Corona-Test in Indien | AFP
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ WHO meldet Rekord-Anstieg ++

Stand: 31.07.2020 22:55 Uhr

Weltweit steigt die Zahl der Corona-Infizierten stark an: Laut WHO kamen binnen eines Tages fast 300.000 neue Fälle hinzu. Die Hamburger Reederei Blohm+Voss ist betroffen. Alle Entwicklungen im Liveblog.


  • WHO meldet neuen Tages-Höchstwert
  • EU-Kommission will 300 Millionen Dosen von Sanofi-Impfstoff kaufen
  • Covid-19 auf norwegischem Kreuzfahrtschiff
  • Corona-Tests für Reiserückkehrer von morgen an kostenlos
  • Antragsfrist für Staatshilfen verlängert
  • Britische Regierung verschiebt Lockerungen
  • EU-Wirtschaft schrumpft um 12,1 Prozent
31.7.2020 • 22:55 Uhr

Ende des Liveblogs

Wir schließen an dieser Stelle für heute den Liveblog und wünschen eine gute Nacht.

31.7.2020 • 21:56 Uhr

Corona-Ausbruch in hessischem Seniorenheim

In einem Seniorenheim im hessischen Niedernhausen sind 19 Bewohner und sieben Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Verwaltung des Rheingau-Taunus-Kreises mit. Einige Befunde stünden noch aus. Insgesamt wurden am Donnerstag 180 Menschen - Bewohner, Personal und Kontaktpersonen - getestet. Bisher gehe es allen gut, drei Bewohner litten an einem trockenen Husten. Eine Person werde stationär im Krankenhaus behandelt.

31.7.2020 • 21:52 Uhr

Fast 300.000 neue Fälle: WHO vermeldet neuen Tages-Höchstwert

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat einen Rekordanstieg der weltweit gemeldeten neuen Infektionen gemeldet: Die Zahl der Corona-Fälle sei innerhalb eines Tages um 292.527 angestiegen, die der Todesfälle um 6812. Die größten Zunahmen bei der Fallzahl wurden demnach in den USA, Brasilien, Indien und Südafrika verzeichnet.

31.7.2020 • 21:25 Uhr

Corona-Fälle auf Hamburger Werft

Auf der Hamburger Werft Blohm+Voss haben sich sechs Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Wie die Bremer Unternehmensgruppe Lürssen als Muttergesellschaft bestätigte, sind die Infizierten und ihre Kontaktpersonen in Quarantäne. Am Montag soll es einen freiwilligen Massentest geben. Die Maßnahmen seien mit dem Gesundheitsamt abgestimmt.

31.7.2020 • 20:34 Uhr

Bolsonaro löst Menschenansammlungen aus

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro nach seiner eigenen Corona-Infektion bei einem Besucht in Bagé im Süden Brasiliens für eine Menschenansammlung gesorgt. Er trug zwar eine Maske, schüttelte aber Hände, wie das Portal "G1" berichtete.

Bolsonaro zeigte bei dem Auftritt demnach das umstrittene Malariamittel Hydroxychloroquin, das er zur Covid-19-Behandlung propagiert. Bolsonaro hatte vor mehr als drei Wochen bekanntgegeben, dass er sich mit dem Coronavirus infiziert habe. Seitdem führte er die Amtsgeschäfte aus der Quarantäne in der Präsidentenresidenz in Brasília. Inzwischen wurde auch Präsidentengattin Michelle positiv auf das Virus getestet. Nach seiner Genesung befindet sich der Präsident in einer Art Wahlkampfmodus.

31.7.2020 • 19:30 Uhr

19 Infektionen in Magdeburger Krankenhaus

Bei umfangreichen Tests der Beschäftigten des städtischen Klinikums Magdeburg ist in 19 Fällen das Coronavirus nachgewiesen worden. Die Infizierten arbeiteten in verschiedenen Bereichen des Krankenhauses, sagte Geschäftsführer Knut Förster. Alle seien symptomfrei und hätten eine vergleichsweise geringe Viruslast. Die Infektionsketten könnten nicht nachvollzogen werden. Die betroffenen Mitarbeiter seien in Quarantäne. Für den aktuellen Klinikbetrieb hätten die Fälle gegenwärtig keine Konsequenz, sagte Förster. Zuvor hatte MDR Sachsen-Anhalt berichtet.

31.7.2020 • 19:23 Uhr

EU-Kommission will sich Sanofi-Impfstoff sichern

Die EU-Kommission will 300 Millionen Dosen eines künftigen Impfstoffs vom französischen Pharmaunternehmen Sanofi kaufen. Vorgespräche für einen anvisierten Vertrag seien abgeschlossen worden, teilte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit. Geplant ist demnach ein Rahmenvertrag, wonach die Kommission vorab einen Teil der Entwicklungskosten des Unternehmens übernimmt und dafür das Recht erhält, eine bestimmte Anzahl von Impfstoffdosen in einem bestimmten Zeitraum zu kaufen. Die bereitgestellten Mittel wären eine Anzahlung für die Impfstoffe, die die EU-Staaten später tatsächlich kaufen.

Sanofi will für seinen Impfstoffkandidaten nach jetziger Planung im Juni 2021 die Zulassung beantragen.

31.7.2020 • 19:23 Uhr

Erhöhtes Arbeitslosengeld in den USA läuft aus

Inmitten der Coronavirus-Pandemie werden Millionen Amerikaner ihr wegen der Krise zeitweise deutlich erhöhtes Arbeitslosengeld verlieren. US-Präsident Donald Trumps Republikaner und die Demokraten im Kongress konnten sich bis Freitagmittag nicht auf eine Verlängerung der Erhöhung des Arbeitslosengeldes um 600 US-Dollar pro Woche verständigen. Die Ende März im Rahmen eines Corona-Konjunkturpakets beschlossene Erhöhung läuft in allen Bundesstaaten spätestens Freitagnacht aus. Das Weiße Haus, die Republikaner und die Demokraten schoben sich gegenseitig die Schuld für das ersatzlose Auslaufen der großzügigen Arbeitslosengeldregelung zu.

Die Arbeitslosenquote im Juni lag bei extrem hohen 11,1 Prozent. Vor der Zuspitzung der Pandemie in den USA im März hatte die Quote noch bei 3,5 Prozent gelegen. Zuletzt bekamen rund 17 Millionen Menschen reguläre Arbeitslosenhilfe.

31.7.2020 • 17:11 Uhr

Covid-19-Fälle auf norwegischem Kreuzfahrtschiff

Drei Besatzungsmitglieder eines norwegischen Kreuzfahrtschiffes sind mit Covid-19-Erkrankungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Wie die Reederei "Hurtigruten" mitteilte, stehen alle anderen 160 Besatzungsmitglieder der "Roald Amundsen" unter Quarantäne. Passagiere, die mit dem Schiff nach Tromsö gefahren sind, wurden aufgefordert, sich in Isolation zu begeben. Alle hatten die "Roald Amundsen" heute früh verlassen.

Das Hurtigrutenschiff "Roald Amundsen" (Archivbild Februar 2019) | picture alliance/AP Photo

Alle 160 Besatzungmitglieder stehen unter Quarantäne. Bild: picture alliance/AP Photo

31.7.2020 • 17:03 Uhr

Nepal öffnet Mount Everest wieder für Touristen

Nepal hat den Zugang zum Mount Everest und anderen Himalaya-Bergen wieder geöffnet. Der höchste Berg der Erde und die anderen Gipfel waren seit März für Touristen gesperrt. Das Land will mit der Wiedereröffnung seine angeschlagene Tourismusbranche retten. Laut Tourismusbehörde wird an den Corona-Auflagen gearbeitet. Noch unklar ist es beispielsweise, wie lange Reisende nach der Ankunft in Nepal in Quarantäne sollen.

Bergsteigerstau am Mount Everest | AP

Noch wird an den Corona-Auflagen gearbeitet. Bild: AP

31.7.2020 • 16:53 Uhr

Hund in den USA mit Corona-Infektion gestorben

In den USA ist zum ersten Mal ein Hund mit einer bestätigten Corona-Infektion gestorben. Wie die Zeitschrift "National Geographic" berichtet, musste der Deutsche Schäferhund eingeschläfert werden. Er litt an schwerer Atemnot, konnte nicht mehr laufen und spuckte Blut. Der Hund hatte sich vermutlich bei seinem Besitzer angesteckt. Ein nach längerer Wartezeit durchgeführter Test war positiv. Bislang ist wenig über das Infektionsrisiko bei Haustieren bekannt.

31.7.2020 • 16:42 Uhr

WHO-Direktor: "Pandemie-Folgen noch jahrzehntelang zu spüren"

Der Direktor der Weltgesundheitsorganisation WHO, Ghebreyesus, glaubt, dass die Corona-Pandemie das Leben auf der Erde noch lange beeinflussen wird. Bei einem Treffen in Genf sagte er, die Pandemie sei eine Krise, wie es sie nur einmal in einem Jahrhundert gebe. Die Folgen würden noch jahrzehntelang zu spüren sein. Seit dem Ausbruch in Wuhan in China starben weltweit mindestens 670.000 Menschen an den Folgen der Infektion. Besonders hart getroffen wurden die USA, Brasilien, Mexiko und Großbritannien.

31.7.2020 • 16:13 Uhr

Finnland lässt größere Events zu

Finnland lockert seine Corona-Maßnahmen und erlaubt von morgen an Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern. Die Richtlinien zur Vermeidung von Infektionen müssen aber eingehalten werden. Außerdem wird den Finnen nicht mehr länger empfohlen, von zu Hause aus zu arbeiten.

In den vergangenen sieben Tagen gab es in Finnland nur knapp 0,9 bestätigte Corona-Fälle auf 100.000 Einwohner. In Deutschland sind es 4,4, in Schweden 13,1 und in Spanien 27,7. Damit ist Finnland das europäische Land mit den wenigsten Neuinfektionen.

31.7.2020 • 15:02 Uhr

Coronatests für Reiserückkehrer von morgen an kostenlos

Urlaubsrückkehrer, die sich auf Corona testen lassen, müssen dies von morgen an nicht mehr selbst zahlen. Das Bundesgesundheitsministerium teilte mit, dass die Verordnung, die am 1. August in Kraft tritt, eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen vorsieht. Reisende können sich bereits jetzt an Flughäfen oder beim Arzt nach ihrer Rückkehr testen lassen.

Die Tests, die von der kommenden Woche an für Reisende aus Risikogebieten verpflichtend sind, werden ebenfalls bezahlt.

31.7.2020 • 14:51 Uhr

Mehr Zeit für Hilfsanträge

Unternehmen, die beim Bund Corona-Überbrückungshilfen beantragen wollen, bekommen dazu nach Medieninformationen mehr Zeit. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, verlängerte die Bundesregierung die Frist bis Ende September. Die Hilfen sind Zuschüsse zu Fixkosten der Unternehmen wie Mieten für Geschäftsräume, Leasingraten oder Versicherungen. Je Unternehmen gibt es maximal 150.000 Euro für drei Monate.

31.7.2020 • 14:26 Uhr

Reisewarnung für drei spanische Regionen

Wegen der steigenden Zahl an Corona-Infektionen hat das Auswärtige Amt eine formelle Reisewarnung für drei spanische Regionen ausgesprochen. Betroffen sind Katalonien mit der Metropole Barcelona und den Stränden der Costa Brava sowie die westlich davon liegenden Regionen Aragón und Navarra. Bisher hatte das Ministerium von Reisen nur abgeraten. Eine Reisewarnung erlaubt nun eine kostenlose Stornierung einer Reise in die betroffenen Gebiete.

Das Robert Koch-Institut hatte die drei spanischen Regionen heute auf die Liste der Risikogebiete gesetzt. Für Reiserückkehrer tritt in der kommenden Woche eine Corona-Testpflicht in Kraft.

31.7.2020 • 13:55 Uhr

Französische Präfekturen bekommen mehr Spielraum bei Maskenpflicht

Seit einigen Wochen nehmen die Corona-Fälle in Frankreich wieder etwas zu. Daher können die Präfekturen nun selbst entscheiden, wie weit sie die Maskenpflicht ausweiten wollen, kündigte der französische Gesundheitsminister Olivier Véran an.

Derzeit gilt landesweit unter anderem in Geschäften, Restaurants oder Behördengebäuden eine Maskenpflicht, ebenso wie im öffentlichen Nahverkehr. Nun können Präfekturen nach eigenem Ermessen auch das Tragen der Maske im Freien anordnen. Die Stadt Lille kündigte umgehend an, dass die Maske auch in Fußgängerzonen, auf Parkplätzen vor Einkaufszentren oder in Parks Pflicht werden soll. Einige Städte, unter anderem in der Bretagne, hatten zuvor bereits eigenmächtig angeordnet, dass Masken auch teilweise im Freien getragen werden müssen.

31.7.2020 • 13:55 Uhr

Großbritannien verschiebt Lockerungen

Der britische Premierminister Boris Johnson hat weitere Lockerungen der Corona-Auflagen, die eigentlich morgen in Kraft treten sollten, um mindestens zwei Wochen verschoben. So sollten ab dem 1. August kleinere Hochzeitsempfänge erlaubt sein, außerdem sollten unter anderem Casinos wieder öffnen dürfen.

"Ich habe davor gewarnt, dass das Virus zurückkommen könnte", so Johnson. Nun müsse Großbritannien "auf die Bremse treten", auch wenn das hart sei. Statt Lockerungen sollen einige Sicherheitsmaßnahmen noch ausgeweitet werden: So müssen Briten nun auch im Kino eine Maske tragen.

31.7.2020 • 13:39 Uhr

NRW: Dutzende Infizierte nach Hochzeitsfeier

Im nordrhein-westfälischen Kreis Kleve haben sich mehr als 50 Gäste einer Hochzeitsfeier mit dem Coronavirus angesteckt. Noch liegen nicht alle Testergebnisse der restlichen Teilnehmer vor.

31.7.2020 • 13:22 Uhr

Sorge vor zweiter Welle wächst

Die täglichen Infektionszahlen des Robert Koch-Institutes sind aktuell wieder auf ein recht hohes Niveau angestiegen. Experten fürchten weitere Risikofaktoren.

31.7.2020 • 13:17 Uhr

Sogenannte Azubi-Prämie kann ab Montag beantragt werden

Mit ihrem Programm "Ausbildungsplätze sichern" will die Bundesregierung Unternehmen Anreize bieten, Azubis zu halten oder gar neue Ausbildungsstellen zu schaffen. Ab kommender Woche können kleine und mittlere Betriebe daher die sogenannte Azubi-Prämie beantragen. Dafür stellt die Bundesregierung insgesamt 500 Millionen Euro bereit.

Unternehmen, die im Ausbildungsjahr 2020 genauso viele Plätze anbieten wie in den drei Vorjahren, können für jeden abgeschlossenen Ausbildungsvertrag eine einmalige Prämie über 2000 Euro beantragen. Betriebe, die ihre Ausbildungsleistung sogar erhöhen, erhalten für jeden zusätzlich abgeschlossenen Ausbildungsvertrag einmalig 3000 Euro.

Für jeden Azubi, den ein Unternehmen von einem wegen der Corona-Krise insolvent gegangenen Betrieb übernimmt, können nochmals 3000 Euro beantragt werden.

31.7.2020 • 13:08 Uhr

Bericht: Ifo-Institut optimistischer bei Konjunkturprognose

Das Ifo-Institut wird seine Prognose für die deutsche Wirtschaft voraussichtlich etwas korrigieren - und zwar zum Positiven. Wie der "Spiegel" berichtet, geht das Institut mittlerweile davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr durch die Corona-Krise um 5,1 Prozent einbrechen werde. Noch vor ein paar Wochen hatten die Ökonomen noch ein Minus von 6,7 Prozent angesetzt.

Gestern hatte das Statistische Bundesamt bekannt gegeben, dass die deutsche Wirtschaft im zweiten Jahresquartal gegenüber den ersten drei Monaten dieses Jahres um 10,1 Prozent geschrumpft ist.

31.7.2020 • 13:01 Uhr

Schottland warnt vor Reisen in Teile Nordenglands

Gestern hatte die britische Regierung für mehrere Gebiete im Norden Englands wieder schärfere Corona-Auflagen angeordnet, darunter der Ballungsraum um die Metropole Manchester und Teile von West Yorkshire und East Lancashire. Rund vier Millionen Einwohner sollen ihre Kontakte möglichst wieder auf Angehörige des eigenen Haushaltes beschränken.

Aus diesem Grund hat die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon nun die Bürger ihres Landes davor gewarnt, in diese Regionen zu reisen. Eventuelle Reisepläne sollten abgesagt werden. Die Bedrohung durch das Virus sei noch immer sehr real, warnte Sturgeon auf Twitter.

31.7.2020 • 12:54 Uhr

Längere Frist für Überbrückungshilfe

Unternehmen, die wegen der Corona-Krise mit finanziellen Problemen kämpfen, können die sogenannte Überbrückungshilfe noch bis zum 30. September beantragen. Eigentlich hatte die Antragsfrist Ende August auslaufen sollen. Zuerst hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" über die Entscheidung des Bundesfinanzministeriums berichtet.

Die Überbrückungshilfe beinhaltet Zuschüsse zu den Fixkosten von Betrieben. Wie hoch diese Finanzhilfe ausfällt, bemisst sich an der Höhe der Umsatzeinbußen des Unternehmens. Maximal werden 80 Prozent der Fixkosten erstattet, etwa Mieten für Geschäftsräume, Leasingraten und Versicherungen. Pro Betrieb gibt es maximal 150.000 Euro für drei Monate.

31.7.2020 • 12:36 Uhr

Hongkong verschiebt Parlamentswahl

Die für den 6. September geplante Parlamentswahl in Hongkong wird um ein Jahr verschoben. Das kündigte Regierungschefin Carrie Lam an und begründete die Entscheidung mit der Corona-Pandemie und den wieder steigenden Infektionszahlen.

Die Regierung in Hongkong beruft sich auf ein Notstandsgesetz, um die Wahl zu verschieben. China unterstütze den Schritt. Für die Opposition ist es allerdings ein Rückschlag, da sie gehofft hatte, die pekingfreundliche Mehrheit im Parlament zumindest verkleinern zu können.

31.7.2020 • 12:16 Uhr

Hülkenberg feiert wegen Corona sein Formel-1-Comeback

Der deutsche Rennfahrer Nico Hülkenberg profitiert von der Corona-Krise. Der 32-Jährige gibt ein überraschendes Blitz-Comeback in der Formel 1. Nach dem positiven Coronavirus-Fall des Mexikaners Sergio Perez übernimmt Hülkenberg kurzfristig das freie Cockpit beim Team Racing Point. Hülkenberg, der die Erfahrung von 177 Rennen in der Motorsport-Königsklasse mitbringt, wird beim Großen Preis von Großbritannien in Silverstone schon am Freitagmittag ins Auto steigen und das erste Training bestreiten. Das Rennen findet am Sonntag statt. Damit gehen dann zwei Deutsche an den Start. Zuletzt war Sebastian Vettel der einzige deutsche Fahrer in der Formel 1.

Nico Hülkenberg | picture alliance / Geisler-Fotop

Nico Hülkenberg feiert überraschend an diesem Wochenende sein Formel-1-Comeback. Er profitiert vom positiven Coronavirus-Fall des Mexikaners Perez. Bild: picture alliance / Geisler-Fotop

31.7.2020 • 11:42 Uhr

Mallorca-Urlauber in Quarantäne

Zum ersten Mal, seitdem Touristen wieder auf die Insel Mallorca reisen können, wurde ein Urlauber dort positiv auf das Coronavirus getestet. Es handele sich um eine Person aus Spanien, teilte die regionale Gesundheitsbehörde mit. Sie befinde sich derzeit in einem Hotel in Peguera nahe Palma de Mallorca in Quarantäne, ebenso wie neun ihrer Reisebegleiter.

Seit dem 1. Juli können Urlauber aus der EU und aus Schengenstaaten wieder nach Spanien einreisen. In der vergangenen Woche war bereits eine vierköpfige Familie aus Cottbus nach der Rückkehr von Mallorca nach Deutschland positiv getestet worden.

31.7.2020 • 11:33 Uhr

Polen verzeichnet zweiten Tag in Folge Höchstwert an Infektionen

Den zweiten Tag in Folge hat es in Polen so viele neue Corona-Fälle gegeben wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Das Gesundheitsministerium meldete 657 neue Infektionen innerhalb eines Tages.

Damit haben sich mittlerweile insgesamt mehr als 45.600 Menschen in Polen mit dem Virus angesteckt. Mehr als 1700 starben nach einer Infektion.

31.7.2020 • 11:28 Uhr

SPD-Chefin Esken hält Normalbetrieb in Schulen für unrealistisch

Am Montag startet in Mecklenburg-Vorpommern das neue Schuljahr, kurz darauf folgt Hamburg. Doch einen normalen Alltag könne man auch in den Schulen noch nicht erwarten, schätzt SPD-Parteichefin Saskia Esken.

"Wir sollten nicht der Illusion erliegen, dass die Schulen zu einem 'Regelbetrieb' zurückkehren können, wie er vor Corona üblich war", sagte Esken gegenüber "Zeit online". Hygienekonzepte und Kontaktbeschränkungen seien auch auf dem Pausenhof oder im Schulbus notwendig.

Mehrere Bundesländer arbeiten derzeit noch an den Konzepten für den Schulbetrieb. Berlin etwa will auf dem Schulgelände eine Maskenpflicht einführen, die aber nicht im Unterricht gelten soll.

31.7.2020 • 11:09 Uhr

EU-Wirtschaftsleistung bricht ein

Die Wirtschaft der Euro-Zone ist im zweiten Jahresquartal gegenüber den ersten drei Monaten 2020 um 12,1 Prozent geschrumpft. Das geht aus einer vorläufigen Schätzung des Europäischen Statistikamtes Eurosta hervor. Dies sei der stärkste Rückgang seit Beginn der Zeitreihe 1995.

Besonders hart wurde die spanische Wirtschaft getroffen: Hier schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt im Quartalsvergleich um 18,5 Prozent. Gegenüber dem zweiten Quartal 2019 betrug das Minus sogar 22,1 Prozent. Auch die Arbeitslosigkeit in Spanien ist massiv angestiegen: Zwischen April und Juni verloren etwa eine Million Menschen ihren Job. Die Quote stieg damit auf 15,3 Prozent. Zum Jahresbeginn waren es noch 14,4 Prozent gewesen.

31.7.2020 • 11:00 Uhr

Fast 5500 neue Infektionen in Russland

Seit gestern wurde bei rund 5480 Menschen in Russland eine Corona-Infektion nachgewiesen. Laut Gesundheitsbehörden stieg die Zahl der Fälle damit insgesamt auf fast 840.000 an.

Bislang starben in Russland 13.963 Menschen, nachdem sie sich angesteckt hatten. Seit gestern meldeten die Behörden 161 Todesopfer.

31.7.2020 • 10:57 Uhr

Air France-Tochter KLM streicht 5000 Stellen

Die Verluste durch die Corona-Krise tragen bei der niederländischen Konzerntochter der Air France personelle Konsequenzen. Bei der KLM müssten 5000 Jobs gestrichen werden, kündigte die Airline an. Die KLM machte eigenen Angaben zufolge allein im zweiten Quartal dieses Jahres einen Verlust von 2,6 Milliarden Euro.

31.7.2020 • 10:49 Uhr

Spanische Regionen als Risikogebiete eingestuft

Das Robert Koch-Institut hat die spanischen Regionen Katalonien, Aragón und Navarra zu Risikogebieten erklärt. Auch das Auswärtige Amt rät von Reisen in diese Landesteile ab.

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministerium wurde in allen Gebieten der Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten.

Ab kommender Woche sollen sich Reisende, die aus Risikogebieten nach Deutschland zurückkehren, verpflichtend einem Corona-Test unterziehen. Für Reiserückkehrer werden bereits freiwillige Tests direkt nach ihrer Ankunft angeboten.

31.7.2020 • 10:28 Uhr

Berlin vor neuem Demo-Wochenende

In Berlin sind an diesem Wochenende wieder mehrere Demonstrationen angemeldet. Die größte wird von der Initiative "Querdenken 711" unter dem Motto "Das Ende der Pandemie - Tag der Freiheit" organisiert und soll morgen auf der Straße des 17. Juni stattfinden. Bundesweit sei zur Teilnahme aufgerufen worden, auch von mehreren Neonazi-Organisationen, sagte Berlins Innensenator Andreas Geisel dem rbb. Er rechnet mit rund 22.000 Demo-Teilnehmern am Wochenende, etwa 1500 Polizeibeamte sollen im Einsatz sein.

31.7.2020 • 09:48 Uhr

Online- und Versandhandel wächst um rund 30 Prozent

Da in der Corona-Krise zeitweise viele Geschäfte schließen mussten und Verbraucher Infektionen fürchteten, hat der Online-Handel einen zusätzlichen Schub bekommen. Im Juni stieg der Umsatz im Online- und Versandhandel preisbereinigt um fast ein Drittel (30,7 Prozent) gemessen am Vorjahresmonat, teilte das Statistische Bundesamt mit.

Ein Wachstum dieser Größenordnung sei selbst in dieser sehr dynamischen Branche ungewöhnlich und "zu einem erheblichen Teil auf einen Sondereinfluss der Pandemie zurückzuführen", heißt es weiter.

Der Umsatz im Einzelhandel insgesamt stieg demnach um 5,9 Prozent. Er war im Mai aus dem Corona-Tief gekommen: Gemessen am Februar lag der Umsatz im Juni nun saisonbereinigt 1,4 Prozent höher.

31.7.2020 • 09:35 Uhr

Einreiseverbote - Seehofer will unverheirateten Paaren helfen

Bundesinnenminister Horst Seehofer will sich bei der EU-Kommission für Lockerungen von Corona-bedingten Einreisesperren für unverheiratete Paare einsetzen. "Ich bin dafür und setze mich dafür ein, dass wir die Einreiseverbote für unverheiratete Paare zeitnah lockern", sagte er der "Passauer Neuen Presse". Man solle das in den nächsten Wochen auf europäischer Ebene lösen, damit die Mitgliedstaaten es nicht national regeln müssten.

Viele unverheiratete Paare aus unterschiedlichen Staaten können sich wegen der Corona-Beschränkungen seit Monaten nicht sehen. Auch die SPD-Bundestagsfraktion hatte sich deshalb in dieser Woche an Seehofer gewandt.

31.7.2020 • 09:06 Uhr

870 Neuinfektionen in Deutschland

Nach Angaben des Robert Koch-Institutes wurden in den vergangenen 24 Stunden bundesweit 870 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit haben sich bislang fast 208.700 Menschen in Deutschland mit dem Virus angesteckt.

Seit dem Ausbruch der Pandemie in Deutschland sind demnach 9141 Menschen gestorben, nachdem sie sich infiziert hatten. Damit stieg die Zahl der Corona-Toten seit gestern um sieben an. Mehr als 191.800 Menschen gelten nach einer Infektion als genesen.

31.7.2020 • 08:58 Uhr

Gästelisten-Debatte: Tourismusbeauftragter pocht auf Datenschutz

Auch wenn Polizei und Sicherheitsbehörden rechtlich auf die von Restaurants geführten Gästelisten zugreifen dürfen, hat der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, Zurückhaltung gefordert.

"Der Kunde muss sich auch auf Datenschutz verlassen können", forderte der CDU-Politiker. Er gehe daher davon aus, dass die von den Gästen angegebenen Daten nur in der Form genutzt werden, wie es für die Formulare vorgesehen ist. "Alles andere untergräbt auch die Glaubwürdigkeit von Politkk und schafft vor Ort bei den Restaurants enorme Verunsicherung."

Die Angaben sollen helfen, bei einer Corona-Infektion eines Gastes mögliche Kontaktpersonen schneller ermitteln zu können.

31.7.2020 • 08:49 Uhr

Audi verbucht millionenschweren Verlust

Durch die Auswirkungen der Corona-Krise hat die VW-Tochter Audi im ersten Halbjahr 2020 einen operativen Verlust von 750 Millionen Euro verzeichnet. Der weltweite Verkauf von Autos ging in dem Zeitraum um 22 Prozent zurück, der Umsatz sank somit um 29 Prozent auf 20,5 Milliarden Euro.

Im ersten Halbjahr 2019 hatte Audi noch 2,3 Milliarden Euro zum Betriebsgewinn des Volkswagen-Konzerns beigesteuert.

31.7.2020 • 08:36 Uhr

Infizierte Australier verstoßen gegen Auflagen

In Australien steigen die Corona-Zahlen wieder, vor allem im Bundesstaat Victoria mit der Metropole Melbourne werden wieder mehr Fälle gemeldet. Nun schlug Daniel Andrews, der Premierminister des Bundesstaates, Alarm: Viele Einwohner, die sich nachweislich angesteckt hätten, würden sich nicht an die Quarantänevorschrift halten.

Darauf deuten Kontrollen von Mitarbeitern der Gesundheitsbehörden hin: Diese hätten in den vergangenen beiden Tagen mehr als 500 Betroffene zu Hause aufgesucht. Bei 130 Haushalten standen sie vor verschlossenen Türen. Die Anwohner waren nicht zu Hause, obwohl sie sich eigentlich in Quarantäne befinden. Einige seien sogar weiter zur Arbeit gegangen, so Andrews.

"Um Himmels willen, wenn Sie das Virus haben, müssen Sie zu Hause bleiben", warnte der Premier. Derzeit werde bereits gegen 100 Einwohner Melbournes ermittelt, weil sie gegen die Auflagen verstoßen hätten. Die Polizei habe bislang 124 Bußgelder in Höhe von umgerechnet bis zu 790 Euro verhängt.

31.7.2020 • 08:08 Uhr

Mehr als 55.000 neue Corona-Fälle in Indien

Dem indischen Gesundheitsministerium sind seit gestern rund 55.000 bestätigte Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Damit haben sich seit dem Ausbruch der Pandemie in dem Land etwa 1,6 Millionen Menschen angesteckt.

Zudem seien in den vergangenen 24 Stunden fast 779 Menschen infolge einer Infektion gestorben. Damit zählt Indien mittlerweile fast 35.750 Corona-Tote.

Das Ministerium kündigte an, dass die Anzahl täglicher Corona-Tests landesweit auf eine Million gesteigert werden soll. Heute sollten demnach 600.000 Tests vorgenommen werden.

31.7.2020 • 08:01 Uhr

Französische Wirtschaft bricht im zweiten Quartal massiv ein

Im Zeitraum von April bis Juni ist die französische Wirtschaft gegenüber dem ersten Jahresquartal um 13,8 Prozent geschrumpft. Sowohl Konsum, Außenhandel als auch Investitionen seien eingebrochen, teilte das Statistikamt Insee in Paris mit. Für das gesamte Jahr rechnet die Behörde mit einem Minus von zehn Prozent.

Die deutsche Wirtschaft muss im Quartalsvergleich ebenfalls einen starken Rückgang verkraften: Das Bruttoinlandsprodukt ging in diesem Zeitraum um 10,1 Prozent zurück.

31.7.2020 • 07:54 Uhr

Iran verhängt Einreiseverbot für Touristen

Ab morgen gilt für den Iran ein Einreiseverbot für ausländische Touristen. Nur noch Geschäftsleute aus dem Ausland dürften ein Visum beantragen, berichtete die Nachrichtenagentur Isna unter Berufung auf die Ausländerbehörde. Aber auch sie müssten bei der Einreise ein negatives Corona-Testergebnis vorweisen können. Das dürfe nicht älter als 96 Stunden und müsse von einem anerkannten Institut ausgestellt worden sein.

Der Iran hatte seit Ende Mai die strikten Corona-Auflagen schrittweise gelockert. Nun steigen die Infektionszahlen wieder. Gestern bezifferte das Gesundheitsministerium die Zahl der neuen Fälle innerhalb eines Tages mit 2600. Hinzu kämen 226 Patienten, die durch das Virus gestorben seien. Damit haben sich im Iran bisher insgesamt mehr als 300.000 Menschen infiziert. Das Land meldet fast 16.570 Corona-Tote seit Ausbruch der Pandemie.

31.7.2020 • 07:45 Uhr

Einzelhandel mahnt Disziplin an

Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen hat der deutsche Einzelhandel die Verbraucher aufgefordert, wieder mehr Disziplin bei der Einhaltung der Vorsichtsmaßnahmen an den Tag zu legen.

"Lassen Sie uns das Erreichte nicht kaputt machen", appellierte Josef Sanktjohanser, Präsident des Handelsverbandes Deutschland. Erneute Schließungen würden viele Unternehmen wohl nicht verkraften.

Nach Schätzung des Verbands habe die Krise im Handel, ausgenommen der Lebensmittelbranche, bereits zu Umsatzeinbußen von rund 40 Milliarden Euro geführt. Dadurch seien etwa 50.000 Einzelhändler vom Aus bedroht. "Wenn schon die erste Welle der Pandemie solch dramatische Folgen im Handel hervorruft, möchte ich mir eine zweite nicht vorstellen. Für viele Händler gäbe es bei erneuten Einschränkungen oder gar einer zweiten Phase des Lockdowns keine Chance mehr, der Insolvenz zu entgehen", warnte Sanktjohanser.

31.7.2020 • 07:04 Uhr

Kein Alkohol, keine Verstöße?

In Großstädten wie Hamburg wird wieder gefeiert - und dabei sind die Vorsichtsmaßnahmen gegen das Coronavirus schnell vergessen. Um zu verhindern, dass die Infektionszahlen deswegen wieder ansteigen, probiert es Hamburg an diesem Wochenende mit einem Experiment: In den Abend- und Nachtstunden ist Alkohol in bestimmten Teilen der Stadt tabu.

31.7.2020 • 06:55 Uhr

Formel 1-Pilot Perez positiv auf Corona getestet

Der Formel 1-Fahrer Sergio Perez hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Dadurch kann der Mexikaner am Wochenende nicht beim Großen Preis von Großbritannien in Silverstone antreten. Wer seinen Platz für den Rennstall Racing Point einnimmt ist noch offen. Als ein Kandidat wird der 32 Jahre alte Nico Hülkenberg gehandelt.

Der Formel 1-Rennfahrer Sergio Perez | VALDRIN XHEMAJ/EPA-EFE/Shutterst

Sergio Perez befindet sich nun in Quarantäne, nachdem er positiv auf das Virus getestet wurde. Bild: VALDRIN XHEMAJ/EPA-EFE/Shutterst

31.7.2020 • 06:47 Uhr

Bayerns Innenminister gegen Tests unter Zwang

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann hat sich im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland dagegen ausgesprochen, dass Reiserückkehrer notfalls zu einem Corona-Test gezwungen werden sollen.

"Eine Testung mittels körperlichen Zwangs dürfte nach unserer Auffassung nicht verhältnismäßig sein und kommt daher für uns grundsätzlich nicht infrage", sagte der CSU-Politiker.

Auch zu der Debatte um den polizeilichen Zugriff auf von Restaurants geführte Gästelisten äußerte sich Herrmann. Ein solches Vorgehen könne "im Einzelfall wichtige Ermittlungsansätze liefern", sagte der Minister den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Unsere Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht, dass die Polizei alles rechtlich Mögliche zum Schutz und zur Aufklärung von Straftaten unternimmt. Insoweit kann ich die Kritik nicht nachvollziehen." Vor allem bei Kapitalverbrechen müsse alles getan werden, um diese aufzuklären.

31.7.2020 • 06:36 Uhr

Bali öffnet wieder für Touristen

Die indonesische Urlaubsinsel Bali darf wieder Touristen empfangen - allerdings unter strengen Sicherheitsmaßnahmen in Hotels, Restaurants und am Strand. Vorerst dürfen aber nur Gäste aus dem eigenen Land die Insel besuchen. Touristen aus dem Ausland können voraussichtlich ab dem 11. September einreisen.

Eine Frau liegt mit Nasen-Mund-Schutz auf einer Liege am Strand von Bali. | dpa

Noch dürfen nur Touristen aus Indonesien die Strände auf Bali wieder besuchen. Bild: dpa

31.7.2020 • 05:12 Uhr

Tausende Studenten verschulden sich in Corona-Krise

In der Corona-Krise verschulden sich Tausende Studenten und Studentinnen und beantragen staatliche Hilfskredite. Das geht aus einem Schreiben des Bundesbildungsministeriums an den Bildungsausschuss des Bundestages hervor, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.

Demnach wurden im Mai, Juni und Juli mehr als 22.000 Anträge auf einen Studienkredit bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit einem Gesamtvolumen von 641,6 Millionen Euro gestellt. Seit Mai müssen für den KfW-Studienkredit, den es auch schon vor der Krise gab, keine Zinsen gezahlt werden. Das ist als Corona-Hilfsmaßnahme gedacht und gilt bis März 2021. Im Vergleich zum April habe es im Mai eine deutliche Steigerung bei der Beantragung des Kredits gegeben, schreibt das Ministerium.

31.7.2020 • 04:40 Uhr

Amtsärzte: Gesundheitsämter für zweite Welle zu knapp besetzt

Die Amtsärzte sehen die Gesundheitsämter in Deutschland nicht für eine zweite Corona-Welle gerüstet. "Für eine zweite Pandemie-Welle sind die Gesundheitsämter viel zu knapp besetzt", sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Mit den steigenden Infektionszahlen rollt ein riesiges Problem auf uns zu."

31.7.2020 • 04:05 Uhr

127 Neuansteckungen in China - soviel wie seit März nicht mehr

In China melden die Behörden 127 neue Corona-Fälle. Das ist der höchste Wert seit dem 5. März. 112 dieser Fälle werden in der nordwestlichen Region Xinjiang registriert, teilen die Gesundheitsbehörden mit.

31.7.2020 • 03:42 Uhr

Maßnahmen in Teilen Nordenglands wieder verschärft

In Teilen von Nordengland sind die Corona-Maßnahmen wieder verschärft worden. In der Großstadt Manchester und anderen Gebieten dürfen sich Mitglieder verschiedener Privathaushalte nicht mehr in Innenräumen treffen, wie Gesundheitsminister Matt Hancock mitteilte. Die Maßnahme gilt auch für die Stadt Leicester und Teile der Verwaltungsbezirke West Yorkshire and East Lancashire.

Hancock begründete die Maßnahme damit, dass sich viele Menschen nicht an die Regeln zum Wahren von physischem Abstand hielten. Die Regierung führe die neuen Restriktionen "schweren Herzens" ein. Die neuen Regeln in Teilen Nordenglands traten um Mitternacht in Kraft. Viele Corona-Maßnahmen in England waren in den vergangenen Wochen aufgehoben worden.

31.7.2020 • 03:42 Uhr

Umfrage: Zwei Drittel für härtere Strafen bei Corona-Verstößen

Rund zwei der Drittel der Bundesbürger (65 Prozent) befürworten einer Umfrage zufolge härtere Strafen bei Verstößen gegen die Corona-Regeln. 32 Prozent seien dagegen, zum Beispiel Verstöße gegen die Maskenpflicht oder das Nicht-Einhalten bestehender Abstandsregeln härter zu bestrafen, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar für das Nachrichtenmagazin "Focus" ergab.

Drei Prozent enthielten sich. Vor allem Anhänger der Union sind für eine Strafverschärfung (78 Prozent), dahinter folgen Anhänger der SPD (74 Prozent), der Grünen (64 Prozent) und der FDP (63 Prozent). Bei den Linken-Anhängern plädierten nur 38 Prozent der Menschen für eine Strafverschärfung, bei der AfD sind es 27 Prozent.