Anwohner in Nizna machen einen Corona-Test | REUTERS
Liveblog

Der Liveblog zum Nachlesen ++ Slowakei beschließt Teil-Lockdown ++

Stand: 22.10.2020 22:19 Uhr

Menschen in der Slowakei dürfen ab Samstag nur noch für dringende Zwecke vor die Tür. Frankreich meldet mit 41.622 Neuinfektionen einen neuen Rekord. In Berlin plant die Polizei verstärkte Kontrollen. Der Liveblog zum Nachlesen.


  • Slowakei beschließt Teil-Lockdown
  • Frankreich meldet Rekord mit mehr als 41.000 Neuinfektionen
  • Ausgangssperren für griechische Städte verhängt
  • Großeinsatz der Polizei in Berlin geplant
  • Dänemark schließt Grenze für deutsche Urlauber
  • Schweden hebt Beschränkungen für Ältere auf
  • Weihnachtsmarkt auf Berliner Gendarmenmarkt abgesagt
  • RKI meldet mehr als 11.000 Neuinfektionen
22.10.2020 • 22:41 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir den Liveblog für heute Vielen Dank für Ihr Interesse.

22.10.2020 • 21:40 Uhr

Slowakei beschließt Teil-Lockdown

In der Slowakei gelten im Kampf gegen das Coronavirus von Samstag bis inklusive 1. November wieder strenge Ausgangsbeschränkungen. Das gab die Regierung nach einer mehr als elfstündigen Sitzung des nationalen Corona-Krisenstabs bekannt. Im ganzen Land dürfen die Menschen mehr als eine Woche lang die eigene Wohnung nur für dringende Zwecke verlassen. Dazu gehören der Weg zur Arbeit, zu einem Corona-Test und zur Deckung von Grundbedürfnissen, aber auch für kleine Spaziergänge in der Natur.

Wie Wirtschaftsminister Richard Sulik erklärte, werden die Geschäfte nicht vom Staat geschlossen. Die meisten werden aufgrund der Beschränkungen allerdings keine Kunden haben. Die Schulen werden ab Montag für einen Monat nur für die ersten vier Schulstufen offenstehen. Ältere Schüler müssen auf Online-Unterricht umsteigen. In vier besonders stark betroffenen Bezirken an der polnischen Grenze gelten noch strengere Bestimmungen. Dort dürfen Personen, die keinen negativen Corona-Test vorweisen, fast nur noch ins Testlabor gehen, auch der Weg zur Arbeit ist untersagt. In diesen Bezirken soll schon ab Freitag die erste regional begrenzte Phase einer geplanten Massentestung fast der gesamten Bevölkerung beginnen. An den beiden darauffolgenden Wochenenden sollen im ganzen Land alle über zehn Jahre alten Menschen getestet werden.

Bis Freitag bestätigten die slowakischen Gesundheitsbehörden 35.330 Fälle für das 5,4 Millionen Einwohner zählende Land. Die Gesamtzahl der coronabedingten Toten liegt mit 115 niedriger als in den meisten EU-Ländern, allerdings zählt die Slowakei nur Verstorbene, bei denen eine andere Todesursache ausgeschlossen wurde. Nach Angaben der Europäischen Gesundheitsagentur ECDC lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in der Slowakei binnen 14 Tagen bei 347 - der EU-Spitzenwert lag im Nachbarland Tschechien bei 1066,3.

22.10.2020 • 21:20 Uhr

Söder sieht Deutschland vor Weichenstellung

Nach dem Rekordwert bei den Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zu Vorsicht und Disziplin gemahnt. "Ich glaube, das wird jetzt eine spannende Zeit für uns alle werden. Es wird schon eine wichtige Weichenstellung sein", sagte der CSU-Chef im ZDF spezial. "Es muss uns gelingen, diese Welle zu brechen", fügte er hinzu. "Und wenn wir jetzt ein bisschen mehr tun, dann werden wir hinterher weniger Folgen haben."

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages in Deutschland hatte zuvor erstmals den Wert von 10.000 überschritten. Söder kommentierte: "Es ist genau das eingetreten, wie schon vor Wochen prognostiziert, dass mit Leichtsinn und mit mangelnder Vorsicht leider eine entsprechend höhere Zahl an Infektionen stehen kann." Darum müssten die jetzt eingeleiteten Maßnahmen überall konsequent umgesetzt werden. "Wir haben einmal schon einer solchen Welle sehr erfolgreich getrotzt", sagte er. Mit Geduld und Rücksichtnahme sei es durchaus machbar, die Situation zu meistern "und dass wir eben kein Schließen von Grenzen haben, kein Schließen von Schulen und Kitas haben". Aber das hänge sehr viel von jedem Einzelnen ab.

Angesprochen auf Kritik an seinem Vorstoß, für Bayern eine neue "dunkelrote" Warnstufe für Regionen mit sehr hohen Corona-Zahlen einzuführen, kritisierte Söder: "Wir haben zu viele, die im Moment nur sagen, was sie nicht möchten, und zu wenige, die mithelfen, etwas zu erreichen." Das sei leider seit Wochen das Problem. "Wir reden uns das Problem klein oder schön, jeder hat irgendeine Ausrede, findet irgendein Schlupfloch, jeder findet für sich eine Möglichkeit zu sagen: Mich betrifft's doch nicht. Anstatt dass wir jetzt alle mal gemeinsam an einem Strang ziehen."

22.10.2020 • 20:48 Uhr

Österreich stellt Corona-Ampel für 21 weitere Bezirke auf Rot

Österreich stellt seine Corona-Ampel für zahlreiche Bezirke und Regionen angesichts der sich ausweitenden Corona-Pandemie auf Rot. Betroffen sind unter anderem bei Touristen beliebte Gegenden wie Zell am See oder St. Johann im Pongau, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete. Im Bundesland Tirol wurde auch der Bezirk Landeck rot eingestuft - in diesem Bezirk liegt der Wintersportort Ischgl, der im März zu einem Corona-Hotspot wurde. Bisher stand die österreichische Corona-Ampel in vier Bezirken auf Rot, darunter Hallein in Salzburg und die Stadt Innsbruck.

Die Corona-Ampel ist in Österreich seit Anfang September in Betrieb. Mit ihrer Hilfe wird die Infektionslage jede Woche neu bewertet und auf einer Karte farblich dargestellt - in der Regel für jeden Bezirk, entsprechend etwa den deutschen Landkreisen, sowie für das Bundesland Wien. Die Farben reichen von Grün (Risiko: niedrig) über Gelb (mittel) und Orange (hoch) bis Rot (sehr hoch). Kriterien sind Fallzahlen der vergangenen sieben Tage, Nachverfolgbarkeit der Ansteckungen, Auslastung der Krankenhausbetten und Gesamtzahl an Tests. Außerdem wird berücksichtigt, ob eine Region viele Touristen oder Pendler hat.

22.10.2020 • 20:17 Uhr

Frankreich meldet Rekord mit mehr als 41.000 Neuinfektionen

Das Coronavirus breitet sich in Frankreich weiter stark aus. Das Gesundheitsministerium des Landes meldet mit 41.622 Neuinfektionen die höchste bislang verzeichnete Zahl binnen 24 Stunden. Damit sind insgesamt 999.043 Fälle bekannt. Die Zahl der Todesfälle steigt um 162 auf 34.210.

22.10.2020 • 20:17 Uhr

SPD in Rheinland-Pfalz verschiebt wegen Corona Landesparteitag

Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen verschiebt die rheinland-pfälzische SPD ihren ursprünglich für den 31. Oktober geplanten ordentlichen Landesparteitag aufs nächste Jahr. "Gerne hätten wir unseren Landesparteitag wie geplant Ende Oktober in Mainz abgehalten", teilte SPD-Generalsekretär Daniel Stich nach dem Beschluss des Landesvorstands mit. Doch mit Blick auf die aktuelle Pandemieentwicklung und die Einstufung der Landeshauptstadt als Risikogebiet sei es nicht möglich, den Parteitag mit Vorstandswahlen wie geplant abzuhalten. Der Nachholtermin soll voraussichtlich im Frühjahr sein.

22.10.2020 • 20:12 Uhr

Reisewarnung für die Kanaren aufgehoben

Weil die Corona-Zahlen sinken, wurden die Kanaren von der deutschen Risikoliste gestrichen. Das gab das Auswärtige Amt bekannt. Airlines planen für die kommende Woche mehr als 70 Flüge von Deutschland aus auf die Kanaren. Der Sprecher von Europas größtem Reisekonzern TUI, Aage Dünhaupt, sagt: Nun könnten für einige Urlauber die Herbstferien doch noch gerettet werden. Die Aufhebung der Reisewarnung für die Kanaren sei überfällig gewesen.

Die Kanarischen Inseln waren Anfang September die letzte Region Spaniens, die Deutschland als Risikogebiet eingestuft hatte. Die Zahl der positiv Getesteten hatte den Wert von 50 pro 100.000 Einwohner in einer Woche überschritten. Nun liegt die Inselgruppe bei einer Inzidenz von 38,4, damit verlässt sie als erste spanische Region die Liste der Risikozonen wieder. Für das Festland und die Balearischen Inseln bleibt die deutsche Reisewarnung derweil in Kraft.

22.10.2020 • 20:07 Uhr

Sprecher: Trotz Spahns Corona-Infektion weiter Präsenz-Kabinette

Trotz der Corona-Infektion von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält die Bundesregierung an den Kabinettssitzungen mit Anwesenheit der Regierungsmitglieder fest. "Es bleibt bei den physischen Kabinettssitzungen unter den genannten strengen Infektionsschutzregelungen", erklärte ein Regierungssprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. Kanzlerin Angela Merkel folge im Hinblick auf den Infektionsschutz grundsätzlich den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts. "Sie lässt sich im Zusammenhang mit Reisen zum Europäischen Rat nach Brüssel auf das Coronavirus testen."

Spahn war am Mittwoch positiv auf das Coronavirus getestet worden. Es geht ihm nach Angaben eines Sprechers des Gesundheitsministeriums "den Umständen entsprechend gut". Er habe weiterhin kein Fieber, zeige aber Erkältungssymptome. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem engeren Umfeld des Ministers seien inzwischen ebenfalls auf das Coronavirus untersucht, aber negativ getestet worden. "Als Vorsichtsmaßnahme arbeiten sie vorläufig aus dem Homeoffice."

22.10.2020 • 20:04 Uhr

Klagen gegen "Lockdown" im Berchtesgadener Land

Gastronomen und andere Betroffene gehen gerichtlich gegen die strengen Corona-Maßnahmen im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land vor. Beim Verwaltungsgericht München gingen mehrere Klagen und Eilanträge ein. Unter anderen wendet sich ein Gastronom im Eilverfahren gegen die Schließung seines Betriebes, wie ein Gerichtssprecher sagte. Ein weiterer Gastronomiebetrieb will erreichen, dass er entgegen der Allgemeinverfügung des Landratsamtes auch nach 20.00 Uhr Speisen zum Abholen oder zur Lieferung anbieten kann. In einem Eilverfahren will eine Schülerin aus Berchtesgaden erreichen, dass sie ihr Gymnasium in Traunstein besuchen kann.

Wegen der sprunghaft gestiegenen Infektionszahlen mussten Hoteliers und Ferienwohnungsvermieter am Dienstag ihre Gäste mit Ausnahme von Geschäftsreisenden nach Hause schicken. Die Gastronomie bleibt geschlossen. Das Landratsamt hatte eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist im Landkreis vorerst bis zum 2. November nur noch mit triftigem Grund erlaubt.

22.10.2020 • 19:33 Uhr

Ausgangssperren für griechische Städte verhängt

Die griechische Regierung hat angesichts der steigenden Infektionszahlen Ausgangssperren für die Städte Athen, Thessaloniki und weitere Corona-Hotspots angekündigt. "Wir wollen den Verkehr und nächtliche Treffen, die eine Verbreitung des Virus begünstigen, einschränken", sagte der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis bei einer Fernsehansprache. Ab Samstag dürfen Einwohner in den betroffenen Städten ihre Häuser zwischen 00.30 und 05.00 Uhr nicht mehr verlassen.

Sowohl in Innenräumen als auch im Freien soll dort eine Maskenpflicht gelten, teilte Mitsotakis mit. "Die Maske ist der Impfstoff, bevor es einen Impfstoff gibt" fügte er hinzu. Am Dienstag hatte die griechische Regierung die erst zu Wochenbeginn erteilte Genehmigung für Probeläufe mit Fans in Fußballstadien wieder einkassiert. Griechenland war bislang vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen.

Am Donnerstag registrierten die Gesundheitsbehörden jedoch am dritten Tag in Folge einen Rekordanstieg der Neuinfektionen: Binnen 24 Stunden wurden 882 Neuansteckungen und 15 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus festgestellt.  Seit Beginn der Pandemie wurden in Griechenland mehr als 28.000 Infektions- und fast 550 Todesfälle registriert. Das Land hat rund elf Millionen Einwohner. 

Coronateststation in der U-Bahn in Athen | ORESTIS PANAGIOTOU/EPA-EFE/Shutt

In der U-Bahnstation Syntagma in Athen wurde eine Coronateststelle eingerichtet. Bild: ORESTIS PANAGIOTOU/EPA-EFE/Shutt

22.10.2020 • 18:40 Uhr

WHO setzt große Hoffnungen auf Schnelltests in Afrika

Die Weltgesundheitsorganisation setzt große Hoffnungen auf die großflächige Einführung von Corona-Schnelltests in Afrika. Das könne die Lage im Kampf gegen Covid-19 grundlegend ändern, da "diese hochqualitativen Tests helfen werden, den riesigen unerfüllten Testbedarf in Afrika zu decken", sagte die WHO-Generaldirektorin für Afrika, Matshidiso Moeti, in einer Online-Konferenz.

Mehr Tests werden auch die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in die Höhe treiben, sagen einige Experten. Die aus Algerien und den Ländern südlich der Sahara bestehende WHO-Region Afrika hat im Sommer einen Rückgang verzeichnet: Von 15.000 im Juli auf 4000 im September. Andere Experten sagen, Afrika habe bisher viel zu geringe Testkapazitäten gehabt, insbesondere in unzugänglichen ländlichen Gebieten. Die bisherige Corona-Statistik gebe deshalb nicht den wirklichen Stand wieder. Moeti sagte, die gesunkenen offiziellen Coronavirus-Fälle im Sommer hätten viele Länder veranlasst, strenge Sperrmaßnahmen zu lockern. Das dürfte wieder zu einem Anstieg der Fallzahlen führen. Von größter Bedeutung sei, einen exponentiellen Anstieg zu verhindern.

22.10.2020 • 18:40 Uhr

Jusos entscheiden per Briefwahl über Kühnert-Nachfolge

Die Jusos entscheiden wegen der Corona-Pandemie per Briefwahl über die Nachfolge ihres scheidenden Bundesvorsitzenden Kevin Kühnert. Das teilte die SPD-Nachwuchsorganisation mit. Der Juso-Bundeskongress werde am 28. November digital stattfinden und nicht wie ursprünglich geplant das gesamte Wochenende über in Potsdam, erklärte Kühnert. In den Wochen danach sollen die Delegierten in einer Briefwahl über den neuen Bundesvorsitz abstimmen. Das Ergebnis soll nach Angaben einer Sprecherin Anfang Januar vorliegen.

"Wir arbeiten mit Hochdruck an den Tools, die es uns online möglich machen, einen vollwertigen Kongress abhalten und Beschlüsse fassen zu können", so Kühnert. Die Wahl zum Juso-Bundesvorsitz sei davon aus rechtlichen Gründen ausgenommen. Kühnert erklärte, die Entscheidung sei nicht leicht gefallen, weil der Bundeskongress mit Hunderten Delegierten und Gästen "jedes Jahr ein Höhepunkt unserer politischen Arbeit" sei. "Jedoch sind wir uns unserer Verantwortung und Vorbildfunktion in Zeiten der Corona-Pandemie bewusst."

22.10.2020 • 18:32 Uhr

Prager Oberbürgermeister hilft im Krankenhaus

Zdenek Hrib, Prager Oberbürgermeister und Piraten-Politiker, will ab Dienstag für zwei Wochen in einem Krankenhaus aushelfen. Wie Radio Prag meldete, ist Hrib studierter Mediziner, hat aber bislang keine Erfahrung in dem Bereich gesammelt. Er wolle sich in der Klinik um Menschen kümmern, bei denen Corona-Infektionsverdacht bestehe, aber die Testergebnisse noch fehlten, twitterte Hrib. Zudem werde er weiter an den Sitzungen des Stadtrates und des Krisenstabs teilnehmen, so der Oberbürgermeister.

22.10.2020 • 18:27 Uhr

EU weitet Einreisebeschränkungen auf Kanada und Tunesien aus

Die EU-Staaten weiten die in der Corona-Pandemie verhängten Einreisebeschränkungen wieder auf Kanada, Georgien und Tunesien aus. Für die drei Länder soll keine Ausnahme mehr der zu Beginn der Pandemie eingeführten Einreisebeschränkungen gelten, wie der Rat der EU-Staaten mitteilte.

Singapur hingegen wurde zur Liste der Länder hinzugefügt, aus denen nicht zwingend notwendige Reisen in die EU wieder möglich sind. Somit dürfen künftig nur noch Menschen aus acht Ländern normal in die EU einreisen: Australien, Japan, Neuseeland, Ruanda, Singapur, Südkorea, Thailand und Uruguay. Es sind die ersten Änderungen der Liste seit rund zweieinhalb Monaten.

Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hatten sich Mitte März alle EU-Staaten außer Irland sowie die Nicht-EU-Staaten Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island darauf geeinigt, nicht zwingend notwendige Reisen in die EU zunächst zu verbieten. Anfang Juli wurde dieser Einreisestopp dann erstmals wieder gelockert. Grundsätzlich ist er aber nicht bindend. Einige Staaten legen ihn auch strenger aus. Für Staaten, aus denen Bürger noch nicht wieder einreisen dürfen, sind Ausnahmen vorgesehen - etwa für EU-Bürger und ihre Familien.

22.10.2020 • 18:22 Uhr

Offenbar zweiter Corona-Fall beim FC Bayern München

Der FC Bayern München hat einen weiteren Corona-Fall zu verzeichnen. Wie "Bild" und "Welt" berichten, ist ein Physiotherapeut beim Rekordmeister positiv auf das Virus getestet worden. Er soll rund um das gestrige Champions-League-Spiel gegen Atlético Madrid nicht mehr bei der Mannschaft gewesen sein. Am Dienstag hatte bereits Serge Gnabry ein positives Testergebnis erhalten. Ein zweiter Test fiel nun negativ aus.

22.10.2020 • 17:28 Uhr

Frankreich weitet Ausgangssperre aus

Frankreich dehnt die nächtliche Ausgangssperre auf zahlreiche weitere Départements aus. Insgesamt seien nun 54 Departements betroffen, in denen 46 Millionen Bürgerinnen und Bürger leben, sagte Frankreichs Premier Jean Castex. Auch ein französischen Überseegebiet sei betroffen. "Die Situation ist ernst, sie ist ernst in Europa, sie ist ernst in Frankreich", warnte Castex. Der Monat November werde hart.

In Frankreich leben knapp 67 Millionen Menschen. Bisher gilt eine nächtliche Ausgangssperre im Großraum Paris und acht weiteren Metropolen. Ohne triftigen Grund dürfen sich Menschen dort seit dem Wochenende zwischen 21 Uhr abends und 6 Uhr morgens nicht auf der Straße aufhalten. Es sei noch zu früh, um die Auswirkungen der Ausgangssperre dort zu bewerten, sagte Castex. Abhängig von den Ergebnissen werde man die Lage neu bewerten und möglicherweise die Maßnahmen verschärfen.

Mit mehr als 32.000 gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 Stunden wurde am Wochenende ein Spitzenwert erreicht. Am Mittwochabend wurden rund 26.600 Neuinfektionen registriert. Besonders die Lage auf den Intensivstationen bereitet große Sorge - gerade in der Hauptstadt Paris sind immer mehr Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt. Auch die Zahl der täglich gemeldeten Todesfälle steigt an. Seit dem Wochenende gilt außerdem erneut der Gesundheitsnotstand, mit dem die Regierung weitgehende Beschränkungen per Dekret durchsetzen kann.

22.10.2020 • 17:09 Uhr

Großeinsatz der Polizei in Berlin geplant

Vor dem Hintergrund des dynamischen Infektionsgeschehens mit dem Coronavirus soll die Einhaltung der geltenden Infektionsschutzverordnung am Wochenende in Berlin verstärkt von der Polizei kontrolliert werden. Die Berliner Polizei werde bei dem Großeinsatz von der Bundespolizei unterstützt, teilte die Senatsinnenverwaltung mit. Darauf hätten sich Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) verständigt.

Die Bundespolizei werde am Samstag und Sonntag mit jeweils 500 Einsatzkräften gemeinsam mit der Berliner Polizei stadtweit kontrollieren, hieß es. Weitere 500 Einsatzkräfte kämen vom Land Berlin. Damit seien am kommenden Wochenende täglich jeweils etwa 1.000 Polizistinnen und Polizisten ausschließlich zur Überwachung der Infektionsschutzverordnung im Einsatz. Schwerpunkte seien die Einhaltung der Maskenpflicht und des Abstandsgebots.

Ab Samstag gilt in Berlin eine neue Infektionsschutzverordnung. Es gilt eine Maskenpflicht für Wochenmärkte, für zehn Einkaufsstraßen wie Ku'damm und Friedrichstraße, für Warteschlangen und Shoppingmalls. Draußen dürfen sich nur noch 25 statt bisher 50 Menschen treffen.

22.10.2020 • 16:17 Uhr

Dänemark schließt Grenze für deutsche Urlauber

Menschen aus Deutschland dürfen wegen der steigenden Corona-Neuinfektionszahlen ohne triftigen Einreisegrund nicht mehr nach Dänemark einreisen. Das teilte der dänische Außenminister Jeppe Kofod mit. Die Maßnahme bedeutet unter anderem, dass deutsche Touristen nicht mehr ins Land kommen dürfen. Für den Großteil der weiteren Staaten in Europa gelten diese Einreisebeschränkungen bereits seit Längerem. Für Einwohner Schleswig-Holsteins sollen Ausnahmen gelten.

Dänemark hatte zuvor ein Rekordhoch bei den Neuinfektionen gemeldet. Von Mittwoch auf Donnerstag wurden 760 neue Fälle von Covid-19 registriert. Das teilte das Staatliche Seruminstitut mit. Virologen weisen aber darauf hin, dass die hohe Zahl nicht bedeuten muss, dass sich nun mehr Menschen infizieren als im Frühjahr, weil inzwischen sehr viel mehr getestet werde.

Die dänische Regierung stellte daraufhin schärfere Maßnahmen in Aussicht. "Die nächsten zwei bis drei Tage werden entscheidend sein", sagte Gesundheitsminister Magnus Heunicke. Er werde sich strengeren Beschränkungen oder Regeln nicht in den Weg stellen. Schon jetzt muss man in großen Teilen des öffentlichen Lebens in Dänemark einen Mundschutz tragen. Es gilt ein Versammlungsverbot von 50 Personen.

22.10.2020 • 16:14 Uhr

Erstmals mehr als 9000 Neuinfektionen in Niederlanden

In den Niederlanden ist die Zahl der binnen 24 Stunden gemeldeten Corona-Neuinfektionen erstmals auf mehr als 9000 gestiegen. 9283 Fälle seien in diesem Zeitraum registriert worden, 526 mehr als am Vortag, teilte das Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM mit. Die Niederlande gehören zu den am stärksten von der zweiten Welle der Pandemie getroffenen Ländern Europas. Zum Vergleich: In Deutschland mit fast fünfmal so vielen Einwohnern waren zuletzt rund 11.300 Neu-Infektionen in 24 Stunden gemeldet worden. Auch die Zahl der Patienten in Krankenhäusern und auf den Intensivstationen steigt in den Niederlanden schnell. Inzwischen ist fast jedes zweite Intensivbett mit einem an Covid-19 erkrankten Patienten belegt.

Am Freitag sollen erste Patienten in deutsche Kliniken verlegt werden. Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen hatten bereits Hilfe zugesagt. Vor einer Woche war in den Niederlanden ein Teil-Lockdown verhängt worden. Unter anderem mussten alle Gaststätten schließen, Bürger dürfen nur noch drei Gäste am Tag empfangen und sollen öffentliche Verkehrsmittel nur in dringenden Fällen nutzen.

22.10.2020 • 16:05 Uhr

Rheinland-Pfalz beschränkt private Feiern auf maximal 25 Teilnehmer

Das Land Rheinland-Pfalz hat angesichts steigender Corona-Infektionen in Städten und Landkreisen die Teilnehmerzahl bei privaten Feiern auf maximal 25 begrenzt. Diese Regel gilt unabhängig davon, ob einzelne Kommunen oder Städte unter dem kritischen Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen liegen, wie Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) nach einer Schaltkonferenz mit Vertretern von Städten und Kommunen sagte. Die Regel trete am Montag in Kraft. Bisher liegt die landesweite Obergrenze für private Feiern bei 75 Menschen. In Städten und Kommunen mit hohen Inzidenzwerten wurden private Partys bereits auf maximal 25 Teilnehmer beschränkt. Die aktuelle Corona-Bekämpfungsverordnung werde bis zum 30. November verlängert, sagte Dreyer. Ihr sei bewusst, dass das Bedürfnis, gemeinsam zu feiern, groß sei. "Die aktuelle Lage lässt dies momentan leider nicht zu", mahnte die Regierungschefin. Sie rief dazu auf, private Feiern derzeit zu unterlassen.

22.10.2020 • 15:32 Uhr

Tagesrekord in Österreich mit 2435 neuen Fällen

Österreich hat den zweiten Tag in Folge einen Rekordwert neu nachgewiesener Corona-Infektionen registriert. Innen- und Gesundheitsministerium meldeten heute 2435 Neuinfektionen binnen 24 Stunden, nachdem am Vortag mit 1958 positiven Tests der bisherige Höchststand erreicht worden war.

Im Neun-Millionen-Einwohner-Land Österreich gelten mehr als 23.000 Menschen als aktiv erkrankt, von ihnen wurden am Donnerstag 1002 im Krankenhaus behandelt. 161 der Patienten liegen auf der Intensivstation. Die Zahl neu gemeldeter Fälle binnen sieben Tagen stieg österreichweit auf 134,5 pro 100.000 Einwohner, wie aus Daten der Gesundheitsbehörde Ages hervorging. Spitzenreiter sind die Bundesländer Salzburg (227,5), Vorarlberg (200,5) und Tirol (177,7) sowie Wien (163,4). Deutschland hatte am Donnerstag seine Reisewarnung auf fast ganz Österreich ausgeweitet. Ausnahme bleibt das Bundesland Kärnten, das mit 55,1 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen die wenigsten Neuinfektionen hatte.

22.10.2020 • 15:29 Uhr

Schweden hebt Beschränkungen für Ältere auf

Ältere Menschen in Schweden sind nicht mehr aufgefordert, sich zu isolieren. Sozialministerin Lena Hallengren sagte, es gäbe keinen Grund mehr, warum für Ältere schärfere Maßnahmen gelten sollten als für den Rest der Bevölkerung. "Heute wissen wir mehr über das Coronavirus und über die Situationen, in denen das Infektionsrisiko am größten ist", so Hallengren. "Deshalb müssen wir alle in Schweden jetzt die gleiche Verantwortung übernehmen, um uns und andere zu schützen."

Personen die älter als 70 Jahre sind, waren bisher aufgefordert, öffentliche Verkehrsmittel und physischen Kontakt zu anderen zu vermeiden. Außerdem sollten sie sich von Geschäften und anderen öffentlichen Orten fernhalten. Die Maßnahmen hätten einen großen Effekt gehabt, hieß es von Seiten der Gesundheitsbehörde. Doch ein Bericht habe gezeigt, dass sich die Isolation bei vielen Älteren negativ auf ihre psychische Gesundheit ausgewirkt habe.

Die Zahl der Infektionsfälle hat in Schweden in den vergangenen Wochen stetig zugenommen, ist aber im Verhältnis zur Bevölkerung immer noch niedriger als in anderen Ländern. Schweden hat insgesamt knapp 109.000 Infektionsfälle und etwa 6000 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona registriert.

Eine ältere Frau geht durch eine Einkaufsstraße in Schweden | AP

Eine ältere Frau geht durch eine Einkaufsstraße in Schweden Bild: AP

22.10.2020 • 14:59 Uhr

Erneut Rekordwert bei Neuinfektionen in Litauen

In Litauen hat die Zahl an Corona-Neuinfektionen am zweiten Tag in Folge einen Rekordwert erreicht. In dem baltischen EU-Land wurden heute 424 positive Tests innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie die Gesundheitsbehörde in Vilnius mitteilte. Der bisherige Höchstwert lag zuvor bei 311.

Litauen mit seinen knapp drei Millionen Einwohnern verzeichnete insgesamt bislang 8663 bestätigte Infektionen und 125 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus. Dabei hatten die Infektionszahlen jüngst deutlich zugenommen - seit Mitte vergangener Woche sind es täglich mehr als 200 neue Fälle. Es wurde aber auch mehr getestet. 

Angesichts der steigenden Infektionszahlen hatte die Regierung in Vilnius zuletzt wieder strengere Schutzmaßnahmen verhängt: Zwölf Kommunen werden von kommendem Montag an unter lokale Quarantäne gestellt. Neue Einschränkungen gelten dann auch für Cafés, Bars, Restaurants und Diskotheken, die nur noch bis Mitternacht geöffnet haben dürfen und ihre Gäste registrieren müssen. Nach Angaben der EU-Behörde ECDC lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen in Litauen zuletzt bei 98,6 - und war damit nahezu identisch mit dem entsprechenden deutschen Wert von 98,7.

22.10.2020 • 14:58 Uhr

Altmaier fordert Länder zu einheitlicher Linie auf

Angesichts der dramatisch steigenden Corona-Neuinfektionen hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier die Länder zu einer einheitlichen Linie aufgefordert. "Wir können uns in dieser angespannten, ja teilweise dramatischen Situation einen Flickenteppich unterschiedlicher und widersprüchlicher Regelungen nicht leisten", sagte der CDU-Politiker nach Beratungen mit Wirtschaftsverbänden. Altmaier sprach von einer Zuspitzung der Pandemie-Lage, die "bedrückt und betroffen macht". Auch im Interesse der wirtschaftlichen Entwicklung müsse dafür gesorgt werden, die schnelle Dynamik der Ausbreitung der Infektionen wieder zu brechen.

Nach einem Einbruch der Wirtschaftsleistung in diesem Jahr hoffe die Bundesregierung, dass es im nächsten Jahr ein deutliches Wirtschaftswachstum gebe.

Dies stehe aber unter dem Vorbehalt, dass ein flächendeckender neuer Lockdown verhindert werde könne und die wirtschaftliche Tätigkeit durch die Ausbreitung der Infektionen nicht völlig zum Erliegen komme.

Zudem machte Altmaier Freiberuflern und Selbstständigen im Zuge geplanter Nachbesserungen von Corona-Hilfen Hoffnung auf einen "Unternehmerlohn". Dazu müsse in der Koalition aber noch eine Einigung gefunden werden. Altmaier sagte zu, staatliche Hilfen zu verbessern und zu erhöhen. Dabei gehe es auch darum, wie Solo-Selbstständigen besser geholfen werden könne.

22.10.2020 • 14:42 Uhr

Werder-Profi positiv getestet - Team in Quarantäne

Ein Fußballprofi des Bundesligisten Werder Bremen ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Spieler, der am Mittwoch getestet worden war und dem es nach Vereinsangaben gut geht, befindet sich in häuslicher Quarantäne. Für einen weiteren Profi sowie ein Mitglied des Funktionsteams hat das zuständige Gesundheitsamt trotz negativer Testergebnisse eine 14-tägige Quarantäne angeordnet.

Die übrigen Spieler, die Trainer und das komplette Funktionsteam bleiben zudem freiwillig bis zum nächsten Test an diesem Freitag zu Hause. Ein für heute angesetztes Regenerationstraining fällt aus. Werder empfängt am Sonntag die TSG 1899 Hoffenheim zum Bundesliga-Heimspiel. Die Vorbereitung auf die Partie soll nach den Tests am Freitag nach Clubangaben "zeitnah" wieder aufgenommen werden.

22.10.2020 • 14:13 Uhr

Kurz rät von Friedhofsbesuch zu Allerheiligen ab

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz appelliert an die Bevölkerung, angesichts der steigenden Corona-Fälle auf Familienfeste und gemeinsame Friedhofsbesuche zu den anstehenden katholischen Feiertagen zu verzichten.

"Ich weiß, Allerheiligen und Allerseelen ist für viele eine Art 'nach Hause kommen' und traditionell eine Zeit im Jahr, um die ganze Familie wieder zu treffen", sagt Kurz. Doch leider sei es in diesem Jahr wichtig, aus Rücksicht aufeinander und aus Umsicht für die Gesundheit und die Arbeitsplätze dieses Fest anders zu begehen als sonst, so der konservative Politiker.

22.10.2020 • 14:09 Uhr

Scholz wendet sich gegen "wenig ausgegorene" Corona-Vorschläge

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat davor gewarnt, mit immer neuen Vorschlägen zur Eindämmung der Corona-Pandemie die Akzeptanz der Beschlüsse von Bund und Ländern zu untergraben.

Auch in der Politik sei mehr Disziplin wünschenswert, sagte Scholz der Nachrichtenagentur Reuters. Manche neu ins Spiel gebrachte Maßnahme ziele eher auf Profilierung ab. "Es ist nicht klug, täglich neue, wenig ausgegorene Vorschläge zu machen, die oft eher der eigenen Profilierung dienen als dazu, die Pandemie wirksam einzudämmen", sagte der SPD-Kanzlerkandidat.

Scholz mahnte zur Disziplin auf allen Seiten. Die Beschlüsse von Bund und Ländern würden nur akzeptiert und könnten nur wirken, wenn sie gut erklärt und gemeinsam vertreten würden. "Alle sind aufgefordert, sich an die Regeln zu halten, die im Übrigen auch kontrolliert werden müssen, überall", sagte Scholz. "Im Augenblick können wir uns nur mehr Disziplin wünschen - von allen Beteiligten, auch von der Politik."

22.10.2020 • 14:06 Uhr

Frauen-Länderspiel gegen England in Wiesbaden vor 50 Zuschauern

Das deutsche Frauenfußball-Länderspiel gegen England wird am kommenden Dienstag vor 50 Zuschauern ausgetragen. Dies teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit. Grund für die erhebliche Reduzierung sind die gestiegenen Corona-Zahlen. Am Donnerstag hatte der veröffentlichte Sieben-Tage-Grenzwert für Wiesbaden den Wert von 93,0 ausgewiesen, die Stadt gilt somit als Risikogebiet.

22.10.2020 • 13:48 Uhr

RTL sagt "Dschungelcamp" ab

Der Fernsehsender RTL hat die für Anfang 2021 geplante Ausgabe des "Dschungelcamps" abgesagt. Die Show sollte diesmal nach Wales verlegt werden, doch auch dort steigen die Corona-Infektionen wieder an. Daher habe die "Sicherheit und die Gesundheit für alle Beteiligten absolute Priorität", erklärte RTL-Unterhaltungschef Markus Küttner. Als Ersatz solle es ein neues Sendeformat in Deutschland geben.

22.10.2020 • 13:39 Uhr

Spahn zeigt weiterhin Erkältungssymptome

Nachdem er positiv auf das Coronavirus getestet wurde, geht es Bundesgesundheitsminister Jens Spahn "den Umständen entsprechend gut", wie sein Sprecher mitteilte: "Er hat weiterhin kein Fieber, zeigt aber Erkältungssymptome."

Mittlerweile seien alle Beschäftigte aus Spahns direktem Umfeld auf das Virus getestet worden. Alle Ergebnisse seien negativ gewesen.

22.10.2020 • 13:36 Uhr

Nur ein digitales Miteinander zu Weihnachten?

Der Nationale Klinische Direktor der schottischen Regierung, Jason Leitch, macht seinen Landsleuten wenig Hoffnung auf ein Weihnachten, das wie gewohnt gefeiert werden kann. Die Menschen in Schottland sollten sich in diesem Jahr eher auf einen digitalen Heiligabend einstellen.

22.10.2020 • 13:17 Uhr

Riskante Spekulationen über Grippeimpfung

Infizieren sich derzeit wieder so viele Menschen, weil ihr Immunsystem durch die Grippe geschwächt ist? Oder reagiert gar ein Corona-Test auch fälschlicherweise auf diese Viren? Der faktenfinder nimmt diese Gerüchte, die gerade im Netz kursieren unter die Lupe.

22.10.2020 • 13:07 Uhr

Bulgarien führt Maskenpflicht im Freien wieder ein

Ab heute ist es in Bulgarien auch im Freien wieder Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, wenn der vorgeschriebene Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Angesichts der steigenden Corona-Fallzahlen warnte der Gesundheitsminister des Landes, Kostadin Angelow: "Wir kommen in eine recht ernsthafte Phase." Mit 1472 Neuinfektionen hatten die Behörden am Morgen einen neuen Höchstwert an bestätigten Fällen binnen 24 Stunden gemeldet. Seit Beginn der Pandemie haben sich in Bulgarien insgesamt 33.335 Menschen angesteckt, 1048 Infizierte starben.

22.10.2020 • 12:45 Uhr

Gehen Luftfilter zu sehr ins Geld?

Regelmäßiges Lüften soll auch in Klassenzimmern vor einer Ausbreitung des Coronavirus schützen. Wo das nicht geht, sollen Luftfilteranlagen helfen. Doch Recherchen des ARD-Magazins Monitor zeigen, dass vielen Landesregierungen die Anschaffung der Technik zu teuer erscheint.

22.10.2020 • 12:39 Uhr

Bundesinnenminister Seehofer zweimal negativ getestet

Nach der gestrigen Kabinettssitzung hat sich Bundesinnenminister Horst Seehofer zweimal einem Corona-Test unterzogen, wie ein Sprecher seines Ministeriums mitteilte. Beide Ergebnisse seien negativ ausgefallen.

An der Sitzung hatte auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn teilgenommen. Stunden später wurde bekannt, dass er sich mit dem Coronavirus infiziert hat.

22.10.2020 • 12:29 Uhr

Wien genehmigt 18 Weihnachtsmärkte mit Corona-Konzept

Die traditionellen Wiener Weihnachtsmärkte sollen in diesem Jahr trotz der Pandemie öffnen. Die österreichische Hauptstadt hat 18 Märkte mit insgesamt 852 Marktständen genehmigt, wie das Marktamt mitteilte.

Die Betreiber haben demnach in Abstimmung mit Hygienefachärzten ein Präventionskonzept erarbeitet: So gilt auf allen Weihnachtsmärkten eine Maskenpflicht für Besucher und Standbetreiber. Um Platz für Sicherheitsabstände zu lassen, gibt es 178 Marktstände weniger als im Vorjahr.

Es gehe bei den Weihnachtsmärkten nicht nur darum, ein Stück "Normalität in der Weihnachtszeit" anzubieten, teilte das Marktamt mit. Sie sollen auch dazu beitragen, "dass der Freizeitkonsum in der kalten Jahreszeit nicht nur in geschlossenen Räumen, sondern auch im Freien stattfinden kann".

22.10.2020 • 11:52 Uhr

Uni-Vorlesungen im Kino

Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) zieht für einige Vorlesungen im kommenden Wintersemester ins Kino. Aufgrund der Corona-Pandemie seien aktuell in den Vorlesungsräumen der Hochschule weniger Studenten zugelassen, teilte die HAW mit. In Absprache mit den Zeise Kinos werde die Hochschule den größten Saal für Präsenzveranstaltungen des Department Informations- und Elektrotechnik nutzen. Passenderweise habe in den denkmalgeschützten, ehemaligen Werkhallen der Schiffsschraubenfabrik von Theodor Zeise Ingenieurwesen Tradition.

22.10.2020 • 11:50 Uhr

Bericht: EU fordert mehr Transparenz von WHO

Die Europäische Union erwartet von der Weltgesundheitsorganisation WHO mehr Transparenz beim Umgang von Staaten mit aufkommenden Gesundheitskrisen. In einem Reformentwurf, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt, wird die WHO nachdrücklich dazu aufgefordert, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Die USA hatten der WHO eine zu große Nähe zu China und Versagen im Kampf gegen die Corona-Pandemie vorgeworfen. Die Weltgesundheitsorganisation hatte die Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen. Dem Entwurf zufolge soll das Reformpapier bei einer Videokonferenz der EU-Gesundheitsminister in der kommenden Woche diskutiert werden und der gemeinsame Standpunkt der EU vor der WHO-Versammlung Mitte November sein.

In dem Papier wird die Bedeutung der WHO bei der Bewältigung weltweiter gesundheitlicher Herausforderungen unterstrichen. Mangelnde Transparenz sowie eine unzureichende Finanzierung der Organisation gehörten aber zu den dringendsten von vielen Herausforderungen, mit denen die WHO konfrontiert sei. Der Entwurf fordert auch ein wirksameres und konsequent angewandtes Meldesystem für eine Berichterstattung der Vertragsstaaten an die WHO.

22.10.2020 • 11:31 Uhr

Geisterspringen bei Vierschanzentournee?

Das Neujahrsspringen der Vierschanzentournee am ersten Januar 2021 könnte ohne Publikum stattfinden. Man plane für das Event derzeit wegen gestiegener Corona-Zahlen ohne Zuschauer, sagte Präsident Michael Maurer vom Skiclub Partenkirchen der Nachrichtenagentur dpa. Es bleibe aber "eine Hintertür offen, wenn sich die Lage bessern sollte".

Beim Tournee-Start der Skispringer in Oberstdorf sind derzeit 2500 Zuschauer geplant. Die Tickets, die am 1. Oktober in den freien Verkauf kamen, waren innerhalb weniger Stunden ausverkauft.

22.10.2020 • 11:27 Uhr

Eilantrag gegen Beherbergungsverbot gescheitert

Eine Familie aus Tübingen ist mit ihrem Eilantrag gegen das in Schleswig-Holstein geltende Beherbergungsverbot vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert. Die Familie hatte Urlaub auf der Insel Sylt machen wollen.

Einreisende aus Risikoregionen müssen in Schleswig-Holstein allerdings einen negativen Corona-Test vorweisen, dessen Ergebnis nicht älter als 48 Stunden ist. Den Richtern in Karlsruhe zufolge habe die Familie nicht dargelegt, was sie daran hindere, sich einem solchen Test zu unterziehen.

In mehreren Bundesländern war das Beherbergungsverbot von Gerichten gekippt worden. In Schleswig-Holstein hatte das Oberverwaltungsgericht die Regelung jedoch vor einer Woche bestätigt.

22.10.2020 • 11:22 Uhr

Belgiens Außenministerin auf Intensivstation

Belgiens Außenministerin Sophie Wilmès wird wegen einer Covid-19-Erkrankung auf der Intensivstation behandelt, wie ihr Sprecher bestätigte. Ihr Zustand sei stabil, aber es bedürfe einer professionellen Betreuung. Sie sei gestern ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Wilmès, die auch stellvertretende Ministerpräsidentin ist, hatte am Wochenende mitgeteilt, dass sie sich mit dem Coronavirus infiziert habe. Die 45-Jährige war bis vor kurzem Ministerpräsidentin Belgiens gewesen.

22.10.2020 • 11:19 Uhr

FDP-Chef pocht auf Regierungserklärung

Der Vorsitzende der FDP, Christian Lindner, hat angesichts der bundesweit mehr als 11.000 Neuinfektionen eine Regierungserklärung von Bundeskanzlerin Merkel gefordert.

22.10.2020 • 11:10 Uhr

Keine Zuschauer beim Spiel Darmstadt gegen St. Pauli

Das Zweitliga-Spiel zwischen dem SV Darmstadt 98 und dem FC St. Pauli muss als Geisterspiel ausgetragen werden. Dies teilte der hessische Verein mit. Da der Grenzwert für Neuinfektionen deutlich über dem Wert von 35 liege, seien für das Aufeinandertreffen am Samstag keine Zuschauer erlaubt.

22.10.2020 • 11:09 Uhr

Studie: Viele junge Menschen befürworten Corona-Maßnahmen

In einer Umfrage des Institutes YouGov im Auftrag der TUI Stiftung unter 16- bis 26-Jährigen hat etwa die Hälfte der Befragten die Corona-Auflagen befürwortet. 52 Prozent der Studienteilnehmer äußerten sich dementsprechend. Für 18 Prozent könnten die Regeln sogar noch strenger sein, nur sieben Prozent finden die Corona-Maßnahmen "übertrieben".

33 Prozent halten die Maßnahmen eigenen Angaben zufolge auch ein. Etwa jeder Zweite gab an, dies zumindest "überwiegend" zu tun. Nur zwei Prozent der deutschen Jugendlichen beachten die Empfehlungen demnach überhaupt nicht.

Für die jährliche Jugendstudie "Junges Europa" der TUI Stiftung wurden im Januar mehr als 6000 junge Menschen aus sieben Ländern befragt. An der zweiten Umfrage im September nahmen über 1000 junge Deutsche zwischen 16 und 26 Jahren teil. Die Ergebnisse aus beiden Befragungen wurden in einer Gesamtstudie zusammengefasst.

22.10.2020 • 11:02 Uhr

Mehr als 12.000 Neuinfektionen in Polen

Nach Angaben des polnischen Gesundheitsministeriums wurden in dem Land binnen 24 Stunden rund 12.100 neue Corona-Infektionen registriert. Hinzu kämen 168 Todesfälle in Zusammenhang mit einer Ansteckung.

Damit haben sich seit Beginn der Pandemie der Zählung der Johns-Hopkins-Universität zufolge mehr als 202.500 Menschen in Polen mit dem Erreger angesteckt. Das Land zähle inzwischen mehr als 3800 Corona-Tote.

22.10.2020 • 10:47 Uhr

RKI benennt weitere Risikogebiete im Ausland

Das Robert Koch-Institut hat mehrere Regionen und ganze Länder zu Risikogebieten erklärt. Davon betroffen sind die komplette Schweiz, ganz Polen und Irland. Auch das gesamte Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland zählt künftig zu den als riskant geltenden Reisegebieten.

Zudem wurden unter anderem in folgenden Ländern weitere Regionen zu Risikogebieten erklärt: In Schweden, Bulgarien, Estland, Italien, Kroatien, Österreich, Slowenien und Ungarn.

Die neuen Regelungen treten nach Angaben der Behörde in der Nacht von Freitag auf Samstag in Kraft.

22.10.2020 • 10:24 Uhr

RKI-Chef: Höhere Ausbreitung in privaten Haushalten

Der Aussage des Chefs des Robert Koch-Institutes, Lothar Wieler, zufolge nehmen die Infektionen in privaten Haushalten im Vergleich zum Frühjahr deutlich zu. Menschen würden sich vermehrt bei privaten Treffen anstecken und das Virus dann in den eigenen Haushalt tragen.

Weiterhin würden sich im Vergleich zur sogenannten ersten Welle mehr jüngere Menschen infizieren. Daher habe auch die Zahl der leichteren Krankheitsverläufe zugenommen.

22.10.2020 • 10:16 Uhr

Neustart in der Deutschen Eishockey Liga

Acht Monate nach dem Abbruch der vergangenen Saison nimmt die Deutsche Eishockey Liga mit einem Testturnier den Spielbetrieb wieder auf. Ab dem 11. November werden acht der 14 Clubs an dem Wettbewerb teilnehmen: In zwei Gruppen spielen die Krefeld Pinguine, die Düsseldorfer EG, die Grizzlys Wolfsburg, die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven, Red Bull München, die Adler Mannheim, die Eisbären Berlin und die Schwenninger Wild Wings mit. Das Finale soll am 12. Dezember ausgetragen werden.

22.10.2020 • 10:04 Uhr

Spaniens Gesundheitsminister für schärfere Maßnahmen

Aus Sicht des spanischen Gesundheitsministers Salvador Illa ist die derzeitige Corona-Lage in seinem Land bereits wieder "außer Kontrolle geraten". Daher geht er davon aus, dass zeitnah wieder striktere Beschränkungen auf die Bevölkerung zukommen werden.

22.10.2020 • 09:50 Uhr

KfW-Umfrage: In mittelständischen Firmen droht massiver Jobverlust

Die Corona-Krise reißt ein milliardenschweres Loch in die Kassen der mittelständischen Unternehmen bundesweit. In seinem Mittelstandspanel schätzt die staatliche Förderbank KfW, dass die Gewinne dieser Konzerne im gesamten Jahr 2020 im rund 545 Milliarden Euro einbrechen könnten. Die KfW zählt Firmen mit einem Umsatz von maximal 500 Millionen Euro jährlich zum Mittelstand.

Die finanziellen Einbußen könnten zu einem umfassenden Stellenabbau führen. Der Umfrage zufolge planen 16 Prozent der kleinen und mittleren Firmen in diesem Jahr die Zahl der Mitarbeiter zu reduzieren, um Kosten zu senken. Insgesamt könnte die Zahl der beschäftigten um rund 3,3 Prozent abnehmen, was einem Verlust von fast 1,1 Millionen Arbeitsplätzen entsprechen würde.

22.10.2020 • 09:41 Uhr

Bundesliga-Partie Mainz gegen Gladbach vor nur 100 Zuschauern

Wenn der Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 am Samstag zuhause auf Borussia Mönchengladbach trifft, wird das in einem nahezu leeren Stadion geschehen. Die Arena wird nach Vereinsangaben nicht für die Öffentlichkeit geöffnet. Lediglich "einige Mitarbeiter, Angehörige und wenige Ehrengäste" werden das Spiel von den Zuschauerrängen aus verfolgen können. Deren Anzahl solle auf maximal 100 Gäste beschränkt werden.

22.10.2020 • 09:36 Uhr

Kein Weihnachtsmarkt auf Berliner Gendarmenmarkt

Der traditionelle Weihnachtsmarkt auf dem Gendarmenmarkt in Berlin zieht jedes Jahr Zehntausende Besucher an. Genau das sei angesichts der steigenden Corona-Infektionen ein "unkalkulierbares Risiko", hieß es vom Veranstalter des "Weihnachtszaubers", Helmut Russ. Darum werde der Markt in diesem Jahr leider ausfallen müssen.

22.10.2020 • 09:20 Uhr

Tschechien meldet erneut Höchstwert

In Tschechien steigen die Corona-Zahlen immer drastischer an: Mit fast 15.000 weiteren Ansteckungen in 24 Stunden verzeichneten die Behörden erneut einen Höchstwert an Neuinfektionen. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität steigt die Zahl der Corona-Fälle damit auf fast 209.000 an.

In dem Land gelten darum wieder strikte Beschränkungen: Einwohner dürfen ihre Wohnung oder ihr Haus nur noch verlassen, um zur Arbeit oder zum Arzt zu gehen oder um einzukaufen. Bis auf Supermärkte und Drogerien wurden fast alle Geschäfte wieder geschlossen.

22.10.2020 • 09:15 Uhr

Städtetag für mehr Debatten im Bundestag

Aus Sicht des Hauptgeschäftsführers des Deutschen Städtetags, Helmut Dedy, sollte die Corona-Krise häufiger in Debatten des Bundestags Thema sein. "Das Parlament schweigt mir einfach zu laut", sagte Dedy im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. Für die Akzeptanz der Corona-Maßnahmen sei es ganz entscheidend, dass auf Bundesebene mit einer Stimme gesprochen werde.

Zuletzt war immer umfassender darüber diskutiert worden, ob die Mitsprache des Bundestages bei Entscheidungen Corona-Auflagen ausreicht.

22.10.2020 • 09:06 Uhr

Genesungswünsche für den Bundesgesundheitsminister

Gestern wurde bekannt, dass sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit dem Coronavirus infiziert hat. Martin Polansky berichtet über die Reaktionen auf das Testergebnis.

22.10.2020 • 08:55 Uhr

Sorge vor neuer Isolation von Pflegeheimen

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, drängt auf einheitliche Corona-Regelungen in Pflegeheimen. Darum werde er in Zusammenarbeit mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und dem Robert Koch-Institut Leitlinien ausarbeiten, um bundesweit einheitliche Maßnahmen durchzusetzen, wie Westerfellhaus in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" ankündigte: "In wenigen Wochen, deutlich vor Weihnachten, werden wir eine Handreichung vorlegen, um dem Flickenteppich mehr Einheitlichkeit und Nachvollziehbarkeit zu geben."

Der Grund für seine Initiative sei die Angst Hunderttausender Pflegebedürftiger vor einem neuen Lockdown der Heime, betonte der Pflegebevollmächtigte. "Diese Isolation, wie wir sie im Frühjahr hatten, darf es nicht noch einmal geben."

22.10.2020 • 08:49 Uhr

Nachfrage nach Hygieneartikeln bleibt hoch

Die Deutschen kaufen nach wie vor deutlich mehr Hygieneprodukte, wie eine Zählung des Statistischen Bundesamts aufzeigt.

Der größte Verkaufsschlager bleibt dabei das Toilettenpapier: In der Woche vom 12. bis zum 17. Oktober lag der Absatz im Vergleich zu den durchschnittlichen Verkaufszahlen in den Vorkrisen-Monaten August 2019 bis Januar 2020 um fast 90 Prozent höher. Auch der Verkauf von Desinfektionsmittel legte um 72,5 Prozent zu, ebenso von Seife mit 62,3 Prozent.

22.10.2020 • 08:31 Uhr

Sorge wegen Corona-Krise dämpft Konsumlaune

Mit den steigenden Infektionszahlen wächst bei den Deutschen auch wieder die Sorge vor finanziellen Einschnitten durch die Corona-Pandemie. Das spiegelt sich auch in der Kauflaune der Bevölkerung wider, wie die Konsumklimastudie für Oktober des Forschungsunternehmen GfK aufzeigt. Für die Untersuchung wurden im Zeitraum vom 30. September bis zum 13. Oktober rund 2000 Verbraucher befragt.

Mit 74 Prozent sieht ein Großteil der Studienteilnehmer die Pandemie als eine große oder sogar sehr große Bedrohung an. Die Hälfte der Befragten macht sich demnach Sorgen vor persönlichen wirtschaftlichen Einschnitten, etwa beim Einkommen.

Rolf Bürkl vom GfK-Institut sprach zudem von einer wachsenden Angst vor einem weiteren bundesweiten Lockdown. "Die zum Teil kräftige Erholung der Stimmung vom Frühsommer dieses Jahres ist damit zum Stillstand gekommen und lässt das Konsumklima wieder abrutschen", sagte Bürkl.

Als Folge prognostiziert das Unternehmen für November einen Rückgang um 1,4 Punkte auf minus 3,1 Zähler.

22.10.2020 • 08:05 Uhr

Knapp 7000 neue Fälle in der Ukraine

In den vergangenen 24 Stunden haben die Behörden in der Ukraine den bisher höchsten Wert an Neuinfektionen innerhalb eines solchen Zeitraums erfasst: Demnach haben sich binnen eines Tages 7053 Einwohner mit dem Erreger angesteckt.

Damit steigt die Zahl der Infektionen seit Beginn der Pandemie in dem Land auf mehr als 320.000 Fälle an. Laut der Johns-Hopkins-Universität sind bislang fast 6100 Menschen in der Ukraine gestorben, die sich nachweislich mit dem Virus infiziert hatten.

22.10.2020 • 07:58 Uhr

Zeitung: Gesichtserkennung als Corona-Schutz bei Olympia?

Die Organisatoren der für kommenden Sommer geplanten Olympischen Spiele in Tokio erwägen einem Bericht der Zeitung "Nihon Keizai Shimbun" zufolge, bei Zuschauern Gesichtserkennung einzusetzen - als Schutzmaßnahme gegen die Corona-Pandemie.

Kameras sollen demnach die Gesicht eines Zuschauers und dessen Körpertemperatur beim Betreten einer Wettkampfstätte erfassen. Dadurch könne auch nachverfolgt werden, wie und wann sich der Besucher beispielsweise in einem Stadion bewegt, sodass mögliche Infektionsketten leichter nachzuvollziehen seien.

Allerdings könnte es Bedenken wegen der Datenschutzsicherheit geben, es müssten daher sorgfältige Überlegungen bezüglich der Verwaltung solcher Daten angestellt werden, schrieb das Blatt weiter.

22.10.2020 • 07:52 Uhr

Indien meldet mehr als 55.800 Neuinfektionen

In Indien wurde nach Angaben der Gesundheitsbehörden binnen eines Tages bei 55.839 Menschen eine Corona-Infektion nachgewiesen. Damit steigt die Zahl der Corona-Fälle in dem Land auf mehr als 7,7 Millionen. Die Zahl der Menschen, die mit oder an dem Virus starben, stieg um 702 auf 116.616.

22.10.2020 • 07:36 Uhr

Landkreis Passau wird "dunkelrot"

Laut aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts hat der niederbayerische Landkreis Passau den Wert von 100 Corona-Fällen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen überschritten. In Gebieten dieser Warnstufe sollen nach Entscheidung der Landesregierung die Corona-Maßnahmen verschärft werden.

22.10.2020 • 07:23 Uhr

Bayerns SPD-Fraktionschef kritisiert Schulschließungen

Der Vorsitzende der bayerischen SPD-Landtagsfraktion, Horst Arnold, hat im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk kritisiert, dass im Zuge der hohen Neuinfektionen im Berchtesgadener Land und den daraus folgenden Maßnahmen die Schulen geschlossen wurden.

Damit würden sowohl die Schüler als auch die Eltern in eine "ganz desperate Situation" gebracht, sagte Arnold: "Denn von heute auf morgen kann man nicht einfach sozusagen seine Arbeit ruhen lassen, um die Kinder zu betreuen."

Kitas und Schulen sollten nicht "dieser Allgemeinschließungserwägung unterzogen werden, sondern es muss pandemisch-hygienisch alles dafür getan werden, diese solange wie möglich offen zu lassen". Arnold warnte: "Wir können es uns nicht leisten, dass im Laufe der Zeit eine Generation entsteht, die Defizite an sozialen Kontakten im Umgang mit ihren Mitmenschen hat."

22.10.2020 • 07:07 Uhr

Corona-Schutz vs. Grundrecht

In den vergangenen Tagen ist die Freizügigkeit zu einem Schlagwort in der Debatte um Corona-Maßnahmen geworden. Was genau hinter dem Grundsatz steckt und wann Einschränkungen legitim sind, erläutern Christoph Kehlbach und Felix Schwind.

22.10.2020 • 06:37 Uhr

Sportliches Autokino

Baseball-Fans in Los Angeles können bei den World Series 2020 vom Autositz aus mitfiebern. Als Alternative zum Stadionbesuch wurde das Spiel zwischen den heimischen Los Angeles Dodgers und den Tampa Bay Rays vor dem Stadion in der US-Metropole auf großen Leinwänden übertragen.

Auf einer Leinwand nahe des Dodger Stadiums in Los Angeles wird das Spiel der heimischen Baseball-Mannschaft gegen Tampa Bay Rays übertragen. So können Fans das Spiel in der Corona-Pandemie als Autokino verfolgen. | ETIENNE LAURENT/EPA-EFE/Shutters

Bild: ETIENNE LAURENT/EPA-EFE/Shutters

22.10.2020 • 06:09 Uhr

Suche nach Impfstoff in Deutschland

Mehrere deutsche Unternehmen forschen derzeit nach einem möglichen Impfstoff gegen das Coronavirus. Oda Lambrecht und Christian Baars werfen einen Blick auf die drei Konzerne.

22.10.2020 • 06:06 Uhr

RKI meldet mehr als 11.000 Neuinfektionen

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages in Deutschland hat erstmals den Wert von 10.000 Fällen überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Morgen 11.287 Fälle binnen 24 Stunden. Der bisherige Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland war am Samstag mit 7830 Neuinfektionen erreicht worden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 392.049 Menschen bundesweit nachweislich mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9905. Das waren 30 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es inzwischen etwa 306.100 Genesene.

22.10.2020 • 05:02 Uhr

Toter bei Corona-Impfstoff-Studie von AstraZeneca in Brasilien

Während der Studie zu einem Corona-Impfstoff des Pharmakonzerns AstraZeneca in Brasilien ist ein Proband gestorben. Das bestätigte die brasilianische Überwachungsbehörde für Gesundheit, Anvisa, der Deutschen Presse-Agentur. Die Todesursache war zunächst unklar. Den Impfstoff hatte der britisch-schwedische Konzern in Zusammenarbeit mit der Universität Oxford entwickelt. Nach eigenen Angaben war die Anvisa bereits am Montag über den Todesfall informiert worden. Die Empfehlung laute, die Tests fortzusetzen. Der Fall werde derzeit geprüft, Daten über Freiwillige müssten vertraulich behandelt werden.

22.10.2020 • 03:02 Uhr

Steuereinnahmen von Bund und Ländern brechen weiter ein

Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern sind im September deutlich gesunken. "Die konjunkturellen Auswirkungen der Corona-Krise belasteten weiterhin das Steueraufkommen", hieß es im aktuellen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums. Die Steuereinnahmen fielen demnach um 12,8 Prozent auf 63,52 Milliarden Euro. Im Zeitraum Januar bis September 2020 betrug das Minus gut acht Prozent - bei Einnahmen von rund 496 Milliarden Euro.

22.10.2020 • 03:02 Uhr

Obama prangert "Inkompetenz" im Kampf gegen Pandemie an

Der frühere US-Präsident Barack Obama hat der Regierung seines Nachfolgers Donald Trump bei der Eindämmung der Pandemie "Inkompetenz" und das Verbreiten von Falschinformationen vorgeworfen. Viele Menschen in den USA hätten nicht sterben müssen, wenn auch nur "grundlegende" Maßnahmen ergriffen worden wären, sagte der Demokrat bei einer Wahlkampfveranstaltung. Der Vergleich mit anderen Ländern wie dem Nachbarn Kanada zeige, dass die Zahl der Corona-Toten deutlich geringer hätte ausfallen können, sagte Obama im Bundesstaat Pennsylvania. "Die Pandemie wäre für jeden Präsidenten schwierig gewesen", räumte Obama ein. Das "Ausmaß der Inkompetenz und der Falschinformationen" seitens der Regierung habe die Situation aber weiter verschlimmert. Obama nannte den Republikaner Trump dabei nicht namentlich, es schien aber klar, auf wen er damit abzielte.

22.10.2020 • 03:02 Uhr

Nächtliche Ausgangssperre auch in Rom und Umgebung

In der italienischen Region Lazio, zu der die Hauptstadt Rom gehört, wird wegen der erneuten starken Ausbreitung des Coronavirus eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Das entsprechende Dekret wurde am Abend von Gesundheitsminister Roberto Speranza und Regionalpräsident Nicola Zingaretti unterzeichnet. Die Ausgangssperre tritt am Freitagabend in Kraft und gilt für 30 Tage. Zwischen 23.00 Uhr und 05.00 Uhr ist das Verlassen des Hauses oder der Wohnung nur in Ausnahmefällen erlaubt. Lazio ist bereits die dritte italienische Region, in der eine nächtliche Ausgangssperre verhängt wurde. In den vergangenen Tagen war die drastische Maßnahme bereits für die Regionen Lombardei und Kampanien beschlossen worden. Ausnahmen von den Ausgangssperren sind aus medizinischen oder beruflichen Gründen möglich.