Außenminister Heiko Maas | dpa
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Liveblog zur Corona-Krise ++ Maas verteidigt Rechnungen für Rückholaktion ++

Stand: 15.06.2020 22:10 Uhr

Außenminister Maas hat in der ARD begründet, warum Urlauber für Rückholaktionen bezahlen müssen. Die US-Arzneimittelbehörde FDA widerruft die Corona-Genehmigung für ein Malaria-Medikament. Die Entwicklungen vom Montag zum Nachlesen.

  • US-Behörde widerruft Corona-Genehmigung für Malaria-Medikament
  • Meldepflicht für Corona-Infektionen bei Haustieren geplant
  • Bund plant Rekordschulden von 218,5 Milliarden Euro
  • Bundesregierung beteiligt sich an Impfstoffhersteller CureVac
  • 192 registrierte Neuinfektionen in Deutschland
15.6.2020 • 22:10 Uhr

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Damit schließen wir den Liveblog für heute.

15.6.2020 • 22:08 Uhr

Zahl der Neuinfektionen in der Türkei gestiegen

In der Türkei hat sich die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb von zwei Wochen verdoppelt. Binnen 24 Stunden seien 1592 Neuinfektionen und 18 Todesfälle gemeldet worden, erklärte Gesundheitsminister Fahrettin Koca bei Twitter. Am 2. Juni hatte die Zahl der täglichen Neuinfektionen noch bei 786 Fällen gelegen.

Auf dem Höhepunkt der Pandemie im April verzeichnete die Türkei allerdings mehr als 5000 Neuinfektionen täglich. Insgesamt haben sich damit fast 180.000 Menschen in der Türkei mit dem neuen Coronavirus infiziert, wie Koca mitteilte. 4825 Menschen starben an den Folgen der Infektion.

Die Türkei hat zahlreiche Beschränkungen zur Eindämmung des Virus bereits wieder aufgehoben. Restaurants dürfen wieder öffnen, in Moscheen darf wieder gebetet werden. Ab dem 1. Juli sollen auch Theater und Kinos wieder öffnen.

15.6.2020 • 21:33 Uhr

Oscar-Gala auf Ende April 2021 verschoben

Wegen der Coronavirus-Pandemie wird die Oscar-Gala im kommenden Jahr verschoben. Das teilte die Film-Akademie in Beverly Hills mit. Statt wie geplant am 28. Februar soll die 93. Trophäen-Show nun erst am 25. April stattfinden. Die Nominierungen für Hollywoods wichtigsten Filmpreis sollen am 15. März verkündet werden.

Mit dem Aufschub wolle man den Filmemachern die Möglichkeit geben, ihre Filme fertigzustellen und in die Kinos zu bringen, hieß es. Wegen des Coronavirus wurden seit März die meisten Filmproduktionen gestoppt. Weltweit machten Kinos zu.

Erst kürzlich hatte die Akademie mitgeteilt, dass bei der kommenden Oscar-Verleihung auch Filme in die Auswahl kommen, die nie im Kino waren, sondern ausschließlich bei Streaming-Diensten zu sehen sind. Normalerweise muss ein Film an mindestens sieben aufeinanderfolgenden Tagen in einem Kino in Los Angeles zu sehen sein, um für eine Nominierung für die Filmpreise infrage zu kommen.

15.6.2020 • 21:08 Uhr

Lufthansa: Überkapazität von etwa 11.000 Stellen in Deutschland

Die von der Corona-Krise hart getroffene Lufthansa hat allein in Deutschland nach eigenen Angaben etwa 11.000 Stellen zu viel. Gut eine Woche vor der entscheidenden Abstimmung der Aktionäre über das staatliche Rettungspaket nannte die Airline genauere Zahlen. Demnach gibt es im Flugbetrieb einen rechnerischen Überhang von knapp 5000 Stellen, 2600 entfallen auf Flugbegleiter, 1500 auf Bodenmitarbeiter und 600 auf Piloten. Insgesamt bezifferte das Unternehmen die rechnerischen Überkapazitäten bereits vergangene Woche auf 22.000 Vollzeitstellen in der Gruppe.

Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi will die Lufthansa Technik mehr als 300 Mitarbeiter entlassen. Das habe die Unternehmensführung beim Betriebsrat beantragt, sagte der Gewerkschaftssekretär Domenico Perroni. Er gehe davon aus, dass die Kündigungen relativ kurzfristig kämen. Betroffen seien Beschäftigte auf Probezeit. Verdi kritisiere, dass die Arbeitsplätze nicht gesichert würden, obwohl der Bund dem Lufthansa-Konzern mit Milliardenbeträgen helfe.

15.6.2020 • 21:00 Uhr

Maas verteidigt Rechnungen für Rückholaktion

Bundesaußenminister Heiko Maas hat die nun verschickten Rechnungen für vergangene Rückholaktionen in der Corona-Krise verteidigt. Im ARD extra sagte er, das stehe so im Konsulargesetz und sei die übliche Praxis. Außerdem verwies er auf den Grundsatz der Gleichbehandlung. Viele Urlauber seien mit kommerziellen Fluggesellschaften zurückgebracht worden. Dafür hätten diese Tickets kaufen müssen.

Darüber hinaus bekräftigte Maas erneut, im Falle eines Corona-Ausbruchs in einem Urlaubsland keine deutschen Touristen mehr zurückzuholen. Man habe sich mit den EU-Ländern abgesprochen, wie im Falle eines Ausbruchs vorzugehen sei. Er gehe davon aus, dass der Flugverkehr sich stabilisiere, so dass die Touristen auch wieder nach Deutschland zurückkommen.

15.6.2020 • 19:54 Uhr

Wohnblock in Berlin unter Quarantäne

In Berlin-Neukölln ist ein Wohnblock unter Quarantäne gestellt worden. Das bestätigte Gesundheitsstadtrat Falko Liecke (CDU) dem rbb. "Wir haben ein auffälliges Infektionsgeschehen und versuchen Maßnahmen zu treffen um dieses einzudämmen", sagte Liecke. Zunächst hatte die "B.Z." über den Fall berichtet.

Betroffen seien mehrere Aufgänge des Wohnblocks. 52 dort lebende Personen wurden bisher positiv auf das Coronavirus getestet, so Liecke. Die Infektionszahl stammt allerdings vom Freitag. Man warte auf weitere Laborergebnisse. Im Laufe der Woche sollen die Bewohner der betroffenen Blockteile durchgetestet werden. Die Zahl der Fälle könnte sich also noch erhöhen. Eine infizierte Person, der Pfarrer einer Pfingstgemeinde, müsse stationär im Krankenhaus behandelt werden, sagte Liecke.  

15.6.2020 • 19:06 Uhr

WHO: Pandemie stört Vorbereitung auf Grippesaison

Die Corona-Pandemie beeinflusst laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Vorbereitung auf die Grippe-Saison sehr negativ. Das Sammeln der nötigen Informationen zu den potenziell gefährlichen Grippeviren leide momentan etwa unter der Beanspruchung von Laboratorien und der Fachkräfte, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die Zahl der an die WHO geschickten Virenproben sei um 62 Prozent gesunken, die die Zahl der in eine spezielle WHO-Datenbank hochgeladenen Gensequenzen von Grippeviren sogar um 94 Prozent zurückgegangen.

"Diese Störungen könnten kurz- und langfristige Effekte haben, darunter auch den Verlust der Fähigkeit, neue Grippeviren mit pandemischen Potenzial zu erkennen", sagte Tedros. Auf der Südhalbkugel sei die Grippe-Saison bereits im Gang. Es gelte, keine Zeit zu verlieren, appellierte Tedros an die internationale Gemeinschaft, wie bisher Daten zu den Grippeviren zur Verfügung zu stellen. Auf Basis dieser Informationen spricht die WHO Empfehlungen für Impfstoffe aus.

15.6.2020 • 18:53 Uhr

Italien meldet niedrigste Totenzahl seit März

Italien hat die niedrigste Totenzahl seit mehr als drei Monaten gemeldet. Innerhalb von 24 Stunden sei die Zahl der Toten um 26 auf 34.371 gestiegen, teilte der Zivilschutz in Rom mit. Zuletzt waren am 2. März 18 Tote an einem Tag registriert worden. Insgesamt wurden in Italien bisher 237.290 Infektionen gemeldet, die meisten davon in der Lombardei. Der Ausbruch war Ende Februar in zwei Provinzen in Norditalien bekannt geworden. Experten gehen davon aus, dass das Virus schon Wochen vorher in Italien zirkulierte. Zeitweise starben pro Tag bis zu 800 Menschen mit der Lungenkrankheit Covid-19.

15.6.2020 • 18:48 Uhr

Mehr als 100 bestätigte Infektionen in Peking

In Peking haben sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO inzwischen mehr als 100 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Die WHO sei wegen des Ausbruchs besorgt, weil Peking eine große und eng verflochtene Stadt sei, sagte Mike Ryan, bei der WHO zuständig für das Coronavirus. Man verfolge die Lage "sehr genau".

Die WHO habe der Regierung in Peking ihre Unterstützung angeboten, sagte Ryan. Der Ausbruch werde untersucht. Das gelte insbesondere für die Hypothese, dass das Virus mit Lachs oder Lachs-Verpackungen nach Peking gekommen sei. Er sei aber zurückhaltend damit, dass nun alle Verpackungen auf das Virus getestet werden müssten.

15.6.2020 • 18:14 Uhr

US-Behörde widerruft Genehmigung für Hydroxychloroquin

In den USA hat die Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) ihre Ausnahmegenehmigung für das Medikament Hydroxychloroquin zur Behandlung von Covid-19-Erkrankungen widerrufen. Es sei angesichts der bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse "unwahrscheinlich", dass das Malaria-Medikament auch bei der Behandlung der Lungenerkrankung wirksam sei, erklärte die FDA. Zudem habe der Einsatz des Medikaments "ernsthafte" Nebenwirkungen, darunter Herzprobleme, weswegen die Ausnahmegenehmigung widerrufen werde, hieß es weiter. Die Zulassung des Medikaments für Malaria und zur Behandlung bestimmter Autoimmunkrankheiten ist davon nicht betroffen.

US-Präsident Donald Trump hatte intensiv für Hydroxychloroquin als wichtiges Mittel im Kampf gegen das Coronavirus geworben. Trump hatte das Medikament nach Angaben seines Arztes auch selbst als Coronavirus-Prophylaxe eingenommen - obwohl es keine schlüssigen Beweise für eine solche Wirksamkeit gibt.

15.6.2020 • 17:57 Uhr

Norwegen stoppt Corona-App

Norwegen will nach Kritik der Datenschutzbehörde des Landes seine Corona-App stoppen und alle bislang gesammelten Daten löschen. Das kündigt das Norwegische Institut für öffentliche Gesundheit (NIPH) an. Die Datenschutzbehörde des Landes erklärte, angesichts der niedrigen Übertragungsrate und anderer Punkte sei die Gefährdung der Privatssphäre durch die App nicht mehr akzeptabel. Für Kritik hatte unter anderem das GPS-Tracking und die zentrale Speicherung von Daten gesorgt. Das NIPH teilt dazu mit, durch den Schritt verliere Norwegen einen wichtigen Teil der Vorbeugung gegen eine Verbreitung des Virus.

15.6.2020 • 17:25 Uhr

Offenbar Meldepflicht für Infektionen bei Haustieren geplant

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner plant offenbar eine Meldepflicht für Corona-Infektionen bei Haustieren. Im Entwurf einer Verordnung, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es: Es habe sich gezeigt, "dass auch bestimmte Tierarten für Sars-CoV-2 empfänglich sind". Hunde, Hauskatzen, ein Tiger sowie Nerze seien nach Kontakt zu infizierten oder infektionsverdächtigen Menschen positiv auf das Virus getestet worden, heißt es den Angaben nach in der Verordnung. Zuerst hatte das Portal "Agrarheute" darüber berichtet.

Die Meldepflicht richtet sich demnach an Tierärzte, Ämter und andere Teststellen. Sie soll für alle vom Menschen gehaltenen Tiere gelten, also auch für Zootiere. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation gibt es bisher aber keine Hinweise darauf, dass Haustiere das Virus auf Menschen übertragen können - es verbreitet sich vor allem über Tröpfchen und Aerosole von Mensch zu Mensch. Es habe aber wenige Fälle gegeben, in denen Nerze Menschen angesteckt hätten.

15.6.2020 • 16:55 Uhr

Finnland hebt Ausnahmezustand auf

Finnland hebt den vor drei Monaten wegen der Corona-Krise verhängten Ausnahmezustand im Land auf. Ihre Regierung sei zu dem Schluss gekommen, dass die Behörden die Corona-Pandemie wegen der verbesserten Lage auch mit ihren normalen Befugnissen handhaben könnten, sagte Ministerpräsidentin Sanna Marin. Das dem Schritt zugrunde liegende Gesetz werde deshalb aufgehoben, womit Finnland ab Dienstag in den Normalzustand zurückkehre. Dies bedeute jedoch nicht, dass die vom Coronavirus ausgehende Gefahr gebannt sei. Justizministerin Anna-Maja Henriksson erklärte dennoch: "Das hier ist ein Tag der Freude."

Der am 16. März eingeführte Ausnahmezustand hatte die Regierung mit Sonderrechten ausgestattet, um beispielsweise den Verkehr in und aus der Region rund um Helsinki, der bevölkerungsreichsten finnischen Landschaft Uusimaa, zu beschränken. Auch Schulen wurden vorübergehend geschlossen. Die meisten Maßnahmen konnte Finnland wieder lockern. Die Corona-Situation verbesserte sich deutlich. Bis Montag wurden in dem EU-Land mit seinen etwa 5,5 Millionen Einwohnern rund 7100 Infektionen gemeldet. 326 Menschen mit Covid-19-Erkrankung sind bisher gestorben.

15.6.2020 • 16:46 Uhr

Bürgermeister zeigt sich wegen Corona-Verstoß selbst an

Nachdem er seinen Amtskollegen bei der Grenzöffnung zwischen Polen und Deutschland umarmte, hat sich der Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder) nach Angaben der Stadt selbst wegen eines Verstoßes gegen die Abstandsregeln angezeigt. René Wilke (Linke) und sein Amtskollege Mariusz Olejniczak aus der polnischen Nachbarstadt Slubice hätten sich eigentlich nur per Ellenbogenkontakt begrüßen wollen, teilte die Stadt mit. Trotz ihres guten Vorsatzes seien sich die beiden dann aber in die Arme gefallen.

"Die Geste war nicht geplant, aber wichtig. Allerdings war sie auch ein Regelverstoß, für den ich einzustehen habe", sagte Wilke. Er habe beim städtischen Gesundheitsamt darum gebeten, den Vorgang ohne Ansehen der Person zu prüfen. Zuvor war die Grenze nach Polen drei Monate lang für Ausländer mit wenigen Ausnahmen geschlossen.

René Wilke, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt (Oder), umarmt Mariusz Olejniczak, Bürgermeister von Slubice. | Lech Muszynski/EPA-EFE/Shutterst

Wilke (rechts im Bild) umarmte seinen Amtskollegen Olejniczak auf der Stadtbrücke zwischen Slubice und Frankfurt (Oder). Bild: Lech Muszynski/EPA-EFE/Shutterst

15.6.2020 • 16:29 Uhr

Sachsen-Anhalt: Schulunterricht auch ohne Mindestabstand

Schüler dürfen in Sachsen-Anhalt auch ohne den allgemein geltenden Mindestabstand unterrichtet werden. Das hat das Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt entschieden. Es wies den Antrag eines Grundschullehrers ab, der gegen die Aufweichung des Corona-Abstandsgebots geklagt hatte.

Nach Einschätzung des Gerichts verletzen die geltenden Regelungen nicht die staatliche Pflicht zum Schutz der Gesundheit der betroffenen Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler. Die OVG-Entscheidung ist laut einer Sprecherin unanfechtbar.

15.6.2020 • 15:54 Uhr

Bund will 218,5 Milliarden neue Schulden aufnehmen

Der Bund will in diesem Jahr Rekordschulden von rund 218,5 Milliarden Euro aufnehmen. Finanzminister Scholz plant nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios einen zweiten Nachtragshaushalt in Höhe von 62,5 Milliarden Euro.

15.6.2020 • 15:47 Uhr

Schleswig-Holstein ist Bundesland mit niedrigster Infektionsrate

In den vergangenen sieben Tagen haben 158 von 412 Landkreisen in Deutschland keine Corona-Neuinfektionen an das Robert Koch-Institut gemeldet. Das entspricht einem Anteil von 38 Prozent. Eine Woche zuvor lag die Zahl der Landkreise ohne Neuinfektionen noch bei 124.

Im Ländervergleich ist laut dem aktuellen Lagebericht des RKI derzeit Schleswig-Holstein das Bundesland mit der niedrigsten Infektionsrate: Gerechnet auf 100.000 Einwohner haben die Gesundheitsämter dort in den vergangenen sieben Tagen lediglich 0,3 Neuinfektionen registriert. In Sachsen (0,4) und Mecklenburg-Vorpommern (0,5) ist der Anteil nur geringfügig höher. Die meisten Neuinfektionen gerechnet auf 100.000 Einwohner hat Bremen. Dort liegt die Quote bei 10,4. Deutschlandweit liegt der Wert bei 2,5.

15.6.2020 • 15:17 Uhr

EU-Kommission startet Plattform für Reiseinformationen

Was wo und wie in den 27 EU-Ländern während der Corona-Krise geregelt ist und welche Empfehlungen es gibt, können Reisende auf der Website "Re-open EU" der EU-Kommission nachlesen. Dort werden Informationen über Grenzverfahren, Verkehrsmittel und den Tourismusbereich in den Staaten bereitgestellt. Zudem gibt es Hinweise über Gesundheitsmaßnahmen wie Quarantänepflichten, Abstandsregeln und das Tragen von Gesichtsmasken.

15.6.2020 • 14:34 Uhr

Erste deutsche Urlauber auf Mallorca gelandet

Drei Monate musste der Tourismus auf den Balearen pausieren, nun startet er wieder. Am Vormittag sind die ersten deutschen Urlauber auf Mallorca angekommen. Sie nehmen an einem Pilotprojekt teil.

15.6.2020 • 14:34 Uhr

Nach Ausbruch in Klinik: Ermittlungen gegen Verantwortliche

Nach dem schweren Corona-Ausbruch im Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann im März hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen drei leitende Ärzte und die damalige Geschäftsführung aufgenommen. Nach Angaben der Behörde wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung ermittelt. In dem Verfahren solle auch geprüft werden, ob sich die Mediziner auch wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz strafbar gemacht haben.

In dem größten Potsdamer Krankenhaus hatten sich im März Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 bei Patienten und Mitarbeitern gehäuft. 47 Corona-Patienten waren in dem Klinikum gestorben. Der Oberbürgermeister hatte die bisherigen Geschäftsführer beurlaubt und neue eingesetzt. Die Klinik, für die zwischenzeitlich ein Aufnahmestopp von Patienten mit Ausnahme von Notfällen galt, räumte im Mai Fehler ein.

15.6.2020 • 13:55 Uhr

Studie: Arbeitslose haben höheres Risiko für Corona-Klinikaufenthalt

Arbeitslose in Deutschland könnten einer Auswertung zufolge ein höheres Risiko haben, wegen einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt werden zu müssen. Bei der Untersuchung der AOK Rheinland/Hamburg und des Instituts für Medizinische Soziologie des Universitätsklinikums Düsseldorf wurden Daten von 1,3 Millionen Versicherten berücksichtigt. 1415 von ihnen mussten wegen einer Covid-19-Erkrankung ins Krankenhaus.

15.6.2020 • 12:47 Uhr

Bürger horten Bargeld

Bankeinlagen statt Börse, Festgeld statt Fonds: Die Deutschen gehen mit ihrem Geld traditionell "defensiv" um. Während der Corona-Pandemie hat sich die Risikofurcht der Bundesbürger eher noch verstärkt.

15.6.2020 • 12:39 Uhr

Im Herbst könnte eine Insolvenzwelle drohen

Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform befürchtet wegen des von der Corona-Krise ausgelösten Konjunktureinbruchs eine Insolvenzwelle in der zweiten Jahreshälfte. Wenn die Insolvenzantragspflicht ab Ende September nicht mehr ausgesetzt sei, werde sich die Zahl der Anträge deutscher Unternehmen erheblich erhöhen.

15.6.2020 • 12:36 Uhr

Bund will bei Impfstoffentwickler CureVac einsteigen

Der Bund will sich drei mit der Sache vertrauten Personen zufolge an der Tübinger Biotechfirma CureVac beteiligen. Das Bundeswirtschaftsministerium, CureVac und sein Hauptinvestor dievini, der dem SAP-Gründer Dietmar Hopp gehört, wollten sich dazu nicht äußern. Die drei haben für Mittag zu einem Pressestatement eingeladen. Zum Inhalt wurden in der Einladung keine Angaben gemacht. CureVac gehört zu den Unternehmen, die sich im Rennen um die Entwicklung eines Corona-Impfstoffes befinden.

Die Biotechfirma hatte Mitte Mai positive präklinische Ergebnisse zu ihrem Projekt veröffentlicht. CureVac war im März in die Schlagzeilen geraten, da die US-Regierung angeblich Interesse an der Gesellschaft hatte.

15.6.2020 • 11:38 Uhr

Umfrage: Jeder Zehnte schläft in Corona-Zeiten schlechter

Die Corona-Krise führt offenbar vermehrt zu Schlafstörungen. Laut Umfrage der Techniker-Krankenkasse (TK) im Mai schläft jeder Zehnte derzeit schlechter. Bei Menschen, die aufgrund der Corona-Pandemie besonders unter Stress stehen, ist es sogar jeder Vierte. Dauerhaft schlechter Schlaf könne langfristig die Gesundheit beeinträchtigen, sagte Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK in Hamburg. So erhöhe sich etwa das Risiko für Depressionen und Angststörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Übergewicht.

15.6.2020 • 11:31 Uhr

EU-Exporte brechen um 28 Prozent ein

Die Warenausfuhren der EU sind im April angesichts der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie deutlich gefallen. Wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte, lieferten die 27 EU-Staaten noch Güter im Wert von 125,4 Milliarden Euro in die restlichen Länder der Welt. Dies war ein Rückgang von 28,2 Prozent im Vergleich zum April des Vorjahres. Auch die Einfuhren in die EU sanken deutlich auf 125,1 Milliarden Euro. Dies waren 22,7 Prozent wenige als vor einem Jahr.

Damit erzielte die EU einen Handelsüberschuss von rund 0,2 Milliarden Euro im Warenverkehr mit dem Rest der Welt.  Die Corona-Krise und die damit verbundenen vorübergehenden Firmen- und Grenzschließungen hinterließen auch deutliche Spuren im Handel unter den EU-Staaten. Er sank binnen Jahresfrist um 32 Prozent auf 175,2 Milliarden Euro.

15.6.2020 • 11:28 Uhr

Lehrerverband fordert Tests einmal pro Woche

Wenn die Schulen nach den Sommerferien wie geplant wieder komplett öffnen, sollten Lehrer nach Ansicht des Deutschen Lehrerverbandes einmal pro Woche auf das Coronavirus getestet werden. "Wir setzen auf regelmäßige wöchentliche Tests von Lehrkräften, auch wenn keine Krankheitssymptome vorliegen", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der Nachrichtenagentur dpa.

Forderungen nach Tests für Lehrer und auch Schüler hatten verschiedene Verbandsvertreter aus dem Bildungsbereich bereits gestellt. In den Bundesländern gibt es unterschiedliche Pläne. So will beispielsweise Brandenburg Lehrkräften und Kitapersonal anbieten, sich für zunächst drei Monate alle zwei Wochen testen zu lassen. Andere Länder planen stichprobenartige Tests.

Kinder in einer Dortmunder Grundschule halten Abstand | AFP

Kinder in einer Dortmunder Grundschule halten Abstand. Der Lehrerverband fordert nun, wöchentliche Tests durchzuführen. Bild: AFP

15.6.2020 • 10:52 Uhr

Jeder dritte Kurzarbeiter hat Angst um seinen Job

Die Beschäftigten in Deutschland halten ihre Arbeitsplätze trotz der Corona-Krise nach Angaben der Ökonomen des Mannheimer ZEW großteils für sicher. Unter Kurzarbeitern wächst allerdings die Angst vor dem Jobverlust, wie aus einer Untersuchung des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hervorgeht. Das ZEW befragt wöchentlich rund 3600 Menschen nach ihrem Leben in Zeiten von Corona.

In der Gruppe von Beschäftigten in Kurzarbeit hält etwa ein Drittel der Befragten den eigenen Arbeitsplatz für "akut gefährdet". "Das Instrument der Kurzarbeit wird von den Betroffenen längst nicht mehr als zuverlässiger Schutz gegen Arbeitslosigkeit betrachtet", sagte Friedrich Heinemann, Co-Autor der Studie. Noch pessimistischer sind laut ZEW diejenigen, die bereits ohne Lohn freigestellt wurden. Von ihnen glaube mit 26,9 Prozent nur noch gut jeder Vierte, dass der Arbeitsplatz die Krise überleben werde.

15.6.2020 • 10:03 Uhr

Spanien will Automobilbranche mit 3,75 Milliarden helfen

Die spanische Regierung hat ein Hilfspaket im Umfang von 3,75 Milliarden Euro für die stark unter der Corona-Krise leidende Automobilbranche angekündigt. Insbesondere solle es dabei um die Förderung von Elektroautos gehen, sagte Regierungschef Pedro Sánchez. Einzelheiten der Maßnahmen sollten vorgestellt werden. Die Automobilindustrie ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige Spaniens. Sie trägt rund zehn Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei und sichert etwa zwei Millionen Arbeitsplätze.

15.6.2020 • 09:56 Uhr

Arbeitsstunden bei Autobauern halbiert

Dank der Kurzarbeit ist die Beschäftigung in der deutschen Industrie zuletzt nur leicht gesunken. Die Arbeitszeit brach allerdings ein - vor allem bei den Autobauern, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Den stärksten Rückgang bei den geleisteten Arbeitsstunden im April gab es aufgrund von Produktionsunterbrechungen bei der Herstellung von Autos und Autoteilen mit 49 Prozent. In der gesamten Industrie sank die Zahl der Arbeitsstunden wegen der Corona-Krise binnen Jahresfrist um fast 17 Prozent. Ein Miniplus von 0,3 Prozent verzeichnete einzig die Chemiebranche.

15.6.2020 • 09:41 Uhr

Maas schließt Reiselockerungen für Nicht-EU-Länder nicht aus

Außenminister Heiko Maas (SPD) hält es für möglich, dass auch Reisewarnungen für Nicht-EU-Länder in den nächsten Wochen gelockert werden. "Ich würde jetzt nicht ausschließen, dass es auch weitere Länder gibt, wo wir in den nächsten Wochen die Reisewarnung aufheben und Reisehinweise aussprechen", sagte der SPD-Politiker im ZDF-"Morgenmagazin". Die Entscheidung werde jedoch immer davon abhängen, wie die Lage in den jeweiligen Ländern ist.

15.6.2020 • 08:57 Uhr

TÜV prüft türkische Hotels

Damit sich Urlauber in türkischen Hotels trotz Corona sicher fühlen, hat das Tourismus-Ministerium Kriterien zum Schutz vor dem Virus festgelegt. Die Einhaltung prüft der deutsche TÜV, berichtet Karin Senz.

15.6.2020 • 08:40 Uhr

Passagieraufkommen an Frankfurter Flughafen auch im Mai eingebrochen

Der Flughafenbetreiber Fraport hat auch im Mai stark rückläufige Geschäfte verbucht - der Einbruch bei den Passagierzahlen durch die Corona-Krise fiel teils aber etwas geringer aus. So wurden in Frankfurt, dem größten Airport Deutschlands, wieder mehr Passagiere abgefertigt als noch im April - und auch am Beteiligungsflughafen im chinesischen Xi'an belebte sich das Passagieraufkommen.

In Frankfurt sank die Zahl der Passagiere im Mai gegenüber dem Vorjahresmonat um 95,6 Prozent auf knapp 273.000, wie der im MDax notierte Konzern in Frankfurt mitteilte. Die Zahl ist keine große Überraschung mehr, da der Konzern seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie die Verkehrszahlen für den Frankfurter Flughafen wöchentlich ausweist. Im April war die Zahl der Passagiere um fast 97 Prozent auf rund 188.000 gesunken.

15.6.2020 • 08:16 Uhr

Dänemark will Konjunktur mit acht Milliarden Euro ankurbeln

In Dänemark sollen Bargeldzahlungen an die Bürger in Höhe von insgesamt 60 Milliarden Kronen (rund acht Milliarden Euro) die Konjunktur ankurbeln. Das kündigte Finanzminister Nicolai Wammen an. Die Mittel stammen aus einem Topf mit eingefrorenem Urlaubsgeld, das nach bisheriger Planung für eine zusätzliche Ruhestandszahlung reserviert war. Es soll Wammen zufolge nun vor Oktober ausgezahlt werden.

15.6.2020 • 07:57 Uhr

Lange Staus an Dänemarks Grenze

Touristen aus Deutschland dürfen seit Montag wieder nach Dänemark einreisen. Bereits am frühen Morgen kamen Autofahrer vor dem Grenzübergang an der A7 nur schleppend voran. Auch am Grenzübergang Kupfermühle bildete sich eine etwa ein Kilometer lange Schlange, wie die Polizei Südjütland twitterte. Denn die Kontrollen wurden nicht eingestellt. An den anderen geöffneten Grenzübergängen gab es zunächst keine Warteschlangen.

Seit Montag dürfen deutsche, norwegische sowie isländische Urlauber wieder nach Dänemark, sofern sie mindestens sechs Übernachtungen gebucht haben. Es werden bereits an diesem Tag deutsche Gäste in rund 14.000 gebuchten Ferienhäusern erwartet, darunter allein 5300 in Südjütland, wie der dänische Rundfunksender DR vor einigen Tagen unter Verweis auf Zahlen des zuständigen Branchenverbandes berichtete.

15.6.2020 • 07:32 Uhr

"Corona-Krise deckt Schwäche deutscher Schulen auf"

Die Corona-Krise hat nach Ansicht des Bildungsdirektors der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Andreas Schleicher, die mangelnde Selbstständigkeit an deutschen Schulen als Schwäche zutage treten lassen. "In den deutschen Schulen gibt es keine Kultur, die Lehrer zu Selbstständigkeit ermutigt", sagte Schleicher dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Das rächt sich in der Corona-Krise", fügte er hinzu. In der Krise sei man darauf angewiesen, dass auch jeder Lehrer etwa beim Online-Unterricht individuell nach Lösungen suche, die besonders gut zu seinen Schülern passen.

15.6.2020 • 07:04 Uhr

Deutsche Grenzen zu Nachbarländern wieder geöffnet

Die Grenzen zwischen Deutschland und seinen Nachbarländern sind wieder geöffnet. Die Bundespolizei beendete um Mitternacht in der Nacht zum Montag auf Anordnung von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) die Grenzkontrollen, die vor drei Monaten wegen der Corona-Pandemie eingeführt worden waren. Zugleich liefen die Reisewarnungen des Auswärtigen Amts für die meisten europäischen Länder aus.

15.6.2020 • 07:02 Uhr

Weitere Wohnblöcke in Peking abgeriegelt

In Peking werden wegen der erneuten vermehrten Ausbreitung des Coronavirus zehn weitere Stadtviertel abgeriegelt. Ein Vertreter der Stadtverwaltung sagte, mehrere neue Infektionsfälle seien auf einen Großhandelsmarkt im nordwestlichen Bezirk Haidian zurückzuführen. Deswegen würden der Markt und nahegelegene Schulen geschlossen sowie zehn Viertel der Gegend unter Quarantäne gestellt.

Am Samstag war in der chinesischen Hauptstadt bereits den Bewohnern von elf Wohngebieten im südlichen Bezirk Fengtai das Verlassen ihrer Wohnungen untersagt worden, nachdem sich dort das Coronavirus ausgebreitet hatte. Diese Fälle verfolgten die Behörden zu einem Großmarkt für frische Lebensmittel in Fengtai zurück, der ebenfalls geschlossen wurde. 

15.6.2020 • 07:02 Uhr

Lambrecht ruft zur Nutzung der Corona-Warn-App auf

Kurz vor dem Start der Corona-Warn-App hat Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) zu einer breiten Nutzung der Anwendung aufgerufen und Datenschutzbedenken zurückgewiesen. "Es gelten die allgemeinen Vorschriften der Datenschutzgrundverordnung ohne Wenn und Aber auch für die Corona-Warn-App. Deshalb sind alle datenschutzrechtlichen Fragen abgedeckt, und es gibt keine Veranlassung für ein spezielles App-Gesetz", sagte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Die Bundesregierung habe sich für "völlige Transparenz" entschieden und alle Codes offengelegt, sagte Lambrecht. Die Smartphone-Anwendung soll in dieser Woche eingeführt werden.

15.6.2020 • 06:36 Uhr

Chinas Industrie steigert Produktion schwächer als erwartet

In China kommt die Industrie nach den Corona-Beschränkungen nur langsam wieder in Fahrt. Im Mai wuchs die Produktion um 4,4 Prozent im Jahresvergleich, wie amtliche Daten am Montag zeigten. Aber der Zuwachs fiel geringer aus als erwartet: Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Wachstum gegenüber dem Vorjahr von fünf Prozent gerechnet, da mehr Unternehmen ihre Produktion wieder aufgenommen hatten. Dies deutet darauf hin, dass die Wirtschaft Chinas nach der Coronavirus-Krise immer noch darum kämpft, wieder auf Kurs zu kommen.

15.6.2020 • 05:07 Uhr

192 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Innerhalb von 24 Stunden haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 192 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 186.461 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Montagmorgen meldete. 8791 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 4 im Vergleich zum Vortag. Etwa 172.600 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 400 mehr als noch einen Tag zuvor. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag knapp über der kritischen Marke von 1,0 bei 1,05. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Am Vortag hatte er bei 1,02 gelegen.

15.6.2020 • 04:13 Uhr

Nach Ausbruch in Peking: China meldet 49 neue Corona-Fälle

In Folge des Coronavirus-Ausbruchs auf einem Großmarkt in Peking ist die Zahl der Covid-19-Fälle in China weiter gestiegen. Wie die nationale Gesundheitsbehörde am Montag mitteilte, registrierte sie 49 neue Infektionen, darunter 10 «importierte» Fälle mit Sars-CoV-2 bei Reisenden und 39 lokale Ansteckungen. Von den im Inland übertragenen Fällen wurden 36 in Peking und drei in der benachbarten Provinz Hebei registriert.

Nachdem in China über viele Wochen kaum noch neue Erkrankungen gemeldet wurden, war es vergangene Woche auf einem Großmarkt der chinesischen Hauptstadt zu einem neuen Ausbruch gekommen, was Ängste vor einer neuen Virus-Welle schürte. Dutzende neue Ansteckungen wurden seit Freitag auf dem Xinfadi-Markt im Stadtviertel Fengtai gemeldet.  Der Großmarkt, der rund 90 Prozent des Gemüses und Obsts der 20-Millionen-Metropole liefert, wurde geschlossen. Im Umfeld wurden Wohnviertel abgeriegelt sowie Kindergärten und Grundschulen zugemacht. Rund 10.000 Händler und Mitarbeiter des Marktes sollen getestet werden.

15.6.2020 • 04:03 Uhr

Studenten können ab Dienstag Corona-Nothilfen beantragen

Studenten, die wegen der Corona-Pandemie in finanzielle Schwierigkeiten geraten, können schon bald mit Nothilfe des Staats rechnen. "Ab Dienstag können die Betroffenen nicht rückzahlbare Zuschüsse von bis zu 500 Euro pro Monat über ein bundesweit einheitliches Online-Verfahren beantragen", sagte die Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) der "Augsburger Allgemeinen".

Die Anträge würden dann vom jeweils vor Ort zuständigen Studenten- oder Studierendenwerk bearbeitet. Die Hilfe steht Studenten aus dem In- und Ausland zu, unabhängig von Alter und Semesterzahl, wie Karliczek erläuterte. "Entscheidendes Kriterium ist die pandemiebedingte individuelle, akute Notlage." Laut einer Erhebung des Deutschen Studierendenwerks gingen vor der Ausbreitung des Coronavirus rund zwei Drittel der Studenten einem Nebenjob nach, um ihr Studium zu finanzieren. Viele dieser Jobs, zum Beispiel in der Gastronomie, sind weggefallen.

15.6.2020 • 02:56 Uhr

Corona-Neuinfektionen steigen nach Lockerungen in der Türkei wieder

Nach der Lockerung von Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen nehmen die Corona-Neuinfektionen in der Türkei wieder zu. Die Behörden hätten binnen 24 Stunden 1562 neue Fälle festgestellt, twitterte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Sonntag. Damit sei die Zahl der neu Erkrankten höher als die der im gleichen Zeitraum Geheilten, die bei 1330 gelegen habe. Auch der Bedarf an Intensivmedizin und Beatmungsgeräten steige.

Insgesamt hat die Türkei 178.239 Infektionen mit Sars-CoV-2 gemeldet. Gut 4800 Erkrankte starben. Die Regierung hatte Anfang Juni erlaubt, dass Cafés, Restaurants, Sportstudios, Parks, Badestrände und Museen wieder öffnen dürfen. Die Ausgangssperren für alte und junge Menschen wurden gelockert. Ein Ausgangsverbot für das Wochenende wurde nicht mehr erlassen. Angesichts der neuen Zahlen rief Koca die Bürgerinnen und Bürger ab Montag zu einer Periode "kontrollierten sozialen Lebens" auf, um einen weiteren Anstieg der Neuinfektionen zu stoppen.

15.6.2020 • 00:58 Uhr

Niedrigste Zahl neuer Corona-Toter in Großbritannien seit März

Großbritannien hat die niedrigste Zahl neuer Todesopfer durch die Corona-Pandemie seit März verzeichnet. Am Samstag wurden nur 36 weitere Todesfälle registriert, wie Gesundheitsminister Matt Hancock am Sonntag im Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte. Dies sei die niedrigste Zahl seit dem 21. März. "Wir gewinnen die Schlacht gegen diese fürchterliche Krankheit", erklärte Hancock. Die Zahlen zum Coronavirus sind am Wochenende in Großbritannien allerdings wegen einer langsameren Erfassung der Fälle häufig niedriger als an den übrigen Wochentagen. Die offizielle Zahl der Corona-Toten im Land liegt bei rund 41.700. In der weltweiten Statistik steht Großbritannien damit hinter den USA und Brasilien auf dem dritten Platz.

15.6.2020 • 00:52 Uhr

Putin sieht Russland in der Pandemie besser aufgestellt als die USA

Der russische Präsident Wladimir Putin hat seinem Land beim Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie ein gutes Zeugnis im Vergleich zu den USA ausgestellt. "Wir arbeiten recht zuverlässig und kommen zuversichtlich aus der Situation mit dem Coronavirus heraus - mit geringsten Verlusten", sagte Putin in einem Interview des Staatsfernsehens, von dem Teile vorab gezeigt wurden. In den USA sei das nicht so. Putin sagte, in Russland arbeiteten Zentral- und Regionalregierungen eng zusammen. "Ich bezweifle, dass jemand irgendwo in der Regierung oder den Regionen plötzlich sagen würde: 'Wir werden nicht tun, was die Regierung sagt oder was der Präsident sagt'", sagte Putin.

Die USA sind mit mehr als zwei Millionen Infektionen und mehr als 115.000 Todesfällen mit dem Virus Sars-CoV-2 weltweit das Epizentrum der Pandemie. Russland hat bei etwa 146 Millionen Einwohnern laut Johns-Hokins-Universität gut 528.000 Infektionen und knapp 7000 Tote verzeichnet. Das ist ein Vielfaches der Zahlen im dicht besiedelten Japan, das bei rund 126 Millionen Einwohnern gut 17.000 Covid-19-Infektionen und 927 Tote gemeldet hat.