Kontrollen an der spanisch-portugiesischen Grenze (Archiv) | AFP
Liveblog

Corona-Pandemie ++ Portugal schließt Grenze zu Spanien ++

Stand: 28.01.2021 22:19 Uhr

Portugal hat wegen extrem hoher Corona-Infektionszahlen die Schließung der Grenze zu Spanien angeordnet. Der Pharmakonzern AstraZeneca will den Impfstoff-Vertrag mit der EU veröffentlichen. Alle Entwicklungen vom Donnerstag zum Nachlesen.

  • Portugal schließt Grenze zu Spanien
  • STIKO empfiehlt AstraZeneca-Impfstoff nur für unter 65-Jährige
  • Medizinische Masken für Bedürftige
  • WHO-Experten beginnen Untersuchung in Wuhan
  • RKI: 17.553 Neuinfektionen, Inzidenz erstmals seit Monaten wieder unter 100A
28.1.2021 • 22:15 Uhr

Ende des Liveblogs

Für heute schließen wir den Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse!

28.1.2021 • 22:05 Uhr

US-Regierung will Ärzte im Ruhestand mobilisieren

Zur Beschleunigung der Corona-Impfkampagne erlaubt die US-Regierung nun auch Ärzten und Krankenschwestern im Ruhestand, sich daran zu beteiligen. Die Ausnahmeregelung gelte für alle, deren Zulassung in den vergangenen fünf Jahren ausgelaufen sei, erklärte das Gesundheitsministerium. Zudem wird allen zugelassenen Krankenschwestern und Ärzten erlaubt, sich landesweit an der Impfkampagne zu beteiligen.

Bisher waren die Zulassungen meist auf einen Bundesstaat begrenzt. Alle Ärzte und Krankenschwestern, die Impfungen verabreichen wollen, müssen zuvor ein Training der US-Gesundheitsbehörde CDC absolvieren, wie das Ministerium mitteilte. Wer aus dem Ruhestand zurückkommt, steht zunächst unter Beobachtung eines zugelassenen Kollegen.

Anders als in Deutschland hapert es bei der Impfkampagne in den USA weniger am Impfstoff, sondern an der Umsetzung der Impfungen vor Ort. Die Regierung hat bislang bereits mehr als 48 Millionen Dosen der beiden zugelassenen Impfstoffe ausgeliefert, aber nur 26 Millionen davon wurden bislang auch eingesetzt, wie aus Daten der Gesundheitsbehörde CDC hervorgeht.

28.1.2021 • 21:56 Uhr

Frankreich: Minister warnt vor Ausbreitung von Mutation

In Frankreich spitzt sich die Corona-Lage zu. "Was wir vermeiden wollen, ist eine Epidemie innerhalb der Epidemie", sagte Gesundheitsminister Olivier Véran am Donnerstag. Es gebe ein ansteigendes Plateau mit mehr als 20.000 positiven Corona-Fällen pro Tag. Die Mutationen des Virus seien in Frankreich aktiv im Umlauf. Jeden Tag würden mehr als 2000 Patienten mit einer Virusmutation infiziert. Die britische Variante breite sich dabei am meisten aus. "Der Druck im Gesundheitswesen und die Anspannung im Krankenhaus nehmen zu", warnte Véran. Im Großen und Ganzen sei die abendliche Ausgangssperre ab 18 Uhr zwar wirksam, aber sie reiche nicht aus, um das Virus einzudämmen - vor allem mit Blick auf die Mutationen. Er kündigte Entscheidungen in den kommenden Tagen an

28.1.2021 • 21:14 Uhr

"Die Lösung liegt im Dialog"

Wenn AstraZeneca tatsächlich den EU-Vertrag veröffentlicht, könnte die Zeit gegenseitiger Schuldzuweisungen vorbei sein. Die Frage vor Gericht zu klären, würde ohnehin niemandem nützen, meint Jurist Ehlers im tagesschau.de-Interview.

28.1.2021 • 21:11 Uhr

AstraZeneca will Vertrag mit EU veröffentlichen

Bisher ist der Impfstoff-Vertrag zwischen AstraZeneca und der EU-Kommission nicht öffentlich: Nach harscher Kritik soll sich das nun ändern. Zudem will AstraZeneca offenbar doch mehr Dosen liefern als zuletzt berichtet.

28.1.2021 • 21:09 Uhr

Die schleppende Suche nach den Mutanten

Die Bundesrepublik ist bei der molekularen Überwachung des Coronavirus ein Entwicklungsland. Gesundheitsminister Spahn will das schnell mit viel Geld ändern. Eine erste Zwischenbilanz fällt ernüchternd aus.

28.1.2021 • 19:49 Uhr

Schneeballschlacht: Männer müssen 10.000 Pfund Strafe zahlen

Wegen einer riesigen Schneeballschlacht müssen zwei junge Männer in Leeds jeweils 10.000 Pfund Strafe zahlen. Das sind umgerechnet mehr als 11.300 Euro. "Es macht uns keine Freude, solche heftigen Strafen an diese beiden jungen Männer zu verhängen", hieß es von der Polizei in West Yorkshire. "Aber ihre Handlungen haben Hunderte dazu ermutigt, sich nahe beieinander aufzuhalten." Das habe das Risiko, dass sich das Coronavirus weiter verbreite, massiv erhöht.

Mitte Januar hatten sich nach dem Aufruf der beiden Männer (20 und 23 Jahre) Hunderte Menschen in einem Park zur Schneeballschlacht versammelt, Fotos und Videos davon verbreiteten sich über Social-Media-Kanäle. In England gilt zur Eindämmung der Pandemie derzeit ein harter Lockdown. Man darf nur eine Person außerhalb des eigenen Haushalts privat treffen - und das auch nur zum Sportmachen.

28.1.2021 • 19:45 Uhr

EU-Ratspräsident erwägt Notmaßnahmen für schnelleres Impfen

EU-Ratspräsident Charles Michel hat Notmaßnahmen ins Gespräch gebracht, um die Corona-Impfungen in Europa zu beschleunigen. Sollten keine befriedigenden Lösungen mit den Herstellern gefunden werden, "sollten wir alle Optionen prüfen und alle juristischen Mittel und Durchsetzungsmaßnahmen nutzen", schrieb Michel in einem Brief an mehrere EU-Staats- und Regierungschefs.

Konkret bringt Michel Artikel 122 der EU-Verträge ins Spiel, der Notmaßnahmen bei Versorgungsengpässen ermöglicht. Die EU-Staaten könnten die EU-Kommission beauftragen, gezielte Maßnahmen zur Beschleunigung der Impfkampagne zu ergreifen, wie es aus EU-Kreisen hieß. Das könnten etwa Vorkehrungen sein, Impfstoffe bereits vor der Zulassung an die EU-Staaten zu verteilen. Es könnte aber auch bis hin zu Zwangslizenzen für Impfstoffe gehen, so dass Konkurrenten diese gegen Gebühr produzieren könnten, sagte ein EU-Vertreter.

28.1.2021 • 19:08 Uhr

Dänemark verlängert Lockdown bis Ende Februar

Dänemark wird auch den gesamten Februar im Lockdown ausharren müssen. Damit bleiben Geschäfte, Einkaufszentren, Restaurants, Fitnessstudios und viele weitere Einrichtungen aufgrund der Sorgen vor einer weiteren Ausbreitung von mutierten Coronavirus-Varianten geschlossen. Auch die Schulen sind betroffen. Zugleich bleiben auch die dänischen Grenzen für die meisten Ausländer weitgehend dicht. Ins Land kommt in der Regel nur, wer einen triftigen Einreisegrund sowie einen negativen Corona-Test vorweisen kann, der höchstens 24 Stunden alt ist. Für Menschen aus Schleswig-Holstein reicht neben einem Einreisegrund wie einem Arbeitsplatz in Dänemark oder engen familiären Kontakten ein Bescheid, der höchstens eine Woche alt ist. Ohne triftigen Grund müssen auch sie einen neueren negativen Test vorlegen.

Die Neuinfektionszahlen in Dänemark sind in den vergangenen Wochen zurückgegangen. Dennoch ist man dort derzeit sehr vorsichtig: Besonders die zunächst in England aufgetauchte und in Dänemark mittlerweile hundertfach nachgewiesene Virus-Variante hat zu Besorgnis geführt.

28.1.2021 • 18:01 Uhr

Höchststand der Corona-Toten in Portugal / Regierung schließt Grenze zu Spanien

Die Zahl der täglichen Todesfälle durch das Coronavirus in Portugal hat einen neuen Höchststand erreicht. Binnen 24 Stunden seien 303 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Erreger gestorben, teilten die Gesundheitsbehörden mit.

Damit zählt das Zehn-Millionen-Einwohner-Land seit Beginn der Pandemie mindestens 11.608 Corona-Tote. Kürzlich hatte die Regierung in dem EU-Mitgliedstaat von einem "gigantischen" Druck auf die Krankenhäuser durch den starken Anstieg der Fälle gesprochen.

Wegen der extrem hohen Infektionszahlen hat die Regierung die Schließung der Grenze zum Nachbarland Spanien angeordnet. Ab Freitag darf die Grenze zunächst demnach für zwei Wochen nur noch in Notfallsituationen überschritten werden. Das teilte Innenminister Eduardo Cabrita laut Medien mit.

In Lissabon sind in einer Sporthalle Feldbetten aufgebaut | AP

In einer Sporthalle in Lissabon sind Feldbetten für Corona-Patienten bereitgestellt worden. Die Zahl der täglichen Todesfälle durch das Coronavirus in Portugal hat einen neuen Höchststand erreicht Bild: AP

28.1.2021 • 17:52 Uhr

Grundschulen in Baden-Württemberg bleiben bis 21. Februar geschlossen

Die Grundschulen und Kitas in Baden-Württemberg bleiben bis zum 21. Februar geschlossen. Das Auftreten der in Südafrika entdeckten Virus-Mutation habe die Pläne für eine schrittweise Öffnung in der kommenden Woche durchkreuzt, sagt Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

In einer Freiburger Kita waren 25 Personen positiv auf Corona getestet worden. Mittlerweile stehe fest, dass 18 davon mit der südafrikanischen Variante infiziert seien, bei den übrigen Personen stünden die Testergebnisse noch aus, sagte Kretschmann. "Die Diskussionen um weitere Lockerungen sind erst einmal gegenstandslos worden." Aktuellen Daten zufolge seien schon zwei bis drei Prozent der festgestellten Infektionen auf Corona-Mutationen zurückzuführen.

28.1.2021 • 17:37 Uhr

BioNTech erhält Genehmigung für Vakzin-Produktion in Marburg

Das Mainzer Unternehmen BioNTech hat auch die arzneimittelrechtliche Erlaubnis zur Herstellung von Corona-Impfstoff in seinem Werk im hessischen Marburg erhalten. Um den in Marburg hergestellten Impfstoff in der EU vermarkten zu können, ist allerdings noch eine Genehmigung der EU-Arzneimittelagentur EMA nötig.

Im ersten Halbjahr 2021 sollen in Marburg 250 Millionen Dosen des Impfstoffes von BioNTech und seines US-Partners Pfizer hergestellt werden. Als Gesamtmenge einer Jahresproduktion streben die Mainzer nach eigenen Angaben hier 750 Millionen Dosen an. BioNTech hatte das Werk vom Schweizer Pharmakonzern Novartis übernommen. BioNTech möchte im Februar mit der Produktion in Marburg starten.

28.1.2021 • 16:39 Uhr

Impfgipfel von Bund und Ländern am Montag

Bund und Länder planen angesichts der Impf-Misere ein Spitzentreffen am kommenden Montag. An der Videokonferenz würden neben weiteren Mitgliedern der Bundesregierung und den Regierungschefs und -chefinnen der Länder auch Vertreter der Impfstoffhersteller sowie der betreffenden Verbände teilnehmen, so ein Regierungssprecher.

Weil es bei den Impfstofflieferungen seit Wochen ruckelt und Hersteller wiederholt geringere Mengen in Aussicht stellten, als zunächst geplant, hatten mehrere SPD-Politiker einen Impfgipfel gefordert.

28.1.2021 • 16:18 Uhr

AstraZenca will Impfstoffvertrag mit EU veröffentlichen

AstraZeneca ist einem Zeitungsbericht zufolge bereit, den Impfstoffvertrag mit der Europäischen Union zu veröffentlichen. Die Hausjuristen arbeiteten derzeit an einem Vorschlag, welche heiklen Teile geschwärzt werden sollten, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf EU-Kreise. Dieser solle mit der EU abgestimmt werden. Die Veröffentlichung sei für Freitag geplant.

28.1.2021 • 14:55 Uhr

US-Wirtschaft 2020 um 3,5 Prozent eingebrochen

Die US-Wirtschaft hat 2020 das schwärzeste Jahr seit 1946 erlebt. Die Wirtschaftsleistung schrumpfte um 3,5 Prozent. Das war der stärkste Rückgang der Wirtschaftsleistung seit 1946 nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

In absoluten Zahlen lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der ersten Schätzung zufolge demnach bei rund 21 Billionen US-Dollar. In der ersten Jahreshälfte hatten die meisten Ökonomen einen noch schlimmeren Einbruch erwartet, die Wirtschaft stabilisierte sich jedoch in der zweiten Jahreshälfte wieder - nicht zuletzt dank massiver Konjunkturpakete.

Der US-Kongress hatte zuletzt Ende Dezember ein Hilfspaket im Umfang von rund 900 Milliarden US-Dollar beschlossen. Der neue US-Präsident Joe Biden wirbt indes bereits für ein weiteres Konjunkturpaket in Höhe von rund 1,9 Billionen Dollar, um Wirtschaft und Arbeitsmarkt wieder anzukurbeln und die Pandemie einzudämmen.

Geschlossenes Restaurant in den USA  | AP

Das Schild weist auf ein geschlossenes Restaurant in Houston hin. Die Corona-Pandemie hat der US-Wirtschaft schwer zugesetzt. Bild: AP

28.1.2021 • 14:55 Uhr

Belgische Behörden inspizieren AstraZeneca-Werk

Belgische Behörden haben auf Bitten der EU-Kommission einen Produktionsstandort von AstraZeneca in Belgien inspiziert. Hintergrund ist der Impfstoff-Streit mit dem Pharmaunternehmen. Das berichten mehrere Medien. Die EU-Kommission wollte sich zu Hintergrund und Ergebnis der Aktion allerdings nicht äußern.

Laut Nachrichtenagentur Belga beauftragte Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke die Agentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte damit, den Standort in Seneffe zu besuchen. Dieser ist Teil der europäischen Produktionskette von AstraZeneca. Man habe prüfen wollen, ob die vom Unternehmen ankündigten Lieferverzögerungen tatsächlich mit Problemen in dem belgischen Werk zusammenhingen, hieß es unter Berufung auf das Kabinett des Ministers.

28.1.2021 • 14:55 Uhr

BioNTech-Vakzin gegen Corona-Mutanten wirksam

Der Corona-Impfstoff von BioNTech ist nach Angaben des Mainzer Unternehmens gegen die wichtigsten Virus-Mutanten aus Großbritannien und Südafrika wirksam. Erste Ergebnisse von In-Vitro-Tests wiesen darauf hin, dass die Entwicklung eines neuen Impfstoffs für diese Varianten nicht notwendig sei, teilten BioNTech und sein US-Partner Pfizer mit.

28.1.2021 • 14:55 Uhr

Mehr als 100 Partygänger in Thailand festgenommen

Auf der thailändischen Urlaubsinsel Koh Phangan sind mehr als 100 Teilnehmer einer illegalen Party festgenommen worden. Sie hätten gegen die geltenden Corona-Beschränkungen verstoßen, berichteten örtliche Medien.

Unter den Inhaftierten seien 89 Ausländer aus verschiedenen Ländern und 20 Thais. Ob auch Deutsche dazu gehören, ist unklar. Die überwiegend jungen Leute waren einer Einladung zu einer Jubiläumsparty in einer Bar gefolgt. Den Teilnehmern werde vorgeworfen, gegen das Notstandsgesetz zur Eindämmung des Coronavirus verstoßen zu haben. Zudem seien auch der Besitzer des Clubs und der Veranstalter der Party festgenommen worden.

Koh Phangan im Golf von Thailand  | AP

Koh Phangan im Golf von Thailand ist nicht nur für schöne Strände bekannt, sondern gilt auch als Partyinsel. Nun wurden mehr als 100 Partygänger festgenommen. Sie hatten gegen die Corona-Auflagen verstoßen. Bild: AP

28.1.2021 • 14:28 Uhr

Medizinische Masken für Grundsicherungsempfänger

Bedürftige erhalten künftig zehn FFP2-Masken kostenlos. Grund ist die Pflicht zum Tragen medizinischer Masken in Bussen, Bahnen und Geschäften. Die Masken werden über die Apotheken abgegeben, erklärten Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Anrecht auf die Zuteilung haben rund fünf Millionen Menschen, die Sozialleistungen oder Grundsicherung beziehen. Sie erhalten einen Brief von ihrer Krankenkasse und können dann binnen zwei Wochen die Masken abholen. Heil sagte, die Abgabe werde jetzt so schnell wie möglich auf den Weg gebracht.

28.1.2021 • 14:03 Uhr

STIKO: AstraZeneca-Impfstoff nur für unter 65-Jährige

Der AstraZeneca-Impfstoff soll nach einer Empfehlung der deutschen Impfkommission im Gegensatz zu den Präparaten von Biontech/Pfizer und Moderna nur an Menschen unter 65 Jahren verabreicht werden.

In der Empfehlung der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts heißt es, das AstraZeneca-Präparat solle in den einzelnen Stufen, die die Priorisierung festlegen, "jeweils nur den Personen angeboten werden, die 18-64 Jahre alt sind". Zuvor hatte es Berichte über eine geringere Wirksamkeit des Präparats gegeben.

28.1.2021 • 13:51 Uhr

Israel impft Menschen ab 35

Israel weitete sein Corona-Impfprogramm auf Menschen über 35 aus. Personen aus dieser Altersgruppe würden ab Freitag geimpft, sagte Ministerialdirektor Hesi Levi vom Gesundheitsministerium. Israel hat eine der höchsten Infektionsraten weltweit verzeichnet und will seine gesamte Bevölkerung von rund 9,3 Millionen bis zum Frühjahr geimpft haben. Die Impfrate liegt schon jetzt bei mehr als 25 Prozent und ist die höchste der Welt. Die hohe Infektionsrate in Israel von oft mehr als 8000 Neuansteckungen pro Tag wird auf das Verhalten ultra-orthodoxer Juden zurückgeführt, die Sicherheitsregeln missachten und Polizisten angreifen, die diese durchsetzen wollen.

28.1.2021 • 13:34 Uhr

Verband: Jeder vierte Arbeitsplatz in Luftfahrtbranche gefährdet

Der starke Rückgang des Luftverkehrs gefährdet aus Branchensicht zahlreiche Arbeitsplätze. Von den bundesweit rund 255.000 Arbeitsplätzen bei Fluggesellschaften, Flugsicherung und an Flughäfen drohten in den nächsten Jahren 60.000 wegzufallen, schätzte der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft auf Grundlage von Unternehmensangaben. Bislang hätten Kurzarbeit und Krisenpakete mit den Gewerkschaften Massenentlassungen verhindert. 60 bis 70 Prozent der Branchenbeschäftigten seien in Kurzarbeit. Die Branche geht davon aus, dass in Deutschland erst 2025 wieder so viele Menschen in Flugzeuge steigen wie vor der Corona-Krise.

Mitarbeiter einer Fluggesellschaft stehen am Frankfurter Flughafen vor leeren Abflugschaltern. | dpa

Die Passagierzahlen an deutschen Flughäfen sind während der Corona-Pandemie drastisch eingebrochen. Bild: dpa

28.1.2021 • 13:26 Uhr

Einkaufszentren in Polen dürfen öffnen

Polens Gesundheitsminister kündigt an, dass zum 1. Februar die Shopping-Malls des Landes wiedereröffnen. Auch die Sonderzeiten für Einkäufe von älteren Menschen würden dann aufgehoben. Darüber hinaus würden die bestehenden Auflagen aber bis zum 14. Februar verlängert. Dies gelte auch für Schulen, wo der Präsenzunterricht nur für die jüngsten Kinder möglich ist.

28.1.2021 • 13:14 Uhr

Portugals Regierungschef schlägt in Pandemie Alarm

Portugal befindet sich nach den Worten von Ministerpräsident Antonio Costa in der schwersten Phase der Coronavirus-Pandemie. "Wir werden diesen schlimmsten Moment noch für ein paar weitere Wochen haben, das ist sicher", sagte Costa dem Sender TVI. Portugal gehört zu den Ländern, in denen sich eine gefürchtete mutierte Form des Virus derzeit am schnellsten verbreitet. Die Bundesregierung erwägt deshalb eine Einreisesperre gegen das Land sowie für Reisende aus Großbritannien, Brasilien und Südafrika.

28.1.2021 • 13:12 Uhr

Chinas Behörden stoppen Neujahrsfest-Reisepläne von Millionen Menschen

Millionen Chinesen sehen derzeit ihre Reisepläne zum chinesischen Neujahrsfest gestoppt: Zu Beginn der wichtigsten Reisezeit des Jahres wurden vor allem in Peking Flüge und Zugverbindungen gestrichen. Die Gesundheitsbehörden in der Hauptstadt warnten vor einer "komplexen Covid-19-Situation" und veröffentlichten den "Ratschlag", zu Hause zu bleiben. Eine ausdrückliche Anordnung, zu Hause zu bleiben, gab es bislang nicht. Aber vor allem in Peking, wo im März der Kongress der Kommunistischen Partei ansteht, wird an die Bevölkerung appelliert, "unnötige Ausflüge und Versammlungen zu vermeiden".

Ein Mann in Schutzkleidung sitzt im fast leeren Wartesaal eines Pekinger Bahnhofs. | AP

Die Bemühungen der Pekinger Behörden, die Reiseflut zum chinesischen Neujahrsfest einzudämmen, scheinen zu wirken: Die Bahnhöfe der Stadt sind fast leer. Bild: AP

28.1.2021 • 12:53 Uhr

Erste Corona-Impfungen in britischem Supermarkt

In Großbritannien sind Menschen erstmals in einem Supermarkt gegen das Coronavirus geimpft worden. Ausgebildetes Personal könne täglich 240 Dosen in der Filiale in dem Ort Smethwick nahe Birmingham verabreichen, teilte die Handelskette Asda mit. "Viele der Menschen, die heute in den Laden kommen, sind seit Monaten zu Hause geblieben, und wir hoffen, dass der Erhalt des Impfstoffs der erste Schritt zur Rückkehr zur Normalität für sie ist", sagte der Chef-Apotheker von Asda, Faisal Tuddy. Ein zweites, größeres Impfzentrum solle bald in einem Geschäft in Watford eröffnen.

28.1.2021 • 12:43 Uhr

Arbeitsagentur: Rund 3800 Hinweise auf Missbrauch von Kurzarbeit

Bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) sind im Zuge der Corona-Krise bisher 3811 Hinweise auf Missbrauch bei der Kurzarbeit eingegangen. Diese kämen "zum Beispiel von Menschen, die sagen: Ich bin in Kurzarbeit, muss aber länger arbeiten. Oder das bei Kollegen beobachten", sagte BA-Chef Detlef Scheele der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die Arbeitsagenturen haben demnach in der Corona-Krise bisher mehr als 22 Milliarden Euro an Kurzarbeitergeld ausgezahlt. 

Scheele sagte der Zeitung, nicht immer handle es sich bei den Hinweisen auch tatsächlich um Missbrauch. Lediglich 271 Fälle seien ans Hauptzollamt abgegeben worden und 37 an die Staatsanwaltschaft. 

28.1.2021 • 12:40 Uhr

Finanzminister stimmen Corona-Hilfen für deutsche Flughäfen zu

Mit großer Mehrheit haben die Länder einem Vorschlag des Bundes für Corona-Hilfen in Höhe von einer Milliarde Euro zugestimmt. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Teilnehmerkreisen der Finanzministerkonferenz. Demnach stimmten 14 von 16 Ländern für den Vorschlag, der auf Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) zurückgeht und eine Finanzierung von Bund und Ländern zu gleichen Anteilen vorsieht. Bereits geleistete Flughafenhilfen sollten dabei berücksichtigt werden.

28.1.2021 • 12:32 Uhr

Verbände: Gemeinsam an Rückkehr zur Normalität arbeiten

Verbände aus den Bereichen Kultur, Gastronomie und Sport wollen im Rahmen einer Zusammenarbeit die Gesundheitsämter bei einer künftigen Erfassung und Nachverfolgung von Besucherströmen in der Pandemie unterstützen. Dabei solle zunächst geprüft werden, "ob eine oder mehrere gemeinsam eingesetzte technische Lösungen praktikabel sein können", erklärten die Verbände.  Sie verbinden damit die Hoffnung, zu einer schnellstmöglichen Rückkehr des gesellschaftlichen Lebens in Deutschland beitragen zu können.

In einem ersten Schritt wollen die Verbände bei ihren Mitgliedern abfragen, wie die Erfassung von Besucherinnen und Besuchern vor dem seit November bestehenden Lockdown umgesetzt wurde. Zudem wollen sie wissen, wie die Datenübermittlung an die Gesundheitsämter im Fall des Bekanntwerdens von Infektionen damals funktionierte.

28.1.2021 • 12:23 Uhr

Berlin will eigene Impfstoff-Produktion aufbauen

Berlin will in Zusammenarbeit mit dem privaten Pharmaunternehmen Berlin-Chemie eine eigene Impfstoff-Produktion aufbauen. Das kündigte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) an. Die Gesundheitsverwaltung befinde sich diesbezüglich in Gesprächen mit Berlin-Chemie. Demnach stehen die nötigen Ressourcen zur Verfügung, "um eine Impfstoffproduktion aufzubauen und schnell auszubauen". Laut Gesundheitssenatorin verfügt das Unternehmen sowohl über eine geeignete Produktionshalle als auch über das nötige Personal für die Herstellung von Impfstoff.

28.1.2021 • 12:18 Uhr

Novartis bietet Unterstützung bei Impfstoff-Produktion an

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis will bei der Produktion von Coronavirus-Impfstoffen und -Tests helfen. "Wir sind derzeit in Gesprächen mit mehreren Unternehmen, um die Herstellung von Impfstoffen und Komponenten für Tests für Covid-19 zu unterstützen", erklärte der Arzneimittelhersteller. Wegen Lieferschwierigkeiten bei den Impfstoffen von AstraZeneca sowie BioNTech und Pfizer kommen die Impfkampagnen in der Europäischen Union eher schleppend voran.

28.1.2021 • 12:09 Uhr

Afrika bestellt 400 Millionen Impfstoff-Dosen

Afrika hat sich laut der Gesundheitsbehörde Africa CDC 400 Millionen Dosen eines Corona-Impfstoffs aus indischer Produktion gesichert. Die Dosen des Serum Institute of India kämen zu einer zuvor vermeldeten Bestellung von 270 Millionen Dosen hinzu, gab der Direktor der panafrikanischen Gesundheitsbehörde, John Nkengasong, bekannt. Die Corona-Welle habe noch nicht den Höhepunkt überschritten, warnte er. Teile Afrikas verzeichnen derzeit einen kräftigen zweiten Anstieg bei den Infektionen, was Nkengasong als "sehr aggressiv" beschrieb.

28.1.2021 • 12:09 Uhr

Studie: Neuseeland hat bestes Corona-Management

Neuseeland hat einem australischen Thinktank (Denkfabrik) zufolge das weltweit beste Management der Corona-Krise bewiesen. Gefolgt wird der Pazifikstaat von den asiatischen Ländern Vietnam, Taiwan und Thailand.

Deutschland rangiert in der Liste nur auf Platz 55. Das 2003 gegründete Lowy Institute mit Sitz in Sydney hatte zuvor 98 Länder bezüglich ihres Umgangs mit der Pandemie analysiert. Speziell ging es um die 36 Wochen, nachdem in einem Land der einhundertste Infektionsfall bestätigt worden war. Die USA stehen auf Platz 94, während Brasilien das Schlusslicht bildet. Auch afrikanische Staaten wie Ruanda (Platz 6) und Togo (Platz 15) liegen weit vor den meisten EU-Ländern.

28.1.2021 • 11:52 Uhr

Griechenland: Steigende Zahlen nach Lockerungen

In Griechenland wächst die Sorge über steigende Corona-Zahlen. Nachdem die Regierung vergangene Woche den Geschäften erlaubt hatte, wieder zu öffnen, lag die Zahl der Neuinfektionen von Mittwoch auf Donnerstag bei 858 Fällen. Im Vergleich zu anderen Ländern ist die Zahl für die rund elf Millionen Einwohner Griechenlands zwar niedrig, allerdings hat sie sich damit seit der Öffnung der Geschäfte verdoppelt. Die Entwicklung beunruhigt die griechischen Experten - die Lockerungen müssten allesamt auf den Prüfstand gestellt werden. Der Anstieg sei erwartet worden, allerdings nicht in der Geschwindigkeit, sagten Virologen und Lungenärzte in griechischen Medien.

Kunden stehen vor einem Bekleidungsgeschäft in Athen Schlange | AFP

Nachdem am 18 Januar die Geschäfte in Griechenland wieder öffnen durften, bildeten sich davor zum Teil lange Schlangen. Bild: AFP

28.1.2021 • 11:37 Uhr

Reisebeschränkungen: EU warnt Deutschland

Die EU hat die Bundesregierung bei den geplanten Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie zur Zurückhaltung aufgefordert. Auch die EU-Kommission habe empfohlen, auf nicht notwendige Reisen zu verzichten, sagte Innenkommissarin Ylva Johansson. "Aber ich denke auch, dass wir nicht zu drastische Maßnahmen ergreifen sollten." Die Bundesregierung plant derzeit Einreiseverbote für Länder mit einem starken Vorkommen der mutierten Coronavirus-Varianten.

28.1.2021 • 11:23 Uhr

Regeneron: Antikörper-Mittel wirkt gegen Mutanten

Das teilweise bereits zur Behandlung von Covid-19-Erkrankungen eingesetzte Antikörper-Mittel REGN-COV2 ist nach Angaben der US-Herstellerfirma Regeneron auch gegen die britische und südafrikanische Variante des Coronavirus wirksam. Bei beiden Mutanten-Strängen wirke das Medikament, erklärte das Biotech-Unternehmen. Allerdings gelte dies bei der südafrikanischen Variante nur im "reduzierten" Umfang, dort schlage einer der zwei in dem Mittel enthaltenen Antikörper, Casirivimab, nur begrenzt an. 

28.1.2021 • 11:21 Uhr

Terminvergabe-Hotline in Niedersachsen überlastet

Niedersachsens Hotline für die Vergabe von Corona-Impfterminen ist wie erwartet mit Anfragen überrannt worden. Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Hannover sagte am Donnerstag, allein in der ersten Stunde von 8 bis 9 Uhr seien mehr als 700.000 Anrufe erfasst worden. Die Leitungen waren überlastet. Anrufer berichteten von Schwierigkeiten, durchgestellt zu werden.

28.1.2021 • 11:07 Uhr

FDP-Chef Lindner gegen Einreiseverbote

FDP-Chef Christian Lindner plädiert gegen eine Einschränkung des Flugverkehrs und gegen generelle Einreiseverbote aus Ländern mit hoher Verbreitung von Corona-Mutanten. "Pauschale Einreisesperren nach Deutschland sind nicht der richtige Weg. Davon wären auch Langstreckenpendler zum Beispiel betroffen", sagte Lindner dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Stattdessen brauchen wir eine rigorose Durchsetzung der Testpflicht. Die gibt es heute schon, sie wird aber nicht ausreichend kontrolliert."

28.1.2021 • 11:02 Uhr

Personalvermittler warnt vor Entlassungswelle

Der Personalvermittler Adecco rechnet im Verlauf des Jahres mit einer Entlassungswelle. Weil Regierungen die Stützungsmaßnahmen zur Abfederung der Coronavirus-Krise zurückfahren würden, dürften Unternehmen mit einem Stellenabbau reagieren. "Die Konsequenzen sind ziemlich klar (...) Wir erwarten eine gravierende Zunahme von Restrukturierungen und Entlassungen", sagt Adecco-Konzernchef Alain Dehaze auf einer Veranstaltung des Weltwirtschaftsforums. In einigen Industriezweigen seien "massive Entlassungen" zu erwarten.

28.1.2021 • 10:46 Uhr

Abstimmungen zum Impfgipfel schon heute

Bundeskanzlerin Angela Merkel befürwortet nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert das von Gesundheitsminister Jens Spahn angeregte Spitzentreffen mit den Ministerpräsidenten zum Thema Impfen. "Die Bundesregierung ist für einen solchen Impfgipfel", teilt Seibert mit. "Die Planungen dafür laufen und werden noch heute mit den Ländern abgestimmt."

28.1.2021 • 10:36 Uhr

Spahn für Bund-Länder-Gipfel zum Impfen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn spricht sich ebenso wie eine Reihe von SPD-Politikern für einen Impfgipfel aus. "Vertrauen in dieser Krise erhalten wir nur, wenn Bund und Länder an einem Strang ziehen", schrieb der CDU-Politiker auf Twitter. Daher schlage er "eine extra Ministerpräsidentenkonferenz nur zum Impfen" vor.

28.1.2021 • 10:31 Uhr

Einreisesperren: Seehofer hofft auf baldigen Beschluss

Bundesinnenminister Horst Seehofer hofft auf einen Beschluss zu Einreisesperren bis Freitag. Dabei stünden Großbritannien, Portugal, Südafrika und Brasilien als Mutationsgebiete auf der Liste, sagte Seehofer. Die entsprechende Vorlage des Bundesinnenministeriums befinde sich derzeit in der Resortabstimmung, die am Freitag abgeschlossen sein solle. Offen sei noch die Frage, welche Ausnahmen die Bundesregierung bei der Einreisesperre zulasse.

28.1.2021 • 10:24 Uhr

China warnt USA vor "Politisierung" der WHO-Expertenmission

China hat die US-Regierung vor einer "Politisierung" der WHO-Expertenmission in Wuhan gewarnt. Die Wissenschaftler müssten ihre Untersuchungen zum Ursprung der Corona-Pandemie "frei von politischer Einmischung" vornehmen können, sagte der Sprecher des Außenministeriums in Peking, Zhao Lijan. China hoffe, dass die USA "Fakten und Wissenschaft" sowie "die harte Arbeit des internationalen Expertenteams respektieren" könnten, sagte der Ministeriumssprecher weiter.

28.1.2021 • 10:16 Uhr

Rheinland-Pfalz stoppt Wechselunterricht an Grundschulen

Nach dem Auftreten von Coronavirus-Mutationen im benachbarten Baden-Württemberg hat das rheinland-pfälzische Bildungsministerium den für kommenden Montag geplanten Start des Wechselunterrichts an Grundschulen gestoppt. Die Entscheidung sei in Abstimmung mit Experten der Universitätsmedizin Mainz getroffen worden, teilte das Ministerium mit. Die Landesregierung hatte in Änderung der jüngsten Bund-Länder-Vereinbarung zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen, ab kommender Woche für die ersten vier Klassen einen Wechselunterricht mit Lernen daheim und in der Schule zu praktizieren. Die Präsenzpflicht sollte weiter ausgesetzt bleiben.

28.1.2021 • 09:44 Uhr

Arbeitslosenquote in Spanien sinkt überraschend

Inmitten der zweiten Corona-Welle ist die Arbeitslosigkeit in Spanien Ende 2020 überraschend etwas gesunken. Die Quote fiel im Zeitraum Oktober bis Dezember auf 16,13 von 16,26 Prozent im Sommerquartal, wie aus am Donnerstag veröffentlichten Daten des Nationalen Statistikamtes hervorgeht. Experten hatten hingegen mit einem Anstieg auf 16,6 Prozent gerechnet. Wie stark die Krise den ohnehin von hoher Arbeitslosigkeit geprägten Jobmarkt Spaniens trotz des leichten Rückgangs belastet, zeigt der Vergleich mit dem Vorjahr: Im vierten Quartal 2019 lag die Quote bei 13,78 Prozent.

28.1.2021 • 09:42 Uhr

Altmaier: Bis zu 50 Milliarden Euro Corona-Hilfen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier kalkuliert für die Corona-Hilfen von November 2020 bis Juni 2021 bis zu 50 Milliarden Euro ein. Das sagte der CDU-Politiker bei seiner Regierungserklärung im Bundestag.

Peter Altmaier | dpa

Wirtschaftsminister Peter Altmaier im Bundestag. Bild: dpa

28.1.2021 • 09:33 Uhr

Gewerbliche Wirtschaft steigert Umsatz

Die gewerbliche Wirtschaft in Deutschland hat ihren Umsatz im Dezember trotz Lockdowns bereits den achten Monat in Folge gesteigert. Industrie, Bau, Handel und Dienstleister nahmen zusammen 5,1 Prozent mehr ein als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Seit dem Tiefpunkt im vergangenen April wuchs der Umsatz kontinuierlich.

"Aus diesen Zahlen ist sicherlich nicht abzuleiten, dass der Lockdown spurlos an der deutschen Wirtschaft vorübergegangen ist", warnte Commerzbank-Ökonom Ralph Solveen. "Vielmehr dürften viele Umsätze in den Dezember vorgezogen worden sein, um noch die bis zum Jahresende niedrigeren Mehrwertsteuersätze zu nutzen." Für den Januar sei daher mit einem deutlichen Rückgang der Umsätze zu rechnen.

28.1.2021 • 09:26 Uhr

Briten pochen auf Lieferung bestellter Impfstoffe

Die britische Regierung pocht auf die Lieferung der von ihr bestellten Impfdosen. "Wir müssen sicherstellen, dass die Impfstoffe geliefert werden, die wir gekauft haben", sagte Kabinettsminister Michael Gove. "Wir wollen, dass Großbritannien all das bekommt, was geplant war." Dass Großbritannien so viele Dosen erhalten habe, liege daran, dass die Regierung so früh bestellt habe.

"Wir werden auch daran arbeiten, unseren Freunden in der EU zu helfen." Diese streitet mit dem britischen Pharmakonzern AstraZeneca über die Lieferung von Impfstoffen und fordert, dass sie mit mehr Dosen seines Vakzins aus Werken aus Großbritannien versorgt wird.

28.1.2021 • 09:12 Uhr

RKI: Inzidenz erstmals seit Monaten unter 100

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei der Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland liegt erstmals seit drei Monaten wieder unter der Marke von 100. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sank der Wert am Donnerstag auf 98. Zuletzt hatte die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb dieses Zeitraums - am 29. Oktober unter 100 gelegen.

Die Gesundheitsämter übermittelten dem RKI 17.553 bestätigte Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden. Das sind 2845 Fälle weniger als am Donnerstag vor einer Woche. Die Zahl der Todesfälle stieg um 941 und liegt nun bei 54.913.

28.1.2021 • 08:54 Uhr

WHO-Experten beginnen Untersuchung in Wuhan

Nach zweiwöchiger Quarantäne hat ein Expertenteam der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seine Arbeit im chinesischen Wuhan zur Erkundung der Ursprünge des Coronavirus begonnen. Die Mitglieder der Expertengruppe bestiegen einen Bus vor dem Hotel, in dem sie nach der Ankunft in China ihre Quarantäne verbracht hatten, berichtete die Nachrichtenagentur AFP.

In der zentralchinesischen Millionenmetropole Wuhan war Ende 2019 der weltweit erste Infektionsherd des neuartigen Erregers festgestellt worden.  Die meisten Wissenschaftler gehen davon aus, dass Fledermäuse die ursprünglichen Wirte der Coronaviren waren.

Ein Team von WHO-Experten in einem Bus in Wuhan | AFP

Die WHO-Experten haben nach zweiwöchiger Quarantäne in Wuhan einen Bus bestiegen. Bild: AFP

28.1.2021 • 08:14 Uhr

Einreisesperren in Vorbereitung

Ein Sprecher des Bundesinnenministerium bestätigt Pläne für die Vorbereitung von Einreisesperren für Reisende aus Großbritannien, Brasilien und Südafrika. Eine entsprechende Vorlage werde derzeit in der Bundesregierung abgestimmt, sagt ein Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters. Hintergrund ist, dass in diesen Ländern hochansteckende Virus-Mutationen festgestellt wurden. Die Bundesregierung hatte vor einer Ausbreitung auch in Deutschland gewarnt. Denkbar ist, dass es Einreisesperren auch für andere Länder geben könnte, in denen sich Virus-Mutanten bereits stärker ausgebreitet haben.

28.1.2021 • 08:04 Uhr

Barley zu Impfstreit: "Wir wollen Impfdosen"

Die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Katarina Barley, setzt im Streit der EU mit dem Pharmakonzern AstraZeneca über die Lieferung von Impfstoff auf eine Einigung. "Ich hoffe, auch unter dem Druck möglicher Strafzahlungen, dass sich AstraZeneca bemühen wird, andere Produktionskapazitäten zu finden", sagt sie im Deutschlandfunk. Dazu solle der Konzern etwa Konkurrenten einspannen. Eine mögliche Entschädigung helfe nicht, "sondern wir wollen Impfdosen." Sie kritisierte zudem, dass der Vertrag zwischen der EU und AstraZeneca für die EU-Parlamentarier nicht einsehbar sei. "Das ist wirklich ein Problem."

28.1.2021 • 07:58 Uhr

Unionsfraktionsvize: Keine voreiligen Lockerungsdebatten

Die stellvertretende Unionsfraktionsvorsitzende Nadine Schön warnt vor voreiligen Öffnungsdebatten in der Corona-Pandemie. "Wir dürfen nicht zu viele Versprechungen machen, dass es zu einer Öffnung kommt", sagte die CDU-Politikerin im "Morgenmagazin" von ARD und ZDF. Man wisse einfach nicht, wie sich die Infektionszahlen in der nächsten Zeit entwickelten. "Deshalb wäre es völlig fahrlässig als Politiker jetzt zu sagen, ab sofort geht es nur noch nach oben", sagte Schön.

28.1.2021 • 07:52 Uhr

BA: Pandemie erschwert Lage von Langzeitarbeitslosen

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, zeigt sich besorgt über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt. Es gehe nicht nur um ein Konjunkturtief, sagte er im Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Die Pandemie beschleunigt die Transformation." Wer schon vor dem Corona-Ausbruch arbeitslos gewesen sei oder geringe Qualifikationen aufweise, trage derzeit das höchste Risiko auf dem Arbeitsmarkt, erklärte Scheele. Auch kämen Menschen "schwerer in Beschäftigung hinein, wenn sie einmal draußen sind". Dies gelte besonders für Hilfstätigkeiten in der Industrie - wo zuletzt auch verstärkt Menschen gearbeitet hätten, deren eigentliche Qualifikation "entwertet" sei. Als Beispiele nannte der BA-Chef Bäckergesellen oder Floristinnen.

28.1.2021 • 07:45 Uhr

Spahn warnt vor juristischem Streit um Impfstoff

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die EU-Kommission dazu aufgerufen, weiter mit dem britisch-schwedischen Pharmakonzern AstraZeneca zu verhandeln. Auf NDR Info sagte der CDU-Politiker, eine lange juristische Auseinandersetzung über die Offenlegung von Lieferverträgen helfe in der jetzigen Lage bestimmt nicht weiter. "Das ist das Letzte, was wir brauchen." Stattdessen müsse es um eine faire Verteilung der Impf-Präparate gehen. "Gerade wenn es - wie derzeit - Lieferprobleme gibt." Spahn betonte, er setze auf ein einvernehmliches Ergebnis. " Das ist sicher der bessere Weg." Die Menschen erwarteten Lösungen von der Politik.

Jens Spahn | dpa

"Das ist das Letzte, was wir brauchen": Bundesgesundheitsminister Spahn warnt vor einem juristischen Streit um den Corona-Impfstoff. Bild: dpa

28.1.2021 • 07:41 Uhr

Vietnam: Größeren Ausbruch seit Monaten befürchtet

Vietnam befürchtet erstmals seit Monaten einen größeren Corona-Ausbruch im Land. Am Donnerstag seien 82 Neuinfektionen bestätigt worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Es handele sich um die ersten lokalen Übertragungen des Virus nach 55 Tagen.

70 Infektionen stehen den Angaben zufolge in Verbindung mit einer großen Fabrik in Hai Duong City in der Nähe von Hanoi. Eine der positiv getesteten Personen sei zuvor in der Region herumgereist und habe sich mit rund 200 Menschen getroffen, so die Behörden. Diese sollen nun alle kontaktiert und getestet werden.

28.1.2021 • 07:09 Uhr

Lauterbach kritisiert IOC-Chef und Olympia-Pläne

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat das Festhalten des Internationalen Olympischen Komitees an den Olympia-Plänen und namentlich auch IOC-Chef Thomas Bach kritisiert. Dass dieser weiterhin fest davon ausgehe, dass die Spiele in Tokio in diesem Sommer stattfinden, nannte Lauterbach "sehr problematisch". Dieses "sture Durchhalten mit der Einstellung, der Spitzensport sei von der Pandemie quasi ausgenommen, halte ich für sehr schwer vermittelbar und frustriert auch sehr viele Fans", sagte Lauterbach in einem Sport1-Interview.

Bach hatte am Mittwoch Kritik an den Bemühungen um eine Austragung der Olympischen Spiele zurückgewiesen. "Es ist ganz sicher nicht unverantwortlich", betonte Bach und verwies auf die Pläne für vielfältige Corona-Maßnahmen für die Sommerspiele und die Vielzahl internationaler Sportereignisse, die in den vergangenen Monaten schon veranstaltet wurden. Das IOC sei "voll darauf konzentriert und verpflichtet", die Spiele auszutragen.

IOC-Präsident Thomas Bach | dpa

IOC-Präsident Bach wies Kritik an der Planung der Olympischen Spiele zurück. Bild: dpa

28.1.2021 • 06:49 Uhr

Niedersachsen startet mit Vergabe von Impf-Terminen

In Niedersachsen startet ab heute die Termin-Vergabe für Corona-Impfungen. Anmelden können sich ab 8 Uhr Menschen über 80 Jahre, die zu Hause leben. Die Landesregierung kündigte an, in einem ersten Schritt nur 15.000 Termine anzubieten, da der Impfstoff knapp sei. Sie rechnet allerdings mit einer enormen Anfrage, sodass es zu Wartezeiten und technischen Problemen kommen könnte. Insgesamt leben in Niedersachsen rund 550.000 Menschen, die älter als 80 Jahre sind.

28.1.2021 • 06:30 Uhr

Passagierzahl an Flughäfen um drei Viertel eingebrochen

Corona hat die Zahl der Passagiere an den deutschen Flughäfen auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gedrückt. Von Januar bis Dezember 2020 wurden bundesweit 63 Millionen Fluggäste gezählt, wie aus Branchendaten für die 21 Verkehrsflughäfen hervorgeht. Das ist nur ein Viertel der Zahl von 2019. Die Luftfahrtbranche spricht von der größten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg.

28.1.2021 • 06:30 Uhr

Weiter keine Einigung im Impfstoff-Streit

Das Gespräch zwischen der EU und dem Chef des Pharmaunternehmens AstraZeneca endete am Mittwochabend ohne konkrete Absprachen zu zusätzlichen Lieferungen. Immerhin seien sich beide Seiten einig, dass man weiter nach Lösungen suchen wolle, hieß es.

28.1.2021 • 06:30 Uhr

SPD fordert Plan für schnellerer Impfungen

Die SPD dringt auf eine Beschleunigung der Corona-Impfungen in Deutschland. "Wir brauchen einen klaren Plan, wie wir das Impfen in Deutschland schneller hinbekommen", sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil der Nachrichtenagentur dpa. "Dafür ist es wichtig, dass alle Ebenen jetzt zusammenkommen." Bereits die SPD-Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, und Brandenburg, Dietmar Woidke, hatten am Mittwoch einen Impfgipfel von Bund, Ländern und Wirtschaftsvertretern gefordert.

28.1.2021 • 06:30 Uhr

Der Liveblog vom Mittwoch zum Nachlesen

  • Norwegen schließt aus Sorge vor Mutationen seine Grenzen
  • Italien investiert 81 Millionen Euro in eigenen Impfstoff
  • Grundschul- und Kitaöffnung in Baden-Württemberg abgesagt
  • RKI meldet 13.202 Neuinfektionen und 982 Todesfälle

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 29. Januar 2021 um 10:00 Uhr.