Ampullen mit AstraZeneca-Impfstoff | REUTERS
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ AstraZeneca für Jüngere in Brandenburg ++

Stand: 04.05.2021 23:44 Uhr

Der Wirkstoff von AstraZeneca darf in Arztpraxen in Brandenburg auch an unter 60-Jährige verimpft werden. Italien will ab Mitte Mai wieder Touristen ins Land lassen. Die Entwicklungen im Liveblog zum Nachlesen.

  • Müller für bundesweite Absprachen für Sommerurlaub
  • EMA prüft Impfstoff von Sinovac aus China
  • Geimpfte in Bayern ab Donnerstag gleichgestellt
  • 28,7 Prozent der Menschen in Deutschland geimpft
  • RKI meldet 7534 Neuinfektionen
4.5.2021 • 23:44 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

4.5.2021 • 22:14 Uhr

USA: Biden ruft 20- bis 30-Jährige zum Impfen auf

US-Präsident Joe Biden hat neue Ziele für das amerikanische Corona-Impfprogramm herausgegeben und wandte sich ausdrücklich an die 20- und 30-Jährigen, von denen viele glaubten, sie benötigten keine Impfung. "Ich möchte, dass das absolut klar ist", sagte Biden. "Sie müssen sich impfen lassen." Nach Regierungsgaben ist die Impfung gegenwärtig bei etwa 105 Millionen der 328 Millionen US-Bürger abgeschlossen. Zudem haben 147 Millionen Erwachsene - mehr als 56 Prozent - mindestens eine Impfdosis erhalten.

4.5.2021 • 21:26 Uhr

Polen: Parlament gibt grünes Licht für Corona-Aufbaufonds

Polens Parlament hat den sogenannten Eigenmittelbeschluss ratifiziert und damit grünes Licht für den milliardenschweren europäischen Corona-Aufbaufonds gegeben. Eine Mehrheit von 290 Abgeordneten stimmte für die Vorlage. Der Eigenmittelbeschluss ist die Grundlage zur Finanzierung des EU-Haushaltsrahmens von 2021 bis 2027 und die Rechtsgrundlage für die EU-Kommission, Schulden für das 750-Milliarden-Programm gegen die Corona-Wirtschaftskrise aufzunehmen.

Die im Sommer 2020 verabredeten Aufbauhilfen sollen den EU-Mitgliedstaaten helfen, nach der Pandemie wieder auf die Beine zu kommen. Damit die EU-Kommission die Schulden machen kann, ist die Erlaubnis aller 27 Staaten nötig. In Polen war lange fraglich, ob die nationalkonservative Regierungspartei PiS in den eigenen Reihen die nötige Parlamentsmehrheit zusammenbekommt.

4.5.2021 • 20:25 Uhr

Ciesek: Impfung auch für Genesene sinnvoll

Die Virologin Sandra Ciesek hält Impfungen auch für Covid-19-Genesene für sinnvoll. Für alle anderen sei vor allen die zweite Impf-Dosis entscheidend, sagte sie im NDR-Podcast "Coronavirus-Update". Darüber seien sich offenbar viele nicht im Klaren.

4.5.2021 • 20:18 Uhr

USA: Bis Juli Impfungen für 70 Prozent aller Erwachsenen

Bis Anfang Juli sollen nach dem Willen der US-Regierung rund 70 Prozent aller rund 260 Millionen Erwachsenen im Land mindestens die erste Corona-Impfung erhalten haben. Dies sei Präsident Joe Bidens neues Ziel, erklärte das Weiße Haus. Zudem sollen bis zum Nationalfeiertag am 4. Juli 160 Millionen Menschen bereits vollständig geimpft sein.

Bislang haben Daten der Gesundheitsbehörde CDC zufolge 56 Prozent der Erwachsenen mindestens eine Impfung erhalten. 105 Millionen Menschen sind voll geimpft. Um das neue Ziel zu erreichen, müssten in den nächsten 60 Tagen fast 100 Millionen zusätzliche Impfungen erfolgen, erklärte ein Vertreter des Weißen Hauses. Die Regierung werde dafür unter anderem die Apotheken anweisen, künftig auch Impfungen ohne vorherige Terminvereinbarung zu ermöglichen. Rund 40.000 Apotheken in den USA bekommen ihren Impfstoff direkt von der Regierung.

4.5.2021 • 20:15 Uhr

Irak: Gesundheitsminister tritt nach Klinik-Brand zurück

Mehr als eine Woche nach dem tödlichen Feuer in einem Krankenhaus für Corona-Patienten in Bagdad hat der irakische Gesundheitsminister seinen Rücktritt eingereicht. Ministerpräsident Mustafa al-Kadhimi nahm das Rücktrittsgesuch von Hassan al-Tamimi an, wie die Regierung mitteilte. Nach Angaben des Innenministeriums wurden 82 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt bei dem Brand im Ibn-al-Chatib-Krankenhaus. Er wurde nach offiziellen Angaben von explodierenden Sauerstoffflaschen ausgelöst.

4.5.2021 • 20:15 Uhr

UNICEF: Corona in Südasien gefährdet weltweite Erfolge

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen hat angesichts der Lage in Südasien zu sofortigem Handeln aufgerufen. "Wir müssen jetzt als globale Gemeinschaft zusammenkommen, um diese Katastrophe zu stoppen und unsere Kinder zu schützen", erklärte der UNICEF-Regionaldirektor für Südasien, George Laryea-Adjei. "Viren kennen keine Grenzen." Die Szenen, die sich derzeit in Südasien abspielten, seien mit nichts zu vergleichen. "Die Familienangehörigen von Corona-Patienten flehen um Hilfe, während die Region unter einem akuten Mangel an medizinischem Sauerstoff leidet", so Laryea-Adjei. Das Gesundheitssystem sei am Rand des Zusammenbruchs, was zu noch mehr Todesfällen führen werde.

Um die Katastrophe aufzuhalten, müsse die internationale Gemeinschaft ohne Zögern eingreifen. "Das ist nicht nur eine moralische Verpflichtung", erklärte Laryea-Adjei, denn die tödliche neue Welle in Südasien könne die hart erarbeiteten globalen Erfolge im Kampf gegen die Pandemie zunichtemachen. Aufgrund der sehr niedrigen Impfquote in Südasien bestehe die Gefahr, dass das Virus noch weiter außer Kontrolle gerate. "Umso wichtiger ist jetzt eine gerechte Verteilung der Impfdosen", forderte er.

4.5.2021 • 20:08 Uhr

Scholz will Wirtschaftshilfen verlängern

Bundesfinanzminister Olaf Scholz will die Wirtschaftshilfen verlängern. Davon sei er fest überzeugt, sagte Scholz dem "Handelsblatt". Dazu solle es bis Ende des Jahres eine klare Ansage geben. "Selbst wenn die Pandemie im Sommer größtenteils überstanden sein wird, werden noch viele in diesem Jahr auf Unterstützung angewiesen sein", sagte der SPD-Politiker. "Die sollen sie dann auch bekommen." Ein weiteres Konjunkturprogramm sehe er nicht.

Finanzminister Scholz | dpa

"Ich bin fest überzeugt, dass wir die Wirtschaftshilfen noch mal verlängern und nun bald eine klare Ansage bis Ende des Jahres machen sollten", sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz dem "Handelsblatt". Auch die Regeln zur Kurzarbeit sollten verlängert werden, so der SPD-Politiker. Bild: dpa

4.5.2021 • 20:07 Uhr

USA: Umverteilung der Impfstoffe im Land

Die US-Regierung will Impfstoffe von Bundesstaaten mit wenigen Impfwilligen auf solche mit vielen umverteilen. Die Gouverneure seien über diese Änderung informiert worden, hieß aus der US-Regierung. Bislang wurden die Impfstoff-Dosen strikt nach Bevölkerungszahlen verteilt, doch inzwischen sind viele Amerikanerinnen und Amerikaner geimpft und die Nachfrage nach Vakzinen hat nachgelassen. Manche Bundesstaaten weisen ihre Wochenration ganz oder teilweise ab. Die Regierung will diese Dosen nun anderen Staaten zuleiten. Der Bundesstaat Iowa beispielsweise verzichtete zuletzt auf fast drei Viertel der Dosen, die es erhalten sollte.

4.5.2021 • 20:02 Uhr

Ärztekammer ehrt chinesischen Arzt und Corona-Warner

Die Bundesärztekammer hat dem chinesischen Augenarzt Li Wenliang posthum die Paracelus-Medaille verliehen. Es handelt sich um jenen Arzt aus Wuhan, der trotz eines Verbots der chinesischen Behörden frühzeitig vor dem Coronavirus warnte und später an den Folgen einer Infektion starb. Wenliang habe "großen Mut bewiesen" und sich unter anderem behördlichen Auflagen widersetzt, sagte Kammerpräsident Klaus Reinhardt auf dem Deutschen Ärztetag. Er stehe für "viele Tauend Ärzte, die weltweit durch die Ausübung ihres Berufes der Pandemie zum Opfer gefallen sind". Die Paracelsus-Medaille ist die höchste Auszeichnung der deutschen Ärzteschaft für verdiente Ärzte.

Selfie aus einem Video von Dr. Li Wenliang.  | dpa

Selfie aus einem Video von Dr. Li Wenliang. Er starb am 6. Februar 2020 im Alter von 33 Jahren an den Folgen einer Corona-Infektion. Bild: dpa

4.5.2021 • 19:57 Uhr

EU beliefert den Balkan mit Impfstoffen

Die EU hat mit der Lieferung von Covid-Impfstoffen an den Balkan begonnen. Um die Vakzine offiziell zu überbringen, hielt sich EU-Erweiterungskommissar Oliver Varhelyi auf dem Westbalkan auf. Die Europäische Union werde den Westbalkan beim Kampf gegen das Coronavirus nicht enttäuschen, sagte Varhelyi. Die EU-Kommission hatte im April angekündigt, dass von Mai bis August insgesamt 651.000 Dosen des Impfstoffs von BioNTech und Pfizer an Serbien, Bosnien, Nordmazedonien, Montenegro, Albanien und das Kosovo geliefert würden. Die Impfstoffe werden von der EU finanziert. "Diese Region ist uns wichtig", sagte EU-Sprecherin Ana Pisonero. "Ihre Zukunft liegt in der Europäischen Union. Und deshalb arbeiten wir daran, sie so gut wir können zu unterstützen, mit der Pandemie umzugehen."

4.5.2021 • 19:35 Uhr

AstraZeneca in Brandenburg für Jüngere freigegeben

In Brandenburg können sich Erwachsene unter 60 Jahren in Arztpraxen ab sofort mit dem Wirkstoff von AstraZeneca gegen das Coronavirus impfen lassen. Das Brandenburger Impfkabinett habe dies gebilligt, teilte das Innenministerium mit. Innenminister Michael Stübgen (CDU) sagte, die letzte Entscheidung, wer mit dem Vakzin geimpft werden dürfe, liege bei den Ärzten. Der AstraZeneca-Wirkstoff war zuvor bereits in einigen anderen Bundesländern für alle Erwachsenen wieder freigegeben worden.

4.5.2021 • 19:00 Uhr

Von der Leyen: Ein Viertel der EU-Bürger geimpft

Ein Viertel aller Einwohner der Europäischen Union ist inzwischen einmal gegen das Coronavirus geimpft - und das Impftempo nehme zu, twitterte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen: "Wir haben gerade 150 Millionen Impfungen überschritten." Im Juli würden ausreichend Impfdosen vorhanden sein, um 70 Prozent der Erwachsenen in der EU zu impfen, kündigte von der Leyen an.

4.5.2021 • 17:17 Uhr

Draghi: Italien öffnet für Urlauber aus dem Ausland

Italien will nach Angaben von Ministerpräsident Mario Draghi ab Mitte Mai wieder ausländische Touristen ins Land lassen. Mit einem italienischen Gesundheitspass sollen Urlauber aus dem Ausland dann auch zwischen den verschiedenen italienischen Regionen reisen können, sagt Draghi nach einem Treffen der G20-Tourismusminister. "Die Zeit ist also gekommen, Ihren Urlaub in Italien zu buchen", so der Regierungschef.

Blick auf die Insel Capri | dpa

In wenigen Wochen sollen wieder Urlaubsreisen nach Italien - unser Foto zeigt die Insel Capri - möglich sein. Bild: dpa

4.5.2021 • 16:23 Uhr

Sonderhilfe für ausländische Studierende in Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern unterstützt mit insgesamt 200.000 Euro ausländische Studierende, die wegen der Corona-Pandemie in eine wirtschaftliche Notlage geraten sind. Viele ausländische Studierende seien auf Zahlungen aus ihrem Heimatland oder Nebenjobs angewiesen, um ihr Studium zu finanzieren, sagte Wissenschaftsministerin Bettina Martin. "Die Unterstützung des Landes soll da soziale Härten abfedern." Betroffene können 2021 maximal 500 Euro pro Monat über einen Zeitraum von drei Monaten bekommen. Bereits 2020 hatte das Land 200.000 Euro bereitgestellt. In Mecklenburg-Vorpommern waren zu Beginn des laufenden Wintersemesters 4031 Studierende ausländischer Nationalität eingeschrieben.

4.5.2021 • 16:07 Uhr

Brinkhaus: Lockerungen für Geimpfte unbürokratisch gestalten

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat sich für unbürokratische Lockerungen bei Corona-Regeln für Geimpfte und Genesene ausgesprochen. "Es geht ja bei allen Maßnahmen auch darum, dass man eine Akzeptanz hat für die ganzen Sachen", sagte der CDU-Politiker in Berlin vor einer Online-Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag.

Zu einer möglichen raschen Öffnung von Gastronomie und Hotellerie zeigte sich Brinkhaus zurückhaltend. Vor dem Hintergrund des "erfreulichen Impffortschritts" werde man die Situation im Mai und Juni nochmals neu bewerten müssen - und mit der Wissenschaft abgestimmt sehen, welche Erleichterungen dann möglich seien. "Natürlich haben wir, soweit das epidemiologisch vertretbar ist, den starken Willen, möglichst viele Grundrechte, Öffnungsschritte dann auch entsprechend möglich zu machen."

4.5.2021 • 15:59 Uhr

Müller für bundesweite Absprachen über Sommerurlaub

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat sich für eine bundesweite Absprache über Urlaubsmöglichkeiten in den Sommerferien ausgesprochen. "Wir werden mit Sicherheit wieder zu einer MPK zusammenkommen, denn wir müssen so etwas bundesweit abstimmen", sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz vor allem mit Blick auf den länderübergreifenden Reiseverkehr. "Da wird es mit Sicherheit noch einen Abstimmungsprozess geben müssen."

4.5.2021 • 15:14 Uhr

Gastgewerbe fürchtet um Fachkräfte

Hotels und Gaststätten haben offenbar immer größere Schwierigkeiten, ihre Fachkräfte zu halten. Bis Februar sei die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in den Betrieben um etwa 129.500 gesunken, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands, Ingrid Hartges, bei RTL/ntv. Damit wäre knapp jeder achte Arbeitsplatz verloren gegangen. Sie warnte vor einer Abwanderung, wenn Betriebe in Deutschland weiter nicht öffnen dürften, dafür aber in anderen EU-Ländern.

4.5.2021 • 14:51 Uhr

Lockerungen für vollständig Geimpfte in MV

Mecklenburg-Vorpommern erlaubt vollständig geimpften Tagesausflüglern und Zweitwohnungsbesitzern aus anderen Bundesländern ab Mittwoch wieder die Einreise. Touristische Übernachtungen etwa in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen oder auf Campingplätzen bleiben aber weiter untersagt, wie Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) nach einer Sitzung des Kabinetts sagte.

4.5.2021 • 14:08 Uhr

Sachsen plant Gleichstellung und Lockerungen

Sachsen stellt vollständig gegen Corona geimpfte Menschen sowie Genesene ab dem 10. Mai in vielen Punkten mit negativ Getesteten gleich. Das sagte die Gesundheitsministerin des Freistaats, Petra Köpping (SPD). Zudem sind die Öffnung der Außengastronomie und Lockerungen für die Tourismusbranche unter Auflagen geplant, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in einer Region fünf Tage lang unter 100 liegt.

4.5.2021 • 13:54 Uhr

Kabinett beschließt Erleichterungen für Geimpfte

Das Bundeskabinett hat die Erleichterungen für Geimpfte auf den Weg gebracht. Die Regierung habe die geplante Verordnung beschlossen, sagte Justizministerin Christine Lambrecht (SPD). Geplant sind unter anderem Lockerungen der bisherigen Vorgaben bei Kontaktbeschränkungen und Ausgangssperren. Lambrecht sagte, sie gehe davon aus, dass Bundestag und Bundesrat bis zum Freitag ebenfalls zustimmen, so dass die Verordnung ab dem Wochenende gelten werde.

4.5.2021 • 13:46 Uhr

EMA leitet Prüfung von Sinovac-Impfstoff ein

Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) hat eine Prüfung des Corona-Impfstoffs des chinesischen Herstellers Sinovac eingeleitet. Die Entscheidung beruhe auf "vorläufigen Ergebnissen von Labor-Studien" sowie auf klinischen Studien, teilte die EMA mit. Bislang haben mit den Präparaten von BioNTech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca und Johnson & Johnson nur Corona-Impfstoffe westlicher Hersteller eine EU-weite Zulassung.

4.5.2021 • 13:30 Uhr

Lockerungen in Niedersachsen ab dem Wochenende

Niedersachsen will mit einem Stufenplan die Corona-Beschränkungen lockern. In Städten und Kreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 soll es vom kommenden Wochenende an mehr Möglichkeiten und Freiheiten für Menschen mit einem tagesaktuell negativen Corona-Test und vollständig geimpfte Menschen geben. Das kündigte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) an. Für diese Gruppen sollen der komplette Einzelhandel sowie in Teilen Tourismus und Gastronomie wieder öffnen. Auch Kulturveranstaltungen im Freien sollen wieder möglich werden.

4.5.2021 • 13:19 Uhr

Geimpfte in Bayern ab Donnerstag gleichgestellt

Bayern wird bereits von diesem Donnerstag an vollständig geimpfte Menschen mit negativ getesteten Personen gleichstellen und ihnen weitere Lockerungen zuerkennen. Sie sollen von der Testpflicht und von den Ausgangsbeschränkungen befreit sowie bei der Zahl der maximal erlaubten Kontakte nicht mitgezählt werden. "Wir sind der festen Überzeugung, dass bei einem solchen Fortschritt der Grundrechtsschutz, die Freiheit des Einzelnen überwiegt", sagte Ministerpräsident Söder. Deutschland-weit sollen nach Plänen der Bundesregierung vollständig Geimpfte und Genesene am Samstag gleichgestellt werden.

4.5.2021 • 13:12 Uhr

28,7 Prozent der Menschen in Deutschland geimpft

28,7 Prozent der Menschen in Deutschland haben mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte, erhielten gut acht Prozent der Bevölkerung den vollen Impfschutz. Am Montag wurden demnach 424.777 Impfungen gesetzt. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften hat das Saarland mit 32 Prozent. Brandenburg liegt mit 25,8 Prozent leicht hinter den anderen Bundesländern zurück.

Eine Frau wird im zweiten Impfzentrum Berlins gegen das Coronavirus mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer geimpft | dpa

30,6 Millionen Dosen haben die Impfstellen in Deutschland bislang verimpft. Bild: dpa

4.5.2021 • 13:02 Uhr

Urlaub in Bayern ab 21. Mai wieder möglich

Urlaub in Bayern soll zu Beginn der Pfingstferien am 21. Mai in Regionen mit niedrigen Corona-Infektionszahlen wieder möglich sein. In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 sollen Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze wieder öffnen dürfen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Kabinettssitzung ankündigte.

4.5.2021 • 12:52 Uhr

Grüne wollen Ausnahmen für Geimpfte zustimmen

Die Grünen wollen den geplanten Ausnahmen für Geimpfte von den Corona-Beschränkungen im Bundestag zustimmen. "Das, was vorgelegt worden ist, ist als Schritt jetzt sinnvoll", sagte Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt. Gleichwohl könne man an vielen Stellen noch diskutieren, etwa was den Sport im Freien für Geimpfte betreffe. Zudem müsse sichergestellt werden, dass der Impfnachweis fälschungssicher erbracht werden könne, sagte sie. Bundestag und Bundesrat sollen noch in dieser Woche über die geplante Verordnung des Bundes entscheiden.

4.5.2021 • 12:45 Uhr

Umfrage: 60 Prozent nutzen Corona-Testangebote

Laut einer Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) haben Ende April 59 Prozent der Befragten angegeben, in den vergangenen zwei Wochen Corona-Testangebote genutzt zu haben - das seien zehn Prozentpunkte mehr als Mitte April und knapp 20 Prozentpunkte mehr als Ende März. Die nächtliche Ausgangssperre ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 hielten demnach 60 Prozent der Befragten für unangemessen. Unter den Teilnehmern ab 60 Jahren befürworteten 57 Prozent die Maßnahme, bei den unter 40-Jährigen nur etwa ein Fünftel. Auch, dass bestimmte Geschäfte geschlossen sind, traf demnach bei rund 60 Prozent der Befragten nicht auf Zustimmung. Das BfR befragt seit Juni 2020 im Zwei-Wochen-Rhythmus jeweils etwa 1000 zufällig ausgewählte Personen unter anderem zu ihrer Einschätzung des Ansteckungsrisikos und des Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus.

4.5.2021 • 12:28 Uhr

Tirol beendet Ausreisebeschränkungen

Die Ausreisebeschränkungen für Tirol werden aufgrund der stabilen Corona-Lage in dem österreichischen Bundesland beendet. Ab Donnerstag ist beim Verlassen der Region kein negativer Testnachweis mehr nötig, wie die Landesregierung in Innsbruck bekannt gab. Ein wichtiger Grund für diesen Schritt sei auch der Rückgang einer Virusvariante, die sich aus der britischen Variante entwickelt habe. Tirol will aber weiter auf Ausreisetests in einzelnen Gemeinden setzen. Dadurch würden auch diejenigen Menschen Tests in Anspruch nehmen, die man sonst nicht erreiche. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag in Tirol zuletzt stabil bei 175 und damit über dem bundesweiten Wert von 147.

4.5.2021 • 12:19 Uhr

Spahn: Pandemie hat Defizite des Gesundheitssystems gezeigt

Die Corona-Pandemie hat nach Ansicht von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Stärken und Defizite des Gesundheitssystems aufgedeckt. Der öffentliche Gesundheitsdienst habe zu lange ein Nischendasein geführt, sagte Spahn auf dem 124. Deutschen Ärztetag - das gelte etwa für die Personalausstattung und die Digitalisierung der Gesundheitsämter. Zudem habe Corona gezeigt, dass Deutschland bei der Produktion bestimmter Wirkstoffe oder Impfstoffe wieder unabhängiger werden müsse "von China und anderen Teilen der Welt". Spahn begrüßte hingegen die Fortschritte in der Telemedizin. Bei Patienten und Ärzten sei die Bereitschaft gestiegen, Probleme und Behandlungen online abzuklären.

4.5.2021 • 11:13 Uhr

Lufthansa-Chefs trotz Pandemie zuversichtlich

Bei der Hauptversammlung der Lufthansa haben Vorstand und Aufsichtsrat versucht, Zuversicht für eine Bewältigung der Corona-Krise zu verbreiten. Gründe zum Optimismus seien schnelle Impf-Fortschritte, der wieder vorhandene Zugang zum Kapitalmarkt sowie die Motivation der Mitarbeiter für einen Neustart, sagte Aufsichtsratschef Karl-Ludwig Kley. Vorstandschef Carsten Spohr warb bei den Anteilseignern um Zustimmung für einen Vorratsbeschluss, um zu einem noch unbekannten Zeitpunkt bis zu 5,5 Milliarden Euro neues Eigenkapital aufnehmen zu können. Vor allem die stillen Einlagen des Staates will die Lufthansa wegen der mittelfristig hohen Kosten eigentlich nicht ziehen.

4.5.2021 • 11:05 Uhr

Pandemie verstärkt Trend zum Immobilienkauf im Umland

Die Corona-Pandemie hat den Trend zum Leben im ländlichen Raum verstärkt. In den Jahren 2016 bis 2020 habe sich der Anstieg der Kaufpreise für Ein- und Zweifamilienhäuser in Großstädten und im Umland "nach oben hin angeglichen", heißt es im Frühjahrsgutachten der Immobilienwirtschaft. Die Attraktivität abgelegener Gebiete sei relativ zu den zentraleren Lagen gestiegen. Die Pandemie habe diesen Trend beschleunigt, schreibt der Branchenverband Zentraler Immobilien Ausschuss (ZIA). Zahlreiche Vorteile des Lebens in der Stadt seien - zumindest temporär - weggefallen, während der Nachteil der hohen Wohnkosten bestehen bleibe. 

4.5.2021 • 11:03 Uhr

ifo-Institut: "Autobauer haben Corona-Tief überwunden"

Die Geschäfte der deutschen Autohersteller und ihrer Zulieferer sind laut ifo-Konjunkturumfrage im April so gut gelaufen wie seit zwei Jahren nicht mehr. Der Geschäftslage-Index stieg von 10,7 auf 21,6 Punkte, die Erwartungen der Automanager stiegen von 18,6 auf 24,9 Index-Punkte. "Die Autobauer haben nun ihr Corona-Tief überwunden", sagte ifo-Umfrageleiter Klaus Wohlrabe. Nachfrage und Auftragsbestand seien im Vergleich zum März deutlich gestiegen.

4.5.2021 • 10:58 Uhr

Roskilde-Festival in Dänemark erneut abgesagt

Auch in diesem Jahr wird Dänemarks größtes Musikfest, das Roskilde-Festival, ausfallen. Nachdem die dänische Regierung bekannt gegeben hatte, dass nicht mehr als 2000 Zuschauer an Festivals teilnehmen dürfen, entschieden sich die Veranstalter, die Konzertreihe abzusagen. In der Regel besuchen 130.000 Musikfans das Roskilde-Festival Ende Juni.

4.5.2021 • 10:43 Uhr

Sportwissenschaftler rät nach Corona-Erkrankung zur Vorsicht

Reha-Experte und Sportwissenschaftler Ingo Froböse rät Freizeitsportlern nach einer überstandenen Corona-Erkrankung zur Vorsicht. "Sie sollten auf jeden Fall Selbstdiagnostik betreiben, Atem- und Herzfrequenz und Regenerationsfähigkeit beobachten. Wenn jemand unsicher ist, sollte er sich in ein leistungsdiagnostisches Zentrum begeben", sagte der Universitätsprofessor für Prävention und Rehabilitation an der Deutschen Sporthochschule Köln. "Gerade in den ersten vier bis sechs Wochen nach Corona sollte man unbedingt im sauerstoffreichen Bereich laufen, also erstmal wieder Grundlage aufbauen."

4.5.2021 • 10:22 Uhr

Kretschmann dämpft Hoffnung auf baldige Reisen

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat trotz leicht sinkender Corona-Infektionszahlen die Hoffnung vieler Menschen auf baldige Reisen gedämpft. "Das sehe ich erstmal nicht. Dazu müssten die Inzidenzen drastisch runtergehen, bevor wir sowas ins Auge fassen können", sagte der Grünen-Politiker. Wegen der immer wieder neu auftretenden Mutanten sei die Lage noch unsicher. Es sei zu früh, wegen der leicht sinkenden Zahlen von einer Trendwende zu sprechen. Zudem gehöre Reisen zu den "ganz problematischen Dingen, weil das Virus wird ja verbreitet durch Reisen. Da ist große Vorsicht geboten."

4.5.2021 • 10:10 Uhr

Ärzte wollen "Kollateraleffekte" von Corona-Maßnahmen untersuchen

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat eine umfassende wissenschaftliche Untersuchung gesundheitlicher Auswirkungen der Corona-Eindämmungsmaßnahmen gefordert. Diese "Kollateraleffekte" beim Kampf gegen die Pandemie seien lange unterschätzt worden, sagte der Chef der Bundesärztekammer beim digitalen Ärztetag. Er verwies etwa auf dringend notwendige Behandlungen, die nicht begonnen worden seien, und ausgesetzte Früherkennungsuntersuchungen. Vor allem Auswirkungen auf Kinder bedürften einer besonderen Betrachtung. Dabei gehe es neben schulischen Bildungsdefiziten darum, dass viele Kinder wichtige Entwicklungsphasen in sozialer Isolation erlebt hätten.

4.5.2021 • 10:06 Uhr

Allmendinger fordert mehr Unterstützung für Frauen

Für die Soziologin Jutta Allmendinger zeigt die Pandemie, "dass die Themen von Frauen immer noch am Ende der Agenda stehen". So werde ihnen durch geschlossene Schulen noch mehr unbezahlte Arbeit zugemutet, sagte die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung dem "Mannheimer Morgen". Dabei hätten Frauen davor ohnehin schon deutlich mehr als Männer geschultert. Allmendinger kritisierte auch das Homeoffice. Es entziehe Frauen dem öffentlichen Raum, sagte sie der Zeitung. "Homeoffice macht zunichte, wofür Frauen jahrzehntelang gekämpft haben: ein Stück eigenes Leben." Sie schlägt daher spezielle Corona-Hilfen vor, die "Frauen in Erwerbstätigkeit halten oder bringen". Solange die Schulen geschlossen seien, könnten etwa Studierende oder andere Menschen auf Kinder aufpassen.

Jutta Allmendinger | WZB/ David Ausserhofer

Soziologin Allmendinger: "Homeoffice macht zunichte, wofür Frauen jahrzehntelang gekämpft haben." Bild: WZB/ David Ausserhofer

4.5.2021 • 09:56 Uhr

Zweitimpfungen in brasilianischen Großstädten ausgesetzt

Es ist ein neuer Rückschlag für die Corona-Impfkampagne in Brasilien: Aufgrund von Lieferengpässen sind in mehreren Großstädten die Zweitimpfungen ausgesetzt worden. In den Hauptstädten von sieben Bundesstaaten wurde die Gabe der zweiten Impfdosis vorerst gestoppt, wie das Nachrichtenportal "G1" berichtete. Laut einem Bericht der Zeitung "Folha de S.Paulo" ist in mehr als der Hälfte der Hauptstädte der Bundesstaaten in Brasilien nicht genügend Impfstoff vorhanden, um allen Bürgern eine rechtzeitige Zweitimpfung zu garantieren. 

4.5.2021 • 09:43 Uhr

Volksschulen in Dänemark öffnen wieder

Die Parteien im dänischen Parlament haben sich in der Nacht zu Dienstag auf die Lockerung zahlreicher Corona-Maßnahmen geeinigt. Alle Schüler der ersten bis achten Klassen sollen ab Donnerstag wieder an ihren Schulen unterrichtet werden. Die älteren Schüler müssen sich bis zum 21. Mai gedulden. Dänemark habe eine gute Ausgangslage, sagte Justizminister Nick Hækkerup. "Für die Regierung ist es entscheidend, dass wir ein verantwortungsvolles Gleichgewicht halten, damit wir einen möglichst normalen Alltag bekommen, ohne die Kontrolle über die Epidemie zu verlieren." Auch das kulturelle Leben erwacht wieder in Dänemark: Kinos, Theater und andere Bühnen dürfen bis zu 2000 Zuschauer einlassen, vorausgesetzt diese haben einen Corona-Pass. Dasselbe gilt für Besucher von Fitnessstudios.

4.5.2021 • 09:30 Uhr

Merkel dankt Ärzten und Pflegekräften

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften für ihren "aufopferungsvollen Einsatz" in der Corona-Krise gedankt. Sie täten nun auch in dieser dritten Welle tagtäglich alles - bei der Versorgung von Patienten sowie beim Testen und Impfen, sagte Merkel in einer Grußbotschaft zur Eröffnung des Deutschen Ärztetags. Dabei müssten der Staat, die Bürger und die ganze Gesellschaft dem Gesundheitswesen zur Seite stehen, wozu auch die bundesweite Corona-"Notbremse" diene. Sie ziele darauf, die Welle zu brechen und die täglichen Neuinfektionen zu senken, um eine Überlastung des Gesundheitswesens zu vermeiden.

Es mache Mut, dass die Impfungen als Schlüssel zur Überwindung der Pandemie an Fahrt gewinnen, sagte Merkel. Sie betonte zudem, dass für die wichtige Fachkräftesicherung für gute Bedingungen gesorgt werden müsse, auch für das Pflegepersonal.

4.5.2021 • 09:07 Uhr

Ärztepräsident: Impfkampagne auf der "Zielgeraden"

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, sieht die Impfkampagne zur Bewältigung der Corona-Pandemie in Deutschland auf der Zielgeraden. Im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF sagte er, zwar sei die Durchimpfungsrate "noch viel zu niedrig, um Entwarnung zu geben", sie zeige aber "trotzdem Wirkung". "Seit einer Woche haben wir rückläufige Inzidenzzahlen."

Der Präsident der Bundesärztekammer plädierte zudem für ein "Mitimpfen" von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Aus epidemiologischer Sicht sei es "durchaus sinnvoll" und "vernünftig", diese sehr mobile Gruppe zwar "nicht ausschließlich und prioritär", aber mitzuimpfen, wenn es darum gehe, die Verbreitung der Krankheit weiter effektiv zu senken.

4.5.2021 • 09:07 Uhr

Israel: Zahl der Corona-Schwerkranken auf Zehn-Monats-Tief

Erstmals seit knapp zehn Monaten ist in Israel die Zahl der Corona-Schwerkranken unter die Marke von 100 gefallen. Wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht, werden derzeit 97 Menschen als schwer erkrankt eingestuft. Beatmet werden demnach 63.

Letztmals hatte es am 7. Juli 2020 in Israel weniger als 100 Schwerkranke gegeben. Am 17. Januar erreichte deren Zahl mit 1192 ihren Höhepunkt. In Israel läuft seit dem 19. Dezember eine erfolgreiche Impfkampagne. Seit rund drei Monaten gehen die Infektions- und Krankenzahlen stark zurück. Binnen 24 Stunden wurden nach den Ministeriumsdaten 51 neue Fälle gemeldet. Nur 0,2 Prozent von knapp 29.000 Tests fielen positiv aus. Die meisten Corona-Beschränkungen wurden wieder aufgehoben.

4.5.2021 • 07:33 Uhr

20 Millionen Corona-Fälle in Indien seit Pandemiebeginn

In Indien hat die Zahl der Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie die Schwelle von 20 Millionen überschritten, womit sie sich in drei Monaten fast verdoppelt hat. Die Zahl der Toten liegt über 220.000. Das sind die amtlichen Angaben; Gesundheitsexperten gehen von einem weit größeren Ausmaß aus.

Das Land erlebt derzeit eine heftige zweite Corona-Welle. Das Gesundheitssystem ist völlig überlastet. Immer wieder gibt es Berichte über Todesfälle wegen mangelnden Sauerstoffs in Kliniken. Deutschland und andere Staaten schickten inzwischen Nothilfe in das Land.

Die Zunahme der Coronavirus-Fälle wird auf ansteckendere Varianten des Erregers zurückgeführt und auf die Entscheidung der Regierung, Massenveranstaltungen zuzulassen, insbesondere Wahlkampfkundgebungen und religiöse Feste. In keinem Land der Welt steigt die Zahl der täglichen Infektionen schneller als in Indien.

4.5.2021 • 06:54 Uhr

Lauterbach: Vorsichtige Lockerungen für Geimpfte

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich für zurückhaltende Lockerungen für Geimpfte in der Corona-Pandemie ausgesprochen. "Bei doppelt geimpften Personen können wir die Einschränkungen der persönlichen Grundrechte nicht mehr vertreten", sagte er der "Augsburger Allgemeinen". Dabei müsse der volle Impfschutz hergestellt sein, etwa nach Zweifachimpfungen.

Gleichzeitig mahnte Lauterbach jedoch zur Vorsicht: "Wir dürfen gerade jetzt nicht den Fehler machen, die Erfolge zu gefährden, die uns die einheitliche Corona-Notbremse gebracht hat und noch bringen wird."

Ganz klar nein sage er zu Öffnungen von Läden, Kneipen oder anderen Angeboten nur für doppelt Geimpfte, erklärte er. Deren Zahl sei noch zu gering, zudem spalte das die Gesellschaft. "Wer noch nicht geimpft ist, ist das in aller Regel, weil er sich an die Impfreihenfolge hält, dafür sollte niemand bestraft werden", sagte Lauterbach. Geimpfte hätten kein Recht, "dass Geschäfte allein für sie öffnen".

4.5.2021 • 05:18 Uhr

RKI meldet 7534 Neuinfektionen und 315 neue Todesfälle

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut 7534 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Am Dienstag vor einer Woche hatte der Wert bei 10 976 gelegen. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Morgen bundesweit bei 141,4 (Vortag: 146,9; Vorwoche: 167,6). Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben binnen 24 Stunden 315 neue Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche waren es 344 Tote.

4.5.2021 • 04:37 Uhr

US-Medien: Impfstoffzulassung für 12- bis 15-Jährige in wenigen Tagen

Die US-Arzneimittelbehörde FDA könnte US-Medienberichten zufolge den Corona-Impfstoff des deutschen Impfstoffherstellers BioNtech und seines US-Partner Pfizer bereits in wenigen Tagen für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren zulassen. Noch Ende dieser Woche oder Anfang nächster Woche könnte die bereits bestehende Notfallzulassung für Menschen ab 16 Jahre dementsprechend angepasst und erweitert werden, berichtete unter anderem die "New York Times" unter Berufung auf namentlich nicht genannte Bundesbeamte.

4.5.2021 • 04:37 Uhr

Amtsärzte raten zu Tests auch bei Geimpften

Ärztevertreter kritisieren die geplanten Ausnahmeregelungen für Geimpfte. Die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), Ute Teichert, sagte der Funke Mediengruppe, es sei fatal, "wenn Geimpfte und Genesene künftig von allen Testpflichten etwa bei der Einreise ausgenommen würden." Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will künftig nur noch den Nachweis einer vollständigen Impfung statt eines negativen Tests zur Einreise bei Flugreisen. "Ohne umfassende Tests verlieren wir den Überblick über das Infektionsgeschehen - gerade auch mit Blick auf Virusvarianten", warnte Teichert. "Wenn wir Reiserückkehrer nicht mehr testen, wissen wir nicht, ob sie Mutanten einschleppen." Auch die verpflichtenden Tests in den Schulen sollten für Geimpfte fortgeführt werden, so die Ärztin.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 04.Mai 2021 um 08:00 Uhr in den Nachrichten.