Je länger US-Truppen in Afghanistan bleiben, desto mehr Menschen können aus Kabul ausgeflogen werden. Teilnehmer des heutigen G7-Krisengipfels zweifeln jedoch, ob US-Präsident Biden den Einsatz über den 31. August hinaus verlängern will - und kann.
Beim G7-Treffen zu Afghanistan geht es in erster Linie darum, ob die Evakuierungen auch nach dem 31. August fortgesetzt werden können. Das hängt aber vor allem von den USA ab - und die würden lieber noch schneller abziehen.
Auf Initiative von US-Präsident Joe Biden haben sich die G7-Staaten auf eine milliardenschwere Infrastruktur-Initiative für die Schwellenländer geeinigt. Sie soll eine Alternative zu Chinas "Neuer Seidenstraße" werden. Von Notker Blechner.
Malerische Kulisse, viele Themen und vage Beschlüsse: Das bleibt vom G7-Gipfel in Cornwall. Die USA sind zurück am Tisch, aber das alleine löst die Probleme beim Klima oder mit China noch nicht, analysiert Christoph Prössl.
Die G7-Staaten wollen künftig einen gemeinsamen härteren Kurs gegen China fahren. Sie kritisierten die Handels- und die Menschenrechtspolitik der Volksrepublik. China stellte hingegen das G7-Format grundsätzlich infrage.
2,3 Milliarden Impfdosen wollen die G7 an ärmere Länder verteilen - für Hilfsorganisationen nicht genug. Sie sehen in den Plänen ein Ablenkungsmanöver und fordern eine Aufhebung des Patentschutzes.
Kanzlerin Merkel hat mehr Impfstoff-Hilfen der G7-Staaten für ärmere Länder angekündigt. Sie sprach von 2,3 Milliarden Impfdosen bis Ende kommenden Jahres. Laut WHO wäre das aber weiter viel zu wenig.
Am zweiten Tag des G7-Gipfels stand unter anderem das Verhältnis zu China auf dem Programm - mit durchaus unterschiedlichen Perspektiven. Als Gegengewicht zu Peking wurde ein globaler Infrastruktur-Plan beschlossen. Von S. Hesse.
Es soll die Antwort auf Chinas "Neue Seidenstraße" sein: Mit einem globalen Infrastruktur-Plan wollen die G7-Staaten ärmere Länder unterstützen. Das beschlossen die Regierungschefs der sieben Industrienationen auf ihrem Gipfel in Cornwall.
Die Erleichterung, dass nicht mehr Trump, sondern Biden als US-Präsident am G7-Gipfel teilnimmt, ist deutlich zu spüren. Doch der frische Wind könnte besonders für Gastgeber Johnson zu einer kräftigen Brise werden. Von Christoph Prössl.
Zum Auftakt des G7-Gipfels hat sich Gastgeber Johnson überzeugt gezeigt, dass eine wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie gelingen kann. Er forderte die Staats- und Regierungschefs zu mehr Impfspenden auf. Von Thomas Spickhofen.
Berlusconi, Sarkozy, Trump: Alle kamen. Und gingen. Sie blieb. Angela Merkel hat auf G7-Treffen schon viel erlebt. Doch dieser Gipfel ist auch für sie der letzte als Kanzlerin. Von Georg Schwarte.
Kurz vor ihrem ersten Treffen seit Pandemie-Beginn kündigen die sieben reichsten Industrienationen an, ärmeren Ländern eine Milliarde Impfdosen zu spenden. Kritikern geht das nicht weit genug.
US-Präsident Biden will die diplomatischen Beziehungen zu Europa kitten, die sein Vorgänger zerstört hat. Denn er weiß: Nur so kann sein Land die globale Vormachtstellung erhalten. Verena Bünten meint: Europa hat nun eine Entscheidung zu treffen.
Vor dem G7-Gipfel in Großbritannien sind die Erwartungen der EU-Spitze an die Beratungen mit US-Präsident Biden groß. Doch in Brüssel weiß man auch: Gemeinsame Werte bedeuten nicht immer gemeinsame Interessen. Von H. Schmidt.
Die G7-Einigung auf eine Mindeststeuer wird als epochal gefeiert. Doch bis zum möglichen Inkrafttreten warten noch viele Hürden. Vorbehalte gibt es vor allem in Ländern, die vom Ruf als Steuerparadies trefflich leben. Von Klaus-Rainer Jackisch.
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