Friedhofsmitarbeiter in Schutzkleidung begraben Corona-Tote im Juli 2020 | AP
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Mehr als 2,5 Millionen Tote weltweit ++

Stand: 25.02.2021 22:18 Uhr

Nach Zahlen der Johns-Hopkins-Universität sind weltweit mehr als 2,5 Millionen Menschen nach einer Corona-Infektion gestorben. Wegen steigender Infektionszahlen drohen 20 französischen Départements neue Einschränkungen. Alle Entwicklungen im Liveblog.

  • Intensivmediziner für längeren Lockdown
  • Großbritannien senkt Warnstufe
  • Spahn für lokale Lockerungen - aber auch Verschärfungen
  • Russland senkt Preis für Impfstoff Sputnik V
  • Handel fordert Öffnung der Geschäfte ab 8. März
  • Frankreich verschärft Einreiseregeln
  • RKI meldet 11.869 Neuinfektionen
25.2.2021 • 22:18 Uhr

Ende des Liveblogs

Für heute schließen wir den Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse.

25.2.2021 • 22:01 Uhr

Rund die Hälfte der Corona-Infektionen in Frankreich mit britischer Mutante

Rund die Hälfte der Corona-Infektionen in Frankreich beruht inzwischen auf der erstmals in Großbritannien aufgetretenen Mutante des Virus. Dies teilte Regierungschef Jean Castex mit. Da diese Mutante ansteckender sei als die ursprüngliche Variante des Coronavirus drohe jederzeit ein "neues epidemiologisches Aufflammen". Die Situation habe sich in den vergangenen Tagen verschlechtert, sagte Castex. Die Entwicklung "erlaubt uns derzeit keine Lockerungen".

Auch vor diesem Hintergrund sprach sich der stellvertretende Bürgermeister von Paris für einen dreiwöchigen Lockdown in der Hauptstadt aus. "Die derzeitige Situation ist die schlimmste, weil es sich um Halbmaßnahmen mit schlechten Ergebnissen handelt", sagte Emmanuel Grégoire. Die Stadt werde nun mehrere Maßnahmen zur Bekämpfung der Epidemie vorschlagen, darunter ein etwa dreiwöchiger Lockdown mit der Aussicht darauf, danach etwa Restaurants und Kulturstätten wieder öffnen zu können.

25.2.2021 • 21:58 Uhr

Hacker-Angriff auf Corona-Forschungslabor der Universität Oxford

Auf ein Labor der Oxford Universität, in dem zu Covid-19 geforscht wird, ist einem Medienbericht zufolge ein Cyberangriff verübt worden. Es werde befürchtet, dass eine Hacker-Bande versuchen werde, Geheimnisse an den höchsten Bieter zu verkaufen, meldet der britische "Telegraph".

25.2.2021 • 21:44 Uhr

Söder regt neue Priorisierung bei AstraZeneca-Impfstoff an

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht angesichts der Zurückhaltung gegenüber dem AstraZeneca-Impfstoff Handlungsbedarf. "Wenn es so weitergeht, werden wir auf einem Berg von AstraZeneca-Impfdosen sitzenbleiben. Das kann niemand wollen bei einem Impfstoff, der gut schützt", sagte der CSU-Vorsitzende der "Rheinischen Post". Natürlich sei es jetzt gut, Lehrer, Erzieher und die Polizei vorzeitig zu impfen. Aber es gebe unzählige Menschen, die sich impfen lassen wollten, jedoch noch lange nicht dran seien. "Sollte sich der Trend bei AstraZeneca fortsetzen, hat es keinen Sinn, dafür ständige neue Priorisierungen vorzunehmen. Sinnvoll wäre es dann, AstraZeneca gleich über die Ärzteschaft zu verimpfen. Denn wir sollten so rasch wie möglich alles verimpfen, was geht", sagte Söder.

Dem Bayerischen Rundfunk sagte er, die Zurückhaltung bei AstraZeneca bereite ihm große Sorge. "Sollte es weiter so sein, dass Tausende, vielleicht sogar Hunderttausende von Impfdosen nicht verimpft werden, dann muss man die Priorisierung völlig neu überlegen." Denn jeder, der geimpft werde - unabhängig vom Alter -, schaffe etwas mehr Freiheit.

25.2.2021 • 21:27 Uhr

US-Universität: Mehr als 2,5 Millionen Corona-Tote

Seit Beginn der Pandemie vor gut einem Jahr sind weltweit bereits mehr als 2,5 Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das ging aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle stieg damit allein seit Mitte Januar um rund 500.000 an. Weltweit gab es den Daten zufolge bislang knapp 113 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Experten gehen von einer noch höheren Dunkelziffer aus.

Die Webseite der Universität wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Auch eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Behördenangaben kommt auf 2.500.172 Tote.

25.2.2021 • 21:00 Uhr

Italien besorgt wegen stark steigender Corona-Zahlen

In Italien steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen seit Tagen deutlich an. Am Donnerstag registrierten die Behörden des Landes fast 20.000 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. So hoch war dieser Wert zuletzt in der ersten Januarhälfte gewesen. Die Zahl der Todesfälle blieb relativ stabil, sie lag bei mehr als 300 neuen Fällen. Die Fachleute der unabhängigen Stiftung Gimbe schlugen wegen der Infektionskurve Alarm - nach rund vier Wochen relativer Stabilität zeigten die Wochenzahlen für den 17. bis 23. Februar eine Trendumkehr: Im Vergleich zur Vorwoche lag der Wert für die Neuansteckungen in dem 60-Millionen-Einwohner-Land um rund 10 Prozent höher. Dies sei "ein Zeichen für eine rasche Ausbreitung ansteckender Virus-Varianten", zitierte die Nachrichtenagentur Ansa die Experten.

Besondere Sorgen machen Politikern und Virologen einige Corona-Hotspots, etwa in Südtirol, in dem Gebiet um Perugia in Umbrien sowie in der Gegend von Brescia und bei Bergamo in der Lombardei. I

25.2.2021 • 20:49 Uhr

RKI: Zwei Drittel wollen sich auf jeden Fall impfen lassen

Das Robert Koch-Institut hat die Impfbereitschaft in Deutschland untersucht. Laut der Erhebung, für die 1006 Erwachsene befragt wurden, wollen sich 66,8 Prozent "auf jeden Fall" impfen lassen, weitere 13,2 Prozent der Teilnehmenden möchten sich "eher impfen" lassen. "Auf keinen Fall impfen" lassen wollen sich 3,9 Prozent. Der Anteil derjenigen, die in ihrer Entscheidung "unentschlossen" sind, liegt bei 11,9 Prozent. Je stärker Personen der Impfung vertrauen, je eher Personen das Risiko der Erkrankung wahrnehmen und je stärker das Verantwortungsgefühl für die Gemeinschaft, umso höher die Impfbereitschaft.

25.2.2021 • 20:41 Uhr

R-Wert steigt deutlich

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut dem jüngsten Lagebericht des Robert Koch-Instituts bei 1,05 (Vortag 0,98). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 105 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab - darüber steigen die Infektionszahlen.

25.2.2021 • 20:32 Uhr

Portugal verlängert Corona-Notstand bis 16. März

Portugal hat seinen Corona-Notstand um zwei Wochen bis zum 16. März verlängert. Das Parlament in Lissabon billigte einen entsprechenden Antrag von Präsident Marcelo Rebelo de Sousa. Das Staatsoberhaupt hatte zuvor sein Vorgehen mit der sozialistisch geführten Regierung abgestimmt. Ungeachtet der deutlichen Besserung der Lage in den vergangenen Wochen sei die Zeit für Lockerungen noch nicht gekommen, hatte Innenminister Eduardo Cabrita vor der Abstimmung erklärt.

Im Rahmen des Ausnahmezustands, der zweithöchsten Notstandsstufe, herrschen seit dem 9. November in weiten Teilen des Landes unter anderem strenge Ausgehbeschränkungen und Sperrstunden, das gilt auch für Lissabon und Porto. Die strengen Maßnahmen zahlen sich offenbar aus: Seit vier Wochen gehen alle Zahlen nahezu ununterbrochen und zum Teil rapide zurück. Die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden, die am 28. Januar einen Höchstwert von 16 432 erreicht hatte, lag am Donnerstag nur noch bei 1160. Vor genau einer Woche waren es noch 1944 gewesen. Die Zahl der neuen Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 war mit 49 so niedrig wie seit dem 7. November nicht mehr.

25.2.2021 • 20:13 Uhr

EU will gemeinsamen Impfausweis einführen

Der EU-Sondergipfel zur Corona-Krise ist zu Ende gegangen. Im Anschluss erklärte Kanzlerin Merkel, alle Vertreter seien sich einig, dass die Einführung eines digitalen Impfausweises nötig sei. Die Vorarbeiten seien von der EU gemacht worden, um eine Kompatibilität aller nationalen Impfausweise zu garantieren. Es würde nun für die weitere Entwicklung noch etwa drei Monate dauern. Die Grunddaten, die in dem Ausweis enthalten sein sollten, würden durch die EU-Kommission definiert. Das heiße aber nicht, dass künftig nur reisen dürfe, wer einen Impfpass habe. "Darüber sind überhaupt noch keine politischen Entscheidungen getroffen."

Weiter erklärte Merkel, wegen der Mutationen könne es sein, dass "wir über längere Jahre immer in der Lage sein müssen zu impfen". Die EU arbeite deshalb daran langfristig eigene Impfkapazitäten aufzubauen, um die Versorgung mit Vakzinen auch künftig zu sichern. Dazu sei eine Taskforce unter Leitung des EU-Binnenmarktkommissars Thierry Breton beschlossen worden. So sollten Ausschreibungen für Produktionsstätten angestoßen und Forschung vorangetrieben werden.

25.2.2021 • 19:49 Uhr

Bundesländer preschen mit Öffnungen vor

Verabredet wurde beim letzten Bund-Länder-Gespräch, dass ab 1. März die Frisöre bundesweit wieder öffnen dürfen. In mehreren Bundesländern machen aber darüber hinaus auch Gartencenter, Baumärkte oder Kosmetiksalons wieder auf.

25.2.2021 • 19:42 Uhr

EU-Behörde: Immer mehr Betrugsversuche mit Corona-Impfstoff

Die EU-Betrugsbekämpfungsbehörde OLAF geht von Betrug mit Corona-Impfstoff in beträchtlichem Ausmaß aus. "Wir sehen eine steigende Zahl von Betrugsfällen und falschen Angeboten im Zusammenhang mit Impfstoffen", erklärte ein Sprecher. Alle den Ermittlern bekannten Betrugsversuche belaufen sich demnach auf über 900 Millionen Impfstoffdosen für einen Gesamtpreis von etwa 12,7 Milliarden Euro. "Ziel der Betrüger ist es, die öffentliche Hand zu hohen Anzahlungen zu bewegen, um den Verkauf zu sichern, und mit dem Geld zu verschwinden", hieß es weiter.

Diese Masche sei vermehrt bereits im vergangenen Jahr in Bezug auf Masken und andere medizinische Schutzausrüstung zu beobachten gewesen. Die Akteure sind demnach häufig Unternehmen aus Drittstaaten, die vorher inaktiv oder in ganz anderen Geschäftsbereichen tätig waren.

25.2.2021 • 19:36 Uhr

Berlin erlaubt "freiwilliges Sitzenbleiben"

Viele Berliner Schüler dürfen das von Corona und Schulschließung geprägte Schuljahr 2020/21 wiederholen, wenn sie das wollen. Das Abgeordnetenhaus beschloss eine entsprechende Gesetzesänderung. Sie betrifft Schüler in der Primarstufe sowie der Sekundarstufe I - also der Klassen 1 bis 10. Wenn sie das Schuljahr wiederholen wollen, müssen ihre Eltern einen schriftlichen Antrag bei den Schulleitern stellen. Verpflichtend vorgesehen ist ein Beratungsgespräch mit Schulvertretern. Bisher konnten Schüler nicht freiwillig sitzenbleiben. Nachteile sollen ihnen durch eine Wiederholung der Jahrgangsstufe nicht entstehen.

25.2.2021 • 18:55 Uhr

"Frankreich hat Fortschritte der letzten Wochen verloren"

Frankreich hat erneut etwa 25.000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages registriert - deutlich mehr als vor einer Woche. Gesundheitsminister Olivier Veran erklärte, man habe die Fortschritte, die in den vergangenen Wochen erreicht worden seien, wieder verspielt. Deshalb drohen nun weitere Einschränkungen. Betroffen sind 20 Départements, in denen die Zahlen besonders hoch sind. Dies könne striktere Ausgangsbeschränkungen mit sich bringen oder eine schärfere Kontrolle der Maskenpflicht und des Versammlungsverbots.

25.2.2021 • 18:40 Uhr

AstraZeneca hofft auf mehr Lieferungen im zweiten Quartal

Der wegen Lieferverzögerungen in der EU scharf kritisierte Corona-Impfstoff-Hersteller AstraZeneca hofft nach Angaben seines Chefs Pascal Soriot, die "Erwartungen" für das zweite Quartal erfüllen zu können. Der britisch-schwedische Konzern arbeite rund um die Uhr daran, mehr liefern zu können, sagt Soriot bei einer Anhörung vor Europa-Abgeordneten in Brüssel. Er sei zuversichtlich, dass die Produktion im zweiten Quartal gesteigert werden könne.

Vertraglich zugesagt sind der EU für den Zeitraum 180 Millionen Dosen. Doch auch diese Zahl könnte niedriger ausfallen. Man rechne damit, zwischen April und Juni weniger als die Hälfte der vertraglich zugesagten 180 Millionen Impfdosen geliefert zu bekommen, sagte ein EU Vertreter gestern.

Mit Blick auf das bis Ende März laufende erste Quartal sagt Soriot, AstraZeneca tue "alles, was wir können, um 40 Millionen Dosen zu liefern". Im Vertrag war mehr als die doppelte Menge versprochen worden.

25.2.2021 • 18:36 Uhr

Corona-Mutation: Alle Moscheen in Düren geschlossen

Nach dem Auftreten der britischen Mutation des Coronavirus sind in Düren (Nordrhein-Westfalen) alle fünf Moscheen geschlossen worden. In einer Moschee seien acht Fälle registriert worden, berichtete ein Sprecher der Stadt. Daraufhin sei zunächst die betroffene Moschee geschlossen worden. Weil die Behörden befürchteten, dass Gläubige auf die übrigen vier Moscheen ausweichen und das Virus so weiterverbreiten könnten, seien die anderen Moscheegemeinden ebenfalls gebeten worden, ihre Gotteshäuser zu schließen. Dem seien sie auch nachgekommen. Der WDR hatte zuerst berichtet.

25.2.2021 • 18:17 Uhr

Lauterbach warnt weiter vor dritter Welle

Außerdem betont der SPD-Gesundheitsexperte, es würde helfen für sechs Wochen nur jeweils ein BioNTech-Impfung zu verabreichen, und noch schon nach drei Wochen die zweite. Er fordert auch, das Vakzin von AstraZeneca an drei Prio-Impfgruppen zu verabreichen. So könnten auch bei steigender Inzidenz die Todeszahlen gering gehalten werden.

25.2.2021 • 17:54 Uhr

Gorilla im Prager Zoo mit Coronavirus infiziert

Im Zoo von Prag hat sich ein Menschenaffe mit dem Coronavirus infiziert. Das Gorillamännchen Richard zeige nur sehr milde Symptome, vor allem Appetitlosigkeit und Müdigkeit, teilte Zoodirektor Miroslav Bobek mit. Richard war im November 1991 in Frankfurt am Main zur Welt gekommen und lebt seit 2003 in der tschechischen Hauptstadt.

Ebenfalls positiv getestet wurden die Löwen Jamwan und Suchi. Die Proben sollen nun genauer untersucht werden, um festzustellen, um welche Virusvariante es sich handelt. Bobek geht davon aus, dass sich die Erkrankung "trotz aller Vorsicht und der ergriffenen Schutzmaßnahmen" vom Pflegepersonal auf die Tiere übertragen habe. Dies hätten auch die Erfahrungen in anderen Tiergärten gezeigt. Wegen der Pandemie ist der Prager Zoo seit Monaten für die Öffentlichkeit geschlossen.

Der Gorilla Richard in seinem Gehege im Prager Zoo | picture alliance/dpa/CTK

Gorilla Richard zeigt glücklicherweise nur leichte Symptome. Bild: picture alliance/dpa/CTK

25.2.2021 • 17:49 Uhr

Großbritannien senkt Warnstufe in Corona-Pandemie

Ein Expertengremium in Großbritannien hat die Warnstufe in der Coronavirus-Pandemie von der höchsten Stufe 5 auf 4 gesenkt. Das teilte das Gesundheitsministerium in London mit. Die Gefahr eines Kollapses im Gesundheitssystem innerhalb von Wochen sei angesichts stetig sinkender Kennziffern nicht mehr gegeben, hieß es in der Mitteilung.

Trotzdem warnten die Experten vor Nachlässigkeit. "Wir sollten uns keine Illusionen machen - die Ansteckungsrate, der Druck auf die Krankenhäuser und die Zahl der Todesfälle sind weiterhin hoch." Bald sei mit einem erheblichen positiven Effekt des Impfprogramms zu rechnen. Bis dahin sei es aber wichtig, wachsam zu bleiben und die Regeln zur Eindämmung der Pandemie zu beachten. Die Lockdown-Maßnahmen in dem Land bleiben trotz niedrigerer Warnstufe vorerst unverändert bestehen. In Großbritannien steht das öffentliche Leben seit Anfang Januar weitgehend still.

25.2.2021 • 17:41 Uhr

CureVac-Impfstoff wirkt offenbar gegen Mutanten

Der Corona-Impfstoffs des Tübinger Unternehmens CureVac hilft offenbar auch gegen die mutierten Varianten des Coronavirus. Das erklärte der Vorsitzende Franz-Werner Haas. Demnach hätten erste Studien gezeigt, dass das Mittel auch gegen die in Großbritannien und Südafrika entdeckten Varianten helfe. Die Studienergebnisse sollen bald veröffentlicht werden.

Auch andere Impfstoff wie die BioNTech/Pfizer sind gegen die mutierten Varianten wirksam.

25.2.2021 • 17:23 Uhr

CureVac erwartet Impfstoff-Zulassung bis Juni

Der deutsche Impfstoffhersteller CureVac rechnet mit einer EU-Zulassung seines Corona-Impfstoffs nach eigenen Angaben bis Anfang Juni. Dies teilte CureVac-Chef Franz-Werner Haas in einer Anhörung des Europaparlaments mit. Die entscheidenden Daten der klinischen Tests seien für Mitte April zu erwarten.

Der Gesundheits- und der Industrieausschuss des Europaparlaments hatten die Chefs der wichtigsten Impfstoffhersteller eingeladen, mit denen die EU Lieferverträge hat. Darunter auch AstraZeneca-Chef Pascal Soriot. Dieser musste sich den kritischen Fragen stellen. Denn die Firma hatte Ende Januar überraschend bekannt gegeben, der EU statt 80 Millionen Impfdosen im ersten Quartal nur 31 Millionen liefern zu können. Später erhöhte das Unternehmen die Zusage leicht auf 40 Millionen Dosen bis Ende März.

25.2.2021 • 17:07 Uhr

Flensburg beendet Ausgangssperre

Die in Flensburg wegen der Ausbreitung der britischen Corona-Mutante geltende Ausgangssperre wird nicht weiter verlängert. Wie die Stadt mitteilte, wurde diese Entscheidung vor dem Hintergrund seit mehreren Tagen stagnierender Inzidenzwerte getroffen. Damit läuft die Ausgangssperre am Samstag aus. Auch weitere Maßnahmen sollen angepasst werden. So bleibt die Kontaktbeschränkung auf den eigenen Haushalt zwar über Samstag hinaus bestehen. Für allein lebende Menschen gibt es aber dann die Ausnahme, dass sie einen weiteren Menschen treffen dürfen. Die in Schleswig-Holstein anstehenden Lockerungen etwa in Form der Öffnung von Friseuren oder Gartencenter gelten in Flensburg vorerst nicht.

25.2.2021 • 16:53 Uhr

Intensivmediziner fordern Lockdown-Verlängerung bis April

Deutschlands Intensiv- und Notfallmediziner haben eine Verlängerung des Lockdowns bis Anfang April gefordert. Drei Wochen mehr Disziplin seien entscheidend, um durch Impfungen eine schwer bis nicht mehr kontrollierbare dritte Welle zu vermeiden, sagte Gernot Marx, Präsident der Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Nach einem neuen Prognosemodell der DIVI könnte ein Öffnen am 7. März die Zahlen schwer kranker Corona-Patienten in Kliniken in die Höhe treiben, hieß es.

25.2.2021 • 16:46 Uhr

Erste Notfallzulassung für Impfstoff von Johnson & Johnson

Der Golfstaat Bahrain hat dem Corona-Impfstoff des US-Pharmaunternehmens Johnson & Johnsons die weltweit erste Notfallzulassung erteilt, wie die zuständige Aufsichtsbehörde mitteilte. Das Land bietet seinen Bürgern und Einwohnern bereits vier Impfstoffe kostenlos an: von Impfstoff Pfizer/BioNTech, den chinesischen Impfstoff von Sinopharm, das russische Vakzin Sputnik V sowie das Mittel von AstraZeneca.

25.2.2021 • 16:46 Uhr

Zypern lockert Lockdown

Zypern hat eine schrittweise Lockerung seines Corona-Lockdowns angekündigt. Die Regierung sei entschlossen, eine "langsame, vorsichtige und kontrollierte" Rückkehr zum Alltag zu ermöglichen, sagte Gesundheitsminister Constantinos Ioannou. Die Zahl der Neuinfektionen habe sich stabilisiert und die Krankenhauseinweisungen seien zurückgegangen. Zwischen dem 1. und 8. März sollen demnach alle weiterführenden Schulen wieder öffnen. Auch Sportstätten wie Schwimmbäder und Turnhallen können mit begrenzten Besucherzahlen wieder öffnen. Wenn alles nach Plan laufe, könne auch das Gastgewerbe von 16. März an den Betrieb wieder aufnehmen, fügte Ioannou hinzu. Einzelhandelsgeschäfte, Einkaufszentren, Grundschulen und Friseure hatten bereits Anfang Februar wieder geöffnet.

 

25.2.2021 • 16:32 Uhr

Aktienboom in der Pandemie

Im Corona-Jahr 2020 haben so viele Anleger in Deutschland in Aktien investiert wie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr. 12,4 Millionen Menschen besaßen Aktien oder Aktienfonds, 2,7 Millionen mehr als im Vorjahr, wie das Deutsche Aktieninstitut (DAI) mitteilte. Demnach waren fast 18 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren Aktionäre. "Erstmals seit Jahren entwickelt sich wieder ein breiteres Interesse für die Aktienanlage", erklärte das DAI und führte das insbesondere auf die Corona-Pandemie zurück: "Geplatzte Urlaube, geschlossene Restaurants und weniger Einkaufsbummel haben dazu geführt, dass den Menschen mehr Zeit und Geld zur Verfügung stand." Dieses Geld und die niedrigen Börsenkurse im Frühjahr 2020 hätten offenbar viele genutzt, um sich mit ihren Finanzen zu beschäftigen und einzusteigen.

25.2.2021 • 16:32 Uhr

Neue Corona-Beschränkungen in Estland

Estlands Regierung hat angesichts steigender Corona-Zahlen neue Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beschlossen. Künftig sind Veranstaltungen in Innenräumen untersagt. Damit müssen die bislang noch eingeschränkt geöffneten Freizeit-, Kultur-, und Unterhaltungsstätten schließen. Auch der Schulbetrieb - ausgenommen für die Klassen eins bis vier - bleibt auf Fernunterricht umgestellt. Die neuen Corona-Regeln gelten zunächst bis Ende März. Dies teilte Ministerpräsidentin Kaja Kallas auf der Regierungspressekonferenz mit.

25.2.2021 • 16:22 Uhr

Österreich erwägt Alleingang beim Corona-Impfpass

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz hat seine Forderung nach einem Corona-Impfpass unterstrichen. "Wenn es keine europäische Lösung gibt, dann müssen wir dieses Projekt national umsetzen", sagte Kurz unmittelbar vor einem EU-Gipfel. Abkommen mit anderen Ländern würden in diesem Fall angestrebt. Ein digitaler grüner Pass für Geimpfte, Getestete und Genesene wäre der richtige Schritt, ein großes Stück Normalität zurückzugewinnen, so Kurz. "Das Ziel dessen ist, dass wir nicht im Dauerlockdown verharren wollen", sagte der Kanzler. "Wir wollen, dass Menschen wieder Veranstaltungen, Gastronomie, Kultur, Sport und vieles andere mehr genießen und erleben können." Vorbild für die Lösung sei Israel, wo Personen mit Impf-Nachweis zum Beispiel wieder Fitnessstudios nutzen dürften.

25.2.2021 • 16:20 Uhr

Syrien startet mit Impfungen aus unbekannter Quelle

Die syrische Regierung will in der kommenden Woche mit Impfungen gegen das Coronavirus beginnen. Das Land habe Impfstoff von einem "befreundeten Land" erhalten, erklärte Gesundheitsminister Hassan Ghabbash, wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete. Um welches Land und welchen Impfstoff es sich dabei behandelt, blieb unklar. Als erstes sollen nun Personen im Gesundheitswesen geimpft werden. Zuletzt hieß es, Impfstoff für Syrien sei Teil eines Abkommens über einen Gefangenentausch mit dem verfeindeten Nachbarland Israel gewesen. Die "New York Times" meldete, Israel zahle Russland als Vermittler des Abkommens Geld, damit Moskau den russischen Impfstoff Sputnik V an Syrien liefere. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es nicht.

25.2.2021 • 16:16 Uhr

China beliefert Simbabwe und Mosambik kostenlos mit Impfstoff

China hat mehreren afrikanischen Ländern Corona-Impfstoff versprochen. Simbabwe erhält laut einem Bericht der regierungsnahen Zeitung "The Herald" 400.000 Gratis-Dosen, doppelt so viele wie bisher zugesagt. 600.000 Dosen hat das Land demnach vom chinesischen Hersteller Sinopharm gekauft und in der vergangenen Woche mit Impfungen begonnen. Auch das Nachbarland Mosambik erhielt nach Angaben der britischen BBC 200.000 Impfdosen aus China. Beide Länder kämpfen mit Wirtschaftsproblemen und werden von China mit Krediten und Investitionen unterstützt. Nach Angaben der staatlichen chinesischen Agentur Xinhua exportiert China seine Impfstoffe in 27 Länder und beliefert 53 arme Länder kostenlos, darunter Pakistan, Kambodscha, Laos, die Mongolei und Belarus.

25.2.2021 • 16:11 Uhr

Thüringer Landrätin fordert Übernahme von Testkosten

Der besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffene thüringische Landkreis Schmalkalden-Meiningen fordert für eine dort seit Wochenbeginn laufende Schnelltest-Aktion die Kostenübernahme durch den Bund. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn habe öffentlichkeitswirksam kostenlose Schnelltests für jedermann ab 1. März angekündigt, erklärte Landrätin Peggy Greiser (parteilos) in einem offenen Brief an Spahn. Deshalb berufe sich der Kreis auf Vertrauensschutz und fordere die Übernahme der für den Kreis entstehenden Kosten.

In dem Kreis in Südthüringen, der auch einer der vier am schlimmsten von der Pandemie betroffenen Landkreise bundesweit ist, läuft eine kostenlose Schnelltest-Aktion. Das Angebot hätten nach Angaben des Landratsamtes inzwischen mehr als 1200 Menschen genutzt. "Die Resonanz ist überwältigend", teilte die Kreisverwaltung mit. Für die Schnelltests entstehen dem Landkreis nach Angaben der Verwaltung wöchentlich Kosten in Höhe von 25.000 Euro. Diese möchte die Kommune gern vom Bund übernommen sehen, zumal vom Thüringer Gesundheitsministerium keine Unterstützung für die Test-Aktion gekommen sei, wie es hieß.

25.2.2021 • 16:07 Uhr

Untersuchung: Großes Vertrauen in die Wissenschaft in Pandemie-Zeiten

Die Wissenschaft und das Robert Koch-Institut (RKI) genießen einer Umfrage der Universität Hildesheim zufolge im Blick auf den Umgang mit der Corona-Pandemie das größte Vertrauen. Dies ist eines der Zwischenergebnisse eines Forschungsprojekts, wie die Universität mitteilte. Demnach ist unter den Befragten das Vertrauen in staatliche Institutionen wie Kommunen, Gesundheitsämter, Bundestag und Bundesregierung ebenfalls sehr hoch, sagte die Politikwissenschaftlerin Marianne Kneuer. Den Religionsgemeinschaften wird der Umfrage zufolge dagegen im Vergleich zu den anderen der insgesamt 13 abgefragten Institutionen das niedrigste Vertrauen entgegengebracht. In dem noch bis Dezember andauernden Forschungsprojekt sollen Meinungsumfragen und die Analyse von Twitter-Diskursen die Frage beantworten, wie die Bürger über Solidarität in der Coronakrise denken und was sie antreibt, selbst solidarisch oder nicht solidarisch zu handeln.

25.2.2021 • 16:00 Uhr

Altmaier hält Lockerungen für möglich

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hält weitere Lockerungen in der Corona-Krise trotz einer zuletzt leicht steigenden Zahl an Neuinfektionen für möglich. Altmaier sagte TV-Sender Welt, er persönlich glaube, dass man mit zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen, beispielsweise den Schnelltests, sowie mit neuen Reservierungsmöglichkeiten etwa bei Geschäften Öffnungen machen könne, obwohl die Infektionszahlen noch nicht so weit gesunken seien wie geplant. "Es ist ganz wichtig, dass es eine konkrete Öffnungsperspektive gibt", sagte der CDU-Politiker. Gesundheitsschutz und Öffnungen müssten unter einen Hut gebracht werden, man müsse bereit sein, neue Schritte zu gehen, so Altmaier.

Bundeswirtschaftsminister Altmaier beim Videogipfel mit Wirtschaftsverbänden | dpa

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will mit seinen Länder-Amtskollegen über Öffnungen beraten und ein Papier zur möglichen Strategie vorstellen. Zuvor hatten Vertreter von Wirtschaftsverbänden dem Minister in einem Videogipfel Vorschläge unterbreitet. Bild: dpa

25.2.2021 • 15:54 Uhr

Saarland kündigt strengere Beschränkungen im Grenzgebiet an

Wegen der Häufung hoch ansteckender Coronavirus-Varianten verschärft das Saarland die Einreiseregeln an der Grenze zum französischen Verwaltungsbezirk Moselle. Nach einer entsprechenden Maßnahme Frankreichs sagte der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans im ARD-Mittagsmagazin: "Auch von deutscher Seite muss es ähnlich wirkende Maßnahmen geben." Künftig könne die Grenze "nur mit einem negative Test" überquert werden, sagte der CDU-Politiker.

25.2.2021 • 15:42 Uhr

RKI-Analyse: Schülerinnen und Schüler eher keine Infektionstreiber

Das Robert Koch-Institut (RKI) ist der Frage nach dem Beitrag von Schulen zur Ausbreitung der Pandemie nachgegangen. Eine Analyse von Meldedaten und Studien lege nahe, dass Schülerinnen und Schüler "eher nicht als "Motor" eine größere Rolle spielen", aber dass es auch bei ihnen zu Übertragungen komme und Ausbrüche verhindert werden müssten, heißt es. Das schreibt das RKI in einer Online-Publikation. Schulausbrüche stehen demnach in engem Zusammenhang mit der Inzidenz in der Bevölkerung. Lehrkräfte spielten "eine vielleicht wichtigere Rolle" als Schüler, heißt es weiter.

Die Autoren merken auch an, dass Schulen bei einer Ausbreitung ansteckenderer Virusvarianten einen größeren Beitrag zum Infektionsgeschehen leisten könnten. Bedenken muss man bei der RKI-Untersuchung jedoch, dass vor allem auf Meldedaten geblickt wurde, die auf laborbestätigten Corona-Fällen beruhen: Insbesondere Grundschüler wiesen relativ häufig keine Symptome auf oder der Beginn der Erkrankung lasse sich schwer zuordnen. Möglicherweise werde eine größere Anzahl asymptomatischer Infizierter nicht erfasst und die Größe von Ausbrüchen unterschätzt.

25.2.2021 • 15:34 Uhr

China lässt weitere Corona-Impfstoffe zu

China hat zwei weitere heimische Corona-Impfstoffe zugelassen. Dabei handelt es sich um ein Mittel des Herstellers CanSino Biologics sowie eines der Sinopharm-Tochter Wuhan Institute of Biological Products, wie die Behörden mitteilten. Nachdem im vergangenen Jahr bereits ein Sinopharm-Vakzin und Anfang des Monats ein Mittel von Sinovac Biotech genehmigt wurden, sind in der Volksrepublik nun vier Impfstoffe gegen das Coronavirus zugelassen. Genehmigungen für Corona-Impfstoffe westlicher Arzneimittel-Hersteller gibt es in China noch nicht.

25.2.2021 • 15:30 Uhr

Corona-Schutz: Länger stehen bleiben in Düsseldorfer Altstadt verboten

Die Stadt Düsseldorf hat ein "Verweilverbot" für die Altstadt und das nahe Rheinufer an den Wochenenden bis zum 14. März verhängt. Man darf in dem Bereich fast den ganzen Tag nicht mehr länger stehen bleiben, sich hinsetzen oder auf eine Wiese legen. Hintergrund: Zuletzt hielten sich Zehntausende Menschen bei bestem Wetter in den Gassen der Altstadt und vor allem an der Rheinpromenade auf. Laut Stadt wurde der Mindestabstand immer wieder missachtet. Die neue Allgemeinverfügung trat nun in Kraft. Sie gilt von freitags 15 Uhr bis 1 Uhr nachts sowie samstags und sonntags von morgens 10 Uhr bis nachts um 1 Uhr. Zudem gilt an der Rheinpromenade Maskenpflicht.

25.2.2021 • 14:56 Uhr

Fallzahlen in Europa niedriger als Ende 2020

Die Gesamtzahl der Corona-Neuinfektionen in Europa befindet sich weiter deutlich unter dem Wert von Ende 2020, aber nach wie vor auf einem hohen Niveau. Zwei Wochen nacheinander habe es in der gesamten WHO-Region Europa nun jeweils weniger als eine Million gemeldete neue Infektionen gegeben, sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge. Dieser Rückgang sei auf Länder zurückzuführen, die neue Maßnahmen zur Verlangsamung der Virus-Ausbreitung eingeführt hätten. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen sei seit Ende 2020 um fast die Hälfte zurückgegangen, aber immer noch zehnmal höher als im vergangenen Mai.

25.2.2021 • 14:48 Uhr

Gastronomie auf Mallorca darf wieder öffnen

Auf Mallorca dürfen Restaurants, Cafés und Kneipen in Folge einer deutlichen Verbesserung der Corona-Lage nach rund sieben Wochen erstmals wieder öffnen. Ab Dienstag können die Gastronomiebetriebe in ihren Außenbereichen wieder Gäste empfangen, wie die balearische Ministerpräsidentin Francina Armengol mitteilte. Spätestens um 17 Uhr müssen sie in einer ersten Etappe zur Lockerung des Lockdowns aber schließen. Zudem dürfen nur höchstens 50 Prozent der Tische bei einer Besetzung von maximal je vier Personen draußen aufgestellt werden.

Touristen auf der Bierstaße in Mallorca. | AFP

Kneipen auf Mallorca: In den Außenbereichen dürfen wieder Gäste empfangen werden. Bild: AFP

25.2.2021 • 14:47 Uhr

WHO fordert Erforschung der Corona-Langzeitfolgen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine intensive Erforschung der Langzeitfolgen von Corona-Erkrankungen angemahnt. Studien dazu seien "äußerst wichtig", die WHO sehe hier eine "klare Priorität", sagte der WHO-Direktor für Europa, Hans Kluge. Alle Gesundheitsbehörden müssten sich daran beteiligen, die Spätsymptome von Corona zu erforschen. Die langfristigen Folgen von Corona-Erkrankungen werden unter dem Schlagwort "Long Covid" zusammengefasst. Die WHO spricht vorerst von einer "Post-Covid-Verfassung", aber auch Begriffe wie post-akutes Covid-Syndrom werden verwendet. Studien ergaben, dass etwa jeder Zehnte nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus noch Wochen später unter Symptomen wie Müdigkeit und Kurzatmigkeit, aber auch unter kardiologischen und neurologischen Problemen leidet.

25.2.2021 • 14:38 Uhr

Entwicklungsminister beklagt fehlende Hilfe für Ärmere

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hat mangelnde Unterstützung für die ärmeren und ärmsten Länder der Welt in der Corona-Pandemie angeprangert. "Die Unterstützung bleibt weit hinter dem zurück, was international notwendig wäre", sagte der CSU-Politiker im Bundestag. Laut Müller sind zwei Drittel der Covid-19-Toten in Entwicklungs- und Schwellenländern zu beklagen. Er predige seit Monaten, dass das Virus nur weltweit besiegt werden könne, aber die Botschaft sei immer noch nicht überall in Politik und Gesellschaft angekommen. "Besiegen wir das Virus nicht weltweit, kommt es mit dem nächsten Flieger zurück", warnte Müller.

25.2.2021 • 14:27 Uhr

Maschinenbauer kritisieren verschärfte Grenzkontrollen

Die exportorientierten deutschen Maschinenbauer haben eine Einigung im Streit um verschärfte Grenzkontrollen beim EU-Videogipfel gefordert. "Die EU braucht gerade jetzt ein koordiniertes Vorgehen. Die Staaten müssen sich dann aber auch an ihre Beschlüsse halten", sagte Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes VDMA, vor Beginn des Videogipfels. Die EU-Staaten hatten sich vor einigen Wochen auf Empfehlungen für ein einheitliches Vorgehen an den Grenzen geeinigt. Einige Länder, darunter auch Deutschland, gehen jedoch darüber hinaus. So hat Deutschland die Kontrollen an den Grenzen zu Tschechien, der Slowakei und Österreich verschärft. Bei der EU-Kommission stößt das auf deutliche Kritik. Die Brüsseler Behörde befürchtet, dass Pendler und wichtige Waren an den Grenzen aufgehalten werden und der Binnenmarkt leidet.

25.2.2021 • 14:24 Uhr

Spahn für lokale Lockerungen - aber auch Verschärfungen

In der Debatte um mögliche weitere Lockerungen von Corona-Beschränkungen hält Bundesgesundheitsminister Jens Spahn flexiblere lokale Lösungen für sinnvoll. "Im Herbst war es wegen der hohen und diffusen Infektionslage wichtig, bundeseinheitlich das öffentliche Leben herunterzufahren", sagte der CDU-Politker "Zeit Online". Er sei immer noch dafür, die Marke von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen bundesweit als Richtwert zu nehmen - aber auch zusätzliche Variablen zu betrachten. So sei das Infektionsgeschehen in den Kommunen inzwischen sehr unterschiedlich. "Das kann bedeuten, lokal zu öffnen, aber eben auch wieder zu verschärfen, wenn es sein muss." Ziel müsse es sein, einen Alltag zu ermöglichen, "der Sicherheit bietet, aber auch praktikabel ist. Und da kommen Tests ins Spiel." Neben PCR-Labortests als "Goldstandard" seien dies mehr Schnelltests und bald auch Selbsttests.

25.2.2021 • 14:15 Uhr

Bouffier: Bund für fehlende Akzeptanz von AstraZeneca-Impfstoff mitverantwortlich

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier macht den Bund und die Ständige Impfkommission (Stiko) für die fehlende Akzeptanz des AstraZeneca-Impfstoffs in der Bevölkerung mitverantwortlich. Er bedauere, dass die Kommunikation insbesondere auch der zuständigen Stellen beim Bund über die Wirksamkeit des Impfstoffs zu kurz geraten sei, sagt der CDU-Politiker bei einer Pressekonferenz. Man hätte von Anfang an sagen sollen, was die Fachleute jetzt sagen: "Das ist ein sehr guter Schutz." Stattdessen sei die Entscheidung der Stiko, den Impfstoff wegen fehlender Daten zu älteren Personen zunächst nur für Menschen unter 65 Jahren zuzulassen, von vielen Bürgern so verstanden worden, dass er nicht richtig wirke.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier | dpa

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier: "Mein Appell: Wo immer möglich, lassen sie sich impfen", so der CDU-Politiker. Bild: dpa

25.2.2021 • 14:05 Uhr

BioNTech untersucht Wirkung dritter Impfstoff-Dosis

BioNTech und Pfizer haben eine Studie zur Wirkung einer dritten Dosis ihres Corona-Impfstoffs begonnen. Dabei solle herausgefunden werden, ob das Immunsystem zur Abwehr mutierter Virusvarianten befähigt wird, wenn sechs bis zwölf Monate nach den ersten beiden Dosen eine dritte, sogenannte Auffrischungsimpfung verabreicht wird, teilten die Unternehmen mit. 144 Freiwilligen aus der Frühphasen-Studie in den USA im vergangenen Jahr werde demnach eine dritte Dosis angeboten. BioNTech und Pfizer, die den Impfstoff gemeinsam entwickelt haben, ändern auch das Rezept. Sie sprächen mit den Zulassungsbehörden in den USA und Europa über eine Studie zur Beurteilung von Dosen, die angepasst worden seien, um besser vor Virusvarianten zu schützen, gaben die Unternehmen bekannt.

25.2.2021 • 13:51 Uhr

Russland senkt Preis für Sputnik-Impfstoff

Russland hat den Verkaufspreis für seinen Corona-Impfstoff Sputnik V um die Hälfte auf umgerechnet 9,60 Euro je Dosis gesenkt. Der aus zwei Komponenten bestehende Wirkstoff stehe auf der Liste lebenswichtiger Medikamente, der Preis müsse deshalb staatlich kontrolliert werden, teilte die Regierung mit. Handelsminister Denis Manturow sagte: "Die Preissenkung wurde möglich durch die Entwicklung und Optimierung der industriellen Herstellung des Impfstoffs." Zudem seien mit Beginn der Massenimpfung in Russland die Produktionsmengen deutlich erhöht worden. Auch deshalb sei Sputnik V in der Herstellung günstiger geworden. Dieser Preis gelte aber nur für das Impfprogramm innerhalb Russlands, sagte Manturow.

Mitarbeiter des Gesundheitsamtes im Gazastreifen nehmen eine Lieferung des russischen Corona-Impfstoff SputnikV in Empfang. | AFP

Ankunft einer Sputnik-V-Lieferung im Gazastreifen: Russland verkauft seinen Corona-Impfstoff auch ins Ausland. Nach eigenen Angaben wurde das Vakzin in mittlerweile 36 Ländern registriert. Bild: AFP

25.2.2021 • 13:47 Uhr

Moderna schätzt Impfstoff-Umsatz auf rund 18 Milliarden US-Dollar

Der US-Biotechkonzern und Impfstoffhersteller Moderna rechnet in diesem Jahr mit Umsätzen in Höhe von 18,4 Milliarden US-Dollar mit seinem Corona-Impfstoff. Man plane neue Investitionen, um die Kapazität bis 2022 auf bis 1,4 Milliarden Impfstoff-Dosen hochzuschrauben, teilte das Unternehmen mit.

25.2.2021 • 13:45 Uhr

Fußballmannschaft von Inter Mailand in Isolation

Nach mehreren Corona-Fällen beim Fußballclub Inter Mailand ist die Mannschaft des italienischen Tabellenführers in Isolation. Bei Corona-Tests hätten insgesamt fünf Offizielle ein positives Ergebnis erhalten, teilte der Club mit. Trainer und Mannschaft folgten daraufhin den Vorschriften, hieß es. Das Team hatte zuvor schon neun Corona-Positive in seinen Reihen festgestellt. Für Aufsehen sorgte der falsch-positive Test des Ex-Dortmunders Achraf Hakimi im Oktober 2020, weil er deshalb nicht beim Champions-League-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach auf dem Feld stehen konnte.

25.2.2021 • 13:41 Uhr

Maas: "Impfstoff-Beschaffung hätte besser laufen können"

Vor dem EU-Videogipfel hat Bundesaußenminister Heiko Maas eingeräumt, dass bei der Beschaffung von Corona-Impfstoffen durch die Europäische Union Fehler gemacht wurden. Trotzdem verteidigte er das gemeinsame Vorgehen. "Die Beschaffung der Impfstoffe hätte besser laufen können. So etwas einzugestehen, ist auch eine unumgängliche Voraussetzung, um aus Fehlern für die Zukunft zu lernen», sagte der SPD-Politiker im Bundestag. Die Alternative sei aber ein europäisches Wettrennen um knappe Impfstoffe gewesen, der wenige durchgeimpfte Länder mitten in einem krisengeschüttelten Kontinent zum Ergebnis gehabt hätte.

Heiko Maas | dpa

Heiko Maas hat Fehler bei der europäischen Impfstoffbeschaffung eingeräumt. Gleichwohl verteidigte er das Bemühen, auf Alleingänge zu verzichten. "Es hätte die Europäische Union zerrissen, davon bin ich fest überzeugt", sagte der Außenminister im Bundestag. Bild: dpa

25.2.2021 • 13:18 Uhr

Steinmeier ruft zu Akzeptanz aller Impfstoffe auf

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei den Bundesbürgern um Vertrauen in alle zugelassenen Corona-Impfstoffe geworben. Er habe "nur wenig Verständnis für die Zurückhaltung gegenüber dem einen oder dem anderen Impfstoff", sagte Steinmeier. Das sei "ein ziemliches Luxusproblem", sagte er mit Verweis auf diejenigen, die noch immer auf eine Impfung warteten, oder auf Menschen in Ländern, in denen noch lange keine Aussicht darauf bestehe. "Schneller impfen sei das Gebot der Stunde", sagte der Bundespräsident in einem digitalen Bürgergespräch zum Thema Impfen. Alle zugelassenen Impfstoffe "verdienen unser Vertrauen".

Die wissenschaftlichen Studien zeigten, dass alle von der Europäischen Arzneimittel-Agentur genehmigten Impfstoffe wirksam und verträglich seien. Deutschland befinde sich nach einem Jahr Corona-Pandemie in einer entscheidenden Phase, sagte Steinmeier in dem Gespräch mit vier Bürgerinnen und Bürgern aus Bayern, die im Gesundheits- und Pflegebereich arbeiten. "Der Start der Impfkampagne war sicherlich nicht perfekt", räumte der Bundespräsident ein. Dabei solle aber nicht vergessen werden: "Die Impfungen selbst werden die Wende im Kampf gegen das Virus bringen." Jede einzelne Impfung verhindere neue Infektionen und schütze Menschenleben: "Jeder Pieks ist ein kleiner Schritt heraus aus der Pandemie."

Bundespräsident Steinmeier. | dpa

Der Bundespräsident ermutigt alle Bürgerinnen und Bürger, sich zu gegebener Zeit impfen zu lassen: "Nehmen Sie Ihr Impfangebot wahr, wenn Sie an der Reihe sind. Schützen Sie sich selbst und andere", sagte Frank-Walter Steinmeier.  Bild: dpa

25.2.2021 • 13:14 Uhr

Impftermin erschwindelt: Ärzte in NRW aufgeflogen

Dutzende Ärzte haben versucht, sich unberechtigterweise im Impfzentrum des Rhein-Kreises Neuss gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Es handele sich um etwa 40 Personen, die zwar grundsätzlich impfberechtigt seien - jedoch nicht im Rhein-Kreis Neuss. "Weder wohnen noch arbeiten sie hier", sagte ein Kreissprecher. Wahrscheinlich hätten sie in den für sie zuständigen Impfzentren noch keinen Termin bekommen. Zuvor hatte die "Westdeutsche Zeitung" darüber berichtet.

Nach Angaben des Sprechers hatten die Ärzte von einer noch unbekannten Person einen Zugangscode erhalten und sich über das Internet für einen Impftermin angemeldet. Derselbe Code habe mehrmals genutzt werden können, weil er für das gesamte Team einer Praxis gelte, die in Pflegeeinrichtungen tätig sei. Am Einlass zum Impfzentrum sei der Schwindel jedoch aufgeflogen. Konsequenzen drohten den Ärzten jedoch nicht, sagte der Sprecher.

25.2.2021 • 13:11 Uhr

Tschechien erhält Impfdosen von Frankreich

Tschechien erhält von Frankreich 100.000 Dosen des Impfstoffes von BioNTech/Pfizer. Diese würden bis Mitte März geliefert, sagte der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis der Nachrichtenagentur CTK. Tschechien ist eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder weltweit.

25.2.2021 • 13:11 Uhr

Ungarn verlängert Teil-Lockdown

Ungarn verlängert den Teil-Lockdown bis zum 15. März. Es sei zu erwarten, dass die Infektionszahlen in den kommenden beiden Wochen weiter steigen, sagte Gergely Gulyas, Stabschef von Ministerpräsident Viktor Orban. Die kommenden beiden Wochen würden "außerordentlich schwierig". Die Impfungen würden beschleunigt, kommende Woche werde voraussichtlich der chinesische Sinopharm-Impfstoff geliefert. Im März und April sei mit insgesamt einer Million Dosen zu rechnen, hieß es. Anders als die EU hat Ungarn bereits Vakzine aus China und Russland zugelassen.

25.2.2021 • 13:06 Uhr

400 Millionen Dosen "Geisterimpfstoff" angeboten

Regierungen in aller Welt haben nach Erkenntnissen von EU-Ermittlern insgesamt 400 Millionen Dosen Impfstoffe angeboten bekommen, die nicht direkt von den Herstellern kommen. "Wir nennen das Geisterimpfstoffe, also irgendwelche mehr oder weniger obskuren Angebote, die auch schon an viele Staats- und Regierungschefs wohl gegangen sind", hieß es aus Kreisen der EU-Kommission. Die EU-Anti-Betrugsbehörde Olaf und die Strafverfolgungsbehörde Europol hätten Ermittlungen aufgenommen.

Den Angaben zufolge wird das Thema auch bei dem Videogipfel der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union zur Sprache kommen. Nach Schätzungen von Olaf seien 400 Millionen Dosen im Wert von bis zu drei Milliarden Euro angeboten worden, von denen man aber nicht genau wisse, ob es sich um echten Impfstoff handele, hieß es weiter. Es könne auch "Salzwasser in kleinen Fläschchen" sein.

25.2.2021 • 13:03 Uhr

Pakete statt Passagiere: Condor fliegt jetzt Fracht

In der Corona-Flaute setzt der Ferienflieger Condor vier seiner Langstreckenflugzeuge für Frachtaufträge des Logistik-Unternehmen DHL ein. Die Maschinen vom Typ Boeing 767 fliegen vom DHL-Drehkreuz Leipzig nach Irland, Italien und Köln, wie die Unternehmen gemeinsam mitteilten. Beladen werden nur die Frachträume im unteren Teil des Flugzeugs, während die weiterhin eingebauten Sitze in der Kabine frei blieben. Die Partnerschaft ist zunächst bis Ende Mai befristet. Condor fliegt bereits seit April 2020 neben dem stark ausgedünnten Urlaubsprogramm gelegentlich reine Frachtverbindungen.

Frankfurt: Ein Flugzeug des Ferienfliegers Condor steht auf dem Rollfeld des Flughafens in Frankfurt am Main. | dpa

Erst einmal keine Ferienflieger mehr: Condor hat zwölf ihrer 16 Boeing 767-Flugzeuge zu Frachtern umfunktioniert. Bild: dpa

25.2.2021 • 13:00 Uhr

Finnland verschärft Corona-Beschränkungen

Finnland wird seine Corona-Maßnahmen wegen steigender Infektionszahlen drastisch verschärfen. Bars und Restaurants müssten von 8. März an für drei Wochen schließen, teilte die Regierung mit. Zudem müssten Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe von zu Hause aus unterrichtet werden und die Kontakte in den am stärksten betroffenen Gebieten auf sechs Menschen begrenzt werden. "Wenn wir zu lange warten, wird die Lage so schlimm, dass es zu spät sein wird, um die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen", sagte Ministerpräsidentin Sanna Marin. Die britische Virus-Variante habe "die Situation schnell verschlimmert". Finnland war dank eines effizienten Test- und Nachverfolgungssystems bisher vergleichsweise glimpflich durch die Pandemie gekommen.

Medizinischen Personal wartet am Flughafen in Helsinki auf Reisende, um sie auf das Coronavirus zu testen. | dpa

Medizinischen Personal am Flughafen in Helsinki: Seit Mitte Februar steigen die Infektionszahlen in Finnland wieder stark an, insbesondere wegen der britischen Virus-Variante. Binnen einer Woche stieg die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner von 46 auf 62. Bild: dpa

25.2.2021 • 12:41 Uhr

Pilotprojekt in Niedersachsen: Impfung bei Hausärzten

In Niedersachsen sollen schon bald erste Hausärzte mit den Impfungen beginnen. Nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums starten am Freitag im Landkreis Osnabrück vier Pilotpraxen mit Hausbesuchen bei Patienten, die über 80 Jahre alt sind.

Zusätzlich werden ab Montag in mehreren Praxen in verschiedenen Landkreisen Personen unter 65 Jahren geimpft. Nach dieser Erprobungsphase von höchstens etwa zwei Wochen könnten voraussichtlich ab April deutlich mehr Praxen mit im Boot sein, erklärt Gesundheitsministerin Carola Reimann

25.2.2021 • 12:27 Uhr

Einzelhändler wollen Öffnung vor Gericht erstreiten

Mit einer Klagewelle wollen die vom Corona-Lockdown hart getroffenen Einzelhändler die Öffnung ihrer Geschäfte erzwingen, wenn die Politik nicht rasch handelt. "Wie verzweifelt die Lage für viele Einzelhändler mittlerweile ist, sieht man an der hohen Klagebereitschaft", sagte der Chef des Branchenverbandes HDE, Stefan Genth.

Mehr als ein Viertel der geschlossenen Textilhändler plane, vor Gericht zu ziehen. Aber auch große Ketten abseits des Modehandels wollen vor Gericht - etwa MediaMarktSaturn und die Buchhandelskette Thalia.

Thalia Buchhandlung

Klage gegen Ladenschließung: Auch die Buchhandelskette Thalia hat angekündigt, vor Gericht ziehen zu wollen.

25.2.2021 • 12:19 Uhr

IAB: Arbeitsmarkt stabil

Eine Entlassungswelle wegen des zweiten Lockdowns ist nach Einschätzung von Arbeitsmarktforschern weiterhin nicht zu befürchten. Die Arbeitsagenturen seien mit Blick auf mögliche Lockerungen und die voranschreitenden Impfungen wieder optimistischer geworden, teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit mit.

"Der Arbeitsmarkt hält dem zweiten Lockdown weiter stand", erklärte Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen. Die Entlassungszahlen hielten sich weiterhin in Grenzen. 

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer für Februar stieg gegenüber dem Vormonat um 0,7 Zähler auf 100,9 Punkte. Die Skala reicht von 90 Punkten für eine sehr schlechte Entwicklung bis zu 110 Punkten für eine sehr gute Entwicklung. Das Arbeitsmarktbarometer gilt als Frühindikator für die Arbeitsmarktentwicklung und basiert auf einer monatlichen Umfrage unter allen Arbeitsagenturen.

25.2.2021 • 12:10 Uhr

Städtetag fordert Finanzhilfe zur Rettung der Innenstädte

Der Deutsche Städtetag hat angesichts der angespannten Lage in vielen Innenstädten Finanzhilfen vom Bund im Umfang von 2,5 Milliarden Euro gefordert. Städtetagspräsident Burkhard Jung sagte, viele Städte machten sich wegen zunehmenden Leerstands große Sorgen. Traditionsreiche Unternehmen machten dicht. Immer mehr Menschen bestellten am Computer und ließen sich die Waren nach Hause liefern. Der Bund müsse sofort ein "Förderprogramm Innenstadt" auflegen: "Wir stellen uns dabei 500 Millionen Euro jährlich für 5 Jahre vor, um nachhaltig etwas zu erreichen."

Jung sprach nach einer Videokonferenzen des Städtetags mit fast 100 Stadtoberhäuptern von einer nationale Aufgabe. Mit einem Förderprogramm solle etwa das vorübergehende Anmieten von leerstehenden Ladenlokalen durch die Städte unterstützt werden.

25.2.2021 • 11:58 Uhr

Handel fordert Öffnung der Geschäfte ab 8. März

Der Einzelhandel fordert eine rasche Öffnung der wegen der Corona-Krise geschlossenen Geschäfte ab dem 8. März. "Wir brauchen jetzt den Einstieg in den Ausstieg aus dem Lockdown", verlangte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth, in Berlin. Bund und Länder müssten auf der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am 3. März eine transparente, verbindliche und evidenzbasierte Öffnungsstrategie mit konkreten Maßnahmen beschließen. Die Wiedereröffnung der Innenstädte dürfe nicht vom Erreichen einer Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in 7 Tagen abhängig gemacht werden, verlangte Genth.

Er plädierte für eine "Wiedereröffnung in Stufen". Bei höheren Inzidenzen könnten strengere Vorgaben für Kundenzahl und Hygiene gelten, die dann bei sinkenden Infektionszahlen gelockert würden. Die Lage im Handel sei dramatisch betonte Genth unter Berufung auf eine aktuelle Umfrage des Verbandes unter mehr als 2000 Händlern. Mindestens 50.000 Unternehmen seien akut in Insolvenzgefahr und jeder weitere Tag des Lockdowns werde diese Zahl erhöhen. Rund 250.000 Jobs seien akut gefährdet. Eine Ursache dafür liege in den nach wie vor oft zu bürokratischen und zu langsamen staatlichen Hilfen.

25.2.2021 • 11:25 Uhr

Tschechien verbietet Reisen nach Brasilien

Aus Angst vor neuen Coronavirus-Varianten hat Tschechien seinen Bürgern Reisen nach Brasilien und in Teile Afrikas verboten. Die Maßnahme gelte zunächst bis zum 11. April, teilte das Gesundheitsministerium in Prag am Donnerstag mit. Betroffen sind unter anderem Südafrika, Kenia, Tansania und Mosambik. Vor kurzem war in Tschechien erstmals die südafrikanische Corona-Mutante nachgewiesen worden - bei drei Reiserückkehrern aus Afrika. Für diese Variante wird eine höhere Übertragbarkeit angenommen.

Strand von  Ipanema im Dezember 2016, Strandbesucher und Ballspiel | dpa

Sonnenbad und Sportspaß am berühmten Strand von Ipanema: Urlaube in Brasilien sind für Reisende aus Tschechien derzeit nicht erlaubt. Bild: dpa

25.2.2021 • 11:00 Uhr

73.386 neue Corona-Infektionen in den USA

In den USA sind 73.386 neue Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet worden. Nach Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore belief sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle mit einer nachgewiesenen Corona-Infektion auf 3148. In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern haben sich bislang mehr als 28,3 Millionen Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, rund 505.800 Menschen starben. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt. Bislang haben in den USA mehr als 45,2 Millionen Menschen die erste Impfung gegen das Virus erhalten, rund 20,6 Millionen schon beide Impfdosen, wie aus Daten der US-Gesundheitsbehörde hervorgeht.

25.2.2021 • 10:05 Uhr

Frankreich verschärft Einreiseregeln

Wegen der Häufung hoch ansteckender Coronavirus-Varianten verschärft Frankreich die Einreiseregeln aus Teilen des deutschen Grenzgebietes: Für alle nicht-beruflichen Fahrten in den französischen Verwaltungsbezirk Moselle ist ab März ein negativer PCR-Test nötig, wie das Gesundheits- und Europaministerium am Donnerstag in Paris mitteilten. Im Département Moselle an der Grenze zum Saarland und zu Rheinland-Pfalz breitet sich die südafrikanische Corona-Variante stark aus.

Kontrollen an der deutsch-französischen Grenze im südpfälzischen Bienwald | SWR

Südpfälzisches Bienwald: Stau und Kontrollen an der deutsch-französischen Grenze. Bild: SWR

25.2.2021 • 09:18 Uhr

Weniger Verkehrstote im Corona-Jahr 2020

Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland ist im Corona-Jahr 2020 auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Statistik vor mehr als 60 Jahren gesunken. Insgesamt kamen 2.724 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr ums Leben, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Das waren 322 Todesopfer oder 10,6 Prozent weniger als 2019 (3.046 Tote). Der Rückgang sei insbesondere darauf zurückzuführen, dass wegen der Pandemie im vergangenen Jahr auf deutschen Straßen deutlich weniger Kilometer zurückgelegt worden seien als im Vorjahr, erklärten die Statistiker. Auch die Zahl der Verletzten ging zurück, und zwar um 14,7 Prozent auf rund 328.000 Personen.

25.2.2021 • 09:04 Uhr

Spahn: Genug Impfstoff für Pädagogen und Vorerkrankte

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet wegen der höheren Priorisierung von Grundschul- und Kita-Personal nicht mit einer späteren Corona-Impfung von vorerkrankten Menschen. "Die Mengen an Impfstoff die wir verfügbar haben - übrigens gerade mit Blick auf die 18- bis 64-Jährigen und AstraZeneca - die machen aus meiner Sicht diesen Schritt möglich", sagte Spahn am Donnerstag im Deutschlandfunk. Demnach habe Deutschland derzeit "deutlich mehr Impfstoff"als noch vor ein paar Wochen, erklärte Spahn. Das ermögliche, "dass Menschen mit Vorerkrankungen trotzdem auch und sehr zeitnah ihr Impfangebot bekommen". Nun sei es an den Ländern vor Ort Impfangebote sowohl für Vorerkrankte als auch Erzieherinnen und Erzieher und Lehrkräfte zu machen.

25.2.2021 • 08:45 Uhr

Barley: Eventuell Lockerungen für Geimpfte

Katarina Barley, Vizepräsidentin des Europaparlaments, hat anlässlich des EU-Sondergipfels zur Corona-Pandemie eine Impfpflicht erneut abgelehnt. Im Radioprogramm SWR Aktuell betonte die SPD-Politikerin, einen Impfzwang dürfe es nicht geben. Sie zog aber Lockerungen für Corona-Geimpfte in Erwägung: "Wenn sicher ist, dass man nicht angesteckt wird und, dass man nicht mehr ansteckt, dann wird sich rein rechtlich die Frage stellen, ob man dann noch die Grundrechte in der Weise einschränken darf." Solange aber noch nicht gesichert sei, ob die Impfung auch davor schütze, andere Menschen anzustecken, sei "diese Diskussion noch etwas verfrüht".

25.2.2021 • 07:59 Uhr

FDP-Außenpolitiker kritisiert Grenzkontrollen

Der FDP-Außenpolitiker Alexander Graf Lambsdorff hat die von der Bundesregierung verhängten Grenzkontrollen und Einreisesperren kritisiert. Dies hätte besser mit den Nachbarn in Tschechien und Österreich abgestimmt werden müssen, sagte der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. Die EU habe Recht mit ihrer Kritik an Deutschland.

Lambsdorff sprach sich außerdem für einen digitalen EU-Impfnachweis aus. Freies Reisen sei ein Teil gelebtes Europa. "Wer sich hat impfen lassen, der soll dann seine Freiheit auch zurückbekommen." Am Nachmittag wollen die Staats- und Regierungschefs der EU bei einem Corona-Sondergipfel über Grenzkontrollen und Impfausweise beraten.

25.2.2021 • 06:49 Uhr

Grüne wollen Arbeitslosengeld I weiter länger zahlen

Die Grünen dringen darauf, die Sonderregelungen zum erweiterten Bezug des Arbeitslosengeldes I in der Corona-Krise zu verlängern. Es sei "absolut unverständlich", warum die Regelung nicht bis zum Ende dieses Jahres weiter gelten solle, sagte der Grünen-Arbeitsmarktexperte Wolfgang Strengmann-Kuhn der Nachrichtenagentur AFP. Es sei ungerecht, dass Menschen, deren Anspruch auf Arbeitslosengeld jetzt ausläuft, im Gegensatz zu jenen, die ihn bis Dezember 2020 verloren haben, keine Verlängerung bekommen. Die Pandemiesituation und die Lage auf dem Arbeitsmarkt hätten sich nicht grundlegend geändert, sagte Strengmann-Kuhn. "Diese Schieflage muss glattgebügelt werden."

25.2.2021 • 06:33 Uhr

200 Miele-Mitarbeiter in Quarantäne

Nach einem Coronavirus-Ausbruch in einer Fabrik der Firma Miele im nordrhein-westfälischen Euskirchen sind rund 200 Mitarbeiter unter Quarantäne gestellt worden. Bis zum Mittwochnachmittag wurden 14 Beschäftigte positiv auf das Coronavirus getestet, wie der Elektrogerätehersteller mitteilte. Mindestens sechs von ihnen sind demnach mit der britischen Virus-Variante infiziert, die besonders ansteckend ist.  Nach Bekanntwerden der ersten Infektionsfälle waren den Unternehmensangaben zufolge am Dienstag alle etwa 500 Mitarbeiter des Werks auf das Coronavirus getestet worden. Im Laufe des Tages sollen sämtliche Testergebnisse vorliegen. Die Produktion in dem Werk wurde eingestellt. 

25.2.2021 • 05:32 Uhr

RKI meldet 11.869 Neuinfektionen - Sieben-Tage Inzidenz steigt auf 61,7

Das Robert-Koch-Institut meldet 11.869 neue Positiv-Tests. Das sind 1662 Fälle mehr als am Donnerstag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt leicht auf 61,7 von zuletzt 59,3. 385 weitere Menschen starben, die positiv getestet wurden. Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 69.125. Insgesamt wurden bislang in mehr als 2,41 Millionen Fällen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet.

25.2.2021 • 04:39 Uhr

Scholz: Öffnungsschritte mit Selbsttests

Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz mahnt vor den nächsten Bund-Länder-Beratungen Öffnungsschritte in Verbindung mit Schnelltests an. "Das Virus und seine Mutationen werden uns noch eine Weile begleiten, fürchte ich. Wir müssen also Wege finden, wie wir es hinbekommen, nicht immer weiter im Lockdown leben zu müssen. Deshalb könnten wir die nächsten Öffnungsschritte mit Schnelltests verbinden", sagt Scholz der Zeitung "Rheinische Post". Darüber werde man am 3. März mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten beraten.

25.2.2021 • 04:02 Uhr

Tourismusbeauftragter rechnet mit Sommerferien im Ausland

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, erwartet, dass trotz der Corona-Pandemie in diesem Jahr relativ problemlos Sommerferien im Ausland möglich sein werden. "Ich hoffe, dass bis Sommer die meisten Deutschen geimpft sind und auch ins Ausland verreisen können", sagte der CDU-Abgeordnete der "Bild"-Zeitung. Er sehe keinen Grund, warum man beispielsweise nicht auf Mittelmeer-Inseln reisen könne, wenn der Sieben-Tage-Inzidenzwert dort unter 35 liege. Bareiß warnte davor, Reisen unnötig schwer zu machen. "Wir können die Menschen ja nicht dauerhaft zu Hause festhalten."

25.2.2021 • 04:02 Uhr

Österreichs Kanzler plädiert für EU-weiten Corona-Impfpass

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat für ein EU-weites Corona-Impfzertifikat nach israelischem Vorbild plädiert. Diese Bescheinigung solle es am besten digital auf dem Handy geben, sagte Kurz am Abend im Internetprogramm der "Bild"-Zeitung. Der Impfpass solle unter anderem die Rückkehr zur Reisefreiheit in Europa ermöglichen. Auch Kultur, Sport und Gastronomie "können wir dann sicherstellen und gewährleisten". In Israel können Bürger, die zwei Impfdosen gegen das Coronavirus erhalten haben, seit neuestem einen "Grünen Pass" ausgestellt bekommen. Dieser ermöglicht es ihnen unter anderem, wieder Fitnessstudios und Theater zu besuchen und in Hotels zu übernachten. Die Bundesregierung hatte sich zuletzt offen für Gespräche über ein EU-Impfzertifikat und damit verknüpfte Reiseerleichterungen in Europa gezeigt.