Eine Mitarbeiterin eines US-Krankenhauses steht in Schutzkleidung vor einem Eingang der Klinik. | AFP
Liveblog

Coronavirus-Pandemie Mehr als eine Million Infizierte weltweit

Stand: 03.04.2020 00:05 Uhr

Weltweit gibt es inzwischen mehr als eine Million Corona-Fälle. In Deutschland überstieg die Zahl der Todesfälle die Schwelle von 1000. Alle Entwicklungen vom Donnerstag im Liveblog zum Nachlesen.

  • Weltweit inzwischen mehr als eine Million Infizierte, mehr als 50.000 Tote
  • Zahl der Todesopfer in Deutschland steigt auf mehr als 1000
  • US-Demokraten verschieben Nominierungsparteitag
  • Putin erklärt April zum bezahlten Urlaubsmonat
  • Kompromiss für Erntehelfer
  • Weltbank stellt bis zu 160 Milliarden Dollar bereit
3.4.2020 • 00:05 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir das Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

2.4.2020 • 22:50 Uhr

Reportage: Russlands Hilfe für die USA - ein guter Deal für Putin

Demian von Osten berichtet in den tagesthemen über ein Geschäft im Schatten der Corona-Krise: Russland verkauft den USA medizinische Ausrüstung.

2.4.2020 • 21:59 Uhr

Zahl der Fälle steigt auf mehr als eine Million

Weltweit sind inzwischen mehr als eine Million Corona-Infektionen registriert worden. Die Johns Hopkins-Universität gab die Zahl der Fälle am Abend mit 1.002.159 an. Etwa ein Viertel davon entfallen auf die USA.

2.4.2020 • 21:50 Uhr

Bolsonaro: Berichte über Probleme in Krankenhäusern falsch

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro spielt die Coronavirus-Pandemie weiter herunter. Nicht alles sei so wie es berichtet werde, sagte er. Er stritt ab, dass irgendein Krankenhaus im Land wegen Covid-19 seine Kapazitätsgrenzen erreicht habe. Erneut rügte er die Gouverneure der Bundesstaaten, die Schutzmaßnahmen verhängt haben.

Laut Johns Hopkins-Universität sind in Brasilien bislang mehr als 250 Menschen mit einer Corona-Infektion gestorben. Die Zahl der Neuinfektionen stieg dort zuletzt stark an.

2.4.2020 • 21:46 Uhr

"Zaandam" darf in Florida anlegen - tagelange Irrfahrt endet

Das vom Coronavirus betroffene Kreuzfahrtschiff "Zaandam" darf nach Angaben des Bürgermeisters von Fort Lauderdale in den Hafen der Stadt in Florida einlaufen. Auf der "Zaandam" waren mehrere Passagiere positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Reederei Holland America Line hatte am Montag mitgeteilt, vier Passagiere seien gestorben, andere seien in Lebensgefahr. Bürgermeister Trantalis erklärte, vereinbart seien diverse Schutzvorkehrungen, damit Infizierte nicht mit der lokalen Bevölkerung in Kontakt kämen.

Mit der Ankunft in dem Hafen in Florida wird eine längere Irrfahrt enden: Die "Zaandam" war am 7. März in Buenos Aires ausgelaufen. Wegen der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus war der Reiseverlauf komplett durcheinandergeraten. Mehrere lateinamerikanische Länder hatten dem Schiff die Erlaubnis verweigert, in ihre Häfen einzulaufen.

2.4.2020 • 21:24 Uhr

Inzwischen mehr als 1000 Todesfälle in Deutschland

Die Zahl der Todesopfer mit einer Corona-Infektion ist auch in Deutschland weiter angestiegen - auf 1074. Die Zahl der bestätigten Infektionen in Deutschland gab die Johns Hopkins-Universität am Abend mit 84.264 an.

2.4.2020 • 21:13 Uhr

Bis zu 160 Milliarden Dollar von der Weltbank

Die Weltbank stellt bis zu 160 Milliarden Dollar (rund 146 Milliarden Euro) für Maßnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie bereit. Das Geld solle über die 15 kommenden Monate für den Umgang mit den gesundheitlichen Folgen der Pandemie und für eine Unterstützung der Wirtschaft zur Verfügung gestellt werden, teilte die internationale Finanzinstitution mit Sitz in Washington mit.

In einem ersten Schritt wurden 1,9 Milliarden Dollar für Schwellen- und Entwicklungsländer freigegeben. Davon sollen rund eine Milliarde Dollar an Indien gehen, 200 Millionen Dollar an Pakistan und 100 Millionen Dollar an Afghanistan. 82 Millionen Dollar sind für Äthiopien vorgesehen. Die Weltbank wolle die Fähigkeit von Schwellen- und Entwicklungsländern stärken, mit der Pandemie umzugehen, und die Dauer einer wirtschaftlichen und sozialen Erholung verkürzen, erklärte Weltbank-Chef David Malpass.

2.4.2020 • 21:06 Uhr

Scholz: ESM verstärkt nutzen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat in einem ARD extra zur Corona-Krise seine Ideen skizziert, wie den Staaten Europas in der Corona-Krise geholfen werden kann. Er schlägt unter anderem vor, dass die Europäische Investionsbank mehr Kredite vergeben soll und dass der europäische Rettungsfonds ESM verstärkt und schnell genutzt werden kann. Das wäre ein "starkes solidarisches Zeichen", das nicht dazu führen würde, dass die staatliche Verschuldung Deutschlands schwieriger würde, so Scholz..

2.4.2020 • 20:35 Uhr

British Airways stellt Zehntausende Mitarbeiter frei

Die britische Fluggesellschaft British Airways stellt einem Bericht der BBC zufolge mehr als 28.000 Mitarbeiter des Kabinen- und Bodenpersonals sowie aus der Techniksparte vorübergehend frei. Sie erhalten weiterhin einen Teil ihres Gehalts - die Zahlung wird von der britischen Regierung finanziert.

2.4.2020 • 20:28 Uhr

Der Blumenstrauß per Lieferservice

Für viele Unternehmen bleiben keine oder nur wenige Möglichkeiten, um die Umsatzeinbußen durch die Corona-Krise zumindest teilweise aufzufangen. Da gibt es Frühlingsboten per Handybestellung oder Brötchen am Drive-In-Schalter.

2.4.2020 • 20:20 Uhr

Verwirrung um Fallzahlen aus Ischgl

Gab es schon Anfang Februar den ersten Corona-Fall im Tiroler Skiort? Das Chaos rund um den Verlauf der Infektionen geht letzten Endes auf ein Versehen zurück.

2.4.2020 • 20:16 Uhr

ESM-Chef gegen neue Finanzinstrumente in der Krise

Der Chef des Eurorettungsschirms ESM, Klaus Regling, hat sich in der "FAZ" dagegen ausgesprochen, in der Corona-Krise neue Instrumente oder Institutionen einzuführen, um wirtschaftliche Schäden aufzufangen. Das erfordere "Zeit, die wir im Moment nicht haben".

Um neue europäische Schuldeninstrumente zu schaffen, bräuchte man zudem Kapital, Garantien oder die Abtretung zukünftiger Steuereinnahmen. "Deshalb ist es am besten, die bestehenden Institutionen und Instrumente zu nutzen, die schon seit Jahren erfolgreich große Summen am Markt aufgenommen haben", betonte Regling. Er nannte die EU-Kommission, die Europäische Investitionsbank EIB sowie den ESM.

2.4.2020 • 20:10 Uhr

Frankreich: Hunderte Todesfälle in sozialen Einrichtungen

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie in Frankreich sind in sozialen Einrichtungen - allen voran in Altenheimen - bereits mehr als 880 Menschen infolge einer Infektion gestorben. Das teilte der französische Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon mit.

Insgesamt beziffern die Behörden die landesweiten Todesfälle durch das Virus mit knapp 4500 Opfern. Bei mehr als 59.000 Menschen sei eine Infektion diagnostiziert worden.

2.4.2020 • 20:05 Uhr

Berlin verlängert Kontakteinschränkungen

Die Kontaktbegrenzungen, die in Berlin seit dem 23. März gelten, bleiben noch bis mindestens zum 19. April gültig. Darauf einigte sich der Berliner Senat.

Zudem stimmte das Gremium, wie auch andere Landesregierungen zuvor, für einen Bußgeldkatalog für Strafen bei Verstößen gegen die Verordnungen.

2.4.2020 • 19:53 Uhr

Von der Leyen entschuldigt sich bei Italien

In einem Gastbeitrag für die italienische Zeitung "La Repubblica" hat sich die EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen für die mangelnde Solidarität der EU zum Beginn der Pandemie entschuldigt.

Viele EU-Staaten seien anfangs zu sehr auf die eigenen Probleme fixiert gewesen, schrieb von der Leyen. Sie hätten "nicht realisiert, dass wie nur gemeinsam als Union die Pandemie besiegen können". Die frühere Bundesverteidigungsministerin versicherte: "Heute aber steht Europa an Italiens Seite."

2.4.2020 • 19:49 Uhr

Großbritannien will häufiger testen

Bis Ende des Monats sollen in Großbritannien täglich 100.000 Corona-Tests durchgeführt werden. Dieses Ziel setzte Gesundheitsminister Matt Hancock in einer Pressekonferenz.

Bisher wird in Großbritannien im Vergleich zu anderen EU-Ländern nur wenig getestet: Rund 163.000 Briten wurden auf das Virus untersucht. In Deutschland wurden allein in der vergangenen Woche etwa 918.000 Tests vorgenommen.

2.4.2020 • 19:45 Uhr

BaFin und Bundesbank verschieben Stresstest

Die Bundesbank und die Finanzaufsicht BaFin verschieben wegen der Corona-Krise ihren geplanten Stresstest kleinerer Geldhäuser um ein Jahr. Die nicht direkt von der Europäischen Zentralbank überwachten Institute würden nun erst 2022 dem Belastungscheck unterzogen statt wie bisher geplant 2021.

2.4.2020 • 19:43 Uhr

NATO-Staaten wollen in Corona-Krise enger zusammenarbeiten

Das gemeinsame Vorgehen der NATO-Mitglieder im Kampf gegen die Corona-Pandemie soll besser koordiniert werden. Das kündigte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg nach einer Videokonferenz mit den NATO-Außenministern an.

Vorrangig soll Oberbefehlshaber Tod D. Wolters für die Koordination zuständig sein, etwa von militärischer Unterstützung, vom Transport von Hilfsgütern oder von Hilfsanfragen der einzelnen NATO-Länder.

Für Mitte April ist zudem ein Sondertreffen der Verteidigungsminister geplant, wie Stoltenberg sagte.

2.4.2020 • 19:37 Uhr

Portugal schließt Flughäfen über Ostern

In Portugal soll der private Flugverkehr über die Ostertage ausgesetzt werden. Die Regierung kündigte den Betriebsstopp für den Zeitraum von 9. bis zum 13. April an. Ausgenommen sei der Warentransport per Flugzeug.

2.4.2020 • 19:33 Uhr

Weltweit mehr als 50.000 Todesopfer

Die Zahl der Todesfälle weltweit hat nach Schätzung der amerikanischen Johns Hopkins Universität die Marke von 50.000 überschritten. Die Zahl der bekannten Infektionen nähert sich demnach der Millionen-Marke an.

2.4.2020 • 19:16 Uhr

EU-Parlament plant weitere Notfallsitzung

Der Präsident des EU-Parlaments, David Sassoli, hat für Mitte April eine weitere Sondersitzung seines Gremiums angekündigt, bei der über weitere Maßnahmen in der Corona-Krise und die dafür notwendige Gesetzgebung beraten werden soll. Die Sitzung soll am 16. und 17. April stattfinden.

2.4.2020 • 19:13 Uhr

Kaufen USA Schutzausrüstung für andere Staaten auf?

Aus Frankreich kommen schwere Vorwürfe gegen die USA: Der Präsident der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur, Renaud Muselier, berichtete in einem TV-Interview, dass US-Mitarbeiter in China direkt auf dem Rollfeld eines Flughafens eine Lieferung von Schutzmasken aufgekauft hätten, die eigentlich für Frankreich bestimmt gewesen sei - für das Dreifache des ursprünglichen Preises.

Auch der Regionalpräsident der schwer von der Coronavirus-Pandemie getroffenen Region Grand Est, Jean Rottner, sprach von einer "gängigen Praxis": "Es ist wahr, dass die Amerikaner auf dem Rollfeld ankommen, das Geld herausnehmen und drei- oder viermal mehr für die Bestellungen bezahlen", äußerte Rottner sich in einem Interview mit einem Radiosender.

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau zeigte sich besorgt über diese Berichte und wies seine Minister für öffentliche Sicherheit und für Verkehr an, den Berichten nachzugehen.

2.4.2020 • 19:03 Uhr

Weitere Bundesländer führen Bußgelder ein

Nach Hessen haben sich heute auch die Landesregierungen in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern darauf geeinigt, dass bereits ab morgen Verstöße gegen die Vorsichtsmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie mit Geldstrafen geahndet werden sollen.

In Hamburg etwa werden 150 Euro fällig, wenn sich die Einwohner nicht an den Mindestabstand von 1,5 Metern halten oder Spielplätze betreten. Geschäfte, die trotz vorgeschriebener Schließung öffnen, müssen 2500 Euro zahlen. Bei wiederholten Verstößen können die Strafen auf bis zu 25.000 Euro ansteigen.

In Mecklenburg-Vorpommern wurden Strafen von bis zu 5000 Euro festgelegt - je nach Schwere des Verstoßes. Gleiches gilt ab morgen auch in Hessen.

2.4.2020 • 18:56 Uhr

Aktuelle Entwicklungen in der Impfstoff-Suche

Welche Ansätze für einen Corona-Impfstoff wirken erfolgsversprechend? Und wer würde als erstes geimpft werden? Darüber berichtet der Virologe Christian Drosten im neuesten Corona-Podcast.

2.4.2020 • 18:39 Uhr

Loveparade-Prozess unterbrochen - Angeklagte und Schöffen gehören zu Risikogruppe

Der Loveparade-Strafprozess bleibt aus Sicherheitsgründen bis auf Weiteres unterbrochen. In der kommenden Woche angesetzte Sitzungstermine wurden aufgehoben. Einige Angeklagte sowie Schöffen und Ergänzungsschöffen gehörten zu Risikogruppen, begründete das Landgericht Duisburg seine Entscheidung.

Ob die Hauptverhandlung am 21. April mit der Anhörung des Sachverständigen Professor Gerlach fortgesetzt werden kann, steht noch nicht fest. Nach einer aktuellen Gesetzesänderung können strafrechtliche Hauptverhandlungen während der Corona-Krise für bis zu drei Monate unterbrochen werden.

Bei der Loveparade am 24. Juli 2010 in Duisburg gab es am einzigen Zu- und Abgang zum Veranstaltungsgelände ein so großes Gedränge, dass 21 Menschen erdrückt und mindestens 652 verletzt wurden. Angeklagt sind drei Mitarbeiter des Veranstalters Lopavent wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung.

2.4.2020 • 18:26 Uhr

US-Demokraten verschieben wegen Corona-Krise Nominierungsparteitag

Wegen der Coronavirus-Pandemie verschieben die US-Demokraten ihren für Juli geplanten Parteitag zur Nominierung ihres Präsidentschaftskandidaten. Der Parteitag in Milwaukee solle nun in der Woche vom 17. August stattfinden, teilte die Oppositionspartei mit. Dabei soll der Herausforderer von US-Präsident Donald Trump bei der Wahl im November gekürt werden.

2.4.2020 • 18:22 Uhr

Frankreich plant digitalen Passierschein

In Frankreich gelten derzeit strikte Ausgangsbeschränkungen: Einwohner dürfen nur für die notwendigsten Besorgungen ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Pro Tag ist eine Stunde Sport oder Spaziergehen erlaubt - allerdings nur in einem Radius von einem Kilometer zur Wohnung.

Die Franzosen müssen jedes Mal, wenn sie ihre Wohnung verlassen, ein Formular ausfüllen und die Zeit angeben, wann sie aus dem Haus gegangen sind.

Das soll künftig auch mit dem Smartphone und per QR-Code möglich sein, wie Innenminister Christophe Castaner in einem Interview der Zeitung "Le Parisien" ankündigte. Auf den digitalen Passierschein sollen Franzosen ab Montag zugreifen können.

2.4.2020 • 18:16 Uhr

Erneut Hunderte Todesfälle in Italien

Nach Angaben der italienischen Behörden sind landesweit innerhalb eines Tages mehr als 700 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Damit habe es seit Ausbruch der Pandemie bereits mehr als 13.900 Tote in Italien gegeben.

Auch die Zahl der bestätigten Infektionen nahm zu: Sie stieg von mehr als 110.500 auf mehr als 115.200 Fälle an.

2.4.2020 • 18:12 Uhr

Polen erwägt reine Briefwahl des Präsidenten

Die polnische Regierungspartei PiS hat vorgeschlagen, dass die Bürger des Landes bei der bevorstehenden Präsidentschaftswahl nur per Brief abstimmen sollen.

"Wir müssen nicht in ein Wahllokal gehen, weil es keine Wahllokale geben wird", sagte der Vorsitzende der PiS-Fraktion Ryszard Terlecki.

Der Wahltermin ist auf den 10. Mai festgelegt. Morgen soll das Unterhaus über einen Gesetzesentwurf zur Änderung des Wahlgesetzes abstimmen, sodass es allen Polen erlaubt wäre, ihre Stimme per Brief abzugeben.

2.4.2020 • 18:04 Uhr

Deutsche zufrieden mit Regierungsarbeit

Ein Großteil der Deutschen zeigt sich zufrieden mit dem Handeln der Bundesregierung in der Corona-Krise. Wie der DeutschlandTrend zeigt, legen sowohl die Union als auch Bundeskanzlerin Angela Merkel in Umfragen zu.

2.4.2020 • 17:59 Uhr

Kurzarbeiter dürfen mit bestimmten Jobs dazuverdienen

Seit dem 1. April haben Angestellte, die sich in Kurzarbeit befinden, unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, ihren Verdienst aufzustocken. Wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte, dürfen sie eine Beschäftigung in einem "systemrelevanten Bereich" aufnehmen. Dieser Lohn müsse nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet werden. Die Grenze sei das vorherige Nettoeinkommen. Die Regelung gilt bis Ende Oktober.

Zu den betroffenen Bereichen zählen etwa Tätigkeiten im Gesundheitswesen, in der Herstellung von Medizinprodukten oder Geräten, in Apotheken, in der Belieferung von Kliniken und Pflegeeinrichtungen mit Lebensmitteln, im Güterverkehr, im Lebensmittelhandel sowie bei Lieferdiensten.

2.4.2020 • 17:53 Uhr

"Vorschlaghammer" Corona trifft Luftfahrt

Nach Angaben der Internationalen Luftverkehrsvereinigung (IATA) hat die Corona-Krise in der privaten Luftfahrt zu einem so starken Einbruch geführt wie seit den Terroranschlägen am 11. September 2001 nicht mehr.

Im Februar seien die Passagierzahlen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 14 Prozent eingebrochen. In Asien sprach die IATA sogar von einem Rückgang um 41 Prozent.

Die Fluggesellschaften würden "von einem Vorschlaghammer namens Covid-19" getroffen, sagte IATA-Generaldirektor Alexandre de Juniac. Für die Monate März und Juni rechnet die Vereinigung mit einem Buchungsrückgang von bis zu 60 Prozent gegenüber 2019.

2.4.2020 • 17:45 Uhr

Mehr als 92.000 Fälle im US-Bundesstaat New York

Innerhalb von 24 Stunden sind die Infektionen im US-Bundesstaat New York von knapp 83.700 auf mehr als 92.300 angestiegen. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich nach Angaben des Gouverneurs Andrew Cuomo von mehr als 1900 auf rund 2370.

2.4.2020 • 17:40 Uhr

Bundesweit mehr als 2300 Ärzte und Pfleger infiziert

Einer Recherche von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" zufolge haben sich in Deutschland bereits mehr als 2300 Ärzte und Krankenpfleger mit dem Coronavirus angesteckt. Erschwert wird die Situation durch Lücken im Meldesystem.

2.4.2020 • 17:31 Uhr

Gefälschte Mails im Umlauf

Die Bundesagentur für Arbeit warnt vor gefälschten Serien-E-Mails. Die Nachrichten würden unter der Adresse kurzarbeitergeld@arbeitsagentur-service.de vor allem an Firmen versandt und enthielten die Aufforderung, persönliche Angaben preiszugeben.

Die Bundesagentur empfahl, die E-Mails sofort zu löschen und keinesfalls darauf zu antworten.

2.4.2020 • 17:28 Uhr

Luxemburg ordnet längere Schließung von Schulen an

In Luxemburg bleiben Schulen, Kitas und Universitäten noch mindestens bis zum 4. Mai geschlossen, wie der Bildungsminister des Landes, Claude Meisch, mitteilte. Bislang hatte die Landesregierung die Aufnahme des Betriebs nach den Osterferien erwogen.

In Luxemburg ist der reguläre Schulbetreib seit dem 16. März ausgesetzt.

2.4.2020 • 17:24 Uhr

IfW analysiert Auswirkungen der Corona-Krise

Das Institut für Weltwirtschaft in Kiel fasst grafisch verschiedene Auswirkungen der Pandemie zusammen - vom Preis für CO2-Emissionen über Taxirufe bis hin zu der Frage, wie viele Menschen noch in Fußgängerzonen unterwegs sind.

2.4.2020 • 17:19 Uhr

EU-Klinikverband warnt vor Medikamentenmangel

Die European University Hospital Alliance, der unter anderem auch die Berliner Charité angehört, hat vor akuten Lieferproblemen bei Medikamenten gewarnt.

Dabei gehe es nicht nur um Präparate für Corona-Patienten, sondern etwa auch um Arzneien zur Muskelentspannung oder um Beruhigungs- und Schmerzmittel. In einigen Krankenhäusern der EU, die am stärksten von der Corona-Pandemie betroffen seien, reichten die Vorräte einiger Präparate gerade einmal noch zwei Tage.

2.4.2020 • 17:12 Uhr

Hessen verabschiedet Bußgeldkatalog

In Hessen drohen ab morgen hohe Bußgelder für diejenigen, die sich nicht an die angeordneten Kontakteinschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie halten. Bei Verstößen können Strafen von bis zu 5000 Euro verhängt werden.

2.4.2020 • 17:04 Uhr

Stuttgarter Flughafen wird vorübergehend geschlossen

Der Stuttgarter Flughafen wird wegen der Corona-Krise ab Montag für gut zwei Wochen geschlossen. Die Einstellung des Flugbetriebs sei vom 6. bis zum 22. April genehmigt, teilte das baden-württembergische Verkehrsministerium mit.

2.4.2020 • 17:04 Uhr

Studie zu neuen Coronavirus-Symptomen

Wissenschaftler der Universität Mons in Belgien haben durch eine Studie herausgefunden, dass sich eine Erkrankung durch das Coronavirus auch auf den Geruchs- und Geschmackssinn auswirken kann.

Untersucht wurden 417 Patienten mit leichtem Krankheitsverlauf. 86 Prozent von ihnen gaben an, dass auch ihr Geruchssinn stark beeinträchtigt oder vorübergehend komplett verloren gegangen war. Über einen eingeschränkten Geschmackssinn klagten 88 Prozent der Patienten.

Die Forscher gehen daher davon aus, dass bei Personen, die sich infiziert haben und keine HNO-Vorerkrankungen aufweisen, die Beeinträchtigung der Sinne als "spezifisches Merkmal" einer Corona-Ansteckung zu betrachten sei. Das gelte auch, wenn die Patienten ansonsten keine weiteren Symptome aufweisen.

2.4.2020 • 16:53 Uhr

Bundesregierung will Veranstalter entlasten

Abgesagte Konzerte oder Sportveranstaltungen: Die Bundesregierung will die Veranstalter vor finanziellen Belastungen schützen und befürwortet den Vorstoß, dass statt Rückerstattungen von Bargeld auch Gutscheine ausgestellt werden können.

2.4.2020 • 16:45 Uhr

Unzuverlässige Testergebnisse in Sachsen-Anhalt?

In Sachsen-Anhalt wird derzeit geprüft, ob zahlreiche Corona-Tests keine zuverlässigen Ergebnisse liefern. Betroffen seien 1675 Test-Sets, die vom Bund bereitgestellt wurden, bestätigte das Sozialministerium der Nachrichtenagentur dpa. Diese stehen im Verdacht, vor allem für Bakterien aber nicht für Viren geeignet zu sein.

Das Landesamt für Verbraucherschutz untersuche nun, ob die Tests keine aussagekräftigen Ergebnisse lieferten. Wie viele dieser Tests bereits eingesetzt wurden, ist unklar.

2.4.2020 • 16:42 Uhr

Antrag für Entschädigung im Quarantänefall bald online

Arbeitgeber können den Antrag, um sich die gezahlte Entschädigung für Mitarbeiter in Quarantäne erstatten zu lassen, bald im Netz stellen. Momentan muss der Antrag noch per Post eingeschickt werden. Das Bundesinnenministerium stellte in Aussicht, dass ab Ende April das Geld auch online beantragt werden kann.

Betriebe müssen die Entschädigung für Angestellte, die wegen einer Corona-Erkrankung oder des Verdachts auf eine Ansteckung in Quarantäne müssen, für sechs Wochen vorstrecken. Sie können sich die Summe aber von Behörden erstatten lassen.

2.4.2020 • 16:20 Uhr

Russland verlängert arbeitsfreie Zeit

Um die Ausbreitung des Coronavirus möglichst einzudämmen, hat der russische Präsident Wladimir Putin die ursprünglich arbeitsfreie Woche für die Bevölkerung bis zum 30. April verlängert. Der April gilt damit als bezahlter Urlaubsmonat.

In Russland gelten wegen der Pandemie strenge Ausgangsbeschränkungen. Bei Verstößen gelten seit dieser Woche strenge Strafen - von hohen Geldsummen bis hin zu Gefängnis.

2.4.2020 • 16:04 Uhr

Einigung für Erntehelfer

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) haben sich darauf geeinigt, dass Erntehelfer aus dem Ausland unter bestimmten Voraussetzungen doch nach Deutschland einreisen dürfen.

Demnach dürfen in diesem und im kommenden Monat jeweils 40.000 Erntehelfer nach Deutschland kommen. Sie müssen sich vorher aber einer Gesundheitsprüfung unterziehen und dürfen nur in Gruppen und per Flugzeug einreisen.

In den ersten 14 Tagen ihres Einsatzes in Deutschland müssen die Helfer getrennt von anderen Arbeitern tätig sein und dürfen den Betrieb, wo sie beschäftigt sind, nicht verlassen.

2.4.2020 • 15:58 Uhr

Weniger Pandemien durch besseren Naturschutz?

Bundesumweltministerin Svenja Schulze zieht ganz eigene Lehren aus der Corona-Krise.

2.4.2020 • 15:48 Uhr

Lufthansa behält Minimal-Flugplan bis Anfang Mai bei

Die Lufthansa hat angekündigt, ihren derzeitigen Flugplan, der nur auf eine Grundversorgung reduziert ist, noch bis zum 3. Mai beizubehalten. Im Vergleich zum Vorjahr nutze die Airline derzeit nur fünf Prozent ihrer eigentlichen Kapazitäten, so ein Lufthansa-Sprecher.

Der eingestampfte Flugplan sieht pro Woche noch 18 Langstreckenverbindungen zu den sechs Zielen Newark und Chicago in den USA, Montreal, Sao Paolo, Bangkok und Tokio vor. Zudem sind 50 tägliche Verbindungen von Frankfurt und München aus zu wichtigen Städten in Deutschland und Europa eingeplant.

Die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines lässt ihren Flugbetrieb bis zum 3. Mai komplett ruhen. Bisher war der Betriebsstopp bis zum 19. April angesetzt gewesen.

2.4.2020 • 15:26 Uhr

Fast 3000 Tote in Großbritannien

In Großbritannien ist die Zahl der Todesopfer auf 2921 angestiegen, wie das Gesundheitsministerium des Landes mitteilte. Bisher seien knapp 163.200 Bürger auf das Virus getestet worden, rund 33.700 dieser Tests fielen positiv aus.

2.4.2020 • 15:21 Uhr

Thailand verhängt nächtliche Ausgangssperre

Ab morgen gilt in Thailand zwischen 22 Uhr abends und 04 Uhr morgens eine Ausgangssperre. Ausnahmen sollen unter anderem für Beschäftigte im Gesundheitswesen, Schichtarbeiter, Lieferanten von Konsumgütern, Zeitungen oder Benzin sowie Personen auf dem Weg zu oder von einem Flughafen gelten.

Bereits in der vergangenen Woche hatte das Land einen einmonatigen Notstand wegen der Corona-Pandemie verhängt.

2.4.2020 • 15:19 Uhr

Robert-Koch-Institut rät zum Tragen von "Behelfsmasken"

Entgegen bisheriger Ratschläge empfiehlt das Robert-Koch-Institut nun auch Menschen ohne Krankheitssymptomen das Tragen von Atemschutzmasken.

Auf der Internetseite des Institutes heißt es: Durch das Tragen einer sogenannten Behelfsmaske "können Tröpfchen, die man z.B. beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt, abgefangen werden. Das Risiko, eine andere Person durch Husten, Niesen oder Sprechen anzustecken, kann so verringert werden". Wissenschaftlich belegt sei das aber nicht.

2.4.2020 • 15:09 Uhr

Belgiens erste Liga bricht Saison ab

Die erste Fußball-Liga in Belgien wird vor dem letzten regulären Spieltag und den Playoffs abgebrochen. Das empfahl der Verwaltungsrat der Pro League, wie die Nachrichtenagentur Belga meldete.

Wenn die Generalversammlung der Liga dieser Empfehlung folgt, wird der Club Brügge zum Meister proklamiert. Absteiger in die 2. Liga würde es nicht geben, jedoch zwei Aufsteiger in die erste Liga. Der Spielbetrieb steht derzeit komplett still.

2.4.2020 • 15:06 Uhr

Israel: Gesundheitsminister Litzman positiv getestet

Der 71 Jahre alte israelische Gesundheitsminister Yaakov Litzman sowie seine Ehefrau sind positiv auf das Coronavirus getestet worden und befinden sich in medizinischer Behandlung.

Vorsorglich begab sich auch Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erneut in Quarantäne, da er mit Litzman Kontakt gehabt hatte.

2.4.2020 • 15:03 Uhr

Mehr als 100.000 Österreicher laden sich "Stopp Corona"-App runter

Seit einigen Tagen können sich Österreicher die "Stopp Corona"-App herunterladen, die das Rote Kreuz des Landes entwickelt hat. Die App funktioniert wie eine Art Kontakt-Tagebuch: Sie soll schnell über Verdachtsfälle beziehungsweise positive Tests bei Personen informieren, mit denen der Nutzer in den vergangenen 48 Stunden in Kontakt stand. In einem nächsten Schritt will das Rote Kreuz weitere Funktionen einbauen. Dazu gehört ein Symptom-Check, falls jemand befürchtet, sich angesteckt zu haben. 

Bislang haben sich bereits mehr als 130.000 Österreicher die App auf ihr Handy geladen.

2.4.2020 • 14:56 Uhr

Corona-Krise führt zu weniger Stromverbrauch

Geschlossene Läden, Arbeit im Homa Office - die Einschränkungen durch die Coronavirus-Pandemie führen laut des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zu einem geringeren Stromverbrauch. In den ersten drei Tagen dieser Woche seien 8,7 Prozent weniger verbraucht worden als im Vergleichszeitraum Anfang März. In der vergangenen Woche waren es im Vergleich zur ersten Märzwoche demnach 7,4 Prozent weniger. 

In anderen Ländern gehe der Verbrauch laut BDEW noch deutlicher: In Italien lag der Verbrauch in den ersten drei Tagen dieser Woche demnach 30 Prozent niedriger als vier Wochen zuvor. In Frankreich waren es 20 Prozent, in Spanien 19 Prozent und in den Niederlanden 18 Prozent.

2.4.2020 • 14:52 Uhr

Gesundheitsministerium bestätigt Kauf von Grippemitteln

Deutschland kauft aus dem Ausland Medikamente ein, die hilfsweise gegen eine Erkrankung mit dem Coronavirus zum Einsatz kommen könnten. Das Bundesgesundheitsministerium bestätigte entsprechende Berichte der "FAZ". Zu den Präparaten zählen demnach etwa das in Japan als Grippemittel zugelassene Avigan sowie Malariamittel mit dem Wirkstoff Chloroquin.

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer kündigte zudem an, sein Malariamittel Resochin nun auch in Europa prodzieren zu lassen.

2.4.2020 • 14:52 Uhr

Massiver Anstieg der Arbeitslosenzahl in den USA

In der vergangenen Woche haben sich in den USA laut Arbeitsministerium knapp 6,65 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Bereits in der Woche zuvor waren 3,3 Millionen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt worden - so viele wie noch nie seit 1982.

2.4.2020 • 14:40 Uhr

Bereits Tausende Rückkehrer in Schweiz gelandet

Auch die Schweiz ermöglicht Urlaubern, die durch die Reisebeschränkungen im Ausland feststecken, über Rückholflüge die Heimkehr. Zwölf solcher Flüge hat das Land schon organisiert und so mehr als 2000 eigene Staatsbürger und rund 1200 Bürger anderer EU-Staaten zurückgeholt, darunter auch etwa 200 Deutsche.

2.4.2020 • 14:32 Uhr

Flughafen München meldet Kurzarbeit an

Deutschlands zweitgrößter Flughafen in München schickt Tausende Mitarbeiter in Kurzarbeit. Neben der Flughafen München GmbH (FMG) ist auch die Abfertigungstochter AeroGround betroffen. Teilweise soll es wegen des eingebrochenen Flugverkehrs laut FMG sogar "Kurzarbeit null" geben. " Der Flughafen will das gesetzliche Kurzarbeitergeld auf bis zu 90 Prozent des entfallenen Nettolohns aufstocken.

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hatte bereits vor zwei Wochen Kurzarbeit angemeldet.

2.4.2020 • 14:28 Uhr

Hohe Nachfrage bei Hilfskrediten

Immer mehr Unternehmen versuchen, die Einbußen durch die Corona-Krise mithilfe des Sonderprogramms der staatlichen Förderbank KfW aufzufangen. Das Institut geht davon aus, dass das Interesse an Hilfskrediten sogar noch zunehmen wird.

2.4.2020 • 14:25 Uhr

Termin für Nominierungsparteitag der US-Demokraten?

Joe Biden, einer der Favoriten im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten, bezweifelt, dass der Nominierungsparteitag seiner Partei wie geplant Mitte Juli stattfinden kann. Er geht davon aus, dass ein neuer Termin im August gefunden werden müsse, sagte Biden im Interview mit dem Fernsehsender NBC.

Auf dem Parteitag wird offiziell der Kandidat gekürt, den die Demokraten für die Präsidentenwahl im November als Herausforderer von Amtsinhaber Donald Trump aufstellen.

2.4.2020 • 14:19 Uhr

Bundesregierung rechnet mit starkem Wirtschaftseinbruch

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier zufolge befürchtet die Bundesregierung, dass die Corona-Krise eine stärkere Rezession zur Folge haben könnte als in der Finanzkrise 2009. Damals war das Bruttoinlandsprodukt um 5,7 Prozent zurückgegangen.

Zu Jahresbeginn - also vor Beginn der Pandemie - war noch ein Wachstum von 1,1 Prozent erwartet worden.

2.4.2020 • 14:15 Uhr

Tschechien und Portugal verlängern Vorsichtsmaßnahmen

Das tschechische Kabinett hat längeren Grenzkontrollen aufgrund der Coronavirus-Pandemie zugestimmt. Die Kontrollen an den Grenzen zu Deutschland und Österreich sollen nun bis mindestens zum 24. April durchgeführt werden. Das Innenministerium soll für die Finanzierung zusätzlich rund 655.000 Euro erhalten. Bis vorerst zum Ostersonntag gilt in Tschechien zudem ein Einreiseverbot für Ausländer und ein Ausreiseverbot für eigene Staatsbürger.

In Portugal hat das Parlament die Verlängerung des Ausnahmezustandes bewilligt. Dieser war am 18. März ausgerufen worden und gilt nun bis vorerst 17. April. Außerdem gilt für die etwa zehn Millionen Einwohner des Landes eine strikte Einschränkung der Bewegungsfreiheit.

2.4.2020 • 13:57 Uhr

Viel mehr Tote in Bergamo?

In der italienischen Provinz Bergamo sind möglicherweise viel mehr Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben, als offiziell ermittelt wurde. Zu dem Schluss kommt eine Studie der Tageszeitung "L'Eco di Bergamo" gemeinsam mit einer Datenanalysefirma, aus der die Nachrichtenagentur AP zitiert. Danach seien im März vermutlich 4500 Menschen in Bergamo gestorben. Laut amtlichen Zahlen waren es 2060 Personen. Viele Menschen seien zu Hause oder in Senioren- und Pflegeeinrichtungen gestorben und niemals auf das Virus getestet worden, sagten Bürgermeister aus der Provinz. Aktuelle Vorschriften in Italien sehen lediglich Virustests für Patienten vor, die mit schweren Symptomen ins Krankenhaus kommen.

Ein Mann bringt in Bergamo medizinischen Sauerstoff zu Patienten, die zu Hause behandelt werden. | AP

Hilfe für Patienten, die daheim behandelt werden: Ein Mann liefert in Bergamo medizinischen Sauerstoff aus. Bild: AP

2.4.2020 • 13:22 Uhr

WHO: Je älter, desto gefährdeter

Fast alle Opfer des Coronavirus in Europa gehörten zu der Gruppe der älteren Menschen. Wie die WHO mitteilte, waren 95 Prozent der Verstorbenen 60 Jahre oder älter. Zugleich warnte die Weltgesundheitsorganisation vor der Einschätzung, dass jüngere Menschen nicht durch das Virus bedroht seien. Auch bei Jugendlichen oder jungen Erwachsenen könne die Krankheit einen schweren Verlauf nehmen, sagte WHO-Vertreter Hans Kluge in Kopenhagen. Bei den unter 50-Jährigen seien dies insgesamt zwischen zehn und 15 Prozent.

2.4.2020 • 12:57 Uhr

Indiens Ausgangssperre fordert viele Opfer

Mit drastischen Mitteln versuchen die indischen Behörden, die Ausgangssperre im Land aufrechtzuerhalten. Doch in den Slums erscheint dies als kaum zu schaffen, berichtet ARD-Korrespondentin Silke Diettrich. Hilfsorganisationen warnen vor den Folgen für die Ärmsten.

2.4.2020 • 12:39 Uhr

Schwere Vorwürfe gegen die USA

Die massiv von Corona betroffene französische Corona Region Grand-Est hat den USA vorgeworfen, ihr dringend benötigte Schutzmasken aus China wegzukaufen. Der Präsident der Region, Jean Rottner, sagte dem Sender RTL, die Amerikaner kauften von Frankreich bestellte Masken "auf dem Rollfeld" in China auf. "Sie zücken Bargeld und zahlen drei oder vier Mal so viel wie unseren Bestellpreis", kritisierte Rottner. Frankreich hat wegen der Corona-Krise eine Milliarde Schutzmasken in China bestellt. Die Region Grand Est umfasst neben dem Elsass auch Lothringen und Champagne-Ardenne. Allein in Grand Est kamen offiziell 1585 Menschen durch die Lungenkrankheit Covid-19 ums Leben.

Mundschutz-Masken in einer Fabrik in Shanghai | REUTERS

Mundschutz ist eine weltweit begehrte Ware. Der Kampf um sie wird offenbar mit harten Bandagen geführt. Bild: REUTERS

2.4.2020 • 12:33 Uhr

EU will weitere Milliarden bereitstellen

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat noch einmal milliardenschwere Hilfen gegen die Wirtschaftskrise angekündigt. Jeder verfügbare Euro im EU-Budget müssen gegen die Krise aktiviert werden. Alle EU-Regeln würden gelockert, damit das Geld schnell und wirksam fließen könne. Mit einem neuen "Solidaritäts-Instrument" würden zudem 100 Milliarden Euro für Jobs und Unternehmen aktiviert - gemeint ist das angekündigte Kurzarbeiter-Instrument namens "Sure".

2.4.2020 • 12:10 Uhr

950 Tote in Spanien innerhalb von 24 Stunden

Spanien meldet 950 Tote innerhalb von 24 Stunden. Das ist die höchste Zahl seit Ausbruch der Corona-Pandemie in dem Land. Die Gesamtzahl der Infizierten stieg um knapp acht Prozent auf gut 110.000. Laut spanischer Regierung geht die durchschnittliche Ansteckungsquote aber leicht zurück. Spanien hatte als eines der ersten Länder Europas strikte Ausgangsbeschränkungen verhängt.

2.4.2020 • 11:59 Uhr

NDR-Reporter Baars: "Es gibt eine große Unsicherheit"

NDR-Reporter Christian Baars äußert sich auf tagesschau24 zu der Frage, warum Verschwörungstheorien in der Corona-Krise besonders großen Zulauf haben.

2.4.2020 • 11:50 Uhr

DAK: Deutlich mehr Krankschreibungen wegen leichter Atemwegsprobleme

Deutlich mehr Menschen fehlen wegen leichter Atemwegsprobleme im Job. Laut einer Kurzanalyse der Krankenkasse DAK hat sich ihre Zahl im März im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdoppelt. Wegen der Corona-Krise dürfen Ärzte momentan telefonisch für bis zu 14 Tage krankschreiben, um die Praxen zu entlasten und unnötige Sozialkontakte zu vermeiden.

Die DAK hat nach eigenen Angaben alle aktuellen Krankschreibungen mit akuten Infektionen der oberen Atemwege ausgewertet. Ab dem 16. März fehlten danach knapp 35.000 DAK-versicherte Beschäftigte. Das sei ein Anstieg von 40 Prozent im Vergleich zur Vorwoche.

2.4.2020 • 11:40 Uhr

Anhaltende Debatte über Mundschutz

In der Diskussion über das Tragen eines Mundschutzes gegen das Coronavirus gehen die Meinungen weiter auseinander. Auch Experten vertreten unterschiedliche Ansichten.

2.4.2020 • 11:24 Uhr

Australiens Sicherheitskräfte vor Großeinsatz

Australiens Polizei und Armee planen einen Großeinsatz auf Kreuzfahrtschiffen, die wegen der Coronavirus-Pandemie nahe Sydney festsitzen. Polizisten und Soldaten sollen ab dem Wochenende Ärzte an Bord von acht Schiffen bringen, teilte ein Polizeivertreter mit. Die Mediziner sollen die fast 9000 Besatzungsmitglieder dort auf das Coronavirus testen. Wer dringend medizinische Hilfe benötige, solle von Bord gebracht werden. Australien hatte wegen der Corona-Krise Mitte März allen Kreuzfahrtschiffen ein Anlegeverbot erteilt.

Das Kreuzfahrtschiff "Ruby Princess" vor Sydney | dpa

Auf Anker vor Sydney: das Kreuzfahrtschiff "Ruby Princess" Bild: dpa

2.4.2020 • 10:59 Uhr

Steinmeier ermuntert zu Hilfe

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier appelliert an die Hilfe der Bürger auch für kleine Läden und Restaurants. "Wir können auch unseren Lieblingsläden, die derzeit geschlossen bleiben müssen, Gutscheine abkaufen oder in unseren Lieblingsrestaurants Essen zum Mitnehmen bestellen", sagt er in einer Videobotschaft. Denkbar sei auch, Geld für gekaufte Eintrittskarten nicht zurückzufordern. Steinmeier verweist zudem auf Internetplattformen etwa für Freiwillige, die bei der Ernte helfen wollen.

2.4.2020 • 10:49 Uhr

Belgien plant Bluttests

Blutuntersuchungen größeren Ausmaßes sollen in Belgien Erkenntnisse zur tatsächlichen Ausbreitung des Coronavirus in der Bevölkerung liefern. Das Rote Kreuz und die Gesundheitsbehörden vereinbarten eine großangelegte Testaktion auf Antikörper. Das Rote Kreuz solle alle zwei Wochen 3000 Blutproben für die Untersuchung bereitstellen. Antikörper lassen sich auch dann nachweisen, wenn ein Mensch kaum oder keine Symptome entwickelt hat - auch dann noch, wenn die Infektion schon länger zurückliegt. Die Untersuchung soll Aufschluss über den Ansteckungsgrad des Virus geben sowie über Entwicklung und Kraft der Abwehrkräfte.

Krankenpfleger transportieren einen Corona-Patienten in Brüssel | AP

Ein Corona-Patient wird in Brüssel verlegt: Mediziner warten dringend auf weitere Erkenntnisse zum Coronavirus. Bild: AP

2.4.2020 • 10:31 Uhr

Soforthilfen werden ausgezahlt

Nach dem großen Ansturm auf Corona-Soforthilfen für die Wirtschaft kommt die Auszahlung langsam in Gang. Bis Dienstagabend wurden allein in elf Bundesländern mehr als 374.000 Anträge bewilligt, wie eine Länderumfrage der Nachrichtenagentur DPA ergab. Rund 1,3 Milliarden Euro flossen demnach bereits an in Existenznot geratene Unternehmen. In dreizehn Bundesländern summierte sich die Anzahl der bei den zuständigen Landesförderbanken eingegangenen Anträge auf mehr als 929.000. Für Selbständige und Freiberufler wurden nach einer Erhebung der "Bild"-Zeitung bereits 1,8 Milliarden Euro zur Zahlung angewiesen. 1,1 Millionen Anträge auf Soforthilfe seien bewilligt worden.

2.4.2020 • 10:09 Uhr

Ministerium bestellt angeblich Grippemittel

In der Corona-Krise hat das Bundesgesundheitsministerium nach einem Medienbericht in großem Stil Präparate geordert, das hilfsweise gegen die Lungenerkrankung Covid-19 zum Einsatz kommen soll. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, geht es um die antivirale Grippetablette Avigan. Dieses ist laut dem Bericht in Japan für die Anwendung gegen Corona begrenzt zugelassen. Die Regierung in China teilte zuletzt mit, dass aus Wuhan vielversprechende klinische Studien vorlägen. Wie das Ministerium auf "FAZ"-Anfrage bestätigte, wird die Beschaffung von Avigan zum Einsatz in der Behandlung schwerwiegender Verläufe Covid-19-infizierter Patienten eingeleitet. Das gelte ebenso für die Medikamente Kaletra, Foipan sowie chloroquin- und hydroxychloroquinhaltige Arzneimittel. "

2.4.2020 • 09:51 Uhr

Corona-Krise kostet Hunderttausende Spanier den Job

Wegen der Corona-Krise haben rund 300.000 Beschäftigte in Spanien seit Mitte März ihren Job verloren. Das teilte das spanische Arbeitsministerium mit. In früheren Berichten war von rund 900.000 neuen Erwerbslosen die Rede. Damit stieg die Zahl der Arbeitslosen im vergangenen Monat in Spanien auf 3,5 Millionen.

Leerer Parkplatz vor einem Geschäft in Madrid | AFP

Keine Umsätze, keine Aufträge: Die Corona-Krise trifft Spaniens Wirtschaft hart. Bild: AFP

2.4.2020 • 09:27 Uhr

Griechisches Flüchtlingslager unter Quarantäne

Der griechische Coronavirus-Krisenstab hat ein Flüchtlingslager im Norden Athens für 14 Tage unter Quarantäne gestellt. Wie der staatliche Rundfunk berichtete, war zuvor das Coronavirus bei einer Frau nach der Geburt ihres Kindes Anfang der Woche festgestellt worden. Anschließend seien 20 weitere Flüchtlinge im Lager von Ritsona positiv auf das Virus getestet worden. Im Lager von Ritsona - wo nach Schätzungen rund 3000 Menschen leben - ist die Lage bei weitem nicht so schlimm wie in den völlig überfüllten Camps auf den Inseln im Osten der Ägäis.

2.4.2020 • 09:15 Uhr

Abfertigungen massiv zurückgegangen

An den größeren deutschen Flughäfen gibt es wegen der Corona-Krise kaum noch Starts und Landungen. In der letzten März-Woche (23.-29.3.) sank die Zahl der abgefertigten Passagiere auf nur noch knapp 206.000, wie der Flughafenverband ADV berichtete. Das entspricht noch fünf Prozent des Wertes aus dem Vorjahr. Deutlich geringer fiel der Rückgang bei der Fracht aus, deren Volumen in der genannten Woche nur um 20,4 Prozent unter dem Vorjahreswert lag.

2.4.2020 • 09:05 Uhr

Grand Canyon für Besucher geschlossen

Der Grand-Canyon-Nationalpark im US-Bundesstaat Arizona ist wegen der Coronavirus-Pandemie für Besucher geschlossen worden. Vertretern des County und der Navajo-Indianer zufolge hatten in den vergangenen Tagen trotz Versammlungsverbots immer noch Hunderte Menschen das Naturwunder besucht. Der Yellowstone-Nationalpark in Wyoming sowie der Joshua-Tree- und der Yosemite-Nationalpark in Kalifornien wurden bereits geschlossen. 

Grand Canyon | AFP

Ab sofort lassen die Behörden keine Besucher mehr in den Grand-Canyon-Nationalpark. Bild: AFP

2.4.2020 • 08:56 Uhr

Bayern bei Covid-19-Fällen weiter vorn

Bayern hat von allen Bundesländern nicht nur in absoluten Zahlen die meisten Infektionen mit dem Coronavirus, sondern auch in Bezug auf seine Bevölkerungszahl. Das geht aus der neue RKI-Statistik hervor. Demnach sind im Freistaat pro 100.000 Einwohner 142,32 an Covid-19 erkrankt. Auf den folgenden Plätzen liegen Baden-Württemberg (133,01), Hamburg (131,43) und das Saarland (102,60). Die wenigsten Erkrankten pro 100.000 Einwohner hat Mecklenburg-Vorpommern (27,19).

2.4.2020 • 08:49 Uhr

Wenig Hoffnung auf baldige Schulöffnung

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig, hat Erwartungen an eine rasche Wiedereröffnung der Schulen nach der Osterpause gedämpft. "Im Moment wissen wir nicht sicher, ob die Schulen am 20. April wieder öffnen können", sagte Hubig den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Entscheidend sei die Empfehlung der Gesundheitsexperten. Wichtig sei eine bundeseinheitliche Regelung in dieser Frage. Im Moment sei die Lage extrem dynamisch.

2.4.2020 • 08:25 Uhr

Deutschland gut mit Intensivbetten ausgestattet

Deutschland verfügt im internationalen Vergleich über eine hohe Versorgungsdichte mit Intensivbetten in Krankenhäusern. Auf 100.000 Einwohner kommen 33,9 Intensivbetten, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Auch Österreich (28,9) und die Vereinigten Staaten (25,8) weisen demnach eine vergleichsweise hohe Dichte auf. Deutlich geringer sind die Kapazitäten in den besonders stark von der Pandemie betroffenen Staaten Spanien mit 9,7 und Italien mit 8,6 Intensivbetten je 100.000 Einwohner. Laut Deutscher Krankenhausgesellschaft wurde die Zahl der Intensivbetten von 28.000 auf 40.000 erhöht. Die Zahl der Betten mit Beatmungsgerät liege bei etwa 30.000.

2.4.2020 • 08:17 Uhr

Der Boom der Falschmeldungen

Trotz des weltweit anhaltenden Anstiegs von Infektionsfällen: Im Internet verbreiten sich nach wie vor zahlreiche Falschmeldungen und Verschwörungstheorien zum Coronavirus.

2.4.2020 • 07:54 Uhr

Kommunen erwarten leere Kassen

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund warnt vor drastisch sinkenden Steuereinnahmen der Kommunen als Folge der Corona-Krise. Der Rückgang werde deutlich höher als während der Finanzkrise des Jahres 2008 ausfallen, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Damals waren die Einnahmen aus der Gewerbesteuer um 20 Prozent gesunken. Jetzt aber leide fast die gesamte Wirtschaft unter der Pandemie. Zudem fehlten den Kommunen Einnahmen aus Kulturveranstaltungen, dem öffentlichen Nahverkehr, Kitas oder Schwimmbädern, während zugleich die Ausgaben für soziale Leistungen stark anstiegen.

Eine U-Bahn fährt in Berlin in eine Station ein. | ALEXANDER BECHER/EPA-EFE/Shutter

Leere U-Bahnen durch die Einschränkungen wegen des Coronavirus - das spiegelt sich auch in den Einnahmen wider. Bild: ALEXANDER BECHER/EPA-EFE/Shutter

2.4.2020 • 07:49 Uhr

Haseloff rechnet nicht mit Normalität nach Ostern

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff geht nicht davon aus, dass das Land in der Corona-Krise nach Ostern wieder zur Normalität zurückkehrt. Die Wahrscheinlichkeit, dass am 19. April ein normales Leben beginnen könne, sei sehr gering, sagte Haseloff im MDR. Man befinde sich "noch mitten in der Anstiegsphase", erklärte der CDU-Politiker zur Begründung.

2.4.2020 • 07:37 Uhr

Offenbar viele Anträge auf Soforthilfe

Den deutschen Bundesländern liegen einem Medienbericht zufolge mehr als eine Million Anträge auf staatliche Soforthilfen von Soloselbstständigen und Kleinstunternehmern vor. Das berichtet die Zeitung "Welt" mit Verweis auf eine Umfrage bei den zuständigen Behörden. Bewilligt oder sogar schon ausgezahlt wurden bislang Zuschüsse des Bundes und der Länder in Höhe von 1,3 Milliarden Euro, heißt es weiter.

2.4.2020 • 07:28 Uhr

Andorra will gesamte Bevölkerung testen

Andorra hat in Südkorea 150.000 Schnelltests auf das Coronavirus bestellt. Damit soll die ganze Bevölkerung des Fürstentums auf das Virus untersucht werden, berichtet ARD-Korrespondent Oliver Neuroth. In Andorra leben rund 77.000 Menschen. Bisher sind dort 390 Coronavirus-Fälle registriert. 14 Patienten sind an den Folgen der Infektion gestorben.

2.4.2020 • 07:18 Uhr

Bundeswehr stellt 15.000 Soldaten ab

Zur Unterstützung des Kampfes gegen das Coronavirus stellt die Bundeswehr 15.000 Soldaten ab. Diese Zahl nannte Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer im ARD-Morgenmagazin. Man bereite sich darauf vor, dann zu helfen, wenn zivile Kräfte erschöpft seien. Das "Einsatzkontingent Corona" solle etwa im Sanitätsbereich und der Logistik eingesetzt werden. Allerdings helfe die Bundeswehr bereits ganz allgemein, zum Beispiel durch die Versorgung ziviler Patienten in den Bundeswehr-Krankenhäusern. Die Kernaufgaben der Bundeswehr wie Einsätze im Ausland würden wie gewohnt weitergeführt.

2.4.2020 • 07:04 Uhr

Deutlich mehr Intensivbetten

Die Kliniken in Deutschland haben wegen der Corona-Krise die Zahl der Intensivbetten von 28.000 auf 40.000 erhöht. Diese Zahl nannte der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, der "Rheinischen Post". Er gehe davon aus, dass von ihnen "etwa 15.000 bis 20.000 frei" seien. Die Zahl der Intensivbetten mit Beatmuungsgerät habe sich von rund 20.000 auf etwa 30.000 erhöht. Er sei zuversichtlich, dass es in den kommenden zwei Wochen für alle Covid-19-Patienten, die beatmet werden müssen, ein Gerät zur Verfügung stehen werde.

Krankenpfleger in Essen ziehen sich Schutzkleidung über | dpa

Nach und nach werden die Kapazitäten auf den Intensivstationen erhöht. Bild: dpa

2.4.2020 • 06:52 Uhr

Ex-Verfassungsrichter sorgt sich um Grundrechte

Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, warnt vor schweren Schäden für die Grundrechte, sollten die Restriktionen in der Corona-Krise lange andauern. Er halte die derzeitigen Einschränkungen der Bewegungsfreiheit zwar für rechtmäßig, sagte Papier der "Süddeutschen Zeitung". Doch sehe er die Gefahr einer "Erosion des Rechtsstaats", sollten sich die "extremen Eingriffe in die Freiheit aller" noch lange hinziehen.  Politik und Verwaltung müssten immer wieder prüfen, ob weniger einschneidende Maßnahmen möglich seien.

2.4.2020 • 06:45 Uhr

Corona-Angst in der Pflege

Pflegebedürftige Senioren müssen auch während der Corona-Krise versorgt werden. Eva Steinlein beschreibt, woran es dabei mangelt - an Personal, Schutzkleidung, aber oft auch am Verständnis der Angehörigen.

2.4.2020 • 06:37 Uhr

Neuseeland lässt wieder Rückführungsflüge zu

Tausende wegen der Coronavirus-Krise in Neuseeland festsitzende Ausländer, darunter auch viele Deutsche, werden von Freitag an den Pazifikstaat verlassen können. Die Regierung in Wellington, die Rückführungsflüge zunächst gestoppt hatte, kündigte einen entsprechenden Plan an. Zurückkehrende Touristen und Ausländer dürften sich für die Ausreise auch innerhalb des Landes bewegen, sofern sie einen bestätigten Flug hätten. Es sollen auch zusätzliche Flüge zwischen Neuseeland und Europa erlaubt werden, sagte Peters weiter. In Neuseeland sitzen etwa 12.000 Deutsche fest, so viele wie nirgendwo sonst.

2.4.2020 • 06:28 Uhr

Wieder starker Anstieg der Infektionszahlen

In Deutschland ist die Zahl der Infizierten und der Toten binnen 24 Stunden erneut deutlich gestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 73.522 bestätigte Infektionsfälle, 6156 mehr als am Vortag. 872 Menschen seien im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, das ist ein Anstieg um 140. Besonders betroffen von der Epidemie sind weiterhin Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.

2.4.2020 • 06:02 Uhr

Ungewöhnlich niedrige Zahlen in Israel

In kaum einem Land weltweit sterben weniger Menschen am Coronavirus als in Israel. ARD-Korrespondent Benjamin Hammer geht der Frage nach, warum das so ist.

2.4.2020 • 05:43 Uhr

US-Jazzlegende Ellis Marsalis an Covid-19 gestorben

Die US-Jazzlegende Ellis Marsalis ist tot. Er sei an einer Lungenentzündung gestorben, nachdem er sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert habe, teilte sein Sohn Ellis Marsalis III. am Mittwochabend (Ortszeit) mit. Ellis Marsalis wurde 85 Jahre alt. Bis in den Dezember war er noch regelmäßig aufgetreten. Ellis Marsalis galt als Patriarch einer der bekanntesten Musiker-Familien der USA.

Ellis Marsalis im Jahr 2010 | picture alliance / dpa

Ellis Marsalis im Jahr 2010 Bild: picture alliance / dpa

2.4.2020 • 05:29 Uhr

Volkswagen setzt US-Produktion weiter aus

Der deutsche Autobauer Volkswagen verlängert die Produktionspause in seinem US-Werk in Tennessee angesichts der Coronavirus-Krise um eine weitere Woche. "Die Gesundheit und Sicherheit unseres Teams bleiben unsere oberste Priorität", teilte Werksleiter Tom du Plessis mit. Alle Mitarbeiter würden vorerst weiter voll bezahlt. Nach derzeitigem Planungsstand soll die Produktion am 12. April wieder anlaufen. Die Werksleitung werde die Situation im Blick behalten und über Updates informieren, falls weitere Maßnahmen nötig würden, teilte du Plessis mit. Die Bänder waren am 21. März angehalten worden.

2.4.2020 • 04:39 Uhr

US-Häftlinge dürfen 14 Tage ihre Zellen nicht verlassen

Die US-Gefängnisbehörde sperrt alle 146.000 Häftlinge in Bundesgefängnissen für 14 Tage in ihre Zellen ein. Dieser komplette landesweite "Lockdown" solle helfen, eine Verbreitung des neuartigen Coronavirus zu verhindern, das bereits in einer Haftanstalt in Louisiana um sich gegriffen hat, teilte die Behörde mit. Die Gefangenen dürfen ihre Zellen in dieser Zeit nicht verlassen, nach Möglichkeit sollen sie aber weiter psychologisch betreut werden und Weiterbildungen erhalten.

2.4.2020 • 04:28 Uhr

Klöckner ruft zu freiwilliger Hilfe bei Ernte auf

Angesichts fehlender Saisonarbeiter in der Landwirtschaft hat Bundesagrarministerin Julia Klöckner die Bundesbürger zur freiwilligen Teilnahme an der Ernte aufgefordert. "Es werden Helfer gebraucht", sagte die CDU-Politikerin der "Augsburger Allgemeinen". Sie verwies darauf, dass die Bundesregierung für die Erntehilfe Hinzuverdienstgrenzen erweitert und weitere Erleichterungen im Arbeitsrecht beschlossen habe. Auf die Kampagne www.daslandhilft.de, an der sich ihr Ministerium beteiligt, hätten sich bereits knapp 42.000 Menschen gemeldet. Benötigt würden aber 300.000 Helfer. Allerdings hatten Landwirte darauf hingewiesen, dass ungelernte deutsche Freiwillige die Saisonkräfte aus Osteuropa nur schwer gleichwertig ersetzen könnten.

Saisonarbeitskräfte gehen auf der Anbaufläche des Tannenhof durch den Spargelanbau. | dpa

Saisonarbeitskräfte gehen auf der Anbaufläche des Tannenhof durch den Spargelanbau. Bild: dpa

2.4.2020 • 04:05 Uhr

Umfrage: Menschen wollen von Markenunternehmen Antworten auf Krise

Bei der Bewältigung der Coronakrise trauen viele Menschen nach Aussage der Kommunikationsagentur Edelman Markenunternehmen mehr zu als Regierungen. 41 Prozent der Befragten in Deutschland und weltweit 55 Prozent glaubten gegenwärtig, "dass Marken und Unternehmen schneller und effektiver auf die Pandemie reagieren als die Regierung", wie aus einem Bericht der PR-Agentur hervorgeht. Ein Großteil der Menschen fordert demnach die Zusammenarbeit von Markenunternehmen mit der Regierung und Hilfsorganisationen, um die Krise zu bewältigen.

2.4.2020 • 03:40 Uhr

Auszahlung von Corona-Soforthilfen läuft langsam an

Nach dem großen Ansturm auf Corona-Soforthilfen für die Wirtschaft kommt die Auszahlung langsam in Gang. Bis Dienstagabend wurden in neun Bundesländern mehr als 370.000 Anträge bewilligt, wie eine Länderumfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Rund 1,3 Milliarden Euro flossen demnach bereits an in Existenznot geratene Unternehmen. In zwölf Bundesländern summierte sich die Anzahl der bei den zuständigen Landesförderbanken eingegangenen Anträge auf mehr als 921.000.

2.4.2020 • 03:21 Uhr

Mann wegen Corona-Infektionsdrohung gegen Polizisten verurteilt

In London ist ein Mann zu einer sechsmonatigen Haftstrafe verurteilt worden, weil er einen Polizisten angehustet und diesem mit einer Corona-Infektion gedroht hatte. Der 55-Jährige war von dem Beamten gestoppt worden, als er an den Türgriffen von geparkten Wagen herumhantiert hatte, wie die Polizei mitteilte. Der Mann habe daraufhin ausgerufen, dass er mit dem Coronavirus infiziert sei und den Beamten anstecken werde.

2.4.2020 • 02:08 Uhr

Schulze warnt vor Gefährdung des EU-Ziels der Klimaneutralität

Umweltministerin Svenja Schulze hat angesichts der Corona-Krise davor gewarnt, die EU-Klimaschutzvorhaben infrage zu stellen. "Der Klimawandel geht nicht einfach weg", sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Wir müssen weiter an Lösungen arbeiten, gerade auf der europäischen Ebene. Davon wollen wir auch die Staaten in Osteuropa überzeugen." Zuletzt hatten Polen und Tschechien den Plan der EU-Kommission infrage gestellt, bis 2050 auf dem Kontinent Klimaneutralität zu erreichen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte ihnen in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur bereits widersprochen: "Bei unseren Schwerpunkten bleibt es."

2.4.2020 • 01:05 Uhr

Russisches Flugzeug mit medizinischen Gütern landet in New York

In New York ist ein russisches Militärflugzeug mit medizinischen Gütern gelandet. Wie die russische UN-Vertretung in New York mitteilte, hatte die angesichts der Coronavirus-Pandemie entsandte Maschine "medizinische Masken und medizinische Ausrüstung an Bord". Das Frachtflugzeug landete auf dem Flughafen John F. Kennedy. In den USA gibt es inzwischen mehr als 203.000 bestätigte Coronavirus-Infektionen. Fast 4500 Menschen starben laut den offiziellen Zahlen an der Lungenkrankheit Covid-19.

Am Dienstag hatte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow deutlich gemacht, Präsident Wladimir Putin erwarte, dass die USA die Geste erwidern würden, wenn Russland eine ähnliche Krise erlebe und die US-Hersteller ihre Kapazitäten zur Produktion medizinischer Güter erhöht hätten. 

2.4.2020 • 01:05 Uhr

13 EU-Staaten befürchten Gefahr für Demokratie

Deutschland und zwölf weitere EU-Staaten haben Sorge über Corona-Notmaßnahmen geäußert, die gegen Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Grundwerte verstoßen könnten. Dies geht aus einer Erklärung hervor, die das niederländische Außenministerium im Namen der 13 Länder veröffentlichte. In Ungarn hatte Ministerpräsident Viktor Orban sich Anfang der Woche wegen der Pandemie weitreichende Befugnisse erteilen lassen, unbefristet per Dekret ohne weitere Mitwirkung des Parlaments zu regieren.

Die Erklärung der 13 Länder nennt Ungarn nicht. Doch heißt es: "Notmaßnahmen sollten auf das Nötigste begrenzt sein, sie sollten verhältnismäßig und befristet sein, regelmäßig überprüft werden und die genannten Grundsätze und internationalen Rechtsverpflichtungen respektieren. Sie sollten nicht die freie Meinungsäußerung oder die Pressefreiheit beschränken." Über der Erklärung stehen neben Deutschland und den Niederlanden auch Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Portugal, Spanien und Schweden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 02. April 2020 um 12:00 Uhr.