Eine Ärztin in Schutzkleidung geht über einen Krankenhausflur in Houston, Texas. | AP
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Liveblog zum Coronavirus ++ Mehr als 400.000 Tote in den USA ++

Stand: 19.01.2021 23:32 Uhr

Die Zahl der Corona-Toten in den USA hat zum Ende der Amtszeit von Präsident Trump die Schwelle von 400.000 überschritten. In Großbritannien sind binnen 24 Stunden 1610 Infizierte gestorben - so viele wie noch nie. Der Liveblog zum Nachlesen.

  • Bundesweit mehr als 11.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden
  • Altmaier: Nochmals Milliarden für Corona-Hilfen
  • Bundesregierung für Lockdown bis Mitte Februar
  • Weniger BioNTech-Impfstoff kommende Woche
  • Drosten: Starke Verbreitung der britischen Virus-Mutation verhinderbar
  • Massentests im Schweizer Nobel-Skiort St. Moritz
  • Bundeswehr will Impf-Bedenken von Soldaten ernst nehmen
  • Großbritannien verzeichnet so viele Corona-Tote wie noch nie
19.1.2021 • 23:32 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Danke für Ihr Interesse.

19.1.2021 • 22:22 Uhr

Merkel mahnt EU-weit koordiniertes Vorgehen an

Bundeskanzlerin Angela Merkel betont, sie werde sich dafür einsetzen, dass auch die Nachbarländer Deutschlands ähnlich agierten. Die Maßnahmen in Deutschland hätten wohl keinen Erfolg, wenn die Nachbarländer "nicht synchron" arbeiteten. Die Gefahr bestehe, dass das mutierte Virus von außen nach Deutschland getragen werde und die Bemühungen der Menschen hier damit zunichte mache. Sollte es kein einheitliches Vorgehen geben, "müssen wir auch Vorkehrungen treffen", sagt Merkel. Am Donnerstag kommt die Kanzlerin mit den anderen EU-Staats- und Regierungschefs zusammen, um über das weitere Vorgehen in der Pandemie zu beraten.

19.1.2021 • 22:02 Uhr

Gewerkschaft für Gastgewerbe will Mindest-Kurzarbeitergeld

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten sieht angesichts der seit November andauernden Schließungen der Gastronomie viele Beschäftigte in ihrer Existenz bedroht. "Ihre Löhne sind ohnehin niedrig, das Kurzarbeitergeld reicht entsprechend bei Weitem nicht - viele können kaum noch ihre Miete bezahlen", erklärt die Gewerkschaft. "Deshalb machen wir uns für ein Mindest-Kurzarbeitergeld von 1200 Euro stark."

19.1.2021 • 21:56 Uhr

Merkel rechtfertigt längere Schul-Schließung

Bundeskanzlerin Angela Merkel rechtfertigt den Beschluss von Bund und Ländern, auch die Schulen und Kitas bis zum 14. Februar geschlossen zu halten. Darüber sei lange gerungen worden, und alle seien sich bewusst, dass dies "unglaubliche Einschränkungen" seien. Aber es gebe ernsthafte Hinweise, dass die mutierte Form des Virus sich stärker bei Kindern und Jugendlichen verbreite. "Und das müssen wir auch ernst nehmen."

19.1.2021 • 21:51 Uhr

Merkel spricht von sinkenden Zahlen

Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet nach den Bund-Länder-Beratungen die Pressekonferenz mit Optimismus. Die Zahlen der Neuinfektionen gingen zurück. "Sie machen uns Mut." Es spreche alles dafür, dass die harten Einschnitte der vergangenen Wochen sich auszahlten, sagt Merkel.

19.1.2021 • 20:59 Uhr

Mehr als 400.000 Corona-Tote in den USA

Die Zahl der Corona-Toten in den USA hat zum Ende der Amtszeit von Präsident Donald Trump die Schwelle von 400.000 überstiegen. Die symbolische Marke wurde nach Angaben der renommierten Johns-Hopkins-Universität heute überschritten - dem Tag vor Trumps Ausscheiden aus dem Weißen Haus. Demnach wurden seit Beginn der Pandemie mehr als 24 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt.

19.1.2021 • 20:59 Uhr

Schuldebatte: Merkel offenbar verärgert über Länder

In der Debatte mit den Ministerpräsidenten über eine weitere Schließung von Schulen hat sich Kanzlerin Angela Merkel nach Informationen von Reuters aus Verhandlungskreisen sehr verärgert gezeigt. Sie habe in der Schalte zwischenzeitlich sogar mit einer eigenen Protokollnotiz gedroht. Zwar sei man sich mittlerweile einig, dass die Schulen bis zum 14. Februar geschlossen bleiben, heißt es.

Aber es gebe Differenzen, ob die Auslegung restriktiv genug sei. Merkel und Kanzleramtschef Helge Braun haben mehrfach gewarnt, dass auch Schulen zur Ausbreitung von Infektionen beitrügen, was gerade angesichts der Mutationen gefährlich sei.

19.1.2021 • 20:10 Uhr

Corona-Tests bei der Handball-WM negativ

Das Blasen-Konzept bei der Handball-Weltmeisterschaft in Ägypten scheint sich langsam zu bewähren. Wie der Weltverband IHF mitteilte, fielen alle Corona-Tests heute negativ aus. Zuvor waren am Wochenende noch einige am Turnier beteiligte Personen positiv getestet worden. Am Montag hatte schließlich nur noch der Teamarzt der schwedischen Nationalmannschaft ein positives Ergebnis. Wie die IHF betonte, hatten die meisten während der WM positiv getesteten Personen bereits vor dem Turnier positive Covid-19-Testergebnisse.

19.1.2021 • 19:04 Uhr

EU-Kommission: Beihilferegeln sollen gelockert bleiben

Die EU-Kommission will eine Lockerung der sogenannten EU-Beihilferegeln für Staatshilfen angesichts der Corona-Krise zunächst bis Ende des Jahres verlängern. "Während sich die zweite Welle des Coronavirus-Ausbruchs weiterhin stark auf unser Leben auswirkt, brauchen Unternehmen in ganz Europa weitere Unterstützung, um die Krise zu überstehen", teilte die für Wettbewerb zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager mit. Die Mitgliedstaaten hätten nun die Möglichkeit, auf den Vorschlag der Kommission einzugehen. Damit könnten die 27 EU-Länder bis zum 31. Dezember weiterhin betroffene Unternehmen mit üppigen Summen unterstützen, ohne gegen EU-Wettbewerbsregeln zu verstoßen.

19.1.2021 • 18:48 Uhr

Busbranche fordert zusätzliche Hilfen

Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) fordert zusätzliche finanzielle und strukturelle Hilfsmaßnahmen für die Verkehrsunternehmen in Deutschland. Die neuen Beschlüsse brächten weitere massive Einschränkungen mit sich und zielten konkret auf die Reduzierung der Fahrgastzahlen im ÖPNV ab, sagte bdo-Hauptgeschäftsführerin Christiane Leonard. Die Busunternehmen würden trotz der damit verbundenen Einnahmeausfälle weiterhin ihrer Verantwortung für die Mobilität der Bürger nachkommen. Sie müssten dafür aber fair entschädigt werden - vor allem auch, um Schäden im Gesamtsystem des öffentlichen Personenverkehrs zu verhindern.

19.1.2021 • 18:43 Uhr

Großbritannien verzeichnet so viele Corona-Tote wie noch nie

Großbritannien hat einen neuen Höchststand an Corona-Toten verzeichnet. Innerhalb von 24 Stunden wurden in dem Land 1610 Todesfälle gemeldet, die in Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen, wie die Gesundheitsbehörde Public Health England mitteilte. Das ist die höchste Zahl seit Beginn der Corona-Pandemie im vergangenen Frühjahr. Die Anzahl der Neuinfektionen lag mit 33.355 Fällen niedriger als in den vergangenen Tagen - ein Zeichen dafür, dass die Lockdown-Maßnahmen langsam greifen.

19.1.2021 • 18:37 Uhr

Designierte US-Finanzministerin plant "große Schritte" gegen Krise

Die designierte US-Finanzministerin Janet Yellen will mit großzügigen Maßnahmen gegen die Folgen der Corona-Krise für die US-Wirtschaft ankämpfen. "Das smarteste, was wir machen können, sind große Schritte. Ich bin überzeugt, dass auf lange Sicht die Vorteile die Kosten überwiegen werden", sagte Yellen in einer Anhörung im US-Senat. Die ehemalige US-Notenbankchefin räumte ein, dass der Anstieg der Staatsverschuldung im Zuge der Pandemie schon jetzt ein Grund zur Sorge sei. Aber die Regierung müsse dafür sorgen, dass Menschen geimpft werden, Unternehmen die Krise überleben und lokale Infrastruktur funktioniere.

Janet Yellen | AP

Designierte US-Finanzministerin Janet Yellen: "Das smarteste sind große Schritte." Bild: AP

19.1.2021 • 18:35 Uhr

Niederlande bereiten Verschärfung des Lockdowns vor

Aus Sorge vor einer schnellen Verbreitung der neuen Coronavirus-Varianten wollen die Niederlande ihren Lockdown deutlich verschärfen. Die Regierung plant laut Medienberichten unter anderem, eine abendliche Ausgangssperre zu verhängen. "Es ist notwendig, dass wir in kürzester Zeit extra Maßnahmen ergreifen", schrieb Gesundheitsminister Hugo de Jonge dem Parlament. Eine Ausgangssperre gab es bisher noch nicht. Darüber will die Regierung am Mittwoch entscheiden. Die Niederlande befinden sich bereits seit Mitte Dezember im Lockdown. Bis zunächst 9. Februar sind Geschäfte, Schulen und Gaststätten geschlossen.

19.1.2021 • 18:20 Uhr

Drosten: Starke Verbreitung der britischen Virus-Mutation verhinderbar

Der Virologe Christian Drosten geht davon aus, dass eine starke Verbreitung der britischen Coronavirus-Mutation in Deutschland noch verhindert werden kann. "Wir haben jetzt ein Gelegenheitsfenster, wenn wir das Aufkeimen der britischen Virus-Mutation noch beeinflussen wollen", sagte der Experte von der Berliner Charité in der neuen Folge des Podcasts "Coronavirus-Update" von NDR Info. "Später kann man das nicht mehr so gut machen." Dann bräuchte es deutlich drastischere Maßnahmen. Deutschland könne die Ausbreitung der Virus-Mutante B 1.1.7 jetzt noch "mit den gängigen Maßnahmen" kontrollieren, so Drosten.

19.1.2021 • 17:55 Uhr

Kipping findet Arbeitgeber-Haltung zum Homeoffice verantwortungslos

Linken-Chefin Katja Kipping hat den Widerstand der Arbeitgeber gegen die geplante Ausweitung der Homeoffice-Möglichkeiten scharf kritisiert. Sie habe "den Eindruck, die Arbeitgeberseite macht hier auf Corona-Verharmlosung", sagte Kipping. Die Reaktion der Arbeitgeberseite auf die Homeoffice-Pläne der Bundesregierung sei "verantwortungslos hoch zehn". Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hatte der Bundesregierung zuvor "bürokratischen Aktionismus" beim Thema Homeoffice vorgeworfen. Die Kritik bezog sich auf Pläne von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) für eine Verordnung. Sie soll Betriebe verpflichten, ihrer Belegschaft das Arbeiten von zu Hause aus anzubieten, sofern es möglich ist.

19.1.2021 • 17:52 Uhr

IWF senkt Wachstumsprognose für Deutschland abermals

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognose für Deutschland erneut deutlich gesenkt. Die IWF-Ökonomen trauen der deutschen Wirtschaft im laufenden Jahr jetzt nur noch einen Zuwachs um 3,5 Prozent zu, wie aus einer neuen Länderstudie hervorgeht. Damit korrigiert sich der IWF zum zweiten Mal in gut sechs Monaten nach unten - im Oktober hatte die Prognose bei 4,2 Prozent gelegen, im Juni noch 1,2 Punkte höher. Allerdings hatte sich der pandemiebedingte Konjunktureinbruch im vergangenen Jahr letztlich auch als deutlich weniger dramatisch als vom IWF zunächst angenommen herausgestellt, so dass der Spielraum für eine positive Gegenbewegung entsprechend geringer ausfällt.

19.1.2021 • 17:42 Uhr

Thailand: Verbreitung falscher Impfstoff-Nachrichten wird bestraft

Wer in Thailand in sozialen Medien oder Massenmedien falsche Informationen über Corona-Impfstoffe verbreitet, kann nach den Worten von Ministerpräsident Prayuth Chan-ocha empfindlich bestraft werden. Es gelte, das Vertrauen der Bürger in die Regierung aufrecht zu erhalten, sagte Prayuth. Daher solle ihn niemand dafür tadeln, dass er mit rechtlichen Schritten drohe. Allerdings hat die Regierung bereits eine Befugnis zur Strafverfolgung unter einem Ausnahmezustand, der im März 2020 wegen der Pandemie verhängt wurde. Prayuths Drohung wurde daher eher als Reaktion auf Vorwürfe gewertet, wonach die Regierung nicht genug unternommen habe, um ausreichende Corona-Impfstoffdosen zu kaufen.

19.1.2021 • 17:28 Uhr

Deutsche Bank will offenbar trotz Corona-Warnungen Boni erhöhen

Trotz Warnungen der Europäischen Zentralbank (EZB) will die Deutsche Bank in diesem Jahr laut einem Zeitungsbericht wieder deutlich mehr Boni zahlen. Die Bank peile einen Bonustopf im Umfang von 1,8 Milliarden Euro an, wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf zwei mit dem Sachverhalt vertraute Personen berichtete. Für 2019 hatte das Geldhaus 1,5 Milliarden Euro ausgezahlt. Ein Sprecher des Instituts wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Die EZB hatte die von ihr beaufsichtigten Institute zur Zurückhaltung bei Dividenden und Boni aufgefordert. Sie sollten die Gewinne lieber sparen, um besser für die Folgen der Corona-Krise gewappnet zu sein.

19.1.2021 • 17:23 Uhr

Fallzahlen in Bulgarien gehen zurück

In Bulgarien geht die Zahl der Corona-Neuinfektionen nach fast zwei Monaten im Teil-Lockdown amtlichen Angaben zufolge kontinuierlich zurück. Bis 0 Uhr am Dienstagmorgen galten in dem Balkanland 39.563 Menschen als aktuell infiziert. Vor einer Woche waren es noch 63.057 Menschen gewesen. Binnen 24 Stunden gab es zuletzt 570 Neuinfektionen. Regierungschef Boiko Borissow beauftragte Gesundheitsminister Kostadin Angelow, eine weitere Lockerung des Teil-Lockdowns für das Land mit 6,9 Millionen Einwohnern vorzuschlagen.

19.1.2021 • 17:06 Uhr

Tausende trinken Anti-Corona-Göttertrank auf Sri Lanka - Minister krank

Tausende Menschen auf Sri Lanka haben ein angebliches Wundermittel getrunken, das vor Corona schützen soll. Doch inzwischen musste ein Minister, der den Trank wie andere ranghohe Politiker zu sich genommen hatte, ins Krankenhaus. Piyal Nishantha de Silva, der auf dem Inselstaat für Frauen, Kinderentwicklung und Bildung zuständig ist, sagte Reportern, er leide an Covid-19. Gebraut hatte den Trank ein einflussreicher sogenannter heiliger Mann, der behauptete, er habe das Rezept dafür von der hinduistischen Göttin der Zerstörung, Kali, erhalten. Das Gebräu enthalte Honig, Muskatnuss, Koriander und andere Kräuter. Pflanzliche Heilmittel sind auf Sri Lanka weit verbreitet.

19.1.2021 • 17:03 Uhr

Polens Vize-Regierungschef mit Covid-19 im Krankenhaus

Polens stellvertretender Regierungschef Jacek Sasin wird wegen einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt. Das teilte der Sprecher des von Sasin geführten Ministeriums für Staatsbeteiligungen laut Nachrichtenagentur PAP mit. Am vergangenen Donnertag hatte das Ministerium bekannt gegeben, dass der 51 Jahre alte Politiker positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Zuvor hatte sich Sasin schon mehrfach in Quarantäne begeben.

Polens stellvertretender Regierungschef Jacek Sasin | dpa

Polens stellvertretender Regierungschef Jacek Sasin: Mit Covid-19 im Krankenhaus Bild: dpa

19.1.2021 • 16:54 Uhr

Lettland will Beschränkungen bis 7. Februar verlängern

Lettlands Regierung will die wegen der Corona-Pandemie bis zum 25. Januar verhängten Beschränkungen um zwei weitere Wochen verlängern. Das Kabinett in Riga einigte sich in einer gemeinsamen Sitzung mit dem Corona-Krisenstab auf eine weitere Verlängerung der Schutzmaßnahmen bis zum 7. Februar. Bis dahin soll in dem baltischen EU-Land auch die am Wochenende geltende nächtliche Ausgangssperre weiter bestehen. Eine endgültige Entscheidung über die Regeln soll auf der Regierungssitzung am Donnerstag getroffen werden.

19.1.2021 • 16:40 Uhr

Volkswirt: Längerer Lockdown nagt am Wirtschaftswachstum

Eine Verlängerung des Corona-Lockdowns um rund zwei Wochen bis Mitte Februar dürfte das deutsche Wirtschaftswachstum im ersten Quartal etwa einen Prozentpunkt niedriger ausfallen lassen. Diese Prognose stellte der Volkswirtschafts-Professor Enzo Weber vom Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). "Die Wirtschaft wird aber bei weitem nicht so einbrechen wie im ersten Lockdown", sagte er. Auch die Beschäftigungsentwicklung dürfte vergleichsweise robust bleiben. "Aber eine zügige Erholung des Arbeitsmarkts im Anschluss wird kein Selbstläufer", so Weber.

19.1.2021 • 16:39 Uhr

Brüssel fordert von EU-Ländern Impfrate von 70 Prozent bis Sommer

Die EU-Kommission hat den Mitgliedstaaten ehrgeizige Ziele für ihre Corona-Impfkampagnen gesetzt. Bis März sollten mindestens 80 Prozent des Pflegepersonals und der Menschen über 80 Jahren geimpft sein, sagte Kommissionsvizepräsident Margaritis Schinas. "Wir schlagen außerdem vor, dass die Mitgliedstaaten bis Sommer mindestens 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung impfen." Dafür "müssen wir die Versorgung mit Impfstoffen aufstocken", sagte Schinas weiter. Die EU arbeite mit den Herstellern zusammen, um die Produktionskapazitäten zu maximieren.

19.1.2021 • 16:24 Uhr

Corona-Tests in St. Moritz nach Infektionen in Luxushotels

Im Schweizer Nobel-Skiort St. Moritz haben nach dem Auftauchen einer der neuen Varianten des Coronavirus Massentests an Bewohnern und Besuchern begonnen. Die Menschen wurden gebeten, sich im Internet zu registrieren und die kostenlosen Tests in einer Sporteinrichtung oder einem Getränkegeschäft durchführen zu lassen. Am Vortag waren zwei Luxushotels unter Quarantäne gestellt worden. Alle Schulen, Kindergärten und Skischulen wurden geschlossen. Bei der entdeckten Virus-Variante handelt es sich örtlichen Medienberichten zufolge um eine, die zuerst in Südafrika gefunden worden war. In den beiden Hotels seien mindestens zwei Dutzend Fälle entdeckt worden, hieß es von den Behörden.

19.1.2021 • 16:02 Uhr

BaFin: Banken müssen weiterhin mit Unsicherheit zurecht kommen

BaFin-Präsident Felix Hufeld schwört die Banken in Deutschland auf weitere unsichere Monate ein. "Es lässt sich nicht seriös vorhersagen, wie sich die Wirtschaft in der Pandemie entwickeln wird", erklärte Hufeld in einem schriftlichen Statement. "Umso wichtiger ist es für die Finanzinstitute, für möglichst viele Eventualitäten vorzubauen." So sei etwa klar, dass vermehrt Kredit ausfielen, wenn die staatlichen Hilfen wegfielen. Es sei aber nicht klar, wann das passiere. Banken sollten daher zurückhaltend mit Gewinnausschüttungen sein. Eine Bankenkrise wie 2008/09 sei trotz der Unsicherheiten nicht zu erkennen, bekräftigte der oberste Finanzaufseher. Der Bankensektor stehe aus heutiger Sicht robust da - unter anderem dank der Reformen nach der Finanzkrise.

19.1.2021 • 15:54 Uhr

Bundeswehr will Impf-Bedenken von Soldaten ernst nehmen

Bei der Bundeswehr könnte die Corona-Impfung bald Pflicht werden - persönliche Bedenken der Soldatinnen und Soldaten sollen dabei aber ernst genommen werden. Das machte das Bundesverteidigungsministerium deutlich. Die Bundeswehr werde "etwaige Vorbehalte sehr ernst nehmen und in jedem Einzelfall entscheiden". Es handele sich "um einen ganz neuen Impfstoff" und "einzelne Soldatinnen und Soldaten" könnten "aus diesem Grunde Vorbehalte haben".

Bisher gibt es für Bundeswehrangehörige keine Pflicht, sich gegen das neuartige Coronavirus impfen zu lassen. "Allerdings überprüfen die medizinischen Fachleute der Streitkräfte ständig, ob Impfungen gegen neue Erkrankungen zur Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeit notwendig sein könnten", erläuterte das Verteidigungsministerium. "Auch bei Covid-19 laufen derzeit Untersuchungen zu dieser Frage."

Rekrutinnen und Rekruten der Bundeswehr stehen beim großen öffentlichen Gelöbnis von Bundeswehrsoldaten vor dem Reichstag (Archiv 12.11.2019) | dpa

Rekruten der Bundeswehr: Bald nur noch mit Corona-Impfung? Bild: dpa

19.1.2021 • 15:46 Uhr

Spanische Justiz kippt Verlegung der Wahl in Katalonien

Die spanische Justiz hat die Corona-bedingte Verschiebung der Parlamentswahl in der Konfliktregion Katalonien vom 14. Februar auf den 30. Mai gekippt. Das katalanische Oberlandesgericht (TSJC) gab in einem vorläufigen Urteil dem Antrag eines Anwalts statt. Die katalanische Regionalregierung teilte unterdessen in Barcelona mit, sie werde bis Donnerstag Einspruch gegen das Urteil einlegen. Die Regionalregierung hatte die Verlegung am Freitag beschlossen. Als Grund wurden die vielen Corona-Infektionen und die damit verbundenen Einschränkungen der Bewegungsfreiheit angeführt. Die meisten Parteien hatten zuvor der Verschiebung zugestimmt.

19.1.2021 • 15:43 Uhr

Dänemark prüft Lockdown-Verlängerung trotz Infektionsrückgang

Trotz eines Rückgangs der Neuinfektionen prüft Dänemark eine Verlängerung des Lockdowns über Anfang Februar hinaus. Grund sei die rasche Verbreitung der in Großbritannien aufgetretenen und ansteckenderen Varianten des Coronavirus, sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen. Es bestehe die Gefahr eines exponentiellen Anstiegs der Infektionszahlen. Möglicherweise müssten bereits am Dienstag einige Maßnahmen verschärft werden.

Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen spricht auf einer Pressekonferenz. | AFP

Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen: Gefahr eines exponentiellen Anstiegs der Infektionszahlen Bild: AFP

19.1.2021 • 15:42 Uhr

Hohe Arbeitslosigkeit in Österreichs Tourismusbranche

Die Corona-Krise hinterlässt immer tiefere Spuren in Österreichs Tourismus: Die mehr als 70.000 Arbeitslosen in der Branche entsprächen einem Anteil von etwa 16 Prozent an der gesamten Arbeitslosigkeit in Österreich, sagte Arbeitsminister Martin Kocher in Wien. "Das ist sehr hoch." Der wegen des Lockdowns fehlende Saisonstart mache sich bemerkbar. Wichtig sei, gut qualifizierte Mitarbeiter in der Hotellerie und der Gastronomie zu halten, so Tourismusministerin Elisabeth Köstinger. "Sehr viele haben die Branche verlassen."

19.1.2021 • 15:35 Uhr

Kreise: Bund und Länder einig über Verlängerung des Lockdowns

Bund und Länder sind sich einig, dass zur Eindämmung des Coronavirus der bis Ende Januar befristete Lockdown bis zum 14. Februar verlängert wird. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa von Teilnehmern der Beratungen vonseiten des Bundes sowie der Länder.

Damit bleiben etwa die Gastronomie, Freizeiteinrichtungen sowie der Einzelhandel geschlossen. Ausnahmen gelten weiterhin zum Beispiel für Supermärkte. Eine Einigung auf ein gesamtes Beschlusspapier gab es aber noch nicht.

19.1.2021 • 15:34 Uhr

Weniger Lieferungen: Zweitimpfung bleibt meist gewährleistet

Da die Hersteller Biontech/Pfizer in der kommenden Woche wegen Umbaumaßnahmen kurzfristig weniger Impfdosen liefern, können die Lieferungen in den einzelnen Bundesländern vorübergehend geringer ausfallen. Die Länder gehen damit unterschiedlich um - die Zweitimpfungen sind meistens abgedeckt.

In Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen müssten derzeit keine Termine für die Zweitimpfung abgesagt werden, teilten die jeweiligen Behörden mit. In Berlin könnte die Terminvergabe jedoch gestreckt werden. In Sachsen-Anhalt sind die einzelnen Landkreise und kreisfreien Städte für die Impfungen zuständig. Halle beispielsweise habe die Zweitimpfungen gesichert.

Niedersachsen plant mit einer Verzögerung bei den Erstimpfungen. Auch in Bayern wurden teils Termine zur Erstimpfung abgesagt, in Rheinland-Pfalz und Saarland wurden sie teilweise verschoben. Weniger neue Impftermine werde es vorerst in Baden-Württemberg geben. In Bayern, Brandenburg, Sachsen, Saarland, Schleswig-Holstein und Hamburg seien zunächst keine neuen Termine zur Impfung geplant, so die jeweiligen Behörden. Für das kleinste Bundesland Bremen gibt es de facto keine Auswirkungen, wie ein Sprecher der Gesundheitsbehörden sagte. Aus Nordrhein-Westfalen sind derzeit keine Informationen bekannt.

19.1.2021 • 15:24 Uhr

Arbeitgeber kritisieren "bürokratischen Aktionismus" beim Thema Homeoffice

Die Pläne der Bundesregierung zur Ausweitung von Homeoffice-Möglichkeiten stoßen bei den Arbeitgebern auf Unverständnis. "Die Organisation von mobilen Arbeitsformen ist eine gemeinsame Gestaltungsherausforderung für Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen", erklärte die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). "Praxisferne Vorgaben erschweren diesen Prozess." Auch sei die Sozialpartnerschaft "immer wirksamer als bürokratischer Aktionismus".

Die Kritik bezieht sich auf Pläne von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) für eine Verordnung zu dem Thema. Damit sollen Betriebe verpflichtet werden, ihrer Belegschaft die Möglichkeit zum Arbeiten von zu Hause aus anzubieten, sofern es möglich ist.

19.1.2021 • 15:21 Uhr

Afrika bereitet sich auf erste Impfkampagnen vor

In Afrika rüsten sich die Staaten für die ersten Impfkampagnen. Auch angesichts der Ausbreitung einer neuen Virusvariante im Süden des Kontinents hoffen sie dadurch auf eine schrittweise Rückkehr zur Normalität. Als Beschaffungsinstrument dient eine Initiative der Afrikanischen Union (AU) namens AVATT. Über sie wurden der südafrikanischen AU-Präsidentschaft zufolge 270 Millionen Impfdosen beschafft.

50 Millionen sollen zwischen April und Juni zur Verfügung stehen, hatte Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa kürzlich erklärt und den Produzenten Biontech erwähnt. Der Inselstaat der Seychellen und der westafrikanische Staat Guinea haben mit ersten Impfungen begonnen - mit Präparaten aus China (Seychellen) und Russland (Guinea).

19.1.2021 • 15:16 Uhr

Infizierte Reise-Rückkehrerin: Zwei geschlossene Schulen in Belgien

Durch das Missachten von Corona-Regeln hat eine Schweiz-Urlauberin nach der Rückkehr nach Belgien für geschlossene Schulen und Tausende Quarantäne-Anordnungen gesorgt. Mehr als 2000 Schüler und Lehrer an zwei Schulen im Großraum Antwerpen seien außerdem auf das Coronavirus getestet worden, berichtete der belgische Sender RTBF. Die Urlauberin war dem Bericht zufolge positiv auf die britische Mutation des Coronavirus getestet worden. Für 5000 Personen ordneten die Behörden Quarantäne an.

19.1.2021 • 15:12 Uhr

Kommission fordert Stärkung der WHO

Angesichts der Pandemie hat eine unabhängige Untersuchungskommission die Stärkung und eine bessere finanzielle Ausstattung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf gefordert. Die WHO habe zu wenige Kompetenzen und budgetäre Mittel, um energisch gegen den Ausbruch von Pandemien vorzugehen, warnte die Ko-Vorsitzende der Kommission, Ellen Johnson Sirleaf.

Die WHO könne den 194 Mitgliedsländern nichts anordnen, und sie könne keine eigenständigen Ermittlungen beginnen, sagte die frühere Präsidentin Liberias. Die Untersuchungskommission präsentierte dem Exekutivrat der WHO einen Zwischenbericht über die Reaktion auf den Corona-Ausbruch 2019/2020 in China. Dabei verlangte die zweite Ko-Vorsitzende Helen Clark eine gründliche Modernisierung der internationalen Gesundheitsstrukturen. Nur so könnten die Länder verhindern, dass sich eine weltweite Krisenlage wie in der Corona-Pandemie wiederhole.

19.1.2021 • 15:02 Uhr

Brasilien startet Impfkampagne

Deutlich später als die USA, Europa oder andere lateinamerikanische Länder hat Brasilien seine Impfkampagne gestartet. Nach Beratungen mit den Gouverneuren sei entschieden worden, zwei Tage früher als geplant mit den Impfungen zu beginnen, sagte Gesundheitsminister Eduardo Pazuello.

Alle 27 Bundesstaaten Brasiliens würden nun mit Impfstoff versorgt und könnten dann sofort mit den Impfungen beginnen, erläuterte Pazuello. Die brasilianische Aufsichtsbehörde Anvisa hatte am Sonntag dem Vakzin des britisch-schwedischen Pharmaunternehmens Astrazeneca die Zulassung erteilt. Grünes Licht gab es auch für das vom chinesischen Hersteller Sinovac in Zusammenarbeit mit dem brasilianischen Institut Butantan entwickelte Mittel CoronaVac. Vorerst ist aber nur dieser Impfstoff in Brasilien verfügbar.

Da im Bundesstaat São Paulo schon am Sonntag die ersten Impfungen vorgenommen worden waren, war die Zentralregierung unter Druck geraten, die landesweite Impfkampagne vorzuziehen. Brasilien ist mit mehr als 210.000 Todesopfern nach den USA das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land der Welt.

19.1.2021 • 14:34 Uhr

Finanzministerium plant neue Abschreibungsregeln für Laptops

Wer einen Laptop anschafft, den er zum Beispiel im Homeoffice auch beruflich nutzt, soll diesen künftig besser steuerlich geltend machen können. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa hat das Bundesfinanzministerium vor den heutigen Bund-Länder-Gesprächen einen entsprechenden Vorschlag vorgelegt. Demnach könnten die Kosten für Computer und Software künftig vollständig im Jahr der Anschaffung berücksichtigt werden. Bisher können Arbeitsmittel für mehr als rund 950 Euro nur über mehrere Jahre verteilt abgesetzt werden - Laptops etwa über drei Jahre. Durch die Neuregelung könnte es vielen Steuerzahlern leichter fallen, die Werbungskostenpauschale von 1000 Euro zu übertreffen.

19.1.2021 • 14:29 Uhr

Laborärzte: Rate positiver Tests gesunken - "erstes gutes Zeichen"

Der Anteil positiver Corona-Tests in Deutschland ist nach Daten von Laboren in der vergangenen Woche zurückgegangen. Im Vergleich zur Vorwoche sei die sogenannte Positivrate um gut ein Fünftel auf 10,8 Prozent gesunken, teilte der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) mit. Zeitweise hatte die Rate bei mehr als 16 Prozent gelegen. Je höher die Positivrate bei hohen Fallzahlen ist, desto höher ist schätzungsweise auch die Dunkelziffer. "Das ist ein erstes gutes Zeichen für ein möglicherweise rückläufiges Infektionsgeschehen", erklärten die Labormediziner. Das Bild sei allerdings unvollständig. So müssten zum Beispiel auch Ergebnisse von sogenannten Antigen-Schnelltests "dringend" in die Teststatistik einfließen, hieß es.

Die Zahl der durchgeführten Labortests blieb nach Daten von 170 Laboren zwischen 11. und 17. Januar mit rund einer Million ungefähr konstant im Vergleich zur ersten Kalenderwoche. Die teilnehmenden Labore sind laut Verband für 80 bis 90 Prozent der Corona-Tests bundesweit verantwortlich.

19.1.2021 • 14:07 Uhr

Studie: Jeder Achte in England hat Infektion durchgemacht

Einer Antikörper-Studie der britischen Statistikbehörde zufolge haben bis Dezember rund zwölf Prozent der Menschen in England eine Coronavirus-Infektion durchgemacht. Das entspricht ungefähr jedem Achten. Im November hatte die Rate noch bei knapp neun Prozent gelegen. Allerdings haben Analysen gezeigt, dass die Menge an Antikörpern nach einer Infektion rasch schwinden kann - der tatsächliche Wert könnte deshalb höher liegen. Analysiert werden für die Auswertung Proben Tausender Menschen ab 16 Jahren aus Privathaushalten. In Pflege- und Altenheimen betreute Menschen sind nicht in die Studie einbezogen.

19.1.2021 • 13:52 Uhr

Scholz drängt auf verbindliche Regeln für mehr Homeoffice

Bundesfinanzminister Olaf Scholz drängt auf verbindliche Vorgaben für mehr Homeoffice in Unternehmen. Der SPD-Kanzlerkanidat sagte am Rande von digitalen Beratungen der EU-Finanzminister: "Ich glaube, dass wir alle einig sind, dass es jetzt darum geht, dass wir dafür sorgen, dass mehr Homeoffice zustande kommt, wo das möglich ist." Das reduziere die Kontakte in den Betrieben und die Kontakte bei der Fahrt zur und von der Arbeit. Er sei sicher, dass "Verbindlichkeit" das Ergebnis der heutigen Beratungen von Bund und Ländern sein werde. "Das ist mein sehr fester Eindruck", sagte Scholz. Er sehe in dieser Frage große Einigkeit.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) | dpa

Bundesfinanzminister Olaf Scholz: "Dafür sorgen, dass mehr Homeoffice zustande kommt" Bild: dpa

19.1.2021 • 13:50 Uhr

Elektrohandwerk kommt glimpflich durch die Krise

Das Elektrohandwerk ist besser durch den Corona-Herbst gekommen als erwartet. Die Branchenunternehmen hätten im Mittel keine größeren Umsatzeinbrüche verzeichnet, teilte der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) mit. Die Erwartungen für das neue Jahr seien indes verhalten, auch weil Auftragspolster abgeschmolzen seien, hieß es in der Umfrage unter gut 1800 Betrieben.

19.1.2021 • 13:47 Uhr

Londoner Olympia-Organisator hält Spiele für unwahrscheinlich

Der für Olympia 2012 in London verantwortliche Sir Keith Mills hält eine Austragung der Olympischen Spiele in Tokio noch in diesem Jahr wegen der anhaltenden Coronavirus-Pandemie für unwahrscheinlich. Das sagte Mills im britischen Sender BBC Radio 5 Live. "Wenn ich persönlich hier so sitze und mir die Pandemie auf der ganzen Welt anschaue, in Südamerika, in Nordamerika und Afrika und in ganz Europa, dann sieht es sehr unwahrscheinlich aus", sagte der stellvertretende Vorsitzende des Londoner Organisationskomitees für die Olympischen und Paralympischen Spiele vor neun Jahren. Ursprünglich hätten die Spiele in der japanischen Hauptstadt bereits im vergangenen Sommer stattfinden sollen. Nach dem Ausbruch des Coronavirus wurden sie um ein Jahr verschoben.

19.1.2021 • 13:34 Uhr

Gericht kippt Alkoholverbot in Bayern

Der bayerische Verwaltungsgerichtshof hat das von der Landesregierung für ganz Bayern verhängte Alkoholverbot im öffentlichen Raum gekippt. Nach dem Infektionsschutzgesetz sei nur an bestimmten öffentlichen Plätzen ein Alkoholverbot vorgesehen, entschied das Gericht und gab damit dem Eilantrag einer Privatperson aus Regensburg Recht. Mit dem pauschalen Alkoholverbot in ganz Bayern habe die Landesregierung die Verordnungsermächtigung des Bundesgesetzgebers überschritten.

19.1.2021 • 13:07 Uhr

Städte- und Gemeindebund warnt vor nicht kontrollierbaren Maßnahmen

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat die Politik vor nicht überprüfbaren Corona-Beschränkungen gewarnt. "Macht nichts, was wir nicht kontrollieren können!", forderte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg von Bund und Ländern. Diese wollen am Nachmittag in einer neuen Gipfelrunde über die Corona-Lage und mögliche neue Maßnahmen beraten. Landsberg sprach sich unter anderem konkret gegen eine Pflicht zum Homeoffice für Unternehmen aus. "Ich habe Bedenken, eine Homeoffice-Pflicht zu formulieren", sagte er. "Wer soll das alles kontrollieren?"

19.1.2021 • 13:05 Uhr

Vatikan erneuert Impf-Aufruf

Der Vatikan hat erneut nachdrücklich zur Teilnahme an Corona-Impfungen aufgerufen. Der Schutz vor einer Covid-Erkrankung sei ethisch geboten. "Du spielst mit deiner Gesundheit, du spielst mit deinem Leben, aber du spielst auch mit dem Leben anderer", wurde Papst Franziskus von der Päpstlichen Akademie für das Leben zitiert. Die Leiter der Organisation, Akademiepräsident Erzbischof Vincenzo Paglia und Kanzler Renzo Pegoraro, ließen sich demnach ebenfalls immunisieren.

19.1.2021 • 12:45 Uhr

China verteidigt sich gegen Gutachter-Kritik

China hat sein Vorgehen zu Beginn des Corona-Ausbruchs vor gut einem Jahr gegen Kritik internationaler Gutachter verteidigt. Bereits einige Wochen nach der Entdeckung des Virus seien massive Beschränkungen in der Millionenmetropole Wuhan verhängt worden, die "Infektionen und Todesfälle reduzierten", sagte ein Sprecherin des chinesischen Außenministeriums. China habe zudem als erstes Land der Welt wegen des Virus "Alarm geschlagen" und trotz der damals noch fehlenden Informationen "schnelle und entscheidende Maßnahmen" ergriffen.

Der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingesetzte Unabhängige Prüfungsausschuss hatte der chinesischen Regierung am Montag fehlendes Tempo bei den ersten Reaktionen auf die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus vor einem Jahr vorgeworfen. Es hätte in dieser Phase "Potenzial gegeben, schneller auf frühe Anzeichen zu reagieren", hieß es in einem Bericht des Gremiums.

19.1.2021 • 12:43 Uhr

Erste Impfzentren in Hessen geöffnet

Die ersten sechs Impfzentren in Hessen haben heute ihren Betrieb aufgenommen. In Kassel, Gießen, Fulda, Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt würden vor allem auch die nicht in Heimen lebenden Menschen im Alter von 80 Jahren und mehr aus der jeweiligen Region geimpft, sagte Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU).

19.1.2021 • 12:41 Uhr

Eurostar-Züge vor ungewisser Zukunft

Der Geschäftsführer des französischen Bahnunternehmens SNCF, Jean-Pierre Farandou, hat sich wegen der Corona-Pandemie und des Brexits besorgt über die Zukunft des Bahnanbieters Eurostar geäußert. "Die Situation ist für Eurostar sehr kritisch", sagte Farandou dem Radiosender France Inter. "Heute gibt es eine Linie, die zwischen London und Paris verkehrt, und eine weitere, die zwischen London und Brüssel-Amsterdam verkehrt", sagte Farandou. "Und diese Züge sind nur zu zehn Prozent ausgelastet."

SNCF gehören 55 Prozent von Eurostar. Eurostar verbindet Großbritannien mit Festlandeuropa. Der Anbieter hat wegen der Corona-Pandemie und des Brexits deutlich weniger Passagiere als früher. Die Passagierzahlen im Zugverkehr durch den Ärmelkanal sind seit März um 95 Prozent gesunken.

Eurostar-Zug | REUTERS

Eurostar-Zug: Nur zehn Prozent Auslastung Bild: REUTERS

19.1.2021 • 12:26 Uhr

EU-Gesundheitsbehörde baut Datensammlung zum Impfstand auf

Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC baut ein System auf, mit dem frühzeitige Daten zur Verteilung und Verabreichung der Corona-Impfstoffe in Europa gesammelt werden sollen. Die Datensammlung soll zum einen die wöchentlich pro Land gelieferten Impfstoffdosen und zum anderen die Anzahl der Menschen abdecken, die bislang gegen das Coronavirus geimpft worden sind. Damit möchte die in Stockholm ansässige Behörde unter anderem Informationen zur Effizienz der nationalen Impfkampagnen liefern und mögliche Mängel bei der Verteilung der Chargen identifizieren, wie ein ECDC-Sprecher mitteilte.

19.1.2021 • 12:18 Uhr

Bund braucht fast 90 Milliarden Euro weniger Kredite als geplant

Der Bund hat für die Bewältigung der Corona-Krise im vergangenen Jahr deutlich weniger Schulden gebraucht, als erwartet worden war. Nach dem vorläufigen Haushaltsabschluss wurden Kredite in Höhe von 130,5 Milliarden Euro aufgenommen, wie es aus Regierungskreisen hieß. Das sind fast 90 Milliarden Euro weniger als angenommen. Der Bundestag hatte ursprünglich 217,8 Milliarden Euro Schulden genehmigt und dafür wegen der besonderen Situation zweimal die Schuldenbremse außer Kraft gesetzt.

Dass diese Summe bei weitem nicht ausgeschöpft wurde, dürfte auch daran liegen, dass ein Großteil der für November und Dezember gedachten Wirtschaftshilfen erst jetzt an die Unternehmen ausgezahlt wird. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hat deshalb bereits das Kreditvolumen für das laufende Jahr angepasst und auf rund 180 Milliarden erhöht. Für beide Krisenjahre zusammen werde man rund 300 Milliarden Euro benötigen, hatte er angekündigt.

19.1.2021 • 12:16 Uhr

Indiens Impfkampagne mit großen Startschwierigkeiten

Indien kämpft nach dem Start seiner großangelegten Corona-Impfkampagne mit Pannen: Von Samstag bis Montag wurden von den mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern rund 380.000 gegen das Virus geimpft, wie die Zeitung "Indian Express" berichtete. Das sind deutlich weniger als erwartet. In der indischen Hauptstadt Neu-Delhi nahmen weniger als die Hälfte der Personen, die einen Impftermin hatten, diesen auch wahr. Zudem bereitete auch die Smartphone-App, mit der die Impfberechtigten kontaktiert werden sollen, Probleme. Die automatischen Mitteilung blieben teils aus, so dass die Impfzentren die Termine per Telefonanruf bestätigen mussten. Im südlichen Bundesstaat Tamil Nadu erschienen nur etwa 16 Prozent der Berechtigten.

19.1.2021 • 12:12 Uhr

SPD will offenbar Insolvenzantragspflicht bis Ende März aussetzen

Die SPD-geführten Bundesländer wollen einem Papier zufolge bei den heutigen Corona-Beratungen von Kanzleramt und Ministerpräsidenten auch neue Regelungen zu Insolvenzanträgen aufnehmen. "Wegen der anhaltenden pandemischen Lage wird die bestehende Aussetzung der Pflicht zur Anmeldung der Insolvenz bis zum 31. März 2021 verlängert", heißt es in dem Entwurf der SPD-geführten Länder, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Bislang ist die Pflicht bis Ende Januar ausgesetzt.

19.1.2021 • 12:06 Uhr

Tourismus- und Modebranche warnen vor verlängertem Lockdown

Der Modehandel in Deutschland warnt vor den Folgen eines verlängerten Lockdowns für die Branche und fordert eindringlich Hilfen von der Politik. "Jeder Tag, an dem die Läden geschlossen sind, verschärft die Probleme massiv", sagte Steffen Jost, Präsident des Branchenverbands BTE, vor den Beratungen von Bund und Ländern. Weite Teile der Winterware seien aufgrund der Geschäftsschließungen nicht verkauft worden, nun treffe die neue Ware für das Frühjahr ein und müsse bezahlt werden.

Unterdessen forderte die Tourismuswirtschaft von Bund und Ländern eine Öffnungsperspektive. "Wir erwarten, dass die Politik Bürgern wie Unternehmen schon jetzt Orientierung dazu gibt, wie und unter welchen Bedingungen das öffentliche Leben und damit auch die Freizeit- und Tourismusangebote in Deutschland wieder hochgefahren werden", sagte der Generalsekretär des Branchenverbandes BTW, Michael Rabe. Er schlägt einen bundesweit verbindlichen Strategieplan vor, in dem die Politik klären soll, ab welchem Inzidenzwert welche Bereiche geschlossen oder wiedereröffnet werden dürfen. Zudem brauche es eine umfassende Schnelltest-Strategie.

19.1.2021 • 11:59 Uhr

Britische Ärzte fordern Priorität für Minderheiten bei Impfungen

Britische Ärzte haben sich für eine Berücksichtigung ethnischer Minderheiten bei der Corona-Impfreihenfolge ausgesprochen. "Wir sind besorgt, weil Berichte zeigen, dass Menschen aus den schwarzen und asiatisch geprägten Communities nicht nur mit größerer Wahrscheinlichkeit schwer von dem Virus betroffen sind, sondern auch weniger wahrscheinlich eine Corona-Impfung in Anspruch nehmen", sagte der Vorsitzende des Hausärzteverbands Royal College of General Practitioners, Martin Marshall, dem "Guardian". Marshall forderte das Gesundheitsministerium auf, Angehörige ethnischer Minderheiten bei der Impfreihenfolge zu berücksichtigen. Außerdem hätten Hausärzte das Recht, auf Besonderheiten ihrer lokalen Gemeinden zu achten und so gegebenenfalls zu priorisieren, erklärte Marshall.

19.1.2021 • 11:53 Uhr

AfD-Fraktionen fordern sofortiges Lockdown-Ende

Die AfD-Fraktionen in Bundestag und Landesparlamenten fordern ein umgehendes Ende des Lockdowns in Deutschland. "Die erhobenen wissenschaftlichen Zahlen haben bewiesen, dass der Lockdown vulnerablen Gruppen keinen Schutz bietet, nachfolgende Generationen mit kaum bezahlbaren Schulden belastet und ganze Wirtschaftszweige irreparabel schädigt", heißt es unter der Zwischenüberschrift "Lockdown sofort beenden" in einem gemeinsamen Thesenpapier. Es wurde im Anschluss an Beratungen der Fraktionsspitzen aus Bund und Ländern vorgestellt. Die stellvertretende Bundestagsfraktionsvorsitzende Beatrix von Storch sagte: "Wir müssen die Alten schützen und nicht die Existenz von Millionen Bürgern zerstören. Die Maßnahmen haben keine wissenschaftliche Basis."

Beatrix von Storch | dpa

AfD-Politikerin Beatrix von Storch: "Die Maßnahmen haben keine wissenschaftliche Basis." Bild: dpa

19.1.2021 • 11:51 Uhr

Apotheken-Verbände warnen vor steigenden Preisen für FFP-2-Masken

Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) warnt vor steigenden Preisen für FFP-2-Masken, sollten Bund und Länder eine flächendeckende Pflicht zum Tragen dieser Masken beschließen. Ein solche Verpflichtung für alle Bundesbürger "würde eine stark erhöhte Nachfrage bedeuten, die im Markt zu erhöhten Preisen führen könnte", sagte die ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Die Apotheken hätten sich bereits auf eine steigende Nachfrage eingestellt. Bislang hätten sie weit mehr als 30 Millionen ältere und chronisch kranke Menschen mit FFP-2-Masken versorgt.

19.1.2021 • 11:47 Uhr

Erlanger Oberbürgermeister startet Bart ab-Challenge im Internet

FFP2-Masken sitzen bekanntlich bei Bartträgern nicht immer richtig. Der Erlanger Oberbürgermeister Florian Janik (SPD) hat seinen Bart deshalb abrasiert. Fotos davon postete er auf Facebook und forderte ein anderes Stadtratsmitglied auf, es ihm gleich zu tun. Denn: "Geteiltes Leid ist halbes Leid", schrieb der 40-Jährige. Der aufgeforderte Politiker rasierte daraufhin ebenfalls seinen Vollbart ab und nominierte den nächsten Bartträger aus dem Stadtrat. Mehrere Stadtratsmitglieder haben die Bart ab-Challenge bereits angenommen - und auch an Stadträte aus anderen Städten weitergereicht.

19.1.2021 • 11:36 Uhr

EU will überschüssige Impfdosen an ärmere Länder geben

Die EU plant, überschüssige Impfstoff-Dosen an ärmere Staaten abzugeben, zum Beispiel an Länder in Afrika. Ein entsprechender europäischer Mechanismus werde geprüft, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Die EU, in der rund 450 Millionen Menschen leben, hat sich fast 2,3 Milliarden Dosen von Impfstoffen und Impfstoffkandidaten von sechs Herstellern gesichert.

19.1.2021 • 11:17 Uhr

Großbritannien: Höchste Zahl an Todesfällen gemessen an Bevölkerung

Großbritannien verzeichnet derzeit relativ zur Bevölkerung die weltweit höchste Anzahl von Corona-Todesfällen. Im Sieben-Tage-Durchschnitt waren es zuletzt mehr als 16,5 Tote pro einer Million Menschen. Das belegen Zahlen der Oxford Universität, die sich auf Daten der Johns-Hopkins-Universität bezieht.

Damit liegt Großbritannien knapp vor Tschechien und Portugal und deutlich vor Deutschland und den USA, die beide in diesem Zeitraum im Schnitt mehr als neun Todesopfer pro einer Million Einwohner verzeichneten.

19.1.2021 • 11:07 Uhr

Vollere Flugzeuge dank Massentests?

Die Flugbranche ächzt unter den Folgen der Corona-Pandemie und hofft, dass Reisen bald wieder in größerem Maße möglich wird. Doch wie kann das Fliegen sicher gestaltet werden? Mehrere Unternehmen wollen auf Massentests setzen, wie Till Bücker berichtet.

19.1.2021 • 11:02 Uhr

Preise für Fitnessgeräte im Lockdown deutlich höher

Die Corona-Einschränkungen wie die Schließung von Sportstudios haben die Preise für Fitnessgeräte für Zuhause in die Höhe getrieben. Im Dezember mussten Verbraucher für Laufband, Stepper und Co. nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Durchschnitt 13,1 Prozent mehr zahlen als im Vergleichsmonat 2019 - trotz geltender geringerer Mehrwertsteuer.

Schon während des ersten Lockdowns im Frühjahr hatte es einen Preisanstieg bei den Geräten gegeben: Im Jahresdurchschnitt kletterten die Preise 2020 um 7,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 

19.1.2021 • 10:56 Uhr

Gesundheitsministerium verteidigt Impfstoff-Verträge

Nach umfassender Kritik an einer zu langsamen und geringen Versorgung mit Corona-Impfstoffen hat das Bundesgesundheitsministerium seine Strategie erneut verteidigt. In seiner Antwort auf einen Fragenkatalog der SPD betonte das Ministerium, dass im Sommer nicht absehbar gewesen sei, dass der Wirkstoff der Unternehmen BioNTech und Pfizer eher eine Zulassung in der EU erhält als der Impfstoff des Konzerns AstraZeneca. Dies habe sich bis November noch nicht abgezeichnet.

19.1.2021 • 10:48 Uhr

Britischer Gesundheitsminister begibt sich in Quarantäne

Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock hat angekündigt, sich bis mindestens Sonntag in häusliche Isolation zu begeben. Er sei über die Warn-App des Gesundheitsdienstes NHS informiert worden, dass er möglicherweise Kontakt zu einer infizierten Person gehabt haben könnte.

19.1.2021 • 10:42 Uhr

Thüringen: Jobcenter muss Schülerin PC und Drucker zahlen

Das Landessozialgericht in Erfurt hat entschieden, dass das Jobcenter eine Schülerin finanziell unterstützen muss, damit diese einen Computer und Drucker zur Verfügung hat, um von zu Hause aus am Schulunterricht teilnehmen zu können. Die Kostengrenze liegt dabei bei 500 Euro.

Damit hoben die Richter ablehnenden Bescheide des Jobcenters und des Sozialgerichts Nordhausen auf. Die Entscheidung ist den Angaben zufolge nicht anfechtbar.

Die Mutter hatte die Kostenübernahme für die Ausstattung der Achtklässlerin beantragt. Ihre Hartz-IV-Bezüge deckten die Ausgaben nicht durch den Regelbedarf ab.

Az.: L 9 AS 862/20 B ER

19.1.2021 • 10:22 Uhr

EU-Kommissarin: Mehr als 400.000 Corona-Tote in EU

Seitdem die Corona-Pandemie die EU erreicht hat, seien in den Mitgliedsstaaten mehr als 400.000 Menschen im Zusammenhang mit einer Ansteckung gestorben. Das sagte die EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Und sie betonte, dass die Pandemie angesichts der sich ausbreitenden Mutationen noch lange nicht überstanden sei.

Allerdings seien die Impfstoffe ein "machtvolles Instrument" gegen das Virus. Hier sicherte sie mehr Transparenz über die Lieferverträge zu, die die EU mit Unternehmen geschlossen hat, die Wirkstoffe für die Impfung entwickelt haben.

19.1.2021 • 09:56 Uhr

Bundesregierung für Lockdown bis Mitte Februar

Die Bundesregierung will sich in den heutigen Beratungen über die Corona-Maßnahmen für eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 15. Februar einsetzen. Das geht aus der Beschlussvorlage des Bundes hervor, die dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt.

Auch die Nachrichtenagentur AFP berichtete, dass der Lockdown bis zum 15. Februar verlängert werden solle. Sie beruft sich ebenfalls auf die Beschlussvorlage.

Ebenso sollten die Regelungen für das Homeoffice verschärft werden. Laut AFP plant das Bundeswirtschaftsministerium eine Verordnung, die Arbeitgeber verpflichtet, überall dort, "wo es möglich ist, den Beschäftigten das Arbeiten im Homeoffice ermöglichen müssen".

Medizinische Masken sind im Öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen weiterhin zu tragen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters genügen aber auch in Zukunft OP-Masken. Eine Pflicht für FFP2-Masken sei nicht vorgesehen.

Schulen sollen demnach weiterhin geschlossen bleiben. Eine Arbeitsgruppe werde Konzepte für mögliche Lockerungen erstellen, wenn ein Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche erreicht wird.

19.1.2021 • 09:22 Uhr

Altmaier: Weitere Milliarden für Corona-Hilfen

Die Bundesregierung will bei den Corona-Hilfen offenbar nochmals nachlegen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sprach im Fernsehsender RTL von einem Milliarden-Betrag in zweistelliger Höhe in den kommenden Wochen.

Auch die Nachrichtenagentur dpa berichtete unter Berufung auf nicht genannte Quellen, dass sich das Bundeswirtschafts- und das Bundesfinanzministerium auf weitere Finanzhilfen für Firmen und Selbstständige geeinigt hätten.

19.1.2021 • 09:12 Uhr

Müller und Kretschmann für Ausweitung des Homeoffice

Sowohl der Berliner Bürgermeister Michael Müller als auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann wollen in den Beratungen von Bund und Ländern zu den Corona-Maßnahmen dafür einsetzen, dass die Möglichkeiten des Homeoffice ausgeweitet werden.

Diese Maßnahme hätten die Experten besonders hervorgehoben, weil sich so auch die Kontakte im öffentlichen Nahverkehr stark reduzieren ließen, sagte Kretschmann dem SWR.

Die Länder würden erwägen, die sogenannte Präsenzpflicht umzukehren, sodass Betriebe begründen müssten, warum ihre Mitarbeiter im Unternehmen arbeiten müssten und nicht von zu Hause aus, sagte Müller im ARD-Morgenmagazin. Andere mögliche Verschärfungen wie Ausgangssperren oder eine bundesweite FFP2-Maskenpflicht lehnte Müller aber ab.

19.1.2021 • 09:03 Uhr

Caritas plädiert für kostenlose FFP2-Masken für Geringverdiener

Sollte die FFP2-Maske zur Pflicht im Nahverkehr oder beim Einkaufen werden, sollten Menschen mit geringem Einkommen und Empfänger von Hartz IV den Schutz kostenlos erhalten. Das fordert der Deutsche Caritasverband. Für eine kostenfreie Zuteilung könnten die Krankenkassen und Sozialämter unbürokratisch Berechtigungsscheine ausstellen.

19.1.2021 • 08:59 Uhr

Pandemie bremst Anstieg der Verbraucherpreise

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im vergangenen Jahr deutlich geringer angestiegen. Die Inflationsrate lag im Jahresschnitt bei 0,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Ein noch geringeres Plus bei der Inflation war zuletzt 2009 während der Wirtschaftskrise verzeichnet worden. Im Jahresschnitt 2019 hatte die Inflationsrate noch 1,4 Prozent betragen. Laut Bundesamt hätten vor allem die ausgesetzte Mehrwertsteuer und die niedrigen Ölpreise zu dem geringeren Anstieg geführt.

19.1.2021 • 08:52 Uhr

Mutation aus Südafrika erneut in NRW nachgewiesen

Die Mutation des Corona-Virus, die erstmals in Südafrika nachgewiesen worden war, ist erneut in Nordrhein-Westfalen aufgetreten. Wie der WDR berichtet, haben sich Mitglieder einer Familie aus dem Kreis Gütersloh infiziert. Sie haben sich offenbar bei Reiserückkehrern angesteckt.

Nach Angaben des Expertengremiums, das die südafrikanische Regierung im Umgang mit der Pandemie berät, ist die Mutation wohl nicht tödlicher als der bislang bekannte Erreger. Allerdings sei die neue Variante offenbar um bis zu 50 Prozent ansteckender.

19.1.2021 • 08:10 Uhr

Die Debatte um schärfere Auflagen aus Expertensicht

Müssen die geltenden Corona-Maßnahmen nochmals verschärft werden? Und falls ja, welche Schritte wären sinnvoll? Vor den Beratungen von Bund und Ländern haben Experten ihre Sichtweise zu diesen Fragen geäußert. Ein Überblick.

19.1.2021 • 08:01 Uhr

Japan gegen Impfpflicht für Olympia-Athleten

Japan plant nicht, eine Corona-Impfung zur Voraussetzung für die Teilnahme an dem Olympischen Sommerspielen zu machen, die im Sommer stattfinden sollen. "Wir erwägen umfassende Maßnahmen, um sichere und geschützte Spiele zu veranstalten, auch ohne dass Impfstoffe zur Bedingung werden", erklärte Regierungssprecher Katsunobu Kato.

Allerdings werben die Organisatoren dafür, dass sich möglichst viele Sportler im Vorfeld impfen lassen. An den Spielen sollen rund 11.000 Athleten aus aller Welt teilnehmen. Auch der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach, hatte eine Impfpflicht für die Sportler bereits mehrfach ausgeschlossen.

19.1.2021 • 07:56 Uhr

Israels Corona-Beauftragter meldet Höchststand an neuen Fällen

Nach Angaben des israelischen Corona-Beauftragten verzeichneten die Gesundheitsbehörden des Landes binnen eines Tages mehr als 10.000 Neuinfektionen - so viele wie noch nie seit dem Ausbruch der Pandemie.

In Israel gilt derzeit ein strikter Lockdown mit massiven Ausgangsbeschränkungen. Gleichzeitig läuft die landesweite Impfkampagne gegen die Pandemie. Gestern seien etwa 186.000 Menschen geimpft worden, twitterte Staatschef Benjamin Netanyahu. Damit hätten bislang rund 2,2 Millionen Menschen in Israel den Impfstoff erhalten.

19.1.2021 • 07:48 Uhr

Lindner gegen pauschale Ausgangssperren

FDP-Chef Christian Lindner steht einigen möglichen Verschärfungen der Corona-Maßnahmen skeptisch gegenüber - darunter die Option, pauschale Ausgangssperren zu verhängen. Dies wäre ein "unverhältnismäßig scharfes Mittel", warnte er im ARD-Morgenmagazin. Ausgangssperren könnten allerdings in Regionen mit "massiv steigenden Fallzahlen" zum Tragen kommen.

Weiterhin kritisierte Lindner erneut, dass der Bundestag bei der Entscheidung über weitere Corona-Maßnahmen nicht genügend Mitspracherecht erhalte.

19.1.2021 • 07:40 Uhr

Patientenschützer warnen vor Ketteninfektionen in Pflegeheimen

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, hat einen besseren Schutz für Bewohner von Pflegeheimen gefordert - und dabei eine gesonderte Unterbringung von negativ getesteten Menschen in den Vordergrund gestellt.

"Ohne eine konsequente Verlegung von Bewohnern mit einem negativen PCR-Test an einen sicheren Ort sind Ketteninfektionen vorprogrammiert. Dafür muss der Staat in der Pandemie für bezahlte freie Plätze in den Pflegeeinrichtungen sorgen", sagte Brysch der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die interne Trennung von infizierten von nicht betroffenen Bewohnern in den Heimen bezeichnete Brysch als gescheitert. Er plädierte zudem für weitere Schutzmaßnahmen: Unter anderem gelte es, "die desolate Hygienesituation in den Heimen durch regelmäßige Kontrollen der Gesundheitsämter zu beenden".

Brysch kritisierte das "Test-Debakel" in Heimen. Bund und Länder müssten zusätzliches Personal zur Verfügung stellen, um tägliche Schnelltests und wöchentliche PCR-Tests zu ermöglichen.

19.1.2021 • 07:32 Uhr

Impfstart in Rio de Janeiro

Im brasilianischen Rio de Janeiro haben die Corona-Impfungen direkt unter der weltberühmten Christusstatue hoch über der Stadt begonnen. Lokale Medien berichteten, dass eine 80-jährige Bewohnerin eines Altenheims und eine 59 Jahre alte Krankenschwester die ersten Impfungen erhielten.

Verabreicht wurde der chinesische Impfstoff CoronaVac, der in Brasilien erst am Sonntag eine Notzulassung erhalten hatte.

Zu Füßen der berühmten Christus-Statue in Rio de Janeiro werden Einwohner gegen das Coronavirus geimpft. | dpa

Bild: dpa

19.1.2021 • 07:25 Uhr

Lehrerverband pocht auf Stufenplan für Schulen

Im Vorfeld der heutigen Beratungen von Bund und Ländern über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise hat der Deutsche Lehrerverband klarere Regelungen für den Schulbetrieb gefordert.

Er erwarte, "dass endlich ein an Infektionszahlen gebundener Hygienestufenplan für den Schulbetrieb vorgelegt wird", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der "Rheinischen Post". Es müsse klar festgelegt werden, ab welchem Infektionsgeschehen welche Form des Unterrichts stattfinden könne. Bei der Rückkehr an die Schulen sollten die Abschlussklassen und die Primarstufe bevorzugt berücksichtigt werden.

Zudem sollte das Personal an Schulen frühzeitig geimpft werden, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, forderte Meidinger weiter.

19.1.2021 • 07:18 Uhr

Kinderhilfswerk fordert stärkeren Blick auf Belastungen für Familien

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat in der Debatte um schärfere Corona-Auflagen ein stärkeres Augenmaß auf die Interessen von Kindern und Familien gefordert. "Bei allen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie muss die Einhaltung der Kinderrechte auf Schutz, Förderung, Beteiligung und Teilhabe gerade jetzt höchste Priorität haben", erklärte Präsident Thomas Krüger.

"Kinder und Jugendliche brauchen soziale Interaktion besonders mit Gleichaltrigen, Bewegung, kulturelle Entfaltung und politische Bildung, ansonsten nimmt ihre Entwicklung deutlichen Schaden", warnte Krüger. Er stellte vor allem das Thema Bildung in den Vordergrund, bei der durch die Schließung von Schulen und Kitas Einschnitte drohten. Zudem führte er die Belastung für Eltern an, Job und Kinderbetreuung zu schultern. Volle Büros bei gleichzeitig geschlossenen Kitas und Schulen seien nicht vermittelbar.

19.1.2021 • 07:08 Uhr

Fragen zur FFP2-Maske

In Bayern ist sie ab heute im Einkaufsmarkt und im Öffentlichen Nahverkehr Pflicht - die FFP2-Maske. Möglicherweise eine Maßnahme, die bei einer Verschärfung der Corona-Regeln auch bundesweit angeordnet werden könnte. Der rbb liefert die wichtigsten Fakten zu dem Mund-Nasen-Schutz.

19.1.2021 • 06:57 Uhr

Sorge wegen Virus-Mutationen

Die Sorge wegen Mutationen des Coronavirus, wie etwa aus Großbritannien und Südafrika, wächst. Doch wie gefährlich sind die neuen Varianten? Jana Münkel berichtet.

19.1.2021 • 06:53 Uhr

China glaubt an Olympia 2022

Der chinesische Präsident Xi Jinping ist überzeugt, dass die verschobenen Olympischen Winterspiele im kommenden Jahr stattfinden können. China werde "erfolgreiche Olympische und Paralympische Winterspiele abhalten", sagte er bei einer Besichtigung der Vorbereitungen auf den Sportstätten, auf denen die Wettkämpfe vom 4. bis zum 20. Februar 2022 stattfinden sollen.

19.1.2021 • 06:49 Uhr

Krankenhausgesellschaft fürchtet sinkende Akzeptanz für Maßnahmen

Sollten die Corona-Auflagen nochmals verschärft werden, droht die Akzeptanz der Bevölkerung für die Einschränkungen zu sinken. Das sagte der künftige Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, im Interview mit der "Rheinischen Post".

"Wenn die Politik am Dienstag weitere Verschärfungen beschließen möchte, müssen diese auch wirklich durch Fakten belegbar sein, sonst wird man die Menschen dafür nicht gewinnen können", so Gaß. Belege könnten beispielsweise weitere Analysen der Gesundheitsämter sein, in welchem Umfeld eine Ansteckung wahrscheinlich seien.

19.1.2021 • 06:42 Uhr

RKI meldet mehr als 11.000 Neuinfektionen

In den vergangenen 24 Stunden wurden dem Robert Koch-Institut 11.369 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 989 an. Die Zahlen enthalten laut RKI aber Nachmeldungen aus mehreren Bundesländern, aus denen gestern nicht alle Daten übermittelt worden seien, darunter Bayern und Rheinland-Pfalz.

Vor genau einer Woche hatte das RKI 12.802 Neuinfektionen und 891 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

19.1.2021 • 06:20 Uhr

Nächtliche Ausgangssperren gegen die Pandemie?

In der Debatte um mögliche Verschärfungen der Corona-Maßnahmen spielen auch nächtliche Ausgangssperren eine Rolle. Anja Köhler berichtet.

19.1.2021 • 04:23 Uhr

EU-Kommission: 70 Prozent Impfrate bis zum Sommer

Bis zum Sommer sollen aus Sicht der EU-Kommission 70 Prozent der Erwachsenen in der Europäischen Union gegen das Coronavirus geimpft sein. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa lautet das Zwischenziel bis März, 80 Prozent der Menschen über 80 Jahre und der Beschäftigten im Gesundheitswesen zu immunisieren.

Die Ziele sind nach dpa-Informationen Teil eines Diskussionspapiers für den EU-Videogipfel am Donnerstag. Dort sollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die übrigen Staats- und Regierungschefs nach dem Willen von Ratschef Charles Michel auch die Frage erörtern, ob es einen EU-Impfpass und gegebenenfalls damit verbundene Privilegien geben soll.

Angesichts der besonders ansteckenden Mutationen des Coronavirus will die EU-Kommission die Mitgliedsstaaten drängen, mehr zur Erkennung der neuen Virusformen zu tun. Nötig ist dafür die sogenannte Sequenzierung der bei Tests entnommenen Virusproben. Die allermeisten EU-Staaten seien weit von den wünschenswerten Zahlen bei der Sequenzierung entfernt, hieß es in Brüssel. Somit würden Virusvarianten eher zufällig entdeckt - anders als in Großbritannien, wo systematischer gesucht worden sei.

19.1.2021 • 04:09 Uhr

Grüne warnen vor weiteren Einschränkungen für Kinder

Vor dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern haben die Grünen im Bundestag vor weiteren Einschränkungen für Kinder gewarnt. Kinder bräuchten Kontakt zu anderen Kindern, daher solle "die Isolation nur auf das Notwendigste reduziert werden", sagte die kinder- und familienpolitische Sprecherin Ekin Deligöz der "Augsburger Allgemeinen".

Kinder und Jugendliche dürften nicht zu einer "verlorenen Generation" abgestempelt werden, sagte Deligöz, die auch Vizepräsidentin des Deutschen Kinderschutzbundes ist. Trotz Corona sollten Kinder eine gute Bildung und Förderung bekommen, betonte sie. Angesichts geschlossener Schulen und Kitas dürften Kinder und Eltern auf keinen Fall alleine gelassen werden.

"Für die Eltern, die nebenher arbeiten müssen, insbesondere in systemrelevanten Berufen, ist Notbetreuung unabdingbar", sagte Deligöz. "Für andere ist mehr an Flexibilität in Homeoffice und Arbeitszeiten notwendig."

19.1.2021 • 04:05 Uhr

Wirtschaftsforscher stellt verschärftem Lockdown in Frage

Der Präsident des RWI-Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung, Christoph Schmidt, kritisiert eine mögliche Verschärfung des Lockdowns.

"Ließe sich die Wirkung verschärfter Lockdown-Maßnahmen, etwa einer Ausgangssperre, verlässlich abschätzen, könnte man informiert abwägen, ob sie die damit verbundenen wirtschaftlichen Verluste tatsächlich rechtfertigen kann", sagte er der "Rheinischen Post". "Leider sind die Erkenntnisse über das Infektionsgeschehen aber immer noch unzureichend, die Wirkung einzelner Maßnahmen kann daher kaum beurteilt werden."

19.1.2021 • 03:46 Uhr

Hongkong verlängert Kontakteinschränkungen

Hongkong verlängert die Kontakteinschränkungen, die diese Woche auslaufen sollten. Grund ist ein Wiederanstieg der Infektionen auf dreistellige Werte. Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam kündigt an, Details der Maßnahmen werden noch bekannt gegeben.

19.1.2021 • 03:28 Uhr

ÖPNV-Betreiber prüfen Erweiterung ihres Angebots

Anstelle einer Einschränkung des öffentlichen Nahverkehrs zur Eindämmung des Coronavirus könnte das Angebot der ÖPNV-Betreiber einem Medienbericht zufolge erweitert werden. "Nun prüfen Verkehrsunternehmen, ob man das Angebot nicht sogar noch ausbauen könnte, damit sich das Passagieraufkommen besser verteilt", sagte die Chefin des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg, Susanne Henckel der "Welt".

Im Vorfeld des Bund-Länder-Treffens war diskutiert worden, ob Busse und Züge künftig weniger Reisende mitnehmen sollten. Das habe sich jedoch als nicht realisierbar erwiesen. "Im ÖPNV und Nahverkehr auf der Schiene ist eine Beschränkung der Kapazitäten kaum möglich", sagte Henckel und fügte hinzu: "Man kann ja schlecht einen Teil der Sitze mit Flatterband absperren".

19.1.2021 • 02:51 Uhr

118 Neuinfektionen in China gemeldet

China meldet 118 neue Ansteckungen. Damit liegt die Zahl der Infektionen den siebten Tag in Folge über 100. Das ist der schwerste Ausbruch der Seuche seit März. Die meisten Neuansteckungen werden mit 43 in der Stadt Jilin registriert. Behörden teilen mit, Ursache sei ein Geschäftsmann aus der Nachbarprovinz Heilongjiang, in der es in einigen Orten zu Infektionen gekommen war.

19.1.2021 • 02:50 Uhr

Hans für schärfere Kontaktbeschränkungen

Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans ist offen für schärfere Kontaktbeschränkungen. "Länder wie Irland sind ein warnendes Beispiel, wie schnell man Erfolge im Kampf gegen die Corona-Pandemie wieder zunichtemachen kann", sagt der CDU-Politiker der "Rheinischen Post". "Eine bundesweite und bundeseinheitliche Verschärfung unserer bisherigen Maßnahmen sollten wir daher nicht ausschließen." Im öffentlichen Bereich könne man noch mehr tun. Dazu gehöre das Tragen von FFP2-Masken, mehr Homeoffice und Ausgangsbeschränkungen.

19.1.2021 • 01:56 Uhr

Experten: Südafrikanische Variante offenbar nicht tödlicher

Die zuerst in Südafrika entdeckte Corona-Variante ist Experten zufolge zwar ansteckender, aber offenbar nicht tödlicher als die ursprüngliche Form des Virus. Die Mutation sei 50 Prozent ansteckender als das ursprüngliche Virus, sagte der südafrikanische Epidemiologe Salim Abdool Karim, der als Mitglied eines Expertengremiums die Regierung berät. Es gebe jedoch "keine Beweise" dafür, dass die mutierte Form auch tödlicher sei, fügte er hinzu.

Ein weiteres Mitglied des Expertengremiums, sagte, dass die Rate der Todesfälle in den Krankenhäusern sich im Vergleich zur ersten Welle nicht verändert habe, obwohl mehr Menschen eingewiesen wurden. Die Experten analysierten zahlreiche Daten von den landesweit verbreiteten Virus-Clustern.

19.1.2021 • 01:40 Uhr

Montgomery für Homeoffice-Pflicht

Vor der Corona-Schalte von Bund und Ländern hat sich der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, gegen eine abendliche Ausgangssperre ausgesprochen. Zugleich sprach er sich für eine gewisse Pflicht zum Homeoffice aus.

"Ich kann einer Ausgangssperre abends nichts abgewinnen, weil ich nicht weiß, was das bringen soll. Draußen sind die Ansteckungsmöglichkeiten sehr viel geringer als drinnen", sagte Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Restaurants, Kneipen und Kinos sind ohnehin zu - was soll eine Ausgangssperre da bringen? Abend sind so wenige Leute überhaupt noch unterwegs."

Die Ansteckungen passierten nicht in erster Linie abends und nachts. "Sie passieren tagsüber in den Bussen und Bahnen und am Arbeitsplatz", so Montgomery. Als zentrale Forderung nannte er die Erweiterung der Homeoffice-Möglichkeiten. "Ich finde es richtig, das Homeoffice auch gesetzlich stärker zu forcieren - mit einer Pflicht, wo immer möglich", sagte er. "Nicht nur wegen der Vermeidung von Infektionen am Arbeitsplatz, sondern auch, weil damit weniger Menschen den ÖPNV nutzen."

19.1.2021 • 01:39 Uhr

Landkreistag: Nicht allein an Inzidenzwert 50 orientieren

Der Deutsche Landkreistag hat vor dem Bund-Länder-Gespräch das Ziel von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen infrage gestellt.

Dieser Inzidenzwert könne nicht "die alleinige Größe für unseren Umgang mit der Pandemie sein", sagte Landkreistagspräsident Reinhard Sager (CDU) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Diese Orientierungsgröße müsse angereichert werden durch die Auslastung der Intensivkapazitäten und den Impffortschritt. Bei beidem würden aktuell Erfolge erzielt.

Sager warnte davor, das Vertrauen der Bevölkerung zu verlieren. Die Menschen müssten die Einschränkungen nachvollziehen können, mahnte der Landrat des Landkreises Ostholstein: "Sonst bröckelt die Moral in der Pandemie."

19.1.2021 • 01:37 Uhr

Mittelstand fordert Steuererleichterungen für Homeoffice

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft fordert die Anhebung der Steuer-Pauschale für Homeoffice. Das berichtet die Funke Mediengruppe unter Verweis auf ein Positionspapier des Verbandes.

Für das vergangene Jahr kann eine Pauschale von fünf Euro für maximal 120 Tage Homeoffice steuerlich abgesetzt werden. "Das reicht zukünftig nicht aus. Schon jetzt zeichnet sich öffentlicher Druck auf die Arbeitgeber ab, mehr Homeoffice gewähren zu müssen. Dies fällt umso einfacher, je besser die steuerlichen Bedingungen dafür sind", heißt es in dem Papier.

19.1.2021 • 01:24 Uhr

Trump hebt Einreise-Verbote für Europa auf - Biden dagegen

Der scheidende US-Präsident Donald Trump hat ein Ende der Corona-Einreisesperren für Europäer angekündigt - sein Nachfolger Joe Biden hat den Plänen aber umgehend eine Absage erteilt.

Das Weiße Haus erklärte, Reisende aus dem Schengen-Raum, Großbritannien, Irland und auch Brasilien dürften ab dem 26. Januar wieder in die USA einreisen. Voraussetzung sei ein negativer Corona-Test.

Bidens Sprecherin Jen Psaki entgegnete aber umgehend auf Twitter, die Beschränkungen sollten nicht aufgehoben werden. Stattdessen sollten die Sicherheitsmaßnahmen bei internationalen Reisen noch verstärkt werden. Angesichts einer Verschlimmerung der Pandemie und dem Auftreten noch ansteckenderer Virus-Mutanten sei jetzt nicht der Zeitpunkt, die Beschränkungen aufzuheben. Trumps Amtszeit endet am Mittwochmittag, wenn Biden im Amt vereidigt wird.

19.1.2021 • 00:30 Uhr

108-jährige Italienerin nach überstandener Infektion geimpft

Nachdem sie eine Corona-Infektion überlebt hat, ist eine 108-jährige Italienerin als einer der weltweit ältesten Menschen gegen das Virus geimpft worden. Fatima Negrini erhielt die Impfung am Montag zusammen mit anderen Bewohnern ihres Pflegeheims in Mailand.

Die Ankunft des Impfstoffs bedeute für die Bewohner "einen ersten Schritt zur Rückkehr in den friedlichen Alltag" sagte der Sprecher des Heims, Matteo Tessarollo. Negrini, die im vergangenen Jahr erfolgreich gegen das Virus gekämpft hatte, wurde von der italienischen Zeitung "Corriere della Sera" damals mit den Worten "Gott hat mich vergessen" zitiert. 

Wie die 108-Jährige erhielt auch der 90-jährige Holocaust-Überlebende Sami Modiano am Montag in Rom seine erste Impfdosis. Der Regionalpräsident im Latium und Vorsitzende der Demokratischen Partei (PD), Nicola Zingaretti, veröffentlichte ein Foto von Modiano bei Twitter. Es sei "ein Bild des Vertrauens und der Hoffnung für alle", schrieb Zingaretti.

19.1.2021 • 00:27 Uhr

SPD-Fraktionsgeschäftsführer gegen Verschärfung von Lockdown

Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider, lehnt eine Verschärfung des Lockdowns ab. "Bevor neue Einschränkungen für Privathaushalte festgelegt werden, müssen die bestehenden Regeln effektiver umgesetzt und systematisch kontrolliert werden", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

19.1.2021 • 00:25 Uhr

Kalifornien empfiehlt Stopp von mehr als 330.000 Impfungen

In Kalifornien sollen mehr als 330.000 Coronavirus-Impfungen mit einer Vakzin-Variante des Herstellers Moderna vorerst auf Eis gelegt werden. Die oberste Epidemiologin in dem US-Staat, Erica S. Pan, empfahl, den Impfstoff 41L20A von Moderna zunächst nicht mehr zu verwenden, um potenziell schwerwiegenden allergischen Reaktionen auf den Grund zu gehen.

Im Zeitraum vom 5. bis zum 12. Januar seien mehr als 330.000 Dosen des Mittels in Kalifornien angekommen und an 287 Stellen verteilt worden, die den Impfstoff verabreichen. Weniger als zehn Menschen hätten innerhalb von 24 Stunden medizinische Hilfe benötigt; allen sei das Mittel im gleichen Gemeindezentrum verabreicht worden.

Weitere Zusammenhänge seien nicht gefunden worden, sagte Pan. "Äußerste Vorsicht" sei der Grund, warum ein Stopp der Impfungen empfohlen werde und man lieber auf andere verfügbare Impfmittel zurückgreifen solle. Das Unternehmen Moderna teilte mit, ihm seien keine vergleichbaren Ereignisse aus anderen Impfzentren bekannt, die vielleicht ebenfalls Impfstoff aus der Charge erhalten hätten.

19.1.2021 • 00:21 Uhr

Disneyland Paris verschiebt Wiedereröffnung auf April

Das Disneyland bei Paris bleibt wegen der Corona-Pandemie länger geschlossen als geplant. Die für den 13. Februar vorgesehene Wiedereröffnung sei abgesagt worden, teilte der Freizeitpark mit.

Stattdessen werde nun der 2. April angepeilt - auch dieses Datum stehe unter Vorbehalt, hieß es mit Blick auf die weitere Entwickelung der Pandemie. Der Park hatte nach viermonatiger Zwangspause während der ersten Corona-Welle Mitte Juli wieder seine Pforten geöffnet. Ende Oktober musste er aber wieder schließen. Der Freizeitpark ist nach eigenen Angaben die größte private Touristenattraktion in Europa.

19.1.2021 • 00:19 Uhr

Wissenschaftliche Berater für härtere Lockdown-Maßnahmen

Vor dem Corona-Gipfel am Nachmittag haben wissenschaftliche Berater von Bund und Ländern laut Berichten für härtere Lockdown-Maßnahmen plädiert. Die Expertenrunde, die die Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie berät, habe davor gewarnt, den derzeit leicht positiven Trend bei den Neuinfektionen zu überschätzen, berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland. 

Die Wissenschaftler warnten demnach eindrücklich vor der drohenden Gefahr durch die Mutation des Coronavirus. Diese lasse sich nur durch eine weitere Reduzierung der Kontakte und eine Einschränkung der Mobilität eindämmen. Als einer der wesentlichen Schritte sei die Ausweitung des Homeoffice genannt worden.

Auch nach "Spiegel"-Informationen plädierten die Experten größtenteils für einen harten Lockdown. Die Wissenschaftler warnten demnach vor einer bloßen Verlängerung der geltenden Maßnahmen.

19.1.2021 • 00:17 Uhr

Neuer Lieferplan: Weniger BioNTech-Impfstoff kommende Woche

Für die Corona-Impfungen in Deutschland liegen nun genauere Angaben zu vorübergehend geringeren Impfstoff-Lieferungen der Hersteller BioNTech und Pfizer vor. Für diese Woche ist noch eine größere Menge vorgesehen, in der kommenden Woche dann aber weniger. Das geht aus einem Lieferplan von BioNTech hervor, der am Montag der Gesundheitsministerkonferenz der Länder vorgestellt wurde.

In dieser Woche sollen die Länder demnach 842.400 Dosen bekommen - bezogen auf die nun zugelassene Entnahme von sechs statt fünf Dosen aus einer Ampulle. Bisher genannt worden waren 801.450.

In der Woche vom 25. Januar sollen dann nur noch 485.550 Dosen ausgeliefert werden. Hintergrund sind Umbauten im belgischen Pfizer-Werk Puurs, die höhere Produktionskapazitäten schaffen sollen. Bund und Länder hatten eine kurzfristige Information darüber kritisiert.

Ab dem 22. Februar stellt BioNTech dem Plan zufolge dann aber insgesamt mehr Impfstoff in Aussicht als bisher geplant. An die Länder geliefert werden sollen 906.750 Dosen.

19.1.2021 • 00:10 Uhr

Venezuela schickt Sauerstoff für brasilianische Krankenhäuser

Venezuela schickt sechs Lastwagen mit Sauerstoff in Krankenhäuser nach Brasilien. Sie seien für die Stadt Manaus bestimmt, sagte Präsident Nicolás Maduro. Venezuela wolle dem brasilianischen Volk helfen, so gut es gehe, sagte er.

Wegen der zweiten Coronavirus-Welle in Brasilien gehen in Manaus die Sauerstoffvorräte in Krankenhäusern zur Neige. Die Lastwagen aus Venezuela haben zusammen 107.000 Kubikmeter Sauerstoff geladen.