Proteste gegen die Corona-Politik in Rom | EPA
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Proteste auch in Italien ++

Stand: 25.07.2021 00:37 Uhr

Nicht nur in Frankreich und in Brasilien gibt es Protesgte gegen die Corona-Politik, auch in Italien gehen Tausende auf die Straße. Tansania hat seine erste Lieferung von Impfstoffen erhalten. Der Liveblog vom Samstag zum Nachlesen.

  • Italiener demonstrieren gegen Corona-Regeln
  • Tausende gehen in Brasilien auf die Straße
  • Frankreich: Proteste gegen Impfpflicht
  • Polen plant längere Isolierung bei Delta-Variante
  • Deutschland: Impfquote von 50 Prozent rückt näher
  • Hanoi verhängt Lockdown
  • RKI meldet 1919 Neuinfektionen
25.7.2021 • 00:36 Uhr

Ende des Liveblogs

Für heute schließen wir den Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse.

24.7.2021 • 21:34 Uhr

Italiener protestieren gegen Corona-Regeln

In Italien haben Medienberichten zufolge Tausende Menschen gegen strengere Corona-Regeln protestiert. In Rom versammelten sich Schätzungen zufolge etwa 3000 Gegner des sogenannten Grünen Passes, wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete. Das digitale Corona-Zertifikat der EU wird in Italien auch Grüner Pass genannt. Auch in weiteren Städten, darunter Mailand, Turin und Neapel, kam es zu Protesten, wie unter anderem die Zeitung "Corriere della Sera" berichtete. Die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi hatte angesichts deutlich steigender Infektionszahlen strengere Corona-Maßnahmen auf den Weg gebracht und die Zutrittsregeln zu zahlreichen Aktivitäten im Innenbereich verschärft.

24.7.2021 • 18:45 Uhr

Demos gegen Bolsonaros Corona-Politik

Tausende Brasilianer sind gegen die Corona-Politik der Regierung von Präsident Jair Bolsonaro auf die Straße gegangen. Bei Demonstrationen im ganzen Land forderten sie ein Amtsenthebungsverfahren gegen den rechten Staatschef, mehr Impfungen gegen das Coronavirus und wirtschaftliche Hilfen in der Pandemie, wie das Nachrichtenportal "G1" berichtete. Zu Protesten kam es in mindestens 13 Provinzhauptstädten, darunter Rio de Janeiro, Recife und Salvador.

Die Regierung von Präsident Bolsonaro verharmloste die Pandemie von Anfang an und stemmte sich mit Verweis auf die wirtschaftlichen Folgen gegen harte Ausgangsbeschränkungen. Zuletzt zog Bolsonaro auch den Sinn von Impfungen in Zweifel. Mittlerweile prüft ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss Bolsonaros Krisenmanagement in der Pandemie.

Proteste in Brasilien gegen Präsident Bolsonaro | dpa

Bereits Anfang der Woche forderten Demonstranten auf Kundgebungen mehr Impfungen und die Absetzung von Präsident Jair Bolsonaro. Bild: dpa

24.7.2021 • 18:35 Uhr

Tansania erhält erste Lieferung von Corona-Impfstoffen

Das ostafrikanische Tansania hat erstmals eine Lieferung von Corona-Impfstoffdosen erhalten. Außenministerin Liberata Mulamula und der amerikanische Botschafter Donald Wright nahmen die Charge von einer Million Dosen des Herstellers Johnson & Johnson am Julius-Nyerere-Flughafen in Daressalam in Empfang. Tansania hatte zu den wenigen Ländern in Afrika gehört, die bisher noch keine Impfstoffe gegen das Coronavirus bekommen oder mit einem Impfprogramm für ihre Bevölkerungen begonnen hatten.

24.7.2021 • 17:49 Uhr

Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizei in Paris

In Paris kommt es bei Demonstrationen gegen Corona-Beschränkungen und Impfbestimmungen zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten. Fernsehberichten zufolge setzt die Polizei im Zentrum der Hauptstadt Tränengas ein. Dem Sender France Info zufolge hatten einige Demonstranten Polizisten angegriffen.

24.7.2021 • 15:48 Uhr

Frankreich: Proteste gegen Impfpflicht

In Frankreich sind erneut zahlreiche Gegnerinnen und Gegner der geplanten Impfpflicht für das Gesundheitspersonal auf die Straße gegangen. In Paris und Toulouse versammelten sich Hunderte Demonstranten. Proteste waren im Laufe des Tages unter anderem auch für Lyon, Straßburg, Lille und Marseille angekündigt. Nach Behördenangaben wurden landesweit mehr als hunderttausend Protestierende erwartet. Ihr Protest richtet sich neben der Impfpflicht auch gegen den Gesundheitspass, der Aufschluss über eine Impfung oder einen Negativ-Test gibt. Bei landesweiten Protesten hatten zuletzt bereits mehr als 110.000 Menschen vor einer "Gesundheits-Diktatur" gewarnt.

24.7.2021 • 15:24 Uhr

TUI: Die meisten Urlauber wollen auf Mallorca bleiben

Nach der angekündigten Hochstufung Spaniens zum Corona-Hochinzidenzgebiet gibt es zunächst keine Hinweise, dass eine größere Zahl von Menschen ihre Mallorca-Urlaube vorzeitig abbrechen oder gebuchte Aufenthalte stornieren wollen. "Erste Informationen von der Playa de Palma deuten darauf hin, dass die Gäste weiter ihren Urlaub auf Mallorca verbringen möchten. Sie fühlen sich vor Ort gut aufgehoben, meiden größere Menschenansammlungen und sind zum großen Teil schon geimpft", sagte ein Sprecher des Reiseveranstalters TUI der Nachrichtenagentur dpa. Die Einstufung Spaniens als Hochinzidenzgebiet tritt am Dienstag in Kraft.

Badegäste am Strand von S'Arenal. | dpa

Der Strand von S'Arenal: Der Deutsche Reiseverband DRV schätzt, dass aktuell etwa 200.000 Pauschalreisende aus Deutschland in Spanien urlauben, davon 60 Prozent auf den Balearen mit Mallorca als liebster Urlaubsinsel der Deutschen. Hinzu kommen demnach noch etwa 200.000 Individualtouristen. Bild: dpa

24.7.2021 • 15:19 Uhr

Polen plant längere Isolierung bei Delta-Variante

Im Kampf gegen die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus und andere neue Mutanten verschärft Polen seine Quarantäneregeln. Wenn bei einem Infizierten eine Variante mit erhöhter Ansteckungsgefahr festgestellt wird, kann das Gesundheitsamt künftig über eine Verlängerung der häuslichen Isolierung auf bis zu drei Wochen entscheiden. Das geht aus einer neuen Verordnung des Gesundheitsministeriums hervor, wie das Nachrichtenportal "Gazeta.pl" berichtete. Die Änderung soll demnächst im Amtsblatt veröffentlicht werden und damit in Kraft treten. Bisher galt, dass die Isolierung bereits nach zehn Tagen beendet werden kann, wenn der Betroffene keine Symptome mehr zeigt.

24.7.2021 • 14:46 Uhr

Ungarn: Orban stellt Bedingungen an EU-Corona-Hilfen

Ungarn will von der Europäischen Union keine Mittel aus dem Corona-Wiederaufbaufonds annehmen, falls Brüssel dies von einer Abschaffung des Gesetzes zur Einschränkung von Informationen über Homo- und Transsexualität abhängig macht. Das verfügte Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban in einer Verordnung, die im Ungarischen Gesetzblatt erschienen ist. Die EU-Kommission prüft seit Wochen rechtliche Schritte gegen das Gesetz, weil sich dieses gegen nicht-heterosexuelle Menschen richte. Die EU-Kommission verzögere die Genehmigung für den ungarischen Corona-Wiederaufbauplan "aufgrund ihrer politischen Ablehnung der nationalen Gesetzgebung zum Schutz der Kinder", heißt es in Orbans Verordnung. Ungarn werde in diesem Zusammenhang nur ein Abkommen akzeptieren, in dem "die Europäische Kommission Ungarn keine Bedingung auferlegt, die für andere Mitgliedstaaten nicht gilt".

24.7.2021 • 13:44 Uhr

USA: Fox News kurbelt Impfquote an

In den USA stiegen die Infektionszahlen zu Beginn der Pandemie rasant an, dann wurde im Eiltempo geimpft. Inzwischen lahmt das Impfprogramm, viele Bundestaaten verfehlten die angepeilte Impfquote von 70 Prozent. Viele Amerikanerinnen und Amerikaner wollen sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen. Insbesondere der Sender Fox News machte Stimmung gegen die Kampagne. Doch nun legte er eine Kehrtwende hin, berichtet Stefanie Germann.

24.7.2021 • 13:33 Uhr

Müller für Abstimmung zwischen Bund und Ländern

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen sieht Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller aktuell einen kurzfristigen Abstimmungsbedarf zwischen Bund und Ländern. "Auch wenn die Lage auf den Intensivstationen deutlich besser geworden ist, dürfen wir jetzt nicht die gute Ausgangslage für den Herbst verspielen", teilte er der Nachrichtenagentur dpa mit. Das Impfen müsse unkomplizierter werden. "Jede Impfung zählt, auch um die aktuellen Freiheiten zu sichern." Gleichzeitig müssten Ungeimpfte wieder umfassender mit negativen Tests nachweisen, dass sie nicht ansteckend sind, wenn sie irgendwo Zugang haben wollten.

24.7.2021 • 13:23 Uhr

Englands Fußball-Nationaltrainer ruft zum Impfen auf

Der englische Fußball-Nationaltrainer Gareth Southgate hat junge Erwachsene in seinem Land aufgerufen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. "Oldies wie ich haben schon beide Impfungen, sodass wir mit unserem Leben weitermachen können, aber für euch Jüngere ist nun die Chance, dass sich alles öffnet, dass ihr eure Freiheiten zurückbekommt", sagte der 50-Jährige in einer Videobotschaft. "Schiebt es nicht mehr auf, geht und bringt es hinter euch", so Southgate weiter. In Großbritannien haben mittlerweile knapp 88 Prozent der Erwachsenen eine erste Corona-Impfung erhalten, fast 70 Prozent sind vollständig geimpft. Allerdings gibt es gerade unter den 18- bis 29-Jährigen noch viele Ungeimpfte, obwohl die Altersgruppe bereits seit mehreren Wochen eingeladen ist.

24.7.2021 • 13:11 Uhr

Deutschland: Impfquote von 50 Prozent rückt näher

In den kommenden Tagen dürfte Deutschland bei der Corona-Impfquote die Marke von 50 Prozent überschreiten. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind inzwischen 49,1 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das entspricht 40,82 Millionen Menschen. Mindestens eine Impfdosis haben dem RKI zufolge 60,8 Prozent der Bevölkerung beziehungsweise 50,54 Millionen Menschen verabreicht bekommen. Zuletzt wurden 517.470 Dosen gespritzt. Unter den Bundesländern lag Bremen dem RKI zufolge nach wie vor an erster Stelle mit einem Anteil von 69,7 Prozent mindestens einmal geimpfter Menschen. Auch bei den vollständig Geimpften belegte Bremen mit 56,3 Prozent den Spitzenplatz. Schlusslicht bei den Erstimpfungen blieb Sachsen (51,5 Prozent), genau wie bei den vollständig Geimpften (45,3 Prozent).

24.7.2021 • 12:51 Uhr

Britische Regierung lockert Quarantäne-Regeln weiter

Wegen massiver Personalausfälle in vielen Bereichen hat die britische Regierung die Corona-Quarantäne-Regeln für weitere Berufsgruppen gelockert. So dürfen in England auch Zugführer, Grenzbeamte oder Feuerwehrleute, die Kontakt zu Corona-Infizierten hatten, sich nun täglich testen, statt in Quarantäne zu gehen. Dies gab die Regierung bekannt. Zunächst hatten diese Sonderregeln nur für Beschäftigte des Gesundheitsdienstes und später auch für Beschäftigte der Lebensmittelversorgung gegolten.

In Großbritannien kommt es derzeit an vielen Stellen des öffentlichen Lebens zu Problemen: Züge fallen aus, Supermarktregale bleiben zeitweise leer und Mülltonnen werden nicht geleert. Durch steigende Infektionszahlen und dementsprechend vielen Kontakten zu Infizierten, müssen sich Millionen Britinnen und Briten sich zu Hause isolieren. Mitte August sollen die Quarantäne-Regeln in England für alle vollständig Geimpften gelockert werden. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag im Vereinigten Königreich zuletzt bei 497 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche (Stand: 18. Juli). Trotzdem gelten in England seit dieser Woche kaum noch Corona-Beschränkungen.

24.7.2021 • 12:05 Uhr

Bayern: Berufsverband der Pflegenden lehnt Impfpflicht ab

Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern hat eine Impfpflicht für Pflegekräfte erneut abgelehnt. "Ich glaube allerdings sehr wohl, dass es eine moralische Pflicht gibt, sich impfen zu lassen, gerade für alle Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten", sagte Verbandspräsident Georg Sigl-Lehner der "Augsburger Allgemeinen". "Aber diese moralische Pflicht gilt auch für die Gesamtbevölkerung." Zum einen könne man so andere Menschen schützen. Zum anderen sei der Selbstschutz ein wichtiges Argument, sich impfen zu lassen. "Diese moralische Pflicht, sich impfen zu lassen, habe ich meines Erachtens aber auch, weil ich ja selbst Kinder habe, einen Partner, eine Familie, für die ich Verantwortung trage." Sigl-Lehner sagte aber auch, das Grundrecht, sich nicht impfen zu lassen, müsse respektiert werden.

24.7.2021 • 12:02 Uhr

Russland: Zahl der Neuinfektionen sinkt leicht

In Russland steigt die Zahl der in Zusammen mit einer Corona-Infektion Verstorbenen weiter an. Die Behörden meldeten 799 neue Todesfälle binnen 24 Stunden, der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der Neuinfektionen habe um knapp 24.000 zugelegt. Das sind etwa fünf Prozent weniger Neuansteckungen als vor einer Woche. In der Hauptstadt Moskau sei die Zahl um etwa ein Viertel auf 3376 gesunken. Der Moskauer Bürgermeister zuletzt mit den Worten zitiert worden, die Behörden hofften, dass der Höhepunkt in Moskau damit überschritten sei.

24.7.2021 • 11:12 Uhr

Zehnkämpfer Kaul sieht deutschen Corona-Fall als Warnung

Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul bewertet den Corona-Fall des deutschen Radsportlers Simon Geschke bei Olympia in Tokio auch als Warnung vor der Durchlässigkeit einer Kontaktblase. "Es verdeutlicht noch einmal mehr, dass wir auch in dem Olympischen Dorf sehr darauf aufpassen müssen, mit wem wir uns treffen, mit wem wir uns zusammen aufhalten, und diese Kontakte möglichst minimieren müssen", sagte der 23-Jährige der Nachrichtenagentur dpa auf seinem Flug nach Tokio. Der Fall zeige auch, "dass so eine Blase nicht immer komplett funktioniert. Wir müssen natürlich hoffen, dass es nicht mehr wird", so Kaul.

24.7.2021 • 11:08 Uhr

Festnahmen bei Corona-Protesten in Australien

Bei Demonstrationen gegen Corona-Lockdowns in Sydney und anderen australischen Städten hat es Zusammenstöße und Festnahmen gegeben. Die Polizei nahm mehrere Personen fest, die Absperrungen durchbrochen und nach nach Polizeiangaben Beamte mit Plastikflaschen und anderen Gegenständen beworfen hatten. Die Kundgebungen waren mit Verweis auf die wegen der Corona-Pandemie verhängten Maßnahmen nicht genehmigt. Dennoch gingen Tausende auf die Straßen, viele trugen keine Masken. Der Gesundheitsminister von New South Wales, Brad Hazzard, sagte zu den Protesten: "Wir leben in einer Demokratie und normalerweise bin ich einer, der das Recht der Leute zum Protest unterstützt. Aber zur Zeit haben wir (die Corona-) Fälle durch die Decke gehen und wir haben Leute, die denken, es ist okay, rauszugehen und möglicherweise eng bei einer Demonstration zusammenzukommen."

Protestierende gegen die Corona-Maßnahmen in Sydney, Australien. | EPA

Corona-Protest in Sydney: Die Menschen riefen "Freiheit" und "Wahrheit", und forderten ein Ende der Beschränkungen. Wegen steigender Infektionszahlen gilt im Großraum Sydney seit vier Wochen ein Lockdown. Einwohnerinnen und Einwohner dürfen nur mit triftigem Grund hinausgehen. Bild: EPA

24.7.2021 • 10:57 Uhr

Island kehrt zu Corona-Beschränkungen zurück

Wegen steigender Corona-Zahlen führt Island wieder neue Beschränkungen im öffentlichen Leben ein. Von Sonntag an müssen Bars und Clubs ab Mitternacht schließen, bei Veranstaltungen sind dann maximal 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlaubt, wie die Regierung laut Berichten des isländischen Senders RUV mitteilte. Außerdem sollen die Menschen wieder mindestens einen Meter Abstand halten und in Innenräumen Masken tragen. Island hatte sich erst vor vier Wochen von seinen Corona-Maßnahmen verabschiedet. Nach 15 Monaten Abstand halten, Maske tragen und weiteren Maßnahmen wurden alle Beschränkungen aufgehoben.

24.7.2021 • 10:47 Uhr

Deutsches Olympia-Team: "Weiter sehr achtsam sein"

Chef de Mission Dirk Schimmelpfennig sieht nach dem Corona-Fall des Radprofis Simon Geschke im deutschen Olympia-Team keine Anzeichen von wachsender Verunsicherung. "Ich habe bei den Athleten keine gesteigerte Angst nach diesem Vorfall wahrgenommen", sagte er bei einer Pressekonferenz in Tokio. Alle seien aber erleichtert, dass der Fall außerhalb des olympischen Dorfes in einem Außenquartier in einer kleinen Gruppe passiert sei. "Für das deutsche Team ist es eine Erinnerung, dass wir weiter sehr achtsam sein müssen und nicht nachlässig werden dürfen, dass wir das auch bis zum Ende der Spiele durchhalten", sagte er. Weiter sagte Schimmelpfennig: "Wir werden weitere Fälle nicht gänzlich ausschließen können, aber die Wahrscheinlichkeit minimieren."

24.7.2021 • 10:42 Uhr

Nachmeldungen in Brasilien: Fallzahlen schnellen hoch

Aufgrund Zehntausender Nachmeldungen hat Brasiliens Gesundheitsministerium innerhalb eines Tages mehr als 100.000 Corona-Infektionen registriert. Bei der Veröffentlichung der täglichen Fallzahlen meldete das Ministerium in Brasilia 108.732 neue Fälle. Der plötzliche Anstieg kam dadurch zustande, dass der Bundesstaat Rio Grande do Sul seine über 500 Tage gesammelten Corona-Daten aktualisiert und mehr als 64.000 neue Fälle auf einmal übermittelt hatte.. Insgesamt haben sich in Brasilien bislang mehr als 19,6 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.

24.7.2021 • 10:37 Uhr

Tokio meldet 1128 Corona-Neuinfektionen

Einen Tag nach dem offiziellen Beginn der Olympischen Sommerspiele wurden in Tokio 1128 neue Corona-Fälle registriert. Seit einigen Wochen steigen die Infektionszahlen in der Stadt, erst am Donnerstag war mit 1979 Neuinfektionen der höchste Anstieg seit Januar verzeichnet worden.

24.7.2021 • 10:03 Uhr

Libanon: Krankenhäuser nicht für weitere Welle gewappnet

Wegen der anhaltenden Wirtschaftskrise im Libanon ist das Gesundheitssystem nach Angaben eines führenden Mediziners kaum für eine weitere Ansteckungswelle mit dem Coronavirus gewappnet. "Alle Krankenhäuser sind jetzt noch weniger vorbereitet als während der Welle zu Beginn des Jahres", sagte der Leiter des größten öffentlichen Krankenhauses des Landes, Firass Abiad. Es mangele mehr denn je an medizinischem Personal, die Medikamente würden knapp und es gebe ständig Stromausfälle. "Wir bekommen nur zwei bis drei Stunden Strom und den Rest der Zeit müssen die Generatoren laufen", sagte Abiad. Auch mangele es an Medikamenten. "An manchen Tagen fehlen Antibiotika, an anderen Tagen Betäubungsmittel", sagte Abiad. Manchmal "müssen wir die Verwandten der Patienten bitten, in anderen Krankenhäusern oder Apotheken zu versuchen nötige Medikamente zu finden".

Nachdem die Zahl der Covid-19-Fälle im Frühjahr gesunken war, steigt sie nun wieder an. Zuletzt wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums allein bei der Ankunft am Beiruter Flughafen 98 Menschen positiv getestet. Sollte sich daraus eine Welle wie zu Anfang des Jahres entwickeln, "wäre das katastrophal", sagte Abiad.

24.7.2021 • 09:58 Uhr

Olympia: Geschke nach Positivtest in Hotel-Quarantäne

Nach seinem positiven Corona-Test ist der deutsche Radprofi Simon Geschke in ein Quarantäne-Hotel in Tokio eingezogen. Wie Bernd Wolfarth, Chefmediziner des deutschen Olympia-Teams, mitteilte, muss der 35-jährige gebürtige Berliner nach den geltenden Regeln dort bis zu zehn Tage bleiben. Sein Zimmerkollege im Außenquartier, Emanuel Buchmann, war negativ getestet worden und konnte am olympischen Rennen über 234 Kilometer teilnehmen.

24.7.2021 • 09:54 Uhr

Vietnam: Hanoi im Lockdown

Die vietnamesische Hauptstadt Hanoi geht wegen eines Anstiegs der Coronavirus-Fälle in einen 15-tägigen Lockdown. Nach der Anordnug dürfen sich in der Öffentlichkeit nicht mehr als zwei Personen treffen. Nur Behörden, Krankenhäuser und systemrelevante Geschäfte dürfen öffnen. Bereits vor einigen Tagen waren alle Aktivitäten im Freien verboten worden. Zuletzt registrierte die Stadt 70 Neuinfektionen, landesweit wurde die bislang höchste Zahl mit 7295 Fällen festgestellt. Fast 5000 davon waren in der größten Metropole, Ho-Chi-Minh-Stadt. Dort gilt ein Lockdown bis zum 1. August.

Eine Verkäuferin läuft eine leere Straße entlang in Hanoi, Vietnam. | EPA

Lockdown in Hanoi: In der jüngsten Covid-Welle seit April hat Vietnam etwa 83.000 Infektionen und 335 Tote verzeichnet. Bild: EPA

24.7.2021 • 09:45 Uhr

Malaysia meldet Höchstwert der Neuinfektionen

In Malaysia wurden binnen eines Tages 15.902 neue Corona-Infektionen registriert, wie das Gesundheitsministerium des Landes mitteilte. Dies ist der höchste Wert seit Beginn der Beginn der Pandemie. Die Zahl der insgesamt nachgewiesenen Corona-Fälle stieg damit auf 996.393.

24.7.2021 • 08:40 Uhr

Tschentscher verteidigt Maskenpflicht an Schulen

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher hat die weiterhin relativ harten Corona-Auflagen an den Schulen in der Hansestadt verteidigt. "Wir wollen einen Rückfall in der Pandemie und Einschränkungen im Präsenzunterricht unbedingt vermeiden", sagte Tschentscher der Nachrichtenagentur dpa. Deshalb beginne der Unterricht nach den Sommerferien am 5. August so, wie es vor den Ferien gewesen sei: "Präsenzunterricht in allen Klassenstufen, aber mit Schnelltests, Hygienekonzepten, regelmäßigem Lüften und dem Tragen von Masken in Innenräumen." Andere Bundesländer wie Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz oder das Saarland haben ihre Maskenregelungen für Schulen bereits gelockert. In Bayern etwa gibt es gar keine Maskenpflicht mehr an den Schulen, sofern die regionale Sieben-Tage-Inzidenz unter 25 liegt.

"In geschlossen Räumen ist das Infektionsrisiko aufgrund von Aerosolen höher als im Freien", sagte Tschentscher. Hinzu komme, dass die neue Delta-Variante nach den bisherigen Erkenntnissen noch ansteckender sei. "Deswegen sind Schutzvorkehrungen wie das Tragen einer Maske in geschlossenen Räumen und überall, wo es eng wird, jetzt noch bedeutender als im vergangenen Jahr."

24.7.2021 • 08:35 Uhr

Steigende Inzidenz: KBV sieht keinen Grund zu Aufregung

Ärzte und Krankenhäuser sehen trotz steigender Corona-Infektionszahlen in Deutschland keinen Grund zu besonderer Aufregung. "Corona wird für Geimpfte ungefährlicher, das sehen wir bislang an den Zahlen in Großbritannien und auch an den bisherigen Daten aus Deutschland. Impfen ist der beste Individual-Schutz", sagte Andreas Gassen, Vorstandschef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". "Die vierte Welle darf und wird deswegen nicht zu einem vierten Lockdown führen." Benötigt würden zusätzliche Parameter als die reine Fallzahl, so Gassen. "Es braucht einen Plan, wie genau die Länder und der Bund bei steigenden Infektionszahlen unter zusätzlicher Berücksichtigung weiterer Parameter reagieren, um überhastetes und unvorbereitetes Vorgehen nach altem holzschnittartigem Muster zu verhindern."

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen | CLEMENS BILAN/POOL/EPA-EFE/Shutt

Keine Panik, aber achtsam blieben: Die Vorbereitungen für eine vierte Corona-Welle müssten vor allem in den Schulen getroffen werden, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". "Es ist niemandem mehr zu vermitteln, dass wir eineinhalb Jahre nach Corona die Schulen immer noch nicht fit haben für das neue Schuljahr." Bild: CLEMENS BILAN/POOL/EPA-EFE/Shutt

24.7.2021 • 08:31 Uhr

Verband der Kinder- und Jugendärzte kritisiert STIKO

In der Debatte um Corona-Impfungen für Kinder hat der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, die Ständige Impfkommission (STIKO) scharf kritisiert. "Ich ärgere mich über die intransparente Art, wie da im Moment gearbeitet wird. Es wird gesagt, dass man die Datenlage nicht für ausreichend hält, aber nicht warum man das so einschätzt und auch nicht, wann es denn ausreichend wäre", sagte Fischbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Faktoren wie Herdenimmunität oder soziale Auswirkungen wie eine Zunahme von Kindeswohlgefährdungen, wenn es wieder zu Einschränkungen für Kinder kommen sollte, würden von der STIKO nicht berücksichtigt. Fischbach appellierte auch an Erwachsene, sich impfen zu lassen, um Kinder zu schützen.

24.7.2021 • 08:27 Uhr

Heil: 38 Milliarden Euro für Kurzarbeitergeld

Nach Angaben von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil belaufen sich die Gesamtausgaben für das Kurzarbeitergeld in der Corona-Krise seit Anfang 2020 auf 38 Milliarden Euro. "Das ist verdammt viel Geld. Die Alternative, Massenarbeitslosigkeit, wäre aber für unser Land sehr viel teurer", sagte Heil der "Rheinischen Post". Dem Bundesarbeitsminister zufolge habe der Bund 26 Milliarden Euro an Rücklagen aus guten Arbeitsmarktzeiten gehabt und die Bundesagentur für Arbeit habe schnell und unbürokratisch geholfen. "Ich will nicht ausschließen, dass es in Einzelfällen Fehler gegeben hat. Das wird zu gegebener Zeit nach Recht und Gesetz kontrolliert werden", sagte der SPD-Politiker.

24.7.2021 • 08:24 Uhr

GEW fordert Luftfilter in allen Klassenräumen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert die Anschaffung von Luftfiltern für alle Klassenräume in Deutschland. "Wenn die Schulen krisenfest werden sollen und es nach den Sommerferien wieder regelmäßigen Präsenzunterricht geben soll, dann sind Luftfilter - neben einem Hygienekonzept inklusive regelmäßiger Tests - in allen Klassenräumen erforderlich", sagte GEW-Chefin Maike Finnern der "Rheinischen Post". Der Bund habe zwar endlich ein Förderprogramm auch für mobile Luftfilter aufgesetzt. "Die Förderung ist aber auf die Schulräume der Kinder und Jugendlichen bis zwölf Jahre beschränkt. Das reicht nicht aus, da die hohen Zahlen besonders Jugendliche und junge Erwachsene betreffen", sagte Finnern. "Jetzt müssen die Länder und Kommunen schnell reagieren und die finanziellen Ressourcen zur Verfügung stellen, damit alle Schulen flächendeckend mit Luftfiltern ausgestattet werden können."

24.7.2021 • 08:23 Uhr

Karliczek: Impfungen aus Solidarität zu Kindern

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek fordert Erwachsene auf, sich gegen Corona impfen zu lassen - auch aus Solidarität gegenüber Kindern und Jugendlichen. "Gerade jetzt, wo die Infektionszahlen wieder ansteigen, sollten sich möglichst alle Erwachsenen mit den Kindern und Jugendlichen solidarisch zeigen, indem nicht geimpfte Personen die Impfangebote wahrnehmen", sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die Solidarität der Erwachsenen wäre ein ganz wichtiger Beitrag, um nach den Sommerferien einen regulären Schulbetrieb zu ermöglichen." Karliczek argumentierte: "Für die jüngeren Kinder ist kein Impfstoff zugelassen, für die Kinder und Jugendlichen ab zwölf Jahren wird keine Impfung empfohlen. Darum: Je weniger das Virus unter den Erwachsenen zirkuliert, desto weniger kann es auch für die Jüngeren zu einer Gefahr werden. Auch Kinder und Jugendliche können schwer erkranken, und wir wissen auch noch zu wenig über Long Covid bei Kindern und Jugendlichen."

24.7.2021 • 06:55 Uhr

Mehr als 40 Millionen Fälle in Lateinamerika und Karibik

In Lateinamerika und der Karibik sind seit dem Beginn der Corona-Pandemie mehr als 40 Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Zahl der Toten stieg auf 1.353.335 Menschen, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage offizieller Daten ergab. In zahlreichen Ländern stiegen die Inzidenzen zuletzt wieder an, unter anderem durch die Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante. Weltweit wurden bisher rund 193 Millionen Menschen positiv getestet, 4.143.687 Menschen starben.

24.7.2021 • 06:40 Uhr

Weil erwartet Normalität, wenn Mehrheit geimpft ist

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sieht in der Corona-Pandemie das Impfen gegen das Virus als zentralen Schlüssel für eine Rückkehr zur Normalität. "Ein Leben in Normalität wird sich dann ergeben, wenn eine sehr große Mehrheit in der Gesellschaft vollständig geimpft ist", sagte Weil der Nachrichtenagentur dpa. Die verfügbaren Impfstoffe schlügen auf die bisher bekannten Mutationen gut an. "Ich verstehe nicht, dass gerade jetzt, in dem Moment, wo wir genug Impfstoff haben, die Bereitschaft in der Bevölkerung deutlich an Schwung verliert", sagte Weil.

"Wenn man bedenkt, dass zum Beispiel für die Kinder derzeit noch kein Impfstoff zugelassen ist, dann müssen sich vom Rest der Gesellschaft weitaus mehr Menschen als die 80 Prozent impfen lassen." Auf dieser Grundlage könnte dem Regierungschef zufolge die Gesellschaft mit Corona zu einem ähnlichen Umgang wie mit dem Influenza-Virus gelangen. Auch dieses habe man nicht ausrotten können und man werde im Zweifel auch Corona nicht ausrotten können. "Aber mit einem wirksamen Impfschutz in unserer Gesellschaft können wir damit leben", sagte Weil.

24.7.2021 • 05:49 Uhr

Rio erwartet Dominanz von Delta-Variante

Nach den ersten Todesfällen durch die Delta-Variante des Coronavirus hat die Stadtverwaltung von Rio de Janeiro vor deren weiteren Ausbreitung gewarnt. "Es wird erwartet, dass die Delta-Variante in der Stadt bald vorherrschend sein wird", sagte der Gesundheitssekretär Rios, Daniel Soranz, bei der Pressekonferenz zur Situation der Corona-Pandemie in der brasilianischen Millionenmetropole. Demnach dominiert in Rio de Janeiro noch die Variante Gamma.

Zwei Frauen begleiten einen Wagen mit einem Sarg auf einem Friedhof in Rio de Janeiro. | AP

Beerdigung auf einem Friedhof in Rio de Janeiro (Archivbild): In Rio de Janeiro wurden die ersten vier Todesfälle im Zusammenhang mit der Delta-Variante des Coronavirus registriert. Die vier außerhalb der Hauptstadt Rio Verstorbenen waren noch nicht komplett gegen das Virus geimpft gewesen. Bild: AP

24.7.2021 • 04:47 Uhr

17 neue Corona-Fälle bei Olympia

Bei den Olympischen Spielen in Tokio haben die Organisatoren 17 weitere Corona-Fälle vermeldet. Damit stieg die Zahl der positiven Tests seit Beginn der Erfassung am 1. Juli auf insgesamt 123. Wie das Organisationskomitee in dem am Samstag veröffentlichten Tagesbericht bekanntgab, gehört zu den Betroffenen eine Athletin oder ein Athlet, die oder der nicht aus Japan kommt. Tags zuvor hatte die deutsche Olympia-Mannschaft ihren ersten Corona-Fall bekanntgegeben. Der Radsportler Simon Geschke war positiv auf das Virus getestet worden.

24.7.2021 • 04:42 Uhr

Langzeitfolgen durch Schulschließungen befürchtet

Die "Wirtschaftsweise" Veronika Grimm befürchtet wegen der steigenden Infektionszahlen und einem erneut drohenden Unterrichtsausfall an den Schulen von Herbst an erhebliche wirtschaftliche Langzeitfolgen. Der Ausfall an Wirtschaftsleistung durch Bildungsverluste könnte nach Berechnungen bis zum Ende des Jahrhunderts in die Billionen gehen, sagte Grimm der Nachrichtenagentur dpa. Anhaltender Bildungsverlust sei das größte Risiko einer vierten Corona-Welle in Deutschland.

"Das Problem ist, dass man wieder keine Strategie hat, etwa durch Testen vor die Welle zu kommen", sagte Grimm. Politisch sei es vermutlich keine Option, im Falle stark steigender Infektionszahlen die Schulen ohne Einschränkungen offen zu halten - zumal ein Großteil der Schülerinnen und Schüler nicht gegen Covid-19 geimpft sei. "Das kann signifikante wirtschaftliche Auswirkungen in der langen Frist nach sich ziehen", sagte Grimm. Die Gefahr sei, dass Erfolge auf dem Arbeitsmarkt für die Betroffenen ausblieben und sich der ohnehin schon eklatante Fachkräftemangel noch einmal deutlich verstärke. Es bestehe zudem die Gefahr, dass Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern zurückfalle, in denen solche Einschränkungen nicht notwendig sind oder nicht stattfinden.

24.7.2021 • 04:35 Uhr

Robert Koch-Institut meldet 1919 Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut binnen 24 Stunden 1919 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind 311 mehr als vor einer Woche. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich um 28. Insgesamt sind hierzulande 91.580 Menschen an Covid-19 gestorben.

Die Sieben-Tage Inzidenz stieg von 13,2 auf nunmehr 13,6. Insgesamt haben sich mittlerweile 3.754.511 Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert.

24.7.2021 • 03:17 Uhr

Kritik an geringer Impfbereitschaft jüngerer Menschen

Patientenschützer werfen den jüngeren Generationen eine mangelnde Impfbereitschaft vor. "Obwohl mittlerweile Impfstoff für täglich zwei Millionen Menschen bereitsteht, werden nur 500.000 Dosen abgerufen, denn der Impffortschritt dümpelt in der jungen und mittleren Generation vor sich hin", sagte Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Es sei allerhöchste Zeit, "dass jetzt auch die Jüngeren ihre Impfsolidarität in der Pandemie unter Beweis stellen."

Immer wieder sei beklagt worden, die Jungen müssten zugunsten Älterer auf ihre Freiheit verzichten, sagte Brysch der Zeitung. Dass die Impfbereitschaft bei ihnen nun so gering sei, zeige, "dass an dem Vorwurf nichts dran war". Die über 60-Jährigen hingegen würden "mit erwartbarer fast 90-prozentiger vollständiger Impfquote ihren Teil zur Pandemiebekämpfung beitragen". Schon jetzt hätten 85 Prozent dieser Altersgruppe das Impfangebot angenommen.

24.7.2021 • 03:07 Uhr

Montgomery warnt vor steigender Inzidenz

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, warnt vor einer steigenden Corona-Inzidenz durch Reiserückkehrer. "Spanien und Italien sind beliebte Urlaubsländer vor allem bei jüngeren Menschen, die oft noch nicht zweimal geimpft sind. Der Viren-Eintrag nach Deutschland aus diesen Ländern wird durch die Reiserückkehrer ganz klar steigen", sagte Montgomery der "Rheinischen Post". Der Ärztefunktionär forderte, mit konsequenter Quarantäne für ungeimpfte Reiserückkehrer und Einhaltung der Corona-Regeln dafür zu sorgen, dass aus der vierten Welle kein "Tsunami" werde.

Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach riet zur Vorsicht. "Derzeit haben wir die Herdenimmunität noch nicht erreicht, deshalb rate ich, weiter vorsichtig zu sein", sagte Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Das bedeute auch: "Discothekenbesuche nur für Menschen, die geimpft, genesen oder getestet sind und nur mit Maske."

24.7.2021 • 02:45 Uhr

Lehrer und Ärzte fordern besseren Schutz in Schulen

Angesichts steigender Infektionszahlen vor allem bei jungen Menschen haben Lehrer- und Ärztevertreter die Bundesländer davor gewarnt, Schulöffnungen nach den Sommerferien zu gefährden. "Der Hauptfehler im letzten Sommer war, dass man im Hinblick auf die erhoffte Normalität eines vollständigen Präsenzunterrichts nicht genug getan hat für einen ausreichenden Hygieneschutz an den Schulen", sagte der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Zudem habe man sich auch nicht ausreichend auf das alternative Szenario eines wieder notwendigen Distanzunterrichts vorbereitet.

Der Lehrerverband sei besorgt, dass die Landesregierungen "aus den damaligen Fehlern nicht genug gelernt haben", sagte Meidinger. Zu wenige Klassenzimmer seien bisher mit Raumfilteranlagen nachgerüstet worden. Das Risiko einer "kompletten Durchseuchung" der weitgehend ungeimpften Kinder und Jugendlichen sei nach den Schulferien groß, warnte er. Die Schnelltests an Schulen müssten deutlich auf mindestens drei Testungen pro Woche ausgeweitet werden. Auch der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, forderte, noch in den Sommerferien die Infektionsschutzmaßnahmen für Schulen und Kitas vorzubereiten.

24.7.2021 • 02:25 Uhr

Dreyer fordert neuen Warnwert

Angesichts der wachsenden Zahl geimpfter Menschen hat sich die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer für angepasste Bewertungskriterien in der Corona-Politik ausgesprochen. "Wir schauen natürlich auch mit Sorge auf die steigenden Infektionszahlen", sagte die SPD-Politikerin der "Rheinischen Post". "Dennoch sagt die Inzidenz heute viel weniger über die Gefahr einer Erkrankung und die mögliche Belastung des Gesundheitssystems aus als noch vor einem halben Jahr, weil immer mehr Menschen geimpft werden." Die Inzidenz bleibe wichtig, aber sie sollte mit der Lage in den Krankenhäusern verknüpft werden, sagte Dreyer. Dazu zähle, wer dort eingeliefert werde und wer auf eine Intensivstation müsse. "Die Bundesländer müssen mit der Bundesregierung zu einem neuen Warnwert kommen. Wir sollten uns rasch auf eine bundeseinheitliche Regelung verständigen."

Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, äußert sich im März 2021 zum Beginn der Koalitionsverhandlungen in ihrem Bundesland. | dpa

Malu Dreyer lobte ein von der Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), vorgeschlagenes System als "sehr kluges Ampelsystem". "Genau so eine Orientierung brauchen wir bundesweit." Bild: dpa

24.7.2021 • 01:11 Uhr

USA spendeten diese Woche 22 Millionen Impfdosen

Die USA haben in dieser Woche 22 Millionen Dosen Corona-Impfstoff ins Ausland verschickt. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, erklärte, es handele sich um eine Rekordzahl für eine Woche. Die Impfstoffe seien an 23 Länder geliefert worden, darunter Pakistan, Vietnam, Guatemala, Kamerun und Marokko. Bis zum Wochenende wollten die USA rund 80 Millionen Impfdosen ins Ausland geliefert haben. Psaki betonte, die USA spendeten mehr Impfstoff als jedes andere Land.

24.7.2021 • 01:06 Uhr

Hans für Einschränkungen für Impfverweigerer

Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans hat sich dafür ausgesprochen, Impfverweigerern nicht die gleichen Freiheiten zurückzugeben wie Geimpften. "Mit Impfen zeigt man Solidarität, mit Impfverweigerung zeigt man Egoismus", sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland einem Vorabbericht zufolge. Laut dem Ministerpräsidenten sollten Impfverweigerer beispielsweise für Schnelltests zahlen oder nicht an jeder Veranstaltung teilnehmen dürfen. Es könne nicht sein, dass sich für Geimpfte nichts ändere, nur weil die Gesellschaft dauerhaft Rücksicht auf die Verweigerer nehmen müsse.

Hans betonte gleichzeitig: "Mit einer Impfpflicht kommen wir nicht weiter." Die Menschen müssten die Impfung als Schutz für die gesamte Gesellschaft begreifen. "Kinder und Jugendliche haben in der Pandemie sehr zurückstecken müssen, um Ältere zu schützen. Jetzt muss umgekehrt eine Impfschutzmauer aufgebaut werden, damit Kinder und Jugendliche nicht infiziert werden", so Hans gegenüber dem Netzwerk.

Tobias Hans (Foto: Imago/BeckerBredel)  | Imago/BeckerBredel

Der saarländische Ministerpräsident, Tobias Hans (CDU), hat sich zwar gegen eine Impfpflicht, jedoch für Einschränkungen für Impfverweigerer ausgesprochen. Bild: Imago/BeckerBredel

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 24. Juli 2021 um 09:00 Uhr.