Tränengaseinsatz bei Schüler-Demo in Athen | KOSTAS TSIRONIS/EPA-EFE/Shutters
Liveblog

Liveblog zum Coronavirus ++ Krawall bei Schüler-Demo in Athen ++

Stand: 01.10.2020 22:32 Uhr

Ein Protest gegen volle Klassenzimmer in der Corona-Pandemie ist in Athen eskaliert - die Polizei setzte Tränengas ein. In Paris droht die höchste Corona-Warnstufe. Der Liveblog zum Nachlesen.

  • Mehr als 2500 Corona-Neuinfektionen in Deutschland
  • Bundesweite Antikörperstudie des RKI
  • Bayern: 250 Euro Bußgeld für falsche Namensangaben in Corona-Listen
  • Dresdner Semperoper kehrt langsam zum Normalbetrieb zurück
  • Mehrheit der Deutschen für Obergrenzen für Privatfeiern
  • UN-Chef: Corona zeigt "Verweigerung von Frauenrechten"
  • Erstmals seit Ende April mehr als 2000 Neuinfektionen in Italien
22:32 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit beenden wir unseren Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

21:28 Uhr

Corona-Fälle in mehreren Schlachthöfen

In Schlachthöfen in Niedersachsen und Bayern wurden unter Beschäftigten mehrere Corona-Fälle gemeldet. Im emsländischen Sögel haben sich 36 Beschäftigte eines Schlachthofes mit dem Coronavirus infiziert. Es handele sich überwiegend um Mitarbeiter eines Subunternehmens. Alle Betroffenen seien in Qurantäne, wie der Landkreis Emsland mitteilte. Die Fälle hätten sich bei Tests durch den Betriebsarzt ergeben. Wegen der neuen Fälle wurden vom Landkreis engmaschige Kontrollen sowie das Tragen von FFP-2-Schutzmasken auf dem gesamten Gelände angeordnet.

Mehrere Mitarbeiter eines Schlachthofs in München wurden ebenfalls positiv auf das Coronavirus getestet. Bei zwei Reihentests Ende September seien insgesamt zwölf Infizierte festgestellt worden, teilte die Stadt München mit. Die positiv Getesteten und ihre nächsten Kontaktpersonen seien nun 14 Tage in Quarantäne. Die Mitarbeiter würden in ihren Unterkünften mit Essen versorgt. Die negativ Getesteten seien nicht in Quarantäne, sagte ein Stadtsprecher. In dem Schlachthof in der Innenstadt seien die Hygienemaßnahmen kontrolliert und das Gebäude desinfiziert worden, heißt es weiter in der Mitteilung.

20:57 Uhr

USA verlängern Kreuzfahrt-Verbot bis Ende Oktober

Kreuzfahrten von US-Häfen aus bleiben aufgrund der Corona-Lage verboten. Die Gesundheitsbehörde CDC verlängerte ihre "No Sail Order" bis Ende Oktober. Die jüngsten Datenauswertungen von Kreuzfahrten im Ausland zeigten, dass die Infektionsgefahr an Bord der Schiffe hoch bleibe, selbst bei verminderten Passagierzahlen, erklärte die CDC. Deshalb sei das Risiko von Virusausbreitungen in den USA groß, wenn der Betrieb dort zu früh wieder zugelassen werde, so die Behörde weiter.

US-Medien berichteten, dass CDC-Direktor Robert Redfield das Verbot am liebsten direkt bis Februar verlängert hätte, aber vom Weißen Haus überstimmt worden sei. Vor allem in Florida, wo mit Miami quasi der Hauptsitz der Kreuzfahrtindustrie ist, drängen Politiker auf einen raschen Neustart.

20:34 Uhr

UEFA erlaubt Fan-Rückkehr in Stadien

Die UEFA erlaubt eine Zuschauer-Rückkehr bei Fußball-Länderspielen sowie in Champions League und Europa League. Das teilte der Fußball-Verband mit. Ab der kommenden Woche dürfen maximal 30 Prozent der Stadionkapazität genutzt werden, sofern die nationalen Gesundheitsbehörden dies erlauben. Bedingung sei zudem das Abstand halten und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aller Besucher. Erlaubt sind vorerst auch nur Fans der Heimmannschaft.

Mainzer Fans sitzen vor dem DFB-Pokalspiel zwischen TSV Havelse und FSV Mainz 05 in der Opel Arena auf ihren Plätzen | dpa

In Deutschland dürfen bei entsprechend geringer Infektionszahl bereits Fans ins Stadion. Die UEFA wünscht sich eine Rückkehr von Zuschauern auch bei Länderspielen und im Europacup. Bild: dpa

20:19 Uhr

14.000 Neuinfektionen in Frankreich

In Frankreich sind in den vergangenen 24 Stunden rund 14.000 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das hat das Gesundheitsministerium mitgeteilt. Damit liegt die Zahl der neuen Fälle fast auf dem Niveau der vergangenen Woche, als am Donnerstag mehr als 16.000 Neuinfektionen erfasst wurde. Mit fast 32.000 gemeldeten Corona-Toten ist Frankreich in Europa mit am stärksten von der Pandemie betroffen. Die Lage solle am Sonntag nochmals überprüft und dann eine Entscheidung gefällt werden, sagt Gesundheitsminister Olivier Veran.

20:13 Uhr

1350 Bundeswehr-Soldaten im Corona-Einsatz

Die Bundeswehr unterstützt derzeit mit rund 1350 Soldaten verschiedene Corona-Hilfsmaßnahmen. Davon seien "rund 160 Soldatinnen und Soldaten des Sanitätsdienstes im Rahmen der Hilfeleistungen im Einsatz", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Demnach sind derzeit rund 320 Soldaten in zwölf Bundesländern unter anderem mit mobilen Teststationen im Einsatz. Um die Gesundheitsämter zu entlasten, würden darüber hinaus 426 Soldaten in 33 örtlichen Ämtern bei der Nachverfolgung von Infektionsketten helfen. Insgesamt stehe ein Kontingent von bis zu 15.000 Soldaten kurzfristig für die Hilfe bereit.

Deutschlandweit habe die Bundeswehr bislang mehr als 950 Unterstützungsanfragen aus allen Bundesländern und von der Bundesregierung erhalten. Bislang seien mehr als 635 Hilfeleistungen gebilligt worden - davon seien noch rund 130 in der Durchführung. 463 Hilfeleistungen seien bereits abgeschlossen, weitere 49 befänden sich derzeit in der Planung.

Ein Soldat der Bundeswehr steht mit Nasen-Mund-Schutz vor dem Tönnies-Werk in Rheda-Wiedenbrück. | dpa

Bundeswehrsoldaten unterstützten auch beim Corona-Ausbruch im Tönnies-Schlachthof. Bild: dpa

20:08 Uhr

Schüler-Demo in Athen eskaliert

Bei Protesten von Schülern gegen überfüllte Klassenzimmer in der Coronavirus-Pandemie ist es in Athen vereinzelt zu Ausschreitungen gekommen. Schüler schleuderten Brandbomben auf die Polizei, die Tränengas einsetzte, um die Menge aufzulösen. Zwei Protestierende im Alter von 17 und 20 Jahren wurden festgenommen. Berichte über Verletzte lagen nicht vor.

An dem Protest in der Nähe des Parlamentsgebäudes nahmen Hunderte Menschen teil, darunter auch Lehrer staatlicher Schulen und Hochschüler. Er verlief weitgehend friedlich. Die Protestierenden halten viele der Klassenzimmer in staatlichen Schulen für überfüllt. Die Lehrergewerkschaft fordert eine Begrenzung auf maximal 15 Schüler pro Raum und fordert die Anstellung von weiteren Lehrern und Reinigungspersonal. Nach Regierungsangaben liegt der landesweite Durchschnitt bei 17 Kindern pro Klasse.

Auch in Griechenland hat die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus zuletzt zugenommen, vor allem in Athen. Betroffen ist unter anderem ein Pflegeheim, Dutzende ältere Bewohner mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

19:56 Uhr

Kritik an FDA wegen Corona-Studien

Mitarbeiter des renommierten Fachjournals "Science" werfen der für Medikamente zuständigen US-Zulassungsbehörde Nachlässigkeit bei der Überwachung klinischer Studien vor. Die Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA (Food and Drug Administration) kontrolliere die meist von Pharmakonzernen in Auftrag gegebenen Studien, etwa Zulassungsstudien von Medikamenten an Menschen, lasch, langsam und verschwiegen, heißt es in einer in "Science" veröffentlichten Untersuchung. Verstöße blieben zunehmend ohne Konsequenzen.

Auch die Autoren eines im "The New England Journal of Medicine" veröffentlichten Artikels erheben Vorwürfe gegen die US-Behörde: Politischer Druck beeinflusse die FDA bei der Zulassung möglicher Corona-Impfstoffe. Das zeige sich bei der jüngst erteilten Notfallzulassung für Hydroxychloroquin und Chloroquin, die schon nach einigen Wochen wieder zurückgezogen wurde, schreibt das Team aus Medizinern und Statistikern. Die im August erteilte Zulassung von Rekonvaleszenzplasma - dem Plasma von ehemaligen Covid-19-Erkrankten - für Corona-Patienten basiere auf einer "undurchsichtigen" und "unklaren" Datenlage.

19:44 Uhr

Mehr als 45.000 Neuinfektionen in den USA

Die US-Seuchenzentren CDC hat 45.342 Neuinfektionen und 1030 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Damit gab es in den USA bisher 7,21 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus sowie 206.402 Tote.

19:40 Uhr

Studie: Trump größter Antreiber von Falschinformationen

US-Präsident Donald Trump hat einer Studie zufolge wie kein zweiter zur Verbreitung von Falschinformationen über das Coronavirus beigetragen. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der US-Universität Cornell nach der Auswertung von 38 Millionen englischsprachigen Medienartikeln aus aller Welt. In mehr als 522.000 dieser Artikel, die zwischen dem 1. Januar und dem 26. Mai veröffentlicht wurden, wurden demnach falsche Informationen verbreitet.

In mehr als der Hälfte der Fälle ging es um angebliche "Wundermittel" im Kampf gegen das Coronavirus. Den Studienautoren zufolge gab es besonders viele Artikel, nachdem Trump im April angeregt hatte, das Virus durch das Spritzen von Desinfektionsmitteln zu bekämpfen. Ähnliche Anstiege von Medienberichten verzeichneten die Forscher, wenn der US-Präsident Medikamente wie das Malaria-Mittel Hydroxychloroquin anpries, dessen Wirksamkeit gegen das Coronavirus nicht erwiesen ist.

Trump habe deswegen wahrscheinlich mehr als jeder andere zur Verbreitung von Falschnachrichten über das Virus und die Pandemie beigetragen, urteilen die Autoren.

19:11 Uhr

Paris droht Schließung von Bars und Restaurants

In Paris könnte es wegen der angespannten Corona-Lage zu Schließungen von Bars und Restaurants kommen. In der französischen Hauptstadt und den Vorstädten habe sich die Situation zuletzt rapide verschlechtert, sagte Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran. Sollte sich diese Dynamik bestätigen, werde dort am Montag die "maximale Alarmstufe" ausgerufen. "Wir werden die Indikatoren am Sonntag mit der Pariser Bürgermeisterin und allen gewählten Vertretern überprüfen." Bisher gilt die "maximale Alarmstufe" im französischen Überseegebiet Guadeloupe und in Marseille.

In der südfranzösischen Hafenstadt mussten die Restaurants und Bars daher bereits schließen - dagegen hatte es massiven Protest gegeben. In Paris müssen Bars bisher um 22 Uhr schließen, Restaurants dürfen auch länger geöffnet bleiben. Allerdings dürfen sie Alkohol nur im Zusammenhang mit einer Mahlzeit ausschenken.

18:58 Uhr

UN-Chef: Corona zeigt "Verweigerung von Frauenrechten"

Die Corona-Pandemie hat nach Einschätzung von UN-Generalsekretär António Guterres rund um den Globus eine "anhaltende Verweigerung von Frauenrechten" offen gelegt. Frauen bekämen die Auswirkungen des Virus deutlich stärker zu spüren als Männer, sagte Guterres in New York anlässlich des 25. Jahrestags einer UN-Weltfrauenkonferenz in Peking. Sie litten unter einer "Schatten-Pandemie von geschlechtsbasierter Gewalt".

Der UN-Chef rief die internationale Gemeinschaft auf, sich deutlich stärker für Gleichberechtigung einzusetzen. Sie habe ihre "ehrgeizigen Visionen" bislang nicht erfüllt. So erlebe eine von drei Frauen weltweit in ihrer Lebenszeit Gewalt. 12 Millionen minderjährige Mädchen würden jedes Jahr verheiratet. Frauen hätten global nur 75 Prozent der gesetzlich festgelegten Rechte, die Männer haben.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres (Archivbild). | AFP

Laut UN-Generalsekretär Antonio Guterres (Archivbild) bekommen Frauen die Auswirkungen des Coronavirus deutlich stärker zu spüren als Männer. Bild: AFP

18:15 Uhr

Mehrheit der Deutschen für Obergrenzen für Privatfeiern

Eine große Mehrheit der Deutschen findet es richtig, zur Bekämpfung der Corona-Pandemie bei privaten Feiern die Zahl der Gäste zu beschränken. Im ARD-DeutschlandTrend gaben 85 Prozent der Befragten an, es gehe in die richtige Richtung, private Feiern wie Geburtstags- oder Hochzeitsfeiern nur noch für höchstens 50 Gäste zu erlauben. Nur 13 Prozent sind der Ansicht, eine solche Maßnahme gehe in die falsche Richtung.

18:15 Uhr

Strengere Corona-Maßnahmen in Liverpool und Umgebung

Die britische Regierung hat im Großraum Liverpool die Corona-Maßnahmen weiter verschärft. Auch andere Städte im Norden Englands seien betroffen, teilte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock mit. Die neuen Regeln sehen vor, dass sich Menschen aus unterschiedlichen Haushalten nur noch im Freien treffen dürfen. Außerdem rät die Regierung, Pflegeheime nicht zu besuchen und auf nicht notwendige Reisen zu verzichten. Von der neuen Verschärfung sind im Großraum Liverpool etwa 1,5 Millionen Menschen betroffen.

18:02 Uhr

Müller für Bundeswehr-Hilfe in Berlin

Nach deutlicher Kritik der Bundesregierung am Berliner Corona-Management hat der Regierende Bürgermeister Michael Müller klargestellt, dass Hilfe der Bundeswehr in der Pandemie willkommen ist. Wenn Berlin weiter Soldaten einsetzen könne, etwa zur Nachverfolgung der Infektionsketten, würde er sich sehr freuen, sagte der SPD-Politiker im Abgeordnetenhaus. Er sei dankbar, wenn die Truppe in Berlin weiter helfe, wie auch in anderen Bundesländern. Er betonte: "Und das ist kein Kampfeinsatz im Inneren oder sonstiger Einsatz im Inneren."

Zuvor hatten sich Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp- Karrenbauer und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) verwundert darüber gezeigt, dass der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg keine Hilfe der Bundeswehr bei der Kontakt-Nachverfolgung annehmen will. Dieser hat eine der höchsten Infektionsraten in der rot-rot-grün regierten Hauptstadt, in der die Zahl der Corona-Fälle zuletzt ohnehin stark zunahm.

17:32 Uhr

Erstmals seit Ende April mehr als 2000 Neuinfektionen in Italien

Italien hat erstmals seit dem 29. April wieder mehr als 2000 Neuinfektionen an einem Tag verzeichnet. Das Gesundheitsministerium meldete 2548 neue Fälle. Zudem gab es 24 weitere Tote im Zusammenhang mit Covid-19. Einen Tag zuvor waren es 19. Italien war im März und April besonders hart von der Pandemie betroffen.

17:12 Uhr

Spahn: "AHA"-Formel ist schärfste Waffe gegen Corona

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat erneut eindringlich dafür geworben, die Vorschriften zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu befolgen. Gerade mit Blick auf Herbst und Winter müsse man weiter "aufeinander aufpassen", sagte Spahn bei den Haushaltsberatungen im Bundestag.

Die sogenannte "AHA"-Formel - also die Mischung aus Abstand, Hygiene und Alltagsmasken - sei dabei "die schärfste Waffe, die wir haben", sagte Spahn und wies gleichzeitig die Kritik am Tragen von Schutzmasken zurück: Freiheit bedeute auch, die Freiheit und Gesundheit des Anderen zu achten.

17:07 Uhr

Gericht: Negativer Test verkürzt Quarantäne für Schüler nicht

Eine Quarantäne-Anordnung für einen Schüler wird laut einer Gerichtsentscheidung nicht durch einen negativen Corona-Test verkürzt. Ein Schüler, der mit einem positiv auf das Coronavirus getesteten Schüler dieselbe Schulklasse besucht hat, müsse auf Anordnung des Gesundheitsamtes 14 Tage in häuslicher Quarantäne bleiben, teilte das Verwaltungsgerichts Düsseldorf zu einem Beschluss vom Vortag mit. Es lehnte einen Antrag eines Schülers gegen die Quarantäneanordnung im Eilverfahren ab.

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf stützt sich bei seiner Entscheidung auf die Erkenntnisse und Vorgaben des Robert Koch-Instituts (RKI). Danach würden Personen, die sich in relativ beengter Raumsituation oder schwer zu überblickender Kontaktsituation mit einem bestätigten Covid-19-Fall zum Beispiel in der Kitagruppe oder einer Schulklasse befunden haben, unabhängig von der individuellen Risikoermittlung als Kontaktpersonen der Kategorie I eingestuft.

Für diese Personen empfehle das RKI eine häusliche Quarantäne von 14 Tagen. Zwar habe sich der Antragsteller nach dem Kontakt mit dem infizierten Mitschüler selbst testen lassen und ein negatives Ergebnis erhalten. Dadurch werde die Quarantänezeit aber nicht verkürzt, weil ein Testergebnis während der Inkubationszeit nur eine Momentaufnahme darstelle, erklärte das Gericht.

16:59 Uhr

250 Euro Bußgeld in Bayern für falsche Namensangaben in Corona-Listen

Falsche Namensangaben in Corona-Gästelisten kosten in Bayern künftig bis zu 250 Euro Bußgeld. Das hat das Kabinett in München beschlossen. Nicht nur Gäste werden für den schlechten Scherz aber zur Kasse gebeten, auch Gastronomen, Hotelbetreiber und Veranstalter sind verpflichtet, die Namenslisten sorgfältig zu führen, andernfalls droht ihnen ein Bußgeld von 1000 Euro.

Das Bußgeld geht auf einen Beschluss von Bund und Ländern aus dieser Woche zurück, wonach mindestens ein Betrag von 50 Euro fällig wird, wenn jemand einen falschen Namen in einer Liste einträgt.

Liste zur Registrierung von Gästen | dpa

Falsche Angaben können nun auch in Bayern ein Bußgeld nach sich ziehen: Eine Liste zur Registrierung von Gästen in einem Restaurant. Bild: dpa

16:55 Uhr

Ministerpräsidentenkonferenz: Pandemie bleibt Schwerpunkt

Als Vorsitzland in der Ministerpräsidentenkonferenz will sich Berlin in der Corona-Pandemie unter anderem für eine bessere finanzielle Ausstattung der Unikliniken und die Digitalisierung der Gesundheitsämter einsetzen. "Der Beitrag von Wissenschaft und Forschung bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie kann nicht hoch genug angesehen werden", erklärte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD).

Berlin übernahm heute turnusgemäß von Bayern für ein Jahr den Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK). Die nächste Jahreskonferenz der MPK ist für den 28. bis 30. Oktober geplant. Wie schon für den bayerischen MPK-Vorsitz wird die Corona-Krise auch für Berlin ein zentrales Thema sein. Neben den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie müssten Strategien zur Bewältigung coronabedingter Wirtschaftskrisen entwickelt werden, erklärte die Berliner Senatskanzlei. Investitionen in Zukunftstechnologien stellten dabei den Schlüssel zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit dar.

16:50 Uhr

Europäische Arzneimittel-Agentur überprüft Impfstoff

Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA beginnt mit einer Überprüfung des sogenannten Oxford-Impfstoffs gegen das Coronavirus. Es ist das erste Mal, dass dies in der Europäischen Union bei einem Corona-Impfstoff geschieht. Der Impfstoff ist von dem britisch-schwedischen Pharmakonzern AstraZeneca in Zusammenarbeit mit der Universität Oxford entwickelt worden.

Die EMA warnte jedoch vor voreiligen Schlüssen: Dies bedeute noch nicht, dass der Impfstoff schon als wirksam und sicher eingeschätzt werden könne. Das müsse sich in der Überprüfung erst noch zeigen. Diese Überprüfung wird angesichts der Dringlichkeit in einem beschleunigten Verfahren vorgenommen. Dabei überprüft die Behörde Daten noch während sie erhoben werden, um auf diese Weise Zeit zu sparen.

Wie lange das Verfahren dauern wird, kann die EMA nicht sagen. Tests mit Tausenden von Versuchspersonen seien im Gange, die Ergebnisse würden in den nächsten "Wochen und Monaten" erwartet. Nachdem ein Studienteilnehmer zwischenzeitlich erkrankt war, waren die Tests allerdings weltweit gestoppt worden. In Großbritannien liefen sie nach einer Woche wieder an.

16:22 Uhr

Ärzte: Türkische Regierung gesteht Manipulation bei Corona-Zahlen

Die türkische Ärztevereinigung hat scharfe Kritik an der Erfassung von offiziellen Corona-Fällen im Land geäußert. "Die Regierung hat in Sachen Transparenz versagt und manipuliert Covid-19-Statistiken", sagte Sinan Adiyaman von der Vereinigung der Nachrichtenagentur dpa. Gesundheitsminister Fahrettin Koca hatte gestern Abend auf einer Pressekonferenz gesagt, seit dem 29. Juli veröffentliche man täglich die Zahl der Corona-Kranken. Kranke seien Menschen mit Symptomen.

Koca habe damit zugegeben, nur Patienten mit Symptomen in die Fallzahlen aufzunehmen, sagte Adiyaman. "Das ist die Anerkennung von dem, was Ärzte seit Monaten sagen." Die Ärztevereinigung hatte die offiziellen Zahlen in der Vergangenheit immer wieder kritisiert und geht davon aus, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher liegt.

In den täglich veröffentlichten offiziellen Zahlen änderte sich zum 29. Juli die Bezeichnung: Die Kategorie "neue Fallzahl" wurde in "neue Krankenzahl" umbenannt. Dennoch: Die offiziellen Zahlen gingen daraufhin nicht zurück. Die Regierung habe die Zahlen bereits vor der Änderung der Methodologie manipuliert, erklärte Adiyaman.

16:15 Uhr

Polizei ermittelt wegen Fake-Nachricht

Die Polizei in Schweinfurt hat Ermittlungen wegen in sozialen Netzwerken kursierenden Falschmeldungen eingeleitet, wonach in der unterfränkischen Stadt ein sechs Jahre altes Mädchen aufgrund der Maskenpflicht gestorben sei. Ein derartiger Fall sei in ganz Unterfranken, insbesondere im Raum Schweinfurt, nicht bekannt, teilte die Polizei mit. Gleichzeitig appellierte die Polizei, solche Falschmeldungen nicht weiter zu verbreiten.

Gegner der staatlichen Corona-Maßnahmen verbreiten derzeit Gerüchte über Todesfälle durch Maskentragen bei Kindern. Darunter zählen sie auch den Fall eines tatsächlich verstorbenen 13-jährigen Mädchens, das am 7. September im Landkreis Germersheim in einem Schulbus bewusstlos wurde und später im Krankenhaus starb. Die Staatsanwaltschaft Landau teilte dazu mit, dass die Todesursache des Mädchens bisher noch unklar sei und die umfassenden Ermittlungen zur Todesursache andauerten.

16:11 Uhr

Steigt die Zahl der Corona-Fälle, weil mehr getestet wird?

In Deutschland steigt die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus an. Die gleiche Entwicklung zeigt sich in europäischen Nachbarländern. Oft wird vermutet, dass die gestiegene Zahl von Corona-Testungen mitverantwortlich für den Anstieg ist. Eine Recherche des NDR ist dieser Frage nachgegangen und kommt zum Schluss, dass diese nicht so leicht zu beantworten ist:

15:55 Uhr

Semperoper kehrt langsam zum Normalbetrieb zurück

Die Semperoper in Dresden unternimmt in der Corona-Pandemie einen weiteren Schritt in Richtung Normalbetrieb. Ab November solle es wieder täglich Aufführungen in den Sparten Oper und Ballett geben, teilte die Sächsische Staatsoper mit. Dann dürfen etwa 500 Zuschauer im Saal sein, derzeit sind es 330. Auf dem Spielplan stehen "adaptierte Fassungen, die unter Berücksichtigung der geltenden Hygiene-Maßnahmen in nahezu voller Länge mit Pause zur Aufführung kommen", hieß es.

Mit Mozarts "Zauberflöte", der "Weißen Rose" von Udo Zimmermann und Simone Fontanellis "Pinocchio" stehen auch drei Neuproduktionen an. In der Vorweihnachtszeit sind auch der Ballett-Klassiker "Der Nußknacker" und die Oper "Hänsel und Gretel" zu erleben. Die Semperoper hatte am 19. Juni den Betrieb nach dreimonatiger Corona-Pause wieder aufgenommen. Allerdings war das renommierte Opernhaus wegen der Schutzmaßnahmen zum Improvisieren gezwungen.

Besucher klatschen beim Schlussapplaus am Ende des ersten Konzerts nach der Corona-bedingten Besucherpause, mit der russischen Sopranistin Anna Netrebko und ihrem Mann Yusif Eyvazovin, in der Semperoper.  | dpa

Die Semperoper in Dresden hat 1300 Plätze. Nur 330 davon dürfen derzeit belegt werden, wie hier beim ersten Konzert im Juni nach der Corona-Zwangspause. Bild: dpa

15:50 Uhr

Dopingprozess wegen Corona-Fall abgesetzt

Im Dopingprozess gegen Mark S. und vier Mitangeklagte ist die für diesen Freitag angesetzte Verhandlung wegen eines Corona-Falls abgesetzt worden. Wie das Landgericht München II am Donnerstag mitteilte, ist ein Beteiligter des Verfahrens mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Kammer will eine Gefährdung weiterer Personen ausschließen. Alle Verfahrensbeteiligten seien umgehend informiert worden. Das Verfahren soll am 7. Oktober fortgesetzt werden.

In dem Blutdoping-Prozess hatte der Mediziner Mark S. als Hauptangeklagter ein umfassendes Geständnis abgelegt und über seine Anwälte Manipulationen seit 2012 eingeräumt. Die Staatsanwaltschaft München wirft dem 42-Jährigen fast 150 Vergehen vor. Mark S. räumte die meisten Taten ein, widersprach aber auch in gut einem Dutzend der aufgelisteten Fälle.

15:45 Uhr

USA: Erneut mehr als 800.000 neue Arbeitslosenmeldungen

In der anhaltenden Corona-Pandemie in den USA haben erneut mehr als 800.000 Menschen einen Neuantrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt. In der Woche bis zum 26. September lag die Zahl bei 837.000, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Das war ein Minus von 36.000 zur Vorwoche.

Im August hatte es zum Teil noch mehr als eine Million Neuanträge pro Woche gegeben. Die Neuanträge spiegeln die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts in der weltgrößten Volkswirtschaft wider. Vor der Corona-Pandemie hatte die Zahl selten über 100.000 pro Woche gelegen.

15:30 Uhr

Viele Neuinfektionen im Iran

Im Iran hat es laut Gesundheitsministeriums binnen 24 Stunden 211 Tote und 3825 Neuinfektionen gegeben. Das entspricht einem Todesfall alle sieben Minuten und einer Neuinfektion alle 23 Sekunden.

Damit liegt die aktuelle Zahl der Corona-Opfer bei insgesamt 26.380, die der nachgewiesenen Neuinfektionen bei mehr als 460.000, wie Ministeriumsprecherin Sima Lari im Staatsfernsehen sagte. Gesundheitsexperten schlagen Alarm und fordern umgehend Ausgangsperren, Präsident Hassan Rouhani ist dagegen. Er will die akute Wirtschaftskrise im Land nicht noch weiter verschärfen.

14:57 Uhr

Konsum in den USA zieht an

Der Konsum der US-Amerikaner kommt nach dem Corona-Schock zusehends in Schwung. Der private Verbrauch legte im August den vierten Monat in Folge zu - und zwar um nun 1,0 Prozent, wie das US-Handelsministerium am Donnerstag mitteilte. Die Konsumenten sind mit ihren Ausgaben die tragende Säule der US-Wirtschaft, die von der Corona-Pandemie hart getroffen wurde.

Diese Inflation legte im August auf 1,6 von 1,4 Prozent im Vormonat zu. Die Notenbank Fed hat jüngst einen Strategieschwenk vollzogen, der ihr mehr Spielraum beim Ansteuern ihres mittelfristigen Inflationsziels von zwei Prozent verschafft.

14:50 Uhr

Versicherung muss für Corona-Ausfälle aufkommen

Nach einer bundesweiten Corona-Klagewelle gegen zahlungsunwillige Versicherungen hat das Münchner Landgericht erstmals einem klagenden Gastwirt die geforderte Millionensumme zugesprochen. Viele Gastronomen erhoffen sich nun ebenfalls Entschädigungen.

14:30 Uhr

Köln: Derby ohne Zuschauer?

Das rheinische Derby am Samstag zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach droht wieder zum Geisterspiel zu werden. Am Donnerstag lag der dafür entscheidende Wert der Corona-Neuinfektionen bezogen auf 100.000 Einwohner binnen der vergangenen sieben Tage bei 36,4 und damit über der kritischen Marke von 35.

"Wir würden uns wahnsinnig freuen, im Derby Zuschauer dabei zu haben", sagte FC-Sportchef Horst Heldt. Entscheidend dafür ist, ob der Wert am Tag vor dem Spiel - also am Freitag - unter 35 liegt. "Auch wenn wir ohne Zuschauer spielen sollten: Ein Derby ist ein Derby", betonte Heldt, der mit Köln schon das erste Geister-Derby der Bundesliga-Historie im März in Mönchengladbach (1:2) verloren hatte. Das Spiel damals war zum Beginn der Corona-Krise das erste Bundesliga-Spiel überhaupt ohne Zuschauer.

14:10 Uhr

732 Neuinfektionen in Schweden

In Schweden haben die Gesundheitsbehörden 732 neue Corona-Fälle registriert. Das ist der höchste Wert seit Juni.

Schweden hat von Beginn an anders auf das Coronavirus reagiert als die meisten anderen europäischen Länder. Als in Deutschland Schulen und Kindergärten geschlossen wurden, blieben in Schweden fast alle Bildungseinrichtungen geöffnet. Auch in Ladengeschäften und der Gastronomie ging der Betrieb ohne große Einschränkungen weiter. Dafür waren die Infektionszahlen verhältnismäßig hoch: In Schweden haben sich laut offiziellen Statistiken bislang mehr als 92.000 Menschen infiziert, knapp 6000 sind gestorben.

13:38 Uhr

Spahn erwartet Corona-Impfungen in Messehallen

In Deutschland könnten Beschäftigte des Gesundheitswesens, Ältere und Kranke ab dem Winter als Erste zentral in Messehallen gegen eine Corona-Infektion geimpft werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte, er glaube, Impfungen müssten in wenigen großen Zentren, etwa Messehallen, starten, sobald es sichere Impfstoffe gebe.

Spahn sprach im Einklang mit Annahmen des Robert Koch-Instituts von "Dezember, Januar, Februar, März" als möglichen Zeitraum für erste Impfungen. Da die Impfstoffe anfangs wohl nicht für jeden zur Verfügung stünden, entstehe voraussichtlich die Notwendigkeit einer Priorisierung, so Spahn. Es könne also sein, dass zum Beispiel erst die Beschäftigten des Gesundheitswesens und bestimmte Risikogruppen geimpft würden

13:31 Uhr

Virologe Drosten mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Der Virologe Christian Drosten, Leiter der Virologie der Berliner Charité, ist mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung an Drosten begründete das Präsidialamt damit, dass der Virologe "weltweit anerkannte Erkenntnisse zum Corona-Infektionsgeschehen" beigetragen habe.

Drosten wurde durch den NDR-Podcast "Coronavirus-Update" bundesweit bekannt, in dem er - interviewt von Journalistinnen - die neuesten Erkenntnisse zu Covid-19 erläuterte und einordnete.

13:14 Uhr

Polen meldet so viele Neuinfektionen wie nie zuvor

Polen registriert 1967 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, wie das Gesundheitsministerium in Warschau mitteilte. So viele waren es noch nie. Angesichts des neuen Infektionsrekords plant Warschau die erneute Einführung von Restriktionen auf regionaler Ebene. Das geht aus dem Entwurf eines Regierungsbeschlusses hervor.

Großstädte wie Danzig, Gdingen und Stettin (Szczecin) sollen künftig als "gelbe Zonen" gelten. Dies bedeutet Auflagen für Feiern, Gastronomiebetriebe und Fitnessstudios und demnächst auch eine Maskenpflicht auf der Straße. Die Zahl der "roten Zonen" wird dem Entwurf zufolge von derzeit zwei auf 17 ausgeweitet. Darunter fällt auch der Ostsee-Kurort Zoppot bei Danzig. In "roten Zonen" gilt bereits jetzt eine Maskenpflicht auch unter freiem Himmel. Restaurants und Bars dürfen künftig nur bis 22 Uhr geöffnet bleiben.

In Polen haben sich nach offiziellen Angaben bislang 93.481 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 2543 Menschen starben demnach an einer Infektion.

13:06 Uhr

Ausschreitungen nach Schülerdemonstration in Athen

Nach einer Kundgebung von Schülern im Zentrum der griechischen Hauptstadt Athen ist es am Donnerstag zu Ausschreitungen gekommen. Linksgerichtete Autonome schleuderten Brandflaschen auf die Polizei. Die Beamten setzten Tränengas ein.

Zuvor hatten zahlreiche Schüler mehr Geld für die Bildung und wegen der Coronapandemie Klassen mit höchstens 15 Schülern verlangt. Die Lehrergewerkschaft schloss sich mit einer dreistündigen Arbeitsniederlegung den Forderungen an. Die Lehrer fordern zudem mehr Personal.

12:52 Uhr

Bericht: Pandemie führt zu Anstieg von Kinderehen

Die Corona-Pandemie und die dadurch hervorgerufene Notlage vieler Familien führen einem Bericht zufolge zu einem deutlichen Anstieg von Kinderehen und Zwangsheiraten. Allein in diesem Jahr würden eine halbe Million Mädchen mehr zwangsverheiratet, heißt es in dem Report der Kinderrechtsorganisation "Save the Children".

Die Pandemie habe etliche Familien in Armut gestürzt, sagte Susanna Krüger, Vorstandsvorsitzende von "Save the Children" Deutschland. "Vielen Eltern bleibt kaum etwas anderes übrig als ihre Töchter zur Heirat mit häufig viel älteren Männern zu zwingen." Damit würden 25 Jahre Fortschritt zunichte gemacht, in denen die Zahl der Kinderehen kontinuierlich sank, heißt es in dem Bericht.

12:44 Uhr

Malaysia meldet höchsten Anstieg seit Juni

Malaysia meldet 260 neue Coronavirus-Fälle, und damit den größten Tagesanstieg an Infektionen seit dem 4. Juni. Besonders hoch seien die Corona-Fälle im Bundesstaat Sabah auf der Insel Borneo, teilte das Gesundheitsministerium mit. Das südostasiatische Land hat bisher insgesamt 11.484 Corona-Fälle gemeldet, darunter 136 Todesfälle.

12:23 Uhr

Strengere Auflagen in Teilen Englands

In England werden die Corona-Einschränkungen auf weitere Landesteile ausgeweitet, darunter die im Norden gelegene Großstadt Liverpool. Ferner kommen Warrington, Hartlepool und Middlesborough hinzu, wie der britische Gesundheitsminister Matt Hancock dem Parlament mitteilte.

Dort sollen die selben Vorkehrungen zur Eindämmung der Pandemie greifen, wie sie seit Anfang der Woche bereits im Nordosten Englands gelten. Dort wurde unter anderem die Zahl der Menschen begrenzt, die sich in geschlossenen Räumen treffen dürfen. Auch für Pubs und Restaurants gelten schärfere Regeln.

Menschen sitzen in einem Pub und trinken Bier | AFP

England weitet die Corona-Einschränkungen auf weitere Landesteile aus, darunter auch die Großstadt Liverpool. Bild: AFP

11:58 Uhr

Arbeitslosigkeit in Europa steigt

Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone ist im August angesichts der Corona-Pandemie den fünften Monat in Folge gestiegen. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote stieg auf 8,1 Prozent, von 7,9 Prozent im Vormonat, wie Eurostat mitteilte. Die Statistikbehörde schätzte, dass die Zahl der Arbeitslosen sich um 251.000 auf rund 13,2 Millionen erhöhte.

Volkswirte erwarten angesichts auslaufender staatlicher Programme für Finanzhilfen für Löhne einen weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit. Steigende Infektionszahlen in vielen Ländern haben die Sorgen verstärkt, dass manche Beschränkungen für den Geschäftsbetrieb von Unternehmen wieder eingeführt werden könnten.

In Deutschland war die Arbeitslosigkeit im September dagegen leicht gesunken.

11:53 Uhr

Bundesweite Studie zu Vorkommen von Antikörpern

Das Robert Koch-Institut (RKI) und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) starten eine bundesweite Antikörper-Studie mit 34.000 Menschen. Geklärt werden soll unter anderem, wie viele Menschen bereits eine Infektion durchgemacht haben, wie hoch die Dunkelziffer ist und welche Menschen besonders häufig betroffen sind, teilen RKI und DIW mit.

Die Studie soll bis Ende des Jahres laufen. Neben den medizinischen Tests werden die Teilnehmer auch im Rahmen des sogenannten sozio-ökonomischen Panels befragt, das unter dem Dach des DIW läuft. Hier geht es um eine Langfristbefragung zu Lebensumständen wie Einkommen, Beruf und Bildung.

11:35 Uhr

Schweiz erlaubt Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern

Die Regierung in der Schweiz erlaubt wieder Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern. Davon profitieren unter anderem Sportvereine, die nun mehr Fans in die Stadien lassen dürfen.

Die Regierung verlangt allerdings strikte Hygienekonzepte. In allen Stadien sind nur Sitzplätze erlaubt, die Fans müssen Masken tragen und es dürfen höchstens Zweidrittel der Plätze besetzt werden. Bei Freiluftveranstaltungen wie Ski-, Langlauf- oder Radrennen sowie Dorffesten im freien Gelände sind auch Stehplätze erlaubt. Bewilligungen für Veranstaltungen erteilen die Kantone, die je nach Infektionsgeschehen eigene Auflagen machen können.

Konzert  zum Schweizer Nationalfeiertag in den Bains des Paquis. | dpa

Die Schweiz lockert die Corona-Beschränkungen und erlaubt künftig wieder Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern. Bild: dpa

Die Schweiz hatte Messen, Konzerte und andere Veranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen wegen der Corona-Pandemie als eines der ersten Länder Europas Ende Februar verboten. Als erstes profitiert die Eishockey-Liga von der Lockerung. Sie wollte am Donnerstagabend in die neue Saison starten.

11:04 Uhr

Corona-Fälle bei Einsiedlern im libanesischen Wadi Qadisha

In dem nordlibanesischen Einsiedlertal Wadi Qadischa sind mehrere Corona-Fälle aufgetreten. Betroffen sind laut örtlichen Medienberichten Mönche des Antoniusklosters Quzhaya, darunter ein Eremit. Das Kloster bleibt bis auf weiteres für Besucher geschlossen.

Laut Medienberichten wurden seit Beginn der Pandemie rund 39.600 Covid-19-Infektionen im Libanon registriert, 367 Menschen starben. Das 35 Kilometer lange Wadi Qadischa und seine unzähligen kleinen Klöster mit ihren freskengeschmückten Kirchen waren einst Zufluchtsort für bedrängte Christen vor Römern, Mamelukken und Osmanen. Über ein Jahrtausend lang siedelten hier, in der Wiege des maronitischen Mönchtums, Mönche und Eremiten. Seit 1998 gehört es zum Unesco-Weltkulturerbe.

10:52 Uhr

Die Philippinen melden 2415 neue Corona-Fälle

Das philippinische Gesundheitsministerium meldet 2415 neue Coronavirus-Infektionen und 59 weitere Todesfälle. Damit sei die Gesamtzahl der bestätigten Corona-Fälle auf 314.079 gestiegen - die höchste Zahl an Infektionen in Südostasien. 5562 Menschen starben bislang an den Folgen der Pandemie.

10:42 Uhr

Singapur erlaubt Einreise aus Australien und Vietnam

Singapur will für Reisende aus Vietnam und Australien die Grenzen öffnen. Ab dem 8. Oktober sollen Reisende aus diesen Ländern - mit Ausnahme von Australiens schwerer vom Coronavirus getroffenem Bundesstaat Victoria - in den kleinen Stadtstaat einreisen dürfen. Zuvor war schon die Einreise aus Neuseeland und Brunei erlaubt worden. Es gebe nur ein geringes Risiko, das Virus aus diesen Ländern mitzubringen, teilte die Luftverkehrsaufsichtsbehörde mit. Reisende müssen sich bei der Ankunft einem Virustest unterziehen, Direktflüge ohne Transit nutzen und eine App auf ihr Smartphone laden, mit dem Kontakte verfolgt werden können.

10:38 Uhr

H&M will Filialen trotz Erholung von Corona-Krise schließen

Der von der Corona-Krise getroffene schwedische Modehändler Hennes & Mauritz (H&M) will sein Filialnetz ausdünnen. Im kommenden Jahr soll die Zahl der Geschäfte unter dem Strich um rund 250 schrumpfen. Das gab das Unternehmen bei der Verkündung der Zahlen für das dritte Geschäftsquartal bekannt. Die Erholung des Konzerns setze sich fort. Bereits im Sommerquartal gelang dem Einzelhändler die Rückkehr in die schwarzen Zahlen.

"Obwohl die Herausforderungen an uns noch bei weitem nicht vorbei sind, dürfte das Schlimmste hinter uns liegen", sagte Konzernchefin Helena Helmersson. Die Erholung der Geschäfte laufe schneller als gedacht, besonders das Online-Geschäft sei stark gewachsen. Aktuell seien noch 166 der insgesamt rund 5000 H&M-Filialen geschlossen, hieß es.

10:09 Uhr

Havanna lockert Corona-Beschränkungen

Der sozialistisch regierte Karibikstaat Kuba hat die strengen Anti-Corona-Maßnahmen in der Hauptstadt Havanna gelockert. Die seit September geltende Ausgangssperre zwischen 19 und 5 Uhr werde aufgehoben, teilte Havannas Gouverneur Reinaldo García Zapata im Staatsfernsehen mit. Unter Auflagen seien nun Strände und Schwimmbäder wieder offen, der öffentliche Nahverkehr dürfe den Betrieb aufnehmen.

Grund für die Lockerungen sei die schwächelnde Wirtschaft. Auch Geschäfte durften demnach die bisher eingeschränkten Ladenöffnungszeiten ausweiten. Geschlossen blieben dagegen zunächst der Flughafen sowie Bars und Diskotheken. Zudem müssten Ein- und Ausreisen zwischen der Hauptstadt mit mehr als zwei Millionen Einwohnern und dem Rest des Landes weiterhin genehmigt werden.

Menschen mit Mundschutzmasken kaufen Mangos an einem Straßenstand in Havanna | dpa

Kubas Hauptstadt Havanna hebt die seit September geltende Ausgangssperre wieder auf. Bild: dpa

In dem Karibikstaat mit insgesamt etwas mehr als elf Millionen Einwohnern wurden bislang 5597 Corona-Infektionen und 122 Todesfälle nach einer Covid-19-Erkrankung registriert. Nach einem alarmierenden Anstieg der Infektionszahlen in Havanna hatten Behörden vor knapp einem Monat strenge Sicherheitsmaßnahmen verhängt.

10:05 Uhr

Niederlande: Mehr Corona-Tote als bislang angenommen

Corona-Infektionen haben in den Niederlanden zu Tausenden mehr Todesfällen geführt, als bislang angenommen, wie die Daten der nationalen Statistikbehörde nun zeigen. Mindestens 10.000 Menschen seien demnach während der ersten Infektionswelle zwischen März und Juni an COVID-19 gestorben, so Statistics Netherlands (CBS). Die Gesundheitsbehörden hatten bis Mittwoch bislang nur 6.406 Todesfälle infolge bestätigter Coronavirus-Infektionen gemeldet.

Der Unterschied könnte durch positive Tests verursacht werden, die den Gesundheitsbehörden nicht gemeldet wurden, teilte das Statistikamt mit. Von den 10.067 gemeldeten Personen waren 7.797 der verstorbenen Personen nachweislich mit dem neuen Coronavirus infiziert, während das Virus in 2.270 weiteren Fällen als wahrscheinlichste Todesursache gilt.

09:57 Uhr

Deutschland: Corona verringert Zu- und Abwanderung

Die Corona-Pandemie hat nach neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes die Einwanderung nach Deutschland und die Auswanderung über die Grenzen hinweg deutlich ausgebremst. Mit etwa 529.000 Zuzügen in die Bundesrepublik hätten sich im ersten Halbjahr 2020 rund 29 Prozent weniger Menschen in Deutschland niedergelassen als in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres, erklärte das Bundesamt. Im ersten Halbjahr 2019 seien es noch 748.000 gewesen. Auch die Fortzüge seien um 22 Prozent zurückgegangen: von 581.000 auf 455.000.

Der starke Rückgang sei besonders auf die Entwicklungen ab März zurückzuführen und falle zeitlich mit den Beschränkungen durch die Corona-Pandemie zusammen, erklärten die Statistiker. Noch im Januar und Februar seien die Zu- und Fortzüge nur geringfügig von denen der Vergleichsmonate 2019 abgewichen. Im Zeitraum März bis Juni habe die Zahl der Zuzüge aber um 208.000 (rund 42 Prozent) unterhalb des Wertes von März bis Juni 2019 gelegen.

09:09 Uhr

Tiefkühlpizza boomt im Corona-Jahr

Beim Pizzaverbrauch erwartet die Tiefkühlindustrie im Corona-Jahr 2020 einen Rekord. "Der Absatz von Tiefkühlpizza wird dieses Jahr einen neuen Höhepunkt erreichen", teilte der Branchenverband Deutsches Tiefkühlinstitut mit. "Jeder Bundesbürger isst durchschnittlich 13 Tiefkühlpizzen pro Jahr - Tendenz steigend." Vor zehn Jahren waren es demnach erst zehn, vor 20 Jahren fünf Tiefkühlpizzen.

Mitarbeiterinnen kontrollieren den Belag von Tiefkühlpizzen | dpa

Die erste Tiefkühlpizza kam vor 50 Jahren in den deutschen Handel. Bild: dpa

Laut Tiefkühlinstitut haben sich die Deutschen seit der Corona-Krise Ende Februar stärker mit TK-Lebensmitteln versorgt - vor allem mit Tiefkühlpizzen. Die Nachfrage nach Tiefkühlkost im Lebensmittelhandel sei demnach seit der elften Kalenderwoche (9. bis 15. März) zweistellig gewachsen, hieß es weiter. Vergangenes Jahr wurden in Deutschland mehr als eine Milliarde TK-Pizzen verbraucht - das waren etwa 360.000 Tonnen.

08:45 Uhr

Rekord an Corona-Neuinfektionen in Israel

Knapp zwei Wochen nach Beginn eines Lockdowns hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel einen Rekord erreicht. Das Gesundheitsministerium meldete zuletzt 9013 neue Fälle.

Seit dem 18. September gilt ein Lockdown mit Restriktionen wie Ausgangsbeschränkungen; am vergangenen Freitag wurden die Maßnahmen verschärft. In der Nacht zum Donnerstag beschloss das Coronavirus-Kabinett, den Lockdown um drei Tage bis zum 14. Oktober zu verlängern.

Am stärksten betroffen von der Zunahme der Fallzahlen waren zuletzt arabische und ultraorthodoxe jüdische Wohnviertel. In den Corona-Zeitraum fielen wichtige jüdische Feiertage wie das Neujahrsfest Rosch Haschana und das Versöhnungsfest Jom Kippur, an denen traditionell Familien zusammenkommen. Medienberichten zufolge hielten sich viele Strengreligiöse nicht an Corona-Vorschriften wie Versammlungsbeschränkungen in Synagogen.

Das Coronavirus ist seit Beginn der Pandemie bei 248.133 Menschen in Israel nachgewiesen worden. 1571 Menschen sind in Verbindung mit einer Corona-Infektion gestorben. Israel hat rund neun Millionen Einwohner.

08:22 Uhr

Ukraine meldet Rekord-Infektionszahl

Binnen eines Tages registrierte die Ukraine 4069 Neuinfektionen - der höchste Tageswert seit Beginn der Pandemie. Das teilte der nationale Sicherheitsrat mit, nachdem am Mittwoch zuvor 4027 neue Fälle gemeldet worden waren.

Die tägliche Zahl der Coronavirus-Infektionen stieg im September auf über 3000 und veranlasste die Regierung dazu, den Lockdown bis Ende Oktober zu verlängern. Nach Angaben des Rates wurden zum 1. Oktober insgesamt 213.028 Coronafälle und 4193 Todesopfer gezählt.

08:09 Uhr

Italien erwägt Verlängerung des Ausnahmezustands


Die italienische Regierung diskutiert laut Medienberichten darüber, den derzeit geltenden Ausnahmezustand im Land wegen der Corona-Krise bis zum 31. Januar nächsten Jahres zu verlängern. Der Ausnahmezustand, der bisher Mitte Oktober auslaufen sollte, gibt der Regierung mehr Befugnisse und ermöglicht es den Beamten, Entscheidungen schneller und unbürokratischer treffen zu können.

Die Tageszeitungen "Il Messagero" und "Corriere della Sera" berichteten, eine Kabinettssitzung habe das Thema am späten Mittwoch erörtert. Noch sei die Entscheidung aber nicht offiziell.

07:55 Uhr

Bayer beschließt Sparmaßnahmen in Milliardenhöhe

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer hat inmitten der Corona-Krise zusätzliche Sparmaßnahmen in Milliardenhöhe angekündigt und schließt einen weiteren Arbeitsplatzabbau nicht aus. Demnach hat der Bayer-Vorstand beschlossen, "zusätzliche operative Einsparungen in Höhe von mehr als 1,5 Milliarden Euro pro Jahr ab 2024 auf den Weg zu bringen", teilte der Konzern mit.

Bayer bekommt die Folgen der Corona-Pandemie vor allem im Agrargeschäft zu spüren. Wegen der eingetrübten Aussichten in der Sparte fällt eine milliardenschwere Sonderabschreibung an. Die bereits im August gesenkten Ziele für 2020 bestätigte Bayer zwar, rechnet im kommenden Jahr aber mit einem Ergebnisrückgang.

07:46 Uhr

Indien: Mehr als 86.000 Neuinfektionen

Indien meldet 86.821 neue Corona-Infektionen binnen der vergangenen 24 Stunden und weitere 1181 Todesfälle. Laut Gesundheitsministerium zählt Indien nun insgesamt mehr als 6,3 Millionen Infizierte und 98.678 Tote. Damit war der September der schlimmste Monat seit Beginn der Pandemie. Demnach entfielen 41 Prozent aller bestätigten Coronafälle und 34 Prozent aller Todesfälle allein auf den Monat September.

Indien wird voraussichtlich innerhalb weniger Wochen das am stärksten betroffene Land der Pandemie sein und die USA übertreffen, in denen mehr als 7,2 Millionen Menschen infiziert sind.

Dennoch kündigte die Regierung an, die Beschränkungen ab dem 15. Oktober weiter zu lockern. Kinos und Theater sollen dann mit bis zu 50 Prozent der Sitzplatzkapazität eröffnet werden. Die Regierung sagte auch, dass Indiens 28 Staaten dann über die schrittweise Wiedereröffnung von Schulen entscheiden können. Internationale Flüge soll es bis zum 31. Oktober nicht geben.

Der indische Premierminister Narendra Modi verhängte Ende März einen Lockdown im ganzen Land, begann jedoch nach zwei Monaten mit der Lockerung der Beschränkungen, um die Wirtschaft wiederzubeleben. Diese war im zweiten Quartal um 24 Prozent zurückgegangen.

07:19 Uhr

US-Regierung schlägt 1,5 Billionen Dollar Corona-Hilfen vor

Die US-Regierung hat im Ringen um weitere Corona-Hilfen gegen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie ein Kompromissangebot gemacht. Man habe den Demokraten ein Paket mit einem Volumen von mehr als 1,5 Billionen Dollar vorgeschlagen, sagte Mark Meadows, Stabschef des Weißen Hauses. Darin vorgesehen seien 20 Milliarden Dollar zur Verlängerung der Hilfen für die besonders gebeutelten Fluggesellschaften.

Die Demokraten fordern ein Paket mit einem Umfang von 2,2 Billionen Dollar. Meadows bezeichnete das als zu hoch. "Wenn eine Zwei vorne steht, wird das ein echtes Problem", sagte er vor Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One. Das Flugzeug befand sich auf dem Weg von einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Minnesota zurück nach Washington.

06:59 Uhr

VAE: Höchstzahl an Neuinfektionen seit Pandemiebeginn

Die Vereinigten Arabischen Emirate melden mit 1100 neuen Coronafällen die höchste Zahl an Neuinfektionen binnen eines Tages seit Beginn der Pandemie. Die Infektionen im arabischen Golfstaat sind in den letzten zwei Monaten stetig gestiegen. Am 3. August lag die Zahl der Neuinfektionen noch bei 164.

Die Behörden sehen die Ursache des Anstiegs in der Missachtung von Abstands- und Hygieneregeln. Landesweit registrierten die Vereinigten Emirate bisher 94.190 Infektionen und 419 Todesfälle.

Menschen in Dubai tragen einen Mund-Nasen-Schutz. | ALI HAIDER/EPA-EFE/Shutterstock

Die Vereinigten Arabischen Emirate registrieren mit 1100 neuen Coronafällen einen neuen Höchststand an Neuinfektionen. Bild: ALI HAIDER/EPA-EFE/Shutterstock

06:49 Uhr

Argentinien meldet neuen Rekord an Neuinfektionen

Trotz des wochenlangen Lockdowns breitet sich die Cororona-Pandemie in Argentinien weiter aus. Zuletzt vermeldete das südamerikanische Land mit 14.392 Neuinfektionen einen neuen Tagesrekord. Die Zahl der Toten stieg auf insgesamt 16.937. Darin nicht enthalten sind 2993 Todesfälle aus der Provinz Buenos Aires, die zwar von den lokalen Behörden gemeldet wurden, aber keine Aufnahme in die Zahlen der Nationalen Gesundheitsstatistik fanden.

In Argentinien hat die Armut in Folge der Corona-Pandemie zudem massiv zugenommen. Inzwischen gelten 40,9 Prozent der argentinischen Bevölkerung als arm, wie die Tageszeitung "La Nacion" unter Berufung auf das Nationale Statistik-Institut Indec berichtete. Das entspricht 18,5 Millionen Menschen. Damit ist die Armutsrate im Land im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund fünf Prozent gestiegen.

Argentiniens Präsident Alberto Fernandez erklärte, die Armut würde noch höher ausfallen, hätte der Staat nicht mit Hilfszahlungen eingegriffen. Fernandez hatte im vergangenen Dezember sein Amt mit dem Versprechen angetreten, Armut und Hunger im Land zu bekämpfen.

06:03 Uhr

Zweites Mal binnen weniger Tage mehr als 2500 Neuinfektionen

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat zum zweiten Mal binnen weniger Tage die Schwelle von 2500 überschritten. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 2503 neue Corona-Infektionen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Morgen bekanntgab. Das sind nur knapp weniger als am Samstagmorgen, als mit 2507 Neuinfektionen innerhalb eines Tages der höchste Wert seit Ende April gemeldet worden war. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des RKI mindestens 291.722 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9500. Das sind 12 mehr als am Vortag. Rund 257.900 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

05:01 Uhr

Im Gastgewerbe rund ein Drittel der Minijobs weggefallen

In der Corona-Krise sind im Gastgewerbe 325.000 Minijobs weggefallen. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf Daten der Minijobzentrale, die von der Linken-Abgeordneten Sabine Zimmermann ausgewertet wurden. Demnach sind in der Branche rund Drittel der Minijobs aufgelöst worden. Allein 184.000 Minijobs seien in Restaurants und anderen Gaststätten verloren gegangen. Verglichen wurde die Zahl der Minijobber zum Stichtag 30. Juni mit den entsprechenden Daten zum Vorjahreszeitpunkt. Die Minijobzentrale ist die zentrale Einzugs- und Meldestelle für alle geringfügigen Beschäftigungen in Deutschland.

04:42 Uhr

Bundeswehr-Hilfe abgelehnt: Kramp-Karrenbauer kritisiert Berliner Bezirk

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat die ablehnende Haltung des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg gegen Hilfe der Bundeswehr zur Nachverfolgung von Kontakten bei Corona-Infizierten kritisiert. Das berge die Gefahr, eine Verschärfung der Lage für ganz Berlin zu riskieren, sagte die CDU-Chefin dem "Tagesspiegel". "Mir fehlt jedes Verständnis, dass Rot-Rot-Grün es eher riskiert, dass es rasant steigende Infektionen gibt, dass Infektionsketten nicht nachverfolgt oder nicht eingedämmt werden können, als sich von der Bundeswehr helfen zu lassen", sagte Kramp-Karrenbauer. Sie sieht "ideologische Gründe". Überall sonst werde die Hilfe der Soldatinnen und Soldaten dankbar angenommen.

04:41 Uhr

Brasilien: Mehr als 33.000 Neuinfektionen

Brasilien meldet nach Angaben des Gesundheitsministeriums binnen 24 Stunden 1031 weitere Todesfälle und 33.413 Neuinfektionen. Das lateinamerikanische Land verzeichnet insgesamt 143.952 Todesopfer und über 4,81 Millionen bestätigte Coronavirus-Fälle

03:08 Uhr

Mnuchin lehnt Corona-Hilfspaket in Höhe von 2,2 Billionen Dollar ab

Im Ringen um ein weiteres milliardenschweres US-Hilfspaket gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie ist weiterhin keine Einigung in Sicht. Die Regierung werde den Vorschlag der Demokraten nicht akzeptieren, sagte Finanzminister Steven Mnuchin in einem Interview mit dem Sender Fox Business Network. "Wir werden keinen 2,2-Billionen-Dollar-Deal machen." Auf die Frage, ob ein Kompromiss von 1,5 Billionen Dollar akzeptabel sei, antwortete er: "Es liegt in diesem Bereich." Mnuchin hatte zuvor nach einem Treffen mit der Präsidentin des Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, erklärt, es seien zwar viele Fortschritte erzielt worden. Eine Einigung gebe es jedoch nicht. Die Abstimmung war für Mittwochabend (Ortszeit) angesetzt, sei aber um einen Tag verschoben, "damit ein Abkommen zustande kommt", sagte ein demokratischer Berater unter Wahrung der Anonymität.

03:08 Uhr

American Airlines beurlaubt 19.000 Mitarbeiter

Die Fluggesellschaft American Airlines wird ab heute 19.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beurlauben. Das kündigte die Airline an, nachdem Abgeordnete und das Weiße Haus sich nicht auf ein Corona-Hilfspaket einigen konnten, das auch Bundeshilfen für Fluggesellschaften vorgesehen hätte. Sollte Washington sich "in den kommenden Tagen" doch noch auf einen Deal verständigen, der auch 25 Milliarden Dollar für Fluggesellschaften vorsehe, würde American Airlines die Beurlaubungen zurücknehmen und die Mitarbeiter zurückrufen, sagte der Chef der Fluggesellschaft Doug Parker. Es ist die erste - und wahrscheinlich größte - unfreiwillige Streichung von Arbeitsplätzen in der Industrie. United Airlines hatte angekündigt, möglicherweise 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beurlauben zu wollen.