Mitglieder des medizinischen Personals behandeln mit Schutzanzügen und Gesichtsmasken einen Patienten, der an der Coronavirus-Krankheit (COVID-19) leidet | REUTERS
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Liveblog zum Coronavirus ++ Mehr als 13.000 Neuinfektionen in Frankreich ++

Stand: 18.09.2020 23:54 Uhr

Frankreich meldet mit über 13.000 Fällen so viele Corona-Infektionen innerhalb eines Tages wie nie zuvor. Auch beim Bundesliga-Spiel Köln gegen Hoffenheim sind keine Zuschauer erlaubt.

  • Frankreich meldet 13.215 Neuinfektionen
  • Straßen- und Kneipenkarneval in NRW weitgehend abgesagt
  • München überschreitet Grenzwert bei Neuinfektionen
  • EU-Kommission schließt Impfstoff-Vertrag mit Sanofi und GSK
  • Großbritannien droht Lockdown
  • Gesundheitsämter melden dem RKI 1916 neue Corona-Fälle
  • Neuinfektionen im Iran: "Das Land ist auf Stufe Rot"
18.9.2020 • 23:54 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

18.9.2020 • 22:46 Uhr

Trump: Impfstoff für jeden Amerikaner im April

US-Präsident Donald Trump hat verkündet, dass das Land bis April kommenden Jahres genug Corona-Impfstoff für alle Amerikaner haben werde. Es ist ein ambitioniertes Ziel, da bisher noch kein Impfstoff zugelassen wurde. Experten von Trumps Regierung hatten bisher gesagt, dass es eher bis zur Jahresmitte 2021 dauern werde, bis jeder eine Impfung bekommen könne. "Wir gehen davon aus, genug Impfdosen für jeden Amerikaner zum April zu haben", sagte Trump nun im Weißen Haus.

Die Verteilung der Impfstoffe solle binnen 24 Stunden nach der Zulassung beginnen, erklärte er. Er bekräftigte seine früheren Angaben, dass bis zum Jahresende 100 Millionen Impfdosen ausgeliefert werden sollen. Experten gehen davon aus, dass man zwei Mal mit mehreren Wochen Abstand geimpft werden muss.

18.9.2020 • 22:11 Uhr

Französischer Finanzminister positiv getestet

Der französische Finanzminister Bruno Le Maire ist nach eigenen Angaben positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er habe aber keine Symptome, teilt er auf Twitter mit. Er werde sich für sieben Tage in Selbstisolation begeben und seinen Pflichten weiter nachkommen.

18.9.2020 • 21:59 Uhr

London rechnet mit weiteren Corona-Einschränkungen

Auf London dürften nach Einschätzung von Bürgermeister Sadiq Khan wohl weitere Einschränkungen zukommen. Dies sei zunehmend wahrscheinlich, sagt er, um die weitere Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Man werde Maßnahmen ins Auge fassen, die auch schon in anderen britischen Großstädten zur Anwendung kämen.

In zahlreichen Städten müssen die Pubs und Restaurants abends um 22 Uhr schließen. Die Einwohner mehrerer Ortschaften in Wales können ihre Region nur noch verlassen, wenn sie zur Arbeit müssen oder zur Schule.

18.9.2020 • 21:17 Uhr

Doch keine Zuschauer bei Bundesliga-Spiel in Köln

Das Bundesligaspiel des 1.FC Köln gegen TSG Hoffenheim wird an diesem Samstag doch ohne Zuschauer stattfinden. Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Infektionen könne kein Publikum im RheinEnergieStadion zugelassen werden, teilte die Stadt Köln mit. 9200 Zuschauer waren zu der Begegnung erwartet worden.

Auf die Teil-Zulassung von Zuschauern für Bundesligaspiele hatten sich die Länder am vergangenen Dienstag geeinigt. Zunächst sollen bis zu 20 Prozent der eigentlichen Kapazität ausgenutzt werden. Nach sechs Wochen soll Bilanz gezogen werden, ob dies Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen während der Coronavirus-Pandemie hat.

18.9.2020 • 20:51 Uhr

Niederlande verschärfen Corona-Maßnahmen

In Amsterdam, Rotterdam und weiteren großen Städten der Niederlande werden die Schutzvorkehrungen gegen das Coronavirus verschärft. In insgesamt sechs besonders betroffenen Regionen dürfen Gaststätten künftig ab Mitternacht keine Gäste mehr einlassen und müssen um 1.00 Uhr schließen, wie die Regierung in Den Haag mitteilte. Die Maßnahmen treten demnach am Sonntagabend in Kraft.

Feiern mit mehr als 50 Personen sind ab dann verboten. Das gilt auch für Feste im Freien. Für Veranstaltungen mit mehr Teilnehmern, etwa Konzerte, müssen Genehmigungen beantragt werden. Die Behörden in Amsterdam verfügten zusätzlich, dass die Parks nachts geschlossen werden, um illegale Partys zu verhindern.

18.9.2020 • 20:22 Uhr

Johnson: "Zweite Welle in Grobritannien angekommen"

Der britische Premierminister Boris Johnson erklärte angesichts wieder stark zunehmender Infektionszahlen, eine zweite Pandemie-Welle sei bereits in Großbritannien angekommen. Er wolle keinen zweiten Lockdown. Es stünden aber aller Maßnahmen auf dem Prüfstand. Noch vor wenigen Tagen hatte Johnson erklärt, ein zweiter landesweiter Lockdown wäre desaströs für die Wirtschaft.

Britische Forscher hätten eine zweiwöchigen Lockdown der Regierung empfohlen, um die stark steigenden Infektionszahlen in den Griff zu bekommen, berichtete die "Financial Times". Dieser soll nach einer Empfehlung des wissenschaftlichen Beratergremiums der Regierung ("Sage") während der Schulferien im Oktober stattfinden.

Gesundheitsminister Matt Hancock sagte in einem BBC-Interview: "Wir möchten einen nationalen Lockdown vermeiden, aber wir sind darauf vorbereitet." Es sei das "letzte Mittel der Verteidigung". Man setze zunächst auf lokale Beschränkungen.

18.9.2020 • 20:07 Uhr

Mehr als 13.000 Infektionen in Frankreich

Die französische Regierung hat innerhalb der vergangenen 24 Stunden 13.215 neue Corona-Infektionen registriert. Dies ist die höchste Zahl in dem Land seit dem Beginn der Pandemie. Damit bestätigt sich der Trend der vergangenen Tage: Zuletzt waren über 10.000 Neuinfektionen pro Tag gemeldet worden. Die Gesamtzahl der Todesopfer steigt damit von 31.095 auf 31.249.

18.9.2020 • 19:03 Uhr

Sitzungskarneval in NRW weitgehend abgesagt

Der Sitzungskarneval in Nordrhein-Westfalen soll für die kommende Session abgesagt werden. Das sagte der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, Christoph Kuckelkorn, in Düsseldorf nach einem Gespräch mit der Landesregierung.

"Gesellige Karnevalsveranstaltungen sind nicht möglich", sagte Staatssekretär Nathanael Liminski. Kleine "Kulturveranstaltungen" mit Bühnenprogramm könnten dagegen in Übereinstimmung mit den Corona-Regeln möglich sein. Den Städten wird ein Alkoholverbot empfohlen.

18.9.2020 • 18:59 Uhr

Silvesterfeier am Brandenburger Tor geplant

Auch in Zeiten von Corona ist eine Silvesterfeier am Brandenburger Tor geplant. Das Konzept solle an Corona-Auflagen angepasst werden, teilte der Veranstalter, die Silvester in Berlin GmbH, mit. Es werde ein Publikum vor Ort geben, aber in diesem Jahr seien es deutlich weniger Menschen als in anderen Jahren - eine Zahl wurde nicht genannt. Auch müssen sich Interessierte anmelden.

Aktuell sind in Berlin zu öffentlichen Veranstaltungen im Freien allerdings nur bis zu 5000 Menschen erlaubt. Die Feier soll in diesem Jahr, wie auch in den Vorjahren, im Fernsehen übertragen werden, hieß es von den Veranstaltern.

18.9.2020 • 18:49 Uhr

Corona-Fall in Semperoper

In der Ballettcompany der Dresdner Semperoper gibt es einen positiven Corona-Fall. 66 Tänzerinnen und Tänzer müssen für zunächst fünf Tage in Quarantäne und sich testen lassen, wie eine Sprecherin sagte. Es fallen vorerst zwei Vorstellungen von "Semper Essenz: We will dance!" heute sowie am Sonntag aus.

18.9.2020 • 18:37 Uhr

Präsident Giammattei mit Corona infiziert

Im mittelamerikanischen Guatemala hat sich Präsident Alejandro Giammattei mit dem Virus angesteckt. Der 64-Jährige kündigte an, sich in den nächsten Stunden an die Nation zu wenden.

18.9.2020 • 18:16 Uhr

Kanada verlängert Grenzschließung zu den USA

Die Grenze zwischen Kanada und den USA bleibt wegen der Corona-Pandemie noch bis zum 21. Oktober geschlossen. Wie der kanadische Minister für öffentliche Sicherheit, Bill Blair, über Twitter mitteilte, wurde die Grenzschließung um weitere 30 Tage verlängert.

Die Regierung orientiere sich dabei an den Empfehlungen der Gesundheitsbehörden, "um die Sicherheit der Kanadier zu gewährleisten", fügte er hinzu.

Kanada, die USA und Mexiko und Kanada hatten im März im gegenseitigen Einvernehmen ihre Grenzen geschlossen. Nur unbedingt notwendige Grenzübertritte sind noch erlaubt, Ausnahmen gibt es auch für den Güterverkehr. Die Grenzschließung wurde seitdem jeden Monat verlängert.

Grenzübergang von Kanada in die USA in Blaine im Bundesstaat Washington. | AP

Bild: AP

18.9.2020 • 18:08 Uhr

Mehr als 1900 Neuinfektionen in Italien

In Italien ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf über 1900 und damit auf den höchsten Wert seit Anfang Mai gestiegen. Das Gesundheitsministerium in Rom vermeldete 1907 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Zuletzt hatte es am 1. Mai mit 1965 Fällen höhere Zahlen bei den Neuinfektionen gegeben.

Seit Beginn der Pandemie zählt Italien insgesamt 294 932 Infizierte und 35 668 Todesfälle nach einer Infektion. Die Infiziertenzahlen sind in Italien laut Ministerium in den letzten sechs Wochen im Durchschnitt kontinuierlich gestiegen, auch wenn das Land derzeit nicht so hohe Fallzahlen wie beispielsweise Spanien oder Frankreich verzeichnet.

18.9.2020 • 17:57 Uhr

Madrid verschärft Corona-Einschränkungen

In Madrid und dem Umland der spanischen Hauptstadt werden die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus verschärft. Betroffen sind nach Angaben der Behörden 850.000 Menschen. Konkret darf man sich zwischen und innerhalb besonders betroffener Gebiete, in denen die Infektionen stark steigen, nur noch begrenzt bewegen. Auch der Zugang zu Parks und öffentlichen Bereichen wird eingeschränkt.

Außerdem werden nur noch Zusammenkünfte von maximal sechs Personen erlaubt. Ausnahmen gelten allerdings für Menschen, die zur Arbeit müssen. "Wir müssen einen Lockdown vermeiden, wir müssen eine wirtschaftliche Katastrophe vermeiden", erklärt Madrids Regionalpräsidentin Isabel Diaz Ayuso.

18.9.2020 • 17:46 Uhr

Rekord bei Neuinfektionen in Großbritannien

Großbritannien meldet 4322 neue positive Fälle von Covid-19. Das ist ein Anstieg von fast 1000 im Vergleich zum Donnerstag und der höchste seit dem 8. Mai, so die offizielle Statistik. Mit Treffverboten und Sperrstunden soll ein zweiter Lockdown vermieden werden.

18.9.2020 • 16:55 Uhr

Reker erwägt schärfere Kontaktbeschränkungen in Köln

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen in Köln schließt Oberbürgermeisterin Henriette Reker eine Verschärfung der Kontaktbeschränkungen nicht aus. Es müsse "alles getan werden, um einen zweiten Lockdown zu vermeiden", sagte sie. "Wir beobachten - wie viele andere Städte auch - seit einigen Tagen einen Anstieg der Infektionszahlen", sagte Reker. Am Donnerstag waren es 372 Infizierte. Bei einem Viertel der Neuinfizierten handle es sich um Reiserückkehrer. Deswegen sollen die kostenlosen Corona-Tests an Flughäfen ab sofort auch für Reisende aus Nichtrisikogebieten zur Verfügung stehen.

Entscheidend für die nächsten Schritte sei die Entwicklung der sogenannten Siebentageinzidenz, die die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner wiedergibt. Einschränkungen des öffentlichen Lebens werden bundesweit ab einem Wert von 50 empfohlen. In Köln lag die Inzidenzzahl am Freitag bei 31,04. Das entspricht 31 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

18.9.2020 • 16:44 Uhr

Corona-Teststrategie der EU-Kommission: Ergebnis binnen 24 Stunden

Corona-Tests sollten von der ersten Anfrage bis zum Ergebnis aus Sicht der EU-Kommission nicht länger als 24 Stunden dauern, damit Kontakte sinnvoll nachverfolgt werden können. Das geht aus den Empfehlungen für eine gemeinsame Teststrategie der Brüsseler Behörde hervor. Auch Deutschland müsste demnach mehr Tempo machen. Nach Angaben der Kommission vergehen hier bis zu 36 Stunden zwischen Test und der Bekanntgabe des Ergebnisses.

Die Bevölkerung solle leichten Zugang zu Teststellen haben, betont die Kommission. Es müsse Priorität sein, alle Fälle von Covid-19-ähnlichen Symptomen zu testen. Möglichst solle gleichzeitig auf das Coronavirus, Grippe und andere Atemwegsinfekte untersucht werden.

18.9.2020 • 16:34 Uhr

Sanofi und EU-Kommission besiegeln Vertrag über Impfstoff

Die Pharmakonzerne Sanofi und GlaxoSmithKline haben mit der EU-Kommission die Lieferung eines möglichen Corona-Impfstoffes vereinbart. Das Abkommen über die Lieferung von bis zu 300 Millionen Dosen wurde am Freitag besiegelt, wie Sanofi mitteilte. Voraussetzung ist, dass der Impfstoff nach der laufenden klinischen Testphase auch eine Zulassung erhält.  Diese könnte demnach "im ersten Halbjahr 2021 beantragt werden". Über den Kaufpreis wurde nichts bekannt. Zuvor hatten der französische Sanofi-Konzern und die britische GSK mitgeteilt, dass eine Impfdosis weniger als zehn Euro kosten soll.

18.9.2020 • 16:01 Uhr

UN: Corona lässt Armut und Hunger weltweit ansteigen

Die Corona-Krise drohe die mühsam errungenen Fortschritte im Kampf gegen Hunger und Armut und für eine lebenswertere Welt zunichtezumachen, warnte UN-Generalsekretär António Guterres in New York auf einer UN-Konferenz zu den 17 Nachhaltigkeitszielen.

Die Vereinten Nationen könnten die Nachhaltigkeitsziele bis 2030 verfehlen, erklärte der Generalsekretär. Die UN befürchten, dass die Wirtschaftskrise, die durch Covid-19 ausgelöst wurde, bis zu 500 Millionen Menschen in Armut stürzen wird. Die Armut breite sich zum ersten Mal seit 1990 global wieder aus.

Laut UN fristen derzeit mehr als derzeit 700 Millionen Menschen ein Leben in extremer Armut. Sie haben weniger als 1,90 Dollar pro Tag zum Überleben. Die Beseitigung der Armut ist das erste der 17 Nachhaltigkeitsziele, auf die sich die UN 2015 einigten.

Das zweite Ziel lautet, dass die Welt den Hunger besiegt. Laut den UN sank die Zahl der Hungernden über Jahrzehnte, seit 2015 steige die Zahl aber langsam wieder an. Derzeit hungern demnach 690 Millionen Menschen, das seien 60 Millionen mehr als noch vor fünf Jahren. Bis 2030 könnten 840 Millionen Menschen an Hunger leiden, hieß es.

Zudem seien durch Schulschließungen die Bildungsaussichten von Millionen Kindern gesunken, vor allem in armen Ländern. Ebenso sei während der Lockdowns die Gewalt gegen Frauen gestiegen. Den Rückschritten stehen laut den UN Fortschritte in einigen Bereichen gegenüber. So habe sich die Gesundheit von werdenden Müttern und Kindern verbessert, mehr Menschen haben Zugang zu Elektrizität und mehr Frauen sitzen in den Regierungen.

18.9.2020 • 15:48 Uhr

Scholz will 2021 rund 96 Millarden neue Schulden machen

Im Kampf gegen die Corona-Krise will Finanzminister Olaf Scholz im Bundeshaushalt 2021 rund 96 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen. Der Krise solle nicht hinterhergespart werden.

18.9.2020 • 15:14 Uhr

München überschreitet Grenzwert bei Neuinfektionen

Die bayerische Landeshauptstadt München hat den Grenzwert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen einer Woche überschritten. Dies geht aus der täglich aktualisierten Statistik des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hervor.

Der Wert gilt als wichtige Schwelle im Kampf gegen die Corona-Pandemie; wird er überschritten, sind verstärkte Infektionsschutzmaßnahmen vorgesehen. München erreichte den Wert von 50,7. Der Grenzwert wurde aber auch in anderen Regionen überschritten. So sind in Bayern die Stadt Würzburg (70,38), die Stadt Kaufbeuren (61,51), der Landkreis Garmisch-Partenkirchen (58,78) und der Landkreis Kulmbach (50,11) besonders betroffen.

18.9.2020 • 14:54 Uhr

Philippinen verlängern Notstand um ein weiteres Jahr

Die philippinische Regierung hat den Mitte März ausgerufenen Corona-Notstand bis September 2021 verlängert. Durch die Maßnahme solle die Ausbreitung des Virus in dem südostasiatischen Land unter Kontrolle gebracht werden, sagte Regierungssprecher Harry Roque.

Unter anderem ermöglicht der Notstand eine schnellere Bereitstellung von Geldern und Ressourcen während der Pandemie. Außerdem könnten die Behörden so die Preise für Grundnahrungsmittel sowie andere Waren überwachen und kontrollieren.

Der Inselstaat mit 107 Millionen Einwohnern ist das am schwersten von dem Virus betroffene Land in Südostasien, gefolgt von Indonesien. Bis Freitag stieg die Zahl der bestätigten Infektionen auf knapp 280.000. Mehr als die Hälfte der Fälle wurde rund um die Hauptstadt Manila bestätigt. Mehr als 4800 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben.

Die Regierung von Präsident Rodrigo Duterte hatte im März zunächst einen strikten Lockdown verhängt. Jedoch wurden seit Juni Lockerungen eingeführt, um die schwer angeschlagene Wirtschaft anzukurbeln.

18.9.2020 • 14:37 Uhr

Russland erlaubt Corona-Medikament auf Rezept

Russland hat grünes Licht für die ambulante Behandlung mit dem Antivirus-Mittel Coronavir auf Rezept gegeben. Das für Patienten mit mild bis moderat verlaufenden Covid-19-Infektionen gedachte Medikament wird von dem Hersteller R-Pharm in der Stadt Jaroslawl, rund 300 Kilometer nordöstlich von Moskau, produziert.

Demnach könne das Medikament bereits nächste Woche in die Apotheken ausgeliefert werden. Vor der Zulassung von Coronavir als verschreibungspflichtiges Medikament hatten die Behörden bereits ein weiteres russisches Covid-19-Medikament, Avifavir, zugelassen. Beide basieren auf Favipiravir, das in Japan entwickelt wurde und häufig als Grundlage für Behandlungen von Virusinfektionen verwendet wird.

18.9.2020 • 14:26 Uhr

Hessen lockert Besuchsbeschränkungen in Altenheimen

Die hessische Landesregierung hebt zum 1. Oktober die allgemeinen Besuchseinschränkungen in Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen auf. Sie gibt damit den einzelnen Einrichtungen Freiräume, eigene Regeln und Hygienekonzepte umzusetzen. "Es wird keine verbindlichen Vorgaben des Landes zur Dauer und Zahl der Besuche mehr geben", sagte Ministerpräsident Volker Bouffier.

Bislang durften beispielsweise Bewohner von Pflegeheimen nur drei Mal pro Woche je einen Besucher empfangen. Die Entwicklung der Corona-Situation lasse die Lockerungen zu, so die Landesregierung. Die Träger von Alten- und Behinderteneinrichtungen begrüßten die Pläne und wiesen auf Herausforderungen hin. Ralf Geisel vom Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienst sprach von einem "schwierigen Balanceakt zwischen den Leben schützenden Hygienevorgaben und dem verständlichen Wunsch von Bewohnern und Angehörigen nach mehr Nähe und Kontakt". Er rief Bewohner und Angehörige zu verantwortlichem und diszipliniertem Handeln auf.

Die Landesregierung kündigte zudem an, acht Millionen Euro bereitzustellen, um Corona-Tests für Pflegekräfte zu finanzieren. Dieses Sonderprogramm solle helfen, das Infektionsrisiko weiter zu minimieren.

18.9.2020 • 14:04 Uhr

Island schließt für vier Tage Vergnügsstätten und Kneipen

Island hat die Schließung von Vergnügungsstätten und Kneipen in der Region rund um die Hauptstadt Reykjavík angeordnet. Sie müssen zwischen dem 18. und 21. September für vier Tage schließen, um der Ausbreitung von COVID-19 entgegenzuwirken, teilte die Regierung mit.

18.9.2020 • 13:58 Uhr

EU-Kommission schließt Impfstoff-Vertrag mit Sanofi-GSK

Die EU-Kommission hat einen zweiten Vertrag über den Kauf eines künftigen Corona-Impfstoffs abgeschlossen, diesmal mit den Herstellern Sanofi und GSK über die Lieferung von bis zu 300 Millionen Einheiten. Angesichts steigender Corona- Infektionszahlen sei ein wirksamer Impfstoff wichtiger denn je, erklärte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Die EU hat bereits einen Vertrag mit dem Hersteller AstraZeneca geschlossen und hat noch weitere Impfstoff-Entwickler im Blick. Die Abnahmeverträge mit Vorkasse sollen die Entwicklung und Massenproduktion der Impfstoffe beschleunigen.

18.9.2020 • 13:40 Uhr

Aktie im Sinkflug: Ryanair dünnt Flugplan weiter aus

Der irische Billigflieger Ryanair zollt der Corona-Krise weiter Tribut und senkt seine Kapazität für Oktober noch stärker. Das Flugangebot dürfte im nächsten Monat auf 40 Prozent des Niveaus vor einem Jahr schrumpfen, teilte das Unternehmen mit. Man setze allerdings darauf, beim reduzierten Flugplan die Auslastung der Maschinen bei über 70 Prozent halten zu können. Die Ryanair-Aktie lag gegen Mittag an der Börse rund sechs Prozent im Minus. Bisher könne man noch keine endgültige Entscheidungen zum Winterflugplan von November bis März treffen, sagte ein Ryanair-Sprecher. Möglicherweise seien ähnliche Kapazitätskürzungen auch über die Winterperiode hinweg erforderlich.

Ryanair |

Ryanair-Maschinen in Parkposition am Flughafen Dublin.

18.9.2020 • 13:33 Uhr

Medizinische Dienste nehmen Pflege-Kontrollen wieder auf

Die Medizinischen Dienste starten ab Oktober wieder bundesweit flächendeckend mit Hausbesuchen und Qualitätsprüfungen in der Pflege. Das vom Bundestag verabschiedete Krankenhauszukunftsgesetz sehe vor, dass persönliche Pflegebegutachtungen und auch die Qualitätsregelprüfungen in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen wieder aufgenommen werden könnten, teilte der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenkassen in Essen mit. Beides war zum Schutz vor Infektionen seit Mitte März ausgesetzt worden.

18.9.2020 • 13:30 Uhr

Neuinfektionen im Iran: "Das ganze Land ist auf Stufe Rot"

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Iran ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums drastisch gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden seien über 3000 neue Fälle registriert worden, sagte Ministeriumssprecherin Sima Lari. Seit dem Ausbruch der Pandemie haben sich insgesamt 416.198 Iraner mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Corona-Toten im Land liegt aktuell bei fast 24.000. Vize-Gesundheitsminister Iradsch Harirchi warnte laut Nachrichtenagentur Isna: "Das ganze Land ist auf Stufe Rot, nirgendwo ist man mehr sicher vor dem Coronavirus ... wenn es so weitergeht, haben wir bald 45.000 Corona-Tote."

18.9.2020 • 13:22 Uhr

Coronavirus in Ungarn: Mehr Fälle und ein Spiel im Risikogebiet

Ungarn hat angesichts steigender Corona-Fälle verschärfte Regeln angekündigt. Trotz deutscher Reisewarnung soll der FC Bayern in Budapest um den Supercup spielen. Was das für die Fans bedeutet, ist unklar.

18.9.2020 • 13:14 Uhr

Überraschende Wende: Italien erlaubt wieder Zuschauer in Stadien

Italiens Regierung will ab diesem Wochenende wieder Zuschauer bei Sportveranstaltungen zulassen. Bis zu 1000 Personen könnten bei Spielen und Turnieren im Freien dabei sein, wenn Abstands- und Hygieneregeln eingehalten würden, sagte Sportminister Vincenzo Spadafora. Dies gelte bereits für die am Sonntag und Montag stattfindenden Halbfinals und Finals des Tennisturniers in Rom.

Zuvor hatte die Regierung eine schnelle Rückkehr ausgeschlossen. Was genau der Beschluss für die italienische Fußball-Meisterschaft bedeutet, ließ Spadafora zunächst offen. Die Serie A startet am Wochenende mit sieben Partien in die neue Saison. Die Vereine fordern seit Wochen eine Rückkehr der Fans, die Politik hatte dies jedoch zuletzt für frühestens Mitte Oktober in Aussicht gestellt.

18.9.2020 • 12:38 Uhr

Nizza verbietet Feiern am Strand, auf Plätzen und in Bars

Nizza hat als dritte französische Stadt im Kampf gegen das Coronavirus strengere Regeln verhängt. So sind öffentliche Veranstaltungen künftig auf 1000 Personen beschränkt, Versammlungen von mehr als zehn Personen am Strand oder in Parks sind verboten, wie der zuständige Präfekt Bernard Gonzalez ankündigte.

Frankreichs Regierung hatte Nizza und Lyon zuvor wegen der verschärften Corona-Lage aufgefordert, die Maßnahmen zu verschärfen. Marseille und Bordeaux hatten Anfang der Woche bereits ähnliche Regeln eingeführt. In Nizza seien der Verkauf von Alkohol zum Mitnehmen und der Konsum auf öffentlichen Plätzen ab 20 Uhr verboten, so der Präfekt weiter.

18.9.2020 • 12:31 Uhr

Halbes Jahr Corona-Krise: Pandemie im Crashkurs

"Es ist ernst": Am 18. März warnte die Kanzlerin eindringlich vor der Corona-Pandemie. Zeitgleich startete ein nie dagewesener Wettlauf in der Wissenschaft. Sechs Monate später: Welche Erkenntnisse liegen vor?

18.9.2020 • 12:28 Uhr

Europas Reisewirtschaft kämpft gegen Corona-Quarantäneregeln

Mehr als 20 Verkehrs- und Reiseverbände in Europa haben an EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen appelliert, die EU-Staaten zu einem abgestimmten Vorgehen bei den Corona-Reisebeschränkungen zu drängen. Der EU-Vorschlag zu einheitlichen Kriterien dafür stoße bei den Mitgliedstaaten offenbar auf Skepsis, hieß es in einem Schreiben an von der Leyen, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.

"Das löst in unseren Branchen Alarm aus, denn ein Scheitern der Umsetzung des Kommissionsvorschlags würde jede Chance einer Erholung zunichtemachen", warnten die Wirtschaftsvertreter im Namen von mehr als 5000 Unternehmen mit rund 27 Millionen Beschäftigten in Europa. "Diese chaotische Situation erfordert Ihr sofortiges persönliches Eingreifen." Die Kommissionspräsidentin müsse das mit den Staats- und Regierungschefs diskutieren.

18.9.2020 • 12:09 Uhr

BDI: Deutsche Exporte fallen nicht so stark wie befürchtet

Die Exporte werden dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) zufolge in diesem Jahr wegen des besseren China-Geschäfts nicht so stark einbrechen wie bislang befürchtet. Sie dürften wegen der Corona-Pandemie um 13 Prozent fallen, heißt es in der Konjunkturprognose. Noch im Juni war ein Absturz von 15 Prozent erwartet worden.

"Die Exporte sind in der ersten Jahreshälfte nicht so stark zurückgegangen wie noch im Frühjahr von uns erwartet", begründete der BDI die Revision. "Verantwortlich hierfür war vor allem die wider Erwarten schnelle Erholung der chinesischen Wirtschaft." Zudem hätten sich die Aussichten für den Welthandel etwas verbessert.

Auch beim Bruttoinlandsprodukt ist der Verband etwas weniger pessimistisch. Es dürfte in diesem Jahr Corona-bedingt um 5,4 Prozent einbrechen. Das wäre ein kleineres Minus als während der Finanzkrise 2009 mit 5,7 Prozent. Bislang war der BDI von einem Rückgang von 6,5 Prozent ausgegangen.

18.9.2020 • 12:03 Uhr

UN: 150 Menschen aus Moria positiv getestet

Rund 150 Menschen aus dem abgebrannten Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos sind nach Angaben der Vereinten Nationen mit dem Corona-Virus infiziert.

Die Covid-19-Infektionen seien bei Reihentests erkannt worden, teilte das Flüchtlingshilfswerk UNHCR in Genf mit. Die Infizierten seien in Quarantäne in einem neu aufgebauten Camp. Sie erhielten medizinische Hilfe, sagte UNHCR-Sprecherin Shabia Mantoo.

Rund 5000 Flüchtlinge und Migranten seien bereits in dem neuen Lager in Kara Tepe untergebracht. Die Einrichtung könne insgesamt 8000 Menschen aufnehmen und sei von den griechischen Behörden errichtet worden, betonte die UNHCR-Sprecherin. Die Behörden würden weitere Flüchtlinge in das neue Zentrum bringen.

Nach dem Feuer in dem Camp Moria wurden insgesamt rund 13.000 Flüchtlinge obdachlos.

18.9.2020 • 11:54 Uhr

3130 Neuinfektionen in Tschechien

Die Zahl der Virus-Neuinfektionen in Tschechien steigt weiter sprunghaft. Das Gesundheitsministerium meldete 3130 neue Fälle. Gestern hatte die Zahl mit 2137 ein neues Rekordhoch erreicht. Damit hat sich die Gesamtzahl innerhalb von rund drei Wochen auf jetzt 44.155 verdoppelt. Mitarbeiter des Ministeriums schließen nicht aus, dass sie noch in diesem Monat auf 70.000 steigen könnte.

Die Zahl der in Kliniken wegen Covid-19 behandelten Menschen ist wieder auf das Niveau wie zum Höhepunkt der Pandemie im April gestiegen. Nach Angaben der Regierung gibt es vor allem unter jüngeren Menschen vermehrt Infizierte. Die Zahl der positiv getesteten Senioren gehe hingegen zurück.

Die Regierung hat auf die Entwicklung bereits mit der Wiedereinführung von Beschränkungen reagiert. So müssen in Schulen Masken getragen werden, diverse Veranstaltungen in geschlossenen Hallen sind verboten und ab heute dürfen Bars nur noch für eine bestimmte Dauer geöffnet sein.

Menschen mit Mundschutz warten an einer Bahnhaltestelle | AP

Menschen mit Mundschutz warten an einer Bahnhaltestelle in Prag. Bild: AP

18.9.2020 • 11:54 Uhr

Künstliche Intelligenz zählt Teilnehmer auf Großveranstaltungen

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat einen Algorithmus zur Schätzung von Teilnehmerzahlen auf Großveranstaltungen entwickelt. Das System könne dabei helfen, Corona-Auflagen einzuhalten, erklärte das DLR in Köln.

Die künstliche Intelligenz analysiert demnach Fotos von Versammlungen und gibt in Echtzeit an, wie viele Menschen daran teilnehmen. Auf Konzerten, Demonstrationen oder Messen könnte die Technologie eingesetzt werden, um Sicherheits- und Hygienekonzepte umzusetzen. Die künstliche Intelligenz ist darauf trainiert, menschliche Umrisse auf Fotos und Videos zu erkennen und zu zählen. Dafür reichen laut DLR auch qualitativ minderwertige Aufnahmen wie beispielsweise verwackelte Handyvideos. Das System liefere bereits sehr zuverlässige Daten, wie die Auswertung eines Smartphonevideos auf Youtube gezeigt habe: "Die Teilnehmerzahl, die das System schätzte, war bereits erstaunlich nah an den Angaben der Polizei", erklärte Reza Bahmanyar vom DLR.

Die Privatsphäre der Menschen werde bei dem Verfahren nicht verletzt: "Wir speichern nur statistische Werte, keine Bilder und personenbezogenen Daten", versicherte der Experte.

18.9.2020 • 11:24 Uhr

Bundesregierung bessert bei Hilfen für den Mittelstand nach

Die Bundesregierung bessert in der Corona-Krise bei Überbrückungshilfen für kleine und mittelständische Firmen nach. Die Hilfen werden wie von der Koalition bereits angekündigt bis Jahresende fortgesetzt. Das teilten Wirtschaftsministerium, Finanz- sowie Innenministerium in Berlin mit. Je nach Höhe der betrieblichen Fixkosten könnten Unternehmen für die Monate September bis Dezember bis zu 200.000 Euro an Förderung erhalten. Bisher wurden für die Monate Juni bis August fixe Betriebskosten wie Mieten von insgesamt bis zu 150.000 Euro erstattet, wenn Firmen erhebliche Umsatzausfälle nachweisen konnten.

18.9.2020 • 11:09 Uhr

Schäuble ruft Abgeordnete zum Einhalten der Corona-Regeln auf

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat die Mitglieder des Parlaments mit Nachdruck zur Einhaltung der Corona-Regeln aufgerufen. "Das betrifft insbesondere das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in allen Liegenschaften des Bundestages", sagte der CDU-Politiker zu Beginn der Bundestagssitzung. Es sei legitim, unterschiedlicher Meinung über den Nutzen des Tragens der Mund-Nase-Bedeckung und der Gefährlichkeit der Pandemie zu sein. "Aber in der Demokratie muss man Mehrheitsbeschlüsse akzeptieren. Und im Übrigen finde ich, ist es eine Frage der gegenseitigen Rücksichtnahme, dass wir uns alle daran halten."

18.9.2020 • 10:55 Uhr

"Jeder fünfte Betrieb stark negativ von Krise betroffen"

Etwa ein halbes Jahr nach dem Ausbruch des Coronavirus sieht sich noch jeder fünfte Betrieb mit starken negativen Auswirkungen konfrontiert. Die wirtschaftliche Situation der Betriebe habe sich gegenüber dem Frühjahr aber deutlich verbessert, erklärte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Im Mai habe noch jeder dritte Betrieb starke negative Folgen für sich gesehen. Am heftigsten ist laut der repräsentativen Befragung des Forschungsinstituts der Bundesagentur für Arbeit das Gastgewerbe betroffen. Dort habe im Mai der Anteil der Betriebe mit starken negativen Auswirkungen 78 Prozent betragen, aktuell seien es 45 Prozent.

18.9.2020 • 10:37 Uhr

EU-Minister wollen Wirtschaft gegen neue Welle rüsten

Die EU will die europäische Wirtschaft für eine mögliche zweite Corona-Welle wappnen. Es gelte zu vermeiden, dass infolge der wieder ansteigenden Infektionszahlen die wirtschaftlichen Aufschwungstendenzen in Europa beeinträchtigt und gefährdet werden, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier vor informellen Video-Beratungen der EU-Minister für Industrie und Binnenmarkt in Berlin.

Dazu wollten die Minister über die Erfahrungen aus der großen ersten Welle der Pandemie im Frühjahr zu diskutieren, kündigte der CDU-Politiker an. Es gelte, Schäden und Fehler wie in der ersten Jahreshälfte zu vermeiden. "Die Pandemie ist wieder zurück in den meisten unserer Länder", sagte Altmaier. Zunehmend würden Regionen und Hauptstädte als Risikogebiete eingestuft, das gilt auch für den EU-Sitz Brüssel.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier spricht auf einer Pressekonferenz in Berlin. | REUTERS

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat sich zu den steigenden Corona-Zahlen geäußert: "Auch in Deutschland sind die Infektionszahlen gestiegen. Sie haben sich im Vergleich zum Tiefstand im Juli versechsfacht." Bild: REUTERS

18.9.2020 • 10:27 Uhr

Indonesien meldet die meisten Toten in Südostasien

Indonesien meldete 3891 neue Coronavirus-Infektionen, womit die Zahl der Infizierten im Land auf 236.519 stieg, wie Daten des Gesundheitsministeriums zeigten. Die Zahl der Todesfälle stieg um 114 auf 9.336 - das ist die höchste Zahl der Todesfälle in Südostasien.

18.9.2020 • 10:15 Uhr

Lockdown im Nordosten von England

Wegen der stark steigenden Zahl an Corona-Infektionen könnte Großbritannien laut Medienberichten im Oktober wieder ein Lockdown bevorstehen. Im Gespräch sind die Schulferien im Herbst.

Im Nordosten Englands werden bereits ab heute die Kontaktbeschränkungen verschärft: Menschen verschiedener Haushalte dürfen sich nicht mehr treffen, Bars und Pubs müssen um 22 Uhr schließen. Betroffen sind etwa zwei Millionen Menschen unter anderem in Northumberland, North und South Tyneside, Gateshead, Newcastle-upon-Tyne, Sunderland und der Grafschhaft Durham.

Gesundheitsminister Matt Hancock sagte in einem BBC-Interview, dass sich die Zahl der Krankenhauseinweisungen im ganzen Land alle acht Tage verdoppelte. Auf die Frage nach einer möglichen landesweiten Sperre wich er aus: "Diese Antwort kann ich ihnen jetzt nicht geben." Ein Lockdown sei das letzte Mittel. Die Regierung werde alles tun, um das Virus zu bekämpfen.

Laut Daten der Johns Hopkins Universität liegt Großbritannien bei der Zahl der weltweit gemeldeten Todesfälle an fünfter Stelle hinter Mexiko, Indien, Brasilien und den USA.

18.9.2020 • 08:21 Uhr

FIFA tagt via Video-Konferenz

Wegen der Corona-Pandemie hält der Fußball-Weltverband FIFA seinen 70. Kongress erstmals via Videokonferenz ab. Er startet um 15 Uhr. Dabei dürften die Folgen der Krise für den Weltfußball im Vordergrund stehen. Mit Spannung wird auch der Auftritt von FIFA-Präsident Gianni Infantino erwartet. Gegen ihn läuft ein Strafverfahren in der Schweiz.

18.9.2020 • 07:53 Uhr

Qantas-Rundflug nach Nirgendwo in Rekordzeit ausverkauft

Ein von der australischen Airline Qantas angekündigter kurioser Langstrecken-Rundflug nach Nirgendwo war innerhalb von nur zehn Minuten ausverkauft. Eine Boeing 787-9 Dreamliner soll am 10. Oktober in Sydney starten und dann relativ niedrig über die bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Landes fliegen - unter anderem über das Great Barrier Reef, über Uluru und den Hafen von Sydney. Sieben Stunden später soll es ohne Zwischenlandung wieder in Sydney landen.

Die wegen der Corona-Pandemie in finanzielle Not geratene Gesellschaft will so Gäste zurückgewinnen. "Das war wahrscheinlich der am schnellsten ausverkaufte Flug in der Quantas-Geschichte", sagte ein Unternehmenssprecher.

Luftaufnahme des Great Barrier Riffs vor der Küste Australiens. (Archivfoto) | dpa

Der Quantas-Trip geht auch über das Great Barrier Reef. Bild: dpa

18.9.2020 • 07:26 Uhr

Fußballbundesliga: Nur in München keine Fans

Endlich wieder live dabei sein und mitfiebern: Wenn am Samstag um 15.30 Uhr der Ball in der Fußball-Bundesliga rollt, dürfen zumindest einige Fans nach Monaten der Zwangspause wieder in die Arenen kommen. Anders als beim Eröffnungsspiel des FC Bayern München gegen den FC Schalke 04 heute Abend sind an den restlichen Spielorten des Wochenendes Zuschauer in den Stadien zugelassen - die Anzahl reicht von 500 in Wolfsburg bis 10.000 beim Spiel Borussia Dortmund gegen Borusssia Mönchengladbach.

Um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können, gelten in allen Stadien strenge Hygienevorschriften. Den Dortmunder Signal Iduna Park dürfen nur Dauerkartenbesitzer besuchen, die ihren Namen und die Adresse hinterlassen. Sie sollen möglichst zu Fuß oder mit dem Auto anreisen. Eintrittszeiten sind auf den Tickets vermerkt. Auch auf Toilettengänge soll möglichst verzichtet werden.

18.9.2020 • 06:38 Uhr

Bundestag beschließt Entlastungen für Kommunen

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben die Kommunen hart getroffen. Vor allem die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sind eingebrochen. Der Bundestag will deshalb mit Milliarden helfen - und hat dafür das Grundgesetz geändert.

18.9.2020 • 05:45 Uhr

Knapp unter 2000 Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist einen Tag nach dem Erreichen des höchsten Wertes seit April unter der Marke von 2000 geblieben. Innerhalb eines Tages haben die deutschen Gesundheitsämter dem RKI 1916 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 267.773 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9378. Seit dem Vortag wurden sieben Todesfälle mehr gemeldet. Bis zum Morgen hatten etwa 238.700 Menschen die Infektion überstanden.

18.9.2020 • 04:51 Uhr

Drosten: Corona-Lage könnte sich auch hierzulande zuspitzen

Mit Blick auf die verschärfte Corona-Lage in manchen anderen europäischen Ländern hat der Virologe Christian Drosten vor einer ähnlichen Entwicklung hierzulande gewarnt. Angesichts der derzeit in Deutschland gemeldeten Neuinfektionen müsse man sich klarmachen, "dass wir, wenn wir die Kurven übereinanderlegen, etwas hinterherhinken hinter Spanien und Frankreich und England", sagte der Leiter der Charité-Virologie der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Der Virologe Christian Drosten. | dpa

Der Virologe Drosten sagt, dass man nicht sicher sein kann, dass sich die Corona-Situation in Deutschland anders entwickeln wird als in Spanien, Frankreich und England. Bild: dpa

18.9.2020 • 04:36 Uhr

Russische Operndiva Netrebko nach Corona-Infektion im Krankenhaus

Die russische Operndiva Anna Netrebko befindet sich nach zwei Auftritten zur Wiedereröffnung des Moskauer Bolschoi-Theaters mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus. "Sie helfen mir. Alles wird gut", schrieb die 48-jährige Sopranistin im Online-Dienst Instagram. Sie befinde sich bereits seit fünf Tagen mit einer Covid-19-Lungenentzündung im Krankenhaus. "Ich werde mich bald erholen", hieß es weiter. Ihr Manager sagte der "New York Times", es gehe ihr bereits besser. 

18.9.2020 • 04:09 Uhr

Lauterbach fordert neue Pläne für Corona-Schutz an Schulen

Angesichts der zuletzt wieder gestiegenen Coronavirus-Infektionsraten in Deutschland fordert der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach neue konkrete Pläne zur Organisation des Schulbetriebs. Es müsse sichergestellt werden, dass der Präsenzunterricht an den Schulen weitergehen könne, sagte Lauterbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Der SPD-Politiker kritisierte, dass es bislang zu wenige Konzepte dafür gebe, wie der Schulbetrieb aufrechterhalten werden solle, sollten die Zahlen der Neuinfektionen weiter steigen und zugleich die bisherigen "Lüftungskonzepte" nicht mehr funktionieren. Er verwies darauf, dass bei den sinkenden Außentemperaturen in den kommenden Monaten die Fenster der Klassenzimmer nicht mehr ständig offen stehen können. 

18.9.2020 • 03:15 Uhr

Proteste gegen zweiten Lockdown in Israel

In Israel sind Hunderte Menschen gegen den zweiten Corona-Lockdown auf die Straße gegangen. Bis zu 400 Demonstranten versammelten sich in der Küstenstadt Tel Aviv, um gegen die neuen Beschränkungen zu demonstrieren. "Die Wirtschaft ist im freien Fall, Leute verlieren ihre Arbeit und bekommen Depressionen", sagte die 60-jährige Jael, die ihren Job in einem Architekturbüro verloren hat. "Und wofür das alles? Für nichts!", sagte sie mit Blick auf die stark steigenden Infektionszahlen.

Ministerpräsident Benjamin Netanyahu warb unterdessen in einer Fernsehansprache um Verständnis. "Das Gesundheitssystem hat die rote Fahne gehisst", sagte Netanjahu über Warnungen der Kliniken vor stark steigenden Patientenzahlen.  Israel hatte in den vergangenen zwei Wochen die zweithöchste Infektionsrate weltweit verzeichnet. Am Mittag, nur wenige Stunden vor dem Beginn des jüdischen Neujahrsfests Rosch Haschana, tritt daher ein zweiter landesweiter Lockdown in Kraft. Die neuen Beschränkungen sollen drei Wochen gelten - auch während der sich anschließenden Feiertage Jom Kippur und Sukkot.

18.9.2020 • 03:15 Uhr

Johns Hopkins: Mehr als 30 Millionen Infektionen weltweit

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind nach Angaben von US-Wissenschaftlern weltweit mehr als 30 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Die Zahl der Toten liegt demnach bei mehr 943.000.

Weltweit entfallen die meisten Infektionen und Todesfälle auf die USA, ein Land mit rund 330 Millionen Einwohnern. In den USA gibt es Johns Hopkins zufolge bislang mehr als 6,6 Millionen Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 und mehr als 197.000 Todesfälle. An zweiter Stelle steht - gemessen an den Ansteckungen - Indien mit 5,1 Millionen Infektionen und mehr als 83.000 Toten. An dritter Stelle folgt Brasilien mit mehr als 4,4 Millionen Infektionen und gut 134.000 Todesfällen.