Lerrer Platz vor dem Eingang des Louvre in Paris | AP
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Liveblog zum Coronavirus ++ Frankreich meldet 523 neue Todesfälle ++

Stand: 27.10.2020 23:53 Uhr

Die Zahl der Todesfälle innerhalb eines Tages hat sich in Frankreich im Vergleich zu gestern verdoppelt. Weil er gegen die eigenen Auflagen verstoßen hat, soll Tschechiens Gesundheitsminister seinen Posten räumen. Der Liveblog zum Nachlesen.

  • 11.409 Neuinfektionen in Deutschland
  • Bayern steht kurz vor 100er-Warnstufe "dunkelrot"
  • Frankreich meldet 523 Todesfälle innerhalb eines Tages
  • Köln: Am 11.11. Alkoholverbot im öffentlichen Raum
  • Medienbericht: Frankreich erwägt einmonatigen Lockdown
  • Spanien meldet höchste Zahl an Toten seit Monaten
27.10.2020 • 23:53 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Danke für Ihr Interesse.

27.10.2020 • 22:58 Uhr

Menschen in Melbourne feiern Wiedereröffnung von Bars nach Lockdown

In der australischen Stadt Melbourne haben zahlreiche Menschen die Wiedereröffnung von Bars nach dem monatelangen Corona-Lockdown gefeiert. Die Ausgangssperre wurde am Mittwoch um Mitternacht aufgehoben. Der am schwersten von der Pandemie betroffene Bundesstaat Victoria hatte zuvor einen "doppelten Donut", also null Neuinfektionen und null Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Victorias Premierminister Daniel Andrews sagte, zum ersten Mal seit Monaten seien nun wieder Besuche in anderen Haushalten erlaubt. Auch Schönheitssalons und Einzelhandelsgeschäfte dürfen wieder Kunden empfangen. Fitnessstudios bleiben noch bis 8. November geschlossen. Anhand der zahlreichen Corona-Tests habe die Regierung eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie stark das Virus noch im Umlauf sei, fügte Andrews hinzu.

In ganz Victoria gibt es derzeit nur noch 87 aktive Coronavirus-Fälle und eine Handvoll Corona-Patienten im Krankenhaus. Victoria ist der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Bundesstaat Australiens und bleibt weiterhin abgeschnitten vom Rest des Landes. Wegen der Corona-Pandemie gelten extrem strenge Auflagen, die Grenzen zwischen den einzelnen Bundesstaaten sind geschlossen. Insgesamt ist Australien bislang vergleichsweise gut durch die Krise gekommen, es gab bisher rund 27.500 Corona-Infektionen und 905 Todesfälle bei einer Einwohnerzahl von 25 Millionen.

27.10.2020 • 22:43 Uhr

Insgesamt fast 158.000 Tote in Brasilien

Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldete 29.787 Neuinfektionen. Damit ist die Gesamtzahl der Ansteckungen auf mehr als 5,4 Millionen gestiegen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 549 auf fast 158.000 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

27.10.2020 • 22:06 Uhr

Spanien meldet höchste Zahl an Toten seit Monaten

In Spanien sind innerhalb eines Tages so viele Todesfälle nach einer Infektion mit dem Coronavirus erfasst worden wie seit einem halben Jahr nicht mehr. Binnen 24 Stunden seien aus den Regionen insgesamt 267 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit.

Die höchste Werte waren in Spanien Ende März und Anfang April mit zum Teil deutlich mehr als 900 Toten innerhalb eines Tages registriert worden. Die Gesamtzahl der Todesopfer im Zusammenhang mit Covid-19 belief sich auf 35.298. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen kletterte unterdessen um 18.418 auf gut 1,1 Millionen.

27.10.2020 • 22:05 Uhr

Dreyer fordert "effektiven Wellenbrecher"

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat sich vor der Schalte der Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel für einen "effektiven Wellenbrecher" im Kampf gegen die stark steigenden Corona-Infektionen ausgesprochen. "Wir müssen einen Weg finden, wie wir Kontaktvermeidungen schaffen, ohne Kitas, Schulen und das Wirtschaftsleben zu schließen", sagte die SPD-Politikerin der Nachrichtenagentur dpa in Mainz. Bund und Länder beraten am Mittwoch in einer Videoschalte über schärfere Einschränkungen.

"Wir können heute nicht mehr einzelne konkrete Ausbruchsgeschehen lokalisieren", sagte Dreyer. "Das Virus breitet sich wieder rasant aus." Es gelte daher inzwischen wieder: "flatten the curve" (die Kurve abflachen). "Wir brauchen deswegen einen effektiven Wellenbrecher", sagte die Ministerpräsidentin ohne aber schon konkrete Maßnahmen zu nennen.

27.10.2020 • 21:51 Uhr

Medienbericht: Frankreich erwägt einmonatigen Lockdown

Die französische Regierung prüft einem Medienbericht zufolge angesichts der steigenden Fallzahlen einen einmonatigen Lockdown. Dieser könne ab Mitternacht am Donnerstag gelten, berichtet der Sender BFM TV. Allerdings würden die Einschränkungen in diesem Fall flexibler sein als die im März verhängten. Präsident Emmanuel Macron soll sich am Mittwoch in einer Fernsehansprache an das Volk wenden.

27.10.2020 • 21:49 Uhr

Bushido mit Coronavirus infiziert

Rapper Bushido hat sich mit dem Coronavirus infiziert. "Auch wenn ich alle Vorgaben sehr ernst genommen habe, habe ich heute einen positiven Corona-Test erhalten", teilte der 42-Jährige auf Instagram mit. Er habe Symptome, schrieb er in einer Story auf seinem Account. "Nehmt die Sache ernst und achtet auf eure Mitmenschen", so der Rapper, der mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi heißt.

27.10.2020 • 21:31 Uhr

Italien verspricht milliardenschwere Wirtschaftshilfen

Die italienische Regierung hat Wirtschaftshilfen in Höhe von über fünf Milliarden Euro für die von der Pandemie am stärksten betroffenen Bereiche angekündigt. Die Mittel würden in einem "einfachen und schnellen Verfahren" ausgezahlt, versprach Wirtschaftsminister Roberto Gualtieri. Bis Mitte November solle das Geld auf den Konten der Betroffenen sein, fügte er hinzu. 

Seine Regierung habe das Dekret im Wettlauf gegen die Zeit verabschiedet, teilte Ministerpräsident Giuseppe Conte mit. "Es gibt Menschen, die leiden und nicht länger warten können", sagte er. Am Montagabend hatten in mehreren Städten Italiens Proteste gegen die strikteren Corona-Maßnahmen der Regierung stattgefunden, in mehreren Fällen war es zu Krawallen gekommen.  Conte hatte am Sonntag nach einer erneuten Rekordzahl an Corona-Infektionen weitere Beschränkungen angekündigt.

27.10.2020 • 21:28 Uhr

Amateurfußball in Bremen bis zum 16. November ausgesetzt

Der Amateurfußball in Bremen wird wegen der Pandemie vorerst bis zum 16. November ausgesetzt. Das gab der Fußball-Verband des kleinsten deutschen Bundeslandes am Dienstagabend nach mehreren Videokonferenzen mit seinen Vereinen bekannt. "Die derzeit hohe Ansteckungsdynamik in Bremen hat dazu geführt, dass manche Spieler und Spielerinnen sich fernab des Spielfeldes ebenfalls infiziert haben oder aber als Kontaktpersonen in Quarantäne müssen. Die Vereine haben sich daher auf eine weitere Aussetzung des Spielbetriebs bis zum 16. November verständigt", heißt es in der Mitteilung. "Auch der Kreis Bremerhaven, der derzeit nicht als sogenanntes Risikogebiet eingestuft ist, hat sich dafür entschieden, diese Regelung für den Spielbetrieb auf Kreisebene zu übernehmen."

27.10.2020 • 20:40 Uhr

Veranstalter, Gastgewerbe und Tourismus wollen demonstrieren

Die Veranstaltungswirtschaft und die Gastronomie- und Tourismusbranche wollen am Mittwoch erneut auf ihre existenzbedrohende Lage in der Corona-Krise aufmerksam machen. Aufgerufen zu der gemeinsamen Großdemonstration in Berlin haben das Aktionsbündnis #AlarmstufeRot sowie der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) und Verbände der Tourismuswirtschaft.

Sie fordern mehr finanzielle Unterstützung der Politik und Hilfsprogramme, die sich gezielter an den Bedürfnissen der Unternehmen orientieren als die bisher von der Regierung aufgelegten Förderprogramme. Große Sorge bei den Betroffenen schürt auch die Debatte über eine erneute Verschärfung der Corona-Auflagen.

27.10.2020 • 20:30 Uhr

Fußballverband Rheinland setzt Spielbetrieb aus

Der Fußballverband Rheinland (FVR) wird aufgrund der aktuellen Entwicklung den Pflichtspielbetrieb ab Donnerstag bis auf Weiteres aussetzen. Diese Entscheidung betrifft sämtliche Amateur-Spielklassen im Herren-, Frauen- und Jugend-Bereich, wie der FVR am Dienstagabend mitteilte. Als Grund nannte der Verband "die zunehmenden Verschärfungen der Hygieneauflagen". Insbesondere die "Einschränkungen bei der Nutzung von Duschen und Umkleiden" machten es "zunehmend schwierig, in Anbetracht der anbrechenden Winterzeit eine verantwortungsvolle Durchführung des Spielbetriebs zu gewährleisten".

27.10.2020 • 20:17 Uhr

Insider: Frankreichs Krankenhäusern droht Überfüllung

Die französische Regierung befürchtet Abgeordneten zufolge ohne strengere Maßnahmen eine Überfüllung der Krankenhäuser. Ministerpräsident Jean Castex habe bei einer Unterrichtung hinter verschlossenen Türen den 11. November als Datum dafür genannt, sagt Andre Chassaigne nach dem Treffen. "Die Situation ist also besonders ernst. Wenn wir die Kurve nicht abflachen können, können unsere Krankenhäuser in 15 Tagen keine Patienten mehr behandeln."

27.10.2020 • 20:12 Uhr

Lettland verhängt weitere Einschränkungen

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen verhängt Lettland weitere Einschränkungen für die Bevölkerung. Die Regierung in Riga setzte die erlaubte Teilnehmerzahl bei privaten Feiern auf zehn Personen herab. Bei öffentlichen Veranstaltungen dürfen sich in dem baltischen EU-Land künftig nicht mehr als 300 Personen zusammenfinden. Beide Regeln gelten vom 30. Oktober an für den Innen- und Außenbereich. 

Die Regierung beschloss zudem, den Lehrbetrieb für die Klassen 7 bis 12 für zwei weitere Wochen bis zum 15. November auf Fernunterricht umgestellt zu lassen. An Hochschulen gilt dies bis zum Jahresende. Auch will Lettland die Kapazität für Corona-Tests erhöhen. Bis Ende der Woche soll sie um 60 Prozent auf bis zu rund 8000 Tests pro Tag steigen, wie Ministerpräsident Krisjanis Karins ankündigte. Bislang lag die größte Zahl an täglich durchgeführten Tests bei etwa 5500. 

27.10.2020 • 20:06 Uhr

Frankreich: Macron verkündet am Mittwochabend neue Maßnahmen

Angesichts der dramatischen Corona-Lage in Frankreich wird Präsident Emmanuel Macron am Mittwochabend neue Maßnahmen verkünden. Wie der Elysée-Palast mitteilte, will sich der Präsident um 20.00 Uhr in einer Fernsehansprache äußern. Die neuen Maßnahmen sollen demnach am Vormittag vom Kabinett beschlossen werden. Im Gespräch sind eine Ausweitung der nächtlichen Ausgangssperre oder ein neuer Lockdown - zumindest in stark betroffenen Regionen.

27.10.2020 • 19:50 Uhr

Algeriens Präsident nach Corona-Isolation im Militärkrankenhaus

Der algerische Präsident Abdelmadjid Tebboune ist nach einer mehrtägigen "freiwilligen Quarantäne" wegen potenzieller Corona-Infektionen in seinem engeren Umfeld in ein Militärkrankenhaus gebracht worden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Aps unter Berufung auf das Präsidialamt mitteilte, wird Tebboune die nächsten Tage aus den Räumen des Krankenhauses in der Hauptstadt arbeiten. Es handele sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme auf Empfehlung der Ärzte. Sein Gesundheitszustand sei weiterhin stabil und bedenkenlos. Ob der 74-Jährige mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet wurde, blieb zunächst offen.

27.10.2020 • 19:45 Uhr

Frankreich meldet 523 neue Todesfälle

Frankreich hat 33.417 neue Positiv-Tests auf das Coronavirus gemeldet. Die Zahl der Todesfälle stieg um 523 - am Montag hatte diese Zahl noch bei 257 gelegen.

27.10.2020 • 19:35 Uhr

Ansprache Macrons angekündigt

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wird sich nach Angaben seines Büros am Mittwochabend in einer Fernsehansprache an die Nation wenden. Zwar wurde kein Thema genannt. In der Vergangenheit wurden jedoch bei derartigen Gelegenheiten neue Beschränkungen bekanntgeben.

27.10.2020 • 19:31 Uhr

Auch Linke sagt Parteitag ab

Nach der CDU hat auch die Linkspartei ihren Parteitag zur Wahl einer neuen Parteispitze abgesagt. Der Parteivorstand beschloss, dass das schon einmal von Juni auf Ende dieses Monats verschobene Treffen erneut nicht stattfinden kann. "Die weiter ansteigenden Corona-Infektionszahlen machen diesen Schritt leider unausweichlich", teilte die Partei mit. Eigentlich sollte bei einem verkürzten Parteitag an diesem Freitag in Erfurt über die Nachfolge der Parteichefs Katja Kipping und Bernd Riexinger entschieden werden.

27.10.2020 • 19:28 Uhr

Bayern: 600 Klinik-Mitarbeiter in Quarantäne

Nach mehreren Dutzend Corona-Fällen im Schongauer Krankenhaus in Bayern müssen alle 600 Mitarbeiter für zwei Wochen in häusliche Quarantäne. Es gebe zudem einen Besuch- und Aufnahmestopp für das Krankenhaus, sagte eine Kliniksprecherin. 38 Kollegen seien positiv getestet, die restlichen seien negativ und könnten zur Arbeit kommen, um die Patienten weiter zu versorgen. Allerdings müssten sie zuhause bis zum 7. November Quarantäne einhalten, auch gegenüber Familienangehörigen und Freunden.

17 Patienten, die ursprünglich wegen anderer Krankheiten im Krankenhaus Schongau behandelt wurden, sind positiv getestet und werden auf der Isolierstation versorgt. Die Ursache ist unklar. Es kommen sowohl Mitarbeiter als auch Besucher in Frage.

27.10.2020 • 19:07 Uhr

Bulgarien verschärft Maßnahmen

Nach einem Rekordanstieg der Neuinfektionen verschärft Bulgarien die Maßnahmen. Ab Donnerstag müssen etwa Nachtclubs schließen, Schulen und Universitäten sollen zwei Wochen lang nur online unterrichten. Bei öffentlichen Sportveranstaltungen sind bis Mitte November keine Zuschauer erlaubt. In Restaurants dürfen höchstens sechs Personen an einem Tisch sitzen. Das Land mit etwa sieben Millionen Einwohnern hatte zuvor 2243 Neuinfektionen bekanntgegeben.

27.10.2020 • 19:02 Uhr

Tschechien: Minister muss nach Verstoß gegen Auflagen gehen

Der tschechische Gesundheitsminister Roman Prymula muss nach einem Verstoß gegen die von ihm selbst erlassenen Corona-Maßnahmen seinen Posten räumen: Präsident Milos Zeman werde Prymula entlassen und am Donnerstag den Arzt Jan Blatny zu seinem Nachfolger ernennen, teilte ein Sprecher des Präsidenten mit. Prymula steht seit vergangener Woche massiv unter Druck: Ein Paparazzo hatte den Minister beim Verlassen eines Restaurants in Prag fotografiert, das wegen der strikten Corona-Regeln eigentlich geschlossen sein sollte.

27.10.2020 • 18:55 Uhr

US-Behörden melden mehr als 63.000 Neuinfektionen

Die US-Seuchenzentren CDC geben 63.589 bekannte Neuinfektionen und 483 weitere Todesfälle bekannt. Damit sind in den USA insgesamt knapp 8,7 Millionen Infektionen und 225.084 Tote verzeichnet.

27.10.2020 • 18:46 Uhr

Bouffier: "Werden einiges beschließen, was weh tut"

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) rechnet bei der Bund-Länder-Runde mit einer Verständigung auf tiefgreifende Maßnahmen. "Wir werden für Deutschland einiges beschließen, was weh tut und nicht schön ist", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen würden bei ihrem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel "harte Entscheidungen" treffen. "Die Lage ist weit dramatischer, als viele glauben."

27.10.2020 • 18:45 Uhr

Kommen neue Kontaktbeschränkungen?

Laschet und Söder sprechen sich für weitere Kontaktbeschränkungen aus, Schleswig-Holstein hat sie bereits verkündet. Kurz vor den Bund-Länder-Beratungen zeichnet sich bei dem Thema eine gemeinsame Linie ab.

27.10.2020 • 18:42 Uhr

EU-Ratspräsident fordert Strategie für Schnelltests

Der EU-Ratspräsident Charles Michel hat eine europäische Strategie für Schnelltests gefordert. "Die zweite Welle von Covid-19 hat uns erreicht", schrieb er in einem Newsletter. "Wir müssen jetzt eine Tragödie verhindern."

Konkret mahnte er eine koordinierte Zulassung von sogenannten Antigen-Schnelltests an. Ihre Produktion müsse auf europäischer Ebene strategisch gesichert werden, denn die bisher hauptsächlich genutzten PCR-Tests benötigten zu viel Aufwand und Laborkapazität. Es dürfe sich nicht erneut eine Situation wie beim "Wettlauf um Masken" und Schutzkleidung zwischen den Mitgliedstaaten wie im Frühjahr wiederholen.

27.10.2020 • 18:21 Uhr

Obama über Trump: "Er hat es vermasselt"

Eine Woche vor der US-Wahl hat Ex-Präsident Barack Obama seinem Nachfolger Donald Trump im Kampf gegen die Pandemie erneut Versagen vorgeworfen. "Er hat es vermasselt", sagte er bei einem Wahlkampfauftritt für die Demokraten im umkämpften US-Bundesstaat Florida. "Wir sind das größte, wohlhabendste, mächtigste Land der Welt und wir können das irgendwie nicht in den Griff bekommen, weil unsere Regierung ihren Job nicht gemacht hat." Effektiveres Handeln der Regierung hätte Tausende Menschenleben retten können, sagte Obama. Präsident Trump habe die Pandemie "ignoriert" und weigere sich, dafür Verantwortung zu übernehmen.

Barack Obama bei einem Wahlkampfauftritt für die US-Demokraten. | AFP

Der frühere US-Präsident Obama wirft seinem Nachfolger Versagen in der Krise vor. Bild: AFP

27.10.2020 • 18:11 Uhr

Virologe Drosten für kurzen Lockdown

Wie lassen sich die stark steigenden Infektionszahlen noch in den Griff bekommen? Der Virologe Christian Drosten spricht sich im Podcast "Coronavirus-Update" für einen zeitlich begrenzten Lockdown aus. Denkbar wären auch mehrere kurze Lockdowns.

27.10.2020 • 18:06 Uhr

Russland beantragt beschleunigte Registrierung von Impfstoff

Russland hat bei der WHO eine beschleunigte Registrierung seines umstrittenen Corona-Impfstoffs beantragt. Eine solche Zulassung würde eine schnellere weltweite Verfügbarkeit von "Sputnik V" ermöglichen, erklärte der russische Staatsfonds RDIF, der den Impfstoff finanziert.

Im August hatte Russland den Impfstoff zugelassen, ohne die letzte Testphase mit Zehntausenden Probanden abzuwarten. Westliche Wissenschaftler übten damals scharfe Kritik an diesem Vorgehen. Sie zweifeln an der Sicherheit der Impfung. Mitte Oktober wurde bereits der zweite Impfstoff "EpiVacCorona" in Russland zugelassen. 

27.10.2020 • 18:00 Uhr

48 Fälle in zwei Pflegeheimen in Norderstedt

In zwei Alten- und Pflegeheimen in Norderstedt (Schleswig-Holstein) sind seit dem Wochenende insgesamt 48 Bewohner und Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Allein in dem einen Heim hätten sich 33 Bewohner und 9 Mitarbeiter infiziert, teilte der Kreis Segeberg mit. In dem anderen seien bisher vier Bewohner und zwei Mitarbeiter positiv getestet worden. Es muss in beiden Einrichtungen mit weiteren Corona-Fällen gerechnet werden.

27.10.2020 • 17:56 Uhr

Belgien nun EU-Land mit der höchsten Infektionsrate

Belgien ist in der EU zum Land mit der höchsten Infektionsrate geworden. Laut Daten des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten wies das Land mit rund elf Millionen Bürgern 1390 neue Covid-19-Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen zwei Wochen auf. An zweiter Stelle befinde sich Tschechien mit 1379 Infektionen auf 100.000 Einwohner. Am Freitag will die belgische Regierung zusammenkommen, um über einen möglichen neuen nationalen Lockdown zu entscheiden.

27.10.2020 • 17:32 Uhr

Höchstwert bei Neuinfektionen in Italien

Das italienische Gesundheitsministerium meldet 21.994 neue Positiv-Tests - ein Höchstwert. Zudem gebe es 221 weitere Todesfälle. Damit wurde in dem Land zum ersten Mal seit Mitte Mai die Marke von 200 Toten pro Tag überschritten.

27.10.2020 • 17:30 Uhr

Laschet: "November wird Monat der Entscheidung"

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet dringt auf schärfere Maßnahmen. "Wir brauchen eine politische Weichenstellung, mit der wir die Entwicklung aufhalten", sagte er. "November wird der Monat der Entscheidung." Soziale Kontakte müssten entschieden reduziert werden. Die Lage sei "sehr, sehr ernst", so Laschet. Die bisher geltenden Maßnahmen reichten nicht aus, den Trend zu stoppen.

27.10.2020 • 17:15 Uhr

Erstmals mehr als 1000 Neuinfektionen in Berlin

In Berlin hat die Gesundheitsverwaltung erstmals mehr als 1000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages verzeichnet. Im Vergleich zum Vortag infizierten sich demnach 1040 weitere Menschen nachweislich mit dem Virus, wie die Senatsverwaltung mitteilte. Damit lag die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 137,2.

27.10.2020 • 17:08 Uhr

Überblick über Maßnahmen in Europa

Wie gehen Deutschlands Nachbarstaaten mit der Pandemie um? Und behaupten sich Sonderwege wie in Schweden? Ein Überblick über die Maßnahmen in Europa.

27.10.2020 • 17:02 Uhr

Kultusminister plädieren weiter für Offenhaltung der Schulen

Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat vor den Bund-Länder-Beratungen dafür geworben, die Schulen offen zu halten. KMK-Präsidentin Stefanie Hubig (SPD) erklärte, die bundesweiten Infektionszahlen an Schulen bewegten sich derzeit im Promillebereich und seien damit auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. "Jetzt ist die Zeit, Prioritäten zu setzen - wir alle müssen uns im Privaten einschränken, müssen auf Feiern, Treffen mit Freunden und vielleicht auch Hobbys verzichten, damit unsere Kinder und Jugendlichen die Bildung erhalten können, die ihnen zusteht", so Hubig.

27.10.2020 • 17:00 Uhr

Verband fürchtet Schließung von knapp 200 Regionalflughäfen

Der Flughafenverband ACI Europe warnt vor der Schließung von fast 200 Regionalflughäfen in Europa in den kommenden Monaten. 193 Airports, vor allem regionale, stünden vor der Zahlungsunfähigkeit, sollten die Passagierzahlen bis Ende des Jahres nicht wieder steigen, erklärte der Verband. Doch auch die großen Flughäfen und Drehkreuze seien finanziell gefährdet. Airports Council International (ACI) Europe hat rund 500 Mitglieder in 46 europäischen Ländern.

27.10.2020 • 16:48 Uhr

Bald ganz Bayern "dunkelrot"

Wegen der weiterhin steigenden Zahl an Neuinfektionen ist bald ganz Bayern "dunkelrot". Nach den neuesten Zahlen des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sind in den vergangenen sieben Tagen im gesamten Freistaat pro 100.000 Einwohner 96 positiv getestet worden. Vor wenigen Tagen hatte die Staatsregierung die 100er-Marke als zusätzliche, dunkelrote Warnstufe festgelegt, zuvor war der rote Wert 50 die höchste Stufe. Den landesweit höchsten Sieben-Tages-Wert hat weiterhin der oberbayerische Landkreis Berchtesgadener Land mit 296 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

27.10.2020 • 16:33 Uhr

FIFA-Chef Infantino positiv getestet

FIFA-Präsident Gianni Infantino ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Chef des Fußball-Weltverbandes weise leichte Symptome auf, teilte die FIFA mit. Infantino habe sich in Selbstisolierung begeben und soll nun mindestens zehn Tage lang in Quarantäne bleiben. Der 50 Jahre alte Schweizer hatte demnach heute die Bestätigung für seine Infektion erhalten.

Gianni Infantino, Präsident des Fußball-Weltverbands FIFA | dpa

FIFA-Präsident Infantino erhielt heute die Bestätigung für seine Corona-Infektion. Bild: dpa

27.10.2020 • 16:01 Uhr

Ramelow: Keine Zustimmung zu möglichem Lockdown

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat vor den neuen Bund-Länder-Beratungen eine Zustimmung zu einem möglichen Lockdown-Beschluss ausgeschlossen. Er habe über sein Vorgehen das Thüringer Kabinett und die Vorsitzenden der Koalitionsfraktionen von Linke, SPD und Grünen informiert, erklärte er. Diese Haltung würde auch von seinen beiden Stellvertretern unterstützt.

Seine Entscheidung begründete er mit grundsätzlichen Überlegungen zur Rolle der Ministerpräsidentenkonferenz. Sie nehme als Selbstorganisation der Regierungschefs bei der Eindämmung der Corona-Pandemie eine wichtige Aufgabe wahr. "Diese Aufgabe darf sie jedoch nicht überstrapazieren", so Ramelow. Sie müsste sich ihrer Funktion und den Grenzen ihrer Kompetenzen bewusst sein.

27.10.2020 • 15:58 Uhr

Naturschützer gegen Kreuzfahrten im Wattenmeer

Naturschützer haben sich gegen Kreuzfahrten im Wattenmeer ausgesprochen. Wegen der Einschränkungen durch die Pandemie suchten große Reedereien nach neuen Zielen in der näheren europäischen Umgebung, sagte Katharina Weinberg, Naturschutzreferentin der Schutzstation Wattenmeer. "Offenbar rückt jetzt auch der Nationalpark Wattenmeer mit seinen Inseln und Halligen zunehmend in den Fokus." Erste Touren habe es bereits gegeben, weitere würden beworben.

"Kreuzfahrttourismus ist kein nachhaltiges Geschäftsmodell", sagte Dennis Schaper, Stationsleiter der Schutzstation Wattenmeer auf Sylt. Die Schiffe führen überwiegend noch mit Schweröl und hätten selbst mit Katalysatoren oder Alternativtreibstoffen eine schlechte CO2-Bilanz. "Dazu kommen die Auswirkungen auf Inseln und Halligen, die jetzt schon von touristischen Aktivitäten überlastet sind. Da bedarf es keiner zusätzlichen Tagesgäste."

27.10.2020 • 15:56 Uhr

Kritik an Abschiebungen während Corona-Pandemie

Der Bayerische Flüchtlingsrat und die Organisation Pro Asyl kritisieren mögliche Abschiebungen inmitten der Corona-Pandemie. "In diesen Zeiten noch schnell eine Abschiebung durchzuziehen, bevor der nächste Lockdown kommt, zeugt von einer ausgeprägten Kaltschnäuzigkeit", betonte der Geschäftsführer von Pro Asyl, Günter Burkhardt. Abschiebungen während der Corona-Pandemie seien unverantwortlich. Nach Informationen der Flüchtlingshelfer waren für Dienstagabend von München aus Abschiebungen nach Somalia und Äthiopien geplant. Doch gebe es etwa für die 15 Millionen Menschen in Somalia nur 15 Intensivbetten, hieß es in der Mitteilung.

27.10.2020 • 15:49 Uhr

Streaming-Anbieter profitieren von Beschränkungen

Der Streaming-Markt hat nach Angaben von Medienmanagern im ersten Halbjahr in Deutschland einen enormen Aufschwung erlebt. Katja Hofem, Geschäftsführerin des Anbieters Joyn, sagte bei den Medientagen München, die Nutzungskurven seien nach oben geschnellt, als in Deutschland die Kontaktbeschränkungen verhängt wurden. Kai Finke, der bei Netflix für den Ankauf von Produktionen in Deutschland zuständig ist, sagte, der Streaming-Anbieter habe im ersten Halbjahr eine Entwicklung vorweggenommen, die eigentlich für das ganze Jahr geplant gewesen war.

27.10.2020 • 15:49 Uhr

Corona-Ausbruch in Flüchtlingsunterkunft in Hamburg

In einer Flüchtlingsunterkunft in Hamburg-Rahlstedt sind bei einem Corona-Ausbruch bislang 70 Bewohner positiv getestet worden. Insgesamt seien 277 Bewohner des Ankunftszentrums untersucht worden, teilte die Innenbehörde mit. Die Tests waren den Angaben zufolge veranlasst worden, nachdem mehrere Personen erkrankt waren. Da die Geflüchteten alle bei ihrer Ankunft getestet worden seien, sei davon auszugehen, dass sie sich während ihrer Zeit in Hamburg angesteckt haben müssen, hieß es weiter.

27.10.2020 • 15:42 Uhr

Arbeitgeber-Präsident warnt vor vermeidbarem Schaden

Arbeitgeber-Präsident Ingo Kramer mahnt, bei weiteren Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie "vermeidbaren Schaden an unserer Volkswirtschaft" zu verhindern. "Wir dürfen nicht aufhören zu laufen, weil wir Angst davor haben zu fallen", sagt der Präsident der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA). Konkret müsse "Geselligkeit, die zu körperlicher Nähe führt, in der Öffentlichkeit auf ein Minimum" reduziert werden. Er plädiert zudem für eine "weitgehende Maskenpflicht" bundesweit, die volkswirtschaftlich nicht schade.

27.10.2020 • 15:32 Uhr

Söder fordert einheitlichere und striktere Maßnahmen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hält bundesweit einheitlichere und striktere Maßnahmen für notwendig. Wenn es in ganz Deutschland immer mehr rote und dunkelrote Gebiete gebe, brauche es mehr einheitliche Maßnahmen, nach einheitlichen Standards und auch unabhängig von regionalen Entwicklungen, sagte der CSU-Chef nach einer Kabinettssitzung in München. Mit Blick auf die Bund-Länder-Beratungen an diesem Mittwoch fügte er außerdem hinzu: "Die Frage ist, ob das Level gesamtdeutsch nicht so hoch ist, dass wir stärkere Maßnahmen treffen müssen."

27.10.2020 • 15:10 Uhr

Auch Beherbergungsverbot in Sachsen-Anhalt gestoppt

Das Oberverwaltungsgericht in Magdeburg hat das Beherbergungsverbot in Sachsen-Anhalt für Gäste aus Corona-Risikogebieten gestoppt. Der 3. Senat setzte die Regelung des Landes vorläufig außer Vollzug, wie das Gericht mitteilte. Damit war der Eilantrag eines Vermieters von Ferienwohnungen erfolgreich.

Aus Sicht der Richter ist das Beherbergungsverbot rechtswidrig. Es verletze das Grundrecht auf freie Berufsausübung des Vermieters. Zudem greife es in die allgemeine Handlungsfreiheit der Reisenden ein, hieß es zur Begründung. Nach erster Einschätzung entspreche der Eingriff nicht dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit.

27.10.2020 • 15:05 Uhr

Höchstwert an Neuinfektionen in Schweden

In Schweden melden die Gesundheitsbehörden 1870 neue Corona-Fälle. Das ist die höchste Zahl seit Ausbruch der Pandemie. Der bisherige Spitzenwert lag bei 1698 neuen Positiv-Tests binnen 24 Stunden und datiert von Ende Juni.

Nach Auskunft der Behörden dürften die Höchstwerte im Frühling allerdings viel höher gewesen sein, weil sie mangels ausreichender Tests nicht erfasst wurden. Schweden fährt einen international stark beachteten Sonderweg in der Corona-Krise mit deutlich geringeren Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Die Totenzahl im Verhältnis zur Bevölkerungsstärke ist viel höher als in den skandinavischen Nachbarländern, aber niedriger als in großen europäischen Ländern wie Spanien und Großbritannien.

27.10.2020 • 14:55 Uhr

Bericht: Neue Obergrenzen für Veranstaltungen in Berlin geplant

In Berlin sollen einem Bericht zufolge bald niedrigere Obergrenzen für Veranstaltungen gelten. Drinnen dürfen dann nur noch maximal 300 Menschen zu Tagungen, Messen oder Sportveranstaltungen zusammenkommen statt bisher 1000, draußen nur noch 500 statt bisher 5000 Menschen. Darauf verständigte sich der Senat nach Informationen der dpa.

27.10.2020 • 14:42 Uhr

EU zahlt erste Milliarden für Kurzarbeitergeld aus

Die EU-Kommission hat die ersten 17 Milliarden Euro an Hilfsgeldern zur Finanzierung von Kurzarbeitergeld während der Corona-Krise ausgezahlt. Wie die Behörde mitteilte, erhielt Italien zehn Milliarden Euro an Krediten, Spanien sechs Milliarden und Polen eine Milliarde. Auszahlungen an weitere Länder sollen in den kommenden Monaten erfolgen. Das Sure getaufte Programm war im Frühjahr vereinbart worden und hat ein Volumen von bis zu 100 Milliarden Euro.

27.10.2020 • 14:38 Uhr

Auch in Sachsen-Anhalt künftig Strafen für Maskenverweigerer

Wer seine Maske nicht wie vorgeschrieben trägt, muss künftig auch in Sachsen-Anhalt zahlen. Es könnten Verwarn- und Bußgelder bei Verstößen gegen die Pflicht zum Masketragen verhängt werden, teilte die Staatskanzlei nach der Kabinettssitzung mit. Fällig werden können 50 bis 75 Euro, je nach Lage vor Ort mit der Zahl der Infektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Das Kabinett hatte zuvor Änderungen der aktuellen Eindämmungsverordnung beschlossen. Demnach dürfen Clubs und Diskotheken nicht wie ursprünglich geplant am 1. November öffnen, das wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Auch die Teilnehmer-Obergrenze für Veranstaltungen wird nicht erhöht.

27.10.2020 • 14:35 Uhr

Tschechiens Regierung will Ausnahmezustand verlängern

Die Regierung in Prag wird das Parlament um eine Verlängerung des Ausnahmezustands bitten. Wie Ministerpräsident Andrej Babis mitteilte, will seine Regierung die vom Parlament genehmigten Sonderrechte um einen Monat bis zum 3. Dezember verlängert haben. Der Ausnahmezustand ermöglicht es der Regierung, die Bürgerrechte einzuschränken und Krisenmaßnahmen ohne Zustimmung des Parlaments zu treffen.

Ab Mittwoch soll unter anderem eine Ausgangssperre gelten. Zwischen 21 Uhr und 4.59 Uhr dürfen die Menschen ihre Häuser nicht verlassen. Damit will die Regierung nach eigenen Angaben private Feiern und Treffen verhindern.

27.10.2020 • 14:25 Uhr

Köln: Am 11.11. Alkoholverbot im öffentlichen Raum

Am 11.11. soll es in Köln ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum geben. Die Corona-Pandemie mache das unumgänglich, sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker. "Deswegen werden wir neben den bereits bestehenden Kontaktbeschränkungen und Sperrzeiten zusätzlich am 11.11. ganztägig und auf dem gesamten Stadtgebiet ein Alkoholkonsumverbot und ein Alkoholverkaufsverbot außerhalb von Gaststätten erlassen."

Der traditionelle Karnevalsauftakt müsse in diesem Jahr aufgrund der Pandemie leider ausfallen. Die Oberbürgermeisterin appellierte an die Kölner, zu Hause zu bleiben. "Diesmal wird nicht gefeiert, diesmal wird nicht gesungen, diesmal wird nicht geschunkelt, diesmal wird nicht getanzt", sagte Reker. Der 11. November 2020 sei "nur ein Tag im Kalender wie jeder andere auch". Das Alkoholverbot beziehe sich auf Straßen, nicht auf Privatwohnungen, stellte ein Sprecher der Stadt auf Nachfrage klar.

27.10.2020 • 14:21 Uhr

Debatte über "Lockdown light"

Bei den morgigen Gesprächen mit den Ländern will Bundeskanzlerin Angela Merkel Medienberichten zufolge über einen "Lockdown light" diskutieren. Auch immer mehr Politiker fordern verschärfte Maßnahmen. Gastgewerbe und Tourismusbranche warnen hingegen vor schweren Folgen.

27.10.2020 • 14:17 Uhr

Lüttich: Ärzte arbeiten trotz Corona-Infektion

Dutzende Ärzte und Pfleger in den völlig überlasteten Kliniken der belgischen Provinz Lüttich sind nach Angaben von Gewerkschaftern trotz Infektion mit dem Coronavirus im Dienst. "Wir müssen wählen zwischen einer schlechten und einer sehr schlechten Lösung", sagte Philippe Devos vom belgischen Verband der medizinischen Gewerkschaften. Die sehr schlechte Lösung sei, Patienten gar nicht zu behandeln.

In Belgien sind die Krankenhäuser insbesondere in der Provinz Lüttich, aber auch in anderen Regionen überlastet.

27.10.2020 • 14:12 Uhr

Berliner Senat will Sperrstunde verlängern

Die umstrittene Sperrstunde zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Berlin soll um zunächst zwei Wochen bis zum 14. November verlängert werden. Das kündige Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) am Rande einer Senatssitzung an. Der rot-rot-grüne Senat sei fest davon überzeugt, dass die nächtliche Sperrstunde nebst Alkoholverbot ein richtiges Instrument in der Corona-Krise sei. Es sei solange notwendig, solange die Infektionszahlen sehr hoch seien.

Die Sperrstunde gilt in Berlin seit gut zwei Wochen in der Zeit von 23 Uhr bis 6 Uhr. Die Landesregierung will laut der Agentur Reuters allerdings die Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch abwarten, bevor sie weitere Maßnahmen beschließt.

27.10.2020 • 13:56 Uhr

Appell der Wissenschaft: Kontakte auf ein Viertel reduzieren

In einem gemeinsamen Appell an Regierung und Bevölkerung rufen Wissenschaftsorganisationen zu weiteren deutlichen Kontaktbeschränkungen auf. Kontakte ohne Vorsichtsmaßnahmen, also vorrangig im privaten Umfeld, sollten schnellstmöglich auf ein Viertel reduziert werden, so die Forderung der sechs führenden deutschen Wissenschaftsorganisationen. Die Fallzahlen müssten reduziert werden, bevor die Bettenauslastung in den Kliniken kritisch werde. Je früher diese weitere Kontaktbeschränkung geschehe, desto kürzer dauere die Einschränkung an und desto weniger psychische, soziale und wirtschaftliche Schäden entstünden daraus. Ziel sei es, die Fallzahlen so weit zu senken, dass die Gesundheitsämter die Kontaktnachverfolgung wieder vollständig durchführen könnten.

Sobald eine Nachverfolgung wieder erfolgreich gelinge, könnten die Beschränkungen vorsichtig gelockert werden, ohne dass unmittelbar eine erneute Pandemiewelle drohe, so die Einschätzung der Wissenschaftler. Der Appell wurde unterzeichnet von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina.

27.10.2020 • 13:50 Uhr

Paketgeschäft in Deutschland boomt

In der Corona-Pandemie sind in Deutschland deutlich mehr Pakete im Umlauf. Das geht aus einer Marktanalyse für den Bundesverband Paket und Expresslogistik hervor. Die Paketsendungen nahmen im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum demnach um 8,9 Prozent zu. Für die Weihnachtszeit rechnet der Verband noch einmal mit einem Verdopplung der Zuwächse bei den Paketsendungen für private Haushalte. Die Zustellung an die Endkunden dürfte dabei in der Weihnachtszeit um bis zu 60 Millionen Sendungen auf knapp 420 Millionen anwachsen.

27.10.2020 • 13:43 Uhr

Union präsentiert Gegenentwurf zu Heils Homeoffice-Vorstoß

Aus der Unions-Bundestagsfraktion gibt es einen Vorstoß, mobiles Arbeiten zu erleichtern und steuerlich zu begünstigen. Ein Eckpunktepapier wird als Gegenentwurf zu Plänen von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) verstanden. In dem Papier des Arbeitskreises "Zukunft der Arbeit" werden Änderungen bei Arbeitszeit-Regelungen vorgeschlagen. Mobiles Arbeiten zahle sich für Arbeitnehmer nur dann besonders aus, wenn sie ihre Arbeitszeiten ganz oder teilweise selbst bestimmen und flexibel handhaben könnten, heißt es. Das sei insbesondere für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine enorme Verbesserung.

Die gesetzlichen wöchentlichen Höchstarbeitszeiten sollten aber unverändert bleiben. Weiter geht es um steuerliche Entlastungen. So soll der Arbeitgeber den mobil Arbeitenden Kosten steuerfrei ersetzen dürfen, selbst wenn einzelne Elemente wie ein Breitbandanschluss auch privat mitgenutzt werden. Außerdem sollen sogenannte Co-Working-Spaces gefördert und Lücken beim Unfallversicherungsschutz geschlossen werden, wenn Arbeitnehmer von zu Hause aus arbeiten. Arbeitsminister Heil will ein gesetzlich verankertes Recht auf Homeoffice, das lehnt die Union aber ab.

27.10.2020 • 13:34 Uhr

Jobsicherung in der EU: Erste Milliardenhilfen aus Brüssel fließen

Zur Sicherung von Arbeitsplätzen in der Corona-Krise haben Italien, Spanien und Polen die ersten 17 Milliarden Euro aus dem neuen EU-Programm Sure bekommen. Dies teilte die EU-Kommission mit. Es handelt sich um preiswerte Kredite, mit denen Kurzarbeiterprogramme und Hilfen für Selbstständige finanziert werden können. Konkret flossen an Italien zunächst 10 Milliarden Euro, die erste Tranche einer zugesagten Summe von 27,4 Milliarden. Spanien erhielt zunächst 6 von 21,3 Milliarden und Polen eine Milliarde von 11,2 Milliarden. Insgesamt ist im Rahmen von Sure bisher die Auszahlung von 87,9 Milliarden Euro an 17 Länder vereinbart. Der Deckel liegt bei 100 Milliarden Euro. Das Programm gehört zu einem Paket mit Hilfen von 540 Milliarden Euro, auf das sich die EU-Staaten kurz nach Beginn der Pandemie im Frühjahr geeinigt hatten.

27.10.2020 • 13:28 Uhr

Neuer Höchststand bei Corona-Toten im Iran

Der Iran hat so viele Corona-Tote gemeldet wie noch nie zuvor innerhalb eines Tages. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums starben binnen 24 Stunden 346 Covid-19-Patienten. Im gleichen Zeitraum wurden fast 7000 Neuinfektionen registriert, sagte eine Ministeriumssprecherin im Staatsfernsehen. Damit liegt die Gesamtzahl der Corona-Toten seit dem Ausbruch der Pandemie Ende Februar im Iran bei 33.299, die der Infizierten bei 581.824. Nach Einschätzung von Gesundheitsexperten dürften die Fallzahlen jedoch mehr als doppelt so hoch sein wie angegeben, weil es im Iran noch zu wenige Testmöglichkeiten gebe.

27.10.2020 • 13:22 Uhr

Söder: Öffnung von Schulen und Kitas hat Vorrang

Bayern räumt bei den Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie der Offenhaltung von Schulen und Kindergärten Vorrang ein. Schulen und Kitas würden, sofern überhaupt nötig, als letzte Einrichtungen geschlossen und als erste geöffnet, sagt Ministerpräsident Markus Söder nach einer Kabinettssitzung in München.

Bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch mit Kanlzlerin Angela Merkel erwartet Söder eine schwierige Sitzung. "Klar ist, es wird nicht einfach. Und klar ist, es wird auch nicht schön." Man müsse sich bewähren. Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie müssten konsequent sein: "Lieber gleich und richtig als spät und halbherzig."

27.10.2020 • 13:13 Uhr

Brinkhaus fordert stärkere Einschränkungen

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat die Ministerpräsidenten der Länder aufgefordert, sich am Mittwoch auf harte Anti-Corona-Maßnahmen zu einigen. "Wir haben die klare Erwartungshaltung, dass wir Kontakt- und Bewegungsbeschränkungen bekommen", sagte der CDU-Politiker. Nötig seien klare Regeln und eine Priorisierung. Am wichtigsten sei der Gesundheitsschutz, dann folgten gleichwertig Wirtschaft und die Offenhaltung der Schulen. "Und danach erstmal lange nichts."

27.10.2020 • 13:05 Uhr

Papst sagt Weihnachtsfeierlichkeiten ab

Wegen der Corona-Pandemie feiert Papst Franziskus die traditionelle Christmette in privater Form. Das geht aus einer Verbalnote hervor, die vom vatikanischen Staatssekretariat an die Botschafter beim Heiligen Stuhl versendet wurde. Inwieweit überhaupt Gläubige an dem Gottesdienst zu Heiligabend teilnehmen können, war vom Büro für die päpstlichen Zeremonien und beim vatikanischen Presseamt zunächst nicht zu erfahren. Üblicherweise hält der Papst am Weihnachtstag eine Ansprache von der Mittelloggia des Petersdoms und spendet den Segen "für die Stadt und den Erdkreis".

27.10.2020 • 13:01 Uhr

Strenge Kontaktbeschränkungen in Schleswig-Holstein

Angesichts der rasant steigenden Corona-Zahlen will Schleswig-Holstein harte Kontaktbeschränkungen ergreifen. Die Zahl 10 werde die Obergrenze für alle Bereiche in den nächsten drei Wochen sein, sagte Ministerpräsident Daniel Günther.

27.10.2020 • 12:31 Uhr

Handballer befürchten Existenzkrise

Der Handball-Bundesliga droht im Falle sich weiter verschärfenden Corona-Maßnahmen eine schwere Existenzkrise. Sollte die Politik wegen der sprunghaft angestiegenen Fallzahlen die derzeit zulässige Zuschauerkapazität von maximal 20 Prozent verringern oder gar ein vorläufiges Verbot von Sportevents aussprechen, befürchtet HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann gravierende Auswirkungen für die Handballer. "Die Lage ist angespannt. Wenn wir weiter zurückgeworfen werden, sind wir ratlos. Es geht um sehr viel für uns", sagte Bohmann der Nachrichtenagentur dpa. Der Sport habe mit seinen Hygienekonzepten "ein Muster geliefert, wie man das Leben mit dem Virus fortsetzen kann". Allerdings hätten die Bundesligavereine schon jetzt mit den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie zu kämpfen. "Ein, zwei Geisterspiele sind zu verkraften, danach geht es an die Substanz. Auf Dauer ist das ein Modell, das nicht aufgeht", betonte Bohmann. Selbst eine 20-prozentige Auslastung der Hallen sei ein Zuschussgeschäft. "Natürlich hoffen wir auf mehr, aber die Gesundheit geht vor", sagte Bohmann.

Zuschauer sitzen bei einem Handballspiel zwischen Pappfiguren, auf denen Gesichter von Fans zu sehen sind. | dpa

Die Handball-Bundesligavereine beraten am Mittwochvormittag über ihre Lage. Bild: dpa

27.10.2020 • 12:25 Uhr

Lauterbach für "Wellenbrecher-Shutdown"

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach wirbt für eine befristete Schließung zahlreicher Einrichtungen für zwei Wochen, um den starken Anstieg der Corona-Infektionen zu stoppen. "Wenn wir den Sonderweg Deutschlands retten wollen, auch besser durch die zweite Welle zu kommen, dann muss ein Wellenbrecher-Shutdown jetzt kommen", sagte Lauterbach der Nachrichtenagentur dpa.

Konkret gehe es um ein Konzept, "bei dem man über zwei Wochen hinweg mit Ankündigung - in der Regel mit einer Woche Vorlauf - bundesweit Einrichtungen schließt: Restaurants, Bars, Kneipen, alle Kulturstätten, Fitnessstudios, Vereine. Offen bleiben aber Schulen, Kitas und essenzielle Geschäfte." Private Treffen müssten auf ein absolutes Minimum reduziert werden. In Betrieben sollte so viel Homeoffice gemacht werden wie möglich.

"Wenn dieses Konzept sehr früh ergriffen wird, kann es uns für eine längere Zeit aus dem exponentiellen Wachstum der Infektionszahlen herausbringen, wenn dieses noch nicht zu lange gelaufen ist", sagte Lauterbach. "In dieser Situation sind wir jetzt. Wenn wir es jetzt nicht beschließen, ist aus meiner Sicht ein kompletter Lockdown auch mit Schulen, der viel länger dauern könnte, in einigen Wochen unabwendbar."

27.10.2020 • 12:22 Uhr

Garmisch: Keine belegten Infektionen durch angebliche Superspreaderin

Einer 26 Jahre alten Frau, die im Verdacht stand, in Bayern vielleicht Dutzende Menschen mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, können keine Infektionen nachgewiesen werden. Das Landratsamt in Garmisch-Partenkirchen hat nach Angaben eines Sprechers jedenfalls keine Kontaktpersonen ermitteln können, die durch die positiv getestete Frau infiziert worden sind.

27.10.2020 • 12:20 Uhr

Merkel gegen Ausschluss Schutzbedürftiger

Angesichts der zugespitzten Corona-Lage in Deutschland hat Bundeskanzlerin Angela Merkel auf die Beachtung des Wissenstands als Maßstab für Einschränkungen gepocht. "Wir wissen heute etwas mehr über das Virus", sagte Merkel. "Wir wissen, wie wir uns schützen können. Wir können zielgerichteter vorgehen. Aber wir sehen auch bei den steigenden Zahlen, dass wenn wir das, was wir wissen über das Virus, nicht einhalten, dass wir dann wieder in Situationen kommen, die ausgesprochen schwierig sind."

Merkel wandte sich gegen den Ausschluss Kranker, Pflegebedürftiger und von Menschen mit Behinderungen vom gesellschaftlichen Leben im Zuge des Infektionsschutzes. Kontaktbeschränkungen auch für die Menschen in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Hospizen seien sehr belastend. Für sie und das ganze Bundeskabinett seien solche Einschränkungen nur schwer erträglich, sie dürften auch nur befristet sein.

27.10.2020 • 12:17 Uhr

Tourismusbeauftragter warnt vor Stigmatisierung der Reisebranche

In der Debatte über eine weitere Verschärfung der Corona-Auflagen hat der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, vor einer Stigmatisierung der Tourismusbranche gewarnt. "Wir sollten daran arbeiten, einen kompletten Lockdown der Reisebranche zu vermeiden", sagte Bareiß dem "Tagesspiegel".

"Wir haben die letzten Monate viel dazu gelernt und wissen, mit pauschalen Maßnahmen kommen wir nicht weiter", sagte Bareiß. Nötig seien "glaubwürdige, vertrauensbildende und nachvollziehbare Maßnahmen", um Akzeptanz zu schaffen. Um der angeschlagenen Tourismusbranche zu helfen, hält der Tourismusbeauftragte nicht nur eine Verlängerung des laufenden 50-Milliarden-Euro-Hilfsprogramms des Bundes, sondern auch zusätzliche Spezialprogramme für nötig. Diese sollten Gastronomen, Hoteliers, Veranstaltern oder Schaustellern helfen, ihre Kosten abzudecken.

Zudem sollten Verbraucher künftig besser vor einer Insolvenz ihres Reiseveranstalters geschützt werden, kündigte der Tourismusbeauftragte an. Allerdings dürfe der Verbraucherschutz Pauschalreisen nicht unverhältnismäßig verteuern, zudem müsse die Reform die unterschiedlichen Größen und Formen der Veranstalter berücksichtigen. "Da gibt es derzeit noch Diskussionsbedarf", sagte Bareiß dem "Tagesspiegel".

27.10.2020 • 12:12 Uhr

Belgien droht erneuter Lockdown

In Belgien drohen angesichts rasant steigender Ansteckungszahlen erneut drastische Einschränkungen. Im stark betroffenen französischsprachigen Landesteil und in der Hauptstadt Brüssel gilt bereits ein "teilweiser Lockdown", Flandern könnte nach einer Krisensitzung am Abend nachziehen.

Auf nationaler Ebene war bislang versucht worden, allgemeine Lockdown-Maßnahmen zu vermeiden - nun kommen sie offenbar doch. Landesweit wurden in Belgien in den vergangenen sieben Tagen im Durchschnitt jeweils mehr als 13.000 neue Fälle festgestellt - mehr als im um ein vielfaches größeren Deutschland. In Europa verzeichnet relativ zur Einwohnerzahl derzeit nur Tschechien mehr Ansteckungen.

Die Lage ist besonders schlimm in den fünf Provinzen der französischsprachigen Wallonie sowie in der Hauptstadtregion. Besonders in der wallonischen Großstadt Lüttich nahe der deutschen Grenze bei Aachen haben die meisten Krankenhäuser ihre Kapazitätsgrenzen erreicht. Patienten mussten auf umliegende Provinzen und teilweise nach Deutschland verlegt werden.

27.10.2020 • 12:05 Uhr

Steinmeier würdigt Engagement der Bundeswehr

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat das Engagement der Bundeswehr in der Corona-Krise gewürdigt. "Sie ist da, wo sie gebraucht wird", sagte Steinmeier in einem Interview mit der "Redaktion der Bundeswehr". Als Beispiele nannte er die Unterstützung beim Testen und beim Nachverfolgen von Infektionsketten.

"Auch mit ihrer Führungsfähigkeit steht sie den Behörden mit Rat und Tat zur Seite", betonte Steinmeier. Was die Soldatinnen und Soldaten in der Heimat und im Einsatz leisteten, "findet längst nicht immer die verdiente Aufmerksamkeit der Bevölkerung", so der Bundespräsident. Aber gerade in einer Krisensituation wie der Corona-Pandemie spüre die große Mehrheit: "Auf die Bundeswehr ist Verlass." 

27.10.2020 • 11:17 Uhr

Höchststand bei Neuinfektionen in Polen

In Polen hat die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus erstmals die Marke von 16.000 überschritten. Innerhalb von 24 Stunden kamen 16.300 neue Fälle hinzu, die meisten davon in der Region um die Hauptstadt Warschau (3529). Das teilte das polnische Gesundheitsministerium mit. Im gleichen Zeitraum starben 132 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Der bisherige Rekordwert war mit 13.632 Fällen am vergangenen Freitag erreicht worden.

27.10.2020 • 11:11 Uhr

Scholz fordert zusätzliche Schritte gegen Corona-Welle

Vizekanzler Olaf Scholz hat schnelle zusätzliche Maßnahmen gegen die rapide steigende Zahl der Corona-Infektionen gefordert. Der dramatische Anstieg in den vergangenen Tagen sei "sehr besorgniserregend", sagte Scholz der Nachrichtenagentur dpa. "Jetzt sind schnelle und entschlossene Schritte nötig, um diese neue Infektionswelle zu brechen." Die zusätzlichen Maßnahmen sollten zielgerichtet und zeitlich befristet sein. "Und sie sollten deutschlandweit möglichst einheitlich getroffen werden und allgemein verständlich sein", sagte der Finanzminister. In diesen Wochen entscheide sich, ob Deutschland weiter vergleichsweise gut durch die Pandemie komme. "Wir haben es selbst in der Hand", betonte Scholz.

27.10.2020 • 11:04 Uhr

Merkel: Eingriffe in Grundrechte müssen gut begründet sein

Die Eingriffe in Grundrechte in der Corona-Krise müssen nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel gut begründet und dürfen nur vorübergehend sein. Das betonte sie bei der Eröffnung eines Pflegekongresses. Es dürften keine gesellschaftlichen Gruppen vom öffentlichen Leben ausgeschlossen werden, sagte sie mit Blick auf Kranke und Schwache. Schnelltests seien wichtig, um mehr Sicherheit vor Ansteckung im Pflegebereich zu bekommen.

27.10.2020 • 10:55 Uhr

EU-Kommissions-Vize Schinas positiv getestet

Margaritis Schinas, der Vizepräsident der Europäischen Kommission und für die Förderung der europäischen Lebensweise zuständig, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er befindet sich in Quarantäne. Das teilte der griechische Politiker via Twitter mit.

27.10.2020 • 10:36 Uhr

Arbeitsmarktbarometer im Oktober stabil

Die Lage am Arbeitsmarkt ist im Oktober weitgehend stabil geblieben. Das vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) berechnete Barometer stieg von September bis Oktober um 0,1 Punkte auf 100,2 Punkte. Die in der Corona-Krise "kurzfristig stark erhöhte Arbeitslosigkeit könnte langsam wieder abgebaut werden", erläuterte Enzo Weber vom IAB. Bei der Beschäftigungsentwicklung seien die Arbeitsagenturen auch wegen der steigenden Infektionszahlen aber "skeptisch".  Das Arbeitsmarktbarometer war im September erstmals seit dem Lockdown im März wieder über 100 Punkte geklettert. Die Skala reicht von 90 Punkten (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung).

27.10.2020 • 10:28 Uhr

Frankreich vor neuem Lockdown?

Angesichts immer neuer Höchststände bei den Corona-Neuinfektionen steht Frankreich offenbar vor einem neuen Lockdown: Innenminister Gérald Darmanin sagte vor einer Krisensitzung des Kabinetts, "harte Entscheidungen" seien unausweichlich. Im Gespräch sind eine deutliche Ausweitung der nächtlichen Ausgangssperre oder ein zeitlich befristeter Lockdown. Seit dem 17. Oktober gilt bereits eine Ausgangssperre zwischen 21 Uhr und sechs Uhr morgens, die inzwischen auf 46 Millionen Bürger ausgeweitet wurde. Sie betrifft damit mehr als zwei Drittel der Bevölkerung. Der Vorsitzende des Corona-Beirats der Regierung, Jean-François Delfraissy, nannte zwei mögliche Szenarien: Eine "massive" Ausweitung der abendlichen Ausgangssperre oder einen direkten Lockdown. Anders als im Frühjahr könnte es nach seinen Angaben Schulen und bestimmten Wirtschaftszweigen erlaubt bleiben, unter strengen Auflagen zu öffnen. Präsident Emmanuel Macron will mit dem Kabinett bis Mittwoch über die verschärften Maßnahmen beraten.

27.10.2020 • 10:21 Uhr

Mehr als 10.000 Neuinfektionen in Tschechien

Tschechien verzeichnet 10.273 Neuinfektionen. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 164 auf 2.365. Die Gesamtzahl der Todesopfer hat sich seit dem 13. Oktober etwa verdoppelt. Insgesamt wurden in der Tschechien 268.370 Corona-Fälle registriert, wobei sich die Gesamtzahl in den vergangenen zwei Wochen mehr als verdoppelt hat.

27.10.2020 • 10:14 Uhr

Weniger Verkehrsunfälle in Corona-Pandemie

Die Zahl der Verkehrsunfälle in Deutschland ist in der Corona-Pandemie deutlich zurückgegangen. Zwischen März und Juni sank die Zahl der Unfälle um 26 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Noch nie seit der Wiedervereinigung wurden demnach von März bis Juni weniger Menschen durch Unfälle getötet. Insgesamt verzeichnete die Polizei für diese vier Monate 670.000 Verkehrsunfälle. 880 Menschen starben. Am stärksten war der Rückgang bei Unfällen mit Personenschäden auf Autobahnen - ihre Zahl sank um 39 Prozent. Weniger deutlich war der Rückgang auf Landstraßen mit 16 Prozent und innerorts mit 21,5 Prozent.

27.10.2020 • 09:48 Uhr

Pflegebeauftragter rät zu "Weihnachten im Schichtsystem"

Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, schlägt Familien für Weihnachten ein "Schichtsystem" vor. Wegen der Corona-Pandemie sollten Kontakte auch zu Angehörigen reduziert werden, sagte Westerfellhaus der "Bild"-Zeitung. Er rate dazu, lieber mit weniger Menschen und dafür doppelt zu feiern. Das Weihnachtsfest müsse möglichst entzerrt werden, so Westerfellhaus. "Man kann auch mal am 28. Dezember oder sogar noch später Bescherung machen." So könnten unterschiedliche Haushalte an unterschiedlichen Tagen miteinander feiern. Ob Besuche in Pflegeheimen dann überall möglich sind, konnte Westerfellhaus noch nicht sagen. Es könnten nicht alle Angehörigen an Heiligabend kommen, besser wären gestaffelte Besuche. Westerfellhaus kündigte an, dass in den kommenden Wochen bis zu 20 Corona-Schnelltests pro Monat und Besucher zu Verfügung gestellt werden sollen.

27.10.2020 • 09:38 Uhr

Altmaier erwartet Ende der Woche 20.000 Neuinfektionen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier rechnet Ende der Woche mit 20.000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland. Altmaier sagte bei einem Deutsch-Französischen Wirtschaftstag: "Wir haben es zu tun mit einem exponentiellen Wachstum." In Deutschland steige die Zahl der Neuinfektionen jeden Tag um rund 70, 75 Prozent im Vergleich zur Woche davor. "Und das bedeutet: Wir werden wahrscheinlich schon Ende dieser Woche 20.000 Neuinfektionen am Tag haben", sagte Altmaier. Dies sei eine Zahl, die man sich vor drei Wochen noch gar nicht habe vorstellen können.

27.10.2020 • 09:23 Uhr

Hongkong lockert Corona-Einschränkungen

In Hongkong werden die im Juli eingeführten Restriktionen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gelockert. Nachdem in der Finanzmetropole kaum noch neue Infektionen gemeldet wurden, werden die Strände wieder zugänglich. Außerdem dürfen sich ab Freitag wieder mehr Menschen in Bars und Restaurants aufhalten.

27.10.2020 • 09:18 Uhr

Fast 17.000 Neuinfektionen in Russland

Die Zahl der Corona-Infektionen ist laut russischen Behörden binnen 24 Stunden um 16.550 gestiegen. Damit haben sich insgesamt 1.547.774 Menschen in Russland mit dem Virus angesteckt. Die Zahl der Todesfälle stieg um 320 auf insgesamt 26.589.

27.10.2020 • 09:12 Uhr

RKI: Nur noch ein Kreis in NRW unter 50er-Wert

In NRW liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) nur noch ein Kreis unter der Warnschwelle von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Der Kreis Soest verzeichnete demnach am Dienstagmorgen den Wert von 40,8. Die Kreise Paderborn (50,7) und Euskirchen (71,3) rissen im Gegensatz zum Montag nun die 50er-Schwelle. Landesweit lag die sogenannte Inzidenz am Dienstagmorgen (Stand: 0.00 Uhr) bei 116,8. An der Spitze lag Solingen mit rund 206 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in der vergangenen Woche.

27.10.2020 • 09:05 Uhr

Bundeswahlleiter erwartet keine Verschiebung der Bundestagswahl

Bundeswahlleiter Georg Thiel rechnet nicht mit einer Verschiebung der Bundestagswahl 2021 wegen der Corona-Pandemie. "Ich glaube, wenn wir die Erfahrungen aus den Kommunalwahlen nehmen, dass wir gut unter Corona-Bedingungen Wahlen in Deutschland durchführen können", so Thiel im Fernsehsender RTL/ntv.

27.10.2020 • 08:58 Uhr

Altmaier: Coronavirus international bekämpfen

Es braucht Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier zufolge konkrete Maßnahmen, um die zuletzt deutlich schnellere Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. "Wir müssen unsere Kräfte bündeln", sagt der CDU-Politiker bei einer Deutsch-Arabischen Wirtschaftskonferenz. Ansonsten könnte die zweite Welle nicht gebrochen werden.

27.10.2020 • 08:51 Uhr

Brinkhaus will Parlamentsbeteiligung angehen - bei nächster Pandemie

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus will den Vorschlag von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) zur stärkeren Beteiligung des Parlaments in der Krise angehen - allerdings erst für die nächste Pandemie. Schäuble habe zu Recht gemahnt, ob denn ordentlich durch ein Gesetz abgebildet sei, wenn Grundrechte so lange eingeschränkt würden und ob der Bundestag nicht zwischendurch darüber entscheiden müsse, sagte Brinkhaus im ARD-Morgenmagazin. Zu einer stärkeren Beteiligung des Bundestags während der Corona-Pandemie sagte er: "Wo es exekutiv schneller Entscheidungen bedarf, da müssen wir das den Ministerpräsidenten und der Bundesregierung überlassen." Das sei die Gewaltenteilung. Brinkhaus räumte aber ein, dass das Infektionsschutzgesetz auf kürzere Infektionen ausgelegt sei, etwa auf eine lokale Maserninfektion.

27.10.2020 • 08:45 Uhr

Hofreiter: Maßnahmen "dringend auf gesetzliche Grundlage stellen"

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter fordert, in der Corona-Politik den Bundestag stärker zu beteiligen. Im SWR sagte er, wenn die Infektionszahlen weiter so stiegen, sei die Wahrscheinlichkeit eines Lockdowns groß. Es brauche deshalb dringend mehr Kontaktbeschränkungen. Die Regeln zu den sozialen Kontakten seien zu spät und zu uneinheitlich eingeführt worden. Die Akzeptanz in der Bevölkerung nehme ab, weil die Maßnahmen zu uneinheitlich seien. Als Beispiel nannte Hofreiter das Beherbergungsverbot, das von Gerichten mehrfach gekippt wurde. Würden die Maßnahmen im Bundestag und den Landesparlamenten diskutiert, gebe es größere Einheitlichkeit, eine größere gesetzliche Legitimation und dadurch auch mehr Akzeptanz bei der Bevölkerung, sagte Hofreiter. Man sei im achten, neunten Monat der Pandemie, da "wäre es dringend geboten, das alles auf eine verlässliche, gesetzliche Grundlage zu stellen".

27.10.2020 • 08:26 Uhr

Russland verschärft Maßnahmen

Angesichts von täglich mehr als 16.000 neuen Corona-Fällen verschärft Russland die Sicherheitsvorkehrungen. Die Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor ordnete eine Maskenpflicht an allen Orten an, wo sich mehr als 50 Menschen aufhalten können. Ein Mund-Nasen-Schutz ist demnach etwa in Fahrstühlen, auf Parkplätzen und in Taxis Pflicht. In der Hauptstadt Moskau muss der Mund-Nasen-Schutz bereits in allen öffentlichen Verkehrsmitteln und in Supermärkten getragen werden. Zudem empfahl die Behörde den jeweiligen Regionen in Russland eine Sperrstunde für Bars, Restaurants und Diskotheken. Sie sollte zwischen 23.00 und 6.00 Uhr am Morgen gelten. Die Entscheidung darüber solle vor Ort getroffen werden.

27.10.2020 • 08:15 Uhr

Zahl der Neuinfektionen in Indien deutlich gesunken

In Indien ist die Zahl der täglichen Infektionen mit dem Coronavirus auf den niedrigsten Stand seit drei Monaten gesunken. Während in Europa fast täglich neue Höchststände registriert werden, meldete das indische Gesundheitsministerium 36.470 neue Fälle binnen 24 Stunden. Niedriger war die Zahl zuletzt am 17. Juli mit damals gut 35.000 Neuinfektionen. Im September wurden noch tägliche Infektionszunahmen von fast 100.000 Fällen festgestellt. Insgesamt hat Indien mit seinen mehr als 1,3 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohnern knapp acht Millionen Infektionen gemeldet. Mehr als 119.500 Infizierte sind gestorben, davon 488 in den vergangenen 24 Stunden.

27.10.2020 • 07:49 Uhr

Anbindung von Klinik-Laboren an Warn-App oft unzureichend

Viele Krankenhauslabore sind schlecht an die Corona-Warn-App angebunden und können Testergebnisse nicht übermitteln. Wie viele Labore betroffen sind, ist nicht klar, berichtet Kristin Becker.

27.10.2020 • 05:28 Uhr

11.409 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Morgen 11.409 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 449.275 Menschen mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 42 auf insgesamt 10.098. Das RKI schätzt, dass rund 326.700 Menschen inzwischen genesen sind.

27.10.2020 • 04:22 Uhr

Ärzte warnen vor Mangel an Pflegepersonal

Der Mangel an Pflegepersonal in deutschen Krankenhäusern entwickelt sich nach Ansicht von Ärztevertretern und Kliniken zu einem zentralen Problem bei der Versorgung von Covid-19-Patienten. Viele der Zusatzbetten, die in der Pandemie in den Kliniken geschaffen worden seien, könnten "nicht belegt werden, weil das Personal zur Versorgung der Patienten fehlt", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Uwe Janssens, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Er beklagte einen "dramatischen Mangel an Pflegekräften". Es gebe inzwischen "ausreichend Kapazitäten an freien Intensivbetten und Beatmungsgeräten". Das allein helfe aber nicht weiter, "wenn wir kein Personal haben, um die Patienten zu versorgen. Grob geschätzt fehlten bundesweit 3500 bis 4000 Fachkräfte für die Intensivpflege, sagte Janssens.

27.10.2020 • 04:03 Uhr

Gewaltsame Proteste gegen neue Corona-Auflagen in Italien

Tausende Italiener haben am Abend in mehreren Städten gegen die verschärften Auflagen zur Eindämmung der Corona-Pandemie protestiert. In Mailand randalierten Gegner der Maßnahmen in Straßenbahnen und zündeten Mülleimer an, wie das italienische Fernsehen berichtete. Die Polizei setzte Tränengas gegen eine Gruppe junger Demonstranten ein, welche die Beamten mit Flaschen und anderen Wurfgeschossen angriffen. Ähnliche Szenen spielten sich in Turin und Neapel ab. Italiens Regierungschef Giuseppe Conte hatte am Sonntag nach einer erneuten Rekordzahl an Corona-Neuinfektionen weitere Alltagsbeschränkungen angekündigt, darunter eine einmonatige Schließung von Kinos, Theatern und Fitnessstudios. Für Restaurants und Bars gilt seit Montag eine Sperrstunde ab 18.00 Uhr.

27.10.2020 • 03:49 Uhr

Slowakei will fast das ganze Volk in vier Tagen auf Corona testen

An den beiden kommenden Wochenenden will die slowakische Regierung fast die gesamte Bevölkerung des Landes auf das Coronavirus testen. Der nationale Corona-Krisenstab habe den Plan abgesegnet, nachdem eine Pilotphase am vergangenen Wochenende erfolgreich verlaufen sei, teilte Regierungschef Igor Matovic am Abend mit. Der Gründer der populistisch-konservativen Wahlplattform Gewöhnliche Leute OLaNO hatte das Vorhaben erst vor einer Woche angekündigt. Vom vergangenen Freitag bis Sonntag waren zunächst vier besonders stark von der Pandemie betroffene Bezirken an der polnischen Grenze getestet worden.

27.10.2020 • 03:40 Uhr

Nächtliche Ausgangssperre in Tschechien

Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen hat die tschechische Regierung eine nächtliche Ausgangssperre angekündigt. Der erhoffte Rückgang der Neuinfektionen sei nicht eingetreten, sagte Gesundheitsminister Roman Prymula in Prag. Die vergangene Woche erlassenen strengen Ausgangsbeschränkungen hätten nur "geringfügige Auswirkungen" gehabt. Die Ausgangssperre soll am Mittwoch in Kraft treten und bis zum 3. November jede Nacht von 21.00 Uhr bis 04.59 Uhr gelten. Die Menschen dürfen in dieser Zeit nur noch das Haus verlassen, um zur Arbeit oder mit dem Hund Gassi zu gehen. Geschäfte müssen künftig um 20.00 Uhr und den ganzen Sonntag schließen.