Leere Tische und geschlossene Schirme stehen vor einem Restaurant in Dresden, während auf der Königstraße die Scheinwerfer vorbeifahrender Autos Lichtspuren ziehen. | dpa
Liveblog

Liveblog zum Coronavirus ++ Lockdown in Sachsen bis 7. Februar ++

Stand: 08.01.2021 23:17 Uhr

Nach einem Beschluss des sächsischen Kabinetts bleibt der Freistaat länger im Lockdown, als Bund und Länder bislang vorgegeben haben. In Berlin werden die Schulen ab Montag nun doch nicht geöffnet. Der Liveblog vom Freitag zum Nachlesen.

  • RKI: 31.849 Neuinfektionen und 1188 weitere Todesfälle
  • EU sichert sich 300 Millionen Impfdosen von BioNTech/Pfizer
  • BioNTech-Impfstoff wirkt laut Studie auch bei britischer Mutation
  • Moderna-Impfstoff-Lieferung am Dienstag
  • EMA könnte Astra-Zeneca-Vakzin bald zulassen
  • Großbritannien meldet Höchstwert bei Todesfällen
  • Italien wird wieder in Zonen eingeteilt
8.1.2021 • 23:17 Uhr

Ende des Liveblogs für heute

Damit schließen wir unseren Liveblog für heute. Danke für Ihr Interesse.

8.1.2021 • 23:12 Uhr

Mehr als 50.000 neue Fälle in Brasilien

In Brasilien sind binnen 24 Stunden 52.035 neue Corona-Infektionen registriert worden. Die Gesamtzahl der Fälle seit Beginn der Pandemie überstieg damit die Marke von acht Millionen.

Brasilien zählt zu den Ländern, die besonders stark von der Pandemie betroffen sind. Im größten Land in Lateinamerika gibt es noch keine Impfkampagne für die Bevölkerung. Nachdem Präsident Jair Bolsonaro das Coronavirus zuerst verharmlost hatte, zieht er mittlerweile auch eine Impfung in Zweifel.

8.1.2021 • 21:58 Uhr

Kreis Mecklenburgische Seenplatte verhängt Einreisesperre

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte verschärft noch einmal die Corona-Schutzmaßnahmen. Nachdem bereits eine Ausgangs- und Mobilitätsbeschränkung verfügt wurde, wird das Kreisgebiet für Auswärtige von Montag an gesperrt. Menschen aus anderen Landkreisen Mecklenburg-Vorpommerns und aus anderen Bundesländern dürfen das Gebiet zu touristischen Zwecken nicht mehr betreten. Das teilte Vize-Landrat Kai Seiferth am Abend im NDR mit. Die Regelung schließe Einkaufstouren ein. 

Mecklenburg-Vorpommern hatte lange Zeit vergleichsweise geringe Corona-Infektionszahlen. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert ist in dem Kreis im Südosten des Bundeslandes aber inzwischen auf deutlich über 200 gestiegen. Der verschärfte Corona-Lockdown mit neuen Kontaktbeschränkungen soll in Mecklenburg-Vorpommern bereits von Sonntag an gelten.

8.1.2021 • 21:33 Uhr

WHO fordert faire Verteilung von Impfstoffen

Die Weltgesundheitsorganisation hat auf eine gerechtere Verteilung der Corona-Impfstoffe gedrängt. "Zu Beginn haben die reichen Länder den Großteil des Vorrats an verschiedenen Impfstoffen aufgekauft", sagte WHO-Chef Tedros. Kein Land dürfe jedoch "die Warteschlange überholen und seine gesamte Bevölkerung impfen, während andere Länder gar keine Impfstoff-Lieferungen erhalten".

Tedros forderte die Länder auf, überschüssige Impfstoffdosen für das weltweite Covax-Programm freizugeben, das eine gerechte Verteilung der Vakzine zum Ziel hat. Nach Angaben der WHO haben bislang 42 Länder ihre Impfkampagnen gestartet - darunter 36 reiche Länder und sechs Länder mit mittlerem Einkommen. Tedros rief auch die Hersteller der Impfstoffe auf, keine bilateralen Geschäfte mit einzelnen Ländern auf Kosten der Covax-Kampagne abzuschließen.

Das internationale Covax-Programm, das von der WHO mit Unterstützung des Impfbündnisses Gavi ins Leben gerufen wurde, soll einen gerechten Zugang zu Corona-Impfstoffen zu gewährleisten. Covax hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Ende des Jahres genügend Dosen bereitzustellen, um 20 Prozent der Bevölkerung in den an der Initiative teilnehmenden Ländern zu impfen. Die Finanzierung ist für die 92 ärmsten Staaten der Welt gesichert. 

8.1.2021 • 21:08 Uhr

Sachsen verlängert Lockdown bis 7. Februar

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie setzt Sachsen auf einen Lockdown bis mindestens zum 7. Februar. Das Bundesland geht damit über die Festlegungen der Bund-Länder-Schalte hinaus. Dort war von einer Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar die Rede. Wie das sächsische Kabinett beschlossen hat, bleiben Kitas und Schulen nun bis zum 7. Februar weitgehend geschlossen. Kontakte werden eingeschränkt, allerdings will das Land Ausnahmen für die Kinderbetreuung ermöglichen. Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) sprach von weiterhin "besorgniserregenden Zahlen" im Freistaat. Die neue Verordnung gilt von Montag an.

8.1.2021 • 20:10 Uhr

Stiko gegen größeren Abstand zwischen erster und zweiter Impfung

Der Abstand zwischen der ersten und zweiten Corona-Impfung mit dem Vakzin von BioNTech und Pfizer soll nach Ansicht der Ständigen Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut (RKI) nicht vergrößert werden. Das teilte die Stiko in einer Aktualisierung ihrer Impfempfehlung mit. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sie prüfen lassen, ob ein solches Vorgehen sinnvoll ist, um mit den derzeit begrenzten Impfstoff-Mengen möglichst schnell möglichst viele Menschen impfen zu können. Hintergrund ist, dass ein gewisser Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung bereits nach der ersten Impfung gegeben ist.

"Die Gabe der 2. Impfstoffdosis soll innerhalb des durch die Zulassungsstudien abgedeckten Zeitraumes (derzeit 42 Tage) erfolgen", heißt es in der Aktualisierung der Impfempfehlung nun. Zur Begründung erläutern die Stiko-Experten, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt unsicher sei, ob man durch eine Verschiebung der zweiten Impfstoffdosis auf einen späteren Zeitpunkt tatsächlich mehr schwere Erkrankungen und Todesfälle verhindere als durch eine zeitnahe zweite Impfung der Hochrisikogruppen, welche dann zu einem nahezu vollständigen Schutz vor Erkrankung führt. Sollte der empfohlene Abstand zwischen der ersten und der zweiten Impfstoffdosis überschritten worden sein, könne die Impfserie jedoch fortgesetzt werden und müsse nicht neu begonnen werden.

Damit folgt die Stiko der Einschätzung vieler anderer Experten. So hatte die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) in Amsterdam bereits darauf hingewiesen, dass eine Änderung des Abstandes zwischen beiden Impfdosen eine Änderung der Bedingten Marktzulassung und mehr klinische Daten notwendig machen würde.

8.1.2021 • 19:13 Uhr

Berlin ändert Pläne für Rückkehr an Schulen

Berlin verzichtet vorerst auf die ursprünglich am kommenden Montag für einige Klassenstufen geplante Wiedereinführung des Präsenzunterrichtes. "Wir gehen damit auf die vielfach geäußerten Sorgen an Schulen ein", erklärt Bildungsenatorin Sandra Scheeres. Es werde keine Anwesenheitspflicht in Schulen vor dem 25. Januar geben. Für die Abschlussklassen 10, 12 und 13 an Gymnasien und Sekundarschulen sollen aber ab kommender Woche Präsenzangebote in kleinen Gruppen möglich sein.

Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder hatten am Dienstag vereinbart, dass die im Dezember in den Ländern getroffenen Maßnahmen an Schulen und Kitas bis Ende Januar verlängert werden. Im Prinzip bedeutet das geschlossene Schulen oder ausgesetzte Anwesenheitspflicht.

Die ursprünglichen Berliner Pläne hatte in den vergangenen Tagen teils harsche Kritik etwa bei der Lehrergewerkschaft GEW, einigen Schulleitern, Eltern- und Schülervertretern hervorgerufen.

8.1.2021 • 19:06 Uhr

Zahl der Arbeitslosen in USA gestiegen

In den USA sind im Dezember 140.000 Arbeitsplätze verloren gegangen. Es war der erste Rückschlag am Arbeitsmarkt seit April. Die Arbeitslosenquote verharrte damit im Dezember unverändert bei 6,7 Prozent, wie die US-Regierung mitteilte. Der Rückgang spiegle den Anstieg der Corona-Infektionen und der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wider, hieß es.

8.1.2021 • 18:28 Uhr

Biden will Impfdosen nicht zurückhalten

Der gewählte US-Präsident Joe Biden will den verfügbaren Impfstoff im Land an mehr Leute bringen. Die Verteilung müsse beschleunigt werden, teilte sein Büro mit. Biden sei dafür, die dem Land zur Verfügung stehenden Impfdosen sofort zu verteilen und mehr Menschen zu impfen. Die scheidende Regierung müsse aufhören, Impfstoff für die nötigen zweiten Dosen zurückzuhalten.

Für einen vollen Impfschutz der Mittel von Pfizer/BioNTech und Moderna sind jeweils zwei Spritzen im Abstand von etwa drei Wochen nötig. Daher ist der Ansatz der Regierung von US-Präsident Donald Trump, einen Teil der gelieferten Dosen nicht auf den Markt zu geben, so dass bereits einmal Geimpfte auch die zweite Dosis bekommen können.

8.1.2021 • 18:22 Uhr

Neue Virus-Variante in Berlin nachgewiesen

Die neue aus Großbritannien bekannte Coronavirus-Variante ist zum ersten Mal auch in Berlin nachgewiesen worden. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit mit. Die betroffene Person und weitere erkrankte Kontaktpersonen seien inzwischen wieder genesen. Der Patient soll laut Senat zuvor in Großbritannien gewesen sein.

8.1.2021 • 18:06 Uhr

Griechenland verlängert Lockdown

In Griechenland werden die Corona-Einschränkungen vorerst um eine Woche verlängert. Sie sollten am Montag enden, laufen nun aber bis mindestens zum 18. Januar. Begründet wird die Entscheidung mit der Angst vor einer dritten Infektionswelle. Nach den leichten Lockerungen über die Weihnachtsfeiertage sei ein deutlicher Anstieg der Fallzahlen verzeichnet worden, teilte die griechische Gesundheitsbehörde mit.

Ab Montag sollen aber zumindest Kitas, Grundschulen und Sonderschulen wieder öffnen. Die meisten Geschäfte bleiben weiterhin geschlossen. Aus dem Haus darf nur, wer zuvor eine entsprechende SMS an den Zivilschutz gesendet hat. Erlaubt sind unter anderem der Weg zur Arbeit, Arztbesuche, Lebensmitteleinkäufe, sportliche Betätigung oder auch der Spaziergang mit dem Hund.

Wer ins Land kommt, muss sich für sieben Tage in Quarantäne begeben statt wie bisher für drei Tage. Diese Neuregelung gilt den Behörden zufolge ab Freitag um Mitternacht und vorerst bis zum 21. Januar.

8.1.2021 • 18:01 Uhr

Dänemark beschränkt Ein- und Ausreise

Dänemark verschärft seine Einreisebeschränkungen und rät seinen eigenen Bürgern von Reisen ins Ausland ab. Das gab Außenminister Jeppe Kofod auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen bekannt. Es werden nur noch Personen ins Land gelassen, die einen triftigen Grund dafür haben und einen negativen, maximal 24 Stunden alten Corona-Test vorweisen können, wie Justizminister Nick Hækkerup sagte.

Als triftige Gründe gelten etwa Besuche naher Angehöriger. Andere bislang als ausreichend betrachtete Gründe - etwa ein Studium oder Au-pair-Aufenthalt - werden vorübergehend gestrichen. Für Einwohner der Grenzregionen in Deutschland und Schweden sowie den Warentransport und Transitverkehr sollen laut Hækkerup Ausnahmen gelten. Die verschärften Reisebeschränkungen gelten ab Sonntag bis zunächst zum 17. Januar.

8.1.2021 • 17:36 Uhr

Großbritannien meldet Höchstwert bei Todesfällen

Die britische Regierung hat einen neuen Höchststand der täglichen Corona-Todeszahlen registiert. Demnach starben 1325 Corona-Infizierte binnen 24 Stunden. Für denselben Zeitraum meldete das Land 68.053 Neuinfektionen.

8.1.2021 • 17:19 Uhr

Italiens Regierung teilt Land wieder in Corona-Zonen ein

Italiens Regierung will das Land ab kommender Woche wieder in unterschiedliche Corona-Zonen einteilen. Damit werden in den Regionen erneut unterschiedliche Regeln für die Menschen gelten, je nachdem wie sich die Corona-Lage vor Ort entwickelt. Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza will dazu eine neue Verordnung unterzeichnen, wie sein Ministerium mitteilte. Demnach fallen die nördlichen Regionen Emilia Romagna, die Lombardei und Venetien sowie Sizilien und Kalabrien im Süden ab Montag in die orangefarbene Zone. In ihnen gelten dann strengere Regeln als im Rest des Landes, der in die gelbe Zone eingeteilt werden soll.

Konkret bedeutet das für die Menschen in den orangefarbenen Zonen, dass etwa Bars und Restaurants geschlossen bleiben und nur Essen zum Mitnehmen verkaufen dürfen. Der Bewegungsradius ist auf die Kommune beschränkt. Darüber hinaus hat die Regierung des Landes mit rund 60 Millionen Einwohnern noch bis zum 15. Januar Reisen zwischen allen Regionen untersagt.

8.1.2021 • 16:57 Uhr

Hochansteckende Mutation in Rumänien nachgewiesen

In Rumänien ist zum ersten Mal die hochansteckende Mutation des Coronavirus nachgewiesen worden. Eine 27-jährige Frau aus dem südlichen Landkreis Giurgiu hat sich damit angesteckt. "Wir können einen Anstieg der Zahl der Fälle erwarten", erklärt der Sprecher des Krankenhauses Matei Bals in der Hauptstadt Bukarest.

8.1.2021 • 16:00 Uhr

Höhere Sterbefallzahlen in Deutschland im Dezember

In der zweiten Dezemberwoche sind laut dem Statistischen Bundesamt in Deutschland 23 Prozent mehr Menschen gestorben als im selben Zeitraum der vier Vorjahre. Besonders auffällig sind die Zahlen im stark von der Corona-Pandemie betroffenen Sachsen.

8.1.2021 • 15:54 Uhr

Dänemark entwickelt digitalen Corona-Impfpass

Dänemark arbeitet an einem digitalen Corona-Impfpass. Er könnte bereits geimpften Menschen Reisen in Länder erleichtern, die eine Impfung verlangen. Es werde erwartet, dass etliche Länder bei der Einreise einen Nachweis über eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus verlangen, teilt das Gesundheitsministerium mit. "Hier kann ein dänischer Impfpass verwendet werden."

Er könnte bereits in den ersten Monaten des Jahres eingeführt und über die Website der Gesundheitsbehörden abgerufen werden. Ob er auch als App verfügbar sein soll, war zunächst nicht klar. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte 2020 mitgeteilt, sie arbeite an einem elektronischen Impfzertifikat oder an einer digitalen Version eines Impfpasses.

8.1.2021 • 15:35 Uhr

Londons Bürgermeister Khan ruft Großlage aus

Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan hat angesichts beispiellos hoher Infektionszahlen in der britischen Hauptstadt eine Großlage (major incident) ausgerufen. "Wenn wir nicht unverzüglich handeln, könnte unser NHS (Gesundheitsdienst) überwältigt werden und mehr Menschen werden sterben", sagte Khan einer Mitteilung zufolge.

Die Sieben-Tages-Inzidenz in der britischen Hauptstadt liegt inzwischen bei mehr als 1000. Damit ist die Zahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche auf 100.000 Einwohner gemeint. Die Zahl der im Krankenhaus behandelten Covid-19-Patienten in London sei allein in der ersten Januarwoche um knapp ein Drittel, die Zahl der Intensivpatienten um mehr als 40 Prozent gestiegen, hieß es in der Mitteilung des Bürgermeisters.

8.1.2021 • 15:28 Uhr

EU-Zulassung für AstraZeneca-Vakzin im Januar?

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA könnte bis Ende Januar über die Zulassung des Impfstoffes des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca entscheiden. Es werde erwartet, dass AstraZeneca kommende Woche eine bedingte Marktzulassung beantragen werde, teilte die Behörde auf Twitter mit. Abhängig von den vorliegenden Daten und deren Auswertung könne der Prozess dann Ende Januar abgeschlossen werden.

Der Vektorviren-Impfstoff ist etwas weniger wirksam als die neuartigen mRNA-Wirkstoffe von BioNTech/Pfizer sowie Moderna. Dafür ist er einfacher zu nutzen, da er sich bei normalen Kühlschranktemperaturen lagern lässt. Das Vakzin ist mit zwei Euro pro Dosis zudem deutlich billiger als die anderen bisher in der EU zugelassenen Präparate.

8.1.2021 • 15:13 Uhr

Probleme bei Impf-Dokumentation in Bayern

Bei der Dokumentation der Impfungen gegen das Coronavirus gibt es in Bayern Schwierigkeiten. Für mindestens 1000 verabreichte Impfdosen gab es in der speziell für die Pandemie entwickelten Software zuletzt keinen Nachweis. Dies geht aus einer internen Behörden-E-Mail hervor.

Vom Gesundheitsministerium in München waren zunächst keine Informationen zu dem Problem zu erhalten. Das Ministerium hatte allerdings eine spätere Stellungnahme angekündigt.

Wie es in der E-Mail der Regierung von Unterfranken heißt, hat das Ministerium am Donnerstag die Regierungspräsidenten auf die mangelhafte Dokumentation hingewiesen. "So sei für eine bayernweit vierstellige Zahl von zugewiesenen Impfdosen die Verimpfung bislang nicht nachgewiesen", heißt es in der Mail. Die Kommunen wurden darauf hingewiesen, dass für die vorgeschriebene Dokumentation auf jeden Fall die Software "BayIMCO" verwendet werden müsse.

8.1.2021 • 14:31 Uhr

Bundestag verkürzt weitere Sitzungswoche

Um das Risiko von Corona-Infektionen im Bundestag zu senken, wird die Plenarwoche des Parlaments erneut verkürzt. Wie die Bundestagsverwaltung mitteilte, sollen in der kommenden Woche nur am Mittwoch und Donnerstag Plenarsitzungen stattfinden. Am Freitag bleibt der Plenarsaal leer.

Angesichts anhaltend hoher Infektionszahlen wiederholen die Abgeordneten damit das Vorgehen von Mitte Dezember: Die letzte Sitzungswoche des Jahres 2020 war ebenfalls auf zwei Tage komprimiert und die Plenarsitzung am Freitag gestrichen worden.

8.1.2021 • 14:27 Uhr

Ukraine verhängt erneuten Lockdown

In der Ukraine sind seit heute Restaurants, Bars, Kinos, Theater, Fitnessclubs und Schwimmhallen für zunächst gut zwei Wochen geschlossen. Lediglich Supermärkte, Apotheken und Kindergärten bleiben laut einem Regierungsbeschluss geöffnet. Schüler und Studenten müssen aber zu Hause lernen. Seit dem Frühjahr verzeichnet die Ex-Sowjetrepublik mehr als 1,1 Millionen Infektionen und 19.600 Tote.

8.1.2021 • 14:23 Uhr

Großbritannien lässt Moderna-Impfstoff zu

In Großbritannien ist ein dritter Impfstoff gegen das Coronavirus zugelassen worden. Die zuständige Behörde habe den Einsatz des Mittels des US-Pharmakonzerns Moderna erlaubt, teilte das Gesundheitsministerium in London mit. Die Regierung bestellte nach eigenen Angaben 17 Millionen Dosen des Impfstoffs, der ab dem Frühjahr verfügbar sein soll.

Als erstes westliches Land hatte das Vereinigte Königreich Anfang Dezember eine Notfallzulassung für das Präparat des Mainzer Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer erteilt. Seit Montag können die Briten zudem mit dem Vakzin des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca und der Universität Oxford geimpft werden.

8.1.2021 • 14:16 Uhr

NRW weicht bei Schutzmaßnahmen teils ab

Nordrhein-Westfalen weicht bei den verschärften Corona-Schutzmaßnahmen in einigen Punkten von den Vereinbarungen mit dem Bund und den anderen Ländern ab.

Die in NRW ab Montag geltende Verordnung enthält keine Begrenzung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer für Einwohner in extremen Corona-Hotspots. Bei den Kontaktbeschränkungen auf einen Haushalt und eine weitere Person werden zu betreuende Kinder in NRW nicht mitgezählt.

Das geht aus der am Freitag veröffentlichten neuen Coronaschutzverordnung hervor. Kreise und kreisfreie Städte, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz über der Marke 200 liegt, könnten im Einvernehmen mit dem Landesgesundheitsministerium aber zusätzliche Schutzmaßnahmen anordnen.

8.1.2021 • 14:03 Uhr

Moderna-Lieferung am Dienstag

Die Impfungen mit dem Impfstoff von Moderna können in der kommenden Woche in Deutschland beginnen. Die Länder sollten die erste Lieferung des Präparats am Dienstag erhalten, teilte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit.

Die EU-Kommission hatte den Moderna-Impfstoff am Mittwoch auf Empfehlung der Arzneimittelbehörde EMA zugelassen. Von den mehr als 160 Millionen EU-weit bestellten Moderna-Dosen soll Deutschland über 50 Millionen erhalten.

Im ersten Quartal sollen wegen der zunächst begrenzten Produktionskapazitäten aber nur knapp zwei Millionen Moderna-Dosen nach Deutschland kommen. Die gesamten von der EU bestellten 160 Millionen Dosen sollen nach Angaben der EU-Kommission bis September geliefert werden.

8.1.2021 • 13:54 Uhr

16 Infektionsfälle bei Bundeswehr im Ausland

Bei den Auslandseinsätzen der Bundeswehr sind über den Jahreswechsel insgesamt 16 Soldaten positiv auf das Coronavirus getestet worden. "Die Kontaktpersonen wurden identifiziert und entsprechende Isolationsmaßnahmen getroffen", teilte das Einsatzführungskommando mit.

Die größte Zahl an Infektionen gab es im deutschen Kontingent des UN-Einsatzes in Mali (Minusma), wo zehn Fälle nachgewiesen wurden, sowie beim EU-Einsatz EUTM in dem westafrikanischen Land (3 Fälle). Die Infizierten sollten zeitnah zur weiteren Behandlung ausgeflogen werden oder hatten das Einsatzgebiet bereits auf diesem Weg verlassen. Zwei Soldaten blieben in Quarantäne in Einsatzgebieten.

8.1.2021 • 13:48 Uhr

Erster Corona-Toter in Bhutan

Im Himalaya-Königreich Bhutan ist erstmals ein Corona-Todesfall bekannt geworden - zehn Monate nach dem ersten nachgewiesenen Infektionsfall in dem Land mit 730.000 Einwohnern. Es handele sich um einen 34-Jährigen mit chronischer Lebererkrankung und Nierenversagen, teilte das bhutanische Gesundheitsministerium mit.

Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurden seit Beginn der Pandemie 767 Corona-Fälle registriert. Bislang gab es zwei Lockdowns.

8.1.2021 • 13:26 Uhr

China riegelt zwei Metropolen ab

Im Kampf gegen einen neuen Anstieg der Corona-Infektionen hat China zwei Millionenstädte komplett von der Außenwelt abgeriegelt. Alle Transportverbindungen in die südlich von Peking gelegenen Metropolen Shijiazhuang und Xingtai wurden unterbrochen. Den insgesamt rund 18 Millionen Einwohnern wurde das Verlassen ihrer Städte per Anordnung der Behörden verboten - nur in ganz dringenden Fällen soll es eine Ausnahmeerlaubnis geben.

Die Zahl der Neuerkrankungen an Covid-19 in China ist in den vergangenen Tagen auf den höchsten Stand seit sechs Monaten gestiegen. Hauptherd ist die an Peking angrenzende Provinz Hebei, in der Shijiazhuang und Xingtai liegen. Alle Zufahrtsstraßen zu den beiden Städten sind in beide Richtungen gesperrt, Flugverbindungen gestrichen und der Zugverkehr eingestellt.

8.1.2021 • 12:48 Uhr

EU-Videogipfel zur Corona-Pandemie am 21. Januar

Um sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie besser abzustimmen, hat EU-Ratschef Charles Michel einen weiteren Gipfel mit den EU-Staats- und Regierungschefs angesetzt. Am 21. Januar um 18 Uhr werde es in einer Videokonferenz der 27 Staaten um die Covid-19-Koordinierung gehen, schrieb Michels Sprecher auf Twitter. Dabei dürfte vor allem der teils holprige Start der Impfkampagne in den EU-Staaten im Zentrum stehen. Kritiker hatten zuletzt bemängelt, dass seit der ersten Zulassung eines Corona-Impfstoffs in der EU am 21. Dezember in vielen EU-Staaten zu langsam geimpft werde.

8.1.2021 • 12:31 Uhr

EMA erlaubt Nutzung von sechs Impfdosen pro Ampulle

Die europäische Arzneimittelagentur EMA erlaubt ab sofort, dass aus einem BioNTech-Impffläschchen sechs statt wie bisher fünf Impfdosen genommen werden können. Das teilte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums mit. Dadurch könne die Zahl der zu verimpfenden Dosen erheblich erhöht werden.

Es hatte sich herausgestellt, dass die BioNTech-Ampullen überfüllt sind, sie enthalten also mehr Impfstoff als vorgesehen. Bundesgesundheitsminister Spahn hatte am Montag in einem Papier die Hoffnung geäußert, dass durch Entnahme von sechs statt fünf Impfdosen die Zahl der Imfpungen um bis zu 20 Prozent höher ausfallen könnte.

8.1.2021 • 12:12 Uhr

Schweden verabschiedet Pandemiegesetz

Die schwedische Regierung hat sich mit einem neuen Pandemiegesetz die Möglichkeit für weitreichendere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus gesichert. Der Reichstag in Stockholm stimmte heute für das Gesetz. Es tritt am Sonntag in Kraft und bedeutet, dass die Regierung umfassendere Corona-Maßnahmen als bisher erlassen kann, wenn sie dies für notwendig erachtet. Bislang sind die Schweden in der Corona-Krise einen vielbeachteten Sonderweg gegangen.

Die schwedische Strategie hatte bisher auf verhältnismäßig freizügige Empfehlungen sowie Appelle an die Vernunft der Bürger gesetzt. Durch das Pandemiegesetz ist es nun möglich, zum Beispiel Geschäfte, Einkaufszentren, Fitnessstudios oder andere Einrichtungen zu schließen oder es Menschen zu verbieten, sich in größeren Gruppen zu versammeln. Das Gesetz gilt vorläufig bis September 2021.

8.1.2021 • 12:07 Uhr

Mindestens 90 Millionen BioNTech-Impfdosen für Deutschland

Die Bundesregierung rechnet in diesem Jahr mit mindestens 90 Millionen Impfdosen des Herstellers BioNTech für Deutschland. Es wird erwartet, dass die bisher vereinbarten 60 Millionen Impfdosen aus dem deutschen Anteil an EU-Verträgen sowie 30 Millionen aus einer bilateralen Zusatzvereinbarung noch in diesem Jahr ausgeliefert würden, sagt ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.

Durch die Bestellung zusätzlicher Impfdosen bei Biontech seitens der EU steige die Liefermenge. "Das ist eine gute Nachricht", sagt der Sprecher. Nationale Vereinbarungen mit den Herstellern führten nicht zu Verzögerungen bei den EU-Auslieferungen, unterstreicht er. "Kein EU-Land wird deshalb Impfdosen später bekommen."

8.1.2021 • 11:58 Uhr

Auch Corona-Reisewarnung für Madeira

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung nun auch für die portugiesische Urlaubsinsel Madeira eine Reisewarnung ausgesprochen. Ab Samstag gilt die Insel als Risikogebiet. Auf der Risikoliste des Robert Koch-Instituts (RKI) stehen dann auch wieder die französische Insel Korsika und die nordfranzösische Region Bretagne. Damit gilt wieder für den gesamten europäischen Teil Frankreichs eine Reisewarnung, nur einige Überseegebiete sind noch davon ausgenommen, wie das RKI auf seiner Internetseite mitteilte.

Madeira war eines der letzten Winter-Reiseziele im Süden Europas, für das bisher noch keine Corona-Reisewarnung galt. Jetzt bleiben nur noch einige griechischen Inseln übrig. Die Kanaren hatte die Bundesregierung bereits eine Woche vor Weihnachten zum Risikogebiet erklärt und die Reisewarnung damit auf ganz Spanien erweitert. Auch ganz Irland, die dänischen Färöer Inseln und zwei weitere Regionen Norwegens sind ab Samstag wieder Risikogebiet. Eine finnische Region wurde dagegen wieder von der Risikoliste gestrichen.

Blick über die Stadt Funchal auf Madeira | dpa

Der Blick auf Funchal - Hauptstadt der autonomen Region Madeira. Vor Corona-Zeiten ein beliebtes Touristen-Ziel, auch im Winter. Bild: dpa

8.1.2021 • 11:53 Uhr

Studie mit Biologika-Impfstoff unterbrochen

Die Entwicklung eines Corona-Impfstoffs der Dessauer IDT Biologika und des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung verzögert sich. Der Beginn der zweiten Studienphase werde verschoben, teilt die Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf mit. Erste Daten des Vakzins zeigten zwar eine gute Verträglichkeit, aber eine schwache Immunreaktion. "Sobald die Ursachen dafür abgeklärt sind, soll die klinische Erprobung fortgesetzt werden." Die IDT Biologika hatte im November erklärt, eine Impfstoff-Zulassung bis Ende 2021 anzustreben.

8.1.2021 • 11:19 Uhr

Iran untersagt Einfuhr von britischen und US-Impfstoffen

Das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, hat die Einfuhr der von Biontech/Pfizer und von Astrazeneca entwickelten Impfstoffe untersagt. Der Import amerikanischer und britischer Impfstoffe sei verboten, sagte Chamenei in einer im Fernsehen übertragenen Rede und verwies auf die steigende Zahl der Corona-Todesopfer in den beiden Staaten. "Wenn die Amerikaner in der Lage wären, einen Impfstoff zu entwickeln, dann hätten sie kein solches Fiasko in ihrem Land."Er vertraue den USA und Großbritannien nicht, erklärte er. Sie wollten ihre Impfstoffe manchmal an anderen Ländern testen.

Chamenei genehmigte aber die Einfuhr von Impfstoffen von anderen, wie er sagte, sicheren Orten, und unterstützt weiter die Bemühungen, einen Impfstoff im Iran herzustellen.

Das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Chamenei, bei einer Fernsehansprache. | AFP

Der oberste Führer des Iran, Ayatollah Chamenei, sagte, er misstraue Großbritannien und den USA bei der Produktion von Impfstoffen und setze deswegen auf die eigene Entwicklung. Bild: AFP

8.1.2021 • 11:02 Uhr

Zusätzliches Kinderkrankengeld soll Eltern helfen

Die geplante Ausweitung des Kinderkrankengeldes wird nach Schätzung des Gesundheitsministeriums rund eine halbe Milliarde Euro kosten. Der genaue Betrag sei natürlich am Ende abhängig, wie stark das Instrument in Anspruch genommen werde, sagt ein Sprecher des Ministeriums. Die Maßnahme befinde sich in der Umsetzung und Abstimmung mit anderen Ministerien. Bund und Länder hatten diese Woche beschlossen, das Kinderkrankengeld auszuweiten. Zusätzliche Kinderkrankentage sollen Eltern Unterstützung bieten, während Schulen und Kitas geschlossen sind.

8.1.2021 • 10:56 Uhr

Göring-Eckardt verlangt mehr Schutz für Arbeitnehmer

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat die Bundesregierung aufgefordert, mehr für den Corona-Schutz am Arbeitsplatz zu tun. "Vor allem Großraumbüros sind Risikogebiete", sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es müsse endlich klar gemacht werden, dass - wo immer es möglich ist - ein Recht auf Homeoffice gelte, mahnte die Grünen-Politikerin. Es dürfe nicht den Arbeitnehmern überlassen werden, sich das mühsam zu erkämpfen. Eine halbherzige Bitte an die Arbeitgeber, wie sie von der Regierung komme, reiche nicht aus.

Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) müsse ein deutliches Signal an uneinsichtige Arbeitgeber senden, sagte Göring-Eckardt. "Wer Mitarbeitern ohne dringende Notwendigkeit das Arbeiten von zu Hause verweigert, obwohl auch Homeoffice möglich wäre, verletzt Fürsorgepflicht und Arbeitsschutz und riskiert ein Bußgeld."

8.1.2021 • 10:38 Uhr

Spahn fordert auch Genesene auf, sich impfen zu lassen

Gesundheitsminister Jens Spahn plädiert dafür, dass sich auch Genesene nach einer Corona-Infektion impfen lassen. Die Immunität durch eine Impfung sei nach Erkenntnissen der Wissenschaft deutlich höher als nach einer überstandenen Erkrankung, sagt er dem SWR. "Insofern macht es auch für Genese Sinn, sich impfen zu lassen", fügt er hinzu. Allerdings müssten sich diese Personen vielleicht nicht sofort impfen lassen.

8.1.2021 • 10:34 Uhr

NRW: Täglich zwei FFP2-Masken für Lehrer

Nordrhein-Westfalen will jeden Lehrer im Präsenzunterricht mit zwei FFP2-Masken pro Tag ausstatten. Es würden entsprechende Gelder zur Verfügung gestellt, um das bis zu den Osterferien zu gewährleisten, erklärte das Bildungsministerium in einer Email an alle Schulen. In dem Schreiben wurde auch klargestellt, dass die angekündigten Gratis-Corona-Tests für Lehrer bis Ende Januar nur in Anspruch genommen werden können, wenn die Personen "in dieser Zeit tatsächlich einen Präsenzdienst in den Schulen leisten."

Grundsätzlich sollen in Nordrhein-Westfalen alle Schüler bis zum Ende des Monats nur zu Hause unterrichtet werden. Es gibt aber Notbetreuungsangebote für Schüler der Klassen 1 bis 6, die nicht zu Hause betreut werden können oder bei denen nach Ansicht des Jugendamts eine Kindeswohlgefährdung vorliegen könnte. Lehrer, die in dieser Zeit in den Schulen sind, können sich bereits kostenfrei auf Corona testen lassen. Für alle anderen Beschäftigten soll es von Februar bis zu Beginn der Osterferien die Möglichkeit zu sechs anlasslosen Tests geben.

8.1.2021 • 10:11 Uhr

Vertrag zwischen EU und BioNTech/Pfizer steht

Die EU-Kommission hat einen Vertrag über weitere bis zu 300 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer abgeschlossen. 75 Millionen Dosen davon sollten bereits im zweiten Quartal 2021 zur Verfügung stehen, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in Brüssel.

8.1.2021 • 10:07 Uhr

Schwierige Zeiten für den Buchhandel

Der zweite Lockdown traf auch die Buchhändler hart. Statt Stöbern im Laden, ist derzeit meist nur Bestellen und Abholen möglich. Manche Buchläden liefern per Boten aus. Die Corona-Maßnahmen haben sich 2020 negativ auf die Umsätze der Branche ausgewirkt und auch das neue Jahr beginnt schwierig.

8.1.2021 • 09:55 Uhr

Medizinethiker gegen allgemeine Impfflicht

Eine allgemeine Impfpflicht gegen das Coronavirus kommt nach Ansicht des Medizinethikers Wolfram Henn nicht in Frage. Denkbar sei eine berufsbezogene Impfpflicht, sagte das Mitglied des Deutschen Ethikrats der "Heilbronner Stimme". Dies könnte etwa Pflegeberufe betreffen. Bislang sei zudem zu wenig für das Impfen geworben worden, fügte Henn hinzu. Eine kleine Gruppe von Menschen werde sich "leider trotz aller guten Gründe" nicht von der Notwendigkeit der Impfung überzeugen lassen, beklagte der Wissenschaftler.

8.1.2021 • 09:47 Uhr

Ramelow: "Die Wirtschaft in eine Pause schicken"

Der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow fordert, den Lockdown in Deutschland auszuweiten und die Wirtschaft in Deutschland herunterzufahren. "Wir müssen jetzt einfach einmal komplett eine Pause machen", sagte der Linken-Politiker dem MDR. Er sehe dazu keine Alternative. "Der Fehler, den wir in ganz Deutschland gemacht haben, war, dass wir den Dezember nicht genutzt haben, um tatsächlich auch die allgemeine Wirtschaft in eine Pause zu schicken." Bisher hätten Gastronomien, Einzelhändler, Kulturschaffende die Last des Lockdowns getragen.

Ramelow sagte weiter, Ansteckungen mit dem Coronavirus gebe es vor allem im privaten Bereich. Diesen Gefährdungsmoment habe er falsch eingeschätzt. Er habe sich selbst zu lange davon leiten lassen, dass leichtere Methoden helfen würden. Das habe bislang jedoch nur zur Verlängerung der Beschränkungen geführt.

Bodo Ramelow, Ministerpräsident von Thüringen | dpa

Der Thüringer Ministerpräsident Ramelow sagte: "In Sachsen und Thüringen haben wir keine einzelnen Hotspots, wir sind der Hotspot". Bild: dpa

8.1.2021 • 09:32 Uhr

Scholz fordert Ausweitung der Impfstoffproduktion

Bundesfinanzminister Olaf Scholz fordert größere Anstrengungen bei der Impfstoffproduktion. "Wir müssen alles dafür tun, dass die Impfstoffproduktion zunimmt, dass wir soviel Impfstoff wie möglich bekommen, damit wir die Bevölkerung so schnell wie möglich schützen", sagt der SPD-Kanzlerkandidat vor einer Klausurtagung der Bundestagsfraktion.

Gleichzeitig verteidigte Scholz den verschärften Lockdown. Angesichts der hohen Infektions- und Todeszahlen "war es richtig und ist es richtig, dass wir jetzt noch mal mit stärkeren Maßnahmen versuchen, das Pandemiegeschehen zu bekämpfen".

8.1.2021 • 09:20 Uhr

Mehr als 23.000 Neuinfektionen in Russland

In Russland sind in den vergangenen 24 Stunden 23.652 neue Corona-Fälle registriert worden - mehr als 5000 davon alleine in der Hauptstadt Moskau. Insgesamt steigt die Zahl der Infektionen damit auf mehr als 3,3 Millionen. Nach Angaben der Behörden starben weitere 454 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus. Die Zahl der Corona-Toten liegt jetzt bei 60.911.

8.1.2021 • 09:20 Uhr

Zweifel an Impfstoff-Wirksamkeit bei Virus-Variante aus Südafrika

Der britische Verkehrsminister Grant Shapps erklärte dem Fernsehsender Sky, es gebe Zweifel daran, ob die vorhandenen Impfstoffe auch bei der hochansteckenden Virus-Mutation aus Südafrika wirksam seien. Deswegen wolle man kein Risiko eingehen, sagte Shapps. Bisher sind in Großbritannien die Impfstoffe von BioNTech und AstraZeneca zugelassen.

Die britische Regierung verlangt ab der kommenden Woche für alle Einreisenden einen negativen Corona-Test. So soll auch die Ausbreitung von mutierten Viren verringert werden.

8.1.2021 • 08:58 Uhr

Patientenschützer warnen vor schlechterer Versorgung

Patientenschützer haben vor einer Verschlechterung der regulären Patientenversorgung in der Corona-Pandemie gewarnt. Bereits in der ersten Pandemiewelle seien mehr Operationen und planbare Eingriffe als nötig verschoben worden, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Fehler vom Anfang der Pandemie dürften nicht wiederholt werden, mahnte er. Die Maßnahmen hätten bei Patienten zu einer tiefen Vertrauenskrise geführt. "Aus Angst vor einer Ansteckung trauten sich viele gar nicht mehr ins Krankenhaus", beklagte Brysch.

Wichtig seien nun regionale Kooperationen der Krankenhäuser bei der Patientenversorgung. Zudem müsse es mehr finanzielle Transparenz der Kliniken mit Blick auf die staatlich gewährten Freihaltepauschalen zur Bereitstellung von Bettenkapazitäten für Covid-Patienten geben.

8.1.2021 • 08:50 Uhr

Deutsche Exporte wachsen - bleiben aber unter Vorkrisenniveau

Die deutsche Exporte sind im November ungeachtet der zweiten Corona-Welle bei vielen Handelspartnern bereits den siebten Monat in Folge gewachsen. Sie stiegen um unerwartet kräftige 2,2 Prozent zum Vormonat. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Experten hatten mit einem Plus von 0,8 Prozent gerechnet, nach einer Zunahme von 0,9 Prozent im Oktober.

Trotz schrittweiser Erholung zeichnet sich aber ein deutlicher Rückgang der deutschen Exporte im gesamten Corona-Jahr 2020 ab. In den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres sanken die Exporte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10,3 Prozent auf 1103,9 Milliarden Euro. Der Branchenverband BGA rechnete zuletzt mit einem Exportrückgang von mindestens zwölf Prozent im Gesamtjahr.

8.1.2021 • 08:21 Uhr

Ungarn verlängert Corona-Beschränkungen

In Ungarn wird die Dauer der Corona-Beschränkungen verlängert. Wie Ministerpräsident Orban im staatlichen Rundfunk mitteilte, sollen alle Maßnahmen, einschließlich der nächtlichen Ausgangssperre bis zum 1. Februar weiter gelten. Auch der Unterricht an weiterführenden Schulen werde weiterhin digital stattfinden. Die Grundschulen waren in dieser Woche geöffnet worden.

8.1.2021 • 07:14 Uhr

Mehr als 4000 Corona-Todesfälle in den USA

In den USA ist die Zahl der täglichen Corona-Todesfälle erstmals über die Marke von 4000 gestiegen. Dies geht aus Daten des Covid Tracking Projects hervor. Demnach starben am Donnerstag 4033 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Zudem wurden 266.197 Neuinfektionen verzeichnet. Das Covid Tracking Project wurde im vergangenen Frühjahr beim Magazin "The Atlantic" begonnen und sammelt Daten zur Corona-Pandemie in den USA. Zahlen der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore für den Donnerstag lagen am Freitagmorgen (MEZ) zunächst noch nicht vor. Für Mittwoch hatte die JHU 3865 Tote im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet, der bis dahin höchste Wert innerhalb von 24 Stunden. Der bislang höchste Wert an Neuinfektionen war laut JHU am Samstag mit 297.491 binnen 24 Stunden verzeichnet worden.

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 21,5 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 365.000 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt. Auf die Einwohnerzahl umgerechnet liegt rund ein Dutzend Länder höher als die USA.

8.1.2021 • 07:02 Uhr

Wegen Corona-Mutation: Australien beschränkt Einreisen

Australien schränkt die Zahl Menschen, die per Flieger ins Land kommen dürfen, um fast die Hälfte ein. Mit der Maßnahme will die Regierung die Ausbreitung der hoch ansteckenden Coronavirus-Variante verhindern, die zuerst in Großbritannien identifiziert und nun erstmals im australischen Bundesstaat Queensland nachgewiesen wurde. Der australische Premierminister Scott Morrison erklärte, die Bundesstaaten hätten zugestimmt, internationale Ankünfte in New South Wales, Western Australia und Queensland bis zum 15. Februar zu halbieren. Im Bundesstaat Victoria war die Zahl der Ankünfte bereits gering, sie sollte zunächst nicht verändert werden. Nachgewiesen wurde der erste örtliche Fall der Corona-Mutante bei einer Reinigungskraft in einem Hotel, das ausländische Besucher während der Quarantäne beherbergt.

8.1.2021 • 06:58 Uhr

BioNTech-Impfstoff schützt laut Studie vor Corona-Mutation

Der von BioNTech und Pfizer entwickelte Corona-Impfstoff schützt laut einer neuen Studie der Hersteller auch vor den in Großbritannien und Südafrika aufgetauchten Varianten des Virus. Beide Varianten zeichnen sich durch eine Mutation aus, die das Vakzin nach Angaben von Pfizer-Forschern in Labortests nicht blockierte. "Wir haben jetzt 16 verschiedene Mutationen getestet, von denen keine wirklich signifikante Auswirkungen hatte. Das sind die guten Nachrichten", sagt einer der führenden Wissenschaftler für virale Impfstoffe bei Pfizer. "Das heißt aber nicht, dass die 17. keine Auswirkungen haben wird."

Die britische Variante des Virus gilt als bis zu 70 Prozent ansteckender als der ursprüngliche Covid-19-Erreger. Sie hat sich im Großraum London rasant ausgebreitet und die Regierung zu einem Lockdown veranlasst. Auch die südafrikanische Variante ist laut dem panafrikanischen Gesundheitszentrum Africa CDC ansteckender als die ursprüngliche Version.

8.1.2021 • 06:37 Uhr

Bundesländer erhalten neue Impfdosen

Die Bundesländer bekommen heute eine neue Lieferung des Corona-Impfstoffs des Herstellers BioNTech, insgesamt fast 668.000 Dosen. Sie sollen direkt von Biontech an die 27 Anlieferzentren der Länder gehen. Den größten Anteil erhält das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen mit 141.375 Impfdosen. Den kleinsten Anteil bekommt Bremen mit 4875 Dosen. In diesen Größenordnungen war die Lieferung auch angekündigt worden.

8.1.2021 • 05:32 Uhr

RKI: 31.849 Neuinfektionen und 1188 weitere Todesfälle

Die Zahl der gemeldeten Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus hat einen neuen Höchstwert erreicht. Innerhalb eines Tages übermittelten die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut 1188 neue Todesfälle, wie aus den RKI-Zahlen vom Morgen hervorgeht. Außerdem wurden 31.849 Neuinfektionen gemeldet. Der bisherige Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am 30. Dezember erreicht worden.

8.1.2021 • 04:16 Uhr

Mehr als 200.000 Corona-Tote in Brasilien

In Brasilien hat die Zahl der Corona-Toten die Marke von 200.000 überschritten. Im Vergleich zum Vortag wurden 1524 neue Todesfälle registriert, womit die Gesamtzahl seit Ausbruch der Pandemie auf 200.498 stieg. Es kamen zudem 87.843 Neuinfektionen hinzu - seit dem ersten bestätigten Fall in Brasilien Ende Februar steckten sich laut Ministerium damit 7.961.673 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 an.

8.1.2021 • 04:16 Uhr

Bei Einreise nach Großbritannien negativer Corona-Test nötig

Die britische Regierung schreibt ab der kommenden Woche für alle Einreisenden einen negativen Corona-Test vor. Dieser müsse binnen 72 Stunden vor der Abreise vorgenommen werden, hieß es in der Nacht aus London. Es gebe Ausnahmen, etwa für Kinder unter elf Jahren, Lastwagenfahrer und Airline-Besatzungen. Viele Gesundheitsexperten hatten die Londoner Regierung schon seit längerem zu dieser Maßnahme gedrängt, um Fälle eingeschleppter Infektionen zu verringern.

8.1.2021 • 04:16 Uhr

Schärfere Regeln in Hamburg in Kraft getreten

Als erstes Bundesland hat Hamburg um Mitternacht eine verschärfte Corona-Verordnung in Kraft gesetzt. Die Gesundheitsbehörde veröffentlichte die geänderten Regeln am Abend im Internet. Demnach müssen die Hamburger ab heute ihre Kontakte weiter einschränken. So dürfen Angehörige eines Haushalts nur noch mit einer Person eines anderen Haushalts zusammentreffen. Bisher waren Kontakte auf fünf Menschen aus maximal zwei Haushalten beschränkt. Für Kinder gibt es anders als bisher keine Ausnahme mehr. Im benachbarten Niedersachsen soll die Kontaktbeschränkung auf zwei Personen erst ab Sonntag, in Schleswig-Holstein ab Montag gelten.