In New York laufen Menschen mit Schutzmasken herum. | AP
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Liveblog zum Nachlesen ++ Mehr als 17.000 neue Fälle in den USA ++

Stand: 09.06.2020 23:02 Uhr

Die USA melden 17.598 bestätigte Neuinfektionen. Die Bundesregierung verlängert Reisewarnungen für mehr als 160 Länder. Brasilien muss die Corona-Zahlen wieder komplett veröffentlichen. Der Liveblog zum Nachlesen.

  • Türkei lockert Corona-Ausgangssperren für Jugendliche und Senioren
  • 17.598 nachgewiesene Neuinfektionen in den USA
  • Sechs EU-Staaten machen sich für gemeinsame Pandemie-Vorräte stark
  • Deutsche Krankenkassen kündigen schnelle Einführung von Massentests an
  • Lettland verlängert Corona-Notstand nicht
23:02 Uhr

Das war's für heute

An dieser Stelle beenden wir den Liveblog für heute und bedanken uns für Ihr Interesse. 

22:43 Uhr

Türkei lockert Corona-Ausgangssperren für Jugendliche und Senioren

Die Türkei hat ihre Corona-Beschränkungen für Jugendliche und Senioren gelockert. Menschen, die älter als 65 oder jünger als 18 Jahre sind, dürfen nun zwischen 10.00 und 20.00 Uhr wieder aus dem Haus gehen, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. Seit dem 21. März durften rund 7,5 Millionen Senioren in der Türkei praktisch ihr Haus nicht mehr verlassen.  Auch die Ausgangssperre für Kinder und Jugendliche, die seit dem 4. April nicht mehr vor die Tür gehen durften, wurde gelockert. Sie dürfen das Haus allerdings nur in Begleitung ihrer Eltern verlassen.

21:42 Uhr

17.598 nachgewiesene Neuinfektionen in den USA

Die USA melden 17.598 bestätigte Neuinfektionen mit dem Coronavirus. 550 weitere Menschen seien im Zusammenhang mit der Pandemie gestorben, teilt die Seuchenschutzbehörde CDC mit. Die Gesamtzahl der Infektionen steigt damit auf 1.956.421, die der Todesfälle auf 110.925.

21:41 Uhr

Sechs EU-Staaten machen sich für gemeinsame Pandemie-Vorräte stark

Die Staats- und Regierungschef von sechs EU-Ländern rufen zum Aufbau eines europäischen Vorrats an wichtigen Medikamenten und medizinischer Ausrüstung auf, um die Gemeinschaft besser gegen Gesundheitskrisen zu wappnen. Die Vertreter Deutschlands, Spaniens, Dänemarks, Frankreichs, Belgiens und Polens plädieren in ihrem Schreiben an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zudem für die gemeinsame Forschung und Entwicklung von Impfstoffen und Arzneimitteln.

21:37 Uhr

Krankenkassen kündigen schnelle Einführung von Massentests an

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hat eine schnelle Einführung von Massentests gegen das Coronavirus angekündigt. "Die gezielte Ausweitung von Corona-Tests ist der richtige Ansatz, und wir begrüßen, dass dafür jetzt der Weg freigemacht wird", sagte GKV-Vorständin Stefanie Stoff-Ahnis dem "Handelsblatt". Die Kassen würden nun für eine rasche und reibungslose Umsetzung der Verordnung sorgen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte in einer Verordnung die Ausweitung der Corona-Tests angekündigt. Künftig soll in Krankenhäusern, Pflegeheimen sowie nach Ausbrüchen in Schulen oder Kitas breiter getestet werden - auch wenn Menschen keine Krankheitssymptome haben.

20:45 Uhr

Lettland verlängert Corona-Notstand nicht

Lettland wird den wegen der Corona-Pandemie verhängten Ausnahmezustand nicht verlängern. Dies beschloss die Regierung in Riga. Der Notstand war Mitte März ausgerufen worden und läuft zum 10. Juni aus. Einige der auferlegten Schutzmaßnahmen bleiben aber weiter bestehen - sie wurden vom Parlament bereits auf neue Rechtsgrundlagen übertragen. "Wir kehren morgen bedingt zur Normalität oder zum Alltag zurück, aber mit bekannten Einschränkungen und Regeln", sagte Regierungschef Krisjanis Karins.

Blick in die Fleischhalle des Zentralmarktes in der lettischen Hauptstadt Riga. | dpa

Blick in die Fleischhalle des Zentralmarktes in der lettischen Hauptstadt Riga. Bild: dpa

20:27 Uhr

Reisewarnung für mehr als 160 Länder bis Ende August

Die Bundesregierung will die Reisewarnung für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union bis zum 31. August verlängern. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollen aber Ausnahmen für einzelne Länder gemacht werden können, die bestimmte Kriterien erfüllen. Zuvor hatte der "Spiegel" darüber berichtet.

Außenminister Heiko Maas (SPD) hatte am 17. März nach Ausbruch der Corona-Pandemie eine Reisewarnung für alle rund 200 Länder der Welt ausgesprochen - ein beispielloser Schritt. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde nur bei einer Gefahr für Leib und Leben etwa in Kriegsgebieten vor Reisen gewarnt - und damit eine kostenlose Stornierung ermöglicht.

18:56 Uhr

Britischer Einzelhandel darf ab Montag wieder öffnen

Die wegen der Pandemie geschlossenen Einzelhandelsgeschäfte in Großbritannien dürfen am Montag wieder öffnen. Die Läden sollen dabei sicherstellen, dass sie die Covid-Schutzvorschriften befolgen, sagt Wirtschaftsminister Alok Sharma.

18:39 Uhr

Medien: Klöckner will Einschränkungen für Saisonarbeiter lockern

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) plant einem Medienbericht zufolge ab nächster Woche eine Lockerung der Corona-Beschränkungen für Erntehelfer. "Saisonarbeitskräfte aus den EU-Mitgliedstaaten und den assoziierten Schengen-Staaten können sowohl auf dem Landweg als auch mit dem Flugzeug ohne die bisherigen Beschränkungen nach Deutschland einreisen", heißt es in einem Eckpunktepapier Klöckners, aus dem das Nachrichtenportal "ThePioneer" zitierte. "Saisonarbeitskräfte aus Drittstaaten können im Rahmen der geltenden Einreisebestimmungen einreisen."

18:21 Uhr

WHO: 40 Prozent der Ansteckungen durch symptomlose Menschen

Bis zu rund 40 Prozent der Ansteckungen in der Coronavirus-Pandemie erfolgen einer WHO-Expertin zufolge offenbar durch Infizierte, die selbst keine Symptome zeigen. Deren Anteil an allen Infizierten wird gegenwärtig auf zwischen sechs und 41 Prozent geschätzt, sagt Maria van Kerkhove. Wer Symptome zeige, sei offenbar dann am ansteckendsten, wenn diese zum ersten Mal auftreten - "also sehr früh", sagt sie. Deswegen sei das Virus so schwer aufzuhalten.

18:09 Uhr

Brasilien muss wieder gesamte Fallzahlen veröffentlichen

Ein Richter des Obersten Gerichts in Brasilien hat die Regierung seines Landes aufgefordert, die Corona-Zahlen wieder komplett und auf der Seite des Gesundheitsministeriums zu veröffentlichen. Alexandre de Moraes sagte in einer Erklärung, dass der Staat verpflichtet sei, der Gesellschaft die notwendigen Informationen zur Verfügung zu stellen.

Seit dem Wochenende waren auf der Webseite des Gesundheitsministeriums für Corona-Statistiken nur noch täglich die in den vorherigen 24 Stunden neu registrierten Zahlen und nicht mehr die Gesamtzahlen von Infizierten und Todesopfern bekanntgegeben worden. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Regierung begonnen, die Corona-Zahlen statt um 19 Uhr um 22 Uhr zu veröffentlichen.

17:58 Uhr

Am Frankfurter Flughafen gilt nun Maskenpflicht

Maskenpflicht am größten deutschen Airport: Das Frankfurter Gesundheitsamt hat am Dienstag eine Mund-Nase-Maskenpflicht innerhalb aller Terminalbereiche des Frankfurter Flughafens angeordnet. Sie gelte zunächst für drei Monate, teilte ein Behördensprecher mit.

Die Verpflichtung, Mund und Nase zu bedecken, gilt nicht für Kinder unter sechs Jahren oder Menschen, die wegen gesundheitlicher Beeinträchtigung keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können. Mitarbeiter des Flughafenbetreibers Fraport müssen keine Maske tragen, wenn es Schutzmaßnahmen wie etwa Trennvorrichtungen gibt.

17:57 Uhr

Eiffelturm ab 25. Juni wieder für Besucher geöffnet

Der Eiffelturm in Paris wird ab dem 25. Juni nach drei Monaten wieder geöffnet. Besucher, die älter als zehn Jahre sind, müssen jedoch eine Atemmaske tragen, teilt der Betreiber mit. Die französische Regierung lockert die Virus-Beschränkungen seit Mitte Mai. Das Schloss Versailles öffnete am 6. Juni wieder, der Louvre soll einen Monat später folgen.

Ein Mann mit Gesichtsmaske ist vor dem Eiffelturm in Paris zu sehen | AP

Die französische Regierung lockert die Virus-Beschränkungen weiter: Ab 25. Juni soll der Eiffelturm in Paris wieder für Touristen öffnen. Bild: AP

17:54 Uhr

Slowakei öffnet Grenzen auch für Deutsche

Die Slowakei öffnet ab Mittwoch ihre Grenzen auch für Bürger Deutschlands und 15 anderer Staaten Europas. Diese Länder seien vom slowakischen Corona-Krisenstab als ausreichend sicher eingestuft worden, gab Regierungschef Igor Matovic bekannt. Seit vergangener Woche waren bereits die slowakischen Grenzen für Bürger der drei Nachbarländer Tschechien, Österreich und Ungarn offen

17:52 Uhr

Südtirol lockert weiter Anti-Corona-Maßnahmen

Südtirol lockert weiter die Maßnahmen gegen das Coronavirus. Mund-Nasenschutz muss man in der italienischen Urlaubsregion nun nur noch tragen, wenn man keinen Ein-Meter-Abstand halten kann, wie die Landesverwaltung der Autonomen Provinz Bozen am Dienstag mitteilte. Die Abstandsregel von einem Meter gilt im Freien und in geschlossenen Räumen. Nun können auch Naturbadeteiche, Thermalbäder, Kinderbecken und Hallenbäder wieder öffnen. Saunen und Dampfbäder dürfen wieder besucht werden, allerdings nur von Menschen aus dem gleichen Haushalt oder des selben Hotelzimmers.

17:35 Uhr

Österreich öffnet auch Grenze zu Italien

Österreich wird Regierungskreisen zufolge am 16. Juni die Reisefreiheit nach Italien, Kroatien, Griechenland und viele andere EU-Staaten wieder herstellen. Das bedeutet, bei der Einreise aus diesen Ländern gelten dann die selben Regelungen wie vor Corona. Quarantäne oder ein Covid-Test sind dann nicht mehr notwendig. Ausdrücklich ausgenommen bleibe hingegen Schweden, hieß es. Offiziell beschlossen werden soll der Öffnungsschritt am Mittwoch bei einem runden Tisch im Bundeskanzleramt.

17:13 Uhr

Spahn ordnet mehr Tests an

Tests auf das Coronavirus können nun deutlich ausgeweitet werden - und zwar auch ohne Krankheitsanzeichen und besonders in sensiblen Bereichen. Das legt eine Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fest.

17:09 Uhr

Hotels in Mecklenburg-Vorpommern dürfen wieder alle Betten belegen

Die Hotels in Mecklenburg-Vorpommern dürfen ab Montag wieder alle Betten belegen. Nach der Öffnung des Landes für Touristen aus anderen Bundesländern am 25. Mai seien die Infektionszahlen mit dem neuartigen Coronavirus nicht in die Höhe gegangen, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) nach einer Beratung des Kabinetts mit Vertretern der Kommunen und der Wirtschaft in Schwerin. Das rechtfertige die Freigabe. Mindestabstände und Vorsichtsmaßnahmen müssten eingehalten werden. Restaurants dürfen bis Mitternacht öffnen.

Einzelne Spaziergänger gehen am Strand im Ostseebad Binz auf der Insel Rügen. | dpa

Einzelne Spaziergänger gehen am Strand im Ostseebad Binz auf der Insel Rügen. Bild: dpa

16:58 Uhr

Kartellamt erlaubt Autobranche gemeinsame Anti-Corona-Maßnahmen

Das Bundeskartellamt hat der Automobilbranche firmenübergreifende Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise erlaubt. Eigentümer, Mitarbeiter, Kunden, Kreditgeber und staatliche Organe dürfen sich über die Liquidität, Kredite, Hilfsmaßnahmen oder auch operative Probleme eines Unternehmens austauschen und gemeinsam den Wiederaufbau von Lieferketten koordinieren. Ein vom Verband der Automobilindustrie (VDA) angekündigter Leitfaden dürfe aber keine unternehmensspezifischen Informationen etwa über Warenumfänge oder Verträge einzelner Unternehmen enthalten, teilte das Bundeskartellamt mit.

16:50 Uhr

Delhi warnt vor sprunghaften Anstieg der Covid-19-Fälle

Die indische Millionmetropole Delhi erwartet für die kommenden Wochen einen sprunghaften Anstieg der Infektionen und warnt vor einem Mangel an geeigneten Krankenhausbetten. Die gegenwärtig fast 29.000 Fälle dürften bis Ende Juli auf 550.000 steigen, erklärt Vize-Chefminister Manish Sisodia. Bis dahin würden 80.000 Betten benötigt, vorhanden seien nur knapp 9000. Dies könne "ein großes Problem" werden. In Delhi leben mehr als 20 Millionen Menschen. Indien kämpft mit einem starken Anstieg der Fallzahlen, gemeldet sind bislang fast 267.000 Infektionen.

16:38 Uhr

Virus breitet sich in Protugals Armenvierteln aus

Portugal leidet noch immer unter der Corona-Pandemie. Dort breitet sich der Virus besonders in den Armenvierteln rund um Lissabon aus. Diese Entwicklung kommt für die Regierung zu einem schlechten Zeitpunkt, berichtet +++. In den nächsten Wochen will das Land sich wieder für Touristen aus dem Ausland öffnen.

16:23 Uhr

Spanien behält Pflicht zu Mundschutz bei

Das Tragen eines Mundschutzes in der Öffentlichkeit wird in Spanien auch nach Ende des Ausnahmezustands am 21. Juni obligatorisch bleiben. Die Regelung gelte so lange, bis eine Heilung oder ein Impfstoff gegen das Coronavirus gefunden wird, sagt Gesundheitsminister Salvador Illa. Spanier müssten weiterhin drinnen und draußen Masken tragen, so lange sie keinen Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen garantieren könnten.

16:03 Uhr

Bordelle bleiben geschlossen

Bordelle bleiben jedenfalls in Hessen, Baden-Württemberg und Niedersachsen weiter geschlossen. In mehreren Eilbeschlüssen entschieden dies die Verwaltungsgerichtshöfe (VGH) in Kassel (Az: 8 B 1446/20.N) und in Mannheim (Az: 1 S 1617/20 und 1 S 1629/20) sowie das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Lüneburg (Az: 13 MN 185/20 und weitere). Die Corona-Verordnungen beider Länder sehen weiterhin die Schließung von Bordellen und anderen "Prostitutionsstätten" vor. Ein Bordellbetreiber in Offenbach meinte, mit vernünftigem Hygienekonzept sei dies nicht mehr nötig. So versprach er die Einhaltung der Abstandsregel, zudem müssten Kunden für den Fall einer notwendigen Nachverfolgung ihre Kontaktdaten hinterlassen.

15:34 Uhr

UN warnen vor Hungersnot in Nordkorea

Der UN-Sonderberichterstatter für Nordkorea hat sich sehr besorgt über die angespannte humanitäre Lage in dem abgeschotteten Land geäußert. Die großen Engpässe bei der Versorgung der Bevölkerung würden durch die Corona-Krise weiter verschärft, warnte Sonderberichterstatter Tomás Ojea Quintana laut einer in Genf verbreiteten Erklärung.

Laut Berichten seien bereits Menschen verhungert und viele Familien müssten die Nahrungsaufnahme drastisch einschränken. Am 21. Januar seien die Grenzen zwischen Nordkorea und seinem wichtigsten Handelspartner China und allen anderen Ländern geschlossen worden. In China trat das neue Corona-Virus erstmals auf.

15:19 Uhr

Berlin will nach den Sommerferien wieder vollen Unterricht

Das Land Berlin plant zum neuen Schuljahr ab dem 10. August wieder regulären Unterricht. "Wir starten mit dem Vollbetrieb nach den Sommerferien.", sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) nach einer Senats-Sitzung. Dafür werde man aber auf den bisherigen Abstand von 1,5 Metern verzichten.

Sollte sich die Lage allerdings "dramatisch" verschlechtern, gebe es einen Plan B, sagt Scheeres. Dafür sollten sogenannte "Beschulungsstandards" definiert werden. Demnach sollte dann auch mindestens 50 Prozent als Präsenz-Unterricht stattfinden und Schüler sollten Wochenpläne mit Aufgaben bekommen.

14:56 Uhr

Erntehelfer sollen länger bleiben können

Der Einsatz ausländischer Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft soll über das Frühjahr hinaus gesichert werden. Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) will dazu morgen im Bundeskabinett ein Konzept vorstellen, das ab 16. Juni greifen soll.

Am 15. Juni läuft eine Sonderregelung aus, die trotz allgemeiner Beschränkungen an den Grenzen wegen der Corona-Pandemie die Einreise von bis zu 80.000 Erntehelfern ermöglichte. Die Bundesregierung hatte bereits signalisiert, dass eine Folgeregelung dafür kommen soll.

14:50 Uhr

Deutlich mehr deutsche Touristen dürfen nach Mallorca

Mallorca und andere spanische Baleareninseln wollen ab Montag insgesamt bis zu 10.900 Urlauber aus Deutschland einreisen lassen. Das teilte die Regionalpräsidentin der Balearen, Francina Armengol, in Palma de Mallorca mit. Das sind fast doppelt so viele wie spanische Medien am Vortag berichtet hatten.

Cala Major Strand auf Mallorca | REUTERS

Cala Major auf Mallorca. Die Balearen wollen zumindest einen Teil der Sommersaison retten. Bild: REUTERS

Deutschland sei aus zwei "offensichtlichen" Gründen für dieses Pilotprojekt ausgewählt worden, sagte Armengol: "Deutschland ist das Land, aus dem am meisten Urlauber zu uns kommen, und die epidemiologischen Zahlen sind den unseren sehr ähnlich". Ganz Spanien will sich erst am 1. Juli wieder für den Tourismus öffnen.

13:43 Uhr

Britische Statistikbehörde geht von fast 50.000 Corona-Toten aus

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie sind in Großbritannien mutmaßlich fast 50.000 Menschen infolge einer Infektion gestorben. Davon geht die nationale Statistikbehörde aus. Sie bezieht sich auf Todesfälle, die bis zum 29. Mai gemeldet wurden. Bei den Toten wurde das Virus entweder nachgewiesen oder es gilt als mutmaßliche Todesursache.

Letztere Verdachtsfälle bezieht die britische Regierung in ihre offizielle Statistik nicht mit ein. Daher gibt sie die Zahl der Todesopfer mit fast 40.600 an.Nach beiden Zählweisen hat Großbritannien die höchste Sterberate Europas.

13:36 Uhr

Österreich beharrt auf Widerstand gegen EU-Wiederaufbaufonds

Kurz bevor die Beratungen der EU-Finanzminister über den geplanten Wiederaufbaufonds der EU starten, hat der österreichische Finanzminister Gernot Blümel bekräftigt, seine Regierung könne das derzeitige Konzept nicht unterstützen: "Das Gesamtpaket ist volumenmäßig, aber auch inhaltlich für uns in der derzeitigen Form nicht akzeptabel."

Die EU-Kommission sieht vor, dass 750 Milliarden Euro in den Fonds fließen sollen. Die heutige Debatte soll die Art der Finanzierung des Hilfspakets klären. Österreich plädiert dafür, die Hilfen per Kredite an die EU-Staaten auszuzahlen.

13:29 Uhr

Thüringen beendet Kontaktbeschränkungen ab Samstag

Die geltenden Kontaktbeschränkungen in Thüringen werden ab Samstag aufgehoben. Das teilte Gesundheitsministerin Heike Werner mit. Das Kabinett einigte sich auf eine Grundverordnung, die nur noch empfiehlt, dass sich Bürger nur mit Mitgliedern eines weiteren Haushalts oder mit maximal zehn Menschen treffen sollen.

Bund und Länder hatten ursprünglich miteinander vereinbart, die Kontaktbeschränkungen in einer abgemilderten Form noch bis zum 29. Juni zu verlängern.

Die Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr soll weiterhin gelten. Der Kabinettsbeschluss sieht zudem vor, dass Einrichtungen wie Schwimm- und Freizeitbäder in geschlossenen Räumen sowie Thermen, Saunen und Kinos öffnen dürfen. Allerdings müssen sie zunächst Hygienekonzepte vorlegen.

13:07 Uhr

US-Biotechkonzern meldet Erfolge bei Tierstudie mit Mittel Remdesivir

In einer Studie an Affen hat das Medikament Remdesivir nach Angaben des US-Biotechkonzerns Gilead Erfolge bei der Behandlung von Lungenkrankheiten gezeigt. Die Studie wurde in dem Fachmagazin "Nature" veröffentlicht.

Dabei wurden zwölf Makaken mit dem Coronavirus infiziert, die Hälfte der Tiere erhielt das Medikament. Die Affen, die Remdesivir erhielten, zeigten nach Angaben der Studienautoren keine Anzeichen einer Atemwegserkrankung und hatten eine geringere Schädigung der Lunge.

In den USA, Indien und Südkorea ist die Arznei in Notfällen zur Behandlung von schwerkranken Covid-19-Patienten zugelassen. Institutionen der EU haben hingegen vor einer zu schnellen Zulassung des Mittels gewarnt.

12:54 Uhr

Kubanische Ärzte kehren aus Italien zurück

Wie Helden wurden sie in Havanna empfangen: Nach rund zweieinhalb Monaten, in denen sie in der italienischen Region Lombardei ausgeholfen hatten, kehrten insgesamt 52 Ärzte, Pfleger und Krankenschwestern in ihre Heimat Kuba zurück.

Präsident Migual Díaz-Canel persönlich überreichte den Helfern eine Medaille und eine rote Rose. Sie stünden "für den Sieg des Lebens über den Tod", lobte er die Rückkehrer.

Die Helfer müssen sich nun in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Insgesamt hat Kuba seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 1800 Helfer ins Ausland entsandt.

Zwei kubanische Ärzte, die mehr als zwei Monate in Italien gegen die Corona-Pandemie gekämpft hatten, kehren nach Havanna zurück. | dpa

Die medizinischen Helfer berichteten von teils katastrophalen Zuständen in italienischen Kliniken: völlig überfüllt und sehr viele Tote. Bild: dpa

12:42 Uhr

Rheinland-Pfalz: Bildungsministerin strebt Regelbetrieb in Schulen an

Nach den Sommerferien sollten die Schulen in Rheinland-Pfalz zum Regelbetrieb zurückkehren, wenn es das Corona-Infektionsgeschehen zulasse. Das sagte die Bildungsministerin des Bundeslandes, Stefanie Hubig, im Interview mit dem Inforadio des rbb.

Derzeit könne man nur halbe Klassen, manchmal auch nur ein Drittel der Klassen in die Schule schicken und nur von einer Lehrkraft unterrichten lassen. Es würden Räume und Personen knapp, so die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz.

Gleichzeitig sieht es Hubig skeptisch, dass gerade in unteren Klassenstufen sowie in Kitas eine Maskenpflicht umgesetzt werden kann: "Masken sind bei uns im Moment noch vorgesehen an Stellen, wo Abstand nicht eingehalten werden kann. Aber gerade bei den Kita-Kindern und den Erstklässlern sagen bei uns auch die Bildungswissenschaftler: Masken sind einfach schwierig, weil man die Mimik nicht erkennen kann."

Am Morgen hatte der SWR berichtet, dass im Rhein-Pfalz-Kreis an fünf Schulen Corona-Fälle aufgetreten seien. Die betroffenen Schulklassen, Lehrer und mögliche Kontaktpersonen mussten sich in Quarantäne begeben.

12:33 Uhr

Litauen öffnet Ende der Woche Grenze zu Polen

Ab Freitag können Polen wieder ohne Einschränkungen nach Litauen einreisen und von dort aus auch nach Lettland und Estland. Das kündigte der litauische Ministerpräsident Saulius Skvernelis an.

Das Infektionsgeschehen in beiden Ländern gleiche sich, so Skvernelis. In Polen gebe es lediglich lokale Hotspots. Daher stehe einer Grenzöffnung nichts im Weg. Bereits Mitte Mai hatten Litauen und Polen die gegenseitige Einreise für Berufspendler, Geschäftsreisende und Studenten erleichtert.

12:19 Uhr

Moskauer dürfen wieder vor die Tür

Erstmals seit mehr als zwei Monaten haben die Bewohner Moskaus am Dienstag wieder ihre Häuser verlassen dürfen. Bei strahlendem Sonnenschein strömten viele Menschen auf die Straßen der russischen Hauptstadt.

Seit Ende März war in Moskau das Verlassen der Wohnungen nur in dringenden Fällen und mit Passierschein möglich. Bürgermeister Sergej Sobjanin hatte die Lockerung der Corona-Beschränkungen in der Zwölf-Millionen-Stadt damit begründet, dass die Pandemie sich "nun seit mehreren Wochen langsam abschwächt".

Das Ende der Ausgangssperre wird von mehreren Schutzmaßnahmen begleitet: So muss auf den Straßen eine Atemschutzmaske getragen werden, in öffentlichen Gebäuden und den öffentlichen Transportmitteln sind Maske und Handschuhe Pflicht. Gemessen an den Infektionszahlen ist Russland derzeit das drittstärkste von der Corona-Pandemie betroffene Land weltweit

12:11 Uhr

Corona sorgt für Flaute bei Hochzeiten

Dutzende Dienstleister aus der Hochzeitsbranche haben mit einer Demonstration in München auf ihre schwierige Situation in Corona-Zeiten aufmerksam gemacht. Sie bauten eine meterlange Hochzeitstafel vor dem Rathaus auf dem Marienplatz auf und stellten ihre Aktion unter das Motto "Stand up for Love!".

Eine Hochzeitstafel vor dem Rathaus auf dem Marienplatz in München | dpa

Bild: dpa

"Die Hochzeitsbranche ist mit Beginn von Corona zum Stillstand gekommen", sagte die Münchner Hochzeitsplanerin Doreen Winking, die die Protestaktion mitorganisiert hat. "Die Lockerungen, die kommen, reichen für uns nicht aus." Alle zwölf Hochzeiten, die sie in diesem Jahr organisieren sollte, seien ausgefallen.

11:47 Uhr

Studie: Deutsche sind gut durch Corona-Krise gekommen

Die Deutschen haben die corona-bedingten Einschränkungen offenbar wider Erwarten gut verkraftet. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).

Demnach hat sich die Krise kaum negativ auf das Wohlbefinden und die psychische Gesundheit ausgewirkt, obwohl die subjektive Einsamkeit deutlich zugenommen hat. Einzig bei Depressions- und Angstsymptomen gab es einen Anstieg.

Während in Deutschland lebende Menschen im Jahr 2017 recht wenig einsam waren (Durchschnittswert 3 auf einer Skala von 0 bis 12), stieg dieser Wert durch die Krise auf 5,4, wie es in der Auswertung heißt.

Vor allem Frauen und junge Menschen unter 30 Jahren fühlten sich demnach einsam. Dabei beschreibt der Begriff "Einsamkeit" die Diskrepanz zwischen gewünschten und tatsächlich vorhandenen sozialen Beziehungen.

11:34 Uhr

Mehr als 50.000 bestätigte Fälle in Südafrika

Seit Ende Mai hat die südafrikanische Regierung die im März verhängten Einschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie schrittweise aufgehoben: Inzwischen haben fast alle Unternehmen die Arbeit wieder aufgenommen, die Schulen sind zum Großteil wieder geöffnet.

Doch nach den Lockerungen sind die Corona-Fälle in dem Land deutlich angestiegen. Die Johns Hopkins-Universität spricht von fast 50.900 bestätigten Infektionen und mindestens 1080 Todesopfern. Mehr als die Hälfte der Corona-Fälle seien innerhalb der vergangenen zwei Wochen aufgetreten, schrieb der Präsident Südafrikas, Cyril Ramaphosa, in einem im Internet veröffentlichten Statement.

Trotzdem sprach Ramaphosa von einer "besorgniserregenden, aber nicht alarmierenden Entwicklung". Seine Regierung könne "die Auswirkungen der Krankheit auf die Bevölkerung begrenzen".

11:07 Uhr

Neuinfektionen in Kalifornien steigen nach Lockerungen an

In den vergangenen Wochen entfielen im US-Bundesstaat Kalifornien immer mehr Corona-Auflagen. Schritte, die vielleicht zu früh ergriffen wurden, wie ARD-Korrespondent Markus Schuler berichtet.

10:56 Uhr

Höchster Anstieg an Corona-Fällen in Indonesien binnen 24 Stunden

Mit rund 1000 weiteren bestätigten Infektionen wurden den Gesundheitsbehörden in Indonesien in den vergangenen 24 Stunden so viele neue Fälle gemeldet wie noch nie zuvor im gleichen Zeitraum.

Insgesamt haben sich demnach bisher mehr als 33.000 Menschen in Indonesien mit dem Virus angesteckt. Fast 2000 starben nach einer Infektion.

10:52 Uhr

Oberstes Gericht in Brasilien fordert Transparenz

Das brasilianische Gesundheitsministerium soll ab sofort wieder alle Daten zur Ausbreitung des Coronavirus in dem Land veröffentlichen. Das verfügte einem Bericht der Zeitung "Estado de São Paulo" zufolge Richter Alexandre de Moraes.

Seit Freitag veröffentlicht das Ministerium nur noch die gemeldeten Corona-Toten der vergangenen 24 Stunden. Wie viele Menschen insgesamt durch die Pandemie gestorben sind, wird nicht mehr angegeben. Die entsprechende Statistik wurde aus dem Internet gelöscht. Regionale Gesundheitsbehörden hatten dem Ministerium daraufhin Manipulation vorgeworfen.

Zudem berichteten mehrere Medien, Präsident Jair Bolsonaro habe das Gesundheitsministerium angewiesen, die Zahl der Corona-Toten binnen 24 Stunden dürfe nicht höher als 1000 liegen.

Die "reale und sehr ernste Bedrohung" der Pandemie dürfe nicht verharmlost werden, sagte der Richter Alexandre de Moraes im Interview mit "Estado de São Paulo".

Nach Angaben der Johns Hopkins-Universität in den USA wurden in Brasilien bisher mehr als 707.400 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Mehr als 37.100 Menschen starben infolge einer Ansteckung.

10:43 Uhr

Breitete sich Virus schon seit August 2019 in China aus?

Eine Untersuchung der Harvard-Universität deutet darauf hin, dass sich das Coronavirus bereits vor dem offiziellen Ausbruch der Pandemie im Dezember 2019 in China ausgebreitet haben könnte.

Die Wissenschaftler werteten für ihre Studie Satellitenbilder von Parkplätzen vor Kliniken in der Metropole Wuhan aus: Im Vergleich mit dem Vorjahr hätten demnach wesentlich mehr Menschen im Herbst 2019 die Krankenhäuser aufgesucht. Zudem sei bereits vor Dezember im Internet verstärkt nach Symptomen wie Husten oder Durchfall gesucht worden, die auch bei einer Covid-19-Erkrankung auftreten.

Die an der Studie beteiligten Forscher betonten jedoch, dass sich nicht eindeutig bestätigen lasse, dass diese Entwicklungen mit dem Coronavirus zu tun gehabt hätten.

10:35 Uhr

Zypern streicht Quarantänepflicht für Urlauber aus 13 Ländern

Seit heute können Reisende aus insgesamt 13 Staaten wieder nach Zypern kommen, ohne sich nach ihrer Ankunft in Quarantäne begeben zu müssen. Nach Angaben des zyprischen Staatsrundfunks gilt das neben Deutschland auch für Österreich, Malta, Griechenland, Israel, Bulgarien, Finnland, der Slowakei, Slowenien, Litauen, Norwegen, Dänemark und Ungarn.

Die Einreisenden müssen sich aber vor dem Abflug in ihrer Heimat einem Corona-Test unterziehen. Diese Regelung gilt vorerst bis zum 20. Juni. Ab diesem Zeitpunkt soll auch die Quarantänepflicht für weitere Staatsangehörige entfallen: aus der Schweiz, Tschechien, Polen, Rumänien sowie Kroatien und Estland.

10:30 Uhr

Zwischen Sorge und Entschleunigung

Im Rückblick auf den Lockdown beschreibt der Psychologe Stephan Grünewald die Reaktionen in der Bevölkerung als sehr gespalten. Während einige mit Existenzängsten zu kämpfen hatten, empfanden andere den Stillstand des gesellschaftlichen Lebens auch als erholsam.

10:17 Uhr

Bericht: Konjunkturhilfen sollen stufenweise beschlossen werden

Die einzelnen Punkte des Konjunkturpakets, auf die sich die Spitzen der Großen Koalition geeinigt hatten, sollen einem Bericht der "Bild" zufolge in drei Stufen beschlossen werden.

Als erstes werde das Kabinett bereits am Freitag über die vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer sowie den geplanten Bonus beim Kindergeld abstimmen. Knapp zwei Wochen später könnte dann auch der Bundesrat die Hilfen absegnen, heißt es in dem Bericht.

Auch über die Übernahme der Kosten für die Unterbringung von Hartz-IV-Empfängern will das Kabinett demnach noch vor der Sommerpause debattieren. Das Votum von Bundestag und Bundesrat solle dann im Herbst folgen, damit die Regelungen ab Oktober in Kraft treten könnten.

Über weitere Änderungen im Steuerrecht sowie die Reform der Kfz-Steuer stünden die ersten Beratungen erst im Herbst an.

10:07 Uhr

Frankreich kündigt Milliardenhilfen für Luftfahrtbranche an

Die französische Regierung will die eigene Luftfahrtindustrie mit Hilfen über insgesamt 15 Milliarden Euro unterstützen. Das Rettungspaket soll laut Finanzminister Bruno Le Maire Investitionen, Kredite und Garantien beinhalten. Es soll neben dem europäischen Flugzeughersteller Airbus auch Konzernen wie dem Luftfahrt- und Rüstungskonzern Thales sowie dem Militärflugzeugbauer Dassault zugute kommen.

Im Gegenzug für die Milliardenhilfen fordert die französische Regierung verstärkte Investitionen der Unternehmen in klimafreundliche Technologie und die Sicherung von Arbeitsplätzen. In Frankreich sind rund 200.000 Menschen in der Branche beschäftigt, allein 48.000 bei Airbus.

09:56 Uhr

Insgesamt mehr als 485.000 Infektionen in Russland

In den vergangenen 24 Stunden wurden den russischen Gesundheitsbehörden fast 8600 weitere bestätigte Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infektionen landesweit insgesamt auf mehr als 485.200 an.

Zudem seien binnen 24 Stunden 171 Menschen nach einer Ansteckung mit dem Virus gestorben. Damit gab es in Russland bislang 6142 Corona-Tote.

09:36 Uhr

Rheinland-Pfalz schickt Schüler in Quarantäne

In Rheinland-Pfalz hat es an mehreren Schulen Corona-Fälle gegeben. Betroffen sind nach Angaben des Rhein-Pfalz-Kreises fünf Schulen. Betroffene Schulklassen, Lehrer und Kontaktpersonen mussten sich in Quarantäne begeben.

09:30 Uhr

Frankreichs Wirtschaft langfristig geschwächt

Wie auch Ökonomen in Deutschland befürchten die Währungshüter der französischen Notenbank, dass die Wirtschaft ihres Landes bis 2022 brauchen könnte, um sich von dem Einbruch durch die Corona-Krise zu erholen.

Die Notenbank prognostizierte für dieses Jahr einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von etwa 10,3 Prozent. Im kommenden Jahr werde es den Schätzungen zufolge wieder um 6,9 Prozent zunehmen, 2022 nochmals um 3,9 Prozent. Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire hatte zuletzt sogar von einem möglichen Minus bei der Wirtschaftsleistung von elf Prozent im laufenden Jahr gesprochen.

Des Weiteren geht die Notenbank davon aus, dass in diesem Jahr rund eine Million Arbeitsplätze wegbrechen werden, im ersten Halbjahr 2021 könne die Arbeitslosenquote sogar auf einen Rekordwert von 11,8 Prozent steigen.

09:20 Uhr

Strobl: "Brauchen Einschränkung des Demonstrationsgrundrechts"

Im Interview mit dem Deutschlandfunk hat Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl gewarnt, dass "die unsichtbare Gefahr der Ansteckung mit einer tödlichen Krankheit" bei Veranstaltungen wie den großen Demonstrationen gegen Rassismus am Wochenende immer gegenwärtig sei.

"Deswegen brauchen wir entsprechende Abstandregelungen. Wir brauchen auch eine Einschränkung des Demonstrationsgrundrechts, das eben Veranstaltungen nur bis zu einer bestimmten Größe überhaupt zulässig sind, das Abstand einzuhalten ist", sagte der CDU-Politiker.

Sollte es bei einer Demonstration zu viele Verstöße gegen die Vorsichtsmaßnahmen wie den Mindestabstand oder Hygieneregeln geben, könne eine Versammlung auch aufgelöst werden, so Strobl weiter.

09:08 Uhr

Vor Neustart der Basketball-Bundesliga: Keine Corona-Fälle in den Teams

Alle Corona-Tests im unmittelbaren Vorfeld des Meisterturniers der Basketball-Bundesliga waren negativ.

Bereits vor ihrem Einzug in ein Hotel in München mussten sich die Spieler sowie die weiteren Mitarbeiter der einzelnen Teams auf das Virus testen lassen. Kein Ergebnis fiel positiv aus.

Den Auftakt des Turniers bildet heute Abend die Partie Brose Bamberg gegen Alba Berlin. Auch während des gesamten Turniers sollen weitere Corona-Tests durchgeführt werden.

08:27 Uhr

Hongkong will Airline Cathay Pacific retten

Die Fluggesellschaft Cathay Pacific soll in der Corona-Krise mit einem milliardenschweren Rettungspaket unterstützt werden. Insgesamt soll die Airline Hilfen über umgerechnet 4,5 Milliarden Euro erhalten. Diese setzen sich aus der Ausgabe von Vorzugsaktien, Stammaktien und einem staatlichen Überbrückungskredit zusammen.

Die Aktionäre der Airline müssen dem Hilfspaket noch zustimmen. Die Hauptversammlung ist um den 13. Juli herum geplant.

Eine Maschine der Airline Cathay Pacific landet in Hongkong. | REUTERS

Die angeschlagene Fluggesellschaft Cathay Pacific soll Milliardenhilfen erhalten. Bild: REUTERS

08:11 Uhr

Deutscher Export verzeichnete im April Minus von 30 Prozent

Der deutsche Export ist im April infolge der Corona-Krise deutlich eingebrochen.

Der Wert der Warenausfuhren sank gegenüber dem Vorjahresmonat um 31,1 Prozent auf 75,7 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das sei der stärkste Rückgang seit Beginn der Außenhandelsstatistik im Jahr 1950. Verglichen mit März 2020 verringerten sich die Exporte um 24,0 Prozent.

Demnach brachen die Aufträge für die deutsche Industrie aus dem Ausland im Jahresvergleich um 28,1 Prozent ein, da sich Staaten weltweit seit dem Ausbruch der Pandemie in einer wachsenden Rezession befinden.

Die Importe verringerten sich um 21,6 Prozent auf 72,2 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahresmonat.

07:42 Uhr

Erstmals mehr als 100 Corona-Tote binnen 24 Stunden in Pakistan

Die Gesundheitsbehörden in Pakistan haben zum ersten Mal innerhalb eines Tages mehr als 100 Todesfälle infolge einer Corona-Infektion registriert. Zudem seien in dem Zeitraum mehr als 4600 neue Fälle gemeldet worden.

Damit stieg die Zahl der bestätigten Infektionen landesweit auf mehr als 108.300 an. In Pakistan starben bisher rund 2170 Menschen, nachdem sie sich mit dem Virus angesteckt hatten.

07:37 Uhr

Hitze in Tokio - Behörden warnen vor Beschwerden durch Masken

Zum ersten Mal in diesem Jahr haben die Temperaturen in der japanischen Metropole Tokio die Marke von 30 Grad Celsius geknackt. Aus diesem Anlass raten die Behörden der Stadt, auch auf mögliche Probleme durch das Tragen eines Nasen-Mund-Schutzes gegen das Coronavirus zu achten. Die Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit könnten zu gesundheitlichen Problemen führen, das Atmen durch die Maske zusätzlich erschwert werden.

Daher sollten die Einwohner viel trinken, keinen zu anstrengenden Sport treiben und die Maske abnehmen, sobald ein ausreichender Abstand zu anderen Menschen gewahrt werden könne.

In Tokio laufen Menschen mit Nasen-Mund-Schutz über einen Zebrastreifen. | AFP

Bei den hohen Temperaturen in Tokio kann das Tragen der Schutzmaske das Atmen erschweren. Bild: AFP

07:22 Uhr

Zu geringe Bereitschaft für die Corona-Warn-App?

Die Bundesregierung und Virologen sind überzeugt: Die Corona-Warn-App wird ein wichtiger Baustein im Kampf gegen die Verbreitung des Virus. Doch ob sich diese Hoffnung erfüllt, hängt vor allem von den Bürgern ab.

07:16 Uhr

Kaum neue Aufträge für deutsche Maschinenbauer

Die Corona-Krise hinterlässt bereits jetzt deutliche Spuren in der Maschinenbaubranche, wie ARD-Korrespondent Peter Sonnenberg berichtet.

07:08 Uhr

Demos als "Sargnagel" für Schutzmaßnahmen

Der SPD-Gesundheitsexperte, Karl Lauterbach, hat sich im Interview mit dem "Tagesspiegel" für strengere Regeln für große Protestaktionen gefordert, wie sie am Wochenende bundesweit gegen Rassismus stattgefunden hatten.

"Viel zu viele Leute, zu wenige Masken, zu wenig Abstand - das ideale Super-Spreading-Event", betonte Lauterbach. Gerade durch Sprechchöre würden Unmengen an Aerosolen - also kleinste flüssige oder feste Schwebeteilchen - auf engstem Raum verteilt. Daher bezeichnete der SPD-Politiker die Demos als "Sargnagel für die noch bestehenden Regeln" gegen die Ausbreitung des Coronavirus. "Für den Kampf gegen das Virus wäre es besser, nur mit Plakaten und Bannern zu demonstrieren", so Lauterbach.

06:55 Uhr

Kalifornien: Kinos dürfen ab Wochenende öffnen

Nach wochenlangem Betriebsstopp dürfen die Kinos im US-Bundesstaat Kalifornien ab dem Wochenende wieder Filme über die Leinwand flimmern lassen.

Allerdings sind die Auflagen für die Wiedereröffnung sehr streng: Pro Kinosaal dürfen nur 25 Prozent der Sitzplätze genutzt oder maximal 100 Besucher eingelassen werden. Die Gäste müssen Schutzmasken tragen und weitere Hygienevorschriften beachten.

06:45 Uhr

Wie soll der EU-Fonds für den Wiederaufbau finanziert werden?

Die Summe, die aufgebracht werden soll, um die Wirtschaft der EU-Staaten nach der Corona-Krise wieder anzukurbeln, steht aus Sicht der EU-Kommission schon fest: 750 Milliarden Euro sollen in die Hilfen fließen.

Doch es bleibt die Frage: Wie und woher soll das Geld zusammenkommen? Darüber sollen heute die EU-Finanzminister beraten - und schon vor dem Treffen gehen die Meinungen teils weit auseinander.

06:39 Uhr

Trump will wieder bei Wahlkampfveranstaltungen auftreten

Reden halten vor einer Masse seiner Anhänger - das ist ein Markenzeichen von US-Präsident Donald Trump, auf das er auch im laufenden Wahlkampf um eine mögliche zweite Amtszeit setzt. Doch mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie wurden alle Termine dieser Art vorübergehend ausgesetzt.

Doch nun wolle Trump bei solchen Veranstaltungen wieder auftreten, kündigte der Wahlkampfmanager des Präsidenten, Brad Parscale, im Magazin "Politico" an. Konkrete Daten nannte er jedoch noch nicht. Trump sei ebenso wie die Bürger bereit, "wieder in Aktion zu treten".

06:34 Uhr

Vorwürfe gegen italienische Behörden

Die Gruppe "Noi Denunceremo" ("Wir prangern an") wirft den italienischen Behörden Missstände im Umgang mit der Corona-Pandemie vor. Zu viele Menschen seien durch Fahrlässigkeit und Inkompetenz gestorben, kritisierten Mitglieder der Gruppe, die sich aus Angehörigen zusammensetzt, die jemanden aus der Familie durch eine Covid-19-Erkrankung verloren haben.

Am Mittwoch will die Gruppe symbolisch 50 Strafanzeigen gegen Unbekannt bei der Staatsanwaltschaft in Bergamo einreichen. Die Stadt zählte zu den mit am schwersten betroffenen Hotspots während des Höhepunktes der Corona-Krise in Italien. Die für die Region Lombardei zuständige Staatsanwaltschaft ermittelt bereits in mehreren Fällen wegen des Vorwurfs von Missmanagement, beispielsweise in Altersheimen.

"Noi Denunceremo" fordere keine Entschädigung für den Verlust von Angehörigen, betonte Stefano Fusco, ein Mitglied der Gruppe: "Es geht nicht um Rache, es geht um Gerechtigkeit." Es müsse jemand zurücktreten, es müsse sich jemand entschuldigen, so Christina Longhini, die sich ebenfalls in der Gruppe engagiert.

06:21 Uhr

Erste deutsche Urlauber können nach Mallorca

Ab kommender Woche dürfen die ersten Deutschen auf die Urlaubsinsel Mallorca reisen - als Probe für einen möglichen kompletten Neustart des Tourismus.

05:50 Uhr

RKI: 350 Neuinfektionen und 37 weitere Todesfälle

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland ist binnen 24 Stunden um 350 auf 184.543 gestiegen, wie Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) für Infektionskrankheiten zeigen. Die Zahl der Todesopfer steigt nach offiziellen Angaben um 37 auf 8711.

Seit Beginn der Pandemie in Deutschland seien rund 170.200 Menschen nach eienr Infektion wieder genesen.

05:50 Uhr

BDI: Konjunkturerholung wird sich bis weit ins Jahr 2022 erstrecken

Die Industrie rechnet trotz des milliardenschweren Konjunkturpaketes der Bundesregierung in diesem Jahr mit einer schweren Rezession in Deutschland. "Die Wirtschaftsleistung dürfte um real 6,5 Prozent sinken. Die Erholung wird sich bis weit ins Jahr 2022 erstrecken", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Joachim Lang.

Das Konjunktur- und Wachstumspaket der Großen Koalition kommt nach Einschätzung des BDI zur rechten Zeit. Ein Großteil der beschlossenen Maßnahmen werde noch in diesem Jahr Wirkung entfalten. Vor allem die Stützung der privaten Konsumausgaben solle den Konjunktureinbruch deutlich abmildern.

05:50 Uhr

Zeitung: Corona-App in Großbritannien mit nächster Lockerung bereit

Die Coronavirus-App des britischen National Health Service (NHS) soll laut einem Bericht der Zeitung "The Times" rechtzeitig zur nächsten Phase der Aufhebung der Beschränkungen Anfang Juli einsatzbereit sein. Insidern zufolge könnte die landesweite Einführung innerhalb von 14 Tagen erfolgen, aber es gebe noch keine Entscheidung über den genauen Starttermin, so der Bericht.