Mitarbeiter einer Corona-Teststation in Montpellier | Guillaume Horcajuelo/EPA-EFE/Shu
Liveblog

Corona-Liveblog zum Nachlesen ++ 30.621 Neuinfektionen in Frankreich ++

Stand: 15.10.2020 23:07 Uhr

Frankreich meldet 30.621 neue Corona-Fälle - mehr als je zuvor an einem Tag. Auch in Italien gibt es einen neuen Höchstwert. Israel lockert Beschränkungen. Alle Entwicklungen vom Donnerstag zum Nachlesen im Liveblog.

  • Neue Höchstwerte in mehreren EU-Ländern
  • Niederlande und Frankreichs Festland jetzt Risikogebiete
  • Von der Leyen verlässt EU-Gipfel und geht in Quarantäne
  • Belgien meldet neuen Rekordwert an Neuinfektionen
  • Bundesamt für Umwelt gibt Empfehlungen zum Lüften
  • Strengere Maßnahmen in London
  • Beherbergungsverbot in vier Bundesländern gekippt
15.10.2020 • 22:05 Uhr

Ende des heutigen Liveblogs

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

15.10.2020 • 20:43 Uhr

Nun elf Fälle in Schweizergarde

Im Vatikan sind sieben weitere Mitglieder der päpstlichen Schweizergarde positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit stieg die Zahl der nachweislich infizierten Gardisten auf elf. Alle Infizierten seien isoliert worden, hieß es weiter. Die bunt uniformierten Wachen schützen Papst Franziskus und seine Residenz.

15.10.2020 • 20:21 Uhr

Mehr als 13.300 Neuinfektionen in Spanien

In Spanien verzeichnen die Behörden mehr als 13.300 Neuinfektionen. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen steigt damit auf 921.374. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt laut Gesundheitsministerium um 140 auf 33.553. Die Region Katalonien bereitet sich darauf vor, Bars und Restaurants zu schließen, um so eine Verbreitung des Virus einzudämmen.

15.10.2020 • 20:20 Uhr

Österreich stellt Corona-Ampel für vier Bezirke auf Rot

Österreich hat erstmals seine Corona-Ampel für vier Bezirke in drei westlichen Bundesländern auf Rot gestellt. Betroffen seien Wels Stadt in Oberösterreich, Hallein in Salzburg sowie Innsbruck Stadt und Innsbruck Land in Tirol, wie die Nachrichtenagentur APA nach einem Treffen der zuständigen Expertenkommission berichtete. Für diese Bezirke bestehe ein sehr hohes Risiko, hieß es. Innsbruck-Land und Hallein grenzen an Bayern. Die Corona-Ampel ist in Österreich seit Anfang September in Betrieb. Mit ihrer Hilfe wird die Infektionslage jede Woche neu bewertet und auf einer Karte farblich dargestellt

15.10.2020 • 20:05 Uhr

Frankreich meldet mehr als 30.600 Neuinfektionen

In Frankreich haben die Gesundheitsbehörden 30.621 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert - ein neuer Höchstwert. Seit Beginn der Pandemie verzeichnen die Behörden insgesamt 809.684 Infektionen. Die Zahl der Todesfälle stieg um 88 auf 33.125. Dies betrifft Patienten, die in Kranken- oder Pflegeheimen gestorben sind und bei denen das Virus nachgewiesen wurde. Noch am Mittwoch hatte die Zahl der Neuinfektionen in dem Land bei 22.591 gelegen.

15.10.2020 • 19:23 Uhr

Corona-Ampel der EU online - Deutschland mangels Daten grau

Bürger können sich ab sofort auf einer Ampel-Karte im Internet über die Corona-Lage in Europa informieren. Die europäische Gesundheitsagentur ECDC veröffentlichte erstmals eine Europa-Karte, auf denen Regionen je nach Infektionslage grün, orange oder rot markiert sind. Deutschland erschient dort noch grau, weil noch keine Daten zur Zahl der durchgeführten Corona-Tests vorlagen.

Um der Bevölkerung einen besseren Überblick zu verschaffen, hatte sich eine Mehrheit der EU-Staaten am Dienstag auf die Ampel-Karte geeinigt. Für grüne Gebiete mit wenigen Infektionen sollen demnach künftig keine Einreiseverbote mehr verhängt werden. Gemeinsame Standards für Reisende aus stärker betroffenen - also orange oder rot markierten - Regionen sind jedoch nicht vorgesehen. Ebenso wenig gibt es einheitliche Kriterien für Quarantäne- und Testpflichten. Auch ist die Empfehlung nicht bindend.

15.10.2020 • 18:53 Uhr

Polen verhängt weitere Einschränkungen

Polen führt erneut massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens ein. "Wir müssen jetzt auf die Bremse treten, um unser Gesundheitssystem zu verteidigen", sagte Gesundheitsminister Adam Niedzielski. Ab Samstag werden mehr als 150 Regionen im ganzen Land, darunter die Hauptstadt Warschau und mehrere andere Großstädte, als sogenannte rote Zonen deklariert, in denen schärfere Auflagen gelten. Dort sind Hochzeitsfeiern künftig verboten, Schwimmbäder und Fitnessclubs werden geschlossen. Restaurants dürfen für Gäste nur von sechs bis 21 Uhr geöffnet haben, nach dieser Zeit können sie ihre Speisen nur zum Mitnehmen anbieten. Die Schulen gehen wieder zu Fernunterricht über.

Zuvor hatte das Gesundheitsministerium bekannt gegeben, dass die Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen erstmals die Marke von 8000 überschritten hatte. Innerhalb von 24 Stunden kamen 8099 neue Fälle hinzu, die meisten davon in der Region um die Hauptstadt Warschau (1306).

15.10.2020 • 18:47 Uhr

18.980 Neuinfektionen in Großbritannien

In Großbritannien haben die Gesundheitsbehörden binnen 24 Stunden 18.980 neue Infektionsfälle registriert. 138 weitere Menschen, die zuvor positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, starben. Am Tag zuvor hatte die Regierung 19.724 Neuinfektionen und 137 Todesfälle gemeldet.

15.10.2020 • 18:35 Uhr

Auch das Saarland kippt Beherbergungsverbot

Auch das Saarland streicht das Beherbergungsverbot. Damit entfällt von diesem Freitag an für Reisende aus innerdeutschen Hotspots die Pflicht, bei der Übernachtung im Saarland einen negativen Corona-Test vorzulegen, wie Regierungssprecher Alexander Zeyer mitteilte. Die Landesregierung appelliere allerdings trotzdem an die Bürger, von nicht notwendigen Reisen abzusehen.

"Das Beherbergungsverbot ist überholt, da es aus jetziger Sicht nicht mehr dazu beiträgt, das Infektionsgeschehen positiv zu beeinflussen", begründete Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) die Entscheidung. "Das Risiko einer Ansteckung bei einer Übernachtung in einem Hotel unter Einhaltung der Hygienekonzepte stellt sich deutlich geringer dar als in anderen Bereichen." Zudem würden so Testkapazitäten an der falschen Stelle belastet.

15.10.2020 • 18:29 Uhr

Kuba größtenteils wieder für Urlauber offen

Der Großteil Kubas ist nach fast sieben Monaten wieder für ausländische Besucher offen. Internationale Flüge sind an den Flughäfen des Karibikstaates - mit Ausnahme von Havanna - wieder zugelassen. Nach Angaben des kubanischen Gesundheitsministeriums werden Besucher bei Ankunft auf das Coronavirus getestet. In jedem Hotel werde es ein Ärzteteam geben, alles werde bargeldlos bezahlt.

Kuba hatte im März wegen der Pandemie seine Grenzen geschlossen. Im Juli gab es zwar eine erste Wiederöffnung für ausländische Touristen; erlaubt waren aber nur Charter-Flüge und Aufenthalte in All-Inclusive-Resorts auf fünf bestimmten Inseln, ohne Kontakt zur Lokalbevölkerung.

15.10.2020 • 18:24 Uhr

Israel beschließt Lockerungen

Angesichts sinkender Corona-Zahlen will Israel seit fast einem Monat geltende Beschränkungen wieder lockern. Das sogenannte Corona-Kabinett beschloss eine Reihe von Erleichterungen, die am Sonntag in Kraft treten sollen. Bedingung ist allerdings, dass die Zahl der täglichen Neuinfektionen nicht deutlich höher liegt als 2000. Zuvor war bereits eine Wiederöffnung des internationalen Flughafens Ben Gurion bei Tel Aviv von Freitag an beschlossen worden.

Von Sonntag an dürfen gemäß der neuen Entscheidung dann auch Einrichtungen ohne Publikumsverkehr ihre Arbeit wieder aufnehmen. Die Auflage, dass Bürger sich nicht weiter als einen Kilometer von ihrem Zuhause entfernen dürfen, wird aufgehoben. Versammlungsbeschränkungen gelten allerdings weiter - in Innenräumen dürfen sich nicht mehr als 10 und draußen nicht mehr als 20 Menschen versammeln.

Die Pandemie verlief in Israel zunächst glimpflich, auch wegen eines strikten Kurses der Regierung. Nach Lockerungen und einer massiven Zunahme der Fallzahlen im Laufe des Sommers galt seit dem 18. September ein zweiter landesweiter Lockdown. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen konnte von mehr als 9000 am 30. September auf nun rund 2000 gedrückt werden.

15.10.2020 • 18:18 Uhr

Trump gegen neue Corona-Auflagen

Trotz steigender Corona-Zahlen hat US-Präsident Donald Trump die Verhängung neuer Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Pandemie abgelehnt. "Wir werden keine neuen Lockdowns mehr machen", sagte er in einem telefonischen Interview mit dem TV-Sender Fox Business. Die Lage in den USA sei gut. Trump hatte die erneute Stilllegung weiter Teile des öffentlichen Lebens bereits häufig abgelehnt. In dem Interview wiederholte er auch seine Ansicht, wonach solche strengen Auflagen zu mehr Problemen führten, als sie lösten - darunter Selbstmorde und Gewalt. Er griff auch erneut demokratische Gouverneure an, die sich für strengere Regeln einsetzten. Die Gouverneurin des Bundesstaats Michigan, Gretchen Whitmer, beschimpfte er dabei als "Diktatorin".

15.10.2020 • 18:06 Uhr

Mehr als 8800 Neuinfektionen in Italien

Die Corona-Zahlen in Italien steigen weiter deutlich an: Die Gesundheitsbehörden melden mehr als 8800 neue Ansteckungen mit dem Virus an einem Tag. Das sind rund 1500 mehr als am Vortag. Zugleich wurde damit der bislang höchste Tageswert seit Beginn der Pandemie im Februar erreicht. In Italien werden allerdings inzwischen sehr viel mehr Tests als am Anfang der Pandemie gemacht, so dass viele Experten von einem direkten Vergleich der Werte mit der ersten Welle abraten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Rom registrierte das Land mit seinen 60 Millionen Einwohnern heute 83 neue Covid-19-Tote - fast doppelt so viele wie am Mittwoch.

15.10.2020 • 17:18 Uhr

Niederlande und Frankreichs Festland als Risikogebiete eingestuft

Die Bundesregierung hat die ganzen Niederlande, fast ganz Frankreich und erstmals auch Regionen in Italien und Polen mit Wirkung ab dem kommenden Samstag zu Corona-Risikogebieten erklärt. Außerdem werden dann Malta und die Slowakei komplett sowie einzelne Regionen in neun weiteren EU-Ländern auf die Risikoliste gesetzt, wie das Robert Koch-Institut auf seiner Internetseite mitteilte.

Dazu zählen acht Regionen der Schweiz, darunter der an Deutschland grenzende Kanton Zürich, erstmals Gebiete in Schweden und Finnland sowie weitere Regionen in Großbritannien, Irland, Kroatien, Portugal, Slowenien und Ungarn. Es wird erwartet, dass das Auswärtige Amt für alle neuen Risikogebiete auch eine Reisewarnung ausspricht.

Mit der Aufnahme von fünf polnischen Regionen einschließlich der Metropolen Danzig und Krakau auf die Risikoliste wird ab Samstag keines der neun Nachbarländer Deutschlands mehr ohne Risikogebiet sein.

In Frankreich werden Korsika und das am Anfang der Corona-Pandemie besonders stark betroffene Grenzgebiet Grand Est auf die Risikoliste gesetzt. In den Niederlanden wird Zeeland an der Nordsee als letzte Provinz zum Risikogebiet.

Mit Italien wird nun auch das zweitbeliebteste Urlaubsland der Deutschen nach Spanien zumindest teilweise auf die Risikoliste gesetzt. Betroffen sind zwei sehr gefragte Touristenziele: Das süditalienische Kampanien mit Neapel, der Amalfiküste und den Inseln Capri und Ischia sowie die nordwestliche Küstenregion Ligurien um Genua.

Der Hafen Marina Grande am Hauptort Capri auf der gleichnamigen italienischen Insel. Darunter das süditalienische Kampanien und die nordwestliche Küstenregion Ligurien. | dpa

Der Hafen Marina Grande am Hauptort Capri auf der gleichnamigen italienischen Insel. Mehrere beliebte Urlaubsziele in Italien stehen nun auf der Risikoliste. Bild: dpa

15.10.2020 • 17:09 Uhr

Papst warnt vor Schulabbruch von Millionen Kindern

Papst Franziskus will mit einem globalen Pakt für Bildung den Kindern und Jugendlichen weltweit zu besseren Chancen verhelfen. "In der aktuellen Gesundheitskrise - wo es viel Verzagtheit und Orientierungslosigkeit gibt - sind wir der Meinung, dass dies der Zeitpunkt ist, einen globalen Bildungspakt für und mit den jüngeren Generationen zu unterzeichnen", sagte der Papst in einer Videobotschaft in Rom.

In dem Pakt würden "Familien, Gemeinschaften, Schulen und Universitäten, Institutionen, Religionen, Regierende, ja, die gesamte Menschheit dazu verpflichtet, reife Menschen heranzubilden".

Die Idee zu einer Übereinkunft für bessere Bildung hatte das 83 Jahre alte katholische Kirchenoberhaupt bereits lange vor der Corona-Krise. Doch jetzt könnten etwa zehn Millionen Kinder weltweit wegen der Wirtschaftskrise, die durch die Pandemie ausgelöst wurde, zum Schulabbruch gezwungen sein, warnte er.

Generalaudienz mit Gläubigen und Papst Franziskus | REUTERS

Papst Franziskus warnt davor, dass etwa zehn Millionen Kinder wegen einer Corona-bedingten Wirtschaftskrise zum Schulabbruch gezwungen sein könnten. Bild: REUTERS

15.10.2020 • 17:03 Uhr

Dänemark rät von Reisen nach Italien und Polen ab

Die dänische Regierung rät ihren Bürgern nun auch von Reisen in das Urlaubsland Italien ab. Gleiches gelte für Bulgarien, Liechtenstein, Litauen, Polen, San Marino und den Vatikan, teilte das dänische Außenministerium mit. Grund dafür sei eine zu hohe Zahl an Corona-Neuinfektionen in diesen Staaten.

Damit erfüllen kaum noch Länder aus der EU und dem Schengenraum die dänischen Vorgaben - Deutschland als eines der wenigen allerdings schon, weshalb die Einreise nach Dänemark aus der Bundesrepublik weiter generell gestattet ist. 

Allerdings schränkte das Außenministerium nun ein, dass man sich nach der Heimkehr nach Dänemark testen lassen muss, wenn man in einer Region mit mehr als 50 Infektionen pro Woche und 100.000 Einwohner gewesen ist - das umfasst nach dänischen Angaben in Deutschland bislang die Bundesländer Berlin und Bremen.

15.10.2020 • 16:58 Uhr

125 Infizierte in Gandersheimer Bibelschule:

Bei einem Corona-Ausbruch in einem Glaubenszentrum in Bad Gandersheim haben sich 125 Personen infiziert. Über die Ursache gibt es bislang keine Erkenntnisse, lediglich die Vermutung, dass das Virus beim Singen übertragen wurde. Insgesamt seien 252 Personen getestet worden, sagte eine Sprecherin.

Bislang gebe es keine Krankenhauseinweisung, sondern zunächst Verläufe mit den üblichen Krankheitssymptomen. Alle Infizierten befänden sich in Quarantäne. Das Gesundheitsamt arbeite "mit Hochdruck" an der Nachverfolgung der Kontaktpersonen. In einer Pressemitteilung des Glaubenzentrums heißt es, am vergangenen Wochenende sei bekanntgeworden, "dass im Umfeld der Bibelschule durch einen Außenkontakt eine positive PCR-Testung aufgetreten ist".

15.10.2020 • 16:55 Uhr

RKI-Präsident: Abriegelung von Corona-Risikogebieten vorstellbar

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, kann sich eine Abriegelung von Risikogebieten vorstellen, um das aktuelle Corona-Infektionsgeschehen in Deutschland unter Kontrolle zu halten. Vor neun Monaten habe er eine solche Maßnahme noch für undenkbar gehalten, sagte Wieler in einem Interview des Fernsehsender phoenix. Inzwischen halte er das aber für vorstellbar.

Mit Blick auf die am Mittwoch zwischen Bund und Ländern verabredeten Corona-Maßnahmen kritisierte Wieler, ihm fehle die "Verbindlichkeit". Einige der Maßnahmen seien nur Empfehlungen, er würde sich aber wünschen, dass etwa das Tragen von Masken in Innenräumen verpflichtend wäre. Angesichts der heftigen Debatte um Beherbergungsverbote in einigen Bundesländern verwies Wieler darauf, dass die Mobilität "einer der Treiber dieser Pandemie" sei.

15.10.2020 • 16:52 Uhr

Berlin erhöht Prämie für Pflegekräfte auf 1500 Euro

Berlin stockt die Corona-Prämie für Pflegekräfte um 500 auf 1.500 Euro auf. Das teilte die Senatsgesundheitsverwaltung in der Bundeshauptstadt mit. Das Berliner Abgeordnetenhaus hatte bereits Ende September grünes Licht für die volle Aufstockung aus Landesmitteln gegeben.

Für den Landesanteil der Corona-Sonderzahlung stelle Berlin insgesamt 18,5 Millionen Euro zur Verfügung. Von der Prämie sollen rund 46.000 Beschäftigte in Berliner Pflegeeinrichtungen und -diensten profitieren. Eine Unterscheidung nach Trägerschaft existiere nicht, hieß es.

15.10.2020 • 16:43 Uhr

Von der Leyen verlässt EU-Gipfel und geht in Quarantäne

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat den EU-Gipfel in Brüssel frühzeitig verlassen und sich in Corona-Quarantäne begeben. Sie sei gerade darüber informiert worden, dass ein Mitglied ihres Empfangsbüros am Morgen positiv auf das Coronavirus getestet worden sei, schrieb die CDU-Politikerin kurz nach Beginn des EU-Gipfels auf Twitter.

Sie selbst sei negativ getestet worden. Dennoch habe sie den EU-Gipfel aus Vorsicht unverzüglich verlassen und sich in Selbstisolation begeben. Bereits in der vergangenen Woche hatte sich von der Leyen wegen eines Kontakts zu einem Corona-Infizierten zeitweise in Quarantäne begeben müssen.

15.10.2020 • 16:33 Uhr

Infektionen im Team von Vizepräsidentschaftskandidatin Harris

US-Vizepräsidentschaftskandidatin Kamala Harris hat wegen zwei Corona-Fällen in ihrem Mitarbeiterstab persönliche Auftritte bis Montag abgesagt. Das teilte das Wahlkampfteam des Präsidentschaftskandidaten Joe Biden mit. Biden sei dem Virus nicht ausgesetzt gewesen, obwohl er am 8. Oktober mehrere Stunden zusammen mit Harris in Arizona tätig gewesen sei. Bei einer für Harris' Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Person und einem weiteren Mitarbeiter sei nach der Reise bei Tests festgestellt worden, dass sie infiziert seien.

Biden und Harris absolvierten an dem Tag mehrere Treffen und einen gemeinsamen Auftritt vor Reportern an einem Flughafen. In der Öffentlichkeit trugen sie jederzeit Masken. Biden und Harris haben sich seither mehrfach auf das Virus testen lassen - bislang mit negativem Ergebnis.

Kamala Harris und Joe Biden | AFP

US-Vizepräsidentschaftskandidatin Kamala Harris hat wegen zwei Corona-Fällen in ihrem Mitarbeiterstab persönliche Auftritte bis Montag abgesagt. Bild: AFP

15.10.2020 • 15:54 Uhr

Von der Leyen fordert einheitliche Test- und Quarantäneregeln

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat die EU-Staaten zu weiterer Koordinierung der Corona-Maßnahmen aufgerufen. Die Lage werde mehr und mehr besorgniserregend, sagte die CDU-Politikerin zu Beginn des EU-Gipfels in Brüssel. Die EU-Staaten hätten sich zwar in dieser Woche auf eine Ampel-Karte verständigt, auf der Regionen je nach Infektionslage farblich markiert werden. Aber ihrer Meinung nach sollte es darüber hinaus eine Einigung auf die Länge einer Quarantäne sowie auf die Notwendigkeit von Tests geben. "Ich rufe alle Beteiligten dazu auf, dass wir hier ebenfalls eine Einigung finden. Das ist wichtig."

15.10.2020 • 15:49 Uhr

Erneut Höchstwert in Litauen

In Litauen haben die Corona-Neuinfektionen zum dritten Mal in diesem Monat einen Rekordwert erreicht. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Vilnius wurden 255 positive Tests innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Dies ist der höchste Anstieg binnen eines Tages seit Beginn der Pandemie. Der bisherige Höchstwert in dem baltischen EU-Land von 205 Neuinfektionen war am Samstag erfasst worden. 

15.10.2020 • 15:48 Uhr

Maas: Keine neuen Grenzschließungen wegen Corona

Bundesaußenminister Heiko Maas hat neuen Grenzschließungen eine Absage erteilt. Im Frühjahr hätten alle EU-Länder "schlechte Erfahrungen" mit "zu schnellen Schließungen" gemacht, sagte der SPD-Politiker bei einem Treffen mit den Außenministern Frankreichs und Polens in Paris. Mit Rücksicht auf die vielen Pendler werde Deutschland "das nicht noch einmal wiederholen".

15.10.2020 • 15:36 Uhr

Gericht setzt Niedersachsens Beherbergungsverbot aus

Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat das Beherbergungsverbot des Landes für Reisende aus deutschen Corona-Hotspots in einem Eilverfahren für rechtswidrig erklärt. Der Beschluss sei unanfechtbar, teilte das Gericht in Lüneburg mit. Geklagt hatte der Betreiber eines Ferienparks.

Die Beherbergungsbetriebe, beispielsweise Hotels und Pensionen, müssen sich "mit sofortiger Wirkung" nicht mehr an die entsprechende Verordnung halten, wie das Lüneburger Gericht mitteilte. Bis zu einer Entscheidung im Hauptsacheverfahren in der Sache könne es noch Monate dauern, sagte eine Sprecherin des Gerichts.

15.10.2020 • 15:03 Uhr

USA: Neuinfektionen auf höchstem Stand seit August

Die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen in den USA ist mit fast 60.000 an einem Tag auf den höchsten Stand seit Anfang August gestiegen. Am Mittwoch wurden rund 59.500 Menschen positiv getestet, wie aus Zahlen der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervorgeht. Besonders stark war der Anstieg in einigen Bundesstaaten des Mittleren Westens wie North Dakota, South Dakota und Missouri.

Die Zahl der Todesfälle blieb relativ stabil bei 985. Insgesamt wurden in den USA der Universität zufolge seit Beginn der Pandemie 7,9 Millionen Corona-Infektionen gezählt, rund 217.000 Menschen starben. Experten gehen zugleich von einer hohen Dunkelziffer an Corona-Infektionen aus. In den USA leben rund 330 Millionen Menschen.

15.10.2020 • 14:59 Uhr

Telefonische Krankschreibung wieder möglich

Telefonische Krankschreibungen wegen Erkältungsbeschwerden sind ab kommendem Montag wegen der Corona-Lage wieder bundesweit möglich. Das beschloss der Gemeinsame Bundesausschusses im Gesundheitswesen. Die Regelung soll zunächst bis zum Jahresende gelten.

Die entsprechenden Krankschreibungen gibt es jeweils für sieben Tage. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung könne telefonisch für weitere sieben Kalendertage ausgestellt werden, hieß es in einer Mitteilung.

Bundesweit waren telefonische Krankschreibungen bereits in der Anfangsphase der Pandemie möglich. Später war entschieden worden, diese nur noch abhängig vom Infektionsgeschehen zuzulassen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hatte sich zuletzt dafür stark gemacht, die Regelung angesichts steigender Corona-Infektionszahlen im Herbst und Winter wieder auszudehnen.

15.10.2020 • 14:43 Uhr

Bayern verschärft Maskenpflicht und Alkoholverbot

Bayern geht bei den neuen Corona-Maßnahmen teils über den jüngsten gemeinsamen Beschluss von Bund und Ländern hinaus. Schon bei mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen dürfen sich nur noch zwei Hausstände oder maximal zehn Personen treffen. Die Vereinbarung der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht dies erst ab einem Neuinfektions-Wert von 50 vor. In Bayern dürfen sich ab diesem Wert nur noch zwei Hausstände oder maximal fünf Personen treffen.

In bayerischen Regionen mit hohen Corona-Zahlen gelten künftig strikte Sperrstunden in der Gastronomie. Bei mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen müssen Gaststätten um 23 Uhr schließen, zudem darf dann an Tankstellen kein Alkohol mehr verkauft werden, und es gilt dann ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen. Bei einer Sieben-Tages-Inzidenz von mehr als 50 gelten die Sperrstunde und die beiden anderen Verbote schon ab 22 Uhr.

 Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern Markus Söder | dpa

In bayerischen Regionen mit hohen Corona-Zahlen gelten künftig strengere Beschränkungen für private Kontakte. Bild: dpa

15.10.2020 • 14:39 Uhr

Anmeldung nach Einreise aus Risikogebiet bald digital

Wer aus einem ausländischen Corona-Risikogebiet nach Deutschland einreist, kann die obligatorische Meldung bei den Behörden bald digital vornehmen. Die bisherige sogenannte Aussteigerkarte auf Papier werde durch die "digitale Einreiseanmeldung" ersetzt, teilte das Bundesinnenministerium mit. Das Verfahren funktioniert über das Smartphone oder Tablet und soll ab dem 8. November möglich sein. An diesem Tag sollen die neuen Quarantäneverordnungen der Bundesländer in Kraft treten.

Bislang müssen Reise-Rückkehrer aus Risikogebieten auf Formularen per Hand Angaben zur Identität, der Reiseroute, Kontaktdaten und dem eigenen Gesundheitszustand machen. Die Unterlagen sammelt beispielsweise die Fluggesellschaft oder das Busunternehmen ein und leitet sie an das für die Einreise zuständige Gesundheitsamt weiter, das sie wiederum an das Gesundheitsamt am Wohnsitz des Rückkehrers verschickt.

15.10.2020 • 14:35 Uhr

Frankfurt: Sperrstunde bis Ende Oktober verlängert

Angesichts der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen in Frankfurt wird die seit der vergangenen Woche geltende Sperrstunde um 23 Uhr bis Ende Oktober verlängert. Das hat der Verwaltungsstab der Stadt beschlossen. Parallel zur Sperrstunde in Bars, Kneipen und Restaurants werde ein generelles Alkoholverkaufsverbot in der Zeit zwischen 23 Uhr und 6 Uhr morgens eingeführt, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann nach der Sitzung des Krisenstabs.

Gesundheitsdezernent Stefan Majer kündigte an, dass für öffentliche Veranstaltungen eine Höchstgrenze von 100 Teilnehmern gelte. Im öffentlichen Raum werde eine Kontaktbeschränkung auf 10 Personen eingeführt, auf privaten Feiern gelte eine Höchstzahl von 10 Menschen, die aus höchstens zwei Hausständen stammen dürften. Profi-Sportveranstaltungen müssen nun ohne Zuschauer stattfinden.

Am Mittwoch noch hatte die Zahl der Infektionen pro 100 000 Einwohnern an sieben aufeinanderfolgenden Tagen 70,9 betragen und war damit nicht mehr weit entfernt von der höchsten Warnstufe des Landes Hessen.

15.10.2020 • 14:29 Uhr

Söder warnt vor zweitem Lockdown

Angesichts des starken Anstiegs von Corona-Fällen auch in Bayern sieht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder eine täglich wachsende Gefahr für einen erneuten Lockdown. "Die Lage ist leider ernst, und sie wird jeden Tag ernster", sagte er nach einer Sitzung des Kabinetts in München.

Corona sei immer dramatischer in ganz Europa aktiv. Auch wenn es keinen Grund zur Panik gebe, sei die Situation sogar deutlich komplexer als im vergangenen Frühjahr, so Söder. Denn jetzt stehe der Winter vor der Tür, und zugleich "explodieren die Zahlen in ganz Europa".

Söder betonte, dass sich Bayern auf Anfrage aus Tschechien bereit erklärt habe, Intensivpatienten aufzunehmen. Landesweit liege die Auslastung der Intensivbetten bereits bei mehr als 40 Prozent. Söder betonte, die Staatsregierung werde alles tun, um einen Lockdown zu verhindern. Ob jedoch die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz vom Mittwoch in Berlin dafür ausreichten, sei zu bezweifeln.

15.10.2020 • 14:25 Uhr

Belgien meldet neuen Rekordwert an Neuinfektionen

Die Zahl der Corona-Infektionen in Belgien ist auf ein Rekordhoch gestiegen. Die Behörden des 11-Millionen-Einwohner-Landes meldeten am Donnerstag 7481 registrierte Fälle innerhalb von 24 Stunden. In den vergangenen zwei Wochen seien auf 100.000 Einwohner rund 494 Infektionen gemeldet worden.

In der vergangenen Woche lag die Zahl der Neuinfektionen mit 5421 den Angaben zufolge doppelt so hoch wie in der Vorwoche. Besonders hoch sind die Infektionszahlen in der Hauptstadt Brüssel. Dort gab es in den vergangenen zwei Wochen mehr als 880 registrierte Fälle pro 100.000 Einwohner. Allerdings war der Zuwachs in Brüssel zuletzt geringer als in allen anderen Regionen Belgiens.

Touristen und Passanten laufen über den Grand-Place, dem zentralen Platz von Brüssel. | dpa

Die belgischen Gesundheitsbehörden meldeten mit 7481 registrierten Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages einen neuen Rekordwert. Bild: dpa

15.10.2020 • 14:12 Uhr

Striktere Restriktionen in London

In der britischen Hauptstadt London gelten ab Samstag schärfere Corona-Regeln. Angesichts rapide steigender Infektionszahlen dürfen sich Angehörige verschiedener Haushalte in Innenräumen nicht mehr treffen, wie der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan bekannt gab. Auch Treffen in Pubs oder Restaurants sind nicht erlaubt. "Niemand möchte weitere Einschränkungen, aber dies ist notwendig, um die Londoner zu schützen", sagte Khan.

Im Freien sind weiterhin Treffen mit bis zu sechs Personen erlaubt. Mit den neuen Maßnahmen rutscht die Hauptstadt in dem dreistufigen Warnstufensystem Englands in die zweithöchste Stufe. Etliche Londoner Bezirke hatten in den vergangenen Tagen die Schwelle von 100 Corona-Fällen pro 100.000 Einwohnern überschritten. Auch mehrere andere Regionen, darunter York und Essex, wurden hochgestuft. Khan sprach sich - wie zuvor schon Oppositionsführer Keir Starmer und mehrere Gesundheitsberater - für einen nationalen Lockdown von wenigen Wochen aus, um die Epidemie effektiver einzudämmen. Die Regierung hält jedoch an ihrem regionalen Stufensystem fest.

15.10.2020 • 13:56 Uhr

Frankreich: Politiker-Wohnungen durchsucht

Die Polizei in Frankreich hat die Häuser und Wohnungen mehrerer Politiker durchsucht. Der Vorwurf: Sie hätten zu spät auf die Pandemie reagiert. Der Gerichtshof der Republik hatte zuvor eine Ermittlung dazu angeordnet, wie die Regierung die Corona-Krise gehandhabt hat. In den vergangenen Monaten hatten Covid-19-Patienten, Ärzteverbände, Gefängnispersonal, Polizisten und andere Personen 90 Beschwerden und Anzeigen eingereicht. 

15.10.2020 • 13:46 Uhr

Pflegeheimbewohnerin klagt erfolgreich gegen Isolation

Eine Pflegeheimbewohnerin im Kreis Lippe hat erfolgreich gegen eine coronabedingte Isolationsanordnung geklagt. Das Verwaltungsgericht Minden gab einem Eilantrag für eine aufschiebende Wirkung gegen die Allgemeinverfügung des nordrhein-westfälischen Sozialministeriums zum Schutz von Pflegeeinrichtungen statt, wie das Gericht mitteilte.

Das private Interesse der Antragstellerin, von einer Isolierung verschont zu bleiben, überwiege gegenüber dem öffentlichen Interesse an der sofortigen Vollziehung der Allgemeinverfügung, erklärte das Gericht. Zudem sei die Verfügung teilweise "offensichtlich rechtswidrig". Nach der Verordnung zum Schutz von Pflegeeinrichtungen können pflegebedürftige Menschen, bei denen eine Infektion mit dem Coronavirus nicht ausgeschlossen werden kann, nach den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts getrennt von den anderen Bewohnern einer Pflegeeinrichtung untergebracht und gepflegt werden.

Für die umstrittene Isolierungsanordnung fehle es an einer tauglichen gesetzlichen Ermächtigungsgrundlage, erklärte das Gericht. Nach derzeitiger Ausgestaltung der Regelung solle die Pflegeeinrichtung selbst entscheiden, wer isoliert werde. Nach Auffassung des Gerichts müsse jedoch die zuständige Behörde prüfen, ob die Voraussetzungen einer Isolierung vorliegen und dürfe dies nicht der jeweiligen Einrichtungsleitung überlassen. Eine solche Entkoppelung von einem behördlichen Entscheidungsprozess sei im konkreten Fall rechtswidrig.

Wegen des hochwertigen Schutzguts der Gesundheit des menschlichen Lebens sei es zwar grundsätzlich denkbar, die Pflegeeinrichtung bei der Umsetzung einer Isolierung einzubeziehen, führte das Gericht weiter aus. Dazu wäre jedoch eine Präzisierung nötig, unter welchen tatsächlichen Gegebenheiten eine Isolierung zu erfolgen habe. Gegen den Gerichtsbeschluss können die Parteien Rechtsmittel einlegen.

15.10.2020 • 13:23 Uhr

Sachsen hebt das Beherbergungsverbot auf

Sachsen hebt das Beherbergungsverbot für Menschen aus Corona-Risikogebieten auf. Das kündigte die Regierung nach einem Gespräch mit Landräten und Bürgermeistern aus dem Freistaat an. Die Regelung soll ab Samstag gelten. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte schon vor dem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Länderchefs in Berlin gesagt, dass er das Verbot nicht für angemessen hält. In Sachsen galt es seit Juni.

Zugleich zeigte sich Kretschmer besorgt über den erheblichen Anstieg der Infektionen. Das Vorgehen dagegen müsse aber sachgerecht, vernünftig und entschlossen sein. Zugleich kündigte Kretschmer schärfere Regeln an, die in einem Stufenplan eingeführt werden sollen. Die erste Stufe greift demnach bei 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. In der Gastronomie ist eine Sperrstunde um 23 Uhr vorgesehen. Bei 50 Neuinfektionen gilt ab 22 Uhr ein Verkaufsverbot. Private Feiern sollen begrenzt werden. Eine Maskenpflicht an Schulen soll es im Klassenraum nicht geben. Allerdings will man sich in den kommenden Tagen darauf verständigen, wo künftig eine Maske zu tragen ist, etwa bei Behördengängen und an Bushaltestellen.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) | dpa

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) will strengere Regeln, aber kein Beherbergungsverbot. Bild: dpa

15.10.2020 • 13:03 Uhr

Corona-Ausbruch in Pflegeeinrichtung in Rostock

Insgesamt 19 Bewohner und vier Mitarbeitende der Evangelischen Stiftung Michaelshof in Rostock-Gehlsdorf haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Das ergab die Reihentestung aller 220 Bewohner und etwa 150 Mitarbeitenden der Einrichtung, wie die Stadtverwaltung Rostock mitteilte. Am vergangenen Wochenende war zunächst bei zwei Pflegekräften eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt worden. Daraufhin hatten Gesundheitsamt und Einrichtungsleitung beschlossen, sämtliche Wohngruppen unmittelbar und vorsorglich zu schließen sowie alle 220 Bewohner und 150 Mitarbeitende der Einrichtung testen zu lassen. Die Auswertung und weitere Kontakteverfolgungen werden noch fortgesetzt. Der Rostocker Michaelshof ist eine evangelische Pflege- und Fördereinrichtung insbesondere für Menschen mit Behinderung.

15.10.2020 • 12:58 Uhr

Cottbus überschreitet als erste Region Brandenburgs Grenzwert

Cottbus hat als erste Region im Bundesland Brandenburg den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen überschritten. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert erreichte 66, wie das brandenburgische Gesundheitsministerium mitteilte. Die Stadt Cottbus entschied außerdem, dass der FC Energie Cottbus sein für Sonntag geplantes Heimspiel nur ohne Zuschauer austragen kann. Ab sofort gelte außerdem auch in Einkaufszentren Maskenpflicht.

15.10.2020 • 12:52 Uhr

Vereinte Nationen warnen vor Hunger

Die Flüchtlingshilfe der Vereinten Nationen hat vor den Folgen zunehmender Ernährungsunsicherheit wegen der Corona-Pandemie gewarnt. "Ein Teufelskreis von Gewalt, Hunger und Flucht entsteht, wenn Nahrung knapp wird", erklärte Geschäftsführer Peter Ruhenstroth-Bauer in Bonn. Länder mit niedrigen oder mittleren Einkommen nähmen 85 Prozent der Flüchtlinge weltweit auf. Diese Staaten hätten ein schwächeres Gesundheitswesen, Wasserversorgungssystem und unzureichende Sanitäranlagen. "Maßnahmen gegen die Pandemie haben zudem negative Auswirkungen auf die Wirtschaft, viele Menschen verlieren ihre Einkommen, und die Mangelernährung steigt."

15.10.2020 • 12:48 Uhr

WHO besorgt über Lage in Europa - strengere Regeln gefordert

Angesichts steigender Infektionszahlen in Europa spricht sich das Regionalbüro der Weltgesundheitsorganisation WHO für eine zielgerichtete Ausweitung der Corona-Maßnahmen aus. Die Reaktionen auf die wachsenden Fallzahlen müssten an die nationalen und subnationalen Gegebenheiten angepasst werden, sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge auf seiner wöchentlichen Online-Pressekonferenz in Kopenhagen. "Aber ganz allgemein ist es Zeit, um die restrikten Maßnahmen zu verstärken - mit Lockdowns als allerletztem Ausweg."

Die Lage in Europa sei Anlass zu "großer Sorge", sagte Kluge. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen steige ebenso wie die der Krankenhaus-Einweisungen. Die durch das Virus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 stehe inzwischen an fünfter Stelle der Todesursachen, die Schwelle von 1000 Todesfällen täglich sei überschritten.

Europaweit würden derzeit zwei- bis dreimal so viele Neuinfektionen pro Tag verzeichnet wie auf dem bisherigen Pandemie-Höhepunkt im April, sagte Kluge. Gleichzeitig gebe es im Vergleich zum April deutlich weniger Todesfälle.

15.10.2020 • 12:45 Uhr

Leopoldina fordert strengere Regeln

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat die beim Bund-Länder-Treffen beschlossenen Corona-Maßnahmen als unzureichend kritisiert. In den meisten europäischen Nachbarländern sei das Infektionsgeschehen bereits außer Kontrolle. Auch in Deutschland seien viele Infektionsketten in Hotspots schon jetzt nicht mehr nachzuverfolgen.

"In den kommenden Tagen und Wochen kann die Eindämmung der Pandemie nur noch dann gelingen, wenn die Bundesländer verpflichtende und einheitliche Schutzmaßnahmen vereinbaren und durchsetzen", sagte der Präsident der Leopoldina, Gerald Haug.

Diese Maßnahmen müssten bereits ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen verpflichtend gelten. Die Politik sei gefordert, in der jetzt flächendeckend eskalierenden Situation, "nachvollziehbar und koordiniert zu handeln, um Gefahren für die Allgemeinheit abzuwenden und einen neuen Lockdown zu verhindern". Ansonsten würden das öffentliche Leben und die Wirtschaft stärker eingeschränkt werden, als es notwendig gewesen wäre, warnte die Leopoldina.

15.10.2020 • 12:41 Uhr

Dreyer mahnt Einhaltung der Regeln an

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat die Bundesbürger zur Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln ermahnt. "Wir betrachten das Infektionsgeschehen mit großer Sorge", sagte Dreyer vor Journalisten in Mainz. Zur Eindämmung des Coronavirus brauche es "mehr Maske und definitiv weniger Party". Auch außerhalb der Städte werde der kritische Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten. "Wenn man mehrere Regionen in dieser Alarmstufe hat, kommen die Gesundheitsämter wirklich an ihre äußersten Grenzen", sagte die Regierungschefin. 

Der ländliche Kreis Bitburg-Prüm, dessen Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag bei einem Wert von 131 lag, sei dafür ein gutes Beispiel. In der Region sollen drei Privatpartys für den Corona-Ausbruch verantwortlich sein.

15.10.2020 • 12:38 Uhr

Berlin will Gastronomie während Sperrstunden unterstützen

Das Land Berlin will Bars, Kneipen und Restaurants finanziell unterstützen, die unter der seit dem Wochenende geltenden Sperrstunde von 23 bis 6 Uhr leiden. Unternehmen, die ihren Hauptumsatz am späten Abend und nachts erwirtschafteten, könnten unbürokratisch bis zu 3000 Euro Mietzuschuss beantragen, sagt Wirtschaftsenatorin Ramona Pop nach einem Beschluss der Landesregierung. "In begründeten Einzelfällen können auch andere Betriebe des Einzelhandels von diesem Programm profitieren." Das Vorhaben ist beschränkt auf die Dauer der verschärften Corona-Regeln - also bis zum 31. Oktober - und kann grundsätzlich verlängert werden, ergänzt Finanzsenator Matthias Kollatz.

15.10.2020 • 12:22 Uhr

Gericht kippt Beherbergungsverbot in Baden-Württemberg

Der Verwaltungsgerichtshof in Baden-Württemberg hat einem Eilantrag gegen das Beherbergungsverbot in dem Bundesland stattgegeben. Dieses gilt bislang für Gäste aus deutschen Regionen, in denen 50 neue Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen registriert wurden. Der Antragsteller kommt aus Nordrhein-Westfalen und hatte einen Urlaub im Kreis Ravensburg gebucht.

15.10.2020 • 11:57 Uhr

Österreich: Ganzer Ort unter Quarantäne

In Österreich wird der Ort Kuchl im Salzburger Land wegen vieler Neuinfektionen unter Quarantäne gestellt. Die Ein- und Ausreise aus der Gemeinde mit rund 6600 Einwohnern sei bis auf einige Ausnahmen ab Samstag bis zum 1. November nicht mehr erlaubt, sagte Salzburgs Landeschef Wilfried Haslauer. "Die Situation läuft völlig aus dem Ruder", sagte der ÖVP-Politiker. Insgesamt bezeichnete er die Entwicklung im Bundesland als dramatisch. Die Kapazitäten in den Kliniken drohten in weniger als zwei Wochen an ihre Grenzen zu kommen. Dann wäre ein Lockdown wohl unvermeidlich. In Österreich ist die Zahl der registrierten Neuinfektionen im Vergleich zu Deutschland in etwa doppelt so hoch.

15.10.2020 • 11:32 Uhr

Polen vermeldet mehr als 8000 Neuinfektionen

In Polen ist die Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen sprunghaft gestiegen und hat erstmals die Marke von 8000 überschritten. Innerhalb von 24 Stunden kamen 8099 neue Fälle hinzu, die meisten davon in der Region um die Hauptstadt Warschau (1306). Das teilte das polnische Gesundheitsministerium mit. Im gleichen Zeitraum starben 91 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus.

15.10.2020 • 11:23 Uhr

Sachsen will Beherbergungsverbot nicht durchsetzen

Nach dem Willen von Sachsens Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) soll das Beherbergungsverbot zur Eindämmung der Corona-Pandemie im Freistaat nicht weiter durchgesetzt werden. Es sei ärgerlich, dass dazu beim Treffen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch keine Lösung gefunden worden sei, sagte Kretschmer am Donnerstag MDR Sachsen. "Deswegen werden wir in Sachsen das Beherbergungsverbot jetzt gleich im Kabinett diskutieren und es hoffentlich auch für Sachsen aussetzen", sagte er.

"Kontaktbeschränkungen brauchen wir", betonte Kretschmer. Sachsen wolle aber auch, dass Hotels und Gaststätten weiter geöffnet bleiben könnten, um drastische wirtschaftliche Folgen wie im Frühjahr zu vermeiden.

15.10.2020 • 11:21 Uhr

Baden-Württemberg will Beherbergungsverbot lockern

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) will das wegen Corona geltende Beherbergungsverbot etwas lockern. Er sagte im Stuttgarter Landtag, man werde grundsätzlich daran festhalten - mit einer Ausnahme. Für Geschäftsreisen solle es aufgehoben werden.

15.10.2020 • 11:18 Uhr

Israel lockert Flugbeschränkungen

Die israelische Regierung will ab Freitag Restriktionen am internationalen Flughafen Ben Gurion für Reisende wieder aufheben, wie das Büro von Ministerpräsident Netanyahu mitteilte. "Von Freitag an kann jeder, der es will, fliegen, wohin er will", erläuterte die israelische Verkehrsministerin Miri Regev nach Medienberichten.

Seit Verhängung eines zweiten Lockdowns am 18. September waren internationale Flugreisen nur in Ausnahmefällen erlaubt. Ausreisen durften zuletzt nur Israelis, die vor Beginn einer Verschärfung des Lockdowns am 25. September Flüge gebucht hatten. Diese Beschränkung wäre mit den neuen Lockerungen wieder aufgehoben. Wenn Israelis in sogenannte "grüne Länder" mit niedrigen Corona-Infektionszahlen reisen, müssen sie nach ihrer Rückkehr nicht in Quarantäne. Wer aber in "rote Länder" mit hohen Infektionszahlen reist, muss nach der Rückkehr für zwei Wochen in Quarantäne.

Passagiere am Flughafen Ben Gurion | AFP

Passagiere am Flughafen Ben Gurion - Beschränkungen im Luftverkehr hebt Israel auf. Bild: AFP

15.10.2020 • 11:14 Uhr

Brandenburg will strengere Regeln übernehmen

Für private Feiern sollen in Brandenburg bei einem starken Anstieg der Corona-Infektionen künftig schärfere Regeln gelten. Die Vereinbarungen von Bund und Ländern sollten übernommen werden, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Dominik Lenz, in Potsdam. Die Landesregierung werde zudem das Beherbergungsverbot für Gäste aus Corona-Hotspots erst einmal beibehalten. Bund und Länder beschlossen am Mittwoch, dass spätestens ab 35 neuen Infektionen je 100.000 Einwohner in einer Woche nur bis zu 25 Menschen in öffentlichen Räumen und 15 zuhause privat feiern dürfen. Derzeit liegen die Grenzen bei 50 beziehungsweise 25 Menschen.

15.10.2020 • 10:54 Uhr

Verkehrsminister für ÖPNV-Rettungsschirm auch 2021

Die Verkehrsminister der Länder wollen den Rettungsschirm für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auch in 2021 fortführen. Man müsse davon ausgehen, dass die Rückgänge der Fahrgastzahlen wegen der Corona-Pandemie anhielten, hieß es nach Teilnehmerinformationen von der Verkehrsministerkonferenz in Saarbrücken. Der ÖPNV habe durch die Pandemie "existenzgefährdende Einbrüche" zu verzeichnen. Der ÖPNV-Rettungsschirm sei "als gemeinsame Anstrengung von Bund und Ländern" zu sehen, "im Interesse einer nachhaltigen Mobilität einen leistungsfähigen ÖPNV zu erhalten".

Für das laufende Jahr hat der Bund bereits 2,5 Milliarden Euro angekündigt, in gleicher Höhe sollen die Länder den Verkehrsbetrieben helfen. Bei ihrer Video-Konferenz vereinbarten die Verkehrsminister zudem ein Verfahren, wie die 2,5 Milliarden Euro des Bundes nach tatsächlichen Einnahmeausfällen im ÖPNV der Länder umzuverteilen sind.

15.10.2020 • 10:39 Uhr

Größter Beschäftigungseinbruch seit 2010

Die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Industrie ist wegen der Corona-Krise so kräftig gesunken wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr. Ende August waren gut 5,5 Millionen Personen in den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes tätig, wie das Statistische Bundesamt mitteilte - 179.000 oder 3,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. In fast allen Branchen sei die Zahl beim Personal gesunken.

15.10.2020 • 10:32 Uhr

Schulen: Umweltbundesamt veröffentlicht Handreichung fürs Lüften

Das Umweltbundesamt hat Empfehlungen für die Belüftung von Schulen vorgelegt. In der kalten Jahreszeit soll demnach während des Unterrichts alle 20 Minuten mit weit geöffneten Fenstern für drei bis fünf Minuten gelüftet werden - sogenanntes Stoßlüften. Zudem solle während der gesamten Pausen gelüftet werden.

Das Amt rät davon ab, nur die Tür zum Lüften zu öffnen, weil sich kleine virushaltige Schwebeteilchen (Aerosole) dann von einem Raum über den Flur in andere Klassenräume verbreiten könnten. Auch von Lüften mit nur einem offenen oder mit gekippten Fenstern wird abgeraten.

Zum "Einstudieren" des richtigen Lüftungsverhaltens schlagen die Experten den Einsatz von CO2-Messgeräten vor. Diese seien bereits für 50 bis 100 Euro zu erhalten. Die Geräte zeigen an, wann die Luft verbraucht ist. Sie geben damit einen Hinweis, wann wieder gelüftet werden sollte. Für Klassenzimmer, in denen sich die Fenster nicht öffnen lassen - das ist zum Teil aus Sicherheitsgründen der Fall - seien "stationäre, in die Fensterbereiche eingebaute Zu- bzw. Abluftanlagen als baulich schnell realisierbare Option denkbar".

15.10.2020 • 10:24 Uhr

GfK: Verbraucherstimmung in großen Ländern Europas gedrückt

Die Verbraucherstimmung in den fünf wirtschaftlich wichtigsten Ländern Europas hat sich in den Monaten der Corona-Pandemie deutlich eingetrübt. In Deutschland liegt sie einer Studie des Nürnberger Konsumforschungsunternehmen GfK zufolge um 17 Punkte unter dem Vorjahr, in Frankreich um 13 Punkte und in Großbritannien sogar um 36 Punkte, wie GfK mitteilte. Spaniens Verbraucher liegen mit ihrer Kauflaune um 24,8 Punkte unter dem Vorjahr. Italien schneidet im Vorjahresvergleich mit einem Minus von nur 3,2 Punkten noch am besten ab.

Trotz des Rückganges im Vorjahresvergleich bleibe Deutschland als größte europäische Volkswirtschaft klarer Spitzenreiter beim privaten Konsum. "Nach dem Ende des Lockdowns (...) nahmen die Verbraucherausgaben rasch wieder zu", heißt es in der Studie. Das sei nicht unwesentlich auf die Eingriffe des Staates zurückzuführen.

15.10.2020 • 10:01 Uhr

EU-Parlament trifft sich wieder in Videokonferenz

Das EU-Parlament wird erneut seine Plenarsitzung wegen der erneut stark steigenden Ansteckungszahlen mit dem neuartigen Coronavirus per Video abhalten. Die Situation in Frankreich und Belgien sei sehr ernst, erklärte der Präsident des Europäischen Parlaments, David Sassoli, auf Twitter. Reisen stellten eine Gefahr dar, deshalb werde die Sitzungswoche wieder nicht in Straßburg stattfinden, so Sassoli.

Das EU-Parlament hatte mit Ausbruch der Pandemie im März seinen Betrieb deutlich reduziert und weitgehend auf Videokonferenzen und Heimarbeit umgestellt. Die Plenarsitzungen in Straßburg wurden abgesagt und stattdessen in reduziertem Umfang in Brüssel abgehalten. Nach der Sommerpause sollte aber wieder zur Normalität zurückgekehrt werden. Seit September sagte Sassoli dann unter Verweis auf die epidemiologische Lage in Straßburg aber erneut zwei dort geplante Plenarsitzungen ab.

15.10.2020 • 09:52 Uhr

Ryanair streicht Flugplan weiter zusammen

Ryanair reduziert den Winterflugplan weiter. Von November bis März werde Ryanair voraussichtlich nur rund 40 Prozent so viele Flüge anbieten wie im vergangenen Winter, teilte der Billigflieger mit. Bisher hatte das Management rund 60 Prozent angepeilt. Ryanair hatte das Flugprogramm schon für Oktober auf 40 Prozent zusammengestrichen.

Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende März rechnet Konzernchef Michael O'Leary jetzt nur noch mit rund 38 Millionen Fluggästen. Sollte es im Winter weitere Lockdowns in der EU geben, könnte die Zahl noch geringer ausfallen, hieß es. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Ryanair samt ihren Töchtern wie Laudamotion fast 149 Millionen Passagiere befördert.

O'Leary warf den Regierungen in der Europäischen Union Missmanagement bei der Schaffung brauchbarer Regeln für Flugreisen vor. Er forderte die Staaten auf, das gerade beschlossene System einer Corona-Ampel komplett umzusetzen, damit zumindest Menschen aus Ländern und Regionen mit wenigen Neuinfektionen ungehindert reisen könnten.

Ryanair-Maschinen stehen am Flughafen London Stansted | ANDY RAIN/EPA-EFE/Shutterstock

Ryanair-Maschinen am Flughafen London Stansted - der Winterflugplan ist weiter geschrumpft. Bild: ANDY RAIN/EPA-EFE/Shutterstock

15.10.2020 • 09:41 Uhr

Australien erwägt Öffnung für Japan, Singapur und Südkorea

Australien erwägt nach Worten des Premierministers Scott Morrison mittelfristig die Wiederöffnung für Reisende aus Japan, Singapur und Südkorea. "Wir werden nichts überstürzen", sagte er. Es gehe darum, was im Zuge der Corona-Pandemie wahrscheinlich im kommenden Jahr möglich sei. Japan und Südkorea seien "zwei Länder, die es besonders gut gemacht" hätten, sagte Morrison. Die drei asiatischen Länder seien seine derzeitigen Prioritäten.

Australien erlaubt Reisenden aus Neuseeland ab Freitag, ohne Hotelquarantäne einzureisen. Neuseeland hat in seinen Gemeinden keine Übertragungen des Coronavirus mehr verzeichnet. Reisende aus Australien nach Neuseeland müssen jedoch weiterhin nach ihrer Ankunft zwei Wochen in Quarantäne. In Australien wurden am Donnerstag lediglich zwölf Coronavirus-Übertragungen verzeichnet, jeweils sechs in den bevölkerungsreichsten Staaten New South Wales und Victoria.

15.10.2020 • 09:37 Uhr

Qingdao testet zehn Millionen binnen Tagen

Nach einem neuen Corona-Ausbruch hat die ostchinesische Metropole Qingdao innerhalb von vier Tagen einen Massentest bei zehn Millionen Menschen durchgeführt. Wie die lokale Gesundheitskommission mitteilte, wurden seit dem Wochenende 13 Infektionen entdeckt. 9,94 Millionen Proben seien gesammelt worden, von denen über sieben Millionen bereits ausgewertet seien. 

Die erste Infektion mit Sars-CoV-2 war über das Wochenende in einem Krankenhaus der Stadt entdeckt worden, woraufhin der Test der gesamten Bevölkerung angeordnet wurde. Getestet wurden auch Menschen aus anderen Städten, die in den letzten Tagen aus Qingdao zurückgekehrt waren. So wurden etwas Qingdao-Rückkehrer in Peking von ihren Arbeitgebern oder Nachbarschaftskomitees aufgefordert, sich testen zu lassen.

Menschen stehen bei einem Corona-Massentest an. | AFP

Massentest in Qingdao - in der Stadt kam es zuletzt zu lokalen Ausbrüchen. Bild: AFP

15.10.2020 • 09:32 Uhr

Spahn äußert sich zu Schnelltests

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn warnt vor zu großen Hoffnungen auf Corona-Schnelltests. Für Reisende und den Großteil der Bevölkerung seien sie anfangs noch keine Alternative, sagte er im ARD-Morgenmagazin. Demnach werden mittlerweile zwar bis zu 1,5 Millionen Testkits pro Woche hergestellt - diese sollten aber vornehmlich in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen für "zusätzliche Sicherheit" sorgen.

"Am Anfang haben wir nicht für alle alles", sagte der Gesundheitsminister. Daher müssten die Schnelltests zunächst in den am stärksten gefährdeten Bereichen der Bevölkerung eingesetzt werden. Spahn zeigte sich aber zuversichtlich, dass "von Woche zu Woche" mehr Tests verfügbar würden. Gleichzeitig seien Verbraucher in der Regel auch bei einem Schnelltest noch auf geschultes Personal angewiesen, mahnte er.

15.10.2020 • 09:28 Uhr

Frankreichs Gastronomen verärgert über Maßnahmen

Bei Frankreichs Gastronomen herrscht große Wut über die von Präsident Emmanuel Macron angekündigten nächtlichen Ausgangssperren. "Wir sind am Ende unserer Kräfte, wir können das nicht mehr", sagte Didier Chenet, Präsident des Hotel- und Gastroverbands GNI, dem Sender Franceinfo. Diese Maßnahme werde ergriffen, um eine bestimmte Anzahl von Menschen abzuschrecken, die Gastronomen seien diejenigen, die den Preis dafür zahlten. "Wie gehen wir mit unseren Mitarbeitern um, die um 21 Uhr zu Hause sein müssen? Wie gehen wir mit unseren Kunden um? Wann schmeißen wir sie raus?", fragte Chenet.

Macron hatte am Mittwochabend wegen steigender Corona-Zahlen nächtliche Ausgangssperren angekündigt. Sie gelten ab Samstag von 21 Uhr abends bis 6 Uhr morgens im Großraum Paris und acht weiteren Städten.

15.10.2020 • 08:42 Uhr

KMK: Gesellschaft soll Rücksicht auf Schulen nehmen

Die Präsidentin der Kultusminister-Konferenz, Stefanie Hubig, hat im ARD-Morgenmagazin gefordert, die Gesellschaft solle auf die Schulen Rücksicht nehmen - zum Beispiel bei ihrem Feier- und Partyverhalten. Erklärtes Ziel der Kultusminister-Konferenz sei es, die Schulen flächendecken möglichst offenzuhalten. Mit Blick auf das Recht von Kindern auf Bildung sei es unverzichtbar, dass diese am Präsenzunterricht teilnehmen und in die Schule gehen.

Die Schulen gingen nach den bisherigen Erfahrungen gut mit den vorgeschriebenen Hygienekonzepten um. Nach ihrer Einschätzung könnten auch in der kälteren Jahreszeit ohne Probleme die notwendigen Lüftungen durchgeführt werden, ohne dass die Schülerinnen und Schüler Schaden nähmen, sagt die SPD-Politikerin, die zugleich Kultusministerin von Rheinland-Pfalz ist.

Die Kultusminister der Länder beraten heute und morgen über die Lage der Schulen in der Corona-Pandemie und über eine bessere Vergleichbarkeit von Schulabschlüssen. Das Treffen findet wegen Corona erneut als Videokonferenz statt.

15.10.2020 • 08:35 Uhr

Ifo: Viel Kurzarbeit in Bayern und Baden-Württemberg

Bayern und Baden-Württemberg kämpfen weiter mit besonders hohen Kurzarbeiterzahlen. Im Freistaat waren im September 14 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von Kurzarbeit betroffen, wie das Münchner Ifo-Institut auf Basis seiner Konjunkturumfrage ermittelt hat. Das sind rund 825.000 Menschen. In Baden-Württemberg waren es 610.000 Kurzarbeiter oder 13 Prozent. "In Ländern mit viel Metallverarbeitung, Maschinenbau, Autobauern und Zulieferern wird mehr Kurzarbeit gefahren als anderswo", sagte Ifo-Arbeitsmarkt-Experte Sebastian Link zu den Zahlen.

Nordrhein-Westfalen und die in der Erhebung zusammengefassten Länder Rheinland-Pfalz und Saarland kamen im September jeweils auf 11 Prozent Kurzarbeiter. Eine leicht unterdurchschnittliche Kurzarbeit gibt es in Bremen, Hessen sowie den zusammengefassten Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein, die auf je 10 Prozent kommen. Die niedrigsten Quoten gibt es in Ostdeutschland: In den zusammengefassten Ländern Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sind 9 Prozent der Beschäftigten betroffen. In Sachsen sowie den ebenfalls zusammengefassten Ländern Thüringen und Sachsen-Anhalt sind es 8 Prozent. Insgesamt ist die Kurzarbeit weiter auf dem Rückzug. Der bundesweite Durchschnitt sank von 14 Prozent im August auf 11 Prozent im September.

15.10.2020 • 07:55 Uhr

Kanzleramt mahnt zu "sehr viel mehr" Vorsicht

Kanzleramtsminister Helge Braun hält die Bund-Länder-Verabredungen zur Eindämmung der Pandemie für unzureichend. Die Beschlüsse seien ein wichtiger Schritt, "aber sie werden vermutlich nicht ausreichen", sagte Braun im ARD-Morgenmagazin. "Wir müssen im Grunde genommen mehr machen und vorsichtiger sein als das, was die Ministerpräsidenten gestern beschlossen haben", sagte der CDU-Politiker.

Nach Worten Brauns steht außer Frage, dass Deutschland am Beginn "einer sehr großen zweiten Welle" der Corona-Pandemie steht. "Und am Anfang dieser zweiten Welle haben wir es in der Hand, den Infektionsverlauf aufzuhalten", sagte er. Je länger man auf entschlossene Maßnahmen verzichte, desto folgenreicher sei das nicht nur für die Gesundheit der Menschen, sondern auch für die Wirtschaft. In der Debatte um das Beherbergungsverbot stellte Braun klar: "Jetzt ist nicht die Zeit für Reisen." Es sei an der Zeit, seine Kontakte in allen Lebensbereichen deutlich zu reduzieren.

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) appelliert an die Bevölkerung, die verschärften Corona-Schutzmaßnahmen wegen der sprunghaft gestiegenen Infektionszahlen mitzutragen. "Wir haben es selbst in der Hand, diese Entwicklung zu stoppen", sagte er am Deutschlandfunk.

15.10.2020 • 07:24 Uhr

Zahlen in Südkorea steigen weiter

In Südkorea sind 110 neue Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Die Hälfte der Fälle stehe in Verbindung mit einem Krankenhaus in der Stadt Busan, teilte die südkoreanische Behörde für Krankheitskontrolle und -prävention mit. In dem Land mit gut 51 Millionen Einwohner liegt die offizielle Zahl der Fälle damit bei fast 25 000. Mindestens 54 der Neuinfektionen stünden mit dem Krankenhaus für Ältere in Verbindung. Mehr als 40 seien in der dicht bevölkerten Metropolregion Seoul verzeichnet worden, mit Verbindungen zu Krankenhäusern, Kirchen, Schule und Büros.

Südkorea hatte erst kürzlich die Maßnahmen zum Wahren von Abstand gelockert, Nachtclubs und Karaoke-Bars erlaubt, wieder zu öffnen, und Zuschauer bei Sportveranstaltungen zugelassen.

Menschen mit Masken sind auf einer Straße in Seoul unterwegs | dpa

Südkorea hatte gerade unter anderem die Abstandsregeln gelockert. Bild: dpa

15.10.2020 • 07:16 Uhr

Chinas Flugverkehr erholt sich

In China erholt sich der Flugverkehr zunehmend von den Folgen der Corona-Krise. Nach Angaben der Behörde für zivile Luftfahrt gab es im September 371.000 Inlandsflüge. Das waren 3,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Passagierzahl lag bei 47,75 Millionen. Das entsprach 98 Prozent des Wertes vor Jahresfrist.

15.10.2020 • 07:06 Uhr

Kommunen begrüßen Beschlüsse des Corona-Gipfels

Die Kommunen begrüßen die Beschlüsse von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie. "Die Fokussierung der Maßnahmen auf die Risikogebiete, die sogenannten Hotspots, ist richtig", sagte Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vom Donnerstag. Die verschärfte Maskenpflicht dort sowie die Kontaktbeschränkungen in der Öffentlichkeit und bei privaten Veranstaltungen mit entsprechender Festlegung der Teilnehmerzahlen könnten die notwendige Wirkung erzielen.

"Wir haben im Verlauf der Pandemie gelernt, dass es private Veranstaltungen und die Missachtung von Abstands-, Masken- und Hygienevorschriften sind, die das Infektionsgeschehen treiben", sagte Landsberg. Dabei spiele der Alkohol und die damit verbundene Enthemmung und Gleichgültigkeit gegenüber bestehenden Regeln eine wichtige Rolle. Deshalb begrüßte Landsberg die vorgesehene Sperrstunde. "Das ist allemal besser, als wenn man am Ende - wie jetzt in den Niederlanden - Restaurants und Bars schließen muss", argumentierte er.

15.10.2020 • 06:49 Uhr

Zahlen in Argentinien steigen weiter stark an

Die Tageszeitung "La Nacion" vermeldete für Argentinien unter Berufung auf offizielle Angaben weitere 14.932 Infektionen und 350 an Covid-19-Infektionen verstorbene Menschen. Mit nun rund 925.000 registrierten Infektionen gehört Argentinien zu den Ländern mit den meisten Infektionen weltweit und dürfte in dieser Woche Kolumbien auf Platz fünf ablösen.

Argentinien hatte auf den Ausbruch der Pandemie mit einem strengen wochenlangen Lockdown reagiert, der allerdings dazu führte, dass die Wirtschaft massiv einbrach und die Armutsrate deutlich anstieg. Trotzdem breitete sich das Virus nun massiv aus. Inzwischen sind fast 25.000 Menschen an Covid-19 gestorben. Zuletzt gingen in Argentinien zehntausende Demonstranten gegen die Corona-Politik der Regierung von Präsident Alberto Fernandez auf die Straße.

15.10.2020 • 06:44 Uhr

Ramelow plant Personalreserve für Gesundheitsämter

Thüringen will eine Personalreserve für die Gesundheitsämter im Land prüfen. Das kündigte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) nach dem jüngsten Corona-Gipfel an. "Die Nachverfolgung wird das Schlüsselelement der Abwehr sein", sagte Ramelow. Daher wolle man schauen, ob mit "Medizinstudenten und mit Personal, das möglicherweise an anderen Stellen bei uns in den Verwaltungen tätig ist, eine Reserve aufgebaut wird, die ganz schnell in der Lage ist, an den Gesundheitsämtern zum Einsatz zu kommen, wo Hilfe gebraucht wird."

Der Linke-Politiker bezeichnete die Situation in der Corona-Pandemie als ernst und wies darauf hin, dass auch die Infektionszahlen in Thüringen zuletzt gestiegen sind. "Jetzt bin ich noch nicht so besorgt, dass ich denke, wir haben es in Thüringen nicht im Griff", sagte Ramelow. Aber: Bei den Neuinfektionen pro Tag gebe es derzeit die höchsten Werte seit März/April - hier werde er "hellwach", sagte Ramelow. "Oberste Priorität hat der Kampf gegen die Epidemie."

15.10.2020 • 06:31 Uhr

RKI meldet Höchstwert von 6638 Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete mit 6638 so viele Neuinfektionen binnen Tagesfrist wie noch nie seit dem Ausbruch der Pandemie. Bislang wurde der höchste Wert mit 6294 Fällen am 28. März erfasst. Weitere 33 Menschen sind nach Angaben des RKI an oder mit dem Virus gestorben. Deutschland verzeichnet demnach insgesamt 9710 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus.

15.10.2020 • 04:13 Uhr

Mehr als 900.000 Coronavirus-Infektionen in Spanien registriert

Spanien hat als erstes Land der Europäischen Union die Marke von 900.000 Coronavirus-Infektionen überschritten. Seit Beginn der Pandemie seien mehr als 908.000 Infektionen registriert worden, teilte das spanische Gesundheitsministerium mit. Spanien hat knapp 45 Millionen Einwohner. In Frankreich mit seinen knapp 67 Millionen Einwohnern wurden bisher 750.000 Infektionen registriert. Die genaue Zahl der registrierten Fälle hängt auch damit zusammen, wie viel getestet wird. In Spanien wurden offiziellen Angaben zufolge mehr als 33.000 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus registriert. Gesundheitsexperten glauben, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher liegt, jedoch nicht ausreichend getestet wird.

15.10.2020 • 04:13 Uhr

US-Finanzminister Mnuchin: Corona-Hilfspaket vor den Wahlen unwahrscheinlich

In den USA scheint ein neues US-Konjunkturpaket vor den US-Wahlen in weite Ferne gerückt. US-Finanzminister Steve Mnuchin sagte, er und die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, lägen bei den Verhandlungen über ein weiteres Hilfspaket "weit voneinander entfernt". Zwar sei eine Einigung vor den Wahlen am 3. November schwer zu erreichen. Aber er werde es weiter versuchen. Demokraten und Republikaner liegen in mehreren Punkten über Kreuz. Insbesondere wird über die Höhe der Finanzspritze gestritten. Mnuchin hatte vergangene Woche ein 1,8 Billionen Dollar schweres Angebot vorgelegt. Pelosi sagt, es sei unzureichend und fordert ein Paket von 2,2 Billionen Dollar.