Eine Frau in London geht an Hinweisschildern für die Corona-Impfung vorbei | EPA
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Britische Testteilnehmer ohne Impfstatus ++

Stand: 20.09.2021 21:59 Uhr

In Großbritannien kämpfen Tausende Teilnehmer an Corona-Impfstofftests für ihren Impfstatus. Die Bundesregierung hat sich gegen ein festes Datum für das Ende aller Corona-Auflagen ausgesprochen. Alle Entwicklungen vom Montag zum Nachlesen.

  • Impfstoff für Kinder ist "sicher und wirksam"
  • Über 63 Prozent aller Deutschen vollständig geimpft
  • Mehr Freiheiten in Schleswig-Holstein
  • RKI: 3736 Neuinfektionen, Inzidenz bei 71,0
  • Spahn für bundesweite 2G-Regel bei Veranstaltungen
20.9.2021 • 21:59 Uhr

Ende des Liveblogs

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20.9.2021 • 20:56 Uhr

Kein Zutritt für Ungeimpfte: Bolsonaro isst draußen

Mutmaßlich wegen seiner fehlenden Corona-Impfung hat Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro am Rande der UN-Generaldebatte in New York eine Pizza auf dem Bürgersteig gegessen. "Luxusdinner in New York" schrieb ein Mitglied der brasilianischen Delegation bei Twitter unter einem Foto, das Bolsonaro mit einem Stück Pizza im Freien zeigte. Die Restaurants in der US-Metropole dürfen in den Innenräumen nur Gäste bedienen, die mindestens eine Corona-Impfdosis erhalten haben. Bolsonaro, der wegen seines Umgangs mit der Corona-Pandemie in Brasilien stark kritisiert wird, gibt selbst an, bisher keine Corona-Impfung erhalten zu haben. Er wolle als "letzter Brasilianer" geimpft werden.

20.9.2021 • 20:45 Uhr

Mainz lässt 25.000 Fans im Stadion zu

Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 wird seine Zuschauerkapazität schon zum nächsten Heimspiel deutlich aufstocken und in weiten Teilen des Stadions nur noch Geimpfte und Genesene zulassen. Mit der sogenannten "2G-plus-Regelung" sollen beim Spiel gegen den 1. FC Union Berlin 25.000 Fans ins Stadion dürfen, teilte der Verein mit. In den Bereichen, in denen sich ausschließlich Geimpfte und Genesene befinden, sollen Regeln wie Maskenpflicht, Abstandsgebot oder die Personalisierung von Tickets entfallen. Zudem soll eine Stehplatztribüne wieder geöffnet werden. Auch für negativ Getestete gibt es ein geringes Kontingent für die Mainzer Heimspiele. Derzeit sind das maximal 1000 Tickets. In diesen Bereichen des Stadions sollen die Fans weiter im Schachbrettmuster angeordnet werden.

20.9.2021 • 19:36 Uhr

Verbände kritisieren Vorschlag zum "Freedom Day"

Die Forderung nach einem Enddatum für alle Corona-Schutzmaßnahmen ist auf breite Ablehnung gestoßen. Neben der Bundesregierung sprachen sich unter anderem der Deutsche Lehrerverband und der Berufsverband für Pflegeberufe gegen eine solche Stichtagsregelung aus. "Mit diesem sogenannten "Freedom Day" eine Art Impf-Deadline festlegen zu wollen, ist verantwortungslos", sagte die Präsidentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK), Christel Bienstein, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Sie rechnete für den Herbst mit einem weiteren Anstieg der Infektionen und erneut einer starken Belastung auf den Corona-Stationen.

Widerstand kam auch vom Deutschen Lehrerverband. "In dieser Lage alle Gesundheitsschutzmaßnahmen an Schulen einzustellen, wäre nicht nur fahrlässig und verantwortungslos", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Es würde angesichts der geringen Impfquote in dieser Alterskohorte und der hohen Infektiosität der Delta-Variante der schnellen Durchseuchung der Schulen Tür und Tor öffnen." Meidinger gab zu bedenken, dass ein großer Teil der Kinder und Jugendlichen bisher keine Möglichkeit hatte, sich impfen zu lassen. Die Schulen hätten bereits "mit einer heftigen vierten Welle mit Inzidenzen in dieser Altersgruppe von bis zu 800 zu kämpfen", sagte er.

20.9.2021 • 19:25 Uhr

Corona-Spürhunde: Hochschule zieht positives Fazit

Nach dem ersten Praxiseinsatz von Corona-Spürhunden bei einem Konzert hat die Tierärztliche Hochschule Hannover ein positives Zwischenfazit gezogen. Die Hunde hätten alle eingebauten Schweißproben erkannt, teilte die Hochschule. Bei dem Konzert wurden demnach inaktivierte positive Proben platziert. Damit sollte kontrolliert werden, ob die Tiere in der Lage sind, mit dem Coronavirus infizierte Menschen zu erkennen. Beim Konzert zugelassen waren 500 Besucherinnen und Besucher, alle mussten vorher einen Antigen-Schnelltest und einen PCR-Test machen und eine Schweißprobe für die Hunde abgeben. Ziel des Forschungsprojekts sei es, herauszufinden, ob der Einsatz der Hunde eine Option bei Großveranstaltungen sei, sagte Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler. "Es gibt weltweit Interesse an dem Projekt", so der CDU-Politiker.

20.9.2021 • 18:22 Uhr

Europa begrüßt Aufhebung von US-Einreiseverbot

Die EU und Großbritannien haben erleichtert auf die bevorstehende Lockerung der von den USA verhängten Einreiseverbote reagiert. "Dies ist ein lang erwarteter Schritt für getrennte Familien und Freunde und eine gute Nachricht für die Wirtschaft", teilte die EU-Kommission mit. EU-Industriekommissar Thierry Breton bezeichnete die Maßnahme als "logische Entscheidung angesichts des Erfolgs unserer EU-Impfkampagne". Auch Deutschland und Großbritannien begrüßten die Ankündigung der USA, den wegen der Corona-Pandemie verhängten Einreisestopp aufzuheben. "Great news - für deutsche und europäische Investitionen, unseren Export und die gesamten transatlantischen Beziehungen", schrieb Vize-Kanzler Olaf Scholz auf Twitter. Der britische Premierminister Boris Johnson äußerte sich "hocherfreut".

20.9.2021 • 18:18 Uhr

Kassierer wegen Maskenpflicht erschossen

Im Streit um das Tragen einer Corona-Maske soll ein 49-Jähriger einen Tankstellen-Kassierer in Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz) erschossen haben. Der Mann habe sich geärgert, weil der Mitarbeiter ihm kein Bier verkaufen wollte, da er keinen Mund-Nasen-Schutz getragen habe, sagte Oberstaatsanwalt Kai Fuhrmann in Idar-Oberstein. Gegen den deutschen Tatverdächtigen aus dem Kreis Birkenfeld erging Haftbefehl wegen Mordes vor dem Amtsgericht Bad Kreuznach. Der mutmaßliche Täter habe gestanden, den 20 Jahre alten Studenten mit einem gezielten Schuss in den Kopf getötet zu haben, sagte Fuhrmann. Zum Motiv habe er angegeben, dass ihn die Situation der Corona-Pandemie stark belaste. Er habe sich in die Ecke gedrängt gefühlt und «keinen anderen Ausweg gesehen», als ein Zeichen zu setzen. Das Opfer schien ihm dabei "verantwortlich für die Gesamtsituation, da es die Regeln durchgesetzt habe", sagte Fuhrmann.

20.9.2021 • 18:14 Uhr

Britische Studienteilnehmer ohne Impfstatus-Nachweis

In Großbritannien können Tausende freiwillige Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Corona-Impfstofftests des Herstellers Novavax ihren Impfstatus nicht nachweisen. Sie genießen daher keine Freiheiten etwa bei Reisen. Aktivistinnen und Aktivisten forderten in einer Petition nun Gesundheitsminister Sajid Javid zur Unterstützung auf. Die etwa 15.000 britischen Freiwilligen an Versuchen mit dem Wirkstoff seien erheblich benachteiligt, schreibt die "Novavax UK Concerned Participants Group" , wie die Nachrichtenagentur PA meldete.

Die britische Regierung teilte mit, die Tests seien äußerst wichtig für die Entwicklung der Impfstoffe gewesen. "Jede Entscheidung, dass ein Teilnehmer an einer Impfstoffstudie eine alternative Impfung erhält, sollte in Zusammenarbeit mit den Ärzten getroffen werden, die die Studie leiten." Sie sei bestrebt, die Frage zu lösen.

Das Vakzin des US-Konzerns Novavax ist bisher noch nicht zugelassen. Vor einem halben Jahr hatte das Unternehmen von positiven Studienergebnissen berichtet.

20.9.2021 • 16:40 Uhr

USA öffnen Grenzen für geimpfte Reisende

Die USA werden die wegen der Corona-Pandemie verhängten Einreiseverbote unter anderem für Europäerinnen und Europäer lockern. Vollständig geimpfte Ausländerinnen und Ausländer sollen ab "Anfang November" wieder einreisen dürfen, sagte der Corona-Koordinator des Weißen Hauses, Jeffrey Zients. Zuvor hatten mehrere US-Medien übereinstimmend über den geplanten Schritt berichtet.

20.9.2021 • 16:37 Uhr

Deutsche Seilbahnbetreiber stellen sich auf 3G-Regel ein

Die Seilbahnbetreiber stellen sich zur Wintersaison auch in Deutschland auf die sogenannten 3G-Regeln ein. Man unterstütze diese Regeln, sie garantierten einen sicheren Wintersport und die Gäste fühlten sich besser, teilte der Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte mit. Die Kontrollpflicht sei allerdings zu strikt geregelt und in der alleinigen Verantwortung der Betreiber, kritisierte der Verband. Hier müsse nachgebessert werden. "Wir freuen uns natürlich über das Versprechen der bayerischen Staatsregierung, dass es keinen Lockdown geben wird und die Seilbahnen mit 3G die Wintersaison gesichert planen können", sagte Verbandspräsident Matthias Stauch der Nachrichtenagentur dpa.

Pisteraupen warten im geschlossenen Skigebiet auf der Zugspitze auf ihren Einsatz. | dpa

Als erstes Skigebiet in Deutschland soll an der Zugspitze am 19. November der Wintersportbetrieb starten (Archivbild 2020). Bild: dpa

20.9.2021 • 16:12 Uhr

Berichte: US-Grenzöffnung für geimpfte EU-Bürger

Die USA wollen die Einreisebeschränkungen aus der Europäischen Union und Großbritannien für Geimpfte offenbar bald aufheben. Die Lockerung solle noch am Montag bekanntgeben werden, berichteten übereinstimmend die "Financial Times" ("FT"), die Website "Politico" sowie der Sender CNN. "FT" und CNN zufolge soll der Schritt im November greifen. In Washington, Brüssel und London gab es nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa zunächst keine Bestätigung für die Berichte. Die bisherigen Reisebeschränkungen besagen, dass nur US-Bürgerinnen und -Bürger sowie Inhaberinnen und Inhaber einer Green Card sowie deren Familienmitglieder in die USA einreisen dürfen, wenn sie sich in den vergangenen 14 Tagen in der EU oder Großbritannien aufgehalten haben. Alle anderen brauchen eine spezielle Erlaubnis. Der weitgehende Einreisestopp war zu Beginn der Corona-Pandemie Anfang 2020 vom damaligen US-Präsidenten Donald Trump verhängt und bisher von seinem Nachfolger Joe Biden aufrechterhalten worden.

20.9.2021 • 15:59 Uhr

Tschechien startet Corona-Auffrischimpfungen

Tschechien hat mit Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus begonnen. Die ersten Menschen erhielten ihre dritte Spritze. Voraussetzung ist, dass die letzte Impfung mehr als acht Monate zurückliegt. Das Gesundheitsministerium in Prag empfiehlt die sogenannte Booster-Impfung ausdrücklich für Menschen ab 60 Jahren, Angehörige von Risikogruppen sowie das Gesundheits- und Pflegepersonal. "Bei allen anderen liegt es an ihrem eigenen Willen", sagte Gesundheitsminister Adam Vojtech. Wer infrage kommt, erhält eine SMS-Benachrichtigung; am ersten Tag waren das knapp 8000 Krankenversicherte, bis Jahresende dürften es eine Million sein. Für die Auffrischung werden ausschließlich die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna verwendet.

20.9.2021 • 15:45 Uhr

Indien will wieder Corona-Impfstoff exportieren

Indien will von Oktober an wieder Corona-Impfstoffe exportieren. Wie Gesundheitsminister Mansukh Mandaviya ankündigte, sollen die im April ausgesetzten Impfstoff-Exporte wieder aufgenommen werden. Seinen Angaben zufolge sollen allein im Oktober 300 Millionen Impfdosen produziert werden - und eine Milliarde Impfdosen bis Jahresende. Dieser "Überschuss" solle genutzt werden, um Indiens Verpflichtungen gegenüber der Covax-Initiative zu erfüllen, sagte der Minister. Die internationale Covax-Initiative soll zu einer fairen weltweiten Verteilung von Corona-Impfstoffen beitragen, Indien war einer ihrer wichtigsten Lieferanten. Die Impfstoff-Lieferungen an ärmere Länder gerieten aber ins Stocken, weil die indische Regierung angesichts einer heftigen zweiten Corona-Welle im Land seit April keine Exportgenehmigungen mehr ausstellte.

Impfstoffproduktion in Indien | dpa

Impfstoffproduktion in Indien: Beschäftige des "Serum Institute of India" verpacken Kisten mit Ampullen ihres Corona-Impfstoffs. Das Unternehmen ist der weltweit größte Hersteller von Impfstoffen (Archivbild Januar 2021). Bild: dpa

20.9.2021 • 15:37 Uhr

Zutritt zum Vatikan nur noch mit Corona-Pass

Der Vatikan ist vom 1. Oktober an nur noch für Menschen offen, die einen gültigen Corona-Pass haben. Wie der Heilige Stuhl mitteilte, müssen alle Bewohnerinnen und Bewohner, Beschäftigte sowie Besucherinnen und Besucher des Kirchenstaats damit eine Impfung gegen Covid-19, eine Genesung oder einen negativen Test nachweisen. Der Vatikan kündigte Einlasskontrollen durch das eigene Gendarmeriekorps an. Eine Ausnahme von den neuen Regeln gilt nur für jene Zeiten, in denen Gläubige im Vatikan Messen und liturgische Feiern besuchen. Die Päpstliche Kommission für den Staat der Vatikanstadt folgte mit ihrer Verordnung einer Anweisung von Papst Franziskus, für die Sicherheit und Gesundheit der Menschen im Kirchenstaat zu sorgen.

20.9.2021 • 15:22 Uhr

Gas- und Strompreise steigen kräftig

Haushalte in Deutschland mit einer Gasheizung müssen sich auf steigende Preise einstellen. Die Verbraucherportale Check24 und Verivox warnten vor einer "größeren Gaspreiswelle" im Herbst. Dutzende Versorger haben demnach bereits ihre Preise erhöht. Die Einkaufspreise für Erdgas sind wegen der hohen Nachfrage nach der Corona-Krise und auch wegen relativ leerer Speicher stark gestiegen. Der Börsenpreis für Gas liegt auf einem Allzeithoch.

20.9.2021 • 15:13 Uhr

Johnson: Drittimpfungen haben Vorrang vor Exporten

Der britische Premierminister Boris Johnson will Auffrischungsimpfungen im eigenen Land klaren Vorrang vor dem Spenden von Impfstoffdosen an ärmere Staaten einräumen. Das sagte der Premier vor Journalisten. Bereits in dieser Woche sollten mehr als 1,5 Millionen Menschen in England eine Einladung zur dritten Impfung erhalten. Insgesamt sollen alle über 50-Jährigen, besonders gefährdete Menschen sowie Gesundheits- und Pflegepersonal eine Auffrischungsimpfung erhalten. "Ich habe mir die Fakten angeschaut, was Auffrischungsimpfungen bewirken können und ich muss sagen, dass dies unsere Priorität sein muss, und wir werden damit fortfahren", sagte Johnson. Trotzdem werde die Regierung in London ein "riesiges Bekenntnis" zur Unterstützung der restlichen Welt machen. "Wir stimmen grundsätzlich zu, dass niemand sicher ist, bevor nicht alle sicher sind", so Johnson.

20.9.2021 • 15:10 Uhr

500.000 Erstimpfungen bei Impfaktionswoche

Die Bundesregierung hat die bundesweite Aktionswoche für Impfungen gegen das Coronavirus als Erfolg gewertet. Etwas mehr als 500.000 Erstimpfungen seien "ein gutes Ergebnis", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Dies sei "viel wert", denn jede Impfung mache die Lage mit Blick auf Herbst und Winter "ein Stück sicherer". In Deutschland sind bisher 63,1 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig geimpft. 67,2 Prozent haben zumindest eine erste Impfung erhalten. Dies reicht nach Einschätzung von Experten nicht, um eine vierte Corona-Welle zu verhindern. Niemand könne mit den erreichten Impfquoten zufrieden sein, sagte Seibert. "Wir wünschen uns mehr Impfungen, ganz besonders auch bei den über 60-Jährigen." Denn dort seien vier Millionen Menschen noch ungeimpft, obwohl für sie die Delta-Variante "eine reale Gefahr" darstelle.

20.9.2021 • 14:32 Uhr

Philippinen: Erste Schulen sollen wieder öffnen

Nach mehr als anderthalb Jahren Online-Unterricht wegen der Corona-Pandemie dürfen in den Philippinen die ersten Schulen wieder öffnen. In einem von Präsident Rodrigo Duterte genehmigten Pilotversuch sollen zunächst aber nur bis zu 120 Schulen im Land eingeschränkten Präsenzunterricht anbieten, wie die Regierung in Manila mitteilte. Es gehe dabei nicht nur um Bildung, sondern auch um die "geistige Gesundheit" der Kinder und Jugendlichen und um die philippinische Wirtschaft. "Wir könnten eine ganze Generation verlieren", sagte Dutertes Sprecher Harry Roque. An dem zweimonatigen Versuch sollen den Angaben zufolge bis zu 100 öffentliche Schulen in Regionen mit geringem Infektionsrisiko teilnehmen. Auch 20 Privatschulen können mitmachen. Unterricht soll es zunächst aber nur in kleinen Klassen vom Kindergarten bis zur dritten Klasse und in der Oberstufe geben.

Eine Schülerin mit ihrem Laptop an einem Tisch in Quezon City, Philippinen. | AP

Home Schooling auf den Philippinen: Wenn sich der Unterricht in den Versuchsschulen als "sicher" und "effektiv" erweise, werde das Programm schrittweise ausgeweitet, sagte die Bildungsministerin der Philippinen, Leonor Briones. Bild: AP

20.9.2021 • 13:34 Uhr

Kein festes Datum für Ende von Corona-Auflagen

Die Bundesregierung hat Forderungen nach einem festen Datum für ein Ende aller Corona-Auflagen vorerst eine Absage erteilt. Über die Entwicklung des Infektionsgeschehens in den vergangenen Tagen könne man durchaus froh sein, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. "Aber es gibt aus heutiger Sicht nicht die Grundlage, um zu sagen, der Tag X ist der Tag, an dem alle Beschränkungen fallen." Vielmehr gebe es guten Grund, grundsätzliche Maßnahmen wie Abstand und Maskenpflicht weiter gelten zu lassen.

Seibert verwies unter anderem auf noch "deutlich zu viele" Ungeimpfte und große regionale Unterschiede bei der Impfquote in den Bundesländern. Zudem hätten Genesene, Geimpfte und Getestete schon jetzt vielfältige Möglichkeiten, wieder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

20.9.2021 • 13:22 Uhr

Verfahren gegen Landrat nach Impfung eingestellt

Die Staatsanwaltschaft im rheinland-pfälzischen Kaiserslautern hat ein Verfahren gegen den Landrat des Donnersbergkreises wegen der Verletzung der Impfpriorität während der Corona-Pandemie eingestellt. Es sei kein Impfstoff unterschlagen worden, teilte die Behörde mit.

Ins Rollen gekommen war der Fall Ende Februar. Damals teilte Landrat Rainer Guth (parteilos) laut Medienberichten mit, dass er und weitere Funktionsträger seit Januar geimpft seien. Zu diesem Zeitpunkt wurden Menschen aus der höchsten Priorisierungsgruppe laut Vorgaben der Ständigen Impfkommission geimpft. Dazu gehörten damals unter anderem über 80-Jährige sowie Menschen, die in einem engen Kontakt zu vulnerablen Gruppen standen. Soweit bekannt, gehörte Guth nicht dazu.

Einen Straftatbestand, der die Verletzung der Impfpriorität zum Gegenstand habe, gebe es allerdings nicht, erklärte die Staatsanwaltschaft. Daher sei nur Unterschlagung in Betracht gekommen. Diese setze aber voraus, dass der Impfstoff einem bestimmten Berechtigten entzogen worden wäre. Dies sei beim Landrat und den weiteren Funktionsträgern jedoch nicht der Fall.

20.9.2021 • 13:12 Uhr

BioNTech: "Impfstoff für Kinder sicher und wirksam"

Der Corona-Impfstoff von BioNTtech/Pfizer hat sich nach Angaben der beiden Unternehmen bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren als gut verträglich erwiesen und ruft eine stabile Immunantwort hervor. Die Daten der klinischen Studie sollen so bald wie möglich der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA und der US-Zulassungsbehörde FDA vorgelegt werden, wie die beiden Impfstoffhersteller mitteilten.

"Wir sind froh, dass wir vor dem Beginn der Wintersaison den Zulassungsbehörden die Daten für die Gruppe von Kindern im Schulalter vorlegen können", sagte Biontech-Chef Ugur Sahin laut Mitteilung. Anders als in der Altersgruppe über zwölf wurde den Kindern von fünf bis elf Jahren für die klinische Studie der Phase 2 (von drei) nur ein Drittel der Dosis verabreicht. Die beiden Impfungen lagen drei Wochen auseinander. Nach der zweiten Dosis hätten die jungen Probanden genauso viele Antikörper entwickelt wie Teenager und junge Erwachsene.

An der Studie nehmen den Angaben zufolge insgesamt 4500 Kinder im Alter von einem halben Jahr bis elf Jahren teil, die vorgestellten Daten zu den Fünf- bis Elfjährigen gehen auf 2268 Teilnehmer zurück. Beteiligt sind über 90 Kliniken in den USA, Finnland, Polen und Spanien.

20.9.2021 • 12:41 Uhr

Haltbarkeit von über 100 Millionen Impfdosen läuft bald ab

Ende des Jahres läuft die Haltbarkeit von mehr als 100 Millionen Corona-Impfdosen weltweit ab. Wenn sie nicht dringend umverteilt würden, werde der Impfstoff vergeudet, warnte das Datenanalyse-Unternehmen Airfinity. Mehr als 40 Prozent dieser Impfdosen seien in der EU, wie Airfinity berichtete. Bedenke man, dass die meisten Empfängerländer mindestens zwei Monate Haltbarkeit ab Einfuhr brauchen, um die Impfkampagnen durchzuführen, drohten 241 Millionen Impfdosen ungenutzt abzulaufen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf dringt seit Monaten auf eine fairere Verteilung der Impfstoffe. Je länger das Virus in Ländern mit niedriger Impfquote zirkuliere, desto größer sei die Gefahr neuer Varianten, gegen die die Impfstoffe weniger oder nicht wirkten.

20.9.2021 • 11:47 Uhr

Weil gegen Ende aller Beschränkungen

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil hat sich gegen einen "Freedom Day" mit der Aufhebung aller Corona-Maßnahmen ausgesprochen. "Es gibt nur einen Ausweg: keinen Freedom Day, sondern eine höhere Impfquote", sagte der SPD-Politiker der "Rheinischen Post". Es sei bekannt, dass in der kalten Jahreszeit die Infektionszahlen wieder steigen würden und die Patienten auf den Intensivstationen jünger würden und auch länger dort bleiben müssten. Daher brauche es in den nächsten Monaten einen wirksamen Infektionsschutz.

20.9.2021 • 11:42 Uhr

Österreich plant 3G-Regel für Seilbahn-Benutzung

In Österreich wird in der kommenden Wintersaison für die Benutzung von Seilbahnen die 3G-Regel gelten. Kontrolliert werden soll das bereits am Ticketschalter, sagte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger. Zudem müsse man in Gondeln eine FFP2-Maske tragen. Kapazitätsbeschränkungen wie im vergangenen Winter soll es nicht geben und auch auf die Abstandsregelung wird verzichtet. Après-Ski wird ebenfalls unter strengen Bedingungen, ähnlich wie für die Nachtgastronomie, möglich sein. "Wer einen sicheren, unbeschwerten Winterurlaub in Österreich genießen will, soll sich auf jeden Fall impfen lassen", sagte Köstinger.

20.9.2021 • 11:32 Uhr

Italien: Kein Impfnachweis für Gottesdienste nötig

Für Gottesdienste und Pilgerfahrten in Italien ist weiterhin kein Impfnachweis notwendig. Italiens Bischöfe haben bei ihrem jüngsten Treffen die seit rund eineinhalb Jahren geltenden Zugangsregeln nicht geändert: Es bleibt bei einem Meter Abstand, Maske und Hände-Desinfektion am Eingang der Kirche.

In vielen anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, etwa in Museen, bei Konzerten, in Innenräumen von Restaurants und vielerorts auch am Arbeitsplatz wird der sogenannte "Green Pass" verlangt. Der QR-Code auf Papier oder dem Smartphone weist nach, dass die Person geimpft oder genesen ist; auch ein negativer Corona-Test, nicht älter als 48 Stunden, reicht aus. Der EU-weit gültige Cov-Pass funktioniert auch in Italien.

Allerdings haben Italiens Bischöfe ihre Mitarbeiter unlängst noch einmal dringend gebeten, sich impfen zu lassen. Dies gelte insbesondere für jene, die viel Kontakt mit anderen Menschen haben wie etwa Priester, Pflegepersonal, pastorale Mitarbeiter, Katecheten und Bürokräfte.

20.9.2021 • 11:22 Uhr

Deutschland: 63,1 Prozent vollständig geimpft

In Deutschland sind nun 63,1 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Das entspricht 52,5 Millionen Menschen, wie aus Daten des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht. Mindestens eine erste Impfung bekommen haben fast 55,9 Millionen Menschen oder 67,2 Prozent aller Einwohner.

Minister Jens Spahn hob hervor, dass damit nun 78 Prozent der Erwachsenen in Deutschland mindestens einmal geimpft sind - voll geimpft sind laut Robert Koch-Institut (RKI) 73,8 Prozent der über 18-Jährigen. Unter den Kindern zwischen 12 und 17 Jahren sind demnach mittlerweile 39 Prozent mindestens einmal geimpft und 29,1 Prozent vollständig geimpft. "Jede einzelne Impfung hilft allen für einen sicheren Winter", schrieb Spahn auf Twitter.

20.9.2021 • 11:08 Uhr

BDI senkt Konjunkturprognose

Die deutsche Industrie hat ihre Konjunkturerwartungen für das laufende Jahr heruntergeschraubt. Trotz des kräftigen Wachstums im zweiten Quartal werde die wirtschaftliche Erholung 2021 etwas schwächer ausfallen, als noch im Juni erwartet, hieß es in dem Quartalsbericht des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). Der Verband rechnet nun mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung im Gesamtjahr um preisbereinigt (real) drei Prozent. Zuletzt war der BDI von einem Plus von 3,5 Prozent ausgegangen.

"Anlass für unsere Korrektur ist die erwartete Stagnation der privaten Konsumausgaben 2021", erläuterte BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang. Zwar hatte der Privatkonsum als wichtige Stütze der deutschen Konjunktur nach der schrittweisen Lockerung der Corona-Beschränkungen im Frühjahr an Tempo gewonnen. Das reichte jedoch nicht, um insgesamt ein Minus im ersten Halbjahr zu verhindern.

20.9.2021 • 10:34 Uhr

"Die Ärzte" sagen Tour für 2021 ab

Die Berliner Punkrock-Band "Die Ärzte" hat die noch in diesem Jahr geplanten Konzerte der "In The Ä Tonight Tour" komplett abgesagt. "Heute ist ein schwarzer Tag", hieß es dazu auf der Homepage der Band von Bela B (58), Farin Urlaub (57) und Rodrigo Gonzalez (53). Die Tour war bereits coronabedingt verschoben worden. "Seit Monaten haben unser Tourveranstalter KKT und unser Management gemeinsam mit anderen Mitgliedern der Veranstalterbranche hinter den Kulissen versucht, eine bundesweit einheitliche Regelung für Konzerte zu verhandeln", schrieb die Band zur Absage. "Das hat (so kurz vor den Wahlen) nicht funktioniert." Je nach Bundesland seien Konzerte ohne Abstand unterschiedlich geregelt. Eine "so große Tour wie die von uns geplante mit derart viel Unsicherheit der Genehmigungslage" sei so nicht möglich.

Die Band "Die Ärzte" auf der Bühne des Open-Air-Festivals in Jamel, Mecklenburg-Vorpommern (Archivbild 2016). | dpa

Abgesagte "Ärzte"-Tour 2021: Der Auftakt für die Konzerte war zuletzt für den 30. Oktober in Berlin vorgesehen. Bei der Konzertreise durch 15 Städte waren 26 Auftritte in Deutschland, der Schweiz und Österreich geplant (Archivbild 2016). Bild: dpa

20.9.2021 • 09:21 Uhr

Gastgewerbe mit Umsatzsprung im Juli

Der Umsatz im Gastgewerbe ist angesichts der zunehmenden Lockerung der Corona-Beschränkungen im Juli weiter gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, legte der Umsatz gegenüber dem Vormonat Juni kalender- und saisonbereinigt um 20,8 Prozent zu. Damit lag der Umsatz in der Gastronomie- und Beherbergungsbranche aber noch 23,5 Prozent unter dem Niveau des Februars 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland.

20.9.2021 • 08:44 Uhr

Neuseeland: Lockdown in Auckland wird gelockert

Nach einem Monat wird der strenge Lockdown in der neuseeländischen Millionenmetropole Auckland gelockert. Grund seien die sinkenden Corona-Zahlen in der größten Stadt des Landes, die als Epizentrum des jüngsten Ausbruchs der Delta-Variante in dem Pazifikstaat galt, teilte die Regierung mit. Geschäfte und Schulen dürfen ab Mittwoch zumindest teilweise wieder öffnen, kündigte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern an.. Ältere Menschen forderte sie aber auf, weitgehend zu Hause zu bleiben, wenn sie noch nicht geimpft sind.

Im Rest des Landes wurde der am 18. August nach nur einem einzigen Corona-Fall verhängte Lockdown bereits vor zwei Wochen weitgehend wieder aufgehoben, in Auckland durften die Menschen aber weiter nur in Ausnahmen ihre Häuser verlassen.

20.9.2021 • 08:36 Uhr

Mehr Buchungen bei Lufthansa

Die Lufthansa spürt auch dank der Impffortschritte mehr Nachfrage und setzt operativ auf Gewinn im Sommer. Im Ende September zu Ende gehenden Quartal dürfte das bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) ohne Restrukturierungsaufwendungen positiv ausfallen, sagte Finanzchef Remco Steenbergen in einer Telefonkonferenz mit Investoren. Im Gesamtjahr 2021 werde der operative Verlust geringer ausfallen als das Minus von 5,5 Milliarden Euro im Corona-Krisenjahr 2020.

Konzernchef Carsten Spohr bekräftigte die Prognose, dass man dieses Jahr im Schnitt 40 Prozent der Vorkrisenkapazität erreiche, allein im Schlussquartal sollen es dank anziehender Nachfrage bereits 60 Prozent sein.

Die Lufthansa hatte am Sonntagabend den Start einer 2,14 Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung noch vor der Bundestagswahl angekündigt. Mit dem Geld will sie den Staat als Miteigentümer bis Ende des Jahres weitgehend loswerden.

20.9.2021 • 08:33 Uhr

Deutlich weniger Verkehrsunfälle mit Kindern

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Verkehrsunfälle mit Kindern stark gesunken. Auf den Straßen seien so wenige Mädchen und Jungen verunglückt wie noch nie seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit.

Rund 22.500 Kinder seien bei Unfällen im Straßenverkehr zu Schaden gekommen, fast 20 Prozent weniger als 2019. Auch die Zahl der getöteten Kinder sank: von 55 im Jahr 2019 auf 48 im vergangenen Jahr. Ein Grund für den Tiefstand dürfte laut Bundesamt die zeitweilige Schließung der Schulen sowie vieler Freizeiteinrichtungen sein.

20.9.2021 • 08:28 Uhr

3G-Stichprobenkontrollen an bayerischen Universitäten

Vor dem Wintersemester setzt der bayerische Wissenschaftsminister Bernd Sibler an den Universitäten auf 3G-Stichprobenkontrollen. "Im Regelfall werden es strukturierte und engmaschige Stichproben sein", sagte der CSU-Politiker im Interview mit dem BR.

Besonders zu Beginn des Semesters werde die geltende 3G-Regel engmaschig kontrolliert. Ideal wäre es allerdings, so Sibler weiter, wenn sich möglichst viele Studierende impfen lassen würden. Man habe es an Unis jedoch mit Menschen zu tun, die ein hohes "Maß an Selbstverantwortung haben. Ich bin daher sehr, sehr optimistisch, dass wir hier mit einem guten Miteinander von engmaschigen Kontrollen, Tests und viel Vernunft hier gut umgehen werden miteinander."

20.9.2021 • 08:28 Uhr

3G-Lockerungen in Schleswig-Holstein

Auf Veranstaltungen und in allen Einrichtungen, wo nur Menschen zusammenkommen, die getestet, geimpft oder genesen sind (3G-Regel), gelten keinerlei weitere verpflichtende Corona-Schutzauflagen mehr - dazu zählt unter anderem die Maskenpflicht und auch Kapazitätsbeschränkungen für Veranstaltungen im Innenraum.

Kino- oder Konzertsäle können bei Einhaltung der 3G-Regel wieder voll ausgelastet werden. Bei Sportveranstaltungen gibt es keine Zuschauer-Obergrenzen mehr. Auch in Diskotheken darf wieder ohne Maske getanzt werden. Wer nicht vollständig geimpft ist, braucht aber ein höchstens sechs Stunden altes Testergebnis. Das Abstandsgebot von 1,5 Metern ist nur noch eine Empfehlung. Die Regelungen zur Erfassung der Kontaktdaten in Innenbereichen sind nahezu aufgehoben worden. In den Schulen wird an der Maskenpflicht jedoch bis mindestens nach den Herbstferien festgehalten. 

Hintergrund ist die seit Wochen relativ konstanten Corona-Inzidenz und die niedrige Hospitalisierungsrate. Veränderungen an den Regelungen wird es laut Regierung erst geben, wenn sich die Lage im Land weiter verbessert oder entscheidend verschlechtert.

20.9.2021 • 06:43 Uhr

Après-Ski in Wintersaison möglich

Wie Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hält auch der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung eine Corona-Wintersaison in den Bergen samt Après-Ski unter bestimmten Bedingungen für möglich. "Wir wollen wieder unbeschwert Skiurlaub machen", sagte Thomas Bareiß (CDU) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Daher ist es grundsätzlich richtig, bestimmte Veranstaltungen nur für Personengruppen zu öffnen, bei denen die Ansteckungsgefahr gering ist."

Bei einem Anstieg des Infektionsgeschehens dürfe es keine Schließungen mehr geben, gleichzeitig müssten Gäste und Gastgeber geschützt werden. "In dem Fall bleibt zu prüfen, ob ein Antigen-Schnelltest noch ausreichend ist", sagte Bareiß. "Die Impfung bleibt das A und O."

Kanzler Kurz hatte gesagt, er halte eine sichere Wintersaison inklusive Après-Ski für möglich. Falls sich die Situation weiter verschärft, würden anstatt der aktuell geltenden 3G-Regel nur noch Geimpfte Zugang zu Après-Ski-Lokalen erhalten.

20.9.2021 • 06:34 Uhr

Britischer Ex-Premier Brown wird WHO-Botschafter

Der frühere britische Premierminister Gordon Brown (70) wird Botschafter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die weltweite Gesundheitsfinanzierung. "Als langjähriger Freund von Gordon weiß ich, dass er einen scharfen Intellekt, entschlossenes Engagement und einen tiefen Gerechtigkeitssinn für seinen Botschafterposten mitbringt", erklärte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Brown freue sich laut einer Medienmitteilung auf seine Aufgabe und wolle dabei helfen, dass alle Menschen Zugang zu einem Gesundheitssystem hätten.

Der britische Ex-Premier Gordon Brown | REUTERS

Die dringendste Aufgabe sei es, die Finanzierung für die Durchimpfung der ganzen Welt gegen das Coronavirus zu ermöglichen, so der britische Ex-Premier Gordon Brown. Die ärmsten Länder müssten vor den "furchtbaren Auswirkungen von Covid-19 und anderen Krankheiten" beschützt werden. Bild: REUTERS

20.9.2021 • 04:28 Uhr

Sieben-Tage-Inzidenz steigt leicht

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist leicht gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner am Montagmorgen mit 71 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 70,5 gelegen.

Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI 3736 neue Positiv-Tests. Das sind 1775 weniger als am Montag vor einer Woche, als 5511 Neuinfektionen gemeldet wurden. 13 Menschen starben binnen 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 92.971. Insgesamt fielen in Deutschland bislang fast 4,14 Millionen Corona-Tests positiv aus.

20.9.2021 • 04:28 Uhr

Spahn erwartet Corona-Impfungen für die Jüngsten 2022

Gesundheitsminister Jens Spahn erwartet Anfang kommenden Jahres die Zulassung für einen Corona-Impfstoff für die Jüngsten. "Ich gehe davon aus, dass die Zulassung für einen Impfstoff für Kinder unter zwölf Jahren im ersten Quartal 2022 kommt", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Spahn erklärte, zwischen der Zulassung und einer Impfempfehlung durch die STIKO könne dann noch einmal Zeit vergehen. "Eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission wird auch in diesem Fall zeitlich etwas später kommen", sagte Spahn.

20.9.2021 • 03:41 Uhr

Spahn wünscht sich 2G-Regel bundesweit für Veranstalter

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich für bundesweit einheitliche Corona-Regeln für Veranstalter ausgesprochen. Es sei "mal wieder sehr verwirrend, dass jedes Bundesland seinen eigenen Weg geht", sagte Spahn den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Ideal wäre, wenn sich alle Länder auf das 2G-Modell als Option einigen."

In immer mehr Bundesländern werden derzeit 2G-Optionsmodelle für Betriebe aus den Kultur- und Dienstleistungsbranchen eingeführt. Bei 2G-Optionsmodellen können Gastronomen und Veranstalter den Zugang freiwillig auf Geimpfte und Genesene beschränken. Alle Kunden, die lediglich einen Coronatest vorweisen können, dürfen dann nicht eingelassen werden. Im Gegenzug entfallen in der Regel Masken- und Abstandsregeln.

20.9.2021 • 03:39 Uhr

Der Liveblog vom Sonntag zum Nachlesen

Einen Tag nach den Ausschreitungen bei einer Anti-Lockdown-Demo in Melbourne machen die Behörden Hoffnung auf Lockerungen - abhängig vom Impffortschritt. In Italien gibt es deutlich mehr Impfanmeldungen. Die Entwicklungen vom Sonntag zum Nachlesen.

Über dieses Thema berichtete am 20. September 2021 Deutschlandfunk um 06:00 Uhr und NDR Info um 06:50 Uhr in den Nachrichten.