Laboruntersuchungen an der Charité | dpa
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Corona-Liveblog +++ R-Wert nur noch bei 0,81 +++

Stand: 13.05.2020 23:24 Uhr

Der R-Wert ist von 0,94 auf 0,81 gesunken. Saarlands Ministerpräsident Hans hat sich in den tagesthemen für eine Öffnung der Schengen-Grenze vor dem 15. Juni ausgesprochen. Die UN erwarten ein massives Schrumpfen der Weltwirtschaft.

  • Hans in den tagesthemen: "Grenze sollte früher als am 15. Juni öffnen"
  • Maas setzt sich für Aufhebung von EU-Quarantänebestimmungen ein
  • UN: Virus-Krise verstärkt "extreme Armut"
  • R-Wert bei 0,81
  • Spahn gegen steuerliche Anreize bei Corona-App
  • Heil kündigt Maßnahmen für Fleischwirtschaft an
  • Corona-Virus nach Fall in Lesotho nun in ganz Afrika
  • Merkel warnt vor zu schnellen Lockerungen
  • Kabinett beschließt Lockerung der Grenzkontrollen
  • EU legt Empfehlungen für Lockerungen vor
13.5.2020 • 23:24 Uhr

Ende des Liveblogs

Hiermit endet unser heutiger Liveblog. Herzlichen Dank für Ihr Interesse!

13.5.2020 • 22:55 Uhr

R-Wert liegt nur noch bei 0,81

Der Reproduktionsfaktor "R" in Deutschland sinkt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts weiter unter den kritischen Wert von "1". Aktuell betrage er 0,81, teilt das Institut in seinem aktuellen Lagebericht mit. Am Dienstag hatte er bei 0,94 gelegen, am Montag bei 1,07. Ein Wert unter 1,0 bedeutet grob gesagt, dass ein Infizierter im Schnitt weniger als eine andere Person ansteckt. Dies ist nach Angaben des RKI ein wichtiges Ziel auch mit Blick auf die Lockerung von Beschränkungen.

Das Institut hatte zuletzt aber auch erklärt, die Zahl allein sei nicht entscheidend, um die aktuelle Lage zu bewerten. Wichtig seien auch die Zahl der Neuinfektionen im Tagesvergleich, die Zahl der positiv ausgefallenen Tests sowie die Be- und Auslastung des Gesundheitswesens.

13.5.2020 • 22:47 Uhr

Festnahmen in Ungarn wegen "Fehlinformationen"

In Ungarn hat die Polizei mehrere Menschen unter dem Vorwurf festgenommen, im Internet "Fehlinformationen" über das Coronavirus und den Umgang der Regierung damit verbreitet zu haben. Drei Betroffene berichteten, dass sie zu Hause von Polizisten abgeführt und stundenlang befragt worden seien.

Die Festnahmen erfolgten auf Grundlage eines Ende März verabschiedeten Gesetzes, das Strafen für "Fehlinformationen" vorsieht, die die von der Regierung getroffenen Maßnahmen "unterlaufen" könnten.

Die ungarische Polizei verbreitete ihrerseits Videoaufnahmen von einer der Festnahmen. Sie gab zugleich an, auf Grundlage des neuen Gesetzes in insgesamt 86 Fällen zu ermitteln.

Die Opposition sieht in dem Gesetz und in dem Vorgehen der Polizei einen weiteren Versuch der Regierung von Viktor Orban, Kritiker mundtot zu machen. Der unabhängige Abgeordnete Akos Hadhazy sprach von einer "Operation der Einschüchterung".

13.5.2020 • 22:00 Uhr

Italien präsentiert neues Hilfspaket

Mit einem neuen Hilfspaket von rund 55 Milliarden Euro will Italiens Regierung der Wirtschaft und den Bürgern aus der Corona-Krise helfen. Das entsprechende Programm stellte Ministerpräsident Giuseppe Conte in Rom vor.

Geplant sind Stützungsmaßnahmen für Wirtschaftszweige wie Tourismus, Landwirtschaft, Bau und Kultur. Dazu kommt Geld für Arbeitslose und Familien. So soll es Zuschüsse für Babysitter geben, da Schulen und Kitas weiter geschlossen sind. Auch das Gesundheitssystem und die Schulen sollen mit Milliardenspritzen gestärkt werden. Außerdem will die Regierung Programme für mittlere und kleine Unternehmen auflegen. Bestimmte Steuern sollen ausgesetzt werden.

13.5.2020 • 21:57 Uhr

Südafrika: Lockerung der Sanktionen wegen wirtschaftlicher Folgen

Wegen der verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise hat Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa Lockerungen der Restriktionen angekündigt. Ende Mai sollen sie von der bestehenden Stufe vier auf das Niveau drei zurückgestuft werden, sagte Ramaphosa in einer Ansprache an die Nation. Nur in Hotspot-Gegenden mit hohen Infektionszahlen bleibt die strikte Ausgangssperre wie bisher bestehen.

In Südafrika sind laut Ramaphosa bislang 12.074 Covid-19-Fälle bestätigt worden und 219 Menschen daran gestorben. Die Regierung hatte Ende März eine strenge landesweite Ausgangssperre verhängt, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen. Ohne sie hätte die Fallzahl beim Achtfachen gelegen, sagte Ramaphosa.

13.5.2020 • 21:53 Uhr

Testreihe in Spanien: Etwa fünf Prozent haben Covid-19-Antikörper

In Spanien haben sich einer Studie zufolge bisher wahrscheinlich fünf Prozent der Bevölkerung oder 2,3 Millionen Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert. Dies ergab die erste Runde einer Ende April gestarteten Testreihe auf Antikörper in 36.000 Haushalten mit rund 90.000 Bewohnern, wie das Gesundheitsministerium in Madrid mitteilte. Die Tests sollen helfen, das wahre Ausmaß des Corona-Ausbruchs im Land einzuschätzen.

Offiziell lag die Zahl der mit dem Virus infizierten Spanier am Mittwoch bei knapp 229.000. Jedoch gilt die Zahl nicht als repräsentativ, weil die Tests größtenteils bei Erkrankten mit starken Symptomen oder Mitarbeitern des Gesundheitssektors durchgeführt wurden. Die Studie geht weiter, um genauere Ergebnisse zu erzielen: Alle Teilnehmer werden zwei verschiedenen Tests unterzogen, die insgesamt drei Mal im Abstand von drei Wochen durchgeführt werden.

Bisher gab es in den verschiedenen Autonomen Gemeinschaften des Landes sehr unterschiedliche Resultate: Während in der besonders stark betroffenen Region Madrid offenbar mehr als zehn Prozent der Bevölkerung Antikörper entwickelt hat, liegt die Zahl in weniger betroffenen Gebieten wie den Kanaren oder Mallorca nur bei etwa zwei Prozent.

13.5.2020 • 21:38 Uhr

Hans in den tagesthemen: Grenze sollte früher als 15. Juni öffnen

Nach den Ankündigungen von Bundesinnenminister Horst Seehofer über Grenzöffnungen hat sich der Ministerpräsident im Saarland, Tobias Hans, in einem Interview mit den ARD tagesthemen geäußert. Er sei froh, dass "endlich die Grenzbarrikaden fallen" in seinem Bundesland.

Er werde nicht aufhören zu kämpfen, dass die Schengenfreiheit zurückkommt, sagte der Christdemokrat. Die Grenze müsse für alle fallen und es "sollte früher als der 15. Juni sein".

Man müsse sich anschauen, "ob man es sich leisten möchte, die Menschen vier Wochen noch einmal einzuschränken". Damals sei die Grenzschließung als "Akt der Hilflosigkeit" in dieser Pandemie akzeptiert worden. Aber man hätte gelernt und könne nun "zurückkehren zu einem gemeinsamen Vorgehen". Infektionsketten könnten auch grenzüberschreitend nachverfolgt werden.

13.5.2020 • 21:06 Uhr

Maas setzt sich für Aufhebung von EU-Quarantänebestimmungen ein

Bundesaußenminister Heiko Maas hat im ARD extra betont, dass ein "Europa ohne Grenzen" so schnell wie möglich wieder hergestellt werden soll. Auch wenn die ersten Grenzen in Europa in Kürze wieder öffneten, gilt die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes bis zum 15. Juni.

Durch den Einbruch des Flugverkehrs bleibe es schwierig, ins Ausland zu reisen und auch wieder zurückzukommen. In einigen Ländern gibt es zudem Quarantäne-Bestimmungen. Maas will sich dafür einsetzen, dass in den Ländern, wo sich die Corona-Fallzahlen positiv entwickelten, die Bestimmungen einheitlich wieder aufgehoben werden.

Die Corona-App werde in Bezug auf den Sommerurlaub eine wichtige Rolle spielen, um die Touristenströme nachzuverfolgen. Derzeit werde hart an der App gearbeitet.

Sehen Sie das gesamte Interview mit Außenminister Heiko Maas im ARD extra zur Lage in Deutschland.

13.5.2020 • 20:42 Uhr

Coronavirus: Mehr als 27.000 Todesfälle in Frankreich

In Frankreich sind mehr als 27.000 Menschen in Folge einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, stieg die Zahl der Toten im Vergleich zum Vortag um 83.

Nach Angaben des Ministeriums wurden 9973 der Todesfälle in Alten- und sozialen Pflegeeinrichtungen registriert. Rund 27.000 Menschen wurden noch in Kliniken wegen einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 behandelt.

Die Zahl der Patientinnen und Patienten in Intensivstationen sank demnach jedoch weiter. Erstmals seit Ende März seien knapp weniger als 2500 Menschen in intensiver Behandlung im Krankenhaus.

13.5.2020 • 19:53 Uhr

UN erwarten Schrumpfen der Weltwirtschaft um 3,2 Prozent

Die Vereinten Nationen erwarten wegen der Corona-Pandemie den schärfsten Einbruch der Weltwirtschaft seit der Depression der 1930er Jahre. Sie prognostizierten ein Schrumpfen um 3,2 Prozent im laufenden Jahr.

Covid-19 werde die globale Wirtschaftsleistung innerhalb von zwei Jahren um knapp 8,5 Billionen Dollar (7,8 Billionen Euro) verringern und damit fast alle Zuwächse der vergangenen vier Jahre eliminieren. Im Januar hatten die UN für das laufende Jahr noch 2,5 Prozent Wachstum vorhergesagt.

13.5.2020 • 19:39 Uhr

Chile verhängt Ausgangssperre für Santiago de Chile

Die chilenische Regierung hat nach einem deutlichen Anstieg der Coronavirus-Fallzahlen eine Ausgangssperre für die Hauptstadt Santiago de Chile verhängt. Die Zahl der Infektionsfälle sei binnen 24 Stunden um 60 Prozent angestiegen, erklärte Gesundheitsminister Jaime Manalich. Demnach wurden 2260 Neuinfektionen und zwölf Todesfälle registriert. 80 Prozent der insgesamt rund 34.000 Infektionen entfallen laut Manalich auf den Großraum Santiago.

Der chilenische Gesundheitsminister, Jaime Manalich. | dpa

Der chilenische Gesundheitsminister, Jaime Manalich, hält einen Mundschutz in der Hand und beobachtet einen Einsatz der Streitkräfte während der Corona-Pandemie. Bild: dpa

Von der strikten Ausgangssperre sind auch Gebiete betroffen, in denen zuvor die Corona-Beschränkungen gelockert worden waren. Das am stärksten betroffene Land Lateinamerikas ist Brasilien mit mehr als 177.000 Infizierten und 12.400 Todesfällen.

13.5.2020 • 19:37 Uhr

UN: Virus-Krise verstärkt weltweit "extreme Armut"

Die Virus-Krise wird nach Einschätzung der Vereinten Nationen zum Anstieg der bittersten Armut in der Welt beitragen. Etwa 34,3 Millionen Menschen würden wegen der Virus-Folgen in diesem Jahr wohl zusätzlich unter die Grenze für "extreme Armut" fallen, heißt es in dem Bericht der UN-Abteilung für Wirtschaft und Soziales.

Mit 56 Prozent werde dies besonders Menschen in Afrika treffen. "Extreme Armut" hängt laut UN-Definition nicht nur am Einkommen, sondern auch am Zugang zu Nahrung, sauberem Trinkwasser, Sanitäranlagen, einem Dach über dem Kopf und Dienstleistungen zu Gesundheit und Bildung. Der UN-Bericht sagt zudem für 2020 einen Rückgang der weltweiten Wirtschaftsleistung von 3,2 Prozent und eine nur leichte Erholung im Jahr 2021 voraus.

13.5.2020 • 19:15 Uhr

USA: China will Forschungsergebnisse stehlen

Die US-Regierung hat China vorgeworfen, mit Hilfe von Internet-Hackern Forschungsergebnisse zu möglichen Corona-Impfstoffen und -Medikamenten stehlen zu wollen. Auf diesem Gebiet forschende Unternehmen und Organisationen seien vor der Gefahr gewarnt worden, dass "die Volksrepublik China sie wahrscheinlich ins Visier nimmt und ihr Netzwerk manipuliert", hieß in einer gemeinsamen Erklärung der US-Bundespolizei FBI und der Agentur für Internetsicherheit.

Es müsse allen an der Forschung Beteiligten klar sein, "dass sie die ersten Ziele dieser Aktivitäten sind", heißt es in der Erklärung. Deshalb müssten sie unbedingt ihre Systeme schützen. In den USA wird wie in vielen anderen Staaten intensiv nach einem Corona-Impfstoff und nach Behandlungsmöglichkeiten für die durch das Virus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 gesucht.

13.5.2020 • 19:10 Uhr

Virologe Kekulé: Grenzöffnungen unkoordiniert

Der Virologe Alexander Kekulé hält die von der Regierung geplanten Grenzöffnungen für "ein bisschen zu schnell und zu unkoordiniert". Im Sender MDR Aktuell äußerte er die Befürchtung, dass das Corona-Virus langfristig immer wieder über die Grenzen eingeschleppt werde. Das betreffe nicht nur die unmittelbaren Nachbarländer, sondern auch entferntere Länder.

Aus virologischer Sicht seien Grenzöffnungen verantwortbar, wenn es auf beiden Seiten der Grenze ähnlich viele Corona-Nachweise gebe und auch die Kontrollmechanismen ähnlich seien, argumentierte der Virologe der Universität Halle. Bei Österreich sei das sicher der Fall, bei Frankreich eher nicht. "Frankreich ist wesentlich schlechter aufgestellt bei der Nachverfolgung durch die Gesundheitsämter als Deutschland", warnte Kekulé.

13.5.2020 • 18:49 Uhr

Hundertjährige Russin übersteht Corona-Infektion

In Russland ist eine Patientin nach einer Coronavirus-Infektion an ihrem 100. Geburtstag als geheilt aus dem Krankenhaus entlassen worden. Pelageja Pojarkowa verließ in einem Rollstuhl und mit Gesichtsmaske sowie einem Strauß roter Rosen das Moskauer Krankenhaus. Die Hundertjährige hatte sich in einem anderen Krankenhaus während einer Routinebehandlung bei einem Patienten infiziert. Die gebürtige Moskauerin überstand die Infektion jedoch und benötigte nach Klinikangaben nicht einmal eine Intensivbehandlung. "Sie hat sich als zähe alte Dame erwiesen", sagte der stellvertretende Direktor des Moskauer Krankenhauses, Wsewolod Belusow, dem russischen Fernsehen.  In Russland wurden bislang nach offiziellen Angaben mehr als 242.000 Infektionsfälle mit dem Coronavirus gemeldet. Damit ist Russland nach den USA das am stärksten betroffene Land weltweit.

Die Hundertjährige Russin Pelageja Pojarkowa wird nach überstandener Coronavirus-Infektiona aus dem Krankenhaus entlassen. | AFP

Ihren 100. Geburtstag durfte Pelageja Pojarkowa daheim feiern. Bild: AFP

13.5.2020 • 18:37 Uhr

31.106 Todesfälle - Zahl der Neuinfizierten in Italien sinkt

Die Zahl der neuen Virus-Toten in Italien steigt auf 185 von 172 am Vortag. Die Zahl der Neuinfizierten sinkt dagegen auf 888 von 1402, wie die Zivilschutzbehörde mitteilt. Damit gibt es in Italien nun 31.106 Todesfälle, die mit Covid-19 in Verbindung stehen. Dies ist - gemessen an den amtlich vorgelegten Daten - die dritthöchste Zahl weltweit nach den USA und Großbritannien.

13.5.2020 • 18:33 Uhr

Liga schlägt Neustart der Serie A Mitte Juni vor

Die italienische Fußball-Liga schlägt nach einem Medienbericht die Wiederaufnahme der Spiele der Serie A am 13. Juni vor. Wie die Sportzeitung "Gazzetta dello Sport" schrieb, entschied sich eine Mehrheit der Clubs bei einer Videokonferenz für diesen Termin. Man wolle die wegen der Corona-Krise unterbrochene Saison bis zum 2. August beenden, um Raum für die Champions League und die Europa League zu schaffen. Allerdings gibt es noch kein Zustimmung der Regierung in Rom. Sportminister Vincenzo Spadafora hatte vielmehr am Montag gesagt, er müsse noch mindestens eine Woche und neue Ergebnisse zu den Infektionszahlen abwarten, um über Daten für den Spielstart zu entscheiden.

Bisher ist im Profi-Fußball in Italien das Einzeltraining wieder erlaubt. Am 18. Mai soll das Mannschaftstraining starten dürfen. Die Serie A war am 9. März mit zwölf verbleibenden Spieltagen unterbrochen worden. Die Regierung bremst bei ihrer Entscheidung seit langem ab. Italien ist von der Covid-19-Krankheit mit rund 31.000 Corona-Toten besonders hart getroffen.

Giuseppe-Meazza-Stadion in Mailand | AFP

Giuseppe-Meazza-Stadion in Mailand Bild: AFP

13.5.2020 • 18:15 Uhr

Autoindustrie droht mit Entlassungen

Die Autoindustrie versucht in der Debatte um zusätzliche Kaufprämien für Autos den Druck auf die Bundesregierung zu erhöhen. Ohne Kaufanreize werde es Entlassungen geben müssen, sagte Arndt Kirchhoff, Vizepräsident des Branchenverbands VDA und geschäftsführender Gesellschafter der Kirchhoff-Gruppe dem "Handelsblatt".

Er sprach sich für Konjunkturhilfen, Kaufprämien für Autos und andere Maßnahmen, aus, um die Nachfrage wieder anzukurbeln: "Mir ist da jedes Mittel recht." Unter anderem der Wirtschaftsflügel der Unions-Bundestagsfraktion hatte sich gegen eine zusätzliche Kaufprämie für die Autoindustrie ausgesprochen.

Die Bundesregierung hatte nach einem "Autogipfel" in der vergangenen Woche deutlich gemacht, bis Anfang Juni solle über mögliche Kaufanreize entschieden werden.

13.5.2020 • 18:02 Uhr

Corona-Studie: UKE will 6000 Kinder testen

Das Universitätsklinikum Eppendorf will 6000 Kinder auf das Coronavirus und Antikörper testen. Erforscht werden soll, ob Kinder das Virus an Erwachsene weitergeben.

In Island kam eine flächendeckende Studie zu einem unerwarteten Ergebnis: Nicht ein Kind hatte dort einen Erwachsenen angesteckt. Die Ergebnisse der Hamburger Studie könnten für Öffnungsschritte in Schulen und Kitas wichtig sein.

13.5.2020 • 17:44 Uhr

Belgien kündigt weitere Lockerungen an

Belgien will am Montag seine Corona-Auflagen weiter lockern. Kulturelle, sportliche oder touristische Veranstaltungen bleiben bis zum 30. Juni verboten. Dies teilte Regierungschefin Sophie Wilmès nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats mit.

So sollen Anfang nächster Woche die Schulen den Unterricht schrittweise wieder aufnehmen. Friseure, Nagel- und Tattoo-Studios dürfen unter Auflagen wieder arbeiten, Märkte mit bis zu 50 Ständen wieder öffnen. Auch Museen und Tierparks dürfen wieder Besucher empfangen, allerdings müssen Tickets telefonisch oder online bestellt und Menschenansammlungen vermieden werden.

13.5.2020 • 17:26 Uhr

Scheuer will Busbranche mit 170 Millionen Euro helfen

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will die Busbranche mit Hilfen in Höhe von rund 170 Millionen Euro unterstützen. Scheuer sagte, er habe ein entsprechendes Konzept an Finanzminister Olaf Scholz übermittelt. Die Busbranche sei vom Lockdown besonders betroffen. Es gehe auch darum, nun die Schülerbeförderung hochzufahren.

Die Lage der mittelständisch geprägten Branche wird wegen der einschneidenden Beschränkungen in der Corona-Krise als dramatisch eingeschätzt, Personenverkehr und Bustouristik waren komplett zum Erliegen gekommen.

13.5.2020 • 17:11 Uhr

Corona-App: Spahn gegen steuerliche Anreize

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich gegen Belohnungen für die Nutzer der geplanten Corona-Ortungs-App ausgesprochen. Er rate davon ab, die Nutzung der App mit Anreizen zu fördern, sagte Spahn den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). "Das würde die App nur unnötig angreifbar machen." Er wolle mit positiven Argumenten für die App werben "und nicht mit der Angst, man könnte was verpassen".

"Mit der Nutzung der App schützt man sich und andere", fügte Spahn hinzu. "Ich finde, das Argument ist unschlagbar." Auf einen Starttermin für den Einsatz der Corona-App wollte Spahn sich nicht festlegen.

Auch Bundesinnenminister Horst Seehofer sprach sich gegen Anreize für eine Nutzung der künftigen App aus. Steuervorteile und ähnliches hätten mit Freiwilligkeit nichts zu tun, sagte er in Berlin.

Die von der Bundesregierung beauftragten Software-Entwickler SAP und Deutsche Telekom hatten auf der Plattform Github ein erstes Konzept für ihre App veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass ein Download ab Mitte Juni möglich sein soll.

13.5.2020 • 16:53 Uhr

Schwedische Regierung rät weiter von Auslandsreisen ab

Schwedens Regierung rät ihren Bürgern bis in den Hochsommer hinein von nicht zwingend notwendigen Reisen ins Ausland ab. Aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten im Zuge der Coronavirus-Pandemie verlängert das schwedische Außenministerium seine seit Mitte März geltende entsprechende Empfehlung vorläufig bis zum 15. Juli. Das teilten Ministerpräsident Stefan Löfven und Außenministerin Ann Linde auf einer Pressekonferenz in Stockholm mit.

Innerhalb Schwedens sei es dagegen von nun an unter bestimmten Voraussetzungen möglich, kürzere Reisen zu unternehmen, sagte Löfven. Die Ziele der Fahrten sollten aber maximal ein bis zwei Autostunden vom Wohnort entfernt liegen. Die Schweden sollten dabei besonders vorsichtig und vernünftig sein, betonte Löfven.

Schweden ist im Vergleich zu den anderen Ländern Europas mit freizügigeren Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie vorgegangen. Lokale, Geschäfte und Schulen wurden niemals geschlossen. Trotzdem geht es auch den Schweden darum, die Ausbreitung des Coronavirus abzubremsen, um Todesfälle zu vermeiden und das Gesundheitswesen nicht zu überlasten.

13.5.2020 • 16:37 Uhr

Länder fordern Retttungsschirm für öffentlichen Nahverkehr

Wegen der Einnahmeverluste in Milliardenhöhe in der Corona-Krise wollen die Länder für den öffentlichen Nahverkehr einen Rettungsschirm beim Bund einfordern. Dieser soll die finanziellen Ausfälle ausgleichen, wie aus einer Beschlussvorlage der Verkehrsministerkonferenz hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur, vorliegt.

Die Verkehrsminister rechneten für die Branche bundesweit 2020 mit Einnahmeausfällen von mindestens fünf Milliarden Euro. Verkehrsunternehmen verzeichneten in den vergangenen Wochen einen "massiven Rückgang der Fahrgastzahlen von 70 bis 90 Prozent".

Auf Wunsch von Bund und Ländern erbringe der ÖPNV trotzdem weiterhin aktuell annähernd 100 Prozent seines regulären Angebots. Nach Ansicht der Verkehrsminister der Länder ist die Deckung des Defizits auf Schiene und Straße "eine gemeinschaftliche öffentliche Aufgabe", für die es "zusätzlicher Finanzierungsmittel" bedarf.

13.5.2020 • 16:34 Uhr

Ironman Hamburg findet Anfang September statt

Der Ironman Hamburg soll nach Angaben der Traithlon-Serie am 6. September stattfinden. Das Rennen über 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen war ursprünglich für den 21. Juni geplant gewesen. Wie praktisch alle anderen Triathlon-Wettbewerbe auch, hatte der Ironman in Hamburg wegen der Corona-Pandemie zunächst abgesagt werden müssen.

13.5.2020 • 16:31 Uhr

Wintersportort Ischgl wieder coronafrei

Der in den vergangenen Wochen als Corona-Hotspot kritisierte Wintersportort Ischgl in Österreich ist wieder coronafrei. Wie aus einer Informationssammlung des Landes Tirol hervorgeht, gibt es in der kleinen Gemeinde derzeit keinen aktiven Fall der Lungenkrankheit Covid-19. Auch in den weiteren Gemeinden im Paznauntal gibt es kaum noch Erkrankte.

Der Tiroler Landtag setzte eine Kommission ein, um das Corona-Krisenmanagement der Landesregierung zu untersuchen. Auch Ischgl wird dabei im Fokus stehen. Von hier aus dürfte sich das Virus durch die vielen internationalen Gäste weit verbreitet haben. Dem Land Tirol und der Tourismusbranche wird vorgeworfen, nicht schnell genug auf die Ausbreitung reagiert und zu spät den Skibetrieb gestoppt zu haben.

13.5.2020 • 16:26 Uhr

Heil will in der Fleischindustrie "aufräumen"

Nach der Häufung von Corona-Infektionen in mehreren Schlachtbetrieben hat Arbeitsminister Hubertus Heil gesetzliche Konsequenzen in Aussicht gestellt. "Wir werden aufräumen mit diesen Verhältnissen", versicherte Heil bei einer Aktuellen Stunde im Bundestag.

Das Corona-Kabinett werde am kommenden Montag Maßnahmen beschließen, die über die bisherigen Vorschriften hinausgingen, sagte er und beklagte die oft prekären Arbeits- und Wohnbedingungen von ausländischen Leiharbeitern in der Fleischwirtschaft. "Wir dürfen als Gesellschaft nicht weiter zugucken, wie Menschen aus Mittel- und Osteuropa in dieser Gesellschaft ausgebeutet werden."

Der Minister betonte, das derzeitige Subunternehmertum in der Branche sei die "Wurzel des Übels". Deshalb warb er dafür, grundsätzlich über die derzeit weit verbreiteten Werksvertrags-Konstruktionen nachzudenken. Darüber hinaus will sich Heil für bundesweit verbindliche Kontrollquoten einsetzen.

13.5.2020 • 15:54 Uhr

Britische Forscher bereiten Genstudie vor

In Großbritannien wollen Wissenschaftler das Erbgut von Tausenden Covid-19 Patienten studieren, um eines der Rätsel um das neuartige Coronavirus zu lösen: Warum leiden manche Menschen nicht einmal unter milden Kopfschmerzen, während andere daran sterben? Die Forscher wollen den genetischen Code von Menschen, die an Covid-19 schwer erkrankten, sequenzieren und mit dem Erbgut derer vergleichen, bei denen die Krankheit nur mild oder sogar ohne Symptome verlief. Dabei sollen die Gene von rund 20.000 Menschen untersucht werden, die sich derzeit oder bereits auf der Intensivstation eines Krankenhauses befanden und die von etwa 15.000 Menschen mit leichten Symptomen.

"Wir gehen davon aus, dass es in den Genen Hinweise gibt, die uns helfen zu verstehen, wie diese Krankheit Menschen tötet", sagte der Intensivmediziner Kenneth Baillie, der die Studie an der Universität von Edinburgh leitet, zu Reuters. "Ich würde mein Haus darauf wetten, dass es eine sehr starke genetische Komponente für das individuelle Risiko gibt."

Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock rief die Bevölkerung dazu auf, an dem Programm teilzunehmen. "Es geht darum, sich ein wissenschaftliches Bild von diesem Virus zu machen." Erste Ergebnisse seien in einige Wochen aus einer Studie mit rund 2000 Teilnehmern, die bereits läuft, zu erwarten, sagte Baillie.

Das Bild zeigt das Coronavirus |

Corona-Virus

13.5.2020 • 15:46 Uhr

Umfrage: Jeder Dritte wechselte ins Homeoffice

In der Corona-Krise ist jeder dritte Beschäftigte laut einer Umfrage ins Homeoffice gewechselt. 35 Prozent gaben in der ersten Aprilhälfte an, teilweise oder vollständig von zu Hause aus zu arbeiten, wie das Deutsche Institut der Wirtschaftsforschung auf Basis des Sozio-ökonomischen Panels ermittelte. Vor der Corona-Krise haben nur 12 Prozent gelegentlich oder immer den heimischen Schreibtisch genutzt. Vor allem Beschäftigte mit höheren Einkommen und höherer Bildung konnten demnach ins Homeoffice wechseln.

Jeder Zehnte meint, dass er zu Hause sogar mehr Arbeit erledigen kann als im Büro. 40 Prozent der Betroffenen machen die gegenteilige Erfahrung: Sie schaffen weniger. Die Forscher des DIW vermuten, dass dies daran liegt, dass Schulen und Kitas geschlossen wurden und Kinder zu Hause betreut werden mussten.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will per Gesetz ein Recht auf Arbeit von zu Hause schaffen. Jeder, der möchte, solle demnach auch nach der Corona-Pandemie im Homeoffice arbeiten können.

Eine Frau arbeitet während der Corona-Einschränkungen im Homeoffice |

Eine Frau arbeitet während der Corona-Einschränkungen im Homeoffice | Bildrechte: imago / imago images / Hans Lucas

13.5.2020 • 15:40 Uhr

KfW bewilligt Corona-Kredite in Höhe von 19,3 Milliarden Euro

Zur Unterstützung der deutschen Unternehmen hat die staatliche Förderbank KfW Hilfskredite in Höhe von 19,3 Milliarden Euro bewilligt. Das geht aus einem gemeinsamen Dokument des Bundeswirtschafts- und Bundesfinanzministeriums hervor, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Dies sind knapp 60 Prozent des insgesamt beantragten Kreditvolumens, aber 99 Prozent der Anträge.

Bei der KfW lagen Stand heute 38.048 Kreditanträge im Gesamtvolumen von 34,04 Milliarden Euro vor. Der Unterschied zum Volumen der bewilligten Kredite kommt daher, dass nur die kleineren Darlehen bis drei Millionen Euro sofort genehmigt werden. Großvolumige Anträge müssen noch durch den Lenkungsausschuss der KfW. Alle beantragten Corona-Kredite sind aber bereits von den Geschäftsbanken geprüft worden und es gilt als unwahrscheinlich, dass dieser Ausschuss die Anfrage ablehnt.

13.5.2020 • 15:29 Uhr

Erste Corona-Quarantäne-Station für Obdachlose

Deutschlands erste Quarantäne-Station für infizierte Obdachlose soll Anfang kommender Woche in Berlin an den Start gehen. Dann könnten bis zu 16 positiv getestete Covid-19-Patientinnen und -Patienten, die sonst auf der Straße leben, versorgt werden, teilte die Berliner Stadtmission mit, auf deren Gelände sich die Quarantänestation befindet.

Betroffene ohne schwere Krankheitssymptome könnten sich in dem Gebäude zu häuslichen Bedingungen in Ruhe auskurieren. Ansteckungen Dritter würden somit vermieden und Krankenhäuser entlastet. Für die Station und für eine ebenfalls auf dem Gelände befindliche rund-um-die-Uhr-geöffnete Obdachlosenunterkunft mit 110 Plätzen übernimmt das Land die Kosten von monatlich rund 205.000 Euro.

13.5.2020 • 15:26 Uhr

Erster Corona-Fall in Lesotho - Virus nun in ganz Afrika

Lesotho im Süden Afrikas hat als letzter Staat auf dem Kontinent eine Infektion mit dem Coronavirus bestätigt. Damit hat die Pandemie alle 54 afrikanischen Staaten erfasst. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Maseru wurde eine Person positiv auf Sars-CoV-2 getestet, die kürzlich eingereist sei. Sie sei isoliert worden.

Das Königreich mit zwei Millionen Einwohnern ist von Südafrika umschlossen. Südafrika wiederum hat bislang mit 11.350 bestätigten Fällen die meisten Corona-Infektionen in Afrika. Insgesamt sind es fast 70.000 Fälle, mehr als 2400 Afrikaner starben mit dem Virus.

13.5.2020 • 14:59 Uhr

Ramelow: Verstoß gegen eigene Corona-Ordnung

Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow hat die Beerdigung einer Nachbarin besucht und damit einen Verstoß gegen seine eigene Corona-Verordnung eingestanden. "Eigentlich hätte ich nicht bei ihrer Beerdigung dabei sein dürfen", sagte Ramelow der "Zeit"-Beilage "Christ und Welt".

Doch er habe das Gefühl gehabt, es zu müssen, wenn auch mit großem Abstand. "Alles andere wäre mir unmenschlich vorgekommen", sagte Ramelow. Somit "habe ich gegen die Verordnung verstoßen, die ich selbst zu verantworten habe". Heute frage er sich, ob die Verordnung "in allen Punkten richtig war oder ob es nicht möglicherweise noch andere Lösungen gegeben hätte".

13.5.2020 • 14:49 Uhr

Reise-Unternehmer protestieren in Berlin

Mit einem Korso aus rund 50 Bussen im Regierungsviertel haben Inhaber von Reisebüros und mittelständische Reiseunternehmer für mehr staatliche Hilfe demonstriert. Mit den Bussen fuhren sie auch am Reichstag und dem Bundeskanzleramt vorbei.

Auch in anderen Städten gab es Aktionen, unter anderem in Hannover, Dresden und Schwerin. Aufgerufen dazu hatte die Allianz selbstständiger Reiseunternehmen. Mit anderen Verbänden fordert sie einen Sonderfonds des Bundes, um die Rückzahlungen für stornierte Reisen abzuwickeln. Damit sollen die Arbeitsplätze in den Reisebüros und bei den Veranstaltern gesichert werden. Weil Reisen durch den Kampf gegen die Corona-Krise stark eingeschränkt sind, haben viele Kunden ihre Urlaubsfahrten storniert.

Die großen Verbände der Tourismusbranche forderten ein Krisentreffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. "Über eine Million Arbeitsplätze sind unverschuldet in Gefahr geraten. Die Rücklagen sind aufgebraucht", hieß es in einer Mitteilung im Namen von sieben Verbänden aus Hotellerie, Gastronomie und Veranstaltern.

Proteste der Reiseverstalter in Berlin | dpa

Diesmal saßen die Reiseveranstalter selbst im Bus. Das Ziel: Berlin. Sie fordern einen Sonderfonds des Bundes, Bild: dpa

13.5.2020 • 14:40 Uhr

Hospizverband: Sterbende besser begleiten

Der Deutsche Hospiz- und Palliativverband (DHPV) fordert in der Corona-Krise eine bessere Begleitung von sterbenden Menschen. Kontakte und Besuche seien weiter eingeschränkt. Dadurch stehe infrage, ob Sterbende in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, aber auch im eigenen Zuhause so betreut werden könnten, wie sie es sich selbst wünschten, teilte der Verband mit. Es sei an der Zeit, "bei so viel Schutz wie nötig so viel Begleitung wie möglich zu fordern", sagte der Vorsitzende Winfried Hardinghaus, Palliativmediziner aus Osnabrück.

Der Aufruf richte sich nicht nur an die Politik, sondern auch an die Träger der Pflegeheime vor Ort. Sie sollten so schnell wie möglich die geforderten Hygienekonzepte vorlegen, damit die Kontaktbeschränkungen gelockert werden könnten. Die aktuelle Situation stehe im Gegensatz zu den Grundüberzeugungen der Hospizbewegung, sagte Hardinghaus. Niemand solle alleine sterben müssen, "sondern begleitet von Mitmenschen und unter Einbezug der körperlichen, sozialen, psychischen und spirituellen Bedürfnissen am Lebensende".

13.5.2020 • 13:54 Uhr

Massentests in Schlachthöfen

In Niedersachsen sollen nach Aussage von Sozialministerin Carola Reimann zeitnah alle rund 23.700 Beschäftigten in der fleischverarbeitenden Industrie auf das Coronavirus getestet werden. Damit reagiert das Land auf die massenhafte Verbreitung des Erregers und Schlachthof-Mitarbeitern. Die meist aus Osteuropa stammenden Arbeiter hausen oft in Massenunterkünften, in denen Hygienemaßnahmen oder Mindestabstände nicht einzuhalten sind.

13.5.2020 • 13:37 Uhr

Merkel: "Keinerlei Erhöhungen von Abgaben und Steuern geplant"

Die Bundesregierung plant nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel bisher zur Finanzierung der Corona-Krise keine Steuererhöhung. "Stand heute sind keinerlei Erhöhungen von Abgaben und Steuern geplant", sagte Merkel im Bundestag. Es gehöre zu Politik, "dass wir immer zum jetzigen Zeitpunkt antworten, sonst wären wir ja Hellseher, und das maße ich mir nicht an", fügte sie hinzu.

Merkel verwies mit Blick auf die Lage der Wirtschaft und Arbeitnehmer auf staatliche Hilfen wie Kurzarbeit, Liquiditätshilfen und die Senkung der Mehrwertsteuer für Gastronomen. Sie sei froh, dass die Pandemie Deutschland in einer wirtschaftlich guten Situation erfasst habe. "Wir haben die Chance, es gut zu bewältigen. Aber ich sage nicht, dass niemand etwas merken wird."

13.5.2020 • 13:29 Uhr

Schärfere Hygiene-Vorschriften für Fleischindustrie?

Angesichts von Corona-Ausbrüchen in den Belegschaften von Schlachtbetrieben hat Kanzlerin Merkel Konsequenzen angekündigt. Die Bundesregierung beabsichtige, hierzu notwendige Änderungen zu beschließen. Merkel sprach von "erschreckenden Nachrichten" aus der Fleischindustrie. Gerade bei der Unterbringung gebe es erhebliche Mängel.

13.5.2020 • 13:21 Uhr

Merkel: "Dürfen Erreichtes nicht gefährden"

Im Bundestag hat Kanzlerin Angela Merkel davor gewarnt, die Erfolge, die bislang im Kampf gegen die Corona-Pandemie erzielt wurden, zu gefährden. "Wir haben nicht seit März alle möglichen undenkbaren Einschränkungen auf uns genommen, um jetzt, weil wir die Vorsicht ablegen, einen Rückfall zu riskieren", sagte Merkel.

Deutschland werde noch länger mit der Pandemie leben müssen. Es gebe noch kein Medikament dagegen und auch keinen Impfstoff. Deshalb seien die Einhaltung des Mindestabstandes und die Hygienemaßnahmen weiter nötig. Dann sei aber auch eine Rückkehr zur normalen Arbeit, in Schulen, Kitas und in Gaststätten möglich.

13.5.2020 • 13:10 Uhr

Viele Ärzte arbeiten weniger durch Krise

Die meisten angestellten Ärzte haben seit Beginn der Corona-Krise weniger Arbeit. Wie eine Umfrage der Ärztegewerkschaft Marburger Bund am Mittwoch ergab, sank das Arbeitsaufkommen für 57 Prozent der Mediziner in den Kliniken im Lauf der Krise. Bei etwa einem Viertel sei es gleich geblieben, bei knapp 18 Prozent gestiegen.

Die Gewerkschaft erklärte dies damit, dass es seit Mitte März erheblich weniger planbare Operationen und auch weniger Notfälle gebe. Gleichzeitig sei die Anzahl der Patienten, die an Covid-19 erkrankt sind, in den Kliniken niedriger geblieben als zunächst befürchtet.

13.5.2020 • 12:55 Uhr

Maas will Reisewarnung langsam aufheben

Bundesaußenminister Heiko Maas will die weltweite Reisewarnung für Touristen wegen der Corona-Pandemie schrittweise aufheben und mit europäischen Ländern beginnen. Einen Zeitpunkt dafür nannte er aber nicht. "Für Europa wird es sicher früher möglich sein, die Reisewarnung aufzuheben als für andere Reiseziele - vorausgesetzt, dass sich der jetzige positive Trend in vielen Ländern verstetigt", erklärte Maas.

Offiziell gilt eine weltweite Reisewarnung bis zum 14. Juni. Sie ist seit dem 17. März in Kraft. Das Auswärtige Amt hatte nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie eine beispiellose Rückholaktion organisiert, bei der 240.000 im Ausland gestrandete deutsche Urlauber nach Hause geflogen wurden.

13.5.2020 • 12:13 Uhr

Eingeschränkter Unterricht bis ins nächste Schuljahr?

Der Deutsche Lehrerverband geht davon aus, dass sich auch nach den Sommerferien der Unterricht aus Besuchen in der Schule und dem Lernen zu Hause zusammensetzen wird.

Diese Regelungen greifen, "so lange die Abstandsregelungen gelten müssen - und die werden ja gelten müssen, bis ein Impfstoff da ist", so der Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger im Interview mit n-tv. "Das kann sich noch weit ins nächste Schuljahr hineinziehen."

Er rechne damit, dass etwa ein Viertel der bundesweit rund elf Millionen Schüler durch diese Einschränkungen größere Probleme im Unterricht bekommen werden, sagte Meidinger weiter. Das beziehe sich vor allem auf Schüler an Förderschulen oder mit mangelnden deutschen Sprachkenntnissen.

13.5.2020 • 12:01 Uhr

Bundesverfassungsgerichtspräsident: "Grundrechte nicht in Gefahr"

Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, sieht in den Auflagen im Zuge der Corona-Krise keine Gefahr für das Grundgesetz. "Uns droht nicht der Unrechtstaat", sagte er der "Zeit".

Die Pandemie könne länger dauern, als manche denken, doch nach dem Ende der Krise würden die Menschen "ihre Freiheiten zurückbekommen, ohne Abstriche".

13.5.2020 • 11:46 Uhr

Seehofer: Vollständiges Ende der Grenzkontrollen ab Mitte Juni

An ersten deutschen Grenzen sollen die wegen der Corona-Pandemie eingeführten Kontrollen ab dem Wochenende gelockert werden. Das gab Bundesinnenminister Horst Seehofer bekannt und bestätigte damit Berichte der Nachrichtenagentur dpa.

An der Grenze zu Luxemburg sollen die Kontrollen am 15. Mai, also am Freitag, auslaufen. Mit Dänemark liefen derzeit noch die Abstimmungen, prinzipiell sei aus seiner Sicht aber auch hier die Öffnung der Grenze möglich, so der CSU-Politiker.

Mit Frankreich, der Schweiz und Österreich habe die Bundesregierung eine Übereinkunft getroffen, die Kontrollen noch bis zum 15. Juni fortzusetzen. Allerdings sollen ab dem Wochenende alle Grenzübergänge geöffnet und nur noch stichprobenartige Kontrollen durchgeführt werden.

Ab dem 15. Juni sollen demnach an allen deutschen Grenzen die Kontrollen enden, sofern das Infektionsgeschehen in Deutschland und in den Nachbarstaaten dies zulasse, so Seehofer weiter. Ab dann sollen auch Einreisen aus Drittstaaten wieder möglich sein.

13.5.2020 • 11:32 Uhr

Tourismusbranche pocht auf Krisengipfel

Die von der Corona-Krise besonders stark getroffene Tourismusbranche fordert einen Krisengipfel unter Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel. "Wenn nicht schnell Hilfe kommt, ist die Tourismuswirtschaft am Ende", teilen die Verbände BTW, Dehoga, DRV, DTV, IHA, RDA und VIR in einer gemeinsamen Erklärung mit.

"Ein beträchtlicher Teil des deutschen wirtschaftlichen Mittelstands läuft Gefahr, innerhalb weniger Wochen komplett wegzubrechen", sagte BTW-Präsident Michael Frenzel. "Über eine Million Arbeitsplätze sind unverschuldet in Gefahr geraten."

13.5.2020 • 11:28 Uhr

Polen hält an Einreisebeschränkungen fest

Nach Angaben des polnischen Innenministeriums sollen die strikten Einreisebeschränkungen des Landes noch bis mindestens zum 12. Juni gelten. Das Verbot für einen Großteil der Einreisen gilt seit Mitte März. Ausnahmen gibt es lediglich für polnische Staatsbürger, Diplomaten, Ausländer mit Aufenthaltserlaubnis und ausländische Lkw-Fahrer.

Im Land selbst wurden zuletzt einige Corona-Auflagen gelockert: Einkaufszentren, Hotels, Spielplätze und Kindergärten durften wieder öffnen. Im Laufe des Tages wird die Regierung voraussichtlich die Aufhebung weiterer Maßnahmen bekanntgeben, die Schulen, Restaurants und Friseure betreffen.

13.5.2020 • 11:18 Uhr

Bundeskabinett beschließt Lockerung der Grenzkontrollen

Die Kontrollen an deutschen Grenzen sollen von diesem Samstag an vorsichtig gelockert werden. Das berichtete die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf die laufende Sitzung des Bundeskabinetts. Ab dem 15. Juni sollen die Kontrollen an allen Grenzen dann vollständig ausgesetzt werden, hieß es weiter.

13.5.2020 • 11:11 Uhr

KfW-Umfrage: Kommunen rechnen mit schlechterer Finanzlage

Viele deutsche Städte und Gemeinden stellen sich aufgrund der Corona-Krise auf finanzielle Einbußen ein. Das ergab eine Umfrage der staatlichen Förderbank KfW unter bundesweit 200 Kommunen.

90 Prozent der Kommunen gaben an, dass sie "pessimistisch" auf ihre Finanzlage im laufenden Jahr blicken. 80 Prozent gehen davon aus, dass sich die Situation auch im kommenden Jahr nicht verbessern werde.

Die Hälfte der Kommunen rechnet neben sinkenden Einnahmen auch mit steigenden Ausgaben, etwa für höhere Sozial- und Personalausgaben.

13.5.2020 • 10:59 Uhr

EU legt Empfehlungen für Lockerungen vor

Die EU-Kommission hat einen Katalog eigener Empfehlungen für Lockerungen der Corona-Maßnahmen vorgelegt. Aus Sicht der Kommission sollten die geltenden Reisebeschränkungen im Euro-Raum noch bis zum 15. Juni verlängert werden.

Sollte der Reiseverkehr danach schrittweise wieder aufgenommen werden, spricht sich die Kommission dafür aus, dass dann auch wieder Besuche von Verwandten und Partnern, die in anderen EU-Staaten leben, möglich sein sollten.

In Flugzeugen und an Flughäfen solle das Tragen von Schutzmasken weiterhin verpflichtend sein. Allerdings soll Airlines nicht vorgeschrieben werden, mittlere Sitzplätze in Flugzeugen frei zu lassen. Dafür müssten andere Voraussetzungen erfüllt sein: etwa das Filtern der Luft an Bord mithilfe einer Klimaanlage. Mehrere Fluggesellschaften wie TUI, Ryanair oder die Lufthansa betonten, dass solche Anforderungen bereits vor der Pandemie erfüllt worden seien.

Auch auf das Thema Corona-Apps geht die EU-Kommission ein: Die Nutzung solcher Dienste müsse freiwillig sein. Zudem plädierte das Gremium dafür, dass solche Apps über Grenzen hinweg genutzt werden können.

13.5.2020 • 10:41 Uhr

Eine Belastungsprobe für die US-Politik

In den USA werden im Umgang mit der Corona-Pandemie die Schwächen des politischen Systems immer deutlicher, wie Torsten Teichmann berichtet.

13.5.2020 • 10:30 Uhr

Island: Bald Wahl zwischen Test oder Quarantäne bei Einreise

Die isländische Regierung hat angekündigt, dass spätestens ab dem 15. Juni die Beschränkungen für internationale Einreisen gelockert werden sollen. Wer dann ins Land komme, solle die Wahl haben, sich einem Corona-Test zu unterziehen oder sich für 14 Tage in Quarantäne zu begeben. Auch Gesundheitsnachweise könnten eine Isolation unnötig machen.

Eine Arbeitsgruppe soll den Vorschlag nun genauer ausarbeiten. Ergebnisse werden für Ende des Monats erwartet. Das Konzept der Regierung sieht zudem die Pflicht für Touristen vor, eine sogenannte Tracing-App zu nutzen, um Infektionsketten des Coronavirus zurückverfolgen zu können.

13.5.2020 • 10:16 Uhr

Britischer Verkehrsminister warnt vor zu vielen Pendlern

Grant Shapps, Verkehrsminister in Großbritannien, hat die Briten dazu aufgerufen, wenn möglich, auf die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu verzichten.

In Bezug auf den Pendlerverkehr warnte Shapps davor, dass der angeratene Sicherheitsabstand von zwei Metern bereits nicht mehr eingehalten werden könne, wenn zehn Prozent der vor der Corona-Krise üblichen Pendlerquote erreicht werde.

Hintergrund sind die Lockerungen, die der britische Premier Boris Johnson am Sonntag angekündigt hatte. Sie beinhalten unter anderem, dass Briten, die nicht im Homeoffice arbeiten können, wieder in ihre Betriebe zurückkehren sollen. Das gelte vor allem für Unternehmen in der Industrie. Auch Johnson hatte jedoch angemahnt, so wenig wie möglich öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.

13.5.2020 • 10:07 Uhr

Weniger Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr

Infolge der Corona-Pandemie haben im ersten Quartal dieses Jahres deutlich weniger Menschen Busse und Bahnen genutzt. Das geht aus einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes hervor, die auf Daten mehrerer großer Verkehrsbetriebe beruht.

Für den gesamten Sektor des öffentlichen Verkehrs sprach die Behörde von einem Minus an Fahrgästen von elf Prozent gegenüber dem ersten Jahresquartal 2019.

Besonders der Nahverkehr der Deutschen Bahn und S-Bahnen waren von dem Rückgang betroffen. Sie verzeichneten laut Statistik im Vergleichszeitraum einen Einbruch der Passagierzahlen um 15 Prozent. Straßenbahnen wie U- oder Schwebebahnen nutzten neun Prozent weniger Fahrgäste. Auf einen ähnlichen Schnitt kommt der Busverkehr.

13.5.2020 • 09:54 Uhr

Fallzahlen in Russland nehmen weiter drastisch zu

Den russischen Gesundheitsbehörden sind in den vergangenen 24 Stunden erneut mehr als 10.000 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Damit steige die Zahl der bekannten Fälle insgesamt auf mehr als 242.700 an.

Auch 96 weitere Todesopfer wurden binnen 24 Stunden gemeldet. In Russland starben bislang mehr als 2200 Menschen durch das Virus.

13.5.2020 • 09:35 Uhr

China riegelt erneut Millionen-Metropole ab

Nachdem am Wochenende in einem Vorort der chinesischen Stadt Jilin mehr als 20 neue Infektionen mit dem Coronavirus erfasst wurden, hat die Verwaltung entschieden, die Metropole im Nordosten des Landes abzuschotten. In Jilin leben rund vier Millionen Menschen.

Laut Stadtverwaltung bestehe ein hohes Ansteckungsrisiko. Die Bewohner dürfen die Stadt nur noch verlassen, wenn sie einen negativen Corona-Test vorweisen können. Zug- und Busverbindungen wurden ausgesetzt. Kinos und Fitnessstudios mussten wieder schließen.

13.5.2020 • 09:15 Uhr

Mehr Unterstützung für Ausbildungsbetriebe gefordert

Handelskammern und Gewerkschaften haben Maßnahmen gefordert, um Auszubildende vor Arbeitslosigkeit zu schützen und ausreichend Lehrstellen für die rund 500.000 Schulabgänger zu sichern.

Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Achim Dercks, schlug dafür gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe eine Prämie für die Übernahme von Azubis aus Betrieben vor, die pleitegegangen sind. Zudem müsse das Kurzarbeitergeld schneller fließen. Bisher könnten Unternehmen für Ihre Auszubildenden das Kurzarbeitergeld erst nach sechs Wochen beantragen.

13.5.2020 • 09:04 Uhr

Konzept zur Corona-App auf Open-Souce-Plattform veröffentlicht

Der Softwarekonzern SAP und die Deutsche Telekom sind von der Bundesregierung damit beauftragt, eine App zu entwickeln, mit deren Hilfe die Ausbreitung des Coronavirus besser nachvollzogen werden kann. Nun haben beide Unternehmen die Grundzüge für die App auf der Internetplattform Github veröffentlicht.

Damit soll auch die größtmögliche Transparenz gewährt werden, betonten beide Betriebe. Über die Verwendung von Daten in der App, die ab Mitte Juni zur Verfügung stehen soll, wird seit Wochen gestritten. SAP und die Telekom versicherten, nur "notwendige Daten zu verarbeiten, ausschließlich zu dem Zweck, die Nutzer wissen zu lassen, ob sie in engem Kontakt mit anderen, bereits infizierten Nutzern standen - ohne die jeweilige Identität zu offenbaren".

13.5.2020 • 08:52 Uhr

Streit um WHO hemmt UN-Sicherheitsrat

Der UN-Sicherheitsrat debattiert über das Vorgehen in der Corona-Krise - dabei ist die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Zentrum der Diskussion gerückt.

13.5.2020 • 08:41 Uhr

Österreich will Grenze zu Deutschland Mitte Juni öffnen

Nun ist es offiziell: Die österreichische Regierung hat bestätigt, dass die Grenze zu Deutschland ab dem 15. Juni geöffnet werden soll. Die Entscheidung sei nach Gesprächen mit Deutschland erfolgt, teilte die österreichische Tourismusministerin Elisabeth Köstinger mit. Im Vorfeld solle es bereits ab dem 15. Mai Reiseerleichterungen beim Grenzübertritt geben.

Zuvor hatte bereits die Nachrichtenagentur APA dieses Datum aufgegriffen. Zudem berichtete sie, dass schon ab Freitag nur noch stichprobenartige Kontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze vorgenommen werden sollen.

13.5.2020 • 08:29 Uhr

Weitere Lockerungen in Rheinland-Pfalz?

Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD), will heute die Pläne der Landesregierung für den weiteren Ausstieg aus den Corona-Auflagen vorstellen.

13.5.2020 • 08:24 Uhr

Britische Wirtschaftsleistung sinkt

Die britische Wirtschaft ist im ersten Quartal dieses Jahres wegen der Corona-Krise stark geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel von Januar bis März um 2,0 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt in London mitteilte. Allein im März brach das BIP gegenüber dem Vormonat mit 5,8 Prozent so stark ein wie noch nie.

Trotzdem schneidet Großbritannien im Vergleich zu anderen Ländern Europas besser ab. Die französische Wirtschaft stürzte im ersten Quartal um 5,8 Prozent ab, die italienische Wirtschaft um 4,7 Prozent. Für Deutschland will das Statistische Bundesamt die Zahlen am Freitag bekanntgeben. Allerdings wurde Großbritannien auch später von der Pandemie getroffen als andere Staaten innerhalb der EU.

13.5.2020 • 08:20 Uhr

Mehr als 2000 Neuinfektionen an einem Tag in Pakistan

Zum ersten Mal seit dem Ausbruch der Pandemie in Pakistan sind den dortigen Behörden innerhalb von 24 Stunden mehr als 2000 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Erst vor wenigen Tagen waren in dem Land die strengen Einschränkungen wegen der Krise gelockert worden.

Die Behörden sprachen von 2255 neuen Infektionen binnen 24 Stunden und damit von mehr als 34.300 Fällen landesweit. Insgesamt starben bislang mehr als 730 Menschen infolge einer Ansteckung.

13.5.2020 • 08:06 Uhr

Twitter will Homeoffice auch nach Krise erlauben

In der Corona-Krise blieb vielen Unternehmen und deren Mitarbeitern keine andere Wahl, als den Arbeitsplatz nach Hause zu verlegen. Für Twitter ein Modell mit Zukunft.

13.5.2020 • 08:00 Uhr

Thailand: Seit rund zwei Monaten erstmals keine neuen Fälle gemeldet

Zum ersten Mal seit dem 9. März wurden den Gesundheitsbehörden in Thailand keine neuen Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Landesweit wurden bislang rund 3000 Ansteckungen registriert, 56 Menschen starben nach einer Infektion.

Die thailändische Regierung rief die Bevölkerung dazu auf, auch weiterhin Atemschutzmasken zu tragen und die Empfehlungen für Hygienemaßnahmen und Abstandsregelungen einzuhalten.

13.5.2020 • 07:38 Uhr

Tourismusbranche wappnet sich für Corona-Saison

Es wird ein anderer Sommerurlaub dieses Jahr, das ist auch der Tourismusbranche klar. Darum richtet sie sich auf Reiseangebote unter neuen Kriterien ein, wie Notker Blechner berichtet.

13.5.2020 • 07:33 Uhr

Nachrichtenagentur: Grenze zu Österreich ab Mitte Juni offen

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte in den vergangenen Tagen mehrfach betont, dass die Grenze zu Deutschland in absehbarer Zeit wieder geöffnet werden sollte.

Berichte der österreichischen Nachrichtenagentur APA werden nun etwas konkreter: Demnach soll bereits ab Freitag nur noch stichprobenartig an der Grenze kontrolliert werden, zitierte die Agentur Angaben aus dem Kanzleramt in Wien. Ab dem 15. Juni werde sie dann ganz geöffnet, schrieb die APA weiter.

Das deutsche Bundeskabinett will heute über die Frage der Grenzkontrollen beraten.

13.5.2020 • 07:26 Uhr

Commerzbank schreibt rote Zahlen

Die Commerzbank ist wegen der Furcht vor vielen Kreditausfällen infolge der Corona-Krise im ersten Quartal in die roten Zahlen gerutscht.

Unter dem Strich verzeichnete die Commerzbank in den ersten drei Monaten des Jahres einen Verlust von 295 Millionen Euro. Die Erträge fielen um 14 Prozent auf 1,85 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte sie einen Gewinn von 122 Millionen Euro verbuchen können.

13.5.2020 • 07:22 Uhr

Medien: Stadt Wuhan will alle Bewohner testen

Wochenlang waren in der chinesischen Metropole Wuhan offiziell keine neuen Corona-Fälle gemeldet worden. Anfang der Woche wurden unter den Bewohnern eines Wohngebietes jedoch sechs neue Infektionen nachgewiesen.

Daraufhin sollen sich die Behörden der Stadt entschieden haben, dass alle Einwohner Wuhans getestet werden sollen, wie mehrere Medien übereinstimmend berichteten. In der Metropole leben rund elf Millionen Menschen. Den Berichten zufolge sollen sich alle innerhalb von nur zehn Tagen einem Corona-Test unterziehen.

13.5.2020 • 07:11 Uhr

TUI will 8000 Stelllen streichen

Infolge der Einbußen durch die Corona-Pandemie plant der Reisekonzern TUI, weltweit rund 8000 Jobs einzusparen.

Das Unternehmen werde nach der Krise "eine andere TUI sein und ein anderes Marktumfeld vorfinden als vor der Pandemie. Das macht Einschnitte erforderlich", sagte TUI-Chef Fritz Joussen. Dazu zählten auch geringere Investitionen und Verwaltungskosten. Letztere sollen um etwa 30 Prozent sinken.

Gleichzeitig wolle TUI sein Angebot erweitern, so Joussen weiter. Er brachte dafür Mini-Kreuzfahrten in der Nordsee ins Spiel.

In Deutschland hat TUI als Hilfe gegen die Auswirkungen der Krise einen staatlich garantierten Überbrückungskredit von 1,8 Milliarden Euro erhalten. Eigenen Angaben zufolge verfügt der Konzern derzeit über 2,1 Milliarden Euro an liquiden Mitteln. Weltweit sind etwa 70.000 Mitarbeiter bei TUI beschäftigt.

13.5.2020 • 07:04 Uhr

Spahn: Versorgung mit Masken gesichert

Die Engpässe mit Schutzmasken sind laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn überwunden. Am Anfang sei es schwierig gewesen, genügend zu beschaffen, sagte der CDU-Politiker der "Zeit". "Mittlerweile gelingt es uns aber, so viel zu beschaffen, dass mir die ersten kassenärztlichen Vereinigungen und Länder sagen: 'Der Hof ist voll, stell die Lieferungen ein'."

13.5.2020 • 07:00 Uhr

Besuche mit Abstand

In Pflege- und Seniorenheimen dürfen Familien ihre Angehörigen wieder besuchen, allerdings müssen sie strikte Auflagen einhalten. Christian Kretschmer schildert die neue Situation für Bewohner, Besucher und Mitarbeiter der Einrichtungen.

13.5.2020 • 06:54 Uhr

Brasilien meldet erstmals mehr als 800 Corona-Tote an einem Tag

Den brasilianischen Gesundheitsbehörden zufolge sind landesweit innerhalb von 24 Stunden erstmals mehr als 800 Menschen infolge einer Corona-Infektion gestorben. Die Behörden sprachen von 881 Corona-Toten.

Auch die Zahl der neuen Ansteckungsfälle nimmt drastisch zu: In den vergangenen 24 Stunden wurden in Brasilien fast 9260 Infektionen erfasst. Damit stieg die Zahl der Corona-Fälle auf rund 177.590 an, die Zahl der Todesopfer auf etwa 12.400.

13.5.2020 • 06:46 Uhr

CDU-Innenexperte Schuster verteidigt Grenzkontrollen

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Armin Schuster hat sich gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland dagegen ausgesprochen, die Kontrollen an mehreren deutschen Grenzen sofort aufzuheben.

"Würden wir die Kontrollen komplett aufheben, wäre es Gesundheitsämtern in bestimmten Landkreisen nicht mehr möglich, Infektionsketten nachzuvollziehen", führte Schuster an.

Im ARD-Morgenmagazin warb Schuster für "maßgeschneiderte Entscheidungen": "Wir können nicht für alle Grenzen das Gleiche tun", betonte Schuster. Öffnungen hingen auch von dem Infektionsgeschehen in den Nachbarländern ab. "Ich wünsche mir kein Pfingsten, an dem ganz Europa wieder reisen darf", warnte der CDU-Politiker. Das könnte die Situation in den Corona-Hotspots nur verschärfen.

Allerdings plädierte Schuster dafür, der Bevölkerung in grenznahen Gebieten das Überqueren der Grenzen ohne Einschränkungen zu gestatten.

13.5.2020 • 06:12 Uhr

Gefährdet Corona-Krise die Energiewende?

Anlässlich der Veröffentlichung seines neuen Energiewende-Index hat das Weltwirtschaftsforum davor gewarnt, die Auswirkungen der Corona-Pandemie könnten den Umstieg auf Erneuerbare Energien ausbremsen.

Der "beispiellose Rückgang der Nachfrage", die Preisschwankungen und der Druck, Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft schnell abzufedern, "stellen die kurzfristigen Ziele der Wende in Frage", so die Stiftung. Allerdings biete die Krise auch die Chance, Strategien aufzugreifen, "um eine Erholung zu unterstützen, die den Energiewandel beschleunigt, sobald die akute Krise abklingt".

Der Energiewende-Index 2020 vergleicht 115 Länder. Deutschland liegt dabei auf Platz 20, drei Plätze weiter hinten als im Vorjahr.

13.5.2020 • 05:12 Uhr

798 Neuinfektionen und 101 weitere Tote in Deutschland

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland ist binnen 24 Stunden um 798 auf 171.306 gestiegen, wie Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) für Infektionskrankheiten zeigen. Damit sind die Neuinfektionen im Vergleich zu 933 am Vortag wieder leicht rückläufig. Die Zahl der Todesopfer steigt nach offiziellen Angaben um 101 auf 7.634.

13.5.2020 • 04:12 Uhr

US-Demokraten wollen neues Corona-Hilfspaket in Höhe von drei Billionen Dollar

Die US-Demokraten wollen mit einem neuen gigantischen Hilfspaket gegen die sozialen und ökonomischen Folgen der Corona-Pandemie vorgehen. Die in das von der Oppositionspartei kontrollierte Repräsentantenhaus eingebrachte Gesetzesvorlage sieht Maßnahmen im Gesamtvolumen von drei Billionen Dollar vor (2,75 Billionen Euro) vor. Das Paket wäre damit deutlich größer als die bisherigen Rettungsprogramme gegen die Krise.

Die Aussichten auf Verabschiedung des neuen Hilfspakets stehen jedoch schlecht. Es müsste dazu auch vom Senat gebilligt werden, in der die Republikanische Partei von Präsident Donald Trump über die Mehrheit verfügt. Die Gesetzesinitiative der Demokraten werde "nie den Senat passieren", sagte bereits der republikanische Senator John Barrasso.

13.5.2020 • 03:08 Uhr

EU-Kommissar hält Sommer-Touristensaison in Europa für möglich

EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni hat sich zuversichtlich gezeigt, dass die europäische Urlaubssaison im Sommer trotz der anhaltenden Corona-Pandemie stattfinden kann. "Wir werden definitiv im Sommer eine Touristensaison haben, allerdings mit Sicherheitsmaßnahmen und Einschränkungen", sagte der Italiener der "Süddeutschen Zeitung.: 

Die EU-Kommission will heute Empfehlungen zur schrittweisen Aufhebung der Grenzkontrollen veröffentlichen. Die Beschränkungen sollen nach einem Beschlussentwurf zunächst in Gegenden abgeschafft werden, in denen es eine vergleichbar günstige Entwicklung der Corona-Fallzahlen beiderseits der Grenze gibt. Eine Diskriminierung nach Nationalität der Reisenden darf es dabei den Angaben zufolge nicht geben.

13.5.2020 • 02:27 Uhr

Israel: Mehr als 300 Festnahmen bei religiöser Versammlung

Die Polizei in Israel hat mehr als 300 Teilnehmer einer Versammlung an einer religiösen Stätte festgenommen. Trotz der Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise habe sich eine große Menge am Berg Meron und an Polizeikontrollpunkten nahe dem Ort eingefunden, teilten die Behörden mit. Einige unter den Hunderten ultraorthodoxen Juden hätten "vor Ort Steine und andere Gegenstände auf Polizeibeamte geschleudert."

Die Gläubigen begingen das Fest Lag Ba'omer, bei dem traditionell am Grab eines prominenten Rabbis aus der Zeit der Antike am Berg Meron Großversammlungen stattfinden. Es ist eine fröhliche Zusammenkunft mit Tanz und Feuerwerk. Auch in Jerusalem feierten Tausende ultraorthodoxe Juden trotz eines Verbots öffentlicher Versammlungen mit mehr als 20 Teilnehmern das Fest Lag Ba'omer.

13.5.2020 • 02:27 Uhr

Expertenprognose: Bis Ende Juli fast 150.000 Corona-Tote in den USA

US-Wissenschaftler gehen in einer aktualisierten Modellrechnung davon aus, dass es in den Vereinigten Staaten bis Ende Juli fast 150.000 Corona-Tote geben wird. Die höhere prognostizierte Opferzahl liege unter anderem an der in vielen Landesteilen beginnenden Lockerung der Corona-Auflagen, erklärten die Forscher des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle. Die ganzen Auswirkungen der Lockerungen würden wegen der Zeit zwischen Ansteckungen, Tests, möglichen Krankenhausaufenthalten oder Todesfällen erst in einigen Wochen klar werden, warnten sie.