Bundesinnenminister Horst Seehofer | dpa
Liveblog

Coronavirus-Pandemie Seehofer bei Lockerungen vorsichtig

Stand: 04.05.2020 01:33 Uhr

Innenminister Seehofer will mit möglichen Lockerungen der Corona-Maßnahmen die bisherigen Erfolge nicht gefährden. In Russland sind trotz Rekordzahlen bei Infektionen Öffnungen geplant. Der Liveblog vom Sonntag zum Nachlesen.

  • US-Außenminister Pompeo beschuldigt erneut China
  • Spahn mahnt Realismus bei Impfstoff-Suche an
  • Schleswig-Holstein kippt 800-Quadratmeter-Regel
  • Erste Kirchen feiern wieder Gottesdienste
  • Viele Neuinfektionen in Russland
4.5.2020 • 00:59 Uhr

Ende des Liveblogs

Wir schließen den Liveblog für heute und danken für das Interesse!

3.5.2020 • 20:44 Uhr

US-Außenminister hält Virus für "menschengemacht" - in China

US-Außenminister Mike Pompeo hat erklärt, es gebe eine Menge Hinweise darauf, dass das Coronavirus aus einem chinesischen Labor in Wuhan stammt. Die besten Experten würden glauben, der Erreger sei menschengemacht. "Ich habe zu diesem Zeitpunkt keinen Grund, das nicht zu glauben", sagt er dem Sender ABC. "China hat eine Geschichte, die Welt zu infizieren", so Pompeo. Von China aus habe sich das Virus in der Welt verbreitet, und dafür müsse Peking zur Verantwortung gezogen werden.

3.5.2020 • 20:39 Uhr

Seehofer vorsichtig in Bezug auf weitere Lockerungen

Weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen sind aus Sicht von Bundesinnenminister Horst Seehofer nötig, können aber nur entsprechend der Infektionsentwicklung erfolgen. Es gelte, den Erfolg beim "Schutz der Gesundheit und des Lebens der Menschen, die hier leben", zu sichern, sagte er im ZDF. Gleichzeitig müssten das gesellschaftliche und das wirtschaftliche Leben wieder in Gang gebracht werden, müssten Arbeitsplätze gesichert und die Konjunktur angekurbelt werden. Seehofer erinnerte daran, dass die Lockerung der Beschränkungen längst begonnen habe. Am kommenden Mittwoch werden Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten über die Maßnahmen in Bezug auf Sport, Schulen und Gastronomie reden.

3.5.2020 • 19:50 Uhr

Angespannte Lage in Russland

Russland eines der Länder mit den meisten täglichen Neuinfektionen weltweit. Präsident Putin stellte trotz der dramatischen Lage eine Lockerungen der Beschränkungen ab Mitte Mai in Aussicht. Von Ina Ruck.

3.5.2020 • 19:42 Uhr

183 Migranten dürfen in Palermo von Bord

Für 183 aus Seenot gerettete Migranten endet die zweiwöchige Quarantäne an Bord der italienischen Fähre "Rubattino". Laut einem Bericht der Zeitung "Avvenire" dürfen die Menschen, die allesamt negativ auf das neuartige Coronavirus getestet wurden, die Fähre am Montag in Palermo verlassen. Unter den Geflüchteten befinden sich auch 44 unbegleitete Minderjährige. Das weitere Schicksal der Menschen war zunächst ungewiss. Hilfsorganisationen beklagen, dass ihre Seenotrettungsaktivitäten im Mittelmeer durch die Corona-Maßnahmen von EU-Mitgliedstaaten zusätzlich erschwert würden. Italien hat seine Häfen wegen der Coronavirus-Pandemie geschlossen. Malta verweigert derzeit einem Boot mit 57 aus Seenot geretteten Migranten an Bord das Einlaufen in einen Hafen.

Migranten auf der Fähre Rubattino | SALVAMENTO MARITIMO HUMANITARIO

Migranten auf der Fähre Rubattino Bild: SALVAMENTO MARITIMO HUMANITARIO

3.5.2020 • 19:26 Uhr

New York: Weniger Corona-Fälle im Krankenhaus

Im besonders von der Epidemie betroffenen US-Bundesstaat New York liegen zum ersten Mal seit Mitte März weniger als 10.000 Menschen im US-Bundesstaat New York wegen des Coronavirus im Krankenhaus. Aktuell gebe es 9786 Fälle in Hospitälern des Staates, sagte Gouverneur Andrew Cuomo. Zuletzt hatte es innerhalb von 24 Stunden 789 neue Einweisungen gegeben, hieß es bei der Vorstellung der neuesten Zahlen, ein neuer Tiefstwert nach dem Höhepunkt von rund 3200 neuen Fällen an einem einzigen Tag im März. Allerdings lägen die Zahlen am Wochenende wegen unterschiedlicher Berichtsfristen häufig niedriger.

3.5.2020 • 19:03 Uhr

Athen bringt Hunderte Flüchtlinge von Lesbos aufs Festland

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus haben rund 400 Migranten das überfüllte Lager von Moria auf der griechischen Insel Lesbos verlassen dürfen. Mit Schutzmasken und Handschuhen ausgestattet, wurden die Migranten in Bussen, die aus hygienischen Gründen nur zur Hälfte besetzt waren, nach und nach zum Hafen der Hauptortschaft des Eilands, Mytilini, gebracht. Wie der Staatsrundfunk weiter berichtete, sollen sie an Bord von zwei Fähren zum griechischen Festland gebracht werden. Weitere 100 Migranten sollen nach Medienberichten am Dienstag von Lesbos nach Piräus reisen. Wie es aus Kreisen des Migrationsministeriums in Athen hieß, werden vor allem ältere und kranke Menschen sowie Familien zum Festland gebracht.

3.5.2020 • 18:36 Uhr

Wien: Einreisende können sich am Flughafen testen lassen

Der Flughafen Wien bietet ab Montag Coronavirus-Tests an, um die bei Einreise in Österreich sonst übliche 14-tägige Quarantäne zu vermeiden. Passagiere können bei Ankunft für 190 Euro auf das Virus getestet werden, teilt der Flughafen mit. Das Ergebnis soll innerhalb von zwei bis drei Stunden vorliegen. Sollte es negativ ausfallen, ist keine Quarantäne notwendig. Bislang müssen Einreisende entweder einen negativen Corona-Befund vorweisen, der nicht älter als vier Tage ist, oder sich für zwei Wochen isolieren.

3.5.2020 • 18:24 Uhr

Spahn: Wann Impfstoff vorliegt, ist nicht vorhersagbar

Bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus hat Gesundheitsminister Spahn sich einerseits optimistisch gezeigt. Im Bericht aus Berlin sagte er, es gebe vielversprechende Ansätze. Gleichzeitig dämpfte er allzu große Erwartungen. Wenn es zu Rückschlägen komme, könnte die Entwicklung auch Jahre dauern.

3.5.2020 • 17:58 Uhr

Isle of Wight wird Testgelände für Tracing-App

Großbritannien will in der kommenden Woche ein Coronavirus-Tracingprogramm testen. Testgelände für Tracking und Tracing solle die Isle of Wight vor der Südküste sein, sagte Kabinettsminister Michael Gove. Ziel sei es, eine zweite Infektionswelle zu verhindern.

3.5.2020 • 17:58 Uhr

Erster Tag ohne Neuansteckungen in Slowenien

Das EU-Land Slowenien hat erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie in einem 24-Stunden-Zeitraum keine einzige Neuansteckung registriert. Von 500 Tests sei kein einziger positiv gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur STA. Damit bleibe die Zahl der Menschen, die nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert wurden, bei 1439. Die Zahl der Toten wurde mit 59 angegeben. Den ersten Corona-Fall hatte das Land am 4. März verzeichnet. Seitdem wurden 55.520 Tests durchgeführt. Das zwischen Alpen und Adria gelegene Slowenien hat zwei Millionen Einwohner.

3.5.2020 • 17:34 Uhr

Trumps Corona-Koordinatorin kritisiert Demonstranten ohne Masken

Die Koordinatorin des Weißen Hauses im Kampf gegen die Corona-Pandemie ist entsetzt über Demonstranten, die ohne Vorsichtsmaßnahmen gegen Sperrmaßnahmen protestiert haben. Dr. Deborah Birx sagte im US-Fernsehsender Fox, sie habe es als verheerend empfunden, dass Hunderte vergangene Woche in Michigan ohne Gesichtsmasken und Einhaltung von Mindestabständen für die Öffnung von Geschäften demonstriert hätten. "Wir werden uns für den Rest unseres Lebens schuldig fühlen", falls dabei das Virus bis hin zu Risikogruppen verbreitet worden sei, sagte Birx.

Auch am Wochenende gab es in mehreren US-Staaten Demonstrationen gegen Einschränkungen und Verbote, die wegen des Coronavirus verhängt wurden.

Demonstranten in Michigan schreien Polizisten an | AFP

Michigan am 30. April: Demonstranten versuchten, in das Parlamentsgebäude einzudringen. Bild: AFP

3.5.2020 • 17:25 Uhr

Sparkurs auch bei Reederei Hapag-Lloyd

Die Reederei Hapag-Lloyd setzt angesichts der Corona-Krise den Rotstift an. Ein kürzlich gestartetes Programm solle die Kosten kurzfristig um einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag reduzieren, sagte Vorstandschef Rolf Habben Jansen der "Frankfurter Allgemeiner Zeitung" (Montagsausgabe). Im Fokus stehe vor allem die Flotte, die deutlich angepasst werde, schreibt die "FAZ". So reduziere Hapag-Lloyd seine Kapazität auf einigen wichtigen Routen, etwa zwischen Asien und Europa, um bis zu 20 Prozent. Das werde unter anderem erreicht, indem die fünftgrößte Reederei der Welt eine "deutlich zweistellige Zahl" an Charterschiffen zurückgebe, sagte Habben Jansen der Zeitung. Ein Stellenabbau sei derzeit nicht geplant.

3.5.2020 • 17:08 Uhr

Grenzen öffnen - wann und wie?

Österreichs Kanzler Kurz hatte eine baldige Öffnung der Grenze in Aussicht gestellt, doch Innenminister Seehofer und Außenminister Maas warnen vor Schnellschüssen. Forderungen nach einem Plan kommen aus den Grenzregionen.

3.5.2020 • 16:37 Uhr

Schleswig-Holstein streicht Größengrenze im Einzelhandel

In Schleswig-Holstein können die Geschäfte vom nächsten Samstag an wieder unabhängig von der Größe ihrer Verkaufsfläche öffnen. Angesichts der positiven Entwicklung der Corona-Neuinfektionen sei eine solche Lockerung verantwortbar, sagte Ministerpräsident Daniel Günther den "Lübecker Nachrichten". Auflagen wie eine maximale Kundenzahl und die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung werde es weiterhin geben.

Bisher gilt eine Beschränkung der Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter. Größere Einzelhandelsgeschäfte müssen ihre Verkaufsfläche durch Absperrungen entsprechend verkleinern. Für Buchläden, Lebensmittelhandel, Auto- und Fahrradgeschäfte gilt die bisherige Größengrenze nicht. Die für zwei Wochen geltende Sondererlaubnis zur Sonntagsöffnung wird nicht verlängert. Eine Aktivierung der sogenannten Bäderregelung könne erst im Zusammenhang mit Erleichterungen für den Tourismus diskutiert werden, gab Günther an.

3.5.2020 • 16:03 Uhr

Gespräche über Staatshilfen: Lufthansa erwartet "baldigen Abschluss"

Die Lufthansa rechnet mit "einem baldigen Abschluss" der Verhandlungen über Staatshilfe in Milliardenhöhe. "Die Unterstützung durch den deutschen Staat wäre für uns ein entscheidender Schritt für unsere Zukunftsfähigkeit", schrieb der Vorstand um Konzernchef Carsten Spohr in einer internen Mitteilung an die Belegschaft. Der Austausch mit der Bundesregierung sei "Intensiv und konstruktiv".

Lufthansa-Chef Spohr | REUTERS

Lufthansa-Chef Spohr will zu großen Staatseinfluss vermeiden. Bild: REUTERS

Die Lufthansa verhandelt mit der Bundesregierung über Hilfen in Höhe von rund zehn Milliarden Euro, die zum Teil als stille Beteiligung fließen könnten. Im Gegenzug ist auch eine staatliche Beteiligung im Gespräch. Spohr lehnt zu großen staatlichen Einfluss etwa in Form von Aufsichtsratsmandaten aber ab. Morgen will der Vorstand mit dem Aufsichtsrat die Lage beraten, am Dienstag folgt die Hauptversammlung.

3.5.2020 • 15:54 Uhr

Gedenken in Neuengamme ohne Zuschauer

Eigentlich sollte mit einer großen Feierstunde an die Befreiung des KZ Neuengamme vor 75 Jahren gedacht werden. Wegen der Corona-Pandemie fand nur ein Gedenken in sehr kleinem Rahmen statt - und ansonsten virtuell. Bürgermeister Peter Tschentscher, Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit und Kultursenator Carsten Brosda legten ohne Öffentlichkeit auf dem Gelände einen Kranz nieder.

Die KZ-Gedenkstätte veröffentlichte kurze Videobotschaften von Gästen, die ursprünglich zur Gedenkfeier eingeladen waren, auf ihrer Homepage. Die Feierstunde soll im nächsten Jahr am 3. Mai nachgeholt werden.

3.5.2020 • 15:43 Uhr

Mehr als 21.000 Corona-Tote in Großbritanniens Krankenhäusern

In Großbritannien ist die Zahl der in Krankenhäusern mit dem Coronavirus gestorbenen Patienten auf insgesamt 21.180 angestiegen. In den vergangenen 24 Stunden seien 327 Menschen gestorben, teilte der Nationale Gesundheitsdienst mit. Die Johns-Hopkins-Universität, die alle Corona-Toten auflistet, kommt auf eine Gesamtzahl von bislang 28.205 für Großbritannien.

3.5.2020 • 15:31 Uhr

Früherer Ethikrat-Vorsitzender gegen Bundesliga-Neustart

Der langjährige Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Peter Dabrock, lehnt eine mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Fußball-Bundesliga aktuell vehement ab. "Ich halte diese Idee medizinisch und epidemiologisch für unverantwortlich – sowohl mit Blick auf die Teams, aber auch mit Blick auf die abertausenden zu erwartenden Fantreffen, lauter Mini-Ischgls. Praktisch halte ich sie für undurchführbar und juristisch für problematisch. Vor allen Dingen hielte ich es für gesellschaftlich fatal, sogar verheerend, sollte jetzt wieder gespielt werden", sagte der Theologie-Professor der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg der Montagsausgabe der "Nürnberger Nachrichten". Wenn es hier eine Vorzugsbehandlung geben sollte, "wäre das gegenwärtig das völlig verkehrte Signal - auch im Blick auf die Corona-Testkapazitäten, die in anderen Bereichen dringend notwendig sind", sagte Dabrock weiter.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte zuletzt ein Konzept zum Neustart des Spielbetriebs in den kommenden Wochen vorgestellt. Die DFL hofft nun auf eine Bewilligung durch die Politik.

3.5.2020 • 15:21 Uhr

Mit Maske, ohne Kaffee - ab morgen wieder Friseurbesuche

Ab morgen dürfen Friseursalons wieder öffnen. Vieles wird anders sein: Ein Mundschutz wird Pflicht, zudem werden Kontaktdaten der Kunden erfasst. Die wichtigsten Regeln im Überblick.

3.5.2020 • 15:06 Uhr

Geheimdienste werfen China Vertuschung vor

China habe Warnungen unterdrückt, den Corona-Ausbruch heruntergespielt und Proben vernichtet - so lauten die Vorwürfe in einem Dossier westlicher Geheimdienste. Außenminister Maas forderte Aufklärung.

3.5.2020 • 14:54 Uhr

Tel Aviv verschiebt Gay-Pride-Parade

Die israelische Küstenmetropole Tel Aviv hat die im nächsten Monat geplante Gay-Pride-Parade auf unbestimmte Zeit verschoben. Eine Sprecherin der Stadt teiltemit, angesichts der Corona-Pandemie hätten die Veranstalter der vier größten Pride-Paraden in Israel - Haifa, Jerusalem, Beerscheva und Tel Aviv - gemeinsam beschlossen, diese vorerst zu verschieben. Man hoffe aber, sie noch später in diesem Sommer nachholen zu können, sagte sie, ohne konkrete Daten zu nennen. Israels Gay-Pride-Parade zieht jedes Jahr zahlreiche Besucher aus aller Welt an. Im vergangenen Jahr hatten rund 250.000 Menschen an dem Ereignis teilgenommen und gleiche Rechte für Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle (LGBT) gefordert.

3.5.2020 • 14:47 Uhr

Gottesdienste in Corona-Zeiten

Fast zwei Monate nach Beginn der Schließungen wegen der Corona-Pandemie haben erste Kirchen unter strengen Auflagen wieder gemeinschaftliche Gottesdienste gefeiert. Während der Feiern galten allerdings strenge Hygienevorschriften, und die Gläubigen mussten Abstand halten. Dennoch sei es "zum Heulen schön" gewesen, berichtet eine Frau nach der Messe im Kölner Dom.

Kardinal Woelki hält eine Messe im Kölner Dom ab. Zum Schutz vor dem Coronavirus steht er hinter Plexiglas. | dpa

Kardinal Woelki stand bei der Verteilung der Heiligen Kommunion im Kölner Dom hinter Plexiglas. Bild: dpa

3.5.2020 • 14:25 Uhr

Neue Regeln für Pendler aus Polen

Ab dem 4. Mai gelten neue Regeln für polnische Bürger, die in Deutschland, der Slowakei, Tschechien oder Litauen arbeiten oder studieren. Laut einer Verordnung der Regierung in Warschau müssen die Pendler bei einer Rückkehr nach Polen nicht mehr wie bislang für 14 Tage in Quarantäne. Diese Regelung gelte allerdings nicht für Menschen, die einen medizinischen Beruf ausüben oder in Pflegeeinrichtungen tätig sind, heißt es in der Verordnung vom 30. April. Am Freitag hatte es in Mecklenburg-Vorpommern auf der deutschen Seite das Grenzübergangs Linken-Lubieszyn einen Protest gegen diese Ausnahmeregelung für medizinisches Personal gegeben, wie die Nachrichtenagentur PAP berichtete.

Polnische Grenzer bewachen den Übergang zu Deutschland in Swinemünde | dpa

Polnische Grenzer bewachen den Übergang zu Deutschland in Swinemünde. Bild: dpa

Mitte März hatte die nationalkonservative Regierung in Warschau beschlossen, die EU-Binnengrenzen für Ausländer zu schließen. Dabei soll es auch bis zum 13. Mai bleiben. Ausnahmen gelten für Menschen mit Daueraufenthaltsgenehmigung, für Lastwagenfahrer und Diplomaten. Polen, die aus dem Ausland zurückkehrten, mussten seitdem für 14 Tage in Quarantäne. Diese Regelung hatte besonders Berufspendler an der Grenze zu Deutschland und Tschechien hart getroffen. In Polen gibt es nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Sonntag derzeit 13.693 bestätigte Coronavirus-Fälle und 678 Todesopfer.

3.5.2020 • 14:14 Uhr

EU-Entscheidung für Remdesivir möglicherweise "in einigen Tagen"

Die Europäische Union erwägt nach schwedischen Angaben eine Zulassung von Remdesivir zur Behandlung von Corona-Infektionen. Eine Prüfung laufe mit hoher Priorität in der EU und eine Entscheidung könne "in einigen Tagen" fallen, sagte Charlotta Bergqvist, die bei der schwedischen Arzneimittelbehörde die Abteilung für Infektionskrankheiten leitet, dem Sender TV4. Die US-Medikamentenbehörde FDA hatten in den vergangenen Tagen die Erlaubnis erteilt, Patienten, die wegen einer schweren Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus liegen, mit Remdesivir zu behandeln. Das Medikament war ursprünglich für die Behandlung von Ebola entwickelt worden.

3.5.2020 • 14:14 Uhr

Flughäfen auf Philippinen geschlossen - Arbeitskräfte sitzen im Ausland fest

Die Philippinen haben wegen der erwarteten Rückkehr Zehntausender Arbeitskräfte aus dem Ausland die Flughäfen des Landes geschlossen. Damit wollten die Behörden die Quarantäne-Einrichtungen entlasten, sagte der Leiter der Antivirus-Taskforce der Regierung, Carlito Galvez, der staatlichen Nachrichtenagentur PNA. Hunderttausende philippinische Migrantenarbeiter sind laut philippinischen Medien von der mit nur achtstündiger Vorwarnung erfolgten Flughafenschließung betroffen. Viele hätten wegen der Corona-Krise ihre Arbeit verloren und säßen in ihren Gastländern fest, hieß es.

Der Export von Arbeitskräften ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor der Philippinen. 2019 arbeiteten weltweit nach Regierungsangaben mehr als 12 Millionen Philippiner (10 Prozent der Einwohner) als Haushalts- und Pflegekräfte, Bauarbeiter, Seeleute sowie auf Ölfeldern. Sie tragen damit zehn Prozent zum Bruttosozialprodukt bei.

3.5.2020 • 14:05 Uhr

Köln-Profi relativiert Corona-Kritik

Das Interview von Köln-Profi Birger Verstraete hat hohe Wellen geschlagen. Nachdem zwei Spieler und ein Betreuer des FC positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, hatte der Mittelfeldspieler dem TV-Sender "VTM" gesagt, es sei "ein bisschen bizarr", dass nicht die ganze Mannschaft vorerst unter Quarantäne gestellt werde. Der 1. FC Köln wies daraufhin jegliches Fehlverhalten zurück. Jetzt ruderte auch Verstraete zurück und entschuldigte sich für sein Vorgehen. Nach den Tests habe er in einem Interview über seine persönlichen Sorgen vor einer Ansteckung seiner zur Risikogruppe gehörenden Freundin berichtet. "Dabei habe ich mich an einigen Stellen falsch ausgedrückt, so dass in der Übersetzung ein missverständlicher Eindruck entstanden ist, der mir leid tut. Statt aus der Emotion heraus ein Interview zu geben, hätte ich den Kontakt zu unserem Arzt suchen und mir meine Fragen erklären lassen müssen", sagte der 26-jährige Belgier in einer Mitteilung des Fußball-Bundesligisten.

Der Verein teilte mit: "Im Einklang mit dem medizinischen Konzept der Deutschen Fußball Liga DFL werden beim FC ausschließlich Spieler trainieren und spielen, die durch zwei aufeinanderfolgende negative Tests den Nachweis haben, dass sie mit dem neuartigen Corona-Virus nicht infiziert sind."

3.5.2020 • 13:31 Uhr

Müller: Corona-Krise "Weckruf an die Menschheit

Entwicklungsminister Gerd Müller hat die Corona-Krise als "Weckruf an die Menschheit, mit Natur und Umwelt anders umzugehen" bezeichnet. "Der Immer-Weiter-Schneller-Mehr-Kapitalismus der letzten 30 Jahren muss aufhören", sagte der CSU-Politiker der "Rheinische Post". "Ein Auslöser der Pandemie liegt auch am Raubbau an der Natur, in der Rodung der Regenwälder. Deswegen müssen wir umdenken und können nicht einfach zur Normalität der Globalisierung zurückkehren."

3.5.2020 • 13:06 Uhr

Regierung nannte falsche Corona-Zahl

Die Bundesregierung hat rund um den Bund-Länder-Gipfel am Donnerstag zu hohe Infektionszahlen genannt. Die Zahl von 40.000 akut Infizierten sei wohl nicht korrekt gewesen, räumte eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums ein. Tatsächlich waren auf Basis der Zahlen der Robert-Koch-Instituts nur gut 29.000 Menschen infektiös.

Die falsche Zahl tauchte in einem Gastbeitrag von Spahn in der FAZ auf und wurde von Merkel auf der PK nach dem Treffen genannt. Grund für den Fehler könnte sein, dass es sich um Zahlen vom Mittwoch handelte und die Zahl der Toten nicht vom Gesamtergebnis abgezogen wurde.

3.5.2020 • 12:32 Uhr

Sachsen für Restaurant-Öffnung ab 15. Mai

Die seit Wochen wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Cafés, Kneipen und ‎Restaurants sollen nach dem Willen von Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig schnell Klarheit ‎haben, wann sie wieder öffnen können. Sollte es die Entwicklung der Infektionszahlen zulassen, ‎schlägt er eine Öffnung der Außenbereiche unter strengen Auflagen für den 15. Mai vor.

"Man könnte testen, ob die ‎Sicherheitsvorkehrungen funktionieren, bevor sich alles am Pfingstwochenende ballt", sagte der SPD-Politiker. Zu Pfingsten könnten dann weitere Lockerungen - etwa für den Innenbereich in der Gastronomie - folgen. ‎Den 15. Mai will Dulig dem Ministerpräsidenten mit Blick auf die nächste Bund-Länder-Schalte am 6. ‎Mai vorschlagen.

3.5.2020 • 12:28 Uhr

Maas fordert von China "Aufklärung über den Ursprung"

Bundesaußenminister Heiko Maas hat China dazu aufgerufen, sich an der Aufklärung über den Ursprung der Corona-Pandemie zu beteiligen. "Die ganze Welt hat ein Interesse, dass der genaue Ursprung des Virus geklärt wird", sagte Maas den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

China könne hier unter Beweis stellen, "wie transparent es mit dem Virus tatsächlich umgehen will".  Vor allem die USA und China streiten über die Herkunft des neuartigen Coronavirus. Den chinesischen Behörden zufolge ging das Coronavirus von einem Wildtiermarkt in Wuhan auf den Menschen über.

Neben den USA verlangen auch eine Reihe weiterer Staaten von China mehr Transparenz über den Ursprung der Pandemie. Die Weltgesundheitsorganisation WHO erklärte, sie wolle sich an den Ermittlungen zum Ursprung des Coronavirus in China beteiligen.

3.5.2020 • 12:13 Uhr

Iran will Moscheen teilweise öffnen

Im Iran sollen nach den Worten von Präsident Hassan Rouhani die Corona-Beschränkungen weiter gelockert werden. Von Montag an würden in 132 Städten, die vom Krisenstab als Corona-frei eingestuft wurden, die Moscheen unter Beachtung der Hygienerichtlinien wieder eröffnet. Auch die Freitagsgebete sollen dort wieder stattfinden können, sagte der Präsident. Um welche Städte es sich handelt, sagte er jedoch nicht.

Nach Angaben des Gesundheitsministerium konnte der Iran trotz Lockerungen einiger Beschränkungen weitere Erfolge im Kampf gegen das Coronavirus verbuchen. Nach offiziellen Angaben wurden bislang in dem Land 96.448 Infektionen und 6156 Todesfälle registriert.

Eine Frau vor einer Moschee in Teheran | AP

Bild: AP

3.5.2020 • 12:02 Uhr

Hostie in Plastiktüte? "Das ist absolut unmöglich"

Kardinal Robert Sarah, Leiter der vatikanischen Gottesdienstkongregation, hat Einschränkungen des kirchlichen Lebens durch überzogene Corona-Schutzmaßnahmen kritisiert. Im Interview des italienischen Portals "Daily Compass" sagte er: "Niemand hat das Recht, einen Priester davon abzuhalten, die Kommunion zu spenden oder die Beichte zu hören."

Von Online-Messen in Zeiten der Krise halte er wenig. Dies führe auf einen falschen Weg, auch die Priester. "Sie müssen auf Gott schauen - und nicht in eine Kamera", so der Kardinal. Überlegungen, die Hostien in den Gottesdiensten aus Hygienegründen in Plastiktütchen zu verteilen, erteilte er eine strikte Absage. "Nein, nein, nein - das ist absolut unmöglich. Gott verdient Respekt. Man kann ihn nicht in eine Tüte packen." Das sei "totaler Wahnsinn".

3.5.2020 • 11:18 Uhr

Erster Gottesdienst im Kölner Dom nach sechs Wochen

Im Kölner Dom wurde nach langer Pause der erste öffentliche Gottesdienst seit dem 14. März gefeiert. In den vergangenen Wochen habe man sich wegen der Corona-Pandemie mit der Übertragung von Gottesdiensten im Internet beholfen, sagte Kardinal Rainer Maria Woelki zur Begrüßung. "Viele haben einfach als Corona-Engel gearbeitet und alte und gefährdete Menschen im Blick gehabt." Es sei schön, jetzt auch wieder gemeinsam die heilige Messe feiern zu können.

3.5.2020 • 11:12 Uhr

Russland: Dramatischer Anstieg der Fallzahlen

In Russland steigt die Zahl der neu mit dem Coronavirus Infizierten weiter dramatisch an: Mit 10.633 neuen Fällen innerhalb eines Tages sei ein neuer Höchststand erreicht worden, teilten die Behörden in Moskau mit. Damit gibt es nun landesweit mehr als 134.600 nachgewiesene Infektionen. Bisher starben 1280 Menschen mit dem Virus. 16.600 erholten sich wieder.

Im größten Land der Erde blieb die Zahl der Corona-Patienten lange niedrig. Seit Tagen nimmt sie aber so rasant zu wie in keinem anderen Land - obwohl Ausgangssperren gelten, mit denen eine weitere Ausbreitung des Erregers verhindert werden sollte. In den vergangenen Wochen wurden die Corona-Tests deutlich ausgeweitet. Experten zufolge sind deshalb deutlich mehr Fälle in Russland nachgewiesen worden.

Der Rote Platz mit Blick auf die Basilius-Kathedrale während bleibt am 1. Mai leer.  | dpa

Bild: dpa

3.5.2020 • 10:42 Uhr

Debatte über Bundesliga-Neustart

Nachdem beim 1. FC Köln drei Corona-Tests positiv waren, musste der Leiter der DFL-Taskforce, Tim Meyer, Anfälligkeiten im Hygiene-Konzept einräumen. "Wenn es zu viele positive Fälle gibt, kann dieses System sicherlich ins Wanken geraten. Das ist gar keine Frage", sagte der Arzt der deutschen Nationalmannschaft bei Sport1.

Der Sportmediziner Fritz Sörgel spricht sich aus wissenschaftlichen Gründen für eine Fortsetzung der Saison in der Fußball-Bundesliga aus. Der Pharmakologe sieht in dem Spielbetrieb die Chance, eine bislang so nicht mögliche Studie über das Coronavirus anfertigen zu können. "Macht man sich frei davon, dass da ein sportlicher Wettkampf stattfindet, erfüllen diese Geisterspiele im Ansatz die Kriterien für eine wissenschaftliche Studie", schrieb Sörgel in einem Beitrag für den "Tagesspiegel".

Der frühere Bundesliga-Trainer Winfried Schäfer rechnet nicht mit einer Fortsetzung der Fußball-Saison in Deutschland. "Ich glaube, es ist wichtig für die Bundesliga, dass es so kommt. Aber ich glaube nicht daran", sagte der 70-Jährige im Interview der "Rheinischen Post".

3.5.2020 • 10:17 Uhr

Suche nach Impfstoff

Weltweit forschen Unternehmen an einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Auch deutsche Firmen hoffen auf einen Durchbruch. Wegen der Dringlichkeit darf das lange Verfahren verkürzt werden.

3.5.2020 • 10:17 Uhr

Seehofer lobt Gläubige

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat den Beitrag von Religionsgemeinschaften zur Bewältigung der Corona-Krise gelobt. "Christen an Ostern, Juden an Pessach und Muslime im Ramadan - alle mussten und müssen auf gemeinsame Gottesdienste und Feiern im Familien- und Freundeskreis verzichten", schrieb er in einem Beitrag für die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". Die Religionsgemeinschaften seien wie alle anderen gesellschaftlichen Gruppen von schweren Einschränkungen betroffen.

3.5.2020 • 09:53 Uhr

Forscher sammeln Corona-Erinnerungen online

Vier Historiker sammeln in einem offenen Archiv Erinnerungen an die Corona-Zeit. Im "Coronarchiv" kann jeder seine Fotos, Texte, Fundstücke, Gedanken und Videos zur Pandemie einstellen. Die Einsendungen aus der Krisenzeit sollen langfristig dokumentiert werden und später auch Forschern eine Rückschau auf das Jahr 2020 ermöglichen. Die Initiatoren sind "von der Resonanz überwältigt", sagte einer von ihnen der Nachrichtenagentur epd.

Hunderte Beiträge sind seit dem Start Ende März bereits eingegangen. Thematisch drehten sich die Einsendungen zum Beispiel um Bewältigungsstrategien wie Heimsport, Homeoffice oder eine Vorfreude-Zettel-Sammelbox für die Zeit nach der Krise. "Hoffnung ist ein großes Thema und auch Öffentlichkeit: leere Plätze, leere Busse, geschlossene Kinos, aber auch Graffitis, Kreidebilder auf der Straße, Kinotafeln, Aushänge", erläutert Benjamin Roers, Historiker an der Uni Gießen.

3.5.2020 • 09:17 Uhr

Zuglinie Eurostar führt Maskenpflicht ein

Passagiere der Eurostar-Züge zwischen Paris, Brüssel und London müssen wegen der Coronavirus-Pandemie ab Montag einen Mund-Nasen-Schutz tragen. "Ab dem 4. Mai müssen Passagiere eine Gesichtsmaske oder eine Gesichtsabdeckung an unseren Bahnhöfen und an Bord tragen, wie es die Richtlinien der französischen und belgischen Regierungen vorsehen", teilte das Unternehmen am Samstag mit. 

Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht drohten ein Verweis aus dem Zug sowie Bußgelder durch die französischen und belgischen Behörden, erklärte Eurostar weiter. Die Hochgeschwindigkeitszüge, die Paris und Brüssel mit der britischen Hauptstadt London verbinden, fahren wegen der Coronavirus-Pandemie deutlich seltener als zu normalen Zeiten. 

Anders als in Frankreich und Belgien gilt in Großbritannien im öffentlichen Verkehr keine Maskenpflicht. Premierminister Boris Johnson deutete diese Woche jedoch an, dass er eine solche Pflicht nach Inkrafttreten der ersten Lockerungen der Corona-Einschränkungen für "nützlich" halte. 

3.5.2020 • 09:15 Uhr

Tschechien erwägt Öffnung der Grenzen im Juli

Die tschechische Regierung erwägt, die Grenzen des Landes im Juli wieder zu öffnen. Die Gespräche darüber mit Österreich und der Slowakei seien weit fortgeschritten, die mit Polen allerdings kompliziert, sagte Außenminister Tomas Petricek laut Nachrichtenagentur CTK. "Ich würde im Juli gerne die Grenzen zu Deutschland, Österreich, Polen und der Slowakei öffnen."

Wenn sich die Situation bei der Bekämpfung der Corona-Epidemie gut entwickele, könne die Grenzöffnung auch früher erfolgen. Mitte März hatte die tschechische Regierung als Schutzmaßnahme gegen eine Ausbreitung des Coronavirus ein Ausreiseverbot für die eigenen Bürger verhängt, dieses aber Ende April wieder aufgehoben. Nach ihrer Rückkehr aus dem Ausland müssen Tschechen nun einen Coronavirus-Test machen.

Die Grenzkontrollen sollen derzeit noch bis zum 14. Mai bestehenbleiben. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Samstag hat Tschechien 7750 nachgewiesene Coronavirus-Fälle und 245 Todesopfer.

3.5.2020 • 08:53 Uhr

Spahn bittet Ethikrat offenbar um Stellungnahme zu Immunitätsausweis

Gesundheitsminister Jens Spahn hat einem Zeitungsbericht zufolge den Deutschen Ethikrat um eine Stellungnahme zum geplanten Corona-Immunitätsausweis gebeten. Wie die "Bild am Sonntag" berichtete, schrieb Spahn an den Ethikrat, es sei ihm "ein Anliegen, dass die ethischen Aspekte im Rahmen der Anwendung der Vorschrift eine ausreichende Würdigung erfahren".

Die Ethik-Experten sollten daher eine Einschätzung abgeben, "wie und in welchem Zusammenhang der Nachweis einer Immunität genutzt werden sollte", zitierte die Zeitung aus dem Schreiben des Ministers. Die Einführung eines Immunitätsausweises ist Teil eines weiteren Corona-Gesetzes, das in der kommenden Woche vom Bundestag beraten werden soll. Falls wissenschaftlich bewiesen wird, dass nach einer Coronavirus-Infektion Immunität besteht und ein Genesener niemanden mehr anstecken kann, sollen sich die Betroffenen diese Immunität bescheinigen lassen können - analog zum Impfpass.

Der Deutsche Ethikrat berät über zentrale ethische Fragen und gibt regelmäßig Stellungnahmen ab. Dem Gremium gehören 26 Mitglieder an, die je zur Hälfte auf Vorschlag des Bundestags und der Bundesregierung berufen werden. Darunter sind etliche Wissenschaftler aus verschiedenen Bereichen.

3.5.2020 • 08:13 Uhr

Köln-Profi hält Wiederaufnahme der Bundesliga für "naiv"

Köln-Profi Birger Verstraete hält die Maßnahmen nach den drei positiven Corona-Tests beim Fußball-Bundesligisten für leichtsinnig. "Wir sollten vorerst nicht unter Quarantäne gestellt werden, und das ist ein bisschen bizarr", sagte der belgische Mittelfeldspieler dem TV-Sender "VTM". Beim 1. FC Köln waren zwei Spieler und ein Betreuer positiv auf das Coronavirus getestet worden. "Der Physiotherapeut ist der Mann, der mich und andere Spieler wochenlang behandelt hat. Und mit einem der beiden fraglichen Spieler habe ich am Donnerstag im Fitnessstudio ein Duo gebildet", sagte Verstraete in dem Interview, über das "Het Laatste Nieuws" berichtete.

Birger Verstraete | dpa

"Fußball ist nicht das Wichtigste". Verstraete bei einem Testspiel im Januar. Bild: dpa

Es sei daher "nicht ganz richtig", dass kein anderer aus dem Team der Kölner mit den Betroffenen in Kontakt gekommen sei. Der 26-Jährige rechnet mit weiteren Infektionen. "Ich denke auch daran, dass sich das Virus verbreitet hat", sagte Verstraete. Ihm stehe der Sinn derzeit nicht nach Fußball. Eine schnelle Wiederaufnahme der Saison hält Verstraete für "naiv". Die Gesundheit seiner Familie und seiner Freundin seien für ihn "von größter Bedeutung". Dies würden auch viele andere Spieler so sehen. "Fußball ist nicht das Wichtigste", betonte der Belgier. Er könne sich vorstellen, dass viele Profis bei einer anonymen Befragung für einen Abbruch der Spielzeit votieren würden.

3.5.2020 • 07:39 Uhr

VDA fordert schnelle Auto-Kaufprämie

Die Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) dringt vor dem Autogipfel am Dienstag auf eine schnelle Entscheidung der Politik über mögliche Kaufprämien. "Es muss zeitnah politisch entschieden werden, damit es eine Klarheit im Markt gibt", sagte Hildegard Müller der "Welt am Sonntag".

Bereits im Mai solle so der Absatz der Autoindustrie gefördert werden, sagte sie. Der Verband wünsche sich eine "breite Förderung" nicht nur von Elektro- und Hybrid-Autos, sondern auch von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor.

3.5.2020 • 07:29 Uhr

Braun: Lockerungen nicht für alle gleich

Kanzleramtschef Helge Braun hat um Verständnis dafür geworben, dass es bei den Lockerungen der Corona-Beschränkungen zu Ungleichbehandlungen kommen kann. Beim schrittweisen Öffnen des Alltagslebens "kann es nicht immer eine absolute Gleichberechtigung aller gesellschaftlichen Bereiche geben, weil unser Vorgehen eben schrittweise ist", sagte der CDU-Politiker der "Welt am Sonntag".

Angesprochen auf Gerichtsurteile, die zuletzt einige Maßnahmen aufgehoben hatten, sagte Braun: "Ich verstehe und akzeptiere jedes einzelne Urteil. Aber ich empfinde es schon als Herausforderung, wenn sich Gerichte auf den Gleichheitsgrundsatz berufen, um einzelne unserer Maßnahmen aufzuheben oder zu modifizieren."

3.5.2020 • 07:22 Uhr

Bahngewerkschaft nennt Lage "dramatisch"

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat die Lage der Deutschen Bahn in der Corona-Krise als dramatisch bezeichnet. Der kommissarische Vorsitzender der Gewerkschaft, Klaus-Dieter Hommel, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Die Einbrüche bei den Fahrgastzahlen sind fatal, die Fixkosten aber hoch. Es wird lange dauern, bis das Vorkrisen-Niveau erreicht ist."

Die Bahn hat ihr Angebot in der Corona-Krise zurückgefahren, der größte Teil des Fahrplans wurde aber aufrechterhalten - um eine Grundversorgung aufrechtzuerhalten. Die Fahrgastzahlen im Fernverkehr sind jedoch eingebrochen, auf 10 bis 15 Prozent des Niveaus vor der Krise.

ICE-Züge der Deutschen Bahn stehen am Bahnhof in München | LUKAS BARTH-TUTTAS/EPA-EFE/Shutt

Die Fahrgastzahlen bei der Bahn sind in der Corona-Krise eingebrochen. Bild: LUKAS BARTH-TUTTAS/EPA-EFE/Shutt

3.5.2020 • 07:19 Uhr

Warum ist Ostdeutschland weniger betroffen?

Die verhältnismäßig niedrigen Corona-Infektionszahlen in den meisten ostdeutschen Bundesländern sind aus Expertensicht unter anderem auf demografische Faktoren zurückzuführen. "Wir gehen oft in erster Linie davon aus, dass Alter ein Risikofaktor für schwere Erkrankungen ist. Das stimmt auch, aber die Ausbreitung ist zu Beginn wahrscheinlich tendenziell vor allem über jüngere Menschen erfolgt, über Reisende", sagte Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie.

Eine "größere Rolle" bei der Ausbreitung des Virus spielt laut Zeeb außerdem die Bevölkerungsdichte, die in mehreren ostdeutschen Bundesländern verhältnismäßig niedrig ist.

Mit Ausnahme von Berlin sind die Infektionszahlen in den ostdeutschen Bundesländern bislang verhältnismäßig niedrig: Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind deutlich weniger betroffen als etwa Bayern und Nordrhein-Westfalen - sowohl in absoluten Zahlen als auch auf 100.000 Einwohner gerechnet.

3.5.2020 • 07:12 Uhr

Heynckes: Krise deckt Fehlentwicklungen auf

Für den früheren Fußball-Erfolgstrainer Jupp Heynckes hat die Coronavirus-Pandemie Fehlentwicklungen in der Gesellschaft und im Fußball sichtbar gemacht. "Da meine ich die Ich-AGs oder den Egoismus. Das Miteinander, das Menschliche oder die Solidarität sind zuletzt viel zu kurz gekommen", sagte der 74-Jährige der "Welt am Sonntag".

Jupp Heynckes | dpa

Bild: dpa

Auch im Fußball forderte Heynckes, der 2013 mit den Bayern das Triple gewann, ein Umdenken: "Es gilt, einen Weg zurück wieder zu mehr Normalität zu finden. Es muss in Bezug auf die Ablöse oder die Gehälter zurückgerudert werden. Teilweise war das unmoralisch."

3.5.2020 • 07:09 Uhr

Buffett verkauft Anteile an Airlines

Die Firma von US-Investor Warren Buffett hat sich in der Coronavirus-Pandemie von sämtlichen Anteilen an den vier größten US-Fluggesellschaften getrennt. Berkshire habe ihre Beteiligungen an Delta Air Lines, United Airlines, Southwest Airlines und American Airlines veräußert, sagte Buffett auf der Hauptversammlung. Seine Gesellschaft hatte rund sieben bis acht Milliarden Dollar in den Aufbau der Anteile investiert. Die Summe habe Berkshire beim Verkauf aber nicht wieder erzielen können, ergänzte Buffett.

Die Luftfahrtbranche wurde von der Coronavirus-Pandemie hart getroffen. Per Ende 2019 hielt Berkshire elf Prozent an Delta Air Lines, zehn Prozent an American Airlines, neun Prozent an United Airlines und rund zehn Prozent an Southwest Airlines.

3.5.2020 • 05:47 Uhr

RKI-Zahlen: 793 neue Infektionen registriert

In Deutschland ist die Zahl der festgestellten Infektionen um 793 auf 162.496 gestiegen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilt. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle legt um 74 auf 6649 zu.

3.5.2020 • 05:31 Uhr

US-Kongress lehnt Corona-Schnelltests ab

Demokraten und Republikaner haben im US-Kongress ein Angebot der Regierung von Präsident Donald Trump zurückgewiesen, ihnen für ihre Rückkehr ins Parlament Corona-Schnelltests bereitzustellen. Die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, und der Mehrheitsführer der Republikaner im Senat, Mitch McConnell - normalerweise erbitterte politische Widersacher - versicherten in einer gemeinsamen Erklärung, sie seien "dankbar" für das Angebot des Präsidenten, würden es aber "respektvoll ablehnen". Die Parlamentarier wollten nicht riskieren, dass die Corona-Tests an wichtigerer Stelle fehlten, erläuterten Pelosi und McConnell. "Der Kongress will die Ressourcen weiter an die Einrichtungen an der Frontlinie schicken, wo sie am schnellsten am meisten Gutes bewirken können", schrieben sie mit Blick auf Krankenhäuser und andere Einrichtungen.

3.5.2020 • 04:52 Uhr

Maas: Bundesregierung müsse "kontrolliert und koordiniert" vorgehen

Außenminister Heiko Maas wirbt für Bedacht bei der Aufhebung der weltweiten Reisewarnungen. "Wenn Leute nicht nur wieder ins Ausland fliegen können, sondern auch mit hinreichender Sicherheit zurückkommen, dann können wir die Reisewarnung schrittweise zurückfahren", sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Es darf dabei aber keine Schnellschüsse geben. Wir können und werden im Sommer nicht noch einmal eine Viertelmillion Menschen aus dem Urlaub zurückholen."

Maas betonte, die Grenzen in Europa dürften "keinen Tag länger als nötig" geschlossen bleiben. Aber auch bei den Grenzöffnungen müsse die Bundesregierung "kontrolliert und koordiniert vorgehen, um nicht die Fortschritte im Kampf gegen das Virus aufs Spiel zu setzen, für die wir alle in den letzten Wochen einen Teil unseres normalen Lebens geopfert haben".

3.5.2020 • 04:38 Uhr

Jeder Dritte will bald zum Friseur

Jeder dritte Bundesbürger will bald nach Wiederöffnung zum Friseur. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur. "Ich habe mir schon einen Termin besorgt", sagen zehn Prozent. Vier Prozent wollten sich einen Termin besorgen, konnten aber keinen mehr bekommen. Weitere 18 Prozent sind zwar noch terminlos, wollen aber "bald nach Öffnung zum Friseur gehen".

3.5.2020 • 04:36 Uhr

Johnson spricht über Erkrankung

Boris Johnsons Ärzte haben sich während dessen Covid-19-Erkrankung darauf vorbereitet, wie sie im Falle des Falles den Tod des britischen Premierministers verkünden würden. "Die Ärzte hatten alle möglichen Vorkehrungen getroffen, was zu tun wäre, wenn die Dinge schrecklich schlecht liefen", sagte Johnson in einem Interview mit der britischen Boulevardzeitung "Sun on Sunday". Seine Verlegung auf die Intensivstation wegen seiner Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sei ein "sehr harter Moment" gewesen, "das will ich nicht leugnen", sagte der Regierungschef.

Der britische Premierminister Boris Johnson winkt vor der Tür seines Londoner Amtssitzes | AFP

Premierminister Boris Johnson: "Die Ärzte hatten alle möglichen Vorkehrungen getroffen." Bild: AFP

3.5.2020 • 04:30 Uhr

Sportchef Heldt: Die Regeln wirken

Trotz der drei positiven Corona-Tests beim 1. FC Köln hat Sportchef Horst Heldt ein Fehlverhalten innerhalb der Mannschaft zurückgewiesen. "Niemand aus unserem Team hat sich leichtsinnig verhalten. Fakt ist: Wir haben drei Infizierte und über 50 Nicht-Infizierte in unserer Testgruppe. Insofern gehen wir davon aus, dass die Regeln und Maßnahmen am Geißbockheim wirken", sagte Heldt der "Bild am Sonntag". Am Freitag war bekanntgeworden, dass zwei Spieler und ein Betreuer der Rheinländer positiv auf das Coronavirus getestet worden waren.

3.5.2020 • 04:26 Uhr

Wirtschaftsverbände erhöhen den Druck

Die Wirtschaftsverbände erhöhen vor dem nächsten Videogipfel am Mittwoch zu den Corona-Maßnahmen den Druck auf Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten, Lockerungen zu beschließen. Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbands, verlangte in "Bild am Sonntag": "Am 6. Mai müssen ein klarer Fahrplan für meine Branche und ein Rettungsfonds beschlossen werden. Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten dürfen die Hoteliers und Gastwirte nicht länger im Stich lassen." Auch die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie, Hildegard Müller, forderte "einen effektiven Weg aus der Krise". In Europa seien "die Verkaufszahlen um über 50 Prozent zurückgegangen – und ein neuer Tiefpunkt ist wohl im April erreicht".

3.5.2020 • 04:20 Uhr

Eiffelturm strahlt

Auch der Pariser Eiffelturm hat sich an einer Aktion zur Würdigung von Helden in der Corona-Krise beteiligt. Das weltbekannte Bauwerk wurde am Samstagabend leuchtend weiß angestrahlt, um "den unermüdlichen Mut von Menschen in Pflegeberufen, die gegen die Coronavirus-Pandemie kämpfen", zu würdigen, wie die Betreiberfirma Sete mitteilte.