"Die Schlieߟung ist eine Ungerechtigkeit" steht auf dem Banner vor dieser geschlossenen Tapas-Bar. | dpa
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ 40.000 Gastro-Betriebe in Spanien schließen ++

Stand: 21.07.2020 23:14 Uhr

In Spanien stehen 40.000 Bars, Restaurants und Hotels wegen der Corona-Krise vor dem Aus. Als Reaktion auf steigende Fallzahlen weitet Österreich die Maskenpflicht wieder aus. Der Liveblog vom Dienstag zum Nachlesen.

  • Österreich weitet Maskenpflicht wieder aus
  • Polen will Schulen im September wieder öffnen
  • lran meldet Rekordzahl an Corona-Todesfällen an einem Tag
  • China verlangt von Flugpassagieren negative Corona-Tests
  • 522 registrierte Neuinfektionen in Deutschland
  • Steuereinnahmen im Juni um 19 Prozent gesunken
21.7.2020 • 23:14 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir den heutigen Liveblog und wünschen Ihnen eine gute Nacht.

21.7.2020 • 23:11 Uhr

Traditionelles Nobelpreis-Bankett im Dezember abgesagt

Die schwedische Nobelstiftung hat ihr traditionelles Bankett im Dezember abgesagt. Auch die dazugehörige Preisverleihung werde in diesem Jahr in "neuen Formen" stattfinden, teilte die Stiftung mit. Das Bankett bildet den Abschluss der sogenannten Nobelwoche, in der die Preisträger des Jahres zu Gesprächen und zur Preisverleihung in die schwedische Hauptstadt Stockholm kommen. Die Veranstaltung fiel zuletzt 1956 aus.

"Dies ist ein ganz besonderes Jahr, in dem jeder Opfer bringen und sich an völlig neue Umstände anpassen muss", erklärte Lars Heikensten, Chef der Nobelstiftung. Die Arbeit der diesjährigen Preisträger werde auf "unterschiedliche Art und Weise" hervorgehoben. Heikensten deutete an, dass die Gewinner ihre Auszeichnungen in ihren Heimatländern oder in Botschaften erhalten würden. Das Bankett findet jährlich am 10. Dezember - dem Todestag von Alfred Nobel - nach der Preisverleihung im Stockholmer Rathaus statt. Unter den rund 1300 Gästen sind normalerweise die Preisträger sowie das schwedische Königshaus. Nur der Friedensnobelpreis wird separat in Oslo vergeben.

21.7.2020 • 21:52 Uhr

Brasilien erlaubt Test für deutsch-amerikanischen Impfstoff

Die brasilianische Überwachungsbehörde für Gesundheit, Anvisa, hat dem Mainzer Biopharma-Unternehmen Biontech und dem US-Konzern Pfizer erlaubt, Tests für eine Impfung gegen Covid-19 in Brasilien vorzunehmen. Das geht aus einer Veröffentlichung im Amstblatt "Diário Oficial" hervor.

Anfang der Woche hatte bereits der chinesische Pharmakonzern Sinovac in Brasilien die entscheidende dritte Testphase seines Impfstoffs gestartet. Ein Impfstoff des britischen Pharmaunternehmens AstraZeneca, entwickelt von Forschern der Universität Oxford, wird in dem größten und bevölkerungsreichsten Land Lateinamerikas schon seit Juni getestet. Biontech und Pfizer gaben derweil in den Forschungen an einem Impfstoff ein weiteres positives Teilergebnis bekannt. Ob die genannten Impfstoffe ausreichend wirken, müssen noch größere Versuche an Probanden zeigen.

21.7.2020 • 20:20 Uhr

Airlines wollen Transatlantik-Flüge mit Corona-Tests ermöglichen

Mehrere große Fluggesellschaften haben die EU und die USA zu einer raschen Wiederaufnahme der Transatlantik-Flüge gedrängt. Sie sollten mit Tests auf das Coronavirus ermöglicht werden, argumentierten die Chefs von Lufthansa, IAG, United und American Airlines in einem gemeinsamen Brief. Angesichts der unzweifelhaften Bedeutung des transatlantischen Flugverkehrs für die Weltwirtschaft sowie der wirtschaftlichen Erholung unseres Geschäfts seien sie überzeugt, wie wichtig es sei, einen Weg zu finden, um Flüge zwischen den USA und Europa wieder zu ermöglichen, hieß es in dem Schreiben an EU-Innenkommissarin Ylva Johansson und US-Vizepräsident Mike Pence.

21.7.2020 • 19:31 Uhr

New York weitet inländische Reisebeschränkungen aus

Angesichts der Angst vor einem neuen Corona-Ausbruch in New York hat der Bundesstaat seine Beschränkungen für inländische Reisen weiter ausgeweitet. Gouverneur Andrew Cuomo teilte mit, zehn weitere Bundesstaaten auf die Liste der Regionen zu setzen, aus denen Einreisende eine zweiwöchige Quarantäne machen müssen. Mit den hinzugekommenen Staaten Alaska, Delaware, Indiana, Maryland, Missouri, Montana, North Dakota, Nebraska, Virginia und Washington seien damit nun 31 Bundesstaaten auf der Liste, berichteten mehrere lokale Medien übereinstimmend. Vor allem Staaten im Nordosten der USA sind bislang von den Regeln ausgenommen.

New York, noch im April ein weltweites Zentrum der Pandemie, hat die Zahl der Corona-Fälle drastisch gesenkt und gilt in den USA als beispielhaft im Kampf gegen Covid-19. Da aber etwa 40 der insgesamt 50 Bundesstaaten einen teilweise starken Anstieg der Infektionszahlen sehen, fürchtet die Ostküsten-Großstadt eine zweite Welle.

21.7.2020 • 19:17 Uhr

USA klagen chinesische Hacker an

Die USA haben zwei chinesische Staatsbürger wegen des mutmaßlichen Internet-Diebstahls von Forschungsergebnissen zu Impfstoffen gegen das neuartige Coronavirus angeklagt. Die Hacker im Alter von 33 und 34 Jahren hätten geistiges Eigentum von Firmen in den USA und anderen Ländern abgreifen wollen und auch Menschenrechtsaktivisten in den USA und Hongkong angegriffen, sagte John Demers vom US-Justizministerium. Die Hacker hätten teilweise "zu ihrem eigenen Vorteil", teilweise für das chinesische Ministerium für Staatssicherheit gearbeitet, sagte Demers. Beide sollen sich in China und damit außerhalb der Reichweite der US-Justiz befinden.

Die beiden Männer hätten sich den Ermittlungen zufolge während eines Ingenieurstudiums kennengelernt und im Laufe von rund zehn Jahren Geschäftsgeheimnisse im Wert von mehreren hunderttausend Dollar gestohlen, sagte ein Ministeriumssprecher. Der Fall betreffe hunderte Unternehmen, Regierungen, NGOs und Oppositionelle. 

21.7.2020 • 19:03 Uhr

Israels Parlament hebt geplante Schließung von Restaurants auf

Die angesichts der Corona-Pandemie geplante Schließung von Restaurants in Israel ist vom Tisch: Das Parlament hob einen entsprechenden Regierungserlass auf. Die Beschränkungen seien nicht durch wissenschaftliche Daten gestützt, erklärte ein Mitglied der Knesset. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und das Gesundheitsministerium hatten am Freitag unter anderem die Schließung von Restaurants angekündigt, um die Ausbreitung des Coronavirus im Land einzudämmen. Restaurants sollten laut Regierungsplan nur noch Lieferservice und Außer-Haus-Verkäufe anbieten. Nachdem sich viele Gastronomen über die Corona-Beschränkungen verärgert zeigten, hatte die Regierung die geplante Schließung bereits auf heute verschoben. Diesen Beschluss hob die Knesset nun auf.

21.7.2020 • 18:54 Uhr

Polen will Schulen im September wieder öffnen

Die polnischen Schüler sollen nach dem Willen der Regierung in Warschau ab September wieder Unterricht in ihren Klassenzimmern haben. Bildungsminister Dariusz Piontkowski kündigte deshalb auf Twitter die Ausarbeitung von Vorschriften an, die trotz der Corona-Pandemie einen sicheren Unterrichtsverlauf gewährleisten sollen. Das Bildungsministerium bereitet nach seinen Angaben auch einen rechtlichen Rahmen dafür vor, dass die Schulleiter im Falle einer neuerlichen Infektionswelle rasch reagieren können. Der reguläre Unterricht wurde in Polen Mitte März unterbrochen.

21.7.2020 • 17:50 Uhr

EU-Parlament plant Sondersitzung zu Corona-Hilfen am Donnerstag

Das Europaparlament unterbricht seine Sommerpause an diesem Donnerstag für eine Sondersitzung zur Begutachtung des milliardenschweren Corona-Hilfspakets. Die 27 Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedsstaaten hatten sich nach viertägigen Verhandlungen in der Nacht auf ein 1,8 Billionen Euro schweres Paket geeinigt. Es soll helfen, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise aufzufangen und den EU-Binnenmarkt zusammenzuhalten.

21.7.2020 • 17:43 Uhr

40.000 Gastro-Betriebe in Spanien schließen

Die Corona-Pandemie hat tiefe Kerben in die Restaurant- und Kneipenlandschaft Spaniens geschlagen. Nach Angaben des spanischen Gastronomieverbandes mussten wegen ausbleibender Gäste während der Krise landesweit rund 40.000 Bars, Restaurants und Hotels dauerhaft schließen. Das entspricht etwa 13 Prozent der gastronomischen Betriebe Spaniens. Bis Ende des Jahres rechnet der Verband damit, dass die Zahl der geschlossenen Betriebe auf 65.000 ansteigt.

21.7.2020 • 17:34 Uhr

Hohe Ablehnungsquote bei Nothilfe-Anträgen für Studierende

Viele Studierende, die Corona-Nothilfen beantragt haben, bekommen die finanzielle Unterstützung nicht. Das geht aus einer Antwort des Bundesbildungsministeriums auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Jens Brandenburg hervor. Demnach wurden im Juni insgesamt rund 82.000 Anträge auf sogenannte Überbrückungshilfe gestellt. Davon seien Stand 15. Juli knapp 65.000 von den Studentenwerken bearbeitet worden, mit rund 32.500 Zusagen und 26.000 abgelehnten Anträgen. Die Zahlen seien eine Momentaufnahme, da die Bearbeitung der Anträge für Juni noch nicht abgeschlossen sei, hieß es weiter.

"Die hohe Ablehnungsquote zeigt, wie intransparent die Förderansprüche offensichtlich sind", sagte Brandenburg. Die Bundesregierung müsse jetzt sicherstellen, dass wirklich alle Studierenden in Not auf ihre Hilfe zugreifen könnten. Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) erklärte, man sei dabei, mit den zuständigen Studentenwerken zu klären, woran es liege.

21.7.2020 • 17:08 Uhr

Ryanair kündigt Stellenabbau in Deutschland an

Der Billigflieger Ryanair will nach Streit mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) über Gehaltskürzungen in der Corona-Krise in Deutschland Stellen streichen. Da die VC eine Vereinbarung dazu abgelehnt habe, sollten Standorte geschlossen werden, erklärte das Unternehmen in Dublin. Für die Basis am Flughafen Hahn nahe Frankfurt gelte dies zum 1. November. Vor dem Winter könnten auch die Stützpunkte in Berlin Tegel und Düsseldorf zumachen. Die in Hahn stationierten Piloten sollen noch in dieser Woche informiert werden. Weitere Cockpit-Beschäftigte in Frankfurt, Köln und Berlin sollen folgen. "Wir müssen mit alternativen Maßnahmen zu Einsparungen weitermachen, die Schließung von Basen und Kündigungen bedeuten", hieß es in einer Information der Airline an die Piloten in Deutschland.

21.7.2020 • 16:59 Uhr

Gutachten: Werkvertragsverbot nur für Schlachthöfe ist rechtskonform

Ein nur auf die Fleischindustrie begrenztes Verbot von Werkverträgen und Leiharbeit ist laut einem Gutachten für das Düsseldorfer Gesundheitsministerium rechtlich möglich. "Um drohende schwere Schäden für Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer in den Schlachthöfen abzuwenden", dürfe der Gesetzgeber dort ein Direktanstellungsgebot aussprechen, heißt es in dem Gutachten. Dies rechtfertige einen Eingriff in die Berufsfreiheit der Schlachthofbetreiber und der Werkvertragsunternehmen, stellte Rechtswissenschaftler Olaf Deinert von der Universität Göttingen fest.

Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte nach dem massenhaften Corona-Ausbruch beim Branchen-Riesen Tönnies bereits mehrfach darauf gedrungen, Werkverträge in der Fleischindustrie zu verbieten. "Ich bin zuversichtlich, dass das jetzt auch passiert", sagte er der Nachrichtenagentur dpa.

21.7.2020 • 16:51 Uhr

Studie: Jeder vierte Einwohner von Neu Delhi hat Corona-Antikörper

Ein Corona-Antikörper-Test im Auftrag der indischen Regierung hat ergeben, dass hochgerechnet knapp jeder vierte Mensch (23,48 Prozent) in der Hauptstadt Neu Delhi Antikörper im Blut hat. Untersucht worden seien Proben von 21.387 Personen, schrieb Indiens Gesundheitsministerium in einer Mitteilung. Dieser Wert ist deutlich höher als die offiziellen Zahlen der bekannten Corona-Fälle. Demnach haben oder hatten weniger als ein Prozent der Bevölkerung von Neu Delhi Corona - konkret mehr als 123.000 Menschen. Rechnet man hingegen die 23,48 Prozent auf die rund 20 Millionen Einwohner Neu Delhis hoch müsste es mehr als 4,5 Millionen Fälle geben.

Menschen mit Coronavirus-Symptomen stehen in einem Krankenhaus in Neu-Delhi | AFP

Indien ist derzeit auf Platz drei der bekannten Corona-Fälle weltweit - mit knapp 1,2 Millionen Fällen. Bild: AFP

21.7.2020 • 16:01 Uhr

Österreich führt Maskenpflicht in Supermärkten wieder ein

Da die Zahl der Infizierten auch in Österreich wieder ansteigt, hat die Regierung eine Ausweitung der Maskenpflicht beschlossen. Der Mund-Nasen-Schutz müsse künftig wieder in Supermärkten, Postämtern und Banken getragen werden, sagt Kanzler Sebastian Kurz in Wien nach seiner Rückkehr vom EU-Gipfel. Zuletzt galt die Maskenpflicht nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Arztpraxen oder bei persönlichen Dienstleistungen wie etwa Friseuren.

21.7.2020 • 15:22 Uhr

UEFA-Präsident: "Bis auf weiteres keine Zuschauer"

UEFA-Präsident Aleksander Čeferin dämpft die Hoffnungen auf eine Rückkehr der Fans in die Fußballstadien. "Bis auf weiteres werden keine Zuschauer zugelassen. Wir werden keine Risiken eingehen", sagte Čeferin. Die verbleibenden Spiele in der Champions League und der Europa League werden im August ausgetragen. Bei vier von acht Champions-League- und allen acht Europa-League-Paarungen müssen zunächst die Achtelfinal-Duelle abgeschlossen werden, die im März wegen der Corona-Pandemie unterbrochen wurden.

Ab dem Viertelfinale werden Champions und Europa League in dieser Corona-Saison in Turnierform zu Ende gespielt. Die Champions League wird in Lissabon ausgetragen, die Europa League an den vier westdeutschen Standorten Köln, Duisburg, Düsseldorf und Gelsenkirchen. Gespielt wird in K.o.-Form und nur noch mit einer Partie - also ohne Hin- und Rückspiel.

21.7.2020 • 15:01 Uhr

Biontech: Impfstoffkandidat fördert Bildung von "Gedächtniszellen"

In den Forschungen an einem Corona-Impfstoff haben das Mainzer Biopharma-Unternehmen Biontech und der US-Konzern Pfizer ein weiteres positives Teilergebnis bekannt gegeben. Die klinische Studie in Deutschland habe gezeigt, dass der Impfstoffkandidat BNT62b1 zu einer verstärkten Bildung sogenannter T-Zellen führe. T-Zellen sind weiße Blutkörperchen (Lymphozyten), die als "Gedächtniszellen" gelten. Sie sind ein wichtiger Indikator, dass ein möglicher Immunschutz auch langfristig erhalten bleibt.

Zum Wochenbeginn hatten Experten in der britischen Medizin-Zeitschrift "The Lancet" berichtet, dass auch ein britischer und ein chinesischer Impfstoffkandidat die Bildung von T-Zellen fördert. Derzeit werden laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) mehr als 20 Vakzine in klinischen Studien an Menschen getestet.

21.7.2020 • 14:46 Uhr

Berlin lockert Abstandsregeln für Gaststätten

In Berlin dürfen künftig sechs Gäste ohne Abstand an einem Tisch sitzen, auch wenn sie aus verschiedenen Haushalten kommen. Darauf hat sich der Senat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur verständigt. Die Infektionsschutzverordnung soll nun entsprechend geändert werden.

21.7.2020 • 14:23 Uhr

Haushaltsdefizit in Großbritannien während Lockdown auf Rekordniveau

In Großbritannien ist das Haushaltsdefizit zwischen April und Juni auf einen Rekord gestiegen. Das Defizit lag im ersten Quartal des Haushaltsjahres 2020/21 bei 127,9 Milliarden Pfund (141,7 Milliarden Euro), wie die nationale Statistikbehörde am Dienstag mitteilte. Während des gesamten vergangenen Haushaltsjahrs hatte das Defizit 55,4 Milliarden Pfund betragen.

Grund für das massive Anwachsen des Defizits waren demnach die Ausgaben der britischen Regierung zur Unterstützung der Wirtschaft während der Pandemie. Die Gesamtverschuldung stieg damit bis Ende Juni auf knapp zwei Billionen Pfund.

21.7.2020 • 13:36 Uhr

Mehr als 20.000 Corona-Tests pro Tag in Bayern

In Bayern werden derzeit täglich im Schnitt zwischen 20.000 und 23.500 Menschen auf das Coronavirus getestet. Trotz der erhöhten Zahl an Tests sei das Infektionsgeschehen erfreulicherweise stabil, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach der Sitzung des Ministerrats. Mehr Tests bedeuteten natürlich auch, dass die Zahl der entdeckten Fälle steige. Um die Ausbreitung der Pandemie bewerten zu können, sei daher die Positivrate bei den Tests entscheidend, diese läge derzeit zwischen 0,4 und 0,6 Prozent. Ende Mai habe die Positivrate noch bei sechs Prozent gelegen.

In Bayern gibt es seit einigen Wochen die Möglichkeit, sich auch ohne Symptome kostenlos testen zu lassen.

21.7.2020 • 13:21 Uhr

Versorgungskrise zwingt Kuba zu Reformen

In Kuba hat die kommunistische Regierung angesichts des wirtschaftlichen Einbruchs infolge der Corona-Pandemie Reformen in Angriff genommen, um Privatbetriebe zu stärken. Kleine und mittlere Unternehmen sollen künftig einen wesentlichen größeren Handlungsspielraum bekommen. "Wir können wirtschaftlich nicht weitermachen wie bisher, weil wir so nicht die nötigen Ergebnisse erzielen", erklärte Staatpräsident Miguel Díaz-Canel.

In dem Karibikstaat wurden nun 72 Läden eröffnet, in denen Nahrungsmittel und andere lebenswichtige Güter in US-Dollar angeboten werden. Zugleich wird die zehnprozentige Steuer, die bislang auf die US-Währung bezahlt werden musste, nicht mehr erhoben. Kuba steckt wegen Corona in einer Versorgungskrise. Der massive Einbruch des Tourismus hat zu einem eklatanten Mangel an Devisen geführt, weshalb die Importe eingeschränkt werden.

21.7.2020 • 12:47 Uhr

lran: So viele Todesfälle wie noch nie an einem Tag

Der Iran meldet eine neue Rekordzahl an Corona-Todesfällen. In den vergangenen 24 Stunden starben 229 Patienten, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Damit liege die Zahl der Todesopfer aktuell bei 14.634. Im gleichen Zeitraum wurden mehr als 2600 Neuinfektionen erfasst, somit stieg die Zahl der bisher nachgewiesenen Infektionen auf 278.827.

Der Anstieg ist nach Einschätzung von Experten auf die Lockerungen in den letzten Wochen zurückzuführen. Diese wurden nun seit Anfang der Woche wieder größtenteils aufgehoben. 

21.7.2020 • 12:23 Uhr

Bericht: Krise beschert Deutscher Bahn Milliardenverlust

Die Deutsche Bahn hat der Nachrichtenagentur Reuters zufolge in der Corona-Krise einen Milliardenverlust eingefahren. Demnach betrug der Betriebsverlust allein in den ersten fünf Monaten 1,2 Milliarden Euro. Reuters beruft sich auf Bahn-Insider. So sei vor Corona ein Vorsteuergewinn von 400 Millionen Euro angepeilt worden, doch davon habe sich das Unternehmen inzwischen verabschiedet: Stattdessen stiegen die Schulden auf über 27 Milliarden Euro und damit um zwei Milliarden Euro mehr als geplant, so Reuters.

Der Konzern rechne in diesem Jahr mit keiner grundlegenden Erholung mehr und erwarte den größten Verlust seiner Geschichte, sagte ein Konzernvertreter. Besonders angespannt sei die Lage beim Personenverkehr. Die Güterbahn halte sich vergleichsweise gut. Die Bundesregierung hatte darauf gedrungen, dass die Bahn trotz des Einbruches bei den Passagierzahlen um bis zu 90 Prozent und eines Rückgangs im Güterverkehr in der Corona-Krise mehr als 80 Prozent ihrer Kapazitäten fährt.

21.7.2020 • 11:48 Uhr

Altmaier hofft nach EU-Gipfel auf schnellere Wirtschaftserholung

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier rechnet nach den Beschlüssen des EU-Gipfels mit einer schnelleren Konjunkturerholung. Im zweiten Halbjahr werde es allmählich besser werden, sagt der CDU-Politiker in Berlin. 2021 und 2022 werde es dann einen "nachhaltigen Aufschwung" geben.

21.7.2020 • 11:46 Uhr

Absatz von Fernsehern in der Corona-Krise gestiegen

In der Corona-Krise sind in Deutschland in den vergangenen Monaten deutlich mehr Fernseher gekauft worden. Im ersten Halbjahr stieg der Absatz im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 3,2 Millionen TV-Geräte, wie die Branchenvereinigung gfu mitteilte. Entscheidend dafür sei der Abverkauf nach dem Ende des Lockdowns im Frühjahr gewesen, sagte gfu-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Kamp. So sei der Absatz im Mai um 37 Prozent hochgesprungen und im Juni um 21 Prozent. Im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres waren dagegen 1,5 Prozent weniger Fernsehgeräte verkauft worden.

Einen deutlichen Zuwachs gab es angesichts der verstärkten Heimarbeit in Corona-Zeiten auch bei privat genutzter IT wie Notebooks, Monitoren und Druckern. Das Geschäft mit Foto-Technik und Hi-Fi-Geräten ging dagegen in der Corona-Krise zurück.

21.7.2020 • 11:09 Uhr

Frankreich rechnet mit 40 Milliarden Euro

Frankreich rechnet nach dem EU-Deal mit rund 40 Milliarden Euro Subventionen für das eigene Land. "Wir können von jetzt an über 40 Milliarden Euro zusätzlich verfügen", sagte Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire dem Nachrichtensender France Info. Er würdigte die Einigung der EU auf die Corona-Hilfen als "Geburtsurkunde eines neuen Europas". Die 40 Milliarden Euro für Frankreich sollen demnach in ein Konjunkturpaket einfließen, das Le Maire am 24. August im Kabinett vorstellen will.

21.7.2020 • 11:02 Uhr

Großes Interesse an Corona-Studie in Leipzig

Ende August soll in der Arena Leipzig eine Großveranstaltung mit 4000 Besuchern simuliert werden. Ziel der Studie ist es, das Risiko für die Entstehung eines Ausbruchs mit Covid-19 durch große Events zu berechnen. Laut MDR registrierten sich schon fast 900 Menschen für eine Teilnahme:

21.7.2020 • 10:49 Uhr

EU-Einigung treibt Dax über 13.200 Punkte

Der Dax hat seinen Corona-Einbruch dank des Konjunkturoptimismus der Anleger inzwischen fast vollständig überwunden. Heute stieg der deutsche Leitindex erstmals seit Februar wieder über die Marke von 13.200 Punkten. Unterstützt wurde das Börsenbarometer von der Einigung der EU in Brüssel. Im frühen Handel gewann der Dax 1,45 Prozent auf 13.236,73 Punkte.

21.7.2020 • 10:45 Uhr

FAQ zu den Ergebnissen des EU-Gipfels

Wer hat in Brüssel was herausverhandelt? Und wie sehen die Corona-Hilfen konkret aus? Die wichtigsten Fragen und Antworten:

21.7.2020 • 10:43 Uhr

Sánchez "zu 95 Prozent zufrieden" mit Gipfelergebnis

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez, dessen Land besonders von den vereinbarten EU-Hilfen profitieren wird, hat sich erfreut über die Einigung des EU-Sondergipfels gezeigt. Er sei "zu 95 Prozent zufrieden" mit dem Ergebnis, sagte er. Von den beschlossenen 750 Milliarden Euro zur Abfederung der Corona-Krise stehen nach seinen Worten "in etwa" 140 Milliarden für sein schwer von der Pandemie betroffenes Land zur Verfügung. Davon seien 72,7 Milliarden nicht rückzahlbare Subventionen, der Rest Kredite.

Sánchez sprach von einem "wahrhaften Marshallplan". Es sei "historisch", dass sich die EU-Kommission erstmals in ihrer Geschichte verschulde, um nationale Programme zu finanzieren.

21.7.2020 • 10:30 Uhr

Mehr als 37.000 neue Fälle in Indien

Innerhalb von 24 Stunden ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Indien um 37.140 gestiegen. Damit haben sich dort insgesamt 1.155.191 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Die Zahl der Toten stieg um 587 auf 28.084.

In den vergangenen Wochen wurden einige örtlich begrenzte Ausgangsbeschränkungen erlassen, um in Hochrisikogebieten die Zunahme der Infektionen zu verlangsamen. Experten gehen davon aus, dass eine Reihe von Corona-Rekordwerten auf Indien zukommen, da sich das Virus in ländlichen Gegenden ausbreitet, wo das Gesundheitssystem schwach ist.

 Indien, Neu Delhi: Ärzte und medizinische Mitarbeiter in Schutzanzügen unterhalten Kinder in einer provisorischen Covid-19-Pflegeeinrichtung in einem Hallenstadion. | dpa

Ärzte und medizinische Mitarbeiter in Schutzanzügen unterhalten Kinder in einer provisorischen Covid-19-Pflegeeinrichtung in einem Hallenstadion in Neu Delhi. In Indien gibt es bereits mehr als eine Million Corona-Fälle - und Experten befürchten weitere Rekordwerte. Bild: dpa

21.7.2020 • 09:53 Uhr

China verlangt von Flugpassagieren negative Corona-Tests

Passagiere auf Flügen nach China müssen künftig einen negativen Corona-Test vorweisen, bevor sie an Bord dürfen. Der Test dürfe nicht älter als fünf Tage sein, teilt die chinesische Luftfahrtbehörde CAAC mit.

Fluglinien wie die Lufthansa oder Air France-KLM dürfen wieder öfter nach China fliegen. Um zu verhindern, dass dadurch mehr Corona-Fälle importiert werden, verschärft die CAAC nun die Vorgaben. Mehreren Airlines hatte die Behörde vorübergehend bestimmte Flüge untersagt, nachdem auf einzelnen Flügen mehr als fünf Passagiere bei der Ankunft in China positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

21.7.2020 • 09:42 Uhr

Seehofer glaubt an Stadion-Fans im Herbst

Bundesinnenminister Horst Seehofer macht Fußball-Fans Hoffnung auf eine Rückkehr in die Stadien zur neuen Saison. "Ich bin schon länger der Meinung, dass man in die Stadien wieder Zuschauer lassen kann - wenn es ein starkes Hygienekonzept gibt", sagte er dem "Münchner Merkur".

Die Bundesligisten, die die abgelaufene Saison wegen den Folgen der Corona-Pandemie noch in leeren Stadien beenden mussten, arbeiten aktuell an Plänen, um zur neuen Spielzeit zumindest wieder einen Teil ihrer Arenen mit Zuschauern füllen zu können. "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass auf die DFL und den DFB Verlass ist", sagte Seehofer. "Im Herbst könnte das wieder anlaufen. Natürlich nicht mit einer ausverkauften Arena, aber man kann sich Schritt für Schritt steigern. Das Virus schlägt dort zu, wo die Regeln nicht eingehalten werden."

21.7.2020 • 09:23 Uhr

DIHK hofft auf schnelle Umsetzung der Gipfel-Beschlüsse

Die deutsche Wirtschaft pocht auf eine schnelle Umsetzung der Beschlüsse des EU-Gipfels. "Damit die Mittel aus Wiederaufbaufonds und EU-Haushalt der Wirtschaft den dringend notwendigen Schub geben können, müssen die verbleibenden Details schnell erarbeitet werden", sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer. "Nur dann können die Programme ab Januar 2021 zur Verfügung stehen."

Die Einigung in Brüssel begrüßte er als wichtiges Signal für die deutsche Wirtschaft. "Die Stärkung des Binnenmarktes und die wirtschaftliche Erholung in den Mitgliedsstaaten sind für die deutsche Wirtschaft zentrale Voraussetzungen dafür, die Krise zu überwinden."

21.7.2020 • 09:18 Uhr

Conte will Mittel für Investitionen und Reformen nutzen

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte hat nach dem EU-Gipfel Reformen in seinem Land versprochen. Italien erhalte 81 Milliarden Euro in Form von Zuschüssen und 127 Milliarden Euro an Darlehen, sagte er. Das Abkommen gebe die Möglichkeit für einen Neubeginn. Seine Regierung habe nun die Verantwortung, "das Gesicht des Landes zu verändern". Man müsse diese Mittel nun verwalten und für Investitionen und Strukturreformen einsetzen.

"Wir haben eine echte Chance, Italien grüner, digitaler, innovativer, nachhaltiger und integrativer zu machen", sagt Conte. "Wir haben die Chance, in Schulen, Universitäten, Forschung und Infrastrukturen zu investieren."

21.7.2020 • 09:14 Uhr

Trump: Tragen von Masken "patriotisch"

US-Präsident Donald Trump hat überraschend in einem Tweet für das Tragen von Masken geworben. "Wir sind vereint in unseren Bemühungen, das unsichtbare China-Virus zu besiegen", twitterte er. "Und viele Menschen sagen, dass es patriotisch ist, eine Gesichtsmaske zu tragen, wenn man keine soziale Distanz wahren kann. Niemand ist patriotischer als ich, Euer Lieblings-Präsident!" Dazu veröffentlichte Trump ein Foto, auf dem er mit einer Maske mit dem Präsidenten-Siegel zu sehen ist.

Trump hat bislang bei kaum einem öffentlichen Auftritt eine Maske getragen. Ihm wird vorgeworfen, durch sein Auftreten ohne Mund-Nasen-Schutz ein schlechtes Vorbild in der anhaltenden Pandemie abzugeben. Am 11. Juli zeigte er sich schließlich erstmals öffentlich mit einer Maske. Hintergrund sind wohl auch die schlechten Umfragewerte für sein Krisenmanagement bei weiterhin dramatischen Zuwächsen der Infektionszahlen.

21.7.2020 • 08:45 Uhr

Rekord-Exporte der deutschen Pharmaindustrie

Die Corona-Pandemie hat den deutschen Pharmaunternehmen starke Exportzuwächse beschert. Zu Beginn der Krise im März stiegen die Ausfuhren der Pharmaindustrie gegenüber dem Vorjahresmonat um 27,8 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 8,2 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Von März bis Mai wuchsen die Exporte demnach wertmäßig um 14,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 22,1 Milliarden Euro. Deutschlands Exporte insgesamt dagegen brachen in diesem Zeitraum um 22,6 Prozent ein.

Die Pharmabranche ist seit Jahren überdurchschnittlich exportorientiert, wie die Statistiker erklärten: Die Differenz zwischen Ausfuhren und Einfuhren werde zunehmend größer.

21.7.2020 • 08:14 Uhr

Einordnung der Gipfel-Ergebnisse

Es habe länger gedauert als gedacht, obwohl sich alle klar darüber gewesen seien, dass es schwierig werden würde. Bis zum Kompromiss beim EU-Gipfel war es eine regelrechte "Achterbahnfahrt", sagt ARD-Korrespondentin Gudrun Engel.

21.7.2020 • 08:09 Uhr

Reaktionen auf EU-Vereinbarung

Mehr als 90 Stunden hatten EU-Staaten verhandelt - am Ende stand eine Einigung. Teilnehmer des Gipfels sprechen von einem "historischen" Moment.

21.7.2020 • 07:51 Uhr

Steigende Zahlen in spanischen Regionen

In mehreren spanischen Regionen steigt die Zahl der Corona-Fälle wieder. Woran das liegen könnte, erklärt Oliver Neuroth:

21.7.2020 • 07:27 Uhr

Italiens Regierungschef Conte: "Wir sind zufrieden"

Italiens Regierungschef Giuseppe Conte hat die Einigung beim EU-Gipfel und den beschlossenen Wiederaufbauplan nach der Corona-Krise als ehrgeizig und "sehr konsistent" gelobt. "Wir sind zufrieden", sagte er. Der Wiederaufbauplan entspreche den enormen Herausforderungen der Krise. "Es ist ein historischer Moment für Europa, es ist ein historischer Moment für Italien."

21.7.2020 • 07:16 Uhr

EU-Sondergipfel verpasste knapp Längenrekord

Nur 25 Minuten haben gefehlt, um den Brüsseler Sondergipfel zum längsten in der Geschichte der Union zu machen. Damit bleibt der Rekord beim Gipfel von Nizza aus dem Jahre 2000 bestehen. Dieser war nach EU-Rechnung erst nach 91 Stunden und 45 Minuten zu Ende gegangen. In Nizza hatten die Staats- und Regierungschef einen neuen EU-Vertrag ausgehandelt, der ein weiteres Zusammenwachsen Europas ermöglichte.

21.7.2020 • 06:49 Uhr

Lehrer in Florida klagen gegen Wiedereröffnung von Schulen

Lehrer in Florida wollen mit einer Klage die Wiederaufnahme des normalen Schulunterrichts nach den Sommerferien verhindern. Die Klage gegen Gouverneur Ron DeSantis und mehrere Behörden wurde von der Gewerkschaft Florida Education Association eingereicht, die rund 140.000 Lehrer vertritt. Darin heißt es, Schulen müssten eine "sichere" Umgebung sein, doch sei das Coronavirus in Florida "außer Kontrolle".

Der Bundesstaat im Südosten hat sich zu einer der am schwersten von der Pandemie betroffenen Regionen der USA entwickelt. Allein am Montag wurden dort mehr als 10.000 weitere Infektions- und 90 neue Todesfälle gemeldet. Dennoch will der republikanische Gouverneur DeSantis nach den Ferien den regulären Schulbetrieb wiederaufnehmen lassen.

21.7.2020 • 06:18 Uhr

Merkel: "Am Schluss zusammengerauft"

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich erleichtert über die Einigung beim EU-Gipfel gezeigt. Es sei darum gegangen, Entschlossenheit zu zeigen. "Das war nicht einfach", sagte die CDU-Politikerin. Für sie zähle aber, "dass wir uns am Schluss zusammengerauft haben".

21.7.2020 • 06:17 Uhr

Von der Leyen: "Ein historischer Moment"

EU-Ratschef Charles Michel hat die Einigung auf das Milliardenpaket gegen die Corona-Krise als einen entscheidenden Moment für Europa bezeichnet. "Das ist ein guter Deal, das ist ein starker Deal, und vor allem ist dies der richtige Deal für Europa jetzt", sagte Michel. Es gehe hier nicht nur um Geld. Die Vereinbarung sei auch ein Zeichen des Vertrauens für Europa und die Welt.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen sagte, Europa habe immer noch den Mut und die Fantasie, groß zu denken. "Wir sind uns bewusst, dass dies ein historischer Moment in Europa ist." Es gelinge Europa, nach intensivem Ringen kraftvoll zu antworten.

Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron schrieb kurz nach der Einigung auf Twitter: "Historischer Tag für Europa!"

21.7.2020 • 05:55 Uhr

Einigung beim EU-Gipfel

Die 27 EU-Staaten haben nach viertägigen Verhandlungen das größte Haushalts- und Finanzpaket ihrer Geschichte vereinbart.

21.7.2020 • 05:16 Uhr

522 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts 522 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 202.345 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. In Deutschland starben bislang 9090 mit dem Virus infizierte Menschen - das bedeutet ein Plus von 4 im Vergleich zum Vortag. Bis zum Morgen hatten 188.100 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

21.7.2020 • 03:59 Uhr

Mehr als 80.000 Corona-Tote in Brasilien

In Brasilien sind bereits mehr als 80.000 Menschen im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Dies ging aus den Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília hervor. Demnach stieg die Zahl der Corona-Toten auf 80.120. Zuletzt waren täglich rund 1000 Todesfälle gemeldet worden, vergangene Woche durchbrach Brasilien die Marke von zwei Millionen bestätigten Infizierten.

Nur in den USA wurden bislang mehr Infektionen und Todesfälle in der Corona-Pandemie verzeichnet. Die tatsächlichen Zahlen in Brasilien dürften aber noch weit höher liegen, auch weil das Land sehr wenig testet. Wissenschaftliche Studien und Schätzungen von Organisationen legen nahe, dass sich mindestens siebenmal so viele Menschen infiziert haben wie bisher bekannt, und doppelt so viele wie erfasst gestorben sind.

21.7.2020 • 03:59 Uhr

Bislang 396 Bundeswehr-Soldaten mit Corona infiziert - sieben aktiv

Knapp 400 Bundeswehr-Soldaten haben sich laut einem Medienbericht bislang mit dem Coronavirus infiziert. Derzeit gebe es jedoch nur noch sieben aktive Fälle, berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf Angaben des Verteidigungsministeriums. Insgesamt haben sich demnach 396 infiziert, 389 seien wieder gesund. In vielen Einheiten hätten bis zu 80 Prozent der Beschäftigten im Homeoffice gearbeitet.

Die zum 1. April eingestellten Rekruten seien erst zum Sommer eingestiegen. Internationale Übungen seien vielfach abgesagt und strenge Quarantänemaßnahmen für die Soldaten eingeführt worden, die in Auslandseinsätze entsandt wurden. Bislang habe die Bundeswehr in der Corona-Pandemie in 440 Fällen Amtshilfe geleistet, aktuell gebe es rund 100 Aufträge.

21.7.2020 • 03:50 Uhr

Steuereinnahmen im Juni um 19 Prozent gesunken

Wegen der Corona-Pandemie sind die Steuereinnahmen des Staates (ohne Gemeindesteuern) im Juni um 19 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurückgegangen. Das geht aus dem veröffentlichten Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervor. "Die konjunkturellen Auswirkungen der Corona-Krise sowie die aufgrund dieser Krise umgesetzten steuerlichen Maßnahmen belasteten weiterhin das Steueraufkommen signifikant", heißt es darin. Unter anderem gehörten zu den Maßnahmen herabgesetzte Vorauszahlungen sowie gewährte Stundungen.