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Liveblog

Liveblog zum Coronavirus ++ "Mussten national handeln" ++

Stand: 28.10.2020 23:30 Uhr

Sachsen-Anhalts Regierungschef Haseloff verteidigt die Corona-Auflagen von Bund und Ländern. Die Zahl der Neuinfektionen sind in Irland auf ein Drei-Wochen-Tief gefallen - seit zwei Wochen gilt dort ein Lockdown. Der Liveblog zum Nachlesen.

  • Haseloff sieht nationale Maßnahmen als einzige Lösung
  • Macron kündigt neuen Lockdown ab Freitag an
  • Wirtschaftsverbände kritisieren Corona-Maßnahmen
  • US-Behörden melden mehr als 72.000 neue Fälle
  • Hilfsprogramme für betroffene Betriebe angekündigt
  • Bund und Länder beschließen zahlreiche Verschärfungen
  • RKI meldet fast 15.000 Neuinfektionen in Deutschland
28.10.2020 • 23:30 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Danke für Ihr Interesse.

28.10.2020 • 23:25 Uhr

Laschet verteidigt Corona-Beschlüsse

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat im Interview mit den tagesthemen die Beschlüsse von Bund und Ländern zu den Corona-Auflagen verteidigt. "Wir müssen uns bewusst machen, das sind Grundrechtseingriff", so Laschet. Die Maßnahmen seien aber verhältnismäßig und hätten ein klar definiertes Ziel. Es sei wichtig, vier Wochen die Aktivitäten herunterzufahren, dann "gewinnen wir Luft".

28.10.2020 • 22:58 Uhr

Insgesamt fast 5,5 Millionen Covid-19-Infektionen in Brasilien

Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldete 28.629 Neuinfektionen. Damit stieg die Gesamtzahl der Ansteckungen auf fast 5,5 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 510 auf 158.456 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

28.10.2020 • 22:07 Uhr

Mehr als 5000 Corona-Fälle bei Vereinten Nationen

Bei den Vereinten Nationen hat es seit Beginn der Pandemie weltweit bislang mehr als 5000 Corona-Fälle gegeben. Mindestens 5325 Infektionen mit dem Virus seien bislang verzeichnet worden, sagte ein UN-Sprecher in New York. 64 Menschen im Dienst der UN seien bislang nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. In der Hauptverwaltung der UN in New York habe es bislang mindestens 130 Fälle gegeben. Die Vereinten Nationen haben weltweit mehrere Zehntausend Mitarbeiter, dazu kommen die Mitarbeiter und Beteiligten der Unterorganisationen.

28.10.2020 • 22:06 Uhr

Biden verspricht Verzicht auf "falsche Versprechen" zu Pandemie

Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat im Wahlkampf einen Verzicht auf "falsche Versprechen" zu einem Ende der Coronavirus-Pandemie in Aussicht gestellt. Er versprach, der Wissenschaft Priorität einzuräumen. Biden sagte, der Umgang von Trump mit dem Coronavirus sei eine "Beleidigung" für dessen Opfer. "Selbst wenn ich gewinne, wird es sehr viel harte Arbeit brauchen, um diese Pandemie zu beenden", sagte Biden in Wilmington in Delaware.

28.10.2020 • 21:25 Uhr

Intensivstationen klagen über fehlende Pflegekräfte

Noch sind auf der Intensivstation des Klinikums Hamburg-Eppendorf viele Beatmungsbetten frei. Doch das kann sich in der Pandemie schnell ändern. Zudem fehlt es an geeignetem Personal. Deshalb gibt es nun Crash-Kurse für das Pflegepersonal, Patienten bei Kreislaufstillstand zu versorgen und notfalls zu retten.

28.10.2020 • 21:13 Uhr

Haseloff sieht nationale Auflagen als einzige Lösung

Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff sieht in den Corona-Auflagen, die Bund und Länder heute beschlossen hatten, als einzigen Weg, die Kontrolle wieder über die Pandemie zu erlangen. Es mache keinen Sinn, dass die Bundesländer einzeln Maßnahmen ergreifen, sagte er in der Sendung ARD Extra. "Wir brauchen jetzt vier Wochen lang eine Beruhigung der Situation."

28.10.2020 • 21:07 Uhr

Kanzleramtschef Braun: Maßnahmen sind verhältnismäßig

Kanzleramtschef Helge Braun hält die neuen Corona-Maßnahmen für verhältnismäßig. In der Sendung ARD-Extra sagte er, es drohe sonst eine Überlastung des Gesundheitssystems, wenn Deutschland die Infektionszahlen nicht in den Griff bekomme.

28.10.2020 • 20:21 Uhr

Macron verhängt neuen Lockdown

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigt einen neuen Lockdown ab Freitag an. Unter anderem sollen Bars und Gaststätten geschlossen bleiben, Schulen dagegen offen. Allgemein soll von zu Hause aus gearbeitet werden, Universitäten sollen auf einen Online-Betrieb umstellen.

28.10.2020 • 20:16 Uhr

Macron gibt mehr als 36.000 Neuinfektionen bekannt

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron gibt zum Beginn einer mit Spannung erwarteten Rede 36.437 Neuinfektionen bekannt - ein Rekord. Das Virus bereite sich schneller aus als vorhergesagt, erklärt er. Benötigt würden neue Maßnahmen.

28.10.2020 • 20:10 Uhr

Infektionen in Irland fallen auf Drei-Wochen-Tief

In Irland fällt die Zahl der Corona-Neuinfektionen auf den niedrigsten Stand seit drei Wochen. Das Gesundheitsministerium zählt 675 neue Fälle und sechs Tote. Im Kampf gegen die Pandemie beschloss Irland vor zwei Wochen einschneidende Maßnahmen: Restaurants können Essen nur noch zum Mitnehmen anbieten, nur Läden zur Grundversorgung sind geöffnet und die Bürger dürfen sich nur im Umkreis von fünf Kilometern um ihren Wohnort aufhalten.

28.10.2020 • 20:01 Uhr

Tausende Polizisten sollen Einhaltung von Corona-Regeln überwachen

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will mit dem Einsatz Tausender Bundespolizisten die Einhaltung der neuen Corona-Regeln überwachen. Die Beamte sollten in Absprache mit den Ländern in Großstädten, Hotspots und der Einreise an Flughäfen Bahnhöfen und Straßen eingesetzt werden, twitterte sein Ministerium.  Dabei geht es auch um die Schleierfahndung, mit der die Einhaltung der Quarantänepflicht für Rückkehrer aus ausländischen Risikogebieten überprüft werden soll. Die Schleierfahndung werde an allen deutschen Grenzen in einem Radius von 30 Kilometern intensiviert, sagte Seehofer der "Bild"-Zeitung.

28.10.2020 • 19:58 Uhr

Altmaier: Maßnahmen verhindern dauerhaften Schaden

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat die von Bund und Ländern beschlossenen harten Beschränkungen für Betriebe als notwendig bezeichnet, um die rasante Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. "Nur wenn dies gelingt, kann sich der Erholungsprozess unserer Wirtschaft dauerhaft fortsetzen und schwerer Schaden für Unternehmen und Beschäftigte verhindert werden", erklärte der CDU-Politiker. "Wir muten den Bürgerinnen und Bürgern weitreichende Einschränkungen ihres Privatlebens zu, weil wir nur so die Infektionsketten unterbrechen und die Kontrolle über die Ausbreitung des Virus wiedererlangen können."

28.10.2020 • 19:46 Uhr

Schweiz hebt Auflagen für die meisten Länder auf

Die Schweiz hebt die Corona-Einreisebeschränkungen für die meisten Länder auf. Nur noch vier Staaten sowie einige Regionen Frankreichs befinden sich laut der Regierung nun auf der Schweizer Roten Liste, die Einreisen aus bestimmten Risikogebieten mit Quarantäne-Auflagen belegt. Eine entsprechende Verordnung passte der Schweizer Bundesrat angesichts der eigenen hohen Infektionszahlen an. Demnach sind noch nur Belgien, Tschechien, Andorra und Armenien als Risikogebiete eingestuft. Außerdem sind einige Regionen in Frankreich weiterhin von Beschränkungen betroffen, darunter der Großraum Paris. Wer aus diesen Gebieten einreist, muss sich für zehn Tage in Quarantäne begeben.

28.10.2020 • 19:43 Uhr

Gaststättenverband spricht von "bitteren" Beschlüssen

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hat die neuen Corona-Beschlüsse als bitter bezeichnet. Das Verbot aller touristischen Übernachtungen komme einer faktischen Schließung gleich, erklärte Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges. "Viele Betriebe stehen mit dem Rücken zur Wand, die Verzweiflung wächst." Die angekündigten Hilfen müssten schnell und unbürokratisch bereitgestellt werden.

28.10.2020 • 19:41 Uhr

Boston-Marathon 2021 in den Herbst verschoben

Nachdem der diesjährige Boston-Marathon wegen der Pandemie erstmals in seiner Geschichte abgesagt werden musste, wird auch die für den 19. April 2021 geplante 125. Auflage des Traditionsrennens nach hinten verschoben. Wie die Veranstalter mitteilten, soll der Boston-Marathon wegen der aktuellen Corona-Krise frühestens im kommenden Herbst stattfinden. In diesem Jahr war der Marathon, der 1897 erstmals stattfand, vom 20. April auf 14. September verlegt worden, ehe er endgültig abgesagt wurde

28.10.2020 • 19:40 Uhr

Wirtschaftsverbände kritisieren Corona-Beschlüsse

Wirtschaftsverbände haben die von Bund und Ländern beschlossenen massiven Beschränkungen im Kampf gegen die Corona-Krise kritisiert. Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer erklärte: "Es ist gut, dass Bund und Länder einen pauschalen Wirtschafts-Lockdown erkennbar vermeiden wollten, gleichwohl ist das nicht durchgängig gelungen und ein harter und bitterer Tag für viele Handwerksbetriebe."

Die großen Anstrengungen und Investitionen vieler Betriebe in den vergangenen Monaten, mit ausgeklügelten Hygienekonzepten Kunden und Mitarbeiter zu schützen, hätten mehr Anerkennung verdient. "Manche Handwerksbereiche sind teils unmittelbar, teils mittelbar von den nun anstehenden Schließungen substanziell betroffen." Der nun vereinbarte Teil-Lockdown treffe die Betriebe besonders, die durch den ersten Lockdown bereits massiv angeschlagen seien. Es sei daher entscheidend, dass das angekündigte zusätzliche Unterstützungspaket zeitnah festgelegt werde - der Bund plant Finanzhilfen von bis zu 10 Milliarden Euro.

Aus Sicht des Handelsverbands Deutschland werden viele Handelsunternehmen auf die zugesagte staatliche Hilfe angewiesen sein. Positiv sei, dass in den Geschäften nun statt ursprünglich vom Bund geplant einem Kunden pro 25 Quadratmeter, zumindest ein Kunde pro 10 Quadratmeter Verkaufsfläche zugelassen sein solle. "Der faktische Lockdown gefährdet jedoch viele Einzelhändler in der Innenstadt."

28.10.2020 • 19:35 Uhr

Merkel gibt Regierungserklärung zur Corona-Krise ab

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gibt morgen im Bundestag eine Regierungserklärung zur Corona-Krise ab. Im Mittelpunkt dürften die Bund-Länder-Beschlüsse von heute stehen. Debatten dürfte es in diesem Zusammenhang um die Einbeziehung des Parlament in die Entscheidung über Corona-Schutzmaßnahmen geben.

28.10.2020 • 19:33 Uhr

Habeck: Gewonnene Zeit jetzt auch wirklich nutzen

Grünen-Chef Robert Habeck hat die Bundesregierung aufgefordert, den Teil-Lockdown im November zur Vorbereitung auf die kommenden Monate mit der Corona-Pandemie zu nutzen. "Es rächt sich jetzt bitter, dass die letzten acht Monate nicht besser genutzt wurden, dass wir nicht besser vorbereitet sind für die dunkle, kalte Jahreszeit", sagte Habeck in Berlin, nachdem Bund und Länder befristete, aber deutliche Einschränkungen beschlossen hatten.

"Wir müssen wissen, wie wir über den Winter, über den Herbst kommen", sagte Habeck, die Politik auf Zuruf müsse enden. "Die Gereiztheit in der Gesellschaft wird immer größer, es droht eine gesellschaftliche Zerreißprobe, in Teilen haben wir die schon." Die Grünen trügen die "absolut bittere Maßnahmen" im Kern "notgedrungen" mit, sagte Habeck. Für Menschen, die für Betriebe und Veranstaltungen Hygienekonzepte entwickelt und deren Güte bestätigt bekommen hätten, müssten die Entscheidungen aber "wie Hohn klingen". Den Plan von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), die Schleierfahndung zu intensivieren, um Verstöße von Reisenden gegen Corona-Bestimmungen festzustellen, lehnen die Grünen ab.

28.10.2020 • 19:29 Uhr

Gewerkschaft fordert nach neuen Beschlüssen Schutz für Lehrer

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert nach dem Bund-Länder-Beschluss zur Offenhaltung von Schulen und Kitas einen besseren Schutz der Beschäftigten. Ein "Weiter so" dürfe es nicht geben, hieß es in einer Mitteilung der Gewerkschaft. "Wenn offene Schulen und Kitas höchste Priorität aus sozialen Gründen haben sollen, müssen Lehrkräfte und Erzieherinnen besonders geschützt werden."

"Die GEW schlägt vor, dem Rat des Robert Koch-Instituts zu folgen und in der Schule in kleineren Gruppen zu unterrichten", sagte die Gewerkschaftsvorsitzende Marlis Tepe. Sie forderte einen Wechsel von Präsenz- und Fernunterricht ab der fünften Klasse, wenn der sogenannte Inzidenzwert die Marke von 50 erreicht. Zusätzlich müsse gesichert sein, dass in den Klassenzimmern regelmäßig und konsequent gelüftet werde.

28.10.2020 • 19:26 Uhr

Litauen beschränkt Veranstaltungen

Angesichts rasant steigender Infektionszahlen beschränkt Litauen vorübergehend Veranstaltungen und Versammlungen an öffentlichen Orten. Sie sind in dem baltischen EU-Land von Freitag an mit Ausnahme von Sport- und Kulturveranstaltungen bis zum 13. November untersagt. Dies beschloss die Regierung in Vilnius. Die Regelung gilt nicht für Beerdigungen. Für Sport- und Kulturveranstaltungen gelten in den zwei Wochen Teilnahmebeschränkungen.

In Litauen hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen mit 776 positiven Tests binnen 24 Stunden einen neuen Höchststand erreicht. Der Baltenstaat mit knapp drei Millionen Einwohnern verzeichnete bislang 12.138 bestätigte Infektionen und 144 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus.

28.10.2020 • 19:24 Uhr

Bischofskonferenz lobt neue Corona-Maßnahmen

Die Deutsche Bischofskonferenz hat die Beschlüsse der Bundesregierung und der Ministerpräsidenten begrüßt. "Die Maßnahmen sind notwendig und gleichzeitig brauchen wir ein Höchstmaß an Eigenverantwortung und Solidarität", erklärte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, kurz nach Bekanntwerden der Beschlüsse. "Wir sind den politisch Verantwortlichen dankbar für ihren Einsatz", so Bätzing.

Der Limburger Bischof rief dazu auf, sich angesichts der Pandemie vorsichtig zu verhalten und das neue Regelwerk auch im kirchlichen Bereich zu beachten. "Wir müssen alle Kräfte nutzen, um auch einen Blick auf die besonders von den Maßnahmen Betroffenen zu richten, denn viele Menschen wird dies wirtschaftlich und existenziell betreffen."

Bätzing begrüßte, dass in dem Regelwerk die ausdrücklich zu schützenden Gruppen in Kranken- und Pflegeeinrichtungen gerade hinsichtlich möglicher Kontakte, Besuche und seelsorglicher Bedarfe berücksichtigt worden seien. "Außerdem bin ich dankbar, dass Gottesdienste unter Einhaltung der geltenden Hygieneauflagen weiter stattfinden können."

28.10.2020 • 19:20 Uhr

DOSB bedauert Beschlüsse und fordert Finanzhilfen für Sport

Der Deutsche Olympische Sportbund hat mit Sorge auf die bevorstehenden Corona-Beschränkungen und das temporäre Verbot im Freizeit- und Amateurbereich reagiert. "Der DOSB bedauert sehr, dass dieser temporäre Lockdown inklusive eines Verbots des Amateursports offenbar nötig geworden ist. Wir tragen diese Maßnahme jedoch verantwortungsbewusst trotz der negativen Effekte für den Sport grundsätzlich solidarisch mit", wurde DOSB-Präsident Alfons Hörmann in einer Mitteilung des Dachverbandes zitiert. Dies falle nicht leicht, weil sich bereits sichtbare und für viele noch unsichtbare Corona-Schäden "durch diese pauschale Maßnahme der Politik nochmals deutlich verstärken".

Hörmann kritisierte, dass der "generelle Lockdown nicht die vielfältigen und erfolgreichen Aktivitäten des Sports" berücksichtige, "der durch ein hohes Maß an Disziplin und mit der konsequenten Umsetzung von Hygiene-Konzepten erreicht hat, dass der Sport nachweislich kein Infektionstreiber ist." Zugleich begrüße der DOSB, dass "der Profi- und Spitzensport nicht ausgesetzt wird". Um finanzielle Folgen für Vereine und Verbände abzumildern, forderte Hörmann "im Bereich der angekündigten Nothilfen, dass der Sport in seiner ganzen Vielfalt unproblematisch daran teilhaben kann".

28.10.2020 • 19:13 Uhr

US-Behörden melden mehr als 72.000 Neuinfektionen

Die US-Seuchenzentren CDC haben 72.183 bekannte Neuinfektionen und 901 weitere Todesfälle gemeldet. Damit wurden in den USA insgesamt 8,75 Millionen Infektionen und 225.985 Tote verzeichnet.

28.10.2020 • 19:12 Uhr

Landkreistag kritisiert Regeln für Gaststätten und Hotels

Der Landkreistag hat die neuen Vereinbarungen zur Gastronomie und zu Hotelübernachtungen kritisiert. "Das schießt über das Ziel hinaus", erklärte der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager. Das hauptsächliche Infektionsgeschehen spiele sich derzeit vor allem im privaten Bereich ab. Eine Schließung von Restaurants, Cafes und Hotels sei "weder geeignet noch erforderlich", da auf Sperrstunden ab 23.00 Uhr und ein nächtliches Verbot des Alkoholverkaufs zurückgegriffen werden könne.

28.10.2020 • 19:06 Uhr

DFL nennt Anordnung von Geisterspielen bedauerlich

Die Deutsche Fußball Liga hat die Anordnung von Geisterspielen im November wegen steigender Corona-Zahlen als "bedauerlich" bezeichnet. Fans und Clubs hätten in den vergangenen Wochen, "wo immer möglich, Hygiene- und Abstandsregeln nahezu ausnahmslos diszipliniert umgesetzt und sind damit ihrer Verantwortung gerecht geworden", teilte die DFL mit. Zuvor hatten Bund und Länder beschlossen, dass ab kommender Woche im Profisport nur noch Spiele ohne Zuschauer ausgerichtet werden dürfen. Die Regelung gilt vorerst für den November.

"Zweifelsohne erfordert die sich zuspitzende Pandemie-Lage zusätzliche Anstrengungen in allen Lebensbereichen", schrieb die DFL, verwies aber auch auf die "mit großem Aufwand" erstellten Hygienekonzepte für die Bundesliga und 2. Bundesliga "zum effektiven Schutz von Stadion-Zuschauern", die mit den zuständigen Behörden vor Ort abgestimmt gewesen seien.

28.10.2020 • 19:01 Uhr

Ramelow: Thüringen geht keinen Sonderweg

Thüringen wird nach den Worten von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linken) bei der Eindämmung der Corona-Pandemie im November keinen Sonderweg einschlagen. "Es gibt keine Verweigerung Thüringens", sagte Ramelow in Erfurt nach der Video-Konferenz von Bund und Ländern. Er trage trotz einer Thüringer Protokollnotiz die Beschlüsse der Regierungschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel mit.

Er werde sie aber dem Thüringer Landtag und seinem rot-rot-grünen Kabinett zur Bestätigung vorlegen, kündigte er an. Thüringens Regierungschef schlug vor, eine ohnehin auf CDU-Antrag für den 3. November geplante Sondersitzung des Parlaments auf diesen Freitag vorzuziehen. Ob das gelinge, sei noch offen.

28.10.2020 • 18:59 Uhr

Diakonie: Erneute Isolation Pflegebedürftiger verhindern

Die Diakonie ruft dazu auf, Pflegebedürftige vor einer Isolation wie beim ersten Lockdown zu schützen. "Die Pflegeeinrichtungen müssen bei der Erarbeitung individueller Schutzkonzepte unterstützt werden", erklärte Diakonie-Präsident Ulrich Lilie. "Denn wir müssen eine erneute Isolation pflegebedürftiger Menschen unbedingt verhindern - und sie trotzdem gut schützen." Zudem müssten die Kommunen Konzepte vorlegen, wie Wohnungslose untergebracht und mit dem Notwendigsten versorgt werden können.

28.10.2020 • 18:57 Uhr

Laschet: Maßnahmen werden vor Gericht Bestand haben

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet geht davon aus, dass die gemeinsam mit den anderen Bundesländern und dem Bund beschlossenen neuen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie vor Gerichten Bestand haben werden.

Die auf den November begrenzten Vorgaben seien vereinbar mit Gesetzen und Verfassung, sagte Laschet. Es gehe darum, den Notstand zu verhindern. Ziel sei es, soziale Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren. In den vergangenen Monaten waren die Vorhaben der Behörden zur Eindämmung der Pandemie immer wieder nach Klagen von den Gerichten überprüft worden.

28.10.2020 • 18:55 Uhr

Fast 20.000 neue Corona-Fälle in Spanien

Spanien hat 19.765 neue Positiv-Tests gemeldet und damit etwas mehr als am Tag zuvor. Die Gesamtzahl stieg damit auf mehr als 1,136 Millionen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 168 auf 35.466. Am Dienstag hatte es hier mit 267 Todesfällen den größten Anstieg binnen eines Tages seit Beginn der zweiten Corona-Welle gegeben.

28.10.2020 • 18:23 Uhr

Merkel geht von weniger Fahrgästen in Bussen und Bahnen aus

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geht davon aus, dass infolge der massiven Beschränkungen im November weniger Menschen mit Bussen und Bahnen fahren. Das machte sie nach den Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder deutlich. Sie nannte auch den Fernverkehr.

Merkel verwies darauf, dass Unternehmen mehr Heimarbeit ermöglichen sollen und Bürger auf nicht notwendige private Reisen verzichten sollen. Bereits im Frühjahr hatten Corona-Einschränkungen die Fahrgastzahlen in Bussen und Bahnen drastisch einbrechen lassen. Bund und Länder hatten Milliardenhilfen für Verkehrsunternehmen beschlossen, um Umsatzausfälle abzufedern.

28.10.2020 • 18:21 Uhr

Thüringen stimmt Corona-Beschluss nur bedingt zu

Thüringen hat den von Bund und Ländern vereinbarten massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens nur bedingt zugestimmt. Das Land trage "diejenigen Maßnahmen mit, die für eine wirksame Eindämmung des Infektionsgeschehens durch wissenschaftliche Erkenntnisse geeignet und verhältnismäßig" seien, heißt es in einer Protokollerklärung der Staatskanzlei zum Beschlusspapier der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) . Thüringen erwarte, dass der Bundestag eine akute nationale Gesundheitsnotlage feststelle, die die von der MPK beschlossenen Beschlüsse rechtfertigten.

Zudem müsse der Bund "mittels seiner Finanzkraft und der ihm gegenüber den Ländern allein obliegenden Gestaltungsmöglichkeiten der steuerlichen Einnahmeseite" dafür Sorge tragen, dass alle von den getroffenen Maßnahmen unmittelbar und mittelbar betroffenen Akteure "wirksam unterstützt werden".

Weiterhin müssten Maßnahmen getroffen werden, Schieflagen zu Lasten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aufzufangen. Die Verabschiedung des Beschlusses sei außerdem kein Präjudiz für das parlamentarische Verfahren in Thüringen.

28.10.2020 • 18:17 Uhr

AfD lehnt neue Corona-Regeln ab

Mit Ablehnung und Empörung hat die AfD auf die von Bund und Ländern beschlossenen neuen Corona-Einschränkungen reagiert. "Es ist alles völlig überzogen", sagte die Vorsitzende der Bundestagsfraktion, Alice Weidel, in Berlin. "Wir müssen lernen mit Corona zu leben", fügte sie hinzu. Der Co-Vorsitzende Alexander Gauland kritisierte, dass erneut weitreichende Kontaktbeschränkungen und die Schließung von Gastronomiebetrieben von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gemeinsam mit den Ministerpräsidenten vereinbart wurden. "Wir haben inzwischen eine Art Kriegskabinett", sagte Gauland. Er habe das Gefühl, der Bundestag sei nur noch dazu da, um "das gefälligst abzunicken".

28.10.2020 • 18:15 Uhr

Merkel: Gottesdienste bleiben erlaubt

Trotz rasant steigender Corona-Infektionszahlen sollen Gottesdienste nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) weiterhin erlaubt sein. Allerdings müssten die Hygienekonzepte unbedingt eingehalten werden. Merkel verwies darauf, dass auch Schulen und Kitas offen seien sowie Geschäfte. Nach den Worten von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sind Eingriffe in die Religions- und Versammlungsfreiheit besonders sensibel.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Ministerpräsident von Bayern, Markus Söder (CSU) auf der Pressekonferenz im Kanzleramt. | AFP

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Ministerpräsident von Bayern, Markus Söder (CSU), auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Bund-Länder-Beratungen zu den Corona-Maßnahmen. Bild: AFP

28.10.2020 • 18:06 Uhr

Müller: Können nicht länger zugucken

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hält die für November geplanten bundesweiten Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie für richtig und sachgerecht. "Das wird ein schwerer Weg, jetzt diese Beschlüsse umzusetzen", sagte er nach Video-Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder. "Wir wissen alle, was das bedeutet, was das für Zumutungen und Einschränkungen für die Menschen sind." Aber: "Wenn wir jetzt zugucken, werden wir vielen Menschen nicht helfen können", unterstrich Müller. In Berlin würden die Intensivbetten jetzt schon wieder mindestens genauso stark genutzt wie zu Beginn der Pandemie - mit stark steigender Tendenz. "Das ist nichts Abstraktes mehr." Es gehe um die Gesundheit und um Menschenleben. Deshalb sei es angemessen, in dieser Situation noch einmal diesen harten Weg zu gehen und solidarisch zu sein.

28.10.2020 • 18:04 Uhr

Merkel: Alle Ministerpräsidenten tragen Corona-Beschlüsse mit

Die heute getroffenen neuen Beschlüsse zur Bekämpfung der Corona-Pandemie werden nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) von allen Ministerpräsidenten mitgetragen. Trotz in den Bundesländern teils sehr unterschiedlichen Infektionslagen machten alle mit, sagte Merkel im Anschluss an die Beratungen in Berlin. Bei den jüngsten Ministerpräsidentenkonferenzen mit der Kanzlerin hatte es zuletzt keine vollständige Einigkeit mehr gegeben.

28.10.2020 • 18:00 Uhr

Hilfsprogramm für betroffene Betriebe angekündigt

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat auf der Pressekonferenz zu den heutigen Bund-Länder-Beratungen ein Hilfsprogramm für betroffene Betriebe angekündigt. Bund und Länder haben sich demzufolge auf Finanzhilfen in Höhe von bis zu zehn Milliarden Euro verständigt

Die betroffenen Betriebe sind unter anderem Gastronomiebetriebe, die zur Bekämpfung der Corona-Pandemie für einen Monat geschlossen werden. Kleinere Betriebe sollen bis zu 75 Prozent des Umsatzes vom November 2019 erhalten, größere Betriebe bis zu 70 Prozent. Die Fixkosten eines Unternehmens sollten pauschaliert werden, heißt es in Verhandlungskreisen. "Die Finanzhilfe wird ein Finanzvolumen von bis zehn Milliarden haben", heißt es.

28.10.2020 • 17:47 Uhr

Merkel fordert nationalen Kraftakt

Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach auf der Pressekonferenz zu den heutigen Bund-Länder-Beratungen von einer "nationalen Kraftanstrengung", die vom 2. November an noch einmal nötig sei, um den Anstieg der Infektionszahlen zu bremsen. "Wir müssen harte Auflagen machen für die Beschränkung von Kontakten." Die Bürger würden aufgefordert, auf private Reisen und tagestouristische Ausflüge zu verzichten. Zwei Wochen nach Inkrafttreten würden Bund und Länder erneut beraten.

28.10.2020 • 17:43 Uhr

Merkel: "Wir müssen handeln"

Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach auf der Pressekonferenz zu den heutigen Bund-Länder-Beratungen von einem "exponentiellen Anstieg" der Infektionsszahlen. Die Beratungen hätten "in einer sehr ernsten Lage" stattgefunden. Bund und Länder hätten die Gesundheit, Arbeit und die wirtschaftliche Situation der Menschen im Blick. "Es ist vollkommen klar, wir müssen handeln, und zwar jetzt."

28.10.2020 • 17:41 Uhr

Amateur- und Freizeitsportbetrieb weitestgehend untersagt

Der deutsche Profisport darf wegen der steigenden Infektionszahlen im November nur ohne Zuschauer ausgetragen werden, das gilt auch für die Fußball-Bundesliga. Der Amateur- und Freizeitsportbetrieb wird zudem weitestgehend untersagt, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder beschlossen.

28.10.2020 • 17:38 Uhr

Bund und Länder informieren über neue Maßnahmen

Nach rund viereinhalb Stunden beenden Bund und Länder ihre per Videokonferenz geführten Beratungen über neue Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Bundeskanzlerin Angela Merkel, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) treten im Kanzleramt vor die Presse:

28.10.2020 • 17:36 Uhr

Italien meldet mit fast 25.000 Positiv-Fällen neuen Rekord

Italien hat 24.991 neue Positiv-Tests und somit einen neuen Höchstwert gemeldet. Insbesondere die Lombardei sei betroffen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der neuen Todesfälle lag bei 205 nach 221 am Dienstag. Damit wurden insgesamt 589.766 Positiv-Tests und 37.905 Todesfälle gezählt.

28.10.2020 • 17:25 Uhr

Privater Rundfunk will erweiterte Corona-Hilfen

Private Rundfunkunternehmen in Deutschland wollen erweiterte Corona-Hilfen vom Staat. "Wir müssen auch mit der Politik darüber sprechen, bestehende Fördermaßnahmen auf die betroffenen TV-Sender zu erweitern", sagte die Vorstandsvorsitzende des Verbands Privater Medien (Vaunet), Annette Kümmel, in einer Gesprächsrunde auf den 34. Münchner Medientagen.

Kümmel sagte auch, nun sollten Gesetzgebungsvorhaben und Regulierungen daraufhin überprüft werden, ob sie einen negativen Effekt auf die privaten Medien haben. Als Beispiele nannte sie: "Keine zusätzlichen Werberestriktionen, Urheberrechtsgesetz auf den Prüfstand stellen." Die privaten Rundfunkunternehmen in Deutschland haben seit Ausbruch der Corona-Pandemie vor allem mit weggebrochenen Werbeerlösen zu kämpfen, die ein essenzielles Standbein sind.

28.10.2020 • 17:20 Uhr

Rekordwert bei Neuinfektionen in Estland

In Estland hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen mit 125 Fällen binnen 24 Stunden einen Rekordwert erreicht. Dies teilte die Gesundheitsbehörde in Tallinn mit. Der bisherige Höchstwert war mit 93 Neuinfektionen am 2. April erfasst worden. Estland mit seinen 1,3 Millionen Einwohnern verzeichnete bislang 4590 bestätigte Corona-Infektionen und 73 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus. Der Baltenstaat gehört damit zu den am wenigsten betroffenen Ländern in Europa. Nach Angaben der EU-Behörde ECDC lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen mit 42,0 bei einem Viertel des deutschen Werts.

28.10.2020 • 17:17 Uhr

Vorerst wohl keine touristischen Übernachtungsangebote

Bund und Länder wollen wegen der weiter steigenden Corona-Infektionszahlen touristische Übernachtungsangebote im Inland im November verbieten. Diese dürften nur noch für notwendige Zwecke wie zwingende Dienstreisen gemacht werden, beschlossen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten bei einer Videokonferenz am Mittwoch.

28.10.2020 • 17:03 Uhr

Bulgarien schließt Innenbereiche von Nachtlokalen

Bulgarien hat wegen schnell steigender Corona-Neuinfektionen Einschränkungen des öffentlichen Lebens angekündigt. Wie Gesundheitsminister Kostadin Angelow erläuterte, müssen die Innenbereiche von Nachtlokalen ab Donnerstag für zwei Wochen schließen. Sportevents dürfen in diesem Zeitraum nur noch ohne Publikum stattfinden. Zudem müssen Gymnasien und Universitäten auf digitalen Fernunterricht umschalten.

In dem südöstlichen EU-Land mit einer Bevölkerung von 6,9 Millionen Menschen wurde heute mit 2569 Corona-Neuinfektionen ein Höchststand erreicht. Damit die Ausbreitung des Coronavirus begrenzt wird, dürfen ab Donnerstag an Konferenzen und Ausstellungen höchstens 30 Personen physisch teilnehmen. Theater und Kinos können bei 30 Prozent ihrer Kapazität geöffnet bleiben. Auch Restaurants dürfen bei strengeren Auflagen öffnen. Das Tragen von Schutzmasken ist seit einer Woche auch im Freien wieder Pflicht, wenn Abstandhalten unmöglich ist.

28.10.2020 • 16:58 Uhr

Bund und Länder: Firmen sollen Heimarbeit ermöglichen

Bund und Länder fordern die Unternehmen angesichts hoher Infektionszahlen eindringlich auf, Heimarbeit zu ermöglichen - wo immer dies umsetzbar ist. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa von Teilnehmern der Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder.

28.10.2020 • 16:33 Uhr

Sachsen fördert Projekt zum optimalen Einsatz von Corona-Tests

Der Freistaat Sachsen stellt eine Million Euro zur Erforschung des optimalen Einsatzes von Corona-Tests bereit. Ziel ist die Entwicklung eines Online-Portals, das zur besseren örtlichen und zeitlichen Verteilung der Tests in der Pandemie beitragen soll, wie das sächsische Wissenschaftsministerium in Dresden mitteilte. Die Forschungsergebnisse sollen nicht nur in der aktuellen Corona-Pandemie, sondern auch bei möglichen künftigen Infektionsgeschehen helfen, wie es hieß.

Angesiedelt ist das Projekt beim Center for Advanced Systems Understanding in Görlitz. Unter der Führung von Professor Justin Calabrese werde ein interdisziplinäres Team verschiedene Szenarien zu der Frage durchspielen, wie in Deutschland Engpässe beim Testen auf eine Infektion vermieden werden können.

Auch soll in den Blick genommen werden, wie bereits vorhandene Möglichkeiten wie etwa die Erfassung der täglichen Testkapazitäten, Ausrüstung, Personal und Testorte optimal eingesetzt werden können. "Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, Tests mit den vorhandenen Kapazitäten so effektiv wie möglich durchzuführen", sagte Calabrese.

28.10.2020 • 16:28 Uhr

Schweiz schränkt öffentliches Leben ein

Die Schweizer Regierung verschärft die Maßnahmen zur Eindämmung der zweiten Coronavirus-Welle. Discos und Tanzlokale werden am Donnerstag geschlossen, Bars und Restaurants dürfen nur noch bis 23.00 Uhr offen haben. Alle Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen sowie sportliche und kulturelle Freizeitaktivitäten mit mehr als 15 Personen würden verboten. An Familienfesten dürften nur noch zehn Personen teilnehmen. Die Maskenpflicht werde ausgeweitet.

Mit den unbefristeten Maßnahmen wolle die Regierung die Überlastung der Intensivpflegestationen sowie des Gesundheitspersonals in den Spitälern verhindern. Die Schweiz verzeichnet gemessen an der Bevölkerungszahl von rund 8,5 Millionen zur Zeit eine der europaweit höchsten Covid-Neuansteckungsraten.

28.10.2020 • 16:27 Uhr

Seehofer will Schleierfahndung verstärken

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat eine intensivere Schleierfahndung angekündigt, um die Einhaltung der Corona-Regeln zu überwachen. Die Bundespolizei werde in Absprache mit den Ländern Tausende Beamte in Großstädten und Hotspots einsetzen, sagt er der "Bild". Aber auch die Einreise aus Risikogebieten werde verstärkt kontrolliert. "Dazu wird die Schleierfahndung an allen deutschen Grenzen in einem Radius von 30 Kilometern intensiviert, um auch bei denjenigen, die per Auto aus Risikogebieten einreisen, die Einhaltung der Corona-Bestimmungen kontrollieren zu können."

28.10.2020 • 16:24 Uhr

Kosmetikstudios und Massagepraxen sollen wohl schließen

Bund und Länder wollen wegen der sich verschärfenden Corona-Krise Betriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen oder Tattoostudios im November schließen. Friseursalons bleiben aber unter den bestehenden Hygienevorgaben geöffnet. Auch medizinisch notwendige Behandlungen wie Physiotherapien sollen weiter möglich sein. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus der Video-Konferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten.

28.10.2020 • 16:22 Uhr

Bund und Länder: Groß- und Einzelhandel bleiben offen

Trotz drastisch steigender Corona-Infektionszahlen sollen Groß- und Einzelhandel im November offen bleiben. In einer Videokonferenz einigten sich die Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa aber darauf, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro zehn Quadratmeter aufhalten darf. In der Beschlussvorlage des Bundes war ursprünglich von 25 Quadratmetern die Rede gewesen.

28.10.2020 • 16:14 Uhr

Schulen und Kindergärten sollen wohl weiter offen bleiben

Schulen und Kindergärten sollen auch im November verlässlich geöffnet bleiben. Darauf einigten sich laut Nachrichtenagentur dpa Bund und Länder bei den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten.

28.10.2020 • 16:10 Uhr

Schweden verzeichnet Höchststand bei Neuinfektionen

Schweden hat innerhalb von 24 Stunden mehr als 2000 neue Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Am Nachmittag kamen in der Datenbank der Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten insgesamt 2128 bestätigte Corona-Fälle hinzu - nach Angaben des Fernsehsenders SVT ist das der höchste Tageswertseit Beginn der Pandemie. Allerdings wird mittlerweile auch deutlich mehr auf Corona getestet, weshalb sich die Zahlen nur bedingt mit denjenigen aus der ersten Jahreshälfte vergleichen lassen. Damit sind mittlerweile knapp 118.000 Infektionen in Schweden nachgewiesen worden. Die Anzahl der mit Covid-19-Erkrankungen in Verbindung stehenden Todesfälle stieg um neun auf 5927.

28.10.2020 • 16:08 Uhr

Gastronomiebetriebe sollen vorübergehend schließen

Bund und Länder haben sich beim Corona-Gipfel auf eine Schließung der Gastronomie zur Eindämmung der Pandemie verständigt, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe sowie die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Teilnehmerkreise berichten.

Demnach sollen Gastronomiebetriebe vom 2. November für den restlichen Monat schließen. Davon ausgenommen sein soll die Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause, Kantinen sollen offen bleiben dürfen.

28.10.2020 • 16:03 Uhr

Bund und Länder wollen "Gesundheitsnotlage" ausrufen

Bund und Länder haben sich darauf verständigt, zur Eindämmung der Corona-Krise eine "Gesundheitsnotlage" für Deutschland auszurufen. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus der Videokonferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten.

Offen blieb zunächst, was das genau bedeutet. Zudem hieß es, die Gesundheitsnotlage sei erst dann beschlossen, wenn am Ende alle Einzelpunkte des geplanten Maßnahmenpakets beschlossen seien.

28.10.2020 • 15:52 Uhr

Profisport wohl nur noch ohne Zuschauer

Bund und Länder wollen angesichts steigender Infektionszahlen den Profisport im November nur noch ohne Zuschauer zulassen. Das gilt auch für die Fußball-Bundesliga. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus den virtuellen Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder.

28.10.2020 • 15:51 Uhr

Kontakte in Öffentlichkeit sollen drastisch beschränkt werden

Bund und Länder wollen angesichts dramatisch steigender Corona-Infektionszahlen den gemeinsamen Aufenthalt in der Öffentlichkeit nur noch Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes mit maximal zehn Personen gestatten. Dies gelte verbindlich.

Verstöße gegen diese Kontaktbeschränkungen würden von den Ordnungsbehörden sanktioniert, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder. Zuvor hatte die "Bild" über diese Einigung berichtet.

28.10.2020 • 15:49 Uhr

Macron will "neue Etappe" im Kampf gegen Corona einläuten

Die Franzosen müssen sich wegen der raschen Ausbreitung des Coronavirus auf neue Einschränkungen des öffentlichen Lebens einstellen. Staatschef Emmanuel Macron werde am Abend (20.00 Uhr) eine "neue Etappe" gegen Corona einläuten, kündigte Regierungssprecher Gabriel Attal in Paris an. Der Staatschef habe in der Kabinettssitzung von einer massiven, allgemeinen und weitgehend unerwarteten Verschlechterung in Europa gesprochen.

Attal äußerte sich nicht im Detail zu den geplanten Schritten - das werde Macron tun. Spekuliert wurde vor allem über Ausgangsbeschränkungen im ganzen Land mit einer Dauer von vier Wochen. Die Bestimmungen sollen laut Medien aber weniger streng als im Frühjahr ausfallen - demnach könnten zahlreiche Schulen und Geschäfte weiter offen bleiben.

28.10.2020 • 15:47 Uhr

Belgische Außenministerin verlässt Intensivstation

Die belgische Außenministerin Sophie Wilmès kann die Intensivstation nach einer Corona-Infektion wieder verlassen. Sie werde allerdings noch weiter im Krankenhaus behandelt, schrieb Wilmès auf Twitter. Sie bedankte sich bei den Pflegekräften für deren Engagement und Professionalität und forderte die Bürger auf, weiter zu Hause zu bleiben. Wilmes, die auch stellvertretende Ministerpräsidentin ist, wurde vor einer Woche ins Krankenhaus gebracht und auf der Intensivstation behandelt. Die 45-Jährige war bis vor kurzem Ministerpräsidentin Belgiens.

28.10.2020 • 15:46 Uhr

Freizeiteinrichtungen sollen weitgehend schließen

Bund und Länder wollen wegen der Corona-Krise Veranstaltungen, die der Unterhaltung und der Freizeit dienen, im November deutschlandweit weitgehend untersagen. So sollen Theater, Opern oder Konzerthäuser vom 2. November an bis Ende des Monats schließen. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten. Die Regelung betreffe auch den Freizeit- und Amateursportbetrieb, Individualsport soll ausgenommen werden.

28.10.2020 • 15:41 Uhr

Demonstration in Berlin für mehr finanzielle Hilfen

Tausende Demonstranten haben in Berlin auf die dramatische Lage von Veranstaltungswirtschaft, Gastgewerbe und Tourismusbranche in der Corona-Krise aufmerksam gemacht. Die Demonstration für mehr staatliche Hilfe begann symbolisch um fünf nach zwölf Uhr. Aufgerufen hatten das Aktionsbündnis #AlarmstufeRot sowie der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) und Verbände der Tourismuswirtschaft.

Die Demonstranten wollen auf die existenzbedrohende Lage ihrer Branchen wegen der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen aufmerksam machen. Sie fordern mehr finanzielle Unterstützung der Politik und Hilfsprogramme, die sich gezielter an den Bedürfnissen der Unternehmen orientieren als die bisher von der Regierung aufgelegten Förderungen. Auch die Forderung nach einem sogenannten Unternehmerlohn für Soloselbstständige wird erhoben.

Als Clown verkleideter Mann sitzt auf Kran vor Berliner Fernsehturm | FILIP SINGER/EPA-EFE/Shutterstoc

Ein als Clown verkleideter Mann sitzt auf einem Kran vor dem Berliner Fernsehturm. Bild: FILIP SINGER/EPA-EFE/Shutterstoc

28.10.2020 • 15:39 Uhr

Reisewarnung für die Türkei gilt wieder zum 9. November

Die Bundesregierung setzt die Reisewarnung für die ganze Türkei wegen der Corona-Pandemie zum 9. November wieder in Kraft. Die bisher bestehende Ausnahmeregelung für die Touristenregionen Aydin, Izmir, Muğla und Antalya am Mittelmeer würden nur noch bis zum 8. November gelten, teilte das Auswärtige Amt in seinen Reisehinweisen für die Türkei im Internet mit.

28.10.2020 • 15:20 Uhr

Ärzte und Therapeuten fordern einheitliches Ampelsystem

Dutzende Ärzteverbände und Therapeutenvertretungen sowie zahlreiche Experten raten in einem gemeinsamen Appell dringend von einem erneuten Lockdown ab. Es müsse stärker auf die Eigenverantwortung der Bevölkerung gesetzt und der Schutz von Risikogruppen in den Fokus gerückt werden. Entscheidend sei, dass die Bevölkerung die Maßnahmen mittrage, sonst liefe alles ins Leere.

Die Unterzeichner fordern daher ein bundesweit einheitliches Ampelsystem. Anhand dessen ließe sich sowohl auf Bundes- als auch auf Kreisebene die aktuelle Lage auf einen Blick erkennen, und die Politik könne auf Basis des Systems klar die Lage kommunizieren, welche Entwicklungen erwartbar seien und welche Maßnahmen anstünden. Grundlage dieser Corona-Ampel müssten alle relevanten Kennzahlen wie Infektionszahlen, die Anzahl der durchgeführten Tests oder stationäre und intensivmedizinische Behandlungskapazitäten bilden.

28.10.2020 • 15:20 Uhr

Neue Demonstrationen gegen Maßnahmen in Italien

In Italien setzt sich die Welle der Demonstrationen gegen die seit Anfang der Woche verschärften Corona-Schutzmaßnahmen fort. Unternehmer und Beschäftigte aus Restaurants, Bars und anderen Lokalen demonstrierten in vielen Städten, darunter in Mailand, Triest, Florenz und Neapel, gegen die Beschränkungen.

Aufgerufen zu Protesten "auf 24 Plätzen im ganzen Land" hatten Verbandsvertreter aus dem Bereich Dienstleistung und Gastronomie. Nach Angaben des Verbands Fipe-Confcommercio drohen durch die Corona-Krise und die Einschränkungen der Geschäftszeiten, die die Regierung erlassen hat, viele Insolvenzen und Arbeitsplatzverluste. Die Lokale hätten massiv in den Corona-Schutz für Gäste investiert, argumentieren Kritiker der Mitte-Links-Regierung.

Betreiber von Restaurants und Bars in Bologna protestieren gegen die Maßnahmen der Regierung | MAX CAVALLARI/EPA-EFE/Shuttersto

Betreiber von Restaurants und Bars in Bologna protestieren gegen die Maßnahmen der Regierung. Bild: MAX CAVALLARI/EPA-EFE/Shuttersto

28.10.2020 • 14:57 Uhr

Massive Kontaktbeschränkungen offenbar ab 2. November

Bund und Länder wollen die drastisch steigenden Corona-Infektionszahlen mit massiven Kontaktbeschränkungen bereits vom 2. und nicht wie ursprünglich in der Beschlussvorlage des Bundes vorgesehen vom 4. November an in Kraft treten. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus den Video-Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder. Nach zwei Wochen - also etwa um den 11. November - wollen die Kanzlerin und die Regierungschef erneut beraten, die durch die Maßnahmen erreichten Ziele bewerten und notwendige Anpassungen vornehmen.

28.10.2020 • 14:32 Uhr

Bund will Firmen bei Zwangsschließung 75 Prozent Umsatz ausgleichen

Die Bundesregierung will Firmen entschädigen, die im November wegen der Bekämpfung der Corona-Krise zwangsweise schließen müssen. Finanz- und Wirtschaftsministerium haben nach Angaben aus Regierungskreisen in der Bund-Länder-Schalte vorgeschlagen, dass kleine Firmen 75 Prozent ihres Umsatzes als Entschädigung erhalten sollen.

Für größere Firmen sei ein Betrag von 70 Prozent vorgesehen. Bezugsgröße sei der Umsatz des Vorjahresmonats, hieß es. Ein Teilnehmer zitierte Finanzminister Olaf Scholz (SPD) mit den Worten: "Die Lage ist sehr, sehr ernst. Wir brauchen tiefgreifende Maßnahmen, die wir finanziell abfedern müssen." Die Kosten habe Scholz für vier Wochen auf sieben bis zehn Milliarden Euro beziffert.

28.10.2020 • 14:21 Uhr

Medienbericht: Scholz plant Entschädigungen für Umsatzausfall

Bundesfinanzminister Olaf Scholz sieht nach einem "Bild"-Bericht Entschädigungen für Umsatzausfälle der von Einschränkungen betroffenen Unternehmen in Milliardenhöhe vor. In den laufenden Beratungen von Bund und Ländern habe Scholz vorgeschlagen, kleineren Betrieben bis zu 75 Prozent ihrer Umsätze im Vergleich zum Vorjahresmonat zu ersetzen. Größere Betriebe sollten bis zu 70 Prozent erhalten. Es solle keine besonderen Nachweispflichten geben. Die Kosten habe Scholz auf sieben bis zehn Milliarden Euro für vier Wochen beziffert.

28.10.2020 • 14:20 Uhr

Altmaier: Kontakte müssen um die Hälfte reduziert werden

Zur Eindämmung der Pandemie müssen nach Worten von Wirtschaftsminister Peter Altmaier die sozialen Kontakte deutlich reduziert werden. "Und zwar nicht um 10 oder 15 Prozent, sondern in einer Größenordnung, die in Richtung der Hälfte oder noch darüberhinaus geht", sagt er bei einer Befragung im Bundestag mit Blick auf laufende Beratungen von Bund und Ländern. "Dazu werden umfangreiche Maßnahmen notwendig sein."

28.10.2020 • 13:51 Uhr

Boeing streicht Tausende weitere Stellen

Der US-Luftfahrtriese Boeing plant den Abbau zahlreicher weiterer Jobs. Vorstandschef Dave Calhoun teilte der Belegschaft mit, dass die Mitarbeiterzahl bis Ende 2021 wohl auf rund 130.000 reduziert werden müsse. Anfang 2020 hatte Boeing noch ungefähr 160.000 Beschäftigte.

Der stark unter der Corona-Krise und dem Debakel um den Unglücksjet 737 Max leidende Konzern hatte in den Vorquartalen bereits drastische Stellenstreichungen angekündigt. Zunächst war die Rede von zehn Prozent der Belegschaft, vor drei Monaten hieß es dann, dass bis zum Jahresende rund 19.000 Mitarbeiter den Konzern verlassen würden. Damals warnte Calhoun bereits vor möglichen weiteren Einschnitten.

28.10.2020 • 13:45 Uhr

Spanien fordert Umbau der Wirtschaft

Angesichts der Corona-bedingten Wirtschaftskrise macht sich Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez bei der Industriestaatenorganisation OECD für ein widerstandsfähigeres Wachstumsmodell stark. "Wir können nicht zu der Wirtschaft zurückkehren, wie es sie vor Covid-19 gab", sagte er mit Blick auf die Pandemie. Anlass war ein zweitägiges Ministertreffen der OECD. Die Videokonferenz wurde von Spanien geleitet.

Sanchez nannte als Prioritäten unter anderem den Kampf gegen den Klimawandel oder die Armut. "OECD-Staaten sollten die wirtschaftliche Wiederbelebung als eine große Chance sehen, sich in Richtung eines Wachstumsmodells zu bewegen, das widerstandsfähiger, grüner, digitaler ist", sagte Sánchez. Länder könnten so gestärkt aus der Krise hervorgehen.

28.10.2020 • 13:40 Uhr

Tausend Corona-Tote pro Tag in Europa

Die Anzahl der Corona-Toten hat in Europa nach Aussage eines Experten drastisch zugenommen. "Letzte Woche lag die Zahl um ein Drittel höher als in der Vorwoche, das bedeutet, dass rund 1000 Menschen jeden Tag an Covid sterben", sagte Peter Piot, Sonderberater der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei der Bekämpfung des Coronavirus.

"Die Lage ist sehr ernst und sie droht, noch schlimmer zu werden, wenn wir nicht dringende und drastische Maßnahmen ergreifen", fügte er hinzu. Piot forderte, dass noch viel mehr Menschen in Europa einen Mund-Nasen-Schutz tragen. "Wir müssen bei rund 95 Prozent statt jetzt 60 Prozent ankommen; das kann Hunderttausende Leben retten, wenn wir das tun", so Piot.

28.10.2020 • 13:33 Uhr

Länderchefs: Bundestag soll möglichen Lockdown beschließen

Vor den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten kommt aus den Reihen der Länderchefs die Forderung nach einem Bundestagsbeschluss für einen möglichen neuen Lockdown. Laut der Nachrichtenagentur AFP könne ein Rückhalt durch das Parlament beispielsweise in Form einer fraktionsübergreifenden Entschließung erfolgen.

Der Vorschlag des Bundes für die Beratungen mit den Ländern sieht vor, dass "Gastronomiebetriebe sowie Bars, Klubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen" im November geschlossen werden sollen.

Die Vorlage sieht zudem vor, touristische Übernachtungen im Inland zu verbieten und Freizeiteinrichtungen wie Theater, Kinos, und Fitnessstudios für vier Wochen zu schließen. Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sollen die Bürger ihre privaten Kontakte auf ein "absolut nötiges Minimum" reduzieren.

28.10.2020 • 13:31 Uhr

Kabinett billigt weitere Sonderbefugnisse

Das Bundeskabinett hat weitere Sonderregelungen für die Zeit der Corona-Pandemie auf den Weg gebracht. Die Bundesregierung kann dem heute gebilligten Entwurf für ein drittes Gesetz zum Bevölkerungsschutz zufolge Impfprogramme vorbereiten.

Die Reiseregelungen für Risikogebiete werden verschärft. Berufstätige Eltern sollen künftig auch dann eine Lohnentschädigung erhalten, wenn sie ein unter Quarantäne stehendes Kind betreuen.

Die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn angestrebte Verlängerung der Sonderbefugnisse über den 31. März 2021 hinaus ist nicht vorgesehen. Sie war am Widerstand der SPD gescheitert. Dem Gesetz muss auch der Bundesrat zustimmen. Es soll im Dezember in Kraft treten.

28.10.2020 • 12:57 Uhr

Bouffier fordert "Maßnahmen zur Vermeidung einer nationalen Gesundheitsnotlage"

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier fordert "Maßnahmen zur Vermeidung einer nationalen Gesundheitsnotlage". Das Infektionsgeschehen habe sich innerhalb einer Woche verdoppelt, sagte Bouffier. Nur mit einschneidenden Maßnahmen könne diese Entwicklung gestoppt werden. "Das tut weh, das tut mir auch weh. Aber wenn wir sie nicht treffen, dann werden wir noch viel härtere Maßnahmen treffen müssen, die noch viel länger dauern."

28.10.2020 • 12:27 Uhr

Pandemie breitet sich in der Schweiz immer rascher aus

In der Schweiz schießen die Coronavirus-Fallzahlen in die Höhe. Innerhalb eines Tages wurden dem Gesundheitsamt 8616 neue Covid-Infektionen gemeldet - ein neuer Höchststand. 149 weitere Personen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden, 24 starben in Zusammenhang mit der Seuche. Am Nachmittag will die Schweizer Regierung über schärfere Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie informieren.

28.10.2020 • 12:21 Uhr

Tourismusverband fordert rasche staatliche Hilfe

Der Deutsche Tourismusverband hat angesichts eines drohenden zweiten Corona-Lockdowns verbesserte staatliche Unterstützung ab November gefordert. "Wenn sich die Situation jetzt weiter in dem Maße verschärft wie bisher und die Branche quasi wieder in den Lockdown geschickt wird, müssen die verbesserten Überbrückungshilfen unverzüglich noch ab November wirksam werden", sagte Verbandsgeschäftsführer Norbert Kunz.

Drohende Restaurantschließungen seien ein herber und Existenzen gefährdender Rückschlag auch für die Beherbergungsbetriebe und alle Bereiche des Deutschlandtourismus. "Selbst Betriebe, die mit höheren Rücklagen gehofft hatten, gut durch die Krise zu kommen, stoßen jetzt an Grenzen."

28.10.2020 • 12:17 Uhr

Schausteller: Zukunft der Volksfeste bedroht

Der Deutsche Schaustellerbund hält die Zukunft der Volksfeste in Deutschland für gefährdet. Hauptgeschäftsführer Frank Hakelberg forderte gezielte staatliche Hilfen für die mehr als 5000 Schaustellerfamilien. Die staatlichen Überbrückungshilfen reichten nicht aus. Durch den reihenweisen Ausfall der Weihnachtsmärkte fehlten der Branche weitere 20 bis 30 Prozent der Einnahmen, so Hakelberg. Das gesamte Jahr über seien bereits 9750 Volksfeste ausgefallen.

28.10.2020 • 12:14 Uhr

Urlauber aus Risikogebieten: Bald keine Entschädigung bei Verdienstausfall mehr?

Wer ohne Notwendigkeit in ein Corona-Risikogebiet reist und nach der Rückkehr in Quarantäne muss, soll dafür künftig keinen Entschädigung für den Verdienstausfall mehr bekommen. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, den das Bundeskabinett gebilligt hat. Bislang steht jedem, der wegen einer angeordneten Quarantäne nicht zur Arbeit kann, eine Entschädigung zu.

Nach Aufenthalt in Risikogebieten kann eine digitale Einreiseanmeldung verordnet werden, um besser nachvollziehen zu können, ob die Quarantäne eingehalten wird.

Rückreise aus Risikogebiet: Warnung auf der A7 bei Langnau | dpa

Bislang steht Arbeitnehmern, die wegen Quarantäne nicht zur Arbeit können, eine Entschädigung zu. Bild: dpa

Mit der Gesetzesvorlage wird zudem die im Bevölkerungsschutzgesetz im März geschaffene Entschädigungsregelung für Eltern fortgeführt. Wird ein Kind unter Quarantäne gestellt wird, haben die betreuenden Eltern Anspruch auf eine Entschädigungszahlung.

28.10.2020 • 12:10 Uhr

Verband warnt vor Schließungen der Gastronomie

Der Bundesverband Groß- und Außenhandel (BGA) hat die angedachten Schließungen der Gastronomie wegen steigender Corona-Infektionszahlen als "völlig unangemessen" kritisiert. Für viele mittelständische Betriebe könne das in der jetzigen Lage den Todesstoß bedeuten, sagte BGA-Präsident Anton Börner. Es habe sich gezeigt, dass die Hygienekonzepte in der Gastronomie erfolgreich seien. "Brennpunkte sind ganz klar die privaten Bereiche und auch wenn es unpopulär ist, müssen wir uns hierauf konzentrieren."

28.10.2020 • 12:08 Uhr

Bericht: Cyber-Angriff auf Webseite von RKI

Das Robert Koch-Institut ist offenbar Ziel eines Cyber-Angriffs geworden. Die RKI-Website sei vergangenen Donnerstag deswegen rund zwei Stunden nicht erreichbar gewesen, berichtet der "Spiegel". Die Seite sei offenbar mit einer sogenannten DDoS-Attacke lahmgelegt worden.

Dabei wird eine Website mit einer großen Zahl künstlich generierter Aufrufe geflutet, so dass sie unter der Last des Datenverkehrs zusammenbricht. Das habe ein Sprecher des Informationstechnikzentrum Bund (ITZBund) bestätigt, das die Webseite betreue, berichtete das Magazin.

Vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) liegt zunächst keine Stellungnahme vor.

28.10.2020 • 11:44 Uhr

Belgien dehnt teilweisen Lockdown aus

In Belgien gelten ab Freitag wegen der Corona-Pandemie wieder landesweit weitgehende Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Angesichts rasant steigender Ansteckungszahlen im Norden des Landes beschloss auch die flämische Regionalregierung am Dienstagabend ähnlich strenge Regeln, wie sie in der Hauptstadt Brüssel und der französischsprachigen Wallonie bereits in Kraft sind.

Kultur- und Sportveranstaltungen müssen demnach abgesagt werden, die Universitäten stellen auf Online-Kurse um und nachts gilt eine Ausgangssperre.

Flandern hatte vergangene Woche noch unter Verweis auf die vermeintlich bessere Lage in den flämischen Provinzen strengere Maßnahmen auf nationaler Ebene blockiert. Mittlerweile steigen die Fallzahlen dort aber besonders stark.

28.10.2020 • 11:35 Uhr

DFG: Kontaktbeschränkungen könnten Tausende Tote vermeiden

Eine drastische Einschränkung der Kontakte kann nach Einschätzung der Präsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ,Katja Becker, in der Corona-Pandemie viele Tausend Leben retten.

Becker erklärte am gegenüber dem SWR, wenn die Infektionen weiter stiegen wie bisher, müsste Deutschland bis Ende November mit fast 100.000 Neuinfektionen rechnen. "Dann sehen wir uns auch einer Zahl von fast 20.000 Todesopfern gegenüber", mahnte sie. Wenn hingegen die Kontakte, die bisher ohne Vorsichtsmaßnahmen stattfinden, halbiert würden, dann gebe es den Modellrechnungen zufolge 14.000 Todesopfer.

Becker sagte: "Angenommen, wir vierteln die Kontakte, dann sind wir bei etwa 12.000 Todesopfern." In einer gemeinsamen Erklärung haben die DFG und fünf andere Wissenschaftsorganisationen am Dienstag vorgeschlagen, die Kontakte auf ein Viertel zu reduzieren.

28.10.2020 • 10:52 Uhr

Polen meldet Höchstwert an Todesfällen

Die Regierung in Polen meldet 18.820 Neuinfektionen und 236 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus - so viele wie noch nie binnen 24 Stunden. Die Krankenhäuser seien überlastet, teilt das Gesundheitsministerium mit.

13.931 Krankenhausbetten seien mit Corona-Patienten belegt, 1150 Patienten müssten beatmet werden. Am Tag zuvor waren es noch 13.291 Corona-Patienten, von denen 1078 beatmet wurden.

28.10.2020 • 10:48 Uhr

Deutsche Intensivmediziner warnen vor Engpässen

Die Intensivmediziner in Deutschland appellieren an die Bevölkerung, alles zu tun, um die Kurve der Corona-Infektionen wieder zu senken. Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Uwe Janssens, beobachte mit großer Sorge die stark ansteigenden Infektionszahlen sowie die sich wieder füllenden Krankenhausbetten.

"Wir Intensivmediziner befürchten, bei weiter steigenden Infektionszahlen die intensivmedizinische Versorgung in Deutschland bald nicht mehr in vollem Umfang gewährleisten zu können", sagte Janssens als Sprecher der mehr als 3000 Intensivmediziner und Pflegekräfte, die derzeit auf deutschen Intensivstationen arbeiten.

Er wolle keine Angst machen, und noch seien genug Intensivbetten frei, betont Janssens. Alle Bürger müssten sich jetzt aber strikt an die Regeln zur Minimierung des Infektionsrisikos halten, damit das System nicht überlastet werde.

28.10.2020 • 10:41 Uhr

Schweiz: Krankenhaus-Kapazitäten werden knapp

Das Schweizer Gesundheitssystem kämpft mit der zunehmenden Zahl von Patienten, die nach einer Ansteckung mit dem Virus erkrankt sind. Angesichts von Infektionsraten, die weit über denen in Deutschland und Italien liegen, könnten in zehn Tagen die Krankenhaus-Kapazitätsgrenzen erreicht werden, warnen Experten. Bereits jetzt werden Mediziner im Ruhestand reaktiviert und Krankenhaus-Abteilungen ohne Bezug zur Pandemie geschlossen.

28.10.2020 • 10:31 Uhr

Lauterbach will Kontrolle in privaten Wohnungen ermöglichen

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat angesichts der drastisch gestiegenen Corona-Infektionszahlen Kontrollen in privaten Räumen ins Gespräch gebracht. "Wir befinden uns in einer nationalen Notlage, die schlimmer als im Frühjahr werden kann", so Lauterbach gegenüber der "Rheinischen Post".

Die Unverletzbarkeit der Wohnung dürfe kein Argument mehr für ausbleibende Kontrollen sein. "Wenn private Feiern in Wohnungen und Häusern die öffentliche Gesundheit und damit die Sicherheit gefährden, müssen die Behörden einschreiten können", forderte er.

Update 13:56 Uhr

Gegenüber der Nachrichtenagentur konkretisierte Lauterbach seine Aussage dahingehend, dass die "Unverletzlichkeit der Wohnung" nach Artikel 13 Grundgesetz natürlich gelte. "Diese stellt niemand infrage – auch ich nicht", sagte Lauterbach. "Es muss aber auch klar sein: Jetzt ist nicht die Zeit, in größeren Gruppen zu feiern – nicht im Restaurant, nicht im Club und auch nicht in den Wohnungen."

28.10.2020 • 10:08 Uhr

Kabinett ebnet Weg für größere Corona-Testkapazitäten

Das Bundeskabinett hat nach Angaben aus Regierungskreisen den Weg für eine Ausweitung der Corona-Laborkapazitäten frei gemacht. Das Gesundheitsministerium will mit der Änderung des "Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemiologischen Lage von nationaler Tragweite" unter anderem sicherstellen, dass Nicht-Versicherte ebenfalls getestet und geimpft werden können.

Zudem sollen veterinärmedizinische Labore genutzt werden, um die Testkapazität zu vergrößern. Beschlossen wurde demnach auch, dass Personen, die wissentlich in Risikogebiete reisen, keine Entschädigung für Verdienstausfälle durch eine Corona-Quarantäne bekommen sollen.

28.10.2020 • 09:51 Uhr

Tschechien: Erneut mehr als 15.000 Neuinfektionen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen hat in Tschechien nach vier Tagen wieder einen Rekordwert erreicht. Innerhalb von 24 Stunden kamen 15.663 neue Fälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium in Prag bekanntgab.

Seit Beginn der Pandemie wurden damit insgesamt 284 033 Infektionen mit dem Coronavirus und 2547 Todesfälle registriert. Der EU-Mitgliedstaat hat knapp 10,7 Millionen Einwohner. Gemessen an der Einwohnerzahl zählt Tschechien neben Belgien zu den von der Pandemie am schwersten betroffenen Ländern.

28.10.2020 • 09:45 Uhr

China: 4,7 Millionen Menschen getestet

Nach einem Corona-Ausbruch in Nordwestchina haben die Behörden in der Stadt Kashgar innerhalb von nur vier Tagen 4,7 Millionen Einwohner auf eine mögliche Infektion mit dem Virus getestet.

Bei 183 Menschen sei das Virus nachgewiesen worden, davon 161 ohne Symptome wie Husten oder Fieber, berichtete das örtliche Gesundheitsamt. Nur 22 zeigten demnach Anzeichen für Covid-19. Daneben zählte China lediglich 20 aus dem Ausland importierte Krankheitsfälle.

Die meisten Flüge in die Stadt Kashgar sind seit dem Wochenende gestrichen. Auch berichteten Augenzeugen von Straßenkontrollen auf dem Weg in die Stadt. Der Ausbruch wurde auf eine Fabrik zurückgeführt, ohne dass Details bekannt wurden.

28.10.2020 • 09:42 Uhr

EU-Ratspräsident: Lage in Europa ist "alarmierend"

EU-Ratspräsident Charles Michel erklärt, die Pandemie-Lage in Europa sei "ernst und alarmierend". Die EU müsse bei Tests, Nachverfolgung von Infektionswegen, Impfungen und Handhabung von Quarantänen besser werden. Gleichzeitig müssten die Maßnahmen derart abgestimmt werden, dass die negativen sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen begrenzt würden, sagt er der Zeitung "La Stampa".

28.10.2020 • 09:37 Uhr

Fahrgastzahlen um die Hälfte eingebrochen

Die Zahl der Fahrgäste im Fernverkehr mit Bussen und Bahnen ist im ersten Halbjahr Corona-bedingt um fast die Hälfte gesunken. Besonders drastisch war der Rückgang im zweiten Quartal, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Im Nahverkehr betrug der Rückgang demnach mehr als ein Drittel - allerdings seien die Zahlen hier noch vorläufig. Demnach wurden im Nahverkehr mit Bahnen 874 Millionen Fahrgäste gezählt, das waren 37 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Im Fernverkehr mit Bussen und Bahnen ging die Zahl der Fahrgäste um 46 Prozent zurück auf 45 Millionen. Eisenbahnen - also vor allem die Deutsche Bahn - nutzten 41 Millionen Menschen, das waren 43 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2019. Einen Fernbus nutzten nur 3,5 Millionen Fahrgäste, das waren 67 Prozent weniger.

28.10.2020 • 09:19 Uhr

Ärzteverband fordert Kontaktbeschränkungen

Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Dienstes hat angesichts der gestiegenen Infektionszahlen neue Maßnahmen gefordert. Es sei wichtig, dass es bundesweit einheitliche Regelungen gebe, sagte Verbandsvorsitzende Ute Teichert im RBB-Inforadio.

Die meisten Ansteckungen fänden momentan im privaten Umfeld statt. "Eine enorme Änderung ist, dass fast die Hälfte der positiv getesteten Personen nicht mehr angeben können, wo sie den Kontakt zuletzt hatten", so Teichert. Kontaktbeschränkungen finde sie zwar schade und schwierig, "aber wir haben keine Medikamente, wir haben keinen Impfstoff, die einzige Möglichkeit, die Virusausbreitung zu verhindern ist, die Kontakte zu reduzieren», betonte Teichert.

28.10.2020 • 09:08 Uhr

Russland: Mehr als 16.000 Neuinfektionen

In Russland registrieren die Behörden mit 346 Todesfällen nach Ansteckungen mit dem Coronavirus eine neue Tageshöchstzahl. Insgesamt sind 26.935 Menschen dem Virus erlegen. Die Behörden melden zudem 16.202 Neunfektionen. Damit haben sich bislang insgesamt 1.563.976 Menschen angesteckt. Russland steht in der Rangfolge der Länder mit den meisten Coronavirus-Fällen an vierter Stelle hinter den USA, Indien und Brasilien.

28.10.2020 • 09:07 Uhr

Ukraine meldet Höchstwert an Todesfällen

In der Ukraine sind nach offiziellen Angaben 165 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben - so viele wie nie zuvor an einem einzigen Tag. Insgesamt starben bislang 6755 Menschen. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen stieg um 7474 auf 363.075.

28.10.2020 • 09:03 Uhr

Lindner: Verfassungsmäßigkeit von Corona-Plänen fraglich

FDP-Chef Christian Lindner hat die Verfassungsmäßigkeit der neuen Corona-Pläne des Bundeskanzleramts in Zweifel gezogen. Bundeskanzlerin Angela Merkel wolle "unter anderem die Gastronomie komplett still legen", erklärte Lindner am Mittwoch. "Das hielte ich für unnötig und deshalb auch für verfassungswidrig."

Der Vorschlag des Bundes für die heutigen Beratungen mit den Ländern sieht vor, dass Gastronomiebetriebe sowie Bars, Klubs und ähnliche Einrichtungen im November geschlossen werden sollen. Zudem sollen touristische Übernachtungen im Inland untersagt und Freizeiteinrichtungen wie Theater, Kinos, Schwimmbäder und Fitnessstudios ebenfalls schließen. .

28.10.2020 • 08:49 Uhr

Altmaier will Soloselbstständige mehr unterstützen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat Soloselbstständigen in der Corona-Krise stärkere Unterstützung zugesagt. Zwar stünden Selbständigen die Corona-Soforthilfen von bis zu 15.000 Euro zur Verfügung, sagte Altmaier im ARD-Morgenmagazin. Allerdings sei problematisch, dass diese nur für Kosten vorgesehen sind.

"Das hilft dem Soloselbstständigen, der über ein Büro verfügt, der Geräte gemietet hat. Es hilft weniger dem, der zuhause im Wohnzimmerschrank seine Trompete aufbewahrt hat", sagte der Minister.

Soloselbstständige hätten die Möglichkeit, zu erleichterten Bedingungen Grundsicherung zu beantragen. "Das schreckt aber viele ab", sagte Altmaier. Deshalb werde die Bundesregierung in den kommenden Wochen über "zumutbare Alternativen" beraten.

28.10.2020 • 08:44 Uhr

Spahn: "Wenn die Intensivstationen voll sind, ist es zu spät"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die geplanten Einschränkungen im öffentlichen Leben wegen der steigenden Infektionszahlen verteidigt. „Wenn wir warten, bis die Intensivstationen voll sind, ist es zu spät“, sagte Spahn im SWR.

Im europäischen Ausland seien die Krankenhäuser schon wieder am Limit und es kämen auch wieder Hilfsanfragen. Es sei besser jetzt "die Welle zu brechen" und dann Richtung Weihnachten die Situation wieder eher unter Kontrolle zu haben.

Jens Spahn | dpa

Jens Spahn verteidigt die geplanten Corona-Einschränkungen und warnt vor überlasteten Intensivstationen. Bild: dpa

Für die von den geplanten Einschränkungen besonders betroffenen Branchen, wie Reiseveranstalter, Gastronomie und Kulturschaffende fordert Spahn zusätzliche Hilfe. Es sei klar, wo die Prioritäten liegen, "Kita, Schule, Arbeitsplätze sichern". Aber es sei eine "sehr, sehr harte Entscheidung" für Reiseveranstalter, Gastronomie und Kultur im November all diese Bereiche runterzufahren. Deswegen müsse parallel ein großzügiges und zielgerichtetes Hilfspaket kommen, um auch dort Perspektiven zu geben.

28.10.2020 • 08:33 Uhr

Kubicki warnt vor Alarmismus

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki hat die von der Bundesregierung angestrebten Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie kritisiert. "Konzentrieren wir uns auf die Gruppen, die wirklich geschützt werden müssen", sagte Kubicki im Deutschlandfunk.

Man solle so viel "normales Leben" unter Beachtung von Hygiene-Schutzmaßnahmen zulassen wie möglich. "Ich warne dringend vor Alarmismus, der auch zu falschen Entscheidungen führen kann", sagte er.

28.10.2020 • 08:26 Uhr

Präsident von Südafrika in Quarantäne

Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa hat sich nach Angaben seines Büro in Selbstquarantäne begeben. Anlass dafür war eine positive Corona-Diagnose bei einem der Gäste eines Empfangs, an dem Ramaphoas teilgenommen hatte.

In Südafrika wurden bisher rund 716.750 Corona-Fälle bestätigt, mehr als 19.000 Menschen sind bislang gestorben. Die Regierung hatte Ende März eine landesweite Ausgangssperre verhängt, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

28.10.2020 • 08:16 Uhr

RKI meldet fast 15.000 Neuinfektionen in Deutschland

Das Robert Koch-Institut meldet 14.964 Neuinfektionen in Deutschland. Hinzu kommen 85 neue Todesfälle. Insgesamt haben sich damit bislang 464.239 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Todesfälle in Deutschland erhöhte sich auf 10.183.

28.10.2020 • 08:09 Uhr

Ministerpräsident Weil für einheitliche Corona-Regelung

Vor den Beratungen von Bund und Ländern über weitere Corona-Maßnahmen hat sich Niedersachsen Ministerpräsident Stephan Weil für bundesweite Regelungen ausgesprochen. "Niedersachsen hat ein großes Interesse an einer bundeseinheitlichen Regelung", sagte Weil im ARD-Morgenmagazin. "Wir müssen als Politiker, als Staat sehr klar und sehr einheitlich auftreten."

Der Ministerpräsident äußerte sich zudem besorgt über das aktuelle Infektionsgeschehen. "Wir haben eine besorgniserregende Entwicklung bei den Infektionen. Es geht viel zu schnell viel zu hoch", so Weil mit Blick auf die steigenden Infektionszahlen. Die bisherigen Maßnahmen hätten bislang nicht dazu beigetragen, diese Entwicklung zu stoppen, so Weil.

Stephan Weil trägt Mundschutz | dpa

Niedersachsen Ministerpräsident Stephan Weil hat sich für bundeseinheitliche Corona-Regeln ausgesprochen. Bild: dpa

Schulen und Kindertagesstätten müssten möglichst geöffnet bleiben und die Wirtschaft nicht mehr als nötig belastet werden, forderte Weil. Die Bürger müssten sich dagegen einschränken, damit es nicht zu einem ungebremsten Infektionsgeschehen komme."Wir kämpfen jetzt darum, dass wir alle miteinander einigermaßen friedliche Weihnachten haben werden." Man dürfe die Situation daher jetzt nicht außer Kontrolle geraten lassen.

28.10.2020 • 07:39 Uhr

Medienbericht: Labor bringt falsche Testergebnisse

Ein großes bayerisches Labor hat einem Zeitungsbericht zufolge bei Corona-Tests reihenweise falsch positive Ergebnisse hervorgebracht. Das sei bei Nachprüfungen in einem Krankenhaus im oberbayerischen Taufkirchen/Vils aufgefallen, berichtet der "Münchner Merkur". Dort hätten sich 58 von 60 positiven Tests als falsch herausgestellt.

Die Geschäftsführerin des Augsburger MVZ-Labors erklärte die Fehler mit der Knappheit an Reagenzien. Das Labor habe wegen des Lieferausfalls eines Herstellers auf ein anderes Nachweismittel zurückgreifen müssen, das offenbar nicht kompatibel gewesen sei. "Aufgrund des hohen Probenaufkommens und des fehlenden Zubehörs war eine Kontrolle positiver Ergebnisse nicht in allen Fällen zeitnah möglich", zitierte die Zeitung die Geschäftsführerin.

28.10.2020 • 06:53 Uhr

Irans Parlamentspräsident in Quarantäne

Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hat sich nach einem positiven Corona-Test in häusliche Quarantäne begeben. Dies gab der 58-Jährige auf Twitter bekannt.

In den letzten Wochen war er trotz Warnungen von Gesundheitsexperten viel auf Reisen. Seine Anhänger lobten seine Courage sowie Volksnähe und kritisierten im Gegenzug Präsident Hassan Rouhani, weil der sich an die Corona-Vorschriften hält und an vielen Terminen nicht persönlich teilnimmt.

Wegen der immer weiter steigenden Fallzahlen im Iran mussten in mehreren Großstädten erneut Lockdowns eingeführt werden. In der Hauptstadt Teheran wurden seit Anfang der Woche mehr als 50 Prozent der Beamten ins Homeoffice geschickt. Die Gesamtzahl der Corona-Toten seit dem Ausbruch der Pandemie liegt laut Gesundheitsministerium bei mehr als 33.000, die der Infizierten bei mehr als 580.000.

28.10.2020 • 06:45 Uhr

Habeck: 1200 Euro Unternehmerlohn für Veranstaltungsbranche

Um die Veranstaltungswirtschaft in der Corona-Krise zu unterstützen, fordert Grünen-Chef Robert Habeck einen sogenannten Unternehmerlohn in Höhe von 1200 Euro für die Solo-Selbstständigen in der Branche. "Es geht um eine Million Jobs. Wir müssen jetzt handeln, sonst wird es nach Corona einen großen Teil der Kulturschaffenden nicht mehr geben", sagte Habeck vor einer für heute in Berlin geplanten Demo der Branche.

Diese Gruppe falle bei den Hilfen bisher durchs Raster. "Dieser Unternehmerlohn sollte pauschal und rückwirkend gezahlt werden", forderte Habeck. Förderbeträge und der Maximalbetrag für mittlere Unternehmen müssten angehoben werden.

28.10.2020 • 05:21 Uhr

Aufatmen nach drei Monaten Lockdown in Melbourne

Nach drei Monaten wird in der australischen Stadt Melbourne der Lockdown aufgehoben. Ab heute können die rund fünf Millionen Einwohner Australiens zweitgrößter Stadt wieder Restaurants und Cafes besuchen, auch Friseure öffnen wieder. Zudem werden die Beschränkungen für gesellschaftliche Zusammenkünfte gelockert: Künftig dürfen sich Angehörige von zwei Haushalten besuchen. In Melbourne wurde nach dem Ausbruch einer zweiten Infektions-Welle mit rund 700 täglichen Coronavirus-Fällen Anfang Juli der strikte Lockdown verhängt.

28.10.2020 • 05:21 Uhr

Städtetag fordert einheitliche Verschärfung der Corona-Regeln

Vor der Konferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Merkel dringt der Deutsche Städtetag auf eine bundeseinheitliche Verschärfung der Corona-Regeln. "Trotz beängstigend steigender Zahlen müssen wir einen zweiten vollständigen Lockdown wie im Frühjahr verhindern", sagt Städtetagspräsident Burkhard Jung den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Die Zahl der Infektionen müsse deutlich runtergehen, ohne dass Schulen und Kitas geschlossen werden müssen. "Die Menschen sollen weiter einkaufen gehen können. Und die wirtschaftliche Erholung darf nicht abgewürgt werden." Dazu sollten alle Länder die gleichen Maßnahmen ergreifen, wenn die Grenze von 35 oder 50 Infektionen je 100.000 Einwohner überschritten werde, fordert Jung. "Dann blicken die Menschen besser durch und wir haben nicht dauernd die öffentliche Debatte über einen Flickenteppich."