Ein medizinischer Mitarbeiter in Schutzanzug vor einem Krankenwagen | REUTERS
Liveblog

Corona-Liveblog zum Nachlesen ++ Todesfälle in Florida auf Höchstwert ++

Stand: 14.07.2020 22:59 Uhr

Der US-Staat Florida verzeichnet so viele Corona-Tote wie noch nie. Das Auswärtige Amt stuft Luxemburg wegen erhöhter Corona-Zahlen als Risikogebiet ein. Alle Entwicklungen vom Dienstag zum Nachlesen im Liveblog.

  • US-Regierung rückt von Ausweisung ausländischer Studenten ab
  • Merkel und Söder für lokale Ausreiseverbote
  • Maskenpflicht an Schulen in Baden-Württemberg
  • Italien verlängert viele Corona-Beschränkungen
  • Reisewarnung für Schweden aufgehoben
  • 412 Neuinfektionen in Deutschland
  • England führt Maskenpflicht in Läden ein
14.7.2020 • 22:59 Uhr

Ende des heutigen Liveblogs

Hiermit schließen wir den Liveblog für heute und danken für Ihr Interesse.

14.7.2020 • 22:21 Uhr

Florida registriert Höchstmarke bei Corona-Todesfällen

Der US-Staat Florida hat den Tod so vieler Coronavirus-Infizierter gemeldet wie noch nie. Die Behörden bestätigten 132 Todesfälle, das sind zehn Prozent mehr als die vorherige Höchstmarke in der vergangenen Woche. Allerdings dürften in die Zahl auch einige Todesfälle vom Wochenende eingeflossen sein.

Im Durchschnitt der vergangenen sieben Tage gab es in Florida 81 Tote pro Tag - mehr als doppelt so viele wie vor zwei Wochen. Mediziner hatten mit einer Zunahme der Todesfälle gerechnet, weil auch die Zahl der Neuinfektionen in Florida rasant steigt. Binnen eines Monats nahm sie von täglich 2000 auf 12 000 zu. Dies hat auch mit der höheren Zahl der Tests zu tun, allerdings ist auch der Anteil der positiven Testergebnisse von sechs auf 18 Prozent gestiegen.

14.7.2020 • 21:38 Uhr

US-Regierung rückt von Plan zur Ausweisung von Studenten ab

Die US-Regierung rückt von ihrem Plan ab, gewisse ausländische Studenten zur Ausreise zu zwingen, wenn ihre Kurse nur noch über das Internet abgehalten werden sollten. Die US-Einwanderungsbehörde teilte mit, dass Studenten, deren Universitäten wegen der Pandemie nur Online-Kurse anbieten, nicht ausreisen oder sich eine neue Hochschule suchen müssten. Bundesrichterin Allison Burroughs gab eine Einigung der Regierung mit den Universitäten Harvard und MIT bekannt, durch die das Vorhaben hinfällig geworden sei. Hunderte Unis hatten gegen die Pläne geklagt.

14.7.2020 • 21:20 Uhr

EU erlässt Ausnahmeregelung für Covid-19-Arzneimittel

Die EU setzt befristet Auflagen aus, um die Entwicklung eines Corona-Impfstoffs zu beschleunigen. Wie der Rat der Mitgliedstaaten mitteilte, werden vom kommenden Samstag an Covid-19-Arzneimittel mit genetisch veränderten Organismen (GVO) ohne vorherige Umweltverträglichkeitsprüfung klinisch geprüft werden können. Zudem wird klargestellt, dass die Regelung auch gilt, wenn Mitgliedsstaaten den Einsatz von offiziell noch nicht genehmigten Covid-19-Arzneimitteln mit genetisch veränderten Organismen erlauben wollen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kommentierte: "Diese Verordnung wird sicherstellen, dass klinische Prüfungen in der EU ohne Verzögerung starten können und dass keine wertvolle Zeit verloren geht." Ein Impfstoff gegen Covid-19 werde dringend benötigt. Die neue EU-Verordnung gilt, solange die Weltgesundheitsorganisation Covid-19 als Pandemie betrachtet oder solange ein Beschluss der Kommission gilt, mit dem sie eine gesundheitliche Krisensituation aufgrund von Covid-19 feststellt.

14.7.2020 • 21:10 Uhr

Coronavirus-Studien: Wie schnell nimmt die Immunität ab?

Bislang ging man davon aus, dass Covid-19-Patienten nach einer Infektion gegen das neue Coronavirus immun sind. Doch Bluttests ergaben, dass die Zahl der Antikörper schnell abnimmt. Was heißt das?

14.7.2020 • 20:19 Uhr

Corona-Kunst: Banksy wirbt fürs Maskentragen

Der Streetart-Künstler Banksy hat in einer U-Bahn in London mit Ratten-Bildern für das Tragen von Masken in der Corona-Krise geworben. Auf einem auf Instagram verbreiteten knapp einminütigem Video soll Banksy selbst zu sehen sein - mit Maske, weißem Schutzanzug, blauen Handschuhen und einer orangefarbenen Warnweste. Passagiere erkennen ihn nicht, weil sie ihn wohl für einen Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe halten. Auf dem Video ist zu sehen, wie der Künstler mit Bilder auf die inneren Wände und Fenster der Waggons malt. Sie zeigen zum Beispiel eine Ratte mit einem Mundschutz als Fallschirm. Ein anderes zeigt eine Ratte, die ohne Maske Farbe an ein Fenster niest. Als Kommentar hinterließ Banksy auf Instagram: "Wenn du keine Maske trägst, kapierst du es nicht."

Die britische Regierung gab am Dienstag bekannt, dass vom 24. Juli an eine Maskenpflicht in Supermärkten und anderen Geschäften in England gelte. Jeder Landesteil in Großbritannien entscheidet über seine eigenen Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. Eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln wurde im Juni in England eingeführt.

14.7.2020 • 20:01 Uhr

US-Behörden melden fast 59.000 neue Infektionen

Die US-Seuchenzentren CDC melden 58.858 neue nachgewiesene Infektionen und 351 weitere Todesfälle. Insgesamt sind damit in den USA fast 3,4 Millionen Erkrankte und 135.235 Tote durch die Pandemie verzeichnet.

14.7.2020 • 19:27 Uhr

EU-Wiederaufbaufonds: Rutte hält Einigungschance für klein

Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte bezweifelt, dass beim EU-Gipfel am Wochenende eine Einigung über den geplanten EU-Wiederaufbaufonds in der Corona-Krise erreicht wird. "Ich halte die Wahrscheinlichkeit, dass das am Freitag oder Samstag gelingt, für klein", sagte Rutte bei einer Parlamentsdebatte in Den Haag. Besonders schwierig sei eine Einigung auf die Bedingungen, unter denen Zuschüsse gewährt werden sollen, und über die Kontrollierbarkeit dafür notwendiger Reformen. Zugleich äußerte Rutte sich verhandlungsbereit, um zu einer für alle akzeptablen Lösung zu kommen. Ein Veto einzulegen sei ein Zeichen von Machtlosigkeit.

An diesem Freitag und Samstag ist in Brüssel ein EU-Gipfel zum Wiederaufbaufonds und zum EU-Haushalt angesetzt. Von den 750 Milliarden Euro des schuldenfinanzierten Wiederaufbauplans sollen nach Vorstellung der EU-Kommission 500 Milliarden als Zuschüsse und 250 Milliarden als Kredite vergeben werden. Die Niederlande gehören mit Schweden, Dänemark und Österreich zu den sogenannten Sparsamen Vier, die nicht rückzahlbare Hilfen ablehnen und Finanzhilfen auch an Reformen vor allem des Arbeitsmarktes und Rentensystems koppeln wollen.

14.7.2020 • 19:17 Uhr

Auswärtiges Amt stuft Luxemburg als Risikogebiet ein

Das Auswärtige Amt warnt wegen erhöhter Corona-Zahlen in Luxemburg vor "nicht notwendigen, insbesondere touristischen Reisen" in das Nachbarland. Luxemburg habe kumulativ die Neuinfiziertenzahl von 50 Fällen pro 100 000 Einwohner in den letzten 7 Tagen überschritten, heißt auf der heute aktualisierten Homepage des Auswärtigen Amtes zur Begründung. Das Robert Koch-Institut (RKI) listet Luxemburg mit Stand Dienstag als Gebiet, in dem "ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit Sars-CoV-2 besteht". Laut RKI erfolgt die Einstufung als Risikogebiet nach gemeinsamer Analyse und Entscheidung durch Gesundheitsministerium, Innenministerium und Auswärtigem Amt.

14.7.2020 • 19:12 Uhr

EU: Einreise aus Serbien und Montenegro wird wieder verboten

Die EU-Staaten wollen die in der Corona-Pandemie eingeführten Einreisebeschränkungen wieder ausweiten. Die Botschafter der EU-Staaten einigten sich darauf, die Beschränkungen für Bürger aus den beiden Balkanstaaten Serbien und Montenegro wieder einzuführen, wie mehrere Nachrichtenagenturen unter Berufung auf EU-Diplomaten berichten. Grund dafür ist, dass die Viruslage sich in beiden Ländern deutlich verschlechtert hat. Die Liste der Drittstaaten, aus denen Reisen in die EU möglich sind, schrumpft somit auf zwölf Länder. Die Botschafter fügten kein neues Land hinzu. Die Entscheidung muss noch im schriftlichen Verfahren offiziell von den Hauptstädten bestätigt werden.

Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hatten sich Mitte März alle EU-Staaten außer Irland sowie die Nicht-EU-Staaten Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island darauf geeinigt, nicht zwingend notwendige Reisen in die EU zunächst zu verbieten. Seit Anfang Juli wird dieser Einreisestopp langsam gelockert.

14.7.2020 • 18:54 Uhr

Weitere US-Schulbezirke wollen nur virtuellen Unterricht

Nach Los Angeles und San Diego haben weitere US-Schulbezirke einen reinen Online-Unterricht nach den Sommerferien angekündigt. Dazu gehören Milwaukee im Bundesstaat Wisconsin sowie Fort Bend County in Texas. Sie stellen sich damit gegen Präsident Donald Trump, der mit dem Entzug von Bundesmitteln gedroht hatte, sollten die Schüler nicht in die Klassenräume zurückkehren. Hintergrund ist die Befürchtung, dass Eltern nicht wieder zur Arbeit gehen können, wenn ihre Kinder zu Hause sind. Dies könnte Trump zufolge die wirtschaftliche Erholung gefährden.

14.7.2020 • 18:42 Uhr

Einreise nach Island für deutsche Urlauber ohne Test

Urlauber aus Deutschland müssen sich bei der Einreise nach Island ab Donnerstag nicht mehr auf Corona testen lassen. Gleiches gelte für Reisende aus Dänemark, Norwegen und Finnland, teilte die isländische Regierung mit. Der isländische Chef-Epidemiologe Thórólfur Gudnason habe entschieden, dass man die Länder als Gebiete mit geringem Corona-Risiko einstufen könne. Bedingung für die testfreie Einreise ist, dass man sich in den 14 Tagen zuvor nicht in einem Risikogebiet befunden hat.

Für alle anderen Reisenden, die nach Island kommen dürfen, gilt weiterhin, dass sie sich am Flughafen auf das Coronavirus testen lassen können, um die ansonsten obligatorische 14-tägige Quarantäne zu vermeiden.

14.7.2020 • 18:23 Uhr

Afghanistan: Mangelhafte Versorgung erkrankter Frauen befürchtet

Das afghanische Gesundheitsministerium zeigt sich besorgt über den Zugang erkrankter Frauen zu medizinischer Versorgung. Diese machten nur ein Drittel der bestätigten Infektionsfälle aus, sagt eine Sprecherin. Die Behörden versuchten Maßnahmen zu ergreifen: "Wir haben mehr Mitarbeiterinnen eingestellt und getrennte Stationen für Frauen in den Krankenhäusern eingerichtet." Der Rote Halbmond warnt angesichts des angeschlagenen Gesundheitssystems vor einer Katastrophe in Afghanistan.

Einem Mädchen wird in Jalalabad, Afghanistan, dabei geholfen, einen Mund-Nase-Schutz aufzusetzen. | REUTERS

In Afghanistan sind nach Regierungsangaben bislang 37.470 Infektionen und 1062 Todesfälle verzeichnet. Bild: REUTERS

14.7.2020 • 18:09 Uhr

Italien verlängert viele Corona-Beschränkungen

Italiens Regierung will viele Corona-Schutzmaßnahmen wie die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen mindestens bis Ende Juli beibehalten. Das kündigte Gesundheitsminister Roberto Speranza im Parlament an. In Italien muss weiterhin eine Atemschutzmaske tragen, wer Bars, Restaurants, Geschäfte, Busse und Bahnen betritt. Es gelten zudem Abstandsregeln.

Einreisen aus vielen Nicht-EU-Ländern bleiben entweder verboten, oder Reisende müssen in eine zweiwöchige Quarantäne. Es bestehe das "Risiko, das Coronavirus aus dem Ausland zu importieren", zitierten italienische Nachrichtenagenturen Speranza im Senat, der kleineren der zwei Parlamentskammern. Deshalb blieben die Kontrollen an Flughäfen und in Häfen sowie bei Migrantenbooten streng, sagte er. Nach Medienberichten sollten die Öffnung von Diskotheken und der Start von Kongressen, die für Mitte Juli erwartet worden waren, auch mindestens bis Ende des Monats verschoben werden.

14.7.2020 • 17:53 Uhr

Anteil der Beschäftigten im Homeoffice mehr als vervierfacht

Während der Corona-Krise hat sich der Anteil der Beschäftigten im Homeoffice in Deutschland mehr als vervierfacht. Im April erhöhte er sich auf 23 Prozent oder knapp ein Viertel, wie aus einer Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung hervorgeht. 2018 arbeiteten demnach lediglich 5,3 Prozent der Beschäftigten hierzulande mindestens die Hälfte ihrer Arbeitstage in den eigenen vier Wänden.

In der Zeit der harten Corona-Einschränkungen hätten viele die Gelegenheit ergriffen, Homeoffice als neues Arbeitsmodell kennenzulernen, während dies vor der Corona-Pandemie ein "Phänomen einer Minderheit" gewesen sei, so Institutsdirektor Norbert Schneider. Er geht von einer "dauerhaften Veränderung" bei der Erwerbsarbeit aus. "Der Prozess scheint irreversibel zu sein", sagte er in einer Online-Pressekonferenz. Die Erfahrungen würden "langfristig zu einer neuen Balance von An- und Abwesenheit am Arbeitsplatz führen". Ein oder zwei Tage Homeoffice pro Woche seien "gut handhabbar". Zuviel Homeoffice berge hingegen die Gefahr einer "Entgrenzung von Arbeit und Privatleben". Das Recht auf Homeoffice dürfe nicht zur Pflicht werden, betonte Schneider.

14.7.2020 • 17:40 Uhr

Umfrage: Europäer wollen stärkere Rolle der EU in der Krise

Mehr als zwei Drittel der EU-Bürger wollen laut einer Umfrage im Auftrag des EU-Parlaments, dass die Europäische Union bei der Bewältigung der Corona-Krise eine größere Rolle spielt. Mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer meint, dass die EU dafür mehr Geld brauche, wie das EU-Parlament mitteilte. Damit sollten vor allem die Folgen der Epidemie im Gesundheitswesen und in der Wirtschaft abgefedert werden. Ebenfalls mehr als die Hälfte der Befragten ist nach wie vor unzufrieden mit dem Ausmaß der Solidarität der EU-Mitgliedstaaten während der Corona-Krise.

Mehr Zuständigkeiten der EU beim Bewältigen von Krisen wie der Corona-Pandemie fordern nach der Umfrage 68 Prozent der Befragten. Besonders ausgeprägt ist dieser Wunsch in Portugal und Luxemburg (je 87 Prozent), Zypern (85 Prozent), Malta (84 Prozent), Estland (81 Prozent), Irland (79 Prozent), Italien und Griechenland (je 78 Prozent), Rumänien (77 Prozent) und Spanien (76 Prozent). Auch bei den Deutschen gab es eine Mehrheit von 59 Prozent. Der Wunsch nach mehr EU-Geld zur Abmilderung der Corona-Folgen ist am ausgeprägtesten in Griechenland (79 Prozent), Zypern (74 Prozent), Spanien und Portugal (je 71 Prozent). Bei den Deutschen war es jeder Zweite.

14.7.2020 • 17:34 Uhr

Leichte Erholung des Ölmarkts erwartet

Die weltweite Nachfrage nach Öl könnte in diesem Jahr laut dem Ölkartell Opec etwas weniger steil einbrechen als erwartet. Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) korrigierte ihre Bedarfsprognose in ihrem Marktbericht erstmals seit Beginn der Coronavirus-Pandemie wieder leicht nach oben. Der tägliche weltweite Ölbedarf soll in diesem Jahr im Schnitt nur noch um 8,9 Millionen Barrel (je 159 Liter) sinken statt um 9 Millionen Barrel wie im Vormonatsbericht erwartet. Hintergrund des optimistischeren Ausblicks ist die erwartete Erholung der Nachfrage nach Rohöl und Erdölprodukten wie Benzin vor allem in Europa und den asiatischen Industrieländern.

14.7.2020 • 17:12 Uhr

Mallorca kündigt weitere Maßnahmen an

Nur einen Tag nach der Verschärfung der Maskenpflicht hat Mallorca unter dem Eindruck von Partys, die gegen die Coronaregeln verstoßen, neue Maßnahmen zur Bekämpfung des sogenannten Sauftourismus angekündigt. Man werde "nicht zulassen, dass das Image der Balearen in den Herkunftsmärkten beeinträchtigt" werde, erklärte der Minister für Tourismus, Iago Negueruela, in Anspielung auf Hunderte von Menschen, die am Wochenende in der Playa de Palma sowie in Magaluf westlich der Inselhauptstadt getrunken, getanzt und gefeiert hatten, ohne Schutzmaske zu tragen und ohne den in ganz Spanien vorgeschriebenen Sicherheitsabstand von mindestens eineinhalb Metern einzuhalten.

Auch nach der Verschärfung der Maskenpflicht habe die Missachtung der Corona-Regeln der Polizei viel Arbeit bereitet, berichteten Medien Mallorcas. Am Strand des Ballermanns, an Promenaden, auf Partybooten und in Beachclubs habe es in der Nacht zum Dienstag Zusammenkünfte von Feiernden gegeben, die keine Maske getragen und keinen Abstand gewahrt hätten, schrieb die "Mallorca Zeitung".

14.7.2020 • 16:51 Uhr

US-Banken stemmen sich gegen die Krise

Gleich drei US-Institute melden heftige Gewinneinbrüche. Rückstellungen für Belastungen aus der Corona-Pandemie sind dafür verantwortlich. Tausende Kreditnehmer können ihre Raten nicht mehr begleichen. Die Bankenbilanzen kommen ins Wanken.

14.7.2020 • 16:39 Uhr

Macron dankt Gesundheitspersonal in Corona-Krise

Statt Soldaten in Uniform standen am Nationalfeiertag in Frankreich Krankenschwestern und Pfleger im Mittelpunkt. Präsident Macron würdigte den Einsatz gegen die Corona-Krise - doch am Rande der Feier gab es Proteste.

14.7.2020 • 16:34 Uhr

Ministerium: Tausende in Israel irrtümlich in Quarantäne geschickt

Israels Gesundheitsministerium hat eingeräumt, dass Tausende Bürger nach der Wiederaufnahme der Handy-Überwachung offenbar grundlos in die Quarantäne geschickt wurden. Rund 12.000 Menschen, die angegeben hätten, unbegründet eine SMS vom Inlandsgeheimdienst Schin Bet erhalten zu haben, seien wieder aus der Heimquarantäne entlassen worden, sagte eine Vertreterin des Ministeriums vor einem Parlamentsausschuss.

Im Kampf gegen die steigenden Corona-Zahlen setzt Israels Regierung auch auf die Überwachung von Handys durch den Geheimdienst. Dieser hatte die umstrittene Maßnahme nach einem Gerichtsurteil ausgesetzt, Ende Juni nach der Verabschiedung eines notwendigen Gesetzes aber wieder neu gestartet. Einem Bericht der "Times of Israel" zufolge hatten in der ersten Woche nach der Wiederaufnahme der Überwachung Zehntausende Israelis eine SMS erhalten, in der sie darauf hingewiesen wurden, Kontakt mit einem Coronavirus-Infizierten gehabt zu haben. 83 Prozent hätten gegen die Quarantänepflicht auf Basis der SMS protestiert, rund 12.000 Menschen seien von der Quarantäne befreit worden.

14.7.2020 • 16:20 Uhr

Deutschland schickt Ärzte zur Unterstützung nach Armenien

Deutschland hat zur Unterstützung in der Corona-Pandemie Experten und Spezialausrüstung ins von der Krise hart getroffene Armenien geschickt. Mehr als ein Dutzend Ärzte, Pflegepersonal und weitere Experten sollen in den kommenden zehn Tagen die Krankenhäuser in dem armen Land unterstützen, zitiert die Nachrichtenagentur dpa das Robert Koch-Institut (RKI). Das RKI hatte den Einsatz unter anderem mit der WHO, der Hilfsorganisation International Search and Rescue Germany sowie der Caritas unterstützt.

In Armenien steigt die Zahl der Corona-Infektionen seit Tagen rasant. Insgesamt haben sich seit Beginn der Krise rund 32.500 Menschen, also mehr als ein Prozent der Gesamtbevölkerung, nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert.

14.7.2020 • 16:10 Uhr

Umfrage: Eltern berichten von hoher Belastung während Pandemie

Der bisherige Höhepunkt der Corona-Pandemie in Deutschland ist für fast die Hälfte der Eltern eine sehr belastende Phase gewesen. Frauen hätten noch häufiger als Männer von einer hohen Belastung berichtet, teilte das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung mit. Unter den alleinerziehenden Müttern hätten rund 60 Prozent eine hohe Gesamtbelastung angegeben. Die Auswertung veröffentlichte das Institut unter der Überschrift "Eltern während der Coronakrise - Zur Improvisation gezwungen".

Wöchentlich seien seit Ende März 3600 Personen zu ihrer Lebenssituation befragt worden. Unter den Eltern hätten sich Väter in Kurzarbeit am zufriedensten geäußert, Mütter in derselben Situation seien deutlich unzufriedener gewesen, heißt es darin. Mütter im Homeoffice sei es dagegen besser gegangen als den Vätern.

14.7.2020 • 15:36 Uhr

Merkel und Söder werben für lokale Ausreiseverbote

Kanzlerin Angela Merkel und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder haben für lokale Ausreisebeschränkungen aus Corona-Hotspots geworben. "Ich finde, das ist jedenfalls ein Vorschlag, den man diskutieren sollte und für den ich werben würde" sagte Merkel nach ihrer Teilnahme an einer Sitzung des bayerischen Kabinetts bei einem Auftritt mit Söder am Schloss Herrenchiemsee. Der CSU-Chef betonte: "Das gibt Sicherheit für alle Beteiligten, also auch für die Menschen in der jeweiligen Region." Deswegen sei dieser Weg der richtige.

Mit den Ländern werde nun diskutiert, wie man in Fällen regionaler Ausbrüche mit Reisen in den Rest der Republik umgehe. Söder betonte, Bayern sei beim starken Corona-Ausbruch im Landkreis Tirschenreuth ähnlich wie bei den nun diskutierten Ausreisebeschränkungen vorgegangen. Dies sei damals die einzige Chance gewesen, den Ausbruch auf Dauer unter Kontrolle zu bekommen. Merkel und Söder warnten, die Corona-Pandemie sei nicht überwunden.

14.7.2020 • 15:25 Uhr

Ausgangssperre für weitere knapp 150 Millionen Einwohner Indiens

Angesichts steigender Corona-Ansteckungszahlen sind in Indien Ausgangssperren für fast 150 Millionen weitere Menschen verhängt worden. Nach den Behörden der südindischen Metropole Bangalore mit ihren 13 Millionen Einwohnern ordnete auch die Regierung des nordostindischen Bundesstaates Bihar eine Ausgangssperre für ihre rund 125 Millionen Einwohner an. Sie soll am Donnerstag beginnen und bis zum Monatsende dauern.

Indiens Regierung hatte Ende März eine der strengsten Corona-Ausgangssperren weltweit verhängt. Wegen der wirtschaftlichen Folgen wurden die Beschränkungen aber immer weiter gelockert. Mittlerweile wurden im ganzen Land mehr als 900.000 Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen, fast 24.000 Infizierte starben. Derzeit gibt es täglich etwa 500 Corona-Todesopfer.

Männer im indischen Bangalore bedecken ihre Gesichter. | AFP

Die Regionalregierung forderte die Bürger auf, Mund und Nase mit "Masken, Taschentüchern oder Handtüchern" zu bedecken. Bild: AFP

14.7.2020 • 14:44 Uhr

Spahn für bessere europäische Zusammenarbeit im Bereich Gesundheit

Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich in Paris für eine bessere europäische Zusammenarbeit in den Bereichen Gesundheit, Gesundheitssicherheit und Pandemie-Vorsorge ausgesprochen. In der Corona-Krise habe man bereits auf pragmatische Weise kooperiert, sagte Spahn am Rande eines Treffens mit seinem französischen Amtskollegen Olivier Véran.

In Vérans Ministerium waren auch die Ressortchefs aus Österreich, Luxemburg und dem Nicht-EU-Land Schweiz eingeladen. Frankreich hatte zuvor anlässlich des Nationalfeiertags mit einer militärischen Zeremonie auch den vier Partnerländern Deutschland, Österreich, Luxemburg und Schweiz gedankt, die im Frühjahr Corona-Patienten aus Frankreich behandelt hatten.

14.7.2020 • 14:32 Uhr

Frankreichs Präsident Macron für verschärfte Maskenpflicht

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich zur Eindämmung der Corona-Epidemie für eine Maskenpflicht in öffentlichen geschlossenen Räumen ausgesprochen. "Ich empfehle allen unseren Mitbürgern, die zuhören, die Maske so oft wie möglich zu tragen, wenn sie sich im Freien aufhalten, und noch mehr, wenn sie sich in einem geschlossenen Raum befinden", sagte Macron in einem Fernsehinterview. Das Tragen einer Maske in geschlossenen Räumen könnte "zum Beispiel" ab dem 1. August obligatorisch sein - man beobachte die Corona-Lage genau.

In Frankreich gilt bisher in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Maskenpflicht. Läden oder andere Einrichtungen können selbst entscheiden, ob die Menschen eine Maske tragen müssen. In zahlreichen Sehenswürdigkeiten ist dies zum Beispiel vorgeschrieben. Führende Wissenschaftler hatten am Wochenende eine Maskenpflicht in öffentlichen geschlossenen Räumen gefordert. Macron sagte, es gebe Anzeichen dafür, dass das Coronavirus in Frankreich wieder etwas aktiver werde.

14.7.2020 • 14:22 Uhr

Auswärtiges Amt hebt Reisewarnung für Schweden auf

Angesichts gesunkener Corona-Infektionszahlen in Schweden hat das Auswärtige Amt die Reisewarnung für das Land aufgehoben. Schweden war der letzte EU-Staat, für den noch eine deutsche Reisewarnung galt. Die im Juni noch konstant hohe Zahl der Neuinfizierten sinke seit Anfang Juli kontinuierlich bei weiterhin hohem Testniveau, schrieb das Außenministerium auf seiner Internetseite.

Laut Auswärtigem Amt gibt es keinerlei Reisebeschränkungen. Symptomfreie Personen dürften sich frei im Land bewegen. In Schweden gebe es keine Maskenpflicht, die Bevölkerung werde jedoch eindringlich um das Einhalten der Abstands- und Hygieneregeln gebeten, besonders auch auf Reisen. Menschenansammlungen und der öffentliche Nahverkehr in Stoßzeiten sollten gemieden werden.

14.7.2020 • 13:45 Uhr

Studie: 5 Millionen US-Bürger verloren Krankenversicherung

Rund 5,4 Millionen Menschen in den USA haben einer Studie zufolge in der Corona-Krise zwischen Februar und Mai mit dem Verlust des Jobs auch ihre Krankenversicherung verloren. Diese Zahl liege um fast 40 Prozent höher als die bisherige Rekordzahl von 3,9 Millionen unversicherten Erwachsenen in den Finanzkrisenjahren 2008 und 2009, heißt es in der Studie der nichtstaatlichen Organisation Families U.S.A..

Fast die Hälfte der Arbeitnehmer sind laut einer Studie des Instituts für Wirtschaftspolitik (EPI) über den Arbeitgeber krankenversichert. Eine umfassende staatliche Krankenversicherung gibt es in den USA nicht.

14.7.2020 • 13:38 Uhr

Buchmesse baut digitales Programm aus

Die Frankfurter Buchmesse will im Corona-Jahr mit einem starken digitalen Programm auftreten und wird dabei auch von der Bundesregierung unterstützt. Die Bücherschau werde auf dem Messegelände, in der Stadt Frankfurt aber auch weltweit im Netz stattfinden, sagte der Direktor der Buchmesse, Juergen Boos. Der digitale Auftritt könne das Profil der Buchmesse stärken und sei zudem "eine einmalige Chance, für die nächsten Jahre die Weichen zu stellen".

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hatte angekündigt, die diesjährige Messe mit vier Millionen Euro zu fördern. Mit der einen Hälfte der Mittel soll der Auftritt von kleinen und mittleren Verlagen subventioniert werden. Die andere Hälfte soll in das digitale Programm fließen.

Besucher gehen über die Buchmesse in Frankfurt | AFP

Wegen der Corona-Pandemie soll die Buchmesse teilweise im Netz stattfinden. Bild: AFP

14.7.2020 • 13:28 Uhr

Corona-Krise setzt US-Großbank JPMorgan zu

Die Corona-Pandemie hat JPMorgan einen Gewinneinbruch eingebrockt. Der Überschuss halbierte sich im zweiten Quartal auf 4,7 Milliarden Dollar von 9,65 Milliarden im Vorjahreszeitraum, wie die größte US-Bank mitteilte. Die Rückstellungen für faule Kredite beliefen sich auf 10,5 Milliarden Dollar. Es herrsche noch immer eine große Unsicherheit über die künftige Konjunkturentwicklung, warnte JP-Morgan-Chef Jamie Dimon.

14.7.2020 • 13:18 Uhr

Ostfriesische Insel-App soll Besucher lenken

Für die Ostfriesischen Inseln wird eine Smartphone-App zur Steuerung des Besucheraufkommens in Restaurants, Museen, Schwimmbädern oder bei Konzerten entwickelt. Die App solle Touristen anzeigen, wie voll es aktuell wo sei, sagte der Geschäftsführer der Tourismusgesellschaft der sieben Inseln, Göran Sell. Nicht nur Reservierungen sollen in der App direkt möglich sein - sie soll auch dabei helfen, mögliche Corona-Infektionsketten nachzuverfolgen. "Da sieht das System vor, dass Sie einmal auf dem Handy Ihre Daten hinterlegen können, und dann werden die, wenn Sie zum Beispiel beim Kurkonzert ankommen, über einen QR-Code ausgelesen."

Die App wird nach Einschätzung der Entwickler voraussichtlich erst im September nutzbar sein. Die Technik sei aber nicht nur während der Pandemie hilfreich, sondern werde Touristen generell helfen, freie Plätze auf der jeweiligen Insel zu finden.

14.7.2020 • 13:16 Uhr

Maskenpflicht an weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg gilt nach den Sommerferien an allen weiterführenden Schulen eine Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus. Das bestätigte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Jeder, der dann auf dem Schulgelände und in den Gebäuden unterwegs ist, muss demnach eine Alltagsmaske tragen. Während des Unterrichts soll die Maskenpflicht nicht gelten. Die "Schwäbische Zeitung" hatte zuvor darüber berichtet. Die Landesregierung einigte sich nach langen Diskussionen auch auf eine Teststrategie für das Personal an Schulen und Kitas. Alle Mitarbeiter sollen sich von Mitte August bis Ende September zwei Mal kostenfrei und freiwillig auf das Coronavirus testen lassen können.

Ein Schüler erhält einen Mundschutz. | dpa

Im Unterricht soll die Maskenpflicht nicht gelten. Bild: dpa

14.7.2020 • 12:40 Uhr

Kutschfahrt des niederländischen Königspaars gestrichen

Zehntausende säumen normalerweise in Den Haag die Straßen, wenn das Königspaar nach der Thronrede zur Eröffnung des parlamentarischen Jahrs in der gläsernen Kutsche durch die Stadt fährt.

Wegen der Corona-Krise wird der traditionelle "Prinsjesdag" (Tag der kleinen Prinzen) dieses Jahr jedoch ohne Publikum in stark abgespeckter Form und ohne Kutschfahrt stattfinden, teilte die niederländische Regierung mit. Die Öffentlichkeit werde aufgerufen, die Zeremonie am 15. September im Fernsehen zu verfolgen und nicht nach Den Haag zu kommen. Auch der Auftritt von König Willem-Alexander und Königin Máxima auf dem Balkon des königlichen Palastes fällt aus.

14.7.2020 • 12:35 Uhr

Argentinische Behörden rätseln über Ausbruch auf hoher See

Die Coronavirus-Infektion von mehreren Seeleuten nach 35 Tagen auf hoher See gibt den argentinischen Behörden Rätsel auf. Wie das Gesundheitsministerium der Provinz Feuerland mitteilte, wurden 57 der 61 Besatzungsmitglieder eines Fischkutters positiv getestet - obwohl sie vor ihrem Aufbruch allesamt negativ getestet worden waren und danach vierzehn Tage in einem Hotel in Ushuaia in Quarantäne verbracht hatten.

Das Schiff kehrte nach Behördenangaben in den Hafen zurück, nachdem einige Besatzungsmitglieder anfingen, für eine Coronavirus-Infektion typische Symptome zu entwickeln.

Die Direktorin des Gesundheitsamtes von Feuerland sagte, es sei "schwer nachzuvollziehen, wie sich die Besatzung angesteckt hat, wenn man bedenkt, dass sie 35 Tage keinen Kontakt zum Festland hatten". Ein Team sei nun auf die Rückverfolgung der Infektionsketten angesetzt worden. Der Chef-Infektiologe im örtlichen Krankenhaus, Leandro Ballatore, sagte, eine Inkubationszeit von dieser Dauer sei bisher in keiner Studie erwähnt worden.

14.7.2020 • 12:29 Uhr

Thailand verschärft Einreiseregeln für Ausländer

Thailands Regierung verschärft die Einreisebestimmungen für Ausländer nach neuen Coronavirus-Fällen. In dem Land gab es seit 50 Tagen keine bestätigte lokale Übertragung des Virus. Zwei Infektionen unter Ausländern in dieser Woche haben aber zur Isolation von mehr als 400 Menschen geführt.

Die Regierung erklärte nun, dass die Einreisebestimmungen zu lasch waren. "Das sollte nicht passieren, es tut mir wirklich leid, dass es passiert ist, und ich möchte mich bei der Öffentlichkeit entschuldigen", sagte Thailands Ministerpräsident Prayuth Chan-ocha.

14.7.2020 • 12:19 Uhr

Streit über Ausgangssperre in Katalonien spitzt sich zu

In der spanischen Region Katalonien hat sich der Streit über die Verhängung einer strikten Ausgangssperre zugespitzt. Nachdem eine Richterin die Lockdown-Anordnung für die Großstadt Lleida und sieben umliegende Gemeinden gekippt hatte, erließ Regionalpräsident Quim Torra am Montagabend ein Dekret zur Durchsetzung dieses ersten Ausgehverbots in Spanien seit dem Ende des landesweiten Notstands am 21. Juni. Betroffen sind rund 160.000 Menschen.

Die Maßnahme Torras stieß bei Rechtsexperten sowie bei Politikern und Bürgern des betroffenen Landbezirkes Segrià auf viel Kritik. Sechs der acht betroffenen Bürgermeister, darunter aber nicht der von Lleida, teilten mit, man erwäge eine Missachtung des Dekrets.

Mehrere von der Zeitung "El País" befragte Juristen stimmten darin überein, nur das spanische Parlament sei befugt, Grundrechte wie die Bewegungsfreiheit einzuschränken, nicht der Regionalpräsident.

14.7.2020 • 12:15 Uhr

Belgien: Erstmals seit vier Monaten kein neuer Todesfall

Aus Belgien wird erstmals seit dem 10. März kein neuer Todesfall gemeldet. Die Gesamtzahl liegt damit weiterhin bei 9787, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Die festgestellten Infektionen wurden mit 62.781 angegeben. Die belgische Regierung kommt am Mittwoch zusammen, um über weitere Lockerungen der Einschränkungen des öffentlichen Lebens zu beraten.

14.7.2020 • 12:14 Uhr

Olympische Spiele in Tokio in verkleinerter Form

Die auf kommendes Jahr verschobenen Olympischen Spiele in Tokio sollen in einer abgespeckten Version über die Bühne gehen. Das kündigte der Vorsitzende des japanischen Olympischen Komitees, Yasuhiro Yamashita, an. Seinen Worten zufolge bringt die Pandemie das Komitee wirtschaftlich unter Druck.

Die olympischen Ringe in Japans Hauptstadt Tokio

Tokio ist bereit für die Olympischen Spiele - allerdings nur, wenn sie im Sommer 2021 nachgeholt werden können.

14.7.2020 • 11:52 Uhr

Israel meldet Rekordwert an Neuinfektionen

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat in Israel ein Allzeit-Hoch erreicht. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden für Montag 1681 Fälle gemeldet - so viele wie nie zuvor an einem Tag in dem Land seit Beginn der Pandemie. Getestet wurden an dem Tag 25.825 Menschen, die Ansteckungsquote betrug demnach 6,5 Prozent. Auch dies ist ein Höchstwert. Insgesamt wurden in Israel bislang mehr als 41.200 Infizierte registriert. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen hatte Mitte Mai in Israel noch im niedrigen zweistelligen Bereich gelegen.

14.7.2020 • 11:50 Uhr

Österreich hebt Einreisebeschränkung für Gütersloh auf

Menschen aus dem Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen können wieder ohne Einschränkungen nach Österreich reisen. Die Einreise aus Deutschland sei wieder uneingeschränkt möglich, teilte das Außenministerium in Wien auf seiner Webseite mit. Auch die seit Ende Juni geltende teilweise Reisewarnung Österreichs für das Land Nordrhein-Westfalen wurde aufgehoben.

Seit dem 29. Juni mussten Menschen aus dem Kreis Gütersloh ein ärztliches Attest für einen negativen Corona-Test vorweisen, wenn sie nach Österreich wollten. Im Kreis Gütersloh war im Juni die Zahl der Corona-Infektionen durch einen massiven Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies in die Höhe geschnellt.

14.7.2020 • 11:46 Uhr

Frankreich ehrt Corona-Helden am Nationalfeiertag

Rettungssanitäter, Supermarktkassierer, Postboten: Am Nationalfeiertag ehrt Frankreich alle Menschen, die in der Coronavirus-Krise besondere Dienste geleistet haben. Die Feier in Paris soll zudem an Krankenhaus- und Pflegekräfte erinnern, die beim Kampf gegen das Virus gestorben sind. Statt der üblichen Militärparade auf der Champs-Élysées findet die Veranstaltung auf dem Place de la Concorde statt, ist aber für die Öffentlichkeit gesperrt. Die Gäste in diesem Jahr sind statt Staats- und Regierungschefs Krankenschwestern und Pfleger, Ärztinnen und Ärzte, Angestellte aus Supermärkten, Masken-Näherinnen und andere Menschen, die das Land in der Corona-Pandemie gestärkt haben. Höhepunkt der Feier wird eine Flugshow mit Kampfjets sowie Hubschraubern sein, die Covid-19-Patienten transportiert haben.

14.7.2020 • 11:36 Uhr

RKI: Nur wenige Blutspender mit Corona-Antikörpern

Anhand von Untersuchungen bei Blutspendern in Deutschland vermutet das Robert Koch-Institut (RKI) bisher wenig Kontakt der Bevölkerung mit dem Coronavirus. Lediglich bei 1,3 Prozent der untersuchten Spender konnten spezifische Antikörper gegen Sars-CoV-2 nachgewiesen werden, wie aus einer aktuellen Zwischenauswertung des Berliner Instituts hervorgeht. "Somit könnte bei erneutem Anstieg der Übertragungen auch eine weitere Infektionswelle auftreten", schreiben die Autoren des Berichts. Der Nachweis spezieller Antikörper im Blut gilt als Hinweis auf eine durchgemachte Infektion. Laut RKI-Bericht wurden ab April dieses Jahres 11.695 Proben von Blutspendern aus 29 Regionen Deutschlands untersucht.

14.7.2020 • 11:34 Uhr

Landkreise halten regionale Ausreisesperren für überzogen

Der Deutsche Landkreistag hält die von der Bundesregierung erwogenen Ausreiseverbote bei lokalen Corona-Ausbrüchen für überzogen. "Es geht eher um chirurgische Präzision als um den Holzhammer", erklärte Verbandspräsident Reinhard Sager. Das Agieren der Kreise Gütersloh und Warendorf habe zuletzt gezeigt, dass man örtlich begrenzte Ausbrüche gut in den Griff bekommen könne. Kreisweite Lockdowns und Schritte wie Ausreiseverbote sollten nur dann erwogen werden, wenn andere Möglichkeiten ausgeschöpft seien.

In einer Schaltkonferenz mit den Staatskanzlei-Chefs der Bundesländer hatte sich die Bundesregierung für ein zielgenaueres Durchgreifen bei regionalen Ausbrüchen ausgesprochen. Kanzleramtschef Helge Braun bestätigte heute, dass auch Ausreisebeschränkungen diskutiert würden.

14.7.2020 • 10:49 Uhr

Forscher warnen vor neuer Corona-Welle in Großbritannien

Renommierte Wissenschaftler warnen vor einer zweiten Coronavirus-Welle mit bis zu 120.000 Todesfällen in Großbritannien. Demnach könnte der Höhepunkt im kommenden Januar und Februar erreicht werden. An der Studie waren 37 Wissenschaftler beteiligt, darunter der medizinische Regierungsberater Patrick Vallance. Die Forscher der Akademie der medizinischen Wissenschaften legten verschiedene Szenarien vor und nannten die prognostizierten 120.000 Todesfälle ein fundiertes "Worst-Case-Szenario".

"Das Risiko kann verringert werden, wenn wir sofort handeln", teilten die Forscher in ihrer Studie mit. Sie warnen unter anderem vor einem Zusammenfallen der nächsten Corona-Welle mit einer Grippewelle und vor einem höheren Infektionsrisiko im Winter, weil sich die Menschen dann mehr in geschlossenen Räumen aufhalten. Dadurch könnte ein zweiter Corona-Ausbruch zwischen kommendem September und Juni 2021 deutlich schlimmer ausfallen als der erste, betonen die Forscher.

14.7.2020 • 10:29 Uhr

Mehrere asiatische Länder verschärfen Maßnahmen

Mehrere asiatische Staaten verschärfen angesichts steigender Infektionszahlen die Maßnahmen gegen die Pandemie. In Australien wurden Grenzkontrollen verstärkt und der Besuch von Gaststätten eingeschränkt. Damit reagierten die verantwortlichen Stellen auf eine Häufung von Infektionen in den Bundesstaaten Victoria und New South Wales. In Hongkong wurde die Schließung eines Vergnügungsparks von Disney vorbereitet. In Japan ordneten die Behörden eine stärkere Überwachung des Infektionsgeschehens an.

In der indischen Millionenstadt Bangalore begann einer neuer, für eine Woche geplanter Lockdown. Zuvor war nach Lockerungen der Einschränkungen die Zahl der positiven Fälle wieder angestiegen. Auf den Philippinen wurde der stärkste Anstieg von Neuinfektionen seit Ausbruch der Pandemie registriert. Ein Teil der Hauptstadt Manila wurde unter Lockdown gesetzt.

14.7.2020 • 10:06 Uhr

Indien: 100.000 neue Corona-Fälle in vier Tagen

Innerhalb von vier Tagen ist die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen in Indien um 100.000 gestiegen. Binnen eines Tages wurden 28.000 weitere Fälle gemeldet, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Die Gesamtzahl der Infektionen liegt damit nun bei 906.752. Die Zahl der Todesopfer stieg um mehr als 550 auf fast 24.000. Indien hat seine landesweiten Ausgangsbeschränkungen so gut wie aufgehoben. Der Anstieg der Fallzahlen hat mehrere große Städte aber dazu veranlasst, die Auflagen teilweise wiedereinzuführen.

14.7.2020 • 09:57 Uhr

USA: Deutschen Studierenden droht Visa-Entzug

Deutsche Studierende in den USA haben Angst, dass sie wegen der Corona-Pandemie ausreisen müssen. In einem Brief haben sie die Bundesregierung um Hilfe gebeten. Die Bundesregierung äußert sich bislang aber sehr vage.

14.7.2020 • 09:48 Uhr

Kanzleramtschef: Beraten über Ausreisesperren für Hotspots

Bund und Länder beraten nach Angaben von Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) über Maßnahmen, um zielgenauer auf den Ausbruch von lokalen Corona-Ausbrüchen zu reagieren. Dabei werde auch über mögliche regionale Ausreisesperren gesprochen. "Darüber diskutieren wir als eine Maßnahme, ob das nicht am Ende eine bessere Variante ist, als wenn man am Urlaubsort ankommt, um dann zurückgewiesen zu werden", sagte Kanzleramtschef Helge Braun gegenüber RTL/ntv. Die Frage sei, ob es im Falle einer unklaren Infektionssituation nicht sinnvoller sei zu sagen: "Es bleiben hier in dieser Region mal alle zuhause, möglichst präzise gefasst, da wo man auch wirklich Ausbruchssorgen hat, um dann dort so flächig zu testen, dass man nach wenigen Tagen sagen kann, wir haben alle Infektionsketten entdeckt", erklärte der CDU-Politiker. Danach könne man "schnell wieder zur Normalität" übergehen und habe "damit wirklich sehr vollständig die Infektionen erfasst".

14.7.2020 • 09:38 Uhr

Kalifornien macht Lockerungen weitgehend rückgängig

Rolle Rückwärts in Kalifornien: Eigentlich hatte der bevölkerungsreichste und wirtschaftlich stärkste Bundesstaat der USA seit Mai langsam begonnen, die Ausgangsbeschränkungen zu lockern, Geschäfte durften wieder aufmachen. Doch die Coronavirus-Fälle nehmen rapide zu. Viele Lockerungen wurden deshalb nun wieder zurückgenommen.

14.7.2020 • 09:25 Uhr

412 Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland ist die Zahl der festgestellten Corona-Infektionen binnen eines Tages um 412 auf 199.375 gestiegen. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Die Zahl der Todesfälle stieg demnach um vier auf 9068.

14.7.2020 • 09:20 Uhr

Britische Wirtschaft kommt wieder in Gang

Die britische Konjunktur kommt allmählich wieder in Gang. Die Wirtschaftsleistung zog im Mai um 1,8 Prozent an, wie die Behörden mitteilten. Im April war die Konjunktur angesichts der umfangreichen Corona-Eindämmungsmaßnahmen um 20,3 Prozent eingebrochen.

Seit Juli dürfen die Menschen in England wieder Pubs, Restaurants und Friseure besuchen. Die Regierung in London versucht zudem, dem Gastronomie- und dem Tourismussektor mit einer vorübergehenden Mehrwertsteuersenkung auf die Beine helfen. Großbritannien gilt als eines der weltweit am härtesten von der Pandemie getroffenen Länder. Dort wurden im Zusammenhang mit dem Virus mehr als 44.000 Todesfälle gezählt.

14.7.2020 • 09:04 Uhr

Lauterbach sieht keinen Grund mehr für OP-Verschiebungen

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat eine allmähliche Rückkehr der Krankenhäuser zum Regelbetrieb gefordert. "Niemand sollte einen Krankenhausaufenthalt, der nötig ist, wegen Corona verschieben", sagte Lauterbach im gemeinsamen Morgenmagazin von ZDF und ARD. Es gebe jetzt keinen Grund mehr, notwendige Eingriffe und Operationen zu verschieben. "Die Krankenhäuser haben sich hervorragend aufgestellt", sagte er.  Die Krisenmaßnahmen in den Krankenhäusern wegen der Corona-Pandemie - etwa das Freihalten von Betten und das Verschieben von Operationen - rechtfertigte der SPD-Politiker ausdrücklich. Zwar seien dadurch Belastungen entstanden, sagte er. Diese Belastungen stünden aber "in keinem Verhältnis zu dem, was passiert wäre, wenn wir nicht die erste große Welle in Deutschland erfolgreich zurückgedrängt hätten".

Am Vortag war bekannt geworden, dass wegen der Pandemie bis Mitte Juni allein rund 50.000 Krebsoperationen ausgefallen waren - diese Zahl nannte die Deutsche Krebshilfe der "Augsburger Allgemeinen". Die Krebshilfe äußerte die Sorge, dass die Verschiebungen nicht in allen Fällen "auch medizinisch vertretbar" gewesen seien und dass Patienten dadurch einem Risiko ausgesetzt worden seien.

14.7.2020 • 08:56 Uhr

Experten befürchten Anstieg tödlicher Infektionskrankheiten

Die Corona-Pandemie könnte in ärmeren Ländern nach Einschätzung von Experten zu einem drastischen Anstieg der Todesfälle auch durch Malaria, HIV und Tuberkulose führen. In Gebieten, in denen die Infektionskrankheiten häufig vorkommen, könnten Gesundheitssysteme und Medikamentenversorgung ernsthaft gestört werden, warnten Forscher vom Imperial College London. Laut Modellberechnungen könnten so in den nächsten fünf Jahren mehr Menschen an diesen drei Krankheiten sterben als durch das Coronavirus. Bereits jetzt meiden den Forschern zufolge Menschen in dutzenden Ländern aus Angst vor einer Corona-Infektion Arztpraxen und Krankenhäuser. Auch die Versorgungslage mit Medikamenten sowie Behandlungen gegen HIV ist demnach angespannt.

Für die Studie, die in der medizinischen Fachzeitschrift "Lancet Global Health" veröffentlicht wurde, untersuchte das Team vier verschiedene Szenarien für den Verlauf der Corona-Pandemie. Am folgenreichsten wären demnach Unterbrechungen der antiretroviralen Behandlung für HIV-Infizierte: In Teilen des südlichen Afrika könnten dann bis zu zehn Prozent mehr Menschen an HIV sterben als das ohne die Pandemie der Fall gewesen wäre.

14.7.2020 • 08:16 Uhr

Bericht: Zahl der Organspenden trotz Corona-Krise gestiegen

Die Zahl der Organspender und der tatsächlich gespendeten Organe ist im ersten Halbjahr gestiegen. Nach aktuellen Daten der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), die dem Berliner "Tagesspiegel" vorliegen, wurden von Januar bis Juni in Deutschland 487 Verstorbenen Organe für Transplantationen entnommen. Das sei eine Steigerung um 7,3 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019. Die Zahl der gespendeten Organe erhöhte sich demnach um drei Prozent von 1511 auf 1557.

Der Medizinische Vorstand der Stiftung, Axel Rahmel, nannte es im "Tagesspiegel" eine "sehr positive Entwicklung", dass die Zahl der Organspender trotz Corona-Krise nicht zurückgegangen sei. "In anderen Ländern wie Italien, Spanien oder Frankreich sind die Zahlen dramatisch eingebrochen. Das ist bei uns nicht der Fall." Allerdings gehe auch hierzulande der wesentliche Teil der Steigerungen auf die Zeit vor der Krise zurück. Im Januar und Februar 2020 stieg die Zahl der Organspender den Angaben zufolge verglichen mit den ersten beiden Monaten des Vorjahres von 140 auf 181.

14.7.2020 • 07:49 Uhr

Schwierige Rückkehr zu Regelbetrieb an Schulen erwartet

Die geplante Rückkehr zum Regelbetrieb an den Schulen nach den Sommerferien ist nach Einschätzung des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB) eine immense Herausforderung für die Kommunen. "Das wird aus meiner Sicht sehr schwierig werden", sagte DStGB-Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg im gemeinsamen Morgenmagazin von ZDF und ARD. Den "ganz normalen Normalbetrieb" werde es voraussichtlich nicht geben können. Eine Rückkehr zum Regelbetrieb bedeute nicht, dass "Schule so ist, wie sie vorher war", betonte Landsberg. So müsse es auch weiterhin kleine Gruppen und Abstandsregeln geben. "Dass alle Kinder gleichzeitig in die Schule gehen, unter gleichen Bedingungen, kann ich mir nicht vorstellen", sagte er.

Schulunterricht unter Corona-Bedingungen in Niedersachsen | dpa

Abstandsregeln müsse es auch im Regelbetrieb geben, betonte DStGB-Hauptgeschäftsführer Landsberg. Bild: dpa

14.7.2020 • 07:13 Uhr

Studie: Pandemie bringt innere Uhr durcheinander

Viele Menschen haben den Lauf der Zeit während der ersten Coronavirus-Welle anders wahrgenommen als sonst. Das geht aus einer in der Fachzeitschrift "PLOS ONE" veröffentlichten Studie britischer Wissenschaftler hervor. Ein Team der John-Moores-Universität in Liverpool befragte dafür rund 600 Menschen in Großbritannien zwischen dem 7. und 30. April in einer Online-Umfrage zu Zeitempfinden, Gemütszustand und persönlichen Umständen.

Mehr als 80 Prozent der Befragten gaben an, die Zeit der Kontaktbeschränkungen sei für sie entweder schneller oder langsamer vergangen als sonst. Wer älter und unzufrieden mit dem Maß seiner sozialen Kontakte war, für den verging die Zeit häufig langsamer. Wer jünger und zufriedener war, verspürte eher eine Beschleunigung der Ereignisse.

14.7.2020 • 06:53 Uhr

Vorschlag der NFL: Maske im Helm für Corona-Schutz

Die National Football League (NFL) hat ihren Spielern für mehr Schutz vor einer Corona-Infektion einen Helm mit integrierter Maske vorgeschlagen. "Wir werden sicher dazu ermuntern", sagte der NFL-Chefmediziner Allen Sills laut US-Medienberichten. Die Maske hat Luftschlitze, soll aber dennoch die Verbreitung von Tröpfchen aus dem Mundraum unterbinden und die Kommunikation der Spieler untereinander nicht beeinträchtigen.

Diverse Spieler hatten zuletzt Sorge geäußert, wie Football-Spielen während der Pandemie ohne großes Risiko einer Ansteckung möglich sein soll. Die NFL will ihre Saison im September beginnen. Ende des Monats sollen sich die Teams für ihre Trainingslager treffen dürfen.

Helm mit integrierter Corona-Schutzfunktion | dpa

In den Helm ist eine Maske mit Luftschlitzen integriert. Bild: dpa

14.7.2020 • 06:30 Uhr

Bericht: Deutlich weniger Abschiebungen wegen Pandemie

Die Zahl der Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber ist einem Bericht zufolge während der Corona-Pandemie drastisch gesunken. "Zahlreiche Staaten verweigern weiterhin die Einreise ausländischer Staatsangehöriger oder beschränken diese auf unabdingbare, wenige Fallkonstellationen", teilte das Bundesinnenministerium den Zeitungen der Funke-Mediengruppe mit. Die Zahl der Rückführungen ging demnach in den ersten fünf Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 10.951 auf 5022 zurück. Im Mai habe es nur noch rund 150 Rückführungen gegeben. Die Gesamtzahl der Ausreisepflichtigen sei innerhalb eines Jahres von 245.597 auf 266.605 angestiegen (Stand: Ende Mai 2020).

14.7.2020 • 06:26 Uhr

Chinas Exporte und Importe legen im Juni zu

In China sind die Exporte im Juni überraschend angezogen. Wie Daten der Zollbehörden zeigen, legten die Ausfuhren gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,5 Prozent zu. Hintergrund sind die Öffnungen in anderen Volkswirtschaften nach den Beschränkungen im Zuge der Corona-Krise. Experten hatten mit einem Rückgang von 1,5 Prozent gerechnet. Im Mai hatte es noch ein Minus von 3,3 Prozent gegeben.

Die Importe in die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft stiegen das erste Mal in diesem Jahr an. Das Plus betrug 2,7 Prozent. Analysten hatten im Schnitt einen Einbruch von zehn Prozent vorausgesagt, nachdem es im Mai noch ein Minus von 16,7 Prozent war.

14.7.2020 • 06:15 Uhr

WHO-Chef: Staatenlenker schuld an Vertrauensverlust

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, hat den Umgang einiger Staatenlenker mit der Corona-Krise scharf kritisiert. "Das Virus bleibt Staatsfeind Nr. 1, doch die Aktionen vieler Regierungen und Menschen spiegeln das nicht wider", sagte er. Er warf bestimmten Staats- und Regierungschefs vor, das Vertrauen der Öffentlichkeit durch widersprüchliche Botschaften zu untergraben. Deren Versagen, die in ihren Ländern außer Kontrolle geratenden Ausbrüche zu stoppen, habe zur Folge, dass es "in absehbarer Zukunft" keine Rückkehr zur Normalität geben werde, warnte Tedros vor Reportern. Namen von Spitzenpolitikern nannte der WHO-Chef zwar nicht, sagte aber: "Viel zu viele Länder steuern in die falsche Richtung." Und einige unternähmen keine angemessenen Schritte, um Neuinfektionen einzudämmen.

WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus | dpa

"Viel zu viele Länder steuern in die falsche Richtung", kritisierte WHO-Chef Tedros. Bild: dpa

14.7.2020 • 05:08 Uhr

BDI-Präsident bezweifelt rasche Erholung der Konjunktur

Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, dämpft die Erwartungen an eine Erholung der Wirtschaft in der Corona-Pandemie. "Der langsame Aufwärtstrend der Konjunktur ist kein Grund zum Übermut. Frühestens 2022 wird die Volkswirtschaft wieder das Vorkrisenniveau erreichen", sagte er dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" anlässlich des Starts der ersten digitalen Hannover Messe. Man müsse sich nun voll auf die wirtschaftliche Erholung und Stärkung der industriellen Basis konzentrieren.

14.7.2020 • 04:30 Uhr

Hongkong: Strengste Beschränkungen seit Ausbruch der Pandemie

Wegen eines Anstiegs der Covid-19-Fälle gelten in Hongkong ab Mitternacht strengere Corona-Auflagen. Bei der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Tragen einer Gesichtsmaske Pflicht, bei Verstößen droht eine Geldstrafe von umgerechnet rund 570 Euro. Gaststätten müssen ihre Bewirtung in geschlossenen Räumen einstellen und dürfen erst nach 18 Uhr Speisen zum Mitnehmen anbieten. Beide Maßnahmen kamen während des Virus-Ausbruchs in der chinesischen Sonderverwaltungszone bislang nicht zum Einsatz. Zusammenkünfte sind auf vier Personen begrenzt, Fitnessstudios und Vergnügungsstätten bleiben für eine Woche geschlossen.

Passagiere in einem Zug in Hongkong | REUTERS

Wer im Zug keine Maske trägt, muss in Hongkong mit einer Geldstrafe rechnen. Bild: REUTERS

14.7.2020 • 03:44 Uhr

Mehr als 4000 Menschen in US-Abschiebelagern infiziert

In den US-Abschiebehaftanstalten breitet sich das Coronavirus immer stärker aus. Laut Aussagen der privaten Betreiber der Flüchtlingslager sind mehr als 3300 der 22.580 Menschen in Abschiebehaft sowie 880 Mitarbeiter mit dem Erreger infiziert. Es habe Berichte von Angestellten über die Rationierung persönlicher Schutzausrüstung, unzureichende medizinische Versorgung und verzögerte Tests gegeben, erklärte die Vorsitzende des Senatsausschuss für Heimatschutz, Kathleen Rice bei einer Anhörung. Die US-Einwanderungsbehörde ICE äußerte sich nicht zu den Infektionszahlen und den Vorwürfen.

14.7.2020 • 02:22 Uhr

USA: Impfstoff-Produktion könnte Ende des Sommers starten

In den USA könnten Arzneimittelhersteller nach Angaben der Regierung bis Ende des Sommers mit der Herstellung eines wirksamen Coronavirus-Impfstoffs beginnen. Die Pharmakonzerne seien auf dem richtigen Weg, erklärt ein Regierungsmitarbeiter. Die Vereinigten Staaten finanzieren mit dem Programm "Operation Warp Speed" die Entwicklung mehrerer Impfstoffkandidaten und Therapien.

14.7.2020 • 02:22 Uhr

England führt Maskenpflicht in Läden ein

Nach langem Zögern reiht sich England in die lange Liste der Länder ein, die in Läden eine Maskenpflicht vorschreiben. Die britische Regierung teilte mit, das die Regel ab dem 24. Juli gelte. Es gebe zunehmende Beweise, dass das Tragen einer Gesichtsbedeckung in geschlossenen Räumen helfe, Personen und ihre Umgebung vor dem Coronavirus zu schützen, ergänzte das Büro von Premierminister Boris Johnson. Wer die neue Regelung missachtet, muss mit einem Bußgeld von bis zu 100 Pfund rechnen. Viele europäische Länder wie Deutschland, Spanien, Italien und Griechenland haben einen Mund- und Nasenschutz in geschlossenen Räumen bereits zur Pflicht gemacht. Großbritannien schrieb dies bisher nur im öffentlichen Nahverkehr vor.