Eine Kunstinstallation erinnert mit weißen Fahnen an die Corona-Toten in den USA. | dpa
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Coronavirus-Pandemie ++ USA zählen mehr als 700.000 Tote ++

Stand: 01.10.2021 22:06 Uhr

Die USA verzeichnen insgesamt über 700.000 Tote in Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Virologen gehen davon aus, dass Corona-Genesene mindestens ein Jahr lang gegen das Virus immun sind. Die Entwicklungen vom Freitag zum Nachlesen.

  • Kein Impfzertifikat bei Impfung mit Sputnik
  • Regierung verwirft 3G-Pläne für Züge
  • RKI: Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 64,3
  • Hospitalisierungsrate zeigt nur Hälfte der Patienten
  • Amtsärzte fordern 3G-Regel für Berufe mit Kundenkontakt
1.10.2021 • 21:54 Uhr

Ende des Liveblogs

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1.10.2021 • 20:52 Uhr

Mehr als 700.000 Corona-Tote in den USA

Die USA verzeichnen mehr als 700.000 Tote in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Das ergibt eine Berechnung der Agentur Reuters auf Basis offizieller Daten. Durchschnittlich starben in der vergangenen Woche täglich mehr als 2000 Menschen an oder mit dem Virus. Es gibt etwa 120.000 Neuinfektionen pro Tag. Die USA weisen weltweit die meisten Infektions- und Todesfälle auf. Etwa 56 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft. 65 Prozent haben zumindest eine Dosis erhalten, wie aus Daten der US-Seuchenbehörde CDC hervorgeht.

1.10.2021 • 20:44 Uhr

Impfpflicht in Kalifornien für Schulkinder

Kalifornien führt die erste Impfpflicht für Schulkinder gegen das Coronavirus in den USA ein. Alle Schüler in Grundschulen bis zur Oberstufe müssen sich gegen das Coronavirus impfen lassen, sobald die Impfung für verschiedene Altersgruppen von der US-Regierung endgültig genehmigt ist, wie der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom mitteilte. Die Impfung gegen das Coronavirus ist in den USA bereits für Menschen ab 16 vollständig genehmigt. Für Kinder von zwölf bis 15 Jahren gibt es eine Notfallzulassung.

Für Schüler soll es bei religiösen oder gesundheitlichen Gründen eine Befreiung von der Impfpflicht geben. Wer sich weigert, sich impfen zu lassen, soll unabhängigen Unterricht von zu Hause aus absolvieren müssen.

1.10.2021 • 18:29 Uhr

Corona-Situation im Norden Syriens "außer Kontrolle"

Im Norden Syriens hat sich die Corona-Infektionslage Hilfsorganisationen zufolge in den vergangenen Wochen deutlich verschlechtert. In der Region Idlib gebe es kaum noch freie Intensivbetten, warnte die Organisation Save the Children. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen habe sich in der schwer vom Bürgerkrieg getroffenen Region von August bis September mehr als verdoppelt. Die Situation sei "außer Kontrolle", erklärte die Organisation Ärzte ohne Grenzen.

1.10.2021 • 18:11 Uhr

Bundesverdienstkreuze für Kulturschaffende

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Bundesverdienstkreuze an Menschen verliehen, die sich während der Corona-Pandemie in besonderer Weise um Kunst und Kultur verdient gemacht haben. "Die Pandemie hat uns bewusst gemacht, welche Bedeutung, welchen Wert Kunst und Kultur für uns haben - für das Leben jedes und jeder Einzelnen, aber auch für unsere Gesellschaft und unsere Demokratie", sagte Steinmeier bei der feierlichen Verleihung im Schloss Bellevue. Die Corona-Krise habe alle, die für die Kultur arbeiten, "besonders hart getroffen".

Einen Orden bekamen etwa die Veranstalterin Petra Schubert, die während der Pandemie klassische Konzerte für Seniorinnen und Senioren in Pflegeeinrichtungen organisierte. Auch die Leiterin der Bremer Shakespeare Company Renate Heitmann wurde geehrt, sie initiierte den "Bremer Kultursommer Summarum" im ersten Pandemiejahr.

Frank-Walter Steinmeier überreicht das Bundesverdienstkreuz an die Kulturveranstalterin Petra Schubert. | dpa

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreicht Veranstalterin Petra Schubert das Bundesverdienstkreuz. Sie organisierte Konzerte in Pflegeeinrichtungen. Bild: dpa

1.10.2021 • 18:04 Uhr

Niedersachsen will Weihnachtsmärkte ermöglichen

Im vergangenen Winter waren sie wegen der Pandemie ausgefallen - in diesem Jahr sollen Weihnachtsmärkte in Niedersachsen wieder stattfinden können. Das Land überarbeitet dafür die Corona-Verordnung.

1.10.2021 • 17:39 Uhr

Mönchengladbach künftig vor bis zu 46.000 Fans

Reaktion auf die neue Corona-Schutzverordnung in Nordrhein-Westfalen schaltet Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach in Kürze die Dauerkarten frei. Künftig kann die Borussia ihre Heimspiele wieder vor maximal 46.000 Zuschauern austragen. Das teilte der Club mit. Davon betroffen ist im Oktober unter anderem auch das Heimspiel im DFB-Pokal gegen den FC Bayern München am 26. Oktober. Von sofort an können in NRW in Fußballstadien wieder alle Sitzplätze und die Hälfte der Stehränge besetzt werden. Der Borussia Park fasst insgesamt 53.000 Zuschauer.

1.10.2021 • 17:21 Uhr

Indien beschränkt Einreise für Briten

Indien hat als Reaktion auf strenge Beschränkungen für indische Reisende neue Regeln für einreisende Briten beschlossen. Ab Montag müssten alle aus Großbritannien ankommenden Personen unabhängig davon, ob sie geimpft seien oder nicht, innerhalb von 72 Stunden vor der Reise einen PCR-Test machen lassen, verlautete aus indischen Außenministeriumskreisen. Sie müssten auch einen Test bei der Ankunft in Indien machen lassen und einen dritten Test acht Tage später. Hinzu komme eine zehntägige Quarantäne zu Hause oder an der Adresse ihres Reiseziels.

Indien hat gefordert, dass die Einreiserichtlinien von Großbritannien aufgehoben würden. Diese seien "diskriminierend". Demnach dürfen Menschen aus Indien nicht ohne Quarantäne einreisen, auch wenn sie mit einem in Indien hergestellten Impfstoff von AstraZeneca vollständig geimpft sind. Großbritannien hat bestimmt, dass Einreisende für einen Verzicht auf Selbstisolierung mit einem Impfstoff aus den Impfprogrammen der USA, Großbritanniens oder Europas geimpft worden sein müssen.

1.10.2021 • 17:18 Uhr

Durchsuchungen in Köln wegen Betrugsverdachts

Wegen des Verdachts des Betrugs mit Corona-Soforthilfen und bei der Abrechnung von Corona-Tests hat die Kölner Polizei mehrere Wohnungen und Testzentren durchsucht. Ziel der Durchsuchungen waren Wohnungen in Leverkusen und mehreren Kölner Stadtteilen sowie drei Testzentren in beiden Städten, wie die Beamten in der Domstadt mitteilten. Demnach wurden schriftliche Unterlagen über betriebswirtschaftliche Auswertungen, Mobiltelefone und Laptops beschlagnahmt.

Ermittelt werde gegen sechs miteinander verwandte Beschuldigte wegen des Verdachts des Subventionsbetrugs und des Betrugs. Der Gesamtschaden belaufe sich auf mehrere Hunderttausend Euro.

1.10.2021 • 17:18 Uhr

Virologen: Genesene länger immun

Deutsche Virologen gehen von einem längeren Immunschutz nach durchgemachter Corona-Infektion aus als bisher angenommen. "Die nachgewiesene Dauer des Schutzes nach durchgemachter Sars-CoV-2-Infektion beträgt mindestens ein Jahr", heißt es in einer Stellungnahme der Gesellschaft für Virologie. Aus immunologischer Sicht sei sogar von einer deutlich längeren Schutzdauer bei Genesenen auszugehen. Das sei aber noch nicht durch Studien belegt, weil es Sars-CoV-2 noch nicht lange genug gebe.

Die Experten plädieren dafür, dass der Zeitraum, in dem Genesene bei Corona-Beschränkungen Geimpften gleichgestellt sind, auf zwölf Monate nach der Infektion verlängert wird. Derzeit profitieren Genesene nur sechs Monate lang, indem sie etwa von Tests befreit sind.

1.10.2021 • 16:35 Uhr

Finnland genehmigt Impfstoff-Tests mit Nerzen

Finnische Behörden haben grünes Licht für den Einsatz eines experimentellen Corona-Impfstoffes an Nerzen gegeben. Die Sondergenehmigung sei "wirksam bis Ende Dezember", teilte Liisa Kaartinen von der finnischen Nahrungsmittelbehörde mit. Nach Angaben des finnischen Pelz-Züchter-Verbands, der den Impfstoff zusammen mit Forschern der Universität Helsinki entwickelt hat, stehen eine halbe Million Dosen bereit, "genug um alle Nerze zwei Mal zu impfen".

Weil es bisher keine klinischen Studien gibt, darf das Vakzin noch nicht verkauft werden und kann nur unter Beachtung strikter Vorschriften auf den rund Tausend Nerz-Farmen des Landes eingesetzt werden. Die Genehmigung gilt nur in Finnland. Der Nerz ist das einzige Tier, bei dem bisher mit Sicherheit festgestellt werden konnte, dass es sich sowohl mit dem Coronavirus infizieren als auch Menschen anstecken kann. Bisher wurden aber keine Corona-Fälle bei Nerzen in Finnland registriert.

1.10.2021 • 16:22 Uhr

Ischgl-Prozesse: Staat könnte auf Verjährung verzichten

In den Schadenersatz-Prozessen um die Corona-Infektionen im Skiort Ischgl haben die Rechtsvertreter Österreichs erstmals ein mögliches Zugeständnis in Aussicht gestellt. Es bestehe für den Staat die Möglichkeit, auf die Verjährung der Ansprüche von erkrankten Ischgl-Besuchern zu verzichten, sagten sie im Landesgericht für Zivilrechtssachen in Wien.

Urlauber im Tiroler Ski- und Partyort hatten das Virus nach ihrer Rückkehr in verschiedenen Ländern Europas verbreitet, darunter auch in Deutschland.

Bisher sind bei dem Gericht rund ein dutzend Schadenersatz-Forderungen gegen den Staat eingebracht worden. Der Vorwurf: Politiker und Behörden sollen im März 2020 aus wirtschaftlichen Interessen zu lasch auf die ersten Infektionen in Ischgl reagiert haben. Würde die dreijährige Verjährungsfrist wegfallen, müssten zusätzliche potenzielle Kläger nicht jetzt schon den teuren Rechtsweg beschreiten und könnten die ersten Urteile zu den bisher eingebrachten Klagen abwarten.

1.10.2021 • 15:33 Uhr

EU prüft Freigabe von Corona-Hilfen für Polen und Ungarn

Die EU-Kommission prüft offenbar, die bisher blockierten Corona-Hilfsgelder für Polen und Ungarn unter Auflagen freizugeben. In Brüssel hieß es, in den kommenden Wochen könnten womöglich erste Teile der Milliardensummen fließen.  Wenn die Wiederaufbaupläne genehmigt werden, könnte Polen 23 Milliarden Euro an EU-Zuschüssen und weitere 34 Milliarden an Krediten erhalten. Ungarn könnte insgesamt 7,2 Milliarden Euro erhalten.

Beide Länder werfen der EU-Kommission vor, die in der Pandemie dringend benötigten Hilfen für die Wirtschaft im Streit um Rechtsstaats-Defizite zurückzuhalten. Nach Angaben aus EU-Kreisen könnte die Auszahlung der Gelder an Prüfkriterien geknüpft werden, die mit der Rechtsstaatlichkeit im Zusammenhang stehen.

1.10.2021 • 15:31 Uhr

United-Airlines-Mitarbeiter lassen sich doch impfen

Angesichts einer drohenden Kündigung entscheiden sich offenbar viele Beschäftigte der US-Fluggesellschaft United Airlines doch für eine Corona-Schutzimpfung. Das Unternehmen teilte mit, es werde weniger Angestellte entlassen als bisher angekündigt - die Zahl sinke von 593 auf 320. In Deutschland forderten die Amtsärzte eine Ausweitung der 3G-Regeln auf alle Berufe mit Kundenkontakt.

United mit insgesamt 67.000 Beschäftigten hatte Anfang August angekündigt, dass es von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Inland die Impfung erwarte und die Beschäftigten dies auch nachweisen müssten. Am Dienstag erklärte das Unternehmen, wer bisher nicht geimpft sei, werde entlassen.  Nun seien 99,5 Prozent der Beschäftigten gegen das Corona-Virus geimpft; Ausnahmen gibt es aus gesundheitlichen oder religiösen Gründen, wie United mitteilte. 

1.10.2021 • 15:24 Uhr

Aktivisten fordern: Keinen Medizin-Nobelpreis für BioNTech

Ein weltweites Netzwerk von Hilfsorganisationen hat sich gegen eine Auszeichnung des Mainzer Corona-Impfstoffentwicklers BioNTech mit dem Medizin-Nobelpreis ausgesprochen. Die Unterzeichner eines Briefes an das Nobelpreiskomitee, der veröffentlicht wurde, erkennen die wissenschaftliche Leistung von BioNTech als "außergewöhnlich" an. Sie kritisieren jedoch, dass sich das Unternehmen weigere, "das erfolgreiche Impfstoffrezept mit Herstellern in den Entwicklungsländern zu teilen".

Das Nobelpreiskommittee gibt nächste Woche die Träger der diesjährigen Nobelpreise bekannt, den Medizin-Nobelpreis am Montag. Die BioNTech-Chefs Ugur Sahin und Özlem Türeci waren zuletzt immer wieder als mögliche Preisträger genannt worden.

Die BioNTech-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci. | via REUTERS

BioNTech nutze sein Monopol dazu, sehr hohe Preise zu verlangen und über 90 Prozent seiner Impfstoffe nur an reiche Länder zu verkaufen, erklärten die Aktivisten. Die BioNTech-Gründer Sahin und Türeci "unter den derzeitigen Umständen" mit dem Medizin-Nobelpreis auszuzeichnen, sei "unverantwortlich". Bild: via REUTERS

1.10.2021 • 15:24 Uhr

Indien: Größter Impfstoffhersteller will Vakzine wieder exportieren

Ein knappes halbes Jahr nach dem von der indischen Regierung verfügten Exportstopp will der weltweit größte Impfstoffhersteller ab diesem Monat wieder Corona-Vakzine an arme Länder liefern. Der Chef des in Indien ansässigen Serum Institutes, Adar Poonawalla, sagte der britischen Zeitung "The Telegraph", seine Firma plane bis Ende des kommenden Jahres mehr als eine Milliarde Corona-Impfstoff-Dosen im Rahmen des UN-Impfstoffprogramms Covax zu exportieren.

Zunächst solle wenig exportiert werden und dann ab 2022 wieder größere Mengen. Diese Lieferungen hätten für ihn Priorität vor bilateralen Verträgen mit einzelnen Staaten. Das Serum Institute stellt Astrazeneca-Impfstoff unter dem Namen Covishield her und war Anfang des Jahres als einer der Hauptlieferanten für Covax vorgesehen.

1.10.2021 • 14:59 Uhr

Gericht: Kein Impfzertifikat bei Impfung mit russischem "Sputnik"

Wer sich mit dem russischen Corona-Impfstoff "Sputnik" impfen lässt, hat dem hessischen Verwaltungsgerichtshof zufolge keinen Anspruch auf ein Impfzertifikat in Deutschland. Zur Begründung hieß es, "Sputnik" sei in Deutschland nicht als Impfstoff zugelassen.

Geklagt hatte den Angaben zufolge eine Person, die im Mai in Moskau eine erste Impfung mit "Sputnik" erhalten hatte und eine zweite im Juli in San Marino. Sie habe deshalb vom Landkreis Fulda die Ausstellung eines deutschen Impfzertifikats verlangt. Der Landkreis habe dies bereits mit der Begründung abgelehnt, das Vakzin gehöre nicht zu den vom Paul-Ehrlich-Institut aufgelisteten Impfstoffen.

1.10.2021 • 14:54 Uhr

Saarland: Viele Corona-Einschränkungen fallen weg

Volle Kinosäle, Tanzen in Clubs und Restaurantbesuche ohne Maske und ohne Abstand: All das ist seit heute im Saarland wieder möglich. Nach einer neuen Verordnung der Landesregierung fallen praktisch alle Einschränkungen für Geimpfte, Genesene und Getestete (3G) weg. Auch am Arbeitsplatz in geschlossenen Räumen gibt es keine Maskenpflicht mehr, wenn alle einen 3G-Nachweis vorlegen. Mit dem neuen "Saarland-Modell Plus" werde "das nächste Kapitel im Umgang mit Corona" aufgeschlagen, hatte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) gesagt.

Laut neuer Verordnung sind im Saarland zudem private Kontaktbeschränkungen aufgehoben, Quadratmetervorgaben für zugelassene Besucher und Kunden entfallen. Und: Gästezahlen sind nicht mehr beschränkt. Damit soll in Clubs, Diskotheken und Restaurants auch im Innenraum ein wirtschaftlicher Betrieb wieder möglich werden.

1.10.2021 • 13:46 Uhr

Schweiz will mit Gutscheinen gegen niedrige Impfquote vorgehen

Die Schweiz plant in den nächsten Wochen eine Impf-Offensive. Zusätzlich zu den bestehenden rund 50 Impfbussen will die Regierung weitere rund 170 Fahrzeuge auf Dorfplätzen und Fußballplätzen oder vor Einkaufszentren und Discos auffahren lassen. Personen, die andere von einer Impfung überzeugen, sollen zudem Kino- oder Restaurant-Gutscheine im Wert von 50 Franken erhalten.

Mit 57 Prozent der Gesamtbevölkerung hat die Schweiz eine der geringsten Impfraten Europas. Bei den 18- bis 65-Jährigen dürfte eine Impfrate von rund 80 Prozent nötig sein, um die Einschränkungen aufzuheben. Derzeit hätten sich erst rund 71 Prozent dieser Bevölkerungsgruppe mindestens einmal impfen lassen.

1.10.2021 • 13:32 Uhr

Steinmeier nennt Tat in Idar-Oberstein "entsetzlichen Mord"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat angesichts der Aggressionen auch von Corona-Leugnern vor einer weiteren Spaltung der Gesellschaft gewarnt. Es gehe darum, gemeinsam das zu verteidigen, "was wir nie wieder verlieren wollen - ein in Recht und Freiheit geeintes Land, eine offene, vielfältige und friedliche Gesellschaft, eine liberale Demokratie", sagte Steinmeier.

Angesichts der Tötung eines Tankstellenmitarbeiters in Idar-Oberstein wegen eines Streits um die Maskenpflicht sprach er von einem "entsetzlichen Mord", der im Internet von manchen noch völlig ungehemmt bejubelt werde. "Wenn Menschen, die darum bitten, schützende Corona-Regeln einzuhalten, mitten in unserem Land beschimpft, verprügelt oder - wir können es immer noch nicht fassen - erschossen werden, dann ist der Punkt erreicht, an dem wir als Demokratinnen und Demokraten die Unvernunft und den Hass nicht mehr dulden können", sagte Steinmeier.

1.10.2021 • 13:01 Uhr

US-Pharmakonzern meldet erfolgreiche Studie von Corona-Medikament

Der US-Pharmakonzern MSD hat Erfolge bei der Behandlung von Corona-Patienten mit einem neuen Medikament gemeldet. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen und Todesfälle sei durch die Einnahme der Tablette um die Hälfte gesunken, teilte der Konzern Merck Sharp & Dohme, in den USA und Kanada auch als Merck & Co. bekannt, mit. Das Unternehmen wolle nun zügig eine Zulassung des Medikaments in den USA und anderen Ländern beantragen.

Sollte das Medikament zugelassen werden, wäre es die erste Pille, die zur Behandlung von Covid-19 eingesetzt werden kann - ein potenziell wichtiger Fortschritt im Kampf gegen die Pandemie. Alle derzeit in den USA zugelassenen Covid-19-Therapien erfordern eine Infusion oder Injektion.

1.10.2021 • 12:49 Uhr

Bericht: Rotes Kreuz hat Gehälter im Impfzentrum zu hoch abgerechnet

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) soll laut einem Bericht des Magazins "Spiegel" im Impfzentrum Friesland viel zu hohe Gehälter abgerechnet haben. Demnach soll der Kreisverband Jeverland mehr als 50.000 Euro im Monat an Lohnkosten eingenommen haben, die nicht an die Mitarbeitenden ausgezahlt wurden. Der DRK-Kreisverband Jeverland habe mit dem Landkreis einen Stundenlohn vereinbart, der bis zu dreimal so hoch war wie die tatsächlich an die Mitarbeiter in Schortens ausgezahlten Gehälter.

Landrat Sven Ambrosy (SPD) sagte dem "Spiegel", er hätte sich gewünscht, "dass mehr bei den Leuten vom Impfzentrum ankommt". Ein Sprecher des Sozialministeriums in Hannover teilte mit: "Aus unserer Sicht sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass die gegenüber dem Landkreis geltend gemachten Stundensätze im Grundsatz auch der Entlohnung der Beschäftigten entsprechen." Das Rote Kreuz habe auf eine Anfrage des "Spiegel" nicht reagiert.

Eingangsschild am Impfzentrum Friesland | dpa

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) soll im Impfzentrum Friesland viel zu hohe Gehälter abgerechnet haben. Bild: dpa

1.10.2021 • 12:46 Uhr

Sri Lanka lässt geimpfte Touristen mit negativem PCR-Test einreisen

Sri Lanka lässt künftig Touristen einreisen, die seit mindestens zwei Wochen vollständig gegen das Corona-Virus geimpft sind und bei einem PCR-Test vor der Abreise negativ getestet wurden. Nach der Ankunft dürfen sich die ausländischen Gäste dann frei bewegen, hieß es aus dem Tourismusministerium in der Hauptstadt Colombo.

Zuletzt waren Einreise und Aufenthalt für Touristen kompliziert. Im jeweiligen Hotel wurden mehrere PCR-Tests gemacht und das Reisen war nur in Gruppen mit Reiseführer und dann auch nur an bestimmte Orte gestattet. Der Kontakt zu Einheimischen war minimal.

1.10.2021 • 12:36 Uhr

3G-Pläne in Zügen laut Regierungssprecher kein Thema mehr

Die Bundesregierung wird nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert Überlegungen für eine 3G-Pflicht in Zügen nicht weiterverfolgen. Zuvor hatte das Verkehrsministerium mitgeteilt, dass eine Prüfung der beteiligten Ressorts ergeben habe, dass eine solche Auflage "weder rechtlich möglich noch praktikabel" sei. Innerhalb der Bundesregierung war zuvor geprüft worden, ob und wie 3G in Zügen verpflichtend eingeführt werden könne - also eine Mitfahrt nur für Geimpfte, Genesene oder negativ Getestete mit entsprechendem Beleg.

Die Regierung hatte im August mitgeteilt, 3G-Vorgaben für Fernzüge und Inlandsflüge zu prüfen, die bereits für bestimmte Innenräume gelten. Seibert hatte gesagt, Kanzlerin Angela Merkel (CDU) halte 3G in Fernzügen für eine "mögliche und sinnvolle Maßnahme".

1.10.2021 • 12:21 Uhr

Bremer Bildungssenatorin fordert Impfpflicht für Lehrkräfte

Die Bremer Senatorin für Kinder und Bildung, Sascha Aulepp (SPD), hat eine Impfpflicht für alle Berufsgruppen gefordert, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. "Die Solidarität mit Kindern ist Pflicht", sagte die Senatorin beim zweiten "Kinder-Corona-Gipfel" in der Hansestadt. Menschen in diesen Berufen hätten sich verpflichtet, Kinder und Jugendliche zu unterstützen und zu schützen. Dies gehe in Pandemiezeiten am einfachsten, "wenn sich diese Leute selbst impfen lassen".

1.10.2021 • 12:15 Uhr

Impfquote steigt leicht - jetzt bei 64,6 Prozent

Bundesweit sind 64,6 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft - das sind nach Daten des Bundesgesundheitsministeriums fast 53,7 Millionen Menschen. Mindestens eine erste Impfung bekommen haben mittlerweile 56,6 Millionen Menschen oder 68,1 Prozent aller Einwohner. Unter den Kindern von 12 bis 17 Jahren sind laut Robert Koch-Institut (RKI) inzwischen 41,9 Prozent mindestens einmal und 34,6 Prozent vollständig geimpft. Bei Erwachsenen haben 78,9 Prozent mindestens eine erste Spritze bekommen, vollständig geimpft sind 75,1 Prozent. Eine Auffrischungsimpfung haben inzwischen gut 769.000 Menschen bekommen. Gestern hatte die Impfquote laut RKI bei 64,4 Prozent gelegen.

1.10.2021 • 11:05 Uhr

Litauen: Maske in Innenräumen wieder Pflicht

Angesichts steigender Corona-Infektionsraten gilt in Litauen erneut eine allgemeine Maskenpflicht in Innenräumen. Von heute an müssen auch Menschen mit einem gültigen "Grünen Pass" wieder eine Schutzmaske in geschlossenen Räumen tragen. Mit jenem Zertifikat werden Impfungen, Genesungen oder Corona-Tests nachgewiesen.

Die Regierung in Vilnius hat dazu die bisherige Empfehlung zum Tragen einer Maske zum 1. Oktober in eine verbindliche Anordnung mit streng festgelegten Ausnahmen geändert. Weiter gilt nun auch eine Empfehlung für staatliche Institutionen und private Firmen, wieder ganz oder teilweise auf Fernarbeit umzusteigen. In Litauen sind die Corona-Zahlen in den vergangenen Wochen deutlich angestiegen.

1.10.2021 • 10:44 Uhr

Laumann nennt Fälschung von Impfnachweisen "Riesen-Sauerei"

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat vor dem Fälschen von Corona-Impfnachweisen gewarnt. Es stelle eine Straftat dar und würde entsprechend geahndet. Empfindliche Geld- oder sogar Haftstrafen könnten die Folgen sein, erklärten Innenminister Herbert Reul und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (beide CDU) in Düsseldorf. Das betreffe sowohl Menschen, die die Zertifikate fälschten, als auch diejenigen, die diese verwendeten.

Die Polizei sei in den vergangenen Tagen wiederholt auf den Verkauf gefälschter Impfnachweise aufmerksam gemacht worden und habe entsprechende Ermittlungen eingeleitet. "Wenn Impfnachweise gefälscht werden und damit womöglich sogar noch Geld verdient wird, ist das eine Riesen-Sauerei", sagte Laumann. Das gefährde die Erfolge im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Auf den Intensivstationen würden derzeit fast ausschließlich ungeimpfte Covid-19-Patientinnen und -Patienten versorgt.

1.10.2021 • 10:16 Uhr

Pakistan: Keine Inlandsflüge für Ungeimpfte

Pakistan hat ungeimpften Erwachsenen Inlandsflüge verboten. Luftfahrtminister Ghulam Sarwar Khan verkündete die Sperre auf Twitter mit den Worten, "nur vollständig geimpften Passagieren im Alter von 18 Jahren und älter ist es erlaubt, Flugreisen innerhalb von Pakistan zu unternehmen". Die Regierung versucht mit dem Schritt, die Impfrate voranzutreiben und weitere Lockdowns zur Eindämmung des Coronavirus zu vermeiden. Vergangene Woche wurde Ungeimpften bereits verboten, im Büro zu arbeiten. Auch der Zutritt zu Einkaufszentren ist Ungeimpften ab heute untersagt, allerdings blieb unklar, wer sie davon abhalten soll. Das Verbot gilt nicht für Kinder, deren Impfung in Pakistan noch nicht zugelassen ist.

1.10.2021 • 10:07 Uhr

Hospitalisierungsrate zeigt nur Hälfte der Patienten

Die vom Robert Koch-Institut veröffentlichte Hospitalisierungsrate unterschätzt die Anzahl Covid-19-Erkrankter in Kliniken immer stärker, wie eine Datenanalyse des NDR zeigt. In der kommenden Herbstwelle könnte der Indikator quasi unbrauchbar werden.

1.10.2021 • 09:25 Uhr

IW: Wegfall von Dienstreisen spart elf Milliarden Euro

Die Unternehmen in Deutschland haben wegen des Wegfalls von Dienstreisen während der Corona-Pandemie im Krisenjahr 2020 rund elf Milliarden Euro gespart. Das geht aus einer Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, aus der die "Rheinische Post" zitierte. "Die meisten Unternehmen führen seit Beginn der Corona-Pandemie deutlich weniger Dienstreisen durch als vorher. Stattdessen finden viele Meetings virtuell statt", heißt es demnach.

Die Studienautoren nutzten für ihre Berechnungen laut dem Bericht 17 Umfragen, die der Verband Deutsches Reisemanagement (VDR) bei repräsentativ ausgewählten Unternehmen zwischen September 2020 und August 2021 über Dienstreisen und die Kosten vorgenommen hatte. Laut VDR gaben die Unternehmen 2019 noch insgesamt 55,3 Milliarden Euro für Dienstreisen aus. Im Pandemiejahr 2020 waren es demnach nur noch 10,1 Milliarden Euro. Die Differenz von rund 45 Milliarden Euro sei jedoch nicht unmittelbar als Ersparnis zu interpretieren, zitierte die "Rheinische Post" aus der Studie. Denn der Ausfall der Dienstreisen sei für viele Unternehmen auch geschäftsschädigend gewesen, etwa wenn es wegen der ausgefallenen Dienstreisen nicht zu neuen Geschäftsabschlüssen kam.

1.10.2021 • 09:18 Uhr

RKI: Vakzine schützen zuverlässig vor schwerem Verlauf

Die in Deutschland zugelassenen Corona-Impfstoffe schützen vor Covid-19 - insbesondere vor einem schweren Krankheitsverlauf mit Hospitalisierung. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem Wochenbericht schätzt, beträgt dieser Schutz für alle zugelassenen Impfstoffe für die Kalenderwochen 35 bis 38 etwa 93 Prozent bei den 18- bis 59-Jährigen und 89 Prozent in der Altersgruppe ab 60 Jahren. Eine Behandlung auf einer Intensivstation wird demnach in der jüngeren Altersgruppe mit einer Zuverlässigkeit von 96 Prozent verhindert, bei den Älteren liegt der Wert bei 94 Prozent. Der Schutz vor einem tödlichen Verlauf beträgt demnach bei den Jüngeren 97 Prozent und bei den Älteren 88 Prozent.

1.10.2021 • 09:16 Uhr

Krisenjahr 2020: Konjunktureinbruch im Westen stärker

Die Corona-Krise hat die Wirtschaft in Ost- und Westdeutschland hart getroffen. Aufgrund struktureller Unterschiede brach das Bruttoinlandsprodukt im Osten (minus 3,8 Prozent) im Krisenjahr 2020 allerdings weniger stark gegenüber dem Vorjahr ein als in den alten Bundesländern (minus 5,1 Prozent), wie das Statistische Bundesamt anlässlich des Tages der Deutschen Einheit am Sonntag (3. Oktober) mitteilte.

Unterschiede gab es bei vor allem bei der Industrie, deren Anteil an der Wirtschaftsleistung im Westen deutlich höher ist. In den alten Ländern brach die Bruttowertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe im vergangenen Jahr preisbereinigt um 10,8 Prozent ein, im Osten wurde ein Rückgang von 7,4 Prozent verzeichnet. In den Dienstleistungsbereichen fiel der Rückgang der Bruttowertschöpfung mit minus 4,4 Prozent in den alten Bundesländern etwas stärker aus als in den neuen Ländern (minus 4,0 Prozent). Das Baugewerbe, das vergleichsweise gut durch das Krisenjahr 2020 kam, wuchs dagegen im Westen mit 3,3 Prozent stärker als im Osten (plus 0,8 Prozent.)

1.10.2021 • 09:13 Uhr

Bremen am stärksten von Corona-Firmenpleiten betroffen

In Bremen hat die Corona-Krise vergleichsweise viele Firmen in die Knie gezwungen. Mit 8,3 beantragten Insolvenzen pro 10.000 Unternehmen im Monatsdurchschnitt war der Stadtstaat im Jahr 2020 unter den 16 Bundesländern mit Abstand am stärksten betroffen, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat.

Der bundesweite Durchschnitt der Insolvenzhäufigkeit für das Jahr 2020 lag nach Angaben der Wiesbadener Behörde bei 4,0. Das heißt von 10.000 Unternehmen rutschten durchschnittlich im Monat vier in die Pleite. Im Jahr 2019, also vor der Corona-Pandemie, waren es 4,8 pro Monat. Bremen war den Angaben zufolge das einzige Bundesland, in dem im Corona-Jahr 2020 mehr Unternehmensinsolvenzen beantragt wurden als 2019 (6,9), bevor Sonderregelungen wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht in Kraft getreten waren.

1.10.2021 • 08:25 Uhr

Südkorea verlängert Kontaktbeschränkungen

Angesichts steigender Corona-Zahlen hat Südkorea die Kontaktbeschränkungen um zwei Wochen verlängert. Sie gelten nun bis zum 17. Oktober, wie die Behörde für Seuchenkontrolle und -prävention (KDCA) mitteilte. Dazu gehört, dass nach 22 Uhr keine Restaurants mehr besucht werden dürfen und nach 18 Uhr nur noch Treffen von zwei Personen erlaubt sind. Zudem will die Regierung im Kampf gegen die Pandemie der Bevölkerung mehr Impfanreize bieten.

In der vergangenen Woche hatte Südkorea im Durchschnitt täglich mehr als 2600 Neuinfektionen verzeichnet und damit mehr als doppelt so viele wie im Vormonat. Vor allem der Großraum der Hauptstadt Seoul ist von den steigenden Infektionszahlen betroffen.

1.10.2021 • 06:25 Uhr

Airlines wollen Tickets ausgefallener Flüge erstatten

Eine Reihe europäischer Fluglinien wollen ihren Kunden die während der Coronavirus-Pandemie ausgefallenen Flüge erstatten. Dies sagten 16 Unternehmen nach Gesprächen mit der EU-Kommission zu und versprachen zudem, ihre Passagiere in Zukunft besser über ihre Rechte aufzuklären. Demnach sollen Passagiere für ausgefallene Flüge künftig nur dann mit Gutscheinen abgefunden werden, wenn sie dies auch wollen. Zu den Fluglinien zählen unter anderem Lufthansa, Air France-KLM, British Airways, Easyjet, Ryanair, TAP und Wizz Air. "In der frühen Phase der Pandemie haben manche Airlines Passagiere dazu gedrängt, Gutscheine anzunehmen", erklärte Justiz-Kommissar Didier Reynders. Damit hätten sie gegen den Verbraucherschutz in der EU verstoßen.

1.10.2021 • 06:04 Uhr

Amtsärzte fordern 3G-Regel für Berufe mit Kundenkontakt

Die deutschen Amtsärzte fordern angesichts des beginnenden Herbstes eine Ausweitung der 3G-Regel sowie von Corona-Informationspflichten auf alle Berufe mit Kundenkontakt. Notwendig sei, die 3G-Regel - geimpft, getestet oder genesen - flächendeckend für alle Bereiche mit Kundenkontakt einzuführen, sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Verbunden werden müsse dies mit einer Auskunftspflicht für die Beschäftigten oder einem Informationsrecht für Arbeitgeber. Es nutze wenig, wenn beispielsweise Restaurantgäste eine Impfung, Genesung oder einen negativen Corona-Test nachweisen müssten, "aber der Arbeitgeber sein Gaststättenpersonal nicht danach fragen darf", sagte Teichert.

1.10.2021 • 05:50 Uhr

Australien plant internationales Reiseverbot aufzuheben

Australien plant die Aufhebung des internationalen Reiseverbots sowie die Einrichtung einer siebentägigen Hausquarantäne für geimpfte Australier ab November. Sobald die nationale Impfquote von 80 Prozent für Personen ab 16 Jahren erreicht sei, könnten die Grenzen wieder geöffnet werden, hieß es aus Regierungskreisen. Dies wird für November erwartet. Seit März 2020 ist die internationale Grenze des Landes dicht. Seitdem durfte lediglich eine begrenzte Anzahl von Staatsbürgern einreisen, die sich sofort in eine zweiwöchige Hotelquarantäne begeben mussten.

1.10.2021 • 05:07 Uhr

Thailand lockert Lockdown-Regeln

Vollständig Geimpfte müssen bei der Einreise nach Thailand ab sofort nur noch sieben statt wie bisher 14 Tage in Hotel-Quarantäne. Für nicht-geimpfte Besucher gilt eine zehntägige Quarantänepflicht. Die neuen Regeln sind Teile der von der Regierung beschlossenen Corona-Lockerungen, die heute in Kraft getreten sind. Auch die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen werden um eine Stunde verkürzt: Sie gelten nun von 22.00 bis 4.00 Uhr statt wie bisher ab 21.00 Uhr. Damit können auch Restaurants, Shopping Malls und Geschäfte wieder länger öffnen.

Die Corona-Zahlen in dem südostasiatischen Urlaubsland mit rund 70 Millionen Einwohnern waren zuletzt gesunken. Die Behörden verzeichneten rund 11.600 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Im August lag die Zahl der täglichen neuen Fälle zeitweise bei mehr als 20.000. Wegen der positiven Tendenz dürfen heute auch Schönheitssalons, Spas, Kinos und Fitnessstudios wieder aufmachen.

1.10.2021 • 04:31 Uhr

RKI: Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 64,3

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 10.118 Neuinfektionen gemeldet. Das sind 381 mehr als am Freitag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 64,3 von 63,0 am Vortag. 73 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der gemeldeten Todesfälle auf 93.711. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 4,2 Millionen Corona-Tests positiv aus.

1.10.2021 • 04:23 Uhr

Weltweit mehr als 233 Millionen Infizierte

Weltweit haben sich mehr als 233,7 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Zählung der Nachrichtenagentur Reuters auf Basis offizieller Daten. Mehr als 4,98 Millionen Menschen starben mit oder an dem Virus, seit dieses im Dezember 2019 erstmals im chinesischen Wuhan nachgewiesen wurde. Die meisten Infektions- und Todesfälle weisen die USA auf. An zweiter und dritter Stelle liegen Indien und Brasilien. Knapp nach den USA weist Brasilien mit 596.122 die meisten Todesfälle auf. Dort wurden 21,39 Millionen Ansteckungsfälle nachgewiesen. In Indien starben im Zusammenhang mit dem Virus 448.062 Menschen bei über 33,73 Millionen Infizierungen. Weltweit ist das die dritthöchste Todesrate nach den USA und Brasilien.

1.10.2021 • 04:21 Uhr

Lehrerverband gegen Lockerung der Maskenpflicht in Schulen

Der Deutsche Lehrerverband und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) lehnen Lockerungen bei der Maskenpflicht an Schulen in mehreren Bundesländern ab. "Der Verzicht auf Testungen und die zu frühe Abschaffung der Maskenpflicht sowie die zu starke Reduzierung von Quarantänemaßnahmen erhöht die Gefahr, dass die Schule zur Black Box wird, was eine Kontrolle von Infektionen nicht mehr zulässt", sagte der Präsident des Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die GEW-Vorsitzende Maike Finnern betonte im RND, eine Maskenpflicht bleibe als "Teil des Maßnahmenbündels abhängig vom Infektionsgeschehen sinnvoll".

Mehrere Länder hatten Lockerungen bei der Maskenpflicht an Schulen angekündigt oder bereits umgesetzt. In Bayern soll die Pflicht ab nächster Woche im Unterricht wegfallen. Auch in Baden-Württemberg wird ein solcher Schritt erwogen. Im Saarland muss ab diesem Freitag in Schulen generell keine Maske mehr getragen werden. In Berliner Schulen wird ab Montag die Maskenpflicht bis zur einschließlich sechsten Klasse aufgehoben. In Brandenburg ist das bereits der Fall. Nordrhein-Westfalen will in der nächsten Woche entscheiden, wie es mit dem Thema nach den Herbstferien weitergeht.

1.10.2021 • 04:13 Uhr

Der Liveblog vom Donnerstag zum Nachlesen

Die EU-Gesundheitsbehörde und auch das RKI warnen angesichts teils zu niedriger Impfquoten vor einer Verschlechterung der Lage im Herbst. In Bayern sind nun Volksfeste und andere öffentliche Feierlichkeiten wieder erlaubt. Die Entwicklungen vom Donnerstag zum Nachlesen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 01. Oktober 2021 um 12:00 Uhr.