Viele Menschen mit Gesichtsmasken vor dem Louvre in Paris. | REUTERS
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ 4897 Neuinfektionen in Frankreich ++

Stand: 23.08.2020 22:37 Uhr

Frankreich meldet den höchsten Anstieg von Infektionen seit dem Ende des Lockdowns. Fitnessstudios verlieren bis zu 20 Prozent an Kunden. Russland kündigt die millionenfache Produktion seines Impfstoffs an. Der Liveblog vom Sonntag zum Nachlesen.

  • Frankreich meldet fast 4900 Neuinfektionen
  • Russland: Bis zu sechs Millionen Impfstoffdosen pro Monat
  • Indien zählt als drittes Land weltweit mehr als drei Millionen Infizierte
  • Zu wenige Menschen nutzen Corona-Warn-App
  • 782 registrierte Neuinfektionen in Deutschland
23.8.2020 • 22:37 Uhr

Ende des Liveblogs

Wir schließen den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

23.8.2020 • 21:25 Uhr

FC Barcelona: Neuzugang Pjanic positiv getestet

Der bosnische Fußballprofi Miralem Pjanic vom FC Barcelona ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der spanische Club mit. Dem Spieler gehe es gut, er werde die nächsten 15 Tage nicht nach Barcelona kommen. Der 30-jährige Angreifer ist ein Neuzugang von Juventus Turin.

23.8.2020 • 19:50 Uhr

USA verzeichnen 45.265 Neuinfektionen

Die US-Seuchenzentren CDC geben 45.265 bekannte Neuinfektionen und 1006 weitere Todesfälle bekannt. Damit sind in den USA insgesamt 5,643 Millionen Infektionen und 175.651 Tote verzeichnet.

23.8.2020 • 19:48 Uhr

Frankreich meldet fast 4900 Neuinfektionen

Das französische Gesundheitsministerium meldet 4897 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ist der höchste tägliche Anstieg seit dem Ende eines zwei Monate dauernden Lockdowns im Mai. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich den Angaben zufolge um einen auf insgesamt 30.513. Am Vortag waren es noch 3602 Neuinfektionen.

23.8.2020 • 17:29 Uhr

Untersuchungen bei US-Footballteams nach positiven Tests

Mehrere positive Corona-Tests bei Mannschaften der National Football League haben zu Nachtests geführt. Allein bei den Chicago Bears gab es neun Positiv-Tests bei Spielern und Mitarbeitern, die nach Angaben des Clubs vom Sonntag falsch sind. Die Bears verlegten ihr für Sonntagmorgen geplantes Training auf den Nachmittag. "Die täglichen Covid-Tests am Samstag ergaben mehrere positive Tests von jedem der Clubs, die vom selben Labor in New Jersey betreut wurden", teilte die NFL mit. "Wir arbeiten mit unserem Testpartner BioReference zusammen, um diese Ergebnisse zu untersuchen, während die Clubs daran arbeiten, die positiven Tests zu bestätigen oder auszuschließen."

Ein Spieler der Chicago Bears in einem Trainingscamp | USA TODAY Sports

Mehrere Positiv-Tests bei den Chicago Bears stellten sich als falsch heraus. Bild: USA TODAY Sports

23.8.2020 • 16:19 Uhr

EU-Handelskommissar wegen Verstoß gegen Corona-Regeln unter Druck

Eine Golfparty in Irland könnte nach Landwirtschaftsminister Dara Calleary jetzt auch EU-Handelskommissar Phil Hogan das Amt kosten. Hogan räumte ein, gegen die Corona-Schutzregeln verstoßen zu haben, als er an dem Dinner mit mehr als 80 Personen im Westen Irlands teilnahm, und bat um Verzeihung. Es gab jedoch bereits Rücktrittsforderungen an Hogan, der eine wichtige Rolle bei den Verhandlungen für einen Brexit-Nachfolgeabkommen mit Großbritannien einnimmt.

Vize-Regierungschef Leo Varadkar sagte, er verstehe die Empörung der Öffentlichkeit. Möglicherweise sei sich sein Landsmann Hogan nicht darüber im Klaren gewesen, welche Auflagen in Irland gelten. Der Kommissar müsse sich selbst fragen, ob er die Teilnahme an dem Dinner und weitere Fahrten in Irland verantworten könne. "Falls er das nicht kann, solle er seine Stellung überdenken", sagte Varadkar dem Sender RTE. Calleary war bereits Ende der Woche zurückgetreten.

23.8.2020 • 15:55 Uhr

Fitnessstudios verlieren bis zu 20 Prozent an Kunden

Die Fitnessstudios haben in der Coronakrise viele Kunden verloren. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sei die Mitgliederzahl um 15 bis 20 Prozent gesunken, sagte der Vorsitzende des Bundesverbands Gesundheitsstudios Deutschland, Botond Mezey, dem Berliner "Tagesspiegel" (Montagsausgabe). Die befürchtete Insolvenzwelle sei aber bislang ausgeblieben. Mezey schätzt, dass rund fünf Studios pro Woche aufgeben müssen. Insgesamt gibt es demnach in Deutschland rund 9700 Fitnessanlagen, 2019 machte die Branche einen Umsatz von 5,51 Milliarden Euro.

Wegen Covid-19 waren die Clubs in ganz Deutschland von März bis Mitte Mai geschlossen, in vielen Bundesländern durften die Studios erst im Juni wieder öffnen.

23.8.2020 • 15:37 Uhr

Maskenpflicht am Arbeitsplatz?

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer plädiert dafür, im Fall steigender Corona-Zahlen eine bundesweite Maskenpflicht am Arbeitsplatz zu prüfen. Nun wird darüber diskutiert.

23.8.2020 • 15:32 Uhr

33 Corona-Infizierte nach Hochzeit im Kreis Groß-Gerau

Nach einer Hochzeitsfeier im Kreis Groß-Gerau in Hessen sind 33 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Personen hätten zum Teil selbstständig einen Test veranlasst, sagte eine Mitarbeiterin vom Kreisgesundheitsamt. "Die Testungen wurden in verschiedenen Testzentren oder auch beim Hausarzt durchgeführt. Deshalb dauert es auch unterschiedlich lang, bis die Ergebnisse eintreffen. Die positiven Ergebnisse werden uns umgehend gemeldet", sagte Kepper.

Das Brautpaar hatte nach Angaben des Kreises am 7. und 14. August in Kelsterbach zweimal gefeiert - einmal mit 100, einmal mit 160 Gästen. Dabei hätten ein oder mehrere Infizierte unwissentlich andere angesteckt.

23.8.2020 • 15:30 Uhr

Parteisprecherin: Julia Timoschenko "ernsthaft erkrankt"

Die ehemalige ukrainische Ministerpräsidentin Julia Timoschenko ist nach Angaben der Sprecherin ihrer Vaterlandspartei mit dem Coronavirus infiziert. "Ihr Zustand wird als ernst eingeschätzt, ihre Temperatur beträgt bis zu 39 Grad (Celsius)", so die Sprecherin. Sie lehnte es ab, weitere Details zu nennen und zu sagen, ob Timoschenko ins Krankenhaus eingeliefert wurde.

Timoschenko war 2004 eine der Anführerinnen der "Orangenen Revolution" in der Ukraine, in der der pro-westliche Viktor Juschtschenko als Präsident bestätigt wurde, nachdem ein Gericht das Wahlergebnis für gefälscht zugunsten seines pro-moskauischen Gegners erklärt hatte. Sie diente zweimal als Premierministerin unter Juschtschenko, bevor sich die beiden nach Jahren politischer Unruhen zerstritten. Timoschenko kandidierte 2010 für das Präsidentenamt und verlor gegen den von Russland unterstützten Viktor Janukowitsch. 2011 wurde sie wegen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt, was sie bestritt, da sie die Vorwürfe als politisch motiviert bezeichnete. Sie wurde Anfang 2014 aus der Haft entlassen, nachdem Janukowitsch in einem Volksaufstand gestürzt worden war.

Julia Timoschenko | dpa

Diese Aufnahme zeigt Julia Timoschenko im März 2019. Bild: dpa

23.8.2020 • 15:19 Uhr

Lima: 13 Tote bei Massenpanik in Nachtclub

Bei einer Massenpanik in einem Nachtclub in Lima sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Clubgäste hätten wegen einer Polizeirazzia versucht, aus den beengten Räumen zu fliehen, teilte das Innenministerium mit. Dabei hätten sie einander niedergetrampelt und seien eingequetscht worden. Rund 120 Menschen waren demnach auf der Party am Samstagabend, als die Polizei eindrang, um eine Ausgangssperre wegen der Corona-Pandemie durchzusetzen.

23.8.2020 • 14:22 Uhr

Coronabedingte Minderemissionen nur "kleine Delle"

Die CO2-Einsparungen durch die Coronakrise sollten laut Experten des Rückversicherers Munich Re nicht überschätzt werden. Chefklimatologe Ernst Rauch verwies im Berliner "Tagesspiegel" (Montag) darauf, dass bei steigender Tendenz jedes Jahr weltweit Emissionen von 40 Gigatonnen Kohlendioxid ausgestoßen würden. "Wenn wir im Jahr 2020 coronabedingt einen Rückgang von vielleicht zwei, drei Gigatonnen verzeichnen, geht es gerade einmal um fünf Prozent", so der Diplom-Geophysiker.

Hinzu komme, dass die Emissionen mit der wirtschaftlichen Erholung auch wieder ansteigen. "Corona hat nur eine kleine Delle gebracht, mehr nicht." Um das von der EU verfolgte Ziel zu erreichen, bis 2050 netto bei Nullemissionen anzukommen, sei der Einsatz neuer klimafreundlicher Technologien nötig, sagte Rauch.

23.8.2020 • 14:04 Uhr

Südkorea schließt Kirchen

Nach dem Anstieg der Corona-Zahlen dürfen die Kirchen in Südkorea Gottesdienste nur noch online abhalten. Lediglich absolut notwendige Personen dürften die Gotteshäuser betreten, berichteten südkoreanische Medien. In der Hauptstadt Seoul gilt von Montag an eine Maskenpflicht. Ein Verstoß dagegen kann mit umgerechnet mehr als 2000 Euro geahndet werden.

In den vergangenen zehn Tagen zählten die Behörden mehr als 2600 neue Corona-Fälle, nachdem die Zahl der Neuinfektionen lange Zeit im zweistelligen Bereich gehalten werden konnte.

Gottesdienste und Versammlungen der evangelikalen Kirche Sarang Jeil im Großraum Seoul gelten als die wesentlichen Brutstätten des neuen Anstiegs. Auch die erste Infektionswelle im Februar ging zu einem guten Teil auf eine christliche Sekte namens Shincheonji zurück. Deren Anführer Lee Man-hee war Anfang August wegen Behinderung der Behörden im Kampf gegen das Virus verhaftet worden. Bislang gibt es in Südkorea 17.399 gemeldete Coronafälle, von denen 14.200 als genesen galten. 309 Südkoreaner sind bisher an der Virusinfektion verstorben.

23.8.2020 • 13:34 Uhr

Bundeswirtschaftsministerium: Corona-Hilfen stark nachgefragt

Das Bundeswirtschaftsministerium hat einem Zeitungsbericht widersprochen, wonach die staatlichen Corona-Hilfen von den Unternehmen nur schleppend angenommen werden. "Die Corona-Hilfen für die Wirtschaft werden stark nachgefragt. Täglich kommen neue Anträge dazu", sagte eine Sprecherin des Ministeriums der Nachrichtenagentur AFP. Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (FAS) berichtet, dass etwa von den 25 Milliarden Euro Betriebskostenzuschüssen für kleine und mittlere Unternehmen binnen eines knappen halben Jahres erst 14,3 Milliarden Euro in Anspruch genommen worden seien.

Für die beiden Kreditprogramme der staatlichen Förderbank KfW seien bis zum 20. August insgesamt gut 83.000 Anträge mit einem Volumen von rund 53,9 Milliarden Euro eingegangen. Bewilligt wurden demnach knapp 80.000 Anträge mit einem Gesamtvolumen von 44,7 Milliarden Euro. Das staatliche Kreditvolumen ist dabei unbegrenzt, die Garantierahmen für die Übernahme möglicher Kreditausfälle wurde zunächst auf 100 Milliarden Euro gedeckelt. 

Auch bei den nicht rückzahlungspflichtigen Betriebskostenzuschüssen für den Mittelstand "steigen die Antragszahlen täglich an", wie die Sprecherin ausführte. Auf die Sofortzuschüsse von bis zu 15.000 Euro, die von Ende März bis Mai gezahlt wurden und die im Umfang von 14,3 Milliarden Euro abgerufen wurden, folgte ab Juli ein neues Programm für Überbrückungshilfen. Dabei steuert der Staat bis zu 150.000 Euro für drei Monate bei. Bundeswirtschaftsminister Altmaier hatte am Samstag eine Verlängerung dieser Überbrückungshilfen bis Dezember ins Spiel gebracht.

23.8.2020 • 13:09 Uhr

Russland: Bis zu sechs Millionen Impfstoffdosen pro Monat

Russland will seinen in Entwicklung befindlichen Corona-Impfstoff "Sputnik" rasch in die Massenproduktion bringen. Industrieminister Denis Manturow sagt der Nachrichtenagentur RIA zufolge, bis zum Jahresende sollen 1,5 bis zwei Millionen Dosen im Monat hergestellt werden. Diese Quote werde schrittweise auf sechs Millionen Dosen gesteigert. Großangelegte Tests des Impfstoffkandidaten sollen kommende Woche in Russland beginnen.

Viele Experten äußerten sich skeptisch über "Sputnik V". Auch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), das in Deutschland für die Zulassung von Impfstoffen zuständig ist, hält die Anwendung des in Russland zugelassenen Corona-Impfstoffs für ein Risiko. PEI-Präsident Klaus Cichutek sagte am 11.08.2020 in den tagesthemen, die russische Impfstoffentwicklung habe Mängel. "Man muss statistisch signifikante Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten erheben. Das scheint bei diesem Impfstoff nicht erfolgt zu sein."

23.8.2020 • 12:54 Uhr

Trump will einen Impfstoff - noch vor der Wahl

Angesichts von rund 5,7 Millionen Infektionen und 176.000 Todesfällen hofft US-Präsident Trump auf einen Corona-Impfstoff noch vor der Wahl. Die zuständige Behörde arbeite zu langsam, schimpfte er - und erntet dafür heftige Kritik. Trumps Intervention gefährde die Gesundheit aller US-Amerikaner, erklärte die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi.

23.8.2020 • 12:34 Uhr

Großbritannien: Experten warnen vor erneuten Schulschließungen

In Großbritannien warnen führende Gesundheitsexperten eindringlich vor erneuten Schulschließungen. Einen entsprechenden Appell veröffentlichen die medizinischen Chefberater der Regierungen von England, Schottland, Wales und Nordirland in einer gemeinsamen Erklärung. "Wenn überhaupt werden nur sehr wenige Kinder oder Teenager langfristige Schäden durch Covid-19 erleiden allein dadurch, dass sie in die Schule gehen", heißt es darin. "Das muss der Gewissheit gegenübergestellt werden, dass viele Kinder und junge Menschen langfristige Schäden erleiden werden, wenn sie nicht in die Schule gehen."

23.8.2020 • 10:44 Uhr

Italien: "Wir werden keinen neuen Lockdown haben"

In Italien wird es nach Worten von Gesundheitsminister Roberto Speranza trotz steigender Positiv-Tests keinen weiteren Lockdown geben. "Wir werden keinen neuen Lockdown haben", sagt Speranza der Tageszeitung "La Stampa". Die aktuelle Situation könne nicht mit der im Februar und März verglichen werden, als die Ausbreitung der Krankheit außer Kontrolle gewesen sei.

"Ich bin optimistisch, wenn auch vorsichtig. Unser heimisches Gesundheitssystem ist viel stärker geworden." Italien habe die Zahl der Betten auf Intensivstationen verdoppelt.

23.8.2020 • 10:02 Uhr

Wo kommt das Coronavirus her?

Das Coronavirus breitet sich weiter rasant um den Globus aus. Doch wo kommt es her? Wissenschaftler weltweit versuchen, die Spuren des Erregers nachzuzeichnen. Aber noch immer ist der Ursprungsort ungewiss.

23.8.2020 • 09:55 Uhr

Mehr als drei Millionen Infizierte in Indien

Als drittes Land der Welt verzeichnet Indien mehr als drei Millionen Coronavirus-Infektionen. Mit fast 70.000 Neuinfektionen stieg die Zahl der bestätigten Corona-Fälle auf 3.044.940, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Nur in den USA und in Brasilien gibt es mehr Infektionen, allerdings ist Indien das Land mit der höchsten Zahl an neuen Fällen jeden Tag. In den vergangenen drei Wochen hatte Indien mit seinen mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern täglich mehr als 60.000 neue Fälle gemeldet.

Das Virus breitet sich derzeit vor allem in den ärmlichen Gebieten im Norden und in Teilen des Südens aus, wo die Bevölkerung zwar teilweise etwas wohlhabender, aber vielerorts auch älter und damit anfälliger für das Virus ist. Mehr als 56.000 Menschen sind in Indien nach einer Infektion mit dem Virus gestorben, das ist der vierthöchste Wert weltweit nach den USA, Brasilien und Mexiko.

23.8.2020 • 09:44 Uhr

Sorge in Italien: Mehr als 1000 Neuinfektionen

Erstmals seit mehr als drei Monaten meldet Italien wieder mehr als 1000 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden 1071 neue Fälle registriert. Die Hauptstadt Rom meldete einen Rekord: Hier wurden 215 Neuinfektionen binnen eines Tages registriert, so viele wie noch nie seit Beginn der Corona-Pandemie. Bei 61 Prozent der neu Infizierten handelte es sich laut der Gesundheitsbehörde um Urlaubsrückkehrer. Fast die Hälfte von ihnen sei von Sardinien zurückgekehrt.

23.8.2020 • 09:18 Uhr

Corona-Kontrollen: Massiver Stau an slowenisch-österreichischer Grenze

Wegen verschärfter Corona-Grenzkontrollen in Österreich haben Reisende mehr als zwölf Stunden in Slowenien festgesteckt. Vor dem Karawanken-Tunnel kam es nach Angaben slowenischer Medien in der Nacht auf Sonntag zu einem Stau von bis zu zwölf Kilometern Länge. Betroffen waren auch viele deutsche Urlauber auf der Rückreise von Kroatien.

Österreich hatte am Samstag wegen steigender Infektionszahlen in Kroatien die Grenzkontrollen verschärft. Nun müssen nicht mehr nur Einreisende einen negativen Test vorweisen oder sich in Quarantäne begeben, sondern auch alle Durchreisenden, die in Kroatien waren, müssen ein Formular ausfüllen und sich registrieren. Nach Angaben von Reisenden vor Ort begannen österreichische Beamte am Sonntagmorgen, Fahrzeuge durchzuwinken. Die Autoschlange vor der Grenze verkürzte sich auf acht Kilometer und sechs Stunden Wartezeit, berichtete der slowenische Sender RTVSlo.

Ein bayerischer Autofahrer berichtete, er sei am Samstag gegen 17:30 in den Stau geraten und habe erst am Sonntag um 7:30 die Grenze passiert. Für die Wartenden habe es keine Versorgung gegeben, zeitweise sei die Stimmung aggressiv gewesen, berichteten er und eine weitere Reisende.

23.8.2020 • 08:38 Uhr

Bundesländer uneins über Obergrenze für private Feiern

Die Forderung nach einer bundesweit einheitlichen Teilnehmergrenze für private Feiern stößt in mehreren Bundesländern auf Widerstand. Das hat eine Umfrage der dpa bei den Ländern ergeben. Demnach befürworten etwa Berlin, Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz grundsätzlich eine einheitliche Obergrenze für Familienfeiern, Geburtstagspartys oder Hochzeiten, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Länder wie Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern lehnen diese ab. "Auf den ersten Blick mag eine bundeseinheitliche Lösung vorteilhaft wirken, allerdings verkennt sie die oft innerhalb Deutschlands sehr unterschiedliche Entwicklung des Infektionsgeschehens", sagte ein Sprecher der Landesregierung in Schleswig-Holstein der dpa. Derzeit sind private Feiern hier auf 50 Personen beschränkt. In Hamburg sind es etwa nur 25, in Berlin hingegen 500.

Bei einer Videokonferenz wollen die Ministerpräsidenten der Länder am Donnerstag mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auch über dieses Thema beraten.

23.8.2020 • 07:59 Uhr

Ärztepräsident fordert breiten Einsatz von Corona-Schnelltests

Angesichts aktueller Probleme mit den Corona-Tests in Deutschland fordert Ärztepräsident Klaus Reinhardt einen verstärkten Einsatz von Schnelltests. Nötig sei eine Generalüberholung der Corona-Teststrategie und geeignete Konzepte für die saisonale Influenza-Impfung, sagte Reinhardt der dpa.

Corona-Schnelltests seien vielleicht nicht ganz so exakt. "Dafür ließen sich aber viel mehr Menschen in kurzer Zeit unkompliziert testen und Infektionsketten schneller unterbrechen." Zudem herrsche in der Erkältungs- und Grippezeit Hochbetrieb in den Praxen.

Zeit für Corona-Reihentests von ganzen Bevölkerungsgruppen ohne Symptome bleibe kaum noch. Dies solle ausschließlich in ausgelagerten Testzentren oder in eigens darauf spezialisierten Arztpraxen erfolgen, forderte er.

23.8.2020 • 07:18 Uhr

Staatliche Hilfsprogramme noch nicht ausgeschöpft

Knapp ein halbes Jahr nach den Beschlüssen über das erste Corona-Rettungspaket sind die staatlichen Hilfsprogramme für Unternehmen bei weitem nicht ausgeschöpft, wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" unter Berufung auf Regierungskreise berichtet. Von dem 25 Milliarden Euro, die der Bund für Direktzahlungen an kleine und mittlere Unternehmen vorgesehen hat, seien bislang erst 14,3 Milliarden Euro in Anspruch genommen worden. Vom Garantierahmen in Höhe von 100 Milliarden Euro, mit dem die staatliche Förderbank KfW für Überbrückungskredite der Hausbanken bürgt, seien bis zur vorigen Woche erst 44,2 Milliarden Euro bewilligt worden.

23.8.2020 • 05:13 Uhr

782 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Erwartungsgemäß hat das Robert Koch-Institut (RKI) heute vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. Nach Angaben vom frühen Morgen hatten die Gesundheitsämter binnen 24 Stunden 782 Fälle an das RKI übermittelt. An Sonntagen - und auch Montagen - sind die gemeldeten Fallzahlen oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln. An den Tagen zuvor hatte die tägliche Zahl der Neuinfektionen noch weit höher gelegen. Am Samstag war mit 2034 neuen Fällen erstmals seit Ende April die 2000er-Marke überschritten worden. Die Zahlen steigen seit Ende Juli wieder. Experten zeigen sich darüber besorgt.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 232.864 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI im Internet meldete (Datenstand 23.8., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9269. Seit dem Vortag wurden zwei Todesfälle mehr gemeldet. Bis zum Morgen hatten etwa 207.100 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

23.8.2020 • 04:17 Uhr

Experten: Zu wenige Menschen nutzen Corona-Warn-App

Zu wenige Menschen nutzen nach Einschätzung von Experten bisher die Corona-Warn-App. "Damit die Corona-Warn-App wirklich etwas bringt, sollte sich die Zahl der Downloads verdoppeln", sagte Gert Wagner, Mitglied des Sachverständigenrats für Verbraucherfragen, der Zeitung "Welt am Sonntag". Dann sei man auf eine zweite Ansteckungswelle viel besser vorbereitet. "Rein rechnerisch liegt bei einem Kontakt eines Infizierten mit einem Unbekannten die Wahrscheinlichkeit, dass beide Personen die App haben, bei sechs Prozent", sagte Wagner. Selbst bei einer Verdoppelung der Nutzerzahl sei die Wirksamkeit der App noch begrenzt: 25 Prozent der Infektionen könnten dann aufgedeckt werden - sofern alle Betroffenen eine Ansteckung auch über die Anwendung melden. Veronika Grimm, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, sagte, eine Kontaktverfolgung über Apps sei erst dann ohne weitere Maßnahmen erfolgversprechend, wenn 80 Prozent der Bevölkerung die Anwendung wirklich nutzten.

23.8.2020 • 03:08 Uhr

Scholz: Gemeinsame Schuldenaufnahme in EU wird Bestand haben

Die im Zuge der Corona-Krise vereinbarte gemeinsame Schuldenaufnahme in Europa ist nach Ansicht von Bundesfinanzminister Olaf Scholz keine krisenbedingte Eintagsfliege. "Der Wiederaufbaufonds ist ein echter Fortschritt für Deutschland und Europa, der sich nicht mehr zurückdrehen lässt", sagte der SPD-Kanzlerkandidat den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die EU nehme erstmals gemeinsame Schulden auf, setze diese gezielt gegen die Krise ein und verpflichte sich zugleich, bald mit der Rückzahlung zu beginnen: "All das sind tiefgreifende Veränderungen, vielleicht die größten Veränderungen seit Einführung des Euro", unterstrich Scholz. Die Staats- und Regierungschefs der 27 Mitgliedsländer hatten sich vor einem Monat auf ein Corona-Krisenprogramm im Umfang von 750 Milliarden Euro geeinigt.

23.8.2020 • 02:34 Uhr

Frankreich: Virus breitet sich vor allem bei unter 40-Jährigen aus

In Frankreich zirkuliert das Coronavirus nach den Worten von Gesundheitsminister Olivier Veran vier Mal häufiger in der Bevölkerungsgruppe unter 40 Jahren als bei den über 65-Jährigen. Auch unter den Älteren und Risikogruppen sei das Virus jedoch auf dem Vormarsch, warnt er in einem Interview des "Journal Du Dimanche". "Wir sind in einer riskanten Situation", so Veran.

23.8.2020 • 02:25 Uhr

Kramp-Karrenbauer: Im Extremfall CDU-Parteitag verschieben

Die CDU hat nach Angaben der scheidenden Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer eine Notfallplanung für den Parteitag im Dezember ins Auge gefasst. "Wegen Corona planen wir, den Parteitag zu verkürzen. Es könnte sogar sein, dass wir aufgrund der Corona-Lage den Parteitag auf die reine Vorstandswahlen beschränken", sagte die Verteidigungsministerin der "Welt am Sonntag". Sie verwies darauf, dass die Satzung die körperliche Anwesenheit auf einem Parteitag vorschreibt. "Im schlimmsten Fall einer zweiten großen Pandemiewelle bleibt der Vorstand geschäftsführend so lange im Amt, bis der Parteitag einberufen werden kann." Die CDU will Anfang Dezember auf einem Parteitag in Stuttgart einen neuen Vorsitzenden wählen.

Kramp-Karrenbauer plädierte außerdem dafür, im Fall steigender Corona-Zahlen eine bundesweite Maskenpflicht am Arbeitsplatz und im Schulunterricht zu prüfen. Viele Unternehmen hätten die Maskenpflicht am Arbeitsplatz ja schon eingeführt. "Das könnte auf jeden Fall ein Schritt sein, der auch bundesweit verpflichtend wird, jedenfalls wenn damit die Schließung ganzer Branchen verhindert werden könnte." Das gelte auch für die Schulen. "Wenn das obligatorische Tragen von Masken im Unterricht dazu führt, dass wir die Schließung der Schulen umgehen, dann sollten wir darüber nachdenken", so die CDU-Vorsitzende.

23.8.2020 • 02:10 Uhr

Bericht: Heil will Aufstockung des Kurzarbeitergeldes bis März 2022

Laut einem Medienbericht schlägt das Bundesarbeitsministerium vor, die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes und die Übernahme der Sozialversicherungsbeiträge bis März 2022 zu verlängern. Das Ressort von Arbeitsminister Hubertus Heil habe kurz vor dem Koalitionsausschuss am Dienstag ein entsprechendes Modell entwickelt, meldet die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf ein vertrauliches Konzept.

Regulär beträgt das Kurzarbeitergeld 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, für Berufstätige mit Kindern 67 Prozent. Die Bundesregierung hatte in der Corona-Krise aber beschlossen, das Kurzarbeitergeld aufzustocken. Ab dem vierten Monat wird es nun auf 70 beziehungsweise 77 Prozent erhöht, ab dem siebten Monat auf 80 beziehungsweise 87 Prozent.

Beim Treffen der Koalitionsspitzen am 25. August wollen Union und SPD voraussichtlich außerdem darüber beraten, die Höchstbezugsdauer des Kurzarbeitergeldes zu verlängern - von zwölf auf 24 Monate. Im Gespräch ist, damit eine Qualifizierung der Beschäftigten zu verbinden.

23.8.2020 • 01:49 Uhr

Mehr als 114.000 Tote in Brasilien

Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldete 50.032 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 3,58 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 892 auf 114.250 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.