Jens Spahn | dpa
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Liveblog zum Coronavirus ++ Spahn: "Wir können das nicht erzwingen" ++

Stand: 26.11.2020 23:44 Uhr

Bundesgesundheitsminister Spahn hat in Bezug auf Familienbesuche an Weihnachten an die Eigenverantwortung der Bürger appelliert. Das Wirtschaftsministerium registrierte eine hohe Nachfrage nach Novemberhilfen. Der Liveblog zum Nachlesen.

  • Spahn: "Wir können das nicht erzwingen"
  • Hohe Nachfrage nach Novemberhilfen
  • Quarantäne für Auslandsausflüge in Bayern
  • Deutschland: Mehr als 22.000 Neuinfektionen
  • Mehr als 2400 Corona-Tote in den USA binnen 24 Stunden
  • Altmaier erneut in Quarantäne
  • Keine Lockerungen in Berlin über Weihnachten
  • AstraZeneca erwägt komplett neue Studie zur Impfdosierung
26.11.2020 • 23:44 Uhr

Ende des Liveblogs

Wir beenden den Liveblog für heute und bedanken uns für Ihr Interesse.

26.11.2020 • 23:41 Uhr

Trump: Impfstoff wird ab kommende Woche ausgeliefert

US-Präsident Donald Trump hat für die kommende Woche erste Lieferungen eines Corona-Impfstoffes angekündigt. In einer Video-Verbindung mit US-Soldaten im Ausland zum Feiertag Thanksgiving sagte Trump, die Auslieferungen würden in der kommenden und der darauf folgenden Woche beginnen. Zuerst würden gefährdete Personengruppen wie medizinisches Personal und Senioren geimpft. Bisher ist in den USA noch kein Impfstoff zugelassen.

26.11.2020 • 23:01 Uhr

AfD-Co-Vorsitzende rügt Maßnahmen der Regierung

Die Co-Chefin der AfD, Alice Weidel hält den Lockdown in Deutschland für falsch. In den ARD-Tagesthemen sagte sie, diese Maßnahme würde jene Branchen abstrafen, die Hygiene-Konzepten umgesetzt hätten. Weidel nannte die Entscheidungskriterien der Bundesregierung intransparent.

26.11.2020 • 22:47 Uhr

Scholz: Länder bei Covid-Hilfen 2021 mehr gefordert

Bundesfinanzminister Olaf Scholz sieht die Länder ab dem nächsten Jahr bei der Finanzierung der Corona-Hilfen für Unternehmen stärker in der Pflicht. Das sei eine Gemeinschaftsaufgabe, bei der der Bund bislang den größten Teil schultere, sagt der SPD-Politiker im ZDF. Zuletzt gab es immer mehr Forderungen an die Länder, sich finanziell stärker einzubringen.

26.11.2020 • 22:45 Uhr

Brasilien meldet mehr als 37.500 Neuinfektionen

In Brasilien steigt die Zahl der bekannten Infektionen um 37.614 auf insgesamt 6,2 Millionen. Das Gesundheitsministerium gibt zudem 691 weitere Todesfälle bekannt, damit sind es insgesamt 171.460.

26.11.2020 • 21:23 Uhr

Spanien streitet um Corona-Regeln für die Feiertage

In Spanien spitzt sich die Debatte um die Corona-Regeln für Weihnachten, Silvester und den im Land sehr wichtigen Dreikönigstag am 6. Januar zu. Nachdem einige der insgesamt 17 Regionen einheitliche Bestimmungen für das ganze Land gefordert hatten, versprach die linke Zentralregierung eine baldige Lösung. "Es wird keine 17 verschiedene Weihnachten geben", versprach Gesundheitsminister Salvador Illa im Parlament in Madrid. Bei einem Treffen mit den Regionalregierungen wolle man nächste Woche ein Abkommen erzielen, erklärte Illa.

26.11.2020 • 21:20 Uhr

Britischer Gesundheitsexperte: Keine Küsse zu Weihnachten

Keine Küsse, keine Umarmungen: Zu Weihnachten sollten die Menschen nach Ansicht des medizinischen Beraters der britischen Regierung, Chris Whitty, auf Liebkosungen lieber verzichten. "Es ist nicht verboten" - aber das heiße nicht, dass man es tun sollte, betonte Whitty in London. Vor allem die Senioren müssten vor Ansteckungen mit dem Coronavirus geschützt werden. Ähnlich wie in Deutschland sollen auch die Menschen in Großbritannien landesweit trotz Corona gemeinsam Weihnachten feiern dürfen. Über die Feiertage wird es daher jeweils drei Haushalten erlaubt sein, eine "Christmas Bubble" (deutsch: "Weihnachtsblase") zu bilden und sich miteinander zu treffen. In den vergangenen zwei Wochen zählte Großbritannien laut EU-Seuchenbehörde ECDC etwa 450 Infektionen pro 100.000 Menschen. Das Land hat rund 68 Millionen Einwohner.

26.11.2020 • 21:19 Uhr

WHO-Experte: Weihnachten darf in Irland nicht wie üblich ablaufen

Der irische WHO-Experte Mike Ryan ruft zum Einhalten der Schutzmaßnahmen auch an Weihnachten auf. "Wir sollten nicht das tun, was in Irland normalerweise getan wird, dass in der Küche 15 Leute Kartoffeln schälen und Bratensaft über die Truthähne gießen", sagt er dem irischen Sender RTE.

26.11.2020 • 20:40 Uhr

Spahn: "Wir können das nicht erzwingen"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat in Bezug auf Familienbesuche an Weihnachten erneut an die Eigenverantwortung der Bürger appelliert. "Wir reden viel darüber, wie Weihnachten stattfindet", sagte Spahn im ARD-Extra-Interview. Man müsse jedoch bedenken: für diejenigen, die an Corona gestorben seien, finde Weihnachten gar nicht mehr statt. "Das Allerwichtigste ist sowieso, dass die Bürgerinnen und Bürger von sich aus sagen, dass wir alle - auch der Bürger Spahn bei seiner Weihnachtsfeier und seinem Treffen mir der Familie - darauf achten, dass wir aufeinander achten, dass wir vielleicht kleiner feiern als sonst." Das könne nicht alles der Staat vorgeben. "Wir können am Ende nur mit staatlichen Regeln nicht erzwingen, was notwendig ist in dieser Pandemie", betonte Spahn. Viel wichtiger sei, dass wir uns selber fragten, wie wir uns und unsere Mitbürger schützen könnten.

26.11.2020 • 19:59 Uhr

Deutlich weniger Patienten in Asklepios-Kliniken

Die Corona-Pandemie schlägt sich beim Hamburger Klinikbetreiber Asklepios auch wirtschaftlich nieder. In den ersten neun Monaten sank die Zahl der behandelten Patienten in den Einrichtungen von Asklepios um mehr als 30 Prozent auf 1,25 Millionen Menschen, wie der Konzern am Donnerstagabend mitteilte. Dabei ist die im Juli abgeschlossene Übernahme des Konkurrenten Rhön-Klinikum nicht berücksichtigt. Im Vorjahreszeitraum hatte Asklepios noch rund 1,86 Millionen Patienten versorgt.

Krankenhausbetreiber leiden finanziell unter der Corona-Krise, da sich einige Menschen aus Angst vor einer Ansteckung nicht in Kliniken trauen. Zudem wurden im Frühjahr medizinisch nicht zwingend nötige Operationen verschoben, um Platz für Corona-Patienten zu schaffen. Auch das wirkt sich in den Bilanzen aus, wenngleich staatliche Ausgleichszahlungen für Kliniken die Ausfälle mildern.

Asklepios ist mit der Übernahme von Rhön zum zweitgrößten privaten Klinikbetreiber in Deutschland nach Fresenius Helios aufgestiegen. Gemeinsam kommen Asklepios und Rhön auf rund 32.508 Betten.

26.11.2020 • 19:56 Uhr

Weihnachtsbesuch darf in Hessen, NRW und Berlin im Hotel übernachten

In Hessen, Nordrhein-Westfalen und Berlin sollen bei Verwandtenbesuchen über Weihnachten auch Übernachtungen in Hotels möglich sein - entgegen dem Willen von Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU). Wer eine Verwandtenreise mache, "der muss ja auch die Chance haben, irgendwo übernachten zu können", sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). Ähnlich äußerten sich NRW-Regierungschef Armin Laschet (CDU) und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller.

"Aber der Ausgangspunkt ist ein anderer", fügt Müller hinzu. "Zu Hause bleiben ist der dringende Appell, nicht herumreisen." Wo es aber doch nötig sei, Familienmitglieder zu besuchen, gehe er davon aus, dass das keine touristische Reise sei, bei der man durch die Stadt gehe, sich Sehenswürdigkeiten anschaue oder Einkaufen gehe. Wegen der Corona-Pandemie dürfen Touristen momentan nicht in Hotels übernachten.

26.11.2020 • 19:55 Uhr

Mehr Stellen für Altenheime, Zuschuss für Kassen

Mehr Altenpflegekräfte und ein Milliardenzuschuss: Die Bundesregierung will mit einem Reformpaket dem gebeutelten Gesundheitssystem in der Pandemie helfen. Die Opposition spricht von Flickschusterei.

26.11.2020 • 19:54 Uhr

Merkel für Schließung der Skigebiete in Europa

Kanzlerin Merkel will wegen der Corona-Krise die Skigebiete in Europa geschlossen halten - stößt aber auf Widerstand aus Österreich und der Schweiz. Auch deutsche Liftbetreiber warnen vor großen Einbußen. Frankreich setzt auf eine andere Lösung.

26.11.2020 • 19:41 Uhr

US-Forscher: Mehr als eine Million Infektionen in Deutschland

In Deutschland gibt es Daten von US-Forschern zufolge seit Beginn der Corona-Pandemie bereits mehr als eine Million bestätigte Infektionen mit dem Virus. Das geht aus Daten der Johns Hopkins University (JHU) in Baltimore hervor. Die Daten der Universität werden regelmäßig aktualisiert und zeigen daher häufig einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder der betroffenen Länder. In manchen Fällen wurden die Zahlen aber auch nachträglich korrigiert.

Das Robert Koch-Institut (RKI) zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 983.588 nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 26.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 389 auf insgesamt 15.160.

26.11.2020 • 19:22 Uhr

Kennzahlen in Frankreich rückläufig

Frankreich gibt gleich vier rückläufige Kennzahlen bekannt: Binnen 24 Stunden gab es 13.563 Neuinfektionen (Vortag: 16.282) und weitere 339 neue Todesfälle nach 381 am Mittwoch. 29.310 Covid-Patienten sind im Krankenhaus und 4018 davon auf den Intensivstationen.

26.11.2020 • 18:35 Uhr

Johnson schwört Briten auf "harten Winter" ein

Großbritannien steht nach Worten von Premierminister Boris Johnson ein "harter Winter" bevor. Allerdings gebe es die Hoffnung, dass bis zum Frühling Tests und Impfungen zusammen die Zeit der Einschränkungen zu einem Ende bringen könnten, sagte er. Großbritannien verzeichnet 17.555 Neuinfektionen und 498 neue Todesfälle - jeweils ein deutlicher Rückgang zum Vortag.

26.11.2020 • 18:33 Uhr

Erneut mehr als 800 Todesfälle in Italien

In Italien sind erneut mehr als 820 Menschen an einem Tag im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Damit verzeichneten die Behörden eine der höchsten Opferzahlen seit Beginn der Pandemie im Februar.

Zugleich vermeldete das Gesundheitsministerium in dem 60-Millionen-Einwohner-Land für die vergangenen 24 Stunden rund 29.000 Neuinfektionen. Dieser Wert lag zwar über den Vortagen, aber rund 7000 Fälle unter dem Wert vor einer Woche. Ende März hatte das Mittelmeerland seinen bisherigen Höchstwert von fast 1000 Corona-Toten an einem Tag verzeichnet. Insgesamt starben bislang insgesamt fast 53 000 Menschen mit oder an dem Virus Sars-CoV-2.

26.11.2020 • 18:28 Uhr

AstraZeneca erwägt komplett neue Studie zur Impfdosierung

Der Pharmakonzern AstraZeneca erwägt eine komplett neue Studie, um aufgekommene Fragen zur Dosierung seines Impfstoffes nachzugehen. Es müsse bestätigt werden, dass eine niedrigere Dosis offenbar zu einem besseren Ergebnis führe, sagte Konzernchef Pascal Soriot der Agentur Bloomberg. "Daher brauchen wir eine weitere Studie." Den bisherigen Ergebnissen zufolge ist eine halbe Dosis wirksamer als eine volle.

26.11.2020 • 18:27 Uhr

Italien erweitert Haushaltsdefizit

Italiens Regierung hat vom Parlament mit ungewöhnlich großer Mehrheit grünes Licht für eine höhere Verschuldung im Anti-Corona-Kampf erhalten. Die Mitte-Links-Koalition in Rom will mit einem um weitere acht Milliarden Euro aufgestockten Defizit die verlängerten Pandemie-Hilfen für Unternehmen und Bürger finanzieren.

Sowohl in der größeren Abgeordnetenkammer als auch im kleineren Senat stimmten fast alle Oppositionspolitiker ebenfalls für die Vorlage des Kabinetts von Premier Giuseppe Conte. Die drei großen Kräfte der Mitte-Rechts-Opposition - darunter auch die Lega - votierten auf Vorschlag des Parteichefs der Forza Italia, Ex-Premier Silvio Berlusconi, für die Vorlage der Koalition. Allerdings wollten sie ihren Schritt nicht als Unterstützung der Regierung verstanden wissen, sondern als Entscheidung im Interesse des Landes, wie Berlusconis Vize, Antonio Tajani, sagte.

26.11.2020 • 18:09 Uhr

Coronakonforme Thanksgiving-Parade in New York

Eine New Yorker Tradition kann auch die Corona-Pandemie nicht stoppen: Bei der jährlichen Thanksgiving-Parade in der US-Metropole sind auch in diesem Jahr große Ballons durch Manhattan geschwebt.

Allerdings blieben die großen Menschenmassen in diesem Jahr auf Anweisung der Organisatoren wegen der Corona-Krise fern, TV-Bilder zeigten nur vereinzelte Zuschauer am Straßenrand. Das Programm mit Tänzern, Bands und Clowns war fürs Fernsehen teilweise vorher aufgezeichnet worden. Die Zahl der sonst beteiligten Helfer wurde um einen Großteil zurückgefahren.

Statt von Menschen wurden die riesigen Heliumballons von Fahrzeugen durch das Herz der Ostküstenmetropole gezogen - dieses Jahr waren es unter anderem Snoopy, Chase aus der Serie "Paw Patrol" oder Spongebob. Es war die 94. Parade der Kaufhauskette Macy's, die das Spektakel als Werbeaktion ins Leben rief. Jährlich sehen es Dutzende Millionen Amerikaner im Fernsehen.

Ein riesiger Ballon von "Boss Baby" fliegt auf der Thanksgiving Day-Parade über die Straßen von New York | AFP

Auch riesiger Ballon von "Boss Baby" flog über die Straßen von New York. Bild: AFP

26.11.2020 • 18:02 Uhr

Türkei meldet vierten Rekord bei neuen Todesfällen in Folge

Die Türkei meldet 174 neue Todesfälle, der vierte Tagesrekord in Folge. Auch die Zahl der bekannten Neuinfektionen liegt nach Angaben des Gesundheitsministeriums mit 29.132 so hoch wie noch nie. Von Juli an meldete die Türkei zunächst nur symptomatische Fälle, seit Mittwoch werden wieder alle verzeichnet.

26.11.2020 • 17:55 Uhr

Virologe Kekulé will Schnelltest für Weihnachten

Der Virologe Alexander Kekulé blickt wenig optimistisch auf Weihnachten. "Wenn wir jetzt an Weihnachten die Infektionen über die Familie an die ältere Generation weitergeben, könnte das eine Katastrophe geben", sagte der Professor der Universität Halle-Wittenberg der "Abendzeitung".

Er sei deshalb für Schnelltests, die jedem zur Verfügung gestellt werden sollten. "Es gibt viele Familien, in denen eine Person einfach nicht anders kann, als vorher noch zu arbeiten", sagte er. "Freiwillige Quarantäne ist ja schön gesagt, aber das geht nicht überall. Und wenn ältere Menschen mit am Weihnachtstisch sitzen, dann geben Schnelltests etwas mehr Sicherheit."

Schnelltests gelten jedoch als nicht so sicher wie die herkömmlichen PCR-Tests. Familienfeiern im großen Kreis mit mehreren Generationen sieht er mit Sorge. "Während das in Deutschland eher selten der Fall ist, hatten wir in Ländern, in denen der Kontakt zwischen den Generationen kontinuierlich sehr eng ist, speziell in Italien, ganz fürchterliche Ausbrüche mit hohen Todeszahlen."

26.11.2020 • 17:33 Uhr

Altmaier erneut in Quarantäne

Wirtschaftsminister Peter Altmaier hat sich wegen der Corona-Infektion eines Mitarbeiters aus seinem Umfeld erneut in Quarantäne begeben. Das teilte sein Ministerium mit. Ein erster Corona-Test des Ministers sei aber negativ ausgefallen. Altmaier werde seinen Dienstgeschäften aus der Quarantäne heraus weiterhin nachgehen.

Angaben zur Dauer der Quarantäne sowie zu weiteren Tests gab es nicht. Es ist bereits das dritte Mal, dass Altmaier in Quarantäne muss. Zuvor hatte sich der Minister vor knapp einer Woche und im September vorsorglich in Isolation begeben.

26.11.2020 • 17:31 Uhr

Keine Lockerungen in Berlin über Weihnachten

Die von Bund und Ländern verabredeten Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen für private Treffen über Weihnachten und Silvester sollen in Berlin nicht gelten. Darauf verständigte sich der Senat nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa.

Im Corona-Hotspot Berlin könne es keine derartigen Lockerungen geben, hieß es aus Senatskreisen. Demnach sollen sich in Berlin über die Feiertage maximal fünf Personen zu privaten Zusammenkünften treffen dürfen, hinzu kommen Kinder.

Der seit Anfang November geltende Teil-Lockdown wird demnach bis zum 22. Dezember verlängert. Unter anderem zahlreiche Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Museen, Theater und Schwimmbäder bleiben damit weiter geschlossen.

Bund und Länder hatten sich am Mittwoch für Treffen "im engsten Familien- oder Freundeskreis" vom 23. Dezember bis 1. Januar auf eine Obergrenze von zehn Personen plus Kinder bis 14 Jahren verständigt. Vorher sollen private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten auf fünf Personen des eigenen und eines weiteren Haushalts beschränkt werden, Kinder bis 14 ausgenommen.

26.11.2020 • 17:28 Uhr

Hohe Nachfrage nach Novemberhilfen

Nur einen Tag nach Freischaltung der entsprechenden Internet-Plattform sind bereits fast 17.000 Anträge auf Novemberhilfe gestellt worden. Bis 14.30 Uhr seien 9638 Direktanträge und 7159 Anträge über Steuerberater eingegangen, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Die Website sei 1,3 Millionen Mal abgerufen worden.

Zusätzlich seien im System knapp 49.000 Steuerberater-Anträge angelegt, aber noch nicht abgesendet worden. Mit der Novemberhilfe bekommen Betriebe bis zu 75 Prozent ihres Umsatzes vom November 2019 erstattet, wenn sie in diesem Jahr aufgrund von Corona-Verordnungen schließen mussten. Solo-Selbstständige, die direkt Anträge stellen können, erhalten bis zu 5000 Euro.

Erste Gelder der Hilfen sollen ab Ende November gewährt werden, und zwar in Form von Abschlagszahlungen - das ist ein Vorschuss auf spätere Zahlungen ohne eine tiefergehende Prüfung. Betroffene können in ihrem Antrag auf die Novemberhilfe angeben, ob sie eine Abschlagszahlung wollen. Die Anträge können über eine bundeseinheitliche IT-Plattform gestellt werden.

Die Bundesregierung hatte die Zuschüsse etwa für Gastronomiebetriebe sowie Solo-Selbstständige zugesagt, die seit Anfang November von den behördlich angeordneten Schließungen im Kampf gegen eine Ausbreitung des Coronavirus betroffen sind. Der Bund rechnet mit einem Finanzvolumen von 14 bis 15 Milliarden Euro.

26.11.2020 • 17:24 Uhr

Champions-League-Spiel von Liverpool nach Dortmund verlegt

Jürgen Klopp kehrt für ein Champions-League-Spiel mit dem FC Liverpool nach Dortmund zurück. Wie der WDR berichtet, wird die Königsklassen-Partie der Engländer am 9. Dezember gegen den dänischen Vertreter FC Midtjylland an Klopps einstige Wirkungsstätte verlegt. Demnach war es Klopps Wunsch, nach Dortmund auszuweichen. Beim BVB war er zwischen 2008 und 2015 Trainer.

Hintergrund für die Verlegung ist eine Regelung, wonach man in Großbritannien für 14 Tage in Quarantäne muss, nachdem man aus Dänemark eingereist ist. Das gilt auch für Briten.

"Es ist zutreffend, dass Dortmund für den 9.12. als Austragungsort ausgewählt wurde. Das Spiel soll ohne Publikumsbeteiligung ausgetragen werden", bestätigte ein Sprecher der Stadt Dortmund der Nachrichtenagentur dpa. Unter der Auflage, dem genehmigten Hygienekonzept in Dortmund zu folgen, stimmte die Stadt dem Wunsch der Europäischen Fußball-Union UEFA und von Liverpool zu.

26.11.2020 • 16:49 Uhr

Brinkhaus: Zehn-Personen-Regel zu Silvester hängt von Entwicklung ab

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) sieht die angekündigten Lockerungen der Kontaktbeschränkungen für Silvester skeptisch. "Ob wir tatsächlich diese Zehn-Menschen-Grenze aus mehreren Haushalten halten können, das hängt auch davon ab, wie die Entwicklung jetzt im Dezember sein wird", sagte er im SWR. Es sei zumindest nicht ganz ungefährlich.

Für Lockerungen zu Weihnachten zeigte er Verständnis. "Weihnachten hat eine extrem hohe Bedeutung als Familienfest", sagte er. Auch für Christen habe es eine enorm hohe Bedeutung. "Was ich nicht verstehe, ist dass man also auch noch Silvester miteinbezieht." Silvester sei nicht "Familie", Silvester sei "Party". Auf die Frage, ob Richtung Silvester eventuell noch nachgeschärft werden müsse, sagte Brinkhaus: "Ich war erstaunt, mit welcher Bestimmtheit man da gestern die Beschlüsse gefasst hat."

26.11.2020 • 16:47 Uhr

Neue Höchststände in Estland und Lettland

Die Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Lettland und Estland haben einen neuen Höchststand erreicht. In Lettland wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörden 898 positive Tests innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, in Estland waren es 415. Die bisherigen Höchstwerte lagen bei 642 und 414.

Die beiden Staaten im Nordosten Europas standen anfangs in der Corona-Krise durchaus gut da. Die Infektionszahlen waren im internationalen Vergleich eher gering. Zuletzt haben sie aber deutlich zugenommen. Nach Angaben der EU-Behörde ECDC ist die Entwicklung aktuell noch leicht besser als in Deutschland.

Zur Eindämmung der Pandemie haben die Regierungen in Riga und Tallinn neue Schutzmaßnahmen erlassen. Beide Länder wollen weitere Corona- Einschränkungen in Erwägung ziehen, sollten sich die Infektionszahlen nicht wesentlich verbessern. In Lettland gilt zum zweiten Mal ein rund einmonatiger Notstand bis zum 6. Dezember. Wie bereits im Frühjahr sind dadurch das öffentliche Leben und die wirtschaftlichen Aktivitäten eingeschränkt. In Estland gilt seit Dienstag eine Maskenpflicht. Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus wird zudem zum 28. November die Teilnehmergrenze für Veranstaltungen herabgesetzt.

26.11.2020 • 16:46 Uhr

Slowakei verschiebt landesweite Massentests

Die Slowakei rückt schrittweise von ihrer Strategie landesweiter Corona-Massentests ab. Am Mittwochabend kündigte Ministerpräsident Igor Matovic nach regierungsinternen Unstimmigkeiten an, die für das erste Dezember-Wochenende geplanten erneuten Massentests an fast der gesamten Bevölkerung auf unbestimmte Zeit zu verschieben.

Der Städte- und Gemeindebund ZMOS forderte, überhaupt keine solchen flächendeckenden Tests mehr durchzuführen. Stattdessen sollten sich künftige Testaktionen auf besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen konzentrieren. Die am Donnerstag veröffentlichten Corona-Statistiken der Gesundheitsbehörden zeigten, dass die Zahl der Neuinfektionen trotz der Massentests wieder leicht angestiegen ist. Gegner der Massentests hatten schon davor gewarnt, kurzfristige Rückgänge der Neuinfektionen seien nicht den Testungen zu verdanken, sondern einem Teil-Lockdown im Oktober. Die Slowakei hatte am 31. Oktober und 1. November Corona-Massentests im ganzen Land durchgeführt.

Formell war die Teilnahme zwar freiwillig, doch wer keinen negativen Test vorweisen konnte, durfte anschließend zwei Wochen nicht einmal mehr zur Arbeit gehen. Deshalb unterzogen sich allein in der ersten von mehreren Testrunden 3,6 Millionen der 5,5 Millionen Einwohner einem Antigen-Schnelltest.

26.11.2020 • 16:46 Uhr

EU-Komission warnt vor Betrug

Die Europäische Kommission warnt vor Betrug mit angeblichen Antragsformularen für finanzielle Corona-Hilfen. E-Mails mit gefälschten Formularen für eine angebliche "Überbrückungshilfe II für Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen" dienten offenbar dem Abfischen sensibler Daten, teilte die Kommission mit und appellierte: "Öffnen Sie diese E-Mails nicht!"Betrüger gäben sich als Mitarbeiter der Kommission aus.

Insbesondere Nutzer von T-Online seien betroffen, erklärte die EU-Behörde. Die Deutsche Telekom habe Gegenmaßnahmen angekündigt, um das Problem zu lösen. Schon im Juli und Oktober seien ähnliche E-Mails für angebliche Corona-Hilfen verschickt worden. Nach einer Anzeige bei der Polizei wurde die entsprechende Domain gesperrt.

26.11.2020 • 16:43 Uhr

Erste Corona-Fälle auf Nerzfarm in Litauen gemeldet

Nach der Notschlachtung von Millionen Nerzen in Dänemark sind nun auch in Litauen erste Corona-Fälle auf einer Nerzfarm festgestellt worden. Ein Angestellter der Farm wurde ebenfalls positiv auf das neuartige Virus getestet und könnte die Nerze infiziert haben, teilte der Leiter der Veterinärbehörde, Darius Remeika, mit. Dutzende Nerze werden demnach nun gekeult, jedoch ist zur Zeit noch keine Massenschlachtung nach dänischem Vorbild geplant. Unter anderem wurden auch in den Niederlanden, Schweden, Italien und den USA vereinzelt Fälle festgestellt.

26.11.2020 • 16:39 Uhr

AfD-Landesparteitag in Baden-Württemberg vor dem Aus

Ein für den 5. und 6. Dezember geplanter Landesparteitag der baden-württembergischen AfD steht wegen einer Hallenkündigung erneut vor dem Aus. Die private Betreibergesellschaft der EWS-Arena in Göppingen mache wegen der verschärften Corona-Maßnahmen von ihrem Rücktrittsrecht Gebrauch, berichteten die "Stuttgarter Zeitung" und die "Stuttgarter Nachrichten" vorab.  Die AfD wollte dort mit bis zu 800 Teilnehmern ihre Bundestagskandidaten nominieren.

Die AfD hatte für den Parteitag vorher die Messe Stuttgart gebucht. Doch wegen technischer Probleme beim Versand der Einladungen musste sie den Termin verschieben. Nach Angaben eines Parteisprechers will die AfD die Kündigung in Göppingen nicht hinnehmen. Die Partei gehe davon aus, dass der Parteitag wie geplant stattfinde, hieß es.

26.11.2020 • 16:37 Uhr

Münchner Klinikchef: Planbare OPs verschieben

Die München Klinik hat als Reaktion auf die steigenden Corona-Zahlen ihren OP-Betrieb auf Notfälle und besonders dringliche Eingriffe umgestellt - und ruft auch andere Kliniken dazu auf. "Um Patienten und Mitarbeitende nicht zu gefährden, brauchen wir die große Solidarität aller Krankenhäuser", sagte der Chef der München Klinik, Axel Fischer.

Die Lage sei ernster als während der ersten Welle, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung des bundesweit zweitgrößten kommunalen Klinikums. Deshalb appelliere er an andere Kliniken, ebenfalls nicht dringliche Operationen zu verschieben. Damit könnten besonders mit der Versorgung von Corona-Patienten beschäftigte Häuser - darunter die Uni-Kliniken - entlastet werden. "Während in der ersten Welle durch den Lockdown mehr qualifizierte freiwillige Helfer zur Verfügung standen und durch den Katastrophenfall alle Kliniken zur Pandemiebekämpfung verpflichtet wurden, zerreißen sich unsere Mitarbeiter aktuell zwischen Covid-Intensivstation, der 100-jährigen Covid-Patientin mit Demenz und dem Herzinfarkt im Notfallzentrum." Hinzu komme saisonal bedingt ein höherer Krankenstand auch bei Klinik-Mitarbeitern. Ohne Verteilung der Lasten "halten wir bis zum Frühjahr und den Reihenimpfungen nicht durch".

Viele Pfleger und Ärzte hätten seit Januar keine Pause. "Auch, wenn die Maßnahmen ein exponentielles Wachstum bremsen, sehen wir in Deutschland weiterhin tägliche Neuinfektionen im fünfstelligen Bereich", sagte Fischer. "Wir sehen heute in der Klinik die Infektionszahlen von vor drei Wochen und damit wissen wir auch, dass wir uns mindestens weitere vier Wochen auf steigende Patientenzahlen in den Kliniken einstellen müssen."

26.11.2020 • 16:35 Uhr

Doch keine Infektionen bei polnischen Nerzen

Erste Befunde von Wissenschaftlern, die erstmals in Polen einen Corona-Ausbruch bei Nerzen auf einer Pelztierfarm nachgewiesen hatten, haben sich nach Angaben des Agrarministeriums nicht bestätigt. Untersuchungen des Veterinärinstituts in Pulawy hätten keine Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen, sagte Landwirtschaftminister Grzegorz Puda.. Nur die Ergebnisse von Untersuchungen in Laboren dieser Behörde seien anerkannt.

Am Dienstag hatte die Medizinische Universität in Danzig (Gdansk) mitgeteilt, dass bei acht Tieren eines Zuchtbetriebs in der Wojwodschaft Pommern im Westen des Landes eine Infektion mit Sars-CoV-2 festgestellt worden sei. Insgesamt habe man 91 Nerze untersucht. Eine Sprecherin der Universität wollte die Äußerungen des Landwirtschaftsministers nicht kommentieren. Der Leiter des Veterinärinstituts in Pulawy betonte, gegenwärtig gebe es keinen Nachweis für einen Corona-Ausbruch auf polnischen Nerzfarmen. Die Situation werde aber genau beobachtet. Seit Mai gebe es ein landesweites Monitoring der Pelztierfarmen, sagte der Direktor des Hauptveterinäramtes, Bogdan Konopka.

26.11.2020 • 16:13 Uhr

Impfungen in Afrika wohl erst Ende 2021

Corona-Impfungen werden der Bevölkerung in Afrika laut dem Epidemiologen William Moss frühestens Ende 2021 zur Verfügung stehen. Die derzeit am weitesten fortgeschrittenen Impfstoffe stellten arme Länder vor mehrere Herausforderungen, sagte der Professor an der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore in einem Interview des britischen Senders BBC.

Unter anderem müssten die Impfstoffe gekühlt werden und es brauche zwei Dosen, um wirklichen Schutz zu bieten. Der Impfstoff des deutschen Unternehmens Biontech und des US-Konzerns Pfizer zum Beispiel müsse bei Temperaturen von minus 70 oder minus 80 Grad transportiert und gelagert werden. "Das wird es sehr schwierig machen, diese Impfstoffe auf dem Kontinent zu verteilen, vor allem in ländlichen Gebieten, wo es die Infrastruktur dafür nicht gibt", sagte der Experte für Infektionskrankheiten, der lange in Afrika tätig war.

Man brauche geeignete Fluglinien, die Impfstoffe in die Länder bringen, Lagerkapazitäten im Land und Transportsysteme, um die Impfstoffe in die Verteilzentren zu bringen. Eine weitere Schwierigkeit sei, dass es sehr wenige Länder auf dem Kontinent gebe, die finanziell in der Lage seien, die Impfstoffe direkt von den Herstellern zu kaufen, sagte der Mediziner.

26.11.2020 • 15:34 Uhr

Zuschauerrückkehr in der Premier League - aber nicht bei allen Clubs

Mehrere Fußballvereine der englischen Premier League können ihre Spiele ab kommender Woche erstmals seit März wieder vor Publikum austragen. Meister FC Liverpool, Tabellenführer Tottenham Hotspur und der FC Chelsea sind unter den Club, die bei ihren Heimspielen bis zu 2000 Fans ins Stadion lassen dürfen. Andere Vereine, darunter Manchester United und Manchester City, müssen vorerst weiter vor leeren Rängen spielen.

Bereits am Montag hatte Premierminister Boris Johnson angekündigt, dass bei Fußballspielen in England wieder eine begrenzte Zahl von Fans zugelassen wird. Die genaue Zahl richtet sich dabei nach den regional geltenden Corona-Beschränkungen. Dort, wo die niedrigste Lockdown-Stufe gilt, sind bis zu 4000 Zuschauer erlaubt. In London und Liverpool, wo Stufe 2 gilt, sind maximal 2000 Menschen oder - falls niedriger - die Hälfte der Stadionkapazität zugelassen.

Unter anderem in der Region Greater Manchester gilt bis auf Weiteres die dritte und höchste Stufe. Das Risiko sich mit dem Coronavirus anzustecken, wird von den Behörden als "sehr hoch" eingeschätzt. Deshalb ist dort nach wie vor kein Publikum auf den Rängen erlaubt. Auch Leicester City, Newcastle United und Aston Villa müssen weiter darauf warten, dass sie ihre Stadiontore wieder öffnen dürfen.

26.11.2020 • 15:31 Uhr

Im Großteil von England bleiben Kneipen und Restaurants geschlossen

Für die meisten Einwohner in England werden auf absehbare Zeit verschärfte Corona-Beschränkungen gelten. Das geht aus dem Drei-Stufen-Modell der britischen Regierung vor, das sie am Nachmittag vorstellte.

Nur auf den Scilly-Inseln, der Isle of Wight und im abgeschiedenen Cornwall dürfen Kneipen und Restaurants fast wie zu normalen Zeiten öffnen und Menschen aus unterschiedlichen Haushalten drinnen zusammen kommen; dort gilt die Stufe "mittlerer Alarm".

Für die am 2. Dezember in Kraft tretenden Maßnahmen wird die Mehrheit der englischen Städte und Regionen allerdings in die Stufen "hoher Alarm" und "sehr hoher Alarm" eingeteilt. London steht demnach auf Stufe zwei; dort dürfen die meisten Geschäfte, Restaurants und Freizeiteinrichtungen unter Auflagen öffnen. Große Gebiete in Mittel- und Nordengland hat die britische Regierung derweil mit dem höchsten Risiko verzeichnet. Pubs und andere Gaststätten dürfen Essen nur per Abholservice anbieten, Kinos, Bowlingbahnen und andere Freizeitanlagen bleiben dicht.

Die Maßnahmen sollen am 16. Dezember überprüft werden. Über das ganze Vereinigte Königreich hinweg sollen die Einschränkungen während der Weihnachtsfeiertage aufgehoben werden. Reisen sind dann wieder erlaubt und bis zu drei Haushalte sollen zusammenkommen dürfen.

26.11.2020 • 15:11 Uhr

IG Metall: Eltern wegen vorgezogener Ferien bezahlt freistellen

Die Gewerkschaft IG Metall fordert wegen der nun in einigen Bundesländern vorgezogenen Weihnachtsferien bezahlte freie Tage für Eltern. Die wegen Corona vereinbarte Vorverlegung der Ferien dürfe nicht auf deren Rücken ausgetragen werden, sagte der Chef der Gewerkschaft, Jörg Hofmann.

Die IG Metall fordere Arbeitgeber und Politik zum gemeinsamen Handeln auf: "Stellt die Eltern zumindest jetzt an diesen Tagen bezahlt frei!" Es seien die gleichen Eltern, die schon zu Beginn der Pandemie die Schließung von Kitas und Schulen über Urlaubstage, Abbau von Arbeitszeitkonten und Entgeltverzicht auffangen mussten.

26.11.2020 • 14:54 Uhr

Kritik an einseitiger Belastung des Bundes bei Corona-Hilfen

Angesichts der hohen Kosten für die Corona-Überbrückungshilfen wächst auch in der SPD der Widerstand gegen die einseitige Belastung des Bundes. Die Verlängerung der Novemberhilfe in den Dezember sei zwar richtig, sagte SPD-Parlamentsgeschäftsführer Carsten Schneider der "Welt". "Sollten auch im Januar solche massiven Hilfen nötig werden, stellt sich natürlich die Frage, ob der Bund weiter fast alleine die Kosten stemmt."

Zuvor hatte bereits die Unionsfraktion die Kostenbelastung für den Bund kritisiert und eine stärkere Beteiligung der Länder gefordert. In diesem Sinne hatte sich etwa Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) geäußert. Sollten solche Hilfen über den Jahreswechsel hinaus immer noch nötig sein, müssten sich die Länder beteiligen, forderte er am Dienstag.

Allein die Überbrückungshilfen für den November schlagen nach Regierungsangaben mit rund 15 Milliarden für den Bund zu Buche. Der Bund könne das nicht alles stemmen, sonst habe es sich "bald ausgewummst", sagte Unionsfraktionsvize Andreas Jung (CDU) am Donnerstag der "Welt". "Wir brauchen mit dem neuen Jahr auch eine neue Partnerschaft von Bund und Ländern bei der Finanzierung der Corona-Aufgaben."

26.11.2020 • 14:38 Uhr

Niederlande mit mehr als 500.000 bestätigten Infektionen

Die Niederlande haben die Marke von einer halben Million Infizierten überschritten. Neuesten Daten zufolge gibt es 503.123 bestätigte Infektionsfälle. Allein in den letzten 24 Stunden seien 4470 dazu gekommen. Das waren etwas weniger als einen Tag zuvor. Die Niederlande gehören zu den am härtesten von der zweiten Welle getroffenen Ländern in Europa.

26.11.2020 • 14:34 Uhr

Einschränkungen für Weihnachtsfeiern in Israel

Anders als in den Vorjahren wird es bei den traditionellen Einzügen des Kustos und des lateinischen Patriarchen von Jerusalem nach Bethlehem in diesem Jahr Einschränkungen geben. Unter anderem dürfen beim ersten Stopp des Konvois am Kloster Mar Elias nur offizielle Kirchenvertreter nach vorheriger Koordinierung die Fahrzeuge verlassen, erklärte die zuständige israelische Koordinationsstelle für Regierungsaktivitäten in den besetzten Gebieten (COGAT).

Traditionell begrüßen Vertreter der Bethlehmer Kirchen in Mar Elias die kirchlichen Konvois. COGAT arbeite seit Wochen an der Abstimmung der Weihnachtsfeiern in Jerusalem und Bethlehem, "um sicherzustellen, dass sie in für die Gläubigen sicheren und gesunden Bedingungen stattfinden", so die Behörde. Insbesondere Menschenansammlungen sollen verhindert werden. Die israelische Polizei werde für die Durchsetzung der Maßnahmen sorgen. Weitere Details zu den Einschränkungen wurden noch nicht bekannt gegeben.

Eine Dudelsackgruppe spielt am Manger-Platz in Bethlehem (Archivbild) | REUTERS

Traditionell ziehen die Weihnachtsfeierlichkeiten in Bethlehem große Menschenmengen an. (Archivbild) Bild: REUTERS

26.11.2020 • 14:31 Uhr

Leipziger Gewandhaus schickt im Advent "Konzertbus" durch die Region

Das Leipziger Gewandhaus schickt im Advent einen "Konzertbus" auf Tour, um trotz Corona-Schließung Konzerterlebnisse möglich zu machen.

Die Advents- und Weihnachtszeit ohne öffentliche Konzerte zu erleben, sei schwer vorstellbar, teilte das Gewandhaus mit. Darum solle ein Doppelstock-Bus, der sonst für Stadtrundfahrten genutzt wird, an den kommenden Samstagen zum "Konzertbus" werden. Auf dem offenen Oberdeck werden Musikerinnen und Musiker des weltbekannten Orchesters spielen. 

Der Bus werde an verschiedenen Orten in Leipzig und im Umland Station machen. Angesteuert werden sollen öffentliche Plätze sowie Sozial- und Pflegeeinrichtungen.

26.11.2020 • 14:30 Uhr

Ärztekammer: Begrenzte Lockerungen für Weihnachten vertretbar

Die von Bund und Ländern vorgesehenen Lockerungen der Kontaktbeschränkungen für Weihnachten und Silvester sind aus Sicht der Bundesärztekammer vertretbar. "Wenn wir uns an die Infektionsschutzbestimmungen halten und die AHA-Regeln befolgen, sind die zeitlich begrenzten Lockerungen vertretbar und aus psychosozialen Gründen sogar geboten", sagte Kammerpräsident Klaus Reinhardt.

Gerade für Ältere, "die wohl am meisten unter Isolation und Einsamkeit in Zeiten des Lockdowns leiden, ist es wichtig, die Weihnachtsfeiertage im Kreis der Familie verbringen zu können", meinte Reinhardt weiter. Er appellierte an die Bürger, die Ausnahmeregeln verantwortlich zu nutzen und sich selbst wie auch Mitmenschen vor Ansteckung zu schützen. Die beschlossene Verlängerung des Teil-Lockdowns nannte der Kammerchef "epidemiologisch vernünftig und mit Blick auf die angespannte Versorgungslage in den Kliniken leider notwendig".

26.11.2020 • 14:21 Uhr

Bayern beschließt Quarantänepflicht für Tagestouristen ins Ausland

Wintersportler und andere Tagestouristen, die auch nur kurz in ein Risikogebiet im Ausland reisen, sollen in Bayern künftig verpflichtend in Quarantäne müssen. Eine Ausnahmeregelung für Aufenthalte unter 24 Stunden soll nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe gelten, insbesondere Arbeit, Schule, Arztbesuche, familiäre Angelegenheiten und Geschäfte des täglichen Bedarfs. Das hat das bayerische Kabinett nach Angaben der Staatskanzlei beschlossen.

26.11.2020 • 14:20 Uhr

Griechenland verlängert Lockdown um eine Woche

Die Corona-Beschränkungen für die Gesellschaft und Wirtschaft in Griechenland werden um eine weitere Woche bis zum 7. Dezember verlängert. Die epidemiologischen Zahlen seien weiter hoch und daher sei die Entscheidung nötig, sagte Regierungssprecher Stelios Petsas.

Ursprünglich war der Lockdown bis zum 30. November vorgesehen. Zu den Vorschriften gehört, dass unter anderem Bars, Restaurants, Museen, Unterhaltungsstätten und Fitnessstudios geschlossen sind. Einwohnerinnen und Einwohner dürfen ihre Häuser und Wohnungen nur aus bestimmten Gründen verlassen, etwa für die Arbeit, zum Einkaufen, für Sport oder das Gassigehen. Wie häufig oder wie lange man draußen ist, wurde nicht beschränkt. Allerdings gilt eine Ausgangssperre von 21.00 Uhr bis 5.00 Uhr morgens.

Die Bekanntgabe der Verlängerung kam zur gleichen Zeit wie ein 24-Stunden-Streik des öffentlichen Dienstes. Die Beschäftigten fordern unter anderem bessere Arbeitsschutzvorkehrungen gegen das Coronavirus. Der Streik sorgte für Verspätungen im öffentlichen Verkehr und bei anderen Dienstleistungen. Mehrere hundert Personen widersetzten sich der Auflage, in der Pandemie nicht für Proteste zusammenzukommen. Sie gingen in Athen und Thessaloniki auf die Straßen.

26.11.2020 • 14:14 Uhr

BUND kritisiert Beschlüsse zu Feuerwerk

Die Umweltorganisation BUND hat die Beschlüsse von Bund und Ländern zum Silvesterfeuerwerk kritisiert. "Es kann nicht sein, dass wir mitten in der Corona-Pandemie eine Überlastung der Notaufnahmen riskieren und Betroffene noch größeren Risiken aussetzen", sagte Olaf Bandt, Vorsitzender des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Die Länderchefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatten am Mittwoch beschlossen, dass Silvesterfeuerwerk auf belebten Plätzen und Straßen untersagt wird, um größere Gruppen zu vermeiden. Die örtlichen Behörden sollen die betroffenen Plätze und Straßen bestimmen. Grundsätzlich wird "empfohlen", zum Jahreswechsel auf Feuerwerk zu verzichten. Ein Verbot des Feuerwerksverkaufs soll es nicht geben.

Umfragen zeigten jedoch, dass eine große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger ein Verbot oder zumindest eine Einschränkung der privaten Böllerei befürworte, sagte Bandt. Große Handelsketten hätten bereits reagiert und wollten Feuerwerk aus ihrem Sortiment nehmen. Es gehe nicht um totalen Verzicht, sondern um vorsorgliches Handeln. "Konzessionen an die Pyrotechnik-Industrie zu machen, ist dagegen eine denkbar schlechte Entscheidung", sagte Bandt.

26.11.2020 • 14:13 Uhr

Niedersachsen schärft Regeln für Schulen in Corona-Hotspots

Für Schulen in Corona-Hotspots gelten ab Dezember in Niedersachsen verschärfte Regeln. Zentral dabei sei in Orten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz ab 200 der automatische Wechsel in geteilte Lerngruppen für alle Schülerinnen und Schüler ab dem 7. Jahrgang, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD).

Das Szenario B, also der Unterricht im Wechselmodell, gelte ab dem 1. Dezember sofort und für mindestens 14 Tage für alle Schulen in einer betroffenen Stadt oder einem betroffenen Landkreis. Einen Wechsel betroffener Schulen zurück zum vollständigen Präsenzunterricht gibt es erst dann, wenn der Inzidenzwert an drei aufeinanderfolgenden Tagen unter 200 liegt und kein neuer Infektionsfall an der Schule auftritt, sagte Tonne weiter.

Alle Schüler in Corona-Hotspots müssen zudem eine Mund-Nasen-Bedeckung auch im Unterricht tragen. Auch Grundschülerinnen und Grundschüler in Regionen mit ausgeprägtem Infektionsgeschehen bei einer Sieben-Tage-Inzidenz ab 200 unterliegen ab dann der Maskenpflicht.

26.11.2020 • 14:04 Uhr

Italien plant "coronafreie" Flugverbindungen

Italien will als erstes europäisches Land "coronafreie" Flugverbindungen mit den USA anbieten und den Passagieren so die Quarantäne ersparen. Reisende aus den Vereinigten Staaten sollen ab Dezember am Flughafen Fiumicino in Rom einen Antigen-Schnelltest machen können, wie der Betreiber mitteilte. Ähnliches solle zudem für die Flugverbindungen nach München und Frankfurt angeboten werden.

Der Flughafenbetreiber einigte sich demnach mit der italienischen Fluggesellschaft Alitalia und der US-Gesellschaft Delta Air Lines auf dieses Vorgehen. Die Regelung soll für die Flughäfen New York, Newark und Atlanta gelten. Zunächst handele es sich um eine "experimentelle Phase", teilte der Betreiber weiter mit. Ziel sei es, die Regelung im Sommer 2021 auszuweiten.

Auch die Lufthansa hatte Mitte November ein Testprojekt mit verbindlichen Schnelltests im Flugverkehr gestartet. Die Airline fliegt auf der Verbindung zwischen München und Hamburg demnach zweimal täglich nur mit Insassen, die vor dem Abflug negativ auf das Coronavirus getestet wurden.

26.11.2020 • 13:32 Uhr

Hessen will Hotelübernachtungen für Weihnachtsbesuche erlauben

Für Verwandtenbesuche über die Weihnachtsfeiertage will Hessen private Übernachtungen in Hotels ermöglichen. Das kündigte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) an.

Wer eine Verwandtenreise mache, "der muss ja auch die Chance haben, irgendwo übernachten zu können", sagte er. Schließlich habe nicht jeder die Möglichkeit, für Besucher ein Zimmer zur Verfügung zu stellen. Reine touristische Reisen seien derzeit mit Blick auf die Corona-Pandemie nicht angesagt, betonte Bouffier. Aber die Hotels seien ja grundsätzlich geöffnet - etwa für Geschäftsreisende.

Schon jetzt sei es so, dass für besondere Fälle auch Privatleute in Hotels übernachten dürften, etwa bei Familienbesuchen nach einem Todesfall. Hessen könne die Hotelübernachtungen für Weihnachtsbesuche derzeit aus gesetzlichen Gründen noch nicht regeln, werde dies aber rechtzeitig tun, kündigte Bouffier an.

Kanzleramtsminister Helge Braun sagte hingegen bei RTL: "Das kann man nicht kontrollieren. Und eben touristische Reisen dürfen auf keinen Fall stattfinden." Hotels und Gastronomie seien nun zunächst bis 20. Dezember geschlossen. "Aber wir gehen auch davon aus, dass wir das noch in den Januar hinein verlängern müssen."

26.11.2020 • 13:13 Uhr

Bahnkunden können von Freitag an weniger Plätze reservieren

Fahrgäste der Deutschen Bahn können von morgen an nur noch einen Sitzplatz pro Doppelsitz reservieren. Der jeweilige Platz daneben bleibt demnach für eine Reservierung gesperrt, wie der Konzern mitteilte. Bund und Länder hatten die Bahn aufgefordert, zum Schutz vor Corona-Ansteckungen die Reservierbarkeit zu beschränken. Es sollen weniger Einzelreisende nebeneinander sitzen. Reisen ohne Reservierung wären damit aber weiter möglich.

Einzelreisenden werden automatisch Fenstersitzplätze zugewiesen. An den Tischen seien nur sich schräg gegenüberliegende Plätze reservierbar. In Abteilen mit sechs Sitzplätzen seien nur noch zwei Plätze buchbar. Damit seien nur noch 60 Prozent der Sitzplätze reservierbar. Gemeinsam Reisende wie Familien und Paare können in Extra-Bereichen nebeneinander liegende Sitzplätze reservieren, wie es hieß.

Das Unternehmen hat sich noch nicht zu möglichen Umstellungen geäußert. Die Auslastung der Züge liegt nach Bahnangaben noch bei gut einem Fünftel.

26.11.2020 • 13:09 Uhr

Oberverwaltungsgericht untersagt Outdoor-Training in Kleingruppen

Fitnesstrainer können nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen auch draußen kein kontaktloses Training in Kleingruppen anbieten. Die Corona-Verordnung in NRW erlaube ausschließlich Individualsport allein, zu zweit oder ausschließlich mit Personen des eigenen Hausstands, erklärte das Gericht in Münster.

Zwar seien kommerzielle Sportanbieter in ihrer Berufsfreiheit tiefgreifend beeinträchtigt, jedoch sei dies etwa durch die angekündigten Novemberhilfen vorübergehend hinnehmbar, erklärten die Richter. Der Beschluss ist unanfechtbar.

Im konkreten Fall wollte ein Fitnesstrainer aus Dortmund mit einem Eilantrag erreichen, ein Outdoor-Sportangebot für Training auf Abstand in Kleingruppen mit bis zu zwölf Teilnehmern plus Trainer anbieten zu können. Dies lehnte das OVG mit Verweis auf die Reduzierung der Infektionsausbreitung ab. Dass Gastronomiebetriebe Speisen und Getränke zum Mitnehmen anbieten dürfen und Menschen zum Friseur oder zum Einkaufen den gleichen Weg wie zum Training zurücklegen müssten, verstoße nicht gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz, erklärte das Gericht. Es handele sich nicht um vergleichbare Sachverhalte, betonten die Richter.

26.11.2020 • 13:03 Uhr

EMA erwartet ersten Zulassungsantrag für Impfstoff in Kürze

Die Europäische Arzneimittelagentur EMA erwartet "in den kommenden Tagen" den ersten Antrag für eine bedingte Marktzulassung eines Corona-Impfstoffs.

Die EMA gab nicht bekannt, von welchem Impfstoffhersteller sie den Antrag erwartet. Die Partner Biontech und Pfizer sind aber die Unternehmen, die im Zulassungsverfahren mit ihrem Covid-19-Vakzin am weitesten fortgeschritten sind. Bei der US-Gesundheitsbehörde FDA haben sie Ende vergangener Woche den Antrag auf Notfallgenehmigung gestellt. Mit einer fortlaufenden Überprüfung der Daten aus der zulassungsrelevanten Studie von Biontech und Pfizer hat die EMA schon Anfang Oktober begonnen.

26.11.2020 • 12:58 Uhr

Mehr Erleichterungen für Firmen beim Rundfunkbeitrag

Firmen, die wegen der Corona-Pandemie Betriebsstätten schließen müssen, können sich künftig leichter vom Rundfunkbeitrag freistellen lassen.

Bislang war dafür Bedingung, dass die Betriebsstätte mindestens drei zusammenhängende Monate lang dicht war, nun können auch nicht zusammenhängende Schließungstage zusammenrechnet werden, wie der Beitragsservice für ARDZDF und Deutschlandradio mitteilte.

Bedingung ist weiterhin, dass Betriebe mindestens 90 Tage auf behördliche Anordnung nicht öffnen konnten, wie es weiter hieß. Dann können Unternehmen, Institutionen und Einrichtungen des Gemeinwohls nach der Wiedereröffnung der Betriebsstätte rückwirkend ihre Rundfunkbeiträge auf Antrag zurückbekommen. Dazu zählen den Angaben zufolge zum Beispiel auch gewerblich genutzte Ferienwohnungen, ebenso wie Hotels und Pensionen. Bereits gewährte Freistellungen können durch die Neuerung unter Umständen verlängert werden. All das ist nur möglich, wenn der Geschäftsbetrieb vollständig eingestellt wurde.

26.11.2020 • 12:48 Uhr

Flächendeckende Maskenpflicht ab siebter Klasse in Brandenburg

Nach dem Bund-Länder-Gipfel zu den neuen Corona-Maßnahmen führt die Brandenburger Landesregierung eine flächendeckende Maskenpflicht für Schüler ab der siebten Klasse ein. "Wir müssen auf die gestiegenen Infektionszahlen reagieren", sagte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) im rbb. Die Regel gilt demnach nicht nur in besonders betroffenen Regionen, sondern im gesamten Bundesland.

Neben der Maskenpflicht, die laut Ernst von vielen Schülern bereits freiwillig umgesetzt wird, plane die Landesregierung in besonders betroffenen Regionen außerdem Hybridunterricht. Schulklassen sollen somit aufgeteilt werden und getrennt in der Schule und zu Hause lernen. Auch versetzte Anfangszeiten für den Unterricht seien im Gespräch, um Kontakte im Schulverkehr zu vermeiden.

26.11.2020 • 12:45 Uhr

Altmaier für mehr verkaufsoffene Sonntage 2021

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) fordert wegen der Corona-Pandemie mehr verkaufsoffene Sonntage im kommenden Jahr. "Ich würde mir wünschen, dass das, was an Umsatzausfällen in diesem Jahr angefallen ist, über weitere verkaufsoffene Sonntage im nächsten Jahr wieder reingeholt werden kann", sagte er der "Bild".

Er habe an alle Landesregierungen und Kommunen die Bitte gerichtet, mit den Öffnungszeiten möglichst großzügig und flexibel umzugehen. Der Erhalt des stationären Einzelhandels in Deutschland sei eine "nationale, ja auch eine patriotische Aufgabe", sagte Altmaier der Zeitung zufolge. Er möchte nicht in einer Stadt leben, in der es nur noch Geschäfte großer Ketten gebe.

26.11.2020 • 12:43 Uhr

Was kommt nach Corona?

Wird nach Corona alles wie früher? Welche Folgen hat die Pandemie auf das Zusammenleben? Der tagesschau-Podcast wagt ein Gedankenexperiment.

26.11.2020 • 12:35 Uhr

Schmidt-Chanasit fordert nachhaltige Strategie

Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg hat eine langfristige und nachhaltige Strategie im Kampf gegen die Corona-Pandemie angemahnt. Diese müsse "mit möglichst einfachen, nachvollziehbaren Maßnahmen, die auch durchsetzbar und umsetzbar sind" gestaltet werden. Es gehe darum, "wenige Maßnahmen und wirksame Maßnahmen zu haben, und die konsequent durch- und umzusetzen".

Die geplanten Lockerungen zu den Feiertagen sieht Schmidt-Chanasit kritisch: "Wir müssen sehen, ob es zu einem Jojo-Effekt kommt, damit wäre natürlich keinem geholfen, wenn wir wieder Anfang Januar eine kritische Situation haben, um dann über einen viel stärkeren Lockdown nachzudenken." Die Probleme, die zum "Wellenbrecher-Shutdown" geführt haben, wären dann nur in die Zukunft verschoben.

Während der verstärkte Fokus auf den Schutz von Alten- und Pflegeheime eine "absolut zielführende und richtige Maßnahme" sei, sei es "unklar", ob andere Maßnahmen wie die Beschränkung der Personen in Geschäften zu einem nennenswerten Absenken der Fallzahlen führen könnten.

Entscheidend sei, der Bevölkerung jede Maßnahme "sehr gut zu erklären", sagte Schmidt-Chanasit. "Ohne die Mitwirkung der Bevölkerung nutzen auch die besten Maßnahmen nichts." Jede einzelne Maßnahme und ihre Wirkung müssten gut begründet werden.

26.11.2020 • 12:05 Uhr

Polen legt neues Milliarden-Hilfsprogramm auf

Polen schnürt im Kampf gegen die Corona-Krise ein neues Hilfspaket für die Wirtschaft. Es werde ein Volumen von umgerechnet 7,8 Milliarden bis rund neun Milliarden Euro haben, kündigte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki an. Man müsse der Wirtschaft in dieser schwierigen Situation unter die Arme greifen und sie auch bei der Bewältigung der Pandemie-Folgen im nächsten Jahr unterstützen, auch zum Erhalt von Arbeitsplätzen.

26.11.2020 • 12:03 Uhr

Schweiz sieht keine Chance auf europaweite Schließung der Skigebiete

Für die Schweiz ist eine Schließung der Skigebiete in diesem Winter kein Thema. "In der Schweiz sind Bundesrat, Behörden und die Tourismusbranche überzeugt, dass der Schweizer Weg - für den Moment - richtig ist und die Wintersaison sicher stattfinden kann", sagte Markus Berger, Sprecher von Schweiz Tourismus, der Nachrichtenagentur dpa.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich mit Blick auf anstehende Winterurlaube dafür ausgesprochen, dass alle Skigebiete in Europa schließen. "Wir werden uns in Europa um eine Abstimmung bemühen, ob wir alle Skigebiete schließen könnten", sagte sie.

26.11.2020 • 12:02 Uhr

Bremer Bürgermeister sieht Bund bei Wirtschaftshilfen in der Pflicht

Der Bremer Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) sieht für Corona-Wirtschaftshilfen im kommenden Jahr den Bund in der Verantwortung. Überall, wo es aufgrund von Bundesgesetzen Einschränkungen und somit Ansprüche auf wirtschaftliche Unterstützung gebe, stehe "der Bund in der Pflicht", sagte der Regierungschef im Deutschlandfunk.

Er könne verstehen, dass der Bund die Wirtschaftshilfen nicht dauerhaft über Kredite und neue Schulden finanzieren wolle, sagte Bovenschulte. Am Ende müsse aber jemand "die Rechnung bezahlen". Zur Finanzierung der Wirtschaftshilfen brachte er auch einen Solidaritätszuschlag ins Spiel, der von weniger betroffenen Ländern gezahlt werden solle. "Die Pandemie ist über uns alle unverschuldet hereingebrochen, und trotzdem kommen manche Teile der Gesellschaft, manche Branchen viel besser durch die Krise als andere", sagte Bovenschulte. "Da ist es ein Gebot der Solidarität, dass es zwischen diesen unterschiedlichen Gruppen einen Lastenausgleich gibt".

26.11.2020 • 12:00 Uhr

Kretschmann warnt vor Euphorie wegen Corona-Impfstoffen

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat davor gewarnt, angesichts der Hoffnung auf Corona-Impfstoffe in Euphorie zu verfallen. Zwar läuteten die erfolgreich getesteten Impfstoffe das Ende der Pandemie ein, sagte Kretschmann im Stuttgarter Landtag. Vorerst müssten sich die Menschen aber weiter an die beschlossenen Einschränkungen halten. "Sonst verhalten wir uns wie ein Fallschirmspringer, der aus Vorfreude vor der Landung seinen Fallschirm abwirft", sagte Kretschmann.

Mit Zahlen weit über 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen bewege sich Baden-Württemberg praktisch flächendeckend auf Alarmstufe rot. Kretschmann verteidigte die verschärften Maßnahmen gegen die Pandemie im Landtag gegen Kritik der Opposition. Das Offenhalten der Schulen sei eine politische Entscheidung gewesen, die "entgegen der Infektionslage" richtig sei. "Wir alle waren uns einig, dass Kitas und Schulen höchste Priorität haben", sagte Kretschmann über die Verhandlungen von Bund und Ländern am Mittwoch.

26.11.2020 • 11:58 Uhr

Grütters: Kultur darf nicht als letztes wieder öffnen dürfen

Kultureinrichtungen sollten in der Corona-Krise aus Sicht von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) nicht ganz hinten stehen. "Sie waren die ersten, die schließen mussten - sie dürfen nicht die letzten sein, die wieder öffnen dürfen."

Für die Kreativen sei es bitter, auch im Dezember ihre Kunst vielfach nicht ausüben zu können, meinte Grütters. "Es ist traurig für uns alle, dass viele Kultureinrichtungen noch länger geschlossen bleiben müssen."

Die Staatsministerin begrüßte aber, dass erstmals ausdrücklich klargestellt worden sei, dass die Einrichtungen wegen des hohen und auch im Grundgesetz verankerten Rangs der Kunstfreiheit öffnen dürften, sobald dies unter Beachtung der Infektionslage wieder möglich sei. "Die Kulturszene verhält sich seit Beginn der Pandemie sehr solidarisch, obwohl sie in ihrem Lebensnerv getroffen ist und ein großes Opfer bringt", erklärte Grütters. Zudem hätten viele Kultureinrichtungen vorbildliche Hygienekonzepte und Abstandsregelungen entwickelt.

26.11.2020 • 11:56 Uhr

Französischer Regierungsberater: Rückkehr zur Normalität bis nächsten Herbst

In Frankreich rechnet ein Regierungsberater bei einem Erfolg der Impfstoff-Programme mit einer Rückkehr zu einer gewissen Normalität bis zum Herbst nächsten Jahres. Dazu müsse aber 80 bis 90 Prozent der Bevölkerung geimpft sein, sagt der führende Epidemiologe Arnaud Fontanet dem TV-Sender BFM.

Nach den jüngsten Erfolgsmeldungen bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffes hatte die britische Regierung dagegen kürzlich die Hoffnung auf eine allmähliche Rückkehr zur Normalität nach Ostern geäußert.

26.11.2020 • 11:55 Uhr

Jeder vierte Lehrer zeigt Anzeichen von Burnout

Jeder vierte Lehrer zeigt einer Umfrage zufolge in der Coronakrise Anzeichen von Burnout und ist regelmäßig emotional erschöpft. 65 Prozent der Beschäftigten in den Schulen machen sich größere Sorgen um ihre Gesundheit, wie aus der Erhebung der Krankenkasse DAK-Gesundheit und des Deutschen Lehrerverbands hervorgeht.

90 Prozent der Befragten gaben an, dass der Schulunterricht im Vergleich zum Vorjahr deutlich anstrengender geworden sei. Gründe dafür seien das Durchsetzen der Corona-Maßnahmen bei den Schülern, der eigene Gesundheitsschutz sowie der Ausfall von Kollegen. Die Coronakrise habe die Symptome für Burnout und emotionale Erschöpfung verschärft. "Wir erleben aktuell, wie stark die seelische Gesundheit vieler Lehrkräfte unter der Corona-Pandemie leidet", erklärte DAK-Vorstandschef Andreas Storm.

Für die Umfrage wurden im Oktober 2300 Lehrer verschiedener Schulformen in Nordrhein-Westfalen online befragt.

26.11.2020 • 11:53 Uhr

Forscherin: "Feiertage sind eine wirkliche Herausforderung"

Um das Risiko von Corona-Ansteckungen bei Feiern an Weihnachten und Silvester entscheidend zu senken, muss die Pandemie zuvor nach Prognosen von Wissenschaftlern deutlich eingedämmt werden. Derzeit können nicht alle Infizierten lokalisiert werden.

Bei täglich rund 20.000 Neuinfektionen in Deutschland reichten die Testkapazitäten nicht aus, sagte Viola Priesemann vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen. Damit steige die Dunkelziffer. Einer Modellrechnung zufolge sind derzeit bis zu doppelt so viele Infektionen unentdeckt wie bekannt.

"Die Feiertage sind wirklich eine Herausforderung", sagte Priesemann. Nicht nur, dass viele Menschen an Weihnachten nach Hause reisten, um mit ihren Familien zu feiern - wenige Tage später an Silvester träfen sie dann im Freundeskreis mit völlig anderen Gruppen zusammen. Die Treffen an sich wären kein Problem, sagte die Forscherin, "wenn wir genug Tests hätten und die Infizierten alle vorher gefunden werden würden". Leider sei das derzeit nicht der Fall.

26.11.2020 • 11:51 Uhr

Laschet: "Wir sind auf der Zielgeraden"

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat im Düsseldorfer Landtag um Verständnis für die verschärften Corona-Maßnahmen geworben und den Menschen Mut gemacht. Es sei wichtig, "jetzt nicht locker zu lassen", sagte er.

Besonders die voraussichtliche Zulassung eines Impfstoffs noch in diesem Jahr sei Grund zur Hoffnung. "Wir sind auf der Zielgeraden", sagte der Ministerpräsident. Anders als in vergangenen Jahrhunderten stehe die Menschheit einer Pandemie nicht mehr tatenlos gegenüber. Innerhalb von neun Monaten hätten "kluge Wissenschaftler" einen Impfstoff entwickelt, der die Menschen schütze - für Laschet einer von drei "Lichtblicken". Auch die Wirtschaft habe sich im dritten Quartal positiver entwickelt als erwartet.

Als dritten "Lichtblick" führte der Ministerpräsident die geplante Verbesserung der Corona-Warnapp an. Sobald die Kontaktverfolgung digitalisiert sei, würden auch die Gesundheitsämter entlastet. Laschet appellierte gleichzeitig an die Bürger, die für Weihnachten beschlossenen Maßnahmen eigenverantwortlich einzuhalten. "Wenn da alle mitmachen, ist das wirkungsvoller als jede Verordnung", sagte er. Niemand werde an Heiligabend nachzählen, wie viele Menschen unter dem Christbaum versammelt sind.

26.11.2020 • 11:49 Uhr

Umfrage: Mehrheit der Jugend nimmt Rücksicht in der Pandemie

Eine große Mehrheit der jüngeren Generationen in Deutschland zeigt sich nach einer aktuellen Umfrage in der Pandemie solidarisch. So finden es zwei Drittel der Interviewten zwischen 14 und 39 zurzeit wichtig, zum Schutz von Familie und Freunden auf Partys zu verzichten, heißt es in einer Vorab-Auswertung für die repräsentative Studie "Junge Deutsche 2021".

Lediglich acht Prozent der Befragten antworten, dass sie einen Verzicht auf Feiern unwichtig finden. Rund ein Viertel (26 Prozent) gibt dazu "teils teils" an. Eine große Mehrheit (73 Prozent) hat auch mit Abstandhalten und Masketragen kein Problem.

Online interviewt wurden für die Studie 1602 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen Mitte Oktober und Mitte November.

26.11.2020 • 11:47 Uhr

Haushaltsausschuss beginnt abschließende Etat-Beratung

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat mit seinen abschließenden Beratungen über den Etat für 2021 begonnen. Es wird mit einer langen Sitzung bis in die Nacht gerechnet. Der zuletzt noch einmal überarbeitete Entwurf von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sieht zur Bewältigung der Corona-Krise neue Schulden von mehr als 160 Milliarden Euro vor.

Mit dem Geld sollen unter anderem Hilfsprogramme für die Wirtschaft fortgesetzt und Impfstoffe gekauft werden. Zugleich sind Investitionen in Straßen, Schienen, Kinderbetreuung, Digitalisierung und den klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft vorgesehen. Eingeplant sind auch Entlastungen für viele Bürger: Für die meisten fällt ab Januar der Solidaritätszuschlag weg, außerdem sollen das Kindergeld und der Grundfreibetrag bei den Steuern erhöht werden.

Der Bundestag soll den Haushaltsentwurf in zweiter und dritter Lesung in der Woche vom 8. bis 11. Dezember verabschieden. Erfahrungsgemäß werden die Abgeordneten in der sogenannten Bereinigungssitzung noch eine Reihe von Änderungen vornehmen.

26.11.2020 • 11:22 Uhr

Kritik an Corona-Maßnahmen

Es kam, wie es kommen musste, denn nichts anderes als eine Verlängerung der Maßnahmen lassen die Corona-Zahlen zu. Kritik an den Beschlüssen von Bund und Ländern kommt von vielen Seiten, etwa vom Handel und der Lehrergewerkschaft:

26.11.2020 • 11:01 Uhr

New York: Gericht kippt Corona-Auflagen für Kirchen

Das Oberste US-Gericht hat New York vorerst verboten, Auflagen für die Besucherzahl von Gotteshäusern in der Corona-Pandemie umzusetzen. Regeln für religiöse Gebäude seien besonders restriktiv, hieß es in einer Begründung der Mehrheitsentscheidung vom Mittwochabend. Es war der erste Beschluss des Supreme Court, bei der die Stimmentscheidung der neuen, von Präsident Donald Trump ausgewählten konservative Richterin Amy Coney Barrett bekannt wurde.

Die katholische Kirche und eine jüdische Organisation hatten ihre Klage damit begründet, dass die Regelungen für Geschäfte weniger streng seien als für religiöse Stätten. Der Bundesstaat New York verteidigte seine Auflagen für religiöse Zusammenkünfte vergeblich mit dem Argument, diese seien weniger streng als die Vorschriften für weltliche Zusammenkünfte wie Konzerte und Theateraufführungen. Je nach dem örtlichen Infektionsgeschehen hat der Bundesstaat die Zahl der Besucher von Gotteshäusern auf zehn beziehungsweise 25 beschränkt.

26.11.2020 • 10:57 Uhr

Hildburghausen: Mehr als 600 Neuinfektionen

Der Corona-Hotspot Hildburghausen in Thüringen hat erneut den deutschlandweiten Höchstwert an Neuinfektionen mit dem neuartigen Virus verzeichnet. Mit 602,9 wurde erstmals ein Wert von mehr als 600 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche registriert, wie das Robert Koch-Institut mitteilte. Innerhalb der letzten 24 Stunden kamen nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Erfurt allein im Landkreis Hildburghausen 70 neue Fälle hinzu, landesweit waren es 628.

Damit liegt die Gesamtzahl der seit Beginn der Corona-Pandemie in Thüringen nachgewiesenen Infektionen bei 15.248. Als genesen gelten 10.260 Menschen, die Zahl der an oder mit dem Corona-Virus Verstorbenen stieg auf 327. Laut der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin wurden 74 Patienten heute auf Intensivstationen behandelt, 32 davon mussten künstlich beatmet werden.

26.11.2020 • 10:47 Uhr

Lage in Finnland verschlechtert sich

Finnlands Regierung warnt vor einer erheblichen Verschärfung der Lage in der Corona-Pandemie. Die Virus-Situation habe sich in den vergangenen Tagen rapide verschlechtert, sagt Ministerpräsidentin Sanna Marin. Die 14-Tage-Inzidenz der Infektionen pro 100.000 Einwohner lag in Finnland am Mittwoch bei 75,8 und damit auf dem zweitniedrigsten Niveau in Europa hinter Island, wie Daten des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten zeigen. Die Regierung warnte jedoch davor, dass die Zahl der Neuinfektionen in besorgniserregendem Tempo steige.

26.11.2020 • 10:20 Uhr

Sachsen erwägt Alkoholverbot in der Öffentlickeit

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat für Regionen mit besonders hohen Corona-Infektionszahlen weitere Einschränkungen angekündigt. Diese sollen ab kommender Woche gelten, sagte er im Mitteldeutschen Rundfunk. Unter anderem dürfen sich dann weniger Menschen treffen. In der Öffentlichkeit soll das Trinken von Alkohol untersagt werden können. Angesicht der "Glühweinzeit" sei ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit naheliegend, "weil doch der eine oder andere den Verlockungen nicht entgehen kann und es dann immer wieder zu größeren Ansammlungen von Personen kommt".

Zwei Menschen stoßen mit Bier an. | dpa

Um öffentliche Ansammlungen zu vermeiden, erwägt Sachsen ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit. Bild: dpa

Zudem sollen die Bewohner in den betroffenen Gebieten ihre Wohnungen nur noch aus triftigem Grund verlassen - zum Einkaufen, zur Arbeit oder zur Schule. Am Freitag soll das Kabinett in Dresden über die Details beraten.

Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge liegt mit einer 7-Tage-Inzidenz von 364 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner derzeit bundesweit an zweiter Stelle. Auch die sächsischen Kreise Zwickau, Bautzen und der Erzgebirgskreis gehören zu den 15 Landkreisen mit den höchsten Inzidenzen. Einsamer Spitzenreiter ist derzeit der südthüringische Landkreis Hildburghausen mit einer 7-Tage-Inzidenz von fast 603 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

26.11.2020 • 09:59 Uhr

Schwedisches Prinzenpaar positiv auf Corona getestet

Der schwedische Prinz Carl Philip und seine Frau Prinzessin Sofia sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das schwedische Königshaus mit. Der jüngere Bruder von Kronprinzessin Victoria und seine Gattin hätten sich bereits am Mittwoch mit leichteren Krankheitssymptomen gemeinsam mit ihren Kindern in häusliche Quarantäne begeben. Im Anschluss sei ihre Corona-Infektion festgestellt worden. Den beiden gehe es den Umständen entsprechend gut. Schwedens König Carl XVI. Gustaf, Königin Silvia, Victoria und ihr Gatte Prinz Daniel sollten ebenfalls getestet werden.

26.11.2020 • 09:06 Uhr

Marburger Bund kritisiert Regierung scharf

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat Bund und Ländern schwere Versäumnisse bei der Ausstattung des Gesundheitswesens gegen die Corona-Pandemie vorgeworfen. "Es ist ein absolutes Unding, dass für das Klinikpersonal immer noch nicht genügend Antigen-Schnelltests zur Verfügung stehen", sagte Verbandschefin Susanne Johna dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.  "Wir brauchen eine engmaschige, flächendeckende Testung des Personals in den Kliniken, damit wir wissen, welche Risiken bestehen", forderte sie. "Dieses Versprechen müssen Bund und Länder durch Bereitstellung der Tests endlich einlösen."

Johna sagte, das Personal insbesondere auf den Intensivstationen, den Infektionsstationen und in den Notaufnahmen der Krankenhäuser sei seit Wochen massiv belastet. Inzwischen würden Beschäftigte in den Kliniken vermehrt dazu angehalten, auch dann weiterzuarbeiten, wenn sie Kontaktpersonen ersten Grades sind, also engen Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten. "Zu Hause in Quarantäne und im Krankenhaus voller Einsatz auf unterbesetzten Stationen - das ist nicht nur grotesk, das ist auch gefährlich", warnte die Verbandschefin.

26.11.2020 • 08:45 Uhr

US-Konzern Walt Disney entlässt 32.000 Mitarbeiter

Der Unterhaltungskonzern Walt Disney will 32.000 Mitarbeiter entlassen. Betroffen seien vor allem Angestellte in den Freizeitparks, teilte das US-Unternehmen mit. Das sind rund 14 Prozent der rund 223.000 Mitarbeiter, die Ende 2019 noch für den US-Konzern gearbeitet haben. Im September hatte Walt Disney noch von 28.000 Entlassungen gesprochen.

Der Disneyland-Park in Anaheim im US-Bundesstaat Kalifornien. | AFP

Wegen der Corona-Pandemie will der Unterhaltungskonzern Walt Disney 32.000 Mitarbeiter entlassen. Bild: AFP

Die Entlassungen sollen in der ersten Jahreshälfte 2021 erfolgen, teilte das Unternehmen weiter mit. Seit Ausbruch der Krise schreibt Disney hohe Verluste. Zwar kann der Konzern inzwischen wieder einige Vergnügungsparks betreiben, muss aber die Besucherströme streng kontrollieren und erreicht damit nur einen Bruchteil der möglichen Kapazitäten.

26.11.2020 • 08:35 Uhr

Weltärztepräsident: "Weihnachten wird zum Todesrisiko"

Der Vorsitzende des Weltärztebundes kritisiert die von Bund und Ländern beschlossenen Lockerungen der Corona-Maßnahmen an den Weihnachtstagen. "Medizinisch-epidemiologisch ist es Wahnsinn, an Weihnachten wieder aufzumachen", sagte Verbandschef Frank Ulrich Montgomery im SWR. "Das Virus kennt kein Weihnachten und kein Ramadan. Das sucht sich seine Opfer täglich da, wo es sie findet." Er verstehe allerdings, dass die Menschen an Weihnachten Kontakte brauchten. Hier müsse eine "saubere Balance" gefunden werden.

Montgomery geht davon aus, dass die Infektions- und Todes-Zahlen nach den Feiertagen wieder steigen werden. "Zwei bis drei Wochen nach Weihnachten werden die Todeszahlen hochgehen. Weihnachten wird damit zu einem Fest mit einem Todesrisiko für manche Menschen", sagte der Weltärztepräsident. Allerdings könne man das Risiko in Kauf nehmen, wenn sich die Bevölkerung danach von selbst an die Distanzregeln halte.

Kein Verständnis äußerte Montgomery für die Entscheidung, die Lockerungen bis Silvester auszudehnen. Er begründete seine Kritik damit, "weil eine ganze Menge Alkohol mit im Spiel ist und dass man sich in der Silvesternacht in den Armen liegt. Das sind wunderbare Infektionsquellen. Da freut sich das Virus und jubelt."

26.11.2020 • 08:31 Uhr

Umsatz der Wirtschaft fast auf Vorkrisenniveau

Die Umsätze der deutschen Wirtschaft haben vor Beginn des Teil-Lockdowns im November nahezu wieder ihr Vorkrisenniveau erreicht. Industrie, Bau sowie Handel und Dienstleistungen nahmen im Oktober saison- und kalenderbereinigt 1,5 Prozent mehr ein als im Vormonat. "Damit ist der Umsatz seit dem Tiefpunkt im April 2020 kontinuierlich angestiegen und hat im Oktober 2020 das Vorkrisenniveau fast erreicht", teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit. Der Umsatz habe nur noch 0,3 Prozent niedriger gelegen als im Februar, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland.

Für das Jahresende zeichnet sich allerdings ein Rückschlag ab, da Bund und Länder angesichts der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen den Kurs in der Pandemie wieder verschärft haben.

26.11.2020 • 08:07 Uhr

Israel: Erstmals wieder mehr als 1000 Neuinfektionen

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat in Israel erstmals seit mehr als vier Wochen wieder die Marke von 1000 überstiegen. Wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 1069 neue Fälle registriert. Mehr Neuinfektionen an einem Tag waren zuletzt am 21. Oktober mit 1172 vermeldet worden. Die Zahl der in dem Mittelmeerland gemachten Tests war mit knapp 60.000 allerdings sehr hoch, die Quote der positiven Tests lag mit 1,8 Prozent weiter auf dem Niveau der vorherigen Tage.

 Tel Aviv: Ein Mann trägt einen Mund-Nasen-Schutz | dpa

Israel meldet erstmals seit Wochen wieder mehr als 1000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Bild: dpa

26.11.2020 • 08:00 Uhr

Moskau: Risikogruppen sollen länger isoliert bleiben

Moskau verlängert den Zeitraum für eine empfohlene Selbstisolation für Einwohner über 65 Jahre und für andere Corona-Risikogruppen über den Jahreswechsel hinaus bis zum 15. Januar. Dies teilt Bürgermeister Sergej Sobjanin mit. Die Infektionszahlen sind seit September in Russland stark gestiegen, die Behörden haben aber auf strenge Abriegelungen verzichtet und erklärt, dass gezieltere Maßnahmen ausreichen sollten.

26.11.2020 • 07:52 Uhr

Mehr als 15.000 Neuinfektionen in der Ukraine

Die Ukraine verzeichnet mit 15.331 Corona-Neuinfektionen erneut einen neuen Höchstwert. Damit steigt die Zahl der bestätigten Ansteckungen in dem Land auf 677.189, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. 11.717 Menschen sind inzwischen in der Ukraine an oder mit dem Virus gestorben.

26.11.2020 • 07:05 Uhr

Polizei setzt Pfefferspray bei Corona-Protesten ein

Bei den Protesten gegen die neuen Infektionsschutzregeln im Corona-Hotspot-Landkreis Hildburghausen hat die Polizei am Mittwochabend Pfefferspray eingesetzt. Mehrfache kommunikative Versuche, die Teilnehmer zum Verlassen der Demonstration zu bewegen, seien fehlgeschlagen, teilte die Polizei mit. Verletzte gab es den Angaben zufolge nicht.

Rund 400 Personen hatten sich auf dem Marktplatz in Hildburghausen entgegen der geltenden Thüringer Infektionsschutzverordnung und der Allgemeinverfügung des Landkreises Hildburghausen versammelt, teilte die Polizei mit. Die Beamten stellten zahlreiche Verstöße gegen die geltenden Infektionsschutzregelungen fest.

26.11.2020 • 06:52 Uhr

Deutschland: Mehr als 22.000 Neuinfektionen

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.268 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind rund 3600 Fälle mehr als am Mittwoch (18 633), wie aus Angaben des RKI hervorgeht.

Am Donnerstag vor einer Woche waren 22.609 Fälle gemeldet worden. Am vergangenen Freitag war mit 23.648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 983.588 nachgewiesene Infektionen mit dem Corona-Virus.

Fußgängerzone in Deutschland | dpa

In Deutschland melden Gesundheitsbehörden dem Robert Koch-Institut mehr als 22.000 Neuinfektionen. Bild: dpa

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 389 auf insgesamt 15.160. Am Mittwoch war mit 410 Todesfällen ein neuer Höchstwert erreicht worden.

Das RKI schätzt, dass rund 676.100 Menschen inzwischen genesen sind. Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,87 (Vortag: 0,90). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

26.11.2020 • 06:32 Uhr

Indiens Neuinfektionen weiter stabil

Indien verzeichnete 44.489 neue Coronavirus-Infektionen. Die Daten des Gesundheitsministeriums zeigten, dass die Neuinfektionen den 19. Tag in Folge unter dem Wert von 50.000 geblieben sind.

26.11.2020 • 06:16 Uhr

Türkei nennt erstmals wieder vollständige Fallzahlen

Nach monatelanger Kritik hat die türkische Regierung entgegen der bisherigen Praxis die täglichen Fallzahlen der positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen im Land bekanntgegeben. "Heute beträgt die Zahl der Fälle 28 351", sagte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Mittwoch. Die Zahl liegt weit über den bisher bekanntgegebenen Werten. Außerdem seien 168 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben, das sei der bisher höchste Wert.

Der Gesundheitsminister hatte Ende September eingeräumt, dass bereits seit Ende Juli nur die Infizierten mit Symptomen als Corona-Fälle gemeldet würden - nicht aber die Zahl der täglichen neuen Fälle. Das wurde unter anderem von der Türkischen Ärztevereinigung immer wieder scharf kritisiert.

Zum Vergleich: Die Zahl der Infizierten mit Symptomen lag am Mittwoch demnach bei 6814. Mehr als 12.000 Menschen sind nach offiziellen Angaben bislang an oder mit eine Corona-Infektion gestorben. Koca kündigte an, dass von nun an die Zahl der Patienten mit und ohne Symptome veröffentlicht würden.

26.11.2020 • 04:51 Uhr

Krankenhausgesellschaft: Ausweitung der Beschränkungen notwendig

Die Ausweitung von Beschränkungen in der Corona-Krise ist aus Sicht der Deutschen Krankenhausgesellschaft ein notwendiger Schritt, damit die Kliniken nicht überlastet werden. "Wir werden im Laufe des Dezember voraussichtlich 5000 bis 6000 Intensivpatienten haben, die Situation ist angespannt, aber noch beherrschbar. Deshalb begrüßen wir sehr, dass nicht vorzeitig und voreilig gelockert wird", sagte Präsident Gerald Gaß der Nachrichtenagentur dpa. Der Lockdown habe zwar den rasanten Anstieg der Infektionszahlen gebrochen. "Wir sind aber weiterhin auf hohem Niveau", so Gaß.

26.11.2020 • 04:48 Uhr

Sudans Ex-Premierminister Mahdi tot

Der ehemalige sudanesische Premierminister Sadek el Mahdi ist drei Wochen nach seiner Einlieferung in ein Krankenhaus in den Vereinigten Arabischen Emiraten an einer Coronavirus-Infektion gestorben. Dies gab die Familie und die Partei des Verstorbenen bekannt. Der 84-jährige Mahdi war Sudans letzter demokratisch gewählter Premierminister und wurde 1989 durch einen Militärputsch gestürzt.

26.11.2020 • 03:45 Uhr

Mehr als 2400 Corona-Tote in den USA binnen 24 Stunden

In den USA sind binnen 24 Stunden 2439 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Das teilte die Johns-Hopkins-Universität mit. Dies sei der höchste Anstieg seit sechs Monaten. Bereits am Vortag hatte die Zahl der Todesfälle - kurz vor dem wichtigen Familienfeiertag Thanksgiving - bei mehr als 2000 gelegen.

Insgesamt sind nach Angaben der Univesität bis Mittwoch 262.080 Todesfälle verzeichnet worden. Die Zahl der Neuinfektionen lag bei fast 200.000. Insgesamt haben sich mehr als 12,7 Millionen US-Bürger mit dem Coronavirus infiziert.

26.11.2020 • 02:49 Uhr

Südkorea verzeichnet höchsten Anstieg der Fälle seit März

Die Zahl der erfassten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist erstmals seit mehr als acht Monaten um mehr als 500 pro Tag gestiegen. Die Gesundheitsbehörden teilten mit, dass tags zuvor 583 Fälle festgestellt worden seien. Die meisten davon entfielen demnach auf den Großraum Seoul.

Die Gesamtzahl kletterte auf mehr als 32 000 Infektionen. Bisher wurden in dem 52-Millionen-Einwohner-Land 515 Todesopfer in Verbindung mit dem Virus gemeldet. Südkorea erlebt nach Angaben der Behörden derzeit die dritte Ansteckungswelle mit dem Coronavirus. Seit dieser Woche gelten daher in der Hauptstadt Seoul und den umliegenden Regionen strengere Abstandsregeln.

26.11.2020 • 02:48 Uhr

Müller: "Brauchen Unterstützung von jeder und jedem Einzelnen"

Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller (SPD) hat nach den Corona-Beschlüssen der Bund-Länder-Runde am Mittwoch an die Bevölkerung appelliert. Es brauche zur Eindämmung der Pandemie die Unterstützung von jeder und jedem Einzelnen, so Müller in Gespräch mit den tagesthemen.

26.11.2020 • 02:26 Uhr

Lehrerverband gehen Beschlüsse nicht weit genug

Der Chef des Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hat die Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern als nicht weitgehend genug kritisiert. Der Verband hätte "die Maskenpflicht im Klassenzimmer schon ab der 5. Klasse und in bei hohen Inzidenzen auch für Grundschüler befürwortet", sagte Meidinger der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Dass in Hotspotgebieten ab der 8. Klasse Wechselunterricht organisiert werden könne und damit die Abstandsregel wieder eingeführt werde, begrüßte der Lehrervertreter. "Problematisch ist, dass die Umsetzung eine bloße Kannregelung ist und dass der Inzidenzwert von 200 um das Vierfache über der Empfehlung des Robert-Koch-Instituts liegt."

26.11.2020 • 02:05 Uhr

Lauterbach: Lockerungen an Weihnachten "riskant"

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat Zweifel an der Wirksamkeit der beschlossenen Corona-Maßnahmen geäußert. Es sei nicht auszuschließen, dass Weihnachten und Silvester "zu einem Kickstarter für die Pandemie werden", sagte der Mediziner den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". "Dass wir die Beschränkungen für Weihnachten und Silvester wieder etwas lockern, ist tatsächlich riskant." Allerdings würden schärfere Regeln für diese Zeit möglicherweise von der Bevölkerung nicht akzeptiert. Alles hänge davon ab, wie vernünftig sich die Bevölkerung verhalte. Er rechne damit, dass bis Weihnachten noch mindestens 6000 Menschen sterben. "Sie werden alle Weihnachten nicht mehr mit uns feiern. Daran sollte jeder denken und Rücksicht nehmen."

26.11.2020 • 02:04 Uhr

Städtetag vermisst "Klarheit für einen längeren Zeitraum"

Städtetagspräsident Burkhard Jung beklagt mangelnde Weitsicht bei den Beschlüssen von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie. "Wir hätten uns in den Städten Klarheit für einen etwas längeren Zeitraum gewünscht. Die Menschen brauchen eine Perspektive", sagte der Leipziger Oberbürgermeister den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Besonders eingeschränkt seien Kultur, Vereine und Gastronomie. "Deshalb hoffen wir darauf, dass nach Beginn der Impfungen erste bundesweite Lockerungen möglich werden, sobald es das Infektionsgeschehen zulässt."

26.11.2020 • 01:39 Uhr

Ärztevertreter warnen vor Kollaps der Kliniken durch Silvesterfeiern

Ärztevertreter warnen vor einem Kollaps der Kliniken durch riskante Feiern zu Silvester. "Was an Weihnachten möglich ist, muss nicht auch für Silvester gelten", sagte die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Susanne Johna, den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Größere Zusammenkünfte in geschlossenen Räumen seien vor allem dann Treiber von Infektionen, wenn Alkohol im Spiel ist. Es sei besser, den Jahreswechsel im kleineren Kreis zu feiern. Die Belastung der Kliniken durch die Pandemie sei bereits jetzt hoch und werde es auch in vier Wochen sein, warnte Johna. Um den "Kollaps" zu verhindern, müssten besonders an Feiertagen alle mitwirken, Risiken zu minimieren.

26.11.2020 • 01:35 Uhr

Weil verteidigt Auflagen für Einzelhandel

Stephan Weil, Ministerpräsident von Niedersachsen, hat die verschärften Corona-Auflagen für den Einzelhandel in Deutschland verteidigt. Im Gespräch mit tagesthemen extra sagte Weil, es müsse angesichts der Infektionsgefahr geschaut werden, wie vorgebeugt werden könne. Es sei nicht beabsichtigt, dass kleine Läden schließen müssten, so Weil.

26.11.2020 • 01:18 Uhr

Schnelltests für Risikogruppen sollen ausgedehnt werden

Zum Schutz von Risikogruppen wie älteren und kranken Menschen soll der Einsatz von Corona-Schnelltests weiter ausgedehnt werden. Ab 1. Dezember sollen je Pflegebedürftigem 30 Schnelltests pro Monat möglich sein, wie aus einem am Mittwoch gefassten Beschluss von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder hervorgeht. Je nach Verfügbarkeit solle dieser Anspruch dann schrittweise erhöht werden. In Pflegeheimen sind bisher bis zu 20 Tests pro Monat und Bewohner möglich. Einrichtungen müssen dazu Test-Konzepte erstellen. Dann legt das Gesundheitsamt fest, wie viele Tests gekauft und auf Kassenkosten finanziert werden können.

26.11.2020 • 01:15 Uhr

Bund und Länder streben Unterbinden von Skitourismus an

Angesichts der Corona-Krise wollen Bund und Länder eine abgestimmte europäische Regelung erreichen, um Skitourismus bis zum 10. Januar zu unterbinden. Darauf verständigten sich die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU), wie aus ihrem Beschlusspapier hervorgeht. "Die Bundesregierung wird gebeten, auf europäischer Ebene darauf hinzuwirken, dass bis zum 10. Januar Skitourismus nicht zugelassen wird", heißt es dort.

26.11.2020 • 01:10 Uhr

Brasilien meldet fast 48.000 Neuinfektionen

In Brasilien sind 47.898 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus registriert worden. Laut Gesundheitsministerium stieg die Zahl der Toten im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion um 654.