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Coronavirus-Pandemie ++ Hälfte der Erwachsenen in den USA geimpft ++

Stand: 18.04.2021 22:23 Uhr

Die Hälfte aller Erwachsenen in den USA hat mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Die Kassenärzte rechnen damit, dass Erwachsene ab Mai unabhängig von ihrer Risikogruppe geimpft werden könnten. Die Entwicklungen vom Sonntag zum Nachlesen.

  • Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 162,3
  • Steinmeier ruft Gesellschaft zu Zusammenhalt auf
  • Hunderte Anzeigen nach "Querdenken"-Demos
  • Hunderte feiern in Saarbrücker Innenstadt
  • Scholz: rasch mehr Freiheiten für Geimpfte
  • Landkreise fordern Änderung der "Bundesnotbremse"
18.4.2021 • 22:23 Uhr

Ende des Liveblogs

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18.4.2021 • 22:20 Uhr

Viele Kommunen in NRW gehen nicht in den Wechselunterricht

Wechselunterricht in NRW bis zu einer Inzidenz von 200. Was aber, wenn die Zahlen höher liegen? Wegen zahlreicher Anfragen hat das Land jetzt beschlossen: Zahlreiche Kommunen und Kreise bleiben vorerst im Distanzunterricht.

18.4.2021 • 21:13 Uhr

Tageshöchststand an Corona-Toten in der Türkei

Die Türkei hat die höchste Tageszahl an Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus seit Beginn der Pandemie gemeldet. Das Gesundheitsministerium bestätigte 318 Todesopfer binnen 24 Stunden. Insgesamt stieg die Zahl damit auf 35.926. Außerdem wurden 55.802 neue Infektionsfälle gemeldet, die Gesamtzahl näherte sich damit der Marke von 4,3 Millionen.

18.4.2021 • 21:03 Uhr

Hälfte der Erwachsenen in den USA mindestens einmal geimpft

Die Hälfte aller Erwachsenen in den USA hat mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Das gab die Regierung in Washington bekannt. Mindestens eine Dosis eines Vakzins hätten fast 130 Millionen Menschen ab 18 Jahre bekommen, erklärten die Zentren für Krankheitskontrolle und -vorbeugung. Das entspreche 50,4 Prozent der erwachsenen Bevölkerung. Fast 84 Millionen Erwachsene, 32,5 Prozent der Bevölkerung, seien vollständig geimpft.

US-Präsident Joe Biden hatte nach seinem Amtsantritt im Januar eine ambitionierte Corona-Impfkampagne gestartet. Bei seiner ersten Pressekonferenz Ende März gab er als Ziel die Marke von 200 Millionen verabreichten Impfdosen innerhalb der ersten 100 Tage seiner Amtszeit aus. Das wären doppelt so viele, wie er im Dezember als Ziel nannte - und das wurde bereits vor seinem 60. Tag im Amt erreicht.

18.4.2021 • 19:41 Uhr

Elf Kreise in Baden-Württemberg ziehen Notbremse

In Baden-Württemberg kehren in der kommenden Woche hunderttausende Schülerinnen und Schüler nach über vier Monaten im Lockdown in ihre Klassenzimmer zurück - allerdings nur mit Maske, Abstand und einem negativen Testergebnis. Doch nicht alle Kinder und Jugendlichen können sich über eine Rückkehr freuen: 11 von 44 Stadt- und Landkreisen werden die Schulen größtenteils geschlossen lassen, weil sie entweder schon drei Tage über der Inzidenz von 200 lagen oder kurz davor stehen.

18.4.2021 • 17:48 Uhr

Großbritannien: Zehn Todesfälle binnen eines Tages

Mit zehn zusätzlichen Todesfällen binnen 24 Stunden war die Covid-Sterblichkeit in Großbritannien so niedrig wie seit September nicht mehr. Gestern hatten die Behörden 35 zusätzliche Todesfälle gemeldet. Die Zahl der Neuinfektionen fiel auf 1882 von 2206 am Vortag.

Mit einem monatelangen Lockdown und einem breit angelegten Impfprogramm gelang es Großbritannien, das lange eines der am schwersten betroffenen Länder in Europa war, die Verbreitung des Virus einzudämmen.

18.4.2021 • 17:27 Uhr

USA: Fauci rechnet Anfang 2022 mit Impfungen für Kinder

Der US-Immunologe Anthony Fauci rechnet spätestens Anfang kommenden Jahres mit Coronavirus-Impfungen für Kinder aller Altersstufen. "Ich denke, bis zum ersten Quartal 2022 werden wir in der Lage sein, Kinder praktisch jeden Alters zu impfen", sagte der Corona-Berater von US-Präsident Joe Biden dem Sender CNN. "Hoffentlich schon vorher, aber ich denke, das wird der späteste Zeitpunkt sein." Für Kinder und Jugendliche im Alter ab zwölf Jahren gehe er davon aus, dass Impfungen schon zu Beginn des kommenden Schuljahres zur Verfügung stünden. Derzeit können in den USA Jugendliche erst ab 16 Jahren geimpft werden.

18.4.2021 • 17:10 Uhr

EU-Corona-Hilfen: Rom will Pläne offenbar pünktlich einreichen

Die italienische Regierung will ihren nationalen Plan zum Einsatz von über 200 Milliarden Euro an EU-Corona-Hilfen pünktlich zum 30. April in Brüssel einreichen. Das bestätigten Regierungsquellen in Rom. Zuvor hatte es Berichte über eine mögliche Verzögerung gegeben. Bereits am 8. April hatte Italiens Ministerpräsident Mario Draghi bei einer Pressekonferenz versichert, dass seine Regierung das Konzept zum 30. April abliefern werde.

Die EU-Spitze hatte im Sommer 2020 einen schuldenfinanzierten Corona-Wiederaufbauplan mit Zuschüssen und günstigen Krediten beschlossen. In dem Programm "Next Generation EU" sollen rund 750 Milliarden Euro in der Union verteilt werden, um Pandemie-Schäden abzufedern und die EU zukunftsfähiger zu machen. Die Regierungen müssen dafür ihre Konzepte in Brüssel einreichen. Italien rechnet dabei mit rund 209 Milliarden Euro. Am Streit über EU-Gelder war Anfang des Jahres die Vorgänger-Regierung unter Giuseppe Conte zerbrochen. In Italien sorgt man sich derzeit, ob wirklich alle 27 EU-Staaten den Grundsatz-Beschluss für die Hilfen wie erforderlich ratifizieren. In Deutschland hat das Bundesverfassungsgericht dies auf eine Klage von Kritikern hin vorläufig gestoppt.

18.4.2021 • 16:49 Uhr

Lauterbach rechnet mit Wende der Lage Ende Mai

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält mit einem "letztem strengen Lockdown" bis Ende Mai ein starkes Senken der Fallzahlen der Corona-Infektionen und der Sterblichkeit für erreichbar. Erfahrungen aus Israel zeigten, dass dies erreicht werde, wenn mehr als die Hälfte der Bevölkerung die Erstimpfung habe, schrieb Lauterbach auf Twitter zu entsprechenden israelischen Statistiken. Es fehlten also nur noch sechs Wochen.

Lauterbach erklärte, mit einem strengen Lockdown ließen sich "weit über 10.000 Menschen" meist im Alter von 40 bis 60 Jahren retten. "Oder wir sind dafür nicht bereit, weil es uns die Einschränkungen 10.000 Tote nicht wert sind. Dann hätten wir versagt", schrieb Lauterbach weiter. Dabei warf er anderen Politikern vor, eine konkrete Auseinandersetzung mit der Zahl der zu erwartenden Opfer bei einem zu weichen Lockdown zu scheuen.

18.4.2021 • 16:42 Uhr

Maskenaffäre: Justiz stellt bei Sauter 1,2 Millionen Euro sicher

In der Maskenaffäre hat das Oberlandesgericht München einen sogenannten Vermögensarrest von rund 1,2 Millionen Euro gegen den CSU-Politiker Alfred Sauter verfügt. Der ehemalige bayerische Justizminister steht unter Korruptionsverdacht.

18.4.2021 • 16:07 Uhr

Kassenärzte rechnen im Mai mit Aufhebung der Impfpriorisierung

Die deutschen Kassenärzte erwarten, dass im Mai die bisherigen Impfpriorisierungen aufgehoben werden können. Wenn die Lieferungen wie zugesagt zunähmen, erhielten die Praxen im Mai deutlich mehr als jene 2,25 Millionen Dosen, die jede Woche an die Impfzentren gingen, sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Im Mai sind neben den Hausärzten sukzessive auch die Fachärzte mit an Bord, und wir werden immer mehr gesunde Menschen und andere Personen außerhalb der derzeit berechtigten Gruppen impfen". Er rechne damit, dass im Mai auch die Priorisierungsvorschriften sukzessive fielen und von dann an jeder Erwachsene eine Impfung erhalten könne.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte vergangenen Freitag angekündigt, dass Ende April fast 2,1 Millionen Impfstoffdosen an die Arztpraxen geliefert werden sollen. Das sind fast 570.000 mehr als zunächst geplant.

18.4.2021 • 15:43 Uhr

Ökonom Felbermayr kritisiert Testpflicht für Firmen

Ökonom Gabriel Felbermayr hat die ab Dienstag geltende Pflicht für Unternehmen, ihren Beschäftigten mindestens einmal pro Woche Corona-Tests anzubieten, scharf kritisiert. "Mit der Angebotspflicht von Tests für Unternehmen lenkt der Staat von seinem eigenen Versagen ab", sagte der Chef des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) dem Tagesspiegel. Im Kampf gegen die Pandemie sei das "nicht der Gamechanger, auf den die Politik hofft". Dass die Firmen die Corona-Tests für ihre Mitarbeiter selbst zahlen müssen, hält Felbermayr für falsch.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hatte die Test-Pflicht für Unternehmen vergangene Woche angekündigt. Sie tritt laut Bundesarbeitsministerium am Dienstag in Kraft. Für alle Beschäftigten, die nicht im Homeoffice arbeiten oder arbeiten können, müssen Arbeitgeber einmal pro Woche ein Test-Angebot machen, für Beschäftigte in Berufen mit hohem Infektionsrisiko zweimal die Woche.

18.4.2021 • 15:34 Uhr

USA: Fauci erwartet bald Entscheidung zu Johnson & Johnson-Impfstoff

Der US-Seuchenexperte Anthony Fauci hat dem Sender CBS gesagt, bis Freitag sei mit einer Entscheidung zu rechnen, ob der Impfstoff von Johnson & Johnson wieder eingesetzt werden sollte. Ihn würde nicht wundern, wenn dies in der einen oder anderen Form geschehen werde. Nach Meldungen über Thrombosefälle hatten die US-Behörden zuletzt empfohlen, das Vakzin in den Vereinigten Staaten vorerst nicht weiter einzusetzen.

18.4.2021 • 15:27 Uhr

Italien steuert Richtung Öffnung

In Italien sind wegen verbesserter Corona-Zahlen von morgen an nur noch drei Regionen als "Rote Zonen" ausgewiesen. Apulien, Sardinien und das Aosta-Tal werden weiterhin strenge Virus-Sperren beibehalten müssen. Das süditalienische Kampanien mit der Hafenstadt Neapel dagegen wechselt nach einem Erlass von Gesundheitsminister Roberto Speranza zum Wochenstart in die mittlere Risikozone ("Orange").

Viele Menschen in dem 60-Millionen-Einwohner-Land freuen sich schon jetzt auf die folgende Woche ab 26. April: Die Regierung von Premier Mario Draghi kündigte dann Öffnungsschritte wie den Start der Außengastronomie in bestimmten Regionen an. Vorgesehen ist ein Stufenplan mit Lockerungen von April bis Juli. Allerdings stritten mehrere Politiker über den Fortbestand der nächtlichen Ausgangsverbote. Sie gelten derzeit von 22 bis 5 Uhr.

18.4.2021 • 15:13 Uhr

Pakistan: Zahl der Todesfälle auf Höchststand

Pakistan hat die höchste Zahl von Todesopfern in Verbindung mit dem Coronavirus für einen einzelnen Tag seit Beginn der Pandemie gemeldet. Nach Behördenangaben wurden binnen 24 Stunden 149 Todesfälle bestätigt. Die Gesamtzahl der Corona-Todesopfer in Pakistan betrug damit fast 162.430. Das Land hat 220 Millionen Einwohner. Zudem wurden mehr als 6000 neue Infektionsfälle mit dem Virus seit dem Vortag bestätigt, die Gesamtzahl stieg damit auf mehr als 756.285.

Die Behörden hatten gestern beschlossen, dass ab kommender Woche mit der Impfung von Personen zwischen 50 und 59 Jahren begonnen wird. Das Land stützt sich bislang weitgehend auf gespendete oder importierte chinesische Vakzine, die Mitarbeitern des Gesundheitswesens und älteren Menschen verabreicht wurden. Bis Mai erwartet Pakistan 15 Millionen Impfstoffdosen im Rahmen des von den UN unterstützten Covax-Programms. Covax dient der Verteilung von Corona-Impfstoffen an arme Länder.

18.4.2021 • 15:02 Uhr

Höchstwert bei Todesfällen im Gazastreifen

Die palästinensischen Behörden des Gazastreifens haben die bislang höchste Zahl von Corona-Todesfällen binnen eines Tages bekanntgegeben. Das Gesundheitsministerium sprach von 23 Todesfällen innerhalb von 24 Stunden, womit sich die Gesamtzahl der Todesfälle durch die Pandemie in dem Palästinensergebiet auf 761 erhöhte. Der Gazastreifen mit rund zwei Millionen Einwohnern, der von Israel, Ägypten und dem Mittelmeer umgeben ist, leidet unter einem Mangel an Impfstoffen.

18.4.2021 • 14:51 Uhr

69 Festnahmen nach Demo in Berlin

Bei einer Demonstration von etwa 500 Gegnern der Corona-Maßnahmen in Berlin am gestrigen Samstag hat die Polizei 69 Teilnehmer wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz festgenommen. Ein Teil der Demonstranten hätte bei der Veranstaltung vor dem Gesundheitsministerium keine Mund-Nasen-Bedeckungen getragen und die Sicherheitsabstände missachtet, teilte die Polizei mit.

Bei Festnahmen hätten andere Demonstranten Befreiungsversuche unternommen. Die Polizisten hätten sich mit körperlichen Zwang durchsetzen müssen. 24 Ermittlungsverfahren seien wegen Angriffs, versuchter Gefangenenbefreiung, Beleidigung und Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz eingeleitet worden, so die Polizei.

18.4.2021 • 14:39 Uhr

Ausgangssperre in Halle ab Dienstag

In Halle (Saale) soll es ab Dienstag erneut nächtliche Ausgangsbeschränkungen geben. In der Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr sei es dann nur noch mit gewichtigen Gründen erlaubt, die Wohnung zu verlassen. Die Regelung werde am Montag bekanntgegeben und trete am Dienstag in Kraft. Das Robert Koch-Institut habe am Sonntag am fünften Tag in Folge eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 200 in der Stadt festgestellt, hieß es zur Begründung. Ausgangsbeschränkungen gab es in Halle zuletzt Anfang April.

18.4.2021 • 13:40 Uhr

Ungarn öffnet Grundschulen und Kindergärten wieder

Trotz einer hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen öffnen in Ungarn von morgen an Kindergärten und Grundschulen wieder. Angesichts jüngster Bedenken vieler Eltern, Ärzte und Lehrer schwächte die Regierung ihre Entscheidung ab: Eltern steht es frei zu entscheiden, ob sie ihre Kinder in Betreuung oder Unterricht schicken. Mit aktuell 363 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 14 Tagen ist Ungarn europaweit besonders hart von der Pandemie betroffen. Ministerpräsident Viktor Orban hatte am Freitag selbst Zweifel geäußert, ob die Öffnung von Schulen in die Zeit passe. Er berief sich jedoch auf eine Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Regierungskritische Medien äußerten Zweifel, dass es eine solche Empfehlung gibt. Die Ärztekammer sowie Gewerkschaften von Lehrern und Ärzten lehnen die Öffnungen ab.

18.4.2021 • 13:11 Uhr

Steinmeier ruft zu Zusammenhalt auf

Fast 80.000 Menschen sind in Deutschland mit oder an dem Coronavirus gestorben. In der Gedenkfeier für die Opfer der Corona-Pandemie hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Gesellschaft zum Zusammenhalt aufgerufen. "Lassen wir nicht zu, dass die Pandemie, die uns schon als Menschen auf Abstand zwingt, uns auch noch als Gesellschaft auseinandertreibt", sagte er im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt.

Der Bundespräsident betonte: "Wir wollen heute als Gesellschaft derer gedenken, die in dieser dunklen Zeit einen einsamen und oft qualvollen Tod gestorben sind." Den um ihre gestorbenen Angehörigen Trauernden wolle man sagen: "Ihr seid nicht allein in Eurem Leid, nicht allein in Eurer Trauer." Die Pandemie habe "tiefe Wunden geschlagen und auf schreckliche Weise Lücken gerissen".

Dem staatlichen Akt ging ein ökumenischer Gottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche voraus. Wegen der Pandemie nahmen an den Veranstaltungen nur wenige Gäste teil. Neben Steinmeier waren jeweils fünf Hinterbliebene sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble und die Vertreter der anderen beiden Verfassungsorgane vor Ort.

18.4.2021 • 12:27 Uhr

Ökonom für längere Corona-Hilfen und Einkaufsgutscheine

Der Wirtschaftsweise Achim Truger fordert eine Verlängerung der Corona-Hilfen und eine längere Bezugsdauer des Arbeitslosengelds. Solange es Einschränkungen wegen der Pandemie gebe, müsse die Unterstützung der Wirtschaft und der Beschäftigten aufrechterhalten werden, sagt Truger dem "Münchner Merkur". Vorschläge der Grünen und des Einzelhandelsverbands HDE zu Einkaufsgutscheinen für alle Bürger hält das Mitglied des Sachverständigenrates für sinnvoll. Auch andere Maßnahmen wie Prämien für Neuanmietungen von leerstehenden Geschäftsflächen seien geeignet.

18.4.2021 • 12:21 Uhr

Tierheime können nun Unterstützung beantragen

Das Bundesumweltministerium unterstützt Tierheime in der Corona-Krise finanziell. Ab Ende der nun beginnenden Woche könnten entsprechende Förderanträge gestellt werden, bestätigte das Ministerium einen Bericht der "Bild am Sonntag"«n vielen Fällen fallen Spenden weg und können entsprechende Vereinsaktivitäten nicht durchgeführt werden.» Auch die fehlenden Vermittlungsmöglichkeiten für Tiere und der dadurch erhöhte Betreuungsbedarf während des Lockdowns seien für viele Vereine schwer zu bewältigen, so das Ministerium weiter. Der Bundestag habe daher im Dezember eine Förderung für die Tierheime beschlossen, im Haushalt 2021 des Bundesumweltministeriums seien dafür Mittel in Höhe von fünf Millionen Euro veranschlagt. "Die dafür notwendige Förderrichtlinie ist jetzt in Kraft getreten." Bundesumweltministerin Svenja Schulze erklärte: "Die Fördermittel werden hoffentlich helfen, die schwierige Zeit zu überstehen."

18.4.2021 • 11:57 Uhr

Saarbrücken: Hunderte Menschen feiern in der Innenstadt

In der Saarbrücker Innenstadt haben gestern Abend laut Polizei mehrere hundert Menschen gefeiert und gegen Corona-Regeln verstoßen. Es seien auf dem St. Johanner Markt etwa 400 bis 500 feiernde Menschen festgestellt worden, teilte die Polizei mit. 30 bis 40 von ihnen seien Anhänger des 1. FC Saarbrücken, sie hätten Polizisten beleidigt und mit Flaschen beworfen. Der Drittligist hatte davor das Derby gegen den 1. FC Kaiserslautern verloren Wie die Polizei erklärte, wird der Einsatz für eine "Vielzahl von Personen" rechtliche Folgen haben, auch wenn in der Dunkelheit zunächst nicht alle Personalien feststellbar gewesen seien. Besondere Konsequenzen erwarte die Anhänger des Fußballclubs. 

Die Erfahrungen vom Abend sollten aber auch landesweit Konsequenzen haben: Es habe sich gezeigt, dass Appelle der Polizei von Teilen der Bevölkerung nicht beachtet werden. Deshalb trete die Polizei nun landesweit mit starker Präsenz auf und führe Kontrollen durch.

18.4.2021 • 11:54 Uhr

Corona in Israel und im Westjordanland

Einige Meter können in Barta'a entscheidend sein: Wer im israelischen Teil der Ortschaft lebt, ist besser gegen das Coronavirus geschützt als die Bewohner des palästinensischen Teils.

18.4.2021 • 11:39 Uhr

Simbabwe lässt 3000 Gefangene frei - Angst vor neuer Infektionswelle

Simbabwe will insgesamt 3000 Häftlinge aus den Gefängnissen entlassen, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Mehrere Hundert Gefangene seien am Wochenende bereits freigelassen worden, berichtete die staatliche Zeitung "Sunday Mail". In Simbabwe sind viele Gefängnisse überfüllt, gleichzeitig besteht die Furcht vor einer neuen Infektionswelle. Unter einer Amnestie-Regelung von Präsident Emmerson Mnangagwa werden unter anderem Frauen, unheilbar kranke Häftlinge und Personen, die mindestens ein Drittel ihrer Haftstrafe abgesessen haben, entlassen. Gefangene, die wegen Straftaten wie Mord, Hochverrat, Sexualstraftaten und öffentliche Gewalt eine Strafe absitzen, fallen nicht unter die Amnestie. Die Gefängnisverwaltung erklärte, die Reduzierung der Zahl der Häftlinge sorge für eine nötige Entlastung der Haftanstalten.

Offiziellen Angaben zufolge liegt die Zahl der Häftlinge in Simbabwe bei mehr als 20.000, obwohl die 46 Gefängnisse nur für rund 14.000 Personen gebaut wurden. Menschenrechtsorganisationen zufolge sind die hygienischen Bedingungen schlecht und es herrscht Lebensmittelknappheit in den Gefängnissen. In Simbabwe wurden laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) bisher etwa 37.000 Corona-Fälle und 1500 Tote bestätigt.

18.4.2021 • 11:19 Uhr

München: Keine Garantie für EM-Fans

Die Stadt München kann der Europäischen Fußball-Union weiterhin keine Garantie für die Ausrichtung der vier EM-Spiele in diesem Sommer vor Zuschauern geben. "Es ist zum jetzigen Zeitpunkt schlicht nicht möglich, eine Aussage darüber zu treffen, ob es das Infektionsgeschehen im Juni zulässt, Zuschauer ins Stadion zu lassen oder nicht", sagte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter der "Welt am Sonntag".

Das UEFA-Exekutivkomitee will morgen während einer Sitzung die Entscheidung treffen, ob München dennoch Mit-Gastgeber des Turniers, das vom 11. Juni bis 11. Juli stattfinden soll, bleiben darf. Nach der aktuellen Infektionsschutzverordnung seien Veranstaltungen dieser Art mit Zuschauern nicht erlaubt. "Wir hoffen aber, dass sich die Pandemielage bis Juni entspannt und wir unter Einbeziehung zusätzlicher Hygienemaßnahmen und eventueller Teststrategien, wie von der UEFA angestrebt, wenigstens einen gewissen Prozentsatz der Plätze in der Allianz Arena für Zuschauer freigeben können", sagte Reiter.

Neun der zwölf EM-Gastgeber haben bereits die Öffnung von mindestens jeweils 25 Prozent der Stadionkapazität für Fans zugesichert.

18.4.2021 • 10:41 Uhr

Berlin: Kirchen gedenken der Toten in der Pandemie

Die christlichen Kirchen haben in Berlin mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche der Toten in der Corona-Pandemie gedacht. "Krankheit, Sterben und Tod lassen sich in diesem langen Jahr nicht wegdrücken, sie schneiden tief ein in das Leben vieler Menschen", sagte der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, in seiner Predigt. "Tod und Sterben sind uns näher gerückt als zuvor." Auch ihr Bild habe sich verändert. Es fehle so viel, sagte Bätzing weiter: Besuche im Krankenhaus, letzte Aussprachen, Trost in der Angst, die vertraute Hand, das Verweilen mit den Verstorbenen, letzte Worte, die Liebe, Schmerz, Trauer und Verzeihen ausdrücken.

Kanzlerin Merkel und Bundespräsident Steinmeier gedenken der Corona-Opfer in einem ökumenischen Gottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin. | AP

Ökumenischer Gottesdienst in Berlin: Kanzlerin Merkel und Bundespräsident Steinmeier haben mit den Kirchen der Opfer der Corona-Pandemie gedacht. Bild: AP

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, sagte in seiner Predigt, in Zeiten der Trauer sei es umso wichtiger, nicht alleine zu sein. Die Krisenerfahrung der Pandemie lege sich wie ein Trauma auf die Seele und schreie nach Heilung. "Für die Verarbeitung werden wir viel Zeit brauchen, erst recht unsere Kinder, unsere Heranwachsenden, für die diese Krise die Ausdehnung einer gefühlten Ewigkeit hat." In der Gemeinschaft der Trauernden liege eine Kraft als Nähe, Trost und Hoffnung.

Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland, Erzpriester Radu Constantin Miron, sagte, das Coronavirus mache weder vor Konfessionen noch vor Religionen noch vor Nationen halt. "Deswegen ist es umso wichtiger, dass wir heute mit diesem Gottesdienst gemeinsam trauern, aber auch ein Zeichen des Trostes setzen - über Grenzen hinweg, die auch das Virus nicht kennt."

18.4.2021 • 10:21 Uhr

Altmaier verteidigt Pläne für bundesweite "Notbremse"

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat die geplanten bundesweiten Regelungen für eine Corona-Notbremse gegen Kritik verteidigt. "Die Notbremse ist notwendig und kein Holzhammer", sagte Altmaier der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Er hoffe auf eine breite Mehrheit in Bundestag und Bundesrat. Die Änderungen des Infektionsschutzgesetzes dürften jetzt nicht "wieder zerredet werden". Und weiter sagte Altmaier: "Überall auf der Welt, wo eine Infektionswelle erfolgreich gebrochen wurde, hat man das mit dem Instrument eines harten Lockdowns geschafft."

Zuvor hatte der Deutsche Landkreistag eine grundlegende Überarbeitung der Bundesnotbremse gefordert. "Der Gesetzentwurf muss an vielen Stellen korrigiert werden", sagte Landkreistagspräsident Sager den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die "holzschnittartigen Ausgangssperren" seien ein "unverhältnismäßiger Eingriff in die Freiheitsrechte der Menschen".

Künftig soll es bundeseinheitliche Regelungen für Corona-Maßnahmen geben: Überschreitet die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen in einer Stadt oder einem Landkreis den Wert von 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen, müssen etwa Geschäfte geschlossen werden. Zudem gelten Ausgangsbeschränkungen zwischen 21 und 5 Uhr. Altmaier sagte, dabei gehe es "nicht um den Spaziergänger mit seinem Hund". "Sondern darum, dass man sich nicht unter Verletzung der Kontaktregeln abends gegenseitig besucht und feiert."

18.4.2021 • 09:08 Uhr

Hunderte Anzeigen nach "Querdenken"-Demos in Stuttgart

Bei den verbotenen Protesten gegen die Corona-Politik in Stuttgart hat die Polizei Hunderte Verstöße festgestellt. Mehr als 700 Menschen seien festgehalten und identifiziert worden. Sie wurden angezeigt und erhielten Platzverweise. Zudem habe es mehr als 1000 Verstöße gegen die Maskenpflicht gegeben. Zahlreiche "Querdenker" und weitere Gegner der Corona-Politik hatten sich am Samstag trotz Demo-Verboten in Stuttgart versammelt. Die Beamten stoppte den Angaben nach mehrere spontane, nicht genehmigte Aufzüge und Gruppenbildungen. Dabei seien zwei Polizisten verletzt worden. Insgesamt waren rund 1000 Corona-Gegner und ungefähr 400 Gegendemonstranten in der Stadt. 

Im Vorfeld hatte die Stadt zwei geplante Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen verboten und dafür Rückendeckung von den Gerichten erhalten. Noch am Samstag hatte das Bundesverfassungsgericht zwei gegen die Verbote gerichtete Eilanträge abgewiesen. Trotzdem hatte "Querdenken" dazu aufgerufen, in die Stuttgarter Innenstadt zu kommen. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz.

18.4.2021 • 07:51 Uhr

Maskenpflicht im Freien in Israel aufgehoben

In Israel ist die Maskenpflicht im Freien aufgehoben worden. In Innenräumen, die öffentlich genutzt werden, gilt die Pflicht weiterhin. Experten gehen aber davon aus, dass sie angesichts der stark gesunkenen Infektionszahlen in einem Monat ebenfalls aufgehoben werden kann. Erstmals seit einem Jahr wurden auch viele Schulen wieder vollständig geöffnet. Die Kinder und Jugendlichen lernen wieder in Klassenverbänden statt in kleinen Gruppen. In den Klassenräumen gilt allerdings weiterhin Maskenpflicht.

Vier Monate nach Beginn der Impfkampagne werden in Israel immer weniger Neuinfektionen registriert. Die Zahl der schwer kranken Corona-Patienten ist auf etwa 200 gefallen. Ende Januar gab es davon in Israel noch etwa 1200. Bisher haben mehr als 5,3 Millionen der etwa 9 Millionen Einwohner eine Erstimpfung mit dem Präparat von BioNTech erhalten. Fast fünf Millionen sind vollständig geimpft.

Menschen flanieren an der Strandpromenade in Tel Aviv.  | EPA

Ende der Maskenpflicht im Freien in Israel: Vier Monate nach Beginn der Impfkampagne werden in dem Land immer weniger Neuinfektionen registriert. Bild: EPA

18.4.2021 • 06:43 Uhr

Umfrage: Corona bremst Urlaubslust

Fast jeder dritte Verbraucher in Deutschland ist einer aktuellen Umfrage zufolge noch unentschlossen, ob er in diesem Jahr in Urlaub fahren soll oder nicht. Für etwa 28 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher sind Reisen in diesem Jahr schlicht kein Thema. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Unternehmensberatung PwC. Nur gut 15 Prozent der Befragten gaben an, bereits eine Urlaubsreise gebucht zu haben. Weitere 27 Prozent haben zwar noch nicht gebucht, planen aber eine Urlaubsreise.

Doch auch bei denen, die trotz Corona Urlaubspläne schmieden, hat die Pandemie spürbare Auswirkungen auf die Ferienplanung. Mehr als zwei Drittel würden nach eigener Aussage ihre Reise wahrscheinlich oder sogar sicher stornieren, wenn am Urlaubsort ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht oder sie bei der Rückkehr nach Deutschland in Quarantäne gehen müssten. Jede dritte Befragte machte bei der Umfrage die Urlaubsreise davon abhängig, vor dem Reiseantritt eine Coronaimpfung erhalten zu haben. Die Mehrheit der Reiselustigen möchten in diesem Jahr am liebsten in Deutschland Urlaub machen.

18.4.2021 • 05:51 Uhr

Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 162,3

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 19.185 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 67 neue Todesfälle verzeichnet. Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am Sonntag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 17.855 Neuinfektionen und 104 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt laut RKI bundesweit bei 162,3. Gestern hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 160,7 angegeben, vor vier Wochen hatte sie noch bei 129,7 gelegen.

18.4.2021 • 04:49 Uhr

Karliczek: "Wir müssen weiter zusammenstehen"

Vor der zentralen Gedenkveranstaltung für die Verstorbenen in der Corona-Pandemie hat Bundesforschungsministerin Anja Karliczek dazu aufgerufen, durch Zusammenhalt und persönliches Verhalten bei der Eindämmung der Pandemie mitzuhelfen. Mit dem Gedenken setze man ein sichtbares Zeichen der Anteilnahme, er sei aber auch eine Mahnung, sagte die CDU-Politikerin. "Wir müssen in dieser kritischen Phase der Pandemie weiter zusammenstehen, damit es nicht noch mehr Tote gibt. Wir können das nur durch Disziplin verhindern."

18.4.2021 • 04:43 Uhr

Scholz will rasch mehr Freiheiten für Geimpfte

In der Debatte über die staatlichen Corona-Beschränkungen wirbt Vizekanzler Olaf Scholz dafür, dass Geimpfte und Genesene rasch genauso behandelt werden wie negativ getestete Menschen. Die genauen Regeln dazu werde die Ministerpräsidentenkonferenz noch in diesem Monat diskutieren, kündigte der SPD-Kanzlerkandidat in der "Welt am Sonntag" an. Im Infektionsschutzgesetz finde sich dazu eine Verordnungsermächtigung, "damit wir das dann rasch umsetzen können, ohne ein weiteres Gesetz machen zu müssen".

18.4.2021 • 04:37 Uhr

Landkreise fordern Änderung der "Bundesnotbremse"

Die deutschen Landkreise fordern eine Überarbeitung der geplanten bundeseinheitlichen Corona-"Notbremse". "Der Gesetzentwurf muss an vielen Stellen korrigiert werden", sagte der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die reine Anknüpfung an Inzidenzen wird dem Pandemiegeschehen nach mehr als einem Jahr und den regional sehr unterschiedlichen Situationen nicht gerecht." Sager fordert hingegen, die Belegung der Intensivbetten, die Reproduktionszahl und den Impffortschritt mit in die Betrachtung einzubeziehen.