Der Eiffelturm in Paris ist aufgrund der Corona-Pandemie momentan noch geschlossen (Archivbild).  | dpa
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Hohe Zahl an Neuinfektionen in Frankreich ++

Stand: 05.08.2020 23:46 Uhr

Frankreich hat den höchsten Zuwachs an Coronainfektionen seit mehr als zwei Monaten gemeldet. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in die belgische Provinz Antwerpen. Alle Entwicklungen im Liveblog.

  • 741 Menschen haben sich in Deutschland an einem Tag neu infiziert
  • Weltweit sind mehr als 700.000 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben
  • Auswärtiges Amt warnt vor Reisen in die belgische Provinz Antwerpen
  • Studie: Ein Drittel der Bevölkerung Afghanistans mit dem Coronavirus infiziert
  • Kanaren versichern Besucher gegen Kosten einer Corona-Infektion
  • Möglicher deutsch-chinesischer Impfstoff wird getestet
  • Höhere Strafen für Maskenverweigerer in mehreren Bundesländern
5.8.2020 • 23:46 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

5.8.2020 • 22:55 Uhr

Kolumbiens Ex-Präsident Uribe infiziert

Der frühere kolumbianische Präsident Álvaro Uribe hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Das bestätigte ein Sprecher seiner Partei Demokratisches Zentrum der Nachrichtenagentur AP, der aber anonym bleiben wollte. Ein Mediziner-Team habe den unter Hausarrest stehenden Uribe 20 Minuten lang besucht. Ihm gehe es gut, berichteten kolumbianische Medien.

Den Hausarrest für den 68-jährigen heutigen Senator hatte der Oberste Gerichtshof des Landes erst am Dienstag angeordnet. Es gebe während der Ermittlungen gegen Uribe "mögliche Risiken" der Justizbehinderung, stellte das Gericht fest. Konkret wird Uribe vorgeworfen, Zeugen bestochen zu haben. Uribe war von 2002 bis 2010 Präsident. Sein politisches Erbe ist hochumstritten.

Kolumbiens Ex-Präsident Álvaro Uribe Vélez | dpa

Kolumbiens Ex-Präsident Álvaro Uribe 2016. Bild: dpa

5.8.2020 • 21:57 Uhr

Fauci hält erneuten Lockdown in den USA für nicht nötig

Der Seuchenexperte der US-Regierung, Anthony Fauci, geht nicht davon aus, dass in den USA ein neuer Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie nötig sein wird. "Wir können das viel besser, ohne alles herunterzufahren", sagt er bei einer Veranstaltung an der Universität Harvard. Amerikaner sollten Gesichtsmasken tragen, Abstand halten, Bars schließen, ihre Hände waschen und Aktivitäten im Freien bevorzugen, um das Virus zu stoppen.

Unterdessen meldeten die amerikanischen Behörden 49.988 Neuinfektionen in den USA. Damit haben sich 4.748.806 Amerikaner an dem Virus angesteckt. Den Angaben nach starben zwischen Dienstag und Mittwoch 1107 Menschen an Covid-19. Insgesamt starben 156.311 Patienten an oder mit dem Virus.

5.8.2020 • 21:33 Uhr

WHO mahnt junge Menschen zu mehr Verantwortung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erneut junge Menschen ermahnt, "ihre Verantwortung" im Kampf zur Eindämmung des Coronavirus zu übernehmen. Je mehr junge Menschen sich wieder in Gesellschaft begeben würden, desto mehr würden sie als Überträger agieren, sagte WHO-Notfallkoordinator Michael Ryan in Genf. An Orten, an denen junge Menschen in Bars, Nacht-Clubs oder Feiern im Freien zusammengekommen waren, hatte es zuletzt vermehrt Corona-Hotspots gegeben. "Sie können entscheiden, diese Dinge nicht zu tun", sagte Ryan.

5.8.2020 • 21:14 Uhr

Rio will Silvester über Stadt verteilt feiern

Der Jahreswechsel in Rio de Janeiro soll wegen der Corona-Pandemie über die Stadt verteilt gefeiert werden. Mit Veranstaltungen an verschiedenen Orten der Stadt solle die Kontrollmöglichkeit erhöht und das Infektionsrisiko verringert werden, berichteten brasilianische Medien unter Berufung auf die Stadtverwaltung. Zuvor war die Silvesterparty an der Copacabana abgesagt worden.

5.8.2020 • 21:07 Uhr

Höchster Zuwachs an Neuinfektionen in Frankreich seit Ende Mai

Frankreich hat 1695 neue Coronainfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Das ist der höchste Zuwachs seit 30. Mai 2020, als die Zahl der Neuinfektionen bei 1828 neuen Fällen innerhalb eines Tages gelegen hatte. Damit haben sich insgesamt 194.029 Menschen angesteckt. Die Zahl der Todesfälle stieg von 30.296 auf 30.305. Das französische Gesundheitsministerium teilte außerdem mit, dass die Zahl der Patienten, die auf Intensivstationen betreut werden müssen, um vier Fälle gesunken sei, auf 384.

5.8.2020 • 20:34 Uhr

Auswärtiges Amt warnt vor Reisen in die belgische Provinz Antwerpen

Wegen des Anstiegs von Corona-Fällen warnt das Auswärtige Amt vor touristischen Reisen in die belgische Provinz Antwerpen. "Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Provinz Antwerpen wird aufgrund erneut hoher Infektionszahlen derzeit gewarnt", teilte das Auswärtige Amt auf seiner Internetseite mit.

5.8.2020 • 20:14 Uhr

New York richtet Kontrollpunkte an Straßen und Bahnhöfen ein

Die Stadt New York will an wichtigen Einfallstraßen, Bahnhöfen und anderen Ankunftsorten in der Metropole Kontrollpunkte einrichten, um Reisende aus 35 anderen US-Bundesstaaten mit hohen Corona-Raten über die Quarantäne-Vorschriften zu informieren. Sie würden daran erinnert, dass sie sich einer 14-tägigen Quarantäne unterziehen müssten, erklärte Bürgermeister Bill de Blasio. Bei Verstößen drohen hohe Geldstrafen.

5.8.2020 • 19:59 Uhr

Drosten: Auf Infektionsgruppen konzentrieren

Der Charité-Virologe Christian Drosten schlägt vor, sich im Falle einer zweiten Welle von Corona-Infektionen nicht mehr auf einzelne Fälle zu konzentrieren. Stattdessen müsse der Fokus auf Infektionsgruppen liegen, da bald neue Fälle an mehreren Orten gleichzeitig auftreten könnten, so Drosten in einem Beitrag für die "Zeit". Bei einem derartigen Infektionsgeschehen wären die Gesundheitsämter endgültig damit überfordert, die Quarantäne für jede einzelne Kontaktperson zu regeln. Wenn sich ein Mitglied einer Infektionsgruppe, eines sogenannten Clusters, infiziert habe, könne auch eine Isolation von fünf Tagen ausreichen. Nötig sei die Strategieänderung: "Testung auf Infektiosität statt auf Infektion".

5.8.2020 • 19:16 Uhr

Brasilianischer Häuptling Yawalapiti an Covid-19 gestorben

Der brasilianische Häuptling und Umweltschützer Aritana Yawalapiti ist an einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Wie sein Neffe mitteilte, sei das etwa 70-jährige Oberhaupt des Yawalapiti-Volks heute der Lungenkrankheit Covid-19 erlegen. Der Häuptling war für seinen Einsatz für die Rechte indigener Völker und für den Schutz des Regenwaldes bekannt. Vor zwei Wochen war er mit Atemproblemen in ein Krankenhaus im brasilianischen Bundesstaat Goias eingeliefert worden.

5.8.2020 • 19:09 Uhr

17 Neuinfektionen auf Gemüsehof in Mamming

Auf dem von einem Corona-Ausbruch betroffenen Gemüsehof im niederbayerischen Mamming sind 17 weitere Saisonarbeiter positiv getestet worden. Wie das Landratsamt Dingolfing-Landau berichtete, waren 231 Männer und Frauen, die bislang als gesund galten, ein drittes Mal untersucht worden. 17 von ihnen würden nachweislich das Covid-19-Virus in sich tragen, 214 seien auch ein drittes Mal negativ getestet worden, teilte die Behörde mit. Zuvor waren auf dem Gemüsehof bereits rund 230 Erntehelfer positiv getestet worden. Als erkrankt gelten derzeit noch 80 Arbeiter.

5.8.2020 • 18:11 Uhr

Möglicher deutsch-chinesischer Impfstoff wird getestet

Das Mainzer Unternehmen Biontech und die chinesische Fosun-Gruppen haben in China mit klinischen Tests eines möglichen Corona-Impfstoffs begonnen. Wie Biontech erklärte, wurde 72 Teilnehmern eine erste Dosis des möglichen Impfstoffs verabreicht. Die chinesische Arzneimittelbehörde habe zuvor die Genehmigung für die Tests erteilt. Biontech und Fosun entwickeln den möglichen Corona-Impfstoff gemeinsam in China. Einen weiteren möglichen Impfstoff entwickelt das Mainzer Unternehmen gemeinsam mit dem US-Pharmariesen Pfizer, er wird bereits in einer globalen Studie getestet.

5.8.2020 • 17:30 Uhr

Italien droht Ryanair mit Flugverbot

Ryanair drohen in Italien schwere Konsequenzen wegen Verstößen gegen Corona-Regelungen. Wie die italienische Flugsicherheitsbehörde Enac mitteilte, könnte gegen den irischen Billigflieger deshalb ein Flugverbot für den italienischen Luftraum verhängt werden. Die Behörde wirft dem Flug-Unternehmen unter anderem Verletzungen von Distanzvorschriften vor. Ryanair fliegt zahlreiche italienische Flughäfen an, auch von Deutschland aus.

5.8.2020 • 17:20 Uhr

Möglicher Stellenabbau bei Media Markt und Saturn

Einbußen wegen der Coronakrise haben die Situation der Elektronikmärkte Media Markt und Saturn verschärft. Deshalb wird nun ein Sparprogramm geprüft, das Stellenabbau und Filialschließungen zur Folge haben könnte.

5.8.2020 • 17:07 Uhr

Corona-Ausbruch in St. Wolfgang unter Kontrolle

Der Corona-Ausbruch im österreichischen Touristenort St. Wolfgang ist nach Einschätzung der Behörden unter Kontrolle. Die Zahl der bekannten Fälle erhöhte sich seit Anfang der Woche nur noch um einen auf 79, wie der Krisenstab des Bundeslands Oberösterreich mitteilte. Die meisten Infizierten arbeiten in der Hotel- und Gastronomiebranche. Die Zahl der betroffenen Betriebe in St. Wolfgang blieb unverändert bei 18.

5.8.2020 • 16:56 Uhr

Ramelow beklagt Mängel bei der Corona-Warn-App

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat mit Blick auf die Daten von Corona-Infizierten Mängel bei der Warn-App der Bundesregierung beklagt. Er sei ein überzeugter Anhänger der Corona-Warn-App, zitierte ihn die "Rheinischen Post". Doch jetzt wisse er, dass nicht allen positiv Getesteten Vertraulichkeit garantiert werde. Weil in vielen Laboren amtliche Schreiben fehlten, mit Hilfe derer die Testergebnisse anonym an die App übertragen werden könnten, müssten positiv Getestete teils die Hotline des Robert Koch-Instituts (RKI) anrufen und ihren Namen und die Telefonnummer durchgeben, damit das Ergebnis in der App berücksichtigt werden könne.

Das RKI wieß Ramelows Kritik zurück. Die Telefonnummern der Nutzer würden streng von den mit der App erhobenen Daten verarbeitet. Der Mitarbeiter der Verifizierungshotline notiere sich die Telefonnummern der Anrufer nur, um sie später zurückzurufen und ihnen eine TAN mitzuteilen. Spätestens eine Stunde nach dem Rückruf würden die Nummern datenschutzkonform gelöscht.

5.8.2020 • 16:39 Uhr

Italiens Regierung will Maskenpflicht verlängern

Die italienische Regierung will die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen und andere Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus weiter verlängern. Das geht aus Medienberichten hervor. Das Kabinett in Rom berate über eine Reihe von Vorschriften, die noch diese Woche angekündigt werden sollten, hieß es bei italienischen Nachrichtenagenturen. Zu den erwarteten Beschlüssen gehöre auch die weitere Stützung der Wirtschaft im Umfang von rund 25 Milliarden Euro, schrieb die Agentur Adnkronos.

5.8.2020 • 16:33 Uhr

Kanaren versichern Besucher gegen Kosten einer Corona-Infektion

Die Kanaren versichern als erste Region Spaniens alle Besucher gegen zusätzliche Kosten im Falle einer Infektion mit dem Coronavirus während eines Urlaubs auf den Inseln. Von der Versicherung sei der Rückflug in die Heimat gedeckt, eine Quarantäne-Unterkunft sowie die medizinischen Kosten, teilte die regionale Tourismusministerin Yaiza Castilla in Santa Cruz de Tenerife mit. Von der Versicherung profitieren könnten demnach alle Besucher, auch ausländische Urlauber. Allerdings dürfen im Falle einer Infektion die Betroffenen nicht vor Reiseantritt von der Ansteckung mit dem Coronavirus gewusst haben.

5.8.2020 • 16:18 Uhr

Laut Studie etwa ein Drittel der Afghanen infiziert

In Afghanistan hat sich einer wissenschaftlichen Studie zufolge bereits fast ein Drittel der Bevölkerung mit dem Coronavirus angesteckt. Dies ergab eine von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geförderte Antikörper-Untersuchung mit rund 9500 Teilnehmern im ganzen Land, wie Gesundheitsminister Ahmed Dschawad Osmani in Kabul sagte. Demnach haben sich bislang rund 31,5 Prozent der afghanischen Bevölkerung mit dem Virus infiziert, was etwa zehn Millionen Menschen entspricht. Am höchsten ist die Infektionsrate in Kabul, wo den Schätzungen der Expertinnen und Experten zufolge mehr als 50 Prozent aller Menschen mit dem Virus infiziert wurde.

5.8.2020 • 15:53 Uhr

Restaurants und Pubs in Aberdeen müssen wieder schließen

In der schottischen Stadt Aberdeen sind die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie wieder verschärft worden. Restaurants und Pubs müssten wieder schließen, kündigte die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon während einer Pressekonferenz an. Grund für die Maßnahme ist ein starker Anstieg von Fällen in der Stadt im Zusammenhang mit Gaststätten. Mit dem Ausbruch werden 54 Infektionen in Verbindung gebracht. Auch die Bewegungsfreiheit in Aberdeen soll wieder eingeschränkt werden. Maximal fünf Meilen weit, etwa acht Kilometer, dürfen sich die Menschen um ihren Wohnort in ihrer Freizeit bewegen. Von Reisen in die Stadt im Nordosten Schottlands wird ebenfalls abgeraten.

5.8.2020 • 15:34 Uhr

Münchner Marathon endgültig abgesagt

Der München Marathon wird in diesem Jahr auch nicht über eine verkürzte Distanz ausgetragen. Wie die Veranstalter mitteilten, kann das Konzept "2020 amoi anders – 30 Kilometer" wegen der Planungsunsicherheit in der Corona-Pandemie nicht umgesetzt werden. Die nächste Auflage des Marathons in der bayerischen Landeshauptstadt sei nun am 10. Oktober 2021 geplant.

5.8.2020 • 15:27 Uhr

USA sichern sich 100 Millionen Dosen potenziellen Impfstoff

Die USA sichern sich 100 Millionen Dosen des potenziellen Corona-Impfstoffes vom US-Pharmakonzern Johnson&Johnson. Dafür soll mehr als eine Milliarde Dollar gezahlt werden. Der Impfstoff soll nach einer Zulassung an die staatliche Organisation BARDA des US-Gesundheitsministeriums zu gemeinnütziger Verwendung gehen. Gegenwärtig wird der mögliche Impfstoff von Johnson&Johnson noch an gesunden Freiwilligen in einer frühen klinischen Studie in den USA und Belgien getestet. Im Rahmen einer späteren Vereinbarung kann die US-Regierung weitere 200 Millionen Dosen erwerben.

5.8.2020 • 15:15 Uhr

Milliardenverlust für Disney durch Corona-Pandemie

Die Corona-Pandemie hat Walt Disney tief in die roten Zahlen gebracht. Wie der Konzern im kalifornischen Burbank mitteilte, fiel in den drei Monaten bis Ende Juni ein Verlust von 4,7 Milliarden US-Dollar an, was etwa 4,0 Mrd Euro entspricht. Vor einem Jahr hatte Disney noch einen Nettogewinn von 1,8 Milliarden Dollar verzeichnet. Disneys Geschäft mit Vergnügungsparks, Ferienresorts und Kreuzfahrten litt in der Krise heftig. Die Pandemie hatte das Entertainment-Imperium zeitweise lahmgelegt. Steigende Zahlen meldet der Micky-Maus-Konzern dagegen bei seinem Streaming-Dienst "Disney+". Seit ihrem Start im November 2019 habe die Video-Plattform rund 60,5 Millionen Abonnenten hinzugewonnen.

5.8.2020 • 14:56 Uhr

Maskenpflicht auch an Schulen in Brandenburg

Auch an Brandenburgs Schulen gilt künftig eine Maskenpflicht. Die Pflicht zum Mund-Nasen-Schutz gelte für Flure, Gänge, Treppenhäuser und Aulen sowie beim Anstehen in der Mensa, teilte Landesbildungsministerin Britta Ernst (SPD) in Potsdam mit. Im Unterricht und auf dem Schulhof sollen keine Masken notwendig sein. Darauf habe sie sich mit Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) verständigt. Das Kabinett werde die Regelung, die Teil der neuen Corona-Verordnung sei, am kommenden Dienstag beschließen. Zuvor hatten auch andere Bundesländer eine Maskenpflicht an Schulen im kommenden Schuljahr beschlossen.

5.8.2020 • 14:49 Uhr

FDP-Chef kritisiert Demonstrationen gegen Corona-Auflagen

FDP-Chef Christian Lindner hat die Demonstrationen gegen Corona-Auflagen am Wochenende in Berlin kritisiert. "Freiheit entbindet nicht von Verantwortung", sagte Lindner der "Saarbrücker Zeitung". Wer fahrlässig oder vorsätzlich Hygiene- und Abstandsregeln verletze, setze sich und andere großen Gefahren aus. Parteivize Wolfgang Kubick hatte zuvor der "Passauer Neuen Presse" gesagt, man könne nicht pauschal 20 000 Menschen zu sogenannten "Covidioten" erklären. Die politische Klasse dürfe nicht den Eindruck erwecken, bestimmte missliebige Meinungen unterdrücken zu wollen. Aus Protest gegen die staatlichen Beschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie waren in Berlin Tausende auf die Straße gegangen.

5.8.2020 • 14:32 Uhr

Höhere Strafen für Maskenverweigerer in mehreren Bundesländern

Nachdem Nordrhein-Westfalen angekündigt hatte, seine bestehende Bußgeldregelung zu verschärfen, zogen Niedersachsen und Schleswig-Holstein nach. Wer sich weigert, in Bus und Bahn einen Mund-Nase-Schutz zu tragen, wird künftig in Niedersachsen mit einem höheren Bußgeld von 150 Euro zu rechnen haben. Schleswig-Holstein plant die Einführung von Bußgeldern, die Landesregierung muss sich aber noch über deren Höhe verständigen. Aus Bremen heißt es indes, dass die Diskussionen über ein Bußgeld bei Missachtung der Maskenpflicht im ÖPNV noch nicht abgeschlossen seien.

5.8.2020 • 13:33 Uhr

Kultusminister-Vorsitzende verteidigt Rückkehr in Klassenräume

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig (SPD), hat zum Beginn des Schuljahrs in mehreren Bundesländern die Rückkehr in die Klassenräume verteidigt. Das Recht auf Bildung lasse sich am besten in der Schule verwirklichen, sagte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin. Ziel sei es, so weit wie möglich in den "Regelbetrieb" zurückzukehren. Dies müsse allerdings mit dem Gesundheitsschutz in Einklang gebracht werden. Zuvor hatte die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina Empfehlungen zum neuen Schuljahr vorgelegt. Demnach soll von der fünften Klasse an auch im Unterricht Maske getragen werden, wenn nicht ausreichend Abstand möglich ist.

5.8.2020 • 13:27 Uhr

Regierung befürwortet DFL-Konzept grundsätzlich

Das Konzept der Deutschen Fußball-Liga (DFL) für eine Rückkehr von Zuschauern in die Stadien stößt bei der Bundesregierung grundsätzlich auf Unterstützung. Ein Sprecher des Innen- und Sportministeriums bezeichnete die DFL-Vereinbarung als einen "begrüßenswerten Schritt". Auch ein Sprecher des Gesundheitsministeriums begrüßte das Konzept ausdrücklich. Jetzt komme es allerdings auf die konkrete Umsetzung mit den Behörden und Vereinen vor Ort an. Hierbei müsse auch das jeweilige regionale Infektionsgeschehen berücksichtigt werden. Am Vortag hatten die DFL-Vereine mehrheitlich ein Maßnahmenbündel beschlossen, um Bundesligaspiele zumindest vor einer geringen Zahl von Zuschauern austragen zu können.

5.8.2020 • 12:48 Uhr

Weiteres Kreuzfahrtschiff in Norwegen gestoppt

In Norwegen ist ein weiteres Kreuzfahrtschiff wegen eines Corona-Falls gestoppt worden. Die "Seadream 1" mit 123 Passagieren und 85 Bessatzungsmitgliedern an Bord habe in Bodø festgemacht, aber niemand dürfe das Schiff verlassen, sagte Bürgermeisterin Ida Pinnerød dem Nachrichtensender NRK. Nach Angaben des Eigentümers SeaDream Yacht Club ist eine am Wochenende von Bord gegangene Person mittlerweile in Dänemark positiv auf das Coronavirus getestet worden. An Bord habe sie keine Symptome gehabt. Das gelte auch für die übrigen Menschen auf dem Schiff. Nach einem Corona-Ausbruch auf einem Kreuzfahrer der Hurtigruten hat Norwegen für zwei Wochen das Einlaufen von Kreuzfahrtschiffen in seine Häfen verboten.

5.8.2020 • 12:33 Uhr

Neu-Infektionen in Israel leicht rückläufig

In Israel ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen wieder leicht zurückgegangen. Seit dem Rekord-Anstieg vom Dienstag vergangener Woche blieben die Ansteckungsfälle konstant unter dem Wert von 2000 pro Tag. Dieser Wert galt zuletzt als Grenzmarke für eine Verschärfung der Einschränkungen. Die Zahl der Neuansteckungen in Israel war seit den Lockerungen der Corona-Maßnahmen Ende Mai stark angestiegen.

5.8.2020 • 12:25 Uhr

Einzelhandel im Euro-Raum wieder auf Vorkrisenniveau

Der Einzelhandel im Euroraum hat sich nach Umsatzeinbrüchen durch die Corona-Krise wieder erholt. Wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte, kletterte der Umsatz in der Euro-Zone von Mai bis Juni um 5,7 Prozent - in der gesamten EU ging es um 5,2 Prozent nach oben. Das Einzelhandelsvolumen sei wieder auf das Niveau vor Beginn der Pandemie zurückgekehrt. Starke Einbrüche hatte der Einzelhandel im März und April verzeichnet.

In Deutschland gab es im Juni ein Minus von 1,6 Prozent, im gesamten ersten Halbjahr 2020 konnten die Einzelhändler aber im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Umsatzplus von 3,2 Prozent verbuchen.

5.8.2020 • 12:00 Uhr

Seit heute Maskenpflicht auf Helgoland

Besucher und Bewohner der deutschen Insel Helgoland müssen seit heute an bestimmten Orten einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Diese Pflicht gilt von elf Uhr vormittags bis halb fünf am Nachmittag - unter anderem in den öffentlich zugänglichen Bereichen von den Schiffen bis zum Ortsinneren und auf der Haupteinkaufsstraße "Lung Wai". Betroffen sind auch die Gaststätten.

5.8.2020 • 11:26 Uhr

Schwedische Konjunktur bricht trotz Sonderweg ein

Trotz der vergleichsweise lockeren Corona-Maßnahmen in Schweden ist die Wirtschaftsleistung des skandinavischen Landes im zweiten Quartal so stark eingebrochen wie seit mindestens 40 Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des EU-Landes schrumpfte im zweiten Quartal 2020 im Vergleich zum Vorquartal um 8,6 Prozent, wie die schwedische Statistikbehörde SCB in einer vorläufigen Schätzung mitteilte. Damit liegt der Rückgang allerdings unter den 10,1 Prozent, um die die deutsche Wirtschaft nach einer ersten Schätzung zurückging. Andere EU-Mitgliedstaaten wie Spanien und Italien hatten noch größere Einbrüche zu verkraften. Als Hauptgründe für den starken Rückgang führten die schwedischen Statistiker den sinkenden Export und ebenso geringeren Konsum der Privathaushalte im Corona-Quartal an.

5.8.2020 • 10:43 Uhr

Schüler lernten während Lockdown nur halb so lange

Während der Corona-Ausgangsbeschränkungen haben sich Kinder in Deutschland täglich nur halb so viel mit der Schule beschäftigt wie vor den Schutzmaßnahmen. Statt 7,4 Stunden waren es nur 3,6 Stunden am Tag, wie aus einer Umfrage des ifo-Instituts hervorgeht. Demnach lernte ein gutes Drittel der Schüler höchstens zwei Stunden am Tag und fast drei Viertel höchstens vier Stunden. Gleichzeitig sei die Beschäftigungszeit mit Fernsehen, Computerspielen und Handynutzung von vier auf 5,2 Stunden täglich gestiegen, hieß es. Befragt wurden im Juni 1099 Eltern in Deutschland.

5.8.2020 • 10:32 Uhr

Regierung plant kein Gesetz für Zugriff auf Gästelisten

Das Bundesjustizministerium will den Zugriff auf Daten sogenannter Corona-Gästelisten durch die Polizei aktuell nicht gesetzlich regeln. "Die Verwendung der Daten durch Ermittlungsbehörden zur Aufklärung von Straftaten begegnet aus Sicht der Bundesregierung keinen Bedenken, wenn und soweit die entsprechenden gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden", heißt es in einer Auskunft des Ministeriums an die FDP-Fraktion im Bundestag. Der Zugriff sei durch die Strafprozessordnung geregelt und benötige ohnehin die Zustimmung eines Richters. Gaststätten sind verpflichtet, persönliche Daten ihrer Gäste zu sammeln, damit die Gesundheitsämter mit deren Hilfe im Fall einer Covid-19-Erkrankung weitere potenziell Infizierte finden können. Zuletzt wurden in mehreren Bundesländern Fälle bekannt, in denen Gästedaten auch zur Strafverfolgung genutzt wurden.

5.8.2020 • 10:19 Uhr

Gesundheitsämter beschäftigen 5900 zusätzliche Mitarbeiter

In der Corona-Krise haben die deutschen Gesundheitsämter einem Medienbericht zufolge rund 5900 zusätzliche Beschäftigte eingesetzt. Diese seien vor allem bei der Kontaktnachverfolgung, für Corona-Tests und zur Kontrolle von Quarantäne-Anordnungen tätig geworden, berichtet die "Passauer Neue Presse" unter Berufung auf eine Umfrage des Deutschen Städtetages und des Deutschen Landkreistages. Träger der Gesundheitsämter sind die Landkreise und die kreisfreien Städte.

5.8.2020 • 10:02 Uhr

Leopoldina empfiehlt Masken im Klassenraum

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt, dass an Deutschlands Schulen von der fünften Klasse an auch im Unterricht Masken getragen werden. Ältere Schüler sollten auch in den Klassenräumen einen Mund-Nase-Schutz aufsetzen, wenn nicht ausreichend Abstand möglich sei, heißt es in einer Stellungnahme. Mehrere Bundesländer haben angesichts des bevorstehenden Schulstarts bereits eine Maskenpflicht beschlossen. Diese gilt aber nicht immer im Unterricht. An der Stellungnahme der Leopoldina wirkten 24 Professorinnen und Professoren mit, darunter der Charité-Virologe Christian Drosten und der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler.

5.8.2020 • 09:57 Uhr

Klinikdirektor hält 20.000 Fans im Stadion für "illusorisch"

Aus Sicht des Mediziners Michael Geißler ist eine große Zahl an Zuschauern in Fußballstadien vorerst nicht realistisch. "Wenn man sich die aktuelle Entwicklung der Fallzahlen ansieht, ist ein mit 15.000 bis 20.000 Zuschauern gefülltes Stadion völlig illusorisch", sagte der Ärztliche Direktor und Chefarzt des Klinikums Esslingen der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". "In den Stadien haben sie kaum Wind, wenn da ein infizierter Gast hustet oder niest, sind zwei Meter Abstand nicht genug", erklärte der Sohn des früheren CDU-Politikers Heiner Geißler. Als sinnvoll betrachte er Pilotprojekte mit vielleicht 1000, 2000 oder 5000 Zuschauern.

5.8.2020 • 09:32 Uhr

Bremer Senator reagiert skeptisch auf Zuschauer-Pläne der DFL

Bremens Innensenator Ulrich Mäurer blickt kritisch auf die Pläne der Deutschen Fußball Liga (DFL) zur Fan-Rückkehr in die Bundesliga-Stadien während der Corona-Pandemie. "Ich stehe dem Vorschlag der DFL, Bundesliga-Begegnungen wieder vor Zuschauern zu veranstalten, sehr skeptisch gegenüber", sagte der SPD-Politiker dem "Weser-Kurier". "Niemand kann im Augenblick absehen, wo wir im September stehen werden und mit welchen Herausforderungen wir umzugehen haben werden." Die 36 Vereine der DFL hatten sich am Dienstag auf ein einheitliches Vorgehen zur möglichen Rückkehr zumindest einiger Zuschauer in die Stadien geeinigt. Bereits gestern war Kritik an den Plänen der DFL laut geworden.

5.8.2020 • 08:57 Uhr

Spahn verteidigt Maskenpflicht

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in bestimmten Bereichen in der Öffentlichkeit verteidigt. "Mich nervt das Maske-Tragen auch manchmal, aber es ist doch im Vergleich zu allen anderen Dingen, die wir erlebt haben im März, April ein echt milderes Mittel", sagte der CDU-Politiker in einem Podcast des Journalisten Gabor Steingart. Es sei besser, mit Maske in bestimmten Situationen Dinge möglich zu machen, als sie irgendwann gar nicht mehr möglich machen zu können, sagte er mit Blick auf Restaurantbesuche oder Einkäufe.

5.8.2020 • 08:31 Uhr

FDP-Politiker: Solo-Selbstständige sollen Zuschüsse behalten

Der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Marco Buschmann, setzt sich dafür ein, dass Solo-Selbstständige staatliche Zuschüsse nicht zurückzahlen müssen. Insgesamt seien etwa 2,3 Millionen Menschen betroffen, die aufgrund der Corona-Krise Zuschüsse erhalten hätten. Im ARD-Morgenmagazin sagte der Politiker, dass es bei Solo-Selbstständigen schwierig sei, Betriebskosten und Kosten der privaten Lebensführung zu unterscheiden. Deshalb sei es wichtig, dass man diese lebensfremde Unterscheidung aufgebe. Etwa 15 Milliarden Euro seien bislang ausgezahlt worden.

5.8.2020 • 08:01 Uhr

Ärztepräsident spricht von "Dauer-Welle" statt zweiter Welle

Nach Einschätzung des Weltärztebundes erlebt Deutschland derzeit keine zweite Corona-Welle, sonden vielmehr eine dauerhafte Infektionswelle. Er möge den Begriff der zweiten Welle nicht, weil diese sehr schnell wieder abebben könne, sagte Verbandschef Frank Ulrich Montgomery im Deutschlandfunk. "Wir sind in einer Dauer-Welle. Wir werden uns darauf einrichten müssen, dass wir auf lange Zeit mit diesem Virus leben müssen." Jeder auch nur geringe Anstieg der Infektionszahlen solle als Alarmsignal genutzt werden, um gegen die Verbreitung des Virus vorzugehen, so Montgomery. Denn das Problem des Coronavirus sei die lange Inkubationszeit.

5.8.2020 • 07:49 Uhr

Verband sieht Kliniken auf zweite Welle vorbereitet

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft sieht die Kliniken in Deutschland auf eine mögliche zweite Welle von Covid-19-Patienten gut vorbereitet. Intensivbetten und Isolierzimmer würden frei gehalten, auch der Vorrat an Schutzausrüstung sei heute höher als zu Beginn des Jahres, sagte Hauptgeschäftsführer Georg Baum der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Hinzukomme, dass die Krankenhäuser in den vergangenen Monaten viele Erfahrungen mit der Corona-Pandemie gesammelt hätten, die ihnen für eine mögliche zweite Welle zugutekämen.

5.8.2020 • 07:39 Uhr

Bislang höchste Zahl täglicher Corona-Toter in Australien

In Australien sind an einem Tag so viele Menschen an oder mit dem neuartigen Coronavirus gestorben wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Wie die Behörden im Bundesstaat Victoria mitteilten, wurden dort binnen 24 Stunden weitere 15 Corona-Tote gezählt. Bislang war in ganz Australien an keinem Tag eine solch hohe Zahl neuer Todesopfer registriert worden. Melbourne, die Hauptstadt von Victoria und zweitgrößte Stadt des Landes, hatte sich in den vergangenen Wochen zu einem Brennpunkt der Pandemie entwickelt. In ganz Australien wurden bislang mehr als 19.000 Coronavirus-Infektionen und 247 Todesfälle verzeichnet.

5.8.2020 • 07:19 Uhr

Mehr als 700.000 Corona-Tote weltweit

Weltweit sind inzwischen mehr als 700.000 Menschen nachweislich an oder mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Das ergibt eine Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters auf Basis offizieller Daten. Jeden Tag kommt es zu fast 5900 Corona-Toten weltweit, im Schnitt stirbt alle 15 Sekunden ein Mensch. Die meisten Todesfälle verzeichnen die USA, Brasilien, Indien und Mexiko.

5.8.2020 • 05:57 Uhr

741 Neuinfektionen und zwölf weitere Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 741 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Fälle in Deutschland steigt damit auf 212.022. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion legt den Daten zufolge um zwölf auf 9168 zu. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen bei 0,9. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Bislang haben 194.600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

5.8.2020 • 05:18 Uhr

Brasilien: Weiterer Minister infiziert

In Brasilien ist ein weiteres Regierungsmitglied mit dem Virus infiziert. Generalsekretär Jorge Oliveira arbeite seit seiner Diagnose von zu Hause aus, teilt sein Büro mit. Acht der 23 Kabinettsminister um Präsident Jair Bolsonaro sind bislang positiv auf Covid-19 getestet.

5.8.2020 • 05:00 Uhr

OK-Chef: Olympia in Tokio findet 2021 auch mit Corona statt

Nach Angaben des Chefs des japanischen Organisationskomitees finden die Olympischen Spiele in Tokio im kommenden Sommer auch "mit Corona" statt. Das sagte Toshiro Muto laut eines Berichts der "Financial Times". "Ich weiß nicht, wie der Stand der Corona-Infektionen sein wird im kommenden Sommer, aber die Chancen, dass es ein Ding der Vergangenheit ist, sind nicht sehr hoch", sagte Muto demnach. "Vielmehr ist es wichtig, Olympische Spiele für Menschen zu veranstalten, die mit Covid-19 leben müssen."

 Das Foto zeigt den Chef des japanischen Organisationskomitees für die Olympischen Spiele, Toshiro Muto. | REUTERS

Der Chef des japanischen Organisationskomitees, Toshiro Muto, will Olympia im kommenden Jahr auf jeden Fall stattfinden lassen. Bild: REUTERS

5.8.2020 • 04:34 Uhr

Australischer Bundesstaat Queensland schottet sich ab

Das australische Queensland macht die Grenzen für Reisende aus weiteren Bundesstaaten dicht. "Wir haben gesehen, dass es Victoria nicht bessergeht und wir werden nicht darauf warten, dass sich New South Wales verschlechtert. Wir müssen handeln", sagt Annastacia Palaszczuk, Premierministerin von Queensland, auf einer Pressekonferenz in Brisbane. Ab Samstag sei die Einreise aus New South Wales und der Region um die Hauptstadt Canberra (ACT) untersagt. Die Grenze für Reisende aus Victoria ist bereits geschlossen. Victoria mit der Hauptstadt Melbourne verzeichnet fast zwei Drittel der australischen Coronavirus-Fälle.

5.8.2020 • 04:07 Uhr

Staatsbank KfW: Kommunen fehlt wegen Corona Geld für Schulen

Die Corona-Krise könnte den Investitionsrückstand an deutschen Schulen weiter verschärfen. Grund sind laut einer Studie der staatlichen KfW-Bankengruppe die wegbrechenden Einnahmen vieler Kommunen, die in der Regel als Schulträger für Erhalt und Ausbau der Schulen zuständig sind. Auch für die häufig angemahnte Digitalisierung der Unterrichtsmittel könnte weniger Geld da sein, warnten die Volkswirte aus Frankfurt auf der Grundlage ihrer regelmäßigen Kommunalbefragung.

5.8.2020 • 03:21 Uhr

Grüne kritisieren Versäumnisse der Regierung bei Corona-Schutz an Schulen

Die Grünen haben der Bundesregierung schwere Versäumnisse bei der Bekämpfung des Coronavirus an den Schulen vorgeworfen. Es sei "geradezu fahrlässig", dass die Bundesregierung nach wie vor nicht die Erstellung "bundesweit klarer Leitlinien" und eines verständlichen Konzepts koordiniert habe, sagte Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Er appellierte an die Bundesregierung, "schnellstmöglich" einen Bildungsgipfel mit allen Bundesländern einzuberufen, um sich über Leitlinien für einen "risikoarmen Regelbetrieb" an den Schulen zu verständigen.

5.8.2020 • 03:21 Uhr

150-Euro-Bußgeld in NRW für Verstoß gegen Maskenpflicht in Bus und Bahn

Fahrgäste in Bussen, S-Bahnen oder Straßenbahnen in Nordrhein-Westfalen, die keinen Atemschutz tragen, müssen künftig 150 Euro an Bußgeld zahlen. Schon beim ersten Verstoß gegen die Maskenpflicht werde ein sofortiges Bußgeld in dieser Höhe fällig, kündigte Landesverkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) in der Düsseldorfer "Rheinischen Post" an. Wer ohne Mund-Nasen-Schutz erwischt werde, "muss an der nächsten Haltestelle 'raus und zahlen." Bisher werden Bußgelder in NRW nur erhoben, wenn Fahrgäste sich trotz Aufforderung weigern, die Maske aufzusetzen. Künftig werde es "keine lange Diskussion mehr mit Masken-Muffeln" geben, warnte Wüst.