Ein Fläschchen mit dem Impfstoff AstraZeneca | AFP
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Liveblog zum Coronavirus ++ AstraZeneca bezeichnet Berichte über geringe Impfstoff-Wirkung als falsch ++

Stand: 25.01.2021 22:05 Uhr

AstraZeneca hat Berichte über eine reduzierte Wirksamkeit seines Impfstoffes bei Senioren zurückgewiesen. EZB-Präsidentin Lagarde geht weiter davon aus, dass sich die Wirtschaft 2021 erholen wird.Der Liveblog zum Nachlesen.

  • EZB-Chefin Lagarde für 2021 optimistisch
  • Streit mit AstraZeneca noch nicht gelöst
  • Grüne werfen Regierung Kurzsichtigkeit in Corona-Politik vor
  • Moderna-Impfstoff wohl wirksam bei Mutationen
  • RKI: 6729 Neuinfektionen und weitere 217 Todesfälle
  • Portugal wird zum Corona-Mutationsgebiet erklärt
  • Berliner Flughafen BER rechnet erst 2025 mit Normalität
25.1.2021 • 23:00 Uhr

Ende des Liveblogs

Hiermit schließen wir den Liveblog für heute und bedanken uns für Ihr Interesse.

25.1.2021 • 22:58 Uhr

AstraZeneca weist Berichte über geringere Wirksamkeit bei Älteren zurück

AstraZeneca weist Berichte über eine bis auf acht Prozent reduzierte Wirksamkeit seines Impfstoffes bei Senioren zurück. Die Angaben seien komplett falsch. Das "Handelsblatt" hatte unter Berufung auf Kabinettskreise berichtet, das Mittel zeige bei Über-65-jährigen eine Effektivität von acht Prozent.

Die "Bild"-Zeitung berichtete unter Berufung auf Regierungskreise, dass die Wirksamkeit in dieser Gruppe unter zehn Prozent liege. Die Bundesregierung erwarte, dass der Konzern von der EU-Arzneimittelbehörde EMA daher nur eine Zulassung für Unter-65-jährige erhalten werde. Es wird davon ausgegangen, dass dieser Schritt Freitag erfolgen wird, erste Lieferungen werden dann ab dem 15. Februar erwartet. AstraZeneca bezeichnete die Berichte als "unkorrekt".

25.1.2021 • 21:47 Uhr

Merkel und Biden wollen stärker zusammenarbeiten

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat mit dem neuen US-Präsidenten Joe Biden telefoniert. Regierungssprecher Steffen Seibert teilte mit, dass die Kanzlerin und der US-Präsident sich einig gewesen seien, dass zur Bewältigung der Corona-Pandemie verstärkte internationale Anstrengungen nötig seien.  Merkel habe in diesem Zusammenhang die Rückkehr der USA in die Weltgesundheitsorganisation (WHO) begrüßt.

25.1.2021 • 21:09 Uhr

Kanzleramtschef Braun will Schuldenbremse länger aussetzen

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hat angesichts der finanziellen Belastungen infolge der Corona-Krise gefordert, die Schuldenbremse für einen längeren Zeitraum auszusetzen. "Die Schuldenbremse ist in den kommenden Jahren auch bei ansonsten strenger Ausgabendisziplin nicht einzuhalten", schreibt Braun in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt".

25.1.2021 • 21:02 Uhr

Israelischer Dienstleister: Erste Impfergebnisse sehr ermutigend

Ein israelischer Gesundheitsdienstleister bezeichnet die ersten Ergebnisse der Pfizer/BioNTech-Impfungen als "sehr ermutigend". Von etwa 128.600 Menschen, die beide Impfungen erhalten hätten, seien 20 später an Covid-19 erkrankt, teilt Maccabi unter Berufung auf eigene Experten mit. Das sind weniger als 0,02 Prozent. In Israel leben neun Millionen Menschen. Mehr als 2,6 Millionen von ihnen haben bislang eine Impfdosis erhalten und etwa 1,2 Millionen auch die zweite.

25.1.2021 • 20:58 Uhr

Biden-Regierung will regelmäßig Corona-Pressekonferenzen geben

Die Regierung von US-Präsident Joe Biden will dreimal pro Woche in Pressekonferenzen über die Corona-Pandemie informieren. Das erste Briefing finde am Mittwoch statt, kündigte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, an. Das Ziel sei, die Öffentlichkeit mit "klaren und richtigen Informationen" zu versorgen.

Die Corona-Arbeitsgruppe der Vorgängerregierung hatte in der frühen Phase der Pandemie zunächst täglich Pressekonferenzen abgehalten, die Ex-Präsident Donald Trump oft überwiegend für sich beanspruchte. In den letzten Monaten von Trumps Präsidentschaft gab es diese Corona-Briefings nur noch äußerst selten und ohne Trumps Teilnahme.

25.1.2021 • 20:35 Uhr

Lufthansa lenkt ein bei Rückzahlungen

Viele Flüge sind durch die Corona-Pandemie ausgefallen. Verbraucherschützern zufolge verschwieg die Lufthansa den Reisenden bis zuletzt den Anspruch auf Rückzahlung. Nun lenkt der Konzern offenbar ein.

25.1.2021 • 19:51 Uhr

Rekordanstieg der Neuinfektionen in Spanien übers Wochenende

In Spanien sind am Wochenende 93.822 Corona-Neuinfektionen registriert worden - so viele wie nie zuvor an einem Wochenende. Insgesamt sind damit in dem besonders stark von der Pandemie betroffenen Land jetzt fast 2,6 Millionen Ansteckungen gemeldet, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Insgesamt in Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind demnach 56.208 Menschen.

25.1.2021 • 18:53 Uhr

EZB-Chefin Lagarde geht von Erholung der Wirtschaft aus

Das Jahr 2021 wird aus Sicht von EZB-Präsidentin Christine Lagarde trotz neuer Eindämmungsmaßnahmen und Unsicherheiten bei den Impfungen immer noch das Jahr der Erholung sein. "Die Fahrt scheint sich ein wenig zu verzögern sollte aber nicht entgleisen", sagte Lagarde auf dem digitalen Davos-Forum. Die jüngsten Daten zur Euro-Zone legten allerdings nahe, dass die Wirtschaft im vierten Quartal geschrumpft sei. Das werde Auswirkungen auf das erste Quartal 2021 haben. Dies bedeute, dass die Fiskalpolitik immer noch eine dominante Rolle spielen und sehr aktiv sein müsse, sagte Lagarde.

Und die Geldpolitik müsse weiterhin dafür sorgen, dass die Finanzierungsbedingungen günstig bleiben. Das sei die erste Phase. Wenn dann die zweite Phase erreicht sei und sich die Wirtschaft wieder öffne, dann änderten sich auch die Herausforderungen. "Das wird sehr wahrscheinlich eine neue Ökonomie sein." Sowohl die Finanzpolitik als auch die Geldpolitik müssten aber nach wie vor Kurs halten und ihre Hilfen fortsetzen, sagte Lagarde.

25.1.2021 • 18:50 Uhr

UN-Chef Guterres mahnt zu Eile bei Impfungen

UN-Generalsekretär António Guterres hat zur Eile bei der weltweiten Verteilung von Corona-Impfstoffen aufgerufen. "Wenn die Industrieländer glauben, dass sie in Sicherheit sind, wenn sie ihre eigenen Leute impfen und dabei die Entwicklungsländer vernachlässigen, liegen sie falsch", sagte Guterres in einer Videorede beim Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums (WEF). "Es besteht jetzt die klare, reale Gefahr von Mutationen, die das Virus übertragbarer oder tödlicher oder resistenter gegen vorhandene Impfstoffe machen. Wir müssen schnell handeln."

Die weltweiten Produktionskapazitäten der Mittel zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie müssten massiv ausgebaut werden und Lizenzen zur Verfügung gestellt werden, forderte Guterres weiter. Zudem müsse sichergestellt werden, dass die Impfstoffe auch in ärmeren Teilen der Erde erschwinglich sind.

25.1.2021 • 18:47 Uhr

Simbabwe schickt 90 Prozent aller Beamten nach Hause

Simbabwe hat wegen massiv steigender Corona-Fallzahlen den öffentlichen Dienst nahezu stillgelegt. Sonst überlaufene Amtsstuben waren heute verwaist, nachdem die Regierung zur Vermeidung einer weiteren Virusausbreitung 90 Prozent der Beamten nach Hause geschickt hatte. Anzutreffen waren nur Behördenvertreter, die sich um Notfälle wie Anordnungen von Bestattungen kümmerten.

Simbabwe verzeichnete zunächst niedrige Corona-Fallzahlen. Seit kurzem steigt die Zahl bestätigter Neuinfektionen und Todesfälle aber stark. Waren Anfang Dezember noch 10.000 Fälle und 277 Tote registriert worden, waren es am vergangenen Sonntag schon 31320 Infektionen. 1005 Menschen starben in Verbindung mit dem Virus.

25.1.2021 • 18:03 Uhr

Gut ein Zehntel der Briten einmal geimpft

Fast zehn Prozent der britischen Bevölkerung - knapp 6,6 Millionen Menschen - haben nach Regierungsangaben die erste von zwei benötigten Impfungen erhalten. Die Zahl der Neuinfektionen stieg um 22.195 und damit weniger stark als am Vortag mit 30.004. Es wurden 592 weitere Todesfälle verzeichnet (Vortag 610).

25.1.2021 • 17:53 Uhr

Noch keine Lösung im Streit der EU mit AstraZeneca

Im Streit um die angekündigten Lieferverzögerungen beim Corona-Impfstoff des Pharmakonzerns AstraZeneca ist noch keine Lösung in Sicht. Die Antworten des Unternehmens in einer Sitzung mit der EU-Kommission und den EU-Staaten seien nicht befriedigend gewesen, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides in Brüssel. Deshalb sei für den Abend ein weiteres Treffen angesetzt worden. Die EU wolle, dass die bestellten und vorfinanzierten Impfstoff-Dosen so bald wie möglich ausgeliefert werden. "Wir möchten, dass unser Vertrag vollständig erfüllt wird."

AstraZeneca hatte am Freitag angekündigt, dass nach der für diese Woche erwarteten Zulassung zunächst weniger Impfstoff als vereinbart an die EU geliefert werde. Statt 80 Millionen Impfstoffdosen sollten es nach EU-Angaben bis Ende März nur 31 Millionen sein. Zur Begründung hieß es, es gebe Probleme in der europäischen Lieferkette. Eine Zulassung des Impfstoffs in der EU könnte noch in dieser Woche erfolgen.

25.1.2021 • 17:48 Uhr

Fruchthandelsverband warnt vor leeren Regalen

In der Krise essen die Deutschen mehr Obst und Gemüse - doch die Ware stammt größtenteils aus dem Ausland. Wegen der verschärften Einreisebedingungen sieht der Deutsche Fruchthandelsverband nun die Versorgung in Gefahr.

25.1.2021 • 17:21 Uhr

Berliner Flughafen rechnet erst ab 2025 mit Vor-Corona-Niveau

Der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) rechnet erst im Jahr 2025 wieder mit einer Erholung des Flugverkehrs auf dem Niveau vor der Corona-Krise. Im Schnitt seien am BER in den ersten Januarwochen täglich rund 7500 Fluggäste abgefertigt worden und damit nur etwa zehn Prozent des Vorjahresniveaus, teilte die Flughafengesellschaft mit. In diesem Jahr rechnet das Unternehmen mit rund 10,7 Millionen Passagieren, das wäre nur ein Drittel des Aufkommens des Jahres 2019, bevor die Corona-Pandemie zu Reisebeschränkungen zwang.

Mitarbeiter einer Fluggesellschaft stehen am Frankfurter Flughafen vor leeren Abflugschaltern. | dpa

Ob in Berlin oder wie hier am größten deutschen Flughafen in Frankfurt: Die Corona-Pandemie sorgt überall für leere Abflughallen. Bild: dpa

Im besten Fall wäre es 2023 möglich, im schlechtesten Fall im Jahr 2027, wieder Vorkrisenniveau zu erreichen, teilte die Flughafengesellschaft weiter mit. Die Entwicklung hänge entscheidend davon ab, wie sich die Impfungen entwickelten, wann Beschränkungen gelockert würden und wie schnell sich die Wirtschaft erhole. Die Geschäftsführung geht nun den Angaben zufolge von einem "mittleren Szenario" aus - damit wäre 2025 wieder Vorkrisenniveau erreicht.

25.1.2021 • 16:55 Uhr

Grüne werfen Bundesregierung kurzsichtige Corona-Politik vor

Die Grünen haben der Bundesregierung Kurzsichtigkeit in ihrer Corona-Politik vorgeworfen. In Situationen, in denen sie vorausschauend hätte handeln müssen, sei sie "immer wieder auf Sicht gefahren", sagte Parteichefin Annalena Baerbock. Dies dürfe so nicht weiter gehen. Die Bundesregierung warte ab, statt pragmatische Schritte zu gehen. So warf Baerbock Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Zögerlichkeit bei der Zulassung von Schnelltests zur Selbstanwendung vor. Hier habe es eine rapide Entwicklung gegeben, Spahn habe aber "mal Hü, mal Hott gesagt", kritisierte Baerbock.

Österreich habe bereits fünf Millionen solcher Schnelltests für die Schulen zugelassen. Es gebe bereits zwei Produkte, deren Zulassung die Hersteller auch in Deutschland beantragt hätten. "Weitere Hersteller stehen jetzt in den Startlöchern", so Baerbock. Demgegenüber sagte Spahns Sprecher Hanno Kautz, es gebe bislang keine solchen Tests, die für eine entsprechende Verordnung infrage kämen. Die Tests zur Selbstabwendung seien "eine perspektivische Sache". Sie müssten zertifiziert und aussagekräftig sein.

25.1.2021 • 16:27 Uhr

Laschet: Nicht die Zeit für Öffnungsdiskussionen

Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet hat Diskussionen über eine Lockerung des coronabedingten Lockdowns in Deutschland eine klare Absage erteilt. "Derzeit ist für Öffnungsdiskussionen kein Raum", sagte er nach den ersten Online-Sitzungen der neu gewählten CDU-Führungsgremien.

Kanzleramtschef Helge Braun und die Chefs der Staatskanzleien entwickelten zwar bereits "Strategien ohne Datum über den Tag hinaus, wie man dann wieder zurückkehren kann". Aber ein Datum sei derzeit nicht zu nennen. Die Schwierigkeit bestehe darin, dass man nichts über das mutierte Virus wisse. "Sie können mir glauben: Sobald ich einen Anlass sehe, dass wir öffnen können, werde ich das sagen. Heute ist das nicht der Fall."

25.1.2021 • 16:10 Uhr

Großbritannien: Arbeiter sterben am häufigsten an Covid-19

Männer in gering qualifizierten Berufen oder in Dienstleistungsbereichen haben ein höheres Risiko, an Covid-19 zu sterben. Das ist das Ergebnis einer Auswertung von Covid-19-Todesfällen in England und Wales, die das britische Statistikamt ONS veröffentlichte. Dazu zählen etwa Arbeiter in der Verarbeitenden Industrie, Sicherheitskräfte, Köche und Taxifahrer. So würden etwa unter den in die Analyse einbezogenen Fabrikarbeitern im Schnitt 143,2 von 100.000 Männern im Alter zwischen 20 und 64 Jahren sterben. Über alle Berufe liege die Quote hingegen bei 31,4.

Insgesamt handelt es sich bei zwei Drittel der Corona-Toten in dieser Altersgruppe um Männer. Bei den Frauen wiesen Fließbandarbeiterinnen und Näherinnen sowie Pflegekräfte die höchsten Todesraten auf.

Die Statistiker untersuchten den Beruf von 7961 Menschen, die zwischen dem 9. März und dem 28. Dezember 2020 mit oder an Covid-19 starben. Demnach liegt die Sterblichkeit bei Berufsgruppen, in denen Menschen in unmittelbarer Nähe zueinander arbeiten und regelmäßig dem Virus ausgesetzt sind, im Vergleich zum Rest der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter höher.

25.1.2021 • 16:04 Uhr

Portugal wird zum Corona-Mutationsgebiet erklärt

Die Bundesregierung hat Portugal ab Mittwoch als Corona-Risikogebiet mit besonders gefährlichen Virusmutationen eingestuft. Das teilte das Robert Koch-Institut mit. Bisher gehören nur Großbritannien, Irland, Brasilien und Südafrika in diese höchste Risiko-Kategorie. Portugal gilt dagegen noch als "Hochinzidenzgebiet", der mittleren von drei Risikostufen.

Für Reisende aus Portugal ändert sich durch die neue Einstufung kaum etwas. Wie bisher, müssen sie einen negativen Corona-Test vorweisen können, wenn sie nach Deutschland einreisen. Anschließend müssen sie für zehn Tage in Quarantäne, von der sie sich nach fünf Tagen mit einem weiteren Test befreien können. Bei Einreise aus den Mutations-Gebieten ist es aber noch schwerer, sich von der Quarantäne ganz befreien zu lassen.

25.1.2021 • 15:45 Uhr

Straßenzeitungen fordern Hotelöffnungen für Obdachlose

13 soziale Straßenzeitungen in ganz Deutschland fordern die Öffnung der zurzeit weitgehend leerstehenden Hotels für Obdachlose. Eine entsprechende Petition an die Ministerpräsidenten und Oberbürgermeister hatten bis heute Mittag mehr als 1700 Personen unterzeichnet, teilten die Straßenzeitungen mit. In großen und kleinen Städten sei die Verelendung obdachloser Menschen "so sichtbar geworden wie nie zuvor", hieß es. Essensausgabestellen, Tagesaufenthaltsstätten, Arztpraxen und viele Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe hätten ihr Angebot reduziert.

Das Luxushotel "The Lucerne" in New Yorks Upper West Side lässt Obdachlose in seinen Zimmern schlafen. | REUTERS

In New York längst Realität: Das Luxushotel "The Lucerne" in der Upper West Side lässt Obdachlose in seinen Zimmern schlafen. Dies solle nun auch in Deutschland praktiziert werden, fordern 13 soziale Straßenzeitungen in einer gemeinsamen Petition. Bild: REUTERS

An Räumen mangele es nicht, Wohnungslose könnten sofort in Hotelzimmern untergebracht werden. In Hamburg, Hannover oder London gebe es mit dieser Lösung bereits gute Erfahrungen, erklärte Bastian Pütter, Redaktionsleiter des Straßenmagazins "bodo" aus dem Ruhrgebiet. So können in Hannover rund 35 Obdachlose mit Hilfe von Großspenden bis Ende März im Hotel übernachten und so durch den Corona-Winter kommen. Stiftungen und Privatleute hatten dafür bereits bis Anfang Dezember insgesamt rund 150.000 Euro bereitgestellt.

25.1.2021 • 15:38 Uhr

Schleswig-Holstein verschärft Maskenpflicht in Gottesdiensten

In Gottesdiensten und religiösen Veranstaltungen müssen in Schleswig-Holstein von heute an medizinische Masken getragen werden. Einfache Mund-Nasen-Bedeckungen sind nicht mehr ausreichend. Bei Veranstaltungen mit mehr als zehn Teilnehmern müssen künftig auch die zuständigen Gesundheitsämter informiert werden.

25.1.2021 • 15:14 Uhr

Spahn fordert Pflicht zur EU-Ausfuhrgenehmigung für Impfstoffe

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fordert eine Regelung auf EU-Ebene, wonach Hersteller von Corona-Impfstoffen ihre Lieferungen in andere Weltregionen genehmigen lassen müssten. "Eine entsprechende Pflicht zur Genehmigung von Impfstoff-Exporten auf EU-Ebene macht Sinn", erklärte er. "Wir müssen als EU wissen können, ob und welche Impfstoffe aus der EU ausgeführt werden. Nur so können wir nachvollziehen, ob unsere EU-Verträge mit den Herstellern fair bedient werden."

Zuletzt hatte es Unmut über mehrere Impfstoffhersteller gegeben, die ihre ursprünglichen Lieferzusagen an die EU veränderten. So teilte am Freitag der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca mit, er werde der EU zunächst weniger Corona-Impfdosen liefern als vorgesehen. Grund seien Probleme in "einem Werk in unserer europäischen Lieferkette".

Eine Woche zuvor hatte Pfizer über Lieferverzögerungen des BioNTech-Impfstoffs wegen Umbaumaßnahmen in einem belgischen Werk informiert.

25.1.2021 • 15:10 Uhr

Moderna-Vakzin schützt wohl vor Mutationen

Der US-Biotechkonzern Moderna geht davon aus, dass sein Covid-19-Impfstoff auch gegen die ansteckendere britische und südafrikanische Variante des Coronavirus schützt. Das Vakzin erzeuge virusneutralisierende Antikörper auch gegen die beiden neuen Varianten, teilte Moderna mit.

Gleichwohl wolle Moderna sicherheitshalber ein klinisches Programm starten, um die Immunität gegen neu auftretende Varianten zu stärken, hieß es. So soll vor allem speziell gegen die südafrikanische Variante ein verstärkter Impfstoff entwickelt werden.

25.1.2021 • 14:48 Uhr

ILO zu Auswirkungen auf Arbeitsmarkt

Die Corona-Pandemie hat auf dem weltweiten Arbeitsmarkt größere Verwüstungen angerichtet als die Finanzkrise 2009. Die Einschränkungen für Unternehmen und des öffentlichen Lebens hätten die Zahl der weltweit geleisteten Arbeitsstunden im vergangenen Jahr um 8,8 Prozent sinken lassen, hieß es in einem Bericht der UN-Arbeitsorganisation ILO. Dies sei viermal so viel wie bei der Finanzkrise 2009 und entspreche 255 Millionen Vollzeitstellen.

Der Rückgang habe sich zu etwa gleichen Teilen in verringerten Arbeitszeiten und in Arbeitsplatzverlusten niedergeschlagen, sagte ILO-Generaldirektor Guy Ryder.

Das Coronavirus habe die schlimmste Krise in der Arbeitswelt seit der Weltwirtschaftskrise 1929 nach sich gezogen. Das bedeute Einkommensverluste in Höhe von 3,7 Billionen Dollar (gut drei Billionen Euro). Die ILO rechnete damit, dass die Arbeitslosigkeit in der zweiten Jahreshälfte wieder zurückgeht.

Aushänge am Fenster einer Arbeitsvermittlungsstelle in Madrid  | dpa

Eine Arbeitsvermittlungsstelle in Madrid Bild: dpa

25.1.2021 • 14:11 Uhr

DIHK: Finanzlage von Firmen bleibt angespannt

Die Finanzlage von Unternehmen hat sich in den vergangenen Monaten trotz staatlicher Corona-Hilfen nicht gebessert. Mehr als ein Viertel der Firmen berichten in einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) von einem Rückgang ihres Eigenkapitals. Jeder fünfte Betrieb habe mit Liquiditätsengpässen zu kämpfen, heißt es in einem Überblick zu der Umfrage unter mehr als 18.000 Unternehmen aus allen Branchen, der Reuters vorlag und morgen veröffentlicht werden soll.

Laut der Umfrage sind fünf Prozent der Betriebe von einer Insolvenz bedroht und damit weniger als zuletzt. Die Unterschiede zwischen den Branchen sind aber riesig. 33 Prozent der kreativen und künstlerischen Betriebe geben an, von der Pleite bedroht zu sein. Bei Reisevermittlern sind es 30 Prozent, bei Taxibetrieben 27 Prozent, in der Gastronomie 20 Prozent.

25.1.2021 • 13:44 Uhr

MSD und Pasteur-Institut stoppen Impfstoff-Entwicklung

Der Pharmakonzern MSD und das französische Pasteur-Institut stoppen ihr Projekt für einen gemeinsamen Corona-Impfstoff. Erste Tests hätten eine zu geringe Wirksamkeit ergeben, erklärte das Pasteur-Institut in Paris. Das Mittel sollte auf der Basis eines Impfstoffs gegen Röteln entwickelt werden.

25.1.2021 • 13:42 Uhr

Xi fordert bessere Zusammenarbeit

Chinas Präsident Xi Jinping fordert angesichts der Corona-Pandemie den Abbau von Barrieren für Handel, Investitionen und technologischen Austausch. Es bedürfe einer verbesserten wirtschaftlichen Zusammenarbeit, sagte der Staatschef beim virtuellen Treffen des Weltwirtschaftsforums, das normalerweise im schweizerischen Davos ausgetragen wird. Die globale Erholung von der Corona-Pandemie sei noch "ziemlich wackelig", die Aussichten unsicher.

25.1.2021 • 13:40 Uhr

Macron: Europa auf Weg zu besserer Kontrolle der Pandemie

Der französische Präsident Emmanuel Macron sieht in Europa Fortschritte im Kampf gegen das Coronavirus. Überall in Europa werde es in den kommenden Wochen Bewegung bei der Anpassung der Strategie geben, um die Pandemie besser zu kontrollieren, sagte Macron auf dem Investitionsgipfel "Choose France". Die französische Regierung denkt derzeit über einen dritten Lockdown zur Virus-Eindämmung nach. Dies könnte auch Thema einer Kabinettssitzung am Mittwoch sein.

25.1.2021 • 13:22 Uhr

China baut Riesen-Quarantänezentrum nach Ausbruch

Einem neuen Corona-Ausbruch im Norden Chinas versucht die Führung mit der Errichtung eines riesigen Quarantänezentrums Herr zu werden. Satellitenbilder der Europäischen Weltraumorganisation belegten die dramatischen Veränderungen in den vergangenen zehn Tagen auf einstigem Flachland im Bezirk Zhengding in der Provinz Hebei seit Beginn der Bauarbeiten am 13. Januar. Reihen von Fertighäusern sind zu sehen.

Wie die Parteizeitung "Renmin Ribao" berichtete, waren bis zum 19. Januar bereits mehr als 600 Zimmer in der Anlage bezugsfertig. 3600 weitere sollen hinzukommen. Aus dem ganzen Land wurden laut Staatsmedien Bauarbeiter und Material geschickt, um den Bau des Zentrums zu bewerkstelligen. Dort sollen Menschen isoliert werden, die Kontakt mit Covid-19-Patienten hatten. Vorgeschrieben ist ein Zimmer pro Person, das 18 Quadratmeter groß, mit Bettzeug, einem Tisch, einer Klimaanlage, einem Fernseher und W-Lan ausgestattet sei, meldete die amtliche Nachrichtenagentur China News Service.

Zhengding ist ein Randgebiet im Norden von Shijiazhuang, eine Stadt mit mehr als zehn Millionen Einwohnern, in der es einen Corona-Ausbruch gab. In der Stadt Wuhan, wo das Coronavirus erstmals entdeckt wurde, hatte die Verwaltung im vergangenen Jahr binnen Tagen zwei Krankenhäuser für die Behandlung von infizierten Patienten bauen lassen. Inzwischen hat die Volksrepublik die Ausbreitung des Virus im Land weitgehend unter Kontrolle gebracht, kämpft aber gerade im frostigen Norden mit Ausbrüchen. Am Montag meldete die nationale Gesundheitskommission 145 neue Fälle in den vorangegangenen 24 Stunden.

Eine Kombination von Satellitenbildern, vom Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union Copernicus, zeigt den Aufbau eines Quarantänelagers, in Shijiazhuang in der chinesischen Provinz Hebei. | dpa

Eine Kombination von Satellitenbildern, vom Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union Copernicus, zeigt den Aufbau eines Quarantänelagers, in Shijiazhuang in der chinesischen Provinz Hebei. Bild: dpa

25.1.2021 • 13:20 Uhr

Von der Leyen telefoniert mit AstraZeneca-Chef

Die EU-Kommission fordert vom Hersteller AstraZeneca die Lieferung der vertraglich vereinbarten Mengen an Corona-Impfstoff ohne Abstriche und ohne Verzug. Dies habe Präsidentin Ursula von der Leyen in einem Telefonat mit Firmenchef Pascal Soriot bekräftigt, erklärte die Kommission in Brüssel.

Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides habe zudem in einem Brief Klarstellungen von dem Pharmakonzern gefordert und an Vertragspflichten erinnert. Der britisch-schwedische Konzern hatte am Freitag mitgeteilt, nach der für diese Woche erwarteten Zulassung zunächst weniger Impfstoff als geplant an die EU liefern zu wollen. Statt 80 Millionen Impfstoffdosen sollen bis Ende März nur 31 Millionen eingeplant sein. Die EU-Kommission ist darüber verärgert und forderte bei einer internen Sitzung Erklärungen von AstraZeneca.

25.1.2021 • 13:17 Uhr

EU empfiehlt Tests und Quarantäne nach Aufenthalt in Hochrisikozonen

Reisende aus Corona-Hochrisikogebieten innerhalb der EU sollten nach Ansicht der Europäischen Kommission vor Abreise immer einen Test machen und sich bei Ankunft in Quarantäne begeben müssen. "Das ist notwendig, um unsere Bürger zu schützen und das Funktionieren des Binnenmarktes zu gewährleisten", sagte EU-Justizkommissar Didier Reynders in Brüssel. Demnach sollten die Mitgliedstaaten keinen Unterschied zwischen grenzüberschreitendem und inländischem Reiseverkehr machen.

Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten sich am Donnerstag auf striktere Reise-Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie verständigt. Von nicht unbedingt notwendigen Reisen sollte demnach nachdrücklich abgeraten werden, die Grenzen aber grundsätzlich für Grenzpendler und den Warenverkehr offen bleiben. Der Gipfel beauftragte die Kommission damit, einen Vorschlag zu erarbeiten, wie dies umgesetzt werden kann.

25.1.2021 • 13:04 Uhr

Steinmeier: DRK leistet in der Pandemie "Unverzichtbares"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) zum 100. Geburtstag gratuliert. Aus dem DRK sei "ein nicht mehr wegzudenkendes Netzwerk der Hilfe und Unterstützung geworden, das in Deutschland und der Welt aktiv ist", sagte Steinmeier in Berlin. "Wann immer Erdbeben, Naturkatastrophen, Seuchen oder Kriege Menschen auf diesem Globus heimsuchen - das Deutsche Rote Kreuz ist zur Stelle."

In der Bekämpfung der Corona-Pandemie leiste das DRK Unverzichtbares: mit ärztlichen Notdiensten, in der Pflege von älteren und gefährdeten Menschen und beim Betrieb von Impfzentren. "Das auf weißem Grund stehende rote Kreuz ist ein Symbol der Hilfe, der Menschlichkeit und der Hoffnung", erkannte der Bundespräsident an. Vor 100 Jahren wurde das Deutsche Rote Kreuz als Dachverband der seit mehr als 150 Jahren bestehenden Rotkreuzgesellschaften in Deutschland gegründet. Diese waren Mitte des 19. Jahrhunderts aus den Schrecken des Krieges durch private Initiativen entstanden.

25.1.2021 • 12:56 Uhr

Über eine Million Menschen in Israel bereits doppelt geimpft

Mehr als eine Million Menschen in Israel hat die beiden nötigen Impfungen gegen das Coronavirus erhalten. Dies teilte Gesundheitsminister Juli Edelstein am Montag bei Twitter mit. Die erste Dosis bekamen demnach bislang rund 2,6 Millionen Menschen verabreicht.

In Israel leben etwas mehr als neun Millionen Menschen. Deutschland hat etwa neun Mal so viele Einwohner. Doppelt gegen das Coronavirus geimpft wurden hier bislang knapp 230.000 Menschen. Dem Unternehmen Pfizer zufolge beträgt der Impfschutz eine Woche nach der zweiten Impfung 95 Prozent. Israel steckt in einer dritten Corona-Welle mit hohen Infektionszahlen. Mit 68 wurden am Montag so viele Tote binnen 24 Stunden vermeldet wie nie zuvor seit Beginn der Pandemie. Das Gesundheitssystem ist nahe der Belastungsgrenze, die Zahl der Schwerkranken liegt sehr hoch. In dem Land infizierten sich bislang offiziell mehr als 600.000 Menschen mit dem Virus.

Um das Einschleppen weiterer Virus-Mutanten zu verhindern, soll parallel zum geltenden Lockdown der Flughafen Ben Gurion bis Monatsende weitgehend geschlossen werden. Die Schließung sollte in der Nacht auf Dienstag beginnen. Über ihn wird nahezu der gesamte internationale Luftverkehr des Landes abgewickelt.

25.1.2021 • 12:55 Uhr

Gesundheitsministerium erwartet AstraZeneca-Zulassung am Freitag

Die europäische Zulassung des Impfstoffs von AstraZeneca wird laut Gesundheitsministerium in dieser Woche erwartet. Man rechne für Freitag damit, sagt ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Dann würden mehrere Millionen Dosen zusätzlich zur Verfügung stehen. Allerdings stehen wegen Produktionsproblemen zunächst weniger als erwartet zur Verfügung. Wieviel fehle, sei derzeit unklar, sagt der Sprecher.

25.1.2021 • 12:21 Uhr

Regierung: "Sind auf gutem Weg"

Angesichts der sinkenden Zahl an neuen Positiv-Tests spricht Regierungssprecher Steffen Seibert von einer erfreulichen Entwicklung. "Wir sind auf einem guten Weg. Wir müssen ihn unbedingt fortsetzen", sagt er. Den Weg jetzt zu verlassen, wäre angesichts von Mutationen des Virus falsch. Die Zahlen müssten daher jetzt weiter gedrückt werden.

Regierungssprecher Steffen Seibert | ANDREAS GORA/POOL/EPA-EFE/Shutte

Den Weg jetzt zu verlassen, wäre angesichts von Mutationen des Virus falsch, sagt Regierungssprecher Steffen Seibert. Bild: ANDREAS GORA/POOL/EPA-EFE/Shutte

25.1.2021 • 12:05 Uhr

Hotline für Freiwillige für Hilfseinsätze gestartet

Die Bundesregierung hat Länder und Kommunen aufgerufen, einen Bedarf für Hilfseinsätze in Alten- und Pflegeheimen zu melden. Dies sei Voraussetzung dafür, dass Freiwillige zielgenau eingesetzt werden können, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Zur Unterstützung sollen Freiwillige eingesetzt werden, "deren Interessenbekundungen von der Bundesagentur für Arbeit in einem den Vorgaben des Datenschutzes entsprechenden Verfahren an die Städte, Gemeinden und Landkreise vermittelt werden".

Die Bundesregierung hat dazu eine Hotline eingerichtet, über die sich Freiwillige für die Testung von Besucherinnen und Besuchern, Personal sowie Dienstleistern melden können. Die Hotline ist unter 0800-455 55 32 erreichbar und von montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr besetzt. Die Bundesagentur hat zudem eine Informationsseite eingerichtet. Die Schulung der Freiwilligen wird vor Ort vom Deutschen Roten Kreuz übernommen. Die Anstellung erfolgt bei den jeweiligen bedarfsmeldenden Einrichtungen.

25.1.2021 • 11:50 Uhr

Gesundheitsministerium will Kauf von Heimtests ermöglichen

In der Corona-Krise sollen die Bürger bald Zugang zu Heimtests bekommen. Das Bundesgesundheitsministerium plant eine Änderung der "Medizinprodukte-Abgabeverordnung", wonach Antigen-Schnelltests zur Eigenanwendung künftig privat erworben werden können. Der Entwurf zur Änderung der Verordnung liegt der Nachrichtenagentur dpa vor. Zuerst hatten die "Rheinische Post" und das Nachrichtenportal "The Pioneer" darüber berichtet. Im Moment dürfen Schnelltests nur an Ärzte, medizinische oder Pflegeeinrichtungen abgegeben werden, auch Bildungseinrichtungen gehören seit Dezember zu den möglichen Empfängern.

Perspektivisch würden auch Tests zur Eigenanwendung durch Laien eine entscheidende Rolle bei der Eindämmung der Pandemie spielen, heißt es in dem Entwurf nun. "Solche Tests sind ein wichtiger Beitrag zur Optimierung der Teststrategie in Deutschland." Auch wenn es bisher keine CE-zertifizierten Tests zur Eigenanwendung auf dem Markt gebe, solle durch die Aufhebung der Abgabebeschränkung ein Anreiz geschaffen werden, heißt es weiter.

Mit dem CE-Zeichen dokumentieren Hersteller, dass ihr Produkt EU-Richtlinien erfüllt, zum Beispiel an die Sicherheit. In dem Entwurf wird darauf hingewiesen, dass Tests zur Eigenanwendung "hinsichtlich Sicherheit und Leistungsfähigkeit ausreichend gebrauchstauglich zur Eigenanwendung durch Laien" sein müssten und die Ergebnisqualität unter diesen Anwendungsbedingungen sichergestellt sein müsse. Bei bisherigen Antigen-Schnelltests muss wie bei PCR-Tests mit einem Wattestäbchen ein Abstrich tief in der Nase oder im Rachen genommen werden. Für Selbsttests ist das eher ungeeignet.

25.1.2021 • 11:26 Uhr

Regierung: Wirtschaft Mitte 2022 wieder auf Vorkrisenniveau

Die deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung der Bundesregierung Mitte 2022 das Vorkrisenniveau wieder erreichen. Das geht aus einem Entwurf des Jahreswirtschaftsberichts hervor, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will ihn am Mittwoch in Berlin vorstellen.

"Die erwartete Erholung der globalen Wirtschaft, die Unterauslastung der Produktionskapazitäten aber auch die Frühindikatoren sprechen für eine Fortsetzung des Aufholprozesses", heißt es in dem Dokument. Eine konkrete Prognose für das Wachstum ist in dem Entwurf noch nicht enthalten.

Reuters hatte am Freitag jedoch schon von einem Insider erfahren, dass die Regierung nun nur noch von einem Plus von 3,0 Prozent für 2021 ausgehe. Bislang hatte sie noch mit 4,4 Prozent gerechnet. 2020 war die deutsche Wirtschaft wegen der massiven Einschränkungen im Zuge der Coronavirus-Pandemie um 5,0 Prozent eingebrochen. "Die weitere wirtschaftliche Entwicklung wird weiterhin maßgeblich vom Pandemieverlauf und von den Maßnahmen zur Eindämmung beeinflusst", heißt es in dem Entwurf.

25.1.2021 • 11:16 Uhr

Hilfsorganisation kritisiert Versagen bei Impfstoff-Verteilung

Die Entwicklungsorganisation One wirft den Industrieländern Versagen bei einer weltweit gerechten Verteilung von Impfstoffen gegen die Corona-Pandemie vor. "Statt sich dafür stark zu machen, dass alle Menschen weltweit Zugang zu Corona-Impfstoffen erhalten, sichern sich viele reiche Länder mehr Impfstoffe als sie benötigen und kreieren so ein Monopol", warnte Stephan Exo-Kreischer, Direktor von One Deutschland. Entgegen öffentlicher Bekenntnisse verfolgten insbesondere die Industrieländer eine "Mein-Land-zuerst"-Strategie. Dies sei unklug, weil es die Dauer der Pandemie um Jahre verlängere und tödlich für die Menschen sein könne, die keinen Zugang zu einem Impfstoff hätten. One forderte Politik und die Industrie auf, Produktionskapazitäten für Corona-Impfstoffe zu erhöhen und die weltweite Verteilung gerechter zu gestalten.

25.1.2021 • 10:47 Uhr

Linksfraktion fordert Preisdeckel für FFP2-Masken

Die Linksfraktion im Bundestag fordert von der Bundesregierung, FFP2-Masken zentral zu beschaffen und ein Preislimit zu setzen. "Damit alle Menschen Zugang zu FFP2-Masken bekommen, hat die Bundesregierung sicherzustellen, dass diese in ausreichender Zahl zu Verfügung stehen und zu bezahlbaren Preisen erhältlich sind", heißt es in einem Antrag der Fraktion, aus dem die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) zitierten.

Die Regierung solle dazu von Möglichkeiten Gebrauch machen, die im Infektionsschutzgesetz vorgesehen sind, heißt es in dem Antrag weiter. Demnach können Produkte wie etwa FFP2-Masken zentral von staatlicher Seite beschafft und die Preise reguliert werden. Außerdem müsse die Regierung "Arbeitgeber verpflichten, ihre Beschäftigten am Arbeitsplatz und für den Arbeitsweg kostenfrei mit FFP2-Masken auszustatten", fordert die Linksfraktion weiter. Für Hartz-IV-Bezieher müsse es einen entsprechenden Zuschlag geben.

Gemäß den jüngsten Bund-Länder-Beschlüssen zur Corona-Krise müssen in Geschäften sowie im öffentlichen Nahverkehr sogenannte medizinische Masken getragen werden. Medizinische Masken sind sowohl OP-Masken als auch FFP2-Masken. Letztere bieten im Gegensatz zu OP-Masken nicht nur einen Fremd-, sondern auch eine gewissen Eigenschutz. Sie sind allerdings deutlich teurer.

25.1.2021 • 10:32 Uhr

Mehr als 130.400 Neuinfektionen in den USA

In den USA haben sich 130.485 Menschen binnen 24 Stunden mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der erfassten Toten erreichte am Sonntag 1769, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore hervorging. Der Höchstwert war am 12. Januar mit 4462 Toten registriert worden. Der bislang höchste Wert an Neuinfektionen wurde am 02. Januar mit 298.031 Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet.

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 25,1 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 419.200 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Der Gesundheitsbehörde CDC zufolge wurden seit dem 13. Dezember 2020 über 18,5 Millionen Menschen mit mindestens einer Dosis Impfstoff von BioNTech/Pfizer oder Moderna geimpft. Bei mehr als 3,2 Millionen Menschen wurde bereits eine zweite Impfung vorgenommen.

25.1.2021 • 10:12 Uhr

Lauterbach: Debatte über Impf-Privilegien zurzeit sinnlos

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kann der derzeitigen Debatte über Privilegien für bereits gegen Covid-19 Geimpfte nichts abgewinnen. Zum jetzigen Zeitpunkt habe sie "keinen Sinn", sagte er. Es fehle der breite Zugang zum Impfstoff ebenso wie wissenschaftliche Daten zu einer möglicherweise anhaltenden Ansteckungsgefahr von Geimpften. Es sei ungewiss, ob geimpfte Menschen das Coronavirus weiterverbreiten. "Zum jetzigen Zeitpunkt fehlen komplett die Daten", sagte Lauterbach im ZDF-Morgenmagazin.

FDP-Politiker Marco Buschmann stimmte Lauterbach bezüglich der fehlenden wissenschaftlichen Studien zu. Trotzdem sei es rechtlich schwierig, den Menschen weiterhin Freiheitsrechte zu entziehen, wenn feststehen sollte, dass geimpfte Menschen weder selbst krank werden noch andere anstecken könnten. "Dann gibt es keinen Grund, den Menschen ihre verfassungsrechtlich verbrieften Rechte vorzuenthalten", sagte Buschmann.

Außenminister Heiko Maas (SPD) hatte Mitte Januar gefordert, Geimpften früher als anderen den Besuch von Restaurants oder Kinos zu erlauben. Es sei noch nicht abschließend geklärt, inwiefern Geimpfte andere infizieren könnten, sagte er. "Was aber klar ist: Ein Geimpfter nimmt niemandem mehr ein Beatmungsgerät weg. Damit fällt mindestens ein zentraler Grund für die Einschränkung der Grundrechte weg."

25.1.2021 • 10:01 Uhr

Jung: Corona-Steuererhöhungen wären Gift für die Wirtschaft

Der CDU/CSU-Fraktionsvize im Bundestag, Andreas Jung, hält Steuererhöhungen nach der Krise für falsch. Wichtig sei, dass die Wirtschaft wieder wachse. Die Gesamtsteuerbelastung müsse daher sinken und sollte bei 25 Prozent gedeckelt werden. Zudem seien bessere Abschreibungsmöglichkeiten für Unternehmen wichtig, nach der zuletzt beschlossenen Ausweitung auf Computer und andere digitale Güter nun auch auf Klimainvestitionen. Letzteres müsse noch vor der Bundestagswahl kommen, so Jung mit Blick auf den Koalitionspartner SPD.

Unionsfraktionsvize Andreas Jung (CDU)  | dpa

Unionsfraktionsvize Andreas Jung (CDU) hält Steuererhöhungen nach der Krise für falsch. Bild: dpa

25.1.2021 • 09:59 Uhr

Weniger als 20.000 Neuinfektionen in Russland

In Russland haben die Behörden erstmals seit dem 11. November weniger als 20.000 Neuinfektionen binnen eines Tages registriert. 19.290 Menschen seien positiv auf das Coronavirus getestet worden, darunter knapp 2400 in Moskau. Insgesamt wurden mehr als 3,73 Millionen Ansteckungsfälle verzeichnet, Russland liegt damit weltweit auf Platz vier hinter den USA, Indien und Brasilien. Zudem stieg die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus binnen 24 Stunden um 456 auf 69.918.

25.1.2021 • 09:42 Uhr

Corona versetzt Kampf gegen Lepra Rückschlag

Die Corona-Pandemie hat auch dem Kampf gegen Lepra einen Rückschlag versetzt. Noch immer erkrankten jedes Jahr mehr als 200.000 Menschen neu an der Infektionskrankheit, erklärte die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW). Covid-19 und die Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus hätten in den vergangenen Monaten massive Auswirkungen auf die Lepra-Arbeit gehabt. Zudem habe die Pandemie auch die endlich in Fahrt gekommene Suche nach einem Lepra-Impfstoff abgebremst.

Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen erschwerten das Aufspüren von Lepra-Infizierten, erklärte Geschäftsführer Burkard Kömm. Das sei aber nötig, um die Menschen frühzeitig zu behandeln und so leprabedingte Behinderungen zu vermeiden. Aber auch die Versorgung von bereits diagnostizierten Patientinnen und Patienten mit den nötigen Medikamenten sei in vielen Ländern problematisch geworden. Die DAHW befürchtet in den nächsten Jahren einen Anstieg der Fälle, die erst entdeckt werden, wenn die durch Lepra verursachten Nervenschädigungen zu chronischen Beschwerden und Beeinträchtigungen geführt habe.

25.1.2021 • 09:40 Uhr

Hamburg zahlt Maskenzuschuss

In Hamburg erhalten Bedürftige einen Zuschuss für die Anschaffung medizinischer Masken. Hintergrund ist laut Sozialbehörde die seit Freitag geltende Regel, wonach in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen selbstgenähte Stoffmasken als Corona-Schutz nicht mehr ausreichen. "Die zusätzlichen Kosten sollen Leistungsempfänger nicht zusätzlich belasten", sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD). Leistungsempfänger ab 18 Jahren würden daher für die Monate Februar und März einen Zuschuss von jeweils zehn Euro erhalten, "damit sie sich selbstbestimmt die Masken beschaffen können". Der Zuschuss werde im Februar als 20-Euro-Einmalzahlung geleistet werden.

25.1.2021 • 09:31 Uhr

Bündnis fordert Hartz-IV-Erhöhung und Soforthilfen für Arme

Ein äußerst breites Bündnis aus 36 Gewerkschaften und Verbänden hat in einem gemeinsamen Aufruf die zügige Anhebung der Hartz-IV-Regelsätze und der Altersgrundsicherung auf mindestens 600 Euro monatlich gefordert. Außerdem verlangten die Unterzeichner in der Erklärung zusätzliche Corona-Hilfen für arme Menschen.

Zu den Unterzeichnern zählen Sozial- und Wohlfahrtsverbände, aber auch Verbände aus den Bereichen Kultur, Wohnen, Umwelt, Selbsthilfe und Gesundheit. Der Bundesregierung werfen die Unterzeichner einen "armutspolitischen Offenbarungseid" vor. Es sei eine Unterlassung, arme Menschen nicht durch eine auskömmliche Grundsicherung und effektive Corona-Hilfen zu entlasten. 

Bereits im ersten Lockdown im vergangenen Jahr seien keine zusätzlichen Hilfen zur Verfügung gestellt worden, obwohl der zusätzliche Bedarf durch wegfallende Schulessen, geschlossene Tafeln, steigende Lebenshaltungskosten und insbesondere auch für Desinfektionsmittel und Masken offensichtlich gegeben gewesen sei. In der Erklärung heißt es, "Laptops für das Homeschooling wurden versprochen, auf die die Kinder vielfach noch heute warten. Umso unverständlicher ist dies, als zugleich hohe Milliardenbeträge zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zur Verfügung gestellt wurden."

25.1.2021 • 09:00 Uhr

Ifo-Chef: Können ohne massive Insolvenzwelle durchkommen

Der Chef des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, hat sich optimistisch gezeigt, dass Deutschland ohne eine "massive Insolvenzwelle" durch die Corona-Pandemie kommen kann - "wenn wir es richtig angehen". Fuest lehnte im ZDF-Morgenmagazin einen harten Lockdown ab. "Wir müssen die Industrie auf jeden Fall offenhalten, wir können uns einen wirtschaftlichen Zusammenbruch nicht leisten", sagte er. Der Ökonom plädierte für eine regional differenzierte Politik im Kampf gegen das Coronavirus. 

Dort, "wo die Inzidenzen runtergehen", könnten die Beschränkungen stärker gelockert werden, schlug Fuest im ZDF vor. Reisen in diese "grünen Zonen", etwa zum "Shoppen gehen", müssten dabei aber unterbunden werden. Deutschland müsse zudem mehr testen und die Impfungen gegen das Coronavirus "aggressiv vorantreiben". 

Zur schleppenden Auszahlung der staatlichen Hilfen für die von den Beschränkungen stark betroffenen Unternehmen sagte Fuest, das sei "nicht überraschend". In der Pandemie komme viel auf die Verwaltung zu. Es sei aber nötig, "dass man mehr tut als bisher". Fuest schlug vor, die Finanzämter einzubeziehen: Sie hätten Kontakte zu allen Firmen. Die Regierung könne etwa die Steuervorauszahlungen "pauschal kürzen" und die Unternehmen so entlasten.  

25.1.2021 • 08:53 Uhr

Tausende demonstrieren in Brasilien gegen Bolsonaro

In Brasilien haben den zweiten Tag in Folge Tausende für eine Amtsenthebung des Präsidenten Jair Bolsonaro demonstriert. Der 65-Jährige steht wegen des Umgangs seiner Regierung mit der Corona-Pandemie in der Kritik, der in dem Land mehr als 216.000 Menschen zum Opfer gefallen sind. Nur in den USA starben noch etwa 200.000 Menschen mehr als in Brasilien, das in absoluten Zahlen bei den Corona-Todesfällen damit weltweit an zweiter Stelle steht.

25.1.2021 • 08:46 Uhr

Türkei erhält 6,5 Millionen weitere Dosen des chinesischen Impfstoffs

Die Türkei hat die zweite Ladung des Corona-Impfstoffs der chinesischen Firma SinoVac erhalten. Am frühen Morgen sei eine Lieferung von 6,5 Millionen Dosen in Istanbul eingetroffen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Ende Dezember hatte die Türkei bereits drei Millionen Dosen des chinesischen Impfstoffs erhalten.

Das Land mit rund 83 Millionen Einwohnern hatte seine Impfkampagne mit CoronaVac am 14. Januar gestartet. Seitdem sind nach offiziellen Angaben rund 1,3 Millionen Menschen geimpft worden. Die Türkei hat seit Beginn der Pandemie rund 2,3 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus und rund 25.000 Tote im Zusammenhang mit Covid-19 registriert.

Zwei Frauen mit Mund-Nasen-Schutz betreten den Innenhof der Blauen Moschee in Istanbul - mit der Hagia Sophia im Hintergrund. | REUTERS

Zwei Frauen mit Mund-Nasen-Schutz betreten den Innenhof der Blauen Moschee in Istanbul - mit der Hagia Sophia im Hintergrund. Bild: REUTERS

25.1.2021 • 08:43 Uhr

Ultraorthodoxe Krawalle gegen Corona-Regeln in Israel

Bei Protesten gegen die Durchsetzung der Corona-Regeln ist es in der vor allem von Strengreligiösen bewohnten israelischen Stadt Bnei Brak zu schweren Ausschreitungen gekommen. Wie die Polizei am Montagmorgen mitteilte, setzten Randalierer unter anderem einen Bus in Brand. Sie versuchten demnach auch, ein Gebäude der Feuerwehr zu stürmen.

Die städtische Polizei forderte Unterstützung aus anderen Distrikten an. Medienberichten zufolge setzten die Beamten unter anderem Blendgranaten ein. Vier Verdächtige wurden nach Angaben der Polizei festgenommen. In der Stadt nahe Tel Aviv - aber auch in Aschdod und Jerusalem - hatte es in den vergangenen Tagen wiederholt Konfrontationen zwischen der Polizei und Ultraorthodoxen gegeben. Viele Strengreligiöse befolgen die Regeln zur Pandemie-Bekämpfung nicht. Ein einflussreicher Rabbiner etwa hatte dazu aufgerufen, die Schulen im ultraorthodoxen Sektor trotz eines allgemeinen Verbots zu öffnen.

25.1.2021 • 07:52 Uhr

Ost-Beauftragter: Hohe Corona-Zahlen in AfD-Hochburgen kein Zufall

Die hohen Corona-Zahlen in den Hochburgen der Alternative für Deutschland (AfD) sind nach Ansicht des Ost-Beauftragten der Bundesregierung, Marco Wanderwitz (CDU), kein Zufall. Eine mal laute, mal leise Rebellion gegen die Infektionsschutzpolitik behindere unterm Strich die Virusabwehr, sagte Wanderwitz dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND).

In einer Pandemie spielten viele Faktoren eine Rolle, sagte Wanderwitz. Dazu zähle nicht zuletzt die Haltung der Menschen zu Abstandsregeln und Maskenpflicht. "Wer die Infektionsschutzmaßnahmen ablehnt, wie viele AfD-Anhänger, Reichsbürger und Esoteriker es tun, hilft am Ende bei der Ausbreitung des Virus.”

Wanderwitz fügte hinzu, das Phänomen habe inzwischen eine Dimension, die über das Parteipolitische hinausgehe. So entstehe in manchen Regionen der früheren DDR eine Realitätsverweigerung wie im Jahr 2016 bei den Trump-Wählern in den USA. Viele schöben Komplexes und Unwillkommenes einfach beiseite, igelten sich ein und seien dann keinem Argument mehr zugänglich.

25.1.2021 • 07:42 Uhr

Stiko rät wegen neuer Varianten zu mehr Abstandhalten

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, hält ein Überdenken der Impfstrategie wegen der neuen Coronavirus-Varianten für verfrüht. Dazu seien zunächst biologische Tests nötig, die etwas länger dauerten und im Labor schwieriger durchzuführen seien, sagt Mertens im ZDF-Morgenmagazin. Allerdings müsse eine im Labor festgestellte Verminderung der Antikörperwirksamkeit gegen diese Varianten nicht unbedingt bedeuten, dass die Impfung beim Menschen wirkungslos sei.

Zur Eindämmung der Virus-Mutanten müssten die Schutzmaßnahmen noch ernster genommen werden. Vor allem dem Abstandhalten komme eine besondere Bedeutung zu. "Im Grunde genommen können wir eigentlich nur das tun, was wir bisher tun. Wir müssen es nur noch konsequenter tun." Im Einzelfall müsse man noch mehr Abstand halten.

Lieferengpässe bei den Impfstoffen waren Mertens zufolge nicht abzusehen. "Das ist sehr unerfreulich, gar keine Frage, aber das sind Dinge, die nicht in unserer Macht stehen", sagte der Stiko-Vorsitzende. Die Herstellungsprobleme seien "letztlich nicht vorhersehbar" gewesen. Zu der Zeit, als Vorverträge mit Herstellern gemacht worden seien, habe man nichts über die wirkliche Wirksamkeit der Impfstoffe gewusst. "Man musste mehrere Katzen im Sack kaufen, weil man nicht wusste, welcher Impfstoff zuerst zur Zulassung kommt", sagte Mertens.

Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (Stiko) | dpa

Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (Stiko), hält ein Überdenken der Impfstrategie wegen der neuen Coronavirus-Varianten für verfrüht. Bild: dpa

25.1.2021 • 07:39 Uhr

Japan erreicht Herdenimmunität erst nach Olympia-Termin

Japan erreicht Forschern zufolge durch Massenimpfungen wohl erst im Oktober die sogenannte Herdenimmunität und damit etwa zwei Monate nach Ende der geplanten Olympischen Sommerspiele. "Japan scheint ziemlich spät ins Spiel gekommen zu sein", sagt Rasmus Bech Hansen, Gründer des britischen Forschungsunternehmens Airfinity. Japan sei darauf angewiesen, große Mengen an Impfstoffen aus den USA zu importieren. Derzeit sei es aber nicht sehr wahrscheinlich, dass das Land sehr große Mengen zum Beispiel des Mittels von Pfizer und BioNTech erhalte. "Es gibt einfach nicht genug Impfstoffe für alle Länder, mit denen Pfizer Vereinbarungen getroffen hat." Als Maßstab für die sogenannte Herdenimmunität gilt eine Impfrate von 75 Prozent.

25.1.2021 • 07:11 Uhr

EU erwartet Antworten von AstraZeneca

Nach der Ankündigung von AstraZeneca, weniger Vakzin auszuliefern als geplant, droht Brüssel mit möglichen rechtlichen Schritten. Im zuständigen Ausschuss der EU-Kommission soll der Hersteller nun Auskunft über drängende Fragen geben.

25.1.2021 • 06:44 Uhr

Weg zur Corona-Impfung für Ältere zu Hause bislang schwer

Viele Senioren in Deutschland sehen sich derzeit auf dem Weg zu einer Corona-Impfung vor mehreren Hürden. Während Menschen über 80 Jahren in Alten- und Pflegeheimen von Impfteams aufgesucht werden, müssen sich Ältere, die zu Hause leben, selbst um eine Impfung kümmern. Die Terminvergabe ist in den Bundesländern sehr unterschiedlich geregelt. Mit der Anmeldung über ein Onlineportal sind Ältere oft überfordert, Telefonhotlines waren zum Start in mehreren Ländern überlastet.

Zudem gibt es bislang noch nicht in allen Ländern die Möglichkeit, sich in einem Impfzentrum impfen zu lassen. So sind etwa in Nordrhein-Westfalen oder Niedersachsen frühestens ab dem 1. Februar Impfungen in den Zentren geplant. In Ländern wie Baden-Württemberg, wo Impfungen in großen Impfzentren bereits zum Jahreswechsel möglich wurden, gab es Probleme mit der telefonischen Anmeldung. Zudem wurde der Start der rund 50 Kreisimpfzentren wegen des Mangels an Impfstoff verschoben.

Ein weiteres Problem bleibt für viele über 80-Jährige mit eingeschränkter Mobilität der Weg zum Impfzentrum. Auch eine mögliche Infektion bei der Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln schreckt viele Ältere und ist dennoch für sie oftmals die einzige verfügbare Möglichkeit. Eine Kostenübernahme für eine Taxifahrt zum Impfzentrum und wieder nach Hause, wie etwa in Berlin, gibt es in den wenigsten Ländern. Impfungen zu Hause werden derzeit nicht angeboten. In Mecklenburg-Vorpommern gab es bereits erste Impfungen bei Hausärzten.

25.1.2021 • 06:37 Uhr

Ausschreitungen bei Corona-Protesten in den Niederlanden

Bei Protesten in den Niederlanden gegen die nächtliche Ausgangssperre zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist es in mehreren Städten zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. In rund zehn Städten gab es am Sonntag Ausschreitungen. Mehr als 130 Menschen wurden nach Angaben der Behörden und niederländischer Medien festgenommen. 

Auf einem Platz im Zentrum von Amsterdam setzte die Polizei nach Angaben des öffentlich-rechtlichen Senders NOS Hunde und einen Wasserwerfer ein, um eine Protestversammlung von rund 1500 Menschen aufzulösen. Mindestens hundert Menschen wurden in der Stadt festgenommen, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Nach Angaben des Lokalsenders AT5 riegelten Polizeikräfte die Residenz von Bürgermeisterin Femke Halsema ab.

25.1.2021 • 06:28 Uhr

Tschechien: Ärger über verschärfte Testpflicht für Grenzgänger

Die verschärften deutschen Einreiseregeln für Berufspendler aus Tschechien stoßen im Nachbarland auf Kritik. Seit Sonntag müssen die Grenzgänger bei jeder Fahrt in die Bundesrepublik einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Hintergrund ist die Einstufung Tschechiens als Hochrisikogebiet. Nur in Sachsen genügen zwei Tests pro Woche.

Den grenzüberschreitenden Arbeitskräften und ihren Familien werde das Leben erschwert, sagte Jan Triska von der tschechischen Pendlervereinigung (APCR). Wer es sich leisten könne, werde sich nach einer neuen Arbeit in Tschechien umsehen. Für viele gehe es indes um ihre Existenz. "Die Unsicherheit ist wahnsinnig groß", sagte Triska. Viele seien der Ansicht, dass die Verschärfung politisch motiviert sei. "Die Politiker in Deutschland schieben die ungünstige Corona-Lage auf die Pendler, auf die Tschechen, auch wenn es dafür keine relevanten Daten gibt", sagte der Vertreter der Interessengruppe.

Nach Schätzungen fahren 35.000 bis 60.000 Tschechen regelmäßig zur Arbeit nach Deutschland. Auf ein anderes Problem machte der Präsident der Verwaltungsregion Karlsbad (Karlovy Vary), Petr Kulhanek, im Fernsehsender CT aufmerksam. Die Forderung, die Pendler alle 48 Stunden neu zu testen, sei eine "enorme Belastung" für das Corona-Testsystem. Es drohe, dass echte Verdachtsfälle keinen Termin mehr für einen Test auf das Virus Sars-CoV-2 bekommen würden.

25.1.2021 • 06:22 Uhr

USA: Immer mehr Intensivstationen an Belastungsgrenze

Mehr als 40 Prozent der US-Bürger leben einer Analyse der Nachrichtenagentur AP zufolge in einem Gebiet mit überlasteten Intensivstationen mit höchstens 15 Prozent freien Betten. Angesichts der drastischen Corona-Fallzahlen in den USA sind landesweit Hunderte Intensivstationen schwer in Bedrängnis. Es mangelt an Platz und an Zubehör, zugleich stehen die Krankenhäuser in einem Wettbewerb um befristete Mitarbeiter.

Besonders hart getroffen sind Einrichtungen im Süden und Westen des Landes. Allein im Staat Texas etwa wurden zuletzt durchschnittlich 20.000 Neuinfektionen pro Tag verzeichnet, mehr als 13.000 Menschen liegen dort mit Symptomen der Krankheit Covid-19 in Krankenhäusern. Insgesamt gibt es im Süden und Westen der USA nach Angaben der AP derzeit mehr als 80.000 Corona-Patienten in Krankenhäusern.

25.1.2021 • 05:31 Uhr

RKI meldet 6729 Neuinfektionen binnen 24 Stunden

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 6729 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 217 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland erhöhte sich damit auf 52.087. Vergangenen Montag hatte das RKI 7141 Neuinfektionen und 214 neue Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet. Allerdings waren die Daten aus Rheinland-Pfalz zu diesem Zeitpunkt nur unvollständig übermittelt worden. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg demnach auf 2.141.665. Die Zahl der von einer Corona-Infektion Genesenen bezifferte das RKI auf 1.823.500.

Da am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln und auch weniger Tests vorgenommen und ausgewertet werden, liegen die Zahlen des RKI sonntags und montags in der Regel niedriger als an anderen Wochentagen. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug 111,2 und war damit in etwa gleich hoch wie am Vortag. Bei dem Wert handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche. Ziel der derzeitigen Maßnahmen der Bundesregierung ist es, einen Inzidenz-Wert unter 50 zu erreichen.

25.1.2021 • 04:11 Uhr

Oxfam: Pandemie verschärft weltweit wirtschaftliche Ungleichheit

Die Corona-Pandemie verschärft einem Bericht der Entwicklungshilfsorganisation Oxfam zufolge weltweit die soziale Ungleichheit. Die 1000 reichsten Menschen hätten ihre Verluste in der Krise in nur neun Monaten wettmachen können. Dagegen könnte es bei den Ärmsten mehr als ein Jahrzehnt dauern, bis sie sich von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie erholt haben. Damit drohe zum ersten Mal seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen vor über einem Jahrhundert eine Verschärfung der wirtschaftlichen Ungleichheit in fast allen Ländern.

Für den Bericht wurden 295 Wirtschaftsforscher aus 79 Ländern befragt. Oxfam veröffentlichte die Untersuchung anlässlich des Starts des Weltwirtschaftsforums, das erstmals digital und nicht in Davos stattfindet.

25.1.2021 • 04:00 Uhr

Neuseeland bestätigt ersten Corona-Fall seit Monaten

In Neuseeland haben die Behörden erstmals seit Monaten wieder eine Corona-Infektion verzeichnet. Betroffen sei eine 56-Jährige, die am 30. Dezember von einer Auslandsreise zurückgekehrt sei, teilt die Regierung mit. Während der zweiwöchigen Zwangsquarantäne sei die Frau zunächst zwei Mal negativ getestet worden. Doch nach der Quarantäne sei bei einem weiteren Test die südafrikanische Variante des Virus nachgewiesen worden. 15 engere Kontaktpersonen seien identifiziert und kontaktiert worden. Ihr Ehemann sei negativ getestet worden.

25.1.2021 • 03:47 Uhr

Frust über Probleme im US-Impfprogramm

Der Kandidat von US-Präsident Joe Biden für das Gesundheitsministerium, Xavier Becerra, hat sich frustriert über Schwierigkeiten bei den Corona-Impfungen gezeigt. "Das ist nicht Amerika", erklärte er mit Blick auf lange Wartezeiten, gecancelte Impftermine und regionale Engpässe bei den Impfstoff-Vorräten. So solle man jene, die verletzlich seien, nicht behandeln, sagte er dem Nachrichtensender CNN. Einen Zeitplan, wann alle Amerikaner, die dies wollten, geimpft werden könnten, könne er noch nicht anbieten, sagte Becerra. Als Gesundheitsminister soll er nach der Bestätigung durch den US-Senat die Federführung im Kampf gegen die Pandemie übernehmen.

Biden hatte angekündigt, dass in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit 100 Millionen Impfungen verabreicht werden.

25.1.2021 • 03:00 Uhr

China: Leichter Anstieg bei Zahl der Neuinfektionen

China meldet 124 Neuinfektionen nach 80 einen Tag zuvor. 67 der neu hinzugekommenen Fälle wurden in der nordöstlichen Provinz Jilin verzeichnet, wie aus offiziellen Daten hervorgeht.

25.1.2021 • 02:21 Uhr

Mexikanischer Präsident an Corona erkrankt

Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador ist nach eigenen Angaben positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er habe leichte Symptome, erklärte er. Die mexikanische Regierung hat in der Pandemie bislang weitgehend auf Einschränkungen verzichtet und etwa die Grenzen nicht geschlossen. López Obrador hat die Gefahr durch das Virus immer wieder heruntergespielt.

Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador spricht bei einer Veranstaltung in San Luis Potosí.  | AFP

Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador gab an, leichte Symptome einer Corona-Infektion zu haben. Bild: AFP

25.1.2021 • 02:10 Uhr

KMK-Präsidentin: Erste Schulöffnungen Anfang Februar möglich

Die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst, hält erste Schulöffnungen Anfang Februar für möglich. "Sicher nicht vollständig", schränkte die brandenburgische Bildungsministerin in der "Rheinischen Post" ein. "Aber ich halte das bei entsprechender Infektionslage beispielsweise mit Wechselunterricht für möglich. Allerdings kann das anfangs auch nur für Abschlussklassen und die ersten Klassenstufen gelten." Distanzunterricht über einen langen Zeitraum tue insbesondere den Grundschulkindern nicht gut. "Kein Land sollte auf ein anderes warten müssen, um seine Schulen zu öffnen", sagte die SPD-Politikerin und verwies auf ein sehr unterschiedliches Infektionsgeschehen in den Bundesländern.

Zur Frage, ob Abschlüssen während der Corona-Pandemie ein Makel haften bleiben könnte, sagte Ernst: "Diese Absolventen werden es sein, die unter sehr schwierigen Rahmenbedingungen einen Abschluss gemacht haben. Sie haben gelernt, noch eigenverantwortlicher zu arbeiten. Das wird ihnen im späteren Leben sogar helfen. Und ich hoffe, dass auch die Personalabteilungen in diesem Meistern der Krise einen besonderen Wert potenzieller Bewerberinnen und Bewerber erkennen werden." Ein Abschlusszeugnis der Jahre 2020 und 2021 könne künftig als besondere Auszeichnung gelten, nicht als Makel. Die SPD-Politikerin sprach sich im Interview mit der Zeitung zudem für Lernangebote in den Sommerferien aus. "Das finde ich sehr wichtig. In den Sommerferien sollten Schulen Angebote machen, auch um Lernstoff nachzuholen, der im Distanzunterricht auf der Strecke blieb. Das hat es ja auch im letzten Jahr schon in vielen Bundesländern gegeben", sagte Ernst.

25.1.2021 • 01:52 Uhr

Türkei meldet mehr als 25.000 Tote

Mehr als 25 000 Menschen sind in der Türkei an oder mit dem Coronavirus gestorben. Das gab das Gesundheitsministerium in Ankara bekannt. Seit der ersten bekannten Infektion am 11. März 2020 hat das Land mehr als 2,4 Millionen Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 gezählt. Am 14. Januar startete die Türkei ein Impfprogramm. Bislang erhielten mehr als 1,2 Millionen Menschen nach Angaben von Gesundheitsminister Fahrettin Koca eine erste Dosis des chinesischen Sinovac-Impfstoffs.

Im Dezember hatte die Regierung wieder Restriktionen wie Lockdowns an Wochenenden und Ausgangsbeschränkungen abends auch unter der Woche eingeführt, um einer zweiten Infektionswelle entgegenzuwirken. Restaurants und Cafés dürfen Lebensmittel nur noch liefern oder zur Abholung anbieten, Hochzeiten und Beerdigungen sind auf eine Teilnehmerzahl von 30 Personen beschränkt.

25.1.2021 • 01:30 Uhr

Australische Behörden genehmigen BioNTech-Impfstoff

Die australische Regulierungsbehörde für therapeutische Mittel (TGA) hat dem Corona-Impfstoff aus dem Hause Pfizer/BioNTech eine Zulassung erteilt. Das Mittel dürfe bei mindestens 16-Jährigen angewendet werden, sagte Ministerpräsident Scott Morrison. Nach Angaben von Gesundheitsminister Greg Hunt soll mit Impfen von priorisierten Gruppen Ende Februar begonnen werden.

25.1.2021 • 00:53 Uhr

Biden erneuert Einreisestopp für Ausländer aus Europa

Der neue US-Präsident Joe Biden lässt das wegen der Corona-Pandemie geltende Einreiseverbot für Bürger des Schengen-Raums in Kraft. Biden werde heute anordnen, die von seinem Amtsvorgänger Donald Trump verfügte Aufhebung von Einreisesperren rückgängig zu machen, sagte ein Mitarbeiter des Weißen Hauses in Washington. Die Aufhebung der Einreiseverbote hätte von Dienstag an in Kraft treten sollen. Wie der Mitarbeiter des Weißen Hauses ankündigte, bleibt entgegen der Anordnung Trumps nicht nur die Einreisesperre für Reisende aus dem Schengen-Raum gültig, sondern auch das Einreiseverbot für Menschen, die aus Irland, Großbritannien und Brasilien in die USA reisen wollen.

Der Schritt Bidens kommt nicht überraschend. Nachdem Trump Anfang vergangener Woche die Aufhebung der Einreisesperren angeordnet hatte, hatte sich der neue US-Präsident bereits gegen die Maßnahme positioniert. Ferner will Biden nun den Angaben des Mitarbeiters zufolge eine zusätzliche Einreisesperre für Menschen verhängen, die sich kürzlich in Südafrika aufgehalten haben. Grund dieser zusätzlichen Maßnahme ist die in den vergangenen Wochen in Südafrika aufgetretene, neue Variante des Coronavirus, die als besonders ansteckend gilt.

Die Einreisesperren sind Teil eines Maßnahmenbündels gegen die Corona-Pandemie, das der seit Mittwoch vergangener Woche amtierende Biden auf den Weg gebracht hat. So ordnete er unter anderem bereits an, dass aus dem Ausland eintreffende Flugreise in Quarantäne begeben müssen.

25.1.2021 • 00:53 Uhr

Braun: Mutation wird in Deutschland dominante Form werden

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) geht davon aus, dass die vor allem in Großbritannien verbreitete Mutation des Coronavirus auch in Deutschland die dominante Form werden wird. "Wir sehen ja momentan, dass wir jetzt in mehreren Krankenhäusern auch schon mit der Mutante zu tun haben. Das heißt, das ist bei uns im Land angekommen und deshalb wird sie irgendwann so wie in anderen Ländern auch dann die Führung übernehmen und wird Probleme machen", sagte Braun in der ARD-Talkshow "Anne Will". "Da bin ich sehr sicher", ergänzte er auf Nachfrage. "Deshalb ist es jetzt wichtig, dass wir Kurs halten, dass wir die Zahlen sehr stark senken." Dann sei es schwierig für die Mutante und für das Stammvirus. "Wir wollen sie so lange wie möglich aus dem Land raushalten und da wo sie schon ist, eben sehr niedrig halten. Das wird man auf Dauer nicht schaffen", sagte Braun.

Der Virus-Typ B.1.1.7 war bisher vor allem in Großbritannien aufgetreten. Die Variante ist Experten zufolge leichter übertragbar als die bislang vorherrschende.

25.1.2021 • 00:53 Uhr

Lauterbach zu neuen Virus-Varianten: Brauchen sehr harten Lockdown

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach spricht von einem "ganz anderen Bedrohungspotenzial" durch die neuen Virus-Varianten. "Wir werden einen sehr harten und sehr gut funktionierenden Lockdown brauchen, weil die neuen Varianten von einem ganz anderen Kaliber sind", sagte er "Bild Live".