Eine Gesundheits- und Krankenpflegerin auf der Corona-Intensivstation in Dresden im April  (Archivbild) | dpa
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Liveblog zum Coronavirus ++ Intensivmedizische Behandlungen nehmen zu ++

Stand: 06.10.2020 22:09 Uhr

Bei den intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten zeichnet sich ein Anstieg ab. Die Zahl der Patienten in englischen Kliniken ist auf dem höchsten Stand seit Ende Juni. Der Liveblog vom Dienstag zum Nachlesen.

  • Anstieg von intensivmedizinischen Behandlungen
  • Berlin und Frankfurt führen Sperrstunde ein
  • Patientenzahl in englischen Kliniken auf Höchststand seit Juni
  • Fußball-Länderspiel gegen die Türkei vor maximal 300 Zuschauern
  • Zulassungsprozess für Impfstoff von Mainzer Unternehmen startet
6.10.2020 • 22:08 Uhr

Liveblog endet

Für heute endet der Liveblog.

6.10.2020 • 22:07 Uhr

Leibarzt über Trump: "Es geht ihm weiterhin extrem gut"

Nach seiner Corona-Infektion erholt sich Trump laut seiner Ärzte weiter gut, über den Berg ist er aber noch nicht. Dennoch hat der US-Präsident das Virus auf Twitter erneut verharmlost und mit der Grippe verglichen - mit Folgen.

6.10.2020 • 21:59 Uhr

Michelle Obama wirft Trump Versagen vor

Kein Land ist so schwer vom Coronavirus betroffen wie die USA - Grund dafür ist nach Ansicht von Michelle Obama ein US-Präsident, der seinem Job nicht gewachsen sei. In einer Videobotschaft erhebt sie schwere Vorwürfe gegen Trump.

6.10.2020 • 21:19 Uhr

Trump: Verhandlungen über neues Corona-Hilfspaket gescheitert

US-Präsident Donald Trump hat die Verhandlungen mit den oppositionellen Demokraten für ein neues Corona-Hilfspaket vorerst für gescheitert erklärt. Trump twitterte, er habe seine Unterhändler angewiesen, die Gespräche bis zur Präsidentschaftswahl am 3. November einzustellen. An der New Yorker Börse stürzten die Aktienkurse umgehend in den Keller.

6.10.2020 • 20:48 Uhr

Spanien meldet höchste Zahl an Corona-Todesopfern seit April

In Spanien sind innerhalb von 24 Stunden so viele Todesfälle nach einer Infektion mit dem Corona-Virus erfasst worden wie seit fünfeinhalb Monaten nicht mehr. Innerhalb eines einzigen Tages seien aus den verschiedenen Regionen insgesamt 261 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Das ist der höchste Wert seit dem 25. April. Damals wurden 280 Todesopfer gezählt.

Die höchste Opferzahl der vergangenen Monate war am 22. September mit 112 angegeben worden. Ein Ministeriumssprecher betonte, der starke Anstieg vom Dienstag sei mutmaßlich auf Verzögerungen bei den Meldungen aus den Regionen zurückzuführen.

Einschließlich nachgemeldeter Fälle wurden am Dienstag knapp 12.000 Neuinfektionen verzeichnet. Die Gesamtzahl der Ansteckungen kletterte damit auf mehr als 825.000. Bei der Gesamtzahl der Todesopfer (32.486) liegt Spanien allerdings hinter Großbritannien und Italien.

6.10.2020 • 20:12 Uhr

Kein Corona-Impfstoff bis zu den US-Wahlen

Trotz Widerstands des Weißen Hauses hat die US-Medikamentenbehörde FDA neue Sicherheitsstandards für die Zulassung eines potenziellen Corona-Impfstoffs vorgelegt. In den veröffentlichten Dokumenten hieß es, dass Entwickler von Impfstoffen mindestens zwei Monate lang deren Wirkung bei Studienteilnehmern beobachten sollten, bevor sie eine Zulassung im Schnellverfahren beantragen können. Damit gilt es als ausgeschlossen, dass es noch vor der US-Präsidentschaftswahl einen Impfstoff geben könnte, wie Präsident Donald Trump das in Aussicht gestellt hatte.

Wissenschaftler, die an der Impfstoff-Entwicklung arbeiten, haben diesen Zeitplan ohnehin bereits mehrfach als viel zu ambitioniert dargestellt. Dennoch blockierte das Weiße Haus die formale Veröffentlichung der neuen FDA-Regeln, wie die Nachrichtenagentur AP aus Regierungskreisen erfahren hatte. Im Weißen Haus herrsche die Ansicht, dass es für die Zwei-Monats-Frist "keinen klinischen oder medizinischen Grund" gebe, hieß es. Die Blockade des Weißen Haus umging die FDA, indem sie die Frist in Dokumente für ihre Impfstoffkommission verpackte. Das hat zwar nicht die gleiche Wertigkeit wie eine formale Richtlinie der FDA, machte aber deutlich, dass sich die Behörde in dem Punkt nicht dem Weißen Haus beugen will.

6.10.2020 • 19:29 Uhr

Anstieg von intensivmedizinischen Behandlungen

Bei den intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten in Deutschland zeichnet sich weiterhin ein Anstieg ab. Laut aktuellem RKI-Lagebericht werden derzeit (6.10.2020, 13:15 Uhr) 449 Corona-Infizierte intensivmedizinisch behandelt, 219 davon werden beatmet. Vor einer Woche (29.9.) hatte der Wert noch bei 352 (195 beatmet) gelegen, in der Woche davor (22.9.) bei 278 (151 beatmet). Rund 8900 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

6.10.2020 • 20:25 Uhr

Arzt: Trump geht es "weiterhin extrem gut"

Der Zustand von US-Präsident Donald Trump ist nach seiner Rückkehr aus dem Krankenhaus ins Weiße Haus nach Angaben seines Arztes unverändert gut. Trump habe dem Ärzteteam keine Corona-Symptome gemeldet, erklärte Leibarzt Sean Conley in einer Mitteilung. Die Werte des 74-Jährigen seien stabil. Sein Blut weise einen Sauerstoffsättigungsgrad zwischen 95 und 97 Prozent auf. "Insgesamt geht es ihm weiterhin extrem gut", erklärte Conley.

6.10.2020 • 18:52 Uhr

Patientenzahl in englischen Kliniken auf höchstem Stand seit Juni

Die Zahl der Covid-19-Patienten in englischen Kliniken ist auf den höchsten Stand seit dem 25. Juni gestiegen. Derzeit werden in England 2783 Menschen gegen ihre Corona-Infektion in Krankenhäusern behandelt, wie aus Regierungsdaten hervorgeht. Das ist ein Anstieg um 190 verglichen mit dem Vortag. Zuletzt war die Zahl der Neuinfektionen dort deutlich gestiegen.

6.10.2020 • 18:41 Uhr

Berlin führt Sperrstunde und Kontaktbeschränkungen ein

Wegen des starken Anstiegs der Corona-Infektionen müssen die meisten Geschäfte sowie alle Restaurants und Bars in Berlin künftig von 23.00 Uhr bis 06.00 Uhr schließen. Zudem gelten in der Stadt bald neue Einschränkungen für private Feiern in geschlossenen Räumen. Künftig dürfen daran nur noch maximal 10 statt bisher 25 Personen teilnehmen, teilte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller mit.

6.10.2020 • 18:15 Uhr

Corona-Podcast analysiert Trumps Medikamente

Nach seiner Infektion mit dem Coronavirus haben Ärzte US-Präsident Donald Trump eine Reihe von Medikamenten verabreicht. Im Podcast Coronavirus-Update des NDR geht Virologin Sandra Ciesek die Liste durch - und schildert die therapeutische Wirkung der Mittel.

6.10.2020 • 17:52 Uhr

Handlungsbedarf in Berlin: Corona-Ampel steht zweimal auf Rot

Zum ersten Mal zeigt das Berliner Ampelsystem zur Bewertung der Corona-Lage dem Senat Handlungsbedarf an. Die Zahl der Neuinfektionen im Verhältnis zur Einwohnerzahl in den vergangenen sieben Tagen und die Reproduktionszahl liegen inzwischen über den als kritisch definierten Grenzwerten. Das geht aus dem Online-Lagebericht der Gesundheitsverwaltung hervor. Damit steht die Ampel nun auf Doppel-Rot. Für diesen Fall hatte der Senat vereinbart, dass die Umsetzung von Maßnahmen erforderlich wird.

Die Corona-Ampel berücksichtigt drei Indikatoren: die Reproduktionszahl (kurz R-Wert), die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen und die Auslastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten. Für jedes Kriterium wurden Grenzwerte definiert: Werden diese mindestens drei Mal in Folge überschritten, wechselt die entsprechende Ampelfarbe auf Gelb oder Rot. Auf Rot gesprungen ist die Ampel nun bei der Reproduktionszahl - mit einem Wert von 1,26. Das bedeutet, dass ein Infizierter mehr als einen anderen Menschen ansteckt. Bei den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen wird inzwischen ein Wert von 44,2 erreicht. In den Innenstadtbezirken sind die Werte deutlich höher als am Stadtrand, insbesondere Neukölln sticht mit 87,3 heraus.

6.10.2020 • 17:42 Uhr

Weiteres Altenheim in Vechta von Corona-Infektion betroffen

Der Corona-Ausbruch in einem Altenheim einer kirchlichen Stiftung im niedersächsischen Vechta weitet sich aus. Am Montag durchgeführte Tests haben ergeben, dass vier weitere Bewohner und drei weitere Pflegekräfte des Hauses infiziert sind, wie der Landkreis Vechta heute mitteilte. Für sie sei eine Quarantäne angeordnet worden. Außerdem sei in einer weiteren Pflegeeinrichtung der Stiftung eine Pflegekraft infiziert. Auch dort würden nun alle Bewohner und Mitarbeiter noch im Laufe des Tages auf das Coronavirus getestet.

In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass sich in einem Altenheim der Stiftung rund 50 Bewohner und Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert hatten. Am Sonntag waren eine 92-jährige Frau und ein 84-jähriger Mann verstorben. Für die Einrichtung gelten bis auf Weiteres ein Aufnahmestopp und ein Besuchsverbot.

6.10.2020 • 17:30 Uhr

Italienische Regierung will Maskenpflicht

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen in Italien verschärft die Regierung in Rom ihren Kurs im Kampf gegen die Virus-Ausbreitung. Gesundheitsminister Roberto Speranza bestätigte im Parlament Berichte, dass das Kabinett diese Woche per Dekret eine nationale Pflicht zum Tragen von Schutzmasken erlassen werde. "Die Masken sind ein wesentliches Instrument, um der Verbreitung von Covid-19 entgegenzuwirken", sagte der Minister vor der Abgeordnetenkammer in Rom. Das Kabinett wolle den Erlass voraussichtlich am Mittwoch fertigstellen. Außerdem müssten Menschenansammlungen dringend vermieden werden. Rom werde die Kontrollen dabei verschärfen, kündigte Speranza an.

Eine Polizistin und ein Polizist mit Mund-Nasen-Schutz patrouillieren in der römischen Einkaufsstraße Via Condotti. | dpa

In Rom und der Region Latium gilt bereits eine Maskenpflicht im Freien. Bild: dpa

6.10.2020 • 16:59 Uhr

15 klinische Impfstoff-Studien in Afrika

Auf dem afrikanischen Kontinent laufen aktuell 15 klinische Studien zu potenziellen Impfstoffen gegen Covid-19. Das geht aus einer Anmerkung der Afrika-Zentren für Krankheitskontrolle und -vorbeugung hervor, die im Fachmagazin "Nature" veröffentlicht wurde. Fünf Studien laufen demnach in Südafrika, vier in Ägypten und je eine in Guinea-Bissau, Ghana, Uganda, Kenia, Sambia und Simbabwe. Zur Bekämpfung der Pandemie haben sich afrikanische Länder zusammengeschlossen.

Die Afrika-Zentren schätzen, dass auf dem Kontinent 1,5 Milliarden Impfdosen gebraucht werden. Das wäre genug, um 60 Prozent der Bevölkerung die voraussichtlich nötigen zwei Impfungen zu verabreichen. Die Impfstoffe und deren Auslieferung könnten bis zu zehn Milliarden Dollar (8,5 Milliarden Euro) kosten. Ein großes Problem könnte die Verteilung werden.

6.10.2020 • 16:41 Uhr

Gericht: Prostitutionsstätten in Baden-Württemberg dürfen öffnen

Ab dem kommenden Montag dürfen Prostitutionsstätten in Baden-Württemberg nach einem Gerichtsurteil wieder öffnen. Die Betreiberin eines Etablissements wehrte sich mit einem Eilantrag erfolgreich gegen die Schließung ihres Betriebs, wie der Verwaltungsgerichtshof des Landes mitteilte. In der gegenwärtigen Lage sei die vollständige Untersagung sexueller Dienstleistungen unverhältnismäßig, hieß es. Der Verwaltungsgerichtshof führte aus, dass das Betriebsverbot von Prostitutionsstätten bisher nicht zu beanstanden gewesen, mittlerweile jedoch unverhältnismäßig sei. Da das Verbot bereits am 16. März in Kraft trat und keine Ausnahmen zulasse, wiege es als Eingriff in die Berufsfreiheit der Antragsstellerin außerordentlich schwer.

6.10.2020 • 16:27 Uhr

Frankfurt führt wegen steigender Corona-Zahlen Sperrstunde ein

Frankfurt am Main führt nach einem rasanten Anstieg der positiven Corona-Tests voraussichtlich ab Freitag neue Beschränkungen ein. Unter anderem wird eine Sperrstunde von 22.00 Uhr bis 06.00 Uhr gelten und der Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum verboten. Zudem werden private Feiern in öffentlichen oder angemieteten Räumen auf höchstens 25 Teilnehmende beschränkt, teilte die Stadt mit. In Einkaufspassagen und großen Einkaufsstraßen werde eine Maskenpflicht eingeführt.

In den vergangenen sieben Tagen lag die Zahl der Neuinfektionen in Frankfurt bei 46,5 Fällen je 100.000 Einwohner, also knapp unter dem Grenzwert von 50 Fällen, ab dem das Robert Koch-Institut Regionen als Risikogebiete einstuft.

6.10.2020 • 16:14 Uhr

Fußball-Länderspiel gegen die Türkei vor maximal 300 Zuschauern

Das Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen die Türkei am Mittwoch in Köln kann nur vor maximal 300 Zuschauern stattfinden. Das teilte die Stadt Köln am Dienstag mit. Mit der Maßnahme soll eine weitere Verbreitung des Coronavirus unterbunden werden.

6.10.2020 • 16:04 Uhr

Deutsche Corona-Hotspots - ein Überblick

Sieben deutsche Regionen sind Corona-Risikogebiete, darunter Teile Berlins und Orte in NRW und Niedersachsen. Dort wird der kritische 50er-Infektionsgrenzwert gerissen. Was sind die Ursachen für die hohen Fallzahlen?

6.10.2020 • 15:34 Uhr

Maskenpflicht für Büros in Brandenburg ab Grenzwert

Das Land Brandenburg führt von Sonntag an eine regionale Maskenpflicht in Büros ein. Die Maßnahme soll greifen, wenn in einem Landkreis mindestens 35 neue Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage gemessen werden.

Die Obergrenzen für private Feiern werden ebenfalls neu festgesetzt. Ab dem Grenzwert sollen nur noch 50 Menschen an Feiern in öffentlichen oder angemieteten Räumen teilnehmen können und 25 Menschen an Feiern zu Hause.

Sollten in Berlin mehr als 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner gemessen werden, soll in Brandenburg ein Beherbergungsverbot für Berliner eingeführt werden. Tagesbesuche sollen weiter erlaubt sein. Ministerpräsident Woidke sagte, wenn alle die Regeln beherzigten, komme man gut durch die Pandemie.

Aktuell sind in Brandenburg 382 Menschen erkrankt, von gestern auf heute wurden 49 neue Fälle gemeldet. 36 Corona-Patienten liegen in Krankenhäusern.

6.10.2020 • 14:36 Uhr

Polen verschärft Corona-Maßnahmen

Angesichts einer Rekordzahl von 58 Corona-Toten an einem Tag hat Polen schärfere Maßnahmen gegen die Pandemie angekündigt. Gesundheitsminister Niedzielski sagte, von der Maskenpflicht ausgenommen seien nur Menschen mit einem ärztlichen Attest. Zuwiderhandlungen würden streng bestraft. Der Minister kündigte neue Abstandsregeln für Großveranstaltungen an. Tanzveranstaltungen sollen verboten werden können. Die Zahl der Krankenhausbetten für Corona-Patienten soll aufgestockt werden.

In polnischen Krankenhäusern liegen derzeit 3719 Corona-Patienten, 263 von ihnen werden künstlich beatmet. Insgesamt starben 2717 Menschen in Polen mit oder an Corona.

6.10.2020 • 13:58 Uhr

Virologe Drosten empfiehlt "Vorquarantäne" zum Weihnachtsfest

Mit Blick auf Weihnachten spricht sich der Virologe Christian Drosten für eine freiwillige "Vorquarantäne" zum Schutz älterer Verwandter aus. Menschen sollten demnach optimalerweise eine Woche vor dem Familienbesuch mit den Großeltern "soziale Kontakte so gut es geht vermeiden", wie der Berliner Forscher "Zeit Online" sagte. "Dann fährt man zu den Verwandten und hat im Hinterkopf, dass man sich in dieser Woche mit weniger Kontakten wahrscheinlich nicht infiziert hat."

Wenn überhaupt, habe man sich dann vielleicht eher in der Woche vor der "Vorquarantäne" angesteckt, erklärte Drosten weiter. "Dass in diesem Fall alle aus der Familie symptomfrei bleiben, ist eher unwahrscheinlich." Dies könne ein Ansatz sein für die kommende Zeit, "für die Herbstferien und vielleicht auch für Weihnachten".

Natürlich müsse jeder im Einzelfall überlegen, wie die Idee im Alltag umsetzbar sei, etwa in Kita und Schule oder im Beruf. "Menschen müssen Risiken in einer Pandemie ein Stück weit selbst abwägen", betonte der Virologe. "Es gibt keine totale Sicherheit, es bleiben immer Restrisiken." Generell gehe es um "viele kleine Alltagsentscheidungen" und darum, die Lage ernst zu nehmen. Dabei sei Augenmaß gefragt. "Wir haben es selbst in der Hand", mahnte Drosten. Das gelte zum Beispiel auch für private Feiern. Jeder könne sich beispielsweise die Frage stellen, "ob man eine Party, die man geplant hatte, wirklich feiern muss diesen Winter, ob man für sie vielleicht einen luftigen, besonders großen Raum finden kann oder sie auf nächstes Jahr verschiebt".

6.10.2020 • 13:57 Uhr

Schleswig-Holstein will bundesweite Regelung zu Risikogebieten

Schleswig-Holstein ist grundsätzlich bereit, seine bisherige Einstufung von Corona-Risikogebieten in Deutschland zu ändern. "Wir haben im Kabinett heute intensiv beraten und es besteht eine grundsätzliche Absicht, unsere Regelungen anzupassen", sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) nach der Kabinettssitzung in Kiel. Schleswig-Holstein wolle eine bundeseinheitliche Regelung.

Wegen der Ausweisung inländischer Risikogebiete mit Quarantäneauflagen für Einreisende - zum Beispiel Urlauber aus vier Berliner Bezirken und aus den Städten Hamm und Remscheid in Nordrhein-Westfalen - ist Schleswig-Holstein in die Kritik geraten.

6.10.2020 • 13:52 Uhr

Wiener Studenten nutzen Kirche als Hörsaal

Die Universität Wien hat angesichts der Corona-Krise ein besonderes Ausweichquartier für ihre Studentinnen und Studenten eingerichtet. In der Votivkirche in der Innenstadt können die jungen Frauen und Männer zumindest bis Ende Oktober möglichem Gedränge in den Hörsälen entfliehen und ihre Laptops aufklappen. "Das WLAN ist gut, nur die Steckdosen fehlen", sagte ein Student der Politikwissenschaft und Psychologie. Für die Mitbenutzung des 1879 fertiggestellten neogotischen Sakralbaus, dessen Errichtung an ein gescheitertes Attentat auf Kaiser Franz Joseph I. erinnert, zahlt die Uni einen kleinen Betrag. Vor der Kirche wurde ein WC-Anhänger aufgestellt. Außerdem kontrolliert Sicherheitspersonal, ob Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden. Die Universität Wien ist mit fast 90.000 Studierenden, darunter viele aus Deutschland, eine der größten Hochschulen Europas.

6.10.2020 • 13:46 Uhr

Wehrbeauftragte: Absage an Corona-Hilfe in Berlin "bedauerlich"

Die Wehrbeauftragte des Bundestages, Eva Högl, hat kritisiert, dass die Hilfe von Soldaten in der Corona-Krise in Berlin nicht überall willkommen ist. "Angesichts steigender Infektionszahlen ist es ein wichtiger Beitrag, den die Bundeswehr bei den Gesundheitsämtern und anderswo zur Bekämpfung der Pandemie leistet", sagte Högl der Nachrichtenagentur dpa, bevor sie ein Corona-Behandlungszentrum im Westen Berlins besuchte. Dort helfen 70 Soldaten. "Wenn Kontakte konsequent nachverfolgt werden, haben wir eine Chance die Infektionsketten zu durchbrechen", sagte die SPD-Politikerin.

6.10.2020 • 13:31 Uhr

Tourismusverband kritisiert unterschiedliche Corona-Reisevorgaben

Der Deutsche Tourismusverband (DTV) hat die in manchen Bundesländern eingeführten Quarantäne-Vorschriften für Reisende aus innerdeutschen Risikogebieten kritisiert. "Wir brauchen dringend einen einheitlichen Rahmen für das Reisen innerhalb Deutschlands, der nachvollziehbar und praktikabel ist", sagte der Geschäftsführer des Verbandes, Norbert Kunz, in Berlin. "Die unterschiedlichen Quarantäneregeln der Bundesländer sind nicht hilfreich und führen zu starker Verunsicherung." Kunz forderte eine bundesweite Task Force Tourismus, bei der Politik, Branchen- und Medizinexperten praktikable Lösungen für die anstehenden Wochen und Monate vorbereiten sollten. Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz haben Einreisebeschränkungen mit Quarantäneregeln für Reisende aus besonders betroffenen Gebieten innerhalb Deutschlands festgelegt.

6.10.2020 • 12:31 Uhr

Hamburg erlaubt Heizpilze für Außengastronomie

Wer in der kalten Jahreszeit sein Bier vor einer Hamburger Kneipe im Freien trinken möchte, muss nicht frieren. Bis zum Frühjahr 2021 sind Heizpilze für die Außengastronomie erlaubt, kündigt der Senat an. Besucher der Gastronomie sollen so ermuntert werden, aus Infektionsschutzgründen auch in der kalten Jahreszeit draußen zu essen und zu trinken. Die Ausnahmegenehmigung gilt bis zum 2. Mai 2021. Gastronomen, die keine Heizpilze aufstellen, bekommen einen Klimabonus. Das Beheizen der Außenluft durch Heizpilze gilt als besonders klimaschädlich.

6.10.2020 • 12:26 Uhr

Von der Leyen beendet Corona-Quarantäne

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen beendet ihre vorsorgliche Coronavirus-Quarantäne. Die 61-Jährige teilte mit, sie werde ihre Selbstisolation am Abend verlassen. Damit hält die deutsche Politikerin die belgischen Vorgaben zur Quarantäne-Pflicht bei Verdachtsfällen von einer Woche ein. Das zur EU gehörende Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) schreibt dagegen derzeit noch 14 Tage vor.

Von der Leyen hatte sich am Montag in Quarantäne begeben. Zur Begründung erklärte sie, sie habe am vergangenen Dienstag an einem Treffen in Portugal teilgenommen, bei dem auch eine Person gewesen sei, die am Sonntag positiv getestet worden sei. Zwei Coronavius-Tests am vergangenen Donnerstag und am Montag fielen bei von der Leyen negativ aus.

Belgien hatte die Quarantäne-Zeit bei Verdachtsfällen am 1. Oktober von 14 auf sieben Tage verkürzt, obwohl die Zahl der Neuinfektionen in dem Land zu den höchsten in Europa gehört. Das Auswärtige Amt hat Belgien zum Risikogebiet erklärt.

6.10.2020 • 12:21 Uhr

Hunderttausende Seeleute sitzen seit Monaten fest

Etwa 400.000 Seeleute dürfen wegen der Corona-Reiserestriktionen nicht an Land kommen und sind teils seit 17 oder mehr Monaten auf See. Das UN-Büro für Menschenrechte verurteilte das Vorgehen und bezeichnete es als unmenschlich.

Internationale Arbeitsstandards erlauben einen ununterbrochenen Aufenthalt an Bord von höchstens elf Monaten. Das Büro appellierte an alle Regierungen, Lösungen zu finden. Es rief auch die Unternehmen weltweit, die mit der Schiffsfracht Geschäfte machen, auf, Druck zu machen. Das betreffe 90 Prozent des Welthandels. Betroffen seien Seeleute auf Container- und anderen Frachtschiffen, aber auch auf Fischkuttern sowie Öl- und Gasplattformen.

6.10.2020 • 12:05 Uhr

Studie: Coronavirus kann Entzündungen im Gehirn auslösen

Das Coronavirus kann einer Studie zufolge bei Covid-19-Patienten nicht nur Komplikationen in Lunge, Herz und Nieren verursachen, sondern auch Entzündungen im Gehirn. Das berichten Forscher aus Hamburg und Freiburg nach Untersuchungen von 43 Verstorbenen, die mit Sars-CoV-2 infiziert waren, im Fachblatt "The Lancet Neurology".

Dabei wiesen sie das Coronavirus oder Proteine davon bei 21 Toten im Hirnstamm oder den dort entspringenden Nerven nach. Die Virusmengen seien jedoch sehr gering gewesen, hieß es. Die Patienten mit der höchsten Virenlast hätten nicht mehr Veränderungen im Gehirn gezeigt als jene Verstorbenen, bei denen kein Virus gefunden wurde. Die Forscher wiesen aber bei den Toten, deren Gehirne infiziert waren, eine Immunreaktion nach. Daraus schließen sie, dass Entzündungszellen für neurologische Symptome von Riechstörungen über Kopfschmerzen bis hin zu Schlaganfällen verantwortlich sein könnten.

Die untersuchten Verstorbenen - 16 Frauen und 27 Männer - waren im Schnitt 76 Jahre alt. Sie repräsentierten mit ihren alterstypischen Vorerkrankungen Covid-19-Patienten in Deutschland, betonen die Forscher.

6.10.2020 • 11:56 Uhr

WHO Europa warnt vor zunehmender Corona-Müdigkeit

Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO warnt vor einer steigenden Corona-Müdigkeit. Mehrere Länder Europas berichteten davon, dass die Menschen von der Pandemie allmählich genug hätten, teilte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge in Kopenhagen mit. In den acht Monaten seit der Ankunft des Virus in der Region hätten die Bürger riesige Opfer zur Eindämmung von Corona gebracht. Das gehe einher mit außergewöhnlichen Umständen, "die uns alle erschöpft haben, unabhängig davon, wo wir leben und was wir tun", erklärte Kluge.

Unter solchen Bedingungen sei es ganz natürlich, dass man sich demotiviert fühle und eine gewisse Müdigkeit verspüre. Dennoch glaube er, dass es möglich sei, die Bemühungen gegen die Herausforderungen wiederzubeleben, die Covid-19 mit sich bringe. Unter anderem müssten neue, sicherere und innovative Wege gefunden werden, wie man die Bedürfnisse der Bürger insbesondere in der Festtagszeit stillen könne.

6.10.2020 • 11:37 Uhr

Karliczek will schwächere Schüler von Homeschooling ausnehmen

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) will schwächere Schüler von Homeschooling ausnehmen. Ihnen solle im Fall von Corona-bedingten Schulschließungen Fernunterricht möglichst erspart werden, sagte Karliczek in der Sendung "Frühstart" von RTL und n-tv. Für solche Kinder solle es "so viel Präsenzunterricht wie möglich" geben.

Wenn man hybride Unterrichtsformen nutze, halte sie es für sinnvoll, "dass man vielleicht gerade diese Kinder in der Schule behält, während man die Leistungsstarken dann eben vielleicht von zu Hause beschulen kann", sagte Karliczek. Untersuchungen zeigten, dass diejenigen, die sowieso schwächer seien, sich eher aus dem Lernen zurückzögen, wenn sie daheim die Möglichkeit dazu hätten. Karliczek plädierte aber auch dafür, selbst bei einer neuen Infektionswelle die Schulen möglichst offen zu halten.

6.10.2020 • 11:29 Uhr

Söder fordert möglichst einheitliche Quarantäne-Regeln der Länder

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert möglichst einheitliche Quarantäne-Regeln aller Bundesländer für Reisende aus innerdeutschen Corona-Hotspots. Dazu werde es am Mittwoch eine Schalte der Chefs der Staatskanzleien der Länder geben, kündigte Söder vor einer Kabinettssitzung in München an. Dies werde Bayern abwarten. "Ich fände eine einheitliche Regelung in Deutschland sicherlich gut", betonte Söder. Er verwies aber darauf, dass es in den bayerischen Corona-Regularien schon jetzt die Möglichkeit gäbe, ein Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots zu erlassen - "außer man testet sich frei".

Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen etwa in Berlin haben Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz Einreisebeschränkungen mit Quarantäneregeln und Pflichttests für Reisende aus innerdeutschen Hotspots festgelegt. "Es spricht viel dafür, diese Regelung von Schleswig-Holstein und auch Rheinland-Pfalz auch in Bayern anzuwenden", sagte Söder. Es solle aber zunächst versucht werden, zu einer "national halbwegs verbindlichen Sprachregelung" zu kommen. "Das wäre auch für die Bürger am Besten", betonte Söder und warnte vor einem neuen "Flickenteppich".

"An der Stelle gibt es wieder unglaublich viel Verwirrung und unglaublich viel Verunsicherung." Man brauche deshalb auf jeden Fall bis zum Beginn der Herbstferien in den anderen Bundesländern eine einheitliche Sprachregelung. Es gebe aber derzeit noch "große Diskussionen" über das weitere Vorgehen.

6.10.2020 • 11:25 Uhr

Corona-Krise lässt Ertragskraft der Banken einbrechen

Die Gewinnstärke der Banken im Euro-Raum ist in Folge der Corona-Krise deutlich zusammengeschrumpft. Die zusammengefasste Eigenkapitalrendite (ROE) der Institute im Währungsraum brach im zweiten Quartal auf 0,01 Prozent ein, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag mitteilte. Noch im ersten Quartal lag sie bei 1,21 Prozent nach 5,17 Prozent Ende 2019. Allein in sieben Euro-Ländern darunter Griechenland, Zypern und Spanien und Irland lag die Eigenkapitalrendite der großen Institute im zweiten Quartal im negativen Bereich. Bei den deutschen Instituten lag sie bei 0,86 Prozent.

Die EZB ist seit Herbst 2014 für die Kontrolle der großen Banken im Währungsraum zuständig. In Deutschland überwacht sie unter anderem die Deutsche Bank und die Commerzbank.

6.10.2020 • 11:20 Uhr

Tourismus innerhalb von China weitgehend normalisiert

Neun Monate nach Beginn der Corona-Pandemie in China sind wieder einige Hundert Millionen Chinesen auf Reisen. Da die Volksrepublik seit Wochen keine lokalen Infektionen mehr berichtet, werden über die laufende "Goldene Woche" mit acht freien Tagen zum Nationalfeiertag und Mondfest rund 600 Millionen Reisen erwartet, wie die Tageszeitung "China Daily" berichtete. Damit werden 70 bis 80 Prozent der Vorjahreszahl erreicht.

Während die globale Tourismusindustrie nach Schätzungen in diesem Jahr mehr als eine Billion US-Dollar verlieren dürfte, hat sich damit die Reisetätigkeit zumindest in China wieder weitgehend normalisiert. Die Ausgaben für Touristenattraktionen dürften rund 90 Prozent der Vorjahreszahlen erreichen, als aber in der "Goldenen Woche" nur sieben Tage frei waren, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

6.10.2020 • 11:18 Uhr

Jugendlicher stirbt nach Aufenthalt auf Quarantäne-Schiff

In Italien ist ein unbegleiteter 15-jähriger Migrant gestorben, nachdem er sich elf Tage auf einem staatlichen Quarantäneschiff aufgehalten hatte. Laut italienischen Medien starb der Jugendliche am Montag in einer Klinik in Palermo. Seine gesetzliche Betreuerin Alessandra Puccio erklärte demnach, der Junge sei zuvor trotz seines "sehr schlechten Gesundheitszustands" für 14 Tage auf der Fähre "Allegra" in der Bucht von Palermo interniert worden. Er habe Folterspuren aufgewiesen und sei durch die Fahrt über das Mittelmeer zusätzlich geschwächt gewesen.

Der Zeitung "Palermo today" zufolge verbrachte der aus dem Staat Elfenbeinküste stammende Jugendliche zunächst elf Tage auf dem spanischen privaten Rettungsschiff "Open Arms", bevor er am 18. September in Quarantäne auf der "Allegra" verlegt wurde. Von dort sei er am 29. September in ein Krankenhaus auf dem Festland gebracht worden. Vier Tage später fiel er ins Koma. Zwei Corona-Tests vor seiner Krankenhaus-Einweisung erbrachten laut der Betreuerin ein negatives Ergebnis.

6.10.2020 • 11:09 Uhr

Zulassungsprozess für Impfstoff von Mainzer Unternehmen startet

Der vom Mainzer Unternehmen Biontech entwickelte Corona-Impfstoffkandidat geht in den Zulassungsprozess. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA werde den Wirkstoff BNT162b2 in einem sogenannten Rolling-Review-Verfahren prüfen, teilten Biontech und das Pharma-Unternehmen Pfizer, das die Entwicklung unterstützt, mit. Bei diesem Verfahren werden Daten aus der klinischen Prüfung fortlaufend eingereicht und bewertet.

6.10.2020 • 11:00 Uhr

Regierung schafft mehr als 40.000 Computer für Homeoffice an

Die Bundesregierung hat in der Corona-Krise mehr als 40.000 Computer angeschafft, damit Mitarbeiter von Ministerien und nachgeordneten Behörden von zuhause arbeiten können. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der verbraucherpolitischen Sprecherin der FDP-Fraktion im Bundestag, Katharina Willkomm, hervor. Demnach wurden zwischen März und September genau 40.728 Desktop-PCs, Laptops und Tablets inklusive Zubehör für insgesamt 93,5 Millionen Euro beschafft.

Es sei gut, dass die Regierung die Geräte in "Windeseile" eingekauft habe, damit Beamte in der Krise im Homeoffice arbeiten könnten, sagte Willkomm der Nachrichtenagentur dpa. Sie kritisierte gleichzeitig den langsamen Abfluss der Gelder aus dem Digitalpakt Schule zur Förderung der digitalen Infrastruktur an Schulen. Den gebe es seit einem Jahr. "Weil die Verfahren für die Schulen so kompliziert sind, konnten aber gerade einmal Geräte im Wert von 15,7 Millionen Euro für die Schülerinnen und Schüler bereitgestellt werden." Deutlicher könne man nicht zeigen, dass für die Bundesregierung Digitalisierungschancen für die Bürger keine Priorität hätten.

6.10.2020 • 10:26 Uhr

Lauterbach: "Präsenzunterricht kann zum Superspreading-Event werden"

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach dämpft Hoffnungen auf einen schon 2021 verfügbaren Corona-Impfstoff für Kinder - und fordert angesichts steigender Infektionszahlen gestaffelte Unterrichtszeiten während der kalten Monate. "Präsenzunterricht kann zum Superspreading-Event im Herbst und Winter werden", sagte der studierte Epidemiologe der "Rheinischen Post".

Um das Infektionsgeschehen einzudämmen, rät Lauterbach dazu, den Unterricht für einen Teil der Schüler morgens und für die anderen am Mittag zu beginnen. "Dafür braucht es einen entschlackten Lehrplan für das laufende Schuljahr, in dem manche Fächer ausnahmsweise nicht unterrichtet werden müssen - oder nur noch virtuell." So würden überfüllte Klassenräume und Stoßzeiten an den Schulen verhindert und das Risiko für Ansteckungen etwa in Bussen und Bahnen verringert.

Viele Eltern sehen Fernunterricht allerdings sehr skeptisch, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für "Focus Online" zeigt. Demnach sind sieben von zehn Befragten der Meinung, dass sogenanntes Homeschooling mehr Nachteile als Vorteile bedeutet. 76 Prozent finden, dass ihre Kinder durch Fernunterricht eher oder eindeutig schlechter auf die Zukunft vorbereitet werden als bei herkömmlichem Präsenzunterricht. Das liegt den Eltern zufolge sowohl an der mangelnden technischen Ausstattung der Schulen sowie der fehlenden Kompetenz der Lehrkräfte.

6.10.2020 • 10:09 Uhr

Scholz will Auszahlungsdetails von EU-Coronahilfen noch heute klären

Die wieder deutlich steigenden Infektionszahlen in der Coronavirus-Krise machen Bundesfinanzminister Olaf Scholz zufolge eine schnelle Auszahlung der europäischen Hilfsgelder nötig. Bei den virtuellen Beratungen der EU-Finanzminister solle heute der nächste Schritt genommen werden, sagte Scholz unmittelbar vor dem Treffen.

Geplant sei eine politische Einigung auf die Details der Auszahlung. Der 750 Milliarden Euro schwere Corona-Aufbaufonds müsse Anfang 2021 einsatzbereit sein. "Europa muss mit voller Kraft aus der Krise kommen." Mit den Hilfsgeldern könne es dann umweltfreundlicher und digitaler werden.

Seit der Grundsatzeinigung im Juli auf den Hilfstopf wird über die Einzelheiten der Auszahlung gerungen. Bekannt ist bereits, wie stark besonders von der Pandemie betroffene Länder wie Spanien und Italien profitieren sollen und welche Teile davon als Kredite und welche als nicht-rückzahlbare Zuschüsse fließen sollen.

Die steigenden Infektionszahlen nannte Scholz eine große Herausforderung. "Wir müssen vorsichtig bleiben", sagte er.

6.10.2020 • 09:50 Uhr

61.267 Neuinfektionen in Indien

Indien meldet 61.267 nachgewiesene Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Damit hätten sich 6,69 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus sei um 884 auf 103.569 gestiegen. Indien meldet nach den USA (über 7,4 Millionen) die meisten Infektionsfälle. Vergangene Woche hatte die Regierung die Einschränkungen des öffentlichen Lebens weiter gelockert und die Öffnung von Schulen und Kinos erlaubt.

6.10.2020 • 09:45 Uhr

Infektionszahl in Russland steigt um 11.615

In Russland ist die Zahl der nachgewiesenen Infektionen binnen 24 Stunden um 11.615 auf fast 1,24 Millionen gestiegen. Allein 4082 Neuinfektionen seien in Moskau registriert worden, teilen die Behörden mit. Nach den USA, Indien und Brasilien hat Russland die meisten Infektionsfälle weltweit. 188 weitere Menschen seien mit oder am Coronavirus gestorben. Insgesamt verzeichnet Russland nun offiziell 21.663 Todesfälle - das sind deutlich weniger als andere Länder mit hohen Infektionszahlen.

6.10.2020 • 09:25 Uhr

Charité-Professor Willich fordert neuen Schwellenwert

Aus Sicht des Direktors am Institut für Epidemiologie an der Charité Berlin, Professor Stefan Willich, fehlt für die statistische Einschätzung der Corona-Zahlen ein "vernünftiger Bezugsrahmen". Vor fünf Monaten sei der Schwellenwert von 50 sogenannten Neuinfektionen pro Woche pro 100.000 Einwohner definiert worden. "Das schien damals präzise, war aber eigentlich immer nur ein grober Anhaltspunkt", sagte Willich im RBB-Inforadio.

Jetzt werde mehr getestet als im Frühjahr. "Das heißt, allein wegen der Anzahl der Testung ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass man hier diese Zahl mal überschreitet. Dann gibt es keinen vernünftigen Bezugsrahmen", fügte Willich hinzu.

Die Zahlen müssten sich aber auf repräsentative Stichproben beziehen, die jetzt erst beginnen. "Ich denke, das wird in den nächsten Wochen auch auf der Basis von neuen Stichproben und Erhebungen noch einmal anders definiert werden müssen", sagte Willich. Damit könnten die Werte besser und realistischer eingeordnet werden.

6.10.2020 • 09:07 Uhr

Baden-Württemberg ruft nächste Alarmstufe aus

Baden-Württemberg setzt angesichts steigender Corona-Infektionszahlen erstmals die zweite Stufe im Kampf gegen die Pandemie in Kraft. Sozialminister Manne Lucha (Grüne) verkündet im Kabinett in Stuttgart den Eintritt in die sogenannte Anstiegsphase, wie ein Regierungssprecher der Nachrichtenagentur dpa bestätigte.

Diese zweite von drei Stufen beinhaltet etwa eine strengere Kontrolle von Maßnahmen, Appelle an die Öffentlichkeit und das bedarfsabhängige Hochfahren von Corona-Ambulanzen und Teststellen. Anlass sei das aktuelle Infektionsgeschehen im Land, sagte der Sprecher. In einigen Regionen und Städten gebe es ein diffuses Infektionsgeschehen, die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz liege zudem im ganzen Land bereits bei 15.

Die grün-schwarze Landesregierung hatte im September ein dreistufiges Alarm-System vorgestellt, um eine zweite Corona-Infektionswelle und einen landesweiten Lockdown unter allen Umständen zu verhindern. Entscheidend für die Einstufung dabei ist die Sieben-Tage-Inzidenz. Sie zeigt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner. Aber auch andere Faktoren spielten bei der Bewertung eine Rolle, etwa die absoluten Infektionszahlen, die Zahl der Tests oder der Reproduktionswert (R-Wert), der angibt, wie viele Menschen ein Erkrankter im Schnitt mit dem Virus ansteckt.

 Baden-Württembergs Sozialminister Manfred "Manne" Lucha (Grüne) steht in einer Covid-19-Teststation  | dpa

Baden-Württembergs Sozialminister Manfred "Manne" Lucha (Grüne) steht in einer Covid-19-Teststation Bild: dpa

6.10.2020 • 08:54 Uhr

Industrieaufträge im August weiter gestiegen

Deutschlands Industrie hat im August erneut ein Auftragsplus verzeichnet - das Vorkrisenniveau ist aber weiterhin noch nicht erreicht. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lag der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe um 4,5 Prozent höher als im Vormonat Juli 2020. Damit setzte sich der Aufwärtstrend der vergangenen Monate fort.

Wie das Bundeswirtschaftsministerium erklärte, ist nach der Lockerung des "harten Lockdowns im April" seit Mai eine "stetige Erholung zu beobachten". Getragen werde der Aufholprozess bei den Auftragseingängen "vor allem von der Nachfrage aus dem Ausland".

6.10.2020 • 08:03 Uhr

Elbphilharmonie in Corona-Krise meist ausverkauft

Auch in der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach Tickets für die Hamburger Elbphilharmonie hoch. Nahezu alle Konzerte mit der derzeit möglichen Kapazität von rund 30 Prozent seien ausverkauft, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur dpa. "Karten bekommt man trotzdem leichter als früher, weil die Konzerte pandemiebedingt extrem kurzfristig in den Verkauf kommen."

Das Konzerthaus im Hamburger Hafen war Anfang September unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln in die neue Saison gestartet. Aufgrund von Reisebeschränkungen der Künstler und Abstandsregelungen auf der Bühne gab es bei einem Großteil der bisher angekündigten Veranstaltungen Umbesetzungen und Programmänderungen. Um vielen Menschen den Besuch zu ermöglichen, werden zahlreiche einstündige Konzerte zweimal nacheinander gespielt.

6.10.2020 • 07:38 Uhr

Studie: Ab 2022 droht Kliniken Pleitewelle durch Covid

Die Corona-Pandemie hat die bereits angespannte wirtschaftliche Lage vieler Krankenhäuser in Deutschland weiter verschärft. Das geht aus einer neuen Studie des RWI Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung in Essen hervor, die der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vorliegt. Die Finanzspritzen des Bundes zur Bewältigung der Corona-Krise hätten vielen Kliniken zwar kurzfristig eine Atempause verschafft, "dies gilt allerdings nicht für jedes Krankenhaus und hält bestenfalls bis zum Jahr 2022 an", erklärten die Autoren. Laut Studie waren 2018 bereits 13 Prozent aller Kliniken insolvenzbedroht - im Jahr zuvor erst elf.

6.10.2020 • 07:19 Uhr

Keine Quarantäne für Reisende aus inländischen Risikogebieten in NRW

Wer aus einem inländischen Corona-Risikogebiet nach Nordrhein-Westfalen reist, muss im bevölkerungsreichsten Bundesland nicht in Quarantäne gehen. "Städte oder Kreise innerhalb Deutschlands, die hohe Inzidenzen aufweisen werden als 'besonders betroffene Gebiete' kategorisiert. Diese Kategorisierung bedeutet primär keine Einschränkungen für Reisende aus oder in diese Städte und Regionen", sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums der "Rheinischen Post" und der Nachrichtenagentur dpa.

Auch Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann hält Schleswig-Holsteins Quarantäne-Pflicht für Einreisende aus innerdeutschen Risikogebieten für "überzogen". Entsprechende Regelungen seien "praktisch nicht umsetz- oder gar kontrollierbar", sagte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ).

Wegen zu hoher Corona-Infektionszahlen hat Schleswig-Holstein die Berliner Bezirke Mitte, Neukölln, Tempelhof-Schöneberg und Friedrichshain-Kreuzberg sowie die NRW-Städte Hamm und Remscheid als Risikogebiete im Inland ausgewiesen.

6.10.2020 • 07:03 Uhr

Irland verschärft landesweit Corona-Maßnahmen

Angesichts einer zweiten Corona-Infektionswelle hat die irische Regierung die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus wieder verschärft. Landesweit dürften Restaurants und Pubs ab sofort keine Gäste mehr in Innenräumen bedienen, sagte Premierminister Micheal Martin in einer Fernsehansprache. Bereits geplante Veranstaltungen würden abgesagt. Zudem seien die Bürger aufgerufen, keine Inlandsreisen zu unternehmen. Angestellte sollten nur dann nicht von zu Hause arbeiten, wenn sie am Arbeitsplatz dringend benötigt würden, sagte Martin. Auch Gottesdienste müssten wieder online stattfinden.

6.10.2020 • 06:31 Uhr

Viele New Yorker Schulen müssen wieder schließen

Wegen der stark steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen müssen die Schulen in neun New Yorker Stadtvierteln wieder schließen. Ab Dienstag blieben alle öffentlichen und privaten Schulen in den betroffenen Gebieten in den Bezirken Queens und Brooklyn geschlossen, teilte der New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo mit.

New York ist die einzige Großstadt in den USA, in der die Schüler zum Beginn des neuen Schuljahres in die Klassenräume zurückkehren durften. Metropolen wie Chicago, Houston, Los Angeles oder Philadelphia setzen stattdessen Corona-bedingt auch weiterhin auf Online-Unterricht. 

Die Erzdiözese von New York wehrt sich gegen die Anordnung von Cuomo. Sollten auch katholische Schulen betroffen sein, sei dies "eine tiefe Ungerechtigkeit", erklärte der Sprecher der Bischöfe im Bundesstaat New York, Dennis Poust. Es habe in katholischen Schulen dank der Schutzmaßnahmen keine signifikanten Ausbrüche gegeben.

In den Stadtvierteln Brooklyn und Queens leben viele orthodoxe Juden, deren Gemeinden bereits während der ersten Covid-19-Welle im Frühjahr hart von der Pandemie betroffen waren.

6.10.2020 • 05:37 Uhr

RKI: 2639 Neuinfektionen und zwölf weitere Todesfälle

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat zum zweiten Mal binnen weniger Tage die Schwelle von 2600 überschritten. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 2639 neue Corona-Infektionen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) bekannt gab. Das sind nur knapp weniger als am Freitagmorgen, als mit 2673 Neuinfektionen innerhalb eines Tages der höchste Wert seit der zweiten Aprilhälfte gemeldet worden war.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des RKI mindestens 303.258 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9546. Das sind 12 mehr als am Vortag. Rund 265.600 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

6.10.2020 • 04:39 Uhr

Statistik angepasst: Fast 2800 neue Corona-Todesfälle in Mexiko

Mexiko hat die Zählweise seiner Corona-Fälle geändert und 28.115 neue Infektionen sowie 2789 neue Todesfälle innerhalb eines Tages registriert. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19 - die vierthöchste der Welt - stieg damit am Montag auf 81.877. Am Vortag waren 3712 Infektionen und 208 Tote hinzugekommen. Mexiko, mit knapp 130 Millionen Einwohnern das zehntbevölkerungsreichste Land der Erde, hat mit nun 789.780 bestätigten Corona-Infektionen laut Statistik der Johns-Hopkins-Universität die neuntmeisten weltweit. Die wahren Zahlen dürften noch deutlich höher liegen, da in dem nordamerikanischen Land sehr wenig getestet wird. Zudem konnten nach offiziellen Angaben während der Pandemie bereits mehr als 90.000 Tests in Mexiko nicht ausgewertet werden, etwa wegen Fehlern beim Transport und der Aufbewahrung

6.10.2020 • 04:17 Uhr

Parteiübergreifende Kritik an unterschiedlichen Regeln in Bundesländern

Die unterschiedlichen Regeln für Reisende aus innerdeutschen Risikogebieten in den Bundesländern haben quer durch die Parteien Kritik ausgelöst. Nicht nur angesichts der bevorstehenden Herbstferien sei es "sehr unglücklich, dass jedes Bundesland ein eigenes Süppchen kocht", sagte Unions-Fraktionsvize Thorsten Frei (CDU) der Zeitung "Welt". Dieses "Regelmosaik" verwirre und überfordere viele Bürger. Auch Schleswig-Holsteins SPD-Fraktionschef Ralf Stegner wandte sich gegen "Kleinstaaterei". Frei forderte zwischen den Ländern "abgestimmte, einfache Regeln". Konkret sprach er sich für einen Testnachweis oder Quarantäne nach Anreise oder Rückkehr aus einem innerdeutschen Risikogebiet für Urlauber aus.

Passagiere gehen mit ihren Koffern auf dem Berliner Flughafen Tegel durch die Ankunftshalle im Flughafengebäude (Archivbild). | dpa

Passagiere gehen mit ihren Koffern auf dem Berliner Flughafen Tegel durch die Ankunftshalle im Flughafengebäude (Archivbild). Bild: dpa

6.10.2020 • 04:17 Uhr

Blatt: Weißes Haus lehnt strengeres Genehmigungsverfahren für Impfstoffe ab

Die von der US-Gesundheitsbehörde FDA vorgeschlagenen strengeren Richtlinien für die Notfallzulassung von Coronavirus-Impfstoffen stoßen einem Medienbericht zufolge bei hochrangigen Regierungsmitgliedern in Washington auf Ablehnung. Der Stabschef des Weißen Hauses, Mark Meadows, spreche sich gegen die Bestimmung aus, die eine Zulassung eines Impfstoffes erst nach den Wahlen am 3. November ermöglichen würde, schreibt die Zeitung "New York Times" unter Berufung auf mit dem Genehmigungsverfahren vertraute Personen.

6.10.2020 • 04:17 Uhr

Entwarnung in Österreich: Keine Regierungsmitglieder infiziert

Nach der Entdeckung eines Corona-Falls im engen Umfeld von Österreichs Kanzler Sebastian Kurz sind der Regierungschef und seine Kabinettskollegen negativ auf das Virus getestet worden. Sie bekamen das Testergebnis in der Nacht, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete. Zuvor hatten die Regierungsmitglieder am Montag vorsichtshalber alle Termine abgesagt. Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) waren am Mittwoch vergangener Woche bei einer Kabinettssitzung letztmals mit dem später positiv getesteten Mitarbeiter in Kontakt gewesen.

6.10.2020 • 00:55 Uhr

Trump hat Klinik verlassen

Nach dreitägiger Behandlung wegen seiner Covid-Erkrankung hat US-Präsident Donald Trump das Walter-Reed-Militärkrankenhaus verlassen. Der Hubschrauber mit Trump an Bord hob am Montagabend von dem Krankenhausgelände in Bethesda nördlich von Washington ab, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Trump hatte am Nachmittag auf Twitter angekündigt, ins Weiße Haus zurückzukehren. "Fühle mich wirklich gut!", schrieb der Präsident. Später lief er dann vom Krankenhausgebäude zu seiner Fahrzeugkolonne, die ihn zum Hubschrauber brachte.

Trumps Leibarzt Sean Conley hatte am Nachmittag bei einer Pressekonferenz vor dem Krankenhaus gesagt, dass er voraussichtlich erst kommende Woche Entwarnung für den Krankheitsverlauf geben könne. "Wenn wir durch das Wochenende bis zum Montag kommen und sein Zustand genauso bleibt oder sich verbessert, dann können wir alle schließlich erleichtert aufatmen", sagte Conley. Es gebe aber nichts, was gegen eine Entlassung sprechen würde. Trump war am Freitagabend per Hubschrauber ins Walter-Reed-Krankenhaus geflogen worden.