US-Präsident Joe Biden | dpa
Liveblog

Liveblog zum Coronavirus ++ "Die Dinge werden sich weiter verschlechtern" ++

Stand: 21.01.2021 23:33 Uhr

US-Präsident Biden rechnet damit, dass die Zahl der Corona-Toten in den USA im Februar auf eine halbe Million steigen wird. Frankreichs Gesundheitsminister schließt einen weiteren Lockdown nicht aus. Der Liveblog zum Nachlesen.

  • RKI meldet 20.398 Corona-Neuinfektionen und 1013 Todesfälle
  • Biden sieht Marke von 500.000 Corona-Toten in den USA bald erreicht
  • Niederlande erlassen nächtliche Ausgangssperre
  • Spanien meldet Höchststände bei Neuinfektionen und Inzidenz
  • Ungarn lässt als erstes EU-Land russischen Corona-Impfstoff zu
  • EU-Kommission genehmigt deutsche Novemberhilfen
  • Virus-Variante aus Garmisch-Patenkirchen ist nicht neu
  • Sachsen meldet Höchstwert bei monatlichen Todesfällen
21.1.2021 • 23:30 Uhr

Ende des Liveblogs

Hiermit schließen wir den Liveblog für heute und bedanken uns für Ihr Interesse.

21.1.2021 • 23:30 Uhr

Von der Leyen: Warnung vor nicht unbedingt notwendigen Reisen

"Von allen nicht unbedingt notwendigen Reisen sollte dringend abgeraten werden, sowohl innerhalb eines Landes als auch grenzüberschreitend", sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach dem Video-Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstagabend. Die Grenzen sollen demnach aber grundsätzlich offen bleiben.

21.1.2021 • 23:09 Uhr

Fauci: Anzeichen für Abflachung der Zahl der Neuinfektionen

Die jüngsten Sieben-Tages-Durchschnitte bei der Zahl der Neuinfektionen deuten dem US-Experten Anthony Fauci zufolge möglicherweise auf eine bevorstehende Verlangsamung bei den Neuinfektionen hin. Er glaube weiterhin, dass die meisten US-Bürger bis Jahresmitte geimpft sein dürften, sagte Fauci weiter. Sollte die Impfquote bis Ende des Sommers 70 bis 80 Prozent erreichen, könne bis zum Herbst ein gewisse Normalität wiedererlangt werden.

21.1.2021 • 22:59 Uhr

Frankreich will bis Ende August gesamte Bevölkerung impfen können

Frankreichs Regierung geht davon aus, bis Ende August die gesamte französische Bevölkerung impfen zu können. "Wir sind in der Lage, (...) 70 Millionen Menschen, die gesamte französische Bevölkerung, bis Ende August zu impfen (...), wenn alle bestellten Impfstoffe von den europäischen und weltweiten Gesundheitsbehörden genehmigt werden", sagte Gesundheitsminister Olivier Véran im Interview mit dem Sender TF1.

Er gehe davon aus, dass bis Ende Januar wahrscheinlich 1,3 bis 1,4 Millionen Menschen geimpft würden, Ende Februar würde die Zahl auf vier Millionen steigen. Bis zum Donnerstag wurden mehr als 800.000 Menschen in Frankreich geimpft.

21.1.2021 • 22:57 Uhr

Fauci: Britische Variante bereits in gut 20 US-Bundesstaaten

Dem US-Regierungsberater Anthony Fauci zufolge ist die zunächst in Großbritannien nachgewiesene, ansteckendere Variante des Virus bereits in gut 20 US-Bundesstaaten zu finden. Die ursprünglich in Südafrika gefundene Mutation sei dagegen wohl noch nicht in den USA angekommen. Es sei diese Variante, die etwas mehr Anlass zur Sorge gebe.

21.1.2021 • 22:09 Uhr

Biden: Schwelle von 500.000 Corona-Toten bald erreicht

Der neue US-Präsident Joe Biden hat die US-Amerikaner auf eine weitere Verschlimmerung der Corona-Lage im Land eingestimmt. Wahrscheinlich werde die Zahl der Corona-Toten im Februar eine halbe Million erreichen, sagte Biden im Weißen Haus. "Die Dinge werden sich weiter verschlechtern, bevor es besser wird", mahnte er und versprach zugleich: "Wir werden das durchstehen."

Die Ausbreitung des Virus ist in den USA weiterhin außer Kontrolle. Mehr als 400.000 Menschen sind bereits im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Mehr als 24 Millionen Infektionen mit dem Virus wurden insgesamt im Land gemeldet. In absoluten Zahlen liegen die Vereinigten Staaten damit weltweit an der Spitze.

21.1.2021 • 21:57 Uhr

Ab Montag Spezialmaskenpflicht in Nordrhein-Westfalen

Ab Montag müssen in Nordrhein-Westfalen OP-Masken, FFP2-Masken oder KN95-Masken in Bussen und Bahnen, Supermärkten, Arztpraxen und Gottesdiensten getragen werden. Das geht aus der neuen Coronaschutz-Verordnung des Landes hervor, die am Abend veröffentlicht wurde. "Soweit Kinder unter 14 Jahren aufgrund der Passform keine medizinische Maske tragen können, ist ersatzweise eine Alltagsmaske zu tragen", heißt es in der neuen Verordnung. Kinder bis zum Grundschulalter sind weiter von der Maskenpflicht ausgenommen.

21.1.2021 • 21:49 Uhr

Biden unterzeichnet Erlasse zur Corona-Pandemie

US-Präsident Joe Biden hat an seinem zweiten Tag im Amt eine Reihe von Erlassen unterzeichnet, mit denen er die Corona-Pandemie in den Griff bekommen will. "Wir sind nicht über Nacht in diesen Schlamassel geraten und es wird Monate dauern, um das umzukehren", sagte Biden. "Trotz der besten Absichten werden wir Rückschläge erleben." Aber Hilfe sei unterwegs, versprach er den Amerikanern.

Die zehn Exekutivanordnungen, die Biden unterzeichnete, sollen die Impfstoffproduktion und die Testmöglichkeiten erhöhen, die Grundlage für die Wiedereröffnung von Schulen und Geschäften legen und unmittelbar die Verwendung von Masken verstärken. Unter anderem müssen Amerikaner diese künftig bei Reisen tragen. Die verpflichtende Nutzung von Masken in Regierungsgebäuden hatte Biden bereits am Mittwoch verordnet.

US-Präsident Joe Biden unterzeichnet Erlasse zur Corona-Pandemie. | Al Drago/POOL/EPA-EFE/Shuttersto

US-Präsident Joe Biden: "Wir sind nicht über Nacht in diesen Schlamassel geraten." Bild: Al Drago/POOL/EPA-EFE/Shuttersto

21.1.2021 • 20:55 Uhr

Auch Österreich auf EU-Gipfel für striktere Einreisekontrollen

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz unterstützt die deutsche Forderung nach strikteren Einreisekontrollen wegen der Corona-Pandemie. Er sei zudem für die von Berlin vorgeschlagene Testpflicht, um die Ausbreitung von hochansteckenden Virus-Mutationen in ganz Europa zu erkennen, schrieb Kurz auf Twitter. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte vor der heutigen Schalte der 27 EU-Staats- und Regierungschef gesagt, sie sei dafür, dass alle EU-Staaten mindestens fünf Prozent der Positivproben gesondert untersuchen, um Virus-Varianten zu entdecken.

21.1.2021 • 20:43 Uhr

Frankreich schließt weiteren Lockdown nicht aus

Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Veran schließt einen weiteren Lockdown nicht aus, falls sich die Lage im Land weiter verschlechtern sollte. Die Regierung werde zudem an öffentlichen Orten medizinische Masken vorschreiben, weil Stoffmasken keinen ausreichenden Schutz böten, sagte Veran.

21.1.2021 • 20:39 Uhr

EU-Staaten wollen Schnelltests gegenseitig anerkennen

Im Kampf gegen die Pandemie sollen die Ergebnisse bestimmter Corona-Schnelltests künftig in allen EU-Staaten anerkannt werden. Auch für den bevorzugten Einsatz dieser Tests wurden gemeinsame Kriterien entwickelt, wie der Rat der EU-Staaten mitteilte. Eine entsprechende Ratsempfehlung sei einstimmig verabschiedet worden - rechtlich bindend ist sie aber nicht. Der gemeinsame Rahmen für den Gebrauch der Corona-Tests sowie die Anerkennung von Ergebnissen sei ein zentrales Instrument, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen und zu einem funktionierenden Binnenmarkt beizutragen, hieß es. Die Anerkennung der Testergebnisse sei wesentlich, um grenzüberschreitenden Verkehr zu erleichtern.

21.1.2021 • 20:09 Uhr

Brüssel genehmigt deutsche Novemberhilfen

Die EU-Kommission hat die deutschen Novemberhilfen im Umfang von zwölf Milliarden Euro genehmigt. Die Unterstützung von Unternehmen in der Corona-Krise sei mit den EU-Regeln vereinbar, sagte Kommissionsvizepräsidentin Margrethe Vestager. Die Novemberhilfen sollen Unternehmen für wirtschaftliche Schäden durch den Lockdown in der Pandemie entschädigen. Die jetzt genehmigten Hilfen sehen nach Angaben der Kommission vor, dass bis zu 100 Prozent der nachgewiesenen Verluste erstattet werden oder 75 Prozent des Umsatzes der Monate November und Dezember 2019.

21.1.2021 • 20:07 Uhr

Corona-Notstand in Tschechien wird bis Mitte Februar verlängert

Das Parlament in Tschechien hat einer Verlängerung des Corona-Notstands bis zum 14. Februar zugestimmt. Dafür votierten am Abend 53 Abgeordnete, dagegen waren 19. Der Ausnahmezustand ermöglicht es der Regierung, Grundrechte wie die Versammlungsfreiheit auszusetzen und Soldaten in Krankenhäusern einzusetzen. Die Regierung unter Ministerpräsident Andrej Babis hatte sich für eine Befristung bis zum 21. Februar stark gemacht. Gesundheitsminister Jan Blatny begründete dies unter anderem mit der Gefahr durch neue Virus-Varianten. Zuletzt war erstmals die als ansteckender geltende britische Variante in Tschechien nachgewiesen worden.

21.1.2021 • 20:02 Uhr

Britische Regierung droht mit hohen Geldstrafen für illegale Partys

Wer in Großbritannien in Corona-Zeiten an illegalen Partys teilnimmt, muss künftig mit hohen Geldstrafen rechnen. In der kommenden Woche sollen die neuen Strafgebühren in Kraft treten, die im Wiederholungsfall umgerechnet rund 7200 Euro betragen können, wie Innenministerin Priti Patel sagte. Großbritannien verzeichnet mit 94.000 Corona-Toten die meisten Todesfälle in Europa.

Die Mehrzahl der Briten halte sich an die Lockdown-Bestimmungen, sagte Patel. Eine "kleine Minderheit" jedoch widersetze sich dem, "was notwendig ist". Die Strafen werden für alle Teilnehmer von Veranstaltungen fällig, bei denen in einer Wohnung mehr als 15 Menschen angetroffen werden. Das Abhalten solcher Veranstaltungen sei "unverantwortlich" und stelle eine "Bedrohung für die öffentliche Sicherheit" dar, so Patel. Bedroht seien auch die Polizeikräfte, die eingesetzt werden müssten, um die Veranstaltungen zu beenden.

21.1.2021 • 19:41 Uhr

Höchststände bei Neuinfektionen und Inzidenz in Spanien

Spanien meldet mit 44.357 neuen Corona-Fällen binnen 24 Stunden den höchsten Wert seit Beginn der Pandemie. Zudem stieg die über 14 Tage gemessene Inzidenz auf 796 Corona-Fälle je 100.000 Einwohner - auch dabei handelt es sich um den höchsten jemals verzeichneten Wert.

21.1.2021 • 19:34 Uhr

US-Demokraten wollen neues Corona-Hilfspaket vorlegen

Die US-Demokraten wollen Anfang Februar einen Gesetzentwurf für ein weiteres Corona-Hilfspaket ins Repräsentantenhaus einbringen. Das kündigte die Präsidentin der Kongresskammer, Nancy Pelosi, an.

21.1.2021 • 19:18 Uhr

Südafrika zahlt für AstraZeneca-Impfstoff mehr als die EU

Südafrika ist von der Corona-Pandemie nicht nur besonders stark betroffen, sondern wird offenbar für die Eindämmung der Krankheit auch besonders stark zur Kasse gebeten. Das Gesundheitsministerium in Johannesburg teilte mit, dass das Pharmaunternehmen AstraZeneca für seinen Impfstoff umgerechnet 4,30 Euro in Rechnung stelle. Das ist etwa zweieinhalb Mal soviel wie laut Informationen einer belgischen Staatssekretärin von den Europäern verlangt werden. Diese zahlen demnach 1,80 Euro pro Dosis. Die Weltgesundheitsorganisation rief kürzlich die Regierungen dazu auf, keine bilateralen Verhandlungen mit den Pharmakonzernen mehr zu führen.

21.1.2021 • 18:37 Uhr

EU-Videogipfel zu Corona hat begonnen

Die Beratungen der EU-Staats- und Regierungschef zur Corona-Krise haben begonnen. Das teilte der Sprecher von EU-Ratspräsident Charles Michel auf Twitter mit. Kanzlerin Angela Merkel und ihre EU-Kolleginnen und -Kollegen wollten sich bei ihrem Videogipfel zum Vorgehen gegen neue Varianten des Coronavirus abstimmen. Zudem sollte es um ein gemeinsames EU-Impfzertifikat mit möglichen Vorteilen für Geimpfte etwa beim Reisen und die Beschleunigung der Impfkampagne in den 27 EU-Staaten gehen.

Videokonferenz der EU-Staats- und Regierungschef zur Corona-Pandemie. | OLIVIER HOSLET/POOL/EPA-EFE/Shut

Reise-Impfpass, Grenzschließungen und Impf-Verzögerungen: Es gibt einige Streitthemen während der Videokonferenz der EU-Staats- und Regierungschef zur Corona-Pandemie. Bild: OLIVIER HOSLET/POOL/EPA-EFE/Shut

21.1.2021 • 18:33 Uhr

Niederlande verhängen erste Ausgangssperre seit Kriegsende

In den Niederlanden gilt von Samstag an erstmals seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs eine nächtliche Ausgangssperre: Eine Mehrheit der Abgeordneten stimmte für die Maßnahme, die mindestens bis zum 09. Februar gelten soll. Dies Ausgangssperre gilt demnach in der Zeit von 21.00 bis 04.30 Uhr. Zwar sind die Infektionszahlen seit drei Wochen rückläufig. Gesundheitsexperten fürchten jedoch eine zunehmende Verbreitung der neuen, ansteckenderen Virus-Varianten.

21.1.2021 • 18:30 Uhr

EU-Staaten klagen über Pfizer/BioNTech-Impflücke

Mehrere EU-Staaten berichten von den Folgen des Impfstoff-Produktionsrückgangs bei Pfizer und BioNTech. Rumäniens Gesundheitsminister Andrei Baciu sagte, in dieser Woche werde man nur die Hälfte der zugesagten Menge erhalten. Mit einer Normalisierung sei erst von kommender Woche an zu rechnen. Sein tschechischer Kollege Jan Blatny sagte, in den kommenden drei Wochen dürfte es weniger Impftermine geben.

Zuvor hatte der US-Pharmakonzern angekündigt, weniger Ampullen seines Corona-Impfstoffs an die Besteller-Länder ausliefern zu können. Der Konzern begründete dies mit einer Stellungnahme der EU-Arzneimittelbehörde EMA, wonach aus jedem Fläschchen bis zu sechs Impfdosen gezogen werden könnten. Bisher ging Pfizer von fünf Dosen pro Flakon aus - und berechnete entsprechend die Zahl der zu liefernden Ampullen. Die Bestellungen hätten "immer auf einer Gesamtzahl von Dosen beruht und nicht von Ampullen", so das Unternehmen. Die EMA hatte es den EU-Staaten Anfang Januar erlaubt, sechs Dosen aus jedem Impfstoff-Fläschchen zu ziehen.

21.1.2021 • 18:18 Uhr

Lettland verlängert Corona-Beschränkungen

Lettlands Regierung hat die wegen der Coronavirus-Pandemie verhängten Beschränkungen erneut um zwei weitere Wochen bis zum 7. Februar verlängert. Bis dahin soll in dem baltischen EU-Land auch die am Wochenende geltende nächtliche Ausgangssperre weiter bestehen. "Die epidemiologische Situation in Lettland stabilisiert sich leicht. Es ist jedoch noch nicht möglich, die geltenden Schutzmaßnahmen abzuschaffen oder zu lockern", teilte die Staatskanzlei in Riga mit. Nach jüngsten Daten der EU-Agentur ECDC lag Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen in Lettland bei 685,79 - und war damit mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland.

21.1.2021 • 18:15 Uhr

Erkenntnisse über Covid-Langzeitfolgen

Nach Angaben der Johns Hopkins-Universität nähert sich die Zahl der weltweit registrierten Corona-Infektionen der 100-Millionen-Grenze. Mehr als die Hälfte der Erkrankten gilt inzwischen als genesen. Mehrere Studien legen nun jedoch die Vermutung nahe, dass Betroffene auch nach Heilung der akuten Krankheit mit physischen und psychischen Beeinträchtigungen rechnen müssen.

21.1.2021 • 18:03 Uhr

Nordirland verlängert Corona-Lockdown

Die britische Provinz Nordirland verlängert den Lockdown wegen der Corona-Pandemie bis zum 5. März. Das entschied die Regionalregierung in Belfast am Donnerstag. "Wir haben Fortschritte gemacht, aber unser Krieg und Kampf gegen Covid ist noch nicht gewonnen", sagte Regierungschefin Arlene Foster. Die hart erkämpften Gewinne dürften nicht durch voreilige Lockerungen riskiert werden. Zu den Maßnahmen gehören die Schließung von Schulen und nicht lebensnotwendigen Geschäften sowie weitreichende Ausgangs- und Reisebeschränkungen. Die Restriktionen sollen am 18. Februar überprüft werden. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass sie sogar bis Ostern in Kraft bleiben, wie die Zeitung "Belfast Telegraph" berichtete.

21.1.2021 • 17:57 Uhr

Spanische Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Fehlverhalten in Pflegeheimen

Die spanische Staatsanwaltschaft ermittelt in mehr als 200 Fällen von mutmaßlichem kriminellen Fehlverhalten in Pflegeheimen während der Corona-Pandemie. Fast die Hälfte davon befassten sich mit Todschlag durch Vernachlässigung der Sorgfaltspflicht, teilt die Behörde mit. Während der ersten Welle von März bis Mai 2020 starben in spanischen Pflegeheimen nach offiziellen Angaben fast 43.000 Menschen.

21.1.2021 • 17:43 Uhr

Weitere Nachweise der Corona-Varianten in Deutschland

Im Zuge der verstärkten Suche nach den neuen Coronavirus-Varianten hat es in Deutschland weitere Treffer gegeben. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat bislang 28 Nachweise der Variante B.1.1.7 aus sieben Bundesländern gemeldet bekommen, wie eine Sprecherin mitteilte. Die Variante war erstmals in Großbritannien aufgetaucht und gilt als besonders infektiös. Für die Variante, die sich zunächst in Südafrika stark verbreitete, waren dem RKI insgesamt 17 Fälle aus Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Sachsen bekannt.

21.1.2021 • 17:35 Uhr

Medizinermangel: Polen lässt Ärzte aus Belarus und der Ukraine zu

In der Corona-Pandemie zeigt Polens Werben um Ärzte aus den östlichen Nachbarländern erste Erfolge. Gesundheitsminister Adam Niedzielski überreichte fünf Ärzten aus Belarus und der Ukraine die Berufserlaubnis auf der Basis einer vereinfachten Gesetzgebung. Bislang seien die Hürden für die Anerkennung der fachlichen Qualifikation von Ärzten aus dem Nicht-EU-Ausland sehr hoch gewesen, sagte Niedzielski. Die neue Gesetzgebung solle die Zulassung von Medizinern aus diesen Ländern schneller und einfacher machen. Mehrere Dutzend Anträge ausländischer Ärzte, hauptsächlich aus Belarus und der Ukraine, seien in seinem Ministerium bereits in Bearbeitung, sagte Niedzielski. Die Zulassung im Schnelldurchgang gilt für eine Zeit von fünf Jahren. Dem OECD-Report "Health at a Glance 2020" zufolge kamen in Polen im Jahr 2017 auf 100.000 Einwohner 238 Ärzte: so wenig wie in keinem anderen EU-Land.

21.1.2021 • 17:32 Uhr

Bulgarien öffnet Mittelschulen und Gymnasien - Gastronomie bleibt zu

In Bulgarien werden Mittelschulen und Gymnasien wegen eines Rückgangs der Corona-Fallzahlen von 4. Februar an wieder für den Präsenzunterricht geöffnet. Wie Regierungschef Boiko Borissow weiter erläuterte, verzichtet seine Regierung allerdings wegen einer womöglich ansteckenderen Virus-Mutation vorerst auf eine Wiederöffnung von Restaurants und Cafés. "Das Risiko bei einer Öffnung der Gastronomie ist nun enorm", sagte Borissow. Nach einer Lockerung des Ende November verhängten Teil-Lockdowns dürfen seit dem 22. Dezember nur Restaurants in Hotels für Hotelgäste betrieben werden. Auch mussten in Bulgarien Geschäfte in Einkaufszentren schließen, die keine Waren für den Grundbedarf verkaufen.

21.1.2021 • 17:27 Uhr

Protest in Schwarz: Friseure und Kosmetiker fordern Hilfen

Mit einem stillen Protest haben schwarz gekleidete Friseure, Kosmetikerinnen und Kunden in Dresden auf die prekäre Lage durch die Corona-Pandemie aufmerksam gemacht. Es gehe darum, auf die schwierige Lage der Friseure hinzuweisen, deren Situation mittlerweile teilweise dramatisch sei. "Wir fordern, dass die versprochene Hilfe ganz schnell an die Unternehmen ausgezahlt wird, deren Liquidität leidet", sagte die Geschäftsführerin der Friseurinnung Dresden, Beatrice Kade-Günther. Sie sprach von einer "katastrophalen Situation". Nach ihren Angaben haben viele der über Wochen geschlossenen Betriebe bisher keine oder nur einen Bruchteil der zugesagten wirtschaftlichen Hilfsgelder bekommen.

Teilnehmerinnen einer Protestaktion der Friseur- und Kosmetikinnung in Dresden haltenZettel mit Totenkreuzen und der Aufschrift "Kosmetik seit November 2020". | dpa

Stiller Protest in Schwarz: "Es gibt Unternehmer, die schon Hartz IV beantragen mussten", sagt Beatrice Kade-Günther. Bild: dpa

21.1.2021 • 17:16 Uhr

Libanon verlängert Corona-Ausgangssperre

Wegen weiter hoher Corona-Infektionszahlen hat die libanesische Regierung die vollständige Ausgangssperre um zwei Wochen verlängert. Sie soll nun bis zum 8. Februar gelten, wie die staatliche Nachrichtenagentur NNA meldete. In dieser Zeit sind fast alle Geschäfte geschlossen. Auch Supermärkte dürfen nur Bringdienste anbieten. Einreisende aus dem Ausland müssen in Quarantäne. Einige Klinken des Landes waren zuletzt gezwungen, Corona-Patienten abzulehnen, weil sie überlastet sind. Denn die Zahl der täglichen Neuansteckungen hatte in dem Land mit rund sechs Millionen Einwohnern in den vergangenen Tagen bei mehr als 4000 gelegen.

21.1.2021 • 17:14 Uhr

KLM kündigt weitere Stellenstreichungen an

Die niederländische Fluggesellschaft KLM will angesichts heftiger Einbußen in der Corona-Pandemie noch mehr Arbeitsplätze abbauen als bislang angekündigt. Wie das Unternehmen mitteilte, sollen zwischen 800 und 1000 weitere Stellen wegfallen. Bereits im vergangenen Juli hatte KLM mitgeteilt, dass 5000 Arbeitsplätze gestrichen werden. Die Erholung von den Auswirkungen der Pandemie dauere "erheblich länger als erwartet", erklärte KLM. Bei der Airline haben sich in der Pandemie trotz eines 3,4 Milliarden Euro schweren Rettungspaketes der niederländischen Regierung hohe Verluste aufgetürmt.

21.1.2021 • 17:11 Uhr

Mehr als 5 Millionen Impfdosen in Großbritannien verabreicht

Im Kampf gegen das Coronavirus sind in Großbritannien nach Angaben von Premierminister Boris Johnson bisher mehr als fünf Millionen Impfdosen verabreicht worden. "Stich für Stich schützen wir die Verletzlichsten und kommen dem Sieg über das Virus näher", twitterte Johnson. Gesundheitsminister Matt Hancock sagte, das Pflegepersonal impfe 200 Menschen in der Minute. Die Regierung hatte zuvor angekündigt, bis Mitte Februar die am meisten gefährdeten Menschen wie über 70-Jährige, Pflegeheimbewohner und medizinisches Personal zu impfen, insgesamt etwa 15 Millionen Menschen.

21.1.2021 • 17:09 Uhr

Königreich Bhutan wartet auf glückbringendes Datum für Impfstart

Das Himalaya-Königreich Bhutan will erst mit seiner Corona-Impfkampagne beginnen, wenn es genügend Impfstoff für seine Einwohner hat. Die Impfungen sollen zudem an einem glücksbringenden Datum beginnen, heißt es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums des Landes. Der Zeitraum zwischen dem 14. Februar und dem 13. März sei etwa nicht glücksbringend, man wolle abwarten. Bhutans Bevölkerung - mit Ausnahme etwa von Kindern und Jugendlichen, Schwangeren oder Stillenden - soll laut Gesundheitsministerium dann binnen einer Woche geimpft werden. Währenddessen soll der Personenverkehr im Land gestoppt werden.

21.1.2021 • 17:04 Uhr

Frankreich will Eurostar unterstützen

Frankreich hat Unterstützung für den Zugbetreiber Eurostar signalisiert, der wegen der Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geraten war. Der Eurostar-Schnellzug verbindet London mit dem Kontinent. "Wir arbeiten in Verbindung mit den Engländern an Hilfsmechanismen(...)", sagte der Beigeordnete Minister für Verkehr, Jean-Baptiste Djebbari, in einem Ausschuss der französischen Nationalversammlung in Paris. "Das Verkehrsaufkommen ist heute recht schwach", bilanzierte er.

Die Nationalversammlung ist das Unterhaus des französischen Parlaments. Paris ist bei der Rettung besonders gefordert. Eurostar gehört zu 55 Prozent dem staatlichen französischen Bahnkonzern SNCF. Die britische Regierung hatte ihre Anteile 2015 an private Unternehmen verkauft.

Die Eurostar-Betreibergesellschaft kämpft nach eigenen Angaben ums Überleben, seit der Betrieb in der Pandemie deutlich eingeschränkt wurde. Die Fahrgastzahlen brachen um 95 Prozent ein. Statt täglich 50 Zugverbindungen fährt inzwischen nur noch ein Zug pro Tag in jede Richtung auf den Strecken zwischen London und Paris sowie zwischen London und Amsterdam via Brüssel.

21.1.2021 • 16:52 Uhr

Weniger Infektionskrankheiten in Schleswig-Holstein

Durch die Hygienemaßnahmen während der Corona-Pandemie sind die Infektionskrankheiten in Schleswig-Holstein deutlich zurückgegangen. Insgesamt seien 39,1 Prozent weniger Infektionen gemeldet worden, teilte die DAK mit Hinweis auf Zahlen des Robert-Koch-Instituts mit. Damit liege das nördlichste Bundesland deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von 29,7 Prozent.

So ging die Zahl der Norovirus-Infektionen um 60,7 Prozent zurück. Aber auch sogenannte Kinderkrankheiten kamen laut DAK weniger oft vor: Windpocken gingen um mehr als ein Drittel zurück, Erkrankungen durch Rota-Viren sogar um 77 Prozent. Bei der Reisekrankheit Denguefieber sanken die Fallzahlen von 26 auf vier.

21.1.2021 • 16:44 Uhr

Umsatz von Trumps Unternehmen eingebrochen

Das Firmen- und Immobilien-Imperium des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump hat im vergangenen Jahr stark gelitten. Die Corona-Krise ließ die Umsätze der meisten seiner Hotels und Golfanlagen kräftig einbrechen. Das geht aus Finanzdokumenten hervor, die von der Ethikbehörde der US-Regierung in Washington veröffentlicht wurden. Laut einer Auswertung der "New York Times" wurden die Einnahmen der Trump Organization mit mindestens 278 Millionen Dollar angegeben, das wäre ein Rückgang um fast 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Ein Schild weist auf die Trump National Doral Hotelanlage mit Golfplatz hin. | AFP

Trump-Imperium mit Umsatz-Minus: Nach Recherchen der "New York Times" erwirtschafte die "Trump Organization" im vergangen Jahr 38 Prozent weniger. Bild: AFP

Aufgrund gesetzlicher Vorschriften sei nur ein eingeschränkter Betrieb möglich gewesen, sagte Trumps Sohn Eric, der die Geschäfte führt, der Zeitung. Trumps Golfclub Doral bei Miami etwa erlitt Umsatzeinbußen von über 40 Prozent auf 44,2 Millionen Dollar. Das Trump International Hotel nahe des White House in Washington und Trumps Golfclub in Schottland mussten noch deutlich stärkere Rückgänge verkraften. Eine positive Ausnahme war das Mar-a-Lago Resort in Florida, wo die Erlöse um 13 Prozent stiegen.

21.1.2021 • 16:30 Uhr

Europäische Impfstrategie und mögliche Grenzschließungen

Am Abend wollen die Staats- und Regierungschefs per Videokonferenz beraten, wie die übergreifende europäische Impfstrategie aussehen soll. Angesichts der Virus-Mutationen seien schnellere Impfungen absolut vorrangig, mahnt EU-Ratspräsident Michel.

ARD-Korrespondent Michael Grytz über die Diskussion von Reiseverboten, Grenzschließungen und eine europäische Impfstrategie:

21.1.2021 • 16:25 Uhr

Lufthansa-Chef: Brauchen die Staatshilfe vielleicht nicht komplett

Die Lufthansa braucht im Kampf gegen die Corona-Krise Vorstandschef Carsten Spohr zufolge die Staatshilfe in Höhe von neun Milliarden Euro womöglich nicht vollständig. Bisher seien erst drei Milliarden abgerufen worden. Es könne sein, dass die Lufthansa die Summe nicht ganz brauche, sagte er bei einer Online-Veranstaltung mit der europäischen Flugsicherungsbehörde Eurocontol.

Der Airline-Konzern musste im vergangenen Jahr mit Krediten und Kapitalspritzen von Deutschland, Österreich, Belgien und der Schweiz vor einer Insolvenz bewahrt werden, weil der Luftverkehr in der Corona-Krise weitgehend einbrach. Zum Höhepunkt der Krise flossen bei der Lufthansa im Frühjahr 2020 eine Million Euro pro Stunde ab.

Carsten Spohr | dpa

Schwierige Zeiten für die Luftfahrtbranche während der Corona-Pandemie: kaum Passagiere, viele Reisebeschränkungen. Die Lufthansa verliere etwa eine Million Euro alle zwei Stunden, sagt Konzernchef Carsten Spohr. Bild: dpa

21.1.2021 • 16:20 Uhr

Portugal schließt Schulen und Universitäten

In Portugal ordnet die Regierung die Schließung von Schulen und Universitäten für mindestens 15 Tage an. Angesichts der neuen Virus-Variante und der rasanten Übertragung müsse man Vorsicht walten lassen, sagte Ministerpräsident Antonio Costa. Er bezieht sich dabei auf die Virus-Mutation, die erstmals in England entdeckt wurde und die sich inzwischen in vielen anderen Staaten ausbreitet, darunter auch in Portugal. Das Land hat allein am Donnerstag 221 weitere Corona-Todesfälle gemeldet, so viele wie nie zuvor innerhalb von einem Tag.

21.1.2021 • 15:49 Uhr

Caritas meldet hohe Impfbereitschaft unter Pflegeheimbewohnern

Der Deutsche Caritasverband hat eine erste positive Bilanz des Impfbeginns in den eigenen Pflegeinrichtungen gezogen. Vielerorts stehe bereits die zweite Impfung gegen das Coronavirus unmittelbar bevor, erklärte der Verband Berlin. Die Impfquoten bei den alten Menschen seien hoch. Der Verband beziffert sie auf 70 bis 100 Prozent. "Die Menschen, die in den Einrichtungen leben, haben sehnsüchtig auf den Impfstoff gewartet", sagte Elisabeth Fix, die Referentin für Alten- und Gesundheitspolitik des Verbandes. Die Caritas trat auch Behauptungen entgegen, wonach die Impfbereitschaft beim Personal in Altenheimen unterdurchschnittlich sei. Es könne keine Rede von einer verbreiteten Impfskepsis in der Pflege sein, hieß es.

21.1.2021 • 15:26 Uhr

Gefundene Virus-Variante in Garmisch-Patenkirchen ist bereits bekannt

Bei der nach einem Corona-Ausbruch im Klinikum Garmisch-Patenkirchen gefundenen Virus-Variante handelt es sich um keine gänzlich neue. Vielmehr handele sich um eine bereits zuvor identifizierte Variante, teilte das Klinikum mit. Das habe eine Untersuchung der Charite in Berlin ergeben. Die Variante sei bereits zuvor in 102 Patientenproben weltweit festgestellt worden - erstmals Ende März 2020. Dem Bericht der Charite zufolge gibt es bisher keinen Hinweis auf einen veränderten Phänotyp, es seien also keine Auswirkungen der Mutation auf Eigenschaften des Virus bekannt. Das Klinikum hatte bereits zur Entwarnung gegeben, dass es sich nicht um eine der ansteckenderen britischen, südafrikanischen oder brasilianischen Varianten handelt, ihr Ursprung sei aber noch nicht bekannt.

21.1.2021 • 15:22 Uhr

Giffey verlangt bundeseinheitliches Vorgehen bei Schulen und Kitas

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat an die Bundesländer appelliert, bei der verabredeten Schließung von Kitas und Schulen zu bleiben. "Wir werden dieses Infektionsgeschehen nicht in den Griff bekommen, wenn wir uns jetzt nicht über diese drei Wochen verständigen", sagte Giffey nach Beratungen des Corona-Kita-Rates in Berlin. Es müsse hier ein einheitliches Vorgehen der Bundesländer geben. "Davon hängt ab, ob wir alle miteinander in eine echte Öffnungsperspektive kommen." Die Ministerin verwies auf den Beschluss der Bund-Länder-Runde, die sich zuvor auf eine Fortsetzung der weitgehenden Schließungen von Kitas und Schulen bis 14. Februar verständigt hatte.

21.1.2021 • 15:19 Uhr

Frankreich: Macron verspricht Studierenden in Coronakrise Unterstützung

Nach Protesten wegen der Corona-Situation geht Frankreichs Präsident Emmanuel Macron einen Schritt auf Studierende zu. Sie sollen künftig Zugang zu zwei Mahlzeiten pro Tag zum Preis von jeweils einem Euro haben, versicherte Macron in einem Gespräch mit Studierenden an der Universität Paris-Saclay. Außerdem sollen sie die Möglichkeit haben, an einem Tag in der Woche zum Präsenzunterricht an der Universität zurückzukehren, sofern sie das möchten. Zuvor waren zahlreiche junge Menschen im ganzen Land auf die Straße gegangen. Die Studentinnen und Studenten fordern unter anderem die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts. Viele fühlen sich ungerecht behandelt, weil es - anders als an Schulen - an Frankreichs Universitäten aktuell größtenteils keinen Präsenzunterricht gibt. Geklagt wird auch über psychische und finanzielle Probleme - vor allem, weil viele Studentenjobs derzeit wegfallen.

Studenten im französischen Rennes demontratieren für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts an Universitäten mit einem "Wir sind nicht zufrieden"-Schild. | AFP

"Wir sind nicht zufrieden": Studierende im französischen Rennes demonstrieren für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts an Universitäten. Bild: AFP

21.1.2021 • 15:09 Uhr

Bund sucht Freiwillige für Schnelltests in Altenheimen

Das Bundeskanzleramt hat seine Vorbereitungen zur Rekrutierung Tausender freiwilliger Helfer für die Abnahme von Corona-Schnelltests in den Alten- und Pflegeheimen weiter vorangebracht. Die Helfer sollen pro Stunde eine Vergütung von 20 Euro erhalten, sagte eine Regierungssprecherin der "Rheinischen Post". "Die Bundesagentur für Arbeit wird eine Webseite und eine Hotline schalten, über die sich Interessierte melden können", sagte sie. "Für diese Aufgabe kommen Personen in Betracht, die gewissenhaft arbeiten, über gute Kommunikationsfähigkeiten und ein gutes Einfühlungsvermögen verfügen", sagte die Sprecherin.

21.1.2021 • 14:47 Uhr

Merkel: Grenzkontrollen als letztes Mittel

Bundeskanzlerin Angela Merkel möchte neuerliche Grenzkontrollen in der Corona-Pandemie möglichst verhindern, schließt sie aber weiter nicht aus. Deutschland suche einen "kooperativen Einsatz", schließe Kontrollen als "Ultima ratio" aber nicht aus, sagte Merkel vor den Beratungen der europäischen Staats- und Regierungschefs. Lange Staus an den Grenzen wie bei ersten Schließungen im Frühjahr werde es nicht geben, versicherte sie. "Der freie Warenverkehr steht jetzt hier überhaupt nicht zur Debatte". Es gehe vielmehr um die Frage, was in Grenzregionen mit vielen Pendlern geschehe.

Deutschland werde dazu beitragen, dass Pendler getestet werden könnten. Dazu sei man auch im Gespräch mit den Herkunftsländern. Sie verlange als Kanzlerin von den Bürgerinnen und Bürgern im Land eine Menge, sagte Merkel: "geschlossene Schulen, geschlossene Geschäfte, geschlossene Restaurants, keine Kunstveranstaltungen". Da könne sie nicht sehenden Auges zusehen, wenn woanders weniger strikt agiert werde und die Menschen zum Kaffeetrinken über die Grenzen führen.

21.1.2021 • 14:25 Uhr

Glastonbury-Musikfestival erneut abgesagt

Wegen der Corona-Pandemie findet das legendäre Glastonbury-Festival in Großbritannien auch 2021 nicht statt. "Obwohl wir Himmel und Erde in Bewegung versetzt haben, ist klar geworden, dass wir das Festival dieses Jahr nicht ermöglichen können", teilten die Veranstalter mit. Eigentlich sollte bereits vom 24. bis 28. Juni 2020 das 50. Jubiläum des Festivals in der englischen Grafschaft Somerset gefeiert werden. Erwartet wurden Stars wie Ex-Beatle Paul McCartney, Taylor Swift, Diana Ross und US-Rapper Kendrick Lamar. Die Veranstalter rechneten mit 200.000 Besuchern. Nun hoffen sie auf 2022.

Besucher des Glastonbury Festival 2019 während eines Auftritts der Sängerin Kylie Minougue im Jahr 2019. | REUTERS

Szenen aus anderen Zeiten: Auf dem Glastonbury Festival 2019 feierten Fans den Auftritt der Sängerin Kylie Minougue. Bild: REUTERS

21.1.2021 • 13:46 Uhr

Ungarn erteilt russischem Impfstoff Notzulassung

Die ungarische Arzneimittelbehörde (OGyEI) hat dem russischen Corona-Impfstoff Sputnik V eine Notzulassung für den Gebrauch in Ungarn erteilt. Die Erlaubnis gelte sechs Monate und könne danach um weitere sechs Monate verlängert werden, berichtete das Nachrichtenportal "portfolio.hu" unter Berufung auf die Behörde. Nach Angaben des ungarischen Staatsfernsehsenders MTV muss noch das Zentrum für Nationale Volksgesundheit (NNK) seine Zustimmung erteilen, damit Sputnik V in Ungarn verabreicht werden kann. 

Ungarns rechtsnationaler Ministerpräsident Viktor Orban hatte zuletzt beklagt, dass sein Land zu wenig Impfstoff von der EU erhalten würde. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat bislang zwei Impfstoffe westlicher Produzenten - den von Biontech-Pfizer und den von Moderna - für den Gebrauch in der EU zugelassen. Ungarn hat bisher 140.000 Impfungen verabreicht. Das Land hat knapp zehn Millionen Einwohner.

21.1.2021 • 13:41 Uhr

China will eine halbe Million Impfdosen an Pakistan spenden

China will seinem Nachbarland und Wirtschaftspartner Pakistan eine halbe Million Impfdosen gegen das Coronavirus spenden. Dies teilte Pakistans Außenminister Shah Mehmood Qureshi nach einem Telefonat mit seinem Amtskollegen Wang Yi mit. Die Impfdosen des chinesischen Unternehmens Sinopharm sollen demnach noch im Januar eingeflogen werden. Pakistan hatte bereits den Kauf von mehr als einer Million Impfdosen von Sinopharm geplant.

Das Land hatte in den vergangenen Tagen im Kampf gegen die Corona-Pandemie Notfallzulassungen für zwei Impfstoffe erteilt. Sinopharm und AstraZeneca, das einen Impfstoff gemeinsam mit der Universität Oxford entwickelt hat, erhielten jeweils eine Zulassung für das südasiatische Land mit mehr als 200 Millionen Einwohnern. In der EU sind beide Vakzine nicht zugelassen. Mitarbeiter im Gesundheitswesen, ältere Bürger und Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Herzkrankheiten sollen in Pakistan als erste die Impfung gratis bekommen.

21.1.2021 • 13:28 Uhr

Indien überlässt Nepal eine Million Corona-Impfdosen

Indien liefert seinem Nachbarland Nepal eine Million Impfdosen gegen das Coronavirus. Der nepalesische Gesundheitsminister Hridayesh Tripathi erklärte, das vom Serum Institute of India unter Lizenz hergestellte Vakzin von Astrazeneca und der Universität Oxford werde Mitarbeitern des Gesundheitswesens und Angehörigen von anderen exponierten Berufsgruppen innerhalb von spätestens zehn Tagen verabreicht. Nepal sei zudem am Kauf von vier Millionen weiteren Dosen interessiert, erklärte der Minister und bat die indische Regierung um Hilfe.

Indien äußerte sich dazu zunächst nicht. In der vergangenen Woche war Nepals Außenminister Pradeep Gyawali nach Indien geflogen, um dort eine formelle Anfrage für das Vakzin zu hinterlegen. Indien hatte in dieser Woche mit Impfstoff-Lieferungen an Nachbarstaaten begonnen. Beobachter erwarten, dass das Geschenk wieder zu einer Annäherung der beiden Länder führen könnte. Indien wirft Nepal eine zu große Nähe zu China vor.

21.1.2021 • 13:25 Uhr

Frankreich verlängert Gesundheitsnotstand bis 1. Juni

Der Gesundheitsnotstand in Frankreich soll bis zum 1. Juni verlängert werden: Die französische Nationalversammlung billigte am Mittwochabend fortgesetzte Sondervollmachten für die Regierung in der Corona-Pandemie. Auf ihnen fußen die derzeit gültigen Schutzmaßnahmen wie die landesweite nächtliche Ausgangssperre ab 18 Uhr und die fortgesetzte Schließung aller Skilifte in den Alpen und den Pyrenäen.

Die Nationalversammlung billigte die Gesetzesvorlage mit der Regierungsmehrheit von 113 zu 43 Stimmen. Gesundheitsminister Olivier Véran nannte den Notstand ein wichtiges "Werkzeug zur Bekämpfung des Virus". Abgeordnete der Konservativen und aus dem linken Lager kritisierten, die Demokratie nehme durch die Einschränkung der Freiheitsrechte Schaden. Die Vorlage geht nun in den Senat. Das Parlament soll die Verlängerung des Gesundheitsnotstands am 16. Februar besiegeln

21.1.2021 • 13:11 Uhr

Ausgangsbeschränkungen: Deutsche weniger mobil

Die Deutschen sind in der ersten Januarhälfte deutlich weniger unterwegs gewesen. In der ersten Woche des Jahres sank die Mobilität um 19,7 Prozent im Vergleich zur Mobilität im Januar des Vorjahres 2019, wie eine vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte Sonderauswertung von Mobilfunkdaten zeigt. In der zweiten Kalenderwoche fiel der Rückgang mit 14,3 Prozent etwas schwächer aus.

Vor allem gab es auffallend weniger Reisen über längere Distanzen als vor der Pandemie. In der ersten Januarwoche wurden 37 Prozent weniger Reisen mit einer Distanz von mehr als 30 Kilometern unternommen als im Januar 2019. In der zweiten Kalenderwochen lag der Rückgang bei 34 Prozent, wobei es keine wesentlichen Unterschiede zwischen Kreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz ab 200 und solchen mit einem niedrigeren Wert gab.

Bayern:  Eine Frau mit Maske sitzt an einer Trambahn-Haltestelle in München. | dpa

Das Statistische Bundesamt und das RKI untersuchen die Mobilitätsveränderungen während der Pandemie, um nachzuverfolgen, wie sich die Corona-Beschränkungen auswirken. Bild: dpa

Auch nachts waren nur wenige Menschen unterwegs - nächtliche Bewegungen machten nur knapp sieben Prozent der Gesamtmobilität aus. In Bayern und Baden-Württemberg, wo sei Wochen nächtliche Ausgangssperren gelten, sankt die Zahl der nächtlichen Bewegungen um knapp die Hälfte. Tagsüber sank die Mobilität am stärksten in Berlin und Hamburg, wo jeweils etwa ein Viertel weniger Bewegungen zwischen 6 Uhr und 22 Uhr registriert wurden.

21.1.2021 • 12:40 Uhr

Studie: Corona-Fallzahlen in England sinken trotz Lockdowns nicht

Trotz des Lockdowns in Großbritannien nimmt die Zahl der Corona-Infektionen einer neuen Studie zufolge nicht ab, sondern hat zuletzt sogar noch zugelegt. Demnach wurde im größten Landesteil England zwischen dem 6. und 15. Januar jeder 63. Mensch positiv getestet, wie die Forscher des Imperial College London mitteilten. Das waren 50 Prozent mehr als Anfang Dezember.

Die Wissenschaftler werteten nach eigenen Angaben Abstriche von etwa 143.000 Menschen aus. "Während der ersten zehn Tage des dritten Covid-Lockdowns in England im Januar 2021 war die Verbreitung von Sars-CoV-2 ohne Anzeichen eines Rückgangs sehr hoch", betonten die Forscher. Der Infektiologe Steven Riley sagte dem Sender Sky News zufolge, der Lockdown mit weitreichenden Ausgangs- und Reisebeschränkungen sei offenbar nicht so wirkungsvoll wie noch im Frühjahr 2020. Die Ergebnisse zeigten zudem, dass die in Großbritannien entdeckte Virus-Variante schneller übertragen werde.

21.1.2021 • 12:30 Uhr

IOC-Chef Bach: "Keinen Plan B" für Olympische Spiele in Tokio

IOC-Chef Thomas Bach sieht trotz des Corona-Notstands in Japan keinen Grund für eine Absage der Sommerspiele in Tokio in diesem Jahr. "Wir haben zurzeit überhaupt keinen Grund zu glauben, dass die Olympischen Spiele in Tokio nicht am 23. Juli im Olympiastadion von Tokio eröffnet werden", sagte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo. Bach bekräftigte, es gebe "keinen Plan B" für die Austragung der Spiele. "Wir wollen diese Spiele sicher und erfolgreich machen", sagte der 67-Jährige.

Eine Frau mit Mund-Nasen-Schutz geht an den Olympischen Ringen vor dem Nationalstadion von Tokio vorbei. | dpa

Die Zweifel an den Olympischen Spielen in Tokio halten sich angesichts der Corona-Pandemie hartnäckig. IOC-Präsident Thomas Bach aber schließt eine Absage der Sommerspiele unbeirrt aus: "Wir haben zurzeit überhaupt keinen Grund zu glauben, dass die Olympischen Spiele in Tokio nicht am 23. Juli im Olympiastadion von Tokio eröffnet werden." Bild: dpa

21.1.2021 • 12:08 Uhr

3,5 Milliarden Euro als November- und Dezember-Hilfen ausbezahlt

Laut Bundeswirtschaftsministerium wurden für die November- und Dezember-Hilfen zusammen 3,1 Milliarden Euro an Selbstständige und Unternehmen als erste Abschlagszahlungen geleistet. Hinzu kämen 421 Millionen Euro von den Ländern aus den endgültigen Bescheiden. Zwangsweise geschlossene Betriebe können sich für die beiden letzten Monate 2020 einen Großteil ihrer Umsatzausfälle ersetzen lassen.

21.1.2021 • 12:06 Uhr

Merkel: Wiederöffnung von Schulen und Kitas hat Vorrang

Bundeskanzlerin Angela Merkel hält es für richtig, eine Strategie für die Zeit nach dem Lockdown parat zu haben. Es sei aber jetzt schon klar, dass am 15. Februar nicht alles wieder geöffnet werden könne, sagte die Kanzlerin in der Bundespressekonferenz. Priorität hätten für sie Kitas und Schulen, "aus praktischen Gründen" kämen danach vielleicht die Frisöre und der Einzelhandel. Wichtig sei aber, nicht zu schnell zu agieren, sonst sei man "ganz schnell wieder im exponentiellen Wachstum", so die Kanzlerin.

21.1.2021 • 11:59 Uhr

Feuer beim weltgrößten Impfstoffproduzenten in Indien

In der Fabrik des weltgrößten Impfstoff-Herstellers, des Serum Institute in Indien, ist ein Brand ausgebrochen. Fernsehbilder zeigten am Donnerstag dichte Rauchwolken über dem Werk im westindischen Pune aufsteigen. Die Produktion von Coronaimpfstoff sei nicht betroffen, sagte ein Sprecher des Instituts. Das Werk produziert den Impfstoff "Covishield" des Unternehmens AstraZeneca. Nach Werksangaben brach der Brand jedoch in einem noch im Bau befindlichen Fabrikgebäude aus.

Ein Brand im Gebäude des weltweit größten Impfstoff-Herstellers Serum Institute in Indien. | AFP

Brand beim weltweit größten Impfstoffhersteller in Indien: Das Serum Institute stellt auch das Corona-Vakzin des schwedisch-britischen Pharmaunternehmens AstraZeneca her. Bild: AFP

21.1.2021 • 11:52 Uhr

Todesrate in Afrika nun höher als weltweite Rate

In Afrika ist die Todesrate im Zusammenhang mit dem Coronavirus mit 2,5 Prozent inzwischen höher als die weltweite Rate von 2,2 Prozent. Dies sei sehr besorgniserregend, sagt der Leiter afrikanische Seuchenbehörde CDC, John Nkengasong. Immer mehr afrikanische Staaten verzeichneten eine überdurchschnittliche Todesrate. Derzeit liege sie in 21 Ländern bei über drei Prozent, darunter Ägypten, die Demokratische Republik Kongo und der Sudan. Die Zahl der Infektionen auf dem Kontinent liege bei 3,3 Millionen, 81.000 Menschen seien gestorben. In der vergangenen Woche seien 207.000 Neuinfektionen registriert worden, rund die Hälfte davon allein in Südafrika.

21.1.2021 • 11:30 Uhr

Sachsen meldet Höchstwert bei monatlichen Todesfällen

Mit der Corona-Pandemie hat Sachsen eine Rekordzahl an Todesfällen binnen eines Monats verzeichnet. Fast 9700 Menschen seien im Dezember in dem Bundesland gestorben, teilte das Statistische Landesamt mit. Das seien so viele wie noch nie in einem Monat in den vergangenen 40 Jahren und fast doppelt so viele wie im Dezember 2019. Monatsdaten zu Sterbefällen liegen in Sachsen seit 1980 elektronisch vor.

Sachsen gehört zu den am stärksten von der Pandemie betroffenen Ländern in Deutschland. Inwieweit andere Faktoren zu dem Höchstwert beigetragen haben, konnten die Fachleute noch nicht sagen. Die abschließende Statistik zu den Todesursachen liege voraussichtlich im Sommer vor, hieß es.

Insgesamt starben den Angaben nach 2020 fast 61.800 Menschen in Sachsen (2019: knapp 55.000), im Schnitt 169 pro Tag (2019: 151). Vier von fünf Verstorbenen seien 75 Jahre und älter gewesen.

21.1.2021 • 11:26 Uhr

Merkel warnt vor Virus-Mutation

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht vor der Bundespressekonferenz in Berlin von einem "gespaltenen Bild" der Pandemie in Deutschland. "Wir befinden uns in einer sehr schwierigen Phase." Die Zahl der Neuinfektionen und auch die der Intensivpatienten gehe zurück, "das ist eine gute Nachricht". Die harten Einschnitte der vergangenen Monate zeigten Wirkung. Aber die Gefahr der mutierten Viren müsse man "sehr ernst nehmen", sagt Merkel. Es gehe jetzt um Vorbeugung.

21.1.2021 • 11:23 Uhr

Experten fordern erneuten Lockdown in Frankreich

Frankreich steuert nach Ansicht von Wissenschaftlern auf einen weiteren Lockdown zu. Je früher die Entscheidung zu Ausgangsbeschränkungen getroffen werde, desto mehr wirke sich das auf den Verlauf der Covid-19-Epidemie aus, sagte Renaud Piarroux, Forscher am Pariser Institut Pierre Louis, dem Sender Franceinfo. "Früher, effektiver, kürzer", forderte er. Frankreich stehe nicht vor einem Rückgang oder einer Stabilisierung, sondern vor einem Anstieg der Fallzahlen. Besondere Gefahr gehe von der britischen Virus-Variante aus, die bis März dominierend sein könnte.

Die Infektiologin Odile Launay geht ebenfalls davon aus, dass bei einem weiteren Anstieg der Fallzahlen und Krankenhauseinweisungen erneute Ausgangsbeschränkungen notwendig seien. Sie schlug im Sender BFM TV Beschränkungen vor allem für die Gefährdetsten vor, während diese auf ihre Impfung warteten. "Das würde ein gewisses wirtschaftliches Leben erlauben", sagte Launay. Es würde sich dann um einen relativ kurzen Zeitraum von Beschränkungen handeln, da die Älteren und andere Risikogruppen auch als erstes geimpft würden.

21.1.2021 • 11:17 Uhr

Bremsen Patente die Impfstoffproduktion?

Inzwischen stehen mehrere Corona-Impfstoffe zur Verfügung, aber sie reichen längst noch nicht für alle. Experten und Regierungen fordern deshalb, Patente auszusetzen. Doch die Pharmaindustrie wehrt sich.

21.1.2021 • 11:12 Uhr

53 Infektionen bei Massentest in St. Moritz entdeckt

Bei einem Massentest im Schweizer Urlaubsort St. Moritz sind 53 Corona-Infektionen entdeckt worden, wie die Behörden mitteilen. 31 davon gingen auf eine ansteckendere Virus-Mutation zurück. Zwei Luxushotels, das Badrutt's Palace Hotel und das Grand Hotel des Bains Kempinski, waren unter Quarantäne gestellt worden, 3200 Personen wurden diese Woche getestet.

Die 31 Infektionen mit der Virus-Variante seien bei dem Personal der Hotels festgestellt worden. "Es gab keine Übertragung an Hotelgäste", erklärten die Behörden. Der Ort mit 5200 Einwohnern hat aus Angst vor einer schnellen Ausbreitung der ansteckenderen Varianten Schulen und Ski-Schulen geschlossen, in der Öffentlichkeit müssen Masken getragen werden.

Zwei Polizisten stehen vor dem Hotel Kempenski im Schweizer Skiort St. Moritz und kontrollen die Corona-Quarantäne. | GIANCARLO CATTANEO/EPA-EFE/Shutt

Virus-Ausbruch im Skiort St. Moritz: Das Hotel Kempenski steht unter Quarantäne. Bild: GIANCARLO CATTANEO/EPA-EFE/Shutt

21.1.2021 • 10:46 Uhr

USA treten WHO-Initiative zur Impfstoffverteilung bei

Die neue US-Regierung will sich nach Angaben ihres medizinischen Chefberaters Anthony Fauci an dem Covax-Programm beteiligen, das einen weltweit gleichmäßigen und gerechten Zugang zu Corona-Impfstoffen garantieren soll. Präsident Joe Biden werde dazu noch im Laufe des Tages einen entsprechenden Erlass unterzeichnen, teilt Fauci der Weltgesundheitsorganisation WHO mit.

Fauci betonte zugleich, dass die USA ein Mitglied der WHO bleiben würden. Biden hatte als eine seiner ersten Amtshandlungen am Mittwoch den von seinem Vorgänger Donald Trump veranlassten Rückzug der USA aus der UN-Behörde rückgängig gemacht.

21.1.2021 • 10:31 Uhr

Portugal: Britische Mutation breitet sich schnell aus

In Portugal breitet sich die ansteckendere britische Variante des Coronavirus rasch aus. Etwa 20 Prozent aller neuen Infektionsfälle gingen auf diese Variante zurück, sagte Gesundheitsministerin Marta Temido dem Sender RTP am späten Mittwochabend. Der Anteil könne bereits nächste Woche auf 60 Prozent steigen.

Das nationale Gesundheitssystem ist bereits jetzt am Rande des Zusammenbruchs. Es mangelt an Betten für die Intensivpflege und an Pflegepersonal, um die Corona-Patienten zu versorgen. "Das Gesundheitssystem kann dieses Ausmaß an Infektionen nicht handhaben", sagte Temido.

Am Mittwoch hatten sowohl die täglich gemeldeten Neuinfektionen als auch die Zahl der Todesfälle einen Höchststand erreicht. Fast 14.700 Ansteckungsfälle wurden binnen 24 Stunden gemeldet, das ist ein Anstieg gegenüber dem Vortag um 40 Prozent. Zudem wurden 219 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus registriert, auch das ein Höchstwert.

21.1.2021 • 10:11 Uhr

Moskau lockert Beschränkungen

Angesichts gesunkener Infektionszahlen lockert die russische Hauptstadt Moskau einige Corona-Beschränkungen. So dürften in Kinos, Theatern und Konzertsälen von diesem Freitag an die Hälfte aller Plätze belegt werden, schrieb Bürgermeister Sergej Sobjanin in seinem Blog. Bislang galt eine maximale Auslastung von 25 Prozent. Zudem dürfen Museen, Bibliotheken und Zentren für Kinder wieder öffnen, wenn 50 Prozent der zulässigen Besucherzahl nicht überschritten wird. Ein nächtliches Bewirtungsverbot etwa in Restaurants und Bars bleibt demnach weiter bestehen - ebenso wie eine Homeoffice-Pflicht für ein Drittel der Mitarbeiter in Unternehmen.

Menschen mit Mund-Nasen-Schutz laufen bei Schneefall über den Roten Platz in Moskau. | AFP

Sinkende Infektionszahlen in der russischen Hauptstadt: In Moskau kehrt das Leben langsam zurück. Die Menschen dürfen wieder vermehrt Kinos und Theater besuchen, in Museen und Bibliotheken gehen. Bild: AFP

In der vergangenen Woche seien in der Millionen-Metropole täglich zwischen 2000 und 4000 neue Corona-Fälle gemeldet worden, sagte Sobjanin. "Das ist deutlich weniger als Ende Dezember." Zudem hätten mittlerweile mehr als 220.000 Moskauer nach einer Corona-Impfung einen wirksamen Schutz gegen das Virus entwickelt. "In dieser Situation können wir es uns leisten, die bestehenden Beschränkungen erheblich zu lockern", so der Bürgermeister.

21.1.2021 • 09:42 Uhr

Welthungerhilfe: Impf-Solidarität mit armen Ländern

Vor dem Treffen der EU-Regierungschefs zur Pandemiebekämpfung fordert die Welthungerhilfe verbindliche Zusagen für arme Länder zur Bewältigung von Corona. "Dabei geht es sowohl um die Finanzierung der Impfstoffe als auch um die Aussetzung von Patentrechten oder die Unterstützung der Gesundheitssysteme", so die Organisation. Die weltweite Krise könne nur gemeinsam besiegt werden, nationale Alleingänge seien daher sinnlos.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warne "zu Recht vor einem moralischen Versagen aufgrund eines gefährlichen Nationalismus der reichen Länder, wenn deshalb Impfstoffe für die Länder des globalen Südens nicht verfügbar sind", erklärte der Generalsekretär der Welthungerhilfe, Mathias Mogge. "Es wäre ein fatales Signal, wenn es uns nicht gelingt, über die globale Impfinitiative Covax auch ältere Menschen und Risikogruppen in den ärmsten Ländern schnell und verlässlich zu impfen. Dafür fehlen aber noch immer mehr als vier Milliarden Dollar."

21.1.2021 • 09:34 Uhr

Schweden: Ausschankverbot und Unterricht vor Ort

Die Schweden dürfen in der Corona-Krise zwar weiter ins Restaurant gehen, in Lokalen am späteren Abend aber weiter keinen Alkohol trinken. Das Ausschankverbot für alkoholische Getränke nach 20 Uhr wird um zwei Wochen bis zum 7. Februar verlängert, sagte Regierungschef Stefan Löfven.

Schwedische Gymnasien, denen bislang der Distanzunterricht ans Herz gelegt worden ist, dürfen zudem ab Montag bestimmten Unterricht teils wieder vor Ort in der Schule geben. Er solle eine Kombination aus Fern- und Präsenzunterricht darstellen, sagte Ausbildungsministerin Anna Ekström. Voraussetzung ist, dass die Infektionslage in der jeweiligen Region dies zulässt.

Die Empfehlung zum Arbeiten im Homeoffice wird ebenso verlängert wie diejenige zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Stoßzeiten im öffentlichen Nahverkehr.

21.1.2021 • 09:29 Uhr

Reisebranche mit Umsatzeinbruch von 61 Prozent

Die Reisebeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben der Reisebranche im vergangenen Jahr schwer zugesetzt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts brachen die Umsätze der Reisebüros und Veranstalter von Januar bis September 2020 um 61 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein. Besonders drastisch fiel der Rückgang im zweiten Quartal von April bis Juni mit 91 Prozent aus - diese Zeit fiel in den ersten Lockdown.

Eine Passantin mit Mund-Nasenschutz geht an einem TUI-Reisebüro vorbei.  | dpa

Wegen der Reisebeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie brachen die Umsätze der Reiseveranstalter von Januar bis September 2020 um 61 Prozent ein. Bild: dpa

Einschneidend war angesichts der Reisebeschränkungen auch der Rückgang der Übernachtungen ausländischer Gäste im Sommerhalbjahr von Mai bis Oktober: Die Zahl ging demnach um 68 Prozent auf 17,2 Millionen zurück. Hotels, Gasthöfe und Pensionen kamen dabei insgesamt schlechter weg, Anbieter von Ferienhäusern und -wohnungen verbuchten hingegen sogar ein Plus an Übernachtungen von einem Prozent. Auch die Campingplätze profitierten und konnten das Wegbleiben ausländischer Gäste durch deutsche Reisende kompensieren, sodass unterm Strich ein Plus von sechs Prozent im Sommerhalbjahr stand.

21.1.2021 • 09:16 Uhr

Kanzleramtsminister Braun verteidigt Impfstrategie

In der Debatte um Verzögerungen bei der Impfstofflieferung hat Kanzleramtschef Helge Braun die Hersteller Pfizer/Biontech und Moderna in Schutz. In beiden Fällen handle es sich um "Start-Up-Unternehmen" mit neuartigen mRNA-Impfstoffen, sagte er im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. "Da wird die Produktion erst aufgebaut." Sehr bald werde sich die Impfstoffversorgung durch die Zulassung von weiteren "klassischen Impfstoffen" von großen Herstellern deutlich verbessern, fügte der Minister hinzu.

So gebe es die Zusicherung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA, den Impfstoff des Unternehmens AstraZeneca noch im Januar zuzulassen, sagte Braun. Im ersten Quartal werde voraussichtlich noch eine weitere Zulassung folgen. Das werde die verfügbare Menge so weit erhöhen, dass die Impfzentren "im Vollbetrieb" laufen könnten.

21.1.2021 • 08:41 Uhr

Spahn: Regelmäßige Corona-Tests für Grenzpendler

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fordert europaweit abgestimmte Corona-Tests für Grenzpendler in der EU. Man stehe "vor einem Dilemma" sagte Spahn im SWR vor dem EU-Gipfel. In vielen Grenzregionen sei zu beobachten, dass das Infektionsgeschehen oft auf beiden Seiten hoch sei und es sich immer wieder gegenseitig "hochschaukele". Man brauche man die Grenzpendler aber auch als Beschäftigte etwa im Gesundheitswesen, so Spahn.

Hierzu gebe es bereits Gespräche mit den Regierungen in Tschechien und Polen, damit Tests entweder in den Ländern, in Deutschland oder im Wechsel regelmäßig stattfinden könnten. Es müsse auch nicht "per se an der Grenze" direkt sein, aber die Tests müssten mehrmals pro Woche vorgenommen werden. Spahn äußerte sich zuversichtlich, dass bald ausreichend Impfdosen in der EU zur Verfügung stünden.

21.1.2021 • 08:03 Uhr

Asselborn: Kein EU-Impfpass, keine Grenzschließungen

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn hat sich im Vorfeld des EU-Gipfels gegen ein einheitliches Impfzertifikat für Reisende zum jetzigen Zeitpunkt ausgesprochen. "Wenn jeder Zugang zur Impfung hat, dann glaub ich, kann man wirklich auch über einen Impfpass nachdenken", sagt Asselborn im Deutschlandfunk. Er hoffe, dass in drei Monaten genügend Impfstoff für alle da sein wird. Dann könne man über ein einheitliche Impfzertifikat reden.

Asselborn sprach sich zudem strikt gegen pauschale Grenzschließungen zur Eindämmung des Corona-Virus und seiner Mutanten aus. "Das war falsch 2020 und das ist noch falsch in 2021." Es gehe ihm nicht um Tourismus sondern um die Grenzpendler und den kleinen Grenzverkehr. In der EU lebten immerhin 30 Prozent der Menschen in Grenzregionen.

21.1.2021 • 07:53 Uhr

Sri Lanka lässt wieder Touristen ins Land

Nach fast zehn Monaten der Abschottung wegen der Corona-Pandemie lässt Sri Lanka wieder Touristen ins Land. Die Anordnung der Regierung wird als Versuch gesehen, die schwer von der Krise getroffene Tourismusindustrie wieder zu beleben. Die Branche ist für das Land extrem wichtig: Vor der Pandemie arbeiteten 250.000 Menschen direkt in dem Sektor - und bis zu 3 Millionen indirekt. Für die Einreise müssen Besucher einen negativen Corona-Test nachweisen, der zum Zeitpunkt des Eintreffens am Hotel nicht älter als 72 Stunden ist. Nach sieben Tagen muss ein weiterer Test erfolgen. Etwa 180 Hotels dürfen Unterkünfte anbieten.

Sri Lanka: Bandaranaike International Airport in Colombo | CHAMILA KARUNARATHNE/EPA-EFE/Shu

Erstmals nach fast zehn Monaten dürfen wieder Touristen ín Sri Lanka einreisen - aber nur mit negativem Corona-Test. Bild: CHAMILA KARUNARATHNE/EPA-EFE/Shu

Die Reisemöglichkeiten werden auf ausgewiesene Landesteile beschränkt, enger Kontakt zur Bevölkerung soll nach Möglichkeit vermieden werden. Vorangegangen war ein Pilotprojekt mit 1500 Touristen aus der Ukraine. Sri Lanka hatte im März seine Grenzen geschlossen - Ausnahmen gab es für Staatsbürger, die ins Land zurückkehrten. Bis Donnerstag zählten die Behörden mehr als 55 000 Corona-Fälle und 274 Tote

21.1.2021 • 07:28 Uhr

Studie: Corona-Krise belastet Kommunen schwer

Viele größere Städte und Gemeinden in Deutschland werden einer Umfrage zufolge noch lange mit den finanziellen Folgen der Corona-Krise zu kämpfen haben. Laut "Kommunenstudie 2020/21" des Beratungsunternehmens EY rechnen sie mit sinkenden Einnahmen und steigenden Schulden - und nicht wenige wollen mit höheren Steuern und Gebühren darauf reagieren. Nur ein knappes Drittel beispielsweise geht davon aus, in diesem Jahr wieder im selben Umfang Gewerbesteuern einnehmen zu können wie vor der Corona-Krise.

Fast zwei Drittel der befragten Städte und Gemeinden wollen Steuern und Abgaben erhöhen. Dass die Kommunen finanziell bisher weitgehend unbeschadet durch die Krise gekommen seien, liege an umfassenden Hilfen von Bund und Ländern, heißt es in der Studie, die auf einer Umfrage unter 300 deutschen Kommunen mit mindestens 20.000 Einwohnern im November beruht.

21.1.2021 • 07:14 Uhr

Lehrerverband will Wiederholung des Schuljahres anbieten

Der Deutsche Lehrerverband fordert, lernschwachen Schülerinnen und Schülern bundesweit anzubieten, das Schuljahr wegen der Corona-Pandemie freiwillig zu wiederholen - ohne dass sie als "Sitzenbleiber" gelten. "Es gibt eine Schülergruppe, die braucht ein Jahr zusätzlich", sagte Präsident Heinz-Peter Meidinger dem "Tagesspiegel". Spätestens bei den Abschlussprüfungen oder im Abitur würden diese Jugendlichen sonst scheitern. "Der Schüler geht dann mit weniger Rüstzeug von der Schule - und hat im weiteren Leben schlechtere Chancen", warnte Meidinger.

In einem Wiederholungsjahr könnten die Schüler gezielt Lernstoff nachholen und gefördert werden. Ideen wie automatische Versetzungen, ein halbes Extra-Schuljahr oder einen generellen Verzicht auf Sitzenbleiben und Noten wies er zurück. "Es ist besser, jetzt Druck wegzunehmen, zu sagen, das Schuljahr ist so nicht zu schaffen, ihr braucht und bekommt mehr Zeit."

21.1.2021 • 06:59 Uhr

USA: Mehr Corona-Tote als im Weltkrieg gefallene Soldaten

Die Zahl der Corona-Toten in den USA ist inzwischen höher als jene der während des Zweiten Weltkriegs im Kampf gefallenen oder auf andere Weise gestorbenen US-Soldaten. Die Johns-Hopkins-Universität verzeichnete bis zum späten Mittwochabend rund 406.000 Todesfälle in Zusammenhang mit Coronavirus-Infektionen seit Beginn der Pandemie. Nach Angaben des US-Veteranenministeriums waren im Zweiten Weltkrieg insgesamt 405.399 Soldaten der US-Streitkräfte gestorben.

Die symbolische Marke wurde an dem Tag überschritten, als der neue US-Präsident Joe Biden sein Amt antrat. Er hat die Bekämpfung der Pandemie, welche die USA auch in eine verheerende Wirtschaftskrise gestürzt hat, zur Priorität seiner ersten Amtsmonate erklärt. Seinem Vorgänger Donald Trump wird von seinen Kritikern vorgeworfen, die Pandemie verharmlost und damit zur massiven Ausbreitung des neuartigen Virus beigetragen zu haben.

Die Vereinigten Staaten sind von den Toten- und Ansteckungszahlen her das mit Abstand am schlimmsten von der Pandemie heimgesuchte Land der Welt. Seit Beginn der Pandemie wurden mehr als 24,4 Millionen Ansteckungsfälle in den Vereinigten Staaten registriert. 

21.1.2021 • 06:21 Uhr

Bundeswehr-Forscher suchen nach Corona-Mutationen

Wissenschaftler der Bundeswehr beteiligen sich an der Suche nach Mutationen des Coronavirus. Das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München leiste einen Beitrag zur Genomsequenzierung und werde damit intensiver in die wissenschaftliche und operative Arbeit bei der Bewältigung der Pandemie eingebunden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Nachrichtenagentur dpa.

Die Genomsequenzierung diene dazu, Übertragbarkeit, Entwicklung von Krankheitsverläufen, diagnostische Verfahren und die Wirksamkeit von Impfstoffen "zeitgerecht" zu bewerten, sagte der Sprecher. Die spezielle Sequenzierung von Coronaviren sei deutschlandweit bislang nur in wenigen Laboren möglich.

21.1.2021 • 05:40 Uhr

Fast 20.400 Neuinfektionen binnen 24 Stunden

Das Robert Koch-Institut meldet 20.398 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden. 1013 Menschen starben um Zusammenhang mit dem Coronavirus. Vor genau einer Woche hatte das RKI 25.164 Neuinfektionen und 1244 neue Todesfälle binnen eines Tages verzeichnet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt jetzt bei 119 - das ist der niedrigste Wert seit dem 1. November.

21.1.2021 • 05:13 Uhr

Müller befürchtet Zunahme von Kinderarbeit durch Corona

Entwicklungsminister Gerd Müller geht davon aus, dass die Corona-Pandemie das Problem der Kinderarbeit drastisch verschärfen wird. "Die Corona-Krise ist eine Katastrophe für viele Kinder", sagte der CSU-Politiker anlässlich des Starts des von den Vereinten Nationen ausgerufenen internationalen Jahres gegen Kinderarbeit. Derzeit könnten 320 Millionen Kinder nicht zur Schule. Nach Schätzungen der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur werden laut Müller 24 Millionen Kinder nach Corona nicht in die Schulen zurückkehren, weil sie dann für das Überleben ihrer Familien arbeiten müssten.

Müller forderte erneut, das sogenannte Lieferkettengesetz zügig auf den Weg zu bringen, um Kinderarbeit zu stoppen und Menschenrechtsstandards für deutsche Produkte sicherzustellen. Das in der Koalition umstrittene Lieferkettengesetz, das Kinderarbeit und Hungerlöhne bei ausländischen Zulieferern eindämmen soll, leigt derzeit auf Eis. Ein solches Gesetz würde deutsche Unternehmen verpflichten, bei ausländischen Lieferanten die Einhaltung sozialer und ökologischer Mindeststandards zu garantieren.

21.1.2021 • 04:35 Uhr

Hausärzte warnen vor Wucherpreisen für Masken

Nach den jüngsten Beschlüssen zum Kampf gegen die Corona-Pandemie warnt der Deutsche Hausärzteverband vor Wucherpreisen für medizinische Masken im Onlinehandel. Es solle ein fairer Preis für die Masken sichergestellt werden, sagte Verbandschef Ulrich Weigeldt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er schlug vor, einen Festpreis für die Masken festzulegen, der nicht überschritten werden dürfe.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Bundesländer hatten am Dienstag eine Pflicht zum Tragen medizinischer Masken im Einzelhandel und öffentlichem Nahverkehr beschlossen. Weigeldt begrüßte diesen Beschluss: "Wenn man sich für eine Maskenpflicht entscheidet, dann muss man es auch richtig machen", sagte er.  Die OP- und FFP2-Masken könnten eine deutlich höhere Schutzwirkung bieten als Alltagsmasken. Voraussetzung sei allerdings, dass es sich um zertifizierte Produkte handle und diese richtig verwendet würden.

21.1.2021 • 04:32 Uhr

Schwarzenegger geimpft - und wirbt für Immunisierung

Der Schauspieler und Ex-Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, hat sich gegen Covid-19 impfen lassen. Dazu veröffentlichte der 73-Jährige Hollywood-Star auf Twitter ein Video, in dem er - offenbar in einem Corona-Impfzentrum - in einem Auto sitzend zu sehen ist, bevor er von einer jungen Frau einen Piks in seinen Arm bekommt. Er habe gerade sein Vakzin bekommen, das könne er jedem empfehlen, sagt der frühere Gouverneur von Kalifornien. Und schreibt dazu: "Heute war ein guter Tag. Ich war noch nie so glücklich, in einer Schlange zu warten. Wenn Du berechtigt bist, schließe Dich mir an und melde Dich an, um Deinen Impfstoff zu bekommen. Komm mit mir, wenn Du leben willst!"

21.1.2021 • 04:29 Uhr

Bundesagentur: Lockdown hat kaum Auswirkungen auf Arbeitsmarkt

Die Verlängerung des Lockdowns hat nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit (BA) nur geringe Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. "Die Unternehmen halten an ihren Fachkräften fest - wahrscheinlich, weil sie fürchten, dass sie sie im Sommer nicht wiederbekommen, wenn sie ihre Leute jetzt entlassen würden", sagte BA-Chef Detlef Scheele "t-online". Die Arbeitgeber blickten nach seinem Eindruck derzeit relativ optimistisch in die Zukunft. Der im Dezember verhängte harte Lockdown habe bislang zu keinem neuerlichen, erhöhten Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt - "und es deutet aktuell auch nichts darauf hin, dass es so kommt", sagte Scheele.

21.1.2021 • 03:43 Uhr

Blatt: Oxford-Wissenschaftler überarbeiten wegen Mutationen Impfstoff

Wissenschaftler der Universität Oxford überarbeiten den zusammen mit dem Konzern AstraZeneca entwickelten Impfstoff, damit dieser gezielt gegen die neuen, hochansteckenden Coronavirus-Mutationen eingesetzt werden kann. Das berichtet die britische Zeitung "Telegraph". Die Wissenschaftler erstellen demnach eine Machbarkeitsstudie zur Umgestaltung des Impfstoffs.

21.1.2021 • 03:43 Uhr

DGB-Chef dringt auf spürbare Sanktionen bei Homeoffice-Verstößen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund befürchtet Probleme bei der Durchsetzung der neuen Rechtsverordnung zum Homeoffice. DGB-Chef Reiner Hoffmann sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Es ist eine Schwachstelle, dass es nicht ausreichend Personal gibt, um die Einhaltung der Homeoffice-Regeln und des Arbeitsschutzes zu kontrollieren." Für einen glaubwürdigen Kampf gegen die Pandemie seien bei erheblichen Verstößen gegen Arbeitsschutz- und Homeoffice-Regeln spürbare Sanktionen nötig. Arbeitgeber, die nicht willig seien, der Lage entsprechend mitzumachen, würden sich dann dreimal überlegen, ob sie dieses Risiko eingehen.