Frau mit Mund- und Nasenschutz in der Bahn | dpa
Liveblog

Coronavirus-Pandemie WHO rät zu Masken in Menschenmengen

Stand: 05.06.2020 21:52 Uhr

Die Weltgesundheitsorganisation rät zum Tragen von Masken, wenn Abstandhalten nur schwer möglich ist. In Spanien sieht die Behörde für Gesundheitliche Notfälle die jüngste Corona-Ausbruchswelle weitgehend unter Kontrolle. Der Liveblog zum Nachlesen.

  • Bundesrat drängt auf Nachbesserungen bei Reise-Gutscheinen
  • WHO rät zu Mundschutzmasken bei schwierigem Abstand
  • Gericht kippt Quarantänepflicht in NRW nach Auslandsreisen
  • EU-weite Reisen ab 15. Juni möglich
  • 507 Neuinfektionen in Deutschland
  • Bombardier streicht in Kanada 2500 Stellen
  • Lage in Spanien laut Behörden unter Kontrolle
5.6.2020 • 22:59 Uhr

Das war's für heute

Wir beenden für heute unser Liveblog und bedanken uns für Ihr Interesse. Bleiben Sie gesund!

5.6.2020 • 21:41 Uhr

WHO aktualisiert Mundschutz-Tragerichtlinien

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ihre Richtlinien zum Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus aktualisiert. Sie rät nun zum Gebrauch von Masken besonders an Orten, an denen das Virus weit verbreitet ist sowie in Situationen, in denen Abstand halten nur schwer möglich ist. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus nannte als Beispiele den öffentlichen Nahverkehr, Geschäfte sowie andere geschlossene und stark frequentierte Bereiche. "Überall dort, wo es zu Übertragungen in der Öffentlichkeit kommen kann, raten wir Menschen über 60 Jahren oder Menschen mit Vorerkrankungen zudem, eine medizinische Maske zu tragen", fügte er hinzu. 

Die Richtlinien machen außerdem Angaben über die Beschaffenheit von nicht-medizinischen Stoffmasken: Demnach sollten diese aus mindestens drei Lagen unterschiedlichen Materials bestehen. Ghebreyesus warnte zugleich davor, sich ausschließlich auf Masken zu verlassen. Diese seien nur eine von mehreren Maßnahmen und könnten Abstandhalten und Handhygiene nicht ersetzen. "Masken alleine werden Sie nicht vor Covid-19 schützen", sagte er. 

5.6.2020 • 20:31 Uhr

Corona-Ausbruch in Kirchengemeinde im Raum Rostock

Ein mit dem Coronavirus infizierter Priester hat am Pfingstwochenende in Vorpommern drei Gottesdienste gefeiert. Mehrere Besucher wurden jetzt positiv getestet. Bei sechs Tests von Kontaktpersonen eines mit dem Coronavirus infizierten katholischen Priesters in Vorpommern ist das Virus nun ebenfalls nachgewiesen worden. Bislang seien 120 Abstriche untersucht worden, teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Rostock mit. Fünf Infizierte kommen aus dem Landkreis-Vorpommern-Rügen, einer aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Zu den Kontaktpersonen gehörten Teilnehmer an Gottesdiensten am Pfingstwochenende in Stralsund, Demmin und Grimmen. Sie seien unter anderem anhand von Teilnehmerlisten, die in den Kirchen auslagen, ermittelt und zu Tests gebeten worden.

Am Freitag war bekannt geworden, dass am Dienstag bei einem katholischen Priester das Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen wurde. Am Samstag und Pfingstsonntag hatte er nach Angaben des Erzbistums Berlin noch drei Gottesdienste mit insgesamt mehr als 100 Teilnehmern gefeiert. Auch ein ehrenamtlicher Kirchenmitarbeiter, der mit ihm zusammengearbeitet habe, sei erkrankt. Laut Lagus sind somit in dem Kontext acht infizierte Personen bekannt. Die betroffene Kirchengemeinde St. Bernhard hat vorläufig alle Gottesdienste in Demmin, Stralsund und auf Rügen abgesagt.

5.6.2020 • 20:24 Uhr

Spanien: Lage laut Behörden unter Kontrolle

Im von der Krise stark gezeichneten Spanien ist die aktuelle Corona-Ausbruchswelle nach Angaben der Behörde für Gesundheitliche Notfälle inzwischen weitgehend unter Kontrolle. Die Zahl der Neuinfektionen sei niedrig, die Zahl der Patienten auf Intensivstationen sinke und es werde weiter massiv auf Sars-CoV-2 getestet, zitierte die Nachrichtenagentur Europa Press den Chef der Behörde, Fernando Simón. Inzwischen stellten eher importierte Infektionsfälle ein Risiko dar, sagte Simón. Deshalb sei es wichtig, die Kontrollen bei der Einreise "so gut wie möglich" vorzunehmen.

Dies dürfte vor allem ab dem 1. Juli relevant werden, wenn Europas beliebtestes Urlaubsland wieder ausländische Touristen einreisen lassen will. Anfang April, zum Höhepunkt der Pandemiewelle in Spanien, wurden mehr als 900 Tote pro Tag im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 registriert. Mit mehr als 27.000 Covid-19-Toten und rund 240.000 Infektionsfällen ist Spanien bisher eines der am schwersten betroffenen Länder. Das Land hatte deshalb mit einer wochenlangen strengen Ausgangssperre gegengesteuert, die inzwischen langsam gelockert werden.

Ein Roboterkellner bedient Gäste eines Lokals im nordspanischen Pamplona. | AP

Ein Roboterkellner bedient Gäste eines Lokals im nordspanischen Pamplona. Bild: AP

5.6.2020 • 19:24 Uhr

Zwei Passagierflüge pro Woche aus China in die USA

Chinesische Airlines sollen nun doch weiterhin in den USA landen dürfen: Die Airlines dürften künftig pro Woche zwei Passagierflüge in die USA durchführen, erklärte das Verkehrsministerium in Washington. Zuvor hatte am Donnerstag Peking seine Beschränkungen gelockert - nachdem die USA angekündigt hatten, ab Mitte Juni bis auf Weiteres keine chinesischen Passagierflüge mehr zuzulassen.

China hatte die Einreisebeschränkungen infolge der Coronavirus-Pandemie erlassen. Seit März waren US-Fluggesellschaften praktisch alle Passagierflüge nach China unmöglich, obwohl chinesische Airlines weiter in die USA fliegen konnten. Aus diesem Grund hatten die USA am Mittwoch ein Ende der chinesischen Passagierflüge angekündigt. Am Donnerstag verfügte Pekings Luftverkehrsbehörde dann, dass ausländische Airlines jetzt maximal zweimal pro Woche ein Ziel in China anfliegen könnten. Trotzdem gelten weiter Beschränkungen, um eine Einschleppung des Virus zu verhindern. So müssen Passagiere unter anderem vorher über drei Wochen in Folge einen negativen Corona-Test vorweisen.

Vor der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus hatte es pro Woche nach Angaben des US-Verkehrsministeriums noch mehr als 300 Flüge zwischen den beiden Staaten gegeben. Die Zahl nahm rapide ab, nachdem die US-Regierung wegen der Pandemie eine Einreisesperre gegen Chinesen verhängt hatte. Umgekehrt vergibt China auch keine Visa mehr. Doch werden die Flüge von heimkehrenden Chinesen genutzt.

5.6.2020 • 18:30 Uhr

Britische Statistikbehörde geht von bis zu 48.000 Covid-19-Toten aus

Die Zahl der gestorbenen Corona-Infizierten ist in Großbritannien auf mehr als 40.000 gestiegen. Das teilte das Gesundheitsministerium in London mit. Das Vereinigte Königreich ist nach offiziellen Zahlen das am schwersten von der Pandemie betroffene Land Europas. Zählt man die Todesfälle hinzu, bei denen eine Covid-19-Erkrankung erst nach dem Tod diagnostiziert wurde, liegt die Zahl der Statistikbehörde ONS (Office for National Statistics) zufolge sogar bei mehr als 48.000.

Die Regierung in London steht seit Wochen in der Kritik, zu langsam und falsch reagiert zu haben. Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen wurden vergleichsweise spät eingeführt, zudem herrschte ein Mangel an Testkapazitäten und Schutzkleidung für medizinisches Personal. Die Zahl der Neuinfektionen ist in den vergangenen Wochen offiziellen Zahlen zufolge zurückgegangen. Trotzdem hatten sich einige Experten kritisch zu den Anfang der Woche in Kraft getretenen Lockerungen der Kontaktbeschränkungen in England geäußert.

5.6.2020 • 17:37 Uhr

Selenskyj fordert besseren Zugang für Rotes Kreuz in Ostukraine

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel bessere Kontaktmöglichkeiten zu Gefangenen im Separatistengebiet Donbass eingefordert. "Es ist außerordentlich wichtig, dass für das Internationale Rote Kreuz der Zugang garantiert wird", sagte Selenskyj nach einer Mitteilung des Präsidentenbüros in Kiew. Damit solle ein weiterer Gefangenenaustausch ermöglicht werden. Zuvor brachte die Organisation mit drei Lastwagen mehr als 50 Tonnen Hilfsgüter in den Donezker Teil der seit 2014 besetzten Region.

5.6.2020 • 17:25 Uhr

Trump äußert sich zu US-Coronakrise und China

US-Präsident Donald Trump setzt im Wahlkampf auf Stimmungsmache gegen China, wo die Corona-Pandemie ihren Anfang nahm. "Ich glaube, ich sehe den Handelsvertrag etwas anders als ich es vor drei Monaten gemacht habe", sagte er mit Blick auf das geplante Abkommen im Handelsstreit. Es wäre gut, eine Einigung mit China zu finden, setzte Trump hinzu - "ich weiß nicht, ob das geschehen wird. Wir werden Sie informieren." Trump wirft China vor, nicht ausführlich und früh genug über den Ausbruch der Seuche informiert zu haben. Deswegen seien in den USA und in andere Länder mehr Menschen erkrankt, als wenn China früher reagiert hätte. Die Regierung in Peking weist die Vorwürfe zurück.

In den USA sei die Coronavirus-Krise "weitgehend" überstanden sagte er: Die USA hätten vor der Coronavirus-Krise die "großartigste Wirtschaft der Weltgeschichte" gehabt, sagte Trump. "Und diese Stärke hat uns erlaubt, diese furchtbare Pandemie zu überstehen." Das Arbeitsministerium hatte zuvor erklärt, die Arbeitslosenquote sei im Mai auf 13,3 Prozent gesunken, nach 14,7 Prozent im April. Beobachter hatten einen Anstieg der Quote befürchtet - stattdessen wurden 2,5 Millionen Jobs geschaffen.

Trump sagte: "Die besten Zahlen kommen noch." Bundesstaaten wie New York und Kalifornien hätten die Corona-Maßnahmen schließlich noch nicht in großem Umfang gelockert. Mit Blick auf die Zahl von mehr als 108.000 Coronavirus-Toten in den USA - die mit Abstand höchste Zahl weltweit - sagte Trump, ohne die Arbeit seiner Regierung wären noch viel mehr Menschen ums Leben gekommen. "Wir haben jede Entscheidung richtig getroffen." Das Krisenmanagement des Präsidenten im Umgang mit der Coronavirus-Pandemie ist von vielen Seiten kritisiert worden. Trump hatte die Gefahr durch das Virus lange Zeit kleingeredet. Er selbst bestreitet jeden Fehler im Umgang mit der Pandemie.

5.6.2020 • 17:08 Uhr

Bombardier streicht wegen Coronakrise 2500 Stellen

Das kanadische Transportunternehmen Bombardier will wegen der Corona-Pandemie rund 2500 Stellen in seiner Luftfahrtsparte streichen, vor allem im Heimatland. Die Jobs sollen "schrittweise" in diesem Jahr wegfallen, kündigte die Firma an. Es sind rund zehn Prozent der 22.000 Stellen in der Luftfahrtsparte. Insgesamt beschäftigt Bombardier rund 60.000 Menschen.

Die in Berlin ansässige Bahnsparte Bombardier Transportation mit rund 6800 Beschäftigten will der Konzern an den französischen Konkurrenten Alstom verkaufen; eine entsprechende Vereinbarung war im Februar geschlossen worden. Der Kaufpreis soll 5,8 bis 6,2 Milliarden Euro betragen. Bombardier ist tief verschuldet, im vergangenen Jahr machte der Konzern 1,6 Milliarden US-Dollar Verlust. 

5.6.2020 • 16:59 Uhr

Sewerodwinsk wird nach Corona-Ausbruch abgeriegelt

Wegen stark steigender Corona-Zahlen in der russischen Hafenstadt Sewerodwinsk wird die als Standort für die Produktion atomarer U-Boote bekannte Großstadt in der Nacht zum Samstag vollständig abgeriegelt. Der Gouverneur der nordrussischen Region Archangelsk verfügte per Dekret die komplette Abschottung der 180.000-Einwohner Stadt. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden stieg die Zahl der bestätigten Infektionen in Sewerodwinsk zuletzt auf mehr als 1000.

Wie die russische Nachrichtenagentur Region 29 berichtete, errichteten Polizisten am Freitag bereits Kontrollpunkte an allen Zugangsstraßen. "Sie müssen es eine Woche oder zehn Tage durchhalten, damit die Infektionsrate nicht weiter steigt", sagte der Gouverneur Alexander Zybulsky. Die Behörden hätten sich die Entscheidung für die Abriegelung nicht leichtgemacht, sie sei aber "wirklich nötig", betonte er weiter. Wegen der hohen Infektionsrate gilt in Sewerodwinsk bereits eine Masken- und Handschuhpflicht. Am Donnerstag hatten die Behörden erneut einen Anstieg um 57 Infektionsfälle bekannt gegeben, bei 30 der Infizierten handelte es sich um Hafenarbeiter. Fast die Hälfte der Erwerbstätigen in Sewerodwinsk ist bei staatlichen Werften wie Sewmasch und Swesdoschka beschäftigt. Zu Sowjetzeiten war Sewerodwinsk wegen der Rolle der Stadt bei der Produktion atomar betriebener U-Boote von der Außenwelt abgeschnitten. Nur Besucher, die einen speziellen Ausweis vorzeigen konnten, durften die Stadt betreten.

Neubauviertel in der Stadt Sewerodwinsk | imago images / ITAR-TASS

Neubauviertel in der Stadt Sewerodwinsk. Bild: imago images / ITAR-TASS

5.6.2020 • 16:55 Uhr

Ostfriesische Inseln bleiben Tagestouristen vorerst verschlossen

Während in der neuen Woche weitere Corona-Lockerungen in Niedersachsen in Kraft treten, wollen die Ostfriesischen Inseln am Zugangsverbot für Tagestouristen festhalten. Der Landkreis Wittmund veröffentlichte eine Allgemeinverfügung, wonach auf Langeoog und Spiekeroog bis 22. Juni der Aufenthalt von Touristen für nur einen Tag ohne Übernachtung untersagt bleibt.

Die Inseln seien sich da einig, sagte Bürgermeister Jürgen Akkermann auf Borkum. "Das Problem beim Tagestourismus ist, dass Infektionsketten nicht nachvollziehbar sind", erklärte der Bürgermeister der Stadt Norderney, Frank Ulrichs. Bei gutem Wetter kommen sonst mitunter rund 10.000 Tagestouristen auf die Insel.

5.6.2020 • 16:55 Uhr

Bildungsgewerkschaft kritisiert offene Grundschulen

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) kritisiert die Pläne einzelner Länder, Grundschüler noch vor den Sommerferien wieder im normalen Klassenverband zu unterrichten. "Bei allem Verständnis für die Sorgen und Nöte der Eltern halte ich es für ein Spiel mit dem Feuer, wenn immer mehr Länder komplette Schulöffnungen, wie jetzt auch in Nordrhein-Westfalen, unter Aufgabe von Abstandsregeln verfügen", sagte der Verbandsvorsitzende Udo Beckmann laut einer Mitteilung.

In Nordrhein-Westfalen sollen alle Grundschulkinder ab dem 15. Juni wieder täglich zur Schule gehen, wie Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Freitag ankündigte. Es könne wieder im normalen Klassenverband unterrichtet werden, sagte sie. Sachsen war diesen Schritt als erstes Bundesland gegangen, andere Bundesländer planen bereits nachzuziehen. Mit Kindern und Jugendlichen sowie den Beschäftigten in Schulen dürften keine Experimente gemacht werden, sagte Beckmann. Es lägen noch gar nicht ausreichend Forschungsergebnisse vor, die diesen Schritt begründeten.

Kinder in einer Dortmunder Grundschule halten Abstand | AFP

Kinder in einer Dortmunder Grundschule halten Abstand. Der Lehrerverband fordert nun, wöchentliche Tests durchzuführen. Bild: AFP

5.6.2020 • 16:24 Uhr

Gericht kippt Quarantänepflicht nach Auslandsreisen in NRW

Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht hat die vom Land angeordnete häusliche Quarantäne für Auslandsrückkehrer außer Vollzug gesetzt. Das Land dürfe nicht pauschal für Rückkehrer aus Nicht-EU-Ländern eine 14-tägige Quarantäne anordnen, entschied das OVG am Freitag in einem Eilverfahren. Es könne aber Risikogebiete ausweisen, bei denen die Verhängung einer Quarantäne gerechtfertigt sei.

Die aus Köln stammenden Antragsteller sind seit Anfang März 2020 mit ihren minderjährigen Kindern in Thailand. Laut Verordnung hätte sich die Familie, weil sie mehr als 72 Stunden im Ausland ist, nach ihrer Rückkehr für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben müssen. Das sei aber bei der aktuellen Corona-Lage in Thailand nicht mehr gerechtfertigt, argumentierte die Familie. Die obersten NRW-Verwaltungsrichter sahen das genauso. Da es auch außerhalb Europas eine Reihe von Staaten gebe, in denen es kein höheres Infektionsrisiko gebe als in der Bundesrepublik, sei eine häusliche Quarantäne für Auslandsrückkehrer keine notwendige Schutzmaßnahme mehr, hieß es in der Mitteilung des Gerichts zur Begründung. Daher sei das Land angehalten, "dem tatsächlichen Infektionsgeschehen Rechnung zu tragen und eine differenziertere Regelung zu erlassen". Risikogebiete auszuweisen auf der Grundlage von nachvollziehbaren Erkenntnissen sei dem Land unbenommen, sagten die OVG-Richter. Der Beschluss ist nicht anfechtbar.

5.6.2020 • 16:18 Uhr

Großbritannien stoppt Forschung an Hydroxychloroqin gegen Covid-19

Britische Wissenschaftler haben haben am Montag die Forschung am Wirkstoff Hydroxychloroquin beendet, der bislang aus der Malaria-therapie bekannt ist. Erste Ergebnisse enthielten keinen Beweis für die Wirksamkeit bei Covid-19, teilten sie mit: "Wir haben die Daten geprüft und festgestellt, dass es keinen positiven Effekt von Hydroxychloroquin bei Patienten, die mit Covid-19 eingewiesen wurden, gibt" - sagte der Oxford-Professor Martin Landray, der an der Versuchsreihe federführend beteiligt war. Die Tests würden mit sofortiger Wirkung gestoppt.

5.6.2020 • 15:39 Uhr

Kinderhäftlinge in Bangladesch wegen Corona-Risikos entlassen

Die Strafvollzugsbehörden in Bangladesch haben wegen der Corona-Pandemie Hunderte Kinder freigelassen, die zumeist Bagatelldelikten verdächtigt werden. Es handele sich um eine Maßnahme gegen eine Ausbreitung des Virus in den überfüllten Gefängnissen, teilten Behördenvertreter mit. Angeordnet wurden die Freilassungen der Minderjährigen von virtuellen Gerichten, die mithilfe des UN-Kinderhilfswerks Unicef vom Obersten Gerichtshof geschaffen worden waren. In den vergangenen Wochen seien rund 400 Kinder gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt worden, mehr als 300 von ihnen seien inzwischen wieder bei ihren Familien, sagte die Chefin der Kinderschutzabteilung von Unicef in Bangladesch, Natalie McCauley.

In Bangladesch sind verschleppte Justizverfahren üblich, einige Fälle von Kleinkriminalität werden oft erst nach Jahren abgeschlossen. Nach Unicef-Angaben sind rund 23.000 Verfahren mit Hauptverdächtigen unter 18 Jahren bei Gerichten im ganzen Land anhängig.

5.6.2020 • 15:23 Uhr

Lockerungen: Welches Bundesland hat welche Regeln?

Kontakte, Schulen, Fitnessstudios, Hotels: Die Bundesländer haben nun ihre Corona-Einschränkungen gelockert -mit Unterschieden in Details. Was derzeit erlaubt ist, und was wo nach wie vor nicht geht - ein Überblick.

5.6.2020 • 14:42 Uhr

Bundesrat drängt auf Nachbesserungen bei Reise-Gutscheinen

Der Bundesrat drängt auf Nachbesserungen an der geplanten Gutschein-Regelung für abgesagte Pauschalreisen während der Corona-Pandemie. Es müsse deutlicher gemacht werden, dass Reisende, die ihren Gutschein innerhalb der Gültigkeitsdauer nicht eingelöst haben, den Wert der Reise ohne weiteres Zutun erstattet bekommen, heißt es in einer Entschließung. Kunden müssten bereits im Moment des Gutscheinangebots wissen, dass hierüber nur der gezahlte Reisepreis und keine möglichen Zusatzleistungen abgesichert sind. Zudem solle über Übertragbarkeit der Gutscheine nachgedacht werden, fordern die Länder. 

Die von der Bundesregierung vorgeschlagenen Regelungen betreffen Reisen, die vor dem 8. März 2020 gebucht wurden. Der Gesetzentwurf ermöglicht es Reiseveranstaltern, ihren Kunden einen gleichwertigen Gutschein für die abgesagte Reise anzubieten, anstatt die Vorauszahlung sofort zu erstatten. Kunden können so zwischen Gutschein und Erstattung entscheiden. Hierauf müssen die Reiseveranstalter nach dem Gesetzentwurf ausdrücklich hinweisen. Die Gutscheine können nach Ende der derzeitigen Reisebeschränkungen beim Reiseveranstalter eingelöst werden. Geschieht dies nicht bis spätestens Ende 2021, muss der Wert in Höhe des ursprünglichen Reisepreises ausgezahlt werden.

5.6.2020 • 14:40 Uhr

Arbeitslosigkeit in den USA im Mai leicht gesunken

Die Arbeitslosenquote in den USA ist trotz der anhaltenden Folgen der Viruskrise überraschend gesunken. Sie ging im Mai auf 13,3 Prozent von 14,7 Prozent im April zurück, wie die Regierung mitteilte. Experten hatten mit einem Anstieg auf 19,8 Prozent gerechnet. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Bezug auf eine Umfrage berichtet, wurden im vorigen Monat rund 2,5 Millionen Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen.

5.6.2020 • 14:17 Uhr

Ab 15. Juni Italien-Reisen wieder möglich

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat bekräftigt, dass nach der Aufhebung von Reisewarnungen am 15. Juni auch touristische Reisen nach Italien wieder möglich sein werden. Das Auswärtige Amt werde das regionale Infektionsgeschehen in Italien genau beobachten und die Reisehinweise tagesaktuell anpassen, sagte Maas.

Deutschland und Italien blieben auch nach der Öffnung der Grenzen für Urlauber eng in Kontakt, "um reaktionsfähig zu sein", falls sich die Situation in bestimmten Regionen verschlechtern sollte, betonte Maas. Eine ausdrückliche Reiseempfehlung für Italien wollte der Außenminister auf Nachfrage eines Journalisten hin nicht abgeben. Er sei sich sicher, "dass die Bürger dieses Landes klug genug sind zu entscheiden, wo sie ihren Urlaub verbringen".

5.6.2020 • 14:13 Uhr

Tschechien öffnet Grenze

Tschechien hat nach fast drei Monaten wieder seine Grenze für Bürger aus Deutschland, Österreich und Ungarn geöffnet. Die Entscheidung trat um 12.00 Uhr in Kraft, wie das Kabinett auf einer Sondersitzung in Prag am Morgen beschlossen hatte. Ein negativer Corona-Test muss nicht mehr vorgelegt werden.

5.6.2020 • 14:09 Uhr

Italien und Deutschland demonstrieren neue Einigkeit

Nach Streitigkeiten über europäische Hilfen in der Corona-Krise demonstrieren Deutschland und Italien einen Schulterschluss. "Die Unterstützung Deutschlands für Italien hat in der gesamten Zeit der Pandemie nie gefehlt", sagte der italienische Außenminister Luigi Di Maio nach einem Treffen mit Außenminister Heiko Maas in Berlin. "Mein Vertrauen in Deutschland war von Anfang an dasselbe - nämlich ein positives." Maas dankte Di Maio dafür, dass dieser seine erste Auslandsreise nach der Aufhebung der Corona-Beschränkungen in Italien nach Berlin unternahm.

Während der Hochphase der Pandemie hatte das besonders betroffene Italien den EU-Partnern, darunter Deutschland, mangelnde Solidarität vorgeworfen. Nun lobte Di Maio, dass Deutschland italienische Corona-Patienten aufgenommen und zusammen mit Frankreich einen Vorstoß für einen EU-Wiederaufbaufonds gemacht habe.

5.6.2020 • 14:06 Uhr

Schweiz öffnet Grenzen zu allen EU- und Efta-Staaten

Die Schweiz öffnet am 15. Juni ihre Grenzen nicht nur zu Deutschland, Frankreich und Österreich, sondern zu allen Staaten der EU und der Europäischen Freihandelszone (Efta). Die Pandemie-Lage mache das möglich, teilte die Regierung in Bern am Freitag mit. Diese Linie entspreche derjenigen vieler europäischer Länder. Neben den EU-Staaten gilt freie Reise dann auch für Bürgerinnen und Bürger von Island, Liechtenstein und Norwegen, die wie die Schweiz zur Efta gehören.

5.6.2020 • 14:05 Uhr

Gewebespenden dringend benötigt

Anlässlich des Tags der Organspende am morgigen Samstag macht die Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) auf dringend benötigte Gewebespende aufmerksam. Durch die Corona-Pandemie und die Absage von planbaren Operationen habe es bei den Spenden einen deutlichen Einbruch gegeben, teilte die DGFG mit. Während im März die Operationen nahezu normal verlaufen seien, habe sich im April die Zahl der Gewebetransplantationen in ganz Deutschland nahezu halbiert. Nun gelte es, Normalität in der Krise zu etablieren. Zu den transplantierbaren Geweben gehören unter anderem Augenhornhaut, Herzklappen, Blutgefäße, Knochen und Weichteilgewebe.

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erinnerte daran, dass bundesweit 9000 Patienten auf der Warteliste für ein Spenderorgan stehen. Spahn zeigte sich erfreut, dass die jüngsten gesetzlichen Veränderungen in der Transplantationsmedizin Wirkung zeigten. Trotz Corona seien die Organspenden nicht zum Erliegen gekommen - anders als etwa in den USA, wo die Spenderzahlen wegen der Pandemie um 50 Prozent zurückgegangen sei. In Deutschland stiegen die Spenderzahlen nach seinen Angaben von Januar bis Mai sogar um acht Prozent an.

5.6.2020 • 13:58 Uhr

Sterbefallzahlen nicht über Durchschnitt

In der 19. Kalenderwoche vom 4. bis zum 10. Mai sind in Deutschland nicht mehr Menschen gestorben als im Durchschnitt der Vorjahre. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Die Phase der zeitweisen Übersterblichkeit durch das Coronavirus scheint damit nach aktuellem Stand beendet.

In der 19. Kalenderwoche starben demnach mindestens 17.014 Menschen - ein Minus von 501 Fällen im Vergleich zur Vorwoche. Die Sterbefallzahl lag damit etwa zwei Prozent unter dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Die Zahl der Sterbefälle kann sich durch Nachmeldungen noch leicht erhöhen, so dass der Durchschnitt erreicht oder leicht überschritten werden kann.

Seit Ende März starben wegen der Corona-Pandemie in Deutschland im Vergleich zu den Vorjahren mehr Menschen. In der 15. Kalenderwoche vom 6. bis zum 12. April war die Abweichung mit 2371 Fällen beziehungsweise 13 Prozent über dem vierjährigen Durchschnitt am größten. Auch die Zahl der Covid-19-Todesfälle erreichte mit 1718 in dieser Woche ihren Höchststand. Insgesamt gab es in den Wochen vom 16. März bis zum 10. Mai 7775 Covid-19-Todesfälle, während die gesamten Sterbefallzahlen mindestens 7755 Fälle über dem Durchschnitt lagen. Die Auswirkungen auf das gesamte Kalenderjahr 2020 lassen sich noch nicht abschätzen.

5.6.2020 • 13:47 Uhr

"Allergrößte Vorsicht" an den Schulen

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek warnt ihre Kolleginnen und Kollegen in den Ländern einem "Spiegel"-Bericht zufolge vor einem überhasteten Wiedereinstieg in den normalen Schulbetrieb. "Solange wir noch keinen Impfstoff gegen Covid-19 haben, muss auch an den Schulen weiter allergrößte Vorsicht herrschen, um strukturierten Unterricht anbieten zu können", zitiert das Nachrichtenmagazin die CDU-Politikerin. Es müsse weiter alles getan werden, damit die Schulen nicht zu Infektionsherden würden. Karliczek bezieht sich dem Bericht zufolge ausdrücklich auf neue Erkenntnisse des Berliner Virologen Christian Drosten. Dieser hatte in einer überarbeiteten Fassung seiner Studie zur Infektiosität von Kindern in der Corona-Krise an seiner grundlegenden Aussage festgehalten. Es gebe keine Hinweise darauf, dass Kinder im Bezug auf Sars-CoV-2 nicht genauso ansteckend seien wie Erwachsene.

Vertreter mehrerer Bundesländer hatten bereits angekündigt, dass sie nach den Sommerferien wieder einen Normalbetrieb an den Schulen anstreben. Auch Bundesfamilienministerin Franziska Giffey stellte dies in Aussicht. Schon vor den Ferien wollen einige Länder zumindest an den Grundschulen auch wieder volle Klassen unterrichten und dabei auf die Abstandsregeln verzichten.

5.6.2020 • 13:22 Uhr

Ab Monatsende wieder volle Reisefreiheit innerhalb der EU

Laut Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) werden die innereuropäischen Grenzkontrollen bis Monatsende abgeschafft. Auch infolge der Corona-Pandemie erlassene Quarantäne-Regelungen sollen beendet werden, wie Seehofer nach Beratungen der Innenminister der Europäischen Union (EU) in einer Videokonferenz mitteilte. "Es ist dann wieder die volle Freizügigkeit hergestellt", sagte er. Für die Kontrollen innerhalb Europas will Seehofer am Mittwoch im Kabinett einen Vorschlag unterbreiten. Ihm zufolge will Deutschland anstreben, alle Kontrollen zu EU-Ländern bis zum 15. Juni aufzuheben. Dies plane auch die Mehrheit seiner EU-Kollegen, sagte der Minister. Ein kleinerer Teil der EU-Staaten wolle die Kontrollen noch bis Ende Juni fortführen.

Das ursprünglich bis zum 15. Juni geltende Einreiseverbot aus Drittstaaten soll noch einmal bis zum 1. Juli verlängert werden. Im Anschluss soll es eine "differenzierte Lösung" geben, die sich an der epidemiologischen Lage des jeweiligen Herkunftslandes orientiert. Dazu werde die EU-Kommission in der nächsten Woche einen Vorschlag machen. An den deutschen Grenzen waren Mitte März Kontrollen wieder eingeführt worden. Mit sinkenden Infektionszahlen gab es seitdem mehrfach Lockerungen.

5.6.2020 • 13:06 Uhr

Pakistan führt wieder Beschränkungen ein

Nach einem Anstieg der Coronavirus-Infektionen hat Pakistan wieder Beschränkungen im öffentlichen Leben durchgesetzt. Viele Märkte und Einkaufszentren wurden in der Zentralprovinz Punjab durch die Polizei geschlossen, wie Industrieminister Aslam Iqbal sagte. Die Eigentümer hätten die Maskenpflicht nicht durchgesetzt. In der Hauptstadt Islamabad wurden zehn Stadtteile durch Polizeisperren abgeriegelt, um eine weitere Ausbreitung des Virus aufzuhalten, sagte der lokale Verwaltungschef Hamza Shafqaat. Pakistan sei noch mindestens einen Monat vom Höhepunkt der Pandemie entfernt, so der Chef der Katastrophenhilfe, Mohamed Afzal.

5.6.2020 • 13:02 Uhr

Neue EU-Polizeitruppe soll Finanzbetrüger in Corona-Krise aufspüren

Die EU erwartet vermehrt Finanzkriminalität in der Corona-Krise und bringt eine neue Ermittlertruppe in Stellung. Das Europäische Zentrum zur Bekämpfung von Finanz- und Wirtschaftsvergehen (EFECC) ging heute an den Start. Es soll den Mitgliedstaaten unter anderem dabei helfen, Beihilfebetrug im Zuge des aktuellen Konjunktureinbruchs aufzudecken. Die Gruppe aus zunächst 65 Experten arbeitet unter dem Dach der EU-Polizeibehörde Europol und soll insbesondere Informationen sammeln.

Besonders im Fokus stehen laut Europol die Bauindustrie, das Gastgewerbe und die Tourismusbranche, weil dort viele Unternehmen ums Überleben kämpfen. Dies nutzten Verbrecher, um öffentliche Hilfsgelder abzugreifen. Betrugsfälle gebe es zudem im Bereich der Medizinausrüstung. Die neue Truppe soll dazu beitragen, dass die Gewinne von kriminellen Geschäftemachern künftig stärker eingezogen werden können. Bislang liegt die Erfolgsquote in Europa nach Schätzung der Behörde lediglich bei einem Prozent.

5.6.2020 • 12:58 Uhr

SAS fliegt ab Mitte Juni wieder Ziele in Deutschland an

Die skandinavische Airline SAS erhöht ihr in der Corona-Krise reduziertes Flugangebot und fliegt ab Mitte Juni auch wieder mehrere deutsche Ziele an. Von Kopenhagen aus wird SAS ab dem 15. Juni wieder täglich außer samstags unter anderem nach Düsseldorf, Hamburg und München fliegen, wie die Fluggesellschaft mitteilte. Stuttgart wird demnach ab dann wieder dienstags, donnerstags und sonntags bedient, sechs wöchentliche Verbindungen nach Frankfurt gibt es ab dem 20. Juni. Von Stockholm aus will SAS ab Mitte Juni wieder in verschiedene Mittelmeerstädte fliegen, auch die Zahl der Flüge aus Norwegen soll nach und nach gesteigert werden.

5.6.2020 • 12:36 Uhr

Entlastungen für Eltern und Arbeitnehmer unter Dach und Fach

Der Bundesrat hat das Gesetzespaket beschlossen, das unter anderem den Eltern, die wegen Schul- und Kita-Schließungen ihre Kinder zuhause betreuen müssen, mehr Entschädigung als bisher zubilligt. Zudem bleiben für Beschäftigte Sonderleistungen der Arbeitgeber wie bis zu 1500 Euro künftig steuerfrei. Davon werden auch die Beschäftigten in der Altenpflege profitieren, die einen entsprechenden Bonus bekommen sollen. Zuschüsse der Arbeitgeber zum Kurzarbeitergeld und zum Saison-Kurzarbeitergeld werden künftig bis 80 Prozent des Unterschiedsbetrages zwischen dem Soll-Entgelt und dem Ist-Entgelt steuerfrei gestellt. Weiterer Bestandteil des Gesetzes ist die Senkung des Umsatzsteuersatzes für Speisen in der Gastronomie von 19 auf sieben Prozent, gültig vom 1. Juli dieses Jahres bis Ende Juni 2021. Das von der Regierungskoalition eingebrachte Corona-Steuerhilfegesetz soll zudem Eltern und Arbeitnehmer in Kurzarbeit stärker als bislang entlasten.

5.6.2020 • 12:31 Uhr

WHO: "Es ist nicht vorbei"

Die Coronavirus-Pandemie ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO noch lange nicht überstanden. "Es ist nicht vorbei. Es ist nicht vorbei, solange es das Virus noch an irgendeinem Ort der Welt gibt", sagt WHO-Sprecherin Margaret Harris. In einigen Ländern, in denen Restriktionen zurückgenommen worden seien, steige die Zahl der Neuinfektionen wieder. Sie rede dabei aber nicht speziell über Europa.

5.6.2020 • 12:28 Uhr

Erdogan nimmt Ausgangssperre wieder zurück

Nach Protesten aus der Bevölkerung hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan eine gerade erst für das Wochenende verkündete Ausgangssperre wieder abgesagt. Am Morgen hatte das Innenministerium noch angekündigt, dass die Menschen in 15 Städten und Provinzen wegen der Corona-Pandemie zwischen Freitag- und Sonntagnacht erneut daheim bleiben müssten - am Mittag meldete sich dann Erdogan zu Wort. "Die Bewertungen, die wir von unseren Bürgern erhalten haben, haben uns dazu veranlasst, die Entscheidung zu überdenken", schrieb er auf Twitter.

Ausgangssperren über das Wochenende gab es für ausgewählte Provinzen und Städte seit Mitte April. Erdogan schrieb, dass die Regierung sie eigentlich nicht habe fortsetzen wollen, aber dass jüngst die Zahl der täglichen Neu-Infektionen "von 700 auf fast 1000" gestiegen sei.

5.6.2020 • 12:13 Uhr

Frankreich sieht Coronavirus vorerst unter Kontrolle

Die Ausbreitung verlaufe "kontrolliert" ab, erklärte der wissenschaftliche Beirat der Regierung. "Das Virus verbreitet sich weiter, besonders in einigen Regionen", betonte der Vorsitzende des Beirats, Jean-François Delfraissy, "aber es verbreitet sich mit geringer Geschwindigkeit." Während vor der am 17. März verhängten Ausgangssperre täglich rund 80.000 neue Fälle aufgetreten seien, seien es nun nur noch etwa 1000 pro Tag, betonte der Immunologe. Anders als Anfang März habe Frankreich inzwischen zudem umfangreiche Testkapazitäten und die Möglichkeit, Infizierte schneller zu isolieren.

Frankreich ist mit offiziell mehr als 29.000 Todesfällen eines der am stärksten betroffenen Länder Europas. Vor allem im Pariser Großraum und im deutschen Grenzgebiet stießen die Krankenhäuser schnell an ihre Grenzen.

5.6.2020 • 12:09 Uhr

Aida setzt USA- und Kanada-Reisen für 2020 aus

"Als Folge der anhaltenden Auswirkungen des Coronavirus sind derzeit die Bedingungen für internationale Reisen mit Ziel USA und Kanada noch nicht gegeben. In Kanada sind Kreuzfahrtanläufe bis Ende Oktober 2020 nicht möglich, in den USA gilt bis auf weiteres ein Einreisestopp für Europäer", teilte das Unternehmen in Rostock mit. Es seien Reisen mit den Schiffen "Aidadiva" und "Aidaluna" geplant gewesen.

Wegen der Corona-Pandemie hatte Aida Cruises bereits alle Fahrten auf den 14 Schiffen ihrer Flotte bis 30. Juli abgesagt. Für Gäste aller abgesagten Reisen werde der bereits gezahlte Reisepreis als Guthaben plus einem zehnprozentigen Bonus zurückgelegt. Dieses Guthaben könne bei Buchungen bis Ende 2021 eingesetzt werden. Gästen, die dieses Angebot nicht in Anspruch nehmen möchten, werde der Reisepreis in Höhe der bereits geleisteten Zahlung erstattet.

Der Kreuzfahrtschiff "AIDAluna" bei der Überführungsfahrt auf der Ems von der Meyer-Werft in Papenburg | null

5.6.2020 • 12:03 Uhr

Inselstaat Fidschi erklärt sich für coronafrei

Der pazifische Inselstaat Fidschi ist eigenen Angaben zufolge frei vom Coronavirus. Es gebe keine aktiven Fälle von Covid-19 mehr, schrieb der Regierungschef von Fidschi, Frank Bainimarama, auf Twitter. "Und selbst bei täglich steigenden Testzahlen ist es nun 45 Tage her, seitdem wir unseren letzten Fall registriert haben." Ohne Todesfälle liege die Genesungsrate in Fidschi bei 100 Prozent, hieß es weiter. Der Inselstaat östlich von Australien hat bislang 18 Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Die erste Infektion wurde Mitte März bekannt, die bislang letzte rund einen Monat später am 21. April. Etwa 100 Menschen befinden sich noch in Quarantäne.

Fidschi zählt rund 900.000 Einwohner und ist einer der wenigen Inselstaaten im Südpazifik, die Fälle von Covid-19 bestätigt haben. Für Reisende aus dem Ausland gilt weiter eine Einreisesperre. Im Land sind Zusammenkünfte auf 20 Personen beschränkt. Zudem gilt landesweit eine nächtliche Ausgangssperre.

5.6.2020 • 12:00 Uhr

Schweden zweifeln am Sonderweg

Lange schienen Bevölkerung und Opposition mit der laxen Corona-Politik der schwedischen Regierung weitgehend einverstanden zu sein. Das ändert sich nun. Auch der Chef-Epidemiologe übt Selbstkritik. Ein Bericht von Carsten Schmiester, Korrespondent im ARD-Studio Stockholm.

5.6.2020 • 11:31 Uhr

Supermärkte wollen Steuervorteil weitergeben

Die Supermarktkette Edeka will die von der Großen Koalition beschlossenen niedrigeren Mehrwertsteuersätze an die Verbraucher weiterreichen. "Für uns ist es selbstverständlich, die steuerlichen Vorteile in Form von günstigeren Preisen an unsere Kunden weiterzugeben", sagt Edeka-Chef Markus Mosa. Auch der zur Gruppe gehörende Discounter Netto schließt sich an.

Zuvor hatten bereits Rewe und Aldi entsprechende Schritte verkündet. Ab 1. Juli soll im Rahmen des Konjunkturpakets die Mehrwertsteuer befristet bis Jahresende gesenkt werden. Dies soll die Verbraucher entlasten und die Wirtschaft stimulieren.

5.6.2020 • 11:15 Uhr

Armutsforscher dringt auf "Corona-Solidaritätszuschlag"

Armutsforscher Christoph Butterwegge fordert erneut die sofortige Einführung eines "Corona-Solidaritätszuschlags" und eine Vermögensabgabe. Mit einem "Corona-Soli" könnten Wohlhabende, Reiche und "Hyperreiche" den ärmsten Gesellschaftsmitgliedern solidarisch zur Seite stehen, sagte er dem ZDF. Bereits Anfang Mai hatte Butterwegge eine neue Ausrichtung des Solidaritätszuschlags angeregt.

Während der Staat mehr als 1,4 Billionen Euro an Finanzhilfen, Krediten und Bürgschaften ausgebe, dürften Hochvermögende und profitable Konzerne nicht steuerlich entlastet werden, mahnte der Forscher. Sie müssten vielmehr stärker zur Kasse gebeten werden. Gleichzeitig kritisierte Butterwegge eine "verteilungspolitische Schieflage" der Konjunkturpakete der Bundesregierung zu Lasten finanzschwacher Teile der Gesellschaft und zu Gunsten kapitalstarker Unternehmen.

Christoph Butterwegge | dpa

Butterwegge fordert mehr Unterstützung für die Armen in der Krise. Bild: dpa

5.6.2020 • 10:44 Uhr

Bundesrat verlangt mehr Unterstützung für Kulturschaffende

Selbstständige Kultur- und Medienschaffende sollten nach Ansicht des Bundesrates in der Corona-Krise mehr unterstützt werden. Die Länderkammer forderte die Bundesregierung auf, bestehende Hilfsmaßnahmen fortzuschreiben und Regelungen zum Ausgleich der erheblichen Umsatzeinbrüche zu entwickeln. Unter anderem sollten pauschale monatliche Zuschüsse gezahlt werden, um Einnahmeverluste abzufedern.

Außerdem appellierten die Länder an die Bundesregierung, gemeinsam mit ihnen spartenspezifische und zukunftsgerichtete Förder-, Stipendien- und Darlehensprogramme zu entwickeln. Für Kultureinrichtungen wie Kinos oder Unternehmen der Veranstaltungswirtschaft fordert der Bundesrat eine gezielte Unterstützung. Die bislang aufgelegten Bürgschaftsprogramme seien nicht zielfördernd, hieß es.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters sieht offenbar keinen zusätzlichen Handlungsbedarf. Sie verwies auf das von der Koalition im Rahmen des Konjunkturpakets beschlossene Hilfsprogramm für die Kulturbranche in Höhe von einer Milliarde Euro.

5.6.2020 • 10:15 Uhr

NRW schickt Grundschüler wieder täglich zum Unterricht

Alle Kinder im Grundschulalter sollen in Nordrhein-Westfalen ab dem 15. Juni wieder täglich zur Schule gehen. Das kündigte das Schulministerium in Düsseldorf an. Bis zu den Sommerferien sollen die etwa 600.000 Grundschüler an allen Wochentagen die Schule besuchen. Die derzeitige Entwicklung des Infektionsgeschehens ermögliche den Weg zu einem verantwortungsvollen Regelbetrieb an den Grundschulen. Es könne wieder im normalen Klassenverband unterrichtet werden.

5.6.2020 • 10:00 Uhr

Fast 100 Corona-Infektionen in Bremerhavener Pfingstgemeinde

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Mitglieder einer freikirchlichen evangelischen Pfingstgemeinde in Bremerhaven steigt weiter. Mittlerweile sei sie auf rund 100 Fälle angewachsen, teilte der Magistrat der Stadt mit. Damit ist der von der Bundesregierung gesetzte Schwellenwert von mehr als 50 Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner deutlich überschritten. Nun beraten die Behörden, ob es in Bremerhaven nun wieder stärkere Beschränkungen zur Eindämmung der Infektionen geben muss.

Es ist bereits die zweite Masseninfektion, die auf eine freikirchliche Gemeinde zurückzuführen ist. In Frankfurt hatten sich nach einem baptistischen Gottesdienst mehr als 200 Menschen infiziert. Aus katholischen, jüdischen oder muslimischen Gotteshäusern sind solche Vorkommnisse nicht bekannt.

5.6.2020 • 09:11 Uhr

TUIfly will Flotte halbieren

Der Reisekonzern TUI will den deutschen Ferienflieger TUIfly wegen der Corona-Krise um rund die Hälfte verkleinern. Das Management habe die Pläne den Mitarbeitern bereits vorgestellt, sagte ein Sprecher. Ziel sei, die eigentlich vorgesehene Flotte von 39 Jets vom Typ Boeing 737 zu halbieren und mehrere deutsche Standorte wie Köln, Bremen und Münster-Osnabrück zu schließen.

Wie viele Jobs wegfallen, werde nun Teil der Gespräche zwischen Unternehmensführung und Arbeitnehmervertretern. Bei TUIfly gibt es rund 2000 Vollzeitstellen, davon 1400 Piloten und Flugbegleiter. Dem Nachrichtensender ntv zufolge stehen die Jobs von 700 Mitarbeitern auf der Kippe, davon 230 Vollzeitstellen. Der Sprecher wollte die Zahlen nicht bestätigen.

5.6.2020 • 08:49 Uhr

Bundesbank: Wirtschaft erholt sich 2021 wieder

Die Bundesbank rechnet infolge der Corona-Pandemie mit einem herben Einbruch der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr. Die Notenbank hält nach ihrer jüngsten Prognose einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 7,1 Prozent für wahrscheinlich. Nach der tiefen Rezession 2020 werde sich die Konjunktur aber bereits in den kommenden beiden Jahren deutlich erholen.

Für 2021 rechnen die Volkswirte der Notenbank mit 3,2 Prozent Wachstum. 2022 dürfte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) dann nochmals um 3,8 Prozent zulegen. Unterstellt wird dabei, dass Mitte kommenden Jahres eine wirksame medizinische Lösung zur Bekämpfung des neuartigen Coronavirus verfügbar sein wird. Zum Konjunkturpaket der Bundesregierung sagte Bundesbank-Chef Jens Weidmann: "Ein weiterer Stimulus ist in der aktuellen Lage angemessen, und ich bewerte das Konjunkturprogramm positiv."

5.6.2020 • 08:32 Uhr

Kinder könnten wieder regulär zur Schule gehen

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey stellt reguläre Schulöffnungen nach Ende der Sommerferien in Aussicht. "Ich finde es richtig, dass jetzt darüber gesprochen wird, dass wir nach dem Ende der Sommerferien wieder zu einem geregelten, normalen Betrieb zurückkehren können", sagt die SPD-Politikerin dem TV-Sender RTL. Voraussetzung sei, dass die Zahl der Infektionen so niedrig bleibe, wie derzeit. "Das Infektionsgeschehen, so wie es jetzt aussieht, lässt das zu."

5.6.2020 • 08:22 Uhr

Firmen investieren weniger wegen Corona

Die deutschen Unternehmen halten sich einer Umfrage zufolge wegen der Corona-Krise bei Investitionen immer stärker zurück. Jede zweite Firma habe bereits geplante Projekte verschoben, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner Mai-Befragung mitteilte. Im April sprachen nur 46 Prozent davon. 28 Prozent hätten Vorhaben sogar ganz gestrichen (April: 22 Prozent).

Besonders die Industrie spart bei den Investitionen: 64 Prozent verschoben im Mai Projekte, nachdem es im April noch 56 Prozent waren. Ganz gestrichen wurden sie bei 32 Prozent der Industriebetriebe. Bei Diensleistungs- und Bauunternehmen waren die Zahlen dagegen etwas besser. Dennoch sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe: "Das sind beunruhigende Zahlen für die längerfristige Entwicklung der Wirtschaft."

5.6.2020 • 08:10 Uhr

Massentest in Göttingen

Nach dem Corona-Ausbruch in Göttingen hat die Stadt mit einem Massentest begonnen. Mehrere Hundert Bewohner eines Hochhaus-Komplexes sollen dabei auf eine mögliche Infektion mit dem Virus untersucht werden. Die Verwaltung hat den Massentest angeordnet, weil sich in Folge von Regelverstößen bei Privatfeiern zum muslimischen Zuckerfest in dem Gebäudekomplex bisher mindestens 120 Menschen mit dem Virus infiziert haben. In Göttingen wurden deshalb alle Schulen und mehrere Kindertagesstätten geschlossen.

5.6.2020 • 07:23 Uhr

Helfen Blutdrucksenker bei Covid-19?

Gängige Medikamente gegen Bluthochdruck könnten einer neuen Studie zufolge zu einem gewissen Maß vor schweren Covid-19-Erkrankungen schützen. Eigentlich hätten Patienten mit hohem Blutdruck ein zwei Mal so großes Risiko, an Covid-19 zu sterben, berichten die Forscher im "European Heart Journal". Sie müssten auch häufiger beatmet werden. Bei denjenigen Patienten, die irgendeinen Blutdrucksenker nahmen, sei das Sterberisiko jedoch deutlich reduziert gewesen. Die Studie umfasste 2900 Kranke, die im Februar und März in einem Hospital in Wuhan behandelt wurden.

5.6.2020 • 06:36 Uhr

New York ruft Demonstranten zu Coronavirus-Tests auf

New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo hat die zahlreichen Teilnehmer bei Protesten gegen rassistische Polizeigewalt zu Corona-Tests ermahnt. Dies sei ihre Bürgerpflicht, sagte Cuomo. Die Demonstranten könnten damit helfen, einem Anstieg von Neuinfektionen in einer Phase vorzubeugen, in dem der US-Staat seine Wirtschaft nach monatelangen Sperrmaßnahmen allmählich wieder öffne.

Allein im Bundesstaat New York und der gleichnamigen Millionenmetropole hätten in den vergangenen Tagen bis zu 30.000 Menschen an den Demonstrationen teilgenommen. Jeder Mensch in dem Bundesstaat mit rund 19 Millionen Einwohnern könne sich inzwischen jederzeit in einer der rund 700 entsprechenden Einrichtungen kostenlos testen lassen, sagte Cuomo. Zuletzt seien rund 50.000 Tests pro Tag durchgeführt worden.

5.6.2020 • 05:26 Uhr

Sprunghafter Anstieg von Corona-Neuinfektionen in Südafrika

Südafrika hat einen sprunghaften Anstieg der Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus verzeichnet. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden innerhalb von 24 Stunden 3267 neue Infektionen registriert - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die Fälle konzentrieren sich auf die Provinz Westkap.  Insgesamt wurden nach Angaben des Ministeriums seit dem Auftreten der ersten Fälle in Südafrika 40.792 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 verzeichnet. Die Zahl der erfassten Todesfälle erhöhte sich zuletzt binnen 24 Stunden um 56 auf 848. 

5.6.2020 • 04:46 Uhr

"Wirtschaftsweise" korrigieren Konjunkturprognose nach unten

Die sogenannten Wirtschaftsweisen werden ihre im März aufgestellte Konjunkturprognose für Deutschland angesichts der inzwischen größeren Ausmaße der Corona-Pandemie nach unten korrigieren. Das kündigte der Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Lars Feld, in den Zeitungen der Funke Mediengruppe an. "Der Lockdown hat länger gedauert, und die Außenwirtschaft wird härter getroffen als erwartet. Vor allem im Hinblick auf die USA waren wir deutlich zu optimistisch", sagte der Freiburger Wirtschaftsprofessor. "Wir haben in diesem Jahr einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts zu erwarten, der voraussichtlich zwischen minus 6 Prozent und minus 7 Prozent liegen wird."

5.6.2020 • 04:26 Uhr

RKI meldet 507 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 507 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 183.271 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt. Bislang starben nach RKI-Angaben in Deutschland 8613 nachweislich mit dem Virus Infizierte, die Zahl der gemeldeten Toten stieg damit innerhalb von 24 Stunden um 26. Etwa 168.500 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden, das sind 600 mehr als noch einen Tag zuvor.

5.6.2020 • 03:43 Uhr

Brasilien überholt Italien bei Zahl der Corona-Toten

Die Zahl der Corona-Toten in Brasilien übersteigt die Zahl der Opfer der Epidemie in Italien. Binnen 24 Stunden seien 1437 Menschen im Zusammenhang mit der Pandemie gestorben, teilt das brasilianische Gesundheitsministerium mit. 30.925 zusätzliche Menschen hätten sich mit dem Virus angesteckt. Die Gesamtzahl der Toten liege nun bei 34.021. Das Land hat damit die meisten Toten nach den USA und Großbritannien.

5.6.2020 • 03:30 Uhr

Ausgangssperre im Großraum Buenos Aires verlängert

Die argentinische Regierung hat die weitgehenden Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus im Großraum Buenos Aires um weitere drei Wochen verlängert. In dem Ballungszentrum rund um die Hauptstadt müssen die Menschen bis zum 28. Juni grundsätzlich weiterhin zu Hause bleiben, wie Präsident Alberto Fernández sagte. Erlaubt sind lediglich Einkäufe in nahe gelegenen Lebensmittelgeschäften und Apotheken. Angestellte in als essenziell eingestuften Berufen und Branchen dürfen zur Arbeit gehen. In der Metropolregion Buenos Aires leben etwa 14,8 Millionen Menschen - das entspricht 37 Prozent der argentinischen Gesamtbevölkerung.

5.6.2020 • 03:30 Uhr

Großbritannien führt Mundschutzpflicht im öffentlichen Verkehr ab Mitte Juni ein

Wegen der Corona-Pandemie gilt ab Mitte Juni auch in Großbritannien in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Mundschutzpflicht. "Wir müssen sicherstellen, dass alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden", sagte Verkehrsminister Grant Shapps. Fahrgäste könnten ihr Gesicht wahlweise auch mit einem Tuch bedecken. Bei Verstößen könne ihnen der Zugang zu Bussen und Bahnen verweigert werden, zudem drohe eine Geldstrafe, sagte Shapps. Die Maßnahme wurde von den Verkehrsgewerkschaften begrüßt. Diese hatten zuvor eine Mundschutzpflicht gefordert. Bisher galt lediglich eine Empfehlung zum Tragen eines Mundschutzes im öffentlichen Verkehr.

5.6.2020 • 03:30 Uhr

67 Prozent der Deutschen würden sich impfen lassen

Rund zwei Drittel der Menschen in Deutschland würden sich einer Umfrage zufolge gegen das Coronavirus impfen lassen. 67 Prozent seien "sicher" oder "wahrscheinlich" bereit, ein Impfangebot anzunehmen - zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar, wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten. Das sei der zweitniedrigste Wert innerhalb der G7-Länder der großen westlichen Industrienationen. Nur Frankreich liege mit 58 Prozent unter der Zahl in Deutschland. Die größte Impfbereitschaft herrsche bei den Briten (78 Prozent) vor den Italienern (74 Prozent).

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 05. Juni 2020 um 23:00 Uhr.