Wie eng war das Verhältnis zwischen den NSU-Terroristen und André E.? Im Münchner Prozess kam der heute 42-Jährige mit zweieinhalb Jahren Haft davon, doch nun überprüft der BGH das Urteil. Von Thies Marsen.
Rassistische Denkstrukturen verhinderten bei den Morden des NSU Ermittlungen in die richtige Richtung, meint Michael Götschenberg. Und längst ist nicht alles aufgeklärt. Mögliche Mitwisser könnten sich noch um Dunkeln verbergen.
Die NSU-Mitglieder sind tot oder im Gefängnis, doch für Kritiker ist die Aufarbeitung der Verbrechen nicht abgeschlossen. Sie werfen den Behörden Versagen vor. Innerhalb der Polizei herrsche teilweise Rassismus.
Vor zehn Jahren endete die rechtsterroristische Mordserie des NSU. Bis heute sind viele Fragen unbeantwortet. Beobachter glauben nicht, dass Ermittlern noch der Durchbruch gelingen wird. Von Michael Stempfle.
Am 4. November 2011 flog die rechtsextreme Terrorzelle NSU auf. Zum Jahrestag lobte Innenminister Seehofer die Aufarbeitung. Kritiker aus Politik und Gesellschaft sehen viele Mängel bei der Polizei und pochen auf lückenlose Aufklärung.
Im November 2011 flog die rechtsextreme Terrorzelle NSU auf. Zehn Jahre später sind laut Verfassungsschutzpräsident Haldenwang noch nicht alle Fragen geklärt. Gleichzeitig hält er eine Wiederholung solch einer Mordserie für unmöglich.
Beate Zschäpe, die Hauptangeklagte im NSU-Prozess, muss lebenslang in Haft bleiben. Der BGH wies die Revision gegen ihre Verurteilung zurück. Damit ist Zschäpe rechtskräftig als Mittäterin des NSU verurteilt. Von Klaus Hempel.
Der Bundesgerichtshof hat die Revisionen der Rechtsterroristin Zschäpe und der beiden NSU-Helfer Wohlleben und Holger G. verworfen. Die Verurteilung der drei durch das Oberlandesgericht München ist damit rechtskräftig.
Im Juli 2018 verkündete das OLG München sein Urteil im NSU-Verfahren. 93 Wochen später legten die Richter die schriftlichen Gründe vor. Nun stehen offenbar am 19. August erste Entscheidungen des BGH bevor. Von Holger Schmidt.
Die Ermittler glauben, dass der Berliner Alexander M. hinter den Drohschreiben "NSU 2.0" steckt und durch fingierte Anrufe bei der Polizei an die Daten seiner Opfer gekommen ist. Ist das möglich? Von Florian Flade.
Der Berliner Alexander M. soll die rechtsextremen E-Mails des "NSU 2.0" verschickt haben. Kurz bevor die Drohserie begann, stand er im Visier der Justiz und entging einer Verurteilung. Von Florian Flade.
Hessische Ermittler glauben, den Schreiber der "NSU 2.0"-Drohserie gefunden zu haben. Wie er an die Privatadressen von Journalistinnen und Politikern kam, ist noch unklar. Möglicherweise gab sich der Mann als Polizist aus. Von Florian Flade.
Am 9. September 2000 schossen Neonazis in Nürnberg auf den Blumenhändler Enver Simsek. Er starb kurz darauf. Die Tat war der Auftakt der NSU-Mordserie, die auch 20 Jahre später nicht abschließend aufgeklärt ist. Von Patrick Gensing.
Für den bekennenden Neonazi André E. endete der NSU-Prozess vor zwei Jahren mit einem überraschend milden Urteil. Nun liegt die schriftliche Begründung vor - doch die Frage nach dem Warum bleibt. Von Thies Marsen.
Der Rechtsanwalt Kaplan vertritt als Co-Verteidiger den mutmaßlichen Lübcke-Mörder Stephan E. Kaplan war Vertreter von Nebenklägern im NSU-Prozess und wurde selbst von Rechtsextremen bedroht.
Bei der Vergabe von Tarnnamen vor dem Einsatz beim Erdogan-Besuch haben zwei Beamte des sächsischen Landeskriminalamtes den Namen des NSU-Terroristen Böhnhardt verwendet. Ein Disziplinarverfahren läuft.
Im NSU-Prozess verurteilten die Richter André E. wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung - nicht aber wegen Beihilfe zum versuchten Mord. Dagegen hat die Bundesanwaltschaft nun Revision eingelegt.
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