Soldaten der Notfalleinheit mit Desinfektionsausrüstung an einem Bahnhof in Bilbao | AP
Liveblog

Liveblog zum Coronavirus Spaniens Militär bittet NATO um Hilfe

Stand: 24.03.2020 22:56 Uhr

Angesichts der dramatischen Entwicklung in Spanien soll die NATO bei der medizinischen Versorgung helfen. In Italien ist die Zahl der Todesopfer wieder gestiegen. Die Pause in der Fußball-Bundesliga soll verlängert werden.

00:18 Uhr

Vielen Dank für ihr Interesse

Damit schließen wir den Liveblog für den heutigen Dienstag. Vielen Dank für ihr Interesse und eine gute Nacht!

22:54 Uhr

New York entlässt Hunderte Gefangene

Die Stadt New York lässt in der Coronakrise rund 300 Gefangene frei. Dabei handelt es sich - laut Bürgermeister de Blasio - um Insassen, die für kleinere und nicht-gewalttätige Vergehen einsitzen und deren Haftstrafe in weniger als einem Jahr ablaufen würde. So soll die weitere Ausbreitung des Coronavirus gehemmt werden. New York ist in den USA mit Abstand am schwersten von der Krise betroffen. Mehr als 100 Menschen sind dort bereits gestorben.

22:29 Uhr

Euro-Finanzminister wollen Einsatz von Rettungsfonds

Die Euro-Finanzminister befürworten die Einrichtung einer vorsorglichen Kreditlinie beim Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM. Damit soll Euro-Staaten geholfen werden, die die Bewältigung der Corona-Krise finanziell nicht mehr stemmen können. Dafür ist aber ein Mandat der EU-Staats- und Regierungschefs nötig. Die Entscheidung soll am Donnerstag fallen.

21:19 Uhr

DAX und Dow Jones legen kräftig zu

Der US-Börsenindex Dow Jones hat inmitten der Coronavirus-Pandemie den stärksten Anstieg seit fast 90 Jahren hingelegt. An der New Yorker Wall Street gewann der Dow Jones am Dienstag rund 11,4 Prozent und stieg auf 20.705 Punkte an. Es war der stärkste prozentuale Tagesgewinn seit Anfang der 1930er-Jahre.

Auch der DAX feierte kräftige Gewinne und machte einen Teil seiner Verluste aus diesem Monat wieder wett. Am Ende legte der Index 10,98 Prozent zu und schloss bei 9.700 Punkten. Absolut lag der Anstieg damit bei 959 Zählern.

20:57 Uhr

ARD extra zur aktuellen Corona-Lage

Das Erste informiert in der 15-minütigen Sondersendung ARD extra über die neuesten Entwicklungen bei der Verbreitung des Corona-Virus in Deutschland und der Welt.

20:56 Uhr

Inzwischen 1100 Todesopfer in Frankreich

Durch die Covid-19-Pandemie sind in Frankreich bereits mehr als 1100 Menschen in Krankenhäusern gestorben - 240 mehr als noch am Vortag, wie Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon mitteilte. In Frankreich steckten sich bisher rund 22.300 Menschen mit Sars-CoV-2 an, das war eine Steigerung von 2400 gegenüber dem Vortag. 2.516 Patienten liegen laut Salomon auf Intensivstationen.

Militärzelte vor einem Krankenhaus in Mulhouse | AP

Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP will Frankreichs Emmanuel Macron am Mittwoch ein Armeekrankenhaus im südelsässischen Mulhouse besuchen. Bild: AP

20:49 Uhr

Auch Hamburg denkt über Abitur-Verlegung nach

Nach der geplanten Absage der Abiturprüfungen in Schleswig-Holstein will auch Hamburg seine Haltung in dieser Frage neu überdenken. Durch die überraschende Ankündigung sei eine neue Lage entstanden, sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD). "Alleingänge sind in dieser wichtigen Frage nicht vernünftig. Deshalb werden wir jetzt zusammen mit den anderen Ländern prüfen, welche Auswirkungen die Entscheidung in Schleswig-Holstein auf das Abitur in allen anderen Ländern und in Hamburg haben wird." Dabei solle zügig für Klarheit gesorgt werden.

20:32 Uhr

Spaniens Militär bittet NATO um Unterstützung

Wegen der Corona-Krise hat Spaniens Militär die NATO um Hilfe gebeten. Die spanischen Streitkräfte hätten "internationale Hilfe" angefordert, um Unterstützung bei der medizinischen Versorgung zu erhalten, erklärte das Militärbündnis.

Demnach bat Madrid um 500.000 Test-Kits, 500 Beatmungsgeräte sowie 1,5 Millionen OP-Masken und 450.000 Atemschutzmasken. Trotz einer vor zehn Tagen verhängten strikten Ausgangssperre steigen in Spanien sowohl die Zahl der Neuansteckungen als Todesopfer weiter an. Bislang meldete das Land insgesamt fast 2700 Todesfälle.

20:19 Uhr

Schäuble: Krise könnte "Wendepunkt" zu mehr Zusammenhalt sein

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat im tagesthemen-Interview zu Solidarität aufgerufen. Die Corona-Krise sei eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, sagte er. "Alle müssen mitmachen." Die große Mehrzahl der Bevölkerung verstehe die Notwendigkeit der Einschränkungen. Es gebe "ganz neue Formen von spontaner Solidarität und Hilfsbereitschaft".

Krisen könnten auch Chancen sein, sagte Schäuble. Vielleicht führe "diese große Prüfung für uns alle" auch dazu, "dass später einmal die Historiker sagen werden, das war ein Wendepunkt, der dazu beigetragen hat, dass wir in dieser manchmal atemlos erscheinenden Hektik auch wieder ein bisschen mehr Menschlichkeit haben, dass der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft wächst."

Mehr zum Thema sehen Sie um 22:30 Uhr in den tagesthemen.

20:03 Uhr

Johns Hopkins: Mehr als 400.000 Corona-Fälle weltweit

Weltweit haben sich nach Angaben von Wissenschaftlern der US-Universität Johns Hopkins schon mehr als 400.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das Virus verbreitete sich zuletzt rasant: Die Zahl der bekannten Infektionen hatte erst am Samstag die Marke von 300.000 durchbrochen. Mehr als 18.000 Menschen starben den Forschern zufolge inzwischen an Covid-19.

Zwei Drittel der gemeldeten 409.000 Fälle entfielen demnach auf sechs Länder: China, Italien, die USA, Spanien, Deutschland und den Iran. In den USA ist die Zahl bekannter Infektionen zuletzt dramatisch in die Höhe geschnellt. Dort gibt es Johns Hopkins zufolge inzwischen 50.000 Fälle. Am Samstag waren die Forscher noch von rund 24.000 bekannten Infektionen ausgegangen.

19:44 Uhr

EU-Kommission billigt deutsches Hilfsprogramm

Die EU-Kommission billigt das deutsche Hilfsprogramm für die von der Corona-Epidemie betroffenen Unternehmen. Das Ziel der Maßnahmen sei es, Firmen mit Liquidität zu versorgen, damit Arbeitsplätze gesichert und der Betrieb auch in diesen schwierigen Zeiten fortgesetzt werden könnten, erklärt EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Die Bundesregierung hat den Unternehmen Liquiditätshilfen in unbegrenzter Höhe versprochen. Die Hilfen stehen allen Firmen offen.

19:36 Uhr

Keine gemeinsame Erklärung der G7-Außenminister

Die Außenminister der führenden westlichen Industriestaaten werden bei ihrer Videokonferenz am Mittwoch voraussichtlich keine gemeinsame Erklärung zur Corona-Krise beschließen. Medienberichten zufolge konnten sich die USA, Kanada, Japan und die vier europäischen Mitglieder - darunter Deutschland - in Vorgesprächen nicht auf einen gemeinsamen Text einigen. Zu den Differenzen zählte der Begriff "Wuhan-Virus", der in dem von den Amerikanern vorgelegten Entwurf verwendet wurde.

19:32 Uhr

Mehr als 2000 Virusfälle in Afrika

In 43 der 54 afrikanischen Länder sind mittlerweile Fälle des neuen Coronavirus aufgetaucht. Die Gesamtzahl der Infektionen steht bisher bei 2046, wie die afrikanischen Zentren für Seuchenkontrolle und Prävention mitteilten. Am stärksten betroffen ist Südafrika, wo die Zahl der Fälle sich auf 554 erhöhte. Ab Freitag soll in dem Land eine Ausgangssperre gelten.

Zum Abfedern der Corona-Krise braucht Afrika ein Notfinanzpaket in Höhe von 150 Milliarden Dollar; das schlug die äthiopische Regierung in einem Papier an die G20 vor. Alle Zinszahlungen von Regierungskrediten und ein Teil der Schulden von Ländern mit geringem Bruttonationaleinkommen sollten abgeschrieben werden.

19:19 Uhr

Guterres fordert "Plan wie zu Kriegszeiten"

UN-Generalsekretär Guterres hat von den G20-Ländern einen internationalen Konjunkturplan gefordert. Er sprach von einem "Plan wie zu Kriegszeiten", der den Volkswirtschaften "massive Ressourcen zuführen und einen zweistelligen Prozentsatz des Bruttoweltprodukts erreichen" müsse, so Guterres in einem Brief aus dem die Nachrichtenagentur dpa zitiert.

19:13 Uhr

Wegen Coronavirus: Assange hofft auf Freilassung

Julian Assange, Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, hofft wegen der Coronavirus-Pandemie auf eine Freilassung unter Kautionsauflagen. Noch in dieser Woche soll ein Antrag von seinen Anwälten bei einem Gericht in London gestellt werden, teilte Wikileaks mit. Assange sei wegen seiner angeschlagenen Gesundheit im Gefängnis besonders anfällig für die Lungenkrankheit, so die Begründung.

19:08 Uhr

Trump warnt vor Zerstörung der Wirtschaft

US-Präsident Donald Trump will die Einschränkungen in den USA möglichst noch vor Ostern lockern. Zudem warnte er vor einer Zerstörung der US-Wirtschaft durch die strikten Coronavirus-Maßnahmen. "Man kann ein Land zerstören, indem man es dicht macht", sagte Trump dem Nachrichtensender Fox News. Durch eine "massive Rezession oder Depression" drohten mehr Menschen zu sterben als durch die Grippe.

18:55 Uhr

Vier Corona-Virus-Fälle im Vatikan

Im Vatikan sind bisher vier Personen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Neben einer bereits am 5. März festgestellten Infektion handelt es sich um einen Mitarbeiter des vatikanischen Zollamts und zwei Angestellte der Vatikanischen Museen, so Vatikansprecher Bruni.

18:29 Uhr

Dramatische Situation in spanischen Pflegeheimen

In Spanien sind nach Behördenangaben inzwischen 5400 Mitarbeiter im Gesundheitswesen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das seien fast 14 Prozent aller Fälle in dem Land.

Armeeangehörige fanden bei der Desinfektion von Pflegeheimen verwahrloste Insassen, die zwischen Toten hausten, die möglicherweise an dem Virus gestorben waren. Die Journalistin Julia Macher vermutet ähnliche Zustände in anderen Pflegeheimen, denn viele medizinische Einrichtungen seien am Limit.

18:22 Uhr

Italien: Erneut mehr als 700 Tote an einem Tag

In Italien sind erneut mehr als 700 Menschen innerhalb eines Tages in Folge der Corona-Pandemie gestorben. Insgesamt zählte der italienische Zivilschutz bisher 6820 Todesopfer - 743 mehr als am Vortag. Damit ist nach einem geringeren Anstieg der Opferzahl am Montag (602 Tote) und Sonntag (650) die Zahl wieder deutlich nach oben gesprungen. Am Samstag war mit 793 Todesfällen die höchste Zahl an einem einzigen Tag vermeldet worden.

Mittlerweile wurde bei 69.176 Menschen das Coronavirus nachgewiesen. Am Montag lag die Zahl der bestätigten Infektionen noch bei 63.927. Am schlimmsten von der Covid-19-Pandemie betroffen ist weiter der Norden, besonders die Lombardei.

Nach den seit dem 10. März bestehenden Ausgehverboten im Kampf gegen das Coronavirus war in Italien erste Hoffnung auf eine Trendumkehr aufgekommen.

17:52 Uhr

Verstoß gegen Corona-Auflagen kann teuer werden

Mit saftigen Bußgeldern will Nordrhein-Westfalen die neuen Regeln zur Eindämmung des Coronavirus durchsetzen. Der Katalog sieht Strafen bis zu 5000 Euro vor. Bei Wiederholung werden sogar bis zu 25 000 Euro fällig.

17:46 Uhr

Rettungsschirme in mehreren Bundesländern beschlossen

Nach Bayern haben auch andere Bundesländer Programme auf den Weg gebracht, die die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise lindern sollen. Der nordrhein-westfälische Landtag beschloss einstimmig ein Corona-Hilfspaket in Höhe von 40 Milliarden Euro. Mit dem Geld sollen Bürgschaften, Steuerstundungen sowie Soforthilfen für Kleinunternehmen und Solo-Selbstständige finanziert werden. In Hessen umfasst der Corona-Schutzschirm Hilfen in Höhe von insgesamt mindestens 8,5 Milliarden Euro. Die Landtagsabgeordneten verabschiedeten in Wiesbaden einstimmig den dafür nötigen Nachtragshaushalt und beschlossen, die Schuldenbremse zu lockern.

In Baden-Württemberg sollen Selbstständige, Freiberufler und kleine Unternehmen gestützt werden, die durch die Krise in Existenznot geraten. Von den fünf Milliarden Euro, die für Wirtschaftshilfen bereitstehen, sind vier Milliarden für die Soforthilfe verfügbar. Die Landesregierung in Rheinland-Pfalz beschloss einen Nachtragshaushalt über 3,3 Milliarden Euro, um den Auswirkungen der Corona-Pandemie entgegenzutreten. Mecklenburg-Vorpommerns Landesregierung legte einen Schutzfonds im Umfang von 1,1 Milliarden Euro auf, um Unternehmen durch die Krise zu helfen. In Brandenburg verdoppelte sich die Höhe eines geplanten Schutzschirms innerhalb einer Woche von 500 Millionen Euro auf eine Milliarde Euro.

Der Plenarsaal im Landtag von Nordrhein-Westfalen | dpa

Allein in Nordrhein-Westfalen werden 40 Milliarden Euro gegen die Auswirkungen der Corona-Krise bereitgestellt. Bild: dpa

17:38 Uhr

Spanisches Dorf verordnet Mindestbetrag für Einkäufe

Der Bürgermeister von Herrera del Duque beschloss, dass die rund 3700 Einwohner seiner Ortschaft bis auf weiteres bei jedem Einkauf mindestens 30 Euro ausgeben müssen. Mit dieser Entscheidung will er erreichen, dass die Menschen nicht unter dem Vorwand des Einkaufens ihr Haus mehrmals am Tag verlassen und so die wegen der Pandemie seit eineinhalb Wochen in ganz Spanien geltende Ausgangssperre umgehen.

17:22 Uhr

Scholz hält Steuerbefreiung für Sonderprämien für möglich

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) prüft, inwieweit Prämien für Beschäftigte in der Corona-Krise von der Steuer befreit werden können. "Bis zu einem bestimmten Rahmen können wir das wohl machen", sagte er "Bild live".

17:15 Uhr

Von der Leyen warnt vor Internet-Betrug

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen warnt vor Internet-Betrügern und angeblichen Wundermitteln gegen das Coronavirus. Kriminelle nutzten die Sorge vor der Pandemie, erklärte von der Leyen. "Unsere Angst wird ihre Geschäftsidee." Die Zahl von Internet-Delikten habe zugenommen, ebenso die Zahl von falschen Arzneien, Sprays und Ähnlichem. Von der Leyen unterstrich jedoch Fahndungserfolge, die die europäische Polizeibehörde Europol jüngst vermeldet hatte.

17:12 Uhr

Zahl der Todesfälle in Großbritannien deutlich gestiegen

In Großbritannien ist die Zahl der Infizierten und Toten deutlich gestiegen. 8077 Infektionsfälle seien inzwischen bestätigt, teilt die Regierung mit. Am Montag seien es noch 6650 gewesen. Binnen eines Tages seien 87 Menschen gestorben, nachdem sie positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Damit liege die Gesamtzahl der Todesopfer bei 422.

16:55 Uhr

DFL-Präsidium empfiehlt Bundesliga-Pause bis zum 30. April

Der Spielbetrieb in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga soll vorerst bis zum 30. April ausgesetzt bleiben. Diese Empfehlung hat das Präsidium der Deutschen Fußball Liga den 36 Profivereinen zur Beschlussfassung auf der Mitgliederversammlung in der kommenden Woche gegeben.

Die DFL arbeite bis dahin an Konzepten, die Saison bis 30. Juni notfalls auch ohne Zuschauer in den Stadien zu Ende zu bringen. Die Vergabe der milliardenschweren Medienrechte für die Jahre 2021 bis 2025 soll verschoben werden.

16:45 Uhr

Bundestag: Viele leere Stühle und Wasser aus dem Pappbecher

Um Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus zu verhindern, tagt der Bundestag morgen mit ungewohnten Vorsichtsmaßnahmen. An den Eingängen werden Spender mit Desinfektionsmittel aufgestellt und die Türen zum Plenum bleiben offen, so dass sie nicht berührt werden müssen, wie Bundestagssprecherin Eva Haacke mitteilte.

Demnach werden die Türen außerdem mit "Eingang und "Ausgang" gekennzeichnet, so dass es weniger Begegnungen zwischen den Abgeordneten gibt. Im Sitzungssaal werden die Stühle so markiert, dass die Abgeordneten mit größerem Abstand zueinander Platz nehmen. Die Politiker sollen jeweils nur bei den Tagesordnungspunkten an der Sitzung teilnehmen, "die ihre jeweiligen Arbeitsbereiche betreffen".

Wer ans Rednerpult tritt, bekommt Haacke zufolge nicht das übliche Wasserglas hingestellt, sondern einen Pappbecher mit Wasser. Zwischen den Reden werde das Pult jeweils desinfiziert. Die Urnen für die Abstimmung werden nicht mit Plenarsaal aufgestellt, sondern in der Westlobby, wo mehr Platz ist. Die Abgeordneten haben außerdem mit einer Stunde deutlich mehr Zeit als üblich, um ihre Stimme abzugeben. 

16:41 Uhr

Slowakei verschärft Schutzmaßnahmen

Die neue slowakische Regierung hat die bisher geltenden Schutzmaßnahmen weiter verschärft. Wer sein Haus oder seine Wohnung verlässt, muss auch im Freien einen Atemschutz tragen, der zumindest Mund und Nase bedeckt. Zur Überwachung möglicher Infizierter dürfen staatliche Behörden künftig die Mobilitätsdaten der Mobilfunkanbieter auswerten. Für Menschen ab 65 Jahren werden in Lebensmittelgeschäften eingeschränkte "Senioren-Öffnungszeiten" von neun bis zwölf Uhr eingeführt. Notfalls könnte für bestimmte Bevölkerungsgruppen auch eine völlige Ausgangssperre verhängt werden, erklärte der staatliche Hygienebeauftragte.

16:32 Uhr

11 000 Bewerber wollen RKI im Kampf gegen Coronavirus helfen

Auf gewaltiges Interesse ist eine Stellenanzeige als Unterstützungskraft beim Robert Koch-Institut (RKI) gestoßen. Zwischen Donnerstag und Montag hätten sich 11.000 Menschen als Helfer im Kampf gegen das Coronavirus beworben, wie das Bundesverwaltungsamt (BVA) in Köln mitteilte. Das Amt hatte die Stelle für das RKI ausgeschrieben. Nun müssten aus der großen Menge an Bewerbungen die passendsten Kandidaten für die 525 Unterstützungsstellen ausgewählt werden.

Aufgabe der Unterstützer wird es sein, im kommenden halben Jahr als "Containment Scouts" bei der telefonischen Befragung von Covid-19-Infizierten und deren Kontaktpersonen zu helfen. Dadurch spare das Robert Koch-Institut Ressourcen, die es im Kampf gegen das Virus dringend benötige.

16:10 Uhr

Indien verhängt Ausgangssperre für gesamte Bevölkerung

Indien stellt seine ganze Bevölkerung von 1,3 Milliarden Menschen unter eine Ausgangssperre. Die Anordnung soll drei Wochen lang gelten, wie der indische Premierminister Narendra Modi per Dekret verfügte. Seine Regierung hatte zuletzt bereits den Zugverkehr gestoppt und Bürgerinnen und Bürgern außerdem mit Konsequenzen gedroht, sollten sie die Vorschriften nicht einhalten. "Bitte retten Sie sich selbst, retten Sie Ihre Familie", schrieb Modi auf Twitter.

15:51 Uhr

Brandenburg sagt größere Veranstaltungen im Mai und Juni ab

Brandenburg hat wegen der Coronavirus-Pandemie inzwischen auch größere Veranstaltungen im Mai und Juni abgesagt. Betroffen seien die Brandenburgische Landwirtschaftsausstellung, die sogenannte Brandenburger Landpartie, der Brandenburger Sommerabend in Potsdam und die Deutsch-Polnischen Medientage in Frankfurt an der Oder und Slubice, teilte die Staatskanzlei mit.

15:48 Uhr

Kurzarbeit für rund 80.000 VW-Beschäftigte in Deutschland

Bei Volkswagen sollen wegen der Lieferprobleme und Absatzschwäche in der Corona-Krise rund 80.000 Beschäftigte in Deutschland in Kurzarbeit gehen. Dies verlautete aus Konzernkreisen. Das Unternehmen hat die deutschen und europäischen Werke sowie weitere Standorte in Amerika und Russland derzeit vorübergehend geschlossen.

15:29 Uhr

Schleswig-Holstein: Bildungsministerin Prien für Absage der Abiturprüfungen

Bildungsministerin Karin Prien (CDU) plädiert sich wegen der Corona-Pandemie für eine bundesweite Absage der Abiturprüfungen. Stattdessen solle ein Anerkennungsabitur auf Grundlage der bisher erbrachten Leistungen vergeben werden, sagte Prien. Einen entsprechenden Beschlussvorschlag wolle sie der Landesregierung in Kiel und auch der Kultusministerkonferenz vorlegen. Auch die Prüfungen zum ersten allgemeinbildenden und zum mittleren Schulabschluss sollen in diesem Schuljahr nicht abgenommen werden.

Mitte März wurde der Unterricht an den Schulen im Land eingestellt. Wann und wie der Unterricht wieder aufgenommen werden könne, sei noch nicht absehbar. "Seit zwei Wochen beraten wir uns, wie wir in diesem Jahr faire und gerechte Abschlussprüfungen unter den gegebenen Umständen ermöglichen können." Die Abiturprüfungen müssten direkt nach den Osterferien beginnen. "Dies erscheint derzeit unrealistisch."

15:13 Uhr

Söder will Maßnahmen ethisch und juristisch prüfen lassen

Zu den Maßnahmen in der Corona-Krise startet Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ein Monitoring. Irgendwann werde man die Frage stellen, ob diese Beschränkung der Freiheit wirklich notwendig sei, sagte Söder. Darum sei beschlossen worden, parallel zu den als gesundheitspolitisch für notwendig erachteten Maßnahmen ein Monitoring auf ethischer, gesellschaftlicher und juristischer Ebene vorzunehmen. Das sei wichtig, um parallel zu einschneidenden Maßnahmen "immer auch die Spiegelung zu bekommen, inwieweit dies alles mit der Liberalität unseres Rechtsstaates kompatibel und in Einklang zu bringen ist".

14:59 Uhr

Fast alle EU-Staaten setzen Einreiseverbot um

Das wegen der Corona-Krise eingeführte weitgehende Einreiseverbot in die EU wird mittlerweile von fast allen Staaten umgesetzt. Einzig Irland, das wegen des gemeinsamen Reisegebiets an Großbritannien gebunden ist, sei eine Ausnahme, sagte ein Sprecher der EU-Kommission. Als Nicht-EU-Staaten beteiligen sich Norwegen, die Schweiz, Liechtenstein und Island an der Maßnahme, die auch Mitglieder des Schengenraums sind.

14:57 Uhr

Sachsen will tschechische Pflegekräfte halten

Angesichts der Restriktionen für tschechische Berufspendler wegen der Corona-Krise versucht Sachsen, vor allem Pflegekräfte zu halten. Allen Tschechen, die im Freistaat im Bereich Medizin und Pflege arbeiten und in Deutschland bleiben, werde ein Zuschuss zum Lebensunterhalt gezahlt, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Dies gelte für Berufspendler in Kliniken und Pflegeheimen, aber auch für Bereiche wie Krankenhausküchen oder -wäschereien.

14:53 Uhr

Berlin bietet 350 neue Übernachtungsplätze für Obdachlose

Das Land Berlin stellt Obdachlosen 350 neue Übernachtungsplätze zur Verfügung. Angesichts der Corona-Pandemie könnten diese genutzt werden, damit sich Menschen auf der Straße besser schützen können, sagte Sozialsenatorin Elke Breitenbach. Bis mindestens 19. April würden davon 200 Plätze in einer Jugendherberge bereitgestellt. Die Kältehilfe-Einrichtung in der Storkower Straße solle zudem bis mindestens Ende April für Obdachlose zur Verfügung stehen. Hier sei auch eine Quarantänestation für Obdachlose geplant.

Zudem werde die Berliner Tafel beim Einsammeln von Lebensmitteln für bedürftige Menschen vorübergehend vom Technischen Hilfswerk (THW) des Bundes unterstützt, kündigte Breitenbach an.

14:46 Uhr

AirBnB-Umsatz bricht massiv ein

Die Corona-Krise trifft auch Airbnb schwer. In mehreren europäischen Ländern brach der Umsatz auf dem Vermittlungsportal für Ferienunterkünfte zwischen Mitte Februar und Mitte März um rund die Hälfte ein, wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf Daten der Analysefirma Airdna berichtete. Demnach lag der Umsatz in Deutschland innerhalb einer Woche Mitte Februar bei 31 Millionen Euro, zuletzt betrug er nur noch 16 Millionen Euro. 

In Frankreich, dem wichtigsten Markt für Airbnb in Europa, ging der Umsatz laut Bericht von 120 auf 65 Millionen Euro zurück. In Italien nahm der Umsatz demnach von 58 auf 31 Millionen Euro ab, in Spanien von 59 auf 33 Millionen Euro.

14:44 Uhr

Human Rights Watch: Kambodscha nutzt Pandemie für Verhaftungen

Kambodscha nutzt die Coronavirus-Pandemie offenbar zunehmend als Vorwand für die Verhaftung von Regimekritikern. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch sprach von mindestens 17 entsprechenden Festnahmen seit Ende Januar. Unter den Verhafteten seien vier Anhänger der verbotenen "Partei zur nationalen Rettung Kambodschas" (CNRP) sowie ein 14 Jahre altes Mädchen, das in Sozialen Medien ihre Angst vor dem Virus gepostet habe, hieß es.

14:43 Uhr

Arbeitslosigkeit in Norwegen binnen vier Wochen verfünffacht

Die Arbeitslosigkeit in Norwegen hat sich wegen der Corona-Krise binnen kurzer Zeit fast verfünffacht. Die Arbeitslosenquote kletterte im März auf 10,9 Prozent, wie aus Daten der Arbeitsagentur hervorgeht. Das ist der höchste Wert seit der großen Depression vor rund 80 Jahren. Ende Februar hatte er noch bei 2,3 Prozent gelegen, vor einer Woche bei 5,3 Prozent. Die Agentur führt diesen drastischen Anstieg in so kurzer Zeit auf die Corona-Krise zurück, wegen der zahlreiche Unternehmen Mitarbeiter entlassen haben.

14:34 Uhr

Rewe plant Bonuszahlungen für Mitarbeiter

Deutschlands zweitgrößter Lebensmittelhändler Rewe will die Beschäftigten bei Rewe, aber auch bei der konzerneigenen Discounttochter Penny für ihren Einsatz in der Coronavirus-Krise mit einem Bonus belohnen. Dafür werde der Konzern über 20 Millionen Euro in die Hand nehmen, sagte ein Rewe-Sprecher.

Der jeweilige Betrag ist etwa abhängig von der Funktion und davon, ob Vollzeit oder Teilzeit gearbeitet wird. Die Bonuszahlung werde als Guthaben auf die Mitarbeiterkarten gebucht. Auch bei Aldi Süd können sich die Beschäftigten vielleicht schon bald über eine Prämie freuen. "Wir machen uns derzeit Gedanken, wie wir uns bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz erkenntlich zeigen können", sagte ein Unternehmenssprecher.

14:32 Uhr

UN: Sanktionen während der Corona-Krise aussetzen

Angesichts der verheerenden Coronavirus-Pandemie hat die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, das Aussetzen von Sanktionen verlangt. Sie erwähnte den Iran, Kuba, Nordkorea, Venezuela und Simbabwe. Wenn das Gesundheitssystem in einem der Länder schwach sei, erhöhe dies das Risiko einer weiteren Virus-Ausbreitung für die ganze Welt, sagte sie.

Die Einwohner der Länder, die mit Sanktionen belegt sind, seien nicht verantwortlich für die Politik ihrer Regierung, so Bachelet. Sie rief die betroffenen Länder auf, transparent über ihre Lage zu informieren und humanitäre Hilfe anzunehmen.

14:20 Uhr

Göring-Eckardt: Bundestag wird am Mittwoch epidemiologische Lage ausrufen

Der Bundestag wird nach Angaben von Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt am Mittwoch den Epidemiefall ausrufen. Am Montagabend habe es die Einigung gegeben, dass eine epidemiologische Lage "nicht mehr wie ursprünglich geplant von der Bundesregierung ausgerufen werden kann", sagte Göring-Eckardt. Es sei vereinbart worden, dass der Bundestag ihn ausrufe, "das wird er morgen sicher auch mit großer Mehrheit tun". Dann werde sich der Bundesrat dazu verhalten.

Die Regelung werde auf ein Jahr begrenzt sein, sagte Göring-Eckardt weiter. Der "Gesetzentwurf zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite" sieht vor, schnelle Entscheidungen zu ermöglichen, um auf eine Epidemie effektiv reagieren zu können. Dazu soll der Bund in einer "epidemischen Lage von nationaler Tragweite" für einen befristeten Zeitraum zusätzliche Kompetenzen erhalten. Das Bundesgesundheitsministerium soll ermächtigt werden, Vorkehrungen zum Schutz der Bevölkerung zu treffen und die Gesundheitsversorgung sicher zu stellen.  Dabei geht es etwa um Vorschriften für den grenzüberschreitenden Reiseverkehr, zum Beispiel Meldepflichten im Bahn- und Busverkehr. Weiter werden damit Melde- und Untersuchungspflichten geregelt und Maßnahmen zur Sicherstellung der Grundversorgung mit Arzneimitteln, Schutzausrüstung und Labordiagnostik verhängt. Auch die Flexibilisierung von Vorschriften in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen fällt unter das Gesetz.

14:18 Uhr

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Covid-19-Ausbreitung in Ischgl

Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat Ermittlungen zur Ausbreitung des Coronavirus im beliebten Wintersportort Ischgl aufgenommen. Wie die Behörde mitteilte, geht sie dem Verdacht nach, dass ein Gastronomiebetrieb Ende Februar einen positiven Test einer Mitarbeiterin nicht den Gesundheitsbehörden gemeldet habe. Das Land Tirol hatte der Staatsanwaltschaft eine Anfrage des ZDF mit dem entsprechenden Verdacht weitergeleitet.

"Es ist unbekannt, um welchen Betrieb es sich dabei handeln soll und ob tatsächlich Meldepflichten verletzt wurden", teilte die Staatsanwaltschaft mit. Daher werde nun ermittelt. Das Land Tirol und die Tourismusbranche vor Ort waren in den vergangenen Tagen scharf kritisiert worden, weil der Skitourismus mit seinen Après-Ski-Partys die internationale Ausbreitung des Coronavirus verstärkt haben könnte. Vor allem Ischgl geriet diesbezüglich ins Visier. Dort war der Barkeeper einer beliebten Après-Ski-Bar am 7. März positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Dem Land Tirol wird vorgeworfen, den Skibetrieb nicht schnell genug gestoppt zu haben. Erst am 15. März fand die Skisaison dann ihr vorzeitiges Ende.

13:59 Uhr

Polen beschließt Kontaktverbot

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus setzt Polen auf weitere Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und die Reduzierung sozialer Kontakte. Ansammlungen von mehr als zwei Personen seien nicht mehr erlaubt, sagte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki. "Wir kaufen uns damit Zeit für die bessere Vorbereitung der Gesundheitsversorgung und das Bereitstellen von mehr Krankenhausplätzen."

Die Bürger seien verpflichtet, in ihren Wohnungen zu bleiben, betonte Gesundheitsminister Lukasz Szumowski. Ausnahmen sollen nur für den Weg zur Arbeit, zum Arzt und zum Einkaufen gelten. Auch Spaziergänge seien weiterhin erlaubt.

13:55 Uhr

Deutsche Kliniken nehmen Italiener auf

Immer mehr Bundesländer haben Corona-Patienten aus Italien in Kliniken untergebracht oder planen, dies zu tun. Darunter sind etwa Bayern, Sachsen und Nordrhein-Westfalen. Italien ist europaweit am stärksten von der Pandemie betroffen. Am Wochenende hatten das Saarland und Baden-Württemberg angeboten, Intensivbetten für Corona-Patienten aus dem benachbarten Frankreich zur Verfügung zu stellen.

13:32 Uhr

Datenverkehr nimmt enorm zu - Deutsches Netz stabil

13:30 Uhr

RWI: Containerumschlag eingebrochen

Der weltweite Containerumschlag ist im Februar laut einer aktuellen Schätzung von Wirtschaftsforschern deutlich eingebrochen. Der entsprechende Index fiel um 10,9 auf 102,5 Punkte, gaben das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) und das Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) in Bremen bekannt. Das ist der stärkste jemals beobachtete monatliche Rückgang.

13:19 Uhr

Olympische Spiele verschoben

Die Olympischen Spiele in Tokio werden nach Angaben von Japans Ministerpräsidenten Shinzo Abe verschoben. Er habe den Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach, gebeten, das Sportevent um ein Jahr zu verlegen. Der Schritt sei angesichts der Coronavirus-Pandemie unvermeidlich, weil die ursprünglich für Juli und August angesetzten Wettkämpfe unter den gegebenen Umständen nicht vollständig ausgetragen werden könnten, sagte Abe dem Fernsehsender NHK. Die Spiele sollten nun spätestens im Sommer 2021 stattfinden.

Zuvor hatten mehrere Länder Druck auf das IOC aufgebaut und eine Verschiebung gefordert. Einzelne Länder hatten bereits angekündigt, keine Sportler zu entsenden, sollte das Event wie geplant stattfinden.

12:58 Uhr

Söder verspricht umfassendes Bürgschaftsprogramm

Um der Corona-Krise zu begegnen, hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder das Hilfspaket für die Wirtschaft deutlich aufgestockt. Im Haushalt sollen nun 20 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Außerdem versprach er Unternehmen umfassende Bürgschaften des Freistaats. Zudem soll das Gesundheitsministerium personell besser ausgestattet werden, auch die zugehörigen Ämter in der Fläche.

12:51 Uhr

Leipzig schließt auch Wochenmärkte

Die sächsische Stadt schließt wegen der Coronavirus-Pandemie seine Wochenmärkte. Die Regelung gelte ab sofort und bis auf weiteres, teilte die Verwaltung mit. Hintergrund der Schließung ist den Angaben nach die Allgemeinverfügung des Bundeslandes Sachsen.

12:40 Uhr

Schalke-Profis bieten Gehaltsverzicht an

Auch die Fußballvereine stellen angesichts der Corona-Krise ihre Planungen um: Fußball-Bundesligist Schalke 04 plant ein großes Maßnahmenpaket zur finanziellen Bewältigung. Es geht um den Erhalt der 650 Arbeitsplätze im Verein. "Wir müssen uns jetzt finanziell so aufstellen, dass wir möglichst lange durchhalten und entsprechend Liquidität gewährleisten", sagte Vorstand Alexander Jobst der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung".

Laut Jobst sind auch die Profis bereit, auf einen Teil ihrer Bezüge zu verzichten. "In der Frage der Gehälter kam schon vor einigen Tagen das erste Signal von unserer Profimannschaft." Auch das Trainerteam um Cheftrainer David Wagner sowie der dreiköpfige Vorstand mit Jochen Schneider, Peter Peters und Jobst wollten ihren Teil beitragen.

Veltins-Arena auf Schalke | dpa

Auch in der Schalker Arena wird bis auf weiteres kein Ball vor Zuschauern rollen. Bild: dpa

12:30 Uhr

Für Deutschland bestimmte Schutzmasken verschwunden

An einem Flughafen in Kenia sind Ende vergangener Woche sechs Millionen Schutzmasken verschwunden, die für Deutschland bestimmt waren. Die Generalzolldirektion habe über die Masken vom Typ FFP2 einen Vertrag mit einer deutschen Firma geschlossen, bestätigt eine Sprecherin des Bundesverteidigungsministeriums einen Bericht des "Spiegel". Die Behörde bemühe sich derzeit um Aufklärung. Ein finanzieller Schaden sei nicht entstanden, da die Masken noch nicht bezahlt gewesen seien. Das Beschaffungsamt der Bundeswehr hat die Federführung beim Kauf von Ausrüstung im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie.

12:22 Uhr

USA als neues Epizentrum?

Die USA könnten nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO das neue Epizentrum der Coronavirus-Pandemie werden. Die Vereinigten Staaten hätten das Potenzial dazu, da die Fallzahlen dort sehr rasch anstiegen, sagte WHO-Sprecherin Margaret Harris. 85 Prozent der Neuinfektionen, die in den vergangenen 24 Stunden gemeldet worden seien, entfielen auf die USA und Europa. Zur Lage in Italien, wo bislang am meisten Corona-Tote gezählt wurden, äußerte sie sich vorsichtig optimistisch. Es gebe einen Hoffnungsschimmer, nachdem weniger Neuerkrankungen und Totenzahlen gemeldet worden seien.

12:20 Uhr

Erster Todesfall in Island

Island hat seinen ersten Todesfall durch das neuartige Coronavirus gemeldet. Eine etwa 70 Jahre alte Frau sei im Universitätskrankenhaus in Reykjavik gestorben, teilte die Klinik mit. Sie war demnach positiv auf das Coronavirus getestet worden, litt aber auch an einer chronischen Krankheit.

In Island, das rund 360.000 Einwohner hat, wurden bisher 588 Coronavirus-Infektionen bestätigt. Der Inselstaat im Nordatlantik hatte Mitte März Oberschulen und Universitäten geschlossen, Grundschulen und Kindergärten sind aber noch geöffnet. Am Sonntag ordnete die Regierung die Schließung von Schwimmbädern, Museen, Kneipen und Friseursalons an und untersagte Versammlungen von mehr als 20 Menschen.

12:16 Uhr

Mehr als 500 weitere Tote in Spanien

In Spanien ist die Zahl der Corona-Infizierten seit gestern um 6600 Fälle auf 39.637 gestiegen. Die Zahl der Toten stieg um mehr als 500 an auf 2696 Menschen, wie die Behörden mitteilten. In Europa gibt es nur in Italien mehr Infizierte und Covid-19-Todesopfer.

In Madrid ist angesichts der vielen Corona-Toten eine Eislaufbahn in eine Leichenhalle umfunktioniert worden. Leichenwagen fuhren in die Tiefgarage des von Sicherheitskräften bewachten Gebäudekomplexes im Nordosten der spanischen Hauptstadt. Die Madrider Behörden kamen auf das Angebot der Eislaufbahn zurück, seine 1800 Quadratmeter Fläche zu nutzen, nachdem die städtische Leichenhalle angekündigt hatte, wegen fehlender Schutzausrüstung vorerst keine Corona-Toten mehr aufzunehmen. Madrid ist eine der am stärksten betroffenen Regionen in Spanien. In der Hauptstadt starben rund 1300 Menschen an den Folgen von Sars-CoV-2.

Einsatzfahrzeuge vor der Eishalle in Madrid | CHEMA MOYA/EPA-EFE/Shutterstock

Einsatzfahrzeuge vor der Eissporthalle in Madrid. Hierhin sollen die vielen Todesopfer transportiert werden. Bild: CHEMA MOYA/EPA-EFE/Shutterstock

11:48 Uhr

"Große regionale Unterschiede in Deutschland"

NDR-Redakteur Markus Grill erläutert, dass die Situation zwischen den Bundesländern sich stark unterscheidet - nicht nur was die Zahl der Infektionen betrifft, sondern auch, was die Zahl der Intensivfälle angeht.

11:41 Uhr

85 Prozent aller Neuninfektionen in Europa und USA

Europa und die USA sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO jetzt das Zentrum der Coronavirus-Pandemie. 85 Prozent der neuen Infektionsfälle in den vergangenen 24 Stunden seien in Europa oder den USA gemeldet worden, sagt eine Sprecherin. Die WHO erwarte, dass die Zahl der Toten von derzeit 14.510 weltweit "erheblich" steigen werde.

11:38 Uhr

Chinesische Mauer eröffnet teilweise wieder

Die chinesischen Behörden heben einen Teil der Restriktionen, die sie wegen des Coronavirus erlassen haben, wieder auf. Zwar bleiben die meisten der bekannten Touristenattraktionen in Peking geschlossen. Teile der Chinesischen Mauer haben aber wieder aufgemacht. Einige Restaurants können wieder unter der Bedingung aufgesucht werden, dass Gäste nicht mit dem Gesicht zueinander Platz nehmen.

Die Große Mauer in China ist wieder für das Publikum geöffnet. | REUTERS

Die Große Mauer in China ist teilweise wieder für das Publikum geöffnet. Bild: REUTERS

11:23 Uhr

Fast 2000 Corona-Tote im Iran

Die Zahl der Corona-Toten im Iran hat sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums binnen 24 Stunden um 122 auf 1934 erhöht. Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg demnach um 1762 auf 24.811.

In dem Land, das besonders stark von der Pandemie betroffen ist, kommt laut Präsident Hassan Rouhani fast die Hälfte der Staatsbediensteten nicht mehr zur Arbeit, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Von rund 2,5 Millionen Beamten seien 1,2 Millionen Beschäftigte nicht mehr an ihren Arbeitsplätzen erschienen.

11:11 Uhr

NRW: Treffen zu dritt kostet 600 Euro

Nordrhein-Westfalen will Verstöße gegen das Versammlungsverbot und andere Auflagen strikt ahnden. Bei Zusammenkünften von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit, die nicht direkt verwandt sind, werden danach 200 Euro von jedem Beteiligten fällig. Verbotenes Picknicken oder Grillen kostet 250 Euro pro Teilnehmer. Wer trotz Verbots Sportveranstaltungen organisiert, zahlt 1000 Euro. Der Verzehr von Außer-Haus-Speisen näher als 50 Meter am Restaurant oder Imbiss kostet 200 Euro.

Zusätzliche Bußgelder seien möglich gegen Unternehmen, die von Verstößen profitieren. Teuer werden auch Hygieneverstöße oder Verstöße gegen das Besuchsverbot in Einrichtungen wie etwa Altenheimen. Letzteres wird mit 200 Euro bestraft. Wer eine Bar, eine Disco oder ein Fitnessstudio trotz verlangter Schließung weiter betreibe, muss demnach sogar 5000 Euro zahlen. Wer sein Restaurant weiter betreibt, hat 4000 Euro zu entrichten.

Ministerpräsident Armin Laschet sagte: "Die Lage ist ernst - es geht um Leben und Tod. Deshalb müssen wir die Unvernünftigen bestrafen, und zwar konsequent und hart. Die Signale müssen ankommen."

10:38 Uhr

Hoffnung auf Lockerung von Corona-Regeln nach Ostern

Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil hat Hoffnung, dass die allerhärtesten Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Krise nach dem Osterfest etwas gelockert werden dürfen. Wenn man jetzt richtig auf die Bremse trete, könne die Epidemie verlangsamt werden, sagte Weil der "Bild"-Zeitung. Der normale Alltag könne dann in einigen Wochen Schritt für Schritt wieder hochgefahren werden. "Wir werden uns herantasten", so Weil.

10:22 Uhr

Puma schickt Angestellte in Kurzarbeit

Auch der Sportartikelhersteller Puma will die Folgen des Coronavirus-Ausbruchs mit Kurzarbeit bewältigen. Das Unternehmen habe für die rund 1400 Mitarbeiter in Deutschland für die kommenden drei Wochen Kurzarbeit angemeldet, sagte eine Sprecherin. Der Vorstand um Puma-Chef Björn Gulden werde "angesichts des drastischen Umsatzrückgangs" für den Monat April auf sein Gehalt verzichten - das dürften etwa 170.000 Euro sein.

10:19 Uhr

Forschung an Mittel gegen Covid-19

Der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, Wolf-Dieter Ludwig, hält auf Anfrage von NDR und WDR aber derzeit zwei Wirkstoffe für hoffnungsvoll im Kampf gegen die Lungenkrankheit Covid-19: einerseits den Wirkstoff Remdesivir, der einst gegen Ebola entwickelt wurde und jetzt auch in zwei großen Studien an Corona-Patienten in Deutschland getestet werden soll. Und andererseits Chloroquin, beziehungsweise Hydroxychloroquin, "ein sehr gut bekanntes Malaria-Medikament

Sollte sich einer der Wirkstoffe als hilfreich erweisen, halten Experten eine beschleunigte Zulassung auch in Europa noch in diesem Jahr für möglich. 

10:10 Uhr

Sondersitzungen des Bundesrats

Der Bundesrat kommt in der Corona-Krise am Mittwoch und Freitag zu Sondersitzungen zusammen. Wie die Länderkammer mitteilte, geht es am Mittwoch um den geplanten Nachtragshaushalt des Bundes. Der Bundesrat kann dazu Stellung nehmen, bevor der Bundestag voraussichtlich am gleichen Tag den Nachtrag in erster, zweiter und dritter Lesung verabschiedet. Am Freitag beraten die Länder dann die Gesetzespakete der Bundesregierung, mit denen die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Krise abgefedert werden sollen.

10:08 Uhr

Notstand in Thailand

Der thailändische Ministerpräsident Prayut Chan-Ocha hat wegen des Coronavirus-Ausbruchs weitreichende Maßnahmen angekündigt. Seine Regierung habe entschieden, dass der Notstand erklärt werde, um strengere Regeln zur Kontrolle des Ausbruchs umzusetzen, teilte Prayut mit. Der Notstand solle ab Donnerstag einen Monat gelten. Damit bekommt die Regierung Befugnisse, die sie normalerweise nicht hat.

09:45 Uhr

Özdemir: Opposition wird Corona-Hilfspaket unterstützen

Der Grünen-Politiker Cem Özdemir rechnet damit, dass die meisten Parteien im Bundestag dem Paket von Hilfs- und Schutzgesetzen zustimmen. Im Radioprogramm des SWR sagte er: "Alle demokratischen Parteien sind irgendwo mit dabei, insofern ist es ein gemeinsames Paket aller demokratischen Parteien - und es ist der Krise angemessen." Er gehe davon aus, dass das Paket schnell beschlossen wird. Alles andere würde niemand im Land verstehen.

Diese Geschlossenheit, so Özdemir weiter, sei kein Dauerzustand. Wenn die Krise rum ist, dann werde wieder ganz normal gearbeitet: "Und dann wird die Opposition auch wieder der Regierung stärker auf die Finger schauen und jeden Stein umdrehen, so wie das in der Demokratie normal ist." Özdemir ist selbst mit Corona infiziert und deshalb in häuslicher Quarantäne.

Der Grünen-Politiker erwartet, dass das Recht auf Homeoffice nach der Krise "ganz oben auf die Tagesordnung" kommt. Ebenfalls müsse dann über eine bessere Bezahlung von Menschen in Pflegeberufen gesprochen werden.

09:38 Uhr

Corona-Patienten aus Italien in sächsischen Kliniken

In Sachsen sind die ersten Corona-Patienten aus Italien angekommen. Die Schwerkranken landeten in der Nacht mit einer Militärmaschine auf dem Flughafen Leipzig-Halle. Sie wurden mit Rettungsfahrzeugen in Kliniken gebracht. Insgesamt sollen offenbar acht Erkrankte hier behandelt werden. Laut Ministerpräsident Kretschmer kommt Sachsen mit der Aufnahme einer Bitte der italienischen Regierung nach. Zuvor hatten bereits mehrere andere Bundesländer Corona-Kranke aus Frankreich aufgenommen.

09:33 Uhr

Kamerunischer Saxofonist Manu Dibango stirbt an Covid-19

Der weltberühmte Saxofonist und Afro-Jazz-Star Manu Dibango ist im Alter von 86 Jahren an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Dibango sei am frühen Dienstagmorgen in einem französischen Krankenhaus an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, sagte Thierry Durepaire, der Sonderausgaben von Dibangos Musik herausgebracht hatte.

Dibango ist der erste weltweit bekannte Prominente, der an den Folgen des Coronavirus gestorben ist. Mit dem Song "Soul Makossa" feierte er in den 1970er-Jahren einen weltweiten Hit.

Manu Dibango | AFP

Bild: AFP

09:26 Uhr

Zahl der Infizierten nach Bundesländern

08:48 Uhr

WHO warnt jüngere Menschen

Die Weltgesundheitsorganisation hat junge Menschen davor gewarnt, das Infektionsrisiko zu unterschätzen. "Ihr seid nicht unverwundbar", sagte WHO-Chef Ghebreyesus. Das Virus könnte junge Menschen wochenlang ins Krankenhaus bringen - oder sie sogar töten. Daten aus verschiedenen Ländern hätten gezeigt, dass Menschen unter 50 Jahren einen bedeutsamen Teil jener Patienten ausmachten, die eine Behandlung im Krankenhaus benötigten.

08:39 Uhr

Altmaier: Auszahlung von Wirtschaftshilfen ab kommender Woche

Die Auszahlung der Bundesmittel für notleidende Unternehmen und Selbstständige soll nach Angaben von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ab spätestens Mitte nächster Woche möglich sein. Dann sollte in allen Bundesländern klar sein, welche Behörden und Institutionen das Geld auszahlen, sagt der Minister im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. "Und es soll so unbürokratisch wie möglich gehen, wo immer möglich auch elektronisch."

Um Unternehmen in der derzeitigen Krise vor dem Aus zu retten oder vor einer Übernahme zu schützen, hält Altmaier auch eine Beteiligen des Staates für denkbar, allerdings nur eingeschränkt. "Das ist nur ein allerletzter Ausweg und als Notlösung denkbar, wenn Firmen so in Schwierigkeiten kommen, dass dadurch auch deutsche vitale Interessen gefährdet sind."

08:19 Uhr

Trump in Bedrängnis

Immer mehr US-Bürger werfen dem Präsidenten vor, die Pandemie zu verharmlosen und die Krise nicht im Griff zu haben. Dazu kommen zahlreiche irreführende Statements über die Corona-Krise.

08:16 Uhr

New York kämpft gegen das Coronavirus

Die Metropole und der zugehörige Bundesstaat sind die in den USA wohl am stärksten von der Pandemie betroffene Region. Mehr als 20.000 Menschen haben sich infiziert, am Wochenende stieg die Zahl der bestätigten Fälle um 38 Prozent. Die Stadt, die "niemals schläft", scheint in diesen Tagen wie ausgestorben.

Wie Gouverneur Andrew Cuomo erklärte, steuert der Bundesstaat absehbar auf eine Katastrophe zu. Nach Angaben des Radiosender NPR gibt es in New York derzeit rund 53.000 Krankenhausbetten. Wenn die Zahl der Infektionen weiter so schnell ansteigt, dürften diese Kapazitäten bald ausgeschöpft sein. Deshalb müsse die Zahl der Betten verdoppelt werden, sonst könnte das Gesundheitssystem zusammenbrechen.

Ein Mann überquert die Straße auf dem fast leeren Times Square in New York (USA) |

Der sonst immer belebte Times Square in New York ist seit Ausbruch der Pandemie weitgehend verlassen. Gouverneur Cuomo hat den meisten New Yorkern befohlen, zu Hause zu bleiben.

07:53 Uhr

Kalifornien verschärft Vorgehen nach Verstößen gegen Ausgangssperre

Nach massenweisen Verstößen gegen die wegen des Coronavirus verhängte Ausgangssperre in Kalifornien verschärft der US-Bundesstaat sein Vorgehen. Öffentliche Parkplätze an den Stränden und Parks werden geschlossen, wie Gouverneur Gavin Newsom verkündete. Am Wochenende waren trotz der Verbote, sich dort aufzuhalten, Tausende Menschen an Strände wie die von Malibu oder Santa Monica gezogen.

Kalifornien gehört zu den am härtesten von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaaten, dort wurden bisher mehr als 1700 diagnostizierte Infektionen registriert, mindestens 27 Menschen starben. Der Staat benötigt nach Angaben Newsoms 50.000 zusätzliche Krankenhausbetten zur Versorgung der prognostizierten Corona-Fälle. Wie diese geschaffen werden sollen, ist jedoch völlig unklar.

07:44 Uhr

NDR-Podcast "Das Coronavirus-Update"

07:09 Uhr

Montgomery: Corona-Krise mindestens bis Ende des Jahres

Der Präsident des Weltärztebundes rechnet nicht mit einem schnellen Ende der Corona-Krise. "Diese Problematik wird uns mit Sicherheit bis zum Ende des Jahres begleiten", sagte Frank Ulrich Montgomery. Bis ein Impfstoff verfügbar sei, "werden wir unser gesamtes soziales Leben und unser Arbeitsleben umstellen müssen".

06:59 Uhr

Zahl der Infizierten in Deutschland steigt

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Deutschland ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts innerhalb eines Tages um 4764 auf 27.436 gestiegen. Gestorben sind mittlerweile 114 Menschen. Am Montag hatte das Institut 86 Todesfälle gemeldet. Ein stärkerer Anstieg war erwartet worden, da am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Fallzahlen an das RKI übermittelt hatten und dies nun nachgeholt haben.

06:45 Uhr

Erster Corona-Fall in JVA

Die Justizbehörde in Hamburg meldet einem Medienbericht zufolge den ersten Fall eines mit dem Coronavrus infizierten Gefangenen. Der Inhaftierte sei nach einem Vorabbericht der Zeitungen der "Funke Mediengruppe" in der Haftanstalt isoliert worden und die Kontaktpersonen der vergangenen Tage bereits ermittelt. Es ist laut Umfrage der Funke-Zeitungen in den Bundesländern der bisher erste Corona-Fall in einer deutschen Justizvollzugsanstalt.

06:45 Uhr

Hubei lockert Beschränkungen

In China wird die nach Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verhängte Abriegelung der Provinz Hubei weitgehend aufgehoben. Gesunden Bürgern ist es ab Dienstag um Mitternacht (Ortszeit) erlaubt, die Provinz zu verlassen, wie die örtlichen Behörden ankündigten. Hubei gilt als Ausgangspunkt der Pandemie, die Provinz war zwei Monate lang von der Außenwelt abgeschottet. Allerdings gelten die Lockerungen nicht für die Stadt Wuhan, wo das Virus erstmals bestätigt wurde.

Die chinesischen Behörden melden für Montag 78 neue Fälle, eine Verdopplung gegenüber dem Vortag. Von den 78 Neuinfektionen sind 74 aus dem Ausland eingeschleppt. Wuhan, Hauptstadt der Provinz Hubei und Epizentrum des Ausbruchs in China, berichtet einen neuen Fall, sagte die Nationale Gesundheitskommission, nachdem fünf Tagen ohne neue Infektionen vorausgegangen waren.

06:45 Uhr

Hoffnung auf Impfstoff aus Japan

Das japanische Biopharmaunternehmen Anges erklärt, dass es mit der Universität Osaka die Entwicklung eines DNA-Impfstoffs gegen das neue Coronavirus abgeschlossen habe und bald mit den Tests an Tieren beginne. DNA-Impfstoffe werden mit einem inaktivierten Virus hergestellt und können schneller produziert werden als proteinbasierte Impfstoffe, so die Unternehmensmitteilung. Takara Bio sei verantwortlich für die Produktion des Impfstoffs und Daicel Gen-Transfer-Technologie würde ebenfalls Anwendung finden, erklärte das Pharmaunternehmen. Die Aktien von Anges stiegen im Vormittagshandel in Tokio um bis zu 17 Prozent.