Der menschenleere Fichtelberg - ein Skigebiet in Sachsen. | dpa
Liveblog

Liveblog zum Coronavirus ++ Sachsen beendet Ski-Saison ++

Stand: 12.01.2021 22:37 Uhr

Die Skigebiete in Sachsen werden für die verbleibende Saison geschlossen. Das teilte Tourismusministerin Klepsch mit. Die Niederlande verlängern den bestehenden Lockdown um drei Wochen. Der Liveblog vom Dienstag zum Nachlesen.

  • Virus-Mutation aus Südafrika in Deutschland nachgewiesen
  • Tagesrekord bei Corona-Impfungen
  • Verband verzeichnet Anstieg bei Corona-Tests
  • Merkel warnt vor Gefahr der Virus-Mutation
  • DIVI: Weniger Intensivpatienten
  • "Corona-Diktatur" - ein Unwort des Jahres
  • Griechenland plädiert für einen EU-weit gültigen Impfpass
  • AstraZeneca beantragt Impfstoff-Zulassung bei der EU
  • Deutschland: RKI meldet 12.802 Neuinfektionen
  • Medienbericht: Bund zahlt 700 Millionen Euro Kinderkrankengeld
12.1.2021 • 22:37 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir unseren Liveblog für heute. Danke für Ihr Interesse.

12.1.2021 • 22:35 Uhr

Wegen Corona: Auch USA nicht bei Handball-WM

Die Handball-Weltmeisterschaft der Männer in Ägypten findet kurzfristig ohne die USA statt. Wie der Weltverband IHF mitteilte, hat der Nationalverband wegen zahlreicher positiver Corona-Tests im Vorfeld der WM seine Mannschaft einen Tag vor dem Turnierstart zurückgezogen. Als Nachrücker nimmt die Schweiz den Platz des US-Teams ein. Zuvor hatte auch Tschechien seine Teilnahme abgesagt.

12.1.2021 • 22:11 Uhr

Ethikarat schließt Impfpflicht nicht vollständig aus

In der Diskussion über eine Impfpflicht in Deutschland spricht sich der Ethikrat gegen einen solchen Schritt für alle aus, kann sich aber in bestimmten Bereichen eine Verpflichtung vorstellen. "Wir haben eine allgemeine Impfpflicht aus ethischen Grünen ausgeschlossen", sagte die Ratsvorsitzende Alena Buyx im tagesthemen-Interview. Der Ethikrat habe aber auch erklärt, dass unter bestimmten Umständen über eine "bereichsbezogene Impfpflicht" nachzudenken sei. Um eine Verpflichtung zu empfehlen, sei es derzeit notwendig, mehr darüber zu wissen, ob Geimpfte weiterhin ansteckend sein können oder nicht. Eine Impfpflicht von Pflegekräften wäre sorgsam zu prüfen, sagte Buyx, wenn es keine andere Möglichkeit gebe.

12.1.2021 • 21:48 Uhr

Afrikanische Union erwirbt fast 300 Millione Impfdosen

Die Afrikanische Union hat sich fast 300 Millionen Dosen eines Corona-Impfstoffs gesichert. Ein führender Berater des Zentrums für Krankheitskontrolle und Prävention bei der Organisation, Nicaise Ndembi, sagte der Nachrichtenagentur AP, der Vorsitzende der Afrikanischen Union, Cyril Ramaphosa, werde den Erwerb voraussichtlich morgen offiziell bekanntgeben. Es handelt sich demnach um die bislang umfassendste Vereinbarung für Impfstoff-Lieferungen nach Afrika in der Pandemie.

Die Impfdosen wurden unabhängig vom Beschaffungsprogramm Covax der Weltgesundheitsorganisation organisiert, sagte Ndembi. Ab dem Ende des ersten Jahresquartals seien die Impfstoffe eingeplant. Den Hersteller des Vakzins nannte Ndembi nicht.

12.1.2021 • 21:22 Uhr

Hinrichtungen in den USA wegen Corona-Infektionen verschoben

Wegen der Corona-Erkrankung von zwei zum Tode verurteilten Mördern hat ein US-Bundesgericht den Aufschub der Hinrichtungen angeordnet. Die Richterin begründet die Entscheidung damit, dass den zwei Männern die Gelegenheit zur Genesung gegeben werden sollte. Das Justizministerium sollte die Exekutionen deshalb bis mindestens 16. März aufschieben. Der Termin liegt nach der Amtseinführung des designierten Präsidenten Joe Biden, der die Todesstrafe ablehnt.

Die Häftlinge sollten am Donnerstag und Freitag hingerichtet werden. Ihre Anwälte hatten geltend gemacht, die angegriffenen Lungen der beiden Männer ihnen unzumutbare Qualen bei der Verabreichung den tödlichen Injektionen verursachen würden.

12.1.2021 • 21:22 Uhr

US-Regierung erlaubt Verkauf aller Impfstoff-Vorräte

Um die Impfkampagne in den USA zu beschleunigen, will die Regierung Impfstoff-Herstellern den Verkauf ihrer gesamten Vorräte erlauben. Die Dosen für die Auffrischungsimpfung müssen nicht mehr zurückgehalten werden. Wie US-Gesundheitsminister Alex Azar im Interview mit dem TV-Sender ABC News sagte, ist die Herstellungskapazität von Vakzinen bei den Firmen Pfizer und Moderna nun groß genug, um die zweite Impfdosis aus der laufenden Produktion zu entnehmen.  Zuvor waren die Hersteller gezwungen gewesen, eine zweite Dosis für alle bereits einmal Geimpften bereitzuhalten. Damit sollte sichergestellt werden, dass es bei der zweiten Impfung nicht zu Verzögerungen kommt. Die Impfstoffe von Biontech und Pfizer sowie Moderna erfordern eine Auffrischung nach drei bis vier Wochen.

12.1.2021 • 20:41 Uhr

Sächsische Skigebiete bleiben geschlossen

Sachsen beendet vorzeitig seine Skisaison. Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) erklärte, die sächsischen Skigebiete müssten aktuell damit beginnen, ihre Pisten künstlich zu beschneien, um für die restliche Saison ausreichend Schnee vorzuhalten. Auch die Corona-Situation sei weiterhin sehr ernst. "Wir haben uns deshalb schweren Herzens gemeinsam darauf verständigt, die alpine Wintersaison für den Tourismus zu beenden", erklärte Klepsch. Damit solle den Liftbetreibern Planungssicherheit gegeben werden, damit sie unnötige Kosten vermeiden.

Es sei noch zu klären, wie die Liftbetreiber für die Einnahmeausfälle kompensiert würden. Dazu werde es weitere Gespräche geben. Zudem werde überlegt, wie der Ganzjahrestourismus vor Ort noch stärker gefördert werden könne.

12.1.2021 • 20:05 Uhr

Portugal meldet so viele Corona-Tote wie noch nie

Portugal hat so viele Corona-Tote an einem Tag wie noch nie seit Beginn der Pandemie gemeldet. Binnen 24 Stunden seien 155 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Damit wurde die am Vortag registrierte Höchstmarke von 122 um 27 Prozent übertroffen. Die Gesamtzahl kletterte auf 8080 Todesopfer. Innerhalb eines Tages seien zudem 7259 Infektionen gezählt worden, hieß es. Insgesamt gab es damit in dem Land mit 10,3 Millionen Einwohnern bereits fast eine halbe Million Ansteckungen mit dem Coronavirus.

Morgen will die Regierung von Ministerpräsident António Costa nach einer Kabinettssitzung eine neue Verschärfung der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie bekanntgeben. Costa hatte gestern angekündigt, die neuen Einschränkungen würden dem Lockdown des Frühjahrs 2020 "sehr nahe" kommen. Damals war unter anderem landesweite Ausgangssperre verhängt worden.

12.1.2021 • 19:44 Uhr

Niederlande verlängern Lockdown

Die Lockdown-Maßnahmen in den Niederlanden werden bis zum 9. Februar verlängert. Das hat Ministerpräsident Mark Rutte angekündigt. Das bedeutet, Schulen, Geschäfte und Restaurants bleiben geschlossen. Die Einschränkungen müssten aufrechterhalten bleiben, sagte Rutte, auch um die Gefahr durch die Virus-Mutation aus Großbritannien einzudämmen. Er bezeichnte die Ausbreitung der Variante als "sehr besorgniserregend". Auch eine Ausgangssperre werde erwogen. Rutte forderte seine Landsleute auf, bis März im Land zu bleiben und nicht zu verreisen.

Schulen und Läden sind in den Niederlanden seit Mitte Dezember geschlossen, Bars und Restaurants bereits zwei Monate länger.

12.1.2021 • 19:19 Uhr

Offenbar Testpflicht für alle internationalen Flugreisen in die USA

Die USA werden Insidern zufolge einen Corona-Test von allen internationalen Flugreisenden verlangen. Die neuen Vorgaben des Seuchenzentrums CDC könnten noch im Laufe des Tages verabschiedet werden, heißt es. Sie dürften dann zwei Wochen später in Kraft treten.

12.1.2021 • 19:03 Uhr

Tunesien kündigt viertägigen Lockdown an

Tunesien will ab Donnerstag in einen viertägigen Lockdown gehen. Hintergrund sind die rasant steigenden Corona-Zahlen erklärte, Gesundheitsminister Fouzi Mehdi. Schulen sollen sogar bis zum 24. Januar geschlossen bleiben.

12.1.2021 • 18:48 Uhr

Kein dienstfrei an Rosenmontag für Behörden in NRW

Wegen der Corona-Pandemie wird es in diesem Jahr in den Behörden des Landes Nordrhein-Westfalen kein dienstfrei an Rosenmontag geben. Das hat die Landesregierung heute beschlossen. In den Karnevalshochburgen Düsseldorf und Köln seien angesichts der Pandemie und der daraus resultierenden Einschränkungen die geplanten Rosenmontagszüge bereits abgesagt worden, teilte das Innenministerium mit. Damit sei die Begründung für ein Beibehalten der bisherigen Dienstzeitregelung für den Rosenmontag 2021 entfallen.

Schon beim Rosenmontagsumzug im Februar war das Coronavirus ein Thema. | dpa

Im vergangenen Jahr war Corona schon Thema bei den Rosenmontagsumzügen. Die tollen Tage trugen an einigen Orten stark zur Verbreitung des Virus bei. Bild: dpa

12.1.2021 • 18:47 Uhr

Wegen Corona: Tschechien nicht bei Handball-WM

Die Handball-Weltmeisterschaft der Männer in Ägypten findet ohne Tschechien statt. Wie der Weltverband IHF mitteilte, sind die Tschechen wegen zahlreicher positiver Corona-Tests im Vorfeld der WM von dem Turnier ausgeschlossen worden. Als Nachrücker nimmt Nordmazedonien den Platz des tschechischen Teams ein. Der tschechische Verband teilte auf Facebook mit, dass die WM aufgrund der Corona-Fälle im Team auf die Teilnahme Tschechiens verzichten müsse. In der tschechischen Nationalmannschaft hatte es zuletzt mehr als zehn positive Tests auf das Virus Sars-CoV-2 gegeben.

12.1.2021 • 18:36 Uhr

Portugiesischer Präsident hat möglicherweise doch kein Corona

Der portugiesische Präsident Marcelo Rebelo de Sousa hat sich möglicherweise doch nicht mit dem Coronavirus infiziert. Ein PCR-Test am Montag war positiv, aber ein weiterer am Abend sowie einer am Dienstagmorgen fielen negativ aus, wie das Präsidialbüro mitteilte. Auch ein Antigen-Test am Montag war bereits negativ gewesen. Der 72-Jährige Staatschef bleibe aber weiter in Isolation und warte auf Anweisungen des Gesundheitsamts, hieß es. Er tritt am 24. Januar zur Wiederwahl an.

12.1.2021 • 18:34 Uhr

Dritter US-Abgeordneter nach Sturm auf Kapitol infiziert

Nach der Erstürmung des US-Kapitols in der vergangenen Woche sind Tests auf das Coronavirus bei mindestens drei US-Abgeordneten positiv ausgefallen. Die meisten Parlamentarier waren während des Angriff in sichere Räume gebracht worden, wo sie stundenlang dicht beieinander sitzend ausharrten. "Mehrere republikanische Abgeordnete im Raum haben sich nachhaltig geweigert, eine Maske zu tragen", schrieb der Demokrat Brad Schneider auf Twitter, als er seine Infektion bekanntgab. Er sei wütend über deren egozentrische und arrogante Haltung.

Am Montag hatten bereits die Abgeordneten Bonnie Watson Coleman und Pramila Jayapal erklärt, ein Corona-Test sei bei ihnen positiv ausgefallen. Mehrere Republikaner hätten sich nicht nur geweigert, eine Maske zu tragen, sondern sich auch über "Kollegen und Mitarbeiter lustig gemacht, die ihnen eine anboten", erklärte Jayapal.

12.1.2021 • 18:28 Uhr

Merkel-Kritik an Umsetzung des Corona-Schutzes in Altenheimen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Umsetzung der Pläne zum Schutz der Menschen in Alten- und Pflegeheimen durch die Länder kritisiert. Vieles sei nicht so ideal gelaufen, wie sie sich das gewünscht hätte, sagte Merkel nach Angaben von Sitzungsteilnehmern in der ersten Sitzung der Unionsfraktion nach der Winterpause, die wegen der Pandemie erneut online organisiert worden war. Wenn man sich eines Tages darüber unterhalte, was man aus der Situation gelernt habe, müsse man sich schon fragen, wie es mit dem föderalen Aufbau in Deutschland sei, wurde Merkel zitiert.

Sie betrübe die Lage in den Alten- und Pflegeheimen, sagte die Kanzlerin demnach. So seien die rechtlichen Voraussetzungen für den Schutz der Menschen dort seien seit Monaten gegeben. Die Krankenkassen würden die Kosten für Tests der Bewohner und die Personalkosten übernehmen. Dies sei von der Bundesebene theoretisch vorbereitet worden. Die praktische Umsetzung sei aber sehr lückenhaft, kritisierte Merkel.

12.1.2021 • 18:26 Uhr

Luftfahrt-Verband: Corona-Test bei Ankunft reicht für sicheres Reisen

Der Luftfahrtverband BDL setzt auf Corona-Einreisetests. Immer mehr Staaten gingen dazu über, dass Passagiere mit einem Corona-Test einreisen dürften, sagte BDL-Präsident Peter Gerber bei einer Veranstaltung des Wirtschaftsbeirats Bayern. "Wenn das geschieht, kann aus unserer Sicht wieder sicher gereist werden." Eine Ansteckung an Bord eines Flugzeugs sei aufgrund von Austausch und Reinigung der Luft nicht ganz so wahrscheinlich wie ein Sechser im Lotto.

12.1.2021 • 18:23 Uhr

Kanada sichert sich weitere 20 Millionen Impfdosen

Kanada hat sich Ministerpräsident Justin Trudeau zufolge weitere 20 Millionen Dosen des BioNTech/Pfizer-Impfstoffs gesichert. Zuvor hatten sich die Provinzen des Landes über unzureichende Vorräte beschwert. Damit soll Kanada in diesem Jahr 80 Millionen Impfdosen von den beiden Unternehmen sowie Moderna erhalten bei einer Bevölkerung von knapp 38 Millionen Menschen.

12.1.2021 • 18:22 Uhr

Bundeswehr: "einer der längsten Einsätze"

Der Corona-Hilfseinsatz der Bundeswehr ist nach Angaben des zuständigen Kommandeurs einer der langwierigsten im Inland. "Es ist mit Sicherheit auch einer der längsten Einsätze, den wir gefahren haben", sagte Generalmajor Carsten Breuer beim Besuch eines Impfzentrums, das die Bundeswehr in Pasewalk in Mecklenburg-Vorpommern betreibt. Breuer ist Kommandeur beim Kommando Territoriale Aufgaben in Berlin und koordiniert deutschlandweit die Unterstützung der Bundeswehr bei der Bewältigung der Corona-Krise. Der Einsatz sei im Moment ein "ein sehr, sehr personalintensiver". Mehr als 10.000 Soldatinnen und Soldaten seien im Einsatz: bei der Kontaktnachverfolgung in Gesundheitsämtern, in Impfzentren, bei Abstrich-Teams, aber auch in Alten- und Pflegeheimen. Im Moment stünden insgesamt 20.000 Soldaten bereit.

12.1.2021 • 18:18 Uhr

Merkel lobt Gesundheitsminister Spahn

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich ausdrücklich hinter den umstrittenen Kurs von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei den Corona-Impfungen gestellt. Es ähnele wissenschaftlich und logistisch einer Großleistung, dass man zehn Monate nach Ausbruch einer Pandemie einen Impfstoff habe, sagte Merkel nach Angaben mehrerer Teilnehmer in der ersten Sitzung der Unionsfraktion nach der Winterpause, die wegen der Pandemie online organisiert wurde. Dies gelte auch dafür, dass sogar schon Impfstoff vorproduziert worden sei, so dass es schon kurz nach der Zulassung erste Impfungen in vielen Ländern der Welt gegeben habe.

Dass dies gelungen sei, habe sehr viel mit der Arbeit von Spahn zu tun, sagte Merkel demnach. Dafür wolle sie sich ausdrücklich bedanken. Man solle nicht daran herummäkeln. Vom Koalitionspartner SPD gibt es Kritik an zu geringen Impfstoff-Bestellungen, auch die Organisation von Impfterminen vor Ort sorgte zuletzt für Ärger. Merkel sagte demnach mit Blick auf den zur Verfügung stehenden Impfstoff, kritisch seien die ersten beiden Quartale 2021. Vom dritten Quartal an werde Deutschland so viel Impfstoff haben, dass man eher etwas abgeben könne, als dass man noch mehr brauche.

12.1.2021 • 18:10 Uhr

Verkehrsbetriebe sehen Maskenkontrolle als staatliche Aufgabe

Die Verkehrsunternehmen in Deutschland haben zurückhaltend auf die angekündigte FFP2-Maskenpflicht im bayerischen Nahverkehr reagiert. Es sei abzuwarten, wie die Verordnung umgesetzt werden solle, teilte Ingo Wortmann, der Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen, mit. "Wir sind dazu mit den zuständigen Behörden im Austausch und werden dabei auch nochmal auf die möglichen Probleme der Kontrollierbarkeit solcher Maßnahmen hinweisen." Die Durchsetzung der Maskenpflicht sei letztlich weiterhin eine staatliche Aufgabe.

Das bayerische Kabinett hatte heute beschlossen, dass in dem Bundesland vom kommenden Montag an eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel gilt.

12.1.2021 • 18:03 Uhr

Gestohlene Impfstoff-Daten im Netz aufgetaucht

Einige der bei der Cyber-Attacke auf die Europäische Arzneimittelbehörde EMA erbeuteten Dokumente sind offenbar im Internet aufgetaucht. "Die Justizbehörden haben die notwendigen Schritte eingeleitet", teilte die EMA in Amsterdam mit. Im Dezember waren unbekannte Hacker in das IT-System der Behörde eingedrungen und hatten Einsicht in Dokumente über Medikamente und Impfstoffe gegen das Coronavirus. Die EMA machte keine Angaben zur Art der Dokumente und sagte auch nicht, wo sie veröffentlicht worden waren.

Hacker hatten Dokumente der Impfstoffhersteller Pfizer und Biontech einsehen können. In die Computersysteme der beiden Unternehmen waren die Täter aber nicht eingedrungen. Die Ermittlungen dauern noch an. Die EMA prüft Medikamente und Impfstoffe vor der Zulassung in der EU. Die Arbeit der Behörde war nach eigenen Angaben durch die Attacke nicht beeinträchtigt gewesen.

12.1.2021 • 17:49 Uhr

Griechenland plädiert für EU-Impfpass

Gegen Covid-19 geimpfte EU-Bürger sollen nach Ansicht der griechischen Regierung einen EU-weit gültigen Impfpass erhalten. Dafür hat sich der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis in einem Brief an die EU-Kommission eingesetzt. Es sei dringend notwendig, ein gemeinsames Verständnis darüber zu etablieren, wie solch ein Impf-Zertifikat strukturiert sein müsse, so dass es von allen EU-Staaten akzeptiert werde, hieß es in dem Schreiben, das von der griechischen Tageszeitung "Kathimerini" veröffentlicht wurde.

Mitsotakis betonte, dass Griechenland die Impfung nicht zur Pflicht oder Voraussetzung für Reisen machen werde. Aber Personen, die geimpft seien, müssten frei reisen dürfen. Das könne auch ein positiver Anreiz sein, sich impfen zu lassen, was wiederum der einzige Weg sei, um zur Normalität zurückzukehren, erklärte Mitsotakis. Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten sich bereits bei ihrem Gipfel im Dezember darauf verständigt, einen koordinierten Ansatz für Impfbescheinigungen zu entwickeln.

12.1.2021 • 17:49 Uhr

Bundesregierung plant verschärfte Einreiseregeln

Die Bundesregierung will Einreisende aus Gebieten mit besonders vielen Corona-Infizierten künftig wohl schon vor der Ankunft in Deutschland zu einem Test verpflichten. Das geht aus einem Entwurf für eine Neuregelung hervor, über den das Bundeskabinett voraussichtlich morgen abschließend befinden wird. Die Verpflichtung, den Corona-Test bereits im Ausland durchführen zu lassen, soll dem Entwurf zufolge auch für Menschen gelten, die sich in einem Gebiet aufgehalten haben, in dem eine besonders ansteckende Mutation des Coronavirus kursiert. In beiden Fällen müssten die Reisenden den Test-Nachweis bei Fluggesellschaften und anderen Beförderungsunternehmen vor Reisebeginn vorlegen. Wer keinen Test vorweisen kann, würde dann nicht einsteigen dürfen.

12.1.2021 • 17:18 Uhr

Rekordergebnis bei der Deutschen Post

Das Corona-Jahr 2020 hat der Deutschen Post DHL ein Rekordergebnis beschert. Nach vorläufigen Zahlen sei das Ergebnis des Konzerns vor Zinsen und Steuern auf 4,8 Milliarden Euro gestiegen und habe damit die Ergebnisprognose deutlich übertroffen, teilte der Dax-Konzern in Bonn mit.

Die Post profitierte stark vom Anstieg des weltweiten Online-Handels und steigerte den Konzernumsatz in der Pandemie um 5 Prozent auf 66,8 Milliarden Euro. Der Anstieg der Sendungsmenge im Express- sowie im nationalen und internationalen Paketgeschäft habe sich im Weihnachtsgeschäft noch einmal beschleunigt, berichtete das Unternehmen.

Ein DHL-Mitarbeiter sortiert Pakete in der Zustellbasis der Deutschen Post. | dpa

Die Zunahme von Online-Bestellungen während der Corona-Pandemie sorgte bei DHL für ein gutes Geschäftsjahr. Das Unternehmen rechnet auch in den kommenden Monaten mit weiteren Steigerungen. Bild: dpa

12.1.2021 • 17:07 Uhr

Lindner warnt vor Lockdown-Verlängerung

FDP-Chef Christian Lindner hat vor einer deutlichen Verlängerung des Corona-Lockdowns in Deutschland gewarnt. "Eine Perspektive, die jetzige Situation bis zu zehn Wochen fortzusetzen, halten wir für nicht verantwortbar. Jeden Tag steigen die sozialen und wirtschaftlichen Schäden", sagte Lindner in Berlin vor einer Sitzung der FDP-Bundestagsfraktion. Er forderte die Bundesregierung auf, einen Stufenplan zu erarbeiten, wie das Land Schritt für Schritt regional wieder hochgefahren werden könne.

Nötig seien "innovative Maßnahmen" für den Schutz von besonders gefährdeten Gruppen. Lindner nannte Luftfilterung als Beispiel. "Wir können nicht auf Dauer in diesem Schließungszustand verbleiben", warnte Lindner. "Acht bis zehn Wochen weiterer Lockdown ist keine Perspektive", sagte er.

12.1.2021 • 16:52 Uhr

Erster Nachweis von Mutation aus Südafrika in Deutschland

Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat den ersten Nachweis der Corona-Mutation B.1.351 aus Südafrika in Deutschland gemeldet. Betroffen sei eine Person, die am 13. Dezember aus Südafrika eingereist sei, teilte das Stuttgarter Sozialministerium mit. Sie sei mit ihrer Familie von einem längeren Aufenthalt in Südafrika zurückgekehrt, alle hätten sich fünf Tage später testen lassen. "Diese Tests fielen negativ aus", hieß es. Eine Woche später hätten erste Familienmitglieder milde Krankheitssymptome entwickelt. Mittlerweile seien Corona-Infektionen bei sechs Personen aus drei Haushalten nachgewiesen worden.

Der Nachweis der Variante sei gestern von der Berliner Charité bestätigt worden. Nun würden auch die Abstriche der Kontaktpersonen untersucht, erklärte das Sozialministerium weiter.

12.1.2021 • 16:30 Uhr

WHO rechnet in diesem Jahr nicht mit Herdenimmunität

Nach Angaben der  Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist mit einer Herdenimmunität gegen das neuartige Coronavirus in diesem Jahr nicht zu rechnen. "Wir werden 2021 nicht irgendwelche Stufen von Bevölkerungsimmunität oder Herdenimmunität erreichen", sagte die WHO-Chefwissenschaftlerin Soumya Swaminathan. Zwar sei die rasche Entwicklung gleich mehrerer Corona-Impfstoffe ein "unglaublicher Fortschritt", doch brauche die Produktion und Auslieferung der Milliarden von weltweit benötigten Impfdosen Zeit. Deshalb müssten die Menschen weiterhin Geduld aufbringen.

Herdenimmunität bedeutet, dass in einer Bevölkerung so viele Menschen gegen einen Erreger immunisiert sind, dass sich dieser kaum noch ausbreiten kann - und somit auch die nicht-geimpften Menschen weitgehend vor ihm geschützt sind.

12.1.2021 • 16:19 Uhr

Google-Initiative gegen Impfstoff-Fakenews

Google hat eine Initiative zur Bekämpfung von Fehlinformationen über Corona-Impfstoffe angekündigt. Dazu soll ein Fonds mit bis zu drei Millionen Dollar eingerichtet werden. Geplant sei, Partnerschaften mit Organisationen einzugehen, die sich mit dem Überprüfen von Fakten beschäftigen. Ziel sei es, sichere Informationen auf den Plattformen von Google zur Verfügung zu stellen.

12.1.2021 • 16:07 Uhr

Montgomery für Impfpflicht

Nach Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wirbt auch der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank-Ulrich Montgomery, für eine Impfpflicht gegen das Coronavirus. "Für Pflegekräfte und medizinisches Personal ist eine berufsspezifische Impfpflicht gegen Corona sinnvoll", sagte Montgomery den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Wer Umgang mit vulnerablen Gruppen hat, muss immunisiert sein."

Langfristig will Montgomery eine verpflichtende Impfung aber nicht auf einzelne Berufsgruppen beschränken". Auf Dauer brauchen wir eine allgemeine Impfpflicht gegen Corona." Dafür müssten jedoch genügend Erkenntnisse über langfristige Nebenwirkungen der Impfstoffe vorliegen.

12.1.2021 • 16:04 Uhr

Mutiertes Virus in Wiener Seniorenheim festgestellt

In einem Seniorenheim in Wien haben die Gesundheitsbehörden Fälle mit der zuerst in England entdeckten Coronavirus-Variante festgestellt. Wie die Heimleitung am Dienstag mitteilte, waren die Infektionen von der österreichischen Gesundheitsbehörde AGES untersucht worden. Es handle sich bei dem Erreger um die B117-Mutation, die insbesondere in England grassiert und Anfang Januar erstmals in Österreich nachgewiesen wurde. 

In dem Altenheim waren nach den Feiertagen auffällig viele Corona-Infektionen registriert worden, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete. Demnach erkrankten 42 von 101 Bewohnern an dem Virus.  Ob es sich in allen 42 Fällen um die Mutation handelt, war zunächst unklar.

12.1.2021 • 15:55 Uhr

Niedersachsen will alle über 80-Jährigen zur Impfung einladen

Niedersachsen will von der kommenden Woche an alle Menschen über 80 Jahre, die zu Hause leben, zu einer Corona-Schutzimpfung einladen. "Wir impfen mit Hochdruck die Alten- und Pflegeheime durch, aber wir wollen natürlich auch so schnell wie möglich allen über 80-Jährigen ein Impfangebot im Impfzentrum eröffnen", sagte die stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, Claudia Schröder, in Hannover. Ab dem 18. Januar sollen möglichst viele von ihnen angeschrieben werden. Ab dem 28. Januar können sie sich laut Schröder telefonisch oder im Internet anmelden und einen Impftermin reservieren. Die Impfungen in den landesweit rund 50 Impfzentren sollen dann am 1. Februar beginnen.

12.1.2021 • 15:40 Uhr

Neuer Einbruch im Flugverkehr über Weihnachten

Die Sorge vor der Verbreitung der neuen Mutationen des Coronavirus hat dem Flugverkehr über die Weihnachtsferien weiter zugesetzt. Statt einer erhofften Erholung sei die Situation noch schwieriger geworden, berichtete der Airlineverband IATA in Genf. Konkrete Zahlen lagen noch nicht vor. Die Vorausbuchungen für Februar und März 2021 lägen aber mehr als 80 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Im Oktober 2020 hatten sie den Angaben zufolge nur rund 70 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen.

"Die Aussichten sind trostlos", sagte IATA-Chef Alexandre de Juniac. Er kritisierte die teils verschärften Reisebeschränkungen. Einige Länder verlangten von Reisenden nun Corona-Tests, hätten aber trotzdem die Quarantänebestimmungen nicht aufgehoben. "Damit wird das Reisen praktisch stillgelegt", meinte de Juniac. Der Airline-Verband setzt sich dafür ein, dass Passagiere, die negative Tests vorweisen, ohne Quarantäne reisen können.

Mitarbeiter einer Fluggesellschaft stehen am Frankfurter Flughafen vor leeren Abflugschaltern. | dpa

Auch am Frankfurter Flughafen gibt es wegen der Corona-Pandemie kaum noch Reisende. Am größten deutschen Drehkreuz ist das besonders zu spüren. Derzeit sind es täglich nur rund 22.000 Passagiere. Bild: dpa

12.1.2021 • 15:36 Uhr

So viele Tote in England und Wales wie zuletzt 1918

In England und Wales sind im vergangenen Jahr so viele Menschen gestorben wie zuletzt im Jahr 1918, dem Jahr der Spanischen Grippe. Zwischen Januar und Dezember gab es in den Landesteilen 608.002 Todesfälle, wie aus vorläufigen Zahlen der britischen Statistikbehörde hervorgeht. Das sind mehr als in jedem Kalenderjahr seit 1918 - damals waren 611.861 Tote gezählt worden. Allerdings sind die Zahlen über so lange Zeiträume schwierig zu vergleichen, da sich die Größe und die Altersstruktur der Bevölkerung deutlich verändert haben.

Vergleicht man die Todeszahlen von 2020 für England und Wales mit dem Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019, so starben knapp 76.000 Menschen mehr. Zum Ende des Jahres standen fast die Hälfte aller Todesfälle in den Krankenhäusern von England und Wales in Zusammenhang mit dem Coronavirus. In ganz Großbritannien sind seit Beginn der Pandemie bereits mehr als 80.000 Menschen nach einer Corona-Infektion gestorben, damit gehört das Land zu den am schwersten von der Pandemie getroffenen in Europa.

12.1.2021 • 15:19 Uhr

Handel lobt FFP2-Maskenpflicht in Bayern

Der bayerische Handel sieht die beschlossene Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken in Einzelhandel und Nahverkehr positiv. "Es ist ein logischer Schritt, denn die Fallzahlen gehen bisher nicht zurück", sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern, Bernd Ohlmann. Die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske sei ein Schlüssel, dies zu ändern. Dadurch werde Einkaufen sicherer.

Allerdings sieht Ohlmann die relativ kurze Zeit zwischen Ankündigung und Umsetzung kritisch. "Wir hätten uns mehr Vorlauf gewünscht", sagte er. Die FFP2-Maskenpflicht für Einzelhandel und Nahverkehr gilt in Bayern auf Beschluss des Kabinetts von Montag an. Einfache Stoffmasken oder Mundschutze reichen dann nicht mehr aus. FFP2-Masken bieten deutlich mehr Schutz gegen das Coronavirus.

12.1.2021 • 15:14 Uhr

Moderna-Impfstoff wird in Deutschland verteilt

Der zweite in der EU zugelassene Impfstoff ist auf dem Weg in die einzelnen Bundesländer. Von der Artland-Kaserne im niedersächsischen Quakenbrück wird das Moderna-Vakzin an die Verteilzentren der Bundesländer und dann an die Impfzentren in den jeweiligen Ländern geliefert.

Dem Bundesgesundheitsministerium zufolge sollten am Dienstag die ersten 63.600 Dosen ausgeliefert werden. Der Moderna-Impfstoff muss bei etwa minus 20 Grad Celsius gelagert werden. Er ist 30 Tage bei Kühlschranktemperatur und zwölf Stunden bei Raumtemperatur stabil.

12.1.2021 • 14:50 Uhr

Reguläre Novemberhilfen sollen ausgezahlt werden

Nach Verzögerungen soll die Auszahlung der regulären Novemberhilfen für Firmen in der Corona-Krise nun starten. Die technischen Voraussetzungen dafür stehen, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte.

Ausgezahlt wird das Geld von den Bundesländern. Sie sind für außerdem für die Antragsbearbeitung und Prüfung zuständig, dies gilt ebenso für die Dezemberhilfen. Der Bund hatte die Programmierung der zentralen Website für die Antragstellung übernommen.

Zuletzt hatte es Verzögerungen gegeben, Grund war die Software für die Antragsseite. Seit Ende November fließen bereits Abschlagszahlungen, das ist ein Vorschuss auf spätere Zahlungen. Bislang wurden laut Ministerium mehr als 1,3 Milliarden Euro an Abschlagszahlungen geleistet.

12.1.2021 • 14:45 Uhr

Indien bereitet "weltgrößte Impfaktion" vor

Indien hat mit dem Versand von Millionen Corona-Impfdosen in große Städte begonnen. Damit soll am Samstag die laut Premierminister Narendra Modi "weltgrößte Impfaktion" beginnen. Zunächst sollen nach Behördenangaben 30 Millionen Mitarbeiter vor allem im Gesundheitsbereich geimpft werden. Dann sollen bis Juli 270 Millionen Menschen über 50 Jahre sowie Risikogruppen an die Reihe kommen. Damit wären im Sommer rund ein Viertel der 1,3 Milliarden Einwohner Indiens, dem zweitbevölkerungsreichsten Land der Welt, geimpft.

Nach Angaben von Luftfahrtminister Hardeep Singh Puri wurden 5,65 Millionen Impfdosen vom weltgrößten Impfstoffhersteller Serum Institute in der Stadt Pune in die Hauptstadt Neu-Delhi sowie in zwölf weitere Metropolen transportiert.

12.1.2021 • 14:11 Uhr

60.000 Impfungen an einem Tag

Das Robert Koch-Institut meldet einen Tagesrekord bei Impfungen: Demnach wurden am Montag 60.858 Spritzen verabreicht. Der bisherige Spitzenwert war am 7. Januar mit 55.836 Impfungen erreicht worden. Insgesamt haben in Deutschland bislang 688.782 Menschen eine Impfung erhalten.

12.1.2021 • 14:05 Uhr

Mehr Klarheit bei Kinderkrankengeld

Schul- oder Kitaschließung - das stellt Eltern vor große Probleme. Deshalb hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten darauf geeinigt, die Kinderkrankentage pro Elternteil in diesem Jahr von 10 auf 20 zu verdoppeln, für Alleinerziehende von 20 auf 40.

Nun werden die Bedingungen klarer: Die Extra-Tage sollen nicht nur bei geschlossenen Schulen und Kitas genutzt werden können, sondern auch, wenn lediglich die Anwesenheitspflicht ausgesetzt ist oder der Zugang zur Kita eingeschränkt wurde, teilte das Bundesgesundheitsministerium mit.

Der Anspruch soll rückwirkend zum 5. Januar und nur für gesetzlich Versicherte gelten. Geltend gemacht werden kann er bei der Krankenkasse mit einer Bescheinigung von Kita oder Schule.

12.1.2021 • 13:56 Uhr

Impfstoff für Nerze

In Finnland wird ein Impfstoff entwickelt, der Zuchttiere wie Nerze und Marderhunde vor dem Coronavirus schützen soll. Der finnische Pelztierzüchterverband Fifur kooperiert bei der Entwicklung mit einem Forschungsteam der Universität Helsinki.

Das Virus stelle nicht nur für die Gesundheit des Menschen eine Bedrohung dar, erklärte die Assistenzprofessorin Tarja Sironen dazu. Die Ausbreitung bei Tieren in der Landwirtschaft, Pelzindustrie und Tierwelt in Finnland müsse schnell und effektiv verhindert werden.

Zwei Nerze in einem Käfig auf einer Farm in Dänemark | AP

Bild: AP

12.1.2021 • 13:54 Uhr

Berliner Senat beschließt 15-km-Radius bei Inzidenz über 200

Die Berliner Landesregierung hat beschlossen, dass bei höheren Corona-Infektionszahlen die Bewegungsfreiheit der Bürger weiter eingeschränkt wird. Das teilte Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) nach einer Senatssitzung mit. Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 200 wird ein Radius von 15 Kilometern um die Stadtgrenzen gezogen. Diesen Bereich dürften die Einwohner der Hauptstadt dann nur noch aus triftigen Gründen verlassen, etwa für die Fahrt zur Arbeit oder zum Arzt.

Die Regelung soll am Samstag in Kraft treten, zunächst muss die Infektionsschutzverordnung entsprechend geändert werden.

12.1.2021 • 13:47 Uhr

Spahn nimmt Stellung zu SPD-Kritik bei Impfstoffbeschaffung

Wegen vermeintlicher Versäumnisse bei der Impfstoff-Beschaffung und Verteilung steht Gesundheitsminister Spahn unter Druck. Vor allem die SPD kritisiert ihn. Nun hat er auf einen Fragenkatalog geantwortet.

12.1.2021 • 13:40 Uhr

Weniger Covid-Intensivpatienten

Die Zahl der Corona-Intensivpatienten in Deutschland ist erneut leicht gesunken. Laut-DIVI-Zentralregister sind derzeit 5210 Intensivpatienten registriert.

12.1.2021 • 13:36 Uhr

Abgeordnete nach Angriff auf US-Kapitol mit Corona infiziert

Zwei demokratische Abgeordnete sind nach dem Sturm auf das US-Kapitol positiv auf das Coronavirus getestet worden. Pramila Jayapal und Bonnie Watson Coleman machten ihre Infektion öffentlich. Jayapal warf republikanischen Abgeordneten vor, sie hätten keine Maske tragen wollen, als sie eine angeboten bekommen hätten.

Coleman und Jayapal waren unter Dutzenden Abgeordneten, die während des Aufstands an einen sicheren Ort gebracht worden waren. Einige Kongressmitglieder verbrachten Stunden in dem großen Raum.

Der für den Kongress zuständige Arzt Brian Moynihan forderte alle Abgeordnete auf, sich auf das Coronavirus testen zu lassen, weil sie möglicherweise dem Virus ausgesetzt gewesen seien.

12.1.2021 • 13:25 Uhr

Bayern: FFP2-Masken teils verpflichtend

Im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel müssen Menschen in Bayern ab kommender Woche eine FFP2-Maske tragen. Das teilte die Staatskanzlei nach einer Sitzung des Ministerrats mit.

Angesichts etwas zurückgehender Corona-Zahlen sprach Ministerpräsident Söder von einer "verhalten positiven Tendenz". Ein Großteil der Maßnahmen beginne zu wirken.

Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 158,8 liege der Freistaat bundesweit auf Platz sieben. Das sei nur ein Zwischenstand. Noch sei unklar, wie sich die Ferien auswirken. Dies werde man endgültig wohl gegen Ende dieser Woche sehen.

12.1.2021 • 13:14 Uhr

Familienunternehmen fordern schnellere Hilfe

Der Verband der Familienunternehmer mahnt raschere Hilfe für Firmen in der Corona-Krise an. "Von schnell kann keine Rede sein und unbürokratisch ist das Prozedere auch nicht, sagt Verbandspräsident Reinhold von Eben-Worlée. Es herrsche große Verunsicherung aufgrund der "völligen Intransparenz beim Anmeldeverfahren" und bei den Beihilfe-Bedingungen.

So habe sich erst in der vergangenen Woche herausgestellt, dass die Betriebe neben einem Umsatzeinbruch nun auch noch einen Reinverlust vorweisen müssten, um finanzielle Hilfen zu erhalten: "Das reduziert wiederum die Gruppe der Anspruchsberechtigen in einem beträchtlichen Ausmaß." Beim Umsetzen der Hilfen hapere es bis heute "gewaltig an den allermeisten Stellen".

12.1.2021 • 13:11 Uhr

Auch Kretschmann gegen Söder-Vorschlag

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat sich gegen eine von seinem bayerischen Kollegen Markus Söder (CSU) in die Diskussion gebrachte Impfpflicht für Pflegepersonal ausgesprochen. "Jetzt haben wir wirklich unentwegt gesagt, es gibt keine Impfpflicht, und das ändern wir jetzt nicht mittendrin", sagte Kretschmann. Er sehe dafür auch keinen Grund.

Stattdessen müsse noch einmal stark dafür geworben werden, dass sich das Pflegepersonal impfen lässt. Eine geringe Impfbereitschaft derjenigen, die "näher dran" am Coronavirus seien, könne sich ansonsten negativ auf die allgemeine Impfbereitschaft auswirken.

12.1.2021 • 13:08 Uhr

Merkel: "Es bleibt hart bis Ostern"

Bundeskanzlerin Angela Merkel rechnet mindestens bis April mit großen Härten wegen der Corona-Pandemie. "Es bleibt hart bis Ostern", sagte Merkel nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP vor Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Inneres der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

In Fraktionskreisen wurde ausdrücklich darauf verwiesen, dass Merkel nicht von einer Verlängerung des derzeitigen Lockdowns bis Ostern gesprochen habe. Das Osterfest fällt in diesem Jahr auf das erste April-Wochenende.

12.1.2021 • 13:05 Uhr

Schweizer Verein will Referendum über Corona-Maßnahmen

Gegner der Corona-Maßnahmen in der Schweiz wollen das Covid-Gesetz zur Eindämmung der Pandemie kippen. Sie reichten nach eigenen Angaben knapp 90.000 Unterschriften bei den Behörden ein - genug, um ein Referendum zu erzwingen, wie der Sprecher des Vereins "Freunde der Verfassung" sagte.

Der Verein kritisiert unter anderem die verkürzte Prüfung neuer Medikamente in dem bereits in Kraft getretenen Gesetz. Die Regierung müsse bei der Impfung ein Moratorium prüfen, bis zuverlässigere Daten über die Wirkung der Impfstoffe vorlägen. Es fehlten verlässliche Angaben über die Auswirkung der Impfung auf Angehörige von Risikogruppen. Der Verein ist auch gegen die Befugnisse, die das Gesetz der Regierung zur Bekämpfung der Pandemie und zur Bewältigung der Auswirkungen der Bekämpfungsmaßnahmen auf die Gesellschaft einräumt.

12.1.2021 • 13:05 Uhr

China riegelt weitere Millionenstadt ab

Die chinesischen Behörden haben eine weitere Stadt mit fast fünf Millionen Einwohnern abgeriegelt. Die Bewohner der rund 55 Kilometer südlich von Peking gelegenen Industriestadt Langfang dürfen ihren Heimatort zunächst eine Woche lang nur in absoluten Notfällen verlassen, teilte die Stadtverwaltung mit.

Hochzeiten und andere Familientreffen müssten verschoben werden, Beerdigungen dürften nur in kleinem Kreis stattfinden. Den Maßnahmen war die Entdeckung eines Corona-Falls vorausgegangen. Die örtliche Gesundheitsbehörde teilte mit, alle 4,9 Millionen Menschen in Langfang sollten nun innerhalb von zwei Tagen auf Corona getestet werden.

12.1.2021 • 13:05 Uhr

Verband: Wieder mehr PCR-Tests

Nach den Feiertagen ist die Zahl der Labortests auf das Coronavirus nach Daten eines Laborverbands in Deutschland wieder merklich angestiegen. In der Zeit vom 4. bis 10. Januar seien rund 1,06 Millionen PCR-Tests durchgeführt worden, sagte Michael Müller vom Berufsverband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) in einer Videoschalte und berief sich auf Daten von 169 Laboren.

Laut dem Verband ist man damit wieder auf dem Niveau von Ende Oktober. Der Anteil positiver Tests sei nun im Vergleich zur Vorwoche gesunken, von mehr als 16 Prozent auf 13,7 Prozent. In der Weihnachtswoche und über Silvester war ein deutlicher Rückgang der Labortests verzeichnet worden, in der Woche über den Jahreswechsel waren es rund 721.000 gewesen.

Für die laufende Woche stehen laut ALM insgesamt rund 1,82 Millionen SARS-CoV-2-PCR-Tests zur Verfügung.

12.1.2021 • 12:37 Uhr

Pflegekräfte beklagen Überlastung

Eine Studie der HAW Hamburg zeigt, dass die Corona-Pandemie Pflegekräfte an ihre Grenzen bringt. 71 Prozent der Befragten geben an, keine adäquate Versorgung der Patienten gewährleisten zu können. Zudem belastet sie die Angst vor einer Ansteckung.

12.1.2021 • 12:25 Uhr

Knapp 83.000 Nothilfe-Anträge von Studenten im November und Dezember

In den letzten beiden Monaten des vergangenen Jahres wurden bei den Studenten- und Studierendenwerken in Deutschland fast 83.000 Anträge auf finanzielle Nothilfe gestellt. Die Zahl gab das Deutsche Studentenwerk (DSW) bekannt. Seit dem 20. November kann die sogenannte Überbrückungshilfe des Bundesbildungsministeriums wieder beantragt werden, nachdem sie Ende September vor dem Hintergrund der Entspannung der Corona-Lage im Sommer zunächst ausgelaufen war. Von den im November gestellten Anträgen wurden 65 Prozent bewilligt, von den bisher aus dem Dezember abgearbeiteten Anträgen 74 Prozent. Rund 21 Millionen Euro seien ausgezahlt worden. Der Antrag muss jeden Monat neu gestellt werden.

Die Leistung richtet sich an Studierende, die zum Beispiel durch einen wegbrechenden Nebenjob in eine finanzielle Notlage geraten sind. Abhängig vom Kontostand gibt es 100 bis maximal 500 Euro im Monat, die nicht zurückgezahlt werden müssen. DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde wies darauf hin, dass die Nothilfe zunächst bis zum Ende des Wintersemesters befristet ist

12.1.2021 • 12:17 Uhr

Homeoffice: Dringender Appell von Arbeitsminister Heil

In der kontrovers geführten Homepffice-Debatte ruft Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) die Arbeitgeber nochmals eindringlich auf, wo immer es geht, Arbeiten von zu Hause zu ermöglichen. "Die Infektionszahlen in vielen Regionen Deutschlands sind viel zu hoch", sagt Heil nach einem Gespräch mit den Personalvorständen großer deutscher Unternehmen. "Wir müssen uns zusätzlich Sorgen machen aufgrund der Nachrichten aus Großbritannien und Irland über ein mutiertes, viel infektiöseres Virus." Die Betriebe sollten daher "sofort" mobiles Arbeiten im Sinne von Homeoffice ermöglichen, wo das sinnvoll und möglich sei. "Wer zu Hause arbeitet, kann sich draußen nicht anstecken."

Hubertus Heil | HAYOUNG JEON/POOL/EPA-EFE/Shutte

Bild: HAYOUNG JEON/POOL/EPA-EFE/Shutte

12.1.2021 • 12:11 Uhr

Neues Vorratslager für medizinische Ausrüstung in Deutschland

Zur Vorratslagerung für medizinische Schutzausrüstung wird die EU in diesem Jahr weitere Standorte in ganz Europa schaffen. Ein Standort für das Projekt "recuEU stockpiling" wird auch in Deutschland eingerichtet, wie die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) als verantwortliche Koordinationsstelle mitteilte. In dem auf sieben Jahren angelegten Auftrag sollen medizinische Schutzausrüstung wie Schutzhandschuhe und FFP2-Masken eingelagert und im Bedarfsfall verteilt werden. Logistikzentren würden an den Flughäfen Frankfurt und Halle/Leipzig eingerichtet. Die Kosten im Umfang von rund 108 Millionen Euro würden vollständig aus EU-Mitteln gezahlt.

12.1.2021 • 12:09 Uhr

Bund gibt 32 Millionen Euro für deutsche Kultureinrichtungen

Mit rund 32 Millionen Euro sollen in diesem Jahr Modernisierungs- und Sanierungsarbeiten an bedeutenden Kultureinrichtungen in Deutschland unterstützt werden. Durch die Fördermittel solle der Erhalt der Einrichtungen gewährleistet werden, "damit sie auch in Zukunft ein möglichst breites Publikum für unser vielfältiges und reiches Kulturerbe begeistern können", erklärte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU). "Der Erhalt unserer kulturellen Infrastruktur gehört zu den wichtigsten kulturpolitischen Zielen des Bundes - erst recht in diesen Zeiten der Krise", betonte Grütters.

12.1.2021 • 12:06 Uhr

Cichutek: Bis zu sieben weitere Impfstoffe noch 2021

Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, geht Medienberichten zufolge davon aus, dass 2021 noch sechs bis sieben weitere Impfstoff-Anträge gestellt werden können. Es bestünden "gute Aussichten, dass weitere Impfstoffprodukte im Laufe des Jahres auf den Markt kommen", zitieren die Sender RTL und ntv den Leiter des Bundesinstituts für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel.

12.1.2021 • 12:05 Uhr

Moderna-Nachschub soll kommen

Für den Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna sind baldige weitere Lieferungen an die Bundesländer geplant. Nach den ersten 63.600 Dosen zum Auftakt am Dienstag sollen in der letzten Januarwoche weitere 91.200 Dosen kommen. Das geht aus einer Aufstellung des Bundesgesundheitsministeriums hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Folgen sollen dann in der Woche vom 8. Februar 226.800 Dosen und in der Woche vom 22. Februar weitere 674.400 Dosen.

Das Präparat von Moderna ist der zweite zugelassene Impfstoff neben dem Mittel der Hersteller Biontech und Pfizer. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet bis Ende des ersten Quartals mit zwei Millionen Dosen von Moderna für Deutschland, im Laufe des Jahres mit 50 Millionen Dosen.

12.1.2021 • 11:59 Uhr

Apothekerverband: Gutscheinversand für FFP2-Masken schleppend

Der Gutscheinversand für FFP2-Masken für Menschen über 60 und chronisch Erkrankte läuft nach Einschätzung des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) nur schleppend an. "Es fragen Kunden in den Apotheken nach: 'Wo bleiben die Gutscheine?'", sagte die stellvertretende Sprecherin des Verbands, Ursula Sellerberg. In einem ersten Schritt im Dezember vergangenen Jahres konnten Betroffene drei Masken gratis in der Apotheke abholen. Ab 1. Januar sollten sie von der Krankenkasse Gutscheine für zweimal je sechs Masken mit einem Eigenanteil von jeweils zwei Euro bekommen.

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen teilte mit, die Auslieferung der Gutscheine durch die Bundesdruckerei sei vergangene Woche gestartet. Nun seien die Krankenkassen selbst für das Umpacken und Versenden an die Versicherten verantwortlich. Wie viele Gutscheine von den einzelnen Kassen bereits versendet wurden, sei dem Verband derzeit nicht bekannt. Die privaten Krankenkassen würden bis Ende dieser Woche rund 1,2 Millionen Briefe an die Versicherten versenden, so der Sprecher des Verbands der Privaten Krankenversicherung (PKV).

12.1.2021 • 11:39 Uhr

Industrie gegen strengere Vorgaben für mehr Homeoffice

Die deutsche Industrie lehnt strengere Vorgaben der Politik für mehr Homeoffice ab. Der neue Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Siegfried Russwurm, machte deutlich, der Einsatz von Homeoffice müsse von den Betriebsparteien vor Ort entschieden werden. Die Industrie appelliere an alle Unternehmen, das Thema Homeoffice soweit wie möglich zu nutzen, sagte Russwurm. "Und ganz viele tun das auch." Die Entscheidung darüber, was gehe und was nicht gehe, welche Arbeitsplätze dauerhaft im Homeoffice sein könnten, wo es richtig sei, ab und zu mal wieder zurück ins Büro zu kommen und welche Arbeitsplätze schlichtweg nicht von zuhause zu erledigen seien, wisse aber niemand besser als die Betriebsparteien vor Ort.

12.1.2021 • 11:37 Uhr

Mund zu in Bussen und Bahnen

Zur Eindämmung von Corona-Infektionen sollen Fahrgäste in Bussen und Bahnen auf Mallorca und den anderen beliebten Ferieninseln der Balearen möglichst den Mund halten. Das sei eine der Maßnahmen, an die sich die Menschen nach dem Willen der Regionalregierung ab Mittwoch halten sollten, schrieb die deutschsprachige "Mallorca-Zeitung". Neben der schon lange geltenden Maskenpflicht könne dies das Risiko einer Ansteckung vermindern.

Angesichts schnell steigender Infektionszahlen hatten die Behörden ab Mittwoch auch Treffen im privaten Kreis mit Personen, die nicht im eigenen Haushalt leben, weitgehend verboten. Außerdem ordneten sie die Schließung aller Restaurants, Bars, Einkaufszentren und Fitnessstudios an.

12.1.2021 • 11:35 Uhr

Corona-Medikament aus Niedersachsen kurz vor klinischer Testphase

Das Braunschweiger Unternehmen CORAT Therapeutics hat nach Angaben des Niedersächsischen Wissenschaftsministeriums mit der Vorbereitung der klinischen Testphase eines direkt gegen die Corona-Virusinfektion wirkenden Medikaments begonnen. Das Biotech-Unternehmen, eine Ausgründung aus der Technischen Universität Braunschweig, habe unmittelbar nach Ausbruch des Corona-Virus in Deutschland mit der Suche nach wirksamen menschlichen Antikörpern begonnen, teilte das Ministerium am Dienstag mit. Schon die erste Entwicklungsphase sei vom Land Niedersachsen gefördert worden. So habe CORAT Therapeutics bereits im November 2020 die ersten Dosen ihres "sehr vielversprechenden" Antikörper-Medikaments COR-101 bereitstellen können. Das Unternehmen befinde sich in enger Abstimmung mit den Zulassungsbehörden und erwarte in Kürze grünes Licht für den Start der klinischen Testung, hieß es.

Andreas Herrmann, Geschäftsführer der CORAT Therapeutics, sagte: "Impfstoffe können infizierten Patienten nicht helfen, dazu brauchen wir in jedem Fall ein spezifisch gegen Covid-19 gerichtetes Medikament."

12.1.2021 • 11:32 Uhr

Pflegekräfteverband lehnt Impfzwang ab

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBP) lehnt eine Impfpflicht für Pflegekräfte ab. "Wir sind gegen eine Impfpflicht und kritisieren auch die aktuelle Berichterstattung über die mangelnde Impfbereitschaft beruflich Pflegender, da es bislang unserer Kenntnis nach keine repräsentativen Zahlen dazu gibt", sagt die Vorsitzende des DBP, Christel Bienstein. Man brauche eine bessere Datengrundlage und eine Informationskampagne für verschiedene Zielgruppen.

12.1.2021 • 11:27 Uhr

Epidemiologin: Homeoffice ist "essenziell" bei Kontaktreduzierung

Die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie, Eva Grill, dringt auf ein rasches Eindämmen der Corona-Pandemie. "Im Moment kann die Aussage nur sein, dass die Infektionszahlen so schnell wie möglich gesenkt werden müssen, und das gelingt nur im Zusammenspiel von allen verfügbaren Maßnahmen", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Dazu zähle Homeoffice als "essenzieller Bestandteil der kontaktvermindernden Maßnahmen". "Das ist wirklich wichtig, dass Kontakte auf allen Ebenen vermieden werden, und auch Arbeitgeber sollten das aktiv fördern, dass Menschen nicht an die Arbeitsstelle pendeln müssen", so Grill.

12.1.2021 • 11:23 Uhr

Verwirrung über Hamburger Impfstrategie

Über die Hamburger Impfstrategie gibt es offenbar Unstimmigkeiten. Die Kassenärztliche Vereinigung (KVH) hatte erklärt, dass die zweite Impfdosis nicht mehr aufbewahrt wird, um so schneller impfen zu können. Dem widerspricht inzwischen die Sozialbehörde.

12.1.2021 • 11:19 Uhr

Homeoffice-Pflicht - juristisch gar nicht so einfach

Warum ist ein Anspruch auf Homeoffice so schwer durchsetzbar? Welche rechtlichen Aspekte sind besonders wichtig? Warum kann eine Homeoffice-Pflicht nicht einfach angeordnet werden? Diese und andere Fragen beantwortet Kerstin Anabah aus der ARD-Rechtsredaktion in unserem FAQ:

12.1.2021 • 11:09 Uhr

Merkel schließt längeren Lockdown offenbar nicht aus

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat vor der Gefahr einer Ausbreitung der Coronavirus-Mutationen in Deutschland gewarnt. "Deutschland steht vor acht bis zehn sehr harten Wochen", sagte Merkel nach Auskunft mehrerer Teilnehmer in der AG Sicherheit der Unions-Bundestagsfraktion. Die Entwicklung in Irland habe gezeigt, wie schnell sich das Virus ausbreiten könne. Dort habe es innerhalb kurzer Zeit eine Verzehnfachung der Infektionszahlen gegeben.

Mehrere Quellen widersprachen einem Bericht der "Bild"-Zeitung, dass Merkel in der Sitzung weitere acht bis zehn Wochen harte Corona-Maßnahmen angekündigt habe. Man sei sich in der Sitzung einig gewesen, dass dies sehr stark davon abhänge, wie schnell sich die neue Virus-Variante in Deutschland ausbreite. "Bild" hatte sich ebenfalls auf Angaben von Sitzungsteilnehmern berufen.

12.1.2021 • 10:48 Uhr

Union kritisiert Scholz: Auszahlung der Corona-Hilfen zu langsam

Die Union greift Finanzminister Olaf Scholz (SPD) wegen der langsamen Auszahlung von Corona-Hilfen an Unternehmen und Solo-Selbstständige an. "Bisher läuft der Abfluss der Wirtschaftshilfen sehr schleppend, gerade einmal 1,2 Milliarden Euro für die Novemberhilfe", sagte der Chefhaushälter der Union im Bundestag, Eckhardt Rehberg (CDU), den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Er verlange Antworten von Scholz, warum das nicht schneller gehe.

Während Scholz vollmundig nahezu unbegrenzte Wirtschaftshilfen zur Abfederung des Lockdowns ankündige und dafür sehr viele Schulden mache, käme in der Praxis bei den Unternehmen zu wenig Geld an, kritisierte Rehberg. Im Bundeshaushalt 2021 seien 39,5 Milliarden Euro für Wirtschaftshilfen und weitere 35 Milliarden Euro als Corona-Vorsorge eingestellt, zusammen fast 75 Milliarden Euro.

12.1.2021 • 10:42 Uhr

Ford schließt Werke in Brasilien - rund 5000 Jobs betroffen

Der Autobauer Ford reagiert auf den Einbruch der Nachfrage im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und schließt angesichts der schwachen Nachfrage seine drei Werke in Brasilien spätestens zum vierten Quartal. Damit verlieren etwa 5000 Menschen ihren Arbeitsplatz. Der Rückzug aus Brasilien sei Teil eines insgesamt elf Milliarden Dollar umfassenden Restrukturierungsprogramms.

Ford verabschiedet sich damit aus dem zweiten Schwellenland: Erst vor einem Monat hatte der US-Hersteller seine Kooperation mit der indischen Mahindra and Mahindra abgesagt. Ford ist künftig in Südamerika noch mit Werken in Argentinien und Uruguay vertreten. Auch das Entwicklungszentrum im brasilianischen Bahia, die Teststrecke bei Sao Paulo und das regionale Hauptquartier in Sao Paulo sollen bestehen bleiben.

12.1.2021 • 10:33 Uhr

PC-Markt - ein Gewinner in der Pandemie

Nicht nur Onlinehandel, Streamingdienste, und Anbieter von Cloudsystemen zählen zu den Gewinnern der Corona-Krise - auch Personal-Computer sind deutlich stärker gefragt.

12.1.2021 • 10:22 Uhr

EU verhandelt mit weiteren Vakzin-Entwicklern

Die EU-Kommission will sich Impfdosen des französischen Pharmakonzerns Valneva sichern. Diese Woche sollten Vorgespräche mit dem Unternehmen über den Vorabkauf seines Impfstoffkandidaten abgeschlossen werden, sagt EU-Verhandlungsführerin Sandra Gallina. Zudem versuche die EU, einen Liefervertrag mit dem US-Konzern Novavax zu vereinbaren.

12.1.2021 • 10:17 Uhr

"Corona-Diktatur" ist Unwort des Jahres

Die Jury der sprachkritischen Aktion in Darmstadt hat für das Jahr 2020 ein Unwörter-Paar gekürt. Es sind: "Corona-Diktatur" und "Rückführungspatenschaften", wie die Jury mitteilte.

12.1.2021 • 10:07 Uhr

Woran es beim Impfen hakt - Beispiele aus fünf Bundesländer

Dass es am Anfang ruckeln würde, hatte Gesundheitsminister Jens Spahn gesagt. Auch zwei Wochen nach dem Impfstart ist diese Phase noch nicht überwunden, wie die Lage in Thüringen, Hamburg, im Saarland, Bayern und Nordrhein-Westfalen beispielhaft zeigt.

12.1.2021 • 10:00 Uhr

Deutsche haben 2020 mehr Wein getrunken

Im Weinwirtschaftsjahr von August 2019 bis Juli 2020 sind in Deutschland im Durchschnitt 0,6 Liter mehr Wein pro Kopf konsumiert worden als im Vorjahr. Das teilte das Deutsche Weininstitut mit. Dass trotz geschlossener Bars und Restaurants während des Corona-Lockdowns mehr Wein verkauft wurde, führt Institutsgeschäftsführerin Monika Reule "auch auf die ausgefallenen Urlaubsreisen ins Ausland" zurück. "Zudem wurde während des ersten Lockdowns mehr Wein im Handel eingekauft und viele Verbraucher haben in dieser Zeit ihre Weinvorräte aufgefüllt."

Insgesamt wurden in Deutschland 17,2 Millionen Hektoliter in- und ausländische Stillweine getrunken. Das entspricht 20,7 Liter Wein pro Kopf, wie das Weininstitut auf Basis einer Weinkonsumbilanz des Deutschen Weinbauverbands erklärte. Sekt ging nicht so gut. Hier belief sich der Konsum auf 3,2 Liter pro Person und Jahr. Weltweit steht der deutsche Weinmarkt damit den Angaben zufolge an vierter Stelle der Verbrauchermärkte für Wein. Der meiste Wein wird nach Angaben der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV) in den USA (33 Millionen Hektoliter) getrunken, gefolgt von Frankreich (26,5 Millionen Hektoliter) und Italien (22,6 Millionen Hektoliter).

12.1.2021 • 09:46 Uhr

BDA-Chef gegen Homeoffice-Pflicht

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände hat sich gegen den Vorschlag ausgesprochen, verpflichtende Regelungen zum Homeoffice einzuführen. BDA-Chef Kampeter erklärte auf NDR Info, der Betrieb an sich sei ein sicherer Ort. Dies liege unter anderem daran, dass dort Hygienekonzepte umgesetzt würden. Außerdem sprächen die Inzidenzzahlen der Betriebe eine klare Sprache. Diese lägen deutlich unter dem Bevölkerungsdurchschnitt. Weiter plädierte Kampeter für mehr Differenzierung. Es gebe Branchen, in denen das Homeoffice keine sinnvolle Alternative darstelle.

12.1.2021 • 09:32 Uhr

Johnson macht chinesische Medizin für Corona verantwortlich

Der britische Premierminister Boris Johnson hat die traditionelle chinesische Medizin für den Ausbruch des Coronavirus verantwortlich gemacht. "Es stammt von Fledermäusen oder Schuppentieren, von dem irrsinnigen Glauben, dass man an Potenz gewinnt oder was auch immer die Leute glauben, wenn man die Schuppen eines Schuppentieres zermahlt", sagte Johnson laut britischen Medienberichten beim Klimagipfel "One Planet Summit". "Es entsteht aus dieser Kollision zwischen der Menschheit und der Natur, und wir müssen dies stoppen."

Internationale Forscher vermuten Fledermäuse aus Südchina als Ursprung des Virus. In der traditionellen chinesischen Medizin werden auch Extrakte von gefährdeten Tierarten genutzt. Abgeleitet davon folgen viele Menschen einem Aberglauben, einer Art Volksmedizin, wonach Teile von Tieren wie Schuppentieren, Fledermäusen oder Tigern die Gesundheit oder die Potenz steigern können.

12.1.2021 • 09:29 Uhr

Pazifikstaat Mikronesien meldet ersten Coronavirus-Fall

Der kleine Pazifikstaat Mikronesien mit etwa 100.000 Einwohnern hat seinen ersten Coronavirus-Fall gemeldet. Viele Menschen hätten die "alarmierenden Nachrichten" gehört, aber der Fall sei an der Grenze eingedämmt worden, sagte der Präsident des Inselstaats, David Panuelo, in einer Rede an die Nation.

Ein Besatzungsmitglied an Bord des Schiffs "Chief Mailo" sei nach der Rückkehr aus den Philippinen positiv getestet worden. Das Mitglied sei an Bord isoliert worden. Alle anderen Crewmitglieder blieben auf dem Schiff. Dieses werde täglich von den Behörden beobachtet.

12.1.2021 • 09:26 Uhr

AstraZeneca beantragt Zulassung von Corona-Impfstoff in der EU

Der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca hat eine Zulassung seines Corona-Impfstoffs in der Europäischen Union beantragt. Über den Antrag auf bedingte Marktzulassung könne voraussichtlich bereits Ende Januar entschieden werden, teilte die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) mit. Sie hat hat bisher die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und dem US-Unternehmen Moderna für den europäischen Markt zugelassen.

Anders als bei diesen gehört das Präparat von AstraZeneca nicht zu den sogenannten mRNA-Impfstoffen. Der vielversprechende Wirkstoff AZD1222 beruht auf der abgeschwächten Version eines Erkältungsvirus von Schimpansen. Es enthält genetisches Material eines Oberflächenproteins, mit dem der Erreger Sars-CoV-2 an menschliche Zellen andockt. Das Mittel wirkt zweifach: Es soll sowohl die Bildung von spezifischen Antikörpern als auch von T-Zellen fördern - beide sind für die Immunabwehr wichtig.

Die EU hat bereits Hunderte Millionen Dosen bei Astrazeneca bestellt. Insgesamt wurden weltweit schon Milliarden Dosen dort in Auftrag gegeben.

12.1.2021 • 09:12 Uhr

Umfrage: Für vier von fünf Einzelhändlern reichen Hilfen nicht aus

Der Handelsverband Deutschland (HDE) warnt, dass viele vom Lockdown betroffenen Handelsunternehmen in diesem Jahr in der Insolvenz enden könnten. Eine Umfrage unter 1500 Händlern habe ergeben, dass rund 80 Prozent von ihnen davon ausgehen, dass die derzeitigen Hilfsmaßnahmen nicht zur Existenzsicherung reichen, wie der HDE mitteilte.

Knapp 60 Prozent der Unternehmen in den Innenstädten stünden ohne weitere staatliche Hilfen vor dem Aus. Der HDE forderte daher "dringend" eine Anpassung der Überbrückungshilfen. Wenn Finanzminister Olaf Scholz (SPD) die Beantragungskriterien besser an die Lage des Einzelhandels anpasse, "dann gibt es noch eine Chance, das Schlimmste zu verhindern". Laut der Umfrage kämen die Hilfen nicht an.

12.1.2021 • 09:08 Uhr

Britische Polizei kündigt hartes Vorgehen bei Corona-Verstößen an

Die britische Polizei wird härter gegen Verstöße gegen die Lockdown-Auflagen vorgehen. Zudem könnten die Beschränkungen des öffentlichen Lebens verschärft werden, wenn sich dies als notwendig erweise, sagt Polizeiminister Kit Malthouse. Die Chefin der Londoner Polizei und ranghöchste Polizeibeamtin des Landes, Cressida Dick, schreibt in einem Gastbeitrag für die "Times", es sei klar, dass diejenigen, die gegen die Auflagen verstießen, verstärkt mit Geldstrafen rechnen müssen.

12.1.2021 • 09:04 Uhr

Heil lehnt Impfpflicht ab

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) lehnt eine Impfpflicht für Pflegekräfte ab und widerspricht damit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU). "Im Moment über eine Impfpflicht zu spekulieren, verbietet sich", sagt Heil RTL/ntv. "Ich halte den Weg für richtig, den wir eingeschlagen haben, nämlich, dass wir keine Impfpflicht einführen." Bei Pflegekräften und Medizinern müsse man stattdessen mehr werben. "Ich will vor allem Impfakzeptanz. Jetzt geht es darum, aufzuklären, dass Impfen wichtig ist."

12.1.2021 • 08:50 Uhr

Verband: Belastungsgrad von Intensivstationen teils überschritten

Angesichts von 25.000 Corona-Patienten in deutschen Kliniken hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft vor einer Überlastung des Systems gewarnt. "Mit circa 6000 intensivbehandlungsbedürftigen Patienten, deren Versorgung deutlich höhere Personalressourcen bündelt, ist ein hoher Belastungsgrad im System insgesamt erreicht, in vielen Kliniken vor Ort zum Teil bereits überschritten", sagte Hauptgeschäftsführer Georg Braun der Düsseldorfer "Rheinischen Post". 

Schon das Regelkrankheitsgeschehen wie Infarkte, Unfälle und Operationen binde in größerem Ausmaß intensivmedizinische Kapazitäten. Um die Leistungsfähigkeit der medizinischen Versorgung in Zeiten der Corona-Pandemie zu sichern, seien Lockdown-Maßnahmen und Begegnungsbegrenzungen auf jeden Fall notwendig, betonte Braun.

12.1.2021 • 08:41 Uhr

Söder fordert Debatte über Impfpflicht für Pflegekräfte

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat eine Debatte über eine Impfpflicht für Pflegekräfte gefordert. "Darüber müssen wir diskutieren", sagt der CSU-Chef im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. Der CSU-Politiker verweist auf eine relativ geringere Impfbereitschaft unter Pflegekräften. Heimbewohner müssten aber besonders geschützt werden. Der Ethikrat müsse eine Empfehlung abgeben. "Eine allgemeine Impfpflicht wird und soll es nicht geben", fügt Söder hinzu.

12.1.2021 • 08:37 Uhr

Branchenverband: Viele Betriebe rechnen 2021 mit Insolvenz

Das Jahr 2021 könnte für viele vom Lockdown betroffenen Handelsunternehmen dem Branchenverband HDE zufolge in der Insolvenz enden. Rund 80 Prozent der Händler gehen davon aus, dass die derzeitigen Hilfsmaßnahmen nicht zur Existenzsicherung reichen, wie der HDE zu einer Umfrage unter 1500 Firmen mitteilt. Deshalb müsse das Bundesfinanzministerium die Überbrückungshilfen dringende an die Lage der Branche anpassen.

Viele Betriebe blickten pessimistisch auf das gerade begonnene Jahr: "23 Prozent rechnen damit, dass sie ohne weitere staatliche Unterstützung im ersten Halbjahr aufgeben müssen, für das zweite Halbjahr liegt dieser Wert sogar bei weiteren 28 Prozent", heißt es beim HDE.

12.1.2021 • 08:25 Uhr

San Diego: Erste bekannte natürliche Übertragung auf Menschenaffen

Mindestens zwei Gorillas im Zoo von San Diego haben sich mit dem Coronavirus angesteckt. Die beiden Tiere hätten vergangene Woche angefangen zu husten und seien daraufhin auf den Erreger getestet worden, teilte Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom mit. Es handelt sich um die beiden ersten bekannten Fälle, in denen sich Menschenaffen auf natürliche Weise mit dem Coronavirus infiziert haben.

Gorillas im Zoo von San Diego | via REUTERS

Der Zoo von San Diego in den USA meldet die erste bekannte natürliche Übertragung des Coronavirus auf Menschenaffen. Bild: via REUTERS

"Abgesehen von etwas Verschleimung und Husten geht es den Gorillas gut", erklärte Zoo-Direktorin Lisa Peterson. Die gesamte Gorilla-Gruppe des Zoos befände sich gemeinsam in Quarantäne. Die Behörden gehen davon aus, dass die Gorillas sich bei einem asymptomatischen Zoo-Mitarbeiter angesteckt haben. Bestätigt ist dies aber noch nicht. Nach Angaben des Zoos müssen alle Mitarbeiter Schutzmasken tragen, wenn sie sich in der Nähe der Gorillas aufhalten.

Studien haben gezeigt, dass sich auch Menschenaffen mit dem Coronavirus infizieren können. Gorillas teilen bis zu 98 Prozent ihres Erbguts mit dem Menschen. 

12.1.2021 • 07:54 Uhr

Portugals Präsident mit Corona infiziert

Der portugiesische Präsident Marcelo Rebelo de Sousa ist nur knapp zwei Wochen vor der Wahl eines neuen Staatschefs positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 72-jährige Politiker der konservativen Sozialdemokratischen Partei (PSD) leide unter keinen Symptomen, aber die Infektion bringe den Wahlkampf durcheinander, meldete die Nachrichtenagentur Lusa.

Von den insgesamt sieben Kandidaten für das höchste Staatsamt hätten drei ihren Wahlkampf aus Sicherheitsgründen unterbrochen, schrieb die Agentur weiter. Ob und wie eine geplante Diskussionsrunde der Kandidaten stattfinden könne, sei zurzeit offen.

12.1.2021 • 07:36 Uhr

Israel: Höchststand bei Neuinfektionen

Trotz eines dritten Corona-Lockdowns steigen die Infektionszahlen in Israel weiter an. Das israelische Gesundheitsministerium teilte mit, binnen 24 Stunden seien 9589 neue Fälle registriert worden. Das ist der höchste Stand seit Beginn der Pandemie. Insgesamt überschritt die Zahl der bisher Infizierten im Land die Marke von einer halben Million. Der Anteil der positiven Tests lag bei 7,6 Prozent.

In Israel läuft seit mehr als drei Wochen eine intensive Impfkampagne. Mit 1,8 Millionen sind bereits mehr als 20 Prozent der Bürger gegen das Coronavirus geimpft worden. Insgesamt hat das kleine Mittelmeerland mehr als neun Millionen Einwohner. Die Regierung will bis Ende März alle Bewohner des Landes impfen, die älter als 16 Jahre sind.

12.1.2021 • 07:04 Uhr

Ärtzteverband rechnet mit Lockdown-Verlängerung

Die deutschen Amtsärzte halten angesichts der hohen Infektionszahlen in Deutschland eine Verlängerung des Lockdowns über den Januar hinaus für möglich. "Ich bin mir sehr unsicher, ob wir Ende des Monats zu einem Ende des Lockdown kommen können", sagte die Vorsitzende des Berufsverbands der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), Ute Teichert, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Corona-Varianten, wie sie derzeit in Großbritannien und Irland grassieren, könnten die Situation demnach noch verschärfen. "Es fragt sich, was passiert, wenn die hoch ansteckende Mutation nach Deutschland überspringt", sagte Teichert. "Das könnte die Infektionslage enorm verschärfen und die Gesundheitsämter wieder in Schwierigkeiten bringen."

In jedem Fall könne es "Lockerungen nur schrittweise" geben, "nicht auf einen Schlag", sagte die Medizinerin weiter. "Im Moment sehen die Zahlen so aus, als könnte es bis Ende Januar schwer werden, auf eine Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner zu kommen." Diese Marke einmalig zu erreichen, genüge zudem nicht. "Die Ansteckungszahlen müssen dauerhaft so niedrig bleiben", betonte die Medizinerin. 

12.1.2021 • 06:44 Uhr

China weitet Lockdown aus

Nach dem größten Ausbruch des Coronavirus in China seit Monaten haben die Behörden die Ausgangssperren für Millionen von Menschen vor den Toren Pekings ausgeweitet. Nach den 18 Millionen Einwohnern der Metropolen Shijiazhuang und Xingtai sollen auch die fünf Millionen Bewohner des Verwaltungsbezirks von Langfang südlich der chinesischen Hauptstadt für sieben Tage nicht vor die Tür, wie die Stadtregierung bereits am Montag verkündete.

Checkpoint in der chinesischen Provinz Hebei | REUTERS

Wegen des größten Corona-Ausbruchs seit Monaten weitet die chinesische Regierung die Ausgangssperren im Land wieder aus. Bild: REUTERS

Nachdem China das Virus seit dem Sommer nach offiziellen Angaben weitgehend im Griff und das Leben sich längst normalisiert hatte, sind die Behörden höchst alarmiert. Bisher wurden rund 500 Infektionen in der Provinz Hebei nachgewiesen, die Peking umschließt. Die Gesundheitskommission berichtete dort am Dienstag von 40 neuen Fällen. Am Vortag waren es 82 Infektionen in Hebei gewesen und 103 landesweit - die höchste Tageszahl in China seit Juli.

12.1.2021 • 06:32 Uhr

Medienbericht: Bund zahlt 700 Millionen Euro Kinderkrankengeld

Die Bundesregierung will für das erweiterte Kinderkrankengeld 700 Millionen Euro bereitstellen. Das gehe aus einem Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums hervor, berichtet die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Demnach soll jedes Elternteil, das aufgrund pandemiebedingt geschlossener Schul- oder Betreuungseinrichtungen zu Hause bleiben muss, je Kind für maximal 20 Arbeitstage Kinderkrankengeld erhalten können; bei Alleinerziehenden sind es 40 Tage. Das Geld werde wie beim normalen Krankengeld von den Krankenkassen ausgezahlt, stamme aber nicht aus ihren Beitragseinnahmen.

Der Anspruch, der am 1. Januar 2022 ausläuft, besteht demnach auch, wenn die Eltern zu Hause arbeiten können. Die Betreuungseinschränkung, etwa durch Schulschließung, müssen die Eltern den Kassen durch Bescheinigungen nachweisen.

12.1.2021 • 06:06 Uhr

WHO: Herdenimmunität gegen Coronavirus dieses Jahr nicht erreichbar

Trotz des Starts der Corona-Impfkampagnen in zahlreichen Ländern rechnet die Weltgesundheitsorganisation nicht damit, dass in diesem Jahr in einzelnen Staaten ein weitgehender Schutz gegen das Virus durch die sogenannte Herdenimmunität erreicht wird. "Wir werden 2021 nicht irgendwelche Stufen von Bevölkerungsimmunität oder Herdenimmunität erreichen", sagte die WHO-Chefwissenschaftlerin Soumya Swaminathan in einem virtuellen Pressebriefing. Swaminathan lobte den "unglaublichen Fortschritt", der mit der raschen Entwicklung gleich mehrerer sicherer und zuverlässiger Impfstoffe gegen das neuartige Coronavirus erreicht worden sei. Doch brauche die Produktion und Auslieferung der Milliarden von weltweit gebrauchten Impfdosen Zeit. Deshalb müssten die Menschen weiterhin Geduld aufbringen.

12.1.2021 • 05:50 Uhr

König ruft Corona-Notstand in Malaysia aus

Der malaysische König Sultan Abdullah Sultan Ahmad Shah hat den Corona-Notstand ausgerufen. Er setzte alle Parlamentssitzungen bis August aus und stoppte damit auch alle Versuche, vorzeitige Neuwahlen abzuhalten. Das verschafft dem umstrittenen Ministerpräsidenten Muhyiddin bin Yassin eine Atempause. Muhyiddin versicherte in einer Fernsehansprache, es handle sich nicht um einen Putsch. Es werde auch keine Ausgangssperre geben. Die zivile Regierung bleibe im Amt. Neuwahlen werde es nach dem Ende der Pandemie geben, wenn die Wählerinnen und Wähler sicher abstimmen könnten.

12.1.2021 • 05:32 Uhr

RKI meldet 12.802 Neuinfektionen und 891 neue Todesfälle

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut 12.802 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 891 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Morgen bekannt gab.

12.1.2021 • 05:05 Uhr

Weltweit mehr als 90 Millionen Infizierte und 1,9 Millionen Tote

Weltweit haben sich über 90,37 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. An oder mit dem Virus gestorben sind 1,939 Millionen, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Am stärksten betroffen sind die USA mit über 22,237 Millionen Infektionen und 374.157 Todesfällen.

12.1.2021 • 05:05 Uhr

WHO: Expertenteam beginnt Suche nach Ursprung des Virus in Wuhan

Das internationale Expertenteam zur Untersuchung des Ursprungs des Coronavirus wird seine Arbeit nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Wuhan beginnen. China hatte für die Anreise der Experten nach langen Verzögerung am Montag grünes Licht gegeben. Sie sollen am Donnerstag eintreffen. In Wuhan wurden die ersten Fälle von Infektionen mit dem damals neuen Virus vor gut einem Jahr bekannt. Bislang war unklar, wie frei sich die internationalen Experten bewegen können und wann eine Reise nach Wuhan stattfinden würde. Zunächst müssen die Einreisenden allerdings in China eine zweiwöchige Quarantäne absolvieren.

12.1.2021 • 05:05 Uhr

Einreise nach England nur noch mit Corona-Test und Pflichtquarantäne

Einreisen nach England sind bald nur noch mit einem negativen Corona-Test möglich. Die neue Regel soll am Freitagmorgen (4 Uhr Ortszeit; 5 Uhr MEZ) in Kraft treten und auch für britische Staatsbürger gelten, wie das Verkehrsministerium in London mitteilte. Der Test darf demnach bei Verlassen des Herkunftslandes höchstens 72 Stunden alt sein und muss bereits vor Abreise von der Airline, Bahngesellschaft oder dem Schiffsbetreiber kontrolliert werden. Unabhängig vom Testergebnis müssen sich zudem alle Einreisenden für zehn Tage in Quarantäne begeben.

Ausnahmen von der Testpflicht gelten unter anderen für Kinder bis zehn Jahren und Passagiere, die aus anderen Teilen des Vereinigten Königreichs einreisen. Britischen Staatsbürgern, die sich nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt haben, ist eine Heimreise ausdrücklich verboten.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 12. Januar 2021 um 16:00 Uhr.