollen die Profis mit ihrem stark reduzierten Betreuerteam zwischen dem 15. und 17. Januar 2021 nach Australien reisen und sich dann für zwei Wochen in Quarantäne begeben. Die Zeit, in denen sie die Hotel-Quarantäne verlassen dürfen, etwa zum Trainieren, soll auf fünf Stunden am Tag begrenzt werden. Zudem sollen alle Beteiligten mehrmals auf das Coronavirus getestet werden.

2.12.2020 • 10:04 Uhr

EZB: Mehr bargeldloses Bezahlen in der Pandemie

Die Corona-Pandemie hat nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) das bargeldlose Bezahlen an der Ladentheke kräftig angeschoben. In einer EZB-Umfrage vom Juli gaben rund vierzig Prozent der Befragten an, seit Beginn der Pandemie Bargeld weniger häufig verwendet zu haben. Fast 90 Prozent von ihnen wollen dies auch künftig beizubehalten. Der am meisten genannte Grund für die Umstellung sei demnach gewesen, dass elektronisches Bezahlen während der Pandemie zweckdienlicher geworden sei als das Zücken von Scheinen und Münzen.

2.12.2020 • 09:54 Uhr

Frankreich will mit Grenzkontrollen Skiurlaube verhindern

Frankreich will Fahrten in den Skiurlaub durch zufällige Grenzkontrollen verhindern. "Ziel ist es, französische Bürger daran zu hindern, sich zu infizieren. Das wird mit zufälligen Kontrollen an den Grenzen erreicht", sagte der französische PremierministerJean Castex dem Sender "BFM TV". Zuvor hatte bereits Frankreichs Präsident Emmanuel Macron angekündigt, die Französinnen und Franzosen davon abhalten zu wollen, ins Ausland zu reisen, sollte es Ländern geben, die ihre Skigebiete offen halte.

Frankreichs Premier hatte zuletzt erklärt, dass die Skilifte in Frankreichs Skigebieten geschlossen bleiben sollen. Während sich Deutschland und Italien für eine Öffnung der Skigebiete erst nach Neujahr stark machen, wollen Österreich und die Schweiz diese gar nicht schließen.

2.12.2020 • 09:39 Uhr

20.000 Soldaten sollen in Gesundheitsämtern helfen

Die Bundesregierung will mehr Soldatinnen und Soldaten zur Unterstützung in der Corona-Pandemie in die Gesundheitsämter schicken. "Wir haben das Kontingent aufgestockt für 20.000, insofern ist auch noch Luft nach oben", sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer der Sendergruppe RTL/ntv. Für den Einsatz bei den Ämtern komme es immer darauf an, ob die Soldaten in die Struktur passten und ob Arbeitsplätze vorhanden seien. "An der personellen Möglichkeit der Bundeswehr, zu helfen, mangelt es nicht", sagte Kramp-Karrenbauer. Derzeit seien rund 10.000 Soldatinnen und Soldaten im Corona-Einsatz. Die Truppe bereite sich nun auch darauf vor, bei der Lagerung und Sicherung von Impfstoffen zu helfen.

2.12.2020 • 09:35 Uhr

Vietnam stellt Flugverkehr vorübergehend ein

Vietnam hat nach den ersten lokal übertragenen Corona-Fällen innerhalb von drei Monaten vorübergehend den kommerziellen Flugverkehr ins Land eingestellt. Rückführungsflüge, mit denen alte oder kranke Menschen zurück nach Vietnam gebracht werden sollen, dürften aber weiter durchgeführt werden, berichtet die Zeitung "VnExpress". Zuvor war zum ersten Mal nach 89 Tagen eine örtlich übertragene Neuinfektion bestätigt worden: In Ho-Chi-Minh-Stadt hatte sich ein Mann bei einem befreundeten Flugbegleiter angesteckt, der aus Japan zurückgekehrt war. Mittlerweile sind zwei weitere Menschen aus dem Umfeld positiv getestet worden.

2.12.2020 • 09:25 Uhr

Lettland verhängt neue Corona-Beschränkungen

Angesichts steigender Infektionszahlen hat Lettlands Regierung den landesweiten Corona-Notstand um einen Monat verlängert und zusätzliche Beschränkungen eingeführt. Auf Beschluss des Kabinetts in Riga wird der Ausnahmezustand bis zum 11. Januar verlängert, teilte Regierungschef Krisjanis Karins mit. Die Regierung weitete zudem die Mundschutzpflicht auf alle Innenräume mit Ausnahme der eigenen Wohnung aus. Auch wird wieder die sogenannte 2+2-Regel eingeführt: Demnach dürfen nicht mehr als zwei Personen zusammen sein und sie müssen einen Abstand von mindestens zwei Metern zu anderen Personen einhalten. Einkaufszentren bleiben an Wochenenden und Feiertagen geschlossen; der Einzelhandel muss zudem sicherstellen, dass jedem Kunden 15 Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen. Fast alle Schulen stellen auf Fernunterricht um und von 4. Januar an müssen zudem alle Schüler und Lehrer im Unterricht Masken tragen.

2.12.2020 • 09:10 Uhr

Ausgangsbeschränkungen in allen sächsischen Landkreisen

Angesichts der sehr hohen Zahl an Neuinfektionen in Sachsen fährt der Freistaat nach Angaben von Ministerpräsident Michael Kretschmer jetzt einen harten Kurs. "Es gilt nahezu im gesamten Freistaat bis auf die drei großen Städte, die ein anderes Infektionsgeschehen haben, eine Ausgangsbeschränkung", sagt er im ZDF-Morgenmagazin. Menschen dürften das Haus nur aus wichtigen Gründen verlassen. Denn man müsse die Zahl der Neuinfektionen unbedingt rasch senken, weil die Krankenhäuser bereits extrem belastet seien. "Es ist höchste Eile geboten", warnte Kretschmer und appellierte an die Bevölkerung, die Lage sehr ernst zu nehmen.

2.12.2020 • 08:35 Uhr

Großbritannien plant schnellen Impfbeginn

Großbritannien will bereits von kommender Woche an den Corona-Impfstoff der Hersteller Biontech und Pfizer einsetzen. Der Impfstoff stehe schon zu Wochenbeginn zur Verfügung, teilte das britische Gesundheitsministerium mit. "Das sind sehr gute Nachrichten", sagte Gesundheitsminister Matt Hancock.

2.12.2020 • 08:07 Uhr

Großbritannien lässt Biontech-Impfstoff zu

Die britische Aufsichtsbehörde für Arzneimittel hat nach Angaben des Mainzer Pharmaunternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer eine Notfallzulassung für deren Corona-Impfstoff erteilt. Damit bekommen die Briten früher grünes Licht für einen Corona-Impfstoff als die EU und die USA. Es ist die weltweit erste Zulassung dieses Corona-Impfstoffs. Biontech und Pfizer erklärten, die Zulassung sei "ein bahnbrechender wissenschaftlicher Meilenstein".

2.12.2020 • 08:05 Uhr

Datenschutzbeauftragter für Verbesserungen an Corona-App

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber (SPD) hat sich hinter Forderungen nach einer Verbesserung der Corona-Warn-App gestellt. "Wir sind der festen Überzeugung, dass man die Corona-Warn-App um Funktionen ergänzen kann, ohne Datenschutzprobleme zu bekommen", sagte er der "Welt". So könne etwa eine automatische Cluster-Erkennung integriert werden. "Außerdem könnte man die Zettelwirtschaft in der Gastronomie beenden, indem man eine entsprechende Registrierungsmöglichkeit in der App integriert", sagte Kelber. Denkbar sei auch, dass die Nutzer negative Testergebnisse freiwillig teilten, um die Pandemie-Forschung zu unterstützen. Diese Funktionen ließen sich demnach datenschutzkonform umsetzen.

2.12.2020 • 07:56 Uhr

Steuervorteile für Corona-Prämien sollen verlängert werden

Union und SPD wollen die Steuervorteile für Corona-Bonuszahlungen an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bis zum 30. Juni 2021 verlängern. Darauf verständigten sich die Vizevorsitzenden beider Fraktionen, Andreas Jung (CDU) und Achim Post (SPD), berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Jung begründete die Verlängerung damit, dass die Sonderleistung andernfalls etwa bei Pflegekräften verpuffen würde, deren Einrichtungen den Bonus erst später bezahlten. "Das darf nicht sein, gerade die Honorierung des herausragenden Einsatzes in Pflege und Betreuung soll mit der Steuerbefreiung verstärkt werden", sagte der CDU-Fraktionsvize.

Nach geltendem Recht sind zwischen dem 1. März und dem 31. Dezember 2020 gezahlte Corona-Prämien bis zur Höhe von 1500 Euro steuerfrei. Mit der Verlängerung um ein halbes Jahr können Arbeitgeber den Bonus noch bis Ende Juni 2021 auszahlen. An der steuerfreien Gesamthöhe der Prämie ändert sich dadurch nichts.

2.12.2020 • 07:34 Uhr

Japan will ausländische Zuschauer zu Olympia ins Land lassen

Japan will ausländische Besucherinnen und Besucher zu den Olympischen Spielen im kommenden Jahr einreisen lassen und zugleich für Maßnahmen zum Schutz gegen das Coronavirus sorgen. Wie die japanische Tageszeitung "Nihon Keizai Shimbun" berichtet, soll eine Impfung keine Bedingung für die Einreise sein. Auch solle die Benutzung von Transportmitteln nicht beschränkt werden. Stattdessen wolle man auf die Verwendung von Smartphone-Apps setzen, die unter anderem Daten zu Visa, Eintrittskarten und Reiseinformationen enthalten. Ausländische Athletinnen und Athleten müssen sich während der Spiele derweil alle vier bis fünf Tage auf das Coronavirus testen lassen, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtete.

2.12.2020 • 07:04 Uhr

Spahn: Keine Garantie für Schnelltests in allen Heimen an Weihnachten

Gesundheitsminister Jens Spahn hat die Hoffnung auf eine Verfügbarkeit von Corona-Schnelltests in allen Alten- und Pflegeheimen bis Weihnachten gedämpft. "Kann ich versprechen, dass jedes Pflegeheim am 24.12. welche hat? Nein", sagte Spahn im WDR-Fernsehen. Es seien schon Tests verfügbar, aber eben noch nicht überall ausreichend, so Spahn. Das werde sich aber Zug um Zug verbessern. Ein Schnelltest könne eine zusätzliche Sicherheit für einen Besuch bei Verwandten bedeuten, sagte Spahn. Die anderen Corona-Regeln seien damit aber nicht aufgehoben.

2.12.2020 • 06:58 Uhr

Neuer Höchstwert: RKI meldet 487 Corona-Todesfälle

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 487 Todesfälle im Zusammenhang einer Coronavirus-Erkrankung gemeldet. Das ist ein neuer Höchstwert seit Beginn der Pandemie, wie aus den RKI-Zahlen hervorgeht. Der bisherige Höchstwert mit 426 Todesfällen war am vergangenen Freitag erreicht worden.

2.12.2020 • 06:52 Uhr

Hongkong verschärft Corona-Maßnahmen

Hongkong beschränkt in der Corona-Pandemie die meisten Zusammenkünfte auf zwei Menschen. Ausnahmen gelten nur noch für einige Gruppen, etwa für Hochzeiten oder Aktionärstreffen. Hier dürften bis zu 20 Menschen teilnehmen. Für religiöse Aktivitäten oder Gruppenreisen will die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungszone aber keine Ausnahmen mehr machen. Für Verstöße gegen die Maskenpflicht oder das Verweigern angeordneter Corona-Tests werden die Strafen verschärft. Mitarbeiter in Pflegeheimen und Behinderteneinrichtungen sollen verpflichtend auf den Erreger der Krankheit Covid-19 getestet werden. Die Behörden hatten zuletzt 82 Neuansteckungen registriert; ein Großteil davon sei innerhalb der Stadt übertragen worden.

2.12.2020 • 06:45 Uhr

Städtebund fordert mehr verkaufsoffene Sonntage

Angesichts der Umsatzeinbrüche bei vielen Einzelhändlern in der Corona-Krise fordert der Städte- und Gemeindebund, mehr verkaufsoffene Sonntage zu gestatten. Die Geschäfte in den Innenstädten gerieten "zunehmend in die Krise und können sich kaum gegen einen Online-Handel behaupten, der sieben Tage die Woche 24 Stunden offen ist", sagte Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, dem "Handelsblatt". "Da wäre es richtig und wichtig, jedenfalls in dieser Krisensituation zusätzliche verkaufsoffene Sonntage zu ermöglichen." Zuvor hatte bereits Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier angeregt, im kommenden Jahr mehr verkaufsoffene Sonntage zu gestatten. Auch die FDP hatte die Länder aufgefordert, in ihren Ladenschlussgesetzen zu ermöglichen, dem Einzelhandel an möglichst vielen Sonntagen die Öffnung zu erlauben.

2.12.2020 • 06:40 Uhr

Berlins Regierender Bürgermeister räumt Probleme bei Corona-Finanzhilfen ein

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat Probleme bei den Finanzhilfen für Unternehmer in der Corona-Krise eingeräumt. "Wir bemühen uns händeringend, das zu organisieren und ich gebe zu, das funktioniert nicht immer gut", sagte er im RBB-Bürgertalk Wir müssen reden. Der Betreiber eines Fitnessstudios aus Senftenberg in Brandenburg hatte Müller zuvor vorgeworfen, betroffenen Unternehmen keine Perspektive und keine funktionierende Lösung für die coronabedingten Ausfälle im November und Dezember anzubieten. Die bürokratischen Hürden seien zu hoch, das Geld könne nur sehr schwer beantragt werden.

Müller erklärte dies mit schwer handhabbaren EU-Regeln, räumte aber ein, dass es womöglich eine Überbrückung auf Landesebene oder vom Bund für den verzögerten Geldfluss geben müsse. Weniger Verständnis zeigte Müller für den Appell, Fitnessstudios müssten wieder öffnen, da es dort kaum Infektionen gäbe. "Alle Betroffenen sagen uns natürlich, wir sind es nicht, aber merkwürdig: die Zahlen steigen", sagte Müller. Wenn man Menschen schützen wolle, müsse man mitunter harte Entscheidungen treffen, die vielleicht für Unternehmen schwer nachvollziehbar seien, so Müller.

2.12.2020 • 06:28 Uhr

Peru öffnet Machu Picchu für Besucher

Peru lockert die Corona-Auflagen für die weltberühmte Inka-Stätte Machu Picchu und erlaubt wieder mehr als tausend Besucher am Tag. Es könnten nun wieder täglich 1116 Menschen das wichtigste Touristenziel des Landes besuchen, teilte das Kulturministerium in Lima mit. Das Ministerium begründete den Schritt mit den sinkenden Infektionszahlen in Peru. Machu Picchu war nach monatelanger Schließung zuletzt zunächst wieder für wenige Besucher geöffnet worden.

Machu Picchu während der Wiedereröffnung nach der coronabedingten Schließung der Stätte. | AFP

Machu Picchu im November: Vor der Pandemie hatten täglich bis zu 5000 Menschen die Stätte besucht. Nach der Wiedereröffnung durften zunächst nur 675 Besucher pro Tag die Ruinenstadt, inzwichen sind wieder 1116 erlaubt. Bild: AFP

2.12.2020 • 06:20 Uhr

Saarländischer Ministerpräsident fordet Ende des Streits über Corona-Hilfen

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans hat ein Ende des Bund-Länder-Streits über die Finanzierung der Corona-Hilfen gefordert. "Statt gegenseitiger Schuldzuweisungen sollten Bund und Länder gemeinsam und geschlossen dafür sorgen, dass wir möglichst gut über die schwierigen Wintermonate der Pandemie kommen", sagte Hans der "Rheinischen Post". Zugleich wies er Kritik an den Ländern aus der eigenen Bundestagsfraktion zurück. "Wir fühlen uns vom Bund nicht alleine gelassen. Aber wir lassen umgekehrt auch den Bund nicht im Regen stehen. Wir werden als Länder unserer finanziellen Verantwortung in der Corona-Krise gerecht."

Hans sagte der "Rheinischen Post", allein das Saarland habe einen Nachtragshaushalt mit 2,1 Milliarden Euro an coronabedingten Sonderausgaben auf den Weg gebracht. Das entspreche der Hälfte eines regulären Landeshaushalts. "Wir gehen damit an die Schmerzgrenze dessen, was für ein Haushaltsnotlagenland wie das Saarland möglich ist."

2.12.2020 • 05:48 Uhr

Mehr als 17.000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland sind innerhalb eines Tages mehr als 17.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Morgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 17.270 neue Ansteckungsfälle erfasst. Das waren gut 1300 weniger als am Mittwoch vor einer Woche, als das RKI 18.633 Neuinfektionen gemeldet hatte.  Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie in Deutschland nach RKI-Angaben 1.084.743 Infektionen erfasst. Die Zahl der Corona-Toten in Deutschland stieg den Angaben zufolge um 487 auf 17.123. Die Zahl der Genesenen lag bei etwa 779.500.

2.12.2020 • 05:32 Uhr

US-Gesundheitsbehörde CDC verkürzt Quarantänepflicht

Die US-Gesundheitsbehörde CDC will nach Angaben eines Regierungssprechers in Kürze die empfohlene Dauer der Selbstisolation nach einem möglichen Kontakt mit einer infizierten Person auf zehn Tage verkürzen. Mit Vorlage eines negativen Testergebnisses könne die Quarantäne auch bereits nach sieben Tagen beendet werden. Derzeit liegt die Empfehlung der CDC noch bei 14 Tagen.

2.12.2020 • 04:57 Uhr

Städte- und Gemeindebund für Wiedereröffnung der Gaststätten im Januar

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat eine Wiedereröffnung der Gaststätten im Januar mit einer abendlichen Sperrstunde vorgeschlagen. "Die Schließung von Gaststätten und Hotels über das Jahresende hinaus werden wir schon allein aus wirtschaftlichen Gründen nur schwer durchhalten können. Das wird für den Staat einfach zu teuer", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Er erwarte daher ab Januar eine "vorsichtige Wiedereröffnung von Teilen der Gastronomie". Vorbild könnte laut Landsberg die Schweiz sein: "Dort mussten die Gaststätten nicht schließen, aber um 21 Uhr ist dort abends Schluss", sagte der Hauptgeschäftsführer.

2.12.2020 • 04:57 Uhr

Mehr als 2500 Corona-Tote in den USA binnen 24 Stunden

In den USA sind innerhalb eines Tages mehr als 2500 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Binnen 24 Stunden seien landesweit 2562 Corona-Todesfälle registriert worden, teilte die Johns-Hopkins-Universität am Dienstagabend mit. So viele Tote hatte es in den USA zuletzt Ende April auf dem Höhepunkt der ersten Infektionswelle gegeben. Die Johns-Hopkins-Universität verzeichnete bis Dienstagabend zudem mehr als 180.000 Neuinfektionen. Rund 99.000 Infizierte wurden demnach in Krankenhäusern behandelt.

Über dieses Thema berichteten am 02. Dezember 2020 die tagesschau um 17:00 Uhr und B5 aktuell um 17:33 Uhr.