Eine Impfung gegen das Coronavirus wird verabreicht. | dpa
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Britische Experten gegen Impfung ab zwölf Jahren ++

Stand: 03.09.2021 21:53 Uhr

Die britische Impfkommission hat sich gegen flächendeckende Impfungen für Kinder ab zwölf Jahren ausgesprochen. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland steigt auf 80,2. Die Entwicklungen im Liveblog zum Nachlesen.


  • RKI: Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 80,2
  • GEW gegen Impfstatus-Abfrage in Kitas und Schulen
  • Spahn will Quarantäneregeln für Schüler lockern
  • Serbien und Albanien werden ab Sonntag Hochrisikogebiete
  • Niederlande verschärfen Einreise-Bestimmungen für Deutschland
3.9.2021 • 21:53 Uhr

Ende des Liveblogs

Wir beenden an dieser Stelle den Liveblog für heute und bedanken uns für Ihr Interesse.

3.9.2021 • 20:09 Uhr

Drosten enttäuscht über Impfquote

In der neuen Folge des NDR-Podcasts Coronavirus-Updates zeigt sich der Virologe Christian Drosten enttäuscht über die seiner Ansicht nach zu geringe Impfquote in Deutschland. Eine Impfquote von 90 bis 95 Prozent sei eigentlich möglich, aber derzeit nur Utopie. Hauptgrund sei eine gewisse Gleichgültigkeit in der Bevölkerung. "Man könnte diese Pandemie wegimpfen", so Drosten. Aktuell sind 61 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Der Virologe rechnet damit, dass die Politik die Kontakt-Maßnahmen im Herbst wieder verschärfen wird.

3.9.2021 • 19:44 Uhr

Südafrikanische Regierung lehnt Impfpflicht ab

Die südafrikanische Regierung lehnt im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus eine Impfpflicht ab. Präsident Cyril Ramaphosa erklärte, die Menschen sollten zur Impfung ermutigt werden. Sie könnten dies aber aus medizinischen oder persönlichen Gründen ablehnen. Die Regierung plant nach Angaben des Gesundheitsministers Joe Phaahla, die Menschen durch Anreize wie die Zulassung von Fußballspielen und Musikkonzerten für Geimpfte zur Impfung zu ermutigen. Derzeit sind solche öffentlichen Veranstaltungen aufgrund der Corona-Beschränkungen nicht erlaubt.

Mehr als 13 Millionen Südafrikaner haben mindestens eine Impfdosis erhalten, darunter 5,7 Millionen, die entweder mit zwei Dosen des Impfstoffs von Biontech und Pfizer oder einer Dosis des Impfstoffs von Johnson & Johnson vollständig geimpft sind.

3.9.2021 • 18:30 Uhr

Britische Impfgegner greifen Sitz von Arzneimittelbehörde an

Eine Gruppe mutmaßlicher Impfgegner hat versucht, den Sitz der britischen Arzneimittelbehörde MHRA in London zur stürmen. Wie auf Videos in sozialen Netzwerken zu sehen war, lieferten sich Demonstranten handgreifliche Auseinandersetzungen mit Polizisten, die verschiedene Eingänge zu dem Gebäude im Osten der britischen Hauptstadt bewachten. Nach Angaben der Polizei wurden mehrere Beamte verletzt.

Britische Impfgegner haben in den vergangenen Wochen immer wieder versucht, in die Gebäude von Medienhäusern in London einzudringen. Ende August gelang es einer Gruppe das Foyer der TV-Produktionsfirma ITN zu besetzen. Ähnliche Szenen hatte es Anfang August bei der ehemaligen BBC-Zentrale im Westen Londons gegeben, die von den Impfgegnern versehentlich ins Visier genommen wurde.

3.9.2021 • 18:23 Uhr

Corona-Geimpfte erhalten Gutscheine in Bulgarien

Bulgarien bietet Gutscheine für Geimpfte gegen das Coronavirus an, um seine stockende Impfkampagne zu beschleunigen. Gutscheine für Lebensmittel in Wert von 20 Lewa (rund 10 Euro) galten ab Freitag in den Supermärkten einer großen Kette. Die Impfdosen sollen vor diesen Supermärkten in der Hauptstadt Sofia, im südbulgarischen Plowdiw sowie in den Schwarzmeerstädten Warna und Burgas verabreicht werden, berichtete der Fernsehsender Nova in Sofia.

Derweil protestierten Vertreter, Eigentümer und Mitarbeiter der Gastonomie und Hotellerie in Plowdiw gegen angekündigte Corona-Einschränkungen wegen der Delta-Variante, die am 7. September in Kraft treten sollen. Die Demonstranten blockierten laut einem Bericht des Fernsehsenders bTV kurz die Innenstadt von Plowdiw. Bulgarien ist mit einer Impfquote von nur knapp 16 Prozent vollständig Geimpften EU-Schlusslicht.

3.9.2021 • 17:59 Uhr

Britische Impfkommission gegen Corona-Impfung ab zwölf Jahren

Die britische Impfkommission (JCVI) hat sich überraschend gegen flächendeckende Corona-Impfungen von 12- bis 15-Jährigen ausgesprochen. Die Kommission erweiterte zwar ihre Impfempfehlung für an Herz, Lungen und Leber erkrankte Kinder und Jugendliche dieser Altersgruppe, eine allgemeine Impfempfehlung wollte sie aber nicht aussprechen. Zur Begründung hieß es in einer Mitteilung der Gesundheitsbehörde Public Health England, die gesundheitlichen Vorteile einer Impfung seien für gesunde Menschen dieser Altersgruppe marginal. Zudem verwies die Kommission auf Hinweise eines Zusammenhangs zwischen Herzmuskelentzündungen und mRNA-Impfstoffen, deren Langzeitfolgen noch nicht abschätzbar seien.

Bislang lautete die Empfehlung der Kommission, 12- bis 15-Jährige nur zu impfen, wenn sie in die Gruppe der besonders durch Covid-19 gefährdeten Menschen fallen. Erst eine Woche zuvor hatte das britische Gesundheitsministerium mitgeteilt, sich auf die flächendeckende Impfung der 12- bis 15-Jährigen im größten Landesteil England vorzubereiten. Ob die Regierung der Empfehlung der Impfkommission folgen wird, ist unklar. Die medizinischen Chefberater der vier Landesteile England, Schottland, Wales und Nordirland sollen nun eine endgültige Empfehlung aussprechen, die neben der individuellen Gesundheit auch weitere Gesichtspunkte wie die Aufrechterhaltung des Schulbetriebs einbezieht.

3.9.2021 • 17:11 Uhr

São Paulo mit ungewöhnlicher Impfquote

Die brasilianische Metropole São Paulo hat das nach den Regeln der Mathematik Unmögliche geschafft und mehr als 100 Prozent der Erwachsenen mit mindestens einer Dosis eines Vakzins gegen das Coronavirus geimpft. In der Stadt leben nach einer Schätzung 9.230.227 Menschen, die älter als 18 Jahre alt sind. 9.628 888 Personen hätten mindestens eine Dosis eines Impfstoffs erhalten, hieß es in einer Mitteilung des Gesundheitssekretariats von São Paulo unter Berufung auf den jüngsten "Vacinômetro". Dieser aktualisiert täglich die Impfsituation in der Millionen-Metropole. "Diese Zahlen entsprechen 104,3 Prozent für die erste oder einmalige Dosis."

Als ein Grund für die rekordverdächtige Impfquote wird in der Mitteilung angeführt: Bei der Einwohnerzahl von Südamerikas größter Stadt handele es sich um eine Schätzung, weil die aktuellste Zählung des brasilianischen Instituts für Geografie und Statistik (IBGE) aus dem Jahr 2010 stamme. Ein weiterer Grund: São Paulo hat auch Bewohner anderer Städte geimpft, die in die Statistik einfließen, wie ein Sprecher des Gesundheitssekretariats der Stadt der Nachrichtenagentur dpa sagte. Das öffentliche brasilianische Gesundheitssystem SUS ist dezentral angelegt.

In der brasilianischen Stadt São Paulo warten Menschen vor einem Impfzentrum | dpa

In der brasilianischen Metropole São Paulo gibt es eine hohe Impfbereitschaft. Bild: dpa

3.9.2021 • 16:07 Uhr

Scholz: Waren beim Impfen Versuchskaninchen - und es ist gut gegangen

Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat mit ungewöhnlichen Worten für das Impfen gegen Covid-19 geworben: "50 Millionen sind jetzt zwei Mal geimpft. Wir waren ja alle die Versuchskaninchen für diejenigen, die bisher abgewartet haben. Deshalb sage ich als einer dieser 50 Millionen - es ist gut gegangen! Bitte macht mit", sagte Scholz in einem Interview der NRW-Lokalradios.

3.9.2021 • 15:56 Uhr

3G in RDC-Nachtzügen nach Sylt

Der private Zugbetreiber RDC führt auf seinen Nachtzügen zur Nordseeinsel Sylt in der kommenden Woche die sogenannte 3G-Regel ein. Ab Donnerstag müssen alle Passagiere im Alter ab zwölf Jahren geimpft, genesen oder getestet sein, teilte die Unternehmensgruppe mit. Sie greife damit "gern" den "Wunsch" der Bundesregierung auf, das 3G-Konzept in Fernzügen umzusetzen.

3.9.2021 • 14:56 Uhr

Delta-Variante macht sich auf dem US-Arbeitsmarkt bemerkbar

Der Aufschwung am US-Arbeitsmarkt hat sich im August unerwartet stark abgeschwächt. Es entstanden 235.000 neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft, wie die Regierung in Washington mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Plus von 728.000 gerechnet. Im Juli waren noch mehr als eine Million Arbeitsplätze entstanden. Die Arbeitslosenquote fiel im August auf 5,2 Prozent.

Experten machen die hohe Zahl an Corona-Fallzahlen mitverantwortlich für den verlangsamten Stellenaufbau. "Die Delta-Variante ist wie ein Sandsturm in einer ansonsten sonnigen Wirtschaft", sagte Sung Won Sohn, Wirtschaftsprofessor an der Loyola Marymount University in Los Angeles. "Ohne das wäre die Beschäftigung im August höher gewesen." Aufgrund eines akuten Arbeitskräftemangels können die Unternehmen derzeit die Rekordzahl von zehn Millionen Stellen nicht besetzen. Das Fehlen bezahlbarer Kinderbetreuung und Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus werden dafür mitverantwortlich gemacht.

Ein Kellner mit Gesichtsmaske in einem Restaurant in Houstan (Texas, USA) bringt Essen an einen Tisch. | AP

Die US-Wirtschaft hat im August deutlich weniger Jobs geschaffen als erwartet - für den schwachen Zuwachs wird die Ausbreitung der Delta-Variante verantwortlich gemacht. Bild: AP

3.9.2021 • 14:27 Uhr

Bundesschülerkonferenz lehnt Impfstatusabfrage bei Lehrkräften ab

Die Bundesschülerkonferenz lehnt wie auch die führenden Bildungsgewerkschaften in Deutschland eine Impfauskunftspflicht für Lehrkräfte ab. "Ich halte nichts davon, jetzt bei den Lehrerinnen und Lehrern die große Abfrage mit den Impfungen zu starten", sagte der Generalsekretär Dario Schramm der Nachrichtenagentur dpa.

Er verwies, wie die Gewerkschaften zuvor auch schon, auf eine ohnehin hohe Impfbereitschaft bei Lehrkräften. Der Ansatz im Bereich Vorsorge und Impfungen solle jetzt eher sein, Kindern und Jugendlichen ab 12 Impfangebote zum Beispiel an Schulen zu machen, sagte Schramm.

3.9.2021 • 14:24 Uhr

Bremen lädt per Brief zu Corona-Impfung ein

Das Land Bremen wirbt mit Briefen an alle Bürger für eine Corona-Impfung. "In diesen Tagen erhalten alle Bremerinnen und Bremer, alle Bremerhavenerinnen und Bremerhavener einen Brief nach Hause", erläuterte Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke). "Damit wollen wir uns auf der einen Seite bedanken für viel Kraft aber auch Verständnis und Mitarbeit in den letzten eineinhalb Jahren." Zugleich sollten Menschen, die noch nicht geimpft sind, aufgerufen werden, eines der zahlreichen Impfangebote zu nutzen.

Mittlerweile seien im Land Bremen mehr als 75 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal gegen Corona geimpft, mehr als 70 Prozent hätten bereits einen vollständigen Impfschutz, hieß es. Damit liege Bremen im Vergleich aller Bundesländer an erster Stelle. Mit der Briefaktion wollen Bernhard und Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) den Angaben zufolge diese Quote weiter steigern.

Blick auf den Weserdeich in Bremerhaven | dpa

In diesen Tagen sollen Bürger und Bürgerinnen Bremens und Bremerhavens Post erhalten: Das Land wirbt mit Briefen für eine Corona-Impfung. Bild: dpa

3.9.2021 • 14:14 Uhr

Serbien und Albanien ab Sonntag Hochrisikogebiete

Die Bundesregierung stuft Serbien und Albanien von Sonntag an als Hochrisikogebiete in der Corona-Pandemie ein. Auch Aserbaidschan, Guatemala, Japan, die Palästinensischen Gebiete und Sri Lanka fallen dann in diese Kategorie, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilte. Dagegen gilt Kuwait dann nicht mehr als Hochrisikogebiet. Die Neueinstufungen sollen in der Nacht zu Sonntag in Kraft treten.

Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Rückkehrer, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind, müssen für zehn Tage in Quarantäne. Erst nach fünf Tagen können sie sich mit einem negativen Test davon befreien. Für die Einstufung sind - anders als früher - nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

3.9.2021 • 14:08 Uhr

Guam stellt Corona-Impfprogramm für Touristen ein

Das US-Ferienparadies Guam hat vor dem Hintergrund eines starken Anstiegs der Ansteckungszahlen sein kombiniertes Programm aus Corona-Impfungen und Urlaubsangeboten eingestellt. Die letzten Teilnehmer seien bereits vor rund zwei Wochen eingereist, sagte der Leiter des Touristen-Büros der Pazifikinsel, Carl Gutierrez, der Nachrichtenagentur AFP.

Das Air V&V genannte Programm war im Juni angelaufen, um den von der Corona-Pandemie stark angeschlagenen Tourismus-Sektor Guams wiederzubeleben. Teilnehmern wurde bei Urlaubsaufenthalten eine Corona-Impfung angeboten. Laut Gutierrez nahm ausschließlich Taiwan daran teil.

Blick auf Tumon Bay in Guam | AFP

Die Pazifikinsel Guam stellt das Impfprogramm für Touristen ein. Bild: AFP

3.9.2021 • 14:06 Uhr

Gewerkschaften fordern Maskentragen im britischen Parlament

Vor dem Beginn der Sitzungszeit haben Vertreter der Angestellten im britischen Parlament die Abgeordneten mit Nachdruck zum Maskentragen aufgefordert. "Die Abgeordneten haben nicht nur eine Fürsorgepflicht für die Mitarbeiter des Unterhauses, sie haben auch eine wichtige Führungsrolle, sowohl im Parlament als auch im Land", sagte der Chef der Beamtengewerkschaft FDA, Dave Penman. Mike Clancy, Chef der Gewerkschaft Prospect, die auch Angestellte des öffentlichen Diensts vertritt, warnte: "Wenn wir die Mitarbeiter des Unterhauses nicht schützen, ist nicht nur ihre Gesundheit gefährdet, sondern auch das weitere normale Funktionieren des Parlaments."

Das Parlament kehrt an diesem Montag aus der Sommerpause zurück. Dort besteht Maskenpflicht - aber nur für Angestellte und Mitarbeiter. Die Parlamentarier können selbst entscheiden, ob sie Maske tragen. Bei der bisher letzten Sitzung Mitte August hatten Bilder der voll besetzten Parlamentsbänke für Aufsehen gesorgt. Etliche Abgeordnete trugen keine Maske. Parlamentspräsident Lindsay Hoyle hat wiederholt betont, er könne die Abgeordneten nicht zum Maskentragen zwingen. Die offizielle Empfehlung der britischen Regierung lautet, in vollen Innenräumen weiterhin Masken zu tragen.

3.9.2021 • 13:58 Uhr

Podcast mit Drosten startet wieder

Der Berliner Charité-Virologe Christian Drosten erläutert von heute an wieder öffentlich seine Meinung zur Pandemie. Der NDR-Info-Podcast "Das Coronavirus-Update" startet nach der Sommerpause gegen 18.00 Uhr als Audio-Podcast. Das Video wird um 19.15 Uhr auch auf tagesschau24 zu sehen sein.

3.9.2021 • 13:32 Uhr

Russland soll neue Stadt mit Namen Sputnik bekommen

Der erste Satellit im Weltall war Namensgeber für den weltweit ersten Corona-Impfstoff Sputnik V. Nun will Russland eine komplett neue Stadt bauen, die ebenfalls Sputnik heißen soll. Eine entsprechende Vereinbarung ist beim Wirtschaftsforum in Wladiwostok unterzeichnet worden, wie das zuständige Ministerium für die Entwicklung des Ostens Russlands mitteilte. Die Industriestadt Sputnik soll demnach etwa 30 Kilometer von Wladiwostok an der Grenze zu China auf einer Fläche von 925 Hektar entstehen. Rund 300. 000 Menschen sollen in Sputnik wohnen.

Sputnik 1 hieß der weltweit erste Satellit, den die Sowjetunion 1957 ins All gebracht hatte. Mitte August vergangenen Jahres war es ebenfalls Russland, das als weltweit erstes Land einen Impfstoff gegen das Coronavirus freigab und ihn in Erinnerung an glorreiche Zeiten in der Raumfahrt Sputnik V taufte. Der Impfstoff ist laut russischen Angaben mittlerweile in rund 70 Ländern zugelassen. Wann die Stadt Sputnik gebaut wird, war zunächst unklar.

3.9.2021 • 13:28 Uhr

Scholz rechnet mit Unterstützung in Bevölkerung für Impfauskunftspflicht

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat für die geplante Pflicht zur Auskunft über den Corona-Impfstatus von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Pflegeheimen geworben. "Dass wir im Bereich, wo vulnerable Gruppen berührt sind, eine Auskunft über den Impfstatus möglich machen für die Zeit der Pandemie, das finde ich vertretbar und macht dann möglich, dass der Arbeitgeber damit umgehen kann und sich darum kümmern kann, seinen Betrieb so zu organisieren, dass eine geringe Gefahr für die zu Schützenden davon ausgeht", sagte Scholz bei einer Gesprächsrunde mit ver.di-Chef Frank Werneke in Berlin.

Es sei ein Schritt, den "die Bürgerinnen und Bürger, glaub ich, auch mit großer Mehrheit unterstützen". Union und SPD hatten sich darauf verständigt, dass Arbeitgeber von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Pflegeheimen künftig Auskunft über eine Corona-Impfung oder eine überstandene Covid-Erkrankung verlangen können. Die Neuregelung soll am Dienstag im Bundestag beschlossen werden.

3.9.2021 • 12:33 Uhr

Italien: Draghis Impfpflicht-Ideen stoßen auf Kritik

Eine von Regierungschef Mario Draghi ins Spiel gebrachte mögliche allgemeine Impfpflicht hat in Italien für Kritik gesorgt. Die Chefin der rechtsnationalen Partei Fratelli d'Italia (Brüder Italiens), Giorgia Meloni, sagte im Interview der Zeitung "La Stampa", sie stelle sich auf die Seite der rechten Lega von Ex-Innenminister Matteo Salvini, eine Impfpflicht abzulehnen: "Ich glaube, Salvini hat Recht eine vernünftige Position zu vertreten, die wir mittragen und die von der Mehrheit der europäischen Länder geteilt wird“, erklärte die Politikerin.

Draghi hatte am Donnerstag auf einer Pressekonferenz bejaht, dass er sich vorstellen könne, eine allgemeine Impfpflicht einzuführen. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass die europäische und die italienische Arzneimittelagentur die Impfstoffe nicht mehr als Notfall-Arznei - sprich eine Impfung mit bedingter Zulassung-, sondern als gewöhnliche Arzneimittel mit vollständiger Zulassung festlegen. Der Chef der Sozialdemokraten, Enrico Letta, begrüßte die Aussage Draghis. Gesundheitsminister Roberto Speranza fügte hinzu, dass bereits eine Impfpflicht für das Gesundheitspersonal in Italien bestehe.

Der italienische Ministerpräsident Mario Draghi | AP

Italiens Ministerpräsident Draghi könnte sich unter bestimmten Voraussetzungen vorstellen, eine mögliche allgemeine Impfpflicht in Italien einzuführen. Bild: AP

3.9.2021 • 12:26 Uhr

Niederlande verschärfen Einreiseregeln für Deutschland

Angesichts der verschlechterten Corona-Lage in Deutschland verschärfen die Niederlande ab kommendem Montag die Einreiseregeln. Erforderlich ist ab dann der Nachweis einer Impfung, eines negativen Tests oder der Genesung, teilte das Außenministerium in Den Haag mit. Ausgenommen sind Kinder unter 12 Jahren. Wer mit dem Flugzeug in die Niederlande fliegt, muss künftig zuvor eine Gesundheitserklärung ausfüllen und bei sich führen.

Auch geimpften Niederländern wurde bei der Rückkehr aus Deutschland zu einem Schnelltest geraten. Zuletzt gab es bei der Einreise von Deutschland in die Niederlande keine besonderen Restriktionen.

3.9.2021 • 12:12 Uhr

Hessen weist Inzidenz künftig nach Geimpften und Ungeimpften aus

Hessen will die landesweite Inzidenz künftig getrennt nach geimpften und ungeimpften Menschen ausweisen. "Die Differenz ist groß", erklärte Gesundheitsminister Kai Klose in Wiesbaden. Bezogen auf die Altersgruppe ab zwölf Jahren liege die Sieben-Tage-Inzidenz in der Gruppe der Ungeimpften am Freitag bei 262,3 pro 100.000 Einwohner. Bei den vollständig geimpften Menschen betrage der Wert 12,7 pro 100.000 Einwohner. Zu den Ungeimpften werden nach Angaben des Ministers Nichtgeimpfte, Teilgeimpfte und Personen gezählt, bei denen Angaben zum Impfstatus fehlen.

Laut Robert Koch-Institut lag die Inzidenz in Hessen am Freitag insgesamt bei 103,7. "Diese Zahlen belegen eindrücklich, wie wirksam die Impfung ist", betonte Klose. "Es infizieren sich weit überwiegend Ungeimpfte."

3.9.2021 • 11:47 Uhr

Gewerkschaften lehnen Impfstatus-Abfrage in Kitas und Schulen ab

Gewerkschaften aus dem Bildungs- und Erziehungsbereich lehnen die geplante Möglichkeit zur Impfstatus-Abfrage für Beschäftigte in Kitas und Schulen ab. "Aus gutem Grund stehen persönliche Daten in Deutschland unter besonderem Schutz. Diesen Schutz müssen wir gewährleisten", sagte die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern, der Nachrichtenagentur dpa. Sie verwies darauf, dass die Impfbereitschaft unter den Beschäftigten in Schulen und Kitas mit "80 bis 95 Prozent ganz weit oben" liege.

Auch der Vorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, sprach unter Berufung auf Umfragen und Daten der Schulministerien von einer Impfquote von rund 90 Prozent bei Lehrkräften. Das zeige deren hohes Verantwortungsbewusstsein, sagte er der dpa. Fünf Prozent könnten sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen und maximal fünf Prozent wollten das vermutlich nicht. "Diese Zahlen rechtfertigen aus Sicht des VBE in keiner Weise den mit der Abfrage des Impfstatus verbundenen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte." Vom Deutschen Lehrerverband hieß es, man stehe dem Vorhaben der Großen Koalition sehr skeptisch gegenüber.

3.9.2021 • 11:39 Uhr

Altmaier pocht auf weiterreichende Impfauskunftspflicht

In der Debatte um eine Auskunftspflicht für Beschäftigte zu ihrem Corona-Impfstatus pocht Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) weiter auf eine umfassende Lösung. Den Plan der Koalition von SPD und CDU, demzufolge Arbeitgeber von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Pflegeheimen künftig Auskunft über eine Impfung oder eine überstandene Covid-Erkrankung verlangen können sollen, nannte Altmaier einen "ersten wichtigen Schritt". Weiter sagte der CDU-Politiker: "Ich bin aber überzeugt, dass weitere Schritte notwendig und erforderlich sind." Er setze darauf, dass der Koalitionspartner SPD seine "ablehnende Haltung" ändere, sagte Altmaier. "Es geht immerhin um den Gesundheitsschutz von vielen tausend Menschen bei der Arbeit."

SPD und Union hatten sich nach stundenlangen Beratungen am späten Abend auf eine Impfauskunftspflicht für Kita-, Schul- und Heimbeschäftigte geeinigt.

3.9.2021 • 11:23 Uhr

Impfstoff-Deal zwischen Großbritannien und Australien

Großbritannien und Australien haben einen Impfstoff-Deal vereinbart. Zunächst schickt die britische Regierung vier Millionen Dosen nach Australien, das wiederum noch vor Jahresende dieselbe Menge zurücksenden soll. Die australische Regierung steht in der Kritik, sie habe lange nicht genug getan, um sich Impfstoff zu besorgen. Nun hat die Delta-Variante für die bisher größte Welle im Land gesorgt. Bisher sind erst 36 Prozent der Erwachsenen vollständig geimpft. Großbritannien plant noch im September den Start eines Auffrischungsprogramms mit einer dritten Impfung für über 60-Jährige. Zudem wird erwartet, dass schon bald Impfungen für 12- bis 15-Jährige erlaubt werden.

3.9.2021 • 11:17 Uhr

Frankfurter Flughafen rechnet mit schwachem Winter-Geschäft

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport erwartet ein sehr schwaches Geschäft im Winter aufgrund der Corona-Krise. Fraport-Chef Stefan Schulte sagte, erst im nächsten Jahr sei ein deutlich stärkeres Geschäft zu erwarten. Im August habe der größte deutsche Flughafen 3,2 Millionen Passagiere gezählt - 50 Prozent des Vorkrisenniveaus. Ab September werden die Fluggastzahlen nach Schultes Einschätzung wieder Monat für Monat zurückgehen. Geschäftsreisen zögen zwar wieder an, doch der Tourismus werde gebremst.

Leeres Gepäckband am Flughafen Frankfurt | picture-alliance/dpa

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport stellt sich auf schwierigen Winter ein. Bild: picture-alliance/dpa

3.9.2021 • 10:31 Uhr

EU: AstraZeneca liefert ausstehende Impfdosen

Die EU-Kommission und der britische Pharmakonzern AstraZeneca haben ihren Rechtsstreit zur Lieferung von Corona-Impfdosen beigelegt. Wie die Kommission mitteilte, werde damit die Lieferung von 200 Millionen ausstehenden Dosen bis März 2022 garantiert. AstraZeneca bestätigte die Einigung. Die Kommission hatte im April rechtliche Schritte gegen AstraZeneca eingeleitet, weil der Konzern bei den Lieferungen die Verträge nicht eingehalten hatte. AstraZeneca bestritt einen Vertragsbruch.

3.9.2021 • 09:05 Uhr

Weniger Kurzarbeiter im August

Die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland ist im August deutlich gesunken. Einer Umfrage des Ifo-Instituts zufolge gab es einen Rückgang auf 688.000 von zuvor 1,06 Millionen Menschen. Die Zahl liegt damit nach Einschätzung des Instituts erstmals seit Beginn der Corona-Kise unter einer Million. Den Anteil der abhängig Beschäftigten, die sich im August in Kurzarbeit befanden, schätzt das Institut auf 2,0 Prozent. Im Juli habe der Anteil noch bei 3,2 Prozent gelegen. Besonders betroffen von Kurzarbeit bleibt das Gastgewerbe. Hier schätzen die Experten den Anteil auf 10,1 Prozent - im Vormonat waren es noch 17,1 Prozent.

3.9.2021 • 09:00 Uhr

Sechs Prozent weniger Hochschul-Absolventen

Im Prüfungsjahr 2020 haben nur etwa 477.000 Absolventen einen Abschluss an den deutschen Hochschulen erworben. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, waren dies sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Es ist erst das zweite Mal seit 2001, dass die Zahl zurückging. Thomas Feuerstein aus dem Referat "Hochschulen" im Statistischen Bundesamt sagte, pandemiebedingt seien Prüfungen ins Folgesemester verschoben worden. Bibliotheken, Labore und Werkstätten seien geschlossen oder nur eingeschränkt nutzbar gewesen. "Das hat nicht nur die Durchführung von Prüfungen, sondern auch die Prüfungsvorbereitung für die Studierenden erschwert", sagte Feuerstein.

Studenten sitzen in einem Hörsaal der Universität Tübingen. | dpa

Prüfungen verschoben, Bibliotheken und Labore geschlossen: Die Zahl der Hochschul-Absolventen ist in der Pandemie zurückgegangen. Bild: dpa

3.9.2021 • 08:53 Uhr

Spahn warnt vor Risiken für Ungeimpfte

Gesundheitsminister Jens Spahn hat vor großen Risiken für Ungeimpfte gewarnt. "Wer nicht geimpft ist, wird sich mit sehr, sehr hoher Wahrscheinlichkeit in den Herbst- und Wintermonaten ohne Schutz anstecken", sagt er im Deutschlandfunk. Bei Corona handele sich inzwischen um eine Pandemie der Ungeimpften. Sie stellten derzeit 90 Prozent der Covid-Intensivpatienten. Für Geimpfte gebe es keine Kontaktbeschränkungen, sagte Spahn und mahnte zu Solidarität. "Die Impfmuffel und diejenigen, die noch überlegen oder sich verweigern, haben auch eine Verantwortung für die unter Zwölfjährigen, die sich nicht impfen können." Für das Frühjahr zeigte sich Spahn vorsichtig optimistisch: "Wenn keine Variante auftaucht, wo die Impfungen nicht helfen, (...) sind wir im Frühjahr aus dem Gröbsten raus."

3.9.2021 • 07:16 Uhr

Infektionszahlen in Neuseeland gehen stark zurück

Neuseeland hat einen starken Rückgang bei den Neuinfektionen zu verzeichnen. Wie die Direktorin für Öffentliches Gesundheitswesen, Dr. Caroline McEnlay, sagte, sei das Land auf dem besten Weg, die Übertragungskette der Delta-Variante zu unterbrechen. Für etwa 1,7 Millionen Menschen in der größten Stadt Auckland gilt weiter ein strenger Lockdown. Im Rest des Landes wurden die Beschränkungen zwar etwas gelockert, Schulen und Büros sowie Cafés, Restaurants und alle öffentlichen Einrichtungen bleiben aber geschlossen.

3.9.2021 • 06:41 Uhr

Spahn will Quarantäneregeln für Schüler lockern

Gesundheitsminister Jens Spahn will die Corona-Quarantäneregeln für Schüler bundesweit lockern. "Wir brauchen einheitliche Vorgaben für die Quarantäne in Schulen", sagte er dem "Spiegel". Er plädiere für eine "alltagstaugliche Lösung": Wenn die Schüler im Unterricht Masken getragen hätten, müsse man nicht die ganze Klasse in Quarantäne schicken, falls ein positiver Fall auftrete. "Pragmatisch wäre, dass nur die Sitznachbarn für fünf Tage in Quarantäne gehen und sich dann freitesten können", sagte er. Eine ganze Schulklasse in Quarantäne zu schicken führe dazu, dass Hunderttausende Schüler für zwei Wochen dem Unterricht fernblieben, obwohl sie nicht infiziert seien. Spahn sprach sich zudem für den Einsatz von Lolli-PCR-Tests an Schulen aus.

Ein Corona-Schnelltest liegt in einer Schule auf einem Tisch. | dpa

Gesundheitsminister Spahn will die Quarantäneregeln für Schüler lockern. Bild: dpa

3.9.2021 • 05:50 Uhr

Spahn: Koalition einig bei Auskunftsrecht der Arbeitgeber zum Impfstatus

Gesundheitsminister Jens Spahn hat Pläne der Regierung bestätigt, dass Arbeitgeber in besonders sensiblen Bereichen nach dem Impfstatus ihrer Beschäftigten fragen dürfen. "Wir wollen in dieser Pandemie dieses Auskunftsrecht auch auf andere Bereiche ausdehnen", sagte er dem "Spiegel". Konkret nannte der Gesundheitsminister Pflegeheime, Kitas oder Schulen. In diesen Bereichen seien den Beschäftigten Menschen anvertraut, die einen besonderen Schutz bräuchten. Eine weiter gefasste Auskunftspflicht, etwa um auch das Arbeiten im Großraumbüro zu ermöglichen, soll es jedoch nicht geben.

3.9.2021 • 05:20 Uhr

Großraum Sydney trotz Lockdowns weiter mit Rekordzahlen

Trotz eines seit zehn Wochen andauernden strikten Lockdowns meldet der australische Bundesstaat New South Wales weiter Corona-Rekordzahlen. Am Freitag verzeichneten die Behörden in der Region an der Ostküste 1431 neue Fälle und zwölf Tote in Verbindung mit Covid-19 - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Besonders betroffen ist die Metropole Sydney.

Wahrscheinlich werde der Höhepunkt der bisher schwersten Virus-Welle in den nächsten 14 Tagen erreicht, sagte Regional-Premierministerin Gladys Berejiklian. Gleichzeitig wurden die Beschränkungen in Teilen des bevölkerungsreichsten Bundesstaates leicht gelockert: Die Bürger dürfen nun wieder länger als eine Stunde am Tag Sport im Freien treiben. Mehr als 36 Prozent der rund acht Millionen Einwohner von New South Wales sind mittlerweile nach Behördenangaben vollständig geimpft.

3.9.2021 • 04:21 Uhr

RKI registriert 14.251 Neuinfektionen - Inzidenz bei 80,2

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist erneut angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts lag sie bei 80,2 - am Vortag hatte der Wert bei 76,9 gelegen, vor einer Woche bei 70,3. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 14.251 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 12.029 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 45 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 14 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.984.353 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

3.9.2021 • 04:21 Uhr

EU schickt in Südafrika produzierte Impfdosen nach Afrika zurück

Angesichts zunehmender Kritik an der ungerechten Verteilung von Corona-Impfstoffen schickt die Europäische Union Millionen in Südafrika produzierte Impfdosen des US-Herstellers Johnson & Johnson auf den Kontinent zurück. Zudem werde die Firma Aspen Pharmacare, die das Corona-Vakzin als Lizenznehmer von J&J in Südafrika herstellt, keine weiteren Dosen nach Europa schicken, teilte der zuständige Gesandte der Afrikanischen Union (AU), Strive Masiyiwa, bei einer Online-Pressekonferenz mit.

3.9.2021 • 04:21 Uhr

Impfauskunftspflicht für Kita-, Schul- und Heimbeschäftigte angepeilt

Arbeitgeber sollen künftig von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Pflegeheimen voraussichtlich Auskunft über eine Corona-Impfung verlangen können. Das ist nach stundenlangen Beratungen in der Regierungskoalition zwischen Union und SPD der Verhandlungsstand vom späten Abend, wie die Nachrichtenagentur dpa aus Koalitionskreisen erfuhr. Gerade in diesen Bereichen könne es "im Interesse des Infektionsschutzes" nötig sein, Beschäftigte hinsichtlich ihres Corona-Impf- und Serostatus, der über Antikörper Aufschluss gibt, "unterschiedlich einzusetzen oder von einer Beschäftigung ungeimpfter Personen (in bestimmten Bereichen) abzusehen", heißt es im entsprechenden Entwurf eines Änderungsantrags der Fraktionen der CDU/CSU und SPD.

3.9.2021 • 04:21 Uhr

Gesundheitsbehörden: Corona-Variante Mu in Kolumbien vorherrschend

Die als Mu bezeichnete Variante des Coronavirus hat sich in Kolumbien zum vorherrschenden Virusstamm entwickelt. Die Virusvariante sei verantwortlich für die bisher tödlichste Welle der Corona-Pandemie in dem südamerikanischen Land, sagte Marcela Mercado von den kolumbianischen Gesundheitsbehörden einem örtlichen Radiosender. Während der dritten Infektionswelle in Kolumbien von April bis Juni waren täglich rund 700 Menschen durch das Virus gestorben. Bei fast zwei Drittel der Tests bei Corona-Toten sei die hochansteckende Mu-Variante nachgewiesen worden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 03. September 2021 ab 05:30 Uhr.