Eine griechische Flagge am leeren Strand in Athen, Griechenland. | REUTERS
Liveblog

Coronavirus-Pandemie Griechenland verschärft Beschränkungen wieder

Stand: 10.08.2020 22:06 Uhr

Wegen steigender Infektionszahlen gelten in Griechenland wieder umfangreiche Einschränkungen. Gesundheitsminister Spahn geht auf Abstand zum DFL-Konzept zu Fans in Fußballstadien.

  • Griechenland verschärft Schutzmaßnahmen wieder
  • WHO: Milliardensumme fehlt für Pandemie-Bewältigung
  • Gesundheitsminister lehnen Fußball-Fans in Stadien derzeit ab
  • Giffey: Auch mit Schnupfnase in die Kita
  • Bayern will Testzentrum in jedem Landkreis
  • Infektionsherd im Kloster von Assisi
  • Rostocker Schüler positiv getestet
22:06 Uhr

Ende des heutigen Liveblogs

Für heute beenden wir unseren Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse.

21:22 Uhr

Verpflichtende Coronatests für Reisende in Finnland

Finnland führt Pflichttests und Zwangsquarantänen für Reisende aus gewissen Risikostaaten ein. Das kündigte Sozialministerin Krista Kiuru an.

Am Samstag war bei freiwilligen Tests auf dem Flughafen Turku bei 24 von 157 Flugpassagieren einer Maschine aus Skopje eine Coronainfektion nachgewiesen worden.

20:20 Uhr

Mehr als 48.000 Neuinfektionen in den USA

In den USA sind 48.690 Neuinfektionen registriert worden. Das teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) mit. Damit sind in den USA insgesamt 5,02 Millionen Infektionen nachgewiesen worden. 558 Menschen starben mit Covid-19 - und damit landesweit insgesamt 161.842 Menschen.

19:58 Uhr

Swetlana Kusnezowa verzichtet auf US-Open-Teilnahme

Die frühere US-Open-Siegerin Swetlana Kusnezowa verzichtet auf eine Teilnahme am Grand-Slam-Turnier in New York, das am 31. August beginnt.

Swetlana Kusnezowa (hier ein Archivbild aus dem August 2019) gewann die US Open vor 16 Jahren. | AP

Swetlana Kusnezowa (hier ein Archivbild aus dem August 2019) gewann die US Open vor 16 Jahren. Bild: AP

"Ich bin traurig, weil ich so sehr auf diese Turniere gewartet habe, aber die Pandemie hat alle Pläne geändert", schrieb die 35-Jährige auf Instagram. 2004 hatte sie das Turnier gewonnen, aktuell belegt sie Platz 32 der Weltrangliste.

Kusnezowa ist nicht die einzige prominente Spielerin, die ihre Teilnahme abgesagt hat. Auch die Weltranglisten-Erste Ashleigh Barty, Kiki Bertens und Julia Görges reisen nicht nach New York.

Bei den Männern verzichtet der spanische Titelverteidiger Rafael Nadal auf die US-Open.

19:11 Uhr

Keine Fans in den Stadien bis mindestens 31. Oktober

Die Gesundheitsminister der Länder haben sich vorerst gegen eine Rückkehr von Fans in die Bundesliga-Stadien ausgesprochen. Sie seien "zu einer einhelligen Position gekommen, dass wir ausgehend von der jetzigen pandemischen Lage es nicht befürworten, die Stadien zu öffnen", sagte die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci als Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz.

"Gesundheitspolitisch befürworten wir zurzeit zumindest bis zum 31. Oktober die Öffnung der Stadien nicht. Danach kann man noch mal aufgrund der Lage miteinander diskutieren."

Kalayci hatte sich zuvor mit ihren Ressortkollegen und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit den Plänen der Deutschen Fußball Liga befasst.

19:05 Uhr

785 Neuinfektionen in Frankreich

In Frankreich ist die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen auf 785 gesunken. Am Freitag waren 2288 Fälle gemeldet worden.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums befinden sich derzeit 5045 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern - 396 Menschen (Freitag 383) werden intensivmedizinisch versorgt.

18:42 Uhr

Offenbar "Geisterspiele" bis mindestens Ende Oktober

Fans in Fußballstadien - das hat aus Sicht der Gesundheitsminister der Länder derzeit keine Priorität. Darin bestehe Einigkeit, verlautete aus Teilnehmerkreisen nach einer Besprechung der Gesundheitsministerkonferenz.

Demnach wurde das Konzept der Deutschen Fußball Liga grundsätzlich als gut angesehen. Aus Sicht der großen Mehrheit der Ressortchefs wäre eine Umsetzung aber aktuell ein falsches Signal. Zuschauer in den Stadien seien zunächst nicht vor dem 31. Oktober wieder vorstellbar.

18:12 Uhr

NRW: 150 Euro Bußgeld für Maskenverweigerer?

Die nordrhein-westfälische Landesregierung berät morgen Vormittag über einen Entwurf für die neue Coronaschutz-Verordnung. Sie soll nach Ankündigung von Verkehrsminister Hendrik Wüst auch einen Passus enthalten, der bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen ein Bußgeld von 150 Euro vorsieht. Die Verordnung könnte bereits Mittwoch in Kraft treten. Man hoffe, mit dem Bußgeld eine abschreckende Wirkung zu erzielen, erläuterte ein Ministeriumssprecher.

17:59 Uhr

Papierkraniche gegen die Pandemie

Mehr als 20.000 Papier-Kraniche schmücken die Kathedrale St. Michael und St. Gudula in Brüssel. Das Kunstwerk ist eine Spendenaktion des Designers Charles Kaisin, der Geld für die medizinische Versorgung von Covid-19-Patienten in einem Krankenhaus sammelte.

Für jeden Papier-Kranich spendenden Partnerfirmen Geld - insgesamt mehr als 101.000 Euro. Auch Menschen aus Hongkong, New York und Tokio schickten ihre gefalteten Vögel.

In der Brüsseler Kathedrale St. Michael und St. Gudula hängen 20.325 Papier-Kraniche.  | REUTERS

In der Kathedrale St. Michael und St. Gudula hängen 20.325 Papier-Kraniche. Die Idee für das Kunstwerk "Origami For Life" hatte der Designer Charles Kaisin. Bild: REUTERS

17:49 Uhr

Berlin erwägt Alkoholverbot in Kneipen und Bars

Berlins Gesundheitssenatorin Kalayci kritisiert den Umgang vieler Wirte und Kneipengäste mit den Corona-Beschränkungen. Hygieneregeln würden oft gebrochen, so die SPD-Politikerin. Deshalb müsse über ein Alkoholverbot nachgedacht werden.

17:42 Uhr

Spahn will keine Fußball-Fans in Stadien

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält eine Rückkehr von Fans zu Spielen der Fußball-Bundesliga trotz guter Corona-Schutzkonzepte vorerst für unangebracht. "Tausende Zuschauer in den Stadien - das passt nicht zum aktuellen Infektionsgeschehen", twitterte der CDU-Politiker nach Beratungen mit den Länder-Gesundheitsministern.

Jetzt heiße es, keine vermeidbaren Risiken einzugehen. "Wir spüren, dass wir wachsam bleiben müssen. In der jetzigen Situation wären Zuschauer auf den Rängen das falsche Signal." Das Konzept der Deutschen Fußball Liga sei in der Theorie gut. Entscheidend sei in der Pandemie aber die Praxis im Alltag.

17:29 Uhr

Griechenland verschärft Corona-Beschränkungen wieder

Die griechische Regierung hat erneut umfangreiche Einschränkungen für zahlreiche Urlaubsregionen und Städte angeordnet. Zudem wurde die traditionelle Messe von Thessaloniki (5. bis 13. September) abgesagt.

Nachdem am Vortag mehr als 200 nachgewiesene Corona-Fälle gemeldet wurden, müssen alle Tavernen, Bars und Discos in zahlreichen Regionen des Landes, darunter auf Kreta, Santorin, Mykonos und anderen bekannten Urlaubsregionen spätestens um 24.00 Uhr schließen. Diese Maßnahme gilt vorerst bis 23. August, teilte eine Regierungssprecherin in Athen mit.

Zudem müssen alle über den Landweg einreisende Menschen ab 17. August einen negativen Coronatest vorlegen. Der Test darf nicht älter als 72 Stunden sein. Das Auswärtige Amt in Berlin hat seine Reisehinweise für Griechenland entsprechend aktualisiert.

Griechenland weist - gemessen an seiner Bevölkerung von gut 10,5 Millionen Einwohnern - eine geringe Zahl von Infektionen mit dem Coronavirus auf. In den vergangenen Tagen ist die Zahl von Infizierten jedoch schlagartig angestiegen.

Hinweis der Redaktion: In einer früheren Version hatten wir berichtet, dass alle Einreisende einen negativen Corona-Test vorlegen müssen. Das gilt aber nur für Einreisende auf dem Landweg. Wir haben das geändert und bitten den Fehler zu entschuldigen.

Blick in eine Taverne auf Mykonos | AFP

Auf Mykonos sitzen Inselbewohner bei einem Kaffee in einer Taverne zusammen. (Mai 2020) Bild: AFP

17:15 Uhr

In Berlin darf wieder gesungen werden

In Berlin wird das gemeinschaftliche Singen in geschlossenen Räumen demnächst wieder möglich sein. Das heute von der Senatskulturverwaltung veröffentlichte "Hygienerahmenkonzept für Kultureinrichtungen" sieht unter anderem einen Mindestabstand von zwei Metern zwischen den Singenden in alle Richtungen vor und macht genaue Vorgaben zur Raumbelüftung. Der Abstand zum Publikum soll mindestens vier Meter betragen. Jetzt müssen alle Kultureinrichtungen noch ein eigenes Hygienekonzept erstellen.

17:11 Uhr

Bayerischer Polizist nach Rede auf Corona-Kundgebung versetzt

In Bayern ist ein Polizeibeamter nach einer Rede auf einer Corona-Demonstration intern versetzt worden. Wie der BR berichtete, habe der Mann am Samstag in Augsburg beim "Fest für Freiheit und Frieden" seine Kollegen dazu aufgerufen, sich dem Protest anzuschließen. In seiner Rede habe er gängige Verschwörungstheorien bemüht. Der Polizist habe unter anderem gesagt, dass er bedrückt sei, wie sich der Staat "durch die Verbreitung von Angst und Schrecken durch die Medien und die Politik" in einen "Denunziantenstaat" verwandelt habe. Die Presse unterdrücke ihm zufolge wesentliche Informationen.

Nach BR-Informationen war der Beamte Dienstgruppenleiter bei einer Polizeiinspektion. Die Polizei habe Videoaufnahmen der Proteste gesichtet und prüfe, ob ein dienstrechtliches Fehlverhalten vorliege. Der Beamte werde ab sofort nicht mehr als Führungskraft oder im Dienst mit Bürgerkontakt eingesetzt. Das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung sei wichtig, es gebe allerdings beamtenrechtliche Grenzen, zitierte der BR einen Polizeisprecher.

17:08 Uhr

Wissenschaftlicher Dienst: Corona-Schulden verfassungsgemäß

Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags hält die enorme Neuverschuldung zur Finanzierung des Corona-Konjunkturpakets für verfassungsgemäß. Das geht aus einem Gutachten im Auftrag der AfD hervor. Darin heißt es, der im Juli verabschiedete Nachtragshaushalt mit einem Volumen von 61,8 Milliarden Euro sei angesichts der "immensen Unsicherheiten" durch die Corona-Krise alles in allem mit dem Grundgesetz vereinbar.

Der Wissenschaftliche Dienst kommt aber auch zu dem Ergebnis, dass der Nachtragshaushalt unter strengen Maßstäben durchaus als "verfassungsrechtlich problematisch" eingestuft werden könne. Die AfD sieht dadurch ihre Bedenken bestätigt und droht nun mit einem Gang vor das Bundesverfassungsgericht. Wie die AfD hatte auch die FDP den Nachtragshaushalt schon vor Wochen als unnötig und verfassungswidrig bezeichnet. Ähnlich äußerte sich kürzlich der Bundesrechnungshof.

16:18 Uhr

US-Hotelriese Marriott in der Verlustzone

Die US-Hotelkonzern Marriott hat wegen der Corona-Pandemie im zweiten Quartal deutlich weniger Umsatz gemacht und ist in die roten Zahlen gerutscht. Die Erlöse der weltweit größten Hotelkette sanken um 72 Prozent auf 1,46 Milliarden US-Dollar (1,24 Mrd Euro). Unterm Strich stand ein Verlust von 234 Millionen Dollar, wie der Konzern mitteilte.

Im Vorjahresquartal hatte Marriott noch einen Gewinn in ähnlicher Höhe verbuchen können. Trotz des dramatischen Einbruchs blieb Konzernchef Arne Sorenson zuversichtlich: "Während unser Geschäft weiterhin deutlich durch Covid-19 belastet wird, sehen wir dauerhafte Zeichen einer sich erholenden Nachfrage."

15:56 Uhr

Neue Kita-Studie zu Corona-Krise

Damit der Corona-Krise besser begegnet werden kann, sollen sich Kitas und Tagespflege für ein neuen Register erfassen lassen. Mit diesem wollen das Deutsche Jugendinstitut und das Robert-Koch-Institut herausfinden, wie die Einrichtungen auf das Corona-Infektionsgeschehen reagieren. Die Befragungen für die Studie sollen am Dienstag beginnen. Sie dauern den Angaben nach nur wenige Minuten.

Alle Kitas und Tagespflege-Personen sind aufgerufen, sich auf www.corona-kita-studie.de zu registrieren und regelmäßig an Online-Erhebungen teilzunehmen. Mit dem Register wird auf das Fachwissen und die Erfahrungen der Kinderbetreuungs-Beschäftigten gesetzt. Mit ihrer Hilfe soll sichtbar gemacht werden, vor welchen Herausforderungen die Kindertagesbetreuung aktuell steht.

15:18 Uhr

Infektionsfälle im Kloster von Assisi

Im Mutterkloster des Franziskanerordens in Assisi hat sich ein Corona-Infektionsherd gebildet. Acht Novizen und zehn Mönche seien positiv auf das Virus getestet worden, teilte der Sprecher des Klosters mit. Der Zustand der Infizierten sei gut, sie befänden sich in Isolation. Die übrigen Mönche betreuen weiterhin Pilger und Touristen, die die Franziskuskirchen im Geburtsort des Ordensgründers unter Beachtung der gegebenen Vorsichtsmaßregeln besuchen. Mehr als eine Million Gläubige und Touristen kommen jährlich zu den Kirchen in der Geburtstadt des Ordensgründers Franz von Assisi im mittelitalienischen Umbrien.

15:13 Uhr

WHO: Milliarden Dollar fehlen noch

Für die Bewältigung der Coronavirus-Pandemie fehlt nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation WHO Geld. Es würden über 100 Milliarden Dollar allein für die Impfstoffe benötigt und die WHO habe bisher lediglich zehn Prozent davon erreicht, erklärte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Die kommenden drei Monate seien entscheidend, sagte er mit Blick auf Impfstoffe bei einem Briefing in der WHO-Zentrale in Genf. "Um dieses Zeitfenster zu nutzen, müssen wir jedoch die Investitionen erhöhen." Seit im Dezember 2019 in China die ersten Fälle festgestellt wurden, sind in mehr als 210 Ländern Infektionen gemeldet worden.

15:10 Uhr

17 infizierte Migranten auf Lesbos

17 Migranten, die in den vergangenen Tagen aus der Türkei zu der griechischen Insel Lesbos übersetzten, sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte ein Sprecher des griechischen Corona-Krisenstabes mit. Die Betroffenen leben demnach aber nicht in dem überfüllten Lager von Moria auf Lesbos. Sie müssen in den nächsten 14 Tagen in einer Isolierstation im kleineren Lager von Kara Tepe in Quarantäne bleiben.

Im Lager von Moria wurden bereits Isolierstationen aufgebaut, falls das Coronavirus dort ausbrechen sollte.

14:51 Uhr

WHO: "Lasst den Druck auf dem Virus"

Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird es bis auf Weiteres immer wieder zu steigenden Corona-Zahlen kommen. "Man kann es eine zweite Welle nennen, man kann es eine zweite Spitze nennen, man kann es ein Aufflammen nennen, man kann es nennen wie man will - nimmt man den Druck von diesem Virus, kommt das Virus zurück", sagte WHO-Experte Michael Ryan. "Ich weiß, das wollen die Leute nicht hören, aber das ist die Realität." Es sei außergewöhnlich schwer, das Virus zu stoppen. Deshalb "sagen wir den Ländern in Europa: Lasst den Druck auf dem Virus", so Ryan.

14:45 Uhr

Gewinneinbruch bei Porsche

Unter dem Milliardenverlust von VW im ersten Halbjahr leidet auch Porsche. Die Holding schreibt einen Nettoverlust von 329 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 2,4 Milliarden Euro Gewinn. Für das Gesamtjahr erhofft sich Porsche aber wieder bessere Zahlen.

14:41 Uhr

Maskenpflicht im Unterricht? Das sagt eine Schülerin

Der Lehrerverband sagt ja zu Masken auch im Unterricht. Eine Schülervertreterin hält es auch angesichts der Temperaturen für keine gute Idee. Zudem sieht sie die vollen Klassen mit Sorge.

14:34 Uhr

Giffey: Kinder auch mit Schnupfennase in die Kita

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey mahnt zu Beginn des neuen Kita-Jahres klare Vorgaben für Eltern und Betreuungseinrichtungen im Umgang mit der Corona-Pandemie an. So sollten zwar keine fiebernden Kinder in die Kindertagesstätte geschickt werden, sagte sie. Doch dürfe "nicht jede Schnupfennase" automatisch dazu führen, dass ein Kind zu Hause bleiben müsse.

Um erneute flächendeckende Schließungen von Kitas möglichst zu vermeiden, stellt der Bund den Ländern eine Milliarde Euro zusätzlich bereit, die in Hygiene- oder Umbaumaßnahmen fließen können, wie Giffey betonte. Einberufen wird außerdem ein Corona-Kita-Rat, der alle zuständigen Stellen zusammenführt. Eine Corona-Kita-Studie soll Erkenntnisse darüber bringen, inwieweit Kitas überhaupt die Möglichkeit haben, angemessen auf das Coronavirus zu reagieren.

14:02 Uhr

WHO erwartet Erreichen der 20-Millionen-Marke

In dieser Woche wird die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Marke von 20 Millionen übersteigen. Gleichzeitig werde die Zahl der gestorbenen Infizierten 750.000 erreichen, erklärte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf.

Die Corona-Pandemie habe der Welt und den Menschen viel Schmerz und Leid gebracht, sagte Tedros. Der Äthiopier betonte jedoch, dass es Hoffnung im Kampf gegen die Pandemie gebe. Neuseeland habe seit 100 Tagen keine Übertragung des Erregers mehr gemeldet. Tedros nannte auch Deutschland als Beispiel für ein Land, das Covid-19 eingedämmt habe. In Ruanda bräuchten die Menschen nicht für einen Corona-Test oder eine Behandlung zu bezahlen, erklärte der WHO-Generaldirektor. Er forderte alle Menschen auf, durch einfache Verhaltensweisen wie regelmäßiges Händewaschen zum Kampf gegen die Pandemie beizutragen.

13:43 Uhr

Regierung mahnt Einhaltung der Regeln an

Die Bundesregierung hat angesichts zuletzt wieder gestiegener Corona-Infektionszahlen zu weiterer Vorsicht aufgerufen. Es bleibe zentral, dass alle weiterhin die relativ einfachen und bisher besten Instrumente gegen die Pandemie nutzten, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert mit Blick auf Abstand, Hygiene und Mund-Nasen-Bedeckungen. "Jeder einzelne von uns trägt Verantwortung für sich selbst und für seine Mitmenschen." Es gelte, wachsam zu bleiben, um Erreichtes bei der Corona-Eindämmung nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen.

Zum schrittweise wieder startenden Schulbetrieb sprach Seibert von einer "anspruchsvollen Aufgabe", das Recht auf Bildung mit einem hohen Gesundheitsschutz zu verbinden. Dies sei in jedem Bundesland umzusetzen, wobei neben den Rechten der Schüler auch die der Lehrer und Lehrerinnen zu bedenken seien.

13:34 Uhr

Söder kann sich keine vollen Stadien vorstellen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht volle Stadien zum Beginn der Fußballbundesliga "außerordentlich skeptisch". Vielleicht sei es im Lauf der Saison möglich, derzeit könne er sich volle Stadien jedoch nicht vorstellen, sagte er nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts in Nürnberg. Es sei "nicht klug", zum Schulbeginn im Herbst "zusätzlich noch einmal 20.000, 25.000 Leute in Stadien" zu haben.

Die vorliegenden Konzepte seien "theoretisch mit guten Ansätzen versehen", sagte Söder. Ob sie in der Praxis umsetzbar seien, sei "schwierig". Der CSU-Politiker warnte vor einer "verheerenden Signalwirkung" in der Öffentlichkeit. Dies gelte sowohl für den Bereich der Medizin als auch gegenüber kulturellen Veranstaltungen.

Für die letzten Augustwoche will Söder in Absprache mit dem Bund eine Ministerpräsidentenkonferenz einberufen, bei der die Bundesliga thematisiert werden soll. Die Gesundheitsministerkonferenz berät heute über eine Rückkehr von Zuschauern in Fußballstadien.

13:17 Uhr

Rostocker Schüler positiv auf Corona getestet

Nach den positiven Coronavirus-Tests bei vier schulpflichtigen Kindern einer Rostocker Familie ist die Quarantäne auf den Hort einer Grundschule ausgeweitet worden. Nach der Rückkehr von einem Auslandsaufenthalt am vergangenen Dienstag waren zwei Schüler der 7. und 9. Klasse an der Borwin-Schule positiv auf das Sars-CoV-2-Virus getestet worden. Daraufhin wurden insgesamt 67 Mitschüler und Lehrer am Sonntag in Quarantäne geschickt.

Eines der beiden jüngeren Kinder sei noch gar nicht in der Schule gewesen, sagte ein Stadtsprecher. Das zweite sei am Freitag nur bei einem Sportfest gewesen, dann allerdings noch in den Hort der Grundschule gegangen. Deshalb sei die Quarantäne auf vier weitere Hortschüler und eine Erzieherin ausgeweitet worden.

13:12 Uhr

Bayern plant flächendeckend Corona-Testzentren

In Bayern sollen in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt Corona-Testzentren eingerichtet werden, also rund 100 an der Zahl. Ministerpräsident Markus Söder sagte anschließend in Nürnberg, die Menschen sollten sich schnell und unbürokratisch testen lassen können und dafür nicht mehr zum Arzt gehen müssen.

Reiserückkehrer sollten sich nach Worten Söders künftig zweimal testen lassen: Einmal an der Grenze beziehungsweise am Flughafen, und ein zweites Mal fünf bis sechs Tage später. Dazu sollen die Testkapazitäten in Bayern weiter massiv ausgebaut werden - von derzeit 55.000 pro Tag auf dann "weit über 200.000 pro Tag".

12:33 Uhr

Brandenburg: Corona-Stichproben an Kita- und Schulkindern

Mit dem Beginn des Regelbetriebs an den Brandenburger Schulen hat die Landesregierung Corona-Tests für Kita- und Schulkinder gestartet. Bis Ende August sollen in einer Stichprobe ein Prozent der Kinder und Jugendlichen des Bundeslandes auf das Coronavirus getestet werden, wie das Gesundheits- und das Bildungsministerium mitteilten. Die freiwilligen Tests betreffen etwa 2900 Schüler und 1100 Kita-Kinder aus 72 Schulen und zwölf Kitas.

Die Ergebnisse sollen bei der Anordnung von Corona-Maßnahmen berücksichtigt werden. Ähnliche Testreihen gibt es auch in anderen Bundesländern. Sie sollen klären helfen, mit welchen Ansteckungsrisiken die Öffnung von Kitas und Schulen verbunden ist.

12:11 Uhr

Verbraucherschützer fordern mehr Druck auf Lufthansa

Der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, fordert mehr Druck von der Bundesregierung auf die Lufthansa, damit Kunden für in der Corona-Krise ausgefallene Flüge ihr Geld zurückbekommen. Die Airline müsse bis Ende August alle Tickets für ausgefallene Flüge vollständig erstatten, verlangte Müller im Gespräch mit den Zeitungen der "Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft". Von der Lufthansa hieß es zuvor, es werden "noch einige Wochen" dauern.

Müller kritisierte die bislang nicht erstatteten Ticketkosten als "illegale Zwangsdarlehen". Es könne nicht sein, dass die Fluggesellschaft Hilfszahlungen in Milliardenhöhe aus Steuergeldern erhalte und die Ticketkosten trotzdem bislang nicht zurückerstatte. Schließlich müssten nach der EU-Fluggastrechte-Verordnung vorausbezahlte Kundengelder innerhalb von sieben Tagen nach Stornierung durch die Airline zurückgezahlt werden. 

Auch die Bundesregierung hatte zuvor die Lufthansa wegen der zögerlichen Erstattung der Ticketkosten kritisiert.

12:06 Uhr

USA wollen Impfstoff-Dosen weitergeben

Die USA wollen einen möglichen US-Corona-Impfstoff mit dem Rest der Welt teilen - allerdings erst, wenn sie selbst damit ausreichend versorgt sind. "Unsere erste Priorität ist natürlich die Entwicklung und Produktion einer ausreichenden Menge von sicheren und wirksamen durch die FDA zugelassenen Impfstoffen und Medikamenten zum Einsatz in den Vereinigten Staaten", sagte US-Gesundheitsminister Alex Azar während eines Besuchs in Taiwan.

Sobald der Bedarf der USA gedeckt sei, gehe er davon aus, dass diese Produkte der Weltgemeinschaft zu einer fairen und angemessenen Verteilung zur Verfügung stehen. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor von der Möglichkeit gesprochen, dass es einen Impfstoff noch vor der US-Wahl am 3. November geben könnte. Experten des Präsidialamts zeigen sich weniger optimistisch: In einem Reuters-Interview sagte US-Seuchenexperte Anthony Fauci zuletzt, eine Zulassung könnte Ende des Jahres vorliegen und im Frühjahr dann Millionen Impfeinheiten.

Weltweit befinden sich mehr als 200 Covid-19-Impfstoffkandidaten in der Entwicklung, davon mehr als 20 in klinischen Studien am Menschen.

11:57 Uhr

Kritik an kostenlosen Tests wird lauter

Aus der SPD kommt vermehrt Kritik an kostenlosen Corona-Tests. So sprachen sich etwa der SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil und Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher dafür aus, dass Bürger, die in Risikogebieten Urlaub machen, selbst für die Pflichttests aufkommen sollen. Und auch aus der CDU kommen Bedenken:

10:49 Uhr

Zahl der Minijobber im Juni gestiegen

In Deutschland arbeiten nach dem Einbruch im Frühjahr wieder mehr Menschen in Minijobs. Ende Juni seien im gewerblichen Bereich bundesweit 5,9 Millionen Minijobber mit 450-Euro-Jobs oder kurzfristigen Beschäftigungen gemeldet gewesen. Das seien rund 200.000 mehr als Ende Mai, teilte die Minijob-Zentrale in Bochum mit. Insgesamt liege die Zahl der Minijobber damit allerdings immer noch um 837.000 unter dem Vorjahresniveau.

Eine Putzkraft wischt einen Boden | dpa

In Privathaushalten stieg die Zahl der Minijobber seit dem März sogar um 2,4 Prozent an. Bild: dpa

Einbrüche bei den Beschäftigtenzahlen gab es in den vergangenen drei Monaten vor allem im Gastgewerbe sowie in den Bereichen Kunst, Unterhaltung und Erholung. Stark steigende Minijobberzahlen verzeichnete dagegen wegen des Bedarfs an Erntehelfern die Land- und Forstwirtschaft, und auch die Bauindustrie suchte verstärkt Hilfskräfte. Als weitgehend immun gegenüber der Corona-Krise erwiesen sich in den vergangenen Monaten die Minijobs in Privathaushalten. Hier stieg die Zahl der angemeldeten Minijobber seit dem März sogar um 2,4 Prozent oder 7252 Personen an.

10:38 Uhr

Weniger Firmenpleiten - während ausgesetzer Insolvenzantragspflicht

Trotz der wirtschaftlichen Not vieler Betriebe ist die Zahl der Insolvenzen in Deutschland auch im Mai im Vorjahresvergleich deutlich gesunken. Die Amtsgerichte meldeten 1504 Insolvenzen und damit 9,9 Prozent weniger als im Mai 2019, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Statistiker führten die Entwicklung auf die pandemiebedingt weiterhin ausgesetzte Insolvenzantragspflicht zurück.

Die meisten Unternehmensinsolvenzen gab es demnach mit 247 Fällen im Handelsbereich. Im Baugewerbe stellten 235 Unternehmen einen Insolvenzantrag. Im Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen wurden 168 Insolvenzen angemeldet, im Gastgewerbe 164.

10:24 Uhr

Chirurgen: Masken verursachen keine Segelohren

Plastische Chirurgen in Israel geben Entwarnung: Das Tragen von Masken führt nicht zu Segelohren. Die Entwicklung des Gehörgangs sei im Alter von sechs Jahren abgeschlossen; die Struktur des Ohrs verändere sich also nicht "durch Druck eines Gummibandes oder einer Kordel", sagte eine Gruppe plastischer Chirurgen laut der Zeitung "Jerusalem Post".

Wer sich dennoch vor abstehenden Ohren fürchte, könne auf einen Schal oder ein Tuch ausweichen, so die Ärzte. In Israel besteht seit Ende März Maskenpflicht im öffentlichen Raum. Zuwiderhandlungen können mit bis umgerechnet 125 Euro Strafe geahndet werden.

Jugendliche mit Masken gehen eine Straße entlang. | dpa

Laut israelischer Chirurgen müssen sich diese Jugendlichen keine Sorgen machen, dass sie Segelohren bekommen könnten. Bild: dpa

10:04 Uhr

Aida Cruises will Anfang September starten

Nach der kurzfristigen Absage des Saisonstarts wegen fehlender Genehmigungen der italienischen Regierung plant Aida Cruises den Neustart nun für Anfang September. Die Zustimmung aus Italien für die Neustartkonzepte liege inzwischen vor, so das Unternehmen. Ab dem 6. September sollen die ersten Fahrten ab Kiel losgehen. Danach folgen ab Hamburg die ersten Kreuzfahrten zu den norwegischen Fjorden. Mit Ausnahme dieser Reisen verlängerte Aida aber wegen der Corona-Pandemie die Unterbrechung der Kreuzfahrtsaison bis zum 30. September.

09:53 Uhr

Touristische Übernachtungen in Deutschland eingebrochen

Wegen der Corona-Krise verzeichnen Hotels und Pensionen in Deutschland einen dramatischen Rückgang der Übernachtungen. Im Vergleich zum Vorjahr brach die Zahl der Buchungen um 47 Prozent auf 117,5 Millionen ein, teilte das Statistische Bundesamt mit. Besonders stark leiden Stadt- und Tagungshotellerie, weil Messen, Kongresse, Tagungen immer noch nicht stattfinden und viele Geschäftsreisende ausbleiben.

09:40 Uhr

Lehrerverband für Maskenpflicht im Unterricht

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hält eine Maskenpflicht in Klassenzimmern für unabdingbar, wenn der Unterricht normal stattfinden soll. "Wer vollen Unterrichtsbetrieb will, kommt an der Maskenpflicht nicht vorbei", sagte Meidinger der "Passauer Neuen Presse". Weder Lehrer noch Schüler seien Fans der Maskenpflicht. "Aber das ist wohl das Opfer, das wir zumindest vorübergehend bringen müssen, um eine zweite Infektionswelle zu verhindern", betonte Meidinger. Er bezeichnete es als "aberwitzig", dass in Supermärkten, Zügen, Bussen, Gaststätten und bei Veranstaltungen Masken und Abstandsregelungen vorgeschrieben seien und an Schulen auf beides verzichtet werde.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet verteidigte die Maskenpflicht für ältere Kinder in Klassenzimmern in seinem Bundesland. Zu der Frage, ob die Verpflichtung auch mit Blick auf die aktuell hohen Temperaturen zumutbar sei, sagte Laschet im ZDF-Morgenmagazin: "Ja, das ist zumutbar. Es gibt bestimmte Regeln für Kinder, die erkrankt sind oder die besondere Dinge zu berücksichtigen haben."

Mit der Maskenpflicht, die an weiterführenden und berufsbildenden Schulen Nordrhein-Westfalens ab dem Schulstart am Mittwoch sogar im Unterricht gilt, ist NRW einen bundesweiten Sonderweg gegangen.

08:54 Uhr

Deutsche Baubranche mit Umsatzplus

Die deutsche Baubranche kommt bislang vergleichsweise gut durch die Krise. Der Umsatz im Bauhauptgewerbe stieg von Januar bis Mai um 5,6 Prozent zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich gleichzeitig um 1,7 Prozent.

Zuletzt gab es allerdings einen negativen Trend beim Umsatz: Im Mai fiel er um drei Prozent niedriger aus, wobei die Beschäftigtenzahl dennoch um 0,7 Prozent zulegte. "Da das Umsatzniveau nach wie vor sehr hoch ist, zeigt sich weiterhin kein eindeutiger Einfluss der Pandemie auf Umsatz und Beschäftigung im Bauhauptgewerbe", betonten die Statistiker.

Ein Plakat auf einer Baustelle zeigt offene Stellen an. | dpa

Ausschreibungen für Jobs auf dem Bau: Trotz Corona-Krise steigt die Zahl der Beschäftigen im Baugewerbe sogar etwas an. Bild: dpa

08:28 Uhr

Israel erlaubt Veranstaltungen

Die israelische Regierung hat Kulturveranstaltungen unter freiem Himmel genehmigt. An den Veranstaltungsorten müssen demnach Bereiche markiert werden, in denen sich 20 Menschen aufhalten dürfen. Jede Veranstaltung muss vom Gesundheitsministerium genehmigt werden.

Das Kabinett beschloss zudem neue Versammlungsbeschränkungen. So dürfen im privaten und öffentlichen Bereich sowie am Arbeitsplatz unter freiem Himmel maximal 20 Menschen zusammenkommen, in Gebäuden nur noch zehn. In Fahrzeugen dürfen außer dem Fahrer nur noch zwei weitere Personen sitzen, ausgenommen sind Lebensgemeinschaften. Die Regeln gelten ab morgen.

08:18 Uhr

Pflegebeauftrager warnt vor Personalnot

Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat davor gewarnt, dass die Personalnot in der Pflege zunehmen könnte. Wenn sich an Tarifen, Löhnen und Arbeitsbedingungen nichts ändere, könne das zu einer weiteren Abwanderung von Personal führen, sagte Westerfellhaus der "Rheinischen Post".

Die Pflegekräfte seien zu Beginn der Corona-Krise hochgejubelt und für systemrelevant erklärt worden, sagte Westerfellhaus. Es müsse sich jetzt dringend etwas an der Situation in der Pflege verbessern. Bei den Pflegekräften nehme er eine Stimmung wahr, wonach sie in der Corona-Zeit noch durchhalten wollten und sich dann einen anderen Job suchen würden.

Der Pflegebeauftragte sieht für die Branche eine doppelte Gefahr: "Wir haben nicht nur bereits zu wenige Pflegekräfte, unter den aktuellen Umständen sind vor allem auch viele von ihnen nicht mehr bereit oder in der Lage, Vollzeit in diesem Beruf zu arbeiten", sagte er.

08:06 Uhr

Schulstart in weiteren Bundesländern

Nach Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern geht heute auch in Schleswig-Holstein, Berlin und Brandenburg der Unterricht für Schülerinnen und Schüler wieder los - mit unterschiedlich strengen Regeln:

07:30 Uhr

ifo: Deutsche Wirtschaft erwartet monatelange Einschränkungen

Die deutsche Wirtschaft rechnet laut einer Umfrage wegen des Coronavirus mit einer Einschränkung des öffentlichen Lebens für weitere 8,5 Monate. Die Dienstleister erwarten 8,9 Monate, der Handel 8,6, der Bau 8,2 und die Industrie 7,8 Monate, teilen die ifo-Wirtschaftsforscher unter Berufung auf eine Sonderfrage mit. Firmen der Freizeitbranche befürchten Einschränkungen von 13,0 Monaten. Künstlerische Tätigkeiten und die Gastronomie erwarten 11,0 Monate.

07:09 Uhr

Umfrage: ÖPNV noch lange in der Krise

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) wird nach Ansicht kommunaler Entscheider nicht so schnell aus der Krise kommen. In einer am Montag in der "Zeitung für kommunale Wirtschaft" veröffentlichten Civey-Umfrage sagten die Hälfte der Befragten, sie rechneten erst in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres mit einem grundlegenden Wandel. Fast ein Viertel der Befragten sagte sogar, der ÖPNV habe wegen des Trends zum Homeoffice seine beste Zeit hinter sich.

Mitarbeiter der Frankfurter Verkehrsbetriebe verteilen Masken an Fahrgäste.  | dpa

In der Frankfurter U-Bahn verteilen Mitarbeiter Masken an Fahrgäste - die Maskenpflicht gilt im ÖPNV in Hessen gilt seit Ende April. Bild: dpa

Die Hälfte der Befragten ist der Ansicht, dass die Ansteckungsangst der Menschen vorerst bleiben wird und die Nutzung von Bussen und Bahnen daher entsprechend geringer ausfallen wird. Männer sind pessimistischer als Frauen: 60 Prozent der Männer stimmten der Aussage zu, aber nur 40 Prozent der Frauen. 31 Prozent der Befragten sprachen sich für eine Ausdünnung des Angebots aus. Rund 27 Prozent dagegen befürworten eine offensive Herangehensweise, also etwa die Anschaffung neuer Fahrzeuge oder eine verbesserte Taktung, um so mehr Fahrgäste anzulocken. Etwa ein Viertel der Befragten möchte hier lieber abwarten und vorerst nichts ändern.

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat die Einnahmeausfälle des öffentlichen Nahverkehrs wegen der Corona-Krise allein in diesem Jahr auf fünf Milliarden Euro geschätzt. Der Bund will sich mit 2,5 Milliarden Euro an einem Rettungspaket beteiligen, die andere Hälfte sollen die Länder beisteuern. 

06:40 Uhr

Berliner Tourismusbranche bei 30-40 Prozent des Vorjahres

Die Berliner Tourismusbranche steckt noch in der Corona-Krise. Nach zwei erfolgreichen Monaten Anfang des Jahres habe es mit dem Lockdown im März einen Absturz bis fast auf null gegeben, sagte Burkhard Kieker, Chef der Berliner Tourismusgesellschaft Visit Berlin, der Nachrichtenagentur dpa. Seit Juni gebe es aber eine deutliche Erholung. "Wir sind derzeit bei 30 bis 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr", sagte Kieker. Dieses Niveau bei den Gästezahlen erwarte er auch für die zweite Jahreshälfte.

In Berlin dürfen seit dem 25. Mai in Hotels und Pensionen wieder Touristen übernachten. Es gebe schon wieder Gäste vor allem aus Dänemark, den Niederlanden, der Schweiz und Österreich, die nach Berlin kämen, sagte Kieker. Auch aus Großbritannien sei das zu beobachten.

05:24 Uhr

RKI meldet 436 Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 436 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 216.327 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle liegt bei 9197, einer mehr als am Tag zuvor.

Damit ist die Zahl der Neuinfizierten den zweiten Tag in Folge wieder rückläufig. Allerdings melden an den Wochenenden nicht alle Gesundheitsämter ihre Zahlen umgehend an das RKI. Bis Sonntagmorgen hatten 197.400 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

04:26 Uhr

Weitere elf Millionen Euro für Containment-Scouts

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stellt laut der "Augsburger Allgemeinen" mehr Geld für die Nachverfolgung von Infektionsketten bereit. Gesundheitsämter sollten für sechs weitere Monate Hilfe von sogenannten Containment-Scouts bekommen. Das Robert-Koch-Institut erhalte dafür 10,7 Millionen Euro für Personal- und Sachkosten. Damit könnten die Gesundheitsämter bis ins nächste Jahr hinein bei der Nachverfolgung von Kontakten zu Corona-Infizierten unterstützt werden.

02:33 Uhr

Mexiko meldet knapp 4400 Neuinfektionen

Mexiko meldet 4376 Neuinfektionen. 292 weitere Personen sind laut Gesundheitsministerium in Verbindung mit dem Coronavirus gestorben. Damit sind mittlerweile 480.278 Fälle bekannt. Die Zahl der Todesfälle liegt bei 52.298.

Ein Arbeiter gräbt im neuen Bereich des Friedhofs Valle de Chalco in Mexiko-Stadt. | dpa

Der Friedhoft Valle de Chalco in Mexiko-Stadt hat neue Bereiche zur Verfügung gestellt, weil die Zahl der Toten rapide angestiegen ist. Bild: dpa

02:06 Uhr

SPD-Generalsekretär für härteres Vorgehen gegen Corona-Partys

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil fordert ein härteres Durchgreifen des Staates bei Corona-Partys. "Das sind wenige, die das Gemeinwohl, den Wohlstand und das Zusammenhalten von allen gefährden. Und deswegen glaube ich: Da muss der Staat härter vorgehen", sagte Klingbeil zu "Bild".

02:03 Uhr

Hamburgs Bürgermeister für Fußball mit einigen Tausend Fans

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher hat sich vor dem Gespräch der Länder-Gesundheitsminister am Montag für Bundesliga-Spiele mit Fans in den Stadien ausgesprochen. Der SPD-Politiker sagte "Bild": "Warum soll es nicht möglich sein, ein Fußballstadion mit einigen Tausend Zuschauern aufzumachen?" Es müsse um die Verhältnismäßigkeit gehen. "Das, was angesichts von Risikoschutz möglich ist, sollte man machen." In Hamburg sei es in der Elbphilharmonie bereits möglich, Konzerte mit bis zu 750 Personen auch live zu verfolgen.

01:56 Uhr

Innenstaatssekretär für Anzeigepflicht vor Reise ins Risikogebiet

Innenstaatssekretär Günter Krings hat die Einführung einer Anzeigepflicht vor geplanten Reisen in Corona-Risikogebiete vorgeschlagen. "Wer in ein Risikogebiet reisen will, sollte das vorher dem Gesundheitsamt melden, damit es hinterher leichter überprüfen kann, ob der verpflichtende Corona-Test bei der Einreise gemacht und gegebenenfalls die Quarantäne eingehalten wurde", sagte der CDU-Politiker der "Rheinischen Post".

Für Heimkehrer aus Risikogebieten gibt es derzeit zwei Möglichkeiten: Entweder sie lassen sich noch im Urlaubsland höchstens 48 Stunden vor der Abreise testen und legen einen Negativ-Nachweis in deutscher oder englischer Sprache vor. Tests im Ausland sind aber selbst zu zahlen. Oder sie lassen sich nach der Rückkehr in Deutschland testen, was bis zu drei Tage kostenlos möglich ist, etwa auch beim Hausarzt.

01:50 Uhr

Viele Firmen nehmen Hilfe in Anspruch

Viele Firmen verdanken ihr Überleben in der Krise der staatlichen Corona-Hilfe. Der Anteil der Betriebe, der eine derartige Maßnahme beantragt habe, liege bei 44 Prozent, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf eine Umfrage der Universität Mannheim und des ZEW-Instituts.

Insgesamt hätten sogar zwei Drittel der 8500 teilnehmenden Firmen in irgendeiner Form staatliche Hilfe beansprucht. 40 Prozent der Betriebe gaben demnach an, durch die Pandemie mindestens 30 Prozent ihres Umsatzes verloren zu haben.

01:48 Uhr

Brasilien meldet mehr als 23.000 Neuinfektionen

In Brasilien ist die Zahl der bekannten Infektionen um 23.010 auf insgesamt knapp 3,04 Millionen gestiegen. Das Gesundheitsministerium gab zudem 572 weitere Todesfälle - damit insgesamt 101.049 - bekannt.

01:20 Uhr

Britische Totenzahl möglicherweise nur noch wochenweise

Großbritannien stellt einer Zeitung zufolge möglicherweise die tägliche Veröffentlichung der Corona-Totenzahlen ein. Eine von Gesundheitsminister Matt Hancock angeordnete Untersuchung könnte im Laufe der Woche eine entsprechende Empfehlung abgeben, berichtet der "Telegraph" unter Berufung auf Regierungskreise.

Hintergrund sei die Entdeckung, dass die Behörden in England bei der Zahl der Toten "übertrieben" hätten. Möglicherweise solle die Statistik stattdessen wochenweise veröffentlicht werden.