Mitarbeiterin eines Pubs in Soho putzt den Tresen | FACUNDO ARRIZABALAGA/EPA-EFE/Shu
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Liveblog zum Nachlesen ++ Pubs in England dürfen wieder öffnen ++

Stand: 03.07.2020 22:18 Uhr

US-Behörden melden 53.301 weitere Infektionen. Nach mehr als drei Monaten öffnen in England ab Samstag wieder Hotels, Bars, Restaurants und Pubs. Japan meldet den höchsten Tagesanstieg seit zwei Monaten. Der Liveblog zum Nachlesen.

  • Pubs und Restaurants in England öffnen wieder
  • Zahl der Neuinfektionen im Kreis Gütersloh steigt wieder
  • Japan: Höchster Tagesanstieg seit zwei Monaten
  • Lateinamerika überholt Europa bei Zahl der Infektionen
  • Krise verschärft soziale Ungleichheit in Italien
  • Spanien legt neues Hilfspaket von 50 Milliarden Euro auf
3.7.2020 • 22:18 Uhr

Das war’s für heute

Damit schließen wir den Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse.

3.7.2020 • 20:51 Uhr

Air France will mehr als 7500 Stellen abbauen

Die Fluggesellschaft Air France will bis Ende 2022 wegen der Luftfahrtkrise rund 7500 Stellen streichen. Das betreffe 6560 Stellen bei Air France selbst, teilte die Airline am Freitagabend mit. US-Behörden melden 53.301 weitere Infektionen. Nach mehr als drei Monaten öffnen in England ab Samstag wieder Hotels, Bars, Restaurants und Pubs. Japan meldet den höchsten Tagesanstieg seit zwei Monaten. Der Liveblog zum Nachlesen.

3.7.2020 • 20:48 Uhr

US-Behörden melden 53.301 weitere Infektionen

Die Zahl der Infektionen in den USA ist nach Angaben der Zentren für Seuchenkontrolle (CDC) um 53.301 auf 2,732 Millionen gestiegen. Zudem seien 624 weitere Todesfälle und damit insgesamt 128.648 verzeichnet worden.

3.7.2020 • 20:46 Uhr

Bolsonaro billigt abgeschwächte Form der Maskenpflicht

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit verabschiedet, allerdings in abgeschwächter Form. Bürgerinnen und Bürger sollen einen Mund- und Nasenschutz demnach auf Straßen und in Bussen und Bahnen tragen. Aber Bolsonaro legte sein Veto gegen eine Maskenpflicht in Kirchen, Schulen, Geschäften und Produktionshallen ein.

Er entschied sich außerdem gegen eine Verordnung, die seine Regierung verpflichtet hätte, Masken an schutzbedürftige Gruppen auszuhändigen und Gleiches von Unternehmen für ihre Mitarbeiter verlangt hätte.

Bolsonaro |

Bolsonaro legte sein Veto gegen eine Maskenpflicht in Kirchen, Schulen, Geschäften und Produktionshallen ein.

3.7.2020 • 20:15 Uhr

WHO erwartet einen langen Kampf gegen Covid-19

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellt sich auf eine langanhaltende Bedrohung der Menschheit durch die Krankheit Covid-19 ein. Ein fortdauerndes Niveau der neuen Corona-Krankheit in Ländern sei zu erwarten, sagte der WHO-Notfalldirektor Mike Ryan in Genf.

Die jetzt auftretende Häufung von neuen bestätigten Corona-Fällen sei nicht die befürchtete zweite Welle, sondern die zweite Spitze in der ersten Welle, sagte Ryan. Er stellte klar, dass die Staaten die Krankheit so weit wie möglich zurückdrängen müssten. Die Länder müssten immer wieder mit dem Aufflackern von Covid-19 rechnen.

3.7.2020 • 19:56 Uhr

Frankreich Justiz untersucht Corona-Politik des Ex-Premiers

Die französische Justiz hat eine Untersuchung gegen den zurückgetretenen Premierminister Edouard Philippe und zwei ehemalige Minister wegen ihres Umgangs mit der Corona-Pandemie eingeleitet. Wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte, waren zuvor neun Beschwerden gegen die Regierungsmitglieder für zulässig erklärt worden. Die Vorwürfe richten sich neben Philippe auch gegen die ehemaligen Gesundheitsminister Agnes Buzyn und ihren Nachfolger Olivier Véran. Die Untersuchung wird vom Gerichtshof der Republik (CJR) geführt. 

3.7.2020 • 19:46 Uhr

Pubs und Restaurants in England öffnen wieder

Nach mehr als drei Monaten Schließung wegen der Corona-Epidemie öffnen ab Samstag Hotels, Bars, Restaurants und vor allem die beliebten Pubs in England wieder. Damit Restaurants und Kneipen die nach wie vor geltenden Abstandsregeln und andere Corona-Auflagen erfüllen können, hatte die britische Regierung im Vorfeld die Lizenzerteilung für den Verkauf von Getränken und Essen im Freien vereinfacht. So dürfen Kunden unter anderem auch auf den Parkplätzen bedient werden.

3.7.2020 • 17:23 Uhr

Zahl der Neuinfektionen im Kreis Gütersloh steigt wieder

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies ist im Kreis Gütersloh die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner wieder leicht gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 76,6. Am Vortag lag dieser Wert bei 76,4, am Mittwoch bei 78,0. Zum Höhepunkt des Corona-Ausbruchs bei Tönnies betrug der Wert vor eineinhalb Wochen 270,2.

3.7.2020 • 17:04 Uhr

Japan: Höchster Tagesanstieg seit zwei Monaten

In Japan wächst die Angst vor einer neuen Infektionswelle. Das Land hat mit 209 Fällen den höchsten Tagesanstieg an Corona-Neuinfektionen seit zwei Monaten erlebt, wie die Behörden meldeten. Darunter fallen auch 124 Fälle allein in Tokio, ebenfalls der höchste Anstieg an Neuinfektionen binnen 24 Stunden für die Hauptstadt seit Anfang Mai.

3.7.2020 • 17:04 Uhr

Mehr als 48.000 neue Fälle in Brasilien

Das von der Pandemie stark betroffene Brasilien hat mit mehr als 48.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden einen der höchsten Tageswerte registriert. Damit haben sich fast 1,5 Millionen Menschen mit dem Virus angesteckt, wie das Gesundheitsministerium in Brasília mitteilte. 1252 Tote wurden zwischen Mittwochabend und Donnerstagabend erfasst, 61.884 Patienten sind in dem größten und bevölkerungsreichsten Land in Lateinamerika bislang gestorben.

Eine Klinik im Maracana-Stadion von Rio de Janeiro | Rogerio Santana HANDOUT/EPA-EFE/

Eine Klinik im Maracana-Stadion von Rio de Janeiro. Bild: Rogerio Santana HANDOUT/EPA-EFE/

3.7.2020 • 16:45 Uhr

Lateinamerika überholt Europa bei Zahl der Infektionen

Erstmals seit Beginn der Pandemie hat Lateinamerika bei der Zahl der Corona-Infektionen Europa überholt. Nach einer Zählung von AFP meldeten die südamerikanischen Behörden insgesamt 2,73 Millionen Fälle und Europa knapp 2,7 Millionen Fälle. Mit mehr als 2,8 Millionen Fällen, davon allein über 2,7 Millionen in den USA, ist Nordamerika weiterhin am härtesten von der Pandemie betroffen. Weltweit stieg die Zahl der Infizierten auf fast 10,9 Millionen und die Zahl der Toten auf mindestens 521.000.

3.7.2020 • 16:08 Uhr

Krise verschärft soziale Ungleichheit in Italien

Die Pandemie in Italien hat nach Angaben des nationalen Statistikamts Istat die soziale Ungleichheit erheblich verstärkt. So hätten Menschen mit geringerem Bildungsniveau ein signifikant höheres Todesrisiko, heißt es in dem veröffentlichten Istat-Jahresbericht 2020. "Die Epidemie hat die am stärksten gefährdeten Gruppen am meisten getroffen und die erheblichen Ungleichheiten verschärft, von denen unser Land geprägt ist", lautet das Fazit.

In wirtschaftlicher Hinsicht habe der monatelange Lockdown vor allem jenen geschadet, die ohnehin schon in prekären Verhältnissen gelebt hätten: Gelegenheits- und Saisonarbeiter, unfreiwillig Teilzeitbeschäftigte und andere Personen ohne ausreichende soziale Absicherung.

3.7.2020 • 15:58 Uhr

Bundesrat für Gutschein-Lösung bei Pauschalreisen

Die Übergangsregelung für in der Corona-Krise geplatzte Pauschalreisen hat die letzte Hürde genommen. Einen Tag nach dem Bundestag stimmte auch der Bundesrat den Neuerungen zu. Demnach können Reiseveranstalter ihren Kunden einen Gutschein anbieten. Diese können aber auch auf einer Rückzahlung ihres Geldes beharren.

Eine ursprünglich geplante Gutscheinpflicht war am Widerstand der EU-Kommission gescheitert. Verbraucher, die ihre Pauschalreise vor dem 8. März gebucht haben, können freiwillig einen Gutschein wählen, dessen Wert auch dann staatlich abgesichert ist, wenn Anbieter Pleite gehen.

3.7.2020 • 15:39 Uhr

Spanien: Neues 50-Milliarden-Hilfspaket

Die linke spanische Regierung hat ein weiteres Hilfspaket im Umfang von 50 Milliarden Euro zur Ankurbelung der von der Corona-Krise gebeutelten Wirtschaft des Landes aufgelegt. 40 Milliarden seien als staatliche Kreditgarantien vorgesehen, um Investitionen in umweltgerechte Techniken sowie die Digitalisierung zu fördern, meldete die Nachrichtenagentur Europa Press. Ein Fonds mit zehn Milliarden Euro solle Unternehmen unter die Arme greifen, die wegen Corona in Zahlungsschwierigkeiten geraten.

Bereits im März hatte die Regierung 100 Milliarden Euro zur Dämpfung des wirtschaftlichen Absturzes während der Corona-Krise bereitgestellt. Davon sind Medienberichten zufolge bisher 78 Milliarden in Anspruch genommen worden.

3.7.2020 • 15:27 Uhr

Weniger Kinder in Italien wegen Corona?

Das einst so kinderreiche Italien befürchtet, dass durch die Corona-Krise die ohnehin niedrige Zahl der Geburten weiter sinken wird. Als Gründe nennen Experten das aktuell oft unsichere Lebensgefühl, Arbeitslosigkeit und Zukunftsängste wegen der Wirtschaftskrise. Im Jahresbericht der Statistikbehörde heißt es: "Der rasche Rückgang der Geburtenrate könnte sich in der Zeit nach Covid-19 noch weiter beschleunigen." Schon in den vergangenen Jahren gab es in dem Mittelmeerland oft sehr niedrige Babyraten. Derzeit gehen die Fachleute von einer Zahl von im Schnitt 1,3 Kindern pro Frau aus. In Deutschland liegt die Rate bei über 1,5 Kindern.

3.7.2020 • 15:11 Uhr

Proteste in Chile gegen Ausgangssperren

In der chilenischen Hauptstadt Santiago haben Menschen an verschiedenen Orten gegen die seit Wochen andauernde Ausgangssperre zur Eindämmung der Corona-Pandemie protestiert. In der Nacht auf Freitag (Ortszeit) errichteten sie Barrikaden und steckten einen Bus in Brand, wie der Radiosender Cooperativa berichtete. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein und feuerte Tränengas in die Menge. Auch Schüsse sollen gefallen sein.

Der Großraum Santiago steht seit Wochen unter Quarantäne, viele Menschen können deshalb ihrer Arbeit nicht nachgehen. Immer wieder gehen vor allem Bewohner ärmerer Viertel wegen der schwierigen wirtschaftlichen und sozialen Lage in der Corona-Krise auf die Straße. Zuletzt wurde die Ausgangssperre noch einmal verlängert.

Chile ist nach Brasilien und Peru in Südamerika am stärksten von der Krankheit betroffen, es gibt 284.541 nachgewiesene Fälle, viele Krankenhäuser haben ihre Belastungsgrenze bereits erreicht.

3.7.2020 • 15:06 Uhr

14 Corona-Fälle in Braunschweiger Aufnahmebehörde

In einer Gruppe von Spätaussiedlern aus Kasachstan hat es erneut mehrere Corona-Fälle gegeben. 14 Neuankömmlinge aus einer 45-köpfigen Reisegruppe seien positiv getestet worden, teilte die Landesaufnahmebehörde in Braunschweig mit. Die gesamte Gruppe werde in Separierung genommen, so die Sprecherin der Behörde. Es sei nicht ausgeschlossen, dass es nach dem Flug und der anschließenden Busreise weitere Fälle geben könnte.

Eigentlich werden Spätaussiedler nach ihrer Ankunft in Deutschland in das Grenzdurchgangslager Friedland gebracht. Dort wurde nach mehreren Corona-Fälle ein Aufnahmestopp ausgerufen. Bis zum heutigen Tag hatten sich in Friedland 62 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

3.7.2020 • 14:57 Uhr

Größere Veranstaltungen in Niedersachsen erlaubt

Die erlaubte Teilnehmerzahl für Veranstaltungen in Niedersachsen wird zum 6. Juli von 250 auf 500 angehoben. Das teilte die Landesregierung mit. Andere Bundesländer hätten schon jetzt eine höhere Obergrenze, ohne dass es zu größeren Corona-Ausbrüchen gekommen sei, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen. "Deshalb wird auch Niedersachsen jetzt etwas mutiger."

Das Land wolle aber vorsichtig und umsichtig vorgehen. Voraussetzung für die Veranstaltungen ist weiterhin, dass die Zuschauer mindestens eineinhalb Meter Abstand zu anderen Gästen einhalten, wenn sie nicht zu einer gemeinsamen Gruppe von maximal zehn Personen gehören. Außerdem müssen die Gäste drinnen einen Mund-Nase-Schutz tragen und Sitzplätze einnehmen. Neu ist, dass sie den Mundschutz am Sitzplatz ablegen dürfen. Das sei vor allem für Kinos wichtig, für die der Verkauf von Popcorn, Cola und Eis wirtschaftlich besonders relevant sei, sagte der Referatsleiter für Recht und Verfassung der Staatskanzlei.

3.7.2020 • 14:51 Uhr

Bundesrat: Corona-Meldepflicht für Haustiere

Hunde, Katze oder Goldhamster, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, müssen künftig den Behörden gemeldet werden. Einer entsprechenden Verordnung stimmte der Bundesrat zu. Ziel ist, dass die Ansteckung von Haustieren besser erforscht werden kann. Die Tierärzte übernehmen die Meldung bei den zuständigen Veterinärämtern.

Bisher ist nur bekannt, dass sich Tiere, vor allem Katzen, mit dem Virus anstecken können. Es gibt aber keine Hinweise, dass sie die Krankheit auch an ihre Halter weitergeben. Eine Pflicht, mit Hund oder Katze bei einem Verdacht zum Tierarzt zu gehen, gibt es nicht. Nur, wenn ein Veterinäramt den Test anordnet, werden die Kosten übernommen. Wer sein Haustier freiwillig testen lassen will, muss das selbst bezahlen.

3.7.2020 • 14:49 Uhr

Statistisches Bundesamt: Keine Übersterblichkeit mehr

Die Zahl der Sterbefälle in Deutschland hat sich nach einer zeitweiligen Erhöhung im April wieder normalisiert. Laut der Auswertung des Statistischen Bundesamtes liegen die vorläufigen Zahlen nun bis zum 7. Juni vor. Der Behörde zufolge bewegen sich die Sterbefallzahlen seit Anfang Mai "wieder im Bereich des Durchschnitts der Vorjahre oder etwas darunter".

3.7.2020 • 14:42 Uhr

Tönnies-Werk bleibt bis 17. Juli geschlossen

Wegen des großflächigen Corona-Ausbruchs bei Tönnies bleibt die Fabrik in Rheda-Wiedenbrück bis zum 17. Juli geschlossen. Dieses Datum entspricht der für die Arbeiter vom Land angeordneten Quarantäne-Verfügung.

In der Nacht war die bisherige gültige Schließungsverfügung ausgelaufen. Laut Mitteilung kann Tönnies auf Antrag einzelne Betriebsschließungen oder Betretungsverbote am Standort Rheda-Wiedenbrück auch vor Ablauf der neuen Frist aufheben lassen. Voraussetzung ist ein Konzept zum Gesundheits- und Arbeitsschutz, dass den Vorgaben der Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen entspricht.

3.7.2020 • 14:38 Uhr

"Fake-Reise" in Taipeh

Einchecken ohne Abfliegen: Auf dem Flughafen von Taipeh haben laut einem Bericht der taiwanische Nachrichtenagentur CNA 60 Menschen eine "Fake-Reise" angetreten. Nach dem Einchecken erhielten sie Bordkarten und passierten Sicherheitskontrolle und Zoll, bevor sie in einen Airbus A330 von Taiwans größter Fluggesellschaft China Airlines stiegen, wo sie von Flugbegleitern, die Gesichtsmasken trugen, begrüßt wurden. Allerdings hob der Flieger nicht ab. Stattdessen gab es ein gemeinsames Essen in einem der Flughafenrestaurants.

Der Flughafen Songshan nutzte die Trockenübung, um seine neuen Corona-Sicherheitskontrollpunkte zu demonstrieren und um auf die abgeschlossenen Renovierungsarbeiten aufmerksam zu machen. Wie an vielen Orten auf der Welt gelten in Taiwan seit Monaten wegen der Corona-Pandemie strenge Reisebeschränkungen.

3.7.2020 • 14:17 Uhr

Knapp 24 Milliarden Euro Kosten für Kurzarbeit

Die millionenfache Kurzarbeit als Folge der Coronavirus-Krise wird die Bundesagentur für Arbeit (BA) nach eigener Einschätzung in diesem Jahr knapp 23,9 Milliarden Euro kosten. Dies geht aus einer Beratungsunterlage für die Sitzung des Verwaltungsrates der Behörde hervor, die Reuters einsehen konnte.

Für das Gesamtjahr bleibt die BA bei ihrem Finanzszenario, das von einem Defizit im BA-Haushalt von 30,5 Milliarden Euro ausgeht. Ihre Reserven von 25,8 Milliarden Euro würden aufgezehrt und ein Darlehen des Bundes in Höhe von 4,7 Milliarden Euro nötig.

Nach vorläufigen BA-Daten erhielten im April 6,83 Millionen Beschäftigte Kurzarbeitergeld. Um für die Kosten gewappnet zu sein, gab das Gremium grünes Licht für zusätzliche überplanmäßige Ausgaben von 13,65 Milliarden Euro. Gut die Hälfte davon ist als Kurzarbeitergeld eingeplant, fast genauso viel für die Erstattung der Sozialbeiträge an die Arbeitgeber.

3.7.2020 • 13:38 Uhr

Verschärfte Maßnahmen in Belgrad

Nach einem starken Anstieg der Infektionszahlen hat die serbische Regierung für die Hauptstadt Belgrad Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus verhängt. So gilt nunmehr Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften und Ämtern. Zuwiderhandelnde können mit Geldstrafen bis 5000 Dinar (42 Euro) belegt werden.

Gaststätten, Cafés und Clubs müssen spätestens um 23 Uhr schließen. Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind nur mehr noch mit bis zu 100 Teilnehmern, im Freien mit bis zu 500 Teilnehmern erlaubt. Ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern ist einzuhalten.

Serbien hatte am Vortag 359 neue Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 verzeichnet. Vier Fünftel der Fälle ereigneten sich im Großraum Belgrad.

3.7.2020 • 13:33 Uhr

Studie zur Virus-Übertragung: Singen mit Abstand und Dauerlüften

Um die Übertragung des Coronavirus beim Singen zu vermeiden, sollten Chorsänger einer Studie zufolge reichlich Abstand zueinander halten und den Probenraum ständig lüften. Beim Singen können sogenannte Aerosole, also Gemische aus festen oder flüssigen Schwebeteilchen bis zu eineinhalb Meter nach vorne ausgestoßen werden. Dies haben Wissenschaftler der Universitätskliniken München und Erlangen in einer Versuchsreihe mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks (BR) entdeckt.

Bei Chorproben sei wegen der bis zu eineinhalb Metern weit ausgestoßenen Aerosol-Wolken nach vorne ein Abstand von mindestens zwei Metern zu empfehlen, sagte Matthias Echternach von der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU). Zur Seite hin seien deutlich geringere Reichweiten der Aerosole gemessen worden, sodass hier Abstände von etwa eineinhalb Metern ausreichend seien.

In jedem Fall sei aber die permanente Zufuhr von Frischluft wichtig, "um die Aerosole aus der Luft zu entfernen", betonte Echternach.

3.7.2020 • 13:30 Uhr

Vielversprechendes Corona-Medikament zugelassen

Der Wirkstoff Remdesivir wird in Europa unter Auflagen als erstes Mittel zur Therapie von Covid-19 zugelassen. Das gab die EU-Kommission bekannt. Es gehe darum, "einen ungedeckten medizinischen Bedarf" im Zusammenhang mit der Pandemie zu decken.

3.7.2020 • 13:22 Uhr

Corona-Erholung? Mehr Kegelrobben in der Nordsee gesichtet

In der Nordsee gibt es wieder mehr Kegelrobben. Nach Angaben des Wattenmeer-Sekretariats in Wilhelmshaven wurde bei den routinemäßigen Zählflügen im Frühjahr ein ungewöhnlich deutlicher Zuwachs bemerkt. Noch ist unklar, ob die Erholung der Population mit den Corona-Beschränkungen zusammenhängt.

kegelrobbe im Greifswalder Bodden | dpa

Auch an der deutschen Ostseeküste wurden in diesem Jahr vermehrt Kegelrobben gesichtet. Bild: dpa

Während der übliche jährliche Zuwachs an Tieren von Frühjahr zu Frühjahr bei etwa neun Prozent liegt, erhöhte sich die Zahl der Sichtungen an den Küsten der Nordsee in diesem Jahr um 17 Prozent auf rund 7650.

Wie das Wattenmeer-Sekretariat mitteilte, könnte dies darauf zurückzuführen sein, dass sich die Kegelrobben durch den Rückgang touristischer und anderer menschlicher Aktivitäten in der Corona-Pandemie weniger gestört fühlen und daher in größerer Zahl auf Stränden und Sandbänken zu beobachten waren. Gesichert ist das aber nicht. Weitere Nachforschungen seien notwendig, hieß es dazu.

3.7.2020 • 13:05 Uhr

Zwischenbilanz für die Corona-Warn-App

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, dass bislang rund 300 Covid-19-Infektionen über die deutsche Corona-Warn-App gemeldet wurden. Das sagte der CDU-Politiker dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Spahn bezieht sich dabei auf "die Zahl der Verschlüsselungscodes", die von der zugehörigen Telefon-Hotline ausgegeben wurden. "Mehr wissen wir aus Datenschutzgründen nicht", sagte Spahn.

Die App wurde nach aktuellen Angaben des Robert Koch-Instituts inzwischen 14,6 Millionen Mal auf Smartphones geladen. Das sei häufiger als ähnliche Apps in allen anderen EU-Ländern zusammen, sagte Spahn. Allerdings warnte der Minister davor, die neue Anwendung zu überschätzen. "Die App ist ein Werkzeug von vielen, um neue Ausbrüche einzudämmen. Sie ist kein Allheilmittel. Wir müssen trotzdem weiter aufeinander achtgeben, Abstand halten, Alltagsmaske tragen, Hygieneregeln einhalten."

3.7.2020 • 11:39 Uhr

Sexarbeiterinnen demonstrieren gegen Auflagen

Protest mit Sexpuppen: Mehrere Dutzend Sexarbeiterinnen haben vor dem Bundesrat für eine Wiedereröffnung der Bordelle in der Corona-Pandemie demonstriert. Die Branche werde in die Illegalität getrieben, hieß es auf Transparenten. Die Sexarbeiterbranche brauche mehr finanzielle Unterstützung.

Prostituierte haben seit Mitte März Arbeitsverbot. Dass es keine Lockerungen gebe, sei sowohl für den Berufsverband der Sexarbeiter als auch für Bordellbetreiber unverständlich, hieß es in einer Erklärung. Andere Branchen mit körpernahen Dienstleistungen wie Massagesalons, Tantrainstitute, Tattooläden oder Saunen dürften wieder öffnen. Auch für Sexarbeit seien in Zusammenarbeit mit Gesundheitsämtern bereits Hygienekonzepte erarbeitet worden.

Nachbarländer wie Österreich haben Sexarbeit inzwischen wieder erlaubt - aber nur mit Maske. Auch in Deutschland prüfen einzelne Bundesländer bereits Möglichkeiten für Lockerungen, darunter Thüringen.

Teilnehmer einer Protestaktion für die Öffnung von Prostitutionsstätten stehen nahe des Bundesrates auf einem Bürgersteig und halten Regeschirme, Protestschilder und ein Banner mit der Aufschrift "Öffnet die Bordelle jetzt!" | dpa

Bordelle sind seit Mitte März aufgrund der Maßnahmen zu Eindämmung des Coronavirus weiterhin geschlossen.  Bild: dpa

3.7.2020 • 11:34 Uhr

Johnson: "Lasst es uns nicht vermasseln!"

Der britische Premierminister Boris Johnson hat die Briten zu verantwortungsbewusstem Verhalten gemahnt, wenn am Wochenende zum ersten Mal seit Monaten Kneipen und Pubs wieder öffnen. Das Schlimmste sei überstanden, trotzdem solle ein neuer Ausbruch des Coronavirus vermieden werden, betonte er. "Meine Botschaft lautet: Lasst es uns jetzt nicht vermasseln, Leute, wir haben bisher fantastische Arbeit geleistet, um diese Krankheit in den Griff zu bekommen", sagte Johnson dem Hörfunksender LBC.

3.7.2020 • 10:52 Uhr

Neuer Corona-Höchststand in den USA

Die USA verzeichnen laut Zahlen der Johns-Hopkins-Universität den dritten Tag in Folge einen neuen Höchststand bei den Corona-Neuinfektionen. Rund 53.069 Menschen sind demnach Donnerstag positiv auf das Virus getestet worden. Die Nachrichtenagentur Reuters meldet sogar mehr als 55.000 Fälle. Erst tags zuvor hatten die USA erstmals die Grenze von täglich 50.000 Neuinfektionen überschritten. Noch Mitte Juni waren rund halb so viele Fälle gemeldet worden.

Insbesondere die südlichen Bundesstaaten sind derzeit von der Pandemie betroffen. Allein in Florida wurden mehr als 10.000 Menschen in den vergangenen 24 Stunden positiv auf Covid-19 getestet. Es handelt sich um den bislang größten Anstieg aller Bundesstaaten an einem Tag. Florida mit 21 Millionen Einwohnern hat täglich mehr neue Coronavirus-Fälle gemeldet als jedes europäische Land auf dem Höhepunkt seines Ausbruchs.

Der Gouverneur des US-Bundesstaates Texas führt eine Maskenpflicht ein. Diese gelte für alle Bezirke mit über 20 Fällen, kündigte der Republikaner Greg Abbott an. Das betrifft etwa zwei Drittel der 254 Countys in Texas.

3.7.2020 • 10:07 Uhr

Streit um Versicherungsleistungen landet oft vor Gericht

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie beschäftigen nach einem Zeitungsbericht zunehmend die Gerichte. Bundesweit mehren sich Klagen von Unternehmen auf Versicherungsleistungen, wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" auf Grundlage einer Umfrage bei zwei Dutzend Landgerichten berichtete. Demnach sind bei den zuständigen Kammern bislang rund 80 entsprechende Klagen eingegangen. Unter den Klägern seien Betreiber von Cafés, Restaurants, Hotels sowie Diskotheken und Kinos.  Hintergrund für die Klagen sind Auseinandersetzungen um mögliche Versicherungsleistungen infolge der von den Behörden verordneten Schließungen und Beschränkungen. Dabei geht es dem Bericht zufolge vor allem um die unterschiedliche Auslegung von abgeschlossenen Betriebsausfallversicherungen. Die Streitwerte gingen bis in den sechsstelligen Bereich.

3.7.2020 • 10:06 Uhr

RKI: Bis zu 40 Prozent weniger Fälle in Notaufnahmen

Die Zahl der Fälle in den Notaufnahmen ist während der Corona-Pandemie seit Mitte März um bis zu 40 Prozent gesunken. Das berichtete das Robert-Koch-Institut (RKI) in seinem aktuellen Epidemiologischen Bulletin. Parallel dazu begannen in Deutschland umfassende Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie. Anschließend stieg die Zahl der Fälle in den Notaufnahmen bis Mitte Juni wieder langsam an, erreichte aber noch längst nicht das Niveau von vor der Corona-Krise.

Die Daten stammen demnach aus zehn Notaufnahmen in Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Sachsen und Schleswig-Holstein, die kontinuierlich Daten übermittelten. Ähnliche Trends zeigten sich den Angaben zufolge auch in anderen Ländern und Regionen wie in den USA, in England und Wales. Die Veränderungen können dem RKI zufolge neben einem tatsächlichem Rückgang auch andere Ursachen haben, zum Beispiel Strukturänderungen, wenn etwa eine Corona-Ambulanz in oder außerhalb der Notaufnahme eingerichtet wurde.

Andere Studien berichteten von einem deutlichen Rückgang der Facharztbesuche und Krankenhausbehandlungen in Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie. Für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs etwa verzeichneten Fachärzte laut Umfragen einen Rückgang der Patientenzahlen um bis zu 50 Prozent. Ärzte berichteten, dass die Zahl der Patienten mit Schlaganfällen oder Herzinfarkten stark zurückging.

3.7.2020 • 10:03 Uhr

Bestellungen im Maschinenbau brechen weiter weg

Deutschlands Maschinenbauer hängen weiter im Corona-Tief fest. Der kräftige Rückgang der Auftragseingänge hat sich im Mai fortgesetzt, wie der Branchenverband VDMA berichtete. Der Orderwert lag 28 Prozent unter dem Vorjahresmonat nach minus 31 Prozent im April.

Die große Verunsicherung der Kunden habe sich in den beiden Monaten in aller Deutlichkeit bemerkbar gemacht, erklärte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Die Inlandsnachfrage schrumpfte im Mai um 23 Prozent, die Aufträge aus dem Ausland gingen um 31 Prozent zurück. "Immerhin: Ein noch stärkerer Einbruch blieb unseren Betrieben zumindest bislang erspart", sagte Wiechers. Zwischenzeitlich hätten sich die geschäftlichen Erwartungen der Unternehmen etwas erholt. Es sei aber nach wie vor nicht abzuschätzen, wann sich die Lage entspannt.

Auch im weniger schwankungsanfälligen Drei-Monats-Zeitraum März bis Mai 2020 zeigt sich der Corona-Knick deutlich. Der preisbereinigte Auftragseingang sank um 22 Prozent zum Vorjahr. Aus dem Inland kamen 16 Prozent weniger Bestellungen, die Auslandsaufträge blieben um 25 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraumes.

3.7.2020 • 08:57 Uhr

Mehr als 10.000 Indigene in Brasilien infiziert

In Brasilien sind laut der Indigenenvereinigung Apib 10.341 Indigene mit dem Coronavirus infiziert. 408 Indigene seien bereits gestorben, berichten brasilianische Medien. Binnen eines Monats ist die Zahl der Infizierten damit um 500 Prozent gestiegen. Die staatliche Indigenen-Gesundheitsbehörde Sesai nennt niedrigere Zahlen; sie zählt in Städten lebende Indigene nicht mit.

Derzeit am stärksten betroffen ist den Apib-Angaben zufolge das Volk der Xavante. Zwischen 25. Juni und 2. Juli seien 31 Indigene dieses Volkes gestorben. Laut einer Untersuchung der Bundesuniversität im südbrasilianischen Pelotes weisen Indigene eine fünfmal höhere Infektionswahrscheinlichkeit auf als Weiße.

Unterdessen hat die Staatsanwaltschaft im nördlichen Teilstaat Roraima am Donnerstag Ermittlungen gegen Angehörige der Streitkräfte und Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums eingeleitet. Sie sollen ohne Genehmigung und vorherige Quarantäne die Indigenengebiete Raposa Serra do Sol und Terra Indigena Yanomami betreten und dort Indigene mit dem Malariamittel Chloroquin behandelt haben. Der Einsatz des Mittels gegen Covid-19 ist unter Experten umstritten. Die Indigenen hatten sich zudem in freiwilliger Isolierung befunden.

3.7.2020 • 08:37 Uhr

Corona-Fallzahlen in Israel steigen wieder

Israel war in den Monaten März und April vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen. Inzwischen steigen die Infektionszahlen jedoch wieder. Premier Netanyahu hielt sich lange zurück. Nun schlug er erneut einen Haken in seinem Zickzackkurs, berichtet Benjamin Hammer.

3.7.2020 • 07:41 Uhr

Nordkorea: Kim Jong Un fordert "maximale Alarmstellung"

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hat die Bevölkerung seines Landes aufgerufen, wegen der Corona-Pandemie "in maximaler Alarmstellung" zu bleiben. Wie Kathrin Erdmann, ARD-Korrespondentin für Ostasien, berichtet, soll Kim bei einer Sitzung des Politbüros gefordert haben, im Kampf gegen das Coronavirus nicht nachzulassen. In den vergangenen sechs Monaten, so zitiert ihn die staatliche Nachrichtenagentur KCNA, sei es gelungen, das Virus fernzuhalten und die Situation im eigenen Land stabil zu halten. Eine schnelle Lockerung könne eine "unvorstellbare und unwiederbringliche Krise in allen Bereichen nach sich ziehen".

Nordkorea hatte bisher stets behauptet, es habe keine Corona-Infektionen. Bereits im Januar hatte das Land seine Grenzen geschlossen. Langsam läuft der Warenaustausch mit China offenbar wieder an, wie Satellitenbilder zeigen.

3.7.2020 • 07:27 Uhr

Indien erreicht Tageshöchstwert und öffnet Sehenswürdigkeiten

In Indien hat die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit 20.903 einen neuen Höchstwert erreicht. Die Zahl der Infektionen seit Ausbruch der Pandemie steigt damit insgesamt 625.544. Nur die USA, Brasilien und Russland haben mehr Infizierte. Nach Angaben des indischen Gesundheitsministeriums starben binnen eines Tages 379 Menschen, womit die Gesamtzahl der mit dem Coronavirus Verstorbenen bei 18.213 liegt.

Dessen ungeachtet beschloss das Kulturministerium, alle Denkmäler wieder zu öffnen, darunter auch das Taj Mahal. Nach zweimonatigen Beschränkungen traten in weiten Teilen Indiens Lockerungen in Kraft.

3.7.2020 • 05:12 Uhr

RKI: Zahl der Neuinfektionen steigt um 446

Die Zahl der bestätigten Infektionen in Deutschland steigt um 446 auf 195.674, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle steigt um neun auf 9003.

3.7.2020 • 02:08 Uhr

London lockert Pandemie-Vorschriften

Die britische Regierung hebt Quarantäne-Vorschriften für England ab dem 10. Juli auf. Dies gelte unter anderem für Reisende aus Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien, teilt das Verkehrsministerium mit. Eine vollständige Liste der Länder, für die die Lockerungen gelten sollen, soll im Tagesverlauf veröffentlicht werden. Bislang müssen nach England Einreisende für 14 Tage in Quarantäne - eine Regelung, die insbesondere von der Luftfahrt- und Tourismusbranche scharf kritisiert wurde.

Am Samstag will die Londoner Regierung zudem etliche Länder von der Reisewarnung für britische Bürger ausnehmen. Damit soll Urlaubern wieder Ferien im Ausland ermöglicht werden. Verkehrsminister Grant Shapps bezeichnete die Lockerungen als "gute Neuigkeiten für das britische Volk und gute Neuigkeiten für britische Unternehmen". Doch betonte er, dass die Regierung die Quarantäneregeln für Länder, "mit denen wir uns wieder verbinden", erneut einführen könnte.

Die Änderungen gelten nur für England - ein Hinweis auf die Spannungen zwischen der Regierung von Premierminister Boris Johnson und den halbautonomen Verwaltungen im Rest des Vereinigten Königreichs: Schottland, Wales und Nordirland.

3.7.2020 • 01:30 Uhr

WHO: Tausende medizinische Fachkräfte in Afrika infiziert

Die Corona-Krise setzt medizinischen Fachkräften in Afrika laut der Weltgesundheitsorganisation massiv zu. Mehr als 6000 Ärzte und Pfleger in 38 Ländern des WHO-Einsatzgebiets auf dem Kontinent hätten sich seit Beginn der Pandemie angesteckt, teilte die Organisation mit. In der südafrikanischen Provinz Gauteng - einem Brennpunkt des Ausbruchs - sind bereits Hunderte medizinische Fachkräfte betroffen. Neben Johannesburg liegt auch die Hauptstadt Pretoria in Gauteng. In ganz Südafrika haben sich mehr als 2000 Mitarbeiter des Gesundheitswesens infiziert. In Nigeria sind fast 1000 erkrankt. In mehreren Ländern auf dem Kontinent haben sich schon mehr als zehn Prozent der medizinischen Fachkräfte mit dem Coronavirus angesteckt: Guinea-Bissau, Sierra Leone, Niger, Mosambik und Burundi.

3.7.2020 • 01:17 Uhr

Arthritis-Mittel fällt bei Covid-19-Studie durch

Das Arthritis-Medikament Kevzara von Sanofi und Regeneron ist bei Tests in den USA zur Behandlung von Covid-19-Patienten durchgefallen. Die Hauptziele der Studie seien nicht erreicht worden, teilen beide Pharmakonzerne mit. Eine separate Studie außerhalb der USA laufe noch. Auch der Schweizer Pharmakonzern Roche testet seine Arthritis-Arznei Actemra zur Behandlung von schweren Lungenentzündungen bei Coronavirus-Patienten.

3.7.2020 • 01:09 Uhr

Portugiesischer Staat übernimmt Kontrolle bei Airline TAP

Ähnlich wie der Bund bei der Lufthansa springt auch der portugiesische Staat als Retter bei der nationalen Fluglinie TAP Air Portugal ein. Er übernehme die Kontrolle über die wegen der Corona-Pandemie schwer angeschlagene Fluggesellschaft, sagte Finanzminister João Leão. Mit den privaten Aktionären sei ein Abkommen zur Erhöhung des Staatsanteils am Aktienkapital der traditionsreichen Airline von bisher 50 auf 72,5 Prozent vereinbart worden.

Der Vereinbarung zufolge reduziert sich der Anteil des Konzerns Atlantic Gateway Medienberichten zufolge von bisher 45 auf 22,5 Prozent. Dafür zahlt der Staat 55 Millionen Euro, sagte Leão. Fünf Prozent des Aktienkapitals werden weiterhin von Mitarbeitern gehalten. Infrastrukturminister Santos hatte kürzlich bekräftigt: «TAP ist für Portugal zu wichtig, als dass das Land sich den Luxus leisten könnte, das Unternehmen zu verlieren.» Immerhin kämen 60 Prozent der Touristen mit der nationalen Airline ins Land.