PK Spezanza Italien zu Corona-Maßnahmen 2. März | EPA
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Italien verlängert Reisesperren im Land ++

Stand: 02.03.2021 22:52 Uhr

Italien verlängert Reisesperren im Land bis nach Ostern. Die Europäische Arzneimittel-Agentur will am 11. März eine Empfehlung zum Impfstoff des US-Herstellers Johnson&Johnson abgeben. Der Liveblog von Dienstag zum Nachlesen.

  • EMA gibt am 11. März Empfehlung über J&J-Impfstoff ab
  • Inzwischen sechs Selbsttests mit Sonderzulassung
  • Merkel: Anteil der Mutationen schon bei rund 50 Prozent
  • RKI: 3943 Corona-Neuinfektionen
  • US-Seuchenexperte Fauci gegen Aufschub der zweiten Impfung
3.3.2021 • 00:48 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir den Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse.

2.3.2021 • 22:52 Uhr

USA: Genug Impfstoff für alle Erwachsenen bis Ende Mai

Die USA werden nach Aussage von Präsident Joe Biden bis Ende Mai genug Impfstoff für jeden Erwachsenen im Land zur Verfügung haben - zwei Monate früher als geplant. Er zeigt sich überzeugt, sein Ziel von 100 Millionen Impfungen innerhalb der ersten 100 Tage seiner Amtszeit zu erreichen. Er kündigte auch an, dass der Pharmahersteller Merck & Co. helfen wird, den neu zugelassenen Impfstoff von Konkurrent Johnson & Johnson herzustellen.

2.3.2021 • 22:26 Uhr

Russischer Impfstoff spaltet slowakische Koalition

Der slowakische Regierungschef Igor Matovic hat mit dem Kauf von russischem Corona-Impfstoff eine Regierungskrise ausgelöst. Außenminister Ivan Korcok sagte, er betrachte das Impfmittel Sputnik V als Werkzeug Russlands im hybriden Krieg gegen den Westen. Der Politiker der wirtschaftsfreundlichen Partei Freiheit und Solidarität forderte Beratungen über den Kauf, der Zweifel an der Westorientierung der Slowakei wecke. "Dieses politische Mittel spaltet uns im In- und Ausland", sagte Korcok.

Vizeregierungschefin Veronika Remisova von der Partei Für die Menschen hat wiederholt erklärt, Sputnik V könne erst nach Zulassung durch die EU-Arzneimittelbehörde EMA eingesetzt werden. Ihre Partei wollte noch heute über weitere Schritte beraten.

2.3.2021 • 22:17 Uhr

WHO meldet nach langem Rückgang Anstieg der Infektionen

In einer Trendwende hat die Zahl der neuen Fälle von Covid-19 vorige Woche weltweit um sieben Prozent zugenommen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlichte am Abend Zahlen zum ersten Anstieg nach sechs Wochen Rückgang. Demnach wurden in der letzten Februarwoche 2,6 Millionen Fälle an die UN-Behörde in Genf gemeldet.

Diese Entwicklung könnte mit der Ausbreitung von ansteckenderen Virus-Varianten zu tun haben, schrieb die WHO in einem Bericht. Als weitere mögliche Gründe nannte sie die Lockerung von Gesundheitsmaßnahmen und Corona-Müdigkeit. Den stärksten Anstieg im Wochenvergleich gab es im Nahen und Mittleren Osten (14 Prozent) gefolgt von Südostasien (9 Prozent), Europa (9 Prozent) und dem amerikanischen Kontinent (6 Prozent).

2.3.2021 • 21:56 Uhr

Texas hebt Maskenpflicht für Firmen auf

Der US-Bundesstaat Texas hebt die Maskenpflicht und die wegen der Pandemie eingeführten Kapazitätsgrenzen für Restaurants und andere Unternehmen auf. "Jetzt ist die Zeit, Texas 100 Prozent zu öffnen", sagte der republikanische Gouverneur Greg Abbott. Die Zeit für Einschränkungen der Wirtschaft sei angesichts der fortschreitenden Impfkampagne vorbei.

Falls die Auslastung der Krankenhäuser in einem Bezirk wider Erwarten stark steigen sollte, könne die Region neue Beschränkungen verhängen. Es dürften jedoch auch dann bei Verstößen zum Beispiel gegen eine mögliche örtliche Maskenpflicht keine Strafen verhängt werden, sagte Abbott. Die Chefin der US-Gesundheitsbehörde CDC hatte erst gestern davor gewarnt, die Corona-Auflagen voreilig aufzuheben. Dafür sei jetzt noch nicht die Zeit, mahnte sie.

2.3.2021 • 21:51 Uhr

Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein fällt weiter

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist deutlich unter den Schwellenwert von 50 gefallen. Heute wurden 46,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage gemeldet. Das geht aus Daten hervor, die das Gesundheitsministerium in Kiel veröffentlichte. Am Montag hatte der Wert bei 49,7 gelegen - und am Dienstag vor einer Woche bei 50,0.

Außerdem weitet Schleswig-Holstein seine Impfkampagne gegen aus. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums können sich ab kommendem Dienstag (9.3.) auch Berechtigte der Prioritätsgruppe zwei online für einen Termin anmelden. Hintergrund sei die verfügbare Menge des Impfstoffes von AstraZeneca. Ausgenommen sind Menschen über 65 Jahren.

2.3.2021 • 20:36 Uhr

Italien verlängert Reisesperren im Land bis nach Ostern

In Italien bleibt es bis zum 6. April verboten, die Grenzen zwischen den 20 italienischen Regionen zu überqueren. Ministerpräsident Mario Draghi hat ein entsprechendes Dekret unterschrieben. Ausnahmen gibt es demnach etwa für die Arbeit und in Notfällen. Außerdem müssen alle Schulen in Hochrisiko-Gebieten, sogenannten Roten Zonen, schließen - das betrifft Gebiete, in denen die Sieben-Tages-Inzidenz bei über 250 liegt.

Auch in Italien breitet sich die besonders ansteckende britische Virusvariante stark aus, die Regierung gibt ihren Anteil mit mittlerweile über 50 Prozent der Fälle an. Theater und Kinos sollen in Zonen mit weniger Risiko ab dem 27. März unter bestimmten Auflagen wieder öffnen dürfen.

2.3.2021 • 20:09 Uhr

Sachsen-Anhalt will das Impftempo erhöhen

Zwar sind noch nicht alle Menschen der ersten Priorität geimpft, dennoch gibt Sachsen-Anhalt den AstraZeneca-Impfstoff für die zweithöchste Prioritätsgruppe frei. Das kündigte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) nach einer Sitzung des Kabinetts an. Dazu gehören Menschen mit Behinderungen, Organtransplantationen und Schwerkranke, aber auch Personal an Kitas, Grund- und Förderschulen sowie bestimmte Polizeikräfte.

Der Wirkstoff von AstraZeneca wird nur für 18- bis 64-Jährige empfohlen, weil für Ältere die bisherigen Studiendaten nicht ausreichen. Damit müssen sich Menschen über 70 Jahre gedulden. Sie sind zwar in der zweithöchsten Impfpriorität, können aber keine AstraZeneca-Dosis bekommen.

2.3.2021 • 19:20 Uhr

Virologe Drosten: Anteil der Mutanten weiter gewachsen

Der Virologe Christian Drosten schätzt den Anteil der in Großbritannien entdeckten Corona-Variante B.1.1.7 an den Infektionen in Deutschland inzwischen auf ungefähr die Hälfte. Der Anteil dieser ansteckenderen Mutante werde weiter steigen, das sei unausweichlich, sagte der Leiter der Virologie an der Berliner Charité im Podcast Coronavirus-Update bei NDR-Info.

Christian Drosten (Archivbild) | dpa

Der Virologe Christian Drosten hat vor den Beratungen der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel auch vor steigenden Infektionszahlen bei Lockerungen der Corona-Maßnahmen gewarnt. Bild: dpa

In Großbritannien gebe es mittlerweile nur noch Reste anderer Varianten, B.1.1.7 dominiere vollkommen. Die Maßnahmen dort seien strenger, so Drosten. Neue Daten zur Varianten-Ausbreitung werden in dieser Woche vom Robert Koch-Institut (RKI) erwartet. Labore hatten vergangene Woche von einem Anteil von rund 30 Prozent von B.1.1.7 in Stichproben gesprochen.

2.3.2021 • 18:59 Uhr

EU-Behörde gibt am 11. März Empfehlung über J&J-Impfstoff ab

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) will am 11. März über die Empfehlung des Impfstoffes des US-Herstellers Johnson&Johnson entscheiden. Der zuständige Ausschuss für Humanmedizin werde dann zu einer außerordentlichen Sitzung zusammenkommen, teilte die EMA in Amsterdam mit. Es wird erwartet, dass die Experten grünes Licht für die Zulassung in der EU geben. Formal muss dann noch die EU-Kommission zustimmen - das könnte noch am selben Tag geschehen.

Die Daten der Studien und Versuche des Unternehmens werden bereits von den EMA-Experten im laufenden Verfahren geprüft. Bisher sind in der EU drei Impfstoffe gegen das Coronavirus auf dem Markt. In den USA war der Wirkstoff am Wochenende zugelassen worden. Er ist von der J&J-Tochter Janssen in den Niederlanden entwickelt worden. Anders als bei den bisherigen Präparaten ist bei diesem Impfstoff nur eine Dosis erforderlich.

2.3.2021 • 18:51 Uhr

Scholz fordert vor Gipfel klare Öffnungsperspektive

Bundesfinanzminister Olaf Scholz fordert vor dem Bund-Länder-Gipfel eine klare Öffnungsperspektive. "Vieles, was im Augenblick zu lesen und zu hören ist, reicht aus meiner Sicht noch nicht aus", sagt er der Zeitung "Bild" einem Vorabbericht zufolge. "Für mich gilt: Ich möchte eine klare Öffnungsstrategie und eine Kombination aus Öffnung und Testung."

2.3.2021 • 18:17 Uhr

Unternehmen wollen Impfungen per Betriebsarzt

Angesichts des wachsenden Impfstaus dringen Deutschlands Arbeitgeber auf eine größere Rolle der Betriebsärzte in der Corona-Impfkampagne. "Es ist nicht akzeptabel, dass aktuell mehr als eine Millionen Impfstoffdosen, die nicht für Zweitimpfungen zurückgelegt wurden, trotz hoher Nachfrage nach Impfungen nicht verimpft worden sind", heißt es in einem Konzept der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA).

Ergänzend zu den bisherigen Plänen von Bund und Ländern könnten laut BDA die Betriebsärztinnen und -ärzte einen stärkeren Beitrag zum schnellen Impfen leisten. Betriebsärzte könnten bei Unterstützung durch die Arbeitgeber Impfungen oftmals besonders effizient organisieren. 

In einem Beschlussentwurf für Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Lage an diesem Mittwoch heißt es dazu, Betriebsärzte könnten bereits einbezogen werden und sollten nun - im Lauf des zweiten Quartals - verstärkt eingebunden werden. Konkret fordert die BDA unter anderem, dass Betriebsärzte mit Impfstoff versorgt werden, die Vergütung geregelt wird und Dokumentationspflichten einfach geregelt werden.

2.3.2021 • 17:59 Uhr

Salzburg: Ausreise-Beschränkung für zwei Gemeinden

Das österreichische Bundesland Salzburg führt für zwei Gemeinden eine Corona-Testpflicht bei der Ausreise ein. Die Maßnahme zur Eindämmung hoher Infektionszahlen gilt ab Freitag für Radstadt und Bad Hofgastein, wie die Landesregierung mitteilte. In den kommenden zwei Wochen müssen Jugendliche und Erwachsene einen negativen Test vorweisen, wenn sie diese Orte verlassen wollen.

In Bad Hofgastein und Radstadt wurden in den vergangenen sieben Tagen jeweils 71 und 57 Infektionen entdeckt. Die Wochen-Inzidenz von positiven Tests pro 100.000 Einwohnern liegt bei 1042 beziehungsweise 1168 - ein vielfaches des gesamtösterreichischen Wertes von rund 160. "Wir müssen jetzt reagieren, denn die Corona-Neuinfektionen in den beiden Gemeinden gehen durch die Decke", sagte Salzburgs Landeschef Wolfried Haslauer in einer Stellungnahme. Im Februar hatte das Bundesland Tirol ähnliche Maßnahmen eingeführt.

2.3.2021 • 17:48 Uhr

Inzwischen sechs Selbsttests mit Sonderzulassung

Mit Blick auf mögliche weitere Lockerungen von Corona-Beschränkungen können zusätzliche Selbsttests für zu Hause auf den Markt kommen. Heute wurden zwei weitere Sonderzulassungen erteilt, wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte mitteilte. Insgesamt sind damit nun sechs Tests zur Anwendung für jedermann auf diesem Weg zugelassen.

Die Selbsttests sollen frei in Apotheken, anderen Geschäften und im Internet zu kaufen sein. Der Einsatz von Tests soll nach Plänen der Bundesregierung deutlich ausgedehnt werden, um mögliche weitere Öffnungen abzusichern. Neben Selbsttests gehören dazu Schnelltests, die geschultes Personal etwa in Testzentren oder Praxen abnimmt. Bei diesen schnellen Tests müssen Proben nicht erst zum Auswerten ins Labor geschickt werden. Positive Ergebnisse sollen dann aber mit genaueren PCR-Tests überprüft werden.

2.3.2021 • 17:11 Uhr

Schleswig-Holstein: Öffnungen im Tourismus zu Ostern?

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat sich für klare Öffnungsschritte bereits bei einer landesweiten Inzidenz von unter 50 ausgesprochen. Er lehne es ab, bereits jetzt den innerdeutschen Osterurlaub abzusagen, sagte der CDU-Politiker am in Kiel. Reisen ins Ausland seien ja auch möglich. "Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass wir in Schleswig-Holstein Beherbergungen früher als Ende März erlauben." Klar ist für Günther, dass erste Lockerungen im Einzelhandel erfolgen sollen.

Günther betonte, er halte nach Beratungen mit dem Expertengremium der Landesregierung nichts davon, Öffnungsschritte von einer Inzidenz von 35 Fällen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen abhängig zu machen. Dies würde dazu führen, erst in Monaten Lockerungen zu machen. "Wir sind aber in einer Situation, in der eine Inzidenz von 50 nicht zur Überlastung der Krankenhäuser führt."

2.3.2021 • 17:09 Uhr

Merkel kündigt umfassende Teststrategie an

Kanzlerin Angela Merkel hat eine breite und monatelange Teststrategie angekündigt, die nach dem Corona-Lockdown die geplanten Lockerungen absichern soll. Dies werde nach Einschätzung der Bundesregierung für die Monate April, Mai und Juni benötigt, sagte Merkel in einer Online-Sitzung der Unionsfraktion, wie die Nachrichtenagentur dpa von Teilnehmern erfuhr.

Später werde das Impfen so dominante Wirkungen haben, dass eine Teststrategie in solchem Umfang nicht mehr notwendig sei. Corona-Selbsttests seien neben den Antigen-Schnelltests noch nicht in großem Umfang verfügbar, sagte Merkel demnach. Neben den drei bereits zugelassenen Selbsttests gebe es 96 Anträge auf Zulassung - man rechne damit, dass um die 40 Produzenten valide Angebote machen könnten.

Nun müsse man herausfinden, in welchem Umfang diese Tests kurzfristig zur Verfügung stünden. Man brauche sicherlich den Monat März, um eine umfassende Sicherheitsstrategie für Öffnungen aufzubauen, betonte Merkel weiter. Priorität sollten hier Schulen und Kitas haben.

2.3.2021 • 16:41 Uhr

Spahn: Berichte über Skepsis gegenüber AstraZeneca übertrieben

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bezeichnet Berichte über verbreitete Skepsis gegenüber dem AstraZeneca-Impfstoff als übertrieben. Das Fernbleiben bei Impfterminen mit AstraZeneca sei viel geringer als in einigen Medien behauptet, sagt der CDU-Politiker in der Sitzung der CDU/CSU-Bundestagfraktion nach Teilnehmerangaben.

Im Münsterland etwa kämen 95 Prozent der Personen zu den Impfterminen. Auch einige Gesundheitsministerien der Länder hatten den Berichten widersprochen. Spahn habe in der Fraktion zudem den Impfstoff und dessen Wirksamkeit gelobt, heißt es. Bisher seien insgesamt 6,5 Millionen Dosen verimpft worden und mehr als fünf Prozent der Deutschen gegen das Coronavirus geimpft, habe Spahn betont.

2.3.2021 • 16:38 Uhr

Schärfere Kontrollen im deutsch-französischen Grenzgebiet

Schlangen vor Corona-Testzelten und Polizeikontrollen: In Teilen des deutschen Grenzgebiets zu Frankreich sind heute verschärfte Einreisebeschränkungen für Grenzgänger in Kraft getreten. Wegen der massiven Ausbreitung der südafrikanischen Corona-Variante im französischen Verwaltungsbezirk Moselle an der Grenze zum Saarland und zu Rheinland-Pfalz hatte das Robert-Koch-Institut das Gebiet zuvor zum Virusvariantengebiet erklärt. 

Am Grenzübergang in Saarbrücken wurde ein Drive-in-Testzentrum für Autofahrer eingerichtet, vor dem sich am Dienstag Schlangen bildeten. Franzosen, die aus dem Bezirk Moselle nach Deutschland reisen, müssen einen negativen Corona-Test und eine "digitale Einreiseanmeldung" vorweisen. Die Auflagen gelten auch für die rund 16.000 französischen Berufspendler. Der Corona-Abstrich darf höchstens 48 Stunden alt sein, akzeptiert werden sowohl PCR-Tests als auch Schnelltests.

Bei vielen Grenzgängern stießen die verschärften Regeln auf Kritik: "Ich finde das indiskutabel", sagte der französische Berufspendler Serge Illig der Nachrichtenagentur AFP. "Wenn der negative Test nur 48 Stunden gilt, müssen wir alle zwei Tage einen machen." Der Deutsche Martin Wiegand sprach von einer "schwierigen Situation" für alle Grenzgänger.

2.3.2021 • 16:29 Uhr

Merkel: Anteil der Mutationen schon bei rund 50 Prozent

Der Anteil der Virus-Varianten bei den Corona-Neuinfektionen liegt nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel mittlerweile bei rund 50 Prozent. Das sagte Merkel in einer Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, wie die Nachrichtenagentur Reuters aus Teilnehmerkreisen erfuhr.

Zudem soll sich die Bundeskanzlerin in der Runde für "vorsichtige Öffnungsschritte" ausgesprochen haben. Man brauche aber auch eine "Notbremse", wenn die Infektionszahlen wieder stark ansteigen sollten, so Merkel laut Reuters.

2.3.2021 • 16:14 Uhr

Gastgewerbe kritisiert Corona-Politik

Der Branchenverband Dehoga kritisiert, dass nach einem Entwurf für das Bund-Länder-Treffen erst Ende März über Perspektiven für Restaurants und Hotels beraten werden soll. "Das ist das Gegenteil von einer Öffnungsstrategie", erklärt Dehoga-Präsident Guido Zöllick. "Von der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel fordern wir einen klaren Fahrplan mit konkreten, nachvollziehbaren Kriterien, was, wann, wie wieder möglich ist."

2.3.2021 • 15:24 Uhr

Schwesig: Strategie nicht nur an Inzidenzwert ausrichten

Vor dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern am Mittwoch hat Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig gefordert, die Corona-Strategie dürfe nicht mehr allein am Inzidenzwert ausgerichtet werden. Berücksichtigt werden müsse zum Beispiel auch, wie viele schwere Krankheitsverläufe es bei den Älteren gebe und wie stark das Gesundheitssystem ausgelastet sei.

Zudem kündigte sie an, dass auch in Mecklenburg-Vorpommern den Impfstoff von AstraZeneca für Personen aus der Impfpriorität zwei freigeben wird. Man könne es sich nicht leisten, Impfdosen herumliegen zu lassen, sagte sie. In den Impfzentren in Mecklenburg-Vorpommern waren in den vergangenen Tagen zahlreiche Termine zur Impfung mit Astrazeneca nicht wahrgenommen worden.

2.3.2021 • 15:21 Uhr

Österreich, Dänemark und Israel planen Impfstoff-Allianz

Österreich will sich bei Impfstoffen gegen das Coronavirus nicht mehr auf die EU verlassen. Die Europäische Arzneimittelagentur sei zu langsam bei den Zulassungen für Impfstoffe, erklärte Kanzler Sebastian Kurz in Wien. Österreich werde deshalb eng mit Dänemark und Israel bei der Erforschung und Produktion von Impfstoffen der zweiten Generation gegen mögliche Virus-Varianten zusammenarbeiten, so Kurz im Vorfeld eines für Donnerstag geplanten Israel-Besuchs. 

2.3.2021 • 15:18 Uhr

Einzelhändler schlagen Einkaufsstunde für Senioren vor

Im Bemühen um eine sichere Öffnung des Einzelhandels und der Innenstädte hat ein Bündnis aus Unternehmen spezielle Öffnungszeiten für ältere Menschen vorgeschlagen. "Konkret empfehlen wir die Einführung einer Öffnungsstunde für Senioren über 60 von Montag bis Freitag in der Zeit zwischen 10 und 11 Uhr", heißt es in einem Papier zur Selbstverpflichtung des Handels, das dutzende Textil-, Elektro- und Buchhändler unterzeichneten und das AFP vorlag.

Auf Wunsch der Politik seien die Unternehmen außerdem dazu bereit, auf "aggressive Wiedereröffnungswerbung und bis Ostern auf große Rabattaktionen zu verzichten", um nicht zu viele Menschen auf einmal anzulocken.

2.3.2021 • 14:31 Uhr

Brief an Kanzlerin: Sport fordert Perspektive

In einem Offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der organisierte Sport vor dem Corona-Gipfel mit den Ministerpräsidenten ein Ende des Stillstandes in der Pandemie angemahnt. "Nach unserer Überzeugung ist es nun höchste Zeit dafür, dem vereinsbasierten Sport, den 'sozialen Tankstellen' unserer Gesellschaft, endlich wieder eine Perspektive zu geben", heißt es in dem Schreiben.

Die Vereine und Landessportbünde würden über deutliche Mitgliederverluste und eine täglich abnehmende Zahl der ehrenamtlich Engagierten berichten. "Die negativen Auswirkungen von mangelnder Bewegung und Lebensfreude durch gemeinschaftliches Training sind insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, aber auch bei Senioren, deutlich sichtbar", heißt es weiter.

Mit dem auf den Leitplanken des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) fußenden Öffnungsplan der Sportministerkonferenz der Länder, der schrittweise den Vereinssport wieder zugänglich macht, liege ein klarer Fahrplan vor. "Der organisierte Sport hat die klare Erwartungshaltung, dass sie diesen Plan nun auch zeitnah ins Werk setzen und damit die Potenziale des Sports bei der Überwindung der Pandemie freisetzen", schreiben die durch DOSB-Präsident Alfons Hörmann angeführten Vertreter des Sports.

2.3.2021 • 14:16 Uhr

ESC hofft noch immer auf Show mit Publikum

Die Organisatoren des Eurovision Song Contest 2021 hoffen noch immer auf eine Show mit Publikum. "Wir werden alles tun, um das Bestmögliche herauszuholen", sagte Direktor Sietse Bakker zum Wettbewerb im Mai in Rotterdam.

Der Eurovision Song Contest (ESC) 2018 in Lissabon bei der Eröffnung. | dpa

Noch hoffen die Organisatoren des ESC, die Veranstaltung mit Publikum stattfinden lassen zu können. Bild: dpa

Bereits entschieden ist: Ein normaler Song Contest ist in Corona-Zeiten nicht möglich. Aber die Organisatoren setzen auf eine "1,5-Meter-Ausgabe" mit zahlreichen Vorsichtsmaßnahmen und hoffen auf eine begrenzte Zahl von Zuschauern beim ESC vom 18. bis 22. Mai in der niederländischen Hafenstadt. Wann eine endgültige Entscheidung fallen wird, ist unklar. Der ESC war im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie erstmals abgesagt worden.

2.3.2021 • 14:15 Uhr

Nigeria erhält fast vier Millionen Covax-Impfdosen

In Nigeria sind 3,94 Millionen Corona-Impfstoffdosen eingetroffen. Die Lieferung vom Dienstag ist die bislang größte der internationalen Covax-Initiative an ein afrikanisches Land. Es handelt sich um den von Astrazeneca mitentwickelten Impfstoff, produziert vom Serum Institute of India. Die Dosen seien von Mumbai in die nigerianische Hauptstadt Abuja gebracht worden, teilte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen mit.

In den kommenden Tagen und Wochen werde weiterer Impfstoff eintreffen. Die Covax-Initiative wurde gegründet, um Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommensniveaus Zugang zu Impfstoff zu sichern. Es wird damit gerechnet, dass das Programm im ersten Quartal des laufenden Jahres etwa 90 Millionen Dosen nach Afrika liefert.

2.3.2021 • 14:09 Uhr

Generalstaatsanwalt rügt Netanyahus Impfstoff-Diplomatie

Der israelische Generalstaatsanwalt hat das Vorgehen von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu kritisiert, im Alleingang überzählige Corona-Impfstoffe anderen Ländern zur Verfügung zu stellen. Eine derart wichtige Entscheidung könne nicht vom Regierungschef alleine getroffen werden, er müsse dabei das Kabinett einbinden, heißt es in einem Brief von Generalstaatsanwalt Avichai Mandelblit an den Nationalen Sicherheitsberater Meir Ben Schabbat, der vom Justizministerium veröffentlicht wurde.

Netanjahu hatte seine Entscheidung vergangene Woche bekanntgegeben und damit einen Eklat ausgelöst. Der Export von Impfstoffen, geplant an Länder in Afrika, Europa und Lateinamerika, wurde gestoppt. Doch Tausende Dosen waren da bereits nach Honduras und Berichten zufolge auch Tschechien versandt worden.

2.3.2021 • 13:46 Uhr

Berlin öffnet Schulen weiter

Der Berliner Senat geht mit der Öffnung von Schulen weiter voran. Ab kommendem Dienstag sollen auch die Klassen vier bis sechs wieder in den Präsenzunterricht gehen. Dies werde in halber Klassenstärke im Wechsel umgesetzt, teilt Senatorin Regine Günther nach der Senatssitzung mit. Ab dem 17. März sollen dann auch die Oberstufenklassen zehn bis 13 in den Präsenzunterricht gehen. Die Präsenzpflicht bleibt demnach aber ausgesetzt. Günther betont aber: "Wir werden vorsichtig sein müssen."

2.3.2021 • 13:44 Uhr

Koalition plant neues Bundestags-Gremium zu Pandemie-Folgen

Die Koalitionsfraktionen wollen im Bundestag ein Gremium einsetzen, das sich mit den Folgen der Corona-Pandemie auseinandersetzt. Der "Spiegel" zitierte aus einem Antrag von Union und SPD auf Einsetzung eines "Parlamentarischen Begleitgremiums Covid-19-Pandemie", das als Unterausschuss des Bundestagsausschusses für Gesundheit eingesetzt werden solle.

Inhaltlich solle es in dem neuen Gremium um "aktuelle sowie künftige gesundheitliche und soziale Fragen der Bewältigung der Covid-19-Pandemie" gehen, zitierte der "Spiegel" aus dem Papier. Der geplante Unterausschuss solle auf wissenschaftlicher Grundlage Handlungsempfehlungen geben. Das neue Gremium solle der "Koordinierung" verschiedener Politikbereiche dienen, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt in Berlin. Er nannte dabei rechtliche, gesundheitspolitische und wirtschaftliche Fragen.

2.3.2021 • 13:26 Uhr

Kretschmann bremst bei Lockerungen

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sieht kurz vor der Bund-Länder-Konferenz keine schnellen Öffnungsschritte. Auf die Frage, was denn außer Baumärkten rasch geöffnet werden könne, sagte der Grünen-Politiker in Stuttgart: "Erstmal nix." Die Zahl der Infektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen sei weiterhin der entscheidende Wert bei der Frage, wie stark man lockern könne - und die 7-Tage-Inzidenz steige wieder.

Zwar könne man mit massenhaften Schnell- und Selbsttests demnächst Öffnungen angehen, doch das gehe nicht von heute auf morgen. "Das ist ein großer organisatorischer Aufwand." Die Test-Infrastruktur müsse schon da sein, "damit man die Teststrategie mit der Öffnungsstrategie verbinden kann", erklärte der Grünen-Politiker.

2.3.2021 • 13:05 Uhr

Sterbefälle in dritter Februarwoche erstmals wieder unter Schnitt der Vorjahre

In der dritten Februarwoche sind die Sterbefallzahlen in Deutschland erstmals seit Längerem wieder unter den Schnitt der Vorjahre gefallen. Laut einer veröffentlichten Hochrechnung des Statistischen Bundesamts starben in der Woche vom 15. bis 21. Februar insgesamt 20.162 Menschen. Das waren 776 oder vier Prozent weniger als in der jeweiligen Februarwoche der Jahre 2017 bis 2020. In der Woche zuvor waren in etwa so viele Menschen gestorben wie im Durchschnitt der Vorjahre. In der ersten Februarwoche hatten die Sterbefallzahlen noch drei Prozent über dem Schnitt gelegen.

Nach Angaben des Statistikamts sank auch die Zahl der Covid-19-Todesfälle. In der fünften Kalenderwoche wurden dem Robert-Koch-Institut (RKI) demnach 841 Todesfälle weniger gemeldet als in der Vorwoche. Auch insgesamt gingen die Sterbefälle weiter zurück, was auch mit der weitgehend ausgebliebenen Grippewelle zusammenhängt.

2.3.2021 • 12:50 Uhr

Hans gegen weitreichende Lockerungen

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat sich gegen weitreichende Lockerungen aus. "Wir sollten restriktiv bleiben", sagte er dem "Spiegel". "Wir sind bereits in der dritten Welle, das ist eine neue Pandemie in der Pandemie", sagte er. "So langsam wie die Impfkurve steigt, müssen wir auch die Kurve der Neuinfektionen flachhalten."

2.3.2021 • 12:33 Uhr

Kultusminister wollen weitere Öffnungsschritte für Schulen

Vor dem nächsten Bund-Länder-Treffen wirbt die Kultusministerkonferenz für weitere Schritte zur Schulöffnung im März. Die Kultusminister sprechen sich "für weitere Schritte zur sukzessiven Öffnung von Schulen" aus, beschloss die Konferenz laut "RedaktionsNetzwerk Deutschland". Die Minister fordern zudem, der Bund müsse flächendeckende Corona-Tests an den Schulen finanzieren.

"Sofern es die Infektionslage weiterhin zulässt, soll der in den jüngeren Jahrgängen und den Abschlussklassen begonnene Wechsel- oder Präsenzunterricht im März 2021 auf weitere Jahrgänge ausgeweitet und intensiviert werden", heißt es in dem Beschluss weiter. Hiervon abweichende Regelungen könnten regional getroffen werden. Neben den bestehenden Maßnahmen müssten die weiteren Öffnungsschritte sukzessiv von zusätzlichen Maßnahmen des Gesundheitsschutzes flankiert werden. Die Kultusministerkonferenz fordert, das an Schulen tätige Personal vorrangig zu impfen.

2.3.2021 • 12:20 Uhr

Mallorcas Gastwirte empfangen wieder Gäste

Nach einer siebenwöchigen Corona-Zwangsschließung haben die Gastwirte auf Mallorca erstmals wieder Gäste empfangen. In Folge einer deutlichen Verbesserung der Pandemie-Lage auf der spanischen Urlaubsinsel dürfen sie wieder öffnen - vorerst allerdings nur die Außenbereiche. Spätestens um 17 Uhr müssen alle Restaurants, Cafés und Kneipen wieder schließen. Zudem dürfen vorerst lediglich höchstens 50 Prozent der Tische draußen aufgestellt werden - bei einer Besetzung von maximal je vier Personen aus höchstens zwei verschiedenen Haushalten.

Die Corona-Lage auf Mallorca und auf den anderen Balearen verbessert sich seit Wochen. Mit gut 31 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen gehört die "Autonome Gemeinschaft", die im Dezember und Januar lange die schlimmsten Zahlen ganz Spaniens hatten, inzwischen zu den Regionen des Landes mit den besten Werten. Die Balearen haben aktuell auch deutlich bessere Zahlen als alle deutschen Bundesländer.

2.3.2021 • 12:12 Uhr

Brauer verkaufen weiter weniger Bier

Angesichts weiterhin stark rückläufiger Biermengen rufen die deutschen Brauereien nach weiteren Hilfen in der Corona-Krise. Im Januar waren nach jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes nur noch gut 4,7 Millionen Hektoliter abgesetzt worden, ein Rückgang zum Vorjahresmonat um 27 Prozent. "Dies ist ein historischer Absturz, den die deutsche Brauwirtschaft so noch nicht erlebt hat", sagte Brauerbund-Präsident Holger Eichele. Besonders schlecht liefen die Geschäfte im Inland mit einem Minus von 28,3 Prozent. Der mittlerweile viermonatige Lockdown in Deutschland treffe insbesondere die kleinen Betriebe, die stark von Gastronomie und Veranstaltungen abhängig seien. "Fassbier ist über Nacht unverkäuflich geworden", sagte Eichele.

2.3.2021 • 12:04 Uhr

Mehr Mitsprache für den Bundestag

Der Bundestag soll nach den Vorstellungen von Union und SPD mithilfe eines neuen Gremiums mehr Mitsprachemöglichkeiten beim Kampf gegen die Corona-Pandemie erhalten. Dazu soll ein "Parlamentarisches Begleitgremium Covid-19-Pandemie" eingesetzt werden, wie aus einem Antrag der Koalitionsfraktionen hervorgeht. Darin heißt es: "Das interdisziplinäre Gremium soll aktuelle sowie künftige gesundheitliche und soziale Fragen der Bewältigung der Covid-19-Pandemie behandeln und gibt auf wissenschaftlicher Grundlage Handlungsempfehlungen."

Das Gremium soll ein Unterausschuss des Gesundheitsausschusses werden, aus 21 Abgeordneten bestehen und externe Sachverständige einbeziehen. Zu seinen Themenfeldern soll die Erforschung und Bekämpfung von Virusmutationen ebenso gehören wie die Produktion und Beschaffung von Impfstoffen oder das Lernen und Lehren während der Pandemie. Vor allem die Opposition im Bundestag hat immer wieder kritisiert, dass das Parlament bei den Maßnahmen gegen die Pandemie zu wenig mitzureden habe.

2.3.2021 • 11:48 Uhr

RKI: Bundesweit Fünf-Prozent-Marke bei Impfungen erreicht

Mehr als zwei Monate nach Beginn der Impfungen gegen das Coronavirus haben rund fünf Prozent der Bevölkerung mindestens eine Dosis erhalten. Den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) zufolge wurden bislang etwa 6,4 Millionen Dosen des Impfstoffs verabreicht (Stand 2.3., 8.00 Uhr). Davon haben rund 4,2 Millionen Menschen eine Erstimpfung und fast 2,2 Millionen bereits die Zweitimpfung bekommen. Zum zweiten Mal wurden im Bundesdurchschnitt bisher 2,6 Prozent der Einwohner gepikst.

Bei den Erstimpfungen führt Thüringen die Liste im Ländervergleich mit einer Quote von 5,7 Prozent an, Brandenburg ist mit 4,3 Prozent bislang das Schlusslicht. Bei den Zweitimpfungen liegt Rheinland-Pfalz (3,4 Prozent) vorn, die kleinste Quote haben derzeit Hessen und Niedersachsen (2,2 Prozent). Bei den meisten Geimpften handelt es sich laut RKI-Statistik um alte Menschen, Personal in Krankenhäusern und Altenheimen sowie Pflegeheimbewohner.

2.3.2021 • 11:10 Uhr

Corona-infizierte Mitarbeiterin von Arztpraxis hatte 600 Kontakte

Eine mit der britischen Corona-Variante infizierte Mitarbeiterin einer Arztpraxis in Düsseldorf hat offenbar mehr Kontakte gehabt als zunächst angenommen: Die Praxis korrigierte die Zahl der möglichen Kontaktpersonen von ursprünglich 450 auf rund 600. Wie die Stadt Düsseldorf mitteilte, lagen dem Gesundheitsamt nur für 60 Prozent der Betroffenen korrekte Telefonnummern vor. Kontaktpersonen der Kategorie I, die nicht telefonisch erreichbar seien, erhielten ihre Quarantäneverfügung deshalb per Post. Allen Kontakten aus dieser Gruppe seien zudem Corona-Tests angeboten worden.

Die Mitarbeiterin einer Arztpraxis im Stadtteil Pempelfort hatte trotz Krankheitssymptomen weiter gearbeitet und wurde später positiv auf die britische Virusvariante B.1.1.7 getestet. Die Arztpraxis wurde geschlossen.

2.3.2021 • 10:53 Uhr

Berichte: Lockdown-Verlängerung bis Monatsende mit Lockerungen

Bund und Länder streben laut Medienberichten eine grundsätzliche Verlängerung des Lockdowns an. Laut einer Beschlussvorlage, die dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt, ist eine Verlängerung der Maßnahmen bis zum 28. März vorgesehen. Allerdings ist völlig unklar, ob das Papier von Montagabend bereits zwischen Bund und Ländern abgestimmt wurde und ob es einen aktuellen Stand der Verhandlungen zeigt.

Laut dem "Business Insider" sollen bereits ab Montag weniger strenge Kontaktbeschränkungen gelten. Das meldet das Magazin ebenfalls unter Berufung auf einen Beschlussentwurf von Montagabend. Demnach dürften sich wieder mehrere Mitglieder zweier Haushalte treffen. Erlaubt werde dies für maximal fünf Personen, wobei Kinder unter 14 Jahren nicht mitgezählt würden. 

Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte sollen demnach einheitlich in allen Bundesländern öffnen dürfen - derzeit gibt es hier einen Flickenteppich. Voraussetzung seien Hygienekonzepte und eine Begrenzung auf einen Kunden pro 20 Quadratmeter. Auch die bisher noch geschlossenen körpernahen Dienstleistungsbetriebe sowie Fahr- und Flugschulen sollen dem Bericht zufolge wieder öffnen dürfen, wobei ein tagesaktueller negativer Schnelltest Voraussetzung sei. Dabei sollten auch Selbsttests akzeptiert werden. Daten für diese Öffnungsschritte wurden in dem Bericht nicht genannt.

Bund und Länder wollen dem Bericht zufolge allerdings auch eine "Notbremse" einführen: Die aktuell geltenden Regeln sollen demnach wieder in Kraft treten, sobald die Sieben-Tages-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen einen bestimmten Wert überschreitet. Die konkrete Schwelle ist demnach noch Gegenstand der Gespräche.

2.3.2021 • 10:40 Uhr

Ministeriumspapier: Zwei kostenlose Schnelltests wöchentlich bis 30. Juni

Das Gesundheitsministerium will allen Bürgern bis zunächst zum 30. Juni zwei kostenlose Corona-Schnelltests pro Woche anbieten. Dafür sollen weitere Testzentren aufgebaut werden, geht aus einem Reuters vorliegenden Papier des Ministeriums für die Änderung der Teststrategie hervor. Wie zuvor berichtet, rechnet die Bundesregierung mit monatlichen Kosten von 540 bis 810 Millionen Euro.

Dies basiert laut Papier auf der Annahme, dass sich wie in anderen EU-Ländern mit kostenlosen Testangeboten rund zwei bis 2,5 Prozent der Bevölkerung pro Tag testen lassen. Anfang Juni soll eine Überprüfung stattfinden. Bund und Länder wollen am Mittwoch entscheiden, ab wann genau die kostenlosen Tests angeboten werden sollen.

2.3.2021 • 10:24 Uhr

Brandenburgs Gesundheitsministerin sieht gestiegene AstraZeneca-Nachfrage

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher berichtet von einer gestiegenen Nachfrage nach dem Impfstoff von AstraZeneca. Am vergangenen Freitag habe man über 11.000 Termine online freigegeben für eine Impfung mit dem Mittel von AstraZeneca. Die seien so gut wie ausgebucht, sagte die Grünen-Politikerin im rbb-Inforadio.

Heute sollen die nächsten 17.000 Termine freigeschaltet werden, unter anderem für Lehrer und Kitapersonal. Das sei ein gutes Signal, so Nonnemacher. "Wir merken, dass das Interesse zunimmt und viele auch sagen, Hauptsache ich kann geimpft werden." Inzwischen gebe es aus Großbritannien auch ermutigende Daten zum Einsatz von AstraZeneca bei älteren Menschen, so Nonnemacher.

2.3.2021 • 09:52 Uhr

WHO hält Ende der Pandemie in diesem Jahr für unrealistisch

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet nicht mit einem baldigen Ende der Corona-Pandemie. "Es wäre sehr verfrüht und unrealistisch zu glauben, dass wir bis Ende des Jahres mit diesem Virus fertig werden", sagte WHO-Nothilfekoordinator Michael Ryan in Genf. 

Bei klugem Handeln könnten jedoch "die Krankenhauseinweisungen, die Todesfälle und die Tragödie beendet werden, die mit dieser Pandemie einhergehen". Der Fokus der WHO sei weiter darauf gerichtet, die Infektionen so gering wie möglich zu halten und so viele Menschen wie möglich zu impfen. Im Vergleich zu vor zehn Wochen sei die Situation viel besser, sagte Ryan mit Blick auf die Auslieferung erster Impfstoffe gegen das Virus.

2.3.2021 • 09:30 Uhr

Habeck will weitere Öffnungen nur bei Schulen und Kitas

Grünen-Chef Robert Habeck sieht nur Spielraum für weitere Öffnungen bei Schulen und Kitas. Er verstehe zwar den Druck, den viele Ladenbesitzer machten, sagt Habeck den Sendern RTL und ntv. "Aber wenn wir uns entscheiden, etwas zu lockern, dann würde ich mit den Kindern anfangen", fügt er hinzu.

Habeck warnte die 16 Ministerpräsidenten davor, bei den Öffnungen über das Ziel hinauszuschießen. Er stehe eher auf der Seite der Kanzlerin, die für einen vorsichtigen Kurs plädiert. "Wir sollten die einigermaßen stabile Situation, die wir haben, nicht verspielen, indem wir uns jetzt, weil wir zu ungeduldig werden, in diese dritte Welle reinkatapultieren", sagt der Grünen-Chef.

2.3.2021 • 09:06 Uhr

Günther erwartet Beschluss von "Stufen- und Perspektivplan"

Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther erwartet, dass Bund und Länder am Mittwoch einen "Stufen- und Perspektivplan" für Öffnungsschritte beschließen wird. "Ich bin mir sehr sicher, dass er auch kommen wird", sagt der CDU-Politiker im ZDF.

2.3.2021 • 08:51 Uhr

Giffey plädiert für mehr Perspektiven für Kinder

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) plädiert im Rahmen weiterer Öffnungen für mehr Perspektiven von Kindern und Jugendlichen in der Corona-Krise. "Ich finde es sehr wichtig, dass Kinder und Jugendliche jetzt ganz vorne in der Debatte um weitere Öffnungsschritte stehen müssen", sagte Giffey im ARD-Morgenmagazin.

Wenn man über Baumärkte, Flugschulen und Hundeschulen spreche, sollte man auch die Perspektive von Kindern in den Blick nehmen. "Es kann nicht sein, dass Hunde früher in die Schule gehen als Kinder und Jugendliche."

2.3.2021 • 08:18 Uhr

Lockdown bremst Einzelhandel auch zum Jahresauftakt deutlich

Der Lockdown hat den deutschen Einzelhändlern einen schlechten Start in das Jahr 2021 beschert. Ihre Einnahmen fielen im Januar um 3,9 Prozent niedriger aus als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Preisbereinigt (real) gab es sogar ein Minus von 4,5 Prozent.

2.3.2021 • 08:15 Uhr

Autovermieter Sixt schreibt wegen Corona-Krise Verlust

Deutschlands größter Autovermieter hat das Corona-Jahr 2020 wie erwartet mit roten Zahlen abgeschlossen. Der Verlust vor Steuern lag mit 81,5 Millionen Euro innerhalb der anvisierten Spanne von 70 bis 95 Millionen, wie Sixt mitteilte. 2019 hatte das Unternehmen aus Pullach bei München noch 308 Millionen Euro Gewinn vor Steuern geschrieben.

Die Kosten seien 2020 um 600 Millionen Euro gesenkt worden, die Fahrzeugflotte um 25 Prozent verkleinert. Der Umsatz brach um 39 Prozent auf 1,53 Milliarden Euro ein. Eine Prognose für das neue Jahr traut sich Sixt angesichts der unsicheren Aussichten für die Reisebranche nicht zu.

2.3.2021 • 07:58 Uhr

Laschet spricht sich für kontrollierte Öffnungsschritte aus

Das Bund-Länder-Treffen ist morgen, gestritten wird schon jetzt über die weiteren Schritte in der Pandemie. Nordrhein-Westfalens Regierungschef Armin Laschet spricht sich für kontrollierte Öffnungsschritte aus.

2.3.2021 • 07:47 Uhr

US-Seuchenexperte gegen Aufschub bei zweiter Impfung

US-Seuchenexperte Anthony Fauci hat sich gegen den Aufschub der zweiten Corona-Impfung mit den Mitteln von Biontech und Pfizer sowie von Moderna ausgesprochen. Bei einem solchen Aufschub, um mehr Menschen zu impfen, bestünden die Gefahren, dass die Menschen weniger geschützt seien und sich Virus-Varianten ausbreiten, sagt der medizinische Chefberater von Präsident Joe Biden der "Washington Post". Zudem könne bei einer plötzlichen Änderung der Pläne das Vertrauen der Bürger in die Impfstrategie der Regierung schwinden.

Fauci | AFP

US-Seuchenexperte Anthony Fauci fürchtet, dass bei einer Änderung der Impfstrategie das Vertrauen der Bevölkerung schwindet. Bild: AFP

2.3.2021 • 06:54 Uhr

China will 40 Prozent der Bevölkerung bis Juni impfen

40 Prozent der chinesischen Bevölkerung sollen bis Juni gegen das Coronavirus geimpft werden. Bis zum 28. Februar seien bereits mehr als 52 Millionen Dosen von Corona-Impfstoffen im Land verabreicht worden, teilte der Gesundheitsexperte Zhong Nanshan am Montag mit. Er äußerte sich bei einem Online-Forum für chinesische und US-amerikanische Medizinexperten und führt eine Expertengruppe an, die an Chinas nationale Gesundheitskommission angegliedert ist.

Es ist das erste Mal, dass China ein Ziel seiner Impfkampagne öffentlich gemacht hat, seit die Volksrepublik Mitte Dezember mit Massenimpfungen begann.

2.3.2021 • 05:16 Uhr

Knapp 4000 Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland sind dem RKI innerhalb eines Tages 3943 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 3883 Neuinfektionen und 415 neue Todesfälle verzeichnet. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz sank leicht auf 65,4. Am Montag hatte dieser Wert 65,8 betragen. Binnen 24 Stunden wurden den Angaben zufolge 358 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet.

Damit erhöhte sich die Zahl der seit Pandemie-Beginn in Deutschland registrierten Corona-Todesfälle auf 70.463. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg auf 2.451.011. Die Zahl der von einer Corona-Infektion genesenen Menschen bezifferte das RKI mit rund 2,264 Millionen.

2.3.2021 • 04:30 Uhr

Große Filmmesse Comic-Con in San Diego wegen Corona abgesagt

Die große Comic-Con-Messe im kalifornischen San Diego mit über Hunderttausend Besuchern, bei der Hollywood-Stars neue Filme vorstellen, fällt wegen Corona zum zweiten Mal aus. Die Veranstalter sagten das für Juli geplante mehrtägige Treffen am Montag ab. Eine große Menschenansammlung sei vor dem Hintergrund der Pandemie immer noch nicht möglich, hieß es zur Begründung. Comic-Con-Fans müssen sich mit einem Online-Event im kleinen Rahmen begnügen. 2020 war die berühmte Messe zum ersten Mal in ihrer 50-jährigen Geschichte abgesagt worden. 1970 in San Diego gegründet, gilt die Comic-Con als Mutter aller Comic-Conventions. Comic- und Fantasy-Fans kommen dort mit den Machern und Darstellern von berühmten Charakteren zusammen. Studios geben mit Trailern und Diskussionsrunden Einblick in ihre Projekte.

2.3.2021 • 04:02 Uhr

Sollen "Impfvordrängler" bestraft werden?

Es gibt immer wieder Berichte über Menschen, die sich beim Impfen vordrängeln und eine Machtposition ausnutzen. Sollten sie bestraft werden?

2.3.2021 • 03:51 Uhr

Polizei und Militär in Tschechien im Corona-Einsatz - 30.000 Kräfte

Zehntausende Angehörige von Polizei und Militär sollen in Tschechien kontrollieren, ob sich die Menschen an die wegen der Pandemie verhängten Einschränkungen der Bewegungsfreiheit halten. Insgesamt etwa 30.000 Einsatzkräfte errichteten über das Land verteilt 500 Checkpoints, an denen die Kontrollen stattfinden sollen. Die Maßnahme ist Teil eines Aktionsplans, mit dem das Land die Ausbreitung einer zuerst in Großbritannien entdeckten, infektiöseren Variante des Coronavirus hemmen will. Ministerpräsident Andrej Babis begründete die Einschränkungen damit, dass ein Kollaps der Versorgung von Covid-19-Patienten vermieden werden soll.

2.3.2021 • 03:51 Uhr

SPD-Chef wirft Kanzlerin Versagen in der Corona-Krise vor

SPD-Chef Norbert Walter-Borjans wirft CDU-Kanzlerin Angela Merkel und den Unionsministern im Bundeskabinett Versagen in der Corona-Krise vor. "Wir haben eine Regierungschefin, die in der Koordinierung in dieser Krise einiges vermissen lässt", kritisiert Walter-Borjans laut der "Augsburger Allgemeinen". Gerade jetzt würden besonders geforderte Verantwortungsträger auf der Seite des Koalitionspartners ihrer Aufgabe nicht gerecht. Walter-Borjans kündigte einen harten Wahlkampf an.