Impfgegner und Gegendemonstranten treffen in Los Angeles aufeinander. | AFP
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Ausschreitungen in Los Angeles ++

Stand: 15.08.2021 20:22 Uhr

Beim Protest von Impfgegnern in Los Angeles kam es zu Ausschreitungen. Auch in Bangkok demonstrierten erneut Tausende gegen das Corona-Krisenmanagement der Regierung. Der Liveblog vom Sonntag zum Nachlesen.

  • Altmaier will Steuersenkung für mehr Branchen
  • Mecklenburg-Vorpommern: Impfstart an Schulen
  • Altmaier schlägt Hinweis wie "Corona tötet" bei Impfeinladungen vor
  • Israelischer Regierungschef: "Alles tun, um Lockdown zu vermeiden"
  • RKI: 4728 Neuinfektionen, Inzidenz steigt auf 35,0
  • Ministerpräsidentin Schwesig schließt neuen Lockdown aus
15.8.2021 • 20:16 Uhr

Ende des Liveblogs

Wir beenden den Liveblog für heute und danken für Ihr Interesse!

15.8.2021 • 18:01 Uhr

Protest gegen Corona-Auflagen in Los Angeles

Bei einer Demonstration von Impfgegnern in Los Angeles und einem Gegenprotest ist es zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Laut Polizei wurde dabei ein Mensch bei einem Messerangriff verletzt. Festgenommen wurde demnach zunächst niemand.

Der Protest der Impfgegner richtete sich unter anderem gegen verschärfte Corona-Auflagen, wie Maskenpflicht und Impfnachweise. Mit der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus in den USA werden vielerorts Beschränkungen eingeführt.

Mehrere Hundert Impfgegner forderten in Sprechchören "medizinische Freiheit", viele schwenkten US-Fahnen und trugen Pro-Donald-Trump-Schilder. Nach Medienberichten waren Anhänger der rechtsradikalen "Proud Boys" beteiligt.

15.8.2021 • 17:15 Uhr

26.750 Neuinfektionen in Großbritannien

In Großbritannien sind innerhalb eines Tages 26.750 Neuinfektionen registriert worden. Dies ist ein leichter Rückgang im Vergleich zu gestern, als 29.520 gemeldet worden waren.

Außerdem wurden 61 neue Covid-19-Todesfälle gemeldet, die maximal 28 Tage nach einem positiven Testergebnis gestorben sind.

15.8.2021 • 15:52 Uhr

Tausende protestieren gegen Regierungschef Prayut in Thailand

In Bangkok haben erneut Tausende Demonstranten den Rücktritt von Ministerpräsident Prayut Chan-O-Cha gefordert. Die Protestteilnehmer zogen mit Autos und Zweirädern ins Zentrum der thailändischen Hauptstadt, um ihrer Wut über das Corona-Krisenmanagement der Regierung Ausdruck zu verleihen. Thailand erlebt derzeit seinen schlimmsten Corona-Ausbruch seit Pandemie-Beginn, wöchentlich werden neue Rekorde bei der Zahl der Neuinfektionen gemeldet. Die Impfkampagne kommt nur schleppend voran.

Die Kundgebungen per Fahrzeug sollen das Ansteckungsrisiko verringern. Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Thailand mehr als 907.000 Infektionen und 7551 Todesfälle registriert.

15.8.2021 • 15:48 Uhr

Erstmals geimpfter Covid-Patient ohne Vorerkrankungen in Griechenland gestorben

Zum ersten Mal ist in Griechenland ein Patient an Covid-19 gestorben, obwohl er vollständig geimpft war und keinerlei Vorerkrankungen hatte. Der Mann habe vor seiner Erkrankung keine gesundheitliche Probleme gehabt und alle Vorsichtsmaßnahmen befolgt. Auch seine Frau und seine Kinder seien geimpft, sagte der Leiter der Intensivstation im Papanikolaou-Krankenhaus von Thessaloniki, Nikos Kapravelos, dem Sender Open TV.

Medienberichten zufolge handelte es sich bei dem Toten um einen 70-jährigen Zahnarzt. Nach Angaben von Kapravelos ist es der erste derartige Fall unter den bisher mehr als 13.200 Corona-Toten in Griechenland.  In dem Land steigt die Zahl der Neuinfektionen derzeit wieder rapide an. Die Sorge ist groß, dass die Rückkehr Hunderttausender Sommerurlauber in die Städte im Herbst eine vierte Welle auslösen wird.

15.8.2021 • 14:20 Uhr

Fortuna fordert: Keine Kapazitätsgrenzen mehr in Fußballstadien

Fußball-Zweitligist Fortuna Düsseldorf fordert eine einheitliche 2G-Regelung für den künftigen Besuch in Fußballstadien ohne Kapazitätsgrenzen mit einem Sonderrecht für Kinder und Jugendliche. "Es wäre falsch und nicht nachvollziehbar, Kindern und Jugendlichen den Zutritt zu Spielen zu versagen, weil eine Impfung nicht möglich oder nicht empfohlen ist. Da aber ansonsten jeder Erwachsene ein Impfangebot nutzen kann, erscheint es vertretbar, ansonsten nur Geimpfte und Genesene im Stadion zuzulassen", teilte die Fortuna mit.

Vorstandschef Thomas Röttgermann forderte zudem, Geimpfte und Genesene sowie Jugendliche mit entsprechendem Test künftig ohne eine Kapazitätsgrenze ins Stadion zu lassen. Auch Inzidenzen dürften dabei keine Rolle mehr spielen.

15.8.2021 • 13:30 Uhr

Erstmals mehr als 600 Corona-Tote im Iran an einem Tag

Im Iran wurden erstmals mehr als 600 Corona-Tote an nur einem Tag registriert. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gab es in den vergangenen 24 Stunden 620 Tote und fast 37.000 Neuinfektionen. Somit stieg die Gesamtzahl der Toten in Verbindung mit dem Coronavirus in dem Land auf fast 98.000, die der Infektionen auf mehr als 4,4 Millionen.

Die Ursache für den drastischen Anstieg ist dem Gesundheitsministerium zufolge die deutlich ansteckendere Delta-Variante. Um die Todeswelle zu stoppen, hat die iranische Regierung erneut einen landesweiten Lockdown verhängt.

15.8.2021 • 12:35 Uhr

Wieder Massenimpfung in Tunesien gegen das Virus

In Tunesien hat heute eine weitere große Impfaktion begonnen. Fast eine Million Menschen im Alter zwischen 18 und 39 Jahren waren in dem von der Pandemie schwer getroffenen nordafrikanischen Land aufgerufen, eine erste Impfdosis zu erhalten. Bereits vor einer Woche waren rund eine Million Menschen ab 40 Jahren zu einer Massenimpfung eingeladen. Am Ende wurden nach offiziellen Angaben 550.000 Menschen immunisiert.

Die Impfkampagne lief ansonsten bislang eher schleppend: Vor der ersten Impfkampagne waren nur acht Prozent der insgesamt 11,5 Millionen Einwohner Tunesiens vollständig gegen das Virus geimpft. Inzwischen sind es rund zwölf Prozent. Täglich werden 1500 bis 3000 Neuinfektionen gemeldet. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 21.000 Menschen mit oder an dem Virus.

15.8.2021 • 11:58 Uhr

Altmaier will Steuersenkung für mehr Branchen

Wirtschaftsminister Peter Altmaier stellt steuerliche Erleichterungen für weitere, besonders von der Corona-Krise betroffene Firmen in Aussicht. "Langfristig muss es leichter werden, Eigenkapital neu aufzubauen. Besonders hart getroffene Unternehmen und Branchen könnten steuerliche Vorteile bekommen", sagte der CDU-Politiker dem Internet-Portal "t-online".

Für die Gastronomie habe man zum Beispiel bereits den ermäßigten Mehrwertsteuersatz auf Speisen und Getränke eingeführt und wolle ihn beibehalten. "Ähnliches könnte ich mir in auch anderen Bereichen vorstellen." Er denke dabei an das Messegeschäft, an Veranstalter, Betreiber von Diskotheken, aber auch an Frisöre oder auch Einzelhändler.

Ein versperrter Aussteller-Eingang auf dem Messegelände in Hannover

Besonders hart getroffene Unternehmen und Branchen könnten steuerliche Vorteile bekommen, sagte Wirtschaftsminister Altmaier.

15.8.2021 • 11:58 Uhr

Carrie Johnson fordert Schwangere zur Impfung auf

Die Frau des britischen Premierministers, Carrie Johnson, hat Schwangere dazu ermutigt, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Auf ihrem privaten Instagram-Account berichtete sie von ihrer zweiten Impfung. Sie fühle sich "großartig", so die Frau von Boris Johnson, die selbst ein Kind erwartet.

Sie sei zunächst "definitiv besorgt" gewesen aus Angst vor einer Fehlgeburt, schrieb Carrie, wie auf einem Screenshot auf der Webseite des Nachrichtensenders Sky News zu sehen war. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse dazu seien aber "unglaublich beruhigend", so die 33-Jährige. Wissenschaftlichen Daten zufolge gebe es dafür kein erhöhtes Risiko. "Geimpft zu werden ist wirklich der beste Weg um sich selbst und sein Baby zu schützen", fuhr Carrie fort.

15.8.2021 • 11:52 Uhr

US-Kardinal Burke wird wegen Covid-19 im Krankenhaus beatmet

Kardinal Raymond Burke ist wegen seiner Covid-19-Infektion ins Krankenhaus eingeliefert worden und muss beatmet werden. Das teilten Mitarbeiter über Twitter mit. Aus Sicht der Ärzte sei sein Krankheitsverlauf ermutigend, hieß es weiter. Zugleich wurde die Bitte geäußert, für den Kardinal den Rosenkranz zu beten.

Der Kardinal gilt als dezidierter Kritiker einer restriktiven Corona-Politik. Wiederholt sprach Burke sich gegen Gottesdienstverbote zur Eindämmung der Pandemie aus und kritisierte Tendenzen, das Gebet, Andacht und Messen mit "gewöhnlichen Freizeitaktivitäten wie Kino oder Fußball" gleichzusetzen.

15.8.2021 • 11:20 Uhr

Kardinal Marx wirbt an Mariä Himmelfahrt fürs Impfen

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat die Predigt zum katholischen Hochfest Mariä Himmelfahrt dazu genutzt, für die Schutzimpfung gegen das Coronavirus zu werben. "Impfen ist die Möglichkeit, auf die Gesundheit aller zu achten", sagte Marx im Liebfrauendom. "Die Sorge um Gesundheit, den Leib und das Wohl aller, hat mit Glaube zu tun", unterstrich er und dankte der Dompfarrei, dass sie zwei Tage lang ihren Pfarrsaal für Impfungen gegen Corona zur Verfügung gestellt hatte.

15.8.2021 • 10:41 Uhr

Altmaier schlägt Hinweis wie "Corona tötet" bei Impfeinladungen vor

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will der Öffentlichkeit die "grausame Realität" von Corona deutlicher machen und so die Impfkampagne beschleunigen. "Jedem muss klar sein: Wenn ich mich nicht impfen lasse, bin ich in Lebensgefahr", sagte er dem Nachrichtenportal "t-online". Vielen sei die Gefahr nach wie vor nicht ausreichend bekannt.

Er wolle dem Bundesgesundheitsminister keine Vorschläge machen. "Aber ich denke, so ähnlich, wie dies auch auf Zigarettenpackungen schon heute der Fall ist, sollten wir deutlich die Risiken benennen", sagte Altmaier dem Portal. Als Beispiel nannte er einen Hinweis wie "Corona tötet", der mit der Impfeinladung verschickt werden könnte.

15.8.2021 • 10:27 Uhr

Lindner: Geimpfte und Genesene von Maskenpflicht befreien

FDP-Chef Christian Lindner fordert, Geimpfte und Genesene von der Pflicht zu befreien, in Geschäften eine Schutzmaske zu tragen. "Bei Geimpften und Genesenen halte ich die Maskenpflicht für überflüssig", sagte Lindner dem "Tagesspiegel". Von diesen Gruppen gehe keine Gefahr mehr aus. "Also sollte der Staat nicht zum Maskentragen verpflichten." Ausnahmen solle es nur noch bei "ganz wenige Gelegenheiten im öffentlichen Verkehr" geben, wo es aus praktischen Gesichtspunkten nicht möglich sei, sich von jedem einen Impfnachweis zeigen zu lassen.

Lindner griff die Union und ihren Kanzlerkandidaten Armin Laschet (CDU) scharf an. "Die Union findet nicht aus dem Ausnahmezustand heraus. Das Pandemiegeschehen hat sich in den letzten 18 Monaten deutlich verändert, die Pandemiepolitik indessen nicht." Die vulnerablen Gruppen seien durch Impfungen geschützt, zudem steige die Impfquote. "Für Geimpfte und Genesene darf es deshalb keine Freiheitsbeschränkungen mehr geben", forderte der FDP-Vorsitzende.

15.8.2021 • 10:13 Uhr

Israelischer Regierungschef: "Alles tun, um Lockdown zu vermeiden"

Der israelische Ministerpräsident Naftali Bennett hat angesichts steigender Neuinfektionen an die Bevölkerung appelliert, sich impfen zu lassen und die Corona-Beschränkungen einzuhalten. "Wir werden alles tun, um Lockdowns zu vermeiden", schrieb er auf seiner Facebook-Seite. Ein Lockdown sei das "letzte Mittel", eine Lockdown-Politik habe einen schrecklichen Preis. "Wenn wir mit der Politik der Lockdowns und wirtschaftlich destruktiver Maßnahmen weitermachen, werden wir wirtschaftlich zusammenbrechen", warnte Bennett.

Der Beitrag der Israelis zum Kampf gegen die Pandemie müsse sein: "Lasst euch impfen." Bennett rief außerdem dazu auf, Versammlungen zu vermeiden und in Innenräumen Masken zu tragen. Israel hatte als erstes Land weltweit der über 60-jährigen Bevölkerung eine dritte Impfung angeboten und am Freitag damit begonnen, auch eine dritte Impfung für über 50-Jährige anzubieten, deren letzte Impfung fünf Monate oder länger zurückliegt.

15.8.2021 • 09:57 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern: Impfstart an Schulen

In Mecklenburg-Vorpommern sollen an diesem Dienstag erste Corona-Impfangebote für Schülerinnen und Schüler an ihren Schulen gemacht werden. Wie ein Sprecher des Bildungsministeriums in Schwerin sagte, werden die Termine für die Corona-Schutzimpfungen in Abstimmung mit den zuständigen Gesundheitsbehörden der Kreise und kreisfreien Städte festgelegt und die impfwilligen Schülerinnen und Schüler darüber informiert.

Bildungsministerin Bettina Martin hatte zu Schuljahresbeginn Impfaktionen Jugendliche im Alter ab 16 Jahren angekündigt. Landesweit sollten bis zu 50 mobile Teams an den Schulen zum Einsatz kommen. Allerdings blieb die Resonanz hinter den Erwartungen zurück. In einer landesweiten Befragung hatten laut Ministerium etwa 1800 Schülerinnen und Schüler und damit etwa sechs Prozent dieser Altersgruppe ihr Interesse bekundet.

15.8.2021 • 09:24 Uhr

Ärzte ziehen sich offenbar zunehmend aus Impfkampagne zurück

Kassen- und Privatärzte ziehen sich einem Medienbericht zufolge offenbar zunehmend aus der Corona-Impfkampagne zurück. In der Woche vom 2. bis 8. August hätten lediglich noch 29.300 Praxen Patientinnen und Patienten gegen das Coronavirus geimpft - und damit deutlich weniger, als sich insgesamt an der Kampagne beteiligt haben, berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI). Seit Impfbeginn haben demnach mehr als 52.600 Praxen Covid-19-Impfungen verabreicht. Auch die Impfstoff-Bestellungen der Praxen seien seit Juni rückläufig, wie das Blatt mit Verweis auf Zahlen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) schreibt.

15.8.2021 • 08:04 Uhr

Fidschi führt Impfpflicht im öffentlichen Dienst ein

"Keine Impfung, keine Arbeit" - nach diesem Motto ist im südpazifischen Inselstaat Fidschi eine Corona-Impfpflicht für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Kraft getreten. Nachdem die Inselgruppe ein Jahr lang ohne Corona-Infektionen überstanden hatte, breitete sich im April die hochansteckende Delta-Variante auch in Fidschi aus. Die mehr als 40.000 Ansteckungsfälle führten zur Überlastung des Gesundheitssystems. Die Regierung des Landes argumentiert nun, im Kampf gegen die Pandemie sei eine Impfpflicht und eine dadurch höhere Immunisierungsrate notwendig. Vorerst sollen ungeimpfte Beschäftigte in unbezahlten Urlaub geschickt werden, ab November werden Impf-Unwillige entlassen. Auch auf private Unternehmen in Fidschi wird Druck ausgeübt. Bei der Beschäftigung von nicht geimpften Mitarbeitern drohen ihnen Strafzahlungen und Betriebsverbote.

Menschen warten in einem Impfzentrum auf eine Corona-Impfung mit dem Präparat von AstraZeneca in Suva, Fidschi. | AFP

Impfzentrum in der Hauptstadt Suva: Derzeit verzeichnet Fidschi mehr als 24.000 Menschen mit Corona-Infektion bei einer Gesamtbevölkerung von nur 930.000. Um die überfüllten Krankenhäuser zu entlasten wurden zuletzt bereits Feldlazarette errichtet. Bild: AFP

15.8.2021 • 06:27 Uhr

Polen liefert BioNTech-Dosen nach Australien

Polen wird eine Million Dosen des Impfstoffs von BioNTech/Pfizer nach Australien schicken. Die ersten Lieferungen würden am Sonntagabend in Australien erwartet, sagte der australische Premierminister Scott Morrison. Mit dem Vakzin sollen vor allem 20- bis 39-Jährige in Sydney geimpft werden. Dort erreichen die Neuinfektionen zurzeit den höchsten Stand seit Beginn der Pandemie.

15.8.2021 • 06:25 Uhr

Großbritannien bietet Impfungen für alle 16- und 17-Jährigen an

Die britische Regierung bietet allen 16- und 17-Jährigen bis zum 23. August eine erste Impfung an. "Damit können wir dafür sorgen, dass alle Schüler dieser Altersgruppen vollständig geimpft und geschützt sein werden, wenn sie im September wieder in die Schulen gehen", teilte Sajid Javid mit.

15.8.2021 • 04:24 Uhr

RKI: Inzidenz bei 35, 4728 Neuinfektionen, drei weitere Tote

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist auf 35,0 gestiegen. Wie das Robert Koch-Institut unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 4728 Neuinfektionen sowie drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Das sind 1522 mehr Infektionen als vor einer Woche; die Sieben-Tage-Inzidenz hatte vor einer Woche bei 22,6 gelegen.

15.8.2021 • 03:54 Uhr

Mehr als eine Million Corona-Fälle in New York

New York City hat Behörden zufolge die Marke von einer Million Corona-Fällen seit Beginn der Pandemie überschritten. Die meisten Fälle waren durch PCR-Tests nachgewiesen worden, die Statistik enthält aber auch "wahrscheinliche" Infektionen, die etwa durch Antigen-Tests oder anhand von Krankheitssymptomen erfasst worden waren, hieß es von der Gesundheitsbehörde.

Seit Februar 2020 sind demnach 33.645 Menschen in New York City an einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Mehr als 117.000 der rund 8,8 Millionen Einwohner New Yorks mussten zeitweise im Krankenhaus behandelt werden. Die sich rasch ausbreitende Delta-Variante des Coronavirus, die in den USA mittlerweile dominant ist, wird für 90 Prozent der Neuinfektionen in der Stadt verantwortlich gemacht. Nach den am Samstag veröffentlichen Zahlen sind jetzt 67 Prozent der Erwachsenen in New York vollständig gegen Covid-19 geimpft.

15.8.2021 • 02:32 Uhr

Deutlich mehr Selbstständige brauchen Grundsicherung

Die Zahl der Selbstständigen, die für ihren Lebensunterhalt finanzielle Unterstützung aus der staatlichen Grundsicherung beziehen, hat sich laut Bundesagentur für Arbeit (BA) im Verlauf der Corona-Pandemie versechsfacht. "Wir sehen einen deutlichen Corona-Effekt zwischen April 2020 und Juli 2021", sagte BA-Chef Detlef Scheele den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Rund 134.000 Selbstständige hätten in der Zeit Bedarf auf Grundsicherung angemeldet. "Üblicherweise wären es in diesem Zeitraum etwa 22.000 gewesen", so Scheele.

15.8.2021 • 02:32 Uhr

Kinderärzte: STIKO sollte auch psychosoziale Folgen berücksichtigen

Die deutschen Kinderärzte haben an die Ständige Impfkommission (STIKO) appelliert, in der Debatte über eine allgemeine Corona-Impfempfehlung für Zwölf- bis 17-Jährige auch die psychosozialen Probleme dieser Altergruppe in den Blick zu nehmen. "Die STIKO orientiert sich allein am individuellen Nutzen einer Impfung im Verhältnis zur Gefährlichkeit einer Erkrankung", sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, Thomas Fischbach, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Da sind Kollateralschäden bei der psychosozialen Entwicklung der Kinder und Jugendlichen nicht berücksichtigt." Diese sollten auch berücksichtigt werden.

Laut Fischbach sind in Deutschland bislang rund eine Million der 4,5 Millionen Kinder und Jugendlichen in der Altersgruppe von zwölf bis 17 Jahren geimpft. Nach Informationen der Funke-Zeitungen wird für Mitte der Woche eine überarbeitete STIKO-Empfehlung für die Corona-Impfungen für Jugendliche ab 12 Jahren erwartet.

15.8.2021 • 02:32 Uhr

Schwesig schließt erneuten Lockdown aus

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat einen erneuten Lockdown in der Corona-Pandemie ausgeschlossen. "Alles, was offen ist, muss offen bleiben", sagte sie der "Bild am Sonntag". Sie sei zuversichtlich, "dass wir mit Impfungen und Tests gut durch den Herbst und Winter kommen können".

Damit Deutschland eine vierte Welle gut überstehe, brauche das Land aber mehr Impfungen. Schwesig plant deshalb eine neue Impfkampagne in Mecklenburg-Vorpommern und fordert ein größeres Engagement von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Die Ministerpräsidentin warnte aber davor, Ungeimpfte unter Druck zu setzen: "Wir sollten den Menschen nicht drohen, sondern sie mit Argumenten überzeugen."

15.8.2021 • 02:32 Uhr

USA und Israel nun Hochrisikogebiet

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen gelten die USA nun in Deutschland als Hochrisikogebiet. Einreisende aus den Vereinigten Staaten, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen seit heute für fünf bis zehn Tage in Quarantäne. Dieselbe Regelung gilt jetzt auch für Israel, Kenia, Montenegro, Vietnam sowie für zwei französische Überseegebiete. Portugal wird dagegen mit Ausnahme der bei Touristen besonders beliebten Küstenregion Algarve und der Hauptstadt Lissabon von der Risikoliste gestrichen. Vollständig geimpfte und genesene Einreisende aus Hochrisikogebieten sind von der Quarantänepflicht befreit. Alle anderen müssen sich nach der Einreise selbst isolieren und können sich davon erst nach fünf Tagen mit einem negativen Test befreien.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 15. August 2021 um 08:00 Uhr.