Der britische Premierminister Johnson bei einem Besuch einer Corona-Impfstelle. | AP
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Liveblog zum Coronavirus ++ Johnson schockiert über Todeszahlen ++

Stand: 20.01.2021 23:01 Uhr

Premierminister Johnson zeigt sich schockiert über den neuen Höchststand der Todeszahlen - zuvor wurden binnen 24 Stunden 1820 Tote gemeldet. Die EU-Staaten einigen sich auf gegenseitige Anerkennungen von Schnelltests. Der Liveblog vom Mittwoch zum Nachlesen.

  • 1820 Corona-Tote in Großbritannien binnen 24 Stunden
  • In Berlin sechs Fälle der Corona-Variante nachgewiesen
  • Russland will EU-Zulassung für "Sputnik V"
  • Rutte plädiert für Ausgangssperre in Niederlanden
  • Türkei impft in sieben Tagen eine Million Menschen mit CoronaVac
  • RKI meldet fast 16.000 Neuinfektionen und 1148 Todesfälle
  • Britische Mutation bereits in 60 Ländern nachgewiesen
  • CSU appelliert an Länder: Beschlüsse eins zu eins umsetzen
20.1.2021 • 23:01 Uhr

Ende des Liveblogs

Hiermit schließen wir den Liveblog für heute und bedanken uns für Ihr Interesse.

20.1.2021 • 22:16 Uhr

Mann stirbt nach zweiter Corona-Infektion

In Baden-Württemberg ist ein registrierter Corona-Patient nach einer zweiten Infektion mit dem Virus gestorben. Es ist der erste derartige Fall im Südwesten, der bekannt geworden ist, und womöglich auch in Deutschland. Der Mann habe im Landkreis Freudenstadt gelebt, teilte das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mit.

Im April 2020 sei erstmals eine Corona-Infektion bei ihm nachgewiesen worden. Ende Dezember 2020 habe sich der Mann erneut angesteckt, was Anfang Januar festgestellt worden sei. "Der Patient verstarb im weiteren Verlauf an einer Covid19-Pneumonie (Lungenentzündung) und Sepsis mit Multiorganversagen." Zuerst hatte der Rechercheverbund von WDR, NDR und "Süddeutscher Zeitung" darüber berichtet.

20.1.2021 • 22:13 Uhr

Britischer Abgeordneter ruft zu Eurostar-Rettung auf

Der Vorsitzende im Verkehrsausschuss des britischen Parlaments hat die Regierungen in London und Paris zur Rettung des in der Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geratenen Eurostars aufgerufen. Der Zug, der Großbritanniens Hauptstadt durch den Eurotunnel mit dem Kontinent verbindet, sei mit seinem "umweltfreundlichen und direkten" Beförderungsangebot einzigartig, so der konservative Abgeordnete Huw Merriman im Parlament in London. "Wir können uns nicht leisten, dass der Eurostar der Pandemie zum Opfer fällt", fügte er hinzu.

20.1.2021 • 20:51 Uhr

Johnson zeigt sich schockiert über Covid-Todeszahlen

Der britische Premierminister Boris Johnson zeigt sich schockiert über den neuen Höchststand der Todeszahlen. Großbritannien hatte am Mittwoch 1820 Personen gemeldet, die innerhalb eines Tages mit oder an Covid-19 gestorben waren - so viele, wie nie zuvor. Erst am Dienstag war mit 1610 Toten ein Höchststand registriert worden. "Diese Zahlen sind entsetzlich", sagt Johnson dem Sender Sky News. Er fürchte, dass die Todeszahlen wegen der ansteckenderen Virus-Variante in den kommenden Wochen sogar noch weiter steigen werden. Deshalb dürfe man im Kampf gegen die Pandemie nicht nachlassen.

20.1.2021 • 19:24 Uhr

EU-Staaten einigen sich auf gegenseitige Anerkennung von Schnelltests

Vor dem EU-Gipfel haben sich die Mitgliedstaaten auf die gegenseitige Anerkennung von Schnelltests verständigt. Die EU-Rat leitete ein schriftliches Verfahren ein, um eine entsprechende Einigung auf Botschafterebene zu bestätigen, wie die Nachrichtenagentur AFP von Diplomaten erfuhr. Das Verfahren soll demnach vor Beginn des EU-Video-Gipfels am Donnerstagabend abgeschlossen sein.

Laut EU-Kommission können Schnelltests zum Beispiel helfen, Infektionsherde in Krankenhäusern schnell zu erkennen oder Risiko-Patienten zu überwachen. Brüssel rät seit November zum Einsatz von Antigen-Schnelltests zusätzlich zu PCR-Tests - auch etwa beim Testen von Reisenden aus Nicht-EU-Ländern. Bisher werden die Ergebnisse von Antigentests in anderen EU-Ländern aber häufig nicht anerkannt.

20.1.2021 • 19:26 Uhr

Hamburg schränkt Präsenz in Schulen und Kitas ein

Hamburg verschärft nach den Bund-Länder-Beschlüssen die Regeln für Schulen und Kitas. Der noch bestehende Präsenzunterricht an Schulen soll bis zum 14. Februar deutlich eingeschränkt werden, entschied der Senat. Eine "pädagogische Betreuung" der Kinder in Schulen soll es nur noch für Eltern geben, die keine andere Betreuungsmöglichkeit haben. Schulen, in denen es bisher eine hohe Anmeldequote gibt, sollen "aktiv" auf Eltern zugehen.

Bei Kitas soll ab dem 25. Januar statt der bisherigen "eingeschränkten Regelbetreuung" eine "erweiterte Notbetreuung" angeboten werden. Die Zahl der Kinder, die in Kitas gebracht werden, soll deutlich reduziert werden.

20.1.2021 • 19:00 Uhr

Studenten in Frankreich protestieren gegen Maßnahmen

In mehreren französischen Städten haben Studenten gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung protestiert. Es müsse für "alle Studenten" wieder Lehrveranstaltungen geben, auch wenn bei reduzierter Teilnehmerzahl mehr Lehrende eingestellt werden müssten, sagte die Präsidentin der französischen Studentengewerkschaft UNEF, Mélanie Luce. Die Studenten, die wegen der Corona-Maßnahmen derzeit online lernen müssen, klagen über Vereinsamung und finanzielle Probleme.

Bei einer Demonstration mit Hunderten Teilnehmern in Paris riefen Protestierende Parolen wie "inkompentente Politik, sterbende Jugend". In den vergangenen Wochen waren mehrere Suizide oder Suizid-Versuche unter Studenten bekannt geworden. 

20.1.2021 • 19:00 Uhr

1820 Corona-Tote in Großbritannien binnen 24 Stunden

Großbritannien hat den zweiten Tag in Folge einen Höchstwert an Corona-Todesfällen registriert: Innerhalb von 24 Stunden wurden 1820 Todesfälle gemeldet. Wie die Regierung weiter mitteilte, lag die Zahl der Neuinfektionen mit 38.905 Fällen etwas höher als am Vortag. Auch die Einweisungen ins Krankenhaus blieben mit 3887 Fällen auf hohem Niveau. Die Krankenhäuser sind insbesondere in England unter enormem Druck.

Inzwischen haben in Großbritannien aber auch bereits 4,6 Millionen Menschen eine erste Impfdosis erhalten. Insgesamt wurden bisher knapp 96.000 Sterbefälle registriert, bei denen Covid-19 auf dem Totenschein erwähnt wurde. Andere Berechnungen besagen, dass bereits mehr als 108.000 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben sind.

20.1.2021 • 18:32 Uhr

Biden: Wir können das Coronavirus besiegen

Der neue US-Präsident Joe Biden hat sich zu Beginn seiner Amtszeit zuversichtlich gezeigt, dass die USA die Pandemie hinter sich lassen können. "Wir können das todbringende Virus besiegen", sagte Biden nach seiner Vereidigung vor dem Kapitol in Washington.

Die USA müssten der Pandemie als geschlossene Nation begegnen, appellierte er. Biden will die Amerikaner unter anderem aufrufen, zunächst 100 Tage lang Masken in der Öffentlichkeit zu tragen.

20.1.2021 • 18:16 Uhr

Arztpraxis in Cottbus wegen Corona-Verstößen geschlossen

Im brandenburgischen Cottbus ist erstmals eine Arztpraxis wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzvorschriften geschlossen worden. Wie die Stadt mitteilte, wurden der praktizierenden Ärztin wiederholte Verstöße gegen Auflagen sowie gegen Anordnungen des Gesundheitsamts zur Last gelegt. Die Praxisräume seien daher amtlich versiegelt und ein Bußgeldverfahren eingeleitet worden.

Unter anderem hatte das Gesundheitsamt demnach die Ärztin wegen des Kontakts zu einer positiv auf das Coronavirus getesteten Person unter Quarantäne gestellt. Sie habe jedoch weiterhin praktiziert und dabei Patienten ohne Mund-Nasen-Bedeckung behandelt.

Die brandenburgische Landesärztekammer bezeichnete derartige Verstöße als Ausnahme. Zu den Vorwürfen gegen die Cottbusser Ärztin wollte sich die Ärztevertretung mit Blick auf das laufende Verfahren nicht äußern.

20.1.2021 • 17:56 Uhr

Merkel mahnt zu größter Vorsicht - auch bei 50er-Corona-Inzidenz

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zu größter Vorsicht im Umgang mit der Pandemie selbst für den Fall gewarnt, dass - wie angestrebt ein Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Menschen innerhalb einer Woche - erreicht werden sollte.

Man solle "bitte nicht denken, dass, wenn wir bei 50 sind, das Leben des Sommers sofort wieder da ist. Dann sind wir sofort wieder im exponentiellen Wachstum", warnte Merkel nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa.

20.1.2021 • 17:25 Uhr

Frankreich fordert vor Gipfel Kontrollen an EU-Grenzen

Frankreich hat vor dem Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs Corona-Kontrollen an den Grenzen zwischen den Mitgliedstaaten gefordert. Die französische Regierung sei dafür, dass "Gesundheitskontrollen" eingeführt würden, "sobald das möglich" sei, sagte ein Regierungssprecher.

Die Staats- und Regierungschefs beraten am Donnerstagabend in einer Video-Konferenz über die Corona-Lage. Besondere Besorgnis lösen mutierte Virenformen aus, die sich schneller verbreiten als der bisherige Erreger.

20.1.2021 • 17:21 Uhr

Sechs Fälle von Corona-Variante in Berliner Klinik nachgewiesen

Auf einer Berliner Krankenhausstation ist bei vier Patienten und zwei Mitarbeitern die zunächst in Großbritannien entdeckte Corona-Variante nachgewiesen worden. Es bestehe aber keine Kenntnis von vorherigen Aufenthalten in Großbritannien, teilte die Berliner Gesundheitsverwaltung mit.

Alle Fälle betreffen eine Station der Klinik für Innere Medizin und Kardiologie des Humboldt-Klinikums im Bezirk Reinickendorf, wie der kommunale Vivantes-Konzern mitteilte. Am Vormittag war zunächst von drei Patienten mit der neuen Variante die Rede. Diese seien durch ein berlinweites Routinescreening am 14. Januar aufgefallen, hieß es.

20.1.2021 • 17:11 Uhr

NRW meldet drei Fälle der britischen Corona-Mutation

In Nordrhein-Westfalen sind drei Fälle der Mutation des Coronavirus nachgewiesen worden, die erstmals in England entdeckt worden war und die als deutlich ansteckender gilt.

Es gebe drei bestätigte Fälle, sagt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Experten berichteten aber, dass es in den benachbarten Niederlanden viele Fälle gebe. Er wolle dies in den grenznahen Regionen im Auge behalten.

20.1.2021 • 16:31 Uhr

Russland will EU-Zulassung für Corona-Impfstoff "Sputnik V"

Russland strebt eine Registrierung seines Corona-Impfstoffes "Sputnik V" in der Europäischen Union an. Ein entsprechender Antrag sei bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA eingereicht worden, teilte der staatliche Direktinvestmentfonds in Moskau mit, der das Vakzin mitfinanziert und im Ausland vermarktet.

Mit einer Prüfung werde im nächsten Monat gerechnet. Bereits von diesem Freitag an will sich Russland die Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit von "Sputnik V" von der Weltgesundheitsorganisation WHO beurteilen lassen.

Der russische Impfstoff "Sputnik V"  | YURI KOCHETKOV/EPA-EFE/Shutterst

Russland strebt eine Registrierung seines Corona-Impfstoffes "Sputnik V" in der Europäischen Union an. Bild: YURI KOCHETKOV/EPA-EFE/Shutterst

20.1.2021 • 16:05 Uhr

Italien will gegen Pfizer vorgehen

Der Corona-Sonderkommissar der italienischen Regierung, Domenico Arcuri, will wegen Verzögerungen bei Impfstoff-Lieferungen gegen das US-Unternehmen Pfizer vorgehen. In seiner Forderung, zivil- und strafrechtlich wo immer dies möglich sei gegen das US-Unternehmen vorzugehen, werde er von den regional verantwortlichen Amtsträgern in Italien "einhellig" unterstützt, erklärte Arcuri. Bereits in den kommenden Tagen sollen demnach entsprechende Maßnahmen gestartet werden. Die Gesundheitsversorgung der italienischen Bürger sei nicht verhandelbar, erklärte er.

Pfizer hatte in der vergangenen Woche bestätigt, vorübergehend weniger Impfstoff als vereinbart nach Europa und Kanada zu liefern. Erklärt hatte Pfizer dies mit dem Ausbau der Produktionskapazitäten in seinem belgischen Werk.

20.1.2021 • 15:57 Uhr

Divi: "Wettlauf zwischen Mutation und Impfung"

Deutschlands Intensivmediziner sehen in der Mutation des Coronavirus eine große Herausforderung für die kommenden Wochen. "Es ist quasi ein Wettlauf zwischen Mutation und Impfung", sagte Gernot Marx, Vorsitzender der Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), der Nachrichtenagentur AFP.

Um Verhältnisse wie in Großbritannien oder Spanien zu vermeiden, müssten möglichst viele Menschen geimpft werden. Eine Verbreitung der Virusmutanten würde zu mehr Neuinfektionen und letztendlich auch zu mehr Intensivpatienten führen, erläuterte Marx. Deshalb müsse auch die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen reduziert werden, damit diese wieder aufnahmebereit seien. Bis die derzeit behandelten Corona-Patienten die Intensivstationen verlassen können, werde es allerdings noch "etliche Wochen" bis hin zu drei Monaten dauern. "Die nächsten Wochen sind noch sehr kritisch", sagte Marx.

20.1.2021 • 15:49 Uhr

RKI-Präsident: Reisen in Europa einschränken

RKI-Präsident Lothar Wieler plädiert dafür, das Reisen innerhalb Europas nach Möglichkeit einzuschränken. "Mein Wunsch wäre, dass alle Menschen nur reisen, wenn es unbedingt notwendig ist", sagt der Chef des Robert Koch-Instituts (RKI) in einem Online-Gespräch des Vereins der Ausländischen Presse in Deutschland (VAP).

Denn durch grenzüberschreitende Kontakte werde auch der Virusverbreitung Vorschub geleistet. "Jede Infektion ist eine zu viel." Natürlich gebe es auch die Möglichkeit von Grenzschließungen, sagt Wieler, ohne diese Option näher zu werten.

20.1.2021 • 15:17 Uhr

USA: 200 Dollar Impf-Prämie für Lidl-Mitarbeiter

Der Discounter Lidl zahlt Angestellten in den USA, die sich gegen Corona impfen lassen, eine Prämie von 200 US-Dollar. Das Geld solle den Mitarbeitern unter anderem helfen, die Fahrt zum Ort der Impfung oder die Betreuung von Kindern zu finanzieren, teilt Lidl mit. Lidl wolle allen Mitarbeitern die Möglichkeit geben, sich impfen zu lassen. Auch Konkurrent Aldi will in den USA Mitarbeiter bei Impfungen unterstützen.

20.1.2021 • 15:06 Uhr

Grundschulen in Rheinland-Pfalz sollen ab 1. Februar in den Wechselunterricht

Grundschulen in Rheinland-Pfalz sollen ab dem 1. Februar in einen Wechselunterricht gehen. Die Präsenzpflicht bleibe dabei jedoch weiterhin ausgesetzt, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). 

In allen anderen Klassenstufen werde der Fernunterricht bis zum 14. Februar fortgesetzt. Wenn die Situation es zulasse, sei anschließend ebenfalls Wechselunterricht mit Schülern ab der fünften Klasse geplant.

20.1.2021 • 15:06 Uhr

Rutte plädiert für Ausgangssperre in Niederlanden

Der amtierende niederländische Regierungschef Mark Rutte schlägt eine Ausgangssperre vor. Die endgültige Entscheidung dazu könne aber nur mit Zustimmung des Parlaments fallen, sagt der Ministerpräsident. Die erlaubte Zahl der Besucher werde auf eine Person pro Haushalt begrenzt.

Zudem verbieten die Niederlande Flüge aus Nicht-Schengen-Ländern, darunter Großbritannien und Südafrika, um die Infektionen mit den ansteckenderen Corona-Varianten einzudämmen. Das Verbot gelte ab kommenden Samstag, teilte Rutte in Den Haag mit.

20.1.2021 • 14:41 Uhr

EIB-Chef Hoyer: Pandemie drückt "riesige Delle" in Investitionen

Die Europäische Investitionsbank warnt vor einem drastischen Rückgang von Investitionen in Europa als Folge der Pandemie. Etwa 45 Prozent der EU-Unternehmen würden ihre Investitionen wegen der Krise zurückfahren, sagte EIB-Chef Werner Hoyer. Nur sechs Prozent rechneten mit höheren Investitionen.

"Die riesige Delle, die das Coronavirus in die Investitionspläne drückt, sollte uns Sorgen machen", erklärte Hoyer auf der Jahrespressekonferenz der Bank. "Europa läuft Gefahr, im globalen Wettbewerb an Boden zu verlieren." Auch die Ambition für einen grünen Wiederaufbau stehe auf dem Spiel.

20.1.2021 • 14:41 Uhr

Merkel ruft zu Unterstützung der Gesundheitsämter auf

Angesichts der weiterhin hohen Infektionszahlen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ihre Fraktion zur Unterstützung der Gesundheitsämter aufgerufen. In einer Videoschalte mit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion bat Merkel laut Teilnehmern die Abgeordneten, Kontakt zu den Gesundheitsämtern vor Ort in den Wahlkreisen aufzunehmen und sich nach der Lage dort zu erkundigen. "Vielleicht kann ja jeder einen virtuellen Besuch bei seinem Gesundheitsamt machen", zitierten Teilnehmer die Kanzlerin im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP.

Die Abgeordneten sollten die Gesundheitsämter darauf hinweisen, dass sie auch Unterstützungen etwa vom Bund in Anspruch nehmen könnten, sagte Merkel den Angaben zufolge.

20.1.2021 • 14:17 Uhr

Innenministerium: Keine Vorbereitungen für Grenzkontrollen

Die Bundesregierung trifft derzeit nach Angaben des Innenministeriums "keine konkreten Vorbereitungen" für Grenzkontrollen in der Pandemie. Die Beschlüsse von Bund und Ländern zeigten, dass die Regierung weitere Beschränkungen bei Einreisen gerade vermeiden wolle, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums.

Man warte die EU-Beratungen am Donnerstagabend ab. Kanzlerin Angela Merkel hatte zuvor gefordert, dass die EU-Nachbarstaaten mit Deutschland die Bekämpfung des Corona-Virus besser koordinieren müssten. Ansonsten müssten im Notfall Grenzkontrollen eingeführt werden, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern.

20.1.2021 • 14:12 Uhr

Sachsen bietet weiterhin Präsenzunterricht für Abschlussklassen an

Nach den Bund-Länder-Beratungen hält das besonders von der Pandemie betroffene Sachsen an seiner Regelung fest, für Schüler von Abschlussklassen Präsenzunterricht anzubieten. Die Schüler sollten so "die Chance haben, sich sorgfältig auf ihre Abschlussprüfungen vorzubereiten", erklärte Kultusminister Christian Piwarz (CDU) nach einer Kabinettssitzung in Dresden. Weitere Entscheidungen für Schulen und Kitas sollten "mit der neuen Corona-Schutz-Verordnung in der kommenden Woche" folgen.

Piwarz bedauerte, "dass der Lockdown für einen großen Teil der Schüler bis Mitte Februar verlängert wurde". Er hoffe "sehr, dass wir im Februar Kitas und Schulen zumindest im eingeschränkten Regelbetrieb wieder öffnen können - je eher, desto besser, aber immer mit Blick auf das Infektionsgeschehen".

20.1.2021 • 14:07 Uhr

Regierung fordert Länder zu Umsetzung der Schulschließungen auf

Die Bundesregierung hat die Bundesländer aufgefordert, sich an die Vereinbarungen der Bund-Länder-Runde zur Verlängerung der Schul- und Kitaschließungen bis Mitte Februar zu halten. "Die Bundesregierung geht davon aus, dass das so umgesetzt wird", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Martina Fietz. Es sei ausdrücklich vereinbart worden, die gegenwärtigen Schließungen bis 14. Februar fortzusetzen - "und das bei einer restriktiven Handhabung".

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte nach der Spitzenrunde am Abend angekündigt zu prüfen, ob Grundschulen und Kitas schon ab Anfang Februar schrittweise wieder öffnen können. "Wenn die Infektionslage es zulässt", wolle Baden-Württemberg eine vorsichtige Öffnung angehen, sagte er.

20.1.2021 • 14:02 Uhr

Söder mahnt EU-weite Abstimmung an und droht mit Grenzkontrollen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hofft auf ein EU-weit abgestimmtes Vorgehen im Lockdown. Er hoffe, dass das Werben von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Video-Konferenz der EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstag erfolgreich sein werde. Er hoffe, dass sich der Europäische Rat auf vergleichbare und synchronisierte Maßnahmen einigen könne.

"Sollte das nicht klappen, dann sind Grenzkontrollen zwingend notwendig", sagt Söder mit Blick auf die Einschleppung der mutierten Virus-Form vor allem aus östlichen Nachbarstaaten. Bayern habe deswegen bereits wieder eine Testpflicht für Pendler eingeführt. Wegen der neu aufgetretenen, "besorgniserregenden Virusmutationen aus Großbritannien und Südafrika" gelte es, den Eintrag nach Deutschland möglichst zu vermeiden sowie diesen frühzeitig zu erkennen, teilte die Staatskanzlei mit.

20.1.2021 • 13:57 Uhr

Sauerstoff-Lieferung aus Venezuela in Hotspot Manaus eingetroffen

In der unter zahlreichen Covid-19-Krankheitsfällen leidenden brasilianischen Stadt Manaus ist am Dienstagabend (Ortszeit) eine dringend benötigte Sauerstoff-Lieferung eingetroffen. Fünf Lastwagen aus Venezuela mit einer Ladung von 107.000 Kubikmetern Sauerstoff trafen in der Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas ein. Sie hatten mehr als 1500 Kilometer zu der entlegenen nordbrasilianischen Stadt zurückgelegt. 

Die Regierung des umstrittenen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro stiftete den Sauerstoff, obwohl Brasiliens rechtsextremer Staatschef Jair Bolsonaro ihn nicht anerkennt. Manaus leidet seit Tagen an einem akuten Mangel an Sauerstoffflaschen, die für die Versorgung von Covid-19-Kranken benötigt werden. Derzeit liegt der Sauerstoff-Bedarf pro Tag bei rund 76.000 Kubikmetern. Geliefert wurden bisher aber nur 28.200 Kubikmeter täglich.

20.1.2021 • 13:54 Uhr

Abschlussklassen in Bayern sollen ab 1. Februar wieder in Präsenzunterricht

In Bayern dürfen nach jetzigem Stand Abschlussklassen für das Abitur und Berufsabschlüsse ab dem 1. Februar wieder mit sogenanntem Wechselunterricht in den Schulen beginnen. Dies teilt Ministerpräsident Markus Söder nach der Kabinettssitzung mit.

Es hänge allerdings vom Infektionsgeschehen ab. Sollten die Zahlen wieder stark steigen, "dann wird es nicht gehen", sagt Söder. Gehe der Trend weiter wie derzeit, dann werde der Schritt umgesetzt. Es wären dann etwa 2,3 Prozent der Schülerinnen und Schüler im Präsenzunterricht.

 Bayern, München: Schülerinnen und Schüler nehmen mit Mund- und Nasenschutz am Unterricht am Gymnasium Trudering teil, Archiv | dpa

Abschlussklassen in Bayern sollen ab 1. Februar wieder in Präsenzunterricht. Bild: dpa

20.1.2021 • 13:54 Uhr

Landkreistag kritisiert Fokus auf Zielmarke von 50 Neuinfektionen

Der Deutsche Landkreistag kritisiert den Fokus von Bund und Ländern auf den anvisierten Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen. "Kann der Wert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner die alleinige Größe für unseren Umgang mit der Pandemie sein? Ich denke nein", teilte Landkreistag-Präsident Reinhard Sager mit.

Dieser Wert sollte sich auch an der Auslastung der Intensivstationen und am Impf-Fortschritt orientieren. In beiden Feldern seien Erfolge sichtbar, so sei etwa die Zahl der Intensivpatienten rückläufig.

20.1.2021 • 13:48 Uhr

Italien droht Pfizer mit Klagen wegen verzögerter Impfstofflieferung

Italien hat dem US-Pharmakonzern Pfizer angesichts der Verzögerung der Impfstofflieferungen mit rechtlichen Schritten gedroht. "Der Schutz der Gesundheit der Bürger Italiens ist nicht verhandelbar", erklärte Italiens Notfallschutz-Beauftragter Domenico Arcuri. Die Impfkampagne in Italien könne nicht verlangsamt werden, vor allem nicht für diejenigen, die nach der ersten Dosis nun die zweite benötigten.

Bei einem Treffen von zuständigen Ministern und regionalen Regierungsvertreten sei überlegt worden, wie die Bürger des Landes geschützt werden könnten. Es habe Einigkeit darüber geherrscht, "in den kommenden Tagen" mit rechtlichen Schritten zu beginnen, erklärte Arcuri weiter. Italien ist eines der am schwersten von der Pandemie getroffenen Länder in Europa. Dort starben bislang mehr als 83.000 Menschen an oder mit dem Virus. Über 1,2 Millionen Bürger wurden bereits geimpft.

20.1.2021 • 13:48 Uhr

Niedersachsen befreit Grundschüler von Präsenzpflicht

Der Schulbetrieb in Niedersachsen wird auch nach den Bund-Länder-Beratungen wie bisher weitergehen. Konkret bedeutet das, dass Grundschüler weiterhin in geteilten Klassen zu Hause und in den Schulen im Wechsel unterrichtet werden, erläuterten Ministerpräsident Stephan Weil und Kultusminister Grant Hendrik Tonne (beide SPD). Für Grundschüler werde allerdings die Präsenzpflicht im Klassenzimmer zunächst bis zum 15. Februar aufgehoben, kündigte Tonne an.

Konkret erhalten Eltern von Grundschülern die Möglichkeit, ihre Kinder per Formblatt vom Präsenzunterricht abzumelden. Die Entscheidung sei einmalig und nicht tageweise veränderbar, betonte Tonne.

20.1.2021 • 15:06 Uhr

Kritik an mangelnder Umsetzung der Beschlüsse

Nach den neuen Bund-Länder-Beschlüssen im Kampf gegen das Coronavirus gibt es erste Kritik an einer mangelhaften Umsetzung durch die Bundesländer. CSU-Generalsekretär Markus Blume kritisierte, dass der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) bereits wieder von Schul- und Kita-Öffnungen gesprochen habe.

20.1.2021 • 13:19 Uhr

Türkei impft in sieben Tagen eine Million Menschen mit CoronaVac

Die Türkei hat innerhalb von sieben Tagen mehr als eine Million Menschen geimpft. Die Marke wurde heute überschritten, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorging. Die Türkei hatte am vergangenen Donnerstag mit Massenimpfungen mit dem Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac begonnen - an diesem Tag ließ sich auch Präsident Recep Tayyip Erdogan impfen.

Gesundheitsminister Fahrettin Koca hatte sich sogar schon einen Tag vor dem offiziellen Start der Kampagne eine Spitze geben lassen. Die Türkei hatte Ende Dezember drei Millionen Dosen des chinesischen Impfstoffs erhalten. Das Land mit rund 83 Millionen Einwohnern hat seit März rund 2,3 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus und rund 24.000 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Am Dienstag wurden 6818 Neuinfektionen gemeldet. Noch im Dezember hatte die tägliche Zahl der Neuinfektionen bei rund 30.000 gelegen.

20.1.2021 • 13:16 Uhr

Chef-Virologe Fauci wird Ehrenbürger in Sizilien

Anthony Fauci (80), US-amerikanischer Virologe mit italienischen Wurzeln, wird Ehrenbürger des sizilianischen Sciacca. Das teilte die Gemeinde bei Agrigent mit. Faucis Großeltern väterlicherseits, Antonino Fauci und dessen Ehefrau Calogera, stammten aus der für ihre Thermalquellen und den Karneval bekannten Hafenstadt. Ursprünge mütterlicherseits liegen in der Gegend von Neapel und im schweizerischen Chur.

Zusammen mit den Bürgerrechten soll Fauci in Sciacca auch die Ehrenmitgliedschaft in der Italienischen Gesellschaft für Medizingeschichte erhalten.

20.1.2021 • 13:16 Uhr

Intensivmediziner sehen Notwendigkeit für längeren Lockdown

Intensivmediziner gehen davon aus, dass die geltenden Einschränkungen noch mindestens bis Ende Februar oder Anfang März andauern müssen. "Mitte Februar wird aus unserer Sicht nicht ausreichen, um von den hohen Inzidenzzahlen herunter zu kommen", sagte der Vorsitzende der Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). Er pochte auch auf bundesweit einheitliche Regeln für den Lockdown.

20.1.2021 • 12:56 Uhr

Gericht: Familien im Saarland dürfen sich vorläufig wieder treffen

Familien im Saarland dürfen sich vorläufig wieder mit mehr als zwei Haushalten und mehr als fünf Menschen treffen. Die Regelung der Corona-Verordnung zu den Kontaktbeschränkungen wurde teilweise außer Vollzug gesetzt, wie das saarländische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Saarlouis mitteilte. Das Gericht gab einer Frau Recht, die durch die Regelung daran gehindert wird, gemeinsam mit ihrem Mann ihre Enkel und deren Eltern zu treffen.

Grund für die Entscheidung des Gerichts sind zwei widersprüchliche Regelungen in der aktuellen Verordnung. Einerseits schreibt diese vor, dass sich ein Haushalt mit einem Menschen aus einem weiteren Haushalt treffen darf. Andererseits ist der familiäre Bezugskreis von den Kontaktbeschränkungen ausgenommen. Nach Ansicht des OVG ist das ein Widerspruch. Für die Betroffenen sei nicht klar, welche Regel für sie gelte.

20.1.2021 • 12:53 Uhr

Giffey zu Maßnahmen: Schulen als erstes wieder öffnen

Nach den Bund-Länder-Beratungen unterstützt Familienministerin Franziska Giffey (SPD) die neuen Beschlüsse zu Schul- und Kitaschließungen. Gleichzeitig fordert sie eine schrittweise Öffnung, sobald das Infektionsgeschehen dies zulässt.

"Diese Entscheidungen sind notwendig, um zu vermeiden, dass wir noch über Monate in einer Situation wie jetzt bleiben müssen", sagte die Ministerin. Die Kinderbetreuung etwa in Schulen und Kitas müsste als erstes wieder starten, "sobald es das Infektionsgeschehen zulässt und sobald wir auch über konkrete Öffnungsstrategien sprechen können."

20.1.2021 • 12:46 Uhr

Monheim will Karneval im Autokino

In Monheim am Rhein sollen Karnevalisten in einem Autokino trotz Pandemie feiern können. Geplant sind fünf Veranstaltungen - darunter eine "Drive-in-Prunksitzung" und ein "Altweiber-Drive-in", wie die Monheimer Kulturwerke mitteilten. Mit dabei sollen bekannte Bands und Redner sein - etwa die Höhner, Bläck Fööss und Bernd Stelter.

Ausdrücklich erwünscht ist es, sich selbst und auch das Auto zu verkleiden. In der "Drive-in-Damensitzung" und der "Drive-in-Herrensitzung" werden im Corona-Ausnahmejahr zudem die jeweils anderen Geschlechter als Besucher akzeptiert. In anderen Orten des Rheinlands ist ebenfalls Autokino-Karneval geplant.

20.1.2021 • 12:40 Uhr

Spahn verteidigt längeren Lockdown

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat das Verlängern der Beschränkungen mit weiteren Maßnahmen trotz zuletzt leicht sinkender Infektionszahlen verteidigt. "Das ist mit diesem Lockdown so wie mit einem Antibiotikum: Wenn Sie zu früh aufhören, kann es anschließend noch schlimmer werden", sagte der CDU-Politiker.

Mit Blick auf neue, wohl ansteckendere Virus-Varianten gelte zudem das Vorsorgeprinzip. "Wenn wir die Mutation erstmal überall haben, ist es im Zweifel zu spät."

20.1.2021 • 12:34 Uhr

CSU appelliert an Länder: Beschlüsse eins zu eins umsetzen

Die CSU hat an die Bundesländer appelliert, die Bund-Länder-Beschlüsse zur Verlängerung der Corona-Beschränkungen bis Mitte Februar diesmal einheitlich umzusetzen. "Es darf nicht wieder so sein wie beim letzten Mal, dass danach dann jeder seins macht", sagte Generalsekretär Markus Blume.

Er appelliere an die Länder, "am Tag nach der Ministerpräsidentenkonferenz nicht alles zu vergessen, was man dort vereinbart hat". Wegen der unter anderem in Großbritannien aufgetretenen Mutation dürfe man jetzt nicht mit den Bemühungen im Kampf gegen Corona nachlassen.

20.1.2021 • 12:30 Uhr

BDI warnt Regierung vor Alleingang an Grenzen

BDI-Chef Siegfried Rosswurm warnt die Bundesregierung vor einseitigen Schritten bei Grenzkontrollen zu Nachbarstaaten. "Die durch nationale Alleingänge bei Grenzregelungen angerichteten Schäden wären sehr gravierend für unsere hochgradig vernetzte Wirtschaft in Europa", sagte Rosswurm der Nachrichtenagentur Reuters. Er reagierte damit auf die Warnung von Kanzlerin Angela Merkel, notfalls Grenzkontrollen zu Nachbarstaaten einzuführen, die nicht in derselben Weise das Corona-Virus bekämpften.

Der BDI-Präsident warnte zudem davor, dass besonders eine komplette Grenzschließung und Unterbrechung der Wirtschaftsabläufe schädlich wäre. Ein Lockdown in Deutschland würde die miteinander vernetzten Produktionsorte in Europa laut BDI unterbrechen und europaweit zu Kettenreaktionen führen.

20.1.2021 • 12:26 Uhr

Zwei Fälle mit britischer Virus-Variante in Peking entdeckt

Zwei Fälle mit der britischen Virus-Variante, die besonders ansteckend sein soll, sind erstmals in Peking entdeckt worden. Wie das Gesundheitsamt nach Angaben von Staatsmedien berichtete, handelt es sich nach ersten Untersuchungen um importierte Infektionen.

Sie seien im südlichen Stadtteil Daxing identifiziert worden, wo auch der neue internationale Flughafen der chinesischen Hauptstadt liegt. Die Genom-Analyse deute darauf hin, dass es sich um die Mutation B.1.1.7 handele.

20.1.2021 • 12:21 Uhr

Spahn sieht keine Engpässe bei medizinischen Schutzmasken

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht Deutschland mit medizinischen Schutzmasken gut versorgt. Er habe im Moment keine Erkenntnisse darüber, dass es bei den FFP2- oder vergleichbaren Schutzmasken zu Versorgungsengpässen komme.

Spahn betont, dass die professionellen Masken einen "enormen Unterschied" machten zu den Alltagsmasken, was die Verbreitung des Virus angehe.

20.1.2021 • 12:18 Uhr

Von der Leyen - Pauschale Grenzschließungen nicht sinnvoll

Grenzschließungen sind nach Ansicht von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen generell kein probates Mittel zur Eindämmung der Pandemie. Eine pauschale Schließung sei nicht sinnvoll, sagt sie in einer Rede vor dem EU-Parlament.

Diese schade dem europäischen Binnenmarkt und sei nicht so effizient wie gezielte Maßnahmen. Es gelte, eine gemeinsame Strategie für Tests und die Zurückverfolgung der Infektionen zu finden. Dieser gemeinsame Ansatz sei auch fürs Reisen und die Grenzen nötig.

20.1.2021 • 12:16 Uhr

Merkel: Migrantenkinder durch Schulschließungen besonders belastet

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht Kinder aus Migrantenfamilien durch die Schulschließungen in der Pandemie besonders belastet. Es gebe jetzt "lange Zeiten, in denen keine Präsenzschule stattfinden kann", sagte sie. Dabei seien diejenigen Kinder in einer "sehr viel schwierigeren Situation", bei denen "die Eltern eben nicht zu Hause Deutsch sprechen".

Einfacher hätten es Kinder aus Familien, "wo beide Eltern die deutsche Sprache perfekt verstehen und sprechen und gleichzeitig vielleicht auch eine akademische Berufsausbildung haben". Die unterschiedlichen Belastungen seien "uns sehr bewusst", versicherte Merkel.

20.1.2021 • 12:13 Uhr

Grünen-Chefin: Recht auf Bildung garantieren

Die Bundesvorsitzende der Grünen, Annalena Baerbock, fordert Lösungen für Schulkinder, die in der Pandemie nicht von zu Hause aus lernen können - sei es durch fehlende Endgeräte, nicht funktionierende Technik oder Lernplattformen, die zusammenbrechen.

Es sei "fatal", dass bei den Bund-Länder-Beratungen am Abend nichts über die Schulschließungen hinaus beschlossen wurde. "Das wäre in so einem Beschluss auch nötig gewesen", sagte Baerbock bei RTL/ntv. Die Grünen-Politikerin schlägt vor, dass Kinder, die durch Homeschooling oder Fernunterricht nicht erreicht werden, in der Schule unterrichtet werden könnten. "Diese Kinder haben weiter ein Recht auf Bildung."

20.1.2021 • 12:13 Uhr

Maßnahmen: Giffey ruft Familien zum Durchhalten auf

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) ruft Familien mit kleinen Kindern angesichts weiterer Corona-Beschränkungen zum Durchhalten auf. Sobald das Infektionsgeschehen es zulasse, müssten die Einrichtungen zur Kinderbetreuung zuerst öffnen dürfen, sagte sie. Bis dahin sei es aber entscheidend, gemeinsam die noch bevorstehenden drei Wochen des Lockdowns durchzuhalten, um danach eine schnellere Öffnungsperspektive zu bekommen.

"Wir müssen jetzt sehr konsequent sein, damit wir nicht noch über Monate in so einem Halbzustand bleiben", mahnte Giffey. Der derzeit stark eingeschränkte Betrieb von Kindertagesstätten und die Schließung von Schulen seien keine langfristigen Optionen - deshalb komme es auf die kommenden drei Wochen an.

20.1.2021 • 12:07 Uhr

Heil erlässt Verordnung für mehr Homeoffice

Direkt nach dem Bund-Länder-Beschluss hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) eine Rechtsverordnung erlassen, die für mehr Homeoffice sorgen soll. Wie Heil mitteilte, müssen Arbeitgeber dort, wo es möglich ist, während der Pandemie Homeoffice ermöglichen. Nur zwingende betriebliche Gründe rechtfertigen demnach die Arbeit im Büro.

Die Verordnung wurde Heil zufolge vom Kabinett gebilligt, wird voraussichtlich am 27. Januar in Kraft treten und befristet bis 15. März gelten. Kontrolliert werden kann die Regelung Heil zufolge von den Arbeitsschutzbehörden und den Unfallversicherungsträgern. Sie können Verstöße als Ordnungswidrigkeit sanktionieren.

20.1.2021 • 12:03 Uhr

BioNTech-Impfstoff scheint gegen britische Variante zu schützen

Der Impfstoff von BioNTech und Pfizer scheint einer Studie zufolge auch gegen die ansteckendere britische Variante wirksam zu sein. Für die Untersuchung wurden Blutproben von 16 geimpften Teilnehmern aus früheren klinischen Studien einem synthetischen Virus ausgesetzt. Dieses war so konstruiert, dass es die gleichen zehn charakteristischen Mutationen aufwies, durch die die britische Variante B.1.1.7 gekennzeichnet ist.

Die Antikörper im Blut der Probanden, die den Impfstoff erhalten hatten, neutralisierten dieses Pseudovirus genauso wirksam wie die Coronavirus-Version, für die das Produkt ursprünglich entwickelt wurde. Das mache es wahrscheinlich, dass der Impfstoff auch gegen die britische Variante schütze, hieß es in der Studie.

BioNTech hatte angekündigt, in Kürze eine detailliertere Analyse der wahrscheinlichen Wirkung seines Impfstoffs auf die südafrikanische Variante zu veröffentlichen. Nach Einschätzung von Wissenschaftlern sind die neuen Varianten ansteckender, es wird jedoch angenommen, dass sie nicht zu einem schwereren Krankheitsverlauf führen.

20.1.2021 • 11:48 Uhr

BaWü: Öffnung von Schulen und Kitas trotz Lockdown?

Trotz verlängertem Lockdown will Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann Kitas und Schulen ab Anfang Februar offenbar wieder schrittweise öffnen. Das geht aus einem Schreiben der CDU-Politikerin vor, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.

Demnach spreche sich Eisenmann dafür aus, Kitas ab dem 1. Februar mit festen Gruppen wieder vollständig zu öffnen. In den Grundschulen sollten ab diesem Zeitpunkt die ersten beiden Klassenstufen in den Präsenzunterricht zurückkehren, eine Woche später sollten die dritten und vierten Klassen folgen. Für die Klassen fünf bis sieben soll es laut Eisenmann zunächst Wechselbetrieb geben. Mit diesem sollten dann spätestens ab dem 22. Februar sämtliche weiterführenden Schulen starten.

20.1.2021 • 11:38 Uhr

Lindner fordert Stufenplan für Öffnungen

FDP-Chef Christian Lindner ist überzeugt, dass der Lockdown auch nach Mitte Februar verlängert werden muss. Gerade darum forderte er von der Bundesregierung einen Stufenplan, in dem mögliche Lockerungen festgehalten werden: "Es tut dringend Not, dass wir einen Stufenplan bekommen - klare Konzepte, wie kann geöffnet werden."

Gleichzeitig kritisierte er den aus seiner Sicht noch immer mangelnden Schutz älterer Menschen in der Pandemie. Hier seien Möglichkeiten ungenutzt geblieben, stattdessen habe es nur Absichtserklärungen gegeben. Konkrete Maßnahmen, wie etwa kostenlose Fahrten mit dem Taxi, damit Ältere nicht den Öffentlichen Nahverkehr nutzen müssten, seien nicht erfolgt.

20.1.2021 • 11:30 Uhr

Indien liefert Impfstoff ins Ausland

Indien hat damit begonnen, den von AstraZeneca im eigenen Land produzierten Impfstoff an andere Staaten auszuliefern. Das teilte das Gesundheitsministerium mit. Zunächst werden demnach zwei Millionen Dosen nach Bangladesch, 150.000 ins Königreich Bhutan und 100.000 Dosen auf die Malediven geschickt. In den kommenden Wochen soll der Wirkstoff ebenso nach Bangladesch, Nepal, Myanmar und an die Seychellen geliefert werden. In Sri Lanka, Afghanistan und auf Mauritius stünde die Zulassung des Impfstoffes noch aus.

20.1.2021 • 11:19 Uhr

Mehr Finanzhilfe für Soloselbstständige

Die Bundesregierung erhöht die Corona-Hilfen für Soloselbstständige. Das kündigte Bundesfinanzminister Olaf Scholz gegenüber der Nachrichtenagentur dpa an: "Wir satteln bei den Hilfen für Soloselbstständige noch mal deutlich drauf, das liegt mir sehr am Herzen."

Die Neustarthilfe werde von 25 Prozent auf nun 50 Prozent des Vergleichsumsatzes erhöht, zugleich werde die maximale Förderhöhe deutlich angehoben, so Scholz. Die maximale Höhe der Betriebskostenpauschale beträgt künftig demnach 7500 Euro, bisher waren 5000 Euro vorgesehen. Neu ist, dass auch sogenannte unständig Beschäftigte die Neustarthilfe beantragen können. Dazu zählen beispielsweise Schauspieler.

20.1.2021 • 11:10 Uhr

Netflix als Krisengewinner

Der Steamingdienst Netflix profitiert von der Coronakrise. Mehr als 200 Millionen Nutzer zahlen inzwischen für das Angebot des Unternehmens.

20.1.2021 • 10:41 Uhr

NRW verhängt Impfstopp

Das Gesundheitsministerium in Nordrhein-Westfalen hat vorerst einen Stopp der Erstimpfungen gegen das Coronavirus verhängt. Weil die Firma Biontech ihre Planung geändert habe und NRW etwa 100.000 Impfdosen weniger bekomme, müsse die Impfplanung angepasst werden, hieß es von einem Sprecher des Gesundheitsministeriums. Die Verabreichung der zweiten Impfdosis solle aber fortgesetzt werden.

Aus diesem Grund sollen auch die 53 Impfzentren in dem Bundesland ihren Betrieb erst eine Woche später als ursprünglich geplant aufnehmen. Die Öffnung der Zentren und die Erstimpfungen für über 80-Jährige soll nun am 8. Februar starten.

20.1.2021 • 10:36 Uhr

EU-Kommission plant Ausweitung der Corona-Hilfen

Die EU-Kommission will die Regeln für staatliche Hilfen für Unternehmen wegen der Corona-Pandemie vorübergehend weiter lockern. So soll die Grenze, wie viel Unterstützung Konzerne erhalten können, wegen der Schwere der Pandemie heraufgesetzt werden. Bisher lag das Limit bei knapp vier Millionen Euro pro Unternehmen. Bei welchem Betrag die Beihilfen künftig gedeckelt werden sollen, blieb zunächst unklar.

20.1.2021 • 10:25 Uhr

Bericht: Weitere Fälle britischer Mutation in Berlin festgestellt

In Berlin wurde bei weiteren drei Patienten, die in einer Klinik behandelt werden, eine Infektion mit der britischen Coronavirus-Mutation nachgewiesen, wie der "Tagesspiegel" berichtet. Alle drei Betroffenen hätten sich wohl schon vor Wochen angesteckt. Keiner von ihnen war zuvor auf Reisen gewesen.

Anfang Januar waren die ersten Fälle der Mutation in Berlin nachgewiesen worden: Ein Mann, der zuvor aus Großbritannien zurückgekehrt war, hatte sich infiziert und auch Mitglieder seiner Familie angesteckt.

20.1.2021 • 10:10 Uhr

Marburger Bund pocht auf bessere Versorgung mit Schutzmasken

Ärzte- und Apothekerverbände fordern, Menschen mit geringem Einkommen kostenlos mit medizinischen Schutzmasken zu versorgen. "Es ist keine Zumutung, in öffentlichen Verkehrsmitteln zukünftig Masken mit höherer Schutzwirkung zu tragen", sagte die Vorsitzende des Ärzteverbandes Marburger Bund, Susanne Johna, der "Rheinischen Post". "Es wäre aber eine Zumutung, von Menschen mit geringem Einkommen zu erwarten, medizinische Masken auf eigene Kosten zu erwerben."

Auch Unternehmen wie die Deutsche Bahn könnten reagieren, sagte Johna weiter. Die Bahn könne beispielsweise zu günstigen Konditionen große Mengen an FFP2-Masken anschaffen und so Reisenden den Kauf für einen vergleichsweise geringen Aufpreis zum Ticket zu ermöglichen.

20.1.2021 • 09:58 Uhr

Braun: "Entscheidung für Schulschließungen nicht leicht gefallen"

Kanzleramtschef Helge Braun hat den Entschluss, Schulen und Kitas weiterhin zu schließen, im Interview mit den Sendern RTL und ntv verteidigt. "Das ist uns nicht leicht gefallen, weil wir ganz genau wissen, was das für Eltern und Familien heißt", so Braun. Doch es gebe ernstzunehmende Hinweise darauf, dass die mutierte Virus-Variante, die in Großbritannien entdeckt worden war, sich bei Kindern ähnlich ausbreite wie bei Erwachsenen. Darum müsse jetzt verhindert werden, dass sich die Mutation auch in Deutschland ausbreite.

20.1.2021 • 09:48 Uhr

Montgomery rechnet mit Verlängerung der Verlängerung

Der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, geht davon aus, dass der Lockdown auch nach Mitte Februar nochmals verlängert werden muss. Die Menschen müssten sich daran gewöhnen, "dass das jetzt eine Lebensform für den Rest dieses Winters wird, in der wir leben müssen. Andernfalls schlägt dieses Virus mit großer Macht zurück", sagte Montgomery dem SWR.

Darum müsse die Bundesregierung einen deutlich längerfristigen Plan entwickeln - "nicht nur bis Ostern, sondern noch länger". Montgomery betonte: "Nach dem Lockdown wird nicht sofort wieder die völlige Freigabe kommen. Wir brauchen einen Plan, wie wir das Land wieder auftauen, nachdem wir es jetzt einfrieren.“

20.1.2021 • 09:39 Uhr

Schwesig: Gleiche Maßstäbe für Arbeitswelt und Schulen

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig fordert für die Arbeitswelt ebenso strenge Kontaktbeschränkungen wie in Schulen und Kitas.

Auf NDR Info sagte die SPD-Politikerin, es dürfe nicht mit zweierlei Maß gemessen werden. Bei Kindern und Jugendlichen gebe es kaum noch Spielraum für eine weitere Verschärfung der Regeln. Dagegen sei es möglich und notwendig, dass die Erwachsenen ihre Kontakte am Arbeitsplatz verringerten.

20.1.2021 • 09:33 Uhr

EVP-Politiker Liese für einheitliche EU-Strategie

Der gesundheitspolitische Sprecher der EVP-Fraktion im Europaparlament, Peter Liese, fordert ein europaweit einheitliches Vorgehen in der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk sagte er: "Wir brauchen eigentlich in ganz Europa bei gleichartiger Infektionslage auch die gleichen Maßnahmen."

Man könne fast jede Woche verfolgen, wie schwierig das alleine in Deutschland sei, dass die Bundesländer sich verständigen. "Leider ist es natürlich dann nochmal ein bisschen schwieriger, zwischen 27 Staaten etwas zu vereinbaren", so Liese.

Angesichts der sich ausbreitenden britischen Coronavirus-Mutation plädierte Liese für stärkere Kontrollen: "Im Moment ist das allerwichtigste, das man bei Einreisen aus den Gebieten, wo die neuartige Mutation sehr stark verbreitet ist, strenger und einheitlicher kontrolliert."

20.1.2021 • 09:27 Uhr

GEW bemängelt Schlupflöcher in Corona-Beschlüssen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Entscheidung, Schulen und Kitas bis Mitte Februar geschlossen zu halten, grundsätzlich begrüßt. Allerdings bleibe es nach wie vor den einzelnen Bundesländern überlassen, wie sie die getroffenen Vereinbarungen umsetzen, kritisierte GEW-Chefin Marlis Tepe im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Damit bleibe der "föderale Flickenteppich" bei den Corona-Regelungen bestehen - und das, obwohl "Lehrer, Kinder und Eltern endlich ein bundesweit einheitliches, verbindliches Vorgehen wollen".

20.1.2021 • 09:21 Uhr

Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen geht zurück

Noch vor Kurzen galt Sachsen als bundesweit am härtesten von der Pandemie betroffen. Mittlerweile geht die Sieben-Tage-Inzidenz in dem Bundesland aber zurück. Zahlen des RKI zufolge liegt sie derzeit bei 193,1. Damit liegt Sachsen mittlerweile hinter Thüringen mit einem Wert von 237,7 sowie Brandenburg und Sachsen-Anhalt.

20.1.2021 • 09:12 Uhr

Israel verlängert Lockdown

Die israelische Regierung hat beschlossen, die geltenden strengen Corona-Maßnahmen nochmals um zehn Tage zu verlängern. Gestern waren in dem Land erstmals mehr als 10.000 Neuinfektionen binnen eines Tages registriert worden.

Gleichzeitig treibt Israel seine Impfkampagne mit hohem Tempo voran. Nach Angaben des Gesundheitsministers Juli Edelstein wurden allein gestern rund 201.000 Menschen gegen das Virus geimpft. Dazu zählen demnach 129.000 Einwohner, die bereits die zweite Impfdosis erhalten hätten. Insgesamt sei seit dem Impfstart mehr als 2,2 Millionen Menschen die erste und etwa 550.000 Menschen die zweite Impfdosis verabreicht worden.

20.1.2021 • 09:02 Uhr

Kipping kritisiert Homeoffice-Beschluss als "halbherzig"

Die verschärften Regelungen zum Homeoffice reichen für die Vorsitzende der Linkspartei Katja Kipping nicht aus. Im ARD-Morgenmagazin nannte sie den Beschluss "halbherzig". Im ursprünglichen Entwurf der Bundesregierung für die neuen Auflagen sei noch von einer Pflicht für Arbeitgeber die Rede gewesen. Doch das Virus interessiere es nicht, ob eine Infektion im Büro oder im Privathaushalt stattfinde. Darum dürfe die Last nicht nur auf die privaten Haushalte gelegt werden.

20.1.2021 • 08:51 Uhr

BDI: Schließung von Industriebetrieben wäre verheerend gewesen

Siegfried Russwurm, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), ist erleichtert, dass es nicht zu einer vollständigen Schließung der Industrie kommt. Ein solcher Schritt hätte verheerende Folgen, warnte er im Deutschlandfunk: "Das ist nicht wie ein Garagentor öffnen und schließen." Bei einem Stillstand von nur einem Monat und einem weiteren Monat, um wieder die Prozesse in Gang zu bringen, würde die Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft von etwa 3,5 Prozent für 2021 schnell ins Negative kippen. "Die Auswirkungen auf das Industrieland Deutschland wären wirklich immens, auch nicht einfach aufholbar", so Russwurm.

20.1.2021 • 08:46 Uhr

Teil-Lockdown in Peking

Die chinesische Regierung hat für fünf Viertel der Hauptstadt Peking wieder einen Teil-Lockdown ausgerufen. Dort waren mehrere neue Corona-Fälle verzeichnet worden. Unter anderem wurde der südliche Bezirk Daxing abgeriegelt, in dem allein 1,6 Millionen Menschen leben, die nun die Stadt nicht mehr verlassen dürfen. 

Bereits Anfang des Monats waren in der Provinz Hebei, die Peking umgibt, mehrere Neuinfektionen aufgetreten. Im Zuge dessen wurden die Provinzhauptstadt Shijiazhuang sowie weitere Metropolen abgeriegelt.  

20.1.2021 • 08:41 Uhr

Altmaier: Homeoffice-Regelungen mit Augenmaß

Bei der verstärkten Nutzung von Homeoffice setzt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier weiterhin auf flexible Lösungen und will Bürokratie verhindern. Im ARD-Morgenmagazin erklärte er, man könne beispielsweise bei kleinen Unternehmen auf betriebswirtschaftliche Umstände Rücksicht nehmen.

"Die Botschaft ist: Überall Homeoffice wo es geht, aber nur dort, wo es geht. Es gibt viele Berufe, die können gar nicht von zu Hause aus arbeiten", so Altmaier weiter. Es gehe um eine Regelung mit Augenmaß. Er gehe davon aus, dass staatliche Kontrollen nicht erforderlich sein werden.

20.1.2021 • 08:37 Uhr

Britische Mutation bereits in 60 Ländern aufgetreten

Die britische Mutation des Coronavirus breitet sich schnell aus: Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde der mutierte Erreger bereits in mindestens 60 Ländern nachgewiesen. Die in Südafrika entdeckte Variante des Coronavirus hat sich bislang in mindestens 23 Ländern verbreitet. Beide Mutationen sollen deutlich ansteckender sein, als der bislang bekannte Erreger. Forscher aus Südafrika gehen aber davon aus, dass die in dem Land aufgetretene neue Variante nicht tödlicher ist.

20.1.2021 • 08:21 Uhr

Handel drängt auf schnelle Hilfen

Der Einzelhandelsverband HDE fordert von der Bundesregierung, die angekündigten zusätzlichen Corona-Hilfen für die Wirtschaft schnell umzusetzen. "Der vom Lockdown betroffene Einzelhandel verliert an jedem geschlossenen Verkaufstag im Januar durchschnittlich 600 Millionen Euro Umsatz", betonte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. "Die Bundesregierung muss jetzt liefern, die Durststrecke könnte sonst für bis zu 50.000 Geschäfte zu lang werden."

20.1.2021 • 08:18 Uhr

Ifo-Präsident unterstützt längeren Lockdown

Der verlängerte Lockdown ist aus Sicht des Präsidenten des ifo-Instituts, Clemens Fuest, die richtige Entscheidung. "Wir haben ja vorher einen Lockdown gehabt, der nur sehr beschränkte Fortschritte brachte und das bedeutet dann, dass man ihn ja auch nicht aufheben kann. Wir müssen also runter mit den Neuinfektionen und dann geht das auf jeden Fall in die richtige Richtung", sagte Fuest im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk. Man müsse aber auf Belange der Wirtschaft Rücksicht nehmen, Produktionsunternehmen sollten nach seiner Meinung nicht geschlossen werden.

Fuest plädierte dafür, die Regeln in Großraumbüros zu verschärfen: "Virologen sagen, bei Großraumbüros, auf Verkehrsflächen kann man noch deutlich mehr machen. Und wir müssen in der Tat das Homeoffice stärker ausbauen." Zudem sollten aus seiner Sicht FFP2-Masken in Betrieben, in denen Menschen zusammenkommen, verpflichtend sein.

20.1.2021 • 08:04 Uhr

Stephan Weil von Wirksamkeit des längeren Lockdowns überzeugt

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil geht davon aus, dass die gestern vereinbarten Corona-Beschlüsse genügen werden, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. Schon jetzt gingen die Fallzahlen zurück. Doch eine große Sorge bleibt: "Die Mutation ist die große Unbekannte", sagte der SPD-Politiker im ARD-Morgenmagazin. Es sei davon auszugehen, dass vor allem die Mutation aus Großbritannien bereits in Deutschland angekommen sei, allerdings fehlten dazu die nötigen Zahlen und Daten.

Heute will Weil mit seiner Landesregierung über die Beschlüsse beraten, vor allem im Hinblick auf die Schulen. Seit Anfang der Woche gibt es an Grundschulen in Niedersachsen wieder Wechselunterricht. Diesen Kurs müsse man nun nochmals prüfen, so Weil.

Beim verstärkten Homeoffice wird wenig Überzeugungsarbeit bei den Arbeitgebern zu leisten sein, ist der Ministerpräsident überzeugt. Es sei auch in ihrem Interesse, den Rückgang der Infektionen zu beschleunigen. Ein staatliches Eingreifen - etwa durch Kontrollen, wie Bundesarbeitsminister Hubertus Heil sie in Erwägung zieht - wird aus Sicht Weils nur in Ausnahmefällen nötig sein.

20.1.2021 • 07:33 Uhr

#Wiegehtesuns? - Erfahrungen in Pandemiezeiten

Die Coronakrise verändert für viele den Berufsalltag - auch das des Bestatters Andreas Dieckmann aus Brandenburg. Im rbb schildert er, vor welchen Herausforderungen ihn die Pandemie gestellt hat.

20.1.2021 • 07:15 Uhr

Biden gedenkt Corona-Opfer

Am Abend vor seiner Amtseinführung hat der designierte US-Präsident Joe Biden der mehr als 400.000 Menschen gedacht, die seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie in den USA infolge einer Infektion gestorben sind. Um zu heilen, müsse man sich erinnern, sagte er in seiner Rede, die er vor dem Lincoln-Denkmal in Washington hielt. Es sei wichtig, gemeinsam an alle zu denken, "die wir verloren haben".

In zahlreichen Orten in den USA läuteten Kirchenglocken, und öffentliche Gebäude wurden angestrahlt.

Der designierte US-Präsident Joe Biden (rechts) und seine Frau Jill Biden sowie die designierte US-Vizepräsidentin Kamala Harris mit ihrem Mann Doug bei einer Gedenkveranstaltung für die Corona-Toten vor dem Lincoln-Memorial in Washington. | dpa

Der designierte US-Präsident Joe Biden (rechts) und seine Frau Jill Biden sowie die designierte US-Vizepräsidentin Kamala Harris mit ihrem Mann Doug bei einer Gedenkveranstaltung für die Corona-Toten vor dem Lincoln-Memorial in Washington. Bild: dpa

20.1.2021 • 07:00 Uhr

Kaum Anzeichen auf langfristige Impf-Nebenwirkungen

Seit mehreren Wochen wird in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft. Die Skepsis ist noch nicht bei allen ausgeräumt, wie Jana Münkel berichtet. Doch bislang gibt es kaum Anhaltspunkte für negative Spätfolgen des Wirkstoffs.

20.1.2021 • 06:54 Uhr

Berchtesgadener Land: Langer Lockdown, geringe Wirkung

Seit rund drei Monaten gelten im Berchtesgadener Land in Bayern bereits strikte Corona-Auflagen - doch ein Erfolg zeichnet sich bislang kaum ab.

20.1.2021 • 06:43 Uhr

Die Corona-Beschlüsse im Überblick

Stundenlang hatten Bund und Länder gestern verhandelt, wie es mit dem Lockdown weitergehen soll. Die wichtigsten Punkte, auf die sich die Länderchefs und die Bundesregierung geeinigt haben, auf einen Blick.

20.1.2021 • 06:40 Uhr

Karliczek und Giffey begrüßen längere Schulschließungen

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und Bundesfamilienministerin Franziska Giffey sehen die verlängerte Schließung von Schulen und Kitas als notwendigen Schritt im Kampf gegen die Corona-Pandemie.

"Die Wissenschaft geht zunehmend davon aus, dass der normale Schulbetrieb zur Verbreitung des Virus beiträgt", sagte Karliczek dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Ziel sei es nun, Konzepte zu entwerfen, um den ausgefallenen Präsenzunterricht wieder auszugleichen, sobald sich die Pandemielage verbessere.

Giffey betonte, dass Betreuungsangebote für Kinder als erstes wieder ermöglicht werden müssten, sobald das Infektionsgeschehen dies wieder zulasse.

20.1.2021 • 05:50 Uhr

15.974 Corona-Neuinfektionen und 1148 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut 15.974 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1148 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Morgen bekanntgab. Vor genau einer Woche hatte das RKI 19.600 Neuinfektionen und 1060 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

20.1.2021 • 05:01 Uhr

Lehrerverband setzt auf Schulbetrieb ab Mitte Februar

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands Heinz-Peter Meidinger hofft nach eigenen Worten darauf, dass Mitte Februar an den Schulen "der große Einstieg wieder gelingt". Entsprechend äußerte er sich in der "Augsburger Allgemeinen".

Die Entscheidung von Bund und Ländern, die Einrichtungen bis zum 14. Februar weitgehend geschlossen zu halten, trägt der Verband demnach mit. "Schulen sind Teil des Infektionsgeschehens", sagte Meidinger. Es sei notwendig, auch dort auf die hohen Zahlen zu reagieren. "An den Schulen jetzt zu lockern und sie dann innerhalb kürzester Zeit wieder dichtzumachen, wäre das verkehrteste, was man tun kann."

20.1.2021 • 04:42 Uhr

Heil fordert massive Homeoffice-Nutzung und kündigt Kontrollen an

Nach den Bund-Länder-Gesprächen hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) die Beschäftigten und Unternehmen aufgefordert, die neuen Homeoffice-Möglichkeiten massiv zu nutzen.

Zugleich warnte er in "Bild live" am Abend Arbeitgeber davor, die Möglichkeit zum Homeoffice willkürlich abzusagen und kündigte Kontrollen an. "Sie müssen klar sagen, wo es geht - und auch, wo es nicht geht. Wo es möglich ist, sollen sie es ermöglichen und das wird im Zweifelsfall auch von Arbeitsschutzbehörden überprüft." Von den Beschäftigten erwarte die Regierung, dass sie das Homeoffice im Kampf gegen die Corona-Pandemie in Anspruch nähmen.

20.1.2021 • 04:42 Uhr

Bund und Länder verlängern Steuererleichterung für Unternehmen

Bund und Länder verlängern wegen der anhaltenden Corona-Pandemie eine steuerliche Erleichterung für Unternehmen. Die Sondervorauszahlung zur Umsatzsteuer kann demnach auch für das Jahr 2021 ausgesetzt werden, wenn das jeweilige Unternehmen stark von der Krise betroffen ist. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen.

Die Verlängerung sei ein deutliches Zeichen zur Unterstützung von Unternehmen und ihrer Liquidität, hieß es. Die Vorauszahlung muss ein Unternehmer als eine Art Pfand leisten, wenn er seine Umsatzsteuer-Voranmeldungen später als vorgeschrieben abgeben will. Da die Frist für diese Voranmeldungen sehr kurz ist, machen viele Unternehmen von der Regelung Gebrauch. Bereits im vergangenen Jahr war die Sondervorauszahlung wegen der Krise ausgesetzt worden.