Der Eiffelturm in Paris ist aufgrund der Corona-Pandemie momentan noch geschlossen (Archivbild).  | dpa
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Liveblog zum Coronavirus ++ 13.000 Neuinfektionen in Frankreich ++

Stand: 23.09.2020 23:25 Uhr

Frankreich meldet erneut mehr als 13.000 Neuinfektionen. In einigen Gebieten werden Bars und Restaurants geschlossen. In der Schweiz müssen 2500 Hotelfachschüler in Quarantäne. Alle Entwicklungen im Liveblog zum Nachlesen.

  • Auswärtiges Amt: Reisewarnung für Regionen in elf EU-Ländern
  • Maas in Quarantäne
  • RKI meldet 1769 Neuinfektionen
  • Aktionstage: Kontrolle der Maskenpflicht in Bus und Bahn
  • Kanzleramtschef Braun: Kein Anlass für weitere Lockerungen
  • Leopoldina empfiehlt einheitliche Regeln für Corona-Herbst
  • Lauterbach fordert bundesweite Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen
  • Corona-Warn-App: Regierung zieht nach 100 Tagen positive Bilanz
  • 2394 Neuinfektionen in Tschechien, 6861 in Israel, 6431 in Russland
23.9.2020 • 23:25 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

23.9.2020 • 22:17 Uhr

Vizepräsident der EU-Kommission in Quarantäne

Mit EU-Kommissionsmitglied Valdis Dombrovskis hat sich ein weiterer europäischer Spitzenpolitiker wegen einer Covid-19-Infektion in seinem Umfeld in häusliche Quarantäne begeben. Der unter anderem für die EU-Handelspolitik zuständige Vizepräsident der Brüsseler Behörde teilte mit, dass eine seiner Kontaktpersonen positiv getestet worden sei. Er selbst habe allerdings keine Symptome und fühle sich gut. Während des Treffens Anfang der Woche seien auch die Abstandsregeln beachtet worden, teilte der aus Lettland stammende Politiker mit.

Erst am Dienstag war ein eigentlich für diesen Donnerstag und Freitag geplanter EU-Sondergipfel abgesagt worden, weil sich EU-Ratschef Charles Michel wegen der Covid-19-Infektion eines Sicherheitsbeamten in Quarantäne begeben musste.

23.9.2020 • 21:19 Uhr

Auswärtiges Amt: Reisewarnung für Regionen in elf EU-Ländern

Wegen steigender Infektionszahlen hat die Bundesregierung Regionen in elf Ländern der EU zu Corona-Risikogebieten erklärt. Darunter sind auch Gebiete in den Nachbarländern Dänemark, Tschechien, Frankreich, Österreich und den Niederlanden. Das geht aus der Liste des Robert-Koch-Instituts hervor. DasAuswärtige Amt hat Reisewarnungen herausgegeben.

Insgesamt sind damit nun schon 14 von 27 EU-Mitgliedstaaten wieder ganz oder teilweise als Corona-Risikogebiete ausgewiesen. Neu hinzugekommen sind Regionen in Dänemark, Portugal, Irland und Slowenien. Zudem wurden weitere Regionen in Frankreich, Tschechien, den Niederlanden, Kroatien, Rumänien, Österreich und Ungarn als Risikogebiete ausgewiesen.

Reisende, die aus Risikogebieten zurückkehren, müssen sich 48 Stunden vor oder nach der Einreise auf Corona testen lassen. Mit der Reisewarnung können Reisende, Buchungen kostenlos stornieren.

23.9.2020 • 21:19 Uhr

Viele Bars und Restaurants müssen in Frankreich schließen

Frankreich schließt im Kampf gegen das Coronavirus Bars und Restaurants in Teilen des Landes. Für die südfranzösische Hafenmetropole und das Überseegebiet Guadeloupe sei die "maximale Alarmstufe" ausgerufen worden, sagte Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran. Dort müssten ab Samstag alle Bars und Restaurants komplett schließen.

In der Hauptstadt Paris und weiteren Großstädten wie Lille oder Rennes müssten Bars ab Montag um 22.00 Uhr schließen. Dort gelte nun eine "hohe Alarmstufe", es gebe daher eine Obergrenze von zehn Personen bei Treffen in der Öffentlichkeit, erklärte Véran.

Im stark betroffenen Marseille würden zudem alle öffentlich zugänglichen Einrichtungen geschlossen, sofern sie kein "strenges Gesundheitsprotokoll" eingeführt hätten, sagte Véran. Theater und Kinos seien davon nicht betroffen. Ziel sei es, dass die Bars und Restaurants in der Hafenstadt nicht länger als zwei Wochen geschlossen sein müssten.

23.9.2020 • 20:42 Uhr

Wieder mehr als 13.000 Neuinfektionen in Frankreich

Frankreich verzeichnet erneut mehr als 13.000 Neuinfektionen. Binnen 24 Stunden kamen 13.072 Corona-Fälle nach 10.008 am Vortag hinzu, teilt das Gesundheitsministerium mit.

In sechs Tagen überschritt die Zahl bereits drei Mal die Marke von 13.000. Insgesamt haben sich 481.141 Personen mit dem Corona-Virus infiziert. Die Zahl der Toten erhöhte sich um 43 auf 31.459.

23.9.2020 • 20:30 Uhr

Disney verschiebt "Black Widow" und Spielbergs "West Side Story"

Wegen der Corona-Pandemie muss Walt Disney den Kinostart mehrerer potenzieller Blockbuster weiter nach hinten schieben. Das Filmstudio gab neue Erscheinungstermine für zehn seiner Filme bekannt. "Black Widow", der nächste Film aus dem Marvel-Universum mit Scarlett Johansson in der Hauptrolle soll demnach am 7. Mai 2021 erscheinen und nicht am 6. November wie zuletzt geplant.

Die Adaption des Musicals "West Side Story" von Starregisseur Steven Spielberg wurde um ein ganzes Jahr auf Dezember 2021 verschoben. Auch "Deep Water" mit Ben Affleck und Ana de Armas soll statt im November erst im August 2021 erscheinen. Für Disney, das unter anderem mit den Marvel- und Star-Wars-Filmen in den vergangenen Jahren gewaltige Kassenerfolge gefeiert hatte, ist das Corona-Jahr ebenso ein Desaster wie für andere Filmstudios und die Kinoketten. 30 Prozent der Kinos in den USA sind nach wie vor geschlossen.

23.9.2020 • 19:55 Uhr

Schweiz: 2500 Hotelfachschüler in Quarantäne

In der Schweiz sind 2500 Studenten einer Hotelfachschule in Quarantäne geschickt worden, nachdem dort Covid-19-Fälle gemeldet wurden. Die Ecole Hoteliere de Lausanne zählt zu den weltbesten Hotelfachschulen.

23.9.2020 • 19:32 Uhr

UN: Falschmeldungen gefährden Corona-Bekämpfung

Mehrere UN-Organisationen haben vor fatalen Auswirkungen durch Falschmeldungen in der Corona-Pandemie gewarnt. "Fehlinformationen kosten Leben. Ohne das entsprechende Vertrauen und die richtigen Informationen bleiben diagnostische Tests ungenutzt, Impfkampagnen werden ihre Ziele nicht erreichen und das Virus wird weiterhin gedeihen", teilten die Vereinten Nationen und ihr angeschlossene Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation WHO sowie das Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bündnis mit.

Zudem erhöhten gefälschte Inhalte unter anderem in den Sozialen Medien das Risiko von Konflikten, Gewalt und Menschenrechtsverletzungen, so dass auch die Förderung demokratischer Strukturen unter ihnen leide. "Wir fordern die (UN)-Mitgliedstaaten auf, Aktionspläne zur Bekämpfung der Infodemie zu entwickeln und umzusetzen, indem sie die rechtzeitige Verbreitung genauer Informationen auf wissenschaftlicher Grundlage an alle Gemeinschaften und insbesondere an Risikogruppen fördern." Auch Medien und Internetplattformen seien zum Handeln aufgerufen

23.9.2020 • 18:33 Uhr

Umfrage: Fünf Kontaktpersonen pro Corona-Infiziertem

Eine Auswertung von Corona-Daten von 150 Gesundheitsämtern zeigt enorme Unterschiede bei der Zahl der engen Kontaktpersonen. Die Angaben variieren massiv von Landkreis zu Landkreis.

23.9.2020 • 18:19 Uhr

München verschärft Coronaregeln

In München gelten morgen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verschärfte Kontaktbeschränkungen sowie eine generelle Maskenpflicht in Teilen der Altstadt. Grundlage dafür ist eine Allgemeinverfügung, die die Stadt heute bekanntgegeben hat. Die neuen Regelungen sollen zunächst bis zum 1. Oktober gelten. Sollten die Werte danach immer noch hoch sein, ist auch eine Verlängerung möglich.

In den kommenden Tagen dürfen sich in München nur noch bis zu fünf Menschen oder Angehörige von höchstens zwei Haushalten treffen, egal ob zu Hause, im Freien oder im Lokal. Ausnahmen gelten etwa für Familien oder Lebenspartner. Nicht öffentliche Feste wie Geburtstage oder Hochzeiten können mit bis zu 25 Menschen gefeiert werden, wenn der Gastgeber ein Schutz- und Hygienekonzept vorweisen kann. Unter freiem Himmel sind bis zu 50 Gäste erlaubt.

Von 9.00 Uhr bis 23.00 Uhr gilt in Teilen der Innenstadt zudem eine Maskenpflicht. Am Wochenende ist zudem der nächtliche Alkoholkonsum an beliebten Treffpunkten wie dem Gärtnerplatz verboten.

23.9.2020 • 17:53 Uhr

Helsinki: Hunde sollen am Flughafen Infizierte erschnüffeln

Spürhunde sollen am internationalen Flughafen von Helsinki das Coronavirus erschnüffeln. Vier Hunde verschiedener Rassen wurden in der finnischen Hauptstadt das erste Mal eingesetzt. Die Tests sollen vier Monate dauern.

"Es ist eine sehr vielversprechende Methode", sagte eine Professorin für Kleintiermedizin an der Universität Helsinki, Anna Hielm-Björkman. "Hunde sind sehr gut im Schnüffeln. Wenn es funktioniert, wird es eine gute (Coronavirus-)Testmethode an jeglichen anderen Orten sein."

Die Spürhunde könnten etwa in Krankenhäusern, Häfen, in Seniorenheimen, bei Sportveranstaltungen und kulturellen Ereignissen zum Einsatz kommen, sagte sie. Es gibt in Australien, Deutschland, Frankreich und den USA Forschung zu Hunden als Coronavirus-Detektive. Der finnische Test ist allerdings der bislang größte dieser Art. Das Programm kostet 300.000 Euro, wie der stellvertretende Bürgermeister von Vantaa, Timo Aronkytö, mitteilte.

Hunde sollen Infizierte erkennen auf dem Flughafen in Helsinki | REUTERS

Die vier finnischen Hunde wurden vom Verband für Geruchserkennung von Finnland ausgebildet. Das Programm kostet 300.000 Euro. Bild: REUTERS

23.9.2020 • 17:36 Uhr

Großbritannien meldet die meisten Neuinfektionen seit 1. Mai

Großbritannien verzeichnet den höchsten Tages-Anstieg bei den Corona-Infektionen seit dem 1. Mai. 6178 Neuinfektionen wurden innerhalb von 24 Stunden bestätigt, wie aus Daten der Regierung hervorgeht. Am Dienstag waren 4926 neue Fälle gemeldet worden. Insgesamt sind bislang 409.729 Menschen in Großbritannien offiziell positiv auf den Corona-Virus getestet worden, 41.862 starben.

23.9.2020 • 17:10 Uhr

Wissenschaftliche Corona-Prognosen für Landkreise

Wissenschaftler der Universität Osnabrück und des Forschungszentrums Jülich haben ein neues Modell für Corona-Vorhersagen für alle Landkreise in Deutschland entwickelt. Täglich stellen sie Fünf-Tages-Prognosen für die Ausbreitung der Covid-19-Infektionen bereit, teilte die Uni Osnabrück mit. Die Vorhersagen beruhen auf Daten des Robert-Koch-Instituts.

Sie werden mit einem neuen wahrscheinlichkeitsgewichteten Modell der Osnabrücker Neuroinformatiker auf Höchstleistungsrechnern des Jülich Supercomputing Centre (JSC) statistisch analysiert. Die tagesaktuellen Auswertungen sowie die Möglichkeit räumlicher und zeitlicher Vergleichsdarstellungen sind öffentlich zugänglich und werden auf der Webseite möglichst allgemeinverständlich dargestellt, sagte Jens Henrik Göbbert vom JSC.

Besucherinnen und Besucher der Seite könnten etwa Fünf-Tages-Prognosen für frei wählbare Landkreise aufrufen, oder die aktuellen Meldedaten des Robert-Koch-Instituts mit den geschätzten tatsächlichen Neuinfektionen vergleichen. Aufgrund von Verzögerungen bei der Datenübermittlung weichen die gemeldeten Zahlen oftmals und teils erheblich von der tatsächlichen Zahl der neuen Fälle ab.

23.9.2020 • 16:59 Uhr

Österreich: Parlament billigt neues Corona-Gesetz

Österreichs Parlament hat einer neuen gesetzlichen Grundlage für Corona-Maßnahmen wie etwa Ausgangssperren zugestimmt. Die Regierungskoalition aus konservativer ÖVP und Grünen sowie die oppositionellen Sozialdemokraten stimmten bei der ersten regulären Sitzung des Nationalrats nach der Sommerpause für das Gesetz. Davor hatte die rechtliche Grundlage für mehrere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie gefehlt.

Das österreichische Verfassungsgericht hatte im Juli festgestellt, dass etwa Verbote für das Betreten öffentlicher Orte im Frühjahr nicht von dem Gesetz gedeckt gewesen waren. Nach dem neuen Gesetz kann ein sogenannter Lockdown nur noch mit Einverständnis von Parlamentariern für höchstens zehn Tage verhängt werden. Er müsste dann gegebenenfalls verlängert werden.

Klar geregelt ist neben Betretungsverboten nun auch, dass etwaige Ausgangssperren unter anderem Ausnahmen wie berufliche Zwecke und Aufenthalt im Freien zur "körperlichen und psychischen Erholung" enthalten. Außerdem hat die Anfang des Monats von der Regierung eingeführte Corona-Ampel, die regional unterschiedliche Maßnahmen auslösen soll, jetzt eine rechtliche Basis.

23.9.2020 • 16:52 Uhr

Belgien lockert Maskenpflicht im Freien

Trotz hoher Corona-Fallzahlen lockert Belgien die Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen. Ab 1. Oktober sei der Mund-Nasen-Schutz im Freien nicht mehr überall vorgeschrieben, teilte Ministerpräsidentin Sophie Wilmès mit. Dringend empfohlen ist er jedoch weiter an besonders belebten oder engen Plätzen. In Bussen und Bahnen, Läden und Kinos muss jeder weiter Maske tragen.

Ebenfalls am 1. Oktober soll die Quarantänepflicht bei Corona-Verdachtsfällen auf sieben Tage verkürzt werden, wie Wilmès weiter sagte. Andere Regeln zur Eindämmung der Pandemie bleiben jedoch in Kraft, darunter die Auflage, pro Monat mit nicht mehr als fünf Menschen außerhalb der Familie engere Kontakte zu pflegen.

Belgien ist nach den Kriterien der EU-Seuchenbehörde ECDC inzwischen eine rote Zone mit mehr als 120 Infektionen pro 100.000 Einwohnern binnen zwei Wochen. Im Schnitt der vergangenen sieben Tage wurden 1374 Fälle pro Tag entdeckt, 60 Prozent mehr als in der Vorwoche.

23.9.2020 • 16:45 Uhr

Maskenpflicht in Bus und Bahn wird stärker kontrolliert

Fahrgäste in Bus und Bahn müssen sich auf eine stärkere Kontrolle der Maskenpflicht einstellen. Von Oktober an soll es regionale, überregionale und bundesweite Schwerpunktkontrollen an bestimmten Tagen geben.

Darauf haben sich Vertreter von Bund, Ländern und Kommunen sowie Bundespolizei, Verkehrsunternehmen und Gewerkschaften verständigt. "Die zuständigen Behörden sowie die Verkehrsunternehmen werden ihre Maßnahmen zur Kontrolle und Einhaltung der Maskenpflicht sichtbar erhöhen", heißt es in der Erklärung, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Die Aktionstage sollen demnach ein Zeichen des gemeinsamen Willens zur Einhaltung der Maskenpflicht setzen. Je nach Landesrecht sollen die Kontrollen auch auf Bahnhöfe und Haltestellen ausgedehnt werden.

23.9.2020 • 16:26 Uhr

Corona-Hotspot Hamm: Verantwortliche sollen zahlen

Auslöser für die steigenden Neuinfektionen in der westfälischen Stadt Hamm ist eine private Hochzeit. Nun will die Stadt die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen.

23.9.2020 • 16:05 Uhr

Corona-Beschränkungen in Madrid werden ausgeweitet

Wegen der dramatisch steigenden Corona-Zahlen hat die Regionalregierung von Madrid eine Ausweitung der kürzlich verhängten Ausgangsbeschränkungen angekündigt. Am Freitag würden weitere Bezirke unter Restriktionen gestellt, sagte der stellvertretende Leiter der Gesundheitsbehörde, António Zapatero. Der Vize-Präsident der Hauptstadt-Region, Ignacio Aguado, kündigte an, seine Regierung werde "logistische Unterstützung" durch die Armee anfordern.

Von den seit Montag geltenden Ausgangsbeschränkungen sind in der Metropolregion mit 6,6 Millionen Einwohnern bisher rund 850.000 Menschen betroffen. Vor allem dicht besiedelte und einkommensschwache Vororte im Süden der Hauptstadt sind seither praktisch abgeriegelt. 

Die betroffenen Bewohner dürfen ihre Viertel nicht mehr verlassen, außer um zur Arbeit, zur Schule oder zum Arzt zu gehen. Cafés und Restaurants in den Gebieten müssen um 22.00 Uhr schließen, Parks bleiben vollständig geschlossen. Die Restriktionen gelten zunächst für zwei Wochen. 

23.9.2020 • 15:41 Uhr

Deutschland unterstützt Covax-Allianz

Deutschland will nach NDR-Informationen zusätzliche Mittel für die WHO-Initiative Covax bereitstellen, deren Ziel eine faire Verteilung möglicher Corona-Impfstoffe ist. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) teilte dem NDR mit, die Bundesregierung werde die Versorgung von Entwicklungsländern mit Impfstoffen über Covax unterstützen. Die Höhe der Zusage stehe demnach noch nicht fest, werde aber in Kürze bekannt gegeben.

23.9.2020 • 15:19 Uhr

Drosten: "Pandemie wird jetzt erst richtig losgehen"

Der Berliner Virologe Christian Drosten sieht Deutschland in der Corona-Pandemie noch nicht ausreichend für die kommende Zeit gewappnet. "Wir müssen, um die Situation in den kommenden Monaten zu beherrschen, Dinge ändern", sagte er im Vorfeld der im Oktober anstehenden Gesundheitskonferenz World Health Summit in Berlin. "Die Pandemie wird jetzt erst richtig losgehen. Auch bei uns."

Pragmatische Entscheidungen seien nötig, sagte Drosten dem World Health Summit zufolge. Dass wir hierzulande derzeit ein moderates Infektionsgeschehen erlebe, sei der Tatsache geschuldet, dass Deutschland ungefähr vier Wochen früher reagiert habe als andere Länder. "Wir waren nicht deshalb erfolgreich, weil unsere Gesundheitsämter besser waren als die französischen, oder weil unsere Krankenhäuser besser ausgestattet sind als die italienischen", so Drosten.

Deutschland müsse viel differenzierter und genauer auf die Entwicklungen im Ausland schauen und daraus Lehren ziehen. Und: "Wir müssen aufhören, uns über so Dinge wie Fußballstadien zu unterhalten. Das ist wirklich komplett irreführend."

23.9.2020 • 14:42 Uhr

Maas in Quarantäne

Bundesaußenminister Heiko Maas hat sich wegen der Corona-Infektion eines Personenschützers in Quarantäne begeben. Ein erster Test sei negativ ausgefallen, teilte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts mit. Das Ministerium klärt demnach, ob und inwieweit weitere Menschen betroffen sind.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich im März wegen einer Corona-Infektion ihres Impfarztes für zwei Wochen in Quarantäne begeben und hatte von zu Hause aus gearbeitet.

23.9.2020 • 14:17 Uhr

Leverkusen mit 6000, Wolfsburg ohne Zuschauer

Bayer Leverkusen hofft für das Heimspiel am Samstag gegen RB Leipzig auf 6000 Zuschauern im Stadion. Darauf haben sich der Fußball-Bundesligist und die Stadt Leverkusen geeinigt - aber noch steht es unter Vorbehalt. Sollte der kritische Wert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner am Freitagvormittag überschritten sein, werde "das Spiel vor leeren Rängen ausgetragen werden müssen", teilte der Club mit.

Beim VfL Wolfsburg sind dagegen vorerst keine Zuschauer erlaubt. Der Verein bedauert das erneute Fehlen seiner Fans beim zweiten Spiel der Europa-League-Qualifikation. Vor dem Heimspiel gegen den ukrainischen Club Desna Tschernihiw am Donnerstag zeigte sich Trainer Oliver Glasner enttäuscht, dass sein Team schon wieder ohne Zuschauer spielen muss.

23.9.2020 • 13:59 Uhr

Corona-Zahlen in Hamm steigen weiter - bundesweit höchster Wert

In der westfälischen Stadt Hamm mit den bundesweit höchsten Corona-Neuinfektionszahlen klettert der Wert weiter. Heute wurden 94,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen verzeichnet, wie ein Sprecher der Stadt sagte. Am Dienstag hatte die 182.000-Einwohner-Stadt bei der zentralen sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz noch 87,1 genannt. Laut Robert Koch-Institut lag Hamm heute deutschlandweit mit einem gestiegenen Wert von 80,4 an der Spitze. Die Differenz kommt durch unterschiedliche Meldewege und -zeiten zustande.

Seit heute dürfen sich zum Schutz gegen die Pandemie im öffentlichen Raum in Hamm nur noch fünf Personen oder Personen aus zwei Haushalten gemeinsam aufhalten. Schüler und Lehrer in weiterführenden Schulen müssen auch im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz tragen, sofern ein Mindestabstand von 1,50 Metern nicht gesichert ist. Die am Dienstag beschlossenen Auflagen gelten zunächst für zwei Wochen.

23.9.2020 • 13:34 Uhr

Pandemie lässt Arbeitseinkommen weltweit schrumpfen

Arbeitsausfall durch die Corona-Pandemie hat die Einkommen von Erwerbstätigen weltweit schrumpfen lassen. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) schätzt, dass Arbeitnehmern 2020 allein in den ersten neun Monaten im Vergleich zum Vorjahr rund 10,7 Prozent ihres Verdienstes verloren gegangen sind. Dies summiere sich weltweit auf 3,5 Billionen Dollar. Staatliche Hilfen wurden dabei jedoch nicht berücksichtigt. Durch coronabedingte Schließungen seien weit mehr Arbeitsstunden weggefallen als zunächst geschätzt. Allein im zweiten Quartal entspreche dies einem Umfang von 495 Millionen Vollzeitstellen. Es gelte, die Anstrengungen zum Erhalt von Jobs zu verstärken, mahnte ILO-Generaldirektor Guy Ryder.

23.9.2020 • 13:01 Uhr

Hotel-Buchungen in Spanien brechen um rund zwei Drittel ein

Neue Reisebeschränkungen wegen steigender Corona-Infektionen treffen die spanische Tourismusbranche hart. Die Zahl der Hotel-Übernachtungen fiel im Ferienmonat August um 64 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistikamt mitteilte. In den ersten acht Monaten brachen die Hotelbuchungen insgesamt um 70 Prozent ein. Besonders britische Touristen mieden das beliebte Ferienland. Allein dadurch verlor Spanien rund 1,1 Millionen Besucher. Die Buchungen aus Deutschland gingen um 80 Prozent zurück. Die Balearen mit der beliebten Ferieninsel Mallorca verloren 86 Prozent ihrer Auslandsgäste. Der Tourismus macht etwa zwölf Prozent der spanischen Wirtschaftsleistung aus und steht für mehr als jeden achten Arbeitsplatz.

23.9.2020 • 12:42 Uhr

SAP und Telekom: Corona-Warn-App wird ausgebaut

Die deutsche Corona-Warn-App wird um neue Funktionen ergänzt und kann künftig auch in zehn weiteren europäischen Ländern eingesetzt werden. Das kündigten die Hersteller SAP und Deutsche Telekom an. Die App werde künftig auch Krankheitssymptome abfragen, sagte SAP-Technikchef Jürgen Müller. Die Eingabe sei freiwillig. "Diese Daten werden auch nicht geteilt, sondern nur lokal auf dem Smartphone abgespeichert." Die Angabe der Symptome helfe bei der Einschätzung, wie kritisch eine Risikobegegnung gewesen sei. Telekom-Chef Tim Höttges kündigte eine europäische Erweiterung der App an. "Wir werden in der kommenden Woche die App übergeben, die dann bis zum Oktober in Europa ausgerollt wird." Zusätzlich zu Deutschland seien in der ersten Phase dann zehn weitere Länder dabei: Österreich, Tschechien, Dänemark, Estland, Irland, Italien, Litauen, Niederlande, Polen und Spanien. In diesen Ländern kommuniziere die App des Bundes auch mit den jeweiligen nationalen Corona-Warn-Apps. Kanzleramtsminister Helge Braun stellte auch in Aussicht, dass die Schweiz in den Verbund aufgenommen werde.

23.9.2020 • 12:31 Uhr

Kanzleramtschef: Kein Anlass für weitere Lockerungen

Kanzleramtschef Helge Braun sieht momentan keine Möglichkeiten für weitere Lockerungen von Corona-Schutzmaßnahmen. Mit Blick auf die nächsten Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder kommenden Dienstag betonte Braun, man habe bereits bei den vergangenen Gesprächen mit den Ministerpräsidenten gesagt, dass momentan kein Anlass dafür gegeben sei, über weitere Lockerungen nachzudenken.

Braun sprach von einer zunehmenden Tendenz bei den Corona-Zahlen und verwies auf eine abnehmende Zahl von Landkreisen ohne Fälle sowie eine steigende Zahl sogenannter Hotspots. "Wir müssen eben sehr darauf dringen, dass wir überall, wo Hotspots entstehen, wo ein diffuses Infektionsgeschehen ist, auch über klare Beschränkungen sprechen, damit sich das Geschehen insgesamt in Deutschland weiter gut eindämmen lässt."

23.9.2020 • 11:50 Uhr

Umweltschonender Anflug seit Pandemie möglich

Die Corona-Flaute im Luftverkehr hat an den Flughäfen München und Frankfurt umweltschonendere Anflüge ermöglicht. Man habe innerhalb von fünf Wochen ein neues Verfahren entwickelt, das mehr als 2000 Tonnen CO2-Emissionen im Monat vermeide, berichteten Lufthansa und die Deutsche Flugsicherung.

Die Jets können seit Mai ihren kontinuierlichen Sinkflug bereits mehr als 370 Kilometer vor dem Startpunkt des eigentlichen Landeanflugs beginnen und ihren Kurs weitgehend ohne nachträgliche Korrekturen verfolgen. In einem vollbesetzten Luftraum sind hingegen eine deutliche engere Führung der Flugzeuge durch die Lotsen und Anflugverfahren mit mehreren Richtungswechseln üblich.

23.9.2020 • 11:36 Uhr

Betriebsrat: Daimler will Tausende Stellen abbauen

Der Autobauer Daimler will im Rahmen seines Sparkurses am Konzernstammsitz in Stuttgart-Untertürkheim nach Betriebsratsangaben bis zum Jahr 2025 rund 4000 Stellen abbauen. Ein Papier mit diesem Inhalt wurde von den örtlichen Arbeitnehmervertretern unter den Beschäftigten verteilt, wie die Nachrichtenagentur dpa erfuhr. Zuvor hatten "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" darüber berichtet. Eine Daimler-Sprecherin ging auf Anfrage nicht auf diese Zahl ein. Sie sprach generell davon, dass die Kosten "optimiert" werden müssten, um die Rentabilität des Unternehmens zu sichern.

Die Corona-Krise sorgt für tiefrote Zahlen bei Daimler und zwingt den Autobauer zur Verschärfung seines sowieso geplanten Sparkurses. Im zweiten Quartal fuhr der Konzern rund zwei Milliarden Euro Verlust ein. Weil weltweit Fabriken stillstanden, Autohäuser schließen mussten und auch viele andere Unternehmen nicht arbeiten und somit auch keine Lastwagen kaufen konnten, knickten die Absatzzahlen ein.

23.9.2020 • 11:25 Uhr

Regierung fordert zur Nutzung der Corona-Warn-App auf

Bundeskanzleramtschef Helge Braun hat die Bevölkerung aufgefordert, die Corona-Warn-App zu nutzen. "Es wird noch mal eine Herausforderung, die Corona-Fallzahlen niedrig zu halten, deshalb kommt der Warn-App eine große Bedeutung zu", sagt Braun mit Blick auf den Herbst. Bislang sei die App 18 Millionen Mal heruntergeladen worden, 400.000 Downloads habe es zudem aus dem europäischen Ausland gegeben. Etwa 5000 Nutzer hätten gewarnt, dass sie positiv getestet worden seien. Das klinge erst einmal wenig, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn. Es seien so aber Tausende gewarnt worden, dass sie infiziert sein könnten.

23.9.2020 • 11:11 Uhr

Wegen Neuinfektionen: Schalke wartet noch mit Ticketvergabe

Ob Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 am Samstag wie geplant sein Heimspiel vor rund 11.000 Zuschauern gegen Werder Bremen austragen kann, ist nach wie vor unklar. Der sportlich und wirtschaftlich angeschlagene Verein will zunächst bis Donnerstag das Infektionsgeschehen in Gelsenkirchen abwarten und erst dann mit einer möglichen Ticketvergabe starten, teilte der Club mit. Zudem beendeten die Königsblauen die Anfragemöglichkeit für Tickets für das Spiel am Samstag. Die Teil-Zulassung von Zuschauern steht auf der Kippe, da sich derzeit 39,1 Menschen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage infiziert haben und damit ein wichtiger Grenzwert überschritten wurde. Dieser liegt bei 35.

23.9.2020 • 10:55 Uhr

Neue Corona-Restriktionen belasten britisches Pfund

Die Verschärfung der Einschränkungen in Großbritannien im Kampf gegen die steigenden Corona-Infektionszahlen belasten die Landeswährung. Das Pfund Sterling fällt um 0,3 Prozent auf 1,2695 Dollar und damit auf den niedrigsten Stand seit zwei Monaten. Im September hat das Pfund bislang fünf Prozent eingebüßt. Das ist der größte Monatsverlust seit 2016.

23.9.2020 • 10:36 Uhr

Erste Klagen gegen Österreich wegen Corona-Ausbruch in Ischgl

Touristen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz klagen im Zusammenhang mit der Verbreitung des Coronavirus im Tiroler Ski-Ort Ischgl auf Schadenersatz. Der österreichische Verbraucherschutzverein hat beim Landesgericht Wien erste Zivilklagen gegen die Republik Österreich eingebracht, teilte die private Organisation mit. Dabei handele es sich um erste Musterprozesse, vorerst um keine Sammelklage. Die Klagen seien im Namen von Einzelpersonen erfolgt. Insgesamt hätten sich mehr als 6000 Tirol-Urlauber bei dem Verein als Geschädigte gemeldet. Viele davon stammen aus Deutschland. Sie hatten sich beim Urlaub in Tirol - insbesondere in Ischgl - mit dem Coronavirus infiziert. Aus Sicht der Kläger wurden sie zu spät und nicht ausreichend vor der Gefahr gewarnt.

23.9.2020 • 10:28 Uhr

Leopoldina empfiehlt einheitliche Regeln für Corona-Herbst

Knapp eine Woche vor den nächsten Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder hat die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina mit Blick auf den Corona-Herbst einheitlichere Regeln in Deutschland angemahnt. "Um der Gefahr einer auch in Deutschland wieder schwerer zu kontrollierenden Entwicklung der Pandemie rechtzeitig zu begegnen, ist es dringend notwendig, dass sich die Verantwortlichen in Bund und Ländern rasch auf bundesweit verbindliche, wirksame und einheitliche Regeln für das Inkrafttreten von Vorsorgemaßnahmen einigen und diese konsequenter als bisher um- und durchsetzen", heißt es in einer Stellungnahme der Akademie. Die Wissenschaftler haben seit Beginn der Pandemie mehrfach in Stellungnahmen Politikempfehlungen abgegeben, die dann auch in die aktuellen Beratungen eingeflossen sind.

Merkel und die Länderchefs wollen am kommenden Dienstag in einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen sprechen. Hintergrund sind steigende Infektionszahlen in Europa und auch in Deutschland und Befürchtungen über eine Verschärfung der Lage im Herbst und Winter. "Mit Blick auf eine mögliche angespannte Situation im Herbst und Winter sollten bundesweit einheitliche Regeln und Eskalationsstufen für Schutzmaßnahmen definiert werden, die je nach regionalem Infektionsgeschehen greifen", empfehlen die Leopoldina-Experten.

23.9.2020 • 10:13 Uhr

6431 Neuansteckungen in Russland

Russland hat mit 6431 registrierten Neuinfektionen einen neuen Höchstwert seit mehr als zwei Monaten erreicht. Insgesamt haben sich 1.112.241 Menschen mit dem Virus angesteckt. In den vergangenen 24 Stunden starben 150 Menschen an Covid-19. Damit steigt die Zahl der Todesopfer in Russland auf knapp 20.000.

23.9.2020 • 09:51 Uhr

Corona-Disziplin mit Militär? - Johnson muss sich rechtfertigen

Die Opposition im britischen Parlament hat Premier Boris Johnson aufgefordert, seinen Vorschlag für einen Einsatz des Militärs im Kampf gegen die Corona-Pandemie genauer zu erklären. Ein Abgeordneter der Labour-Partei fragte in einem Schreiben, was genau die Soldaten in einem solchen Fall tun und wie die Kosten dafür gestemmt werden sollten. Außenminister Dominic Raab warf der Opposition daraufhin "Panikmache" vor.

In einer Fernsehansprache an die Nation hatte Johnson die Nation am Dienstag darauf eingeschworen, sich an die verschärften Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie zu halten. "Wir werden mehr Polizei auf der Straße einsetzen und sie mit dem Militär unterstützen, wenn nötig", sagte er und kündigte hohe Bußgelder bei Verstößen an. Ein Regierungssprecher stellte klar, dass Soldaten gegebenenfalls Büroaufgaben übernehmen oder Plätze bewachen sollten, für die sonst die Polizei zuständig ist. Das Militär solle keine neuen Befugnisse bekommen oder Bußgelder verhängen. Es gehe vielmehr darum, weitere Kapazitäten für Kontrollen bei der Polizei zu schaffen.

23.9.2020 • 09:43 Uhr

Spaniens Wirtschaft bricht etwas weniger stark ein

Die spanische Wirtschaft ist auf dem Höhepunkt der Corona-Krise im Frühjahr weniger stark eingebrochen als bislang angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel von April bis Juni um 17,8 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt mitteilte. Es korrigierte damit eine erste Schätzung von Ende Juli, die ein Minus von 18,5 Prozent ergeben hatte. Auch die korrigierte Zahl bedeutet einen Rekordeinbruch. Zum Vergleich: Die deutsche Wirtschaft schrumpfte nur um 9,7 Prozent. Spanien hatte im Kampf gegen die Corona-Pandemie strikte Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen verhängt. Insbesondere der für das Land wichtige Tourismussektor wurde von der Krise hart getroffen.

23.9.2020 • 09:05 Uhr

Britischer Außenminister schließt landesweiten Lockdown nicht aus

Der britische Außenminister Dominic Raab schließt angesichts steigender Infektionszahlen einen zweiten landesweiten Lockdown nicht aus. Wenn sich aber jeder Brite an die Vorsichtsmaßnahmen halte, könnten Kontakteinschränkungen in der Weihnachtszeit vermieden werden, sagt Raab.

23.9.2020 • 08:55 Uhr

Höchstwert bei Neuinfektionen in Israel

Wenige Tage nach Beginn eines zweiten landesweiten Lockdowns sind die Corona-Zahlen in Israel auf einen Rekordwert gestiegen. Das Gesundheitsministerium teilte mit, es seien 6923 Fälle registriert worden. So viele Neuinfektionen an einem Tag wurden in dem Land noch nicht verzeichnet - allerdings nahm zuletzt auch die Zahl der Tests zu. Der bisherige Rekord datierte mit 5533 Fällen vom 15. September. Vor vier Monaten, am 23. Mai, waren lediglich 5 Neuinfektionen verzeichnet worden. Zum Vergleich: In Israel leben rund neun Millionen Menschen. Deutschland hat etwa neunmal so viele Einwohner, dort wurden zuletzt 1769 tägliche Neuinfektionen ausgewiesen. Seit Freitag gilt in dem Mittelmeerstaat ein zweiter landesweiter Lockdown. Die Menschen müssen sich mit Schulschließungen und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit arrangieren. Die Regierung will mit den neuen, zunächst drei Wochen geltenden Restriktionen vor allem eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindern.

23.9.2020 • 08:32 Uhr

Banken-Chefvolkswirte: Wirtschaft erholt sich unerwartet zügig

Die deutsche Wirtschaft erholt sich den privaten Banken zufolge "überraschend schnell und stark" vom Corona-Schock. In ihrer Herbstprognose erwarten die Chefvolkswirte einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes in diesem Jahr zwischen fünf und sechs Prozent. Dem soll 2021 ein Wachstum von vier bis fünf Prozent folgen. "Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Pandemie bleibt groß", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), Christian Ossig. "Das dämpft den privaten Konsum und die Investitionen der Unternehmen." Der BdB befürchtet zudem Spätfolgen - etwa die höhere Verschuldung von Unternehmen und Staaten sowie pandemiebedingte Änderungen beim Konsum und in der Produktion.

23.9.2020 • 08:00 Uhr

Lauterbach fordert bundesweite Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich aufgrund der Corona-Pandemie für eine bundesweite Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen ausgesprochen. "Es wäre dringend notwendig, auf öffentlichen Plätzen die Maskenpflicht einzuführen, wo Menschen Sicherheitsabstände nicht einhalten können", sagte Lauterbach der "Rhein-Neckar-Zeitung". Das laute Sprechen in Gruppen erhöhe das Infektionsrisiko auch im Freien. "Die Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen sollte kommen, nicht nur in München." Der SPD-Politiker rechnet für den Winter mit einer zweiten Infektionswelle. "Die Gefahr einer Ansteckung ist in geschlossenen Räumen zwanzig Mal so hoch wie draußen unter freiem Himmel", sagte Lauterbach. "Das spricht dafür, dass auch in Deutschland die Fallzahlen steigen werden, wenn es kälter wird." Einen zweiten Lockdown hält er aber nicht für nötig. "Wir brauchen keinen zweiten Lockdown", sagte der Gesundheitsexperte. "Je früher wir gezielt sinnvolle Maßnahmen ergreifen, desto besser."

23.9.2020 • 07:52 Uhr

2394 Neuinfektionen in Tschechien

In Tschechien haben sich 2394 Menschen innerhalb von 24 Stunden mit dem Coronavirus infiziert, teilte das tschechische Gesundheitsministerium mit. Das ist der zweithöchste Anstieg in dem Land seit Beginn der Pandemie. Die Gesamtzahl der Infizierten steigt damit auf 53.158. Die tschechische Regierung hat Maßnahmen getroffen, die eine weitere Ausbreitung des Virus verhindern sollen, darunter eine Maskenpflicht und ab morgen geltende strengere Regeln für die Öffnungszeiten von Bars.

23.9.2020 • 07:44 Uhr

NFL bestraft Trainer und Vereine wegen Maskenverstößen

Die nordamerikanische Football-Profiliga NFL greift weiter hart gegen Verstöße gegen die geltenden Hygieneregeln durch und hat zwei weitere Cheftrainer mit Strafen von je 100.000 US-Dollar belegt. Wie die Nachrichtenagentur AP und weitere Medien berichteten, wurden die Vereine von Jon Gruden (Las Vegas Raiders) und Sean Payton (New Orleans Saints) mit jeweils 250.000 US-Dollar bestraft. Gruden und Payton standen sich beim Montagabendspiel der Las Vegas Raiders gegen die New Orleans Saints (34:24) mit unzureichendem Mund-Nasen-Schutz gegenüber. Damit hat die NFL am zweiten Spieltag insgesamt Strafen in Höhe von 1,75 Millionen US-Dollar ausgesprochen, weil Cheftrainer während der Spiele nicht wie vorgeschrieben einen Mund-Nasen-Schutz trugen.

23.9.2020 • 07:27 Uhr

Wiener Opernball abgesagt

Der international bekannte Wiener Opernball wird aufgrund der Infektionslage in Österreich abgesagt. "Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen", sagte Kanzler Sebastian Kurz zur Austria Presse Agentur. Es wäre "verantwortungslos, den Ball in gewohnter Art und Weise abzuhalten". Gerade Feste und Feiern seien ein Ort der Ansteckung. Der Traditionsball, an dem jedes Jahr Tausende Menschen teilnehmen, war für den 11. Februar 2021 geplant.

23.9.2020 • 07:05 Uhr

100 Tage Corona-Warn-App: SAP und Telekom ziehen positive Bilanz

Die Macher der deutschen Corona-Warn-App, SAP und Deutsche Telekom, haben 100 Tage nach dem Start der Anwendung eine positive Bilanz gezogen. "Die App funktioniert und wir arbeiten weiter an Verbesserungen", sagte Peter Lorenz, Chefentwickler bei der Telekom-Tochter T-Systems. Das sei auch der Grund, warum sich inzwischen mehrere Länder an dem Open-Source-Code des deutschen Projektes bedienen würden. Die im internationalen Vergleich sehr hohen Download-Zahlen für die deutsche App wertete Lorenz als einen "Vertrauensbeweis der Bevölkerung". Die App wurde in den vergangenen 100 Tagen 18,4 Millionen Mal heruntergeladen. Da aber auch einige Anwender die App deinstalliert oder deaktiviert haben, gehen Experten von rund 15 Millionen aktiven Nutzern aus.

23.9.2020 • 06:19 Uhr

GEW-Chefin für Maskenpflicht im Unterricht

Im Kampf gegen eine Verbreitung des Coronavirus hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft eine generelle Maskenpflicht in Schulen gefordert. "Die meisten Lehrkräfte finden eine Maskenpflicht auch im Unterricht eher hilfreich. Diesen Schutz muss man ihnen bieten", forderte die Vorsitzende Marlis Tepe in der "Passauer Neuen Presse". Pädagogisch sei dies zwar nicht sinnvoll, "aber es schützt Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern". Derzeit gibt es in den meisten Bundesländern eine Maskenpflicht in Schulgebäuden, nicht aber im Unterricht. Die Kultusministerkonferenz hatte Anfang September festgestellt, dass die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung von den Ländern in Abhängigkeit vom jeweiligen Infektionsgeschehen ausgesprochen und bei Bedarf in Absprache mit den zuständigen Gesundheitsbehörden auf den Unterricht ausgeweitet werden könne.

23.9.2020 • 06:06 Uhr

Trump: 200.000 US-Tote "eine Schande"

US-Präsident Donald Trump hat das Erreichen der Marke von 200.000 Coronavirus-Toten in seinem Land als "eine Schande" bezeichnet. Er wiederholte gegenüber Reportern vor dem Weißen Haus, dass China für die Pandemie verantwortlich zu machen sei und dass die Zahl der Toten deutlich höher hätte liegen können. "Ich denke, wenn wir es nicht richtig machen würden, hätte man 2,5 Millionen Tote", sagte Trump. Die USA machten es jetzt "gut", sagte er, "der Aktienmarkt ist oben".

23.9.2020 • 05:26 Uhr

RKI meldet 1769 Neuinfektionen

Das Robert Koch-Institut hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Morgen mit 275.927 angegeben - ein Plus von 1769 seit dem Vortag. Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI 9409 Todesfälle und damit 13 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen lag laut RKI bei etwa 245.400.