Ampullen mit dem Impfstoff von AstraZeneca | Adam Warzawa/EPA-EFE/Shutterstoc
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Coronavirus-Liveblog ++STIKO rät Jüngeren von AstraZeneca als zweite Dosis ab++

Stand: 01.04.2021 23:03 Uhr

Die Ständige Impfkommission empfiehlt Geimpften unter 60 Jahren mit AstraZeneca erstmalig ein anderes Vakzin für die Zweitimpfung. Vizekanzler Scholz befürwortet härtere Maßnahmen, falls die Zahlen weiter steigen. Alle Entwicklungen vom Donnerstag zum Nachlesen.

  • Impfziel der WHO droht zu scheitern
  • Merkel: "Ein Ostern mit Einschränkungen"
  • Hausarztpraxen bestellen 1,4 Millionen Impfdosen
  • Niedersachen führt Schnelltests an Schulen ein
  • Produktionsprobleme bei Johnson & Johnson
  • Intensivmediziner schlagen Alarm
  • RKI meldet 24.300 Neuinfektionen
1.4.2021 • 23:00 Uhr

Ende des Liveblogs

Für heute schließen wir den Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse!

1.4.2021 • 22:59 Uhr

Solidarität innerhalb der EU - Fünf Staaten erhalten mehr Impfdosen

Etliche EU-Mitgliedsstaaten unterstützen in der Corona-Pandemie fünf andere Länder, die die Impfstoffe dringend benötigen. Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland und die Slowakei sollen im zweiten Quartal zusammen 2,85 Millionen Dosen mehr erhalten als ihnen normalerweise über eine Quote zustehen, wie der portugiesische EU-Vorsitz am Donnerstagabend mitteilte. An der Solidaritätsaktion beteiligten sich 19 EU-Staaten - darunter auch Deutschland. Nichts abgeben wollten dagegen Österreich, Slowenien und Tschechien. Österreich und vier weitere Länder hatten eine Korrektur des Verteilungsschlüssels der Corona-Impfstoffe in der EU gefordert.

1.4.2021 • 21:45 Uhr

Baden-Württemberg nimmt Öffnungsschritte an Schulen zurück

Das Land Baden-Württemberg nimmt wegen der schnell steigenden Corona-Infektionszahlen nach den Osterferien zunächst Öffnungsschritte an den Schulen zurück. In der ersten Woche ab dem 12. April kehren die Grundschüler und auch die 5. und 6. Klassen zunächst in den Fernunterricht zurück, teilte das Kultusministerium mit. Geöffnet bleiben sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren, auch die Abschlussklassen sollen teilweise in Präsenz unterrichtet werden.

In der Woche ab dem 19. April sollen alle Klassen im Wechsel in die Schulen zurückkehren, "sofern es das Infektionsgeschehen dann zulässt", schrieb Ministerialdirektor Michael Föll. Dann soll es auch eine Testpflicht für alle Schülerinnen und Schüler geben, die am Präsenzunterricht teilnehmen.

1.4.2021 • 21:07 Uhr

STIKO: Jüngere sollen keine zweite Impfdosis von AstraZeneca bekommen

Wer zunächst nur eine Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca erhalten hat und jünger ist als 60 Jahre, soll bei der zweiten ein Mittel wie das von Pfizer/BioNTech oder Moderna erhalten. Dies teilte die Ständige Impfkommission (STIKO) in einer überarbeiteten Empfehlung mit.

Zwar gebe es noch keine wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Impfungen mit verschiedenen Mitteln. Jedoch werde "eine Dosis eines mRNA-Impfstoffs 12 Wochen nach der Erstimpfung" empfohlen, bis entsprechende Daten vorlägen. Zu dieser Klasse von Impfstoffen gehören die von Pfizer/BioNTech und Moderna.

Der AstraZeneca-Impfstoff wurde zuletzt nur noch für Menschen über 60 empfohlen, um sich gegen Corona zu schützen. Der Chef der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, sagte dem "Spiegel", dass man jüngeren Menschen, die eine Erstimpfung mit AstraZeneca erhalten hätten, empfehlen werde, "dass diese ihre zweite, sogenannte heterologe, Impfung mit einem RNA-Impfstoff wie zum Beispiel BioNTech erhalten. Tierexperimentelle Daten zeigen, dass die Immunreaktion nach heterologer Impfung gleich ausfällt."

1.4.2021 • 20:37 Uhr

EU unterstützt fünf Mitgliedstaaten mit mehr Impfdosen

Die EU unterstützt in der Corona-Krise fünf Mitgliedstaaten, die bislang zu wenig Impfstoffe bekommen haben. Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland und die Slowakei würden im zweiten Quartal zusammen 2,85 Millionen Dosen mehr erhalten, als ihnen normalerweise zustehen, teilte der portugiesische EU-Vorsitz mit. An der Solidaritätsaktion beteiligten sich 19 andere EU-Staaten. Deutschland verzichtete dabei auf mehr als eine halbe Million Impfdosen. Nicht teilnehmen wollten Österreich, Slowenien und Tschechien. 

In dem Streit ging es um die Verteilung von zehn Millionen Impfdosen von BioNTech/Pfizer, deren Lieferung auf das zweite Quartal vorgezogen werden kann. Die EU-Länder bekommen Impfdosen normalerweise gemäß ihrer Bevölkerungszahl zugeteilt. Angeführt von Österreichs Kanzler Sebastian Kurz hatten ein halbes Dutzend Länder jedoch gefordert, dass sie einen größeren Anteil bekommen, weil sie sich in der bisherigen Impfstoffverteilung benachteiligt sahen. 

1.4.2021 • 20:00 Uhr

Scholz für härtere Maßnahmen, wenn Infektionsgeschehen nicht besser wird

Vizekanzler Olaf Scholz hat sich im Interview mit dem SWR für härtere Corona-Maßnahmen ausgesprochen, falls sich die Infektionslage nicht verbessern sollte. An die Länder appellierte er, die beschlossenen Beschränkungen umzusetzen.

1.4.2021 • 19:42 Uhr

Bangladesch verbietet EU-Bürgern Einreise

Angesichts steigender Corona-Zahlen lässt Bangladesch in den nächsten beiden Wochen keine Reisenden aus der Europäischen Union mehr ins Land. Das Verbot gilt für Bürger der EU und zwölf weiterer Länder von diesem Samstag an, wie die Zivilluftfahrtsbehörde des südasiatischen Landes mitteilte. Passagiere von Flügen aus Großbritannien dürfen einreisen, weil die Infektionsraten dort niedriger seien als in Kontinentaleuropa. Sie müssen aber für 14 Tage in Quarantäne. In dem 163-Millionen-Einwohner-Land gibt es mehr als 611.000 bekannte Corona-Fälle. Mehr als 9000 Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben. Die geltenden Corona-Regeln werden von vielen ignoriert.

1.4.2021 • 19:16 Uhr

Auch NRW führt Testpflicht an Schulen ein

Auch Nordrhein-Westfalen führt nach den Osterferien eine Testpflicht für Schülerinnen und Schüler ein. "Verpflichtende Selbsttests als zusätzliche Sicherheit tragen dazu bei, das Dunkelfeld von symptomlos Erkrankten aufzuhellen und die weitere Ausbreitung der Pandemie zu verhindern. Sie sorgen dafür, dass der Schulbetrieb sicherer wird", begründete Schulministerin Yvonne Gebauer in Düsseldorf den Schritt. Die Kinder und Jugendlichen aller Schulen sollen nach ihren Worten zwei Mal pro Woche Selbsttests durchführen. Zuvor hatten bereits mehrere andere Bundesländer eine Testpflicht an den Schulen für die Zeit nach Ostern beschlossen.

1.4.2021 • 19:04 Uhr

Bulgarien lockert kurz vor Parlamentswahl

Drei Tage vor der Parlamentswahl in Bulgarien hat die Regierung die Corona-Beschränkungen wieder gelockert. Trotz der dramatischen Lage auf den Intensivstationen haben die erst vor zehn Tagen geschlossenen Restaurants und Cafés seit heute ihre Terrassen wieder geöffnet, Sporthallen, Museen, Kinos und Theater dürfen 30 Prozent ihrer üblichen Kundschaft empfangen. Die Kindergärten öffnen einen Tag nach der für den Ostersonntag angesetzten Wahl, die Schulen eine Woche später.

"Wir sind zwar am Höhepunkt der dritten Welle, in den nächsten Wochen aber wird es besser", verteidigte Gesundheitsminister Kostadin Angelow die Entscheidung. "Wir müssen ein Gleichgewicht finden zwischen psychischer und physischer Gesundheit". Welche Entscheidung auch immer die Regierung treffe, die Hälfte der Bevölkerung werde damit unzufrieden sein, klagte Gesundheits-Generalinspektor Angel Kuntschew. Die Mitarbeiter auf den Intensivstationen nannten die Maßnahmen eine "Farce". Das Leben der Patienten werde dadurch bedroht.

1.4.2021 • 18:34 Uhr

Kubicki: Hamburger Ausgangsbeschränkung lebensfremd

FDP-Bundesvize Wolfgang Kubicki hat die coronabedingte nächtliche Ausgangsbeschränkung in Hamburg als lebensfremd kritisiert. "Ich möchte mal sehen, was bei schönem Wetter passiert: Was sollen die Behörden denn machen, wenn am späten Abend noch Tausende Menschen am Elbstrand sitzen?", sagte der Bundestagsvizepräsident dem Online-Portal "Abendblatt.de". Er habe zudem erhebliche Zweifel daran, dass die Beschränkung wirke, "wenn beispielsweise in einem Hochhaus am Mümmelmannsberg der 12. Stock den 3. Stock besucht, um gemeinsam Love Island zu schauen". Da habe sich der rot-grüne Senat mächtig verhoben. In Hamburg ist es von Karfreitag an vorerst bis zum 18. April zwischen 21 Uhr abends und 5 Uhr morgens bis auf Ausnahmen nicht erlaubt, die Wohnung ohne triftigen Grund zu verlassen.

"Ich gehe davon aus, dass es dazu in Schleswig-Holstein nicht flächendeckend kommen wird", sagte Kubicki. Es gebe intelligentere Möglichkeiten. Er plädierte für flächendeckende Corona-Tests und ein deutlich höheres Impftempo. "Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass sich die Entscheidungsträger an den Gedanken gewöhnt haben, in der Pandemie sei alles erlaubt." Aber alle Entscheidungsträger seien an Recht und Gesetz gebunden.

1.4.2021 • 18:30 Uhr

Impfziel der WHO droht zu scheitern

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) steht bei ihrem Ziel, bis zum 10. April in allen Ländern der Welt mit Impfungen gegen das Coronavirus zu beginnen, vor dem Scheitern. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus hatte reiche Länder vergangene Woche aufgerufen, dringend zehn Millionen Impfdosen aus ihren Beständen zu spenden. Bis heute erhielt er nach eigenen Angaben aber keine Zusagen. Die WHO hatte Anfang Januar die Losung ausgegeben, dass in den ersten 100 Tagen des Jahres 2021 überall auf der Welt mit dem Impfen begonnen werden soll. Der 100. Tag des Jahres ist der 10. April. Tedros sagte in Genf, 20 Länder stünden in den Startlöchern für Impfungen, hätten aber bislang keine einzige Dosis erhalten. "Ich hoffe immer noch, dass ein paar politische Führungskräfte vortreten, die vorausblickend und aufgeklärt sind", sagte Tedros.

Die UN-Impfinitiative Covax hat bislang 35 Millionen Impfdosen an insgesamt 78 Länder ausgeliefert. Covax hatte vergangene Woche eingeräumt, dass es Verzögerungen gibt. Begründet wurde dies mit Exportbeschränkungen in Indien, wo ein Großteil der für Covax bestimmten AstraZeneca-Impfdosen hergestellt wird. Das 1,3-Milliarden-Einwohner-Land argumentiert, dass es die Impfstoffe zunächst für die eigene Bevölkerung braucht. Insgesamt verzögert sich dadurch die Lieferung von 90 Millionen Dosen.

1.4.2021 • 18:26 Uhr

Lettland lockert vorsichtig Maßnahmen

Angesichts einer sinkenden Zahl von Neuinfektionen lockert Lettland vorsichtig seine Corona-Beschränkungen. In dem baltischen EU-Land dürfen unter strengen Hygiene- und Abstandsregeln von 7. April an alle Geschäfte außerhalb der großen Einkaufszentren wieder öffnen, wie die Regierung in Riga beschloss. Auch Märkte sind dann wieder erlaubt. Nach Ostern sollen sich auch wieder bis zu 10 Menschen aus zwei Haushalten im Freien versammeln dürfen. Das Kabinett hatte zuvor bereits beschlossen, den Corona-Notstand in Lettland über den 6. April hinaus nicht zu verlängern. Die meisten Einschränkungen bleiben aber in Kraft. In dem 1,9-Millionen-Einwohner-Land hat sich die Lage zuletzt etwas entspannt. Dennoch ist die Entwicklung weiter schlechter als in Deutschland. Seit Beginn der Pandemie wurden in Lettland mehr als 103.000 Corona-Fälle erfasst. Mehr als 1900 Infizierte starben.

1.4.2021 • 18:20 Uhr

Chile und Bolivien schließen Grenzen

Die erneut verstärkte Ausbreitung des Coronavirus in Südamerika hat zu abermaligen Grenzschließungen geführt. Bolivien macht ab Freitag seine Grenze mit Brasilien für sieben Tage dicht, wie die bolivianische Regierung ankündigte. Chile wiederum schließt alle seine Grenzen bis Ende April und verschärft die Ausgangsbeschränkungen. Ab kommenden Montag dürfen Ausländer nicht mehr in das südamerikanische Land ein- und Chilenen nur in Ausnahmefällen ausreisen, teilte die chilenische Regierung mit. Zudem wird der Beginn der nächtlichen Ausgangssperre auf 21 Uhr vorgezogen. Geschäfte dürfen künftig nur noch essenzielle Produkte wie Lebensmittel, Medikamente und Hygieneartikel verkaufen. In Teilen des Landes benötigen die Menschen zudem eine Erlaubnis, um ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen.

Obwohl Chile seine Impfkampagne so schnell wie kaum ein anderes Land vorantreibt, stiegen zuletzt die Infektionszahlen dort deutlich an. Das könnte mit dem verwendeten Impfstoff zusammenhängen. Zum Einsatz kommt vor allem das Produkt des chinesischen Herstellers SinoVac. Der Impfstoff verhindert zwar schwere Verläufe, allerdings liegt der Schutz gegen eine Ansteckung nach einer brasilianischen Studie nur bei etwas über 50 Prozent.

1.4.2021 • 18:02 Uhr

Umfrage: Mehrheit für härteren Lockdown

Die Mehrheit der Deutschen unterstützt die Forderung nach einem härteren Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Zwei Drittel (67 Prozent) der Bundesbürger stimmen angesichts steigender Infektionszahlen einem entsprechenden Appell von Intensivmedizinern zu, wie aus einer repräsentativen Umfrage von infratest dimap für den ARD-Deutschlandtrend hervorgeht. Die Mediziner fordern, das gesellschaftliche Leben in Deutschland für zwei bis drei Wochen herunterzufahren, um eine Überlastung der Krankenhäuser zu verhindern.

Die derzeitigen Maßnahmen gehen etwa der Hälfte der Befragten (48 Prozent) nicht weit genug. Dies sind 16 Prozentpunkte mehr als noch Mitte März. Gut ein Viertel der Befragten sagte jeweils, dass die derzeitigen Maßnahmen ausreichend (24 Prozent) oder zu streng (24 Prozent) seien. Eine große Mehrheit gibt Bund und Ländern ein schlechtes Zeugnis für die Krisenbewältigung. Etwa vier Fünftel (79 Prozent) sehen deren Arbeit deutlich kritischer als noch Anfang Februar (56 Prozent). Nur 19 Prozent sehen den Kurs der Regierung in der Krise positiv. Dies zeigt sich vor allem beim Urteil über die schleppende Impfstrategie. 83 Prozent der Befragten sind derzeit weniger oder gar nicht zufrieden mit dem Verlauf der Impfkampagne gegen das Coronavirus.

1.4.2021 • 17:03 Uhr

Laschet sieht noch keinen akuten Handlungsbedarf

Einige Bundesländer verschärfen angesichts steigender Infektionszahlen die Corona-Maßnahmen. CDU-Chef und NRW-Ministerpräsident Laschet will erst einmal weitere Schritte prüfen.

1.4.2021 • 16:51 Uhr

Keine Einigung bei EU-Impfstoffverteilung

Eine geplante Unterstützungsaktion für EU-Länder mit zu wenig Corona-Impfstoff hat die Mitgliedstaaten gespalten. Es habe keine Einigung auf eine gemeinsame Vorgehensweise gegeben, teilten Diplomaten nach zweitägigen Verhandlungen der EU-Botschafter mit. Österreich, Slowenien und Tschechien hätten sich einem Konsens verweigert. Ein EU-Diplomat sagte, die anderen 24 Länder würden die Solidaritätsaktion nun unter sich organisieren.

In dem Streit geht es um die Verteilung von zehn Millionen Impfdosen von Biontech/Pfizer, deren Lieferung auf das zweite Quartal vorgezogen werden kann. Die EU-Länder würden daraus normalerweise Impfdosen gemäß ihrer Bevölkerungszahl erhalten. Angeführt von Österreichs Kanzler Sebastian Kurz hatten ein halbes Dutzend Länder jedoch gefordert, dass sie einen größeren Anteil bekommen, weil sie sich in der bisherigen Impfstoffverteilung benachteiligt sehen. Nach Einschätzung der anderen EU-Länder haben tatsächlich Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland und die Slowakei ernsthafte Probleme. Denn sie haben bei ihren Bestellungen zu sehr auf den Impfstoff von AstraZeneca gesetzt, bei dem es jetzt massive Lieferprobleme gibt.

1.4.2021 • 16:42 Uhr

Frankreichs Premierminister verteidigt Maßnahmen

Der französische Premierminister Jean Castex hat die wegen des Anstiegs von Coronavirus-Infektionen angekündigte dreiwöchige Schulschließung und ein einmonatiges Verbot von Inlandsreisen verteidigt. Die Regierung sei "konsistent und pragmatisch" vorgegangen, sagte Castex. Die Nationalversammlung stimmte mit 348 zu neun Stimmen für die neuen Maßnahmen. Oppositionsparteien boykottierten die Abstimmung. Jean-Luc Mélenchon von der linksgerichteten Partei La France insoumise forderte Präsident Emmanuel Macron auf, die Impfstoffvorräte zu erhöhen.

1.4.2021 • 16:40 Uhr

WHO warnt vor Ausbreitung im Fastenmonat Ramadan

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor einem Anstieg der Corona-Infektionen im arabischen Raum während des muslimischen Fastenmonats Ramadan gewarnt. "Die Lage wird nicht besser und viele Länder entwickeln sich in eine besorgniserregende Richtung", sagte Ahmed al-Mandhari, WHO-Regionaldirektor für den östlichen Mittelmeerraum. Ramadan wie auch Ostern brächten die Gefahr eines weiteren Anstiegs der Infektionen mit sich. "Uns ist klar, dass dies wichtige Anlässe sind, die gefeiert werden sollten, aber bitte schützen Sie sich und andere." Der Beginn des Ramadans hängt vom Erscheinen der Neumondsichel ab, da der islamische Kalender sich nach dem Mond richtet. Dieses Jahr beginnt er voraussichtlich um den 13. April.

1.4.2021 • 16:35 Uhr

US-Regierung startet Werbekampagne für Corona-Impfung

Die US-Regierung von Präsident Joe Biden will Impfskeptiker mit einer großangelegten Kampagne von der Sicherheit der Corona-Vakzine überzeugen. Unter dem Motto "Wir schaffen das" werben Gesundheitsorganisationen, religiöse Gruppen und nationale Sportligen für die drei in den USA zugelassenen Impfstoffe. Hintergrund ist die Sorge von Gesundheitsexperten, eine Zurückhaltung beim Impfen könne die Erholung des Landes nach der Krise bremsen.

Die Menschen "wollen von denen hören, die sie kennen und denen sie vertrauen", sagte die Direktorin für strategische Kommunikation beim Coronavirus im Weißen Haus, Courtney Rowe. An der Initiative beteiligen sich unter anderem die American Medical Association, die Profiligen NFL und MLB, Gewerkschaften sowie Organisationen von Minderheiten und Veteranen.

1.4.2021 • 16:32 Uhr

Nächtliche Ausgangsbeschränkung in Halle

Die Stadt Halle führt wegen des hohen Corona-Infektionsgeschehens von Samstag an eine nächtliche Ausgangsbeschränkung ein. Demnach sei zwischen 21.00 und 5.00 Uhr das Verlassen der Wohnung nur noch aus gewichtigem Grund erlaubt, sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand. Halle wies nach Angaben des Robert Koch-Instituts(RKI) zuletzt eine Inzidenz von etwa 240 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen auf. Damit lag die Stadt nach RKI-Zahlen fünf Tage in Folge über dem Grenzwert von 200.

1.4.2021 • 16:30 Uhr

Bundesregierung einigt sich auf weitere Corona-Hilfen

Die Bundesregierung hat sich in der Corona-Krise auf zusätzliche milliardenschwere Hilfen für Unternehmen verständigt. Firmen, die besonders schwer und über eine sehr lange Zeit von Schließungen betroffen sind, sollen einen neuen Eigenkapitalzuschuss bekommen. Das teilten das Bundesfinanzministerium und das Bundeswirtschaftsministerium mit. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa liegt das Volumen der neuen Hilfen bei einem höheren zweistelligen Milliardenbetrag bis maximal 50 Milliarden Euro.

Konkret sollen alle Unternehmen, die in mindestens drei Monaten seit November 2020 einen Umsatzeinbruch von jeweils mehr als 50 Prozent erlitten haben, einen Eigenkapitalzuschuss bekommen. Dieser werde zusätzlich zur regulären Förderung der Überbrückungshilfe III gewährt. Außerdem sollen die Bedingungen der Überbrückungshilfe III noch einmal verbessert werden. Damit soll vor allem der Veranstaltungs- und Reisewirtschaft geholfen werden.

1.4.2021 • 16:27 Uhr

Merkel ruft zu Ostern im kleinen Kreis auf

Kanzlerin Angela Merkel hat die Bürgerinnen und Bürger vor den Ostertagen aufgerufen, sich konsequent an alle Regeln zur Kontaktbeschränkung zu halten. "Mit unserem Verhalten können wir das starke Wachstum der Infektionszahlen wieder bremsen, stoppen und dann umkehren", sagte Merkel in ihrem Video-Podcast. "Auch darum geht es an Ostern in diesem Jahr." Ärzte und Pflegekräfte könnten den Kampf gegen die dritte Welle der Pandemie alleine nicht gewinnen.

"Wir sollten sie nicht allein lassen, sondern sie mit unserem Verhalten unterstützen", sagte de Kanzlerin. "Wir werden das Virus gemeinsam besiegen."

Für die nächsten Tage heiße das vor allem, dass es ein ruhiges Osterfest werden soll, eines im kleinen Kreis, mit sehr reduzierten Kontakten, so Merkel. "Es wird leider noch einmal ein Ostern mit Einschränkungen sein müssen." Sie bitte die Menschen dringend, auf alle nicht zwingenden Reisen zu verzichten. Zugleich wolle sie den Menschen Mut machen.

1.4.2021 • 16:02 Uhr

Ganz Kroatien wird Risikogebiet

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung Kroatien inklusive der Urlaubsregion Istrien von Samstag an als Risikogebiet ein. Das gab das Robert Koch-Institut (RKI) bekannt. Damit müssen alle, die aus Kroatien kommend nach Deutschland einreisen, wieder für zehn Tage in Quarantäne, von der sie sich nach fünf Tagen mit einem zweiten negativen Corona-Test befreien können. Der erste Test muss spätestens 48 Stunden nach Einreise erfolgen. Die beliebte Halbinsel Istrien war am 7. März vorübergehend von der Risikoliste des RKI gestrichen worden.

1.4.2021 • 16:00 Uhr

WTO-Chefin will Entwicklungsländern Impfstoffherstellung ermöglichen

Die Generaldirektorin der Welthandelsorganisation, Ngozi Okonjo-Iweala, will auch Entwicklungsländer zur Herstellung von Impfstoffen befähigen. Es müssten die Voraussetzungen geschaffen werden, damit diese Länder bei künftigen Pandemien über einen Technologie-Transfer die Kapazität zur Herstellung von Vakzinen hätten, forderte Okonjo-Iweala. Sie kritisierte die ungerechte Verteilung von Impfstoffen in der Coronavirus-Pandemie. "Die Vorstellung, dass 70 Prozent der Impfstoffe heute nur von zehn Ländern verabreicht worden sind, ist wirklich nicht akzeptabel", sagte die WTO-Chefin.

1.4.2021 • 15:57 Uhr

Malawi startet Impfungen mit AstraZeneca

Malawi hat mit der Impfung von Pflegepersonal, Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen gegen das Coronavirus begonnen. In der ersten Phase will das Land 360.000 Dosen des Vakzins von AstraZeneca verimpfen, die es über die weltweite Covax-Initiative erhielt, die sich für einen fairen Zugang zu den Corona-Impfstoffen für arme Länder einsetzt. Die Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, rund elf Millionen der 19 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner zu impfen, um eine Herdenimmunität zu erreichen, wie Gesundheitsminister Charles Mwansambo erklärte.

In Malawi, einem der am wenigsten entwickelten Länder der Welt, wurden bisher etwa 33.500 Corona-Infektionen registriert und etwa 1100 Todesfälle. Wie viele andere afrikanische Länder setzt Malawi auf den Impfstoff von AstraZeneca, da dieser günstig ist und in gewöhnlichen Kühlschränken gelagert werden kann.

Menschen in Malawi warten auf eine Corona-Impfung mit dem Präparat von AstraZeneca. | AP

Anstehen vor Krankenhäusern und Gesundheitszentren: In Blantyre, der größten Stadt Malawis, warten die Menschen auf eine Corona-Impfung mit dem Präparat von AstraZeneca. Bild: AP

1.4.2021 • 15:49 Uhr

Niedersachsen: Arztpraxen starten Impfungen am 7. April

Niedersachsens niedergelassene Ärzte starten am 7. April mit den Schutzimpfungen gegen das Coronavirus. Alle Arztpraxen könnten sich an den Impfungen beteiligen, teilte das Sozialministerium mit. In der Startphase sollten aber vor allem solche Praxen impfen, die einen größeren Bestand an über 70-Jährigen hätten. "Es ist gut, dass der Bund nun die Voraussetzungen geschaffen hat, damit die Impfungen in den Arztpraxen starten können“, sagte Sozialministerin Daniela Behrens. Da Impfstoff aktuell jedoch immer noch Mangelware sei, würden in den Praxen anfangs nur besonders gefährdete Personen gemäß den Priorisierungsvorgaben des Bundes geimpft, sagte der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, Mark Barjenbruch: "Wir bitten die Bevölkerung daher, von Anfragen in ihren Hausarztpraxen abzusehen." Die Praxen würden von sich aus ihre impfberechtigten Patienten ansprechen.

1.4.2021 • 15:44 Uhr

Israel plant Impfungen bei unter 16-Jährigen

Israel strebt eine Corona-Impfung der Gruppe der Zwölf- bis 15-Jährigen mit dem BioNTech/Pfizer-Vakzin ab Mai an. Das sagte der Generaldirektor des israelischen Gesundheitsministeriums, Hesi Levy, dem israelischen Armeerundfunk. Es gebe eine zunehmende Anzahl von Kindern, die ins Krankenhaus eingeliefert würden, sagte Levy. Auch gebe es eine zunehmende Anzahl von Kindern, die keine Symptome der Virus-Erkrankung zeigten, die aber an Komplikationen litten. Zuvor hatten die Unternehmen BioNTech und Pfizer mitgeteilt, ihr Corona-Impfstoff habe bei Jugendlichen zwischen zwölf und 15 Jahren in einer Zulassungsstudie eine Wirksamkeit von 100 Prozent gezeigt. Die Immunantworten der Studienteilnehmer hätten die "robusten Antikörperantworten" von geimpften 16- bis 25-Jährigen übertroffen, hieß es. Die Verträglichkeit sei zudem "gut".

1.4.2021 • 15:44 Uhr

Ansprache des Bundespräsidenten am Karsamstag

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am Abend des Karsamstag eine Fernsehansprache zur aktuellen Lage in der Corona-Pandemie halten. Das teilte das Bundespräsidialamt mit. Steinmeier hatte sich bereits im vergangenen Jahr an Ostern in einer TV-Ansprache an die Bürgerinnen und Bürger gewandt. Dabei rief er die Menschen in Deutschland zu Geduld, Disziplin und Solidarität in der Corona-Krise auf. Zuletzt hatte Steinmeier mehrfach Verständnis für die wachsende Unzufriedenheit in der Bevölkerung mit der Bekämpfung der Pandemie gezeigt, zugleich aber immer wieder zu Zuversicht aufgerufen. "Aber gerade jetzt im Angesicht der dritten Welle ist nicht die Zeit für Resignation, Verzweiflung oder Abrechnung", sagte der Bundespräsident in der vergangenen Woche.

1.4.2021 • 15:44 Uhr

Thailand: Lockerungen für geimpfte Reisende

Thailand hat die Quarantäne-Zeit für geimpfte Einreisende um die Hälfte reduziert. Wie das Außenministerium erklärte, müssten die Reisenden außerdem nicht länger Flugtauglichkeitsbescheinigungen von einem thailändischen Konsulat nachweisen. Alle ausländischen Reisenden müssten aber weiterhin einen negativen Corona-Test vorlegen. Wer einen Impfschutz nachweise, müsse nun nur noch sieben statt bisher 14 Tage in einem Quarantäne-Hotel verbringen, sagte Ministeriumssprecher Tanee Sangrat.

Ungeimpfte Reisende müssen sich zehn Tage isolieren, mit Ausnahme von Ankommenden aus elf südlichen Ländern Afrikas, die zwei Wochen unter Quarantäne stehen. Anerkannt werden dabei nur die in Thailand zugelassenen sieben Impfstoffe, darunter BioNTech, AstraZeneca und Johnson & Johnson.

1.4.2021 • 15:19 Uhr

Japanische Airline bietet Essen in geparkten Passagierjets

Der Passagierjet startet nicht einmal - und dennoch war das jüngste Angebot der All Nippon Airways rasend schnell ausverkauft: Für umgerechnet 460 Euro konnten sich Kunden der japanischen Fluggesellschaft All Nippon Airways in einer Boeing 777 ein Menü mit Stopfleber, Krabbenschaum und japanischem Rindfleisch servieren lassen. Das Erlebnis sollte für die Kunden so echt wie möglich wirken. So gab es bei der Premiere Durchsagen der Crew. "Die Tickets für das Flugzeug-Restaurant waren nach einem Tag verkauft", sagte eine Airline-Sprecherin. Nun seien elf weitere Daten für das Bewirtungsangebot geplant.

Ein Kunde isst in einem geparkten Flugzeug von All Nippon Airways auf dem Flughafen von Tokio. | AFP

Neben dem Angebot in der First Class gab es auch eine Möglichkeit, etwa zum halben Preis in der Business Class einzuchecken. Bild: AFP

1.4.2021 • 14:42 Uhr

Ostfriesische Inseln wollen Zugang kontrollieren

Wegen eines erwarteten Andrangs von Oster-Ausflüglern haben einige Ostfriesische Inseln Kontrollen ihrer Behörden angekündigt. Die Städte Norderney und Borkum teilten mit, bei den Ankünften der Fähren auf den Inseln die Einhaltung der Corona-Regeln zu überprüfen. Auf Borkum wurde dafür nach Angaben der Inselkommune das Personal aufgestockt. Auch die Inselgemeinden Spiekeroog und Langeoog kündigten Kontrollen an. Eine Sprecherin der Polizeiinspektion Aurich/Wittmund sagte, Beamte würden über die Ostertage sowohl auf dem Festland als auch auf den Inseln Präsenz zeigen und die kommunalen Ordnungsbehörden unterstützen. Laut der niedersächsischen Corona-Verordnung sind touristische Übernachtungen auch zu Ostern weiterhin verboten.

1.4.2021 • 14:25 Uhr

135 Millionen Euro Corona-Nothilfen für Studierende

Die Studierendenwerke in Deutschland haben nach Angaben ihres Dachverbands inzwischen mehr als 300.000 Mal eine Zusage zur Zahlung von Corona-Nothilfe an Studierende gegeben und insgesamt rund 135 Millionen Euro ausgezahlt. Seit dem Start der sogenannten Überbrückungshilfe im vergangenen Juni seien mehr als 460.000 Anträge gestellt worden, teilte das Deutsche Studierendenwerk mit. Die Leistung ist für Betroffene gedacht, die während ihres Studiums zum Beispiel durch einen wegbrechenden Nebenjob in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Überwiesen werden 100 bis maximal 500 Euro pro Monat, wenn per Kontoauszug nachgewiesen werden kann, dass eine Pandemie-bedingte Notlage besteht. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden. Die Nothilfe muss für jeden Monat neu beantragt werden.

1.4.2021 • 14:23 Uhr

OVG Hamburg bestätigt Maskenpflicht für Jogger

Das Oberverwaltungsgericht Hamburg hat die vom Senat erlassene Maskenpflicht für Jogger unter anderem an Alster und Elbe bestätigt. Ein anderslautender Beschluss des Verwaltungsgerichts sei geändert und ein entsprechender Eilantrag gegen die Maskenpflicht an Wochenenden und Feiertagen in der Zeit zwischen 10 und 18 Uhr abgelehnt worden, teilte ein Gerichtssprecher mit.

Der Senat hatte Beschwerde gegen den Beschluss der Vorinstanz eingelegt, die dem Antragsteller, der in Elbnähe wohnt, gefolgt war. Das OVG geht in seiner Entscheidung davon aus, dass eine Ansteckung mit dem Coronavirus auch im Freien möglich ist. Vor drei Wochen hatte das Verwaltungsgericht in dem nun kassierten Beschluss die Tatsache, dass die Maskenpflicht allgemein und unabhängig von Wetter und Zahl der Besucher in den Grünanlagen gilt, als unvereinbar mit dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz gesehen.

Polizisten patrouillieren rund um Hamburgs Außenalster, um geltende Maskenpflicht zu kontrollieren. | dpa

Polizisten kontrollieren die erweitere Maskenpflicht an der Hamburger Alster. Diese gilt nun auch eingeschränkt für Joggerinnen und Jogger. Bild: dpa

1.4.2021 • 14:05 Uhr

Zahl der Intensivpatienten steigt weiter

Die Zahl der in Krankenhäusern registrierten Corona-Intensivpatienten ist weiter gestiegen. Das Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) verzeichnet aktuell 3718 Patientinnen und Patienten. Die Zahl steigt seit dem 12. März täglich. Auf dem Höhepunkt der zweiten Welle lag die Zahl am 3. Januar bei 5745 Personen.

1.4.2021 • 13:48 Uhr

Bundesregierung erwägt Impfungen durch Tierärzte

Die Bundesregierung erwägt laut "Wirtschaftswoche", auch Tierärzte in die Impfkampagne einzubinden. "Es wurde und wird weiterhin regelmäßig geprüft, ob die Einbeziehung weiterer Berufsgruppen, zu denen unter anderem Tierärztinnen und Tierärzte, aber ebenso Zahnärztinnen und Zahnärzte zählen, in die Impfungen erforderlich sein könnte, um schneller impfen zu können", zitierte das Magazin eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums.

1.4.2021 • 13:48 Uhr

Spahn für schnelle Verimpfung aller AstraZeneca-Dosen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich für eine schnellstmögliche Verabreichung des gesamten erwarteten Impfstoffs von AstraZeneca ausgesprochen. "Wenn jetzt 1,7 Millionen Dosen AstraZeneca am Wochenende geliefert werden mitten in der dritten Welle, macht es sehr viel Sinn für den Schutz des Einzelnen und für uns alle, wenn diese 1,7 Millionen Dosen auch schnellstmöglich verimpft werden", sagte Spahn. "Wir sind in der dritten Welle und sollten jeden schützen, den wir schützen können - schnellstmöglich."

Ausreichend Menschen würden den Impfschutz gerne annehmen. "Denn der Schutz ist gut", sagte Spahn. Er selbst würde sich grundsätzlich auch mit AstraZeneca impfen lassen, so der CDU-Politiker. "Ja, wenn ich dran wäre."

1.4.2021 • 13:20 Uhr

Giffey will Kinderkrankentage nochmals ausweiten

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey will für Eltern die Möglichkeit nochmals ausweiten, in der Corona-Pandemie bezahlte Kinderkrankentage zu nehmen. "Mehr Eltern müssen sich wieder zu Hause um die Kinder kümmern, mehr Kitas werden in den Notbetrieb oder in Teilschließungen gehen und das Betreuungsproblem wird sich erneut verschärfen", erklärte die SPD-Politikerin. Daher setze sie sich beim Bundesgesundheitsministerium dafür ein, die Zahl der bezahlten Kinderkrankentage erneut zu erhöhen. Seit Jahresanfang können Eltern pro Elternteil 20 Kinderkrankengeldtage beanspruchen und Alleinerziehende 40 Tage. Dies gilt auch, wenn Kinder nicht krank sind, aber etwa wegen eingeschränkten Schul- oder Kitabesuchs zu Hause betreut werden müssen.

1.4.2021 • 13:18 Uhr

Keine weiteren Bewerbungen für Modellprojekte

Trotz des massiven Interesses der Städte und Kreise legt Baden-Württemberg mögliche weitere Modellprojekte nach Tübinger Vorbild wegen der steigenden Corona-Zahlen zunächst auf Eis. "Wir müssen verantwortungsvoll mit der aktuellen Lage umgehen", sagte der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha. Weitere Öffnungen im Rahmen von Modellvorhaben seien angesichts der derzeitigen Zahlen vorerst nicht angebracht, so der Grünen-Politiker.

In sogenannten Modellkommunen oder -regionen können mit strengen Schutzmaßnahmen und Testkonzepten die Beschränkungen in einzelnen Bereichen gelockert werden. Bund und Länder hatten entschieden, dass die Länder im Rahmen von Modellprojekten einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens unter strengen Voraussetzungen öffnen können. In Tübingen läuft ein solches Pilotprojekt. Allerdings war die Zahl der Neuinfektionen auch dort zuletzt deutlich gestiegen, das Modell steht auf der Kippe.

1.4.2021 • 13:18 Uhr

RKI: Britische Corona-Variante bei fast 90 Prozent

Die hochansteckende Corona-Mutante aus Großbritannien macht inzwischen fast 90 Prozent aller Infektionen in Deutschland aus. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) gingen in der vergangenen Woche rund 88 Prozent der in Laboren untersuchten Proben auf die Virusvariante B.1.1.7 zurück. Zwei Wochen zuvor waren es erst 72 Prozent und in der letzten Februarwoche erst knapp die Hälfte.

Der Anteil der zuerst in Großbritannien aufgetretenen Corona-Variante, die deutlich ansteckender ist als die Ursprungsvariante des Coronavirus und offenbar auch zu schwereren Verläufen führt, steigt laut RKI weiter. Daher sei insgesamt "eine stark steigende Inzidenz von Covid-19-Fällen in Deutschland" zu erwarten, erklärte das RKI. Damit einher gingen auch eine steigende Belastung des Gesundheitssystems und eine steigende Zahl belegter Intensivbetten in den kommenden Wochen.

1.4.2021 • 13:09 Uhr

Studie: Viele Briten leiden an Corona-Spätfolgen

In Großbritannien leiden einer Studie zufolge mehr als eine Million Menschen an den Spätfolgen einer Infektion mit dem Coronavirus. Das amtliche britische Statistikbüro erklärte, hauptsächlich betroffen seien Menschen im Alter zwischen 35 und 69 Jahren, Frauen, Pflegepersonal und Menschen in prekären Verhältnissen sowie solche mit Vorerkrankungen.

Die langfristigen Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus werden von Medizinern unter dem Begriff "Long Covid" zusammengefasst. Zu ihnen gehören Kurzatmigkeit, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit. Befragt wurden 362.000 Menschen, die nicht alle notwendigerweise zuvor positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Ebenfalls untersucht wurde eine Untergruppe von 20.000 Menschen, die zwischen April 2020 und März 2021 positiv auf das Virus getestet wurden. Von ihnen berichteten 13,7 Prozent von Symptomen, die mindestens zwölf Wochen lang anhielten.

1.4.2021 • 13:07 Uhr

Deutschland: Fünf Prozent vollständig geimpft

Fast 100 Tage nach dem deutschen Impfstart in der Pandemie haben fünf Prozent der Bevölkerung bereits die zweite Dosis erhalten. 11,6 Prozent haben mindestens die erste Spritze bekommen. Nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) reichen die Impffortschritte aber nicht, um die dritte Pandemie-Welle auszubremsen. Die Impfkampagne sei noch nicht so weit vorangeschritten, um das Infektionsgeschehen wesentlich zu beeinflussen, heißt es im jüngsten RKI-Bulletin.

Deutschland hat das EU-Impfziel für Menschen über 80 Jahre darüber hinaus verfehlt. Ziel der EU-Kommission war, dass mindestens 80 Prozent dieser Altersgruppe bis Ende März gegen das Coronavirus geimpft sein sollten. Gemeldete Daten aus deutschen Bundesländern liegen nach RKI-Angaben aber deutlich darunter - zwischen 26 Prozent und 47 Prozent bei den Zweitimpfungen.

1.4.2021 • 12:56 Uhr

Landtagspräsident wirbt für Saarland-Modell

Saarlands Landtagspräsident hat sich hinter das in dem Bundesland geplante Projekt mit Öffnungen bei verstärktem Testen gestellt. "Das Saarland-Modell ist auch das Ergebnis intensiver Beratungen im Landtag des Saarlandes. Es hat dort eine breite parlamentarische Mehrheit", sagte Stephan Toscani per Video bei Twitter. "Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100 bleibt, dann sollten wir diesen Weg gehen. Mit dem Saarland-Modell." Auch aus verfassungsrechtlichen Gründen sei "es wichtig, dass wir von Verboten wegkommen hin zu Öffnungen mit Auflagen", sagte der CDU-Politiker. "Das gebietet auch der Grundrechtsschutz."

Das Saarland will nach monatelangem Lockdown vom 6. April an Öffnungsschritte gehen: Unter anderem Theater, Kinos, Fitnessstudios und die Außengastronomie sollen wieder öffnen. Voraussetzung für Gäste und Nutzer ist ein negativer Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden sein darf.

1.4.2021 • 12:52 Uhr

Neue Daten: BioNTech-Impfstoff schützt zu 91 Prozent

Der Impfstoff von BioNTech und Pfizer bietet auch neuen Daten zufolge einen hohen Schutz gegen Covid-19 und die ansteckenderen Virusvarianten. Bei Studienteilnehmern, deren Impfung bis zu sechs Monate zurückliegt, betrage die Wirksamkeit etwa 91 Prozent, wie aus veröffentlichten Daten beider Unternehmen Partner hervorgeht. Das ist zwar etwas niedriger als die 95 Prozent, die BioNTech und Pfizer im November aus der Studie mit 44.000 Teilnehmern gemeldet hatten. Seitdem haben sich aber weltweit eine Reihe von Corona-Varianten ausgebreitet.

In Südafrika, wo die Zahl der Studienteilnehmer mit 800 zwar relativ klein war und die südafrikanische Variante dominiert, zeigte die Impfstoff gar eine Wirksamkeit von 100 Prozent bei der Vorbeugung einer Erkrankung. "Diese Daten bestätigen unsere Ansicht, dass wir einige wirklich wirksame Impfstoffe haben", sagte Danny Altmann, Professor für Immunologie am Imperial College London. Die Wirksamkeit gegen die südafrikanische Variante sei dabei "besonders bemerkenswert". Pfizer-Chef Albert Bourla sagte, die neuen Daten öffneten den Unternehmen den Weg für eine reguläre Zulassung in den USA. Bislang wird er im Rahmen einer Notfallzulassung durch die US-Gesundheitsbehörde FDA verimpft.

1.4.2021 • 12:47 Uhr

Niedersachsen führt Testpflicht an Schulen ein

Das Land Niedersachsen führt nach den Osterferien eine Testpflicht für Schülerinnen und Schüler sowie das Schulpersonal ein. Wie Kultusminister Grant Hendrik Tonne mitteilte, müssen sich Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte und Angestellte künftig zweimal wöchentlich zu Hause selbst auf das Coronavirus testen, bevor sie den Präsenzunterricht besuchen. Zugleich hebe das Land aus juristischen Gründen die Präsenzpflicht für diejenigen auf, die sich nicht per Antigen-Schnelltest auf das Virus testen möchten. "Wir setzen mit dieser Lösung auf Vertrauen", sagte Tonne. Das sei auch gerechtfertigt. Die Regierung habe sich entschieden, Schüler nicht erst in den Schulen zu testen, weil es gut sei, Tests so früh wie möglich am Tag auszuführen. Außerdem wolle man einer Stigmatisierung positiv getesteter Schüler vorbeugen, so der SPD-Politiker.

1.4.2021 • 12:46 Uhr

Japan verschärft Corona-Maßnahmen

Knapp vier Monate vor Beginn der Olympischen Sommerspiele hat die japanische Regierung wegen steigender Infektionszahlen die Corona-Schutzmaßnahmen in drei Regionen verschärft. Betroffenen sind die Präfekturen Osaka, Hyogo und Miyagi im Norden des Landes, wo die Zahl der täglichen Neuinfektionen seit Anfang März deutlich ansteigt. Experten hatten sich zuvor besorgt über die Entwicklung und die damit verbundene Belastung des Gesundheitssystems geäußert. Japan hatte die Schutzmaßnahmen Ende Februar stufenweise gelockert, der Ausnahmezustand in der Region Tokio wurde am 21. März vollständig aufgehoben.

1.4.2021 • 12:44 Uhr

Tessin: Maskenpflicht auch im Freien

Im südlichen Schweizer Kanton Tessin müssen fortan in mehreren Städten auch im Freien Masken getragen werden. Damit bereiten sich Orte wie Ascona, Lugano und Mendrisio auf den erwarteten Besucheransturm über Ostern vor. Auch im Verzasca-Tal gilt die Maskenpflicht nun auch draußen. Unter anderem gilt die Maskenpflicht auf einigen Uferpromenaden am Luganersee. Das Tessin gehört zu den vier Kantonen mit den höchsten Infektionsmeldungen bezogen auf 100.000 Einwohner. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag nach einer Aufstellung des Senders SRF zuletzt bei 178,4. Das waren 22 Prozent mehr als eine Woche zuvor.

1.4.2021 • 12:27 Uhr

Neuer Höchstwert in Polen: 35.251 Neuinfektionen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Polen hat einen neuen Höchstwert erreicht. Innerhalb von 24 Stunden kamen 35.251 neue Fälle hinzu, die meisten davon (5997) in der Region Schlesien, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Im gleichen Zeitraum starben 621 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Der bisherige Höchstwert war erst Ende der vergangenen Woche erreicht worden. Viele Krankenhäuser arbeiten inzwischen am Rande ihrer Kapazität. Gesundheitsminister Adam Niedzielski hatte zuvor bereits angekündigt, dass noch vor Ostern bis zu 170 Covid-Patienten aus dem besonders betroffenen Schlesien in Kliniken in anderen Region gebracht werden sollen. Die Bundesregierung hat Polen als Hochinzidenzgebiet eingestuft.

1.4.2021 • 12:24 Uhr

Schweden gibt ursprüngliches Impfziel auf

Schweden verabschiedet sich angesichts von Verzögerungen bei der Impfstoff-Lieferung von seinem Ziel, bis zur Jahreshälfte allen Erwachsenen eine Corona-Schutzimpfung angeboten zu haben. Für diese Zielmarke stehe einfach nicht ausreichend Impfstoff zur Verfügung, sagte Sozialministerin Lena Hallengren auf einer Pressekonferenz in Stockholm. Die neue Prognose von Regierung und Behörden sei, dass allen Menschen über 18 Jahren sowie Minderjährigen in Risikogruppen vor dem 15. August mindestens eine Impfdosis angeboten werden könne, sowie allen über 65-Jährigen bereits vor dem 16. Mai, sagte Hallengren.

Eine Gesundheitsarbeiterin verabreicht einem Mann den Covid-19-Impfstoff von BioNTech/Pfizer in einer provisorischen Impfklinik in einer Kirche nördlich von Stockholm. | dpa

Eine provisorische Impfklinik nördlich von Stockholm: Bislang haben in Schweden rund 1,1 Millionen Menschen ihre erste Impfdosis erhalten, knapp 490.000 auch schon ihre zweite Dosis. Das entspricht einem Anteil von 13,7 beziehungsweise 5,9 Prozent aller Erwachsenen im Land. Bild: dpa

1.4.2021 • 12:09 Uhr

Corona-Welle könnte Konjunkturerholung bremsen

Die Welle von Corona-Infektionen könnte nach Einschätzung von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann die erst vor drei Wochen vorgelegten Konjunkturprognosen der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Makulatur machen. "Aufgrund der aktuell stark steigenden Infektionszahlen könnte es bis zur Lockerung der Schutzmaßnahmen länger dauern als in der März-Prognose angenommen. Entsprechend würde sich auch die Erholung der Wirtschaft verzögern", sagte Weidmann beim Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten. "Womöglich wäre in diesem Fall die Prognose der BIP-Wachstumsrate für den Euroraum im Jahr 2021 nicht mehr zu halten."

Die EZB geht in ihrem jüngsten Basisszenario von einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) im Euroraum von vier Prozent im laufenden Jahr aus. 2020 war die Wirtschaftsleistung im gemeinsamen Währungsraum der 19 Staaten um 6,6 Prozent geschrumpft und damit so stark wie nie. Auch wenn die Wirtschaft langsamer Fahrt aufnehmen sollte, könnte die Preisentwicklung stärker als erwartet ausfallen, führte Weidmann aus. Rohstoffpreise etwa hätten angezogen. Seit Jahresbeginn sind die Ölpreise stark gestiegen, zudem verteuerten sich Industriemetalle.

1.4.2021 • 12:00 Uhr

Bundespräsident Steinmeier mit AstraZeneca geimpft

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat seine erste Corona-Schutzimpfung erhalten. Dem Staatsoberhaupt wurde im Bundeswehrkrankenhaus in Berlin der Impfstoff von AstraZeneca gespritzt, wie das Bundespräsidialamt mitteilte.

Im Anschluss sagte er: "Ich vertraue den in Deutschland zugelassenen Impfstoffen." Er forderte die Menschen auf, sich ebenfalls impfen zu lassen: "Das Impfen ist der entscheidende Schritt auf dem Weg aus der Pandemie. Nutzen Sie die Möglichkeiten, machen Sie mit."

1.4.2021 • 11:59 Uhr

Indien weitet Impfaktion aus

Angesichts eines massiven Anstiegs der Corona-Zahlen in Indien hat das Land seine Impfkampagne ausgeweitet. Inzwischen dürfen sich alle Menschen ab 45 Jahren impfen lassen. Bislang waren nur unter anderem Gesundheitspersonal, Polizisten sowie Menschen über 65 und Risikopatienten zur Impfung zugelassen. Zuletzt wurden mehr als 72.000 neue Corona-Fälle an einem Tag erfasst, wie offizielle Zahlen zeigten.

Die indische Regierung hatte das Ziel ausgegeben, bis zum Sommer 300 Millionen Menschen zu impfen. Seit dem Impfstart im Januar wurden 65 Millionen Dosen verabreicht.

1.4.2021 • 11:43 Uhr

Neue Corona-Variante in Afrika entdeckt

In Afrika ist laut der panafrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC eine neue Corona-Variante registriert worden. Sie sei bei Reisenden aus Tansania in Angola entdeckt worden, teilte der Leiter der Africa CDC, John Nkengasong, mit. Die neue Variante weise bis zu 40 Mutationen auf. "Das ist sicherlich eine Variante, die Anlass zur Sorge gibt", sagte er.

1.4.2021 • 11:37 Uhr

Schärfere Auflagen in Berlin ab Karfreitag

Wegen der dritten Corona-Welle gelten ab Karfreitag in Berlin schärfere Kontaktbeschränkungen. Darauf verständigte sich der Senat nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa. Im Freien dürfen sich Menschen demnach nachts zwischen 21 und 5 Uhr nur noch alleine oder zweit aufhalten. Tagsüber bleibt es bei der bisherigen Regelung, wonach Zusammenkünfte im Freien und zu Hause nur mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten erlaubt sind. In beiden Fällen werden Kinder nicht mitgezählt.

Ab Dienstag (6. April) werden die Regeln für private Treffen drinnen nochmals verschärft. Tagsüber dürfen sich dann nur noch Angehörige eines Haushalts plus eine weitere Person zusammen aufhalten. Auch hier werden Kinder bis 14 nicht mitgezählt. Nachts sind dann zwischen 21 und 5 Uhr keine Besuche mehr erlaubt. Die Angehörigen eines Haushalts müssen unter sich bleiben.

1.4.2021 • 11:33 Uhr

WHO: Europäische Impfkampagne "inakzeptabel langsam"

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Corona-Impfkampagne in Europa als "inakzeptabel langsam" angeprangert. "Impfstoffe sind gegenwärtig unser bester Weg, um aus dieser Pandemie herauszukommen", betonte WHO-Europa-Direktor Hans Kluge. Die langsame Verteilung der Vakzine in Europa führe zu einer "Verlängerung" der Pandemie. 

1.4.2021 • 11:14 Uhr

Spahn: Arztpraxen bestellen 1,4 Millionen Impfdosen

Für kommende Woche haben 35.000 Hausarztpraxen in Deutschland insgesamt 1,4 Millionen Corona-Impfdosen bestellt. Das teilte Gesundheitsminister Jens Spahn auf einer Pressekonferenz zum Impfstart in Arztpraxen mit. Man könne 940.000 Dosen liefern, die dann auch verimpft würden. Die Lieferungen würden Ende April deutlich anziehen.

1.4.2021 • 10:48 Uhr

Seehofer will sich nicht mit AstraZeneca impfen lassen

Bundesinnenminister Horst Seehofer will sich derzeit ausdrücklich nicht mit dem Impfstoff von AstraZeneca impfen lassen. "Die Antwort auf die Aufforderung von Jens Spahn lautet: Nein!", sagte der CSU-Politiker der "Bild"-Zeitung. Dem 71-Jährigen gehe es dabei jedoch nicht um eine Bewertung des Impfstoffs an sich. "Ich lasse mich nicht bevormunden", sagte Seehofer. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte dem Bericht zufolge in der gestrigen Kabinettssitzung seine über 60-jährigen Ministerkollegen aufgefordert, sich als vertrauensbildende Maßnahme mit dem AstraZeneca-Vakzin impfen zu lassen.

1.4.2021 • 10:44 Uhr

CDU-Gesundheitsexpertin fordert harten Lockdown

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Union, Karin Maag, pocht auf einen erneuten Lockdown nach Ostern. Sie sorge sich über einen starken Anstieg der Infektionszahlen, sagte Maag im SWR. "Deswegen ist es aus meiner Sicht richtig, dass wir nochmals in einen kurzen und harten Lockdown gehen", fügte die CSU-Bundestagsabgeordnete hinzu. Sie forderte die Länder auf, die vereinbarte Corona-Notbremse konsequent umzusetzen statt auf Öffnungen zu schielen.

1.4.2021 • 10:16 Uhr

"Post mit Herz": Aktion gegen Einsamkeit in Corona-Zeiten

Die Initiatorinnen und Initiatoren der Aktion "Post mit Herz" vermitteln die Adressen von sozialen Einrichtungen auf einer Online-Plattform an freiwillige Karten-Schreiber. So haben bereits Tausende Menschen anderen mit liebevollen Briefen zu Ostern eine Freude bereitet.

Günter Kassühlke überreicht einer Bewohnerin der Ernst & Claere Jung Stiftung einen Brief. | dpa

Liselotte Fabian, 93 Jahre alt und Bewohnerin einer Pflegeeinrichtung in Hamburg, bekommt "Post mit Herz". Bild: dpa

1.4.2021 • 10:00 Uhr

Bund: Versorgung mit Schnelltests ist gesichert

Die Bundesregierung sieht die Versorgung Deutschlands mit einer ausreichenden Zahl an Schnell- und Selbsttests als gesichert an. Allein der Bund habe über seine Wege für 2021 mehr als 1,1 Milliarden Corona-Testkits gesichert, heißt es in einem Brief von Gesundheitsminister Jens Spahn und Verkehrsminister Andreas Scheuer an die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten. Die Beteiligten in der Taskforce Testlogistik seien sich einig gewesen, dass Schnelltests "auch unmittelbar über den Markt bestellt werden können", heißt es. Der von Bund und Ländern am 3. März beschriebene Bedarf sollte deshalb gedeckt werden können.

1.4.2021 • 09:55 Uhr

Bayerisches Gericht: Schuhgeschäfte dürfen öffnen

Schuhgeschäfte gehören nach einem Beschluss des bayerischen Verwaltungsgerichtshofs zu den "unverzichtbaren" Ladengeschäften. Damit dürfen sie auch in Gebieten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 öffnen, wie das Gericht entschied. Gegen die Entscheidung gibt es keine Rechtsmittel.

1.4.2021 • 09:21 Uhr

Corona-Fall beim KSC bestätigt

Der Corona-Verdachtsfall beim Karlsruher SC hat sich nach einer weiteren Testung doch erhärtet. Ein Spieler des badischen Fußball-Zweitligisten ist am Montag zunächst positiv, am Dienstag negativ und am Mittwoch dann wieder positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er befinde sich bereits seit Montag in häuslicher Quarantäne und diese gelte für mindestens 14 Tage, teilte der KSC via Twitter und auf seiner Webseite mit.

1.4.2021 • 09:14 Uhr

Wohnungseinbrüche sinken auf Rekordtief

Die Zahl der versicherten Wohnungseinbrüche ist vor allem wegen mehr Homeoffice-Arbeit auf ein historisches Tief gesunken. Die deutschen Versicherer zählten 2020 rund 85.000 Einbrüche und damit etwa 10.000 weniger als im Jahr zuvor, wie der Branchenverband GDV mitteilte. Dies sei der niedrigste Wert seit Beginn der Statistik 1998. "Der Rückgang der Einbruchzahlen liegt vor allem daran, dass die Menschen wegen der Corona-Pandemie viel Zeit zu Hause verbracht haben", sagte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. "Einbrechern fehlte somit oft die Gelegenheit für ihre Tat."

1.4.2021 • 09:07 Uhr

Höchststand bei Neuinfektionen in der Türkei

Das türkische Gesundheitsministerium hat rund 39.000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag gemeldet - ein Höchststand seit Beginn der Pandemie. Die Behörden registrierten zudem 152 Todesfälle in 24 Stunden im Zusammenhang mit Covid-19, wie das Ministerium mitteilte. Gesundheitsminister Fahrettin Koca erklärte, die zuerst in Großbritannien entdeckte, sehr ansteckende Corona-Variante B.1.1.7 breite sich auch in der Türkei aus. Sie habe einen Anteil von 75 Prozent erreicht.

1.4.2021 • 08:58 Uhr

Lockdown belastet Einzelhandel

Der Corona-Lockdown hat dem Einzelhandel in Deutschland auch im Februar zu schaffen gemacht. Zwar stiegen die Umsätze gegenüber Januar real um 1,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Nominal gab es den vorläufigen Daten zufolge ein Plus von 1,3 Prozent. Gegenüber Februar 2020, dem Monat vor dem Lockdown in Deutschland, sank der Umsatz allerdings um real 9,0 Prozent und nominal 7,7 Prozent. Besonders hart trafen die Beschränkungen auch im Februar den Textilhandel, die Erlöse brachen real um 73,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat ein. Möbelhändler und Heimwerkermärkte verzeichneten ebenfalls einen deutlichen Umsatzrückgang (34,1 Prozent).

1.4.2021 • 08:44 Uhr

Bayern will Testpflicht in Schulen prüfen

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek will eine Testpflicht für Lehrer und Schüler prüfen. "Ich kann mir das sehr gut vorstellen, wenn es möglich ist", sagte der CSU-Politiker im ARD-Morgenmagazin. Freiwilligkeit sei "prinzipiell nicht verkehrt". "Aber die Bereitschaft zum Testen ist nicht so hoch, wie ich erwartet hätte", fügte der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz hinzu.

1.4.2021 • 08:33 Uhr

Wieder neuer Höchstwert an Todesfällen in Ukraine

Die Ukraine verzeichnet mit 421 neuen Todesfällen in Verbindung mit dem Coronavirus den zweiten Tag in Folge einen Höchstwert. Insgesamt steigt damit die Zahl der nach einer Infektion Verstorbenen binnen 24 Stunden auf 33.246, wie Gesundheitsminister Maxim Stepanow mitteilte. Zudem seien am Vortag 5160 Covid-19-Patienten in Krankenhäuser eingewiesen worden und damit so viele wie noch nie. Die Zahl der bestätigten Ansteckungen stieg um 17.569 auf mehr als 1,691 Millionen. Das ist nur knapp unter dem Höchstwert von 18.132 Neuinfektionen in der vergangenen Woche.

1.4.2021 • 08:05 Uhr

Polizeigewerkschaft erwartet schwierige Oster-Einsätze

Die Deutsche Polizeigewerkschaft rechnet an den Ostertagen mit schwierigen und gefährlichen Polizeieinsätzen. Grund sei die schwindende Akzeptanz der Corona-Maßnahmen. "Die Stimmung heizt sich auf. Die Leute werden immer nervöser und aggressiver", sagte der Gewerkschaftsvorsitzende Rainer Wendt der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Immer häufiger würden Menschen die Maskenpflicht und die Abstandsregeln ignorieren und sich gegenüber Polizisten, die die Einhaltung der Vorschriften kontrollieren und durchsetzen wollten, aggressiv verhalten. "Viele nehmen keine Weisungen der Polizei mehr an", sagte Wendt. Randale und Pöbeleien bis hin zu Gewaltausbrüchen seien inzwischen an der Tagesordnung. "Da werden Polizeibeamte angespuckt, beleidigt und getreten", so Wendt.

1.4.2021 • 07:56 Uhr

NRW-Gesundheitsminister wirbt für AstraZeneca

Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat für den umstrittenen Corona-Impfstoff von AstraZeneca geworben. "Ich halte den AstraZeneca-Impfstoff für die Älteren für sehr vertretbar", sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Über die Ostertage werde in NRW damit begonnen, die Altersgruppe der über 60-Jährigen mit dem Vakzin zu impfen. "Ich glaube, dass das jetzt richtig ist, diesen Impfstoff schnell in die ältere Generation zu bringen, denn wir sind in einer dritten Welle." Das Risiko als älterer Mensch an Corona zu erkranken, sei sehr viel größer als Nebenwirkungen des Impfstoffs.

1.4.2021 • 07:11 Uhr

Infektionszahlen überschatten Olympia-Fackellauf

Japans Olympia-Machern droht wegen wieder steigender Corona-Infektionszahlen ein weiterer Rückschlag. Der Gouverneur der Präfektur Osaka, Hirofumi Yoshimura, sprach sich dagegen aus, dass der kürzlich begonnene Fackellauf für die Olympischen Spiele durch die Großstadt Osaka führt. Grund sind die wieder deutlich steigenden Infektionszahlen. Gestern wurden in Osaka innerhalb von 24 Stunden 599 Neuinfektionen gemeldet. Auch in der Hauptstadt Tokio ist die Zahl der Neuinfektionen zuletzt wieder gestiegen, gestern lag sie bei 414.

1.4.2021 • 07:06 Uhr

Mehr als 72.000 Neuinfektionen in Indien

Indien meldet mit 72.330 Corona-Neuinfektionen den höchsten Wert seit dem 11. Oktober. Die Zahl der bestätigten Ansteckungen steigt damit auf 12,22 Millionen, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Das sind weltweit die drittmeisten Infektionen nach den USA und Brasilien. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus erhöht sich um 459 auf 162.927.

1.4.2021 • 06:41 Uhr

Produktionsproblem bei Johnson & Johnson

Bei der Produktion des Corona-Impfstoffs des Herstellers Johnson & Johnson ist bei einer Charge ein Problem aufgetreten. In einer Produktionsstätte eines Partnerunternehmens habe ein Inhaltsstoff die Qualitätskontrolle nicht bestanden und sei daher nicht verwendet worden, teilte Johnson & Johnson mit. Nach einem Bericht der "New York Times" sollen 15 Millionen Impfdosen betroffen sein. Johnson & Johnson betonte, man plane weiterhin, der US-Regierung wie zuvor zugesagt bis Ende Mai 100 Millionen Dosen zu liefern.

1.4.2021 • 06:26 Uhr

GEW fordert Rückkehr zur Notbetreuung in Kitas

Nach der Änderung der Impfempfehlung für das Vakzin des Herstellers AstraZeneca fordert die Bildungsgewerkschaft GEW eine Rückkehr zur Notbetreuung in Kitas. Die Maßnahme solle gelten "bis die Kollegen geimpft sind", sagte die GEW-Bundesvorsitzende Marlis Tepe den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Es ist nicht zu verstehen, warum die Länder hier nicht handeln." 

Viele Erzieher hätten ursprünglich mit AstraZeneca geimpft werden sollen. Tepe zeigte sich besorgt, dass verzögerte Impfungen bei steigenden Infektionszahlen in Kitas das Personal gefährden könnten: "Kitas haben gar keine Osterferien und dort steigen die Infektionen schnell", sagte sie den Blättern. 71 Prozent der Kinder seien mittlerweile zurück in den Kitas. Nachdem bekannt sei, dass Kinder von der neuen Mutante stärker betroffen seien, müsse in Kitas die Notbremse gezogen werden. 

1.4.2021 • 06:03 Uhr

Mediziner warnen: Intensivstationen in vier Wochen voll

Deutsche Intensivmediziner schlagen angesichts der hohen Infektionszahlen Alarm. "Seit Mitte März sind unterm Strich 1000 Intensivpatienten zusätzlich in den Krankenhäusern gelandet. Wenn sich diese Geschwindigkeit fortsetzt, sind wir in weniger als vier Wochen an der regulären Kapazitätsgrenze angelangt", sagt der wissenschaftliche Leiter des Divi-Intensivregisters, Christian Karagiannidis, der Zeitung "Rheinische Post". "Wir malen keine Schreckensbilder, unsere Warnungen sind von den Zahlen gedeckt. Es braucht jetzt dringend einen harten Lockdown für zwei Wochen, verpflichtende Tests an Schulen zweimal in der Woche und deutlich mehr Tempo bei den Impfungen in den Zentren und Arztpraxen."

1.4.2021 • 05:27 Uhr

RKI: 24.300 Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 134,2

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat 24.300 Neuinfektionen gemeldet. Das sind 1643 mehr als am vergangenen Donnerstag. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 134,2 - von 132,3 gestern. Vor einer Woche lag sie bei 113,3. 201 weitere Menschen sind in den vergangenen 24 Stunden nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 76.543. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,83 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

1.4.2021 • 04:58 Uhr

Neue Corona-Variante in Brasilien

Bei einer Frau in Brasilien ist eine neue Variante des Coronavirus festgestellt worden. Die Mutation sei in der Stadt Sorocaba in der Nähe der Millionenmetropole São Paulo identifiziert worden, schrieb die Forschungseinrichtung Instituto Butantan auf Twitter. Sie ähnele der südafrikanischen Variante und werde noch untersucht.

Die Mutation sei bei einer 34-jährigen Frau entdeckt worden, die leichte Symptome aufwies, berichtete das Nachrichtenportal "G1". Nach Angaben von Paulo Menezes, Direktor des Coronavirus-Notfallzentrums von São Paulo, hat die Patientin in jüngster Zeit offenbar keine Reisen innerhalb oder außerhalb Brasiliens unternommen.

1.4.2021 • 04:33 Uhr

Polizei beendet Party in Neubrandenburg

Die Polizei hat in einem Strandbad in Neubrandenburg eine Party mit rund 150 Jugendlichen beendet. Wie die Polizei in der Nacht mitteilte, hatten sich am Abend mehrere Anrufer aus Neubrandenburg bei der Polizei über laute Musik beschwert. Die Besatzung eines Funkstreifenwagens stellte fest, dass die Jugendlichen in dem Strandbad bei lauter Musik feierten. Mit einem Großaufgebot sei die Polizei dann angerückt. In mehr als 50 Fällen sei es den Beamten gelungen, die Personalien festzustellen. Gegen die Jugendlichen sei Anzeige wegen des Verstoßes gegen die Corona-Landesverordnung und wegen illegaler Abfallbeseitigung erstattet worden, da laut Polizei im Strandbad erhebliche Verschmutzungen festgestellt wurden.

1.4.2021 • 04:28 Uhr

Ärzte: Kein AstraZeneca für Jüngere in Arztpraxen

Die niedergelassenen Ärzte wollen in ihren Praxen unter 60-Jährige generell nicht mit dem Vakzin von AstraZeneca impfen, obwohl das nach den geänderten Empfehlungen unter bestimmten Bedingungen möglich ist. Der Zeitbedarf für eine Beratung und intensive Aufklärung jüngerer Patienten stehe "einer schnellen Impfkampagne diametral entgegen", sagte der stellvertretende Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Stephan Hofmeister, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. "Wir wollen schnell und zügig impfen", betonte er. Daher empfehle man den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, AstraZeneca nur bei Menschen über 60 zu verimpfen. Natürlich stehe es jedem Arzt frei, AstraZeneca auch bei unter 60-Jährigen zu verwenden, fügte Hofmeister hinzu.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 01. April 2021 um 12:00 Uhr und das ARD-Morgenmagazin um 08:13 Uhr.