UN-Generalsekretär Antonio Guterres | AFP
Liveblog

Coronavirus-Pandemie Debatten und Kompromisse

Stand: 09.04.2020 23:00 Uhr

Die UN beraten über Sicherheitsfragen in der Corona-Krise. Die EU einigt sich im Streit um das milliardenschwere Hilfspaket. Alle Entwicklungen rund um die Pandemie im Liveblog zum Nachlesen.

  • EU-Finanzminister einigen sich auf Corona-Hilfspaket
  • UN beraten über Pandemie
  • Premier Boris Johnson von Intensivstation entlassen
  • Fast 800 weitere Tote im Bundesstaat New York
  • Merkel: Lockerungen nur "ganz vorsichtig" möglich
9.4.2020 • 23:00 Uhr

Ende des heutigen Liveblogs

Hiermit beenden wir den heutigen Liveblog zur Corona-Krise und danken für Ihr Interesse.

9.4.2020 • 22:43 Uhr

UN-Sicherheitsrat tagt erstmals zur Corona-Krise

Der UN-Sicherheitsrat hat sich zum ersten Mal seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie mit den Auswirkungen der Krise auf die internationale Sicherheit beschäftigt. UN-Generalsekretär António Guterres unterrichtete die 15 Mitglieder in einer virtuellen, für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Sitzung über die aktuelle Lage.

Zuletzt war Kritik wegen des offenbaren Stillstands im Sicherheitsrat aufgekommen, der zur Auswirkung der Corona-Krise auf die internationale Sicherheit bisher keine gemeinsame Haltung gefunden hat.

9.4.2020 • 22:14 Uhr

EU-Finanzminister einigen sich im Streit um Corona-Hilfen

Die EU-Finanzminister haben sich in der Corona-Krise auf milliardenschwere Hilfen für gefährdete Staaten, Firmen und Jobs geeinigt. Dies teilte Teilnehmer in Brüssel mit.

9.4.2020 • 22:04 Uhr

Brasilien startet Auszahlung von Soforthilfen

In Brasilien haben am ersten Tag, an dem monatliche Soforthilfen ausgezahlt wurden, rund 2,6 Millionen Bürger den entsprechenden Betrag von 600 Reais (108 Euro) erhalten, wie Sozialminister Onyx Lorenzoni mitteilte.

Insgesamt sollen 60 Millionen Freiberufler, Tagelöhner und Arbeitslose solche Zahlungen erhalten. Das größte und bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas hat etwa 209 Millionen Einwohner.

Viele Brasilianer haben wegen der Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung des Coronavirus ihre oft ohnehin geringen Einnahmequellen von einem Tag auf den anderen verloren. Innerhalb von 48 Stunden hatten 27 Millionen Menschen die Nothilfe über die entsprechende App oder über das Internet angefordert.

9.4.2020 • 21:53 Uhr

Offenbar Annäherung im Streit um EU-Corona-Hilfen

Die EU-Finanzminister starten mit deutlicher Verspätung in ihre Beratungen darüber, wie und von wem die Kosten für Corona-Hilfen getragen werden sollen.

Doch wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, zeichnet sich vorzeitig eine Einigung ab. Demnach hätten sich Deutschland, Frankreich und Spanien mit den Niederlanden und Italien auf einen gemeinsamen Textentwurf geeinigt, der den Ministern als Lösungsvorschlag vorgelegt werden solle.

Nach jetzigem Stand besteht das EU-Hilfsprogramm aus drei Teilen: Neben Kreditzusagen des Euro-Rettungsfonds ESM von bis zu 240 Milliarden Euro gehören dazu Darlehen der Europäischen Investitionsbank für Firmen von bis zu 200 Milliarden Euro sowie weitere 100 Milliarden Euro zur Förderung von Kurzarbeit, um Entlassungen in der Krise zu verhindern.

9.4.2020 • 21:35 Uhr

Ruder-WM fällt aus

Die für August 2020 geplanten Ruder-Weltmeisterschaften im slowenischen Bled wurden abgesagt. Sie würden auch nicht nachgeholt, teilte der Weltverband Fisa mit.

Die WM in Bled sollte vom 16. bis 23. August 2020 stattfinden.

9.4.2020 • 21:33 Uhr

Die Tagesschau aus dem Home Office?

Was wäre wenn..? Wenn die Tagesschau auf einmal aus dem heimatlichen Wohnzimmer der Moderatoren gesendet würde? Jan Hofer übt schon einmal.

9.4.2020 • 21:29 Uhr

RKI: Fast 50.000 Infizierte bundesweit genesen

In Deutschland haben sich mittlerweile fast 50.000 Menschen nach einer Corona-Erkrankung wieder erholt. Das geht aus den Zahlen des Robert Koch-Institutes hervor.

Bundesweit sind demnach derzeit mehr als 108.000 Bürger mit dem Virus infiziert, knapp 2100 Menschen starben.

9.4.2020 • 21:21 Uhr

Alle Entwicklungen im ARD extra

Ein Blick auf die Wirtschaft, auf die Kirchen, auf das beginnende Osterfest und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im Interview - sehen Sie hier das komplette ARD extra zur Corona-Krise.

9.4.2020 • 21:15 Uhr

Staatsverschuldung in Deutschland wird deutlich ansteigen

Wegen der Corona-Hilfspakete steigt Deutschlands Staatsverschuldung: Das Finanzministerium rechnet damit, dass die Schuldenquote - also das Verhältnis der Schulden zur gesamten Wirtschaftsleistung - Ende des Jahres bei 75,25 Prozent liegen wird. Das geht aus dem Stabilitätsprogramm 2020 hervor, das die Bundesregierung Ende April der EU-Kommission vorlegen wird, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet.

9.4.2020 • 21:02 Uhr

USA übt weitere Kritik an WHO

Die Vorwürfe der USA an der Weltgesundheitsorganisation (WHO) reißen nicht ab. Eine Sprecherin des Außenministeriums sagte nun, die WHO habe frühe Warnungen aus Taiwan vor der Corona-Pandemie ignoriert. Das habe "Zeit und Leben gekostet". Die WHO habe "ein Mal mehr" Politik über die öffentliche Gesundheit gestellt.

Zuvor hatte bereits US-Präsident Donald Trump der Organisation vorgeworfen, es mit dem eigenen Handeln in der Krise "vermasselt" zu haben.

9.4.2020 • 20:59 Uhr

Papst würdigt "Heilige von nebenan"

Papst Franziskus hat in einem nahezu leeren Petersdom die Gründonnerstagsmesse gefeiert. Dabei sprach er von Ärzten und Medizinern, aber auch von Geistlichen, die Patienten betreuten als "Heilige von nebenan". Mehr als 60 Geistliche seien in der Zeit der Pandemie in Italien gestorben, nachdem sie sich um Kranke in Hospitälern gekümmert hätten.

9.4.2020 • 20:44 Uhr

Spanisches Parlament stimmt Verlängerung der Auflagen zu

Nach rund elf Stunden der Abgeordneten hat Spaniens Parlament dem Antrag von Ministerpräsident Pedro Sánchez zugestimmt, den Alarmzustand bis zum 25. April zu verlängern.

Es ist das zweite Mal, dass die strikten Auflagen verlängert werden: Seit Mitte März dürfen die Spanier nur noch zum Einkaufen und in Ausnahmefällen aus dem Haus.

9.4.2020 • 20:41 Uhr

Frankreich: Leichter Rückgang auf Intensivstationen

Erstmals seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie in Frankreich melden die Kliniken etwas weniger Corona-Patienten, die auf Intensivstationen behandelt werden müssen. Innerhalb von 24 Stunden sei die Zahl dieser Patienten von 7148 auf 7066 zurückgegangen.

9.4.2020 • 20:37 Uhr

Dramatische Lage in Ecuador

In Ecuador bricht zeitgleich die Versorgung der Bevölkerung und der Krankenhäuser ein, ebenso wie die Wirtschaft. Xenia Böttcher berichtet.

9.4.2020 • 20:34 Uhr

VW beurlaubt US-Mitarbeiter ohne Lohn

Nach dem Autobauer Mercedes stellt auch Volkswagen die Beschäftigten im US-Werk in Tennessee frei - ohne fortlaufende Gehaltszahlung. Die Angestellten sollen ab Samstag und voraussichtlich für vier Wochen beurlaubt werden. Sozialleistungen wie Beiträge zur Krankenversicherung will VW aber weiter zahlen.

9.4.2020 • 20:21 Uhr

Johnson nicht mehr auf Intensivstation

Der britische Premierminister Boris Johnson befindet sich nicht mehr in intensivmedizinischer Behandlung. Johnson habe die Intensivstation verlassen können, werde aber noch streng überwacht, wie ein Regierungssprecher mitteilte. Der Premier sei sehr guter Dinge.

Johnson war am Sonntagabend ins Krankenhaus eingeliefert worden, nachdem seine Covid-19-Erkrankung sich verschlimmert hatte. Nach offiziellen Angaben wurde er auf der Intensivstation mit Sauerstoff versorgt, jedoch nicht beatmet. Gegenwärtig übt Außenminister Dominic Raab seine Amtsgeschäfte aus.

9.4.2020 • 20:09 Uhr

Infektionen auf US-Flugzeugträger

Auf dem US-Flugzeugträger "USS Theodore Roosevelt" haben sich mindestens 416 Mitglieder der Besatzung mit dem Coronavirus angesteckt. Anfang der Woche hatte das Verteidigungsministerium in Washington noch von 200 Fällen an Bord gesprochen.

Insgesamt sind auf dem Flugzeugträger 4000 Mitglieder der Marine stationiert. Der Großteil hat den Flugzeugträger bereits verlassen.

Der Flugzeugträger "USS Theodore Roosevelt" läuft Anfang März 2020 in den Hafen Da Nang in Vietnam ein. | REUTERS

Innerhalb weniger Tage haben sich die Corona-Fälle an Bord des Flugzeugträgers "USS Theodore Roosevelt" mehr als verdoppelt. Bild: REUTERS

9.4.2020 • 20:00 Uhr

Fitness-Tipps vom Präsidenten

In Uganda ist es derzeit wegen der Corona-Pandemie verboten, im Freien Sport zu treiben. Wie seine Bürger auch in den eigenen vier Wänden trainieren können, zeigt der Präsident des Landes, Yoweri Museveni, höchstpersönlich per Video. Barfuß und in grauem Jogging-Anzug führt der 75-Jährige durch das Programm - vom Aufwärmen bis hin zu Liegestützen.

9.4.2020 • 19:53 Uhr

Sprunghafter Anstieg der Fälle in Portugal

Innerhalb von zehn Tagen haben sich die Infektionen in Portugal nahezu verdoppelt. Davor wurden in dem Land kaum Fälle gemeldet. Oliver Neuroth berichtet über die Gründe der Zunahme an Erkrankungen.

9.4.2020 • 19:40 Uhr

Zahl der Toten in der Türkei steigt auf über 900

In der Türkei ist die Zahl der an Covid-19 verstorbenen Menschen auf insgesamt 908 gestiegen. In den vergangenen 24 Stunden sind nach offiziellen Angaben 96 Menschen gestorben. Zudem wurden weitere 4056 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Gesamtzahl der bestätigten Infizierten liegt nun bei 42.282, so das Gesundheitsministerium.

9.4.2020 • 19:35 Uhr

Situation auf "Alan Kurdi" spitzt sich offenbar zu

Am Montag hat das Rettungsschiff "Alan Kurdi" vor Libyen 150 Migranten gerettet, doch Italien erlaubt wegen der Corona-Krise kein Einlaufen des Schiffes. Nun spitzt sich die Lage nach Angaben des Sprechers der Organisation Sea-Eye, Gorden Isler, zu. Die Kapitänin habe die italienische Rettungsleitstelle um Nahrungsmittel, Medikamente und Treibstoff für das Schiff gebeten. Die Menschen könnten wegen des Platzmangels kaum schlafen, hieß es von den Helfern.

9.4.2020 • 19:24 Uhr

Raab: Keine Gespräche mit Johnson seit Samstag

Der Stellvertreter des mit dem Coronavirus infizierten britischen Premiers Boris Johnson, Außenminister Dominic Raab, hat seit Samstag nicht mehr mit seinem Chef gesprochen. "Ich glaube, es ist wichtig, ihm zu erlauben, sich auf seine Genesung zu konzentrieren, besonders solange er in Intensivbehandlung ist", sagte Raab. Johnson mache weiterhin "positive Schritte" und sei guten Mutes, sagte der Außenminister. Er müsse aber weiterhin intensivmedizinisch behandelt werden.

Der britische Außenminister Dominic Raab. | AFP

Der britische Außenminister Dominic Raab: Kein Kontakt zu Johnson Bild: AFP

9.4.2020 • 19:04 Uhr

Mehr als 65.000 Briten positiv getestet

In Großbritannien wurden bislang rund 65.000 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet, wie der britische Außenminister Dominic Raab mitteilte. Insgesamt seien bislang mehr als 243.000 Corona-Tests durchgeführt worden.

Die Zahl der Todesopfer nahm laut Raab weiter zu: Seit gestern seien 881 weitere Tote gemeldet worden. Damit steigt die Zahl insgesamt auf fast 8000 an.

9.4.2020 • 18:59 Uhr

Moskau schließt Friedhöfe

In der russischen Hauptstadt Moskau bleiben Friedhöfe vorübergehend für Besucher geschlossen. Als einen Grund führte Bürgermeister Sergej Sobjanin das bevorstehende Osterfest an, dass in der orthodoxen Kirche teils eine Woche später als in Deutschland gefeiert wird. Für viele Russen sei es Tradition, an diesen Tagen die Gräber ihrer Angehörigen zu besuchen und zu pflegen.

9.4.2020 • 18:52 Uhr

Hetze in Krisenzeiten

"Antisemitismus ist in Zeiten von Corona nicht nur online, sondern auch auf der Straße zu finden", warnen Experten.

9.4.2020 • 18:43 Uhr

Frankreich stockt Hilfspaket auf

Der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire hat im Interview mit der Zeitung "Les Echos" angekündigt, seine Regierung werde das Corona-Hilfspaket auf 100 Milliarden Euro aufstocken - und damit mehr als verdoppeln. Bisher waren 45 Milliarden Euro eingeplant, unter anderem für die Finanzierung von Kurzarbeit.

Frankreich erwartet durch die Corona-Krise einen Wirtschaftseinbruch von etwa sechs Prozent, laut Le Maire "die stärkste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg".

9.4.2020 • 18:40 Uhr

New York: Mehr Tote, weniger Einlieferungen in Kliniken

Im US-Bundesstaat New York sind mittlerweile mehr als 7060 Menschen durch das Coronavirus ums Leben gekommen. Innerhalb eines Tages wurden den Behörden fast 800 neue Todesfälle gemeldet - der höchste Anstieg seit Ausbruch der Pandemie.

Trotzdem zeigte sich Gouverneur Andrew Cuomo zumindest mit Blick auf die Zahl der Krankenhauspatienten vorsichtig optimistisch. In 24 Stunden wurden etwa 200 neue Corona-Patienten in Kliniken eingeliefert, teilte Cuomo mit.Das sei die niedrigste Zahl an neuen Aufnahmen, "seit dieser Albtraum begonnen hat".

9.4.2020 • 18:19 Uhr

Handelsverband plädiert für Sonntagsöffnung

Um ihre Verluste zumindest teils auffangen zu können, sollen Geschäfte für den Rest des Jahres auch sonntags öffnen dürfen. Der Vorstoß des Handelsverbands Deutschland erntet jedoch Kritik.

9.4.2020 • 18:14 Uhr

"Nah dran" an EU-Kompromiss zu Corona-Hilfen

Eurogruppen-Chef Mario Centeno hat sich zuversichtlich gezeigt, dass die EU-Finanzminister am Abend eine Einigung über die Finanzierung der milliardenschweren Hilfspakete gegen die Corona-Krise finden.

"Ich vertraue darauf - ich vertraue immer noch darauf, dass diesmal alle dieser Aufgabe gerecht werden", sagte Centeno: In der Pandemie seien alle Staaten in derselben Situation. "Es gibt keine Passagiere erster Klasse, wir schwimmen oder wir sinken gemeinsam."

9.4.2020 • 18:09 Uhr

Tausende neue Infektionen in Italien gemeldet

Laut italienischen Gesundheitsbehörden haben sich die registrierten Fälle einer Corona-Erkrankungen landesweit binnen 24 Stunden von rund 139.400 auf mehr als 143.600 Infektionen erhöht.

Infolge einer Infektion sind bislang fast 18.280 Menschen gestorben. In den vergangenen 24 Stunden wurden 610 neue Todesfälle gemeldet.

9.4.2020 • 18:01 Uhr

Ostern in Israel im Zeichen der Corona-Krise

Zu dieser Jahreszeit sollte es dort eigentlich voll sein: ARD-Korrespondent Benjamin Hammer über das wohl stillste Ostern der vergangenen Jahre in Jerusalem. Und über Konflikte der Stadt, die auch in der Krise nicht plötzlich verschwunden sind.

9.4.2020 • 17:39 Uhr

Gericht kippt Osterreiseverbot in Mecklenburg-Vorpommern

Die Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns dürfen nun doch über Ostern Tagesausflüge zu den Ostseeinseln, zur Küste und in die Seenplatte machen. Das Oberverwaltungsgericht Greifswald hat überraschend in zwei Eilverfahren das Reiseverbot gekippt. Paragraf 4a der entsprechenden Verordnung sei bis zu einer Entscheidung in der Hauptsache außer Vollzug gesetzt worden, teilte das Gericht mit.

9.4.2020 • 17:30 Uhr

Scholz: Einigung bei EU-Hilfen möglich

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hält eine Einigung der EU-Staaten auf Hilfe für möglich. Vor der heutigen Video-Konferenz der EU-Finanzminister habe es viele bilaterale Gespräche gegeben, sagte Scholz. Es sehe "danach aus, dass eine Einigung möglich ist".

9.4.2020 • 17:21 Uhr

Ungarn verlängert Lockdown auf unbestimmte Zeit

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hatte sich in der Corona-Krise mit Sondervollmachten ausstatten lassen. Jetzt wurden die Einschränkungen in dem Land auf unbestimmte Zeit verlängert. Die Regierung werde die Aufrechterhaltung der Beschränkungen wöchentlich überprüfen, erklärte der Ministerpräsident auf seiner Facebook-Seite. Demnach dürfen die Menschen ihre Wohnungen nur verlassen, wenn sie einen triftigen Grund haben, etwa Einkäufe oder das Versorgen von Angehörigen. Besuche von Verwandten und Freunden zählen nicht dazu. Spaziergänge und Sport im Freien sind erlaubt, sofern die Menschen untereinander einen Sicherheitsabstand von anderthalb Metern einhalten. Ohne die Verlängerung hätten die Bestimmungen nur bis zum Samstag gegolten.

9.4.2020 • 16:56 Uhr

Unionspolitiker: Corona-Bonds wären Entmachtung des Bundestags

Haushaltspolitiker der Union haben sich vehement gegen Corona-Bonds ausgesprochen. Corona-Bonds mit gesamtschuldnerischer Haftung würden auf eine teilweise Entmachtung des Bundestags und damit einen Schaden für das Demokratieprinzip in Deutschland hinauslaufen, heißt es in einem Papier der AG Haushalt der Unions-Bundestagsfraktion, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Die Finanzminister der EU-Staaten versuchen, ein milliardenschweres Rettungspaket für Arbeitnehmer, Firmen und verschuldete Staaten auf die Beine zu stellen. Am Dienstag wurden die Gespräche nach 16 Stunden abgebrochen, sie werden heute fortgeführt.

9.4.2020 • 16:43 Uhr

Italiens Außenminister Di Maio in Sorge um Europa

Der italienische Außenminister Luigi Di Maio sieht Europas Fortbestehen in Gefahr. "Die Zukunft Europas selbst steht auf dem Spiel, wirtschaftlich wird es mit den Weltgiganten konkurrieren müssen. Wir müssen daran arbeiten, die EU zu stärken, nicht sie zu spalten, und ich bin sicher, das wollen auch die Deutschen", sagte Di Maio. Jetzt müsse ein Abkommen gefunden werden, das die Zukunft der Union schützt.

Der italienische Außenminister Luigi di Maio während der G7-Videokonferenz | ALESSANDRO DI MEO/EPA-EFE/Shutte

Der italienische Außenminister Luigi di Maio Bild: ALESSANDRO DI MEO/EPA-EFE/Shutte

9.4.2020 • 16:36 Uhr

Köhr: Lockerung nur in kleinen Schritten

Oliver Köhr vom ARD-Hauptstadtstudio sagt in einer ersten Einschätzung, dass Merkel deutlich machte, dass alle Lockerungen - wenn - dann nur in ganz kleinen Schritten und lokal begrenzt kommen werden. "Die Einschränkungen werden uns über viele Wochen weiter begleiten", so Köhr.

9.4.2020 • 16:33 Uhr

Merkel: Müssen mit dem Virus leben

Kanzlerin Merkel geht nicht von einem schnellen Ende der Gefährdung durch das Virus aus. Das Virus werden so lange ein Bedrohung sein, bis ein Impfstoff gefunden sei. "Das heißt nichts anderes als: leben mit dem Virus", sagte Merkel. "Das ist nicht verschwunden. Auch wenn sich einen Tag mal weniger Leute anstecken." Das ganze Statement:

9.4.2020 • 16:14 Uhr

Welche Ausgangssperren in welchen Ländern?

Frankreich hat gerade seine Ausgangssperren verlängert, in Italien hofft man auf erste Lockerungen - und in Österreich soll ein Stufenplan das Land zurück in den Alltag führen. Stephan Ueberbach vom ARD-Studio Brüssel gibt einen Überblick wie es andere Länder in Europa mit den Maßnahmen halten.

9.4.2020 • 16:03 Uhr

Virologe: Heinsberg war eine Ausnahmesituation

Jonas Schmidt-Chanasit, Virologe Bernhard-Nocht-Institut, spricht im ts24-Interview über mögliche Lockerungen der Maßnahmen in Deutschland und bewertet die ersten Zwischenergebnisse der Studie in Heinsberg. Er warnt vor einer zu schnellen Lockerung der Maßnahmen.

9.4.2020 • 15:50 Uhr

Merkel: Studie der Leopoldina mitentscheidend

Bundeskanzlerin Merkel will am Mittwoch mit den Ministerpräsidenten darüber beraten, ob die Einschränkungen des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens gelockert werden könnten. Man werde nur in kleinen Schritten und ganz vorsichtig vorgehen können, sagt sie. Eine sehr wichtige Einschätzung dazu werde eine Studie von Wissenschaftlern der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina sein, die am Montag oder Dienstag veröffentlicht werde. Weitere Verschärfungen seien derzeit nicht nötig.

Angela Merkel | AP

Kanzlerin Merkel auf dem Weg zum Pressestatement. Bild: AP

9.4.2020 • 15:37 Uhr

Kanzlerin Merkel zur Corona-Krise

Die neuesten Zahlen würden Anlass zur Hoffnung geben, so Kanzlerin Angela Merkel. Dennoch warnt sie: "Wir dürfen uns nicht in Sicherheit wiegen", so Merkel. "Wir dürfen nicht leichtsinnig sein." Die Lage sei fragil.

9.4.2020 • 15:27 Uhr

Überweisungen nach Afrika sinken

In der Corona-Krise sinken auch die Geld-Überweisungen afrikanischer Migranten in ihre Heimatländer. Viele der Migranten hätten infolge der Pandemie in Europa und anderen Regionen ihre Arbeitsplätze und ihre Einkommen verloren, sagt Mohammed Abdiker, Regionaldirektor für Ostafrika der Internationalen Organisation für Migration (IOM). Die Zahlungen seien ein bedeutender Faktor im Wirtschaftsleben.

9.4.2020 • 15:15 Uhr

Mundschutz-Pflicht in Polen

Polen führt eine Mundschutz-Pflicht ein: Ab dem 16. April müssen alle Bürger in der Öffentlichkeit Mund und Nase bedecken. "Das muss keine Gesichtsmaske sein, ein Halstuch oder ein Schal tun es auch", sagte Gesundheitsminister Lukasz Szumowski.

9.4.2020 • 15:10 Uhr

Etwa 80.000 Anträge für Notfall-Kinderzuschlag

Rund 80.000 Eltern haben bisher den Notfall-Kinderzuschlag beantragt. Der Zuschlag wurde wegen der Corona-Krise Anfang April eingeführt. Bis Ende September gelten neue Berechnungsgrundlagen. Viele Mitarbeiter in den Familienkassen arbeiteten jetzt daran, dass die Familien die Unterstützung erhielten, versprach Familienministerin Giffey.

9.4.2020 • 15:00 Uhr

2,3 Billionen US-Dollar für die Wirtschaft

Die US-Notenbank Fed will mit weiteren Notfall-Hilfen von 2,3 Billionen Dollar die US-Wirtschaft stützen. Das neue Maßnahmenpaket dient vor allem der Unterstützung lokaler Regierungen und kleiner und mittelgroßer Unternehmen. Über die Banken sollen unter anderem vierjährige Kredite für Firmen mit bis zu 10.000 Beschäftigten zur Verfügung gestellt werden.

9.4.2020 • 14:54 Uhr

Spahn: Osterfeiertage als Weggabelung

Gesundheitsminister Jens Spahn zeigt sich zufrieden mit der Entwicklung bei den Corona-Zahlen: Die Zahl der neuen Infektion "flacht sich ab", sagte er. Für Spahn zeigen die Einschnitte in den Alltag Wirkung. Die Osterfeiertage bezeichnete er als "Weggabelung": "Bleiben wir auch übers Wochenende konsequent, wird eine schrittweise Rückkehr zur Normalität wahrscheinlicher."

9.4.2020 • 14:47 Uhr

Glocke "Harry" - im Gedenken an die Opfer

Es ist die älteste Glocke der Kathedrale von Canterbury im Südosten Englands - künftig soll "Harry" jeden Abend zum Gedenken an die Opfer der Corona-Pandemie läuten. Auch der Einsatz der Mitarbeiter im Gesundheitswesen soll damit gewürdigt werden.

9.4.2020 • 14:41 Uhr

Millionen neue Arbeitslose in den USA

Die Zahl der Arbeitslosen in den USA ist erneut massiv angestiegen. In der vergangenen Woche meldeten sich 6,6 Millionen Menschen neu arbeitslos. Das hat das US-Arbeitsministerium mitgeteilt. Damit haben binnen drei Wochen rund 16 Millionen Menschen in den USA ihren Job verloren.

9.4.2020 • 14:22 Uhr

IWF: Schlimmste Wirtschaftskrise seit Großer Depression droht

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet mit der größten Wirtschaftskrise seit den 1920er- und 1930er-Jahren. "Wir erwarten die schlimmsten wirtschaftlichen Konsequenzen seit der Großen Depression", sagte IWF-Chefin Kristalina Georgieva. Selbst im besten Fall dürfte es im kommenden Jahr nur eine "teilweise Erholung" geben; es könnte aber auch "schlimmer" werden.

IWF-Chefin Kristalina Georgieva. | AFP

IWF-Chefin Kristalina Georgieva: Schlimmste wirtschaftliche Konsequenzen erwartet Bild: AFP

9.4.2020 • 13:56 Uhr

Jetzt live: Die Minister Spahn und Giffey sowie RKI-Chef Wieler

Bundesgesundheitsminister Spahn, Familienministerin Franziska Giffey und der Chef der Robert Koch-Instituts äußern sich in Berlin zu aktuellen Entwicklungen in der Corona-Krise.

9.4.2020 • 13:40 Uhr

Erkenntnisse aus dem Kreis Heinsberg

In der besonders vom Coronavirus betroffenen Gemeinde Gangelt in Nordrhein-Westfalen ist in einer Studie bei 15 Prozent der untersuchten Bürger eine Infektion nachgewiesen worden. Das berichtete der Leiter der Feldstudie im Kreis Heinsberg, der Virologe Hendrik Streeck, bei der Präsentation erster Zwischenergebnisse. Demnach hätten 15 Prozent der Bürger in der Gemeinde nun auch eine Immunität gegen das Virus ausgebildet. Die Wahrscheinlichkeit, an der Krankheit zu sterben liege dort, bezogen auf die Gesamtzahl der Infizierten, bei 0,37 Prozent. Die in Deutschland derzeit von der amerikanischen Johns-HopkinsUniversität berechnete entsprechende Rate betrage 1,98 Prozent und liege damit um das Fünffache höher, so Streeck.

Der Landrat des Kreises Heinsberg Stephan Pusch (CDU) sagte, die restriktiven Schutzmaßnahmen zeigten Wirkung. Die Kurve der Infektionszahlen flache ab. "Der Kreis Heinsberg ist an einer riesengroßen Katastrophe vorbei geschlittert."

Der Bonner Infektionsschutzexperte Martin Exner hat bei der Pressekonferenz die Bedeutung von Hygienemaßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus unterstrichen. Das Virus könne über einen langen Zeitraum auch auf Flächen überleben. Um eine Corona-Infektion auszulösen, müsse das Virus aber in die Schleimhäute gelangen - etwa über Mund oder Augen. Daher sei es wichtig, dass die Bevölkerung lerne, mit den Risiken angemessen umzugehen. Gründliches Waschen der Hände mit Seife löse die Viren gut ab und könne sie "inaktivieren", sagte der Direktor des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit.

9.4.2020 • 13:10 Uhr

Söder: Auch nach Corona keine Kanzlerkandidatur

CSU-Chef Markus Söder strebt trotz deutschlandweit hoher Beliebtheitswerte weiterhin keine Kanzlerkandidatur an. "Die Frage, wie es im nächsten Jahr weitergeht, spielt überhaupt keine Rolle für mich. Im Übrigen haben wir eine starke Kanzlerin, die Bayern sehr unterstützt." Sein Platz sei und bleibe in Bayern, sagte der bayerische Ministerpräsident der Nachrichtenagentur dpa.

Markus Söder | via REUTERS

Es zieht Bayerns Ministerpräsidenten Söder nach wie vor nicht nach Berlin. Bild: via REUTERS

9.4.2020 • 13:09 Uhr

Grippewelle vorbei - bisher 411 Tote registriert

Die Grippe macht Deutschland kaum noch zu schaffen. Positive Testergebnisse seien in der ersten Aprilwoche auf rund ein Prozent gesunken, teilte die Arbeitsgemeinschaft Influenza am Robert Koch-Institut mit. In der Vorwoche hatte dieser Wert noch bei acht Prozent gelegen. Allerdings schickt für Deutschland nur eine Auswahl von rund 500 Arztpraxen Tests an das RKI. Die Ergebnisse werden später hochgerechnet.

Die Grippewelle ebbt bereits seit Mitte März ab. Sie dauerte rund elf Wochen. Nach den ersten Schätzungen der Arbeitsgemeinschaft haben insgesamt rund 4,3 Millionen Menschen wegen Influenza eine Haus- oder Kinderarztpraxis aufgesucht. Seit Anfang Oktober wurden insgesamt 411 Todesfälle mit Influenzavirusinfektion an das RKI übermittelt. 86 Prozent der Gestorbenen waren 60 Jahre oder älter, ein großer Teil war über 80 Jahre alt.

9.4.2020 • 12:56 Uhr

Debatte über Lockerungen der Einschränkungen

Mit Blick auf die deutschen Corona-Zahlen spricht Markus Grill vom Rechercheverbund des NDR, des WDR und der Süddeutschen Zeitung von "guten Zeichen". Bei tagesschau24 hat er erläutert, was das für mögliche Ausstiegsszenarien aus den derzeit geltenden Einschränkungen heißt.

9.4.2020 • 12:37 Uhr

Mehr Schutzkleidung in Eigenproduktion

Die Bundesregierung will die Produktion von Schutzausrüstung wie Masken in Deutschland erhöhen. "Es geht darum, die Eigenproduktion in Deutschland und Europa hochzufahren und zu stärken", sagt Wirtschaftsminister Peter Altmaier. Auf seinen gemeinsamen Vorschlag mit Gesundheitsminister Jens Spahn habe das Corona-Kabinett einen Arbeitsstab Produktion und Produktionskapazitäten eingesetzt.

Medizinisches Personal in Schutzkleidung | AFP

Bild: AFP

Zudem sagte Altmaier, dass die Bundesregierung die Entwicklung der Infektionszahlen mit einem verlangsamten Anstieg positiv bewertet. "Es gibt einen Silberstreif am Horizont, auch wenn es für Entwarnung noch zu früh ist", so Altmaier. Es gebe noch keinen verlässlichen, eindeutigen Trend. Der Anstieg der Infektionskurve habe sich abgeflacht.

9.4.2020 • 12:20 Uhr

US-Studien: Coronavirus in New York stammt vorwiegend aus Europa

Hauptsächlich Reisende aus Europa und nicht aus Asien haben das Coronavirus SARS-CoV-2 Studien zufolge in den Großraum der US-Metropole New York gebracht. Zudem zirkulierte das Virus bereits seit Mitte Februar und damit Wochen, bevor der erste bestätigte Infektionsfall bekannt wurde, berichtet die "The New York Times". Das Blatt beruft sich auf den Genforscher Harm van Bakel von der Icahn School of Medicine at Mount Sinai, der Mitautor einer der Studien ist.

Bislang sind die Ergebnisse von van Bakel und Kollegen zwar nicht in einem begutachteten Fachjournal erschienen. Zu ähnlichen Ergebnissen kamen dem Bericht zufolge aber auch Forscher der NYU Grossman School of Medicine in New York - obwohl sie eine andere Gruppe von Fällen untersuchten. Beide Teams hatten seit Mitte März Genome des Virus unter New Yorkern analysiert. Zudem stellten beide Forscherteams fest, dass das Virus sich bereits zuvor unbemerkt verbreitet hatte, aber mithilfe breit angelegter Testprogramme hätte entdeckt werden können.

9.4.2020 • 12:06 Uhr

Deutsche Krankenhäuser: gute Ausstattung, aber wenig Personal

Laut einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) gibt es in Deutschland sechs Betten auf 1000 Einwohner. Damit verfüge Deutschland hinter Japan und Südkorea über die dritthöchste Bettendichte weltweit. Italien komme auf 2,6 Betten je 1000 Einwohner, Großbritannien auf 2,1. Auch was die Ausstattung mit Intensivbetten angeht, sei Deutschland in Europa Spitzenreiter. Zudem seien rund 20.000 Beatmungsgeräte verfügbar. In Frankreich etwa seien es nur 5000, erläutern die IW-Experten.

Zugleich konstatieren sie allerdings einen gravierenden Personalmangel. Mit 2,4 Klinikärzten je 1000 Einwohner liege Deutschland international lediglich im Mittelfeld. Die Schweiz etwa erreiche einen Wert von 3,2, Dänemark von 2,8. Als besorgniserregend beschreiben die Autoren das Fehlen von Pflegekräften. Auf 1000 Einwohner kämen nur 5,6 Pfleger. In Norwegen seien es hingegen neun.

9.4.2020 • 11:59 Uhr

Ostern - diesmal ist alles anders

Eiersuche und Osterspaziergang - in diesem Jahr erleben wir ein anderes, ungewohntes Osterfest. Es soll keine großen Familientreffen geben. Und auch sonst gibt es eine Menge Regeln zu befolgen, die Kolja Schwartz von der ARD-Rechtsredaktion zusammengefasst hat.

Eine Corona-Krise, aber 16 Länder mit mindestens 16 Regelkanons, wie sich die Menschen vor allem über das Osterfest verhalten sollen, was sie dürfen und was nicht. Claudia Kornmeier findet das irrsinnig.

9.4.2020 • 11:30 Uhr

Kliniken und Pharma-Firmen im Visier von Hackern

Deutsche Krankenhäuser und Unternehmen der Pharmaindustrie sind verstärkt Ziel von Hacker-Angriffen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beobachtet seit einigen Tagen eine Zunahme von Cyberangriffen mit Bezug auf das Coronavirus, wie das "Handelsblatt" schreibt. Ende März berichtete die Behörde von Angriffen der chinesischen Hackergruppe APT41, die es seit Ausbruch der Corona-Pandemie vermehrt auf ausländische Ziele abgesehen habe, darunter auch Gesundheitseinrichtungen. Diese würde Schwachstellen in Software von Herstellern wie Citrix, Cisco und Zoho ausnutzen. Viele Einrichtungen sind in der derzeitigen Ausnahmesituation besonders verwundbar, da teilweise mit Privatrechnern ausgestattete Homeoffice-Arbeitsplätze genutzt werden.

9.4.2020 • 11:19 Uhr

Verändert Corona unsere Mobilität?

Bleiben wir nun öfter zu Hause? Gehören der Feierabendstau und überfüllte Züge der Vergangenheit an? Die Hauptstadt-Korrespondenten der ARD gehen diesen Fragen in "mal angenommen", dem Zukunfts-Podcast der tagesschau, nach und suchen Antworten.

9.4.2020 • 11:05 Uhr

Online-Portal hilft im Kampf gegen Kindesmissbrauch

Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, hat das Online-Angebot kein-kind-alleine-lassen.de vorgestellt. Es soll im Kampf gegen Kindesmissbrauch helfen. Dort könne man Kontakt zu Ansprechpartnern auf nehmen, wenn der Verdacht von sexueller Gewalt gegen Kinder bestehe.

Experten hatten angesichts der Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Krise vor einer Zunahme häuslicher und familiärer Gewalt gewarnt. Das Risiko ist Rörig zufolge auch deshalb sehr hoch, weil Kitas, Schulen, Sportvereine geschlossen sind, wo sonst die Möglichkeit bestehe, dass innerfamiliäre Gewalt bemerkt werde. Der Missbrauchsbeauftragte bat die Bevölkerung um erhöhte Sensibilität: Es sei wichtig, Kinder und Jugendliche direkt anzusprechen und ihnen zu zeigen, dass es Hilfe gebe.

9.4.2020 • 10:50 Uhr

650.000 Betriebe haben Kurzarbeit angemeldet

Bundesweit haben nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit rund 650.000 Betriebe Kurzarbeit wegen des Coronavirus angekündigt. Die Zahl sei binnen einer Woche um knapp 40 Prozent gestiegen. Berücksichtigt seien Anzeigen bis zum 6. April. Sie kommen laut der Bundesagentur aus nahezu allen Branchen. Schwerpunkte seien der Einzelhandel und das Gastgewerbe. Wie viele Beschäftigte von kurzarbeit betroffen sein werden, könne man noch nicht abschätzen, so Behördenchef Detlef Scheele. Sein Haus und auch die Bundesregierung gehen davon aus, dass der Rekordwert von knapp 1,5 Millionen Kurzarbeitern im Frühjahr 2009 deutlich übertroffen wird.

9.4.2020 • 10:17 Uhr

Erntehelfer werden eingeflogen

In Düsseldorf und Berlin werden heute die ersten Flugzeuge mit Erntehelfern aus Osteuropa erwartet. Wegen der Corona-Pandemie ist der normale Reiseweg nicht möglich. Laut Eurowings sind derzeit etwa 20.000 Helfer für die Sonderflüge registriert. "Wir sind erleichtert: Durch diese Regelung bleiben unsere Betriebe arbeitsfähig", sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied dem BR.

9.4.2020 • 09:48 Uhr

Betrugsversuche: NRW stoppt Auszahlung von Soforthilfen

Nordrhein-Westfalen hat die Auszahlung von Landes-Soforthilfen für Solo-Selbständige und Kleinstbetriebe vorerst gestoppt. Das sei in Abstimmung mit dem Landeskriminalamt entschieden worden, teilt das Wirtschaftsministerium mit. Demnach haben Betreiber auf Fake-Seiten mit gefälschten Antragsformularen Daten abgefischt und diese mutmaßlich für kriminelle Machenschaften genutzt. Daraufhin habe das Land die Bezirksregierungen angewiesen, die weitere Auszahlung der Gelder vorerst auszusetzen. Die Antragstellung sei davon nicht berührt: Kleinunternehmer und Selbständige könnten weiterhin auf der offiziellen Seite die NRW-Soforthilfe beantragen.

9.4.2020 • 09:38 Uhr

Hilfsorganisationen kritisieren Schließung italienischer Häfen

Mehrere Seenotrettungsorganisationen haben die Entscheidung Italiens angeprangert, wegen der Corona-Krise alle Häfen zu schließen. Die wegen der Corona-Krise leidenden Bürger Italiens dürften nicht der Grund dafür sein, "jenen Hilfe zu verwehren, die nicht Gefahr laufen, in einem Intensivbett zu ersticken, sondern zu ertrinken", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Organisationen Ärzte ohne Grenzen, SOS Méditerranée, Sea Watch und Open Arms vom Mittwoch.  "Alle Leben müssen gerettet werden, alle gefährdeten Menschen geschützt, an Land wie auf See", betonten die Organisationen. Es sei "möglich und notwendig", dies zu tun. 

Das italienische Innenministerium hatte am Dienstag erklärt, dass die italienischen Häfen wegen der Coronavirus-Pandemie nicht mehr als "sicher" gelten könnten. Schiffe mit aus Seenot geretteten Flüchtlingen an Bord dürfen demnach nicht mehr an italienischen Häfen anlegen. 

9.4.2020 • 09:27 Uhr

Johnsons Zustand bessert sich

Der Gesundheitszustand des britischen Premierministers Boris Johnson bessert sich nach Angaben seiner Regierung. Johnson habe sich aufsetzen und mit dem medizinischen Personal sprechen können, sagt Kulturminister Oliver Dowden der BBC. "Ich glaube, es läuft besser für ihn." Johnson hatte sich mit dem Coronavirus infiziert und wird seit Anfang der Woche auf der Intensivstation eines Londoner Krankenhauses behandelt.

9.4.2020 • 09:15 Uhr

Papst muss Ostern ohne Besucher feiern

Wegen der Coronavirus-Pandemie sind die Straßen Roms derzeit menschenleer - ein ungewöhnliches Bild kurz vor Ostern. Auch für den Papst wird es ein eher einsames Osterfest.

9.4.2020 • 09:08 Uhr

Altmaier fordert Geduld bis nach Ostern

Die Osterfeiertage sind nach Einschätzung von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier entscheidend für das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie. Es gebe im Augenblick zwar erste positive Nachrichten, sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. "Aber es ist viel zu früh, um in Selbstgewissheit und Selbstzufriedenheit zu verfallen." Über Ostern müssten die Maßnahmen weiter diszipliniert und mit viel Verantwortungsgefühl umgesetzt werden. "Und erst nach Ostern wird man wissen, ob und wann man mit diesen Lockerungen beginnen kann." Auch dann könne das öffentliche Leben nicht "von null auf hundert" hochgefahren werden.

9.4.2020 • 08:38 Uhr

Roboter mahnt im Supermarkt zu Corona-Regeln

Etwa 1,20 Meter groß, weiß, Kulleraugen - das ist "Pepper", ein humanoider Roboter, der sich nun auch im Supermarkt nützlich macht. Seit Anfang der Woche etwa weist er im Kassenbereich eines Supermarktes in Ahrensburg im Südosten von Schleswig-Holstein die Kunden auf die Verhaltensregeln im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie hin. "Den Sicherheitskräften hat kaum ein Kunde zugehört, aber von 'Pepper' sind die Leute fasziniert", sagte Marktinhaber Christian Höfling. Später einmal solle "Pepper" Kunden beraten - und keinen der Beschäftigten ersetzen, so Höfling.

Ein Roboter steht in einem Supermarkt im schleswig-holsteinischen Ahrensburg vor den Kassen.  | dpa

Der Roboter erklärt den Kunden alle drei Minuten die Abstandsregeln im Kassenbereich und an den Bedientheken des Marktes. Bild: dpa

9.4.2020 • 08:20 Uhr

Indien riegelt Gebiete ab

Die indischen Behörden haben in der Hauptstadt Neu Delhi und dem benachbarten indischen Staat Uttar Pradesh Gegenden mit vielen Corona-Fällen abgeriegelt. Die Regierung teilte mit, den Betroffenen würden Lebensmittel und Medikamente vor die Tür geliefert. Sie dürften die Gebiete nicht verlassen. In dem Land breitet sich das Coronavirus vor allem in dicht bevölkerten städtischen Zentren aus. Mumbai ist am stärksten betroffen. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle stieg auf mehr als 5000, wie das indische Gesundheitsministerium mitteilte. Es habe 166 Todesfälle gegeben. Für die 1,3 Milliarden Inder gelten für drei Wochen bis 14. April Ausgangsbeschränkungen.

9.4.2020 • 08:01 Uhr

Debatte über Erhöhung des Kurzarbeitergeldes

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert eine deutliche Anhebung des Kurzarbeitergeldes. Ähnlich äußerten sich die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft und die Grünen. Viele Angestellte landen mit ihrem derzeitigen Kurzarbeitergeld unterhalb der staatlichen Grundsicherung, wie aus DGB-Zahlen hervorgeht, aus denen die Zeitungen der Funke Mediengruppe zitieren. Betroffen sind demnach besonders Beschäftigte in den Dienstleistungsberufen, aber auch Kulturschaffende. 

"Um halbwegs gut durchzukommen, sind mindestens 80 Prozent des normalen Verdienstes nötig", sagte DGB-Vorstand Annelie Buntenbach. Wenn Tausende zusätzlich Hartz IV beantragen müssten, "weil sie von dem krisenbedingten Mini-Einkommen einfach nicht leben können, dann zahlt das am Ende schließlich auch die Gemeinschaft."

9.4.2020 • 07:57 Uhr

US-Justiz ermittelt wegen Terrorverdachts

Die US-Justiz ermittelt gegen zwei Männer, weil sie mutmaßlich andere mit dem Coronavirus anstecken wollten. Sie stehen deshalb unter Terrorverdacht. In den beiden voneinander unabhängigen Fällen sei Strafanzeige erlassen worden, teilte das Justizministerium mit. Bei einem Fall in Florida hustete ein 31-Jähriger bei seiner Festnahme auf den Arm eines Polizisten und sagte: "Ich habe Corona". Wie spätere Tests ergaben, hatte er das nicht - dennoch droht ihm eine Strafe. In Texas richten sich die Ermittlungen gegen einen 39-Jährigen, der auf Facebook behaupt hatte, er habe jemanden bezahlt, um in Supermärkten das Virus zu verbreiten. Das FBI ermittelte und kam zu dem Schluss, dass die Drohung falsch war.

Vor rund zwei Wochen hatte der stellvertretende US-Justizminister Jeffrey Rosen die Bundesstaatsanwälte aufgefordert, den Terror-Paragrafen anzuwenden,wenn jemand versuche, absichtlich das Virus Sars-CoV-2 an andere weiterzugeben. Denn laut US-Gesetz wird es als "biologischer Kampfstoff" eingestuft.

9.4.2020 • 07:41 Uhr

Erstmals mehr als 500 Corona-Neuinfektionen in Japan

Erstmals seit Beginn der Corona-Krise sind in Japan innerhalb eines Tages mehr als 500 Neuinfektionen registriert worden. Damit sei die Zahl der bestätigten Infizierten im Land auf 4768 gestiegen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Ausgeklammert sind bei dieser Zahl die mehr als 700 Menschen, die sich auf dem Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" infiziert hatten. Ministerpräsident Shinzo Abe hatte angesichts der steigenden Fallzahlen am Dienstag den Notstand für Tokio und sechs andere Präfekturen erklärt und die Bewohner aufgerufen, soziale Kontakte massiv zu reduzieren. Die Präfektur Tokio ist bisher die einzige mit strikten Ausgangsbeschränkungen.

9.4.2020 • 07:38 Uhr

Polizeigewerkschaft: Regelverstöße zunächst selbst klären

Die Gewerkschaft der Polizei ruft dazu auf, Verstöße gegen die geltenden Ausgangsbeschränkungen erst einmal im Privaten anzusprechen. "In einem höflichen Miteinander kann man sich da schon verständigen, ohne dass man gleich die Polizei ruft", sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der GdP, Jörg Radek, der Nachrichtenagentur dpa. Die Polizei versuche bei den Kontrollen mit Fingerspitzengefühl und Verhältnismäßigkeit vorzugehen, dies solle auch für den Umgang von Privatpersonen untereinander gelten. "Wogegen wir uns auch verwehren müssen, ist mögliche Wichtigtuerei und vor allen Dingen auch Denunziantentum. Das birgt Zündstoff."

Anders sieht das der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt. Er sieht in Hinweisen an die Behörden keine Denunziation, "sondern für aktive Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an einer wichtigen Aufgabe der Gegenwart, die dem Schutz von Menschenleben dient", so Wendt zur dpa. Es gebe zwar leider auch Meldungen, die darauf abzielten, Nachbarschaftsstreitigkeiten zu befeuern, doch die erfahrenen Beamten wüssten damit umzugehen.

9.4.2020 • 06:53 Uhr

RKI meldet 108.202 Coronavirus-Infektionen

In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Infektionsfälle nach Angaben des Robert Koch-Instituts auf 108.202 gestiegen - das sind 4974 mehr als gestern. Die Zahl der Toten nahm binnen 24 Stunden um 246 zu und liegt nun bei 2107.

Die US-amerikanische Johns-Hopkins-Universität registriert für Deutschland 113.296 Infektions- und 2.349 Todesfälle.

9.4.2020 • 06:35 Uhr

Erneut fast 2000 Corona-Tote in den USA

Den zweiten Tag in Folge sind in den USA fast 2000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Insgesamt belief sich die Zahl der Toten in dem Land auf 14.817, wie aus den Daten der Johns-Hopkins-Universität hervorgeht. 24 Stunden zuvor waren es noch 12.907. Damit haben die USA nun nach Italien die zweithächste Totenzahl. Den Angaben zufolge wurden mehr als 430.000 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen. Weltweit sei das Virus mittlerweile bei annähernd 1,5 Millionen Menschen festgestellt worden. Mehr als 88.500 Menschen starben demnach. Von knapp 330.000 ist bekannt, dass sie sich von einer Infektion erholt haben.

9.4.2020 • 05:57 Uhr

Vorerst keine neuen Emojis wegen des Coronavirus

Wegen der Coronavirus-Krise wird man im kommenden Jahr nicht wie gewohnt neue Emojis nutzen können. Die nächste Erweiterung des Emoji-Katalogs wurde von März auf September 2021 verschoben. Entwickler brauchen danach traditionell noch rund ein halbes Jahr, um die Symbole etwa auf Smartphones umzusetzen. So sollen die im März dieses Jahres vorgestellten neuen Symbole erst im Herbst verfügbar sein. Deswegen werden die Emojis aus dem nächsten Jahr erst 2022 auf die Geräte kommen, wie das zuständige Unicode-Konsortium am Mittwoch ankündigte.

9.4.2020 • 05:27 Uhr

US-Präsident Trump hofft auf "großen Knall"

US-Präsident Donald Trump würde die amerikanische Wirtschaft nach eigenen Worten gerne "mit einem großen Knall öffnen". Doch es werde wohl darauf hinauslaufen, dass sie schrittweise wieder anlaufen werde. Zuerst müsse aber die Infektionskurve nach unten zeigen.

9.4.2020 • 05:08 Uhr

Spahn skizziert schrittweise Normalisierung

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stellt Unternehmen als Bedingung für eine Rückkehr in das Arbeitsleben, "dass man die Fabrik oder das Geschäft sicher für Mitarbeiter und Kunden organisieren kann". Unternehmen oder Branchen, die nachweisen könnten, dass sie die Hygiene- oder Abstandsregeln sicherstellten, könnten leichter zurück in den Alltag, sagt er dem "Handelsblatt". Überall, wo Menschen sich privat nahe kämen wie etwa bei Großveranstaltungen oder in Clubs werde es noch eine längere Zeit dauern, "bis wieder Normalität einkehrt".

9.4.2020 • 05:07 Uhr

Eurogruppe nimmt neuen Anlauf für Rettungspaket

Im Kampf gegen die Corona-Wirtschaftskrise versuchen die EU-Staaten am Donnerstag erneut, ein milliardenschweres Rettungspaket für Arbeitnehmer, Firmen und verschuldete Staaten zu schnüren. Die Finanzminister der 19 Eurostaaten beraten (ab 17.00 Uhr) zusammen mit ihren Kollegen aus den übrigen EU-Staaten, um letzte Hürden abzuräumen.

Die Minister hatten bereits die Nacht vom Dienstag auf Mittwoch 16 Stunden lang durchverhandelt, ohne eine Lösung zu finden. Es geht um ein Rettungspaket im Wert von rund 500 Milliarden Euro mit drei Elementen: ein Garantiefonds der Europäischen Investitionsbank EIB für Unternehmenskredite, das von der EU-Kommission angedachte Kurzarbeiter-Programm namens "Sure", das in der Krise Jobs sichern soll, sowie vorsorgliche Kreditlinien des Eurorettungsschirms ESM für besonders betroffene Staaten.

Derweil plant die EU-Kommission auch ein Milliarden-Hilfspaket für Entwicklungsländer. ARD-Studio Brüssel Korrespondent Alexander Göbel mit den Einzelheiten:

9.4.2020 • 04:25 Uhr

Papst feiert Messe vom letzten Abendmahl ohne Gemeinde

Wegen der Coronavirus-Pandemie finden die Osterfeierlichkeiten des Papstes im Petersdom in diesem Jahr ohne Gemeinde statt: Zum Auftakt feiert Papst Franziskus die Messe vom letzten Abendmahl am heutigen Gründonnerstag (18.00 Uhr) hinter verschlossenen Türen im Petersdom. Erstmals in der jüngeren Geschichte muss das katholische Kirchenoberhaupt das wichtigste christliche Fest ohne Gläubige begehen. Diese müssen sich mit Liveübertragungen im Internet und im Rundfunk begnügen.

Die Chrisammesse am Vormittag und die traditionelle Fußwaschung, für die Franziskus in den vergangenen zwei Jahren Häftlinge in Gefängnissen besuchte, entfallen ganz. Auch die Kreuzwegprozession, die Franziskus üblicherweise am Karfreitag mit tausenden Gläubigen am Kolosseum in Rom feiert, fällt in diesem Jahr aus. Stattdessen wird die Zeremonie auf den menschenleeren Petersplatz verlegt. Alle anderen Feierlichkeiten während der Kar- und Osterwoche finden am Altar des Petersdoms statt. 

9.4.2020 • 04:19 Uhr

Nie wieder Händeschütteln?

Der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten der USA, Anthony Fauci, hat dazu geraten, sich auch über die Krise hinaus an die Empfehlungen zur Eindämmung des Coronavirus zu halten. Auch wenn im Herbst wieder ein Stück weit Normalität einkehren sollte, solle man sich weiterhin häufig die Hände waschen und zu Hause bleiben, wenn man Fieber habe, sagte er dem "Journal of the American Medical Association". Nur halb im Scherz sagte er, die Leute sollten einander nie wieder die Hände schütteln. "Ich meine, es klingt verrückt, aber so wird es wirklich sein müssen", sagte Fauci, "bis wir an einem Punkt angelangt sind, an dem die Bevölkerung (durch eine Impfung) geschützt ist."

Der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten der USA, Anthony Fauci. | AP

Der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten der USA, Anthony Fauci. Bild: AP

9.4.2020 • 04:19 Uhr

UN-Sicherheitsrat befasst sich heute erstmals mit Corona-Pandemie

Der UN-Sicherheitsrat befasst sich heute (15.00 Uhr Ortszeit; 21.00 Uhr MESZ) erstmals mit der weltweiten Coronavirus-Krise. Die Videokonferenz des Gremiums wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Während der Sitzung soll UN-Generalsekretär António Guterres einen Bericht zum Coronavirus vortragen. Die 15 Mitgliedstaaten des mächtigsten UN-Gremiums halten wegen des Virus ihre Beratungen schon seit Wochen nur noch per Videoschalten ab.  Die UN-Vollversammlung hatte bereits in der vergangenen Woche in einer Resolution für globale Solidarität im Kampf gegen die Pandemie plädiert.

9.4.2020 • 03:47 Uhr

Halbe Milliarde Menschen zusätzlich von Armut bedroht

Rund eine halbe Milliarden Menschen könnten im Zuge der Corona-Krise nach Einschätzung von Oxfam in Armut stürzen. "Die Wirtschaftskrise, die sich rasch entfaltet, ist schwerer als die globale Finanzkrise von 2008", heißt es in einem Bericht der Hilfsorganisation. Schätzungen zeigten, dass die weltweite Armut erstmals seit 1900 zunehmen könnte. Im schlimmsten Fall würde die Zahl der Menschen, die in extremer Armut leben und mit 1,90 Dollar am Tag oder weniger auskommen müssten, um 434 Millionen auf 922 Millionen zunehmen. Die Zahl derjenigen, die weniger als 5,50 Dollar am Tag zur Verfügung hätten, würde um 548 Millionen auf fast vier Milliarden steigen.

9.4.2020 • 03:47 Uhr

Rockband U2 spendet Millionen für Kampf gegen Coronavirus

Die irische Rockband U2 hat für den Kampf gegen das Coronavirus zehn Millionen Euro gespendet. Ein Teil der damit finanzierten medizinischen Ausrüstung sei bereits am Flughafen von Dublin eingetroffen, berichtete das irische Fernsehen RTE. An der Aktion zur Beschaffung medizinischer Hilfe beteiligen sich nach diesen Angaben auch eine Reihe von Firmen. Die Band um ihren Frontman Bono setzt sich seit Jahren für eine Reihe von sozialen und politischen Projekten ein. In Irland sind bisher knapp 6000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Bisher gab es nach offiziellen Angaben vom Mittwochabend 235 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus.

Das Liveblog vom Mittwoch zum Nachlesen

Über dieses Thema berichtete am 09. April 2020 die tagesschau um 09:00 Uhr, tagesschau24 um 11:00 Uhr und die tagesschau um 12:00 Uhr.