Ein Mitglied des sogenannten Präventionsteams der Deutschen Bahn kontrolliert in einem Zug. | dpa
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Liveblog zum Coronavirus ++ Studie untermauert Nutzen von Masken ++

Stand: 17.12.2020 00:05 Uhr

Laut einer Studie der Deutschen Bahn hilft das Tragen einer Maske, die Verbreitung von Tröpfchen und Aerosole zu begrenzen. In den USA wurden innerhalb einer Woche fünf Millionen neue Corona-Fälle gemeldet. Alle Entwicklungen im Liveblog zum Nachlesen.

  • Gesundheitsminister rechnen mit Impfbeginn nach Weihnachten
  • RKI meldet Höchstwert an Todesfällen / 27.728 Neuinfektionen
  • Kanzlerin Merkel hält Nachsteuerungen bei Impfstrategie für möglich
  • SPD-Chefin Esken kritisiert mangelnde Hilfe für Pflegeheime
  • Ifo-Institut senkt Konjunkturprognose
  • EU-Parlament stimmt für Regionalhilfen in Milliardenhöhe
  • Mehr als 248.000 Neuinfektionen in den USA
  • Großbritannien: Bisher 138.000 Menschen geimpft
17.12.2020 • 00:05 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

16.12.2020 • 22:15 Uhr

Allergische Reaktion nach Impfung in den USA

Im US-Bundesstaat Alaska hat ein Gesundheitsmitarbeiter nach einer Corona-Impfung mit dem Biontech-Pfizer-Wirkstoff eine schwere allergische Reaktion erlitten. Die Person wurde nach der Impfung im Krankenhaus behandelt, wie die "New York Times" am Mittwoch berichtete.

"Wir haben noch nicht alle Details über den Bericht aus Alaska über eine potenzielle ernsthafte allergische Reaktion, aber wir arbeiten bei der Evaluierung mit den örtlichen Gesundheitsbehörden zusammen", erklärte der US-Pharmakonzern Pfizer.

16.12.2020 • 21:39 Uhr

Frankreich: Rund eine Million Impfdosen bis zum Jahresende

Noch bis zum Jahresende soll es in Frankreich erste Impfdosen gegen das Coronavirus geben. Frankreichs Premierminister Jean Castex sagte in der Nationalversammlung, man würde bis zum Monatsende 1,16 Millionen Einheiten eines ersten Impfstoffes geliefert bekommen. Anfang Januar sollten dann noch einmal 677.000 Dosen hinzukommen, im Februar weitere 1,6 Millionen.

16.12.2020 • 21:24 Uhr

Fünf Millionen Corona-Fälle innerhalb einer Woche auf dem amerikanischen Kontinent

Auf dem amerikanischen Kontinent sind binnen einer Woche rund fünf Millionen neue Corona-Infektionen verzeichnet worden. Die meisten Ansteckungen habe es in den USA und in Kanada gegeben, erklärte die Panamerikanische Gesundheitsorganisation in Washington. In Südamerika gab es in Brasilien und Kolumbien die meisten neuen Fälle.

Der Gesundheitsorganisation zufolge wurden seit dem Beginn der Pandemie in Nord-, Süd- und Mittelamerika rund 31 Millionen Infektionsfälle und 787.000 Todesfälle verzeichnet. Das entspricht knapp der Hälfte der Infektionen und Corona-Toten weltweit.

16.12.2020 • 21:11 Uhr

Altmaier verteidigt verzögerte Auszahlung von Hilfen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat im ARD-Extra verteidigt, dass die Auszahlung der Corona-Hilfen einige Wochen dauern kann. Bei Zahlungen in Millionenhöhe müsse sichergestellt werden, dass nur diejenigen das Geld erhalten, die auch einen Anspruch darauf haben – und nicht an Betrüger gezahlt werde.

Ihm tue es im Herzen weh, dass der Einzelhandel in der umsatzstärksten Zeit des Jahres schließen müsse.

16.12.2020 • 21:01 Uhr

Gesundheitsminister: Impfbeginn am 27. Dezember

Die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) der Länder stellt sich auf einen bundesweiten Beginn der Corona-Impfungen am 27. Dezember ein. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn habe die Konferenz über die zu erwartende Zulassung und Lieferung des Impfstoffes von Biontech und Pfizer informiert, teilte der Berliner Senat mit. Für die Bundesländer ergebe sich daraus der 27. Dezember als Starttermin.

16.12.2020 • 20:27 Uhr

Studie: Maske begrenzt Verbreitung von Aerosolen

Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung ist Forschern zufolge während einer Zugfahrt eine wirksame Möglichkeit, die Verbreitung von Tröpfchen und Aerosolen zu begrenzen. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Deutschen Bahn und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Göttingen.

Bei den Untersuchungen wurde unter anderem die Atmung eines Fahrgastes mit und ohne Maske simuliert. Die Verbreitung von Tröpfchen und Aerosolen wurde mit Hilfe von künstlichem Speichel und Spurengas nachgestellt. Für eine virologische Bewertung möglicher Infektionsrisiken seien weitere wissenschaftliche Forschungsarbeiten notwendig, teilte das DLR Göttingen mit.

Laut Mitteilung wird auch aufgrund der hohen Frischluftnutzung der Klimaanlage die Luft in einem ICE durchschnittlich alle sieben Minuten vollständig erneuert. Zusammen mit dem Filtersystem bedeute das, dass die Klimaanlage bei der Verbreitung der Aerosole im Fahrgastraum faktisch keine Rolle spiele.

16.12.2020 • 20:24 Uhr

Slowakei zieht Lockdown auf Samstag vor

Die Slowakei hat den Start eines für nächste Woche geplanten Lockdowns bereits auf diesen Samstag vorgezogen. Zugleich treten ab Samstag, 5.00 Uhr, strenge Ausgangsbeschränkungen in Kraft. Das gab Gesundheitsminister Marek Krajci nach einer stundenlangen Regierungssitzung bekannt.

Weihnachtseinkäufe sind somit nur mehr bis Freitag möglich. Ursprünglich sollten erst ab 21. Dezember alle Geschäfte außer etwa Supermärkte mindestens drei Wochen lang geschlossen bleiben. Eine gleichzeitige Ausgangssperre war in den bisherigen Plänen der Regierung nicht vorgesehen.

16.12.2020 • 19:24 Uhr

Intensivmediziner warnen vor Panikmache

Die deutschen Intensivmediziner warnen vor Panikmache wegen steigender Zahlen von Corona-Patienten auf Intensivstationen. "Das deutsche Gesundheitssystem ist stark belastet. Wir stehen aber derzeit nicht an dem Punkt, Priorisierungen von Patienten vornehmen zu müssen", erklärten die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und die Fachgruppe COVRIIN beim Robert Koch-Institut (RKI). "Wir haben noch Kapazitäten auf den Intensivstationen." Bei regionaler Überlastung seien Verlegungen in andere Regionen möglich, hieß es. Solche Vorgänge seien aber eindeutig geregelt - "dann wird innerhalb Deutschlands übergreifend verlegt, nach dem so genannten Kleeblattkonzept". Dabei wurde Deutschland in fünf Regionen eingeteilt, um Patienten innerhalb dieser zu Gebiete verlegen.

16.12.2020 • 19:20 Uhr

Bulgarien führt E-Rezept ein - Ärzte fordern längeren Lockdown

Bulgarien hat angesichts steigender Corona-Fallzahlen das Ausstellen von E-Rezepten erlaubt. Die Hausärzte können nun Patienten auch auf digitalem Weg zu einem Facharzt schicken, entschied die Regierung in Sofia. Diese Novelle einer entsprechenden Verordnung erfolge auf Wunsch des Bulgarischen Ärzteverbands, wie Regierungschef Boiko Borissow sagte. Für eine Verlängerung des jetzt geltenden Teil-Lockdowns bis Ende Januar 2021 setzten sich unterdessen Gesundheitsminister Kostadin Angelow sowie der Corona-Stab ein.

16.12.2020 • 19:16 Uhr

Bundestag beschließt Homeoffice-Pauschale

Wer während der Corona-Krise von zu Hause arbeitet, soll seine Ausgaben künftig leichter in der Steuererklärung geltend machen können. Der Bundestag hat eine Homeoffice-Pauschale von maximal 600 Euro im Jahr beschlossen. Sie soll für die Steuererklärungen der Jahre 2020 und 2021 gelten - danach, so hofft man, könnte die Corona-Pandemie im Griff sein und die meisten wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Damit die Regelung in Kraft treten kann, muss am Freitag aber noch der Bundesrat zustimmen.

Pro Tag am Heim-Schreibtisch werden demnach bei der Steuerberechnung 5 Euro angerechnet, maximal 120 Tage im Jahr. Dieser Betrag wird vom zu versteuernden Einkommen abgezogen, so dass die fälligen Steuern sinken. Allerdings zählt die Homeoffice-Pauschale zu den Werbungskosten, für die allen Steuerzahlern pauschal 1000 Euro angerechnet werden. Nur wer mit seinen Ausgaben hier über 1000 Euro kommt, profitiert also von der Maßnahme.

16.12.2020 • 19:07 Uhr

Tschechische Polizei will ausländische Skifahrer kontrollieren

Die tschechische Polizei plant angesichts der Öffnung der Skigebiete in den Mittelgebirgen von Freitag an schärfere Kontrollen im Grenzgebiet zu den Nachbarstaaten. Das kündigte Innenminister Jan Hamacek an. Die Papiere ausländischer Wintersportler sollen zudem auch direkt an den Pisten überprüft werden. Für sie gilt, dass sie einen negativen Corona-PCR-Test vorlegen müssen, der nicht älter als 72 Stunden ist. "Wir sind bereit, das durchzusetzen und zu kontrollieren", sagte der Sozialdemokrat. Die Regelung betrifft ausschließlich den Tagestourismus. Längere Aufenthalte sind nicht möglich, weil die Hotels geschlossen sein werden.

16.12.2020 • 19:00 Uhr

Spahn verteidigt Vorgehen bei Corona-Impfungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat das geplante Vorgehen bei Corona-Impfungen in Deutschland gegen Kritik verteidigt. "Impfen ist der Weg raus aus dieser Pandemie. Und wir sind auf diesem Weg gut vorbereitet", sagte der CDU-Politiker im Bundestag. Es gebe sehr bewusst keine Impfstoff-Notzulassung, sondern ein ordentliches, gründliches Prüfungsverfahren und europäische Solidarität. Für anfangs nötige vorrangige Impfungen gefährdeter Gruppen habe der Bundestag auch eine gesetzliche Grundlage gelegt. "Für die weitere Ausgestaltung gibt es ein transparentes Verfahren", sagte Spahn mit Blick auf eine vorgesehene Empfehlung der Ständigen Impfkommission. Auf dieser Basis plane er dann noch eine Verordnung, die Impfprioritäten festschreibe.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) spricht im Bundestag. | dpa

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im Bundestag: "Wir sind auf diesem Weg gut vorbereitet" Bild: dpa

16.12.2020 • 18:56 Uhr

Kirchen wollen an Weihnachtsgottesdiensten festhalten

Trotz Corona-Lockdown und Kontaktbeschränkungen werden in vielen christlichen Gemeinden an Heiligabend Präsenzgottesdienste unter strengen Hygieneregeln stattfinden. Hygienekonzepte mit Mindestabständen, Mund-Nasen-Schutz, Gesangsverbot und vielerorts auch Anmeldepflicht sollen das Ansteckungsrisiko für eine Infektion minimieren, teilten die evangelischen Landeskirchen und katholischen Bistümer mehrheitlich mit. Diese Maßnahmen sind nach einer Vereinbarung zwischen Religionsvertretern und dem Bund die Voraussetzung dafür, dass überhaupt Gottesdienste stattfinden dürfen.

Eine Mehrheit der 20 evangelischen Landeskirchen und 27 katholischen Bistümer sprach sich dafür aus, Gottesdienste an Heiligabend und Weihnachten stattfinden zu lassen, wie Anfragen der Nachrichtenagentur epd ergaben. Ausnahmen bilden bislang die Evangelische Kirche von Westfalen und die lippische Landeskirche, wo Gemeinden aufgerufen sind, bis zum 10. Januar auf Gottesdienste zu verzichten. Die sächsische Landeskirche äußerte sich ebenfalls vorsichtig.

16.12.2020 • 18:49 Uhr

Dänemark macht Einkaufszentren dicht

Mitten im Weihnachtsgeschäft schließt Dänemark ab Donnerstag alle Einkaufszentren. Damit verschärft die dänische Regierung angesichts immer weiter steigender Infektionszahlen den Teil-Lockdown, der seit heute bereits für alle Restaurants sowie zahlreiche andere Einrichtungen im Land gilt.

Alle Geschäfte mit Ausnahme von Apotheken, Lebensmittelgeschäften und Supermärkten müssen ab dem 25. Dezember bis zum 3. Januar schließen. Friseure, Fahrschulen und Ähnliches bereits ab Montag, den 21. Dezember.

16.12.2020 • 18:44 Uhr

Ver.di: Ansteckungen bei Amazon

Bei Amazon kommt es der Gewerkschaft ver.di zufolge in Sortier- und Versandzentren zu Ansteckungen mit dem Corona-Virus. Allein in dieser Woche seien Dutzende von Infektionen in Garbsen bei Hannover, in Bayreuth und in Borgstedt in Schleswig-Holstein bekannt geworden, teilte die Gewerkschaft mit.

Ver.di forderte deshalb ein Eingreifen der Behörden. Amazon erklärte, für den Konzern habe "die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter:innen oberste Priorität". Allein in Deutschland habe Amazon unter anderem "mehr als 470 Millionen Einheiten Händedesinfektionsmittel, 21 Millionen Paar Handschuhe, 19 Millionen Masken, Gesichtsschutz oder anderen Mund-Nasen-Schutz" bestellt.

Ver.di beklagte dagegen, dass die Schließung von Geschäften abseits des Lebensmittelhandels den Druck auf Beschäftigte bei Amazon und anderen Online-Händlern erhöht habe. "Der Lockdown verschlechtert dort die Arbeitsbedingungen, weil das erhöhte Aufkommen an Bestellungen durch die Beschäftigten bewältigt werden muss - und das inmitten der ohnehin auftragsstarken Weihnachts- und Neujahrszeit", sagte Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

16.12.2020 • 18:00 Uhr

Corona-Impfung: Hotline in Niedersachsen freigeschaltet

In Niedersachsen können sich die Bürger mit Fragen zur Covid-19-Impfung jetzt an eine neu eingerichtete Hotline wenden. Sobald feststeht, ab wann der Impfstoff zur Verfügung steht, können über die Hotline auch Impf-Termine vereinbart werden, teilte das Sozialministerium in Hannover mit.

Das Telefon unter der Rufnummer 0800/9988665 ist von montags bis sonnabends von 8 bis 20 Uhr besetzt. An Feiertagen ist die Hotline geschlossen, sie steht aber an Heiligabend von 8 bis 12 Uhr zur Verfügung.

16.12.2020 • 17:21 Uhr

Leipzig und Dresden schränken Versammlungsrecht ein

Die Stadt Leipzig und die Polizei rüsten sich für mögliche neue "Querdenken"-Proteste am kommenden Samstag. Die Stadt hat das Versammlungsrecht für den 19. Dezember eingeschränkt - an dem Tag wollen Corona-Gegner durch die Stadt ziehen. Begründet wird das Vorgehen mit der Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung, die wegen der Corona-Pandemie als weiterhin hoch eingeschätzt werde. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Allgemeinverfügung hervor.

Demnach ist es jedermann im Stadtgebiet untersagt, an diesem Tag öffentliche Versammlungen unter freiem Himmel zu veranstalten oder daran teilzunehmen, die nicht bis zum Donnerstag 12.00 Uhr angemeldet sind, heißt es. Ausnahmeentscheidungen blieben vorbehalten, sofern Infektionsgefahren offenkundig ausgeschlossen seien.

Auch die Landeshauptstadt Dresden verschärft die Maßnahmen. Dort liegt bei der Sieben-Tages-Inzidenz seit mehr als fünf Tagen über dem Wert 300. Nach den Regelungen der sächsischen Corona-Schutzverordnung müssten damit Versammlungen auf eine Teilnehmerzahl von maximal zehn Personen begrenzt werden, teilte die Stadtverwaltung mit. Die Regelung gelte von Donnerstag an.

16.12.2020 • 17:06 Uhr

Keine nächtlichen Christmetten in Bayern

An Heiligabend gilt in Bayern auch für Kirchgänger, dass sie um 21.00 Uhr daheim sein müssen. Christmetten, die ab 22.00 Uhr oder später beginnen, dürfen aufgrund der nächtlichen Ausgangssperre nicht stattfinden. Eine von den katholischen Bischöfen Bayerns erbetene Ausnahmeregelung für den 24. Dezember wird es nicht geben.

Unterdessen empfahl die Evangelische Kirche von Westfalen - die viertgrößte der evangelischen Landeskirchen - allen Pfarreien die Absage öffentlicher Veranstaltungen. Bis 10. Januar und damit auch über die Weihnachtsfeiertage solle man auf alle Präsenzgottesdienste und andere kirchliche Versammlungen in Gebäuden und unter freiem Himmel verzichten. Angesichts der ernsten Lage sei es ein Gebot der Vernunft und der Nächstenliebe, Versammlungen möglichst zu vermeiden, um Menschen nicht zu gefährden.

16.12.2020 • 16:57 Uhr

Probleme mit Lernplattformen in mehreren Ländern

In mehreren Bundesländern sind zum Start des Lockdowns die digitalen Lernplattformen ausgefallen. Mit dem Wechsel vieler Schülerinnen und Schüler in den Distanzunterricht traten auf mehreren Online-Portalen, über welche die Schülerinnen und Schüler mit Aufgaben und Unterrichtsmaterial versorgt werden sollen, Probleme auf.

In Bayern fiel die ohnehin störanfällige Lernplattform Mebis am Mittwochmorgen aus. Nach dem Einloggen wurden Wartezeiten von bis zu 15 Minuten angezeigt, doch der Nutzer gelangte auch danach nicht auf die gewünschte Webseite.

Auch im Saarland fiel die Lernplattform für Tausende Schüler und Lehrer zeitweise aus. Sie sei wegen der vielen Zugriffe wahrscheinlich überlastet gewesen, sagte ein Sprecher des Bildungsministeriums in Saarbrücken. Im Laufe des Vormittags sei die Plattform "Online Schule Saarland" wieder erreichbar gewesen.

In Berlin gab es am Morgen Probleme mit der digitalen Plattform Lernraum. Und in Mecklenburg-Vorpommern brach der Server für die Lernplattform der Schulen unter der Last der Zugriffe zusammen. Beide Länder erklärten, mit Hochdruck an einer Lösung zu arbeiten.

16.12.2020 • 16:48 Uhr

US-Außenminister Pompeo in Quarantäne

Nach dem Kontakt mit einem Corona-Infizierten hat sich US-Außenminister Mike Pompeo in Quarantäne begeben. Pompeo sei mit jemandem in Kontakt gewesen, bei dem ein Corona-Test positiv ausgefallen sei, erklärte das Außenministerium in Washington. Ein Corona-Test bei dem Außenminister sei negativ ausgefallen.

Gemäß der Richtlinien der US-Gesundheitsbehörde CDC befinde sich der 56-Jährige aber in Quarantäne und werde vom Ärzteteam des Ministeriums betreut.  Das Außenministerium machte keine Angaben darüber, mit wem Pompeo in Kontakt gekommen war.

Der außenpolitische Hardliner und wichtige Verbündete des scheidenden Präsidenten Donald Trump war zuletzt in die Kritik geraten, weil er ungeachtet der Corona-Pandemie zu Weihnachtsfeiern in sein Ministerium geladen hatte.

16.12.2020 • 16:12 Uhr

Impfstart in Italien noch in diesem Jahr

Italien will zwischen Weihnachten und Neujahr mit Corona-Impfungen loslegen. Das sagt ein Regierungsmitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters. Das Land soll zunächst 1,83 Millionen Dosen von dem US-Pharmakonzern Pfizer erhalten. Am Dienstag hatten Deutschland, Frankreich, Italien und fünf weitere europäische Staaten bekanntgegeben, dass sie den Start ihrer Impfungen koordinieren werden.

16.12.2020 • 15:43 Uhr

Bund investiert EU-Hilfen großteils in Klimaschutz und Digitales

Der Bund will große Teile seines Anteils an den europäischen Corona-Hilfen in Klimaschutz und Digitalisierung investieren. Wie das Kabinett beschloss, sollen je 40 Prozent der Mittel in diese beiden Felder fließen. "Damit machen wir Deutschland fit für die Zukunft", sagte Finanzminister Olaf Scholz. Die europäischen Vorgaben würden deutlich übertroffen. Die EU unterstützt ihre Mitgliedsstaaten mit 750 Milliarden Euro beim Kampf gegen die dramatischen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise. Gleichzeitig soll das Geld eine klimafreundliche und digitale Modernisierung der Wirtschaft voranbringen. Dafür sollen erstmals im Namen der EU gemeinsam im großen Stil Schulden aufgenommen werden.

16.12.2020 • 15:36 Uhr

WHO: Bei Weihnachtsfest mit Familie an die Maske denken

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) legt den Europäern ans Herz, an Weihnachten und Neujahr bei Festen mit Familie und Freunden einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Zusammenkünfte sollten wenn möglich draußen stattfinden, die Teilnehmer zudem Maske tragen und ausreichend Abstand zueinander halten, teilte die WHO Europa mit. Treffe man sich drinnen, sollte die Zahl der Teilnehmer begrenzt sein und eine gute Lüftung sichergestellt werden. "Indoor-Versammlungen - auch kleinere - können besonders riskant sein, da sie Gruppen von jungen und alten Menschen aus verschiedenen Haushalten zusammenbringen", erklärte die WHO.

16.12.2020 • 15:33 Uhr

Airlineverband will Fliegen mit digitalem Reisepass sicherer machen

Der Airlineverband IATA will den Flugverkehr nach den verheerenden Einbrüchen durch die Corona-Pandemie mit einem digitalen Reisepass ankurbeln. Darin sollen neben den Passdaten auch Coronatest- oder Impfnachweise gespeichert und am Flughafen vorzeigbar sein, wie IATA-Chef Alexandre de Juniac sagte. Der Verband will damit Quarantänepflichten in Ankunftsländern überflüssig machen, die die Wiederaufnahme des Flugverkehrs bislang weitgehend lähmten. Ziel sei, dass Passagiere beim Einchecken sowie bei Pass- und Zollkontrolle nichts anfassen müssen, sagte IATA-Sicherheitschef Nick Careen.

16.12.2020 • 15:16 Uhr

Sachsen: Triage-Aussage sorgt für Aufsehen

Kommt es in Sachsen bereits zu einer Triage - zu einer Lage, in der Ärzte entscheiden müssen, wem sie zuerst helfen? Die Aussage eines Klinikdirektors sorgt für Aufsehen - das Krankenhaus sieht die Intensivmedizin an ihren Grenzen.

16.12.2020 • 14:52 Uhr

Merkel: Auch Versand von FFP2-Masken an Risikogruppen geplant

Die vom Bund organisierten FFP2-Masken für Menschen aus Corona-Risikogruppen sollen nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel im neuen Jahr auch zugeschickt werden - um Schlangen beim Abholen in Apotheken zu vermeiden. Auf eine Frage der FDP, ob ein Versand angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen nicht besser gewesen wäre, sagte Merkel im Bundestag: "Das wird in einem zweiten Schritt auch geschehen." Die am Dienstag gestartete Abgabe von zunächst drei kostenlosen Masken in Apotheken habe - mit Ausnahmen - im Großen und Ganzen gut geklappt. "Wir standen vor der Frage, vor Weihnachten nichts zu tun oder dies zu tun", erläuterte Merkel. Der vorgesehene Rest der Masken solle im Januar dann auch anderweitig verteilt werden.

16.12.2020 • 14:43 Uhr

Fachverbände: Schutz auch für Menschen mit Behinderung

Die Fachverbände für Menschen mit Behinderung fordern eine Ausweitung der Corona-Schutzmaßnahmen auch auf Wohneinrichtungen für Behinderte. Es brauche hier dringend Masken und Schnelltests sowohl für Bewohner als auch für Betreuer, sagte der Vorsitzende des Beirates der Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung des Bundesverbandes evangelische Behindertenhilfe (BeB), Karsten Isaack. Es sei bedauerlich, dass bei der von der Bundesregierung am Sonntag angekündigten Bereitstellung von Schutzmaterial und Schnelltests für Pflegeeinrichtungen Menschen mit Behinderung nicht bedacht würden. Dabei seien sie ebenso schutzbedürftig und häufig auch durch Vorerkrankungen belastet.

16.12.2020 • 14:31 Uhr

Berliner Hotelbranche rechnet über Weihnachten mit leeren Häusern

Die Berliner Hotelbranche rechnet für die Zeit um Weihnachten mit weitgehend leeren Häusern. "Die Belegung wird bei fünf Prozent liegen, wenn überhaupt", sagte Thomas Lengfelder, der Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Berlin. Ein Drittel der Berliner Hotels sei über Weihnachten ohnehin geschlossen. Gäste, die auf Verwandtenbesuch nach Berlin kommen, erwartet der Dehoga kaum: "Das werden eher ein paar Dutzend als einige Hundert sein", sagte Lengfelder.

16.12.2020 • 14:28 Uhr

Eurogruppen-Chef: Auch 2021 große Finanzhilfen nötig

In der Corona-Krise werden aus Sicht von Eurogruppen-Chef Paschal Donohoe auch 2021 große Finanzhilfen nötig sein, damit Gemeinden, Bürger und Unternehmen wieder auf die Beine kommen. Die Eurogruppe werde bei ihrer Videokonferenz am Nachmittag die Haushalte der Mitgliedsländer darauf abklopfen, dass dies weiter möglich sei, sagte der Ire. Im Rückblick auf 2020 stellte er fest: "Es war ein Jahr mit so großen Herausforderungen und Schwierigkeiten. Aber, wie so oft in Europa, sind es genau diese schwierigen Momente, in denen wir uns weiter entwickeln, in denen wir die Grundlagen Europas, der Europäischen Union und des Euros stärken."

16.12.2020 • 14:18 Uhr

Merkel hält Nachsteuerungen bei Impfstrategie für möglich

Bei den geplanten Corona-Impfungen in Deutschland sind nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel Nachsteuerungen etwa je nach Zulauf der verschiedenen Impfstoffe möglich. Das Vorgehen hänge auch davon ab, was die Zulassungsbehörden zur Eignung der Impfstoffe für welche Gruppe feststellten, sagte Merkel im Bundestag. "Deshalb kann man eine Impfstrategie auch nicht einfach einmal als Gesetz festlegen." Vielmehr müsse immer wieder nachgesteuert werden - so lägen beispielsweise für Kinder noch keine Daten vor. Die Bundesregierung setzt auf eine europäische Zulassung des ersten Impfstoffes kurz vor Weihnachten, noch vor dem Jahreswechsel könnten Impfungen starten.

16.12.2020 • 14:13 Uhr

Streit um Filialöffnungen der Parfümeriekette Douglas

Die Parfümeriekette Douglas will knapp ein Viertel ihrer Filialen trotz des Lockdowns offen halten - als Drogerien. "In diesen Filialen bieten wir den Großteil des klassischen Drogeriesortiments an: Körperpflegeprodukte wie Cremes, Shampoo, Seife, Deodorants, Make-up, Parfüms und Hygieneprodukte", sagte eine Unternehmenssprecherin der Nachrichtenagentur dpa. Das Angebot sei vergleichbar mit dem großer Drogerieketten, die ebenfalls geöffnet bleiben dürften.

Die Gewerkschaft ver.di in Hessen hatte zuvor von einem "anrüchigen Unterlaufen des Lockdowns" gesprochen. Die Parfümerie deklariere sich über Nacht zur Drogerie um . "Wer den dringenden Lockdown und das erlaubte Weiterführen bestimmter Geschäfte auf solche Weise fehlinterpretiert, macht sich nicht nur unglaubwürdig", sagte der ver.di-Fachbereichsleiter Handel in Hessen, Bernhard Schiederig. Douglas widersprach dieser Darstellung. Das Unternehmen halte sich an alle geltenden Verordnungen.

16.12.2020 • 14:03 Uhr

Rückgang im Bahn-Fernverkehr bis Juni bei knapp 50 Prozent

Der Fernverkehr auf der Schiene gehört in der Corona-Krise bei den Fahrgastzahlen zu den großen Verlierern: Die Unternehmen meldeten für die ersten sechs Monate dieses Jahres knapp 50 Prozent weniger Personenkilometer als für den gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie die Bundesnetzagentur mitteilte. In Deutschland wird der Fernverkehr fast vollständig von der Deutschen Bahn betrieben. Im Regionalverkehr, wo die Konkurrenz auf der Schiene stärker ist, lag der Rückgang bei den Personenkilometern über alle Unternehmen hinweg demnach bei mehr als einem Drittel. Für das Gesamtjahr 2020 rechnet die Bundesnetzagentur mit einem wirtschaftlichen Schaden für den Eisenbahnmarkt von rund 2,5 Milliarden Euro.

16.12.2020 • 13:54 Uhr

Corona-Patienten aus Ost-Sachsen werden "verstärkt" verlegt

Nach den Triage-Äußerungen eines Ärztlichen Direktors einer Klinik im sächsischen Zittau berichtet die Krankenhausleitstelle Ostsachsen, dass in den vergangenen Tagen "verstärkt" Patienten aus den Landkreisen Bautzen und Görlitz in entferntere Krankenhäuser verlegt werden mussten. Diese Transporte nach Dresden und Leipzig gebe es immer dann, wenn regionale Krankenhäuser keine Aufnahmekapazitäten für Corona-Patienten mehr hätten, erklärte der Chef der Leitstelle, Christian Kleber. Ost-Sachsen mit den Kreisen Bautzen und Görlitz ist einer der Corona-Hotspots in Deutschland.

Der Ärztliche Direktor des Oberlausitzer Bergland-Klinikums, Mathias Mengel, hatte Berichten zufolge am Dienstagabend in einem Online-Forum von Triage gesprochen. Triage bedeutet, dass Mediziner aufgrund von knappen Ressourcen entscheiden müssen, wem sie zuerst helfen. Dem Nachrichtenportal t-online erklärte Mengel: "Wir waren in den vergangenen Tagen schon mehrere Male in der Situation, dass wir entscheiden mussten, wer Sauerstoff bekommt und wer nicht." Es werde versucht, die Patienten, für die es keine Versorgung gibt, in eine andere Klinik zu verlegen.

16.12.2020 • 13:52 Uhr

Merkel gegen Vermögensabgabe zur Finanzierung der Pandemie-Kosten

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine finanzielle Belastung von Spitzenverdienern und Wohlhabenden zur Finanzierung der Milliardenkosten für den Kampf gegen die Corona-Pandemie strikt abgelehnt. "Wir wollen keine Vermögensabgabe", sagte sie in der Regierungsbefragung im Bundestag. "Die Kernaufgabe heißt: Wie schaffen wir Wachstum? Denn über Wachstum können wir auch Mehreinnahmen generieren. Das wird die Strategie sein." Merkel betonte zugleich, dass die Bundesregierung auch keine Einschnitte bei sozialen Leistungen plane.

Bundeskanzlerin Angela Merkel im Bundestag | dpa

Bundeskanzlerin Merkel im Bundestag: "Die Kernaufgabe heißt: Wie schaffen wir Wachstum?" Bild: dpa

16.12.2020 • 13:42 Uhr

Tschechien bietet Gratis-Schnelltests vor Weihnachten an

Die Menschen in Tschechien können sich vor Weihnachten kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Das landesweite Schnelltest-Programm mit Hunderten Abnahmestellen hat begonnen. Für den ersten Tag meldeten sich mehr als 17.000 Personen an. An manchen Stellen gab es Warteschlangen, andernorts noch freie Kapazitäten. Die Teilnahme ist freiwillig. Die Kosten trägt die Krankenversicherung. Die verwendeten Antigen-Schnelltests liefern innerhalb weniger Minuten ein Ergebnis, gelten aber als weniger genau als sogenannte PCR-Labortests. Das Programm läuft über den Jahreswechsel hinaus bis zum 15. Januar.

16.12.2020 • 13:30 Uhr

Biontech will Corona-Impfstoff auch nach China liefern

Das Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech hat nun auch mit China eine Auslieferung seines Corona-Impfstoffs vereinbart. Die Vereinbarung mit dem Partnerunternehmen Fosun Pharma sehe die Lieferung von 100 Millionen Dosen im kommenden Jahr vor und stehe noch unter dem Vorbehalt der Zulassung durch die chinesischen Behörden, gab Biontech bekannt. Beide Unternehmen hatten bereits im März eine strategische Zusammenarbeit zur gemeinsamen Entwicklung und Kommerzialisierung eines potenziellen Covid-19-Impfstoffs beschlossen, der auf der Technologie von Biontech beruht. Die Chefs von Biontech und Fosun Pharma, Ugur Sahin und Wu Yifang, erklärten, die gemeinsame Entwicklungsanstrengung unterstreiche die Bedeutung von globaler Zusammenarbeit in der Forschung.

16.12.2020 • 13:23 Uhr

Papst erwartet authentischeres Weihnachten

Papst Franziskus erwartet im Jahr der Corona-Pandemie ein besinnlicheres Weihnachtsfest mit weniger Konsum. "Dieses Jahr erwarten uns Restriktionen und Unbehagen", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche. Die Geschichte von Maria und Josef könne den Gläubigen helfen, die Art, wie Weihnachten dieses Jahr gefeiert werde, zu "reinigen", während sie den Konsum hinter sich ließen. "Lasst es religiöser, authentischer und echter werden", appellierte er. Franziskus verwies in seinen Worten auf die Weihnachtsgeschichte von Maria und Josef. Die beiden hätten ebenfalls viele Schwierigkeiten und Sorgen gehabt, aber der Glaube und die Liebe hätten sie geleitet und unterstützt.

Papst Franziskus spricht beim Internationalen Friedensgebet in der Basilika Santa Maria.  | dpa

Papst Franziskus: "Dieses Jahr erwarten uns Restriktionen und Unbehagen" Bild: dpa

16.12.2020 • 13:11 Uhr

Merkel spricht am Donnerstag mit Biontech

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird am Donnerstag mit der Spitze des deutschen Impfstoffherstellers Biontech ein Gespräch per Videokonferenz führen. Daran nähmen auch Gesundheitsminister Jens Spahn und Forschungsministerin Anja Karliczek teil, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit.

16.12.2020 • 13:03 Uhr

Spanien schließt schärfere Corona-Maßnahmen nicht aus

Der spanische Regierungschef Pedro Sánchez hat eine Verschärfung der bisher relativ milden Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus angesichts wieder leicht steigender Infektionszahlen nicht ausgeschlossen. "Diese Weihnachten entscheidet sich, ob wir eine dritte Welle vermeiden können", sagte der Sozialist im Parlament in Madrid. Das bisher Erreichte sei sehr positiv, betonte Sánchez unter Hinweis auf den starken Rückgang der Infiziertenzahlen der vergangenen Wochen. Seine Regierung werde aber nicht zögern, die Maßnahmen in Kooperation mit den Regionen auch über Weihnachten zu verschärfen, sollten die Corona-Zahlen wie seit Freitag weiter steigen.

Spanien war es gelungen, die zeitweise sehr hohen Infektionszahlen der zweiten Welle durch relativ milde Maßnahmen wie nächtliche Ausgangsbegrenzungen, Einschränkungen von Reisen zwischen den Regionen und in einigen Landesteilen auch durch die zeitweise Schließung von Gaststätten und anderen Einrichtungen stark zu drücken. Geschäfte und auch die Schulen blieben fast überall offen. Seit Freitag steigen die Zahlen jedoch wieder leicht. Am Dienstag kletterte die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf 98, nachdem sie am Freitag noch bei 80 gelegen hatte. Zum Vergleich: In Deutschland beträgt dieser Wert derzeit 180.

16.12.2020 • 12:56 Uhr

Litauen: Lockdown und Höchststand bei Neuinfektionen

In Litauen hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen am ersten Tag des Lockdowns in dem baltischen EU-Land einen neuen Höchststand erreicht. Die Gesundheitsbehörde in Vilnius vermeldete 3418 positive Tests binnen eines Tages. Auch die Anzahl an Corona-Todesfällen in den vorangegangenen 24 Stunden stieg mit 44 auf einen Rekordwert. Litauen mit seinen knapp drei Millionen Einwohner ist stark von der Pandemie betroffen und weist aktuell nach Angaben der EU-Behörde ECDC eine der höchsten Infektionsraten in Europa auf. Insgesamt wurden in dem Baltenstaat bislang fast 100.000 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet. 907 Personen starben an dem Virus.

16.12.2020 • 12:22 Uhr

Britische Regierung: Bisher 138.000 Menschen geimpft

Eine Woche nach dem Beginn der Massenimpfung gegen das Coronavirus in Großbritannien sind nach Regierungsangaben bisher etwa 138.000 Menschen geimpft worden. "Ein sehr guter Start für das Impfprogramm", schrieb der zuständige Staatssekretär Nadhim Zahawi auf Twitter. Die Zahl werde noch deutlich steigen, weil das Netzwerk ausgebaut werde. In den vergangenen sieben Tagen hätten 108.000 Menschen in England, 18.000 in Schottland, fast 8000 in Wales und 4000 in Nordirland die Dosis erhalten. Zunächst sind über 80-Jährige, Bewohner von Pflegeheimen und besonders gefährdetes medizinisches Personal an der Reihe.

Großbritannien hatte die Impfungen am 8. Dezember begonnen und nutzt das Mittel des Mainzer Unternehmens Biontech und dessen US-Partners Pfizer. Ursprünglich hatte die Regierung bis Jahresende mit bis zu zehn Millionen Dosen gerechnet, nun sind es noch fünf Millionen. Für einen umfassenden Schutz muss rund drei Wochen nach der ersten Dosis eine zweite Impfung stattfinden. Insgesamt hat Großbritannien 40 Millionen Dosen des Biontech/Pfizer-Mittels bestellt.

16.12.2020 • 12:20 Uhr

Viele Friseure fürchten um ihre Existenz

Friseure rechnen angesichts des neuerlichen harten Lockdowns laut einer Umfrage mit kräftigen Umsatzeinbußen. In einer Befragung des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks zu den Folgen der Corona-Krise für die Branche erwarten 70 Prozent Umsatzverluste von mindestens 30 Prozent in diesem Jahr. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) hat demnach starke oder sehr starke Existenznöte. Lediglich acht Prozent der Friseure fürchteten nicht um ihre Existenz. In Deutschland gibt es nach Angaben des Verbands mehr als 80.000 Friseursalons mit über 240.000 Beschäftigten und rund 20.000 Azubis.

16.12.2020 • 12:16 Uhr

Koalition will Bahn höhere Schulden erlauben

Die schwarz-rote Koalition will der Deutschen Bahn angesichts der Corona-Krise höhere Schulden erlauben. In einer Vorlage für eine Sitzung des Haushaltsausschusses des Bundestags heißt es, die Netto-Finanzschulden der DB AG dürften Ende des Jahres den Zielwert von 32 Milliarden Euro nicht überschreiten sowie von 35 Milliarden Euro Ende 2021. Die Vorlage liegt der Nachrichtenagentur dpa vor. Bisher liegt die bereits angehobene Verschuldungsgrenze des bundeseigenen Unternehmens bei 30 Milliarden Euro. Im Oktober lagen die Netto-Finanzschulden bei rund 25 Milliarden.

Die Bahn erwartet in diesem Jahr nach früheren Angaben aus Konzernkreisen einen Umsatzeinbruch und einen Verlust von 5,6 Milliarden Euro. Vor allem der dramatische Fahrgastrückgang in der Corona-Krise belastet. Der Vorstand rechnet für das laufende Geschäft auch im nächsten Jahr mit deutlichen Verlusten und einer Erholung ab 2022.

16.12.2020 • 12:11 Uhr

Kretschmer: Zu viele Menschen in Sachsen unterwegs

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat weitere Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie nicht ausgeschlossen. Im Landtag berief er sich auf jüngste Auswertungen des Robert Koch-Instituts (RKI) und der Humboldt-Universität, wonach Thüringen und Sachsen deutschlandweit die sogenannte Binnenmobilität anführten. Wenn viele Menschen unterwegs seien, sei das "pures Gift" für die Bekämpfung der Pandemie. Kretschmer kündigte an, die Situation in den nächsten Tagen weiterhin auszuwerten und möglicherweise über weitere Maßnahmen zu entscheiden. Sonst drohe eine "extreme Notlage". Die Zahl der Neuerkrankungen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche - die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz - stieg in Sachsen zuletzt auf 407,1. Das ist der mit Abstand höchste Wert aller Bundesländer.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) | dpa

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer: Es droht eine "extreme Notlage" Bild: dpa

16.12.2020 • 12:05 Uhr

EU-Parlament stimmt für Regionalhilfen in Milliardenhöhe

Von den 750 Milliarden Euro schweren Corona-Hilfen der Europäischen Union sollen 47,5 Milliarden Euro direkt in die Regionen fließen. Das Europaparlament stimmte einer entsprechenden Einigung mit den Mitgliedstaaten offiziell zu. Deutschland bekommt voraussichtlich 2,4 Milliarden Euro aus den Regionalhilfen. Das Geld soll rückwirkend ab diesem Februar und noch bis Ende 2023 genutzt werden können. Damit die Gelder fließen können, müssen noch weitere Beschlüsse getroffen werden. Dass die Hilfen noch einmal aufgehalten werden, gilt als sehr unwahrscheinlich.

16.12.2020 • 12:03 Uhr

Entschädigungsregelung für Eltern wird offenbar ausgeweitet

Die Entschädigungsregelung für Eltern, die wegen geschlossener Kitas und Schulen nicht zur Arbeit können, wird offenbar ausgeweitet. Die staatliche Verdienstausfallentschädigung soll es nach Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland auch dann geben, wenn Schulen in der Pandemie nicht geschlossen werden, sondern wenn diese lediglich die Präsenzpflicht aussetzen, so wie es in einigen Bundesländern der Fall ist. Das beschloss dem Bericht zufolge das Bundeskabinett. Demnach soll Paragraf 56 des Infektionsschutzgesetzes entsprechend um einen Halbsatz ergänzt werden.

Die Verdienstausfallentschädigung war im Frühjahr beschlossen und im Herbst ergänzt worden. Eltern, die auf der Arbeit ausfallen, weil das Gesundheitsamt ihren Nachwuchs unter Quarantäne gestellt hat oder weil Schule und Kitas behördlich geschlossen wurden, können 67 Prozent des Nettoeinkommens als Entschädigung vom Staat bekommen. Das gilt für Kinder im Alter bis 12 Jahren und für Kinder mit Behinderung, die auf Hilfe angewiesen sind. Die Anträge für die Entschädigung stellt der Arbeitgeber bei der zuständigen Behörde vor Ort und gibt sie als Lohnfortzahlung an den Arbeitnehmer weiter.

16.12.2020 • 11:52 Uhr

Linke fordert Hilfe für arme Familien zum Weihnachtsfest

Die Linke drängt nach dem am Mittwoch begonnenen Lockdown auf finanzielle Hilfen für arme Familien noch vor den Feiertagen. Ein Antrag der Bundestagsfraktion sieht eine Sonderzahlung zum Weihnachtsfest vor, wie Linken-Parlamentsgeschäftsführer Jan Korte sagte. "Für arme Familien bedeutet der neue Lockdown den Wegfall von Zuverdiensten, des Schulessens, von Tafeln und anderen Unterstützungsangeboten."  Die SPD-Minister für Arbeit und Finanzen, Hubertus Heil und Olaf Scholz, müssten "mit einer deutlichen Sonderzahlung dafür sorgen, dass das Weihnachtsfest und der neue Shutdown nicht zu einer menschlichen Katastrophe werden", forderte Korte.

16.12.2020 • 11:48 Uhr

Bovenschulte mahnt mehr Impfdosen für Deutschland an

Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte hat davor gewarnt, dass nach einer Zulassung des Corona-Impfstoffs zu wenige Dosen in Deutschland zur Verfügung stehen könnten. "Nach neuesten Meldungen soll es für Deutschland nur etwa drei bis vier Millionen Dosen bis Ende Januar geben", sagte der SPD-Politiker in einer Regierungserklärung. Auf das Bundesland Bremen heruntergerechnet bedeute dies 30.000 bis 40.000 Impfdosen und damit Impfstoff für 15.000 bis 20.000 Menschen. "Da hatte ich mir viel mehr erhofft. Das darf eindeutig nicht das letzte Wort des Bundesgesundheitsministers sein", sagte Bovenschulte.

Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD) | dpa

Bremens Regierungschef Bovenschulte: "Da hattte ich mir viel mehr erhofft" Bild: dpa

16.12.2020 • 11:35 Uhr

Bayern: Lernplattform streikt zum Lockdown-Start

Die staatliche Lernplattform Mebis soll Schülern in Bayern ermöglichen, von zu Hause aus auf Schulinhalte zuzugreifen. Doch heute Morgen ging auf der Internetseite gar nichts mehr.

16.12.2020 • 11:28 Uhr

Sorge vor ungerechter Impfstoff-Verteilung

Mindestens ein Fünftel der Weltbevölkerung könnte bis zum Jahr 2022 keinen Zugang zu einem Corona-Impfstoff haben. Diese These haben Forscher in einer in der Fachzeitschrift "British Medical Journal" veröffentlichten Studie aufgestellt. Demnach haben wohlhabendere Nationen mehr als die Hälfte der potenziellen Impfdosen für 2021 bereits für sich reserviert, obwohl sie nur 14 Prozent der Weltbevölkerung stellen.

Zahlen der Studie zufolge wurden weltweit bis Mitte November rund 7,4 Milliarden Impfdosen reserviert. Da für eine Immunisierung zwei Dosen verabreicht werden müssen, entspricht das 3,7 Milliarden Menschen. Mehrere Staaten wie die USA haben sich bereits genügend Impfdosen vorreserviert, um nach und nach ihre gesamte Bevölkerung zu immunisieren. Kanada hat sogar vier Dosen pro Einwohner reserviert.

Bei ärmeren Ländern wie etwa Indonesien reichten die Reservierungen hingegen gerade mal für jeden zweiten Einwohner, heißt es in der Studie. Zudem stelle die Lagerung der Impfdosen bei extrem niedrigeren Temperaturen viele ärmere Länder vor eine zusätzliche Herausforderung.

16.12.2020 • 11:15 Uhr

Paritätischer Wohlfahrtsverband fordert Unterstützung bei Tests

Der Paritätische Gesamtverband hat vor einer zusätzlichen Belastung des Personals von Heimen und ambulanten Pflegediensten durch die angekündigten Pflichttests gewarnt.

Die Testpflicht sei angesichts der hohen Fallzahlen absolut nachvollziehbar, so der Verband in einem Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Jeder fünfte an Covid-19 erkrankte Heimbewohner sterbe.

Die Mitarbeiter in den Einrichtungen und Diensten arbeiteten seit rund neun Monaten am Limit, hieß es in dem Schreiben weiter. Daher könnten sie die Anforderung, mehrmals in der Woche Tests durchzuführen, nicht bewältigen. Der Verband plädierte dafür, dass externes Personal wie beispielsweise vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen (MDK) oder Kräfte der Bundeswehr bei dieser Aufgabe unterstützen sollten.

16.12.2020 • 11:06 Uhr

Keine Besuche von den Sternsingern

Im Januar werden diesmal keine Sternsinger von Haus zu Haus ziehen, um Spenden zu sammeln. Die Träger der Aktion Dreikönigssingen - das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) - sagten die traditionellen Besuche ab.

Dafür sollen die Sternsinger auf digitalem Wege in die Häuser gelangen. Der Segenswunsch "C + M + B" für "Christus mansionem benedicat" (Christus segne dieses Haus) werde per Post versendet. Die gesamte Aktion wird zudem verlängert und soll bis zum 2. Februar laufen.

Sternsinger laufen bei dichtem Schneetreiben auf einem Gehweg | dpa

Sternsinger müssen im Januar auf ihre traditionellen Besuche von Tür zu Tür verzichten. Bild: dpa

16.12.2020 • 10:56 Uhr

Hans: Gesundheitssystem "ernsthaft vor der Überlastung"

Zum ersten Mal steht das Gesundheitssystem in Deutschland aus Sicht des saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans "ernsthaft kurz vor der Überlastung". Kliniken hätten "die Grenzen der Belastbarkeit" erreicht, beim Personal gebe es "erhebliche Engpässe".

"Wenn wir verhindern wollen, dass zu viele Menschen sterben, wenn wir verhindern wollen, dass unsere Ärztinnen und Ärzte, unsere Pflegekräfte vor der Entscheidung stehen, wen sie noch behandeln können, dann müssen wir jetzt handeln", appellierte Hans im Landtag in Saarbrücken und setzte als Ziel den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche. "Erst dann haben wir die Pandemie unter Kontrolle."

16.12.2020 • 10:38 Uhr

Von der Leyen für EU-weit einheitlichen Impfstart

Die Chefin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, hat für einen gemeinsamen Impfstart aller EU-Länder geworben.

"Lasst uns so bald wie möglich gemeinsam mit dem Impfen anfangen, zusammen, als 27, mit einem Start am selben Tag", sagte sie im EU-Parlament: "Lasst uns zusammen und geeint mit der Ausrottung dieses furchtbaren Virus beginnen."

Sie rechne fest mit einem positiven Entscheid der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA über den Impfstoff der Konzerne Biontech und Pfizer. Die Behörde will am 21. Dezember über eine Zulassung entscheiden.

16.12.2020 • 10:11 Uhr

Ifo-Institut senkt Konjunkturprognose für 2021

Das Münchner Ifo-Institut hat seine Konjunkturprognose für 2021 gesenkt. Die deutsche Wirtschaft könnte demnach im kommenden Jahr um 4,2 Prozent wachsen. Ein deutliches Minus: Bisher hatten die Experten mit einem Plus von 5,1 Prozent gerechnet. In diesem Jahr dürfte die Wirtschaftsleistung nach Einschätzung des Institutes um 5,1 Prozent schrumpfen.

"Wegen des neuerlichen Shutdowns bei uns und in anderen Ländern verschiebt sich die Erholung nach hinten", sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.

Trotz des erwarteten Konjunkturanstiegs blicken die Experten pessimistischer auf die Entwicklungen am Arbeitsmarkt: Sie prognostizieren sowohl für Ende dieses als auch für das nächste Jahr eine Arbeitslosenquote von 5,9 Prozent.

16.12.2020 • 10:05 Uhr

Britischer Minister mahnt zu Selbstdisziplin über Weihnachten

Die britische Regierung will an den geplanten Lockerungen über die Weihnachtstage festhalten: Zwischen dem 23. und dem 27. Dezember können sich dann Mitglieder aus bis zu drei Haushalten treffen.

Doch der Infrastrukturminister Robert Jenrick rief die Menschen zur Selbstdiziplin auf. Man müsse die Regeln nicht ausreizen, es könne beispielsweise auch virtuell gefeiert werden. Familienfeiern könnten auch nachgeholt werden, sagte Jenrick dem Sender Sky News: "Ostern kann das neue Weihnachten sein."

16.12.2020 • 09:44 Uhr

Paketzusteller wappnen sich für Rekordhoch

Für Paketlieferanten wird es alles andere als eine entspannte Vorweihnachtszeit. Durch den Lockdown stellen sich die Unternehmen mit einem deutlich höheren Aufkommen an Lieferungen.

16.12.2020 • 09:36 Uhr

Knapp 26.500 Neuinfektionen in Russland

In den vergangenen 24 Stunden haben die Gesundheitsämter in Russland 26.509 Neuinfektionen mit dem Coronavirus erfasst. Damit haben sich seit dem Ausbruch der Pandemie in dem Land mehr als 2,73 Millionen Menschen mit dem Erreger angesteckt.

Zudem wurden den Behörden seit gestern fast 600 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gemeldet. Damit stieg die Zahl der Corona-Toten in Russland auf mehr als 48.500 an.

16.12.2020 • 09:28 Uhr

EZB lockert Dividendenstopp

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den in der Corona-Krise verhängten Dividendenstopp für Banken etwas gelockert: Die Institute können im kommenden Jahr wieder Dividenden an ihre Aktionäre ausschütten.

Die Summe darf aber höchstens 15 Prozent der kumulierten Gewinne von 2019 und 2020 betragen. Die Zentralbank hatte die Banken zu Beginn der Corona-Krise im März aufgefordert, zunächst bis Oktober auf die Ausschüttung von Dividenden zu verzichten. Die neuen Regeln sollen nun bis Ende September 2021 gelten.

16.12.2020 • 09:23 Uhr

Klinik-Leiter aus Sachsen bestätigt Triage-Fälle

Es ist das Szenario, welches in Kliniken mit am meisten gefürchtet wird: Ärzte müssen aufgrund von Überlastung ihrer Stationen entscheiden, welche Patienten eventuell lebensrettende Behandlungen erhalten. In einer Klinik im sächsischen Zittau mussten solche Erwägungen bereits getroffen werden, wie Medien übereinstimmend berichteten.

Mathias Mengel, Ärztlicher Direktor des Klinikum Oberlausitzer Bergland gGmbH, gab in einem Videoforum an, dass in dem Zittauer Krankenhaus schon mehrfach triagiert werden musste. "Wir waren in den vergangenen Tagen schon mehrere Male in der Situation, dass wir entscheiden mussten, wer Sauerstoff bekommt und wer nicht", sagte Mengel gegenüber der Internetplattform t-online.

Zwar versuchten die Kliniken bei Überlastung Patienten zu verlegen. Doch in Sachsen seien viele Krankenhäuser am Limit. Einige hätten bereits einen Aufnahmestopp verhängt.

16.12.2020 • 09:09 Uhr

Schärfere Beschränkungen in London

Angekündigt hatte es der britische Gesundheitsminister Matt Hancock bereits am Montag: Seit heute gilt in London die höchste Corona-Warnstufe.

Damit gelten noch einmal strengere Regeln: Gastronomiebetriebe dürfen Essen und Getränke nur noch zum Mitnehmen anbieten. Kultureinrichtungen müssen komplett schließen. Ansammlungen in Gruppen mit bis zu sechs Teilnehmern auf öffentlichen Plätzen im Freien sind aber erlaubt.

Von den schärferen Maßnahmen betroffen sind auch die an die Hauptstadt grenzenden Grafschaften Essex, Kent und Hertfordshire.

16.12.2020 • 09:09 Uhr

Kritik an Corona-Management von Bundesgesundheitsminister Spahn

Die Vorsitzende der SPD, Saskia Esken, hat im Interview mit der "Augsburger Allgemeinen" das Krisenmanagement von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kritisiert. Dabei zielte sie vor allem auf die Lage in Pflegeheimen ab. Diese seien "einer der wundesten Punkte im Pandemiegeschehen", so Esken. Hier gebe es besonders viele Todesfälle durch das Virus.

Schon im Sommer habe Spahn der Pflege Massentests versprochen. Aus Sicht der SPD-Chefin ist es daher "unverständlich, dass hier immer noch große Versorgungslücken klaffen". Neben den Tests forderte Esken zudem eine "verlässliche zentrale Beschaffung" von Masken für Bewohner und Mitarbeiter in Pflegeheimen.

16.12.2020 • 08:28 Uhr

China bestellt Impfstoff von Biontech und Pfizer

Der chinesische Pharmakonzern Fosun Pharma hat 100 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer bestellt. Die Hälfte soll noch in diesem Jahr geliefert werden.

Insgesamt beläuft sich das Vertragsvolumen auf 250 Millionen Euro. Noch haben die chinesischen Behörden den Impfstoff jedoch nicht offiziell zugelassen.

China hat bereits mehrere eigene Corona-Impfstoffe entwickelt und die entsprechenden Produktionskapazitäten hochgefahren. Konzerne aus der Volksrepublik setzen zugleich auf Partnerschaften mit ausländischen Unternehmen, um die Versorgung der chinesischen Bevölkerung mit Impfstoffen sicherzustellen. 

16.12.2020 • 08:15 Uhr

Neuer Lockdown in Israel?

In Israel wurden laut Gesundheitsministerium binnen 24 Stunden mehr als 2860 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Damit könnte auf das Land erneut eine Verschärfung der Beschränkungen zukommen. Die Regierung hatte diesen Schritt in Aussicht gestellt, wenn die täglichen Fallzahlen die Grenze von 2500 Neuinfektionen überschreiten.

Israel hatte bereits zweimal einen landesweiten Lockdown angeordnet. Seit Oktober hatte die Regierung wieder schrittweise Lockerungen zugelassen, woraufhin die Infektionszahlen wieder angestiegen sind.

16.12.2020 • 08:05 Uhr

Weitere Impfstoff-Studie startet in Großbritannien

Das französisch-österreichische Biotech-Unternehmen Valneva beginnt in Großbritannien mit der klinischen Studie für seinen Corona-Impfstoffkandidaten.

Der potenzielle Wirkstoff soll demnach an 150 Erwachsenen getestet werden. Ist er verträglich und ruft eine Immunantwort hervor, peilt der Konzern eine Zulassung im kommenden Herbst an.

Großbritannien hat bereits 60 Millionen Dosen des Vakzins vorbestellt, mit Optionen auf 130 Millionen weitere Dosen in den Jahren 2022 bis 2025.

16.12.2020 • 07:49 Uhr

Leerer Times Square zu Silvester

In New York versammeln sich zum Jahreswechsel jedes Jahr Tausende Menschen auf dem Times Square, um gemeinsam Silvester zu feiern. Eine solche Party fällt in diesem Jahr aber aus.

Die Stars kommen trotzdem. Die Show soll den "Helden von 2020" gewidmet werden, allen voran die Ärzte, Pfleger und Mitarbeiter des Gesundheitsdienstes, die gegen die Corona-Pandemie gekämpft haben. Neben Jennifer Lopez oder Cyndi Lauper soll auch Gloria Gaynor auftreten - mit ihrem weltbekannten Hit "I will survive".

Konfettiregen zum Jahreswechsel am New Yorker Times Square | AFP

Die große Party auf dem Times Square fällt dieses Jahr aus. Bild: AFP

16.12.2020 • 07:33 Uhr

Spahn: Ab Sommer "Zug um Zug" zurück in Normalität

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hofft, dass "zeitnah jetzt nach Weihnachten" mit den ersten Impfungen gegen das Coronavirus begonnen werden kann. Das bedeute aber nicht, dass die Corona-Beschränkungen dann nicht mehr notwendig seien, betonte der CDU-Politiker im Interview mit den Sendern RTL und ntv.

Erst mit dem Erreichen einer Impfquote von 55 bis 65 Prozent der Bevölkerung seien weitere Lockdowns auszuschließen, erklärte Spahn. Die ersten "fünf Millionen Impfungen" würden dazu nicht ausreichen.

Man könne aber zuversichtlich sein, dass es ab dem Sommer Zug um Zug eine Rückkehr in die Normalität geben könne. Der Sommer sei "eine Perspektive, mit der man umgehen kann".

16.12.2020 • 07:07 Uhr

Pandemie belastet Sozialverbände finanziell

Die Coronakrise bringt auch karitative Einrichtungen in Geldsorgen. Fast die Hälfte rechnet mit finanziellen Einschnitten durch die Pandemie, wie Kaveh Kooroshy berichtet.

16.12.2020 • 06:41 Uhr

DHB-Chef für Absage der EM-Qualifikationsspiele

Der Präsident des Deutschen Handballbundes, Andreas Michelmann, hat sich dafür ausgesprochen, die im Januar angesetzten Qualifikationsspiele der deutschen DHB-Auswahl abzusagen.

"Ich würde mir wünschen, dass die EHF konsequent darüber nachdenkt, ob zu diesen Zeiten eine EM-Qualifikation unbedingt erforderlich ist oder ob es mit Blick auf eine WM nicht Wert wäre zu sagen, okay, wir verzichten auf die EM-Qualifikationsspiele im Interesse der Sicherheit für die Spieler", so Michelmann.

Das deutsche Team soll im Kampf um die Tickets für die EM 2022 am 6. und 10. Januar zweimal gegen Österreich spielen. Drei Tage später beginnt die WM in Ägypten.

16.12.2020 • 06:24 Uhr

Ministerpräsident Weil: Corona-Warn-App effizienter gestalten

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) plädiert für eine effizientere Gestaltung der Corona-Warn-App. "Ich verstehe nicht, warum wir uns nicht einen Ruck geben und einige datenschutzrechtliche Hürden aus dem Weg räumen", sagte er der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". "Dass es in Zeiten der Pandemie nicht vertretbar sein soll, zu einem vernünftigen, automatisierten Austausch wichtiger Daten über die Corona-App zu kommen, ist mir völlig unbegreiflich."

Es hake derzeit vor allem daran, dass es bislang ins freie Belieben der Bürgerinnen und Bürger gestellt sei, ob sie der App mitteilten, dass sie infiziert seien. Würde eine nachgewiesene Corona-Infektion von den Gesundheitsämtern automatisch an die Betreiber der Corona-App weitergeleitet, könnten über die App automatisch alle Kontaktpersonen informiert werden, erklärte Weil.

Die App sollte seiner Meinung nach den Nutzern auch den ungefähren Ort und die ungefähre Zeit einer Begegnung mit einer infizierten Person mitteilen. "Nur dann könnten die Menschen daraus lernen und ihr zukünftiges Verhalten ändern, also beispielsweise vom Bus aufs Fahrrad umsteigen."

16.12.2020 • 05:50 Uhr

Höchstwert bei Corona-Toten in Deutschland: 952 weitere Sterbefälle

Bei der Zahl der täglich verzeichneten Todesopfer der Corona-Pandemie in Deutschland ist ein neuer Höchststand erreicht worden. Wie das Robert Koch-Institut am Morgen mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 952 Sterbefälle verzeichnet. Damit wurde der bisherige Höchststand von 598 Todesfällen, der am vergangenen Freitag registriert worden war, deutlich übertroffen.

An Neuinfektionen wurden dem RKI binnen 24 Stunden 27.728 Fälle gemeldet. Allerdings können in den Daten Nachmeldungen aus Sachsen bezüglich der Fallzahlen vom Dienstag enthalten sein. Am Mittwoch vor einer Woche hatte das RKI 20.815 Neuinfektionen innerhalb eines Tages erfasst.

16.12.2020 • 05:04 Uhr

Studie: 25 Prozent der Weltbevölkerung womöglich erst 2022 geimpft

Fast jeder vierte Mensch kann möglicherweise erst frühestens im Jahr 2022 gegen Covid-19 geimpft werden. Zu dem Schluss kommen Forscher an der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in den USA. Hintergrund sei, dass Länder mit weniger als 15 Prozent der Weltbevölkerung mit 51 Prozent mehr als die Hälfte der Dosen für sich beanspruchen, während Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen, in denen mehr als 85 Prozent der Weltbevölkerung leben, den Rest unter sich aufteilen müssen.

16.12.2020 • 05:04 Uhr

Corona-Tests für Reiserückkehrer nicht mehr kostenlos

Corona-Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten mit hohen Infektionszahlen im Ausland sind seit heute nicht mehr kostenlos. Dieser im Sommer eingeführte Anspruch ist am Dienstag ausgelaufen, wie eine kürzlich verkündete Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums festlegt. Bisher konnten sich solche Urlauber gratis testen lassen, um eine bei der Rückkehr nach Deutschland verpflichtende Quarantäne zu verkürzen. Damit werden die Regelungen weiter verschärft.

Wer eine "vermeidbare Reise" in Risikogebiete macht, bekommt für die Zeit der Quarantäne auch schon keine Verdienstausfallentschädigung mehr. Ausgenommen sind "außergewöhnliche Umstände", etwa die Geburt eigener Kinder oder der Tod naher Angehöriger. Welche Länder für deutsche Urlauber als Risikogebiete gelten, ist auf einer Liste des bundeseigenen Robert Koch-Instituts angegeben.

16.12.2020 • 04:59 Uhr

London verschärft Corona-Maßnahmen: "Sargnagel" für Pubs

Angesichts schärferer Corona-Beschränkungen in London warnt die Wirtschaft in der britischen Hauptstadt vor schwerwiegenden Folgen. Von einem "weiteren Sargnagel" für Londons Pubs sprach die Chefin des Branchenverbands BBPA, Emma McClarkin. So müssen seit heute die restlichen 1250 Pubs in London schließen, damit sind nach Verbandsangaben allein in der Hauptstadt nun 56.000 Jobs in Gefahr. Pubs mit Außengastronomie durften bislang Gäste empfangen. McClarkin forderte deutlich mehr finanzielle Unterstützung von der Regierung.

16.12.2020 • 04:30 Uhr

Montgomery: Trotz Impfstart Lockdown-Maßnahmen bis Ostern

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, rechnet trotz eines vorgezogenen Impfbeginns mit harten Corona-Maßnahmen bis ins Frühjahr. "Auch wenn die Impfungen jetzt früher beginnen als erwartet, wird der Effekt nur allmählich zu einer Verbesserung der Lage beitragen. Wir werden mindestens noch bis Ostern mit verschiedenen Lockdown-Maßnahmen leben müssen", sagte Montgomery den Zeitungen der "Funke Mediengruppe".

Modellrechnungen zeigten, dass der harte Lockdown die Zahl der Neuninfektionen frühestens ab Ende Januar bundesweit unter den Wert von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen drücken werde. Die Bürger müssten sich daher zunächst sogar auf eine Fortsetzung der jetzigen strengen Regeln einstellen. "Es wird eine Verlängerung des Lockdowns über den 10. Januar hinaus geben."

16.12.2020 • 04:30 Uhr

Neues Rekordhoch bei Coronavirus-Neuinfektionen in den USA

Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus in den USA hat ein neues Rekordhoch erreicht. Wie die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore mitteilte, wurden binnen 24 Stunden mehr als 248.000 neue Ansteckungsfälle verzeichnet - die höchste Zahl im Land seit Beginn der Pandemie. Die Gesamtzahl der Infektionsfälle in den USA stieg damit auf 16,7 Millionen. Auch wurden den Angaben der Universität zufolge 2706 neue Corona-Tote innerhalb eines Tages gezählt. Die Gesamtzahl der Todesopfer im Land stieg damit auf rund 303.400.