Eine DRK-Mitarbeiterin demonstriert vor dem Zelt der Metropolishalle des Filmparks Babelsberg die Prozedur des Abstrichs für einen Corona-Test. | dpa
Liveblog

Liveblog zum Coronavirus ++ Weltweit mehr als 60 Millionen Infektionen ++

Stand: 25.11.2020 23:44 Uhr

Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Corona-Infektionen liegt inzwischen bei mehr als 60 Millionen. In Deutschland können Firmen und Solo-Selbstständige ab sofort Hilfen beantragen.


  • Teil-Lockdown in Luxemburg
  • Novemberhilfen können beantragt werden
  • Österreich startet Anfang Dezember mit Corona-Massentests
  • Neue Version der Corona-Warn-App veröffentlicht
  • Russland meldet Höchstwert bei Corona-Todesfällen
  • RKI: 18.633 Neuinfektionen in Deutschland
25.11.2020 • 23:44 Uhr

Ende des Liveblogs

Wir beenden den Liveblog für heute und bedanken uns für Ihr Interesse.

25.11.2020 • 20:42 Uhr

Weltweit mehr als 60 Millionen Infektionen nachgewiesen

Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Corona-Infektionen liegt inzwischen bei mehr als 60 Millionen. Das geht aus Daten der Johns Hopkins-Universität in Baltimore hervor. In weniger als drei Wochen stieg die Zahl der nachgewiesenen Infektionen damit um zehn Millionen an. Die Zahl der bekannten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus liegt seit Beginn der Pandemie bei über 1,4 Millionen. Experten gehen von hohen Dunkelziffern aus. Die Johns-Hopkins-Zahlen werden regelmäßiger aktualisiert und liegen daher oft etwas höher als amtliche Daten. Die Weltgesundheitsorganisation gab die Zahl der bekannten Infektionen am Mittwoch mit 59,2 Millionen und die der Todesfälle mit knapp 1,4 Millionen an. Die meisten bestätigten Infektionen gibt es mit 12,6 Millionen in den USA, wo auch die meisten Toten verzeichnet wurden. In Indien sind mittlerweile 9,2 Millionen Infektionen nachgewiesen worden, in Brasilien sind es 6,1 Millionen.

25.11.2020 • 20:03 Uhr

Türkei meldet erstmals wieder alle Corona-Infektionen

Die Türkei hat erstmals seit Ende Juli wieder alle Corona-Neuinfektionen gemeldet und dadurch einen sprunghaften Anstieg der Zahlen verzeichnet. 28.351 neue Ansteckungen seien innerhalb eines Tages dazugekommen, sagte Gesundheitsminister Fahrettin Koca. Er betonte, dass in diese Zahl alle positiv Getesteten eingerechnet seien und nicht nur jene, die wegen Corona-Symptomen in Behandlung waren. Der türkischen Regierung war vorgeworfen worden, das tatsächliche Ausmaß der Pandemie im Land zu verschleiern, als bekannt wurde, dass positiv Getestete ohne Symptome seit dem 29. Juli gar nicht mehr in der Statistik erschienen.

25.11.2020 • 19:05 Uhr

Luxemburg beschließt Teil-Lockdown

Mit knapper Mehrheit hat das Parlament in Luxemburg für ein Gesetz der Regierung gestimmt, das einen Teil-Lockdown vorsieht. So müssen ab diesem Donnerstag Restaurants, Kneipen sowie zahlreiche Kultur- und Freizeiteinrichtungen bis zum 15. Dezember schließen. Zudem werden die Kontaktbeschränkungen weiter verschärft.

Mit dem Paket reagiert Luxemburg auf weiterhin hohe Corona-Infektionszahlen. Die neue Corona-Welle hat das zweitkleinste Land der EU mit gut 600.000 Einwohnern hart getroffen. Nach Angaben des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten liegt Luxemburg bei der 14-Tage-Inzidenz, also der Zahl der Neuinfektionen binnen 14 Tagen pro 100.000 Einwohner, mit 1284 derzeit europaweit vorn.

25.11.2020 • 18:42 Uhr

Italien und Großbritannien melden mehr Fälle

Italien meldet 25.853 neue positive Nachweise auf das Coronavirus, ein Anstieg zum Vortag. Die Zahl der neuen Todesfälle sinkt dagegen auf 722 von 853 tags zuvor. Insgesamt werden damit bislang 52.028 Todesfälle und knapp 1,5 Millionen Positiv-Tests registriert.

Auch in Großbritannien stieg die Zahl neuer Positiv-Tests - auf 18.213. Das sind etwa 7000 mehr als am Vortag. Auch die Zahl der Todesfälle steigt mit 696. London will ab dem 2. Dezember einen nationalen Lockdown durch schärfere regionale Maßnahmen ersetzen.

25.11.2020 • 17:41 Uhr

Morddrohung gegen Thüringens Innenminister Maier in "Querdenker"-Chat

Thüringens Innenminister Georg Maier hat kürzlich vorgeschlagen, ein Verbot der AfD zu prüfen. Als Reaktion darauf erhielt der SPD-Politiker jetzt offenbar aus Kreisen von Corona-Leugnern Morddrohungen. Auch in Maiers Wahlkreisbüro ging ein Drohbrief ein. Dieser löste einen Feuerwehreinsatz aus.

25.11.2020 • 17:35 Uhr

Bulgarien schließt Schulen und Restaurants

Angesichts steigender Corona-Neuinfektionen schließt Bulgarien Schulen und Restaurants. "Ab dem 27. November bis zum 21. Dezember gelten neue Anti-Epidemie-Maßnahmen", sagte Gesundheitsminister Kostadin Angelow. Universitäten und Schulen sollen demnach auf Online-Unterricht umstellen. Kindergärten schließen vollständig. Theater dürfen mit einem Besucherlimit von 30 Prozent ihrer Kapazitäten weiter betrieben werden. Restaurants sollen Essen nur noch zum Mitnehmen verkaufen. Kirchen und andere Gotteshäuser bleiben geöffnet, ebenso wie öffentliche Parks und Gärten. Reisebeschränkungen soll es nicht geben.

Das bulgarische Gesundheitssystem war in den vergangenen Wochen zunehmend unter Druck geraten. Es gab mehrere Fälle von Patienten, die vor Krankenhäusern gestorben waren, während sie auf ihre Aufnahme warten mussten.

25.11.2020 • 17:32 Uhr

Hitzige Diskussionen bei Bund-Länder-Treffen

Vor allem die Debatte über sogenannte Hotspots verlaufe lebhaft, sagt die Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios, Tina Hassel. Auch beim Thema Schulen gebe es noch keine Einigung.

25.11.2020 • 17:32 Uhr

Anträge auf Novemberhilfen ab sofort möglich

Firmen im Teil-Lockdown und Solo-Selbstständige wie etwa Künstler können ab sofort Anträge auf die Novemberhilfen stellen. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Das erste Geld soll dann in Form von Abschlagszahlungen ab Ende November fließen - ein Vorschuss auf spätere Zahlungen ohne eine tiefergehende Prüfung.

Konkret sollen Unternehmen einen Abschlag in Höhe von bis zu 50 Prozent ihrer beantragten Summe erhalten, maximal 10.000 Euro. Betroffene können in ihrem Antrag auf die Novemberhilfe angeben, ob sie eine Abschlagszahlung wollen. Die Anträge können über eine bundeseinheitliche IT-Plattform gestellt werden. Der Antrag muss elektronisch durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwalt gestellt werden - damit soll Missbrauch vorgebeugt werden. Solo-Selbstständige sind bis zu einem Förderhöchstsatz von 5000 Euro unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt.

Die Anträge auf können bis zum 31. Januar 2021 gestellt werden. Der Bund rechnet mit einem Finanzvolumen von 14 bis 15 Milliarden Euro. Das Geld soll aus einem Topf für laufende Überbrückungshilfen kommen, der aber bei weitem nicht ausgeschöpft ist. Für eine Verlängerung des Teil-Lockdowns bis zum 20. Dezember sind erneut Finanzhilfen geplant - und zwar im Umfang von voraussichtlich 17 Milliarden Euro.

25.11.2020 • 16:42 Uhr

Großbritannien: größter Wirtschaftseinbruch seit drei Jahrhunderten

Großbritannien verzeichnet Regierungsprognosen zufolge in diesem Jahr den größten jährlichen Wirtschaftseinbruch in über drei Jahrhunderten. Der Wirtschaftsrückgang im Jahr 2020 betrage 11,3 Prozent, sagte Finanzminister Rishi Sunak während einer Parlamentssitzung. Sunak prognostizierte eine Erholung der britischen Wirtschaft von 5,5 Prozent im kommenden Jahr, sowie ein Wachstum von 6,6 Prozent im Jahr 2022. Demnach werde die britische Wirtschaft erst im Jahr 2022 zum Vorkrisen-Niveau zurückkehren.

Sunak kündigte zudem an, Hilfen für Entwicklungsländer zu kürzen. Fünf ehemalige Premierminister des Landes sowie zahlreiche Hilfsorganisationen protestierten gegen die Ankündigung. David Cameron sprach etwa von einem "moralischen, strategischen und politischen Fehler".

25.11.2020 • 16:35 Uhr

Verbesserte Corona-Warn-App zum Download bereit

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes steht in einer verbesserten Variante zum Herunterladen bereit. Die aktuelle Version 1.7 ist im Google Play Store und dem App Store von Apple erschienen. Mit dem Update kann die Risikoüberprüfung nun mehrmals täglich erfolgen. Bislang erfolgte die Aktualisierung nur einmal am Tag. Außerdem erhalten positiv getestete Nutzer mit der aktuellen Version eine Erinnerung, wenn sie ihr Testergebnis noch nicht geteilt haben sollten.

Die im Juni gestartete Warn-App des Robert Koch-Instituts (RKI) kann messen, ob sich Handynutzer über eine längere Zeit näher als etwa zwei Meter gekommen sind. Ist ein Nutzer positiv getestet worden und hat dies in der App geteilt, meldet sie anderen Anwendern, dass sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben.

25.11.2020 • 16:27 Uhr

Litauen verlängert Teil-Lockdown bis kurz vor Weihnachten

Litauens amtierende Regierung hat den Teil-Lockdown bis zum 17. Dezember verlängert. Gastronomische Betriebe dürfen damit weiter nur noch außer Haus verkaufen, Freizeit-, Kultur-, Unterhaltungs- und Sportstätten bleiben weitestgehend geschlossen sowie Veranstaltungen und Versammlungen an öffentlichen Orten untersagt. Weiter gilt eine Maskenpflicht in fast allen öffentlichen Räumen.

Die Regierung lockerte aber die Beschränkungen für Museen und Galerien, die ab 10. Dezember von Gruppen von nicht mehr als zwei Personen (außer Familien) besucht werden dürfen. Sie müssen dabei aber sicherstellen, dass für jeden Besucher eine Fläche von 10 Quadratmetern zur Verfügung steht und Abstandsregeln gelten.

25.11.2020 • 16:23 Uhr

Offenbar Einigung beim Thema Einzelhandel

Laut der Nachrichtenagentur dpa gibt es bei den Beratungen von Bund und Ländern zum Punkt Einzelhandel eine Einigung. So soll künftig gelten, dass sich in kleineren und mittleren Geschäften mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern höchstens eine Person pro 10 Quadratmetern Verkaufsfläche befinden soll.

In größeren Geschäften mit einer Verkaufsfläche ab 801 Quadratmetern insgesamt wie Kaufhäusern ist folgendes geplant: Bis zu einer Fläche von 800 Quadratmetern soll sich höchstens eine Person pro 10 Quadratmetern befinden - auf der 800 Quadratmeter übersteigenden Fläche höchstens eine Person pro 20 Quadratmetern.

Außerdem soll im Groß- und Einzelhandel die Maskenpflicht erweitert werden. Sie soll künftig auch vor Einzelhandelsgeschäften und auf Parkplätzen gelten. Die Bevölkerung wird außerdem aufgerufen, die Weihnachtseinkäufe möglichst auch unter der Woche zu tätigen.

25.11.2020 • 16:11 Uhr

Österreich startet Anfang Dezember mit Massentests der Bevölkerung

Österreichs freiwillige Corona-Massentests in der Bevölkerung starten nach Angaben von Bundeskanzler Sebastian Kurz am ersten Dezemberwochenende. Zunächst führen die Bundesländer Tirol und Vorarlberg bei ihren rund 1,1 Millionen Einwohnern die großflächige Testaktion nach dem Vorbild der Slowakei und Südtirol durch. Termine für die anderen Bundesländer sollen dann folgen.

Außerdem sollen in Österreich am ersten Dezember-Wochenende Tests für bestimmte Berufsgruppen wie Lehrer und Polizisten stattfinden. Geplant ist, möglichst viele Einwohner mit Antigen-Schnelltests auf den Erreger Sars-CoV-2 zu testen. Um das Risiko falsch positiver Tests zu minimieren, soll es Nachtestungen geben.

In Österreich sind seit Anfang November wegen der drohenden Überfüllung der Intensivstationen in der Corona-Pandemie Kultur, Gastronomie und Freizeiteinrichtungen geschlossen, seit Mitte November auch Schulen und die meisten Geschäfte. Auch Ausgangsbeschränkungen gelten in dem vorläufig bis zum 7. Dezember herrschenden sogenannten Lockdown. Der Anstieg der Neuinfektionen hat sich seitdem etwas verlangsamt, bewegt sich aber weiter auf hohem Niveau.

25.11.2020 • 15:21 Uhr

Österreich erteilt Söder-Forderung nach Schließung der Ski-Gebiete Absage

Österreichs Tourismusministerin Elisabeth Köstinger hat den Vorschlag des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, Skigebiete wegen der Corona-Pandemie zu schließen, zurückgewiesen. Sie könne dem Vorstoß nichts abgewinnen, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Winterurlaub in Österreich wird sicher sein. Unsere Betriebe haben bereits umfassende Sicherheitskonzepte für den Skiurlaub." Après-Ski werde es in dieser Saison aber nicht geben.

Söder drängt auf eine gemeinsame europäische Lösung für Skiurlauber. Die Aussicht auf entsprechende Reisebewegungen über die kommenden Feiertage bereite ihm "große Sorge", sagte er im ARD-"Morgenmagazin"

25.11.2020 • 15:15 Uhr

Scharfe Kritik an geplantem AfD-Parteitag mit 600 Delegierten

Die Bürgermeisterin der Stadt Kalkar, Britta Schulz, hat den geplanten AfD-Präsenzparteitag am Wochenende mit 600 Delegierten als "verantwortungslos" kritisiert. Die Stadt könne die Veranstaltung aber nicht verbieten, weil die Corona-Schutzverordnung für solche Parteiveranstaltungen ausdrücklich Ausnahmen vorsehe.

Das Ordnungsamt kündigte scharfe Kontrollen des eingereichten Hygienekonzeptes an. Bei massiven Verstößen habe die Behörde auch das Recht, die Veranstaltung abzubrechen. Geplant ist am Samstag auch eine größere Gegendemonstration mit etwa 1000 Teilnehmern. Auch diese werde sorgfältig kontrolliert, so das Ordnungsamt.

Bei dem AfD-Parteitag am 28. bis 29. November geht es vor allem um Sozialpolitik und die Nachwahl von zwei Vorstandsmitgliedern der Partei. Veranstaltungsort ist das weitläufige ehemalige Kraftwerksgelände in Kalkar mit großen Messehallen, die Platz für Tausende Besucher bieten.

25.11.2020 • 14:52 Uhr

Virtuelle Weihnachtsbaumübergabe im Kanzleramt

Wegen der Corona-Pandemie verlegt das Bundeskanzleramt auch eine Tradition der Vorweihnachtszeit ins Internet. Geplant ist für Donnerstagnachmittag eine "virtuelle Übergabe des Weihnachtsbaumes" an Kanzlerin Merkel. Der Termin werde live im Internet zu verfolgen sein. Im vergangenen Jahr hatte Merkel kurz vor dem ersten Advent noch höchstpersönlich eine 14 Meter hohe Nordmanntanne aus Schleswig-Holstein im Ehrenhof des Kanzleramts in Empfang genommen.

25.11.2020 • 14:40 Uhr

Wieder mehr Anträge auf US-Arbeitslosenhilfe

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist überraschend gestiegen. Insgesamt stellten vorige Woche 778.000 US-Bürger einen solchen Antrag auf staatliche Stütze und damit 30.000 mehr als eine Woche zuvor, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Ökonomen hatten hingegen mit einem Rückgang gerechnet.

Der schwächelnde Arbeitsmarkt ist eine der größten Herausforderungen für den künftigen US-Präsidenten Joe Biden. Wegen der Corona-Pandemie gingen mehr als 22 Millionen Jobs verloren, von denen bislang nur etwa zwölf Millionen zurückgewonnen wurden.

25.11.2020 • 14:29 Uhr

Bundesländer gegen Bund-Vorschlag zu Corona-Auflagen für Bahn

Die Bundesländer sehen die vom Bund vorgeschlagenen Corona-Auflagen für die Deutsche Bahn kritisch. In dem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Entwurf für die abschließende Beratung mit Kanzlerin Merkel sind die Passagen wieder gestrichen, die der Deutschen Bahn vorschreiben, im Winter nur die Fensterplätze zu reservieren, um den Abstand zwischen Passagieren zu garantieren. Hintergrund ist die Sorge, dass dann ähnliche Forderungen auch für den öffentlichen Nahverkehr erhoben werden.

25.11.2020 • 14:26 Uhr

Infektionszahlen in Österreich weiterhin hoch

In Österreich sind die Infektionszahlen im Laufe der Woche wieder gestiegen. Binnen 24 Stunden wurden nach Angaben der Behörden 5802 neue Positiv-Tests gemeldet. Das sind über 1100 Infizierte mehr als am Vortag. Gesundheitsminister Rudolf Anschober erklärte. man könne noch nicht von einer Trendwende sprechen.

4576 Menschen müssen aufgrund des Corona-Virus im Krankenhaus behandelt werden, über 700 Erkrankte liegen auf Intensivstationen. Österreich ist seit neun Tagen im zweiten vollständigen Lockdown. Davor wurden mehr als 9000 Neuinfektionen täglich registriert. Die Auswirkungen des Lockdowns auf die Zahlen werden nach zehn bis 14 Tagen erwartet.

25.11.2020 • 13:54 Uhr

Italien: Geburtenrate sinkt auf historischen Tiefstand

Die italienische Geburtenrate sinkt einer Prognose zufolge wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr auf einen historischen Tiefstand. "Das Klima von Angst und Ungewissheit sowie finanzielle Schwierigkeiten" könnten dazu führen, dass im Jahr 2020 in Italien nur 408.000 Babys zur Welt kommen, sagte der Leiter der Statistikbehörde, Gian Carlo Blangiardo.

Bereits im vergangenen Jahr war mit 420.000 Geburten die niedrigste Rate seit 150 Jahren registriert worden. Auch für das kommende Jahr geht die Behörde von einem weiteren Rückgang aus: Lediglich 393.000 Babys könnten demnach im Jahr 2021 geboren werden. Blangiardo sprach von einer "demografischen Rezession" seit 2015, die "in der italienischen Geschichte beispiellos ist".

25.11.2020 • 13:42 Uhr

DJV: Polizei muss Feindesliste von Corona-Leugnern ernst nehmen

Der Deutsche Journalistenverband (DJV) hat die Ermittlungsbehörden aufgefordert, die Bedrohung durch sogenannte Corona-Leugner und Querdenker ernst zu nehmen. Zuletzt seien in Chatgruppen der Gegner der Corona-Maßnahmen sogenannte Feindeslisten mit den Namen von gut 170 Journalisten, Politikern und Menschen, die sich unter anderem gegen Antisemitismus und Rassismus engagieren, aufgetaucht, teilte der DJV mit.

Der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall erklärte, solche Listen seien zuletzt beim sogenannten NSU 2.0 aufgetaucht. "Das ist ein übler Versuch der Einschüchterung für diejenigen, die auf den Listen stehen und damit als Ziele für Drohungen, Beleidigungen und Schlimmeres markiert werden." Schon allein auf einer solchen Liste zu stehen, könne für Journalisten bedrohlich sein und könne auch bei anderen möglicherweise zur Selbstzensur führen, um erst gar nicht auf einer solchen Liste zu landen.

Überall forderte, die Corona-Protestbewegung genau zu beobachten. "Neben berechtigter Kritik an den Maßnahmen sehen wir leider zunehmend Antisemitismus, Rassismus, Verschwörungsideologien und Demokratiefeindlichkeit, die sich auch in verbalen und körperlichen Angriffen auf Journalisten bahnbrechen", erklärte er.

25.11.2020 • 13:39 Uhr

Österreich: Schulen und Handel nach Lockdown zuerst öffnen

Die österreichische Regierung will am kommenden Mittwoch den Fahrplan für die Öffnungsschritte nach dem harten Lockdown im Land vorlegen. Klar sei, dass Schulen und der Handel zuerst wieder geöffnet werden, sagt Kanzler Sebastian Kurz nach der Kabinettssitzung. "Wir werden nichts überstürzen." Die Öffnung werde "behutsam, vorsichtig und nur schrittweise erfolgen".

Der Dezember werde eine herausfordernde Phase, auch für Weihnachten und Silvester soll es Regelungen geben, kündigt der konservative Politiker an. Der vollständige Lockdown ist bis zum 6. Dezember geplant. Darüber hinaus soll am ersten Dezember-Wochenende mit Massentests in Tirol und Vorarlberg begonnen werden. Bundesweit werden bestimmte Berufsgruppen wie Lehrer und Pädagogen zuerst getestet.

25.11.2020 • 13:35 Uhr

Kliniken: Corona-Beschränkungen bis ins neue Jahr nötig

Angesichts weiter hoher Infektionszahlen halten die Kliniken Corona-Beschränkungen bis ins neue Jahr hinein für nötig. "Die Kapazitäten der Krankenhäuser dürfen nicht ausgereizt werden", so Gerald Gaß, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft. "Die Situation bleibt angespannt, aber noch beherrschbar." Die Politik dürfe keine falschen Hoffnungen wecken. "Es ist nicht realistisch, der Bevölkerung zu vermitteln, dass wir im Januar und Februar eine signifikant andere Situation haben werden."

Ein geringes Infektionsgeschehen wie in den Sommermonaten sei im Winter unrealistisch. "Beschränkungen werden bis ins Jahr 2021 notwendig sein, erst eine Impfung wird für spürbare Entspannung sorgen", sagte Gaß. Der bisherige Teil-Lockdown habe zwar das rasante Wachstum der Infektionszahlen gebrochen, sie seien aber weiter auf hohem Niveau. Auch eine punktuelle Ausweitung von Beschränkungen sei nötig, um das Infektionsgeschehen einzubremsen.

25.11.2020 • 13:32 Uhr

Drei Coronafälle bei Österreichs Skispringern

Die österreichischen Skispringer Gregor Schlierenzauer und Philipp Aschenwald sowie Cheftrainer Andreas Widhölzl sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die beiden Sportler und der Coach befinden sich aktuell in Quarantäne, wie der Österreichische Skiverband (ÖSV) bekanntgab. Weltcup-Rekordsieger Schlierenzauer und Widhölzl hätten leichte Symptome. Auch die anderen Sportler, die beim Saisonauftakt am vergangenen Wochenende in Wisla dabei waren, haben sich isoliert. Sie alle werden bei der zweiten Weltcup-Station an diesem Wochenende im finnischen Ruka nicht dabei sein.

25.11.2020 • 13:12 Uhr

Russland: Höchstwert bei Corona-Todesfällen

Russland hat mit 507 Coronavirus-Todesfällen einen neuen Tages-Höchstwert verzeichnet. Die Zahl der Toten stieg auf insgesamt 37.538, wie Behörden in Moskau mitteilten. Zuletzt hatte sich auch Kremlchef Wladimir Putin besorgt gezeigt über die hohen Sterberaten.

Insgesamt sind im flächenmäßig größten Land der Erde weiter Zweifel verbreitet, ob die Behörden das ganze Ausmaß der Corona-Krise wiedergeben. Das unabhängige russische Portal "Mediazona" rechnete aus, dass es von April bis Oktober etwa 120.000 Tote mehr gegeben habe als im Schnitt der vergangenen fünf Jahre für diesen Zeitraum. Die Übersterblichkeit habe demnach bei rund 18 Prozent gelegen. Im Juni etwa starben in Russland 162.758 Menschen. Das waren 25 521 Tote mehr als im Juni 2019 (137.237), wie aus der zentralen Statistik hervorgeht.

Die russischen Behörden sehen sich seit längerem dem Vorwurf ausgesetzt, das wahre Ausmaß der Corona-Pandemie nicht offenzulegen. Der Experte für Bevölkerungsentwicklung, Alexej Rakscha, der das kritisiert hatte und im Statistikamt seine Arbeit verlor, sagte, es gebe auch andere Gründe für die Übersterblichkeit. Viele Todesfälle könnten auch auf eine Überlastung des Gesundheitssystems zurückzuführen sein, weil etwa andere Patienten nicht behandelt werden könnten.

25.11.2020 • 12:51 Uhr

Corona-Mutationen beschleunigen Ausbreitung nicht

Mutationen des Coronavirus beschleunigen einer Studie zufolge die weltweite Ausbreitung nicht. In einer Untersuchung, die einen Datensatz von Virusgenomen von 46.723 Menschen mit Covid-19 aus 99 Ländern nutzte, stellten Forscher mehr als 12.700 Mutationen oder Veränderungen im Coronavirus fest.

"Glücklicherweise haben wir festgestellt, dass keine dieser Mutationen die Ausbreitung von Covid-19 beschleunigt", sagt Lucy van Dorp, Professorin am Institut für Genetik des University College London. "Wir müssen wachsam bleiben und weiter neue Mutationen überwachen, insbesondere wenn Impfstoffe eingeführt werden." Dass Viren ständig mutieren, ist lange bekannt. Dabei ändern sich einige, wie Grippeviren, häufiger als andere.

25.11.2020 • 12:46 Uhr

Griechische Parlamentarier gehen in den Corona-Einsatz

Mehr als 20 griechische Parlamentarier, die ausgebildete Ärzte sind, haben sich zum Corona-Einsatz in griechischen Krankenhäusern verpflichtet. Den Auftakt hatte Anfang der Woche der Lungenarzt Giorgos Lamproulis gemacht. Der Abgeordnete der griechischen Kommunistischen Partei (KKE) bat den Parlamentspräsidenten, ihn vorübergehend von seinen Aufgaben als Vize-Präsident des Amtes zu entbinden. Stattdessen wolle er im staatlichen Krankenhaus der nordgriechischen Stadt Larisa arbeiten. Gleichzeitig rief er seine Arzt-Kollegen im Parlament dazu auf, es ihm gleichzutun.

Im Laufe der Woche meldeten sich daraufhin weitere 20 der 300 Abgeordneten aller Parteien für den außerdienstlichen Einsatz, darunter Radiologen, Mikrobiologen und Chirurgen. "Ich bin der Ansicht, dass mein Platz jetzt bei meinen Kollegen, bei den Ärzten und dem Pflegepersonal ist", hatte Lamproulis zur Begründung seines Entschlusses laut griechischen Medien erklärt. Gesundheitsminister Vassilis Kikilias, selbst Arzt, würdigte den Einsatz der Abgeordneten.

25.11.2020 • 12:28 Uhr

EU-Bürger sollen wieder in die USA reisen können

Die USA erwägen Insidern zufolge ein Ende der Einreiseverbote für zahlreiche europäischen Staaten, die wegen der Corona-Pandemie verhängt wurden. Das Vorhaben habe die Unterstützung der Coronavirus-Task-Force des Präsidialamtes, der Gesundheitsbehörden und anderer Bundesämter gewonnen, sagen Vertreter der Regierung und von Fluggesellschaften.

Dabei gehe es um die Einreiseerlaubnis von Nicht-US-Bürgern aus Großbritannien, Irland und 26 weiteren europäischen Ländern sowie Brasilien. Präsident Donald Trump habe aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Trump hatte zur Eindämmung der Corona-Pandemie die Einreiseverbote für Besucher aus Europa Mitte März verhängt, für Reisende aus Brasilien im Mai.

25.11.2020 • 12:20 Uhr

Zunehmende Gewalt gegen Frauen während der Pandemie

Am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen haben Politiker und Fraktionen vor den Gefahren gewarnt, die im Zuge der Corona-Pandemie entstanden sind. "Jeden Tag in Deutschland versucht ein Mann seine Partnerin oder Ex-Partnerin zu töten. Jeden dritten Tag gelingt es ihm", schrieb Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) bei Twitter. In der Pandemie nehme Gewalt gegen Frauen weltweit zu. "Es braucht uns alle, diese Verbrechen zu beenden", sagte Maas. Auch die Bundestagsfraktion der Grünen und Linken äußerten sich auf Twitter. Der jährliche Aktionstag geht auf die Vereinten Nationen zurück. Schon vor der Pandemie wurden im vergangenen Jahr den UN zufolge 243 Millionen Fälle von häuslicher und/oder sexueller Gewalt gegen Frauen und Mädchen im Alter von 15 bis 49 Jahren gemeldet. Die Dunkelziffer ist deutlich höher.

25.11.2020 • 12:05 Uhr

Vorberatungen zu Bund-Länder-Schalte haben begonnen

Die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder treffen sich vor der Schalte mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über die weiteren Kontaktbeschränkungen im Dezember zu virtuellen Vorberatungen. Man berate über Details der geplanten Regelungen, etwa die Frage, wie viele Kunden gleichzeitig in Geschäften sein dürften, berichtete die Nachrichtenagentur dpa in Berufung auf Teilnehmerkreise. Die Schalte der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten soll um 14.00 Uhr beginnen.

25.11.2020 • 12:02 Uhr

Niederlande wollen Böllereinfuhr aus Deutschland und Belgien stoppen

Nach dem Verhängen eines Böllerverbots haben die Niederlande mit Kontrollen entlang der Grenze begonnen, um die illegale Einfuhr aus Deutschland und Belgien zu stoppen. Eine umfangreiche Kontrolle an der A3 Oberhausen-Arnheim, die bis zum Dienstagabend dauerte, führte zunächst nicht zu Feuerwerksfunden, teilte die niederländische Polizei mit. "Wir gehen davon aus, dass es eine größere Einfuhr von auch illegalen Böllern aus dem Ausland gibt", sagte der zuständige Experte der Polizei in den östlichen Niederlanden. Grund sei das in der Corona-Krise verhängte Verbot, das eine Überlastung der Kliniken verhindern soll.

25.11.2020 • 11:57 Uhr

WHO: Weniger Corona-Infektionen, aber mehr Tote

Die Corona-Pandemie hat sich laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in der vergangenen Woche abgeschwächt. Die Zahl neuer Todesfälle sei allerdings auf mehr als 67.000 gestiegen, teilte die WHO mit. Für Europa vermeldete sie einen Abwärtstrend bei den neuen Infektionsfällen: Deren Zahl sei in der vergangenen Woche um etwa sechs Prozent gefallen, nach einem Rückgang um zehn Prozent in der Vorwoche. Die vielerorts gültigen Kontaktbeschränkungen schienen Wirkung zu zeigen. Gleichwohl entfallen nach WHO-Angaben etwa die Hälfte der Corona-Toten auf Europa.

25.11.2020 • 11:51 Uhr

FDP fordert Sonntagsöffnungen im Einzelhandel

Die FDP im Bundestag fordert angesichts der schwierigen Lage vieler Einzelhandelsbetriebe eine Lockerung der Ladenöffnungszeiten. In einem Positionspapier der FDP-Bundestagsfraktion heißt es: "Wir fordern die Länder auf, in ihren Ladenschlussgesetzen die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, den Einzelhandelsunternehmen an möglichst vielen Sonntagen die Öffnung zu erlauben." Es komme nun darauf an, das Grundgesetz so anzupassen, dass Landesrecht allgemein die Öffnung der Einzelhandelsunternehmen ermögliche. Kurz vor dem Weihnachtsgeschäft 2020 sei die Situation für die Einzelhändler in den Innenstädten existenzbedrohend, heißt es in dem Papier. Exemplarisch sei, dass die meisten Einkäufe im Internet am Sonntag getätigt würden. Die FDP fordere deshalb eine bundesweite Öffnung der Adventssonntage für den Einzelhandel.

25.11.2020 • 11:46 Uhr

NRW-Verfassungsgericht: Fitnessstudios bleiben zu

Fitnessstudios in Nordrhein-Westfalen müssen nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs des Landes geschlossen bleiben. Das Gericht lehnt einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gegen die in der Coronaschutzverordnung des Landes enthaltene Schließung der Studios ab. Ein Betreiber eines Studios in Essen war gegen die Verordnung vorgegangen.

25.11.2020 • 11:43 Uhr

Bulgarien verhängt Lockdown bis kurz vor Weihnachten

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen verhängt auch Bulgarien einen Lockdown. Schulen, Restaurants, Einkaufszentren und Sporteinrichtungen werden von Freitag an bis zum 21. Dezember geschlossen, wie Ministerpräsident Bojko Borissow ankündigt. Die Maßnahmen sollten den Druck auf das Gesundheitssystem mindern. "Die Beschränkungen sind notwendig, um die Ausbreitung der Infektion zu begrenzen, die Zahl der Todesfälle zu verringern und es jeder bulgarischen Familie zu ermöglichen, Weihnachten zu feiern", sagte der oberste Gesundheitsinspektor Angel Kuntschew. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen stieg um 4382 auf 129.348. Bislang sind 3226 Menschen an oder mit dem Virus gestorben. Die Rate der Todesfälle pro 100.000 Einwohner war in den vergangenen 14 Tagen die dritthöchste in der EU nach Belgien und Tschechien.

25.11.2020 • 11:30 Uhr

Polen meldet mit 674 Corona-Toten neuen Höchststand

Auch Polen hat einen neuen Höchstwert an Corona-Todesfällen verzeichnet. Binnen 24 Stunden seien 674 weitere Menschen an oder mit dem Virus gestorben und damit so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie, teilen die Behörden mit. Die Gesamtzahl der Todesfälle in Polen stieg damit auf 14.988. Die Zahl der bestätigten Infektionen erhöhte sich um 15.362 auf 924.422.

25.11.2020 • 11:26 Uhr

Chinesische Firma beantragt Zulassung für Impfstoff

Der erste Hersteller in China hat laut einem Bericht die Zulassung eines Corona-Impfstoffes für die breite Öffentlichkeit beantragt. Der Impfstoffentwickler China National Biotec Group (CNBG) habe einen Antrag auf Zulassung seines Präparates bei den Behörden eingereicht, berichtete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua Finance unter Berufung auf einen Manager des CNBG-Mutterkonzerns Sinopharm. Eine Mitteilung des Unternehmens lag zunächst nicht vor. Im Gegensatz zu westlichen Herstellern haben weder CNBG noch Sinopharm genauere Daten zur Wirksamkeit ihrer Mittel veröffentlicht, was einen Vergleich schwierig macht. Sinopharm hat nach eigenen Angaben von vergangener Woche bereits fast eine Million Menschen über ein so genanntes Notfallprogramm mit seinen Impfstoff-Kandidaten gegen das Coronavirus geimpft. Dabei habe es keine Berichte von schwerwiegenden Nebenwirkungen gegeben, nur wenige hätten leichte Symptome entwickelt, so das Unternehmen.

25.11.2020 • 11:22 Uhr

Steuerberater fordern Aufschub für Steuererklärung

Steuerberater fordern wegen der Corona-Krise mehr Zeit für die derzeit anstehenden Steuererklärungen. Viele Berater seien aufgrund der Anträge für Corona-Hilfen sehr eingespannt, sagte der Präsident der Bundessteuerberaterkammer, Hartmut Schwab, dem "Handelsblatt". Nötig sei daher "ganz dringend eine gesetzlich geregelte Verlängerung der Fristen für die Abgabe der Jahressteuererklärungen 2019 von steuerlich Beratenen um sechs Monate". Bürger, die verpflichtet sind, eine Steuererklärung abzugeben, müssen dies normalerweise bis zum 31. Juli des Folgejahres tun. Lassen sie sich von einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein helfen, verlängert sich die Frist bis zum letzten Februartag des übernächsten Jahres. Steuerberater müssten die Erklärungen für 2019 also bis Ende Februar 2021 eingereicht haben. Dem Bericht zufolge prüft das Finanzministerium derzeit eine Fristverlängerung.

25.11.2020 • 11:14 Uhr

Plan für Ausgabe von FFP2-Masken an Risikogruppen wird konkreter

Die geplante Ausgabe günstiger FFP-2-Schutzmasken an Menschen aus Corona-Risikogruppen in diesem Winter wird konkreter. Der Gemeinsame Bundesausschuss des Gesundheitswesens mit Vertretern von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen hat eine erbetene Eingrenzung der Gruppen mit Risiken für schwere und tödliche Verläufe erstellt. Insgesamt dürften es 27,35 Millionen Menschen sein, wie es in der Stellungnahme heißt, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Dazu zählen 23,7 Millionen Menschen ab 60 Jahre, außerdem weitere Menschen mit Vorerkrankungen, Risikoschwangerschaften oder Übergewicht. Die Stellungnahme soll nun Grundlage für eine Verordnung sein, mit der das Bundesgesundheitsministerium die konkrete Umsetzung regeln will. Ziel bleibe, mit der Ausgabe von Masken im Lauf des Dezembers zu beginnen, wie es hieß.

Ffp-2-Masken | picture alliance / SchwabenPress

Nach einem Beschluss von Bund und Ländern sollen pro Person insgesamt 15 FFP2-Masken - rechnerisch eine pro Winterwoche - gegen "eine geringe Eigenbeteiligung" zu bekommen sein. Bild: picture alliance / SchwabenPress

25.11.2020 • 11:04 Uhr

Karliczek will Plattform für Impfstoffstudien fördern

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) wünscht sich mehr Impfstoffstudien in Deutschland und Europa. Sie kündigte zu diesem Zweck an, eine neue Plattform für Impfstoff-Studienzentren beim Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) in Köln mit 600.000 Euro zu fördern. "Die neue Plattform wird entscheidend dazu beitragen, Covid-19-Impfstoffstudien in Deutschland und Europa besser zu koordinieren und durchzuführen", erklärte Karliczek. Ziel sei es, "dass die erforderlichen Zulassungsstudien auf europäischer Ebene schneller und mit hoher Qualität realisiert werden können". Die Plattform soll nach Angaben des Ministeriums "möglichst alle" europäischen Kompetenzzentren für die Prüfung von Impfstoffen gegen das neuartige Coronavirus erfassen. Pharmaunternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen, die Impfstoffe entwickeln, sollen darauf zurückgreifen können. Geplant ist demnach auch eine zentrale Probandendatenbank, in der sich interessierte Menschen per elektronischem Fragebogen als Kandidaten für Impfstofftests registrieren können. Sie würde sich freuen, "wenn sich viele Bürgerinnen und Bürger bereit erklären, an Impfstoffstudien teilzunehmen", erklärte dazu Karliczek.

25.11.2020 • 10:59 Uhr

FDP erwartet deutlich höhere Neuverschuldung

Die geplante Neuverschuldung für 2021 ist aus Sicht der FDP deutlich zu niedrig angesetzt. "Es werden eher 180 bis 190 Milliarden Euro", sagte der haushaltspolitische Sprecher der Liberalen im Bundestag, Otto Fricke. Grund dafür seien zusätzliche Wirtschaftshilfen wegen der anhaltenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens in der Coronavirus-Pandemie. Weil viele versprochene Gelder nur stockend abfließen, dürfte die Neuverschuldung dafür im laufenden Jahr wesentlich niedriger ausfallen - vermutlich aber noch rund 170 Milliarden Euro betragen. Noch diese Woche sollen die letzten Details des Haushalts für 2021 im Parlament geklärt werden. Koalitionskreisen zufolge kalkuliert Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) mit einer Neuverschuldung von 160 bis 166 Milliarden Euro, nachdem zunächst gut 96 Milliarden eingeplant waren.

25.11.2020 • 10:38 Uhr

EZB warnt wegen Corona-Krise vor Gefahren für Finanzstabilität

Die Europäische Zentralbank (EZB) mahnt die Regierungen bei ihren Corona-Hilfen zur Umsicht. Risiken für Unternehmen und Banken könnten sich sowohl im Falle einer zu frühen Beendigung der Milliardenunterstützung ergeben, als auch dann, wenn die Hilfen zu lange aufrechterhalten würden. In ihrem aktuellen Finanzstabilitätsbericht warnt die EZB vor einer Zunahme von Risiken im Falle eines abrupten Endes der Unterstützungsmaßnahmen. Unternehmen könnten dann nach Einschätzung der Notenbank verwundbarer sein "als auf dem Höhepunkt der globalen Finanzkrise" 2008/2009. Zwar seien die Bilanzen der Banken im Euroraum heute solider als zur Zeit der Finanzkrise und die Kapitalpuffer der Institute sollten nach Einschätzung der EZB komfortabel bleiben, "um Verluste auszugleichen und die Kreditvergabe über einen längeren Zeitraum zu unterstützen". Dennoch könnte eine Welle von Firmenpleiten und Kreditausfällen infolge der Pandemie zur Belastung für die Branche werden.

25.11.2020 • 10:31 Uhr

Laschet plädiert für Dezember-Hilfen

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat vor der Schaltkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ländern als Bedingung für die Zustimmung Nordrhein-Westfalens zu den Absprachen neue Wirtschaftshilfen des Bundes genannt. Im Landtag sagte er am Morgen, dass es nach der sogenannten November-Hilfe nun eine Dezember-Hilfe geben müsse. Die Verlängerung der aktuellen Beschränkungen gefährde viele Selbstständige in ihrer Existenz. Das müsse man kompensieren.

25.11.2020 • 10:04 Uhr

Exporteure rechnen mit Rückschlag durch zweite Corona-Welle

Der Lockdown bei wichtigen Handelspartnern in Europa drückt die Stimmung der deutschen Exporteure deutlich. Die Ifo-Exporterwartungen der Industrie brachen im November um 9,1 auf minus 2,1 Punkte ein, wie das Münchner Institut zu seiner monatlichen Umfrage unter 2300 Unternehmen mitteilte. Das ist der schlechteste Wert seit einem halben Jahr. "Insbesondere die Heftigkeit der zweiten Corona-Welle in vielen europäischen Ländern belastet das Exportgeschäft", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Der Anstieg der Infektionszahlen bei wichtigen Handelspartnern wie Frankreich, Italien und Spanien schürt die Angst vor einer nachlassenden Nachfrage.

25.11.2020 • 09:56 Uhr

Von der Leyen warnt vor voreiligen Lockerungen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat vor voreiligen Lockerungen bei den Auflagen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gewarnt. Vor dem Europäischen Parlament betont sie das Risiko einer dritten Welle. "Ich weiß, dass Ladenbesitzer, Barbetreiber und Kellner in Restaurants ein Ende der Einschränkungen wollen", sagte von der Leyen. "Aber wir müssen vom Sommer lernen und dürfen nicht dieselben Fehler machen", sagte sie mit Blick darauf, dass die Auflagen im Sommer weitgehend aufgehoben worden waren.

25.11.2020 • 09:48 Uhr

Tourismusbeauftragter sieht generelles Ski-Verbot kritisch

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, sieht ein generelles Verbot der Ski-Saison kritisch. Der CDU-Politiker sagte der Nachrichtenagentur dpa: "Sicherheit geht auch im Winter vor. Aber ich bin davon überzeugt, dass Skifahren in einem gewissen Umfang und unter klaren Kriterien wie zum Beispiel einer maximal erlaubten Anzahl von täglichen Skipässen ohne Probleme möglich ist." Ein generelles Verbot halte er für falsch. Neben dem nachvollziehbaren Wunsch vieler Menschen, mal raus zu kommen, sei die Skisaison auch für viele Regionen Deutschlands ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium.

25.11.2020 • 09:41 Uhr

Kretschmer warnt vor Klinik-Überlastung

Angesichts eines neuen Höchststands bei den Corona-Todesfällen in Deutschland warnt Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) vor einer Überlastung des Gesundheitswesens in den kommenden Wochen. "Die Lage in den Krankenhäusern ist besorgniserregend", sagte der CDU-Politiker im MDR. "Wir werden auf diesem hohen Niveau, was wir jetzt haben, nicht über den Winter kommen." Die medizinische Versorgung könne auf diesem hohen Niveau nicht gewährleistet werden. "Krankenhäuser sind dann nicht mehr in der Lage, für einen Patienten mit Herzinfarkt oder Schlaganfall immer und zu jeder Zeit ein Intensivbett bereit zu haben."

25.11.2020 • 09:25 Uhr

Virologe Schmidt-Chanasit: Maßnahmen gezielt schärfen

Der Virologe Prof. Jonas Schmidt-Chanasit hat vor den Bund-Länder-Beratungen über weitere Corona-Maßnahmen dafür plädiert, diese gezielt nachzubessern. Im Interview mit dem BR sagte Schmidt-Chanasit, man müsse an den Punkten, wo Infektionen hauptsächlich auftreten, gezielt schärfen, anstatt breit Maßnahmen zu erlassen, die sich schlecht durchsetzen und kontrollieren lassen und die nicht die erhoffte Wirkung erzielen. Für Schmidt-Chanasit ist das Verhalten der Bevölkerung entscheidend: "Es hängt alles an dem Punkt, ob die Bevölkerung zu einem gewissen Teil mitmacht oder eben nicht mitmacht." Darüber könne man die Infektionszahlen regulieren. Der Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner könne seiner Ansicht nach in den nächsten Monaten allerdings voraussichtlich nicht erreicht werden.

25.11.2020 • 09:18 Uhr

Ärztegewerkschaft hält Zahl der Corona-Tests für zu niedrig

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund ist mit der Zahl der Corona-Tests in Deutschland unzufrieden. "Pro eine Million Einwohner wird beispielsweise in Belgien und Spanien viel mehr, in Großbritannien sogar doppelt so viel getestet wie bei uns", sagte die Vorsitzende Susanne Johna der "Passauer Neuen Presse". "Wir schöpfen nicht alle Möglichkeiten aus, die es gibt, zum Beispiel PCR-Diagnostik in veterinärmedizinischen Laboren". Auch die Verfügbarkeit von Antigen-Schnelltests lasse noch sehr zu wünschen übrig. Zwar gebe es hierzu seit mehr als einem Monat neue Vorschriften. "Dennoch werden Ärztinnen und Ärzte in den Kliniken nur in sehr geringem Umfang getestet", kritisierte Johna. "Das ist nicht nachvollziehbar und stellt eine potenzielle Gefahr für das Personal und die Patienten dar."

25.11.2020 • 08:53 Uhr

Virologe Kekulé fordert einheitliche Maskenpflicht

Der Virologe Alexander Kekulé hat sich für eine einheitliche Maskenpflicht in ganz Deutschland ausgesprochen und die unterschiedlichen Regelungen in den Ländern kritisiert. "Wenn Sie in Sachsen-Anhalt ins Taxi steigen, hat der Taxifahrer keine Maske an. Wenn er in Bayern keine trägt, zahlt er 50 Euro Bußgeld", sagte er der "Rheinischen Post". Auf Dauer gehe das nicht gut. Auch in Geschäften müsse bei der Maskenpflicht nachgeschärft werden, sagte Kekulé. Es komme immer noch vor, dass Verkäufer ohne Maske hinter Acrylglasscheiben stehen. "Als wüssten die Leute nicht, was Superspreading-Ereignisse sind und dass sich Aerosole im ganzen Raum verbreiten können."

25.11.2020 • 08:40 Uhr

Lauterbach: Teil-Lockdown verfehlt erhoffte Wirkung deutlich

Der SPD-Gesundheitsexperte und Epidemiologe Karl Lauterbach hat die geplanten strengeren Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Infektionen begrüßt. "Mit dem Wellenbrecher-Shutdown, den wir jetzt haben, würden wir erst in sechs Wochen möglicherweise die Ziel-Inzidenz von 50 erreichen. Wir müssen nachschärfen, sonst kommen wir nicht hin", sagt Lauterbach im ARD-Morgenmagazin. Der aktuelle Teil-Lockdown wirke schwächer als gewünscht. "Er wirkt etwa halb so stark, wie wir gerechnet hatten." Das hänge auch mit neuen Infektionsherden etwa in und um Schulen zusammen. "Wenn wir in der Schule die Welle nicht brechen, wird so viel Unterricht ausfallen, so dass die Kinder, die sich mit der Schule schwer tun, es noch schwerer haben", sagte Lauterbach und verwies auf die Notwendigkeit eines Wechselunterrichts.

25.11.2020 • 08:13 Uhr

Söder fordert Hotspot-Strategie

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will für die von Corona-Infektionen stark betroffenen Regionen strengere Einschränkungen. "Wir brauchen insbesondere für die Hotspots, von denen wir in Deutschland sehr viele haben, klarere Regeln," sagt der CSU-Chef im ARD-Morgenmagazin. In Schulen müsse es eine einheitliche Maskenpflicht für Lehrer und Schüler geben. "Und wir brauchen natürlich auch Wechselunterricht, um die Dichte des Unterrichts gerade bei den älteren Schülern zu entzerren", fordert Söder. Die Frist des Lockdown bis zum 20. Dezember sei dem Infektionsschutzgesetz geschuldet, das Maßnahmen maximal für vier Wochen gelten lässt. In Bezug auf Ski-Urlaube in die Nachbarländer hoffe er auf eine europäische Lösung. "Das wäre das Beste."

25.11.2020 • 08:09 Uhr

Opel bietet Werksflächen für regionale Impfzentren an

Der Autobauer Opel hat den Ländern Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen angeboten, in den Werken regionale Corona-Impfzentren aufzubauen. Flächen und Gebäude stünden bereit, sagte Opel-Chef Michael Lohscheller der Nachrichtenagentur dpa. "Mit großen Werkshallen und Parkflächen sowie einer guten Anbindung an das öffentliche Nahverkehrsnetz verfügen unsere Standorte über hervorragende logistische Voraussetzungen, um den Impfprozess gezielt zu unterstützen und zu erleichtern, sobald ein Impfstoff verfügbar sein wird", warb Lohscheller für seine Idee.

25.11.2020 • 07:52 Uhr

Göring-Eckardt warnt vor Ausnahmeregelungen in den Ländern

Die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Katrin Göring-Eckardt, hat sich gegen Ausnahmeregelungen einzelner Bundesländer bei den Corona-Maßnahmen ausgesprochen. Im ARD-Morgenmagazin erklärte die Politikerin: "Man verliert die Übersicht, man verliert die Nerven." Was man brauche seienTransparenz, Ehrlichkeit und Perspektive. Dazu gehörten eine langfristige Strategie und Risikostufen. Die Regelungen dürften nicht mehr bei den einzelnen Ländern oder auf kommunaler Ebene liegen. Göring-Eckardt forderte nachvollziehbare, einheitliche Regeln. "Das Hickhack, das wir in den letzten Tagen wieder hatten, das macht die Leute fertig. Und es führt auch nicht zu Sicherheit", so die Grünen-Politikerin.

25.11.2020 • 07:29 Uhr

Bericht: Durchschnittslohn von Supermarktangestellten gesunken

Mitarbeiter in deutschen Supermärkten haben einem Zeitungsbericht zufolge 2020 im Schnitt weniger verdient als im Vorjahr. Das gehe aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor, die die Linken-Bundestagsfraktion abgefragt habe, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Demnach fiel der durchschnittliche monatliche Bruttoverdienst von Beschäftigten im Einzelhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken sowie Tabakwaren in Verkaufsräumen von 1471 Euro im zweiten Quartal 2019 auf 1411 Euro im zweiten Quartal dieses Jahres. Das entspricht einem Rückgang von rund vier Prozent. Noch deutlicher fiel der Rückgang demnach bei Vollzeitbeschäftigten aus. Für sie gab es knapp sieben Prozent weniger. Gleichzeitig stieg die Zahl der Wochenarbeitsstunden. Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch kritisierte scharf, dass die Durchschnittslöhne trotz Umsatzrekorde bei den Supermarktketten sanken. Er forderte einen Lohngipfel im Arbeitsministerium.

25.11.2020 • 07:02 Uhr

Zeitung: Bahn macht Rekordverlust von 5,6 Milliarden Euro

Die zweite Corona-Welle verschärft einem Zeitungsbericht zufolge die wirtschaftlichen Probleme der Deutschen Bahn massiv. Die Fernzüge seien derzeit im Schnitt nur noch zu 20 Prozent ausgelastet, die Regionalzüge zu 55 bis 60 Prozent, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Auch deshalb steuere der bundeseigene Konzern dieses Jahr auf einen Rekordverlust von 5,6 Milliarden Euro zu. Die Zahl gehe aus den Unterlagen für die Aufsichtsratssitzung am 9. Dezember hervor, berichtet das Blatt weiter. Zum Halbjahr hatte die Bahn ein Minus von 3,7 Milliarden Euro ausgewiesen. Um die Verluste auszugleichen, hat die Bundesregierung der Bahn im Konjunkturpaket vom Juni eine Aufstockung des Eigenkapitals um fünf Milliarden Euro versprochen.

25.11.2020 • 05:13 Uhr

RKI: 18.633 Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland ist die Zahl der bekannten Corona-Infektionen um 18.633 auf 961.320 gestiegen, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Das waren 1072 Neuinfektionen mehr als am Mittwoch vor einer Woche. Binnen 24 Stunden starben 410 weitere Menschen an oder mit dem Virus - ein neuer Höchststand. Die Zahl der Todesfälle kletterte damit auf 14.771.

25.11.2020 • 04:12 Uhr

Grüne wollen "klare Perspektiven bis in das Frühjahr"

Die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Katrin Göring-Eckardt, hat vor der Bund-Länder-Schalte mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) eine längerfristige Strategie gegen die Pandemie angemahnt. Das ergibt sich aus einem Forderungskatalog, der dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" vorliegt. Bund und Länder dürften nicht wieder nur auf Sicht fahren, ein Plan für ein paar Wochen reiche nicht. "Es braucht eine klare Perspektive bis in das Frühjahr."

Ein entsprechender Stufenplan solle nicht von der Politik allein vorgegeben werden, sondern von einem interdisziplinären Pandemierat. Sie fordert ferner, dass die Bundesregierung Eltern in der Krise "nicht wieder so alleine lassen" dürfe wie im Frühjahr. "Sollten Schulen oder Kitas geschlossen werden müssen, muss es eine Betreuungsgarantie geben für alle, die diese Unterstützung brauchen." Zugleich müssten Risikogruppen eingebunden und dürften nicht ausgeschlossen werden.

25.11.2020 • 03:32 Uhr

Studie: Blutplasmatherapie zeigt keine Wirksamkeit bei Corona

Die als Rekonvaleszenzplasma bekannte Therapie, bei der schwer an Covid-19 Erkrankten Blutplasma Genesener verabreicht wird, verbessere den Gesundheitszustand der Patienten nicht signifikant und verringere nicht die Sterblichkeitsrate, heißt es in einer im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie. Die Therapieform zeige im Vergleich mit einem Placebo bei 333 Probanden keine höhere Wirksamkeit.

25.11.2020 • 02:15 Uhr

Städtetag mahnt klarere Kommunikation von Bund und Ländern an

Der Deutsche Städtetag mahnt eine klarere Kommunikation von Bund und Ländern in der Corona-Krise an. "Wir brauchen eine gute Kommunikation dazu, damit der Teil-Lockdown weiter akzeptiert wird", sagte der Präsident des Deutschen Städtetags, Burkhard Jung (SPD), der "Rheinischen Post" vor der Spitzenrunde von Bund und Ländern. "Die Regeln müssen einfach und für die Menschen verständlich sein, bitte also nicht zu kompliziert." Nur wenn die Entscheidungen klar und nachvollziehbar seien, "haben wir die Chance, dass die große Mehrheit weiter mitmacht und ihre Kontakte begrenzt", sagte der SPD-Politiker. Die Videoschalte von Bund und Ländern sei diesmal besonders wichtig, "nicht nur, weil es beim letzten Mal so geruckelt hat". Gerade in der Weihnachtszeit wollten die Menschen wissen, worauf sie sich einstellen können, sagte Jung.

25.11.2020 • 01:57 Uhr

Handwerkspräsident fordert weitere Coronahilfen

Vor der Bund-Länder-Schalte zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer erneut eine stärkere Unterstützung der Wirtschaft gefordert. Weitere Überbrückungs- und Liquiditätshilfen seien für viele Handwerksbetriebe überlebensnotwendig, sagte Wollseifer den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Mit einem mannigfachen Betriebe-Kollaps ist niemandem geholfen." Dieser könne sogar zu einem Kollaps des Gesundheitssystems führen, weil zur Finanzierung die Beiträge der Betriebe dringend gebraucht würden.

Konkret forderte Wollseifer, eine Überbrückungshilfe III. Diese müsse auch mittelbar Betroffene sowie jene berücksichtigen, die "bislang keine Hilfen erhalten haben und etwa wegen viel zu hoher Schwellenwerte durch das Unterstützungsraster gefallen sind". Außerdem brauche es neue Liquiditätshilfen, schließlich werde sich die Lage der Handwerksbetriebe weiter zuspitzen, solange die Beschränkungen dauerten.

25.11.2020 • 01:44 Uhr

Mehr als 170.000 Corona-Tote in Brasilien

In Brasilien sind mehr als 170.000 Menschen an der durch das Coronavirus ausgelösten Erkrankung Covid-19 gestorben. Allein am Dienstag wurden 630 neue Todesfälle gemeldet. Die Zahl der bekannten Neuinfektionen liegt bei 31.100 - Brasilien ist mit 6,1 Millionen registrierten Corona-Fällen das Land mit den dritthöchsten Fallzahlen nach den USA und Indien.

25.11.2020 • 01:24 Uhr

US-Behörden melden mehr als 157.000 Neuinfektionen

Die US-Seuchenzentren CDC haben 157.531 Neuinfektionen und 1058 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus bekannt gegeben. Damit wurden in den USA insgesamt 12,3 Millionen Infektionen und 257.016 Tote registriert.